Audiophile Netzteile – ein Hörbericht

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht. Bitte lesen Sie auch den Bericht  “Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung.”

Meine Test-Anlage:

Lautsprecher:
Progressive Audio Extreme III
Verstärker:
Progressive Audio A901
Quellgerät:
Auralic Mini
Router:
Fritzbox 7490
Kabel:
Progressive Audio (Verdi NF und Lautsprecherkabel und Power One-Stromkabel) – alle mit rhodinierten Furutech-Steckern konfektioniert. Zum Teil bereits mit NCF-Steckern versehen. (NCF= Nano-Crystal-Formula)

Die Test-Kandidaten:

* Das mitgelieferte Standard-Netzteil von Auralic  ( 0,- €)
* Auralic Super-Low-Noise-Netzteil (299,- €)
* SBOOSTER (16V für den Mini) (249,- €)
* Keces DC116 mit 12V und 16 V (399,- €)

Die Fritzbox lief während aller Hörsitzungen über den zweiten Ausgang des KECES. Alle Netzteile wurden über das gleiche Modell des Power One-Stromkabels von Progressive-Audio an die selbe Furutech-Verteilerleiste mit rhodinierten Kontakten angeschlossen und vorher korrekt ausgephast. Als Titel-Auswahl habe ich die Stücke aus meinem Bericht Hörschule verwendet.

Erster Durchgang KECES DC116

Keces

Keces DC 116

Ich kenne den Mini gut, sowohl mit seinem Standard-Netzteil als auch mit dem Auralic-Netzteil. Ein besonderes Netzteil an der Fritzbox hatte ich bisher noch nicht ausprobiert. Nach den ersten Tönen musste ich aber erst einmal kontrollieren, ob nicht aus Versehen der Altair „angesprungen“ war. Irgendwie klang der Mini heute aus dem Stand heraus einfach besser.

Hugh Coltman – Pretend
Von der ersten Sekunde an ist man mitten im Geschehen. Das korrekte Timing fällt auf, die Base-Drum kommt einfach nur „saftig“. Hugh Coltman, der mit diesem Stück in vielen Konstellationen wie ein buchbarer Sänger für Vereinsfeiern wirkt, präsentiert sich hier wie ein aufs Feinste ausgebildeter Profi-Sänger. Der Raum ist wie er sein muss und ich sitze gerade tatsächlich da und frage mich wie groß, oder besser wie klein der Unterschied zum Altair wohl geworden sein mag.

Rolf Kühn – Laura
Die Oboe ist etwas weiter hinten als ich das kenne, dafür nicht ganz so weit links. Der Bass, der in den ersten Sekunden wie eine in der Ferne gespielte Trommel klingt, ist hier noch weiter hinten als sonst. Auffällig werden dann die geradezu spürbaren Schwingungen, die von der Oboe ausgehen. Der Bass ist mal trocken und mal sonor schwingend – je nach Spielweise. Die Klarinette scheint sich mit mir zu unterhalten. Sie wirkt abwechselnd melancholisch und kokettierend. Das Mundstück mit den vibrierenden „Zungen“ ist deutlich zu hören. Die Atemgeräusche von Rolf Kühn sind präsent, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. Was vor allem auffällt ist einfach diese ungemeine Spielfreude, die von den Musikern ausgeht. Da ist Begeisterung, Faszination, Anstrengung, Konzentration und ganz viel Spaß.

Al Green – For the good times
Diese Aufnahme ist ganz offensichtlich „totgemischt“ worden, aber in dieser Konstellation macht sie dennoch sehr viel Spaß. Al Greens Stimme kommt einfach nur „schön“. Bei allen Macken, die diese Musik hat, kann ich mir das Stück, so wie es gerade läuft, sehr gut anhören.

Cassandra Wilson – Strange Fruit
Der Kontrabass ist zum Greifen nah – er steht tatsächlich groß und mächtig dreidimensional vor uns. Der Trompeter scheint etwas kleinwüchsig zu sein, aber der Ton der Trompete ist überzeugend authentisch. Wenn Cassandra Wilson zu singen beginnt, ist Gänsehaut angesagt. Diese Aufnahme hören wir gerade in 24Bit, 96 KHz – und das verschweigt sie uns keine Sekunde lang.

Chuck Mangione – Death Scene aus Children of Sanches
Ich schließe die Augen und bin mit den beiden Musikern in einem Raum. Was will man mehr?

Brav habe ich alle Stücke durchgehört, obwohl mich die Neugierde schon längst gepackt hatte, doch jetzt musste endlich das Auralic-Netzteil zeigen, was es kann.

Auralic Netzteil

Auralic Netzteil

Zweiter Durchgang Auralic „Super-Low-Noise“-Netzteil

Ich starte wieder mit Hugh Coltman.
Und mir fällt auf, dass auch das jetzt anders klingt, als ich es bisher kannte. Sollte dieses Keces-Netzteil an der Fritzbox sich tatsächlich klanglich auswirken? Seit geraumer Zeit treffe ich immer wieder auf die Aussage, ich sollte doch der Fritzbox mal ein gutes Netzteil gönnen, aber an eine konkrete Umsetzung hatte ich bisher nicht gedacht.

Tatsächlich spielte der Mini mit dem Auralic-Netzteil hier gerade auf einem höheren Niveau als sonst.
Es klang präsenter, trockener als mit dem Keces am Mini. Hugh Coltman war um einige Jahre jünger geworden. Es war unmöglich, eine Bewertung nach besser oder schlechter vorzunehmen. Während die Stimme stellenweise besser zu gefallen wusste, klang die Gitarre manchmal etwas hart.

Dieser Eindruck setzte sich auch bei Laura von Rolf Kühn fort.
Die Oboe war etwas kleiner als mit dem KECES-Netzteil, weiter links, dafür nicht so weit weg. Der Bass war wunderbar trocken. Die Klarinette klang aber wieder ein wenig härter, unterschied sich dadurch noch deutlicher von der Oboe. Zum Teil klang sie im direkten Vergleich fast ein wenig unangenehm. Und obwohl sie in ihrer Größe sehr präzise zu erfassen war, ging der Sound des Mundstücks im Vergleich zum Keces-Netzteil ein wenig unter.

Auch bei Al Greene wurde dieser Eindruck bestätigt.
Die Stimme hatte eine Spur weniger Volumen, dafür aber mehr Präzision. Der Bass bei Cassandra Wilson allerdings verlor schon recht deutlich an realistischer Größe und die Stimme von Cassandra W. machte weniger Gänsehaut.

Auch der Gitarre aus Children of Sanchez fehlte es letzten Endes ein wenig an Dynamik. Zwar gewann die Ortbarkeit dazu, aber die Emotionen wurden weniger.

Auch wenn die Unterschiede zwischen diesen beiden Netzteilen sehr gering sind, werden sich Besitzer eines Minis wohl nicht schwer damit tun, einen persönlichen Favoriten zu benennen. Ich bin mir sicher, dass das Auralic-Netzteil denen gefallen wird, die sich mehr Präzision wünschen und in deren Kette es auch ruhig ein klein wenig lebendiger klingen darf. Das KECES dagegen kümmert sich gerne um die Fraktion, die vor allem das Emotionale in der Musik als Ziel vor Augen hat und ein Grundtonfundament nicht vermissen wollen.

sbooster

sbooster

Dritter Durchgang – SBOOSTER

Der Klang der Gitarre  bei Hugh Coltmans „Pretend“ hat wieder mehr Facetten. Der Bass und die Base-Drum geben sich „saftiger“, druckvoller; Hugh Coltman klingt wieder „erfahrener“.

Rolf Kühn.
Die Oboe ist etwas größer als mit dem Auralic, ihre Bewegungen spürbarer. Das Schwingen des Tones fällt einem wieder auf. Das Mundstück der Klarinette ist deutlicher wahrzunehmen. Rolf Kühns Atmen ist nicht zu überhören, noch deutlicher als beim Keces.

Die musikalische Wirkung des Stücks von Al Green ist überzeugender als beim Auralic-Netzteil. Beim Wort „World“ können wir fast Al Greens Zunge vor uns sehen. Allerdings mischen sich hier und dort auch leichte Zischlaute mit ein.

Das bestätigt sich bei Cassandra Wilson. Irgendwie besser als mit dem Auralic-Netzteil aber hier und da mischen sich diese Zischlaute störend dazu. Die gab es beim Auralic und beim Keces weniger.

Beim Stück von Chuck Magnione allerdings möchte ich gerne bei dem bleiben, was ich gerade höre. Da, wo mit den anderen Netzteilen die Gitarre ständig leicht bewegt zu werden scheint, steht sie mit dem SBOOSTER wie angenagelt im Raum. Das bringt Ruhe und ermöglicht es uns, uns mehr auf die Musik zu konzentrieren.

Fazit nach dem dritten Durchlauf

Das Keces und das SBOOSTER liegen klanglich dicht beieinander. Das Super-Low-Noise-Netzteil von Auralic spielt dagegen anders. Wer auf Dynamik und Präzision aus ist – sollte definitiv im Hause Auralic bleiben. Die Entscheidung zwischen dem SBOOSTER und dem KECES fällt da schwerer. Wer nur ein einzelnes Netzteil benötigt, der wird zum günstigen SBOOSTER greifen können, ohne sich grämen zu müssen, nicht das bessere gekauft zu haben.

Wer aber zwei Geräte über audiophile Netzteile zu versorgen hat, der macht mit dem Keces alles richtig. Es ist zwar das teuerste – aber es beliefert dafür gleich zwei Geräte autark mit Strom und wird somit unterm Strich zum günstigsten Netzteil des Testfeldes.

Doch jetzt stand die große Frage im Raum, was denn mit dem Klang passieren würde, wenn wir das Keces an der Fritzbox belassen und den Mini über das Standardnetzteil mit Strom versorgen.

Das mitgelieferte Standard-Netzteil

Zunächst sitzt man ein paar Sekunden vor seiner Anlage und fragt sich: Wo bitteschön soll denn jetzt hier irgendwas schlechter geworden sein?
Doch es dauert nur etwa eine Minute und schon wird man mit der Nase – äh mit den Ohren – drauf gestoßen. Da fehlt es an Dynamik, an Druck. Von „saftig“ darf hier niemand mehr sprechen. Die Oboe klingt fast tröötig. Egal, welches Stück man hört – alle Musiker sind plötzlich schlecht gelaunt und es macht keinen Spaß mehr, ihnen zuhören zu müssen.
„Da kann man sich jetzt wirklich die Ausgabe für den Mini auch noch sparen und wieder MP3 hören!“ geht es mir so durch den Kopf und ich breche diesen Durchlauf ab.

Fritzbox mit Standard-Netzteil

Und stehe damit vor der abschließenden Frage, was denn passiert, wenn ich der Fritzbox wieder das Standard-Netzteil gebe und genau das tue ich jetzt.
Aber das Ergebnis ist nicht eindeutig.
Kommt man nicht „von oben“ sondern hört das gleich so wie es bei den allermeisten wohl laufen dürfte, dann fehlt einem nichts und fällt einem auch nichts auf.
Die Unterschiede zwischen den Netzteilen, so wie ich sie wahrgenommen und hier niedergeschrieben habe, die bleiben auch dann erhalten, wenn man die Fritzbox am mitgelieferten Netzteil betreibt. Ich hätte die Testdurchläufe also auch komplett ohne das Keces an der Fritzbox durchführen können und ich wäre zum gleichen Ergebnis gekommen.

