Auralic Aries G1 und Vega G1

Auralic Aries G1 und Vega G1

AURALIC Aries G1 und Vega G1

Time will come,
time will go …

Sorry, ich wollte Ihnen mit dieser Einleitung keinen Wurm ins Ohr setzen! 
Aber sie passt so wunderbar zu dem, was jüngst im Hause Auralic geschehen ist und außerdem heißt es ja in dem alten Song von Herman`s Hermits auch “Years may com, years may go…”.

Gehen wir einmal ein paar Jahre zurück …
Wie war das damals im Jahre 2015?

Wer oder was war Auralic schon?
Und aus welchem Grund sollte hier in Deutschland irgendjemand ein HiFi-Gerät von diesem chinesischen Hersteller kaufen?
Chinaware!
Wir alle wissen, was wir uns darunter vorzustellen haben, oder!?

Auralic Mini schwarz

Auralic Mini schwarz

Und irgendwie passte unsere Vorstellung auch exakt zu dem, was uns Auralic da zu liefern hatte.
Da gab es nämlich für schlappe 498,- € einen „Aries Mini“.

… von niemandem ernst genommen.

 

 

Und:  Es gab nicht einmal eine Zielgruppe für dieses Teil!

Wer gerade einmal 498,- € ausgibt, der stellt keine audiophilen Ansprüche.
(… die der Mini aber durchaus zu befriedigen wusste!)
Ähnliche Funktionen boten aber auch Geräte zum halben Preis und weniger.

Wer dagegen audiophile Ansprüche stellt, der interessiert sich nicht für Komponenten, die lächerliche 498,- € kosten!
Schlimmer noch:
Der will auf jeden Fall mehr Geld ausgeben, weil so ein Teil für gerade mal 498,- € einfach nicht gut sein kann.
Das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben!

Und deshalb gab es für den Mini einfach keine Zielgruppe.

Aber gekauft – wurde er trotzdem!

Von denen, die zwar audiophile Ansprüche stellten, aber der Sache nicht so recht trauten, der Marke Auralic sowieso nicht.
Durch den Mini konnten sie aber nun wunderbar und ohne jedes Risiko in die neue Welt des Streamings eintauchen und sie kennen lernen.

Qobuz

Qobuz

Schnell noch ein Qobuz- oder Tidal-Abo abgeschlossen und schon hatte man einen Zeitsprung gemacht.
Raus aus dem Gestern, in dem es nur CDs gab – und rein in das Heute!?

Na – so richtig will das Streaming noch nicht in das Heute passen. Also wird der Zeitsprung noch größer – nämlich rein in das Morgen!

Der Mini überzeugte die Käufer zu ihrer großen Überraschung auf ganzer Linie, was dafür sorgte, dass man ihn schnell wieder verkaufte.

Das verstehen Sie nicht?
Doch, ist doch ganz einfach. Wer mit dem Mini gehört und Vertrauen ins Streaming bekommen hatte; Vertrauen in die Marke Auralic gewonnen hatte, der hatte auch mitbekommen, dass es bei Auralic noch Geräte oberhalb des Mini zu erwerben gab.

Auralic Femto blau

Auralic Femto blau

Da gab es zum einen den Aries Femto (den LE lasse ich mal aus, den mochte ich nicht), der für alle Interessenten gedacht war, die schon einen zur Lieblingsmarke gehörenden DAC besaßen.
Klanglich war dieses Teil eine Offenbarung.
Das Design war auch gar nicht schlecht – fast schon extravagant – doch leider – genau wie der Mini – hatte der Aries ein Plastikgehäuse.

 

So etwas geht gar nicht.
Dennoch – der Femto wurde gekauft und versteckt oder auch nicht versteckt – auf jeden Fall machte das Hören mit ihm großen Spaß.

