Der Kabelklang, eine Frage des Glaubens?

Der Kabelklang, eine Frage des Glaubens?

Ist der Kabelklang nur eine Frage des Glaubens oder klingen unterschiedliche Kabel doch irgendwie anders?

Glaube versetzt Berge
… so heißt es.

Doch wie vielen Menschen mag ihr Glaube schon das Leben gekostet haben?

An welcher Stelle wir das große Geschichtsbuch der Menschheit auch aufschlagen, wir werden wohl immer etwas darüber lesen müssen, dass „die mit dem richtigen Glauben“ „die mit dem falschen Glauben“ gequält, gefoltert und hingerichtet haben.

Und die Geschichte wird gerade fortgeschrieben.
Der Mensch scheint einfach nichts zu lernen.

Selber mal am Pranger stehen

Wer ganz einfach mal am eigenen Leib erleben will, wie man sich fühlt, wenn man an das falsche glaubt, der muss nur in einem Internet-Forum darüber schreiben, dass er sich gerade ein Lautsprecherkabel für 2.000,- Euro gekauft hat.

„Zur Kreuzigung hier lang und jeder bitte nur ein Kreuz!“.

Gut, wenn man dann zu denen gehört, die wie Brian nie den Humor verlieren und die selbst ans Kreuz geschlagen noch ein lustiges Liedchen zu trällern wissen.
Wer sich in so etwas empfindlicher zeigt, den kann schon mal die kalte Wut packen.

Den eigenen Standpunkt verteidigen

In der Phase eins mag man dann ja noch versuchen, seinen Standpunkt zu verteidigen. Aber spätestens in der Phase zwei möchte man wohl am liebsten „aufrüsten und zum vernichtenden Gegenangriff ansetzen“.
Doch wie heißt es in dem Zitat eines Unbekannten?

Streite niemals mit Dummen! Sie locken Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich dort durch ihre Erfahrung!

Wobei hier ja noch gar nicht geklärt ist, auf welcher Seite sich die Dummen tatsächlich befinden!

Wer ist denn jetzt der Dumme?

Die Argumente der Kabelklang-Gegner sind ja nicht blöd und ihre Bedenken nicht unberechtigt.
Tatsächlich sind nur sehr wenige Theorien der Kabel-Entwickler bewiesen oder wissenschaftlich belegbar.
Vieles von dem was so behauptet wird, ist zugegebenermaßen kaum nachvollziehbar und einiges sogar absolut unvorstellbar.

Die Argumente der Kabelklang-Befürworter sind meistens schon mit: „Ja, hör doch mal!“ abschließend beschrieben.
Daher ist es durchaus legitim und eben auch gar nicht dumm, nicht an die Klangunterschiede durch Kabel zu glauben.

Eigentlich – ist weder das eine noch das andere dumm.

Viel Geld für ein vermeintlich überteuertes Kabel auszugeben, mag ja dumm erscheinen.
Doch unser Geld für etwas auszugeben, was uns zufrieden macht, kann doch gar nicht dumm sein, oder?

Ist etwa der dumm, der sich nach der Einnahme von Placebos besser fühlt und für eine Weile frei von Schmerzen ist?
Nein!
Sondern der ist dumm, der nicht eher ruht, bis er den Placebo-Patienten davon überzeugen konnte, dass ihm das Einnehmen von Zuckerpillen gar nicht helfen kann und sie ihn danach tatsächlich nicht mehr von seinen Schmerzen befreien.

Bin ich ein Voodoo-Meister, ein Guru …?

Zu meinem Alltag gehört es seit 30 Jahren, HiFi-Anlagen durch passende Kabel zu optimieren und ihnen damit den letzten „Feinschliff“ zu verleihen.
Wer die Veränderungen selber hören kann, der fragt immer wieder: „Wieso?“.
Wieso – ist das so?
Wieso – kann man so etwas denn nicht belegen?
Wieso – werden diese Unterschiede von so vielen bestritten?

In meinem Handbuch will ich deshalb Erklärungsversuche unternehmen.
Andeuten, wodurch sich möglicherweise Klangunterschiede einstellen können.
Gerade weil so vieles nicht einmal ansatzweise erklärt oder bewiesen ist, gerade deshalb musste ich dieses Kapitel für das Buch einfach schreiben.

Gemeinsam die Wahrheit finden

Jeder, der die von mir zusammengetragenen Aussagen bezweifelt, ist aufgerufen, mit seiner Kritik, seinen Argumenten oder auch ganz neuen Ideen dazu beizutragen, dieses Handbuch besser zu machen.

Ich akzeptiere Sie alle, mit all Ihren unterschiedlichen Meinungen.
Nur nicht die, die mich erschlagen wollen, weil ich an das glaube, was ich wahrnehme.

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