PrimeMini 5 Ankündigung

PrimeMini 5 Ankündigung

Intel …
auch bei Intel hat Corona einige Weiterentwicklungen verzögert. Doch jetzt hat Intel es endlich geschafft, eine neue NUC-Professionel-Mainboard-Generation inkl. neuer Prozessoren nicht nur zu präsentieren sondern auch liefern zu können.

Prime Computer …
folgt grundsätzlich nicht gleich jeder Neuerung, schützt sich und seine Kunden damit vor Flops und setzt stattdessen auf geprüfte und stabile Versionen.

Die Zielgruppe von Prime Computer wird damit vom Hersteller definiert:
Professionelle Anwender, die auf den allerletzten Spieler-Kick gut verzichten können und stattdessen lieber mindestens fünf Jahre ihren neuen Computer störungsfrei und mit gutem Gewissen betreiben wollen.
Was ganz und gar keine Selbstverständlichkeit ist.

Auch der PrimeMini 4 folgt genau diesen firmeneigenen Zielen und wohl zu allerletzt seine vielen zufriedenen Besitzer zieht es zu „spektakulären“ neuen Entwicklungen hin, die einen Computer nur unnötig teuer werden lassen.

Doch die neue Professionell-Mainboard-Generation hat einiges zu bieten.

Was Intel da jetzt ins Portfolio aufgenommen hat, das kann und wird Prime Computer nicht ignorieren.

Aus PrimeMini 4 wird deshalb PrimeMini 5.

Eine Frage beantwortet uns dieser Generationswechsel allerdings nicht:

Was hat ein Roon-Nutzer von diesem Wechsel?

Roon ist keine anspruchsvolle Spielesoftware, die schier unerfüllbare Hardware-Anforderungen stellt. Roon ist eher „genügsam“ und läuft selbst auf Hardware, die schon vor Jahren erhältlich war.

Was also bedeutet jetzt dieser Wechsel für uns High-Ender?
Müssen wir überhaupt umsteigen?
Oder können wir nicht einfach weiter auf den PrimeMini 4 setzen? 

Der PrimeMini 4 bleibt vorerst im Programm!!

Der PrimeMini 4 bleibt weiterhin eine hochinteressante Alternative zum Roon Nucleus und Roon Nucleus+. Gerade auch, weil wir derzeit davon ausgehen, dass wir die Preise der 4-er Modelle mit der Einführung des PrimeMini 5 noch etwas senken können.

Vergleichen wir doch einfach mal die Modelle miteinander.

Die bisherige Modell-Reihe

Der bisherige i3 –
bleibt der Preis-Leistungs-Sieger
Seine Business-Platine, seine 5 Jahre Garantie, sein traumhaftes, lüfterlos-lautloses Gehäuse, seine Stabilität, seine Nachhaltigkeit … zu einem Preis, der selbst von einem „Selbermacher“ nicht unterboten werden kann – sofern er fair alle Fakten berücksichtigt – machte den PrimeMini 4 mit i3-Prozessor zur allerersten Wahl aller cleveren Sparfüchse.
An seine Nutzungsgrenzen (siehe Tabelle) werden viele Roon-Anwender niemals gestoßen sein.

Der bisherige i5 –
bot bei einem höheren Preis keinerlei Nutzungsvorteile zum i3 (für Roon) und wurde deshalb von AUDIOSAUL hier in Deutschland gar nicht angeboten.

Der bisherige i7 –
war komplett – perfekt – und Roon konnte praktisch „ohne Grenzen“ genutzt werden.
Klanglich lag er sowieso deutlich vorne, was wohl daran lag, dass sein Prozessor von Roon kaum gefordert wurde und somit genug Leistung übrig blieb, um sich souverän und taktvoll um die Musiksignale kümmern zu können.
Durch die Fakten, dass er bei 5 Jahren Garantie und größerer technischer Flexibilität (z.B. USB 2.0) dennoch etwa 1.000,- € günstiger angeboten werden konnte als ein Nucleus+ – wurde er schnell zum Lieblings-Server der Roon-Freunde. Er wurde 20 mal häufiger bestellt als der i3.

Die neue Modell-Reihe:

Der neue i3 –
Die Einschränkungen des bisherigen i3 bei der Roon-Nutzung bleiben wohl auch beim neuen i3-Modell trotz  höherer Leistungswerte (etwa + 40%) bestehen. Doch bietet uns die neue Serie zusätzliche Vorteile, die ich weiter unten für alle drei Modelle zusammenfassend beschreibe.

Der neue i5 –
wird vermutlich ein sehr interessantes Modell!
Dieser Prozessor hat nun wie der i7 ebenfalls 4 Kerne und 8 Threads und verdoppelt damit – zumindest auf dem Papier – seine Leistung zu seinem Vorgänger.
Wir werden darüber berichten, in wieweit der neue i5 damit in der Lage ist, die Grenzen bei der Nutzung von Roon zu durchbrechen.

Der neue i7 –
verzichtet zum Glück für uns Roon-Nutzer auf eine heftige Leistungssteigerung, die wir ja gar nicht nutzen könnten. Den Vorteil im Vergleich zum bisherigen i7 ziehen wir aus den zusätzlichen Features der neuen Professionell-Platinen-Serie, die ich nachfolgend kurz anreiße. 

Vorteile der neuen Professionell-NUC-Platinen

USB 3.1
Die meisten USB-Schnittstellen bedienen jetzt den 3.1-Standard, was einen höheren Datendurchsatz verspricht. Große Musik-Bibliotheken, die wir zum ersten mal an unser Roon-System anschließen, können also etwas schneller eingelesen werden.

USB 2.0
Für uns High-Ender wohl die wichtigste Neuerung ist eine native USB 2.0-Schnittstelle auf der Rückseite. Damit entfällt zukünftig die Option „USB-2.0-Peitsche“.

USB-C/Thunderbolt-Port
Damit finden zukünftig auch moderne externe Festplatten (NVMe) einen nativen Anschluss.

NVMe-SSD Unterstützung für die System-SSD
Damit können zukünftig nicht nur SATAIII-SSDs betrieben werden, sondern auch die Samsung Pro-Modelle mit einem deutlich höheren Datendurchsatz.

Keine Einschränkungen bei der Wahl der zweiten SSD (für die Musik-Bibliothek)
Es bestehen keine Bedenken, SSDs auch oberhalb der Größe von 2TB einzusetzen.
Getestet wurden die Modelle von Samsung, die daher auch empfohlen werden.

Fazit:

Die Funktionen und Erweiterungen der neuen NUC-Professionell-Modelle sind eine tolle Sache. Sie ersparen uns Nachrüstungen und ermöglichen es uns, modernere Bauteile zu verwenden.

Sollte es sich herausstellen, dass der neue i5-Prozessor die bisherigen Einschränkungen durchbricht, könnte er zum neuen Preis-Leistungs-Tipp für Roon-Anwender werden. Bleibt also nur abzuwarten, wie sich die neuen Modelle preislich entwickeln.
Hierüber – wie auch über den Zeitpunkt  der Einführung – halte ich Sie auf dem Laufenden.

Übersichtstabelle:

PrimeMini Vergleichstabelle

PrimeMini Vergleichstabelle

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