Der Unterschied ist erst zu hören, wenn er da ist.

Blöder Satz, oder?
Aber ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll.
Es ist nicht so, dass ich das Keces für die Fritzbox als Pflichtprogramm sehe. Und ich habe jetzt auch noch nicht versucht, z.B. den SBOOSTER an die Fritzbox zu hängen, weil der Wert leider nicht stimmt. Es gibt das SBOOSTER aber auch passend zur Fritzbox.
Ich glaube aber, dass ich mir das hier auch gerade zu kompliziert mache.
Festzuhalten ist, dass das Auswechseln des Standard-Netzteils am Mini gegen irgend ein audiophiles Netzteil definitiv „die Welt verändert“.
Die Auswahl des Netzteils sollte man meiner Meinung nach aus praktischen (brauche ich zwei Ausgänge?), aus preislichen (nehme ich das günstigste oder das beste?) oder im Bezug auf die eigene Anlage treffen. Das Auralic-Netzteil bringt „Leben in die Bude“, das SBOOSTER und das Keces klingen „harmonischer“. Das Keces macht weniger Zischlaute.

Und wer eine Fritzbox betreibt, die in der Nähe der Anlage steht – der dürfte nun wohl keine Zweifel mehr haben, welches Netzteil für ihn das richtige sein könnte.

Genau so gut kann man aber den zweiten Ausgang des Keces natürlich auch für einen Plattenspieler oder ein Phonoteil verwenden.

Jetzt bestellen:

* Auralic Super-Low-Noise-Netzteil (299,- €)
* SBOOSTER (16V für den Mini) (249,- €)
* Keces DC116 mit 12V und 16 V (399,- €)

Die drahtlosen Verbindungen des Auralic Altair

Die drahtlosen Verbindungen des Auralic Altair

Die drahtlosen Verbindungen des Auralic Altair

Hinweis:
Bluetooth ist ein geschütztes Markenzeichen von Bluetooth SIG, Inc.
AirPlay® , iPAD und iPOD sind geschützte Markenzeichen von  Apple Inc.
Songcast ist eine Open-Source Software von oss.linn.co.uk
Roon ist ein geschütztes Markenzeichen von Roon Labs LLC a New York Limited Liability Company

In diesem Bericht geht es um die Nutzung der „drahtlosen“ Schnittstellen eines Auralic Altair.
(Der Mini verfügt über eine eingeschränkte Konnektivität)

Wichtiger Hinweis!
Um die drahtlosen Verbindungen verwenden zu können, muss sich der Altair zwingend im Streaming-Betrieb befinden.
Sollten Sie ihn soeben im reinen DAC-Betrieb als Wandler für eine digitale Quelle verwenden, sind alle Streaming-Module heruntergefahren. Das geschieht, um den DAC nicht bei seiner Arbeit zu stören und somit die Voraussetzungen für einen bestmöglichen Klang zu schaffen.
In dieser Betriebsart stehen aber trotz einer möglicherweise korrekten Konfiguration die drahtlosen Verbindungen nicht zur Verfügung.

Auralic Display Streamingbetrieb

Auralic Display Streamingbetrieb

Am einfachsten drücken Sie dafür auf der Fernbedienung die Taste „iPOD“ – damit starten Sie den Streaming-Betrieb und die Module für die drahtlosen Verbindungsarten. Bis der Altair den Streaming-Betrieb wieder „hochgefahren“ hat, kann bis zu einer Minute vergehen. Sie erkennen die Bereitschaft des Altair an der Anzeige im Display. (siehe Grafik links)

Bluetooth wireless technology

(Schulnote Klang: 3 bei gutem Quellmaterial)
Wichtig zu wissen:
Für die Bluetooth-Übertragung wird das Audiomaterial (falls erforderlich) komprimiert und entspricht danach etwa der Qualität einer MP3-Datei.
Der Empfang und die erforderliche Wandlung/Komprimierung der Original-Tonsignale in das Bluetooth-Format erfolgt durch das eingesetzte mobile Gerät (Sender). Der Altair (Empfänger) gibt also lediglich die Musikqualität wieder, die er vom Sender geliefert bekommt und kann sie in dieser Betriebsart nicht verbessern.

Herstellung der Bluetooth-Verbindung

Hierzu ist sicher zu stellen, dass im Konfigurationsmenü des Altair der Schalter „Bluetooth“ auf „on“ steht.
Der Bluetooth-Betrieb ist nicht auf IOS-Geräte beschränkt! Sie können also jeden beliebigen Bluetooth-Sender mit dem Altair verbinden. Hierzu gehen Sie in das Konfigurationsmenü Ihres mobilen Gerätes und stellen die Bluetooth-Verbindung zum Altair her. Befolgen Sie hierzu bitte die Anleitung des Geräteherstellers.
Sobald Ihr Gerät Ihnen den Status „verbunden“ anzeigt, dient Ihre Stereoanlage nun als Lautsprecher für alle Tonsignale, die Ihr Mobile-Device ausgibt. Sie können sowohl Musik aus den unterschiedlichen Portalen streamen als auch den Ton Ihrer Videos  über den Altair an Ihre HiFi-Anlage ausgeben.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Empfehlung:
Senden Sie Bild und Ton an einen Bluetooth-Empfänger (Set-Top-Box …) und verbinden Sie dieses Gerät zur Tonübertragung per Kabel (XLR, Coax, Toslink, USB)  mit dem Altair (für den Ton) und parallel dazu mit einem zweiten Kabel (z.B. HDMI) mit dem TV (fürs Bild).

Parallele drahtlose Übertragungen von Bild und Ton sind möglich, führen aber zu Verzögerungen. (Versatz der Mundbewegungen)

 

Airplay

(Schulnote Klang: 2 bei gutem Quellmaterial)

Format:  16Bit 44,1 KHz, höhere Auflösungen werden gesampelt.
Clock;  Es wird die Clock des Senders (z.B. iPAD, PC/MAC) verwendet.

Über Airplay übertragene Musikdateien sind in etwa mit der Wiedergabequalität einer CompactDisc zu vergleichen.

Wichtig zu wissen.
Der Empfang und die Wandlung der Original-Tonsignale in das Airplay-Format erfolgt durch das eingesetzte mobile Gerät (Sender). Möglicherweise steht die Musikwiedergabe im Airplay-Betrieb der Klangqualität im Auralic-Streaming-Betrieb um einiges nach.

Herstellung der Airplay-Verbindung

Zunächst ist sicher zu stellen, dass im Konfigurationsmenü des Altair der Schalter „Airplay“ auf „on“ steht.

Kontroll-Zentrum

Kontroll-Zentrum (rechtes Feld “Sie hören”)

An Ihrem iPAD wischen Sie nun vom unteren Displayrand das “Kontroll-Zentrum“  ins Display und schieben Sie das Menü ganz nach links, sodass Sie am rechten Bildschirmrand zum Bedienungsfeld „Sie hören“ gelangen. Hier finden Sie alle airplayfähigen Geräte aufgelistet. Tippen Sie dort den Namen Ihres Altairs an, warten Sie, bis die Verbindung aufgebaut ist und danach können Sie den Altair als Ihre Airplay-Brücke verwenden.

 

Sie können nun sowohl Musik aus den unterschiedlichen Portalen streamen, als auch den Ton Ihrer Videos  über den Altair an Ihre HiFi-Anlage ausgeben.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Empfehlung:
Senden Sie Bild und Ton an einen Airplay-Empfänger (Set-Top-Box …) und verbinden Sie dieses Gerät zur Tonübertragung per Kabel (XLR, Coax, Toslink, USB)  mit dem Altair (für den Ton) und parallel dazu mit einem zweiten Kabel (z.B. HDMI) mit dem TV (fürs Bild).

Parallele drahtlose Übertragungen von Bild und Ton sind möglich, führen aber zu Verzögerungen. (Versatz der Mundbewegungen)

 

Songcast (Linn)

(Schulnote Klang: 2 bei gutem Quellmaterial)

Format:  Max. 16Bit 44,1 KHz, höhere Auflösungen werden gesampelt.
Hinweis: Songcast selbst kann bis zu 24Bit/192KHz übertragen – die Betriebssysteme der PC/MAC limitieren derzeit noch das Format.
Clock;  Es wird die Clock des Senders (PC/MAC) verwendet und mit der des Empfängers synchronisiert.

Die Nutzung von Songcast setzt eine entsprechende Installation und Konfiguration der Software auf Ihrem PC/MAC voraus.
Eine Anleitung hierzu finden Sie unter:

http://support.auralic.com/hc/de/articles/206084348-Songcast-mit-Ihrem-Lightning-Gerät-nutzen
oder hier:
http://oss.linn.co.uk/trac/wiki/Songcast_4_2_DavaarManual

Songcast bringt Ihren PC/MAC dazu, seine Audiosignale nicht an die interne Soundkarte auszugeben, sondern über das Heimnetz den zur Verfügung stehenden Songcast-Empängern zuzustellen.
Hierdurch werden alle interne Sound-Bausteine in Ihrem PC/MAC übergangen und die für den Klang wichtigen Aufgaben an den Auralic Altair übertragen.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Über Songcast können nach meinem Kenntnisstand keine Bildinformationen übertragen werden.
Parallele drahtlose Übertragungen von Bild und Ton (über Bluetooth oder Airplay) sind möglich, führen aber zu Verzögerungen. (Versatz der Mundbewegungen)

Roon Advanced Audio Transport (RAAT)

(Schulnote Klang: 1 bei gutem Quellmaterial)
Format:  Max. 32Bit/ 192KHz, Mehrkanal.
Clock;  Es wird die Clock des Empfängers verwendet.

Die Nutzung der Roon-Software setzt eine kostenpflichtige Lizenzierung und die Installation der Server-Software (Core) auf einem leistungsfähigen PC/MAC oder einem geeigneten NAS voraus.  Die Server-Software muss den Geräten im Heimnetz jederzeit zur Verfügung stehen. Wird der PC/MAC von Ihnen nicht verwendet, muss er dennoch eingeschaltet und im Netz verfügbar sein.
Diese Aussage prädestiniert wohl eher einen NAS für diese Aufgabe, denn dieser steht uns ja in der Regel bereits aus anderen Gründen permanent zur Verfügung.
Als Musik-Quelle ist Roon aktuell auf Tidal und auf lokal gespeicherte Musiksammlungen begrenzt.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Über RAAT können nach meinem Kenntnisstand keine Bildinformationen übertragen werden.

Da Roon derzeit seine Musiksignale lediglich aus Tidal-Audio und aus lokalen Musik-Bibliotheken beziehen kann, eignet sich Roon nicht für eine parallele Bild- und Ton-Übertragung.

