In meinem Bericht “ROON Core Server – Hardware-Alternativen” stelle ich Ihnen einige der vielen Möglichkeiten vor, sich einen ROON-CORE-SERVER einzurichten, bzw. einen fertigen Roon-Core-Server zu kaufen.
(Informationen über die ROON-Software finden Sie z.B. hier: Link)
ROON ist einzigartig, konkurrenzlos, läuft schnell und stabil und klingt traumhaft gut.
… wenn man weiß, was man wie machen muss!
Um ROON zu klanglichen Höchstleitungen zu bringen, brauchen wir eben nicht einfach nur die App, sondern wir benötigen erstens eine ROON-Lizenz und zweitens den richtigen Intel-PC, auf dem wir den ROON-Kern (Core) samt Roob-Betriebssystem (ROCK) installieren können.
Sollten Sie sich zum Kauf eines fertigen Streamers entschlossen haben, ist es nicht erforderlich sich diesen Bericht durchzulesen. Dieser Bericht richtet sich an alle, die nicht bereit sind 10.000,- € und mehr nur für ein edles Gehäuse und einen etablierten Namen auszugeben, sondern die lieber mal einen Blick auf die Innereien werfen.
Ein Roon-Core-Server stellt beim Anschluss und bei der Bedienung die selben Anforderungen wie jeder andere Streamer auch. Es gibt keinen Unterschied – auch nicht in der Nutzung!
Lassen Sie sich also nicht Bange machen!
Zum ROON-System:
Das ROON-System besteht aus folgenden Modulen.
- … dem ROON-Core – also dem Herzen des ROON-Systems.
Ohne ihn geht gar nichts, er beinhaltet die Datenbank und die eigentliche Funktionalität von ROON.
Ihn gibt es in zwei Versionen:
A) Als pures ROON-Optimized-Core-Kit (ROCK) für einen PC auf NUC-Basis
(das ist die klanglich beste Verwendungsart)
B) Als ROON-Core-App zur Installation auf verschiedenen Betriebssystemen
- … der ROON-Remote-App
Sie installieren wir auf unserem Tablet (Apple oder Android) und sie gewährt uns den Zugang zu den unglaublichen Möglichkeiten von ROON. Einfach gesagt – ist dies eine sehr komfortable Fernbedienung. Nicht mehr und nicht weniger.
In diesem Bericht will ich Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der Hardwarenutzung aufzeigen.
Dazu muss man wissen:
ROON hat seine Software in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller „Intel“ entwickelt und mag deshalb auf Rechnern ohne Intel-Prozessor nicht wirklich gut laufen.
Lesen Sie hier, welche Alternativen sich für die Installation des ROON-Cores ergeben.
Option 1 – Ich habe doch ein Laptop!

Es ist ja so einfach!
Man lädt sich den ROON-Core für sein Betriebssystem herunter, installiert es, besorgt sich eine Probe-Lizenz und schon ist man mitten in der ROON-Welt.
Das Macbook/der Laptop wird zum ROON-Kern und zur ROON-Remote gleichzeitig – und ich muss keine neue Hardware kaufen.
Ich brauche nur noch einen „roon-ready“-Endpoint oder gehe einfach per DAC an meine Stereoanlage. Genial!
Es sei aber darauf hingewiesen, dass diese Lösung nicht wirklich perfekt ist. Klanglich geht das besser und von der Nutzbarkeit her auch.
Ein ROON-CORE-SERVER (RCS) sollte eigentlich fortlaufend eingeschaltet bleiben.
Auch doof:
Oft müssen wir uns zwischen Musikhören, Spielen oder Arbeiten entscheiden, denn alles auf einmal geht mit nur einem Laptop nicht gut.
Option 2 – Ich verwende einen ausgesonderten PC

Wer noch einen ausgesonderten PC hat, kann diesen durchaus zu einem ROON-Core-Server umrüsten. Große Geräte stellen wir aber wohl eher nicht in unser Wohnzimmer und kleine PC haben oft ziemlich laute Lüfter.
Steht der PC in einem anderen Raum stört er zwar nicht mehr, ist aber jetzt über ein langes LAN-Kabel mit unserer Anlage verbunden und die klanglich beste Lösung – nämlich die direkte Verbindung zum DAC über ein gutes USB-Kabel – die ist nicht mehr möglich.
Aber seien wir ehrlich –
die in dem ausgesonderten PC verwendeten Bauteile sind in der Regel in keiner Weise klangoptimiert und wenn wir anfangen wollen, das alte Ding klanglich zu tunen, sind wir schnell mehr Geld los, als wir für einen neuen, speziellen PC bezahlen müssen.
Option 3 – Ich installiere den Core auf meinem NAS

Die Idee ist gut – aber teuer und klanglich auch nicht optimal.
Wir brauchen einen teuren NAS (mit Intel-Prozessor!) und den wollen wir mit seinen lauten Lüftern ganz sicher nicht in unserem Wohnzimmer stehen haben.
Steht er im Keller, müssen wir ihn wieder über unser Heimnetz mit der Anlage verbinden und so genießen wir zwar den Funktionsumfang von ROON, aber leider nicht die klanglichen Qualitäten.
Option 4 – Ich baue mir einen NUC selber
Der NUC (next unit computer von Intel) wurde von ROON zur Entwicklung der Software genutzt und ist von der Hardware her der perfekte ROON-CORE-SERVER – denn er passt als „Deckel genau auf diesen Topf“.
Für um die 300,- € geht es mit einem i3-Board schon los. Jetzt brauchen wir nur noch den passenden Arbeitsspeicher, eine M.2-SSD und schon können wir ROCK installieren und ROON genießen.
Theoretisch.
Denn praktisch – fangen wir uns die selben Nachteile ein, die uns auch von den vorherigen Lösungen weggebracht haben. Ein NUC ist laut und ein i3-Prozessor ist eine schlechte Entscheidung!
Statt an dem i3 festzuhalten, steigen wir da lieber auf einen i7 um …
und suchen uns auch die weiteren Bauteile passend dazu, oder?
Option 6 – Ich kaufe mir einen ROON Nucleus
ROON Labs hat sich in den Gründungsjahren geweigert auch Hardware anzubieten. Das war ein Fehler. Vielen Usern scheint es logisch zu sein, dass eine Hardware vom selben Hersteller wie der Software am besten zusammenpassen muss. Schade nur, dass Roon Labs dem Computer kaum eine Bedeutung beimisst. Ein Computer ist ein Computer – alles andere ist Voodoo. Und so bietet man auch heute noch immer mal wieder unterschiedliche Geräte an, behandelt sie aber leider ziemlich “stiefmütterlich”.
Aktuell hat man die Wahl zwischen einem sehr günstigen, aber leider nicht ernst zu nehmenden Modell und einem extrem teuren Design-Modell. Wir raten Ihnen dazu, sich die Alternativen auf dem Markt anzuschauen!
Option 7 – Ich kaufe mir einen PrimeCore Audio A7

Genau genommen – ist ein PrimeCore Audio A7 auch nichts anderes als nur ein anderer NUC.
Der Unterschied steckt “unter der Haube”.
Board, M.2-SSD und der Arbeitsspeicher bilden nicht nur jeweils die teuersten Vertreter ihrer Gattung, sondern auch die zuverlässigsten. “Industriestandard” heißt das erste Geheimnis. Diese Auszeichnung sorgt dafür, dass diese Bauteile auch in der Luft- und in der Raumfahrt Verwendung finden. Das zweite Geheimnis liegt darin, dass hier intensivste Grundlagenforschung betrieben wurde und ausschließlich pSLC-M.2-SSD eingesetzt werden. Das dritte und sicher bedeutendste Geheimnis liegt in der Mühe, die wir uns dabei gegeben haben, Bauteile zu finden, die klanglich optimal miteinander harmonieren. Etwa 2 Jahre hat diese Optimierung gedauert – aber es hat sich gelohnt.
Fazit:
Ein PrimeCore Audio A7 ist “auch nur ein NUC” – aber es lohnt sich nicht, ihn selber bauen zu wollen, da er preislich viel zu dicht bei den einzelnen Bauteilpreisen liegt.