Von vornherein hatte man bei Auralic diesen Streaming-Transport, der ja selber nicht wandeln konnte, so ausgelegt, dass er mit fast allen DACs des Marktes wunderbar harmonierte.
Das war ein wirklich geschickter Schachzug – denn die meisten anderen Marken trauten sich zwar daran DACs zu entwickeln oder hatten schon längst solche Wandler im Programm – aber ein Streaming-Transport – das ist etwas ganz anderes.

Einen Streaming-Transport entwickelt man nicht mal eben.

Dabei geht es nämlich gar nicht um die Hardware an sich. So etwas bekommt man hin – das ist überhaupt kein Hexenwerk.
Es geht um die Software.

Einen Streaming-Transport entwickelt man nicht – und dann ist er fertig, wie ein CD-Player – sondern so ein Teil entwickelt man und von dann an muss man als Hersteller fortlaufend „am Ball bleiben“.
Fast stündlich ändert sich da irgend etwas.

Mal kommen die Änderungen von apple, mal vom Hersteller des Routers, mal vom Provider, mal von Qobuz, Tidal …
Dann taucht da so ein MQA-Format auf …
Und immer wieder führt so etwas dazu, dass die Geräte, die ja längst beim Kunden zuhause stehen, plötzlich nicht mehr brauchbar funktionieren.
Bis man ihnen ein Update zukommen lässt.
Und dabei muss es schnell gehen, denn bis zur benötigten Anpassung kann der Kunde im schlimmsten Fall keine Musik hören.
Genau diese Tatsache hat schon einigen Marken schwer zu schaffen gemacht. Da wurden tolle, teure Geräte angeboten – aber schon noch ein paar Wochen kam es zu Problemen, mit denen der Kunde dann monatelang allein gelassen wurde.

Schnelle Updates!

Das funktioniert bei Auralic zum Glück deutlich besser. Fast wöchentlich gibt es zumindest kleinere Updates. Mal betrifft es die Firmware der Geräte, mal die „Lightning App“, also das Programm, mit denen wir unsere Auralic-Geräte bedienen.
Perfekt ist das beileibe nicht – damit werden wir noch eine Weile leben müssen. 
So lange – bis diese Portale wie Qobuz und Tidal es dem wohl bekanntesten Streaming-Portal -Spotify- gleich gemacht haben und nur noch den Kern der hauseigenen Software zulassen, der sich bei Spotify „Connect“ nennt.

Das Connect-Prinzip

Der Unterschied ist folgender:
Bis zur Einführung von Spotify-Connect durfte jeder Hersteller oder Entwickler eine eigene Software erschaffen, mit der er auf die Datenbank von Spotify zugreifen konnte. Das hieß nicht nur für jeden Hersteller, dass er fortlaufend auf die Veränderungen bei Spotify reagieren musste, sondern das hieß auch für Spotify, dass man bei jedem Vorhaben auf die Entwicklungen der Hersteller Rücksicht nehmen musste. … was eine wichtige Umstellung schon mal ganz schön lange blockieren konnte.
Deshalb stellte Spotify auf das „Connect-System“ um. Nun muss jeder Hardwarehersteller diesen Programm-Kern nutzen und darf seine Geräte lediglich als eine Art „Fernbedienung“ einsetzen.
Auf welchem Gerät auch immer Sie heute Spotify verwenden, Sie nutzen immer (!!) Spotify-Connect.
Und das muss man Spotify lassen – die App haben die da gut im Griff.

Und genau das – muss auch irgendwann mit Qobuz und Tidal passieren. Anders geht es auf die Dauer gar nicht.

Zurück zur Hardware

So oder so – brauchen wir aber in jedem Fall gute Streaming-Geräte.
Und wenn wir in audiophile Sphären einsteigen wollen, dann brauchen wir auch Geräte, deren Äußeres sich nahtlos in die „Upper-Class“ einfügen lässt. Und das gelang dem Aries Femto eben leider nicht so richtig.