Roon und ELAC Discovery

Roon und ELAC Discovery

Roon und ELAC Discovery

Was haben Roon und ELAC Discovery miteinander zu schaffen?
Und was ist eigentlich Roon?

roon

roon

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Streaming Client zuzulegen und dabei auf den ELAC Discovery stößt, der wird dabei auch zwangsläufig auf den Begriff „Roon“ treffen und sich möglicherweise die Frage stellen, was denn wohl hinter diesem Begriff stecken könnte.

Die Tatsache, dass eine „Lifetime-Lizenz“ für die Roon-Software mit 499,- USD zu Buche schlägt, lässt die einen frohlocken und die anderen die dollsten Spekulationen über die Anteile für Hard- und für Software anstrengen.

Tatsache ist, dass jeder, der Roon toll findet, damit bereits genug Argumente dafür gesammelt hat, sich einen ELAC Discovery und nicht „irgend einen“ Streamer zu kaufen.

Bleibt aber für die anderen immer noch die Frage offen:

Was ist denn dieses Roon überhaupt?

Beim ELAC Discovery ist es vor allem erst einmal die Bedienungssoftware für das Gerät.
In dieser Beziehung ist sie weder deutlich besser noch schlechter als die Apps, die wir so kennen, weshalb wir hier also keine hinreichenden Antworten finden.

ELAC_logo

ELAC_logo

Im zweiten Schritt ist dann jedoch erst einmal ELAC an der Reihe, für Roon etwas zu tun, nämlich ausreichend Rechenleistung zur Verfügung zu stellen.

Roon braucht da einiges, um zu funktionieren und ohne den ELAC Discovery wird man die zwingend erforderliche, zentrale Server-App (bei Roon „Core“ genannt) wohl  nur auf einem leistungsfähigen PC oder MAC installieren können, was dann aber wieder zwei weitere Fragen entstehen lässt:

Woher? – Wohin?

Woher – soll heißen:  Wo liegt denn die Musik?
Gehören wir zur „modernen Welt“, dann befindet sie sich auf einem USB-Stick, einer externen Festplatte, einem NAS oder online in einem Musik-Portal.
Roon kann mit all diesen Quellen umgehen und sie zu einer Bibliothek zusammenführen.
Das ist nicht selbstverständlich!

Wohin – soll heißen: Wer spielt denn die Musik?
Besitzen wir keinen ELAC Discovery und haben Roon auf dem PC/MAC/Laptop/MacBook installiert, dürften uns die dort intern verbauten „Quäker“ ganz sicher nicht zufriedenstellen. Also muss die Musik irgendwie an unsere Stereoanlage ausgeliefert werden, doch wie?
Die Lösung, unseren PC/MAC direkt oder über einen DAC an eine HiFi-Anlage anzuschließen, missfällt vielen Usern, denn der PC/MAC wird ja meist auch an anderer Stelle gebraucht – und er stört auch irgendwie die Optik.
Wir brauchen also früher oder später eine Komponente, die vom Design her in unsere Anlage passt, dort stehen bleiben kann und die so eine Roon-Server-Software (Core) bereits in sich trägt.

So ein Ding gibt es und es heißt ELAC Discovery  🙂

Was aber immer noch nicht die Frage beantwortet, was Roon ist und was an ihr jetzt 500,- USD wert sein soll.
Um das zu beantworten, können wir die gedankliche Verbindung zum Discovery hier erst einmal kappen. Die Antwort hat mit ihm nichts zu tun, wird nur noch einmal verdeutlichen, dass Roon als „Zugabe“ einen wirklich erstaunlichen Benefit mit sich bringt – jedenfalls für alle, die mit Roon etwas anfangen können.
Ob Sie mit Roon etwas anfangen können, beurteilen Sie am besten selbst nach folgenden zwei Kriterien:

“Focus”  (Blickpunkt)

Es gibt in Roon eine Such- und Filter Funktion, die sich hinter dem Button „Focus“ versteckt. Tippen wir darauf, öffnet sich ein neues Fenster, in dem wir verschiedene Möglichkeiten angeboten bekommen, die Musikauswahl einzugrenzen.

Most played
Hier können wir uns aussuchen, ob wir die 25, 50, 100, 250, 500 oder gar 1000 von uns meistgespielten Titel hören wollen.

Played in the last
Hier wählen wir zwischen den am letzten Tag, der letzten Woche, im letzten Monat, in den letzten 3 Monaten, … 6 Monaten, im letzten Jahr oder eben zu jeder Zeit von uns gespielten Titeln.

Import
Die gleiche Auswahl wird uns für das Import-Datum angeboten, also wann wir die Titel unserer Bibliothek hinzugefügt haben.

Released
Darunter finden wir eine Grafik, in der wir eingrenzen können, aus welchem Jahr die Titel stammen dürfen. Tippen wir darauf, öffnet sich ein kleines Fenster, in dem wir entweder durch Tippen auf „plus“ und „minus“ oder durch Verschieben der Balken, einen Zeitrahmen festlegen können. In Sekunden haben wir damit also in Verbindung mit der Genre-Auswahl eine „80-er Party-Musik“ zusammengestellt.

Genre
Rechts daneben geht es mit einer Kreisgrafik für das Genre weiter.

Durch einen Tipp auf den Pfeil nach rechts gelangen wir dann noch zur Auswahl zwischen
„Vorschläge“ (Picks),
„Lyrics“ (mit Songtext)
oder „Live“.

Zuletzt dürfen wir dann die Auswahl noch beschränken auf „Performers“ (Künstler), Composers“ (Komponisten), Production“ (Produzent),  Label (Das Plattenlabel), „Format“ (Dateiformat) und „Inspector“ (diverse Zusatzinformationen).
Jeweils nach einem Tipp auf die Kriterien werden uns die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten angeboten.
.
Wer also gerne Musik über Filter aussucht, wird von der Fokus-Funktion begeistert sein. Mehr Auswahlkriterien findet man siucher in keiner anderen App.

Credits
(Zugaben)

Kommen wir zum zweiten Punkt und damit wohl zu “dem” Argument, das den hohen Preis der Roon-App vollumfänglich rechtfertigen kann, nämlich den Zugriff auf die Datenbank der Musik-Redaktion, die sich hinter Roon verbirgt.
Ich schreibe das deshalb so deutlich, weil wir im direkten Vergleich – trotz des hohen Preises – leicht den Mehrwert der Roon-App erkennen können.

Haben Sie ein Abo für eine Musikzeitschrift?

Wenn Sie zu den Abonnenten einer Musik-Zeitschrift gehören, dann wird Sie dieses Abo in der Regel rund 60,- bis 70,- € im Jahr kosten.
Aber bekommen und haben Sie damit genau die Informationen, die Sie suchen?

Roon funktioniert so, wie die heutige Welt funktioniert.

Wir erhalten Informationen nicht mehr nach dem veralteten Gieskannenprinzip, wobei wir immer nur einige Tropfen des Informationsüberflusses abbekommen und alles, was uns gerade nicht interessiert im Boden versickert und verloren geht.
Heute „rufen wir nur genau die Wassertropfen ab“, die wir gerade brauchen! In dem beruhigenden Bewusstsein, dass alle anderen Informationen auch da sein werden, wenn wir sie abrufen möchten.

Wenn Sie sich also z.B. mal wieder „Wish you were here“ anhören und wissen wollen, wer denn eigentlich das Saxophon so überzeugend gut gespielt hat, dann tippen Sie doch einfach auf „Credits“.
Möchten Sie herausfinden, an welchen Projekten der Schlagzeuger sonst noch mitgewirkt hat oder wer die Background-Sängerinnen waren?    … bei welchem Künstler sie heute mitsingen und ob es vielleicht sogar aktuelle Konzertdaten gibt?
Diese Software stellt Ihnen alles Wissen der Musik-Redaktion zur Verfügung.
Sie haben also einen “Generalzugang” zu deren Datenbank!
Ist das was für Sie?

Lohnt sich Roon jetzt also oder nicht?

Die Antwort darauf können Sie sich nur selber geben.
Wenn es Ihnen ausreicht, Musik zu hören und Ihnen die Informationen dahinter gleichgültig sind, dann brauchen Sie Roon nicht.
Wenn Sie aber Freude daran haben, mehr zu erfahren und Zusammenhänge zu erkennen, dann wird Sie Roon begeistern. Und wenn Sie Roon nutzen möchten, aber einen PC/MAC im Wohnzimmer nicht dulden, dann tun sich da nicht wirklich viele Optionen auf.

Wenn Sie also jetzt von Roon begeistert sind …
und es haben wollen …
Ihnen aber 499,- USD zu teuer sind …
und Sie sowieso gerade einen Streaming-Client suchen …
dann hätten wir da jetzt einen wirklich tollen Tipp für Sie!

Und der fängt mit „ELAC“ an, hört aber mit „Discovery“ noch lange nicht auf!

Wissen sollten Sie, dass die Informationen von Roon nur in englischer Sprache vorliegen und dass Roon zurzeit nur mit Tidal zusammenarbeitet, also nicht mit Qobuz. Aber das dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein.

Auralic Lightning DS Anleitung

Auralic Lightning DS Anleitung

Auralic Lightning DS Anleitung

Never read the fu…ng manual?

Ja – ich weiß, es gibt nicht viele Dinge, die noch weniger Spaß machen, als eine Bedienungsanleitung lesen zu müssen. Aber ich verspreche Ihnen, dass ich mir sehr viel Mühe damit gemacht habe, diese hier “unterhaltsam” zu gestalten.
Natürlich – es bleibt eine Bedienungsanleitung. Sorry!

Auralic Lightning DS

 

Anleitung als pdf-Datei downloaden (54 MB)

Auralic Neue Software im App-Store!

Auralic Neue Software im App-Store!

Auralic Neue Software im App-Store!

Seit gestern finden wir die Version 4.0 der Auralic Lightning DS Software im Apple App-Store.

Leider habe ich sowohl dieses Update als auch das Apple IOS-Update direkt hintereinander gestartet, wodurch einiges durcheinander geraten ist. Gegen Abend jedoch hatte sich nach mehrmaligem Ein- und Ausschalten aller beteiligten Komponenten alles wieder beruhigt. Und heute geht es nun ans Kennenlernen der neuen App. Bin schon gespannt.

Hat schon jemand Erfahrungen gesammelt?

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

„Ja, sach ich doch!“
Das ist die Lösung:  ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

Was bisher geschah …    😉

Wir erhielten vor einigen Tagen unseren ELAC Element Vollverstärker, bestätigten ihm in unserem Hörbericht einen wirklich ungewöhnlich guten Klang – auch weit über seine tatsächliche Preisklasse hinaus, zeigten uns aber angesichts der „Mickymaus-Kaltgerätebuchse“ (C5) nahezu schockiert.
Was uns daran ärgerte war, dass wir nicht einfach mal eben schnell ein paar andere Stromkabel ausprobieren konnten.  Dieses Ritual gehört bei uns einfach zum Testen neuer Geräte dazu.
Natürlich sind die Ergebnisse dieses Rituals manchmal „völlig Banane“.
Wenn eine 400,- €-Komponente mit einem Stromkabel für 1.200 € über sich hinaus wächst, was soll man dann mit dieser Erkenntnis anstellen, außer, sie für sich zu behalten?
Nun gut, die Behauptung in meiner Produktbeschreibung war, dass es kein einziges „audiophiles“ Stromkabel mit diesem C5-Stecker gibt, das man mal ausprobieren könnte.

