ELAC Element EA101EQ-G

ELAC Element EA101EQ-G

1:0 für ELAC –
der vereinbarte Liefertermin für den ELAC Element EA101EQ-G wurde auf den Tag genau eingehalten, so etwas passiert nicht oft.

Ich kann gar nicht sagen wieso, aber ich bin beim Auspacken des Verstärkers so aufgeregt, als wäre es ein 20.000,- Euro Plattenspieler – irgendwie hat sich da in den letzten dreißig Jahren bei mir so gar nichts geändert. Oder bin ich schon im Weihnachtsmodus?

Aber schließlich ist ELAC ja auch kein „alter Meister der Verstärker-Technik“!
Und – die im ELAC Element EA101EQ-G verbaute Technik hat ja auch recht wenig mir der Vorgehensweise „alter Meister“ zu tun.
Also ist eine gewisse Neugier durchaus angebracht.
Aber ich will mich in diesem Bericht nicht über die theoretischen und technischen Eigenarten dieses Verstärkers auslassen. Das hat man im Vorfeld schon genug getan,

Jetzt ist er da und steht vor mir!

Beim Auspacken findet man das von ELAC gewohnte Bild vor. Man hat einfach an alles

gedacht, auch an die Batterien für die Fernbedienung und an die Banana-Adapter für die Lautsprecherterminals. Davon musste ich gleich mal ein Foto von machen.

ELAC Element EA101EQ-G

Elac Element Lieferumfang

Da das Teil eine Temperatur von gefühlten minus 2 Grad aufweist – darf es sich erst einmal an die Wärme im Raum gewöhnen.

Doch dann entdecke ich ein Detail, das mich wie ein Pferdeapfel am Kopf trifft:
Beim Kaltgerätestecker handelt es sich um einen C6-Stecker, der auch bekannt ist als Mickymaus- oder Kleeblatt-Stecker.
Wie soll ich denn bitte da andere/teure Stromkabel ausprobieren?
Klar, es gibt Adapter von C5 auf C13, aber nein – das passt mir gar nicht.
Also ELAC – bitte für die nächste Serie:  C13-Buchsen einbauen !!!!!!

Das Gerät hat mittlerweile Raumtemperatur. In der Zwischenzeit hatte ich mir die Bedienungsanleitung durchgelesen und schließe jetzt den ELAC Discovery per Digital-Kabel an den ELAC Element EA101EQ-G an, denn ich will nicht nur hören, was der Verstärker kann sondern auch, was der integrierte DAC leistet.

Zunächst will ich nur mal kurz schauen, wie diese neue App funktioniert.
Was kann diese Raum-Einmessung? Braucht man das?
Ich finde es aber nicht heraus – denn die App gibt es im App-Store noch nicht.
Eine Rückfrage bei ELAC bestätigt das. Man wartet noch auf die Apple-Freigabe, wollte aber den ELAC Element EA101EQ-G nicht nur deshalb unnötig im Lager festhalten. Die App für Android ist bereits online, was mich mangels passender Geräte aber nicht weiter bringt.

Nun – das gibt mir die Zeit, mich in Ruhe dem zu widmen, was mir sowieso wichtiger ist, nämlich der Frage: Wie klingt denn nun dieses Erstlingswerk von ELAC?

Wie klingt der ELAC Element EA101EQ-G ?

Ich habe noch meine Playlist offen von der HiFi-Hörschule und die Stücke gut im Ohr.
Ich beginne mit Hugh Coltman und seinem Stück „Pretend”.
Und bin baff.
Richtig baff.
Mir fehlen die Worte – was selten genug vorkommt.
Was ich höre – klingt gut – richtig gut.

