Auralic Mini erweitern

Auralic Mini erweitern

Wer sich im www auf die Suche nach Antworten begibt, der findet sie in der Regel auch.
Meistens findet er mehr Antworten, als ihm lieb ist – vor allem dann, wenn sie sich auch noch widersprechen.
Eine dieser Fragen mit den sich widersprechenden Antworten lautet:

Klingt die Musik auf der internen Festplatte des Auralic Mini besser oder schlechter?

Ich habe deshalb einfach einen Selbst-Versuch mit einer kleinen SSD gestartet und muss sagen, dass ich so zufrieden mit dem Ergebnis war, dass ich mir eine größere SSD bestellt habe.
Die erste Frage hierbei lautet natürlich:  Wie groß sollte sie sein?

Und da sind wir bei einer Frage, die Sie wirklich nur selbst beantworten können.
Ich habe gestern 40 Alben auf meine neu eingebaute SSD geschoben und damit sind dann rund 25 GB belegt. Die meisten Alben wurden selbst gerippt, ein paar wenige stammen von einem Qobuz-Download im aiff-Format.
Ohne ein Rechenkünstler sein zu wollen, kann ich also sagen, dass auf eine SSD mit einem TB gut und gerne 1.500 Alben passen.

Wer jetzt der Meinung ist, dass sei doch viel zu viel und die SSD viel zu groß, der tut sich mit dieser Einstellung wohl kaum einen Gefallen, denn für eine SSD mit nur rund 500 GB Speicherplatz zahlt er heute praktisch den gleichen Preis wie für die große.

Wobei ich folgendes klarstellen muss:

Es gibt da von der Firma SanDisk eine SSD mit der Bezeichnung Ultra II 960 GB.
Dieser SSD wird zwar bescheinigt, dass sie grundsolide gebaut ist, aber sie soll auch nicht gerade die schnellste sein. Allerdings muss man auch sagen, dass sie mit einem Straßenpreis von etwa 230,- Euro für die besagten 1 TB preislich zurzeit wohl kaum zu schlagen sein dürfte.
Bei diesem Preis habe ich jedenfalls nicht eingesehen, eine kleinere oder gar eine gebrauchte SSD zu kaufen.
Gestern kam sie nun endlich mit der Post an und ich begab mich sofort daran, die SSD einzubauen.
Die erste freudige Überraschung stellte sich in Form eines kleinen Rahmens ein. Er mag ja nicht einmal einen Cent kosten, leistet aber doch gute Dienste.

Auralic Mini erweitern Sandisk Rahmen

Beseitigt man die beiden Klebestreifen, kann man ihn auf die SSD kleben und das Tolle daran?

Auralic Mini erweitern Sandisk Rahmen geklebt

Jetzt passt die Höhe der SSD exakt mit der Position des SATA-Slots im Mini.

Auralic Mini erweitern Sandisk in Mini eingelegt

Man kann also einfach die SSD in das Fach legen und ohne den geringsten Versatz zu spüren in den Slot schieben. So entsteht auch ein kleiner Abstand zwischen der SSD und dem Gehäuse des Mini, so dass sich Hitzeentwicklungen weder von der einen noch von der anderen Seite übertragen.

Auralic Mini erweitern Sandisk in Slot

Jetzt nur noch das Halte- und Kühlblech anschrauben und man kann das alles wieder mit dem Deckelchen schließen.

Auralic Mini erweitern Sandisk eingebaut

Hat man den Mini dann wieder an die Kabel angeschlossen, geht es daran, die Festplatte zu initialisieren und in Betrieb zu nehmen.

Dies ist auf der Auralic-Support-Seite :   http://support.auralic.com/hc/de/categories/200358258-AURALiC-ARIES-MINI
wunderbar beschrieben.
Doch sicherheitshalber will ich hier noch einmal eine Information veröffentlichen:

Alle Daten, die sich auf der Festplatte befinden, werden bei diesem Vorgang gelöscht!!!

Also ist es keine gute Idee, einfach schon mal eine Festplatte vorzubereiten und bereits vor dem Einbau mit Hunderten von Alben zu füllen – die sind nach der Inbetriebnahme alle gelöscht!
Also legen wir lieber eine „farbrikneue“ Festplatte ein.