Holland rettet Deutschland

Diese Aussage ließ jedoch Bernd van Hal, ein befreundeter HiFi-Händler aus den Niederlanden (NOVUS Audio in Kampen) so nicht gelten und wies mich auf das NRG-X3 Kabel von AudioQuest hin, das es mit dem besagten C5-er Stecker geben sollte.
Bisher hatte er für ein solches Kabel in seinem Studio noch keine Verwendung gefunden. Da er aber auch ELAC führt und sein Element bereits geordert war, war die Sache für uns klar:  Er musste uns beiden ein solches Kabel ordern, damit wir es ausprobieren können.

Heute Morgen ist es nun angekommen.
Ergebnis unseres Hörtests:
Ich brauchte nicht einmal ganz eine Minute, um nie wieder das mitgelieferte Kabel anschließen zu wollen.
Wer nun behauptet, das würde ich nur schreiben, um noch ein schönes Zusatzgeschäft zu generieren, der sollte wissen, dass ich gar kein AudioQuest-Händler bin und ich daher keinen Nutzen davon habe, wenn Sie nun „alle ausströmen, um dieses Kabel zu kaufen“.
Aber was wahr ist, das muss wahr bleiben.

Was passiert da?

Ganz einfach: Ich habe mal wieder am Elac Discovery mit einem Tidal-Zugang den Titel „Laura“ von Rolf Kühn mit Albrecht Mayer an der Oboe gestartet.
Sicherheitshalber habe ich mir die ersten Minuten noch einmal mit dem Beipack-Kabel angehört und auch noch einmal den Stecker in der Steckerleiste gedreht, obwohl ich bisher nicht feststellen konnte, dass der Element da empfindlich wäre.
Angesichts seines Preises darf man eigentlich keine Sekunde darüber nachdenken, ob das überhaupt noch besser gehen könnte.
So mein Fazit aus dem ersten Teil der Hörprobe.
Aber natürlich sind wir HiFi-Bekloppte und deshalb geht es jetzt daran, das Stromkabel auszutauschen.

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

Audioquest NRG-X3 C5

Audioquest NRG-X3 C5

Die ersten 25 Sekunden bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob sich da jetzt etwas verändert hat – eher nicht.
Dann, zwischen 0:26 und 0:27, gibt es eine Ungenauigkeit, eine Schmutzigkeit im Spiel des Albrecht Mayer. Was war das? Wieso hatte ich das bisher nicht gehört? Ja, sicher, das muss auch mit dem anderen Kabel da sein – werde ich anschließend mal prüfen.
Doch spätestens beim Einsetzen der Klarinette interessiert es mich nicht mehr.
Ich sitze da zwischen einer Oboe und einer Klarinette und werde von beiden Instrumenten umworben!

Wer hören will, wie virtuos man das Spiel auf der Oboe gestalten kann, wie man einen Ton gleiten oder schwingen lassen kann, wie man einen Ton aus dem Instrument heraus in den Mundraum des Musikers ziehen kann, wie man aus einem einzelnen Instrument einen ganzen Fächer aus verschiedenen Instrumenten kreieren kann, der muss sich Albrecht Mayer anhören.

Gleichzeitig versucht Rolf Kühn eifrig, seinen Partner zurück in die Nebenrolle zu drängen und scheint uns beweisen zu wollen, warum „Rolf Kühn“ auf dem Cover steht und nicht „Albrecht Mayer“.
Doch für mich persönlich muss ich sagen, dass ihm das bei diesem Stück keineswegs gelingt.
Die Oboe bleibt mein klarer Favorit – sorry Rolf!

Langer Rede kurzer Sinn. Ich brauche keinen zweiten Titel und keine ganze Litanei an Songs. Ich laufe im Raum umher und genieße diese Körper, die in den Tönen mitschweben und sie formen. Das Timing ist noch etwas stimmiger, punktgenauer und noch eindeutiger in der Vorgabe der Emotionen. Die Musik hat noch mehr Volumen und Souveränität.

Hat der ELAC Element EA101EQ-G auch schon mit dem mitgelieferten Kabel gehörig Musik im Blut, mit diesem AudioQuest-Kabel scheint er ganz und gar aus und für Musik geschaffen zu sein. Und nein, man mag nicht wieder den Schritt zurück zum Beipack-Kabel gehen.

Ist das AudioQuest NRG-X3 das beste Stromkabel der Welt?
Ja!
Denn es ist wohl das einzige audiophile Stromkabel, das an einen ELAC Element EA101EQ-G passt. Also ist es das beste Kabel der Welt. Oder kennt noch jemand ein zweites klangoptimiertes Kabel mit einem C5-Stecker dran?
Ich kann nur hoffen, dass ein Hersteller diese Zeilen liest, der sie als Herausforderung annimmt.

Mickymaus-Stecker

Mickymaus-Stecker

Sie möchten das AudioQuest-Kabel kaufen?
Nach meinen Recherchen ist das NRG-X3 C5  in Deutschland bisher nicht erhältlich. Wer es also erwerben möchte, der mag sich an meinen Kollegen aus Holland richten:  infonovusaudio@gmail.com  , oder seinen AudioQuest-Händler unter Druck setzen. 🙂

Wenn ich mir aber was wünschen darf, – ich meine – es ist ja schließlich die Weihnachtswoche – dann haben die nächsten ELAC Element-Verstärker eine C13-Buchse und wir können wieder mit all den tollen Kabeln aus unserer Kabelkiste experimentieren. Denn ich bin mir fast sicher, dass es uns gelingen wird, das NRG-X3 zu übertreffen.

High-Fidelity 2016

High-Fidelity 2016

High-Fidelity 2016

Die Welt der High-Fidelity im Jahre 2016
… nicht mehr länger nur schwarz-weiß.

 

Analog und digital

2016 hat uns nicht nur tolle neue Plattenspieler in jeder erdenklichen Preisklasse gebracht, sondern hat uns auch gezeigt, dass „digital“ nicht immer die schlechtere Wahl sein muss. In die Upper-Class der Analogwelt steigt man sehr souverän bereits mit einem Pro-Ject Xpression Carbon Classic für 840,- € ein und einen Streaming-Client wie den Auralic Aries Mini können sich für 498,- € wohl viele leisten. Und der ist mehr – viel mehr – als nur der Einstieg in die Welt des Streamings.

Pro-Ject Xpression Carbon Classic

Xpression Carbon Classic Mahagoni

High-End und Kommerz

Elac bringt einen Vollverstärker für 698,- € auf den Markt, der damit weniger kostet als die meisten Kommerz-Verstärker und genau so gut klingt wie so manch ein High-End-Bolide. Damit ist er weder schwarz noch weiß und erst recht nicht „kleinkariert“!  🙂

elac ea101eq-g-front

elac ea101eq-g

 

Kisten und Kunst

Was lange Zeit von den Herstellern für absolut unmöglich erklärt wurde, ist 2016 zum Trend geworden. Q-Acoustics gab mit der Concept 40 den Startschuss und andere folgten. Oder ist es etwa Zufall, dass eine ELAC Uni-Fi FS U5 auf den Cent das gleiche kostet, wie die unglaubliche Concept 40 und uns mit aller Macht zeigt, dass man auch in Kiel ganz und gar nicht schläft!?

Q Acoustic Concept 40 weiss

Q Acoustic Concept 40 weiss

Kabel und Komponenten

Endlich kann der geneigte Kunde die kilometerlangen Regalwände der Discounter mit den aus der Werbung gut bekannten Massenartikeln verlassen und sich beim kleinen Fachhändler vor Ort Kabel von spezialisierten Manufakturen ausleihen, die den Geldbeutel schonen, aber die Störquelle „schlechte Kabel“ endgültig beseitigen. Ob es sich dabei um ein Stromkabel von Supra-Cable für unter 100,- € handelt oder um die QED „Performance Original“ -Lautsprecher-Strippe für nur 5,90 € pro Meter, das Klangerlebnis ist immer eines der besonderen Art und lässt selbst die Abwehr eingeschworener Kabelklang-Gegner endlich dahinschmelzen.

Supra lorad_3x2_5mm

Supra LoRad 3x2,5mm

Das Beste kann man nicht verbessern

2016 hat dazu geführt, dass wir uns von unseren beiden liebsten Vollverstärkern, dem A1 von Progressive Audio und dem Emitter von ASR trennen mussten.
… um unsere beiden liebsten Vollverstärker wieder zurück zu bekommen. Der A1 heißt jetzt A901 und der Emitter hat den Zusatz „HV“ für Hochvolt erhalten, aber beide Verstärker stiegen wie Phönix aus der Asche und zeigen zweifelsfrei, wie lebendig die deutsche High-End-Szene noch ist und dass man eben selbst das Beste doch noch verbessern kann.

Progressive Audio Messe 2016-3

Progressive Audio A901

Das Original den Reichen, die Kopien den Armen

Um an ein Original-Master-Band eines Tonstudios zu gelangen, musste man in der Vergangenheit  locker ein paar Tausend Euro hinblättern.
Im Jahr 2016 brauchte ich lediglich ein Abo bei einem High-Res-Audio-Portal für 20,- € im Monat, um an Tausende von Alben in Masterband-Qualität zu gelangen. Bald schon wird es selbstverständlich sein, dass wir uns nicht mehr länger mit komprimiertem Datenmüll zufrieden geben müssen.

Qobuz

Qobuz Sublime

Kunterbunt statt nur schwarz-weiß

Das Jahr 2016 hat uns Produkte gebracht, die in der Lage sind, die Grundmauern des HiFi-Marktes einzureißen. Fast schon als billig zu bezeichnende Geräte warten mit Klangqualitäten auf, die man bisher ausschließlich in deutlich höheren Preisklassen erwarten durfte. Die Entwickler der teuren Produkte spüren das und werden ihrerseits rege. Man darf also gespannt sein, wo die Reise hingehen wird.

Das ist gut so, aber es macht den Markt nicht einfacher.
Die fast schon als Gesetz geltende Aussage: „Gutes muss teuer sein!“ ist neu zu überdenken. Das nimmt dem Kunden eine seiner wichtigsten Orientierungsmöglichkeiten und damit den guten Fachhandel in die Verantwortung.
Wer als Händler diese Verpflichtung annimmt und seine Kunden gut berät, der wird auch weiterhin bestehen können und muss sich weder vor den Versendern noch vor den Flächenmärkten fürchten.

Nie war es so einfach, einen HiFi-Kunden für neue, tolle Produkte zu begeistern.
Die Welt der High-Fidelity ist bunt geworden und macht wieder richtig Spaß.