Habe ich etwa durch Zufall eine Verstärker-/Lautsprecher-Kombi gewählt, die sich so richtig mag?
Ich hatte von der letzten Vorführung noch die Q-Acoustics Concept 40 aufgestellt. Eigentlich ist die schon ziemlich anspruchsvoll. Der ELAC Element EA101EQ-G aber scheint nur zu denken:  Prima!
Ich klemme die ELAC FS 407 an. Sofort sind die Unterschiede der Boxen wahr zu nehmen – der ELAC Element EA101EQ-G aber zeigt auch an ihr, was man von einem richtig guten Verstärker erwarten kann.
Ich werde mutiger und wechsle zur Progressive Audio Extreme III und der ELAC Element EA101EQ-G scheint zu sagen: „Jetzt fängt es an, mir Spaß zu machen. Hast Du mehr davon?“
Dann verbinde ich ihn mit der Progressive Audio Extreme I und weiß jetzt, welchen günstigen Verstärker ich dazu demnächst empfehlen werde!!!
Danach gehe ich aber zügig wieder einige Preisstufen nach unten und sitze jetzt vor der ELAC Uni-Fi FS U5, die preislich identisch zur Concept 40 ist und danach vor der Concept 20 von Q-Acoustics, einem kleinen Kompaktlautsprecher zum Paarpreis von unter 500,- €.
Es folgen noch ein paar Versuche mit älteren Boxen aus Inzahlungnahmen – aber stets bleibt es dabei, dass der ELAC Element EA101EQ-G sich anpasst wie ein Chamäleon.
Die Frage, zu welchem Lautsprecher der ELAC Element EA101EQ-G passt, wäre damit recht einfach geklärt:
Er passt zu jedem – zumindest hatte ich keinen parat, zu dem er nicht gepasst hätte.

Kennt der ELAC Element EA101EQ-G etwa Tricks?

Irgendeinen Trick scheint dieser ELAC Element EA101EQ-G da zu kennen, denn so anpassungsfähig ist kaum ein Verstärker.
Stimmen klingen durch die Bank wunderschön, haben Körper, Musikalität, Fleisch, Harmonie.
Ich höre die neue Leonard Cohen, meine Lieblingsscheibe von ihm und kann nur sagen:
Das ist High-End.
Streicher treffen mitten ins Herz, sind noch ein wenig „trauriger“ als sie sowieso schon sind. Der Analyst unter den Hörern erkennt den Bogen, die Saite und den Geigenkörper. Nichts davon überwiegt – alles steht im richtigen Verhältnis zueinander.
Der Raum ist gewaltig – wenn er gewaltig war und verschwunden, wenn man ihn bei der Aufnahme vergessen hat.
Die Dynamik unterstreicht die Schönheit der Musik, lässt das Timing aber unangetastet – da schläft nichts ein, wirkt nicht einmal müde.
Ich höre jetzt seit etwa 2 Stunden, ohne wieder etwas an der Konstellation geändert zu haben.
Es ist jetzt eine komplette ELAC-Kette angeschlossen.
Und daran will ich auch gerade nichts mehr ändern.
Von Titel zu Titel werde ich mir immer bewusster, dass der ELAC Element EA101EQ-G hier verdammt viele von meinen High-End-Erkenntnissen für ungültig erklärt. Zumindest in Verbindung mit ihm.
Beim Stromkabel handelt es sich um so ein einfaches 2,-€-Teil. Erwähnte ich, dass da ein Mickymaus-Stecker dran ist? 🙁
Die Lautsprecherkabel liegen bei unter 100,- € und der ELAC Element EA101EQ-G sagt die ganze Zeit:  „Na und? Ich brauche nicht mehr!“.
Dieser Aussage schließe mich an und komme ebenfalls zu der Erkenntnis:  Ich brauche auch nicht mehr! Im Moment jedenfalls nicht.

Seit über einer halben Sunde höre ich jetzt das Album „Citizen of Glass“ von Agnes Obel. Ich mochte es vom ersten Hineinhören an – aber irgendwie fällt mir gerade auf, dass es jetzt mit dem ELAC Element EA101EQ-G noch eine gehörige Portion schöner klingt. Es reizt mich nicht, eine andere Musik aufzulegen – die hier ist toll!