Nun wechseln wir zu unserem Computer, öffnen den Explorer oder den Finder und schieben einfach unsere Musikdateien auf das Laufwerk des Auralic Mini.
Hier muss man noch ein wenig aufpassen, denn es gibt nach der Inbetriebnahme schon zwei Ordner auf der Festplatte:  Der eine nennt sich „HDD“ und der zweite „README“.
Was passiert, wenn man jetzt seine Musik in den README-Ordner schiebt, habe ich nicht ausprobiert – aber ich gehe mal davon aus, dass Auralic hier ein Herz für Scherzkekse beweist und auch die Musik in diesem Ordner akzeptiert.

So – jetzt sind wir eigentlich fertig – oder?

Ja!  Eigentlich!

Denn jetzt habe ich plötzlich folgendes Problem:
Während die Alben, die ich von Qobuz heruntergeladen habe, mir ihre Cover zeigen, sehe ich bei allen selbst gerippten CDs nur so graue Platzhalter.

Ja, natürlich kann man damit leben – will ich aber nicht.

Im festen Glauben daran, mal eben schnell eine Lösung für dieses Problem zu finden, muss ich schon bald einsehen, dass ich mir mal wieder so ein richtiges Luxusproblem aufgehalst habe.
Ich kämpfe mich durch iTunes-Foren – ohne Erfolg, denn dort würde es problemlos gehen – wenn ich mich mit MP3 begnügen könnte. Würg!
Ich kämpfe mich durch Foren, die sich mit dem Taggen befassen, wechsle zu den Audirvana-Foren, XLD-Foren, Video-Foren …
Doch eine Lösung bleibt lange Zeit außer Sichtweite.
Aber – das ist der Lohn des Fleißigen:  Ich hab`s !!!!!

Und es ist soooooo einfach !!!!!!!

Die Lösung hört auf den Namen Yate!

Nein! Nicht Jeiht!  Sondern:  Yah-Teh!
Also “japanisch”, oder?

Diese App, die Sie unter:    http://2manyrobots.com/yate/   finden können, kann – das erkennt man sofort – so ziemlich alles, was mit dem Taggen einer Datei zu tun hat und ganz bestimmt werde ich mich in diese Software noch intensiv einarbeiten.
Jetzt aber interessiert mich nur eines:

Ist sie nun meine Lösung oder nicht?

Und sie ist es!!!

Ich öffne Yate – konfiguriere überhaupt nichts, schiebe nur das Fenster ein Stück nach rechts.
Jetzt öffne ich den Finder und wechsle zu meinen Alben auf der SSD im Mini.
Ich ziehe ein Album einfach vom Finder auf die Yate-Oberfläche und Yate baut mir die einzelnen Songs im „Eingangsfenster“ auf.
Nun klicke ich erst auf den Reiter Artwork und dann oben auf die Lupe mit dem Pluszeichen „Artwork Search“.
Danach fragt mich Yate, welche Suche ich verwenden will, was ich aber einfach mit „Auto search“ beantworte.
In Sekundenbruchteilen erscheint das Coverfoto des Albums.
Ich klicke auf „Save“ – und damit ist meine „Arbeit“ auch schon abgeschlossen!
Ich kann beobachten, wie die vorangestellten roten Punkte der Songs nacheinander grün werden und in der Zwischenzeit schon im Finder-Fenster nach dem nächsten Album schauen.
Das ziehe ich einfach wieder ins Eingangsfenster von Yate und Yate „schmeißt“ das alte Album raus, um die Songs des neuen Albums anzuzeigen.
Ein Klick auf „Artwork Search“ und schon kommt so etwas wie Routine auf.  Bei meinem zweiten Album !!!!!

Ob man alle Alben gleichzeitig in das Eingangsfenster ziehen kann?
Ob man das alles automatisieren kann?
Ob man …
Keine Ahnung!
Ich verwende diese App ja auch gerade erst ein paar Sekunden.
Ja, da steht irgendwo etwas von Batch-Dateien und so und ja, da gibt es eine Hilfe-Datei und ein Forum und …
Aber ich bin gerade so begeistert von dieser App, dass ich das so schnell wie möglich loswerden musste.

Ich bin mir sicher, ich werde da noch mit der Zeit ein paar Tipps nachreichen können.
Oder jemand, der die App schon länger kennt?
Ich würde mich sehr darüber freuen!
Diese knappen 22,- Euro sind ganz bestimmt gut angelegt!

Bei Ihnen werden in Lightning DS die Cover trotzdem nicht angezeigt?
Tipp:  Lassen Sie mal die Bibliothek neu scannen!

Und? Bingo?
Na bitte!

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