Auralic Display

Auralic Display

 

 

 

 

 

Time will go,
Time will come …

Der Aries G1

Doch nun steht er vor uns, der Auralic Aries G1 und man möchte am liebsten sagen:  „Na, Herr Wang, wieso denn nicht gleich so?“.

Aries G1

Aries G1

Komplett aus massivem Stahl hergestellt. Im gleichen „Corporate-Design“ wie die größere Serie namens G2 auch, mit einem tollen Display, das uns das Album-Cover anzeigt.

Von vorne unterscheidet er sich lediglich durch die silbernen Bedienknöpfe, die der G2-Serie aus meiner Sicht auch gut zu Gesicht gestanden hätten, denn die schwarzen Dinger sieht man kaum.

Auralic Aries G2 silberne Knöpfe

Auralic Aries G2 silberne Knöpfe

Auralic Aries G2 schwarze Knöpfe

Auralic Aries G2 schwarze Knöpfe

 

 

 

Von hinten betrachtet fehlt eigentlich nur der HDMI-Port, den Auralic für die hauseigene „Lightning-Link-Verbindung“ nutzt. Wer sich hier nun aber erhofft, er könnte die Geräte an seinen Fernseher anschließen, der wird also enttäuscht. Mit Bildern hat der Aries (noch?) nichts am Hut.

Aries Vergleich G1 und G2 Rückseiten

Aries Vergleich G1 und G2 Rückseiten

Ansonsten könnte der Aries G1 tatsächlich der Zwillingsbruder vom G2 sein. Man muss schon die technischen Daten und Beschreibungen zur Hand nehmen, um die Unterschiede zu entdecken.

 

 

 

 

G1 – ein G2 ohne “Voodoo”?

Eigentlich aber – kann man die hauptsächlichen Unterschiede ziemlich schnell auf einen Nenner bringen:
Beim Aries G1 wurde einfach alles das weggelassen, was in der audiophilen Welt konträr diskutiert werden kann.

Auralic G2 Füße

Auralic G2 Füße

Auralic G1 Füße

Auralic G1 Füße

Bringen federnde Füße etwas? Ist es erforderlich, zwischen den Hauptbausteinen für eine galvanische Trennung zu sorgen?

Wer diese und viele ähnliche Fragen mit einem klaren „Nein!“ beantwortet, der wird am G1 seine wahre Freude haben. Bei ihm hat sich Auralic darauf konzentriert, nur die Kern-Bausteine vom G2 1:1 zu übernehmen. Die, die für den klanglichen Abstand zu den Geräten anderer Hersteller zu sorgen haben.

G1 Einschaltknopf

G1 Einschaltknopf

Jeder „Hokuspokus“ aber wurde weggelassen.
So entstand ein Gerät mit einem Preis, den man kaum für möglich hält.
Wer einen Aries Femto alter Baureihe und den Aries G1 miteinander vergleicht, der kann es einfach nicht glauben, dass der G1 nicht deutlich teurer geworden ist.

Knopf Vega G1

Knopf Vega G1

Ist er doch sehr deutlich das bessere, modernere und schönere Gerät.
Und von der Wertigkeit her wird man so schnell keine Topp-Anlage finden, in der man sich seiner schämen müsste.

Genau die (!) benötigt man aber – also die absolute Topp-Anlage – um den Klangunterschied zwischen dem Aries G1 und dem G2 wahrnehmen zu können.

Wer schon lange eine bessere Wandsteckdose besitzt und mehr Geld in seine Stromkabel gesteckt hat als ein Mini kostet – der wird nicht lange hinhören müssen, um festzustellen, dass der G2 für eine genauere Raumabbildung sorgt und den Hörer auch besser in den Hörraum mit einbezieht. Das Gefühl, dem Musiker näher sein zu dürfen, ihn beobachten zu können, das ist für den einen vielleicht eine unbedeutende Kleinigkeiten, die man sich vielleicht sogar nur einbildet. Für den anderen aber sind es Klangerlebnisse, auf die er einfach nicht mehr verzichten kann, wenn er sie einmal wahrgenommen hat.