ELAC Element EA101EQ-G

ELAC Element EA101EQ-G

ELAC Element EA101EQ-G

1:0 für ELAC –
der vereinbarte Liefertermin für den ELAC Element EA101EQ-G wurde auf den Tag genau eingehalten, so etwas passiert nicht oft.

Ich kann gar nicht sagen wieso, aber ich bin beim Auspacken des Verstärkers so aufgeregt, als wäre es ein 20.000,- Euro Plattenspieler – irgendwie hat sich da in den letzten dreißig Jahren bei mir so gar nichts geändert. Oder bin ich schon im Weihnachtsmodus?

Aber schließlich ist ELAC ja auch kein „alter Meister der Verstärker-Technik“!
Und – die im ELAC Element EA101EQ-G verbaute Technik hat ja auch recht wenig mir der Vorgehensweise „alter Meister“ zu tun.
Also ist eine gewisse Neugier durchaus angebracht.
Aber ich will mich in diesem Bericht nicht über die theoretischen und technischen Eigenarten dieses Verstärkers auslassen. Das hat man im Vorfeld schon genug getan,

Jetzt ist er da und steht vor mir!

Beim Auspacken findet man das von ELAC gewohnte Bild vor. Man hat einfach an alles

gedacht, auch an die Batterien für die Fernbedienung und an die Banana-Adapter für die Lautsprecherterminals. Davon musste ich gleich mal ein Foto von machen.

ELAC Element EA101EQ-G

Elac Element Lieferumfang

Da das Teil eine Temperatur von gefühlten minus 2 Grad aufweist – darf es sich erst einmal an die Wärme im Raum gewöhnen.

Doch dann entdecke ich ein Detail, das mich wie ein Pferdeapfel am Kopf trifft:
Beim Kaltgerätestecker handelt es sich um einen C6-Stecker, der auch bekannt ist als Mickymaus- oder Kleeblatt-Stecker.
Wie soll ich denn bitte da andere/teure Stromkabel ausprobieren?
Klar, es gibt Adapter von C5 auf C13, aber nein – das passt mir gar nicht.
Also ELAC – bitte für die nächste Serie:  C13-Buchsen einbauen !!!!!!

Das Gerät hat mittlerweile Raumtemperatur. In der Zwischenzeit hatte ich mir die Bedienungsanleitung durchgelesen und schließe jetzt den ELAC Discovery per Digital-Kabel an den ELAC Element EA101EQ-G an, denn ich will nicht nur hören, was der Verstärker kann sondern auch, was der integrierte DAC leistet.

Zunächst will ich nur mal kurz schauen, wie diese neue App funktioniert.
Was kann diese Raum-Einmessung? Braucht man das?
Ich finde es aber nicht heraus – denn die App gibt es im App-Store noch nicht.
Eine Rückfrage bei ELAC bestätigt das. Man wartet noch auf die Apple-Freigabe, wollte aber den ELAC Element EA101EQ-G nicht nur deshalb unnötig im Lager festhalten. Die App für Android ist bereits online, was mich mangels passender Geräte aber nicht weiter bringt.

Nun – das gibt mir die Zeit, mich in Ruhe dem zu widmen, was mir sowieso wichtiger ist, nämlich der Frage: Wie klingt denn nun dieses Erstlingswerk von ELAC?

Wie klingt der ELAC Element EA101EQ-G ?

Ich habe noch meine Playlist offen von der HiFi-Hörschule und die Stücke gut im Ohr.
Ich beginne mit Hugh Coltman und seinem Stück „Pretend”.
Und bin baff.
Richtig baff.
Mir fehlen die Worte – was selten genug vorkommt.
Was ich höre – klingt gut – richtig gut.

Habe ich etwa durch Zufall eine Verstärker-/Lautsprecher-Kombi gewählt, die sich so richtig mag?
Ich hatte von der letzten Vorführung noch die Q-Acoustics Concept 40 aufgestellt. Eigentlich ist die schon ziemlich anspruchsvoll. Der ELAC Element EA101EQ-G aber scheint nur zu denken:  Prima!
Ich klemme die ELAC FS 407 an. Sofort sind die Unterschiede der Boxen wahr zu nehmen – der ELAC Element EA101EQ-G aber zeigt auch an ihr, was man von einem richtig guten Verstärker erwarten kann.
Ich werde mutiger und wechsle zur Progressive Audio Extreme III und der ELAC Element EA101EQ-G scheint zu sagen: „Jetzt fängt es an, mir Spaß zu machen. Hast Du mehr davon?“
Dann verbinde ich ihn mit der Progressive Audio Extreme I und weiß jetzt, welchen günstigen Verstärker ich dazu demnächst empfehlen werde!!!
Danach gehe ich aber zügig wieder einige Preisstufen nach unten und sitze jetzt vor der ELAC Uni-Fi FS U5, die preislich identisch zur Concept 40 ist und danach vor der Concept 20 von Q-Acoustics, einem kleinen Kompaktlautsprecher zum Paarpreis von unter 500,- €.
Es folgen noch ein paar Versuche mit älteren Boxen aus Inzahlungnahmen – aber stets bleibt es dabei, dass der ELAC Element EA101EQ-G sich anpasst wie ein Chamäleon.
Die Frage, zu welchem Lautsprecher der ELAC Element EA101EQ-G passt, wäre damit recht einfach geklärt:
Er passt zu jedem – zumindest hatte ich keinen parat, zu dem er nicht gepasst hätte.

Kennt der ELAC Element EA101EQ-G etwa Tricks?

Irgendeinen Trick scheint dieser ELAC Element EA101EQ-G da zu kennen, denn so anpassungsfähig ist kaum ein Verstärker.
Stimmen klingen durch die Bank wunderschön, haben Körper, Musikalität, Fleisch, Harmonie.
Ich höre die neue Leonard Cohen, meine Lieblingsscheibe von ihm und kann nur sagen:
Das ist High-End.
Streicher treffen mitten ins Herz, sind noch ein wenig „trauriger“ als sie sowieso schon sind. Der Analyst unter den Hörern erkennt den Bogen, die Saite und den Geigenkörper. Nichts davon überwiegt – alles steht im richtigen Verhältnis zueinander.
Der Raum ist gewaltig – wenn er gewaltig war und verschwunden, wenn man ihn bei der Aufnahme vergessen hat.
Die Dynamik unterstreicht die Schönheit der Musik, lässt das Timing aber unangetastet – da schläft nichts ein, wirkt nicht einmal müde.
Ich höre jetzt seit etwa 2 Stunden, ohne wieder etwas an der Konstellation geändert zu haben.
Es ist jetzt eine komplette ELAC-Kette angeschlossen.
Und daran will ich auch gerade nichts mehr ändern.
Von Titel zu Titel werde ich mir immer bewusster, dass der ELAC Element EA101EQ-G hier verdammt viele von meinen High-End-Erkenntnissen für ungültig erklärt. Zumindest in Verbindung mit ihm.
Beim Stromkabel handelt es sich um so ein einfaches 2,-€-Teil. Erwähnte ich, dass da ein Mickymaus-Stecker dran ist? 🙁
Die Lautsprecherkabel liegen bei unter 100,- € und der ELAC Element EA101EQ-G sagt die ganze Zeit:  „Na und? Ich brauche nicht mehr!“.
Dieser Aussage schließe mich an und komme ebenfalls zu der Erkenntnis:  Ich brauche auch nicht mehr! Im Moment jedenfalls nicht.

Seit über einer halben Sunde höre ich jetzt das Album „Citizen of Glass“ von Agnes Obel. Ich mochte es vom ersten Hineinhören an – aber irgendwie fällt mir gerade auf, dass es jetzt mit dem ELAC Element EA101EQ-G noch eine gehörige Portion schöner klingt. Es reizt mich nicht, eine andere Musik aufzulegen – die hier ist toll!

Es soll so bleiben wie es ist.

Es gibt Verstärker, die durch ihre „Power“ überzeugen.
Es gibt Verstärker, die durch ihre Klarheit und Feinzeichnung überzeugen.
Was hier läuft, das überzeugt durch Schönheit.

Und bei “Hartmetall”?

Aber kann er auch überzeugen, wenn es darum geht, Musik zu spielen, die nicht „schön“ klingen will?
Ich kämpfe mich durch die Hard-Rock und Heavy-Metal-Szene, wechsle zu Rap und Techno; starte AC/DC, Metallica, Motörhead, Zebrahead, Linkin Park, Genlog und etliche andere Bands oder Künstler, von denen ich meistens noch nie etwas gehört habe.
… und frage mich:  „Was genau suchst Du eigentlich?“
Nun, irgendwie suche ich wohl nach der „Schwachstelle“ dieses Verstärkers.

Muss man immer die Schwachstelle suchen?

Ich meine – niemand wird mit diesem Teil auf die Idee kommen, er könnte damit einen mannshohen PA-Lautsprecher z-e-r-f-e-t-z-e-n, oder?
Der ELAC Element EA101EQ-G kann so laut, wie andere Verstärker in dieser Klasse auch laut können. Er ist so stabil, wie andere stabil sind. Jede Diskussion darüber, ob er hier ein klein wenig besser und dort ein wenig schlechter ist, ist überflüssig. Wer hier nach Messwerten und „höher“ oder „weiter“ beurteilen will, der hat den ELAC Element EA101EQ-G nicht verstanden – und vermutlich auch noch nicht gehört.

Der ELAC Element EA101EQ-G erfüllt mir persönlich gerade einen Herzenswunsch.

Ich habe immer geglaubt, ich sei kein Fan von Hard-Rock, Heavy Metal, Rap und Techno, doch der ELAC Element EA101EQ-G zeigt mir gerade, dass dies so gar nicht stimmt.
Ich mag es nur nicht, wenn die Gitarren ohrenzerreißend kreischen, die Becken trommelfellsprengend zischen und der Musik jeglicher „Körper“ fehlt.
Ich erinnere mich dann immer an Wilhelm Busch`s Worte:
Musik wird oft nicht schön gefunden,
weil sie stets mit Geräusch verbunden.

Der ELAC Element EA101EQ-G scheint genau das zu wissen und bereitet mir diese Musikarten so zu, dass ich sie plötzlich mag. Ich kann im Raum umherlaufen, mich einfach irgendwo hinsetzen und weder die Gitarren noch die Becken stören mich. Die Musik hat auf einmal „Körper“.
Ich kann nicht beurteilen, ob ein echter „Hartmetall-Freak“ jetzt „beleidigt“ wäre und meint, dass das so nicht sein darf. Vielleicht kommt ja mal jemand vorbei!? Mir jedenfalls gefällt das so außerordentlich gut.

Doch wie macht der ELAC Element EA101EQ-G das?

Legt er einfach eine “Wolldecke” über die Höhen?
Ganz und gar nicht und ganz im Gegenteil.
Beim ELAC Element EA101EQ-G bekommen hohe Töne die Kraft, die sie brauchen, und so macht er aus „kreischig“ einfach „fetzig“.

Und wie sieht es bei klassischer Musik aus?

Klaviermusik zeigt uns sofort, ob eine Komponente sich zu viel um den Holzkörper und zu wenig um die Saiten kümmert oder umgekehrt. Eine Piccoloflöte darf nicht wie eine Blockflöte klingen und ein Triangel muss auch mal weh tun dürfen.
Der ELAC Element EA101EQ-G meistert diese Klassik-Prüfung mit Bravour – man möchte fast behaupten, dass er sich gerade im Klassikbereich so richtig zuhause fühlt.
Die große Bühne stellt er nicht als Puppentheater dar, sondern als große Bühne.
Großes bleibt groß und Feines bleibt fein.
Die Pauke hat Volumen und Druck …
und Stimmen …
Hatte ich schon was zu den Stimmen gesagt?
Muss man die einfach mal hören!

Anschlussmöglichkeiten – Qual der Wahl?

ELAC Element EA101EQ-G hinten

Im Verlaufe des Nachmittags schließe ich den Discovery mal über die Analog-Eingänge an, um zu prüfen, ob all die Feststellungen mehr vom DAC kommen oder auch im Verstärker sind und es bleibt so, wie ich es gehört hatte. Auch ein Creek CD-Player bestätigt dies – sowohl über die digitale als auch über die analoge Verbindung. Und ich muss sagen, dass auch der Creek vom ELAC profitiert.

Und jetzt?
Am Ende sitze ich hier vor einem Hörbericht, den ich eigentlich so gar nicht veröffentlichen will.
Alles wäre gut und passend – würde der ELAC Element EA101EQ-G so um die 3.000,- € kosten, aber so!?
Hätte man ihm nicht ein größeres Gehäuse verpassen und den Preis deutlich anheben können?
Oder hat man da bei ELAC etwa noch was in der Pipeline?
Nun – das muss dann aber schon ein richtiges Hammerteil werden, wenn man gegen den „Kleinen“ hier “anstinken” will.
Doch was soll ich tun?

Er kostet nun einmal “nur 695,- €”.

Soll ich ihn an Monster-Boxen anschließen, für die er nicht geschaffen wurde? Soll ich ihn in Lautstärken fahren, die auch zehn mal so teure Amps nicht überleben würden?
Nein, das will ich nicht und das wäre auch nicht fair.
Aber ich bin mir im Klaren darüber, dass mein Text für einen Verstärker zu diesem Preis irgendwie zu gut ist.

Redakteure sind Profis und haben gelernt, dass man so etwas nicht machen darf, weil man sich dann „nach oben“ nicht mehr genug Platz für bessere (teurere) Komponenten lässt.
Die Tests dieser Redaktionen werden noch folgen.
Möglicherweise werden sie Argumente dafür finden, wieso dieser Verstärker keinen höheren Preis wert ist. Vielleicht werden Sie aber auch genau so verblüfft sein wie ich
Ob sie das dann auch schreiben werden?
Man wird sehen.
Ich jedoch habe gerade überhaupt keine Lust dazu, irgendetwas in meinem Bericht zu „relativieren“ oder abzuwerten, nur weil der Preis des Gerätes nicht hoch genug ist oder weil ich mir bestimmte „Beschreibungsmodule“ für teurere Geräte aufheben will.

Ich gehe davon aus, dass Sie als Leser es verstehen werden, wenn ich hier meiner Begeisterung freien Lauf lasse. Denn genau die ist da – meine Begeisterung.
Und dabei habe ich noch überhaupt nicht bedacht, dass der ELAC Element EA101EQ-G nicht nur ein Vollverstärker und ein DAC ist, sondern auch einen Subwoofer-Ausgang besitzt, einen Kopfhörerausgang hat, über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügt und mit einer App ausgestattet ist, mit der man eine Raum-Anpassung vornehmen kann – und das nicht nur bei zwei Boxen sondern auch auch bei einem Subwoofer-System. (Den Teil des Berichts muss ich allerdings nachreichen)

Wollen wir ihn in also eine Schublade stecken, brauchen wir zwei – sorry drei Geräte.
Das eine packen wir in die Schublade:  Moderne Top-Ausstattung.
Das zweite in die Schublade:  Moderne Verstärker-Technologie und
das dritte dann in die Schublade:  Klangwunder.

Bestellen können Sie den ELAC Vollverstärker hier:  Jetzt einen ELAC Element EA101EQ-G kaufen.

Progressive Audio Extreme I

Progressive Audio Extreme I

Progressive Audio Extreme I

Ein Bericht über den Sinn kleiner Lautsprecher, 
über den Hersteller Progressive Audio aus Essen
und über seine kleinste Box, die Extreme I.

Bei der Progressive Audio Extreme I handelt es sich um einen Lautsprecher aus der Kompaktklasse, Allerdings kostet er nicht weniger als eine ausgewachsene Standbox. Lesen Sie hier, wieso diese Aussage keineswegs gegen die Progressive Audio Extreme I spricht.

Wieso sind manche Dinge eigentlich teurer als andere?

Wer versucht, eine Waschmaschine zu verschieben, der wird davon überzeugt sein, die Gründe dafür entdeckt zu haben, wieso manche Dinge teurer sind als andere: Ihre Größe und Ihr Gewicht.
Wer danach auf seine Armbanduhr sieht, um zu schauen wie spät es ist, stellt aber möglicherweise fest, dass diese noch teurer war als die Waschmaschine und fühlt sich dann frei nach Goethe „so klug als wie zuvor“.

Doch wie wird eigentlich der Preis für einen Lautsprecher festgesetzt?

Größe und Gewicht sind zwar auch hier gute Anhaltspunkte, allein – können sie aber wohl eher nicht den Ausschlag geben.
Beim Discounter ist es nämlich kein Problem, schwere, mannshohe Lautsprecher „für ganz kleines Geld“ zu finden.
Auch die Anzahl der eingebauten Chassis (Membranen) verrät uns noch nicht viel über den Preis, denn auch da stechen manche Billigteile mit ihren 6 Chassis pro Box die deutlich teurere Konkurrenz gnadenlos aus.
Dass so etwas immer dann kaufmännisch nicht mehr funktionieren kann, wenn bereits ein einzelner Hochtöner im Einkauf einige Hundert Euro verschlingt, leuchtet ein, aber welcher Boxenbauer zeigt seinen Kunden schon seine Einkaufsrechnungen?

Und was würden die auch über die Qualität des Lautsprechers aussagen?
So wenig, wie der Preis einer Fotokamera über die Qualität eines Fotos oder der Preis von Farben über den Wert eines Gemäldes, das mit ihnen gemalt wurde.

Nur zwei Zutaten braucht es für einen Lautsprecher!

Ein Lautsprecher ist ein Konstrukt, dessen Entwicklung aus zwei „Zutaten“ besteht:

  1. aus den verwendeten Bauteilen und
  2. aus der Kompetenz des Entwicklers.

Während wir den Punkt a) nach betriebswirtschaftlichen Aspekten für eine Preiskalkulation verwenden können, ist der Punkt b) wohl kaum finanziell zu erfassen.

Progressivität

Wenn ein Entwickler niemals inne hält und immer wieder erfolgreich Neuland betritt, nennt man das Progressivität.
Den anderen immer ein Stück voraus zu sein, sich nie auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern immer wieder „die Latte für alle höher zu legen“ – das hat sich Ralf Koenen bei seiner Firmengründung im Jahre 1996 auf die Fahne geschrieben.

Progressive Audio  

Progressive Audio Logo

Und genau aus diesem Grund nannte Koenen seine Firma damals „Progressive Audio“.
Heute, zwanzig Jahre später, muss man ihm nicht nur bestätigen, dass dieser Name Programm war und Programm geblieben ist, sondern dass er in vielen Bereichen Meilensteine gesetzt hat.

Verstärker mit SiC-Transistoren

Progressive Audio A901 CD2

Progressive Audio ist der einzige mir bekannte Hersteller weltweit, dem es gelungen ist, unter Verwendung von Siliciumcarbid-Transistoren einen wirklich praxistauglichen Verstärker anzubieten, der mehr als 50 Watt in Class A an die Lautsprecher liefern kann. Und das in einer atemberaubenden Klangqualität.

Die PADIS-Gerätesicherung

PADIS Sicherungen

Furutech, ein global agierendes Vertriebs-Unternehmen, lieferte Ralf Koenen Gerätesicherungen, die er in Deutschland vertreiben sollte. Er prüfte sie – und er befand sie für gut, aber nicht für gut genug. Also entwickelte er eine neue Gerätesicherung. Diese überzeugte die Furutech-Manager so sehr, dass sie die hauseigene Sicherung fallen liessen und von Stund an den weltweiten Vertrieb der PADIS-Sicherung übernahmen. (PADIS steht für Progressive Audio Distribution)

Progressive Audio Übertrager

Es gibt Zulieferer für Übertrager, die damit seit Jahrzehnten den Weltmarkt beliefern. Für alle möglichen Anforderungen und mit unterschiedlichen Spezifikationen. Man sollte also annehmen, dass solch ein Hersteller alles über Übertrager weiss und die Kundenwünsche mit Leichtigkeit erfüllen kann. Zumal so ein Übertrager ja auch kein wahnsinnig kompliziertes Bauteil ist.
Doch was Koenen auch versuchte – der beste Übertrager des Marktes hatte leider eine Resonanzfrequenz bei 40.000 Hz und einen Frequenzgang bis maximal 50.000 Hz, damit wollte er nicht arbeiten.
Also entwickelte er seinen eigenen, völlig resonanzfreien Übertrager mit einem Frequenzgang von bis zu 300.000 Hz.
Die Qualität dieses Bauteils sprach sich in der Szene schnell herum und so „wandert“ es heute auch in Geräte von Marken, die wir eigentlich als Konkurrenten zu Progressive Audio gesehen hätten.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie irgendwann eines Ihrer High-End-Komponenten aufschrauben und darin einen Übertrager von Progressive Audio entdecken.

Portfolio

Progressive Audio Transformer

Die derzeitige Produktpalette reicht von vier Lautsprecher-Serien über zwei Verstärkern, einen CD-Player, einen DAC, zwei Phonoteilen und drei Kabel-Reihen zwischen 448,- € und 15.600,- €. Schon „in der Pipeline“ befindet sich ein neuer DAC, ein preisgünstiger Vollverstärker und ein Phonoverstärker, der seine Informationen aus dem „Strom“ und nicht aus der „Spannung“ des Tonabnehmers zieht. Ein Prototyp des Stromverstärkers befindet sich seit fast einem Jahr in meiner Vorführung und ich kenne weder etwas klanglich vergleichbares noch etwas unkomplizierteres als diesen Phono-Amp.

Die Extreme-Serie

Progressive Audio Messe 2016-1

Im Jahre 2015 präsentierte uns Progressive Audio eine Lautsprecher-Serie, mit der wohl kein Kenner der Szene gerechnet hatte:  Die Extreme.
Wer nur den Namen hört, wird vermuten, dass er diese Serie noch über seinem bisherigen Referenz-Modell, der „Transformer Diamant“ für mehr als 80.000,- Euro angesiedelt hat, doch da irrt er sich.
Tatsächlich überraschte Koenen die Szene mit einer „kleinen, schicken“ und für Progressive Audio-Verhältnisse geradezu preisgünstigen Serie, die in passiver Ausführung zwischen 4.000,- € und 8.000,- € angesiedelt ist, die es aber durchaus auch als Aktivboxen zu erwerben gibt.
Kennern treibt er damit Fragezeichen ins Gesicht. „Eine günstige Lautsprecher-Serie von Progressive Audio?“ .
Ist das nicht so, als würde man ein Familienauto mit einem springenden Pferd auf dem Abzeichen angeboten bekommen?
Doch die Begründung von Koenen ist einfach.
Schon seit Jahren geisterte in ihm der Wunsch herum, eine wie man sagt „bezahlbare“ Lautsprecher-Serie zu entwickeln und immer wieder setzte er sich deshalb mit einem Koaxial-Chassis von SEAS auseinander. Bei einem Koaxial-Chassis befindet sich der Hochtöner in der Mitte vom Tief-/Mitteltöner.
Die Idee, die hinter einem Koaxial-Chassis steckt, ist weder neu noch einzigartig, faszinierte ihn aber dennoch. Doch das Chassis von SEAS machte nicht das, was Koenen suchte.
2015 änderte sich das auf einmal und Koenen berichtete geradezu euphorisch von den „neuen Eigenschaften“ dieses Chassis, das nun endlich der Grundstein zu seiner neuen Serie sein konnte.
Die Frage, ob Ralf Koenen hier etwa auch für SEAS Entwicklungsarbeit geleistet hat, verneint er auffallend deutlich und vehement. Ich akzeptiere seine Antwort, denke mir aber meinen Teil.

Die Progressive Audio Extreme I kostet 3.998,- € pro Paar.

Progressive Audio Extreme 1 schwarz

©fairaudio.de

Mit diesem Preis will die Progressive Audio Extreme I eigentlich nicht mehr so recht zur Beschreibung „günstige Boxenserie“ passen.
Während die Extreme II und III als ausgewachsene Standlautsprecher daher kommen und man bei dieser Spezies auch noch höhere Preise akzeptiert, sieht das bei einem Kompakt- oder Regallautsprecher ganz anders aus, oder!?
Auf die Frage, ob er nicht besser den „Markt mit einer günstigeren Box bedient hätte“, antwortet Koenen nur:  „Es war niemals mein Ziel, einen kleinen Lautsprecher anzubieten, der klingt wie kleine Lautsprecher eben klingen. Mir ging es darum, die Vorteile dieser Bauart auszuschöpfen und mit der Progressive Audio Extreme I eine richtig (!) klingende Box anzubieten!“ Wie immer folgen „Vorträge“ über Zeitkonstanten und Phasenverläufe, denen ich nur zum Teil folgen kann.

Progressive Audio stellt etwas her, weil man es herstellen kann.

„Eher hätte ich auf die II-er und die III-er verzichtet als auf die I-er“ kontert Koenen fast ein wenig verärgert auf die Frage, ob er die „Kleine“ nicht einfach hätte ganz weglassen können.
„Hör nur eine Weile mit der Progressive Audio Extreme I Musik und mit jedem Takt wird sie Dir erklären, wieso sie so gut funktioniert.“ so Koenen.
Und exakt diese Aussage kann man einfach nur bestätigen. Das Außergewöhnliche in der Wiedergabe der Extreme I macht deutlich, weshalb das Konzept des Kompaktlautsprechers immer wieder die besten Boxenbauer dieser Erde dazu bringt, sich an ihm zu versuchen.
Einen richtig guten Kleinlautsprecher zu entwickeln, ist die „Königsklasse der Boxen-Entwicklung“. Nicht wenige der besten Boxenbauer sind sich einig und überraschen uns mit folgender Aussage:

Die Kunst bei der Entwicklung von großen Boxen ist, sie immer noch genau so gut klingen zu lassen wie kleine.

Große Lautsprecher sind in vielfacher Hinsicht überzeugend.
Ihr Erscheinungsbild ist oft genau so imposant wie das Klangerlebnis. Doch machen wir uns nichts vor, wenn der Tiefbass genau so sauber klingen soll wie die Mitten und die Höhen und alles wie „aus einem Guss“ wirken muss, dann wird es teuer – sehr teuer.
Und wenn das alles dann auch noch bei großen Lautstärken immer noch gut funktionieren muss, dann sollte man noch ein wenig mehr als nur die Portokasse im Rücken haben.
Und den passenden Raum natürlich auch.
Aber die Extreme I ist nicht das „Trostpflaster“ für alle, die sich einen großen Lautsprecher nicht leisten können.

Die Progressive Audio Extreme I bringt ihre Hörer dazu, „Weltbilder“ neu zu überdenken und sich endgültig von alten Vorurteilen zu trennen.

Immer noch braucht man als Mann ein starkes Ego, sich für einen teuren Kompaktlautsprecher zu entscheiden.
Die Progressive Audio Extreme I kann das ändern.
Fragen wie: „Wieso hast Du denn bei dem Preis nicht die …gekauft?“ sind heute immer noch vorprogrammiert.
Doch mit einer Extreme I kann man es sich sparen, Argumente zu sammeln und dem Fragenden verbale Antworten und Rechtfertigungen zu liefern.

Eine Progressive Audio Extreme I muss man einfach nur „spielen lassen“.

Der Markt wird sich verändern – ganz sicher.
Moderne Techniken wie das Streaming eröffnen moderne Möglichkeiten.
Immer mehr Musikliebhaber verstehen, dass man heute keine HiFi-Türme mehr benötigt, um auf höchstem Niveau Musik genießen zu können. Hier und da „ein keines Kästchen“, ein Tablet-PC in der Hand und schon hat man den Zugriff auf bis zu 40 Millionen Titel in hochauflösender Klangqualität.
Da passen dann die alten „Telefonzellen“ nicht mehr so richtig in dieses Konzept.
Doch klanglich verschlechtern – will man sich ja auch nicht.
Eine unlösbare Aufgabe?
Nicht mit der Extreme I.

Die Progressive Audio Extreme I ist kein Wunder – sie macht sich nur die Physik zu nutze.

Losgelöst von den Boxengehäusen und mit viel Spielfreude entstehen hier Töne dreidimensional und „lebendig“ im Raum. Rechts, links, oben, unten, vorne und hinten sind lokale Adverbien, mit denen wir hier die Quelle eines Klangs „auf den Punkt genau“ bestimmen können.
Geradezu holographische Darstellungen von Sängern und Instrumenten mit den richtigen Abständen zueinander und der exakt natürlichen Größe, entführen den Hörer in die jeweiligen Aufnahmeräume. Die Luft im Aufnahmeraum und die Beschaffenheit der Wände gehören zum Klanggeschehen wie selbstverständlich dazu – wir hören die Aufnahme – nicht den Lautsprecher.

So klein wie möglich, so groß wie nötig

Progressive Audio Extreme I USM-Haller

Extreme I “Edition”

Die gewählte Gehäusegröße der Progressive Audio Extreme I entspricht schlicht und ergreifend dem kleinsten Volumen, in dem das verwendete Koaxial-Chasis sauber arbeiten und somit zeigen kann, was in ihm steckt. Es wird ein Frequenzumfang von 35 bis 24.000 Hz ermöglicht.
Die Progressive Audio Extreme I baut dabei an keiner Stelle etwas auf, was nie da gewesen ist.
Doch wenn es da war, dann hört man es auch.
Bis auf die große Kirchenorgel gibt es keine akustischen Musikinstrumente, die unter 35 Hz herunterreichen würden. Auch nicht dann, wenn wir ein „Bass“ vor ihre Bezeichnung schreiben, wie „Bassgeige“ (41 Hz), „Basstuba“ (43 Hz) oder „Bassklarinette“ (61 Hz).

Legt sich AUDIOSAUL hier für die Extreme I „zu weit aus dem Fenster“?

Die Progressive Audio Extreme I ist ein außergewöhnlicher Lautsprecher für eine immer größer werdende Zielgruppe.
Das sind Menschen, die sich den technischen Fortschritten sehr schnell anpassen, weil sie schon lange auf diese Möglichkeiten gewartet haben. Kaum noch sichtbare Komponenten und Lautsprecher, die sich dem Einrichtungs-Stil unterordnen, ohne vom Hörer die Bereitschaft zu klanglichen Verlusten abzuverlangen, ziehen gerade bei uns ein. Kabel verschwinden und die Technik findet im Verborgenen statt.
Mit dieser Beschreibung kann die Progressive Audio Extreme I nicht „Everybodys Darling“ sein.
Aber wenn sie zu Ihrem Wohnkonzept passt – dann wird es schwer werden, eine Alternative zu finden.
Und am Ende muss man wohl diesem Entwickler aus Essen wieder einmal bestätigen, mit der Extreme I „ganz vorne“ zu sein.

Link zum Hersteller:  http://www.progressiveaudio.de
Link zum Shop: Jetzt Progressive Audio Extreme I im Shop bestellen

AUDIOSAUL und ELAC FS 407

AUDIOSAUL und ELAC FS 407

AUDIOSAUL und ELAC FS 407

 

AUDIOSAUL und ELAC FS 407, ist das so etwas wie „Sex mit der Ex“?

Gute 25 Jahre ist das jetzt her, dass AUDIOSAUL die letzte ELAC-Box verkauft hat und wir uns getrennt haben.
Das lag überhaupt nicht an Elac – und auch nicht an Audiosaul.
Irgendwie passte das damals einfach nicht mehr.

Wieso? Das kann ich heute nicht mehr so genau sagen.
Bis etwa 1990 war Elac bei AUDIOSAUL fest im Programm.

ELAC FS 407 logo

ELAC

Weil die Lautsprecher von Elac so angenehm anders geklungen haben, als der damals allgegenwärtige  „Taunus-Sound“.
Weil sie aber auch nicht „englisch“ abgestimmt waren – wie die anderen alle, die nicht nach Taunus-Sound geklungen haben.
Weil sie so innovativ waren – ich erinnere nur an den 4 Pi-Hochtöner, den es heute immer noch gibt.

Elac 4Pi

Elac 4Pi

… weil sie so todschick waren, traumhaft verarbeitet.

ELAC FS 407 swof

ELAC FS 407

Weil sie deutsch waren – typisch deutsch waren.
Das fing bei der Kartonage an und hörte beim Zubehör noch lange nicht auf.
Weil sie Bändchen für den Hochton einsetzten, die aber so gar nicht nach Bändchen klangen, zumindest dann nicht, wenn man sie mit einem gescheiten Verstärker ansteuerte.

ELAC FS 407 jet

ELAC FS 407 jet

Und das muss man ja nun einmal festhalten, dass es Audiosaul zu keiner Zeit an gescheiten Verstärkern gemangelt hat.

… weil man mit einer Elac-Box stundenlang Musik genießen konnte.
Weil sie ein Schmuckstück waren für jedes Wohnzimmer.

ELAC FS 407 nb

ELAC FS 407 nb

Nein, ich weiß es nicht mehr, warum wir uns aus den Augen verloren haben.