Es soll so bleiben wie es ist.

Es gibt Verstärker, die durch ihre „Power“ überzeugen.
Es gibt Verstärker, die durch ihre Klarheit und Feinzeichnung überzeugen.
Was hier läuft, das überzeugt durch Schönheit.

Und bei “Hartmetall”?

Aber kann er auch überzeugen, wenn es darum geht, Musik zu spielen, die nicht „schön“ klingen will?
Ich kämpfe mich durch die Hard-Rock und Heavy-Metal-Szene, wechsle zu Rap und Techno; starte AC/DC, Metallica, Motörhead, Zebrahead, Linkin Park, Genlog und etliche andere Bands oder Künstler, von denen ich meistens noch nie etwas gehört habe.
… und frage mich:  „Was genau suchst Du eigentlich?“
Nun, irgendwie suche ich wohl nach der „Schwachstelle“ dieses Verstärkers.

Muss man immer die Schwachstelle suchen?

Ich meine – niemand wird mit diesem Teil auf die Idee kommen, er könnte damit einen mannshohen PA-Lautsprecher z-e-r-f-e-t-z-e-n, oder?
Der ELAC Element EA101EQ-G kann so laut, wie andere Verstärker in dieser Klasse auch laut können. Er ist so stabil, wie andere stabil sind. Jede Diskussion darüber, ob er hier ein klein wenig besser und dort ein wenig schlechter ist, ist überflüssig. Wer hier nach Messwerten und „höher“ oder „weiter“ beurteilen will, der hat den ELAC Element EA101EQ-G nicht verstanden – und vermutlich auch noch nicht gehört.

Der ELAC Element EA101EQ-G erfüllt mir persönlich gerade einen Herzenswunsch.

Ich habe immer geglaubt, ich sei kein Fan von Hard-Rock, Heavy Metal, Rap und Techno, doch der ELAC Element EA101EQ-G zeigt mir gerade, dass dies so gar nicht stimmt.
Ich mag es nur nicht, wenn die Gitarren ohrenzerreißend kreischen, die Becken trommelfellsprengend zischen und der Musik jeglicher „Körper“ fehlt.
Ich erinnere mich dann immer an Wilhelm Busch`s Worte:
Musik wird oft nicht schön gefunden,
weil sie stets mit Geräusch verbunden.

Der ELAC Element EA101EQ-G scheint genau das zu wissen und bereitet mir diese Musikarten so zu, dass ich sie plötzlich mag. Ich kann im Raum umherlaufen, mich einfach irgendwo hinsetzen und weder die Gitarren noch die Becken stören mich. Die Musik hat auf einmal „Körper“.
Ich kann nicht beurteilen, ob ein echter „Hartmetall-Freak“ jetzt „beleidigt“ wäre und meint, dass das so nicht sein darf. Vielleicht kommt ja mal jemand vorbei!? Mir jedenfalls gefällt das so außerordentlich gut.

Doch wie macht der ELAC Element EA101EQ-G das?

Legt er einfach eine “Wolldecke” über die Höhen?
Ganz und gar nicht und ganz im Gegenteil.
Beim ELAC Element EA101EQ-G bekommen hohe Töne die Kraft, die sie brauchen, und so macht er aus „kreischig“ einfach „fetzig“.

Und wie sieht es bei klassischer Musik aus?

Klaviermusik zeigt uns sofort, ob eine Komponente sich zu viel um den Holzkörper und zu wenig um die Saiten kümmert oder umgekehrt. Eine Piccoloflöte darf nicht wie eine Blockflöte klingen und ein Triangel muss auch mal weh tun dürfen.
Der ELAC Element EA101EQ-G meistert diese Klassik-Prüfung mit Bravour – man möchte fast behaupten, dass er sich gerade im Klassikbereich so richtig zuhause fühlt.
Die große Bühne stellt er nicht als Puppentheater dar, sondern als große Bühne.
Großes bleibt groß und Feines bleibt fein.
Die Pauke hat Volumen und Druck …
und Stimmen …
Hatte ich schon was zu den Stimmen gesagt?
Muss man die einfach mal hören!