Mehr Klang-Erlebnisse beim Aries G2

Wenn ich auch so manche Entscheidungen des Herrn Wang nicht so richtig nachvollziehen konnte, den Schritt, dem Markt einen Aries G1 und einen Aries G2 anzubieten – den halte ich für einen sehr guten Weg.
Am Ende werden es zwar seltener die innere Überzeugung und der Grad der „audiophilen Ansteckung“ sein, die zu einer Entscheidung für oder gegen den G2 führen, als wohl der Geldbeutel, aber genau das ist das schöne an diesem Zwillingspaar – man kann wählen und aus welchem Grund auch immer den auf die eigene Situation angepassten Weg einschlagen.

Und am schönsten ist daran:
Auch der G1 wird dafür sorgen, dass man das Gefühl hat, seinen DAC noch nie so gut gehört zu haben wie mit einem Streaming-Transport aus dem Hause Auralic.

Wer bisher noch keinen Grund gesehen hatte, sich einen Digital-Analog-Wandler anzuschaffen und wer nicht aus Treue-Gefühlen heraus an eine bestimmte Marke gebunden ist, der sollte sich unbedingt auch mit den Wandlern aus dem Hause Auralic auseinander setzen, denn die warten mit einer fast unglaublichen Überraschung auf, die man erst einmal verstehen muss.

Auralic Vega G1 und Vega G2, die DACs, die keinen Streamer brauchen.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wer sich einen Vega G1 oder G2 zulegt, der muss sich nicht zwangsläufig auch einen Aries kaufen, sondern kann sie wunderbar auch solo einsetzen.
Um das zu verstehen, muss man wissen, dass es aus dem Hause Auralic noch ein anderes Gerät gibt, nämlich den Altair (Alta:ir gesprochen).

Auralic Polaris Front

Auralic Polaris Front

Der Altair ist die „eierlegende Wollmilchsau“, das „schweizer Armeemesser unter den Streaming-Komponenten“ – oder was Sie auch immer für Begriffe kennen – für etwas, was eben irgendwie „alles“ kann.

Der Altair ist Streaming-Transport, er ist DAC, er ist Server, man kann eine Festplatte einbauen, man kann weitere Geräte anschließen, man kann ihn an einen DAC anschließen …

 

Er sieht verdammt gut aus, hat ein Gehäuse aus Stahl und passt sowohl als Spitzengerät in einfache als auch in eine hochwertige Anlagen und ist so ein echter „Tausendsassa“.

Für unter 2.000,- € nach wie vor der Preistip überhaupt – wenn es um die Frage geht, wie viel Geld man heute ausgeben muss, um nach dem Kauf jahrelang so richtig rundherum zufrieden zu sein.
Klanglich ist er einfach die „Wucht in Tüten“.

So – genug Reklame gemacht für den Altair, denn heute will ich Ihnen ja Gründe dafür liefern, noch tiefer ins Beinkleid zu greifen und sich eben keinen Altair zu kaufen, sondern ein Gerät aus der G1-, wenn nicht sogar aus der G2-Serie.
Beide Vega tragen die Tesla-Plattform des Auralic in sich. Und auf dieser Tesla-Plattform – da sitzt das Modul, das im Altair dafür sorgt, dass er streamen kann.

Jedoch – so ein Vega ist ein DAC und bleibt ein DAC. Das Streamen selber übernehmen zu müssen, belastet seinen Prozessor.
Das ist grundsätzlich nicht gut.
Auralic hat deshalb auch eine Weile überlegen müssen, ob man da nicht besser das Streamen durch einen Eingriff verhindern soll. Dieser Entschluss hätte aber bedeutet, dass man etwas abschalten muss, was aber trotzdem physikalisch weiter vorhanden bleiben würde. Solch ein Vorgehen empfand man bei Auralic als falsch und entschloss sich dazu, die Tesla-Plattform so zu belassen wie sie ist.