Ein neues Zusammentreffen

Genau so weiß ich nicht mehr, welcher Teufel mich jetzt geritten hat, nach so langer Zeit mal wieder Kontakt zu Elac aufzunehmen. Vielleicht war es der Discovery, dieser so moderne Streamer? Vielleicht der neue Plattenspieler? Oder waren es doch die aktuellen Boxen-Baureihen?
Egal – ein Anruf, ein paar Messebesuche, ein, zwei persönliche Gespräche und schon steht sie wieder in unserem Studio:
Die FS 407 – unser erstes Paar Elac-Lautsprecher nach einem viertel Jahrhundert.

ELAC FS 407 swmf

ELAC FS 407 swmf

Es dauert geschätzte 20 Sekunden – und alles ist wieder in meinem Kopf, wieder in meinem Bauch.
Ganz ehrlich – ich glaube, genau so muss man sich fühlen, wenn man nach so langer Zeit mal wieder den so legendären “Sex mit der Ex” erlebt.
Eigentlich kann man das alles gar nicht mehr wissen, gar nicht mehr kennen – und doch ist es so, als würde man früh morgens einfach eine Arbeit wieder aufnehmen, die man gestern unterbrochen hat. Alles ist so vertraut.

Das Auspack-Erlebnis

Ich öffne den Karton und als sei die Zeit stehen geblieben, schaue ich wieder auf ein durch und durch professionell gestaltetes Innenleben. Da gibt es Schaumstoffteile, Styroporteile, Plastiktüten, weiche Umhüllungen, Querträger für die Spikes, die Spikes, Pucks, Handschuhe, Putztücher und Beschreibungen … und zwar in jedem Karton – bei zwei Boxen hat man also alles doppelt.

ELAC FS 407 swf

So kenne ich Elac.
Das sind alles keine Reichtümer, die da beigepackt sind, aber es macht Spaß, so etwas auszupacken. Es vermittelt einem die Gewissheit, dass die Entwickler von Elac ihre Kunden kennen und wissen, dass es angenehm ist, so etwas „geschenkt“ zu bekommen.
Schließlich dienen diese Tücher und Handschuhe dazu, den edlen Lack und damit den Wert der Lautsprecher zu erhalten.
So etwas zeugt einfach von Respekt.
Elac mag seine Lautsprecher wirklich – das merkt man – schon beim Auspacken.

Der Aufbau

Etwa 30 Minuten braucht man, um wirklich alle Teile auszupacken, zu montieren und die Boxen anzuschließen.
Dann braucht man noch ein paar Minuten, um sie sich in Ruhe anzuschauen. Der schwarze Lack wirkt schon verdammt edel!
Die Bässe und Mittentöner mit den diamantartigen Membranoberflächen scheinen eigens aus Designgründen so gestaltet worden zu sein, wie sie sind. Da tut es gut zu wissen, dass das eigentlich klangliche Gründe hat.

ELAC FS 407 dia

ELAC FS 407 dia

Last – but really not least – fällt mein Blick auf den „Jet-Hochtöner“.
Ob Elac den immer noch so gut im Griff hat wie damals?
Ist er gar noch besser geworden?

Hörbericht Teil 1 … mit feinster Elektronik

Ich will es jetzt wissen und schließe das beste Equipment an, das mein Studio gerade zu bieten hat. Als Verstärker dient der neue A901 von Progressive Audio, dazu der Altair von Auralic und als Kabel dürfen es bei mir in solchen Situationen sowieso nur die von Progressive Audio sein. Natürlich alles mit Furutech-Steckern versehen und zwar die „vom Feinsten“ – wenn schon, denn schon.

Mit dem iPAD in der Hand zappe ich mich kreuz und quer durch meine Musiklisten in Qobuz. Ich hab da eine Playlist, die nennt sich „Vorführstücke“ – alles ziemlich anspruchsvolle Stücke – hervorragend aufgenommen.
Und schon sitze ich da und denke:  „Hey – das musst Du doch alles gar nicht können, so teuer bist Du doch gar nicht.”
Keine 4.000,- Euro kostet so ein Paar FS 407 laut Elac-Preisliste. So etwas muss nicht spielen, als würde es 40.000,- Euro kosten.
… und – natürlich tut es das auch nicht.
Aber die FS 407 schafft etwas anderes, etwas viel viel wichtigeres.
Sie scheint einem sagen zu wollen:
“Hey – das ist doch gut so, oder nicht?
Deine Frau braucht mal eine neue Spülmaschine, Waschmaschine, einen neuen Mantel.
Nächstes Jahr ist Dein Auto fällig – wie soll das gehen, wenn Du jetzt Deine Kohle für unendlich teure Lautsprecher ausgibst?
Musst Du nicht!
Hör mir zu und suche den Punkt, bei dem Du allen Ernstes behaupten kannst, dass das so ja nun mal gar nicht geht.”

Man sitzt vor diesen Lautsprechern, hört sich durch seine Musik und denkt sich: „Macht sie gut, die Box. Richtig gut.”
Was gibt es nicht alles für Konstruktionen, die deutlich teurer sind, vielleicht wirklich richtig teuer sein müssen. Weil eben ihre Konstruktionen so teuer sind, die aber unterm Strich nicht an dieses Ergebnis hier herankommen oder zumindest auch nicht besser spielen.

Doch wir wollen fair sein.
Mit 14.000,- Euro für die feinste Elektronik und fast 5.000,- Euro für Kabel, da sollte man natürlich von so ziemlich jeder Box erwarten, dass sie etwas anständiges zu Wege bringt. Wie schlägt sich denn die Elac FS 407, wenn wir ein paar Gänge herunterschalten?

Hörbericht Teil 2 … mit bezahlbaren Komponenten

Ich klemme die mit rhodinierten Kabelschuhen versehenen Super-Boxenkabel ab und stecke einen Satz QED-Kabel in die Terminals der Elac FS 407. Der komplett fertig konfigurierte 3m-Satz kostet nicht einmal 100,- Euro. Vorne dran an diesen QED-Kabeln hängt ein CREEK Evolution A50 Vollverstärker. Dank Brexit nicht einmal mehr 1.000,- Euro teuer. Passend dazu kommt die Musik vom CREEK CD-Player und abwechselnd auch vom Auralic Mini für nicht einmal 500,- Euro.
Und während sich so manch ein Leser jetzt denken mag:  „Oh ha  – das muss ja gleich doch etwas weh tun!“, kann ich sie alle beruhigen.
Da tut gar nichts weh.
Zugegeben – ich habe mir mit Creek eine Elektronik-Marke ausgesucht, die sich in ihrer Preisklasse durch einen mehr als konkurrenzfähigen Klang auszeichnet – aber das ist doch legitim, oder?
Nun, jedenfalls bricht da kein „großer Klang“ zusammen und es werden keine Stimmen verfärbt, der Bass wummert nicht, die Höhen kreischen nicht  – absolut nichts von alledem passiert.

Töne verlieren einen Tacken an Volumen und Natürlichkeit – jedenfalls dann, wenn man die bessere Wiedergabe kennt wie seine eigene Westentasche.
Doch wer tut das schon, wenn man nicht bereit oder in der Lage ist, 10.000,- Euro oder mehr für einen Verstärker auszugeben? Wer quält sich denn schon selbst und hört mit solchen Edelteilen, wenn man nicht einmal davon träumen darf?

Nein – so ein Creek-Verstärker ist deshalb noch lange nicht so etwas wie „Klang-Almosen“ – so ein Creek-Verstärker zwinkert Dir mit einem Auge zu und wenn Du ihm vertraust, dann beweist er Dir täglich aufs neue, dass der eigentlich Schlaue nicht der Käufer der teuren Komponenten ist, sondern der Creek-Käufer. Der bekommt nämlich für 1.000,- Euro schon gute 95% der erreichbaren Klangqualität.
Für einen Aufpreis von 9.000,- Euro oder mehr, gibt es dann also der Logik und Mathematik folgend „nur noch die restlichen 5%“ .
Ja, zugegeben, sitzt man vor diesen Edelteilen, ist man geneigt zu sagen:
„Das sind diese restlichen 5% aber auch allemale wert!“.
Aber haben muss man das Geld dafür und am besten noch „übrig haben“.

Angenehm:  Kein Sound!

Ich will überhaupt nicht behaupten, dass die Elac FS407 „die Box ist, die eigens für Creek-Verstärker geschaffen wurde“, dafür kenn ich zu viele Boxen, die ebenfalls mit einem Creek wunderbar laufen, aber die schlechteste Wahl ist diese Kombi hier ganz sicher nicht.
Beide weigern sich, mit irgendeinem besonderen Sound auf Kundenfang zu gehen.
Solche Sound-Teile kommen mir überhaupt nicht ins Studio.
Einen Sound – den findet man ein paar Wochen lang „geil“ (sorry) – und dann nervt der nur noch und man wird ihn einfach nicht mehr los. Man sucht dann nach ausgleichenden Komponenten und Kabeln, aber findet sie nicht, denn sie gibt es nicht.
Also weg mit dem Ding!?
Aber mit welchen Konsequenzen?
Meistens merkt man am erzielbaren Preis, dass man irgendwie wohl der einzige gewesen ist, der das mit der Sound-Dose nicht gewusst hat.
Nun ja – der Creek erlaubt sich jedenfalls keinen eigenen, alles überdeckenden Sound und diese Elac FS 407 ebenso wenig.

Man wechselt die Musik, das Genre, hört was mit viel Bass, mit wenig Bass, etwas schnelles, etwas liebliches, etwas klassisches, etwas modernes, etwas rockiges, etwas akustisches, etwas synthetisches … und die Anlage marschiert in jede Richtung, in die man sie schickt.
Leise hören? Wunderbar! Laut hören? Klasse!
Nun gut – die Marke Creek gehört seit rund 20 Jahren zu unserem festen Programm. Für uns nichts neues also – aber dass die Elac das alles so gut mitmachen, das freut mich doch gewaltig.

Wieder vereint?

Irgendwie erschleicht mich gerade das Gefühl, damals nicht unbedingt die schlaueste Entscheidung getroffen zu haben, als ich mich von Elac getrennt habe.
Ich frage mich, wie die Elac FS 407 wohl mit dem Auralic Polaris harmonieren wird, der im November vorgestellt werden soll. Ein Vollverstärker, der den Altair integriert hat – eine „eierlegende Wollmilchsau“ sozusagen. Also wenn das funktioniert, dann hat man für unter 8.000,- Euro eine hochmoderne High-End-Anlage, die es einem schwer machen wird, dazu eine Alternative zu finden.
Man sagt immer, alles wird teurer.
Ich glaube, ich hoffe – nein, ich bin mir sicher – diese Kombi wird nicht nur verdammt gut aussehen – die setzt einen der berühmten und so heiß begehrten Meilensteine!

Also – ich weiß tatsächlich nicht, wie so ein “Sex mit der Ex” normalerweise empfunden wird, denn ich bin seit 46 Jahren glücklich mit meiner Frau Marianne zusammen – ohne Pause – aber wenn das Gefühl danach so ist wie hier zwischen mir und Elac – dann kann ich ihn durchaus empfehlen!  😉