Anschlussmöglichkeiten – Qual der Wahl?

ELAC Element EA101EQ-G hinten

Im Verlaufe des Nachmittags schließe ich den Discovery mal über die Analog-Eingänge an, um zu prüfen, ob all die Feststellungen mehr vom DAC kommen oder auch im Verstärker sind und es bleibt so, wie ich es gehört hatte. Auch ein Creek CD-Player bestätigt dies – sowohl über die digitale als auch über die analoge Verbindung. Und ich muss sagen, dass auch der Creek vom ELAC profitiert.

Und jetzt?
Am Ende sitze ich hier vor einem Hörbericht, den ich eigentlich so gar nicht veröffentlichen will.
Alles wäre gut und passend – würde der ELAC Element EA101EQ-G so um die 3.000,- € kosten, aber so!?
Hätte man ihm nicht ein größeres Gehäuse verpassen und den Preis deutlich anheben können?
Oder hat man da bei ELAC etwa noch was in der Pipeline?
Nun – das muss dann aber schon ein richtiges Hammerteil werden, wenn man gegen den „Kleinen“ hier “anstinken” will.
Doch was soll ich tun?

Er kostet nun einmal “nur 695,- €”.

Soll ich ihn an Monster-Boxen anschließen, für die er nicht geschaffen wurde? Soll ich ihn in Lautstärken fahren, die auch zehn mal so teure Amps nicht überleben würden?
Nein, das will ich nicht und das wäre auch nicht fair.
Aber ich bin mir im Klaren darüber, dass mein Text für einen Verstärker zu diesem Preis irgendwie zu gut ist.

Redakteure sind Profis und haben gelernt, dass man so etwas nicht machen darf, weil man sich dann „nach oben“ nicht mehr genug Platz für bessere (teurere) Komponenten lässt.
Die Tests dieser Redaktionen werden noch folgen.
Möglicherweise werden sie Argumente dafür finden, wieso dieser Verstärker keinen höheren Preis wert ist. Vielleicht werden Sie aber auch genau so verblüfft sein wie ich
Ob sie das dann auch schreiben werden?
Man wird sehen.
Ich jedoch habe gerade überhaupt keine Lust dazu, irgendetwas in meinem Bericht zu „relativieren“ oder abzuwerten, nur weil der Preis des Gerätes nicht hoch genug ist oder weil ich mir bestimmte „Beschreibungsmodule“ für teurere Geräte aufheben will.

Ich gehe davon aus, dass Sie als Leser es verstehen werden, wenn ich hier meiner Begeisterung freien Lauf lasse. Denn genau die ist da – meine Begeisterung.
Und dabei habe ich noch überhaupt nicht bedacht, dass der ELAC Element EA101EQ-G nicht nur ein Vollverstärker und ein DAC ist, sondern auch einen Subwoofer-Ausgang besitzt, einen Kopfhörerausgang hat, über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügt und mit einer App ausgestattet ist, mit der man eine Raum-Anpassung vornehmen kann – und das nicht nur bei zwei Boxen sondern auch auch bei einem Subwoofer-System. (Den Teil des Berichts muss ich allerdings nachreichen)

Wollen wir ihn in also eine Schublade stecken, brauchen wir zwei – sorry drei Geräte.
Das eine packen wir in die Schublade:  Moderne Top-Ausstattung.
Das zweite in die Schublade:  Moderne Verstärker-Technologie und
das dritte dann in die Schublade:  Klangwunder.

Bestellen können Sie den ELAC Vollverstärker hier:  Jetzt einen ELAC Element EA101EQ-G kaufen.

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Bitte beachten!!! Kein Versand vom 23.09. - 30.09.2017. Verstanden