Im Endeffekt bedeutet dies deshalb, dass wir sowohl beim Vega G1 als auch beim Vega G2 die Möglichkeit haben, den Streaming-Transport einzuschalten und ihn genau so zu verwenden wie wir es beim Altair auch machen.
Das ist fantastisch und es führt dazu, dass sich viele Kunden nun problemlos stufenweise ihrer Traumkombi nähern können.
Man beginnt mit einem Vega und hat damit praktisch schon ein komplettes Streaming-Gerät.
Irgendwann testet man ob der Klang durch das Hinzufügen eines Aries besser wird und falls man das so empfindet, kann man den Vega entlasten und ihm einen Aries zur Seite stellen.
Es gibt allerdings eine Einschränkung, die Auralic vornehmen musste, um den Prozessor nicht in den ungesunden Bereich zu treiben. Ein Vega verfügt nicht über die Serverfähigkeit.
Dies bedeutet, dass er keine Software mitgeliefert bekommt, die es ihm ermöglicht, die Musik aus Ihrem Heim-Netzwerk oder von einer externen Festplatte zu spielen. Er kann also keine (!) Bibliotheken verwalten.
Dafür benötigt man im elegantesten Fall einen Aries, im einfachsten Fall einen Auralic Mini – irgendwo im Heimnetz.
Wer also noch einen Mini im Büro oder in der Küche … einsetzen kann, der holt sich damit genau diese Serverfähigkeiten ins Haus und kann nun auch mit dem Vega die eigenen Bibliotheken spielen, so – als würde der Vega sie selber verwalten.
Der Mini liefert also dem gesamten Heimnetz den Zugang zur eigenen Bibliothek.

Hinweis:
Zwar verfügen auch Router (Fritzbox …) über solche Serverfähigkeiten, die Einbindung ist aber in der Regel eher suboptimal. Eine entsprechende Software auf einem NAS dagegen funktioniert möglicherweise mindestens genau so gut wie die Lightning-App aus dem Hause Auralic.

Zurück zum Vega G1

Alles was ich oben zum Aries G1 geschrieben habe, lässt sich auch genau so auf den Vega G1 übertragen.
Wer mit dem Vega G1 Musik hört, der hat so ein Gefühl, das man auch dann hat, wenn man in einem erstaunlich gut ausgerüsteten Serien-Auto unterwegs ist und man einfach spürt, wie viel dieses Gefährt aus der Motorsport-Entwicklung geerbt hat.
Dieser Vergleich passt auch dann noch, wenn wir ihn weiter spinnen.
Fahrwerk und Bremsanlage – scheinen identisch zu sein. Es fehlen lediglich die Dinge, die man nicht im öffentlichen Straßenverkehr benötigt, sondern nur auf der Rennstrecke.

Die Rennstrecke –

das ist in unserem Falle die HiFi-Anlage der besonderen Art; die für den Liebhaber, der seine Anlage nicht etwa deshalb betreibt, weil sie nun mal zu einer Wohnungseinrichtung dazugehört, sondern weil er ohne sie nicht glücklich wäre.

Auralic Vega G1 und G2 Vergleich Rückseite

Auralic Vega G1 und G2 Vergleich Rückseite. (hier wirkt der G1 schon ein wenig “leergeräumt, oder?)

Auch hier kann ich mich im Fazit also nur auf das oben bereits Geschriebene beziehen und damit zum Ausdruck bringen, dass der Vega G1 klanglich durchaus in der Lage ist, seinen Besitzer rundherum zufrieden zu machen, aber er ist kein G2.

Um aber den Unterschied zum G2 hören zu können, müssen ein paar Voraussetzungen vorliegen.
Sprich: Die Anlage, der Verstärker, die Boxen, die Kabel … müssen im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Niveau des G2 mitspielen können!
Dann aber – ist es eine Sache von Sekunden, um sich gar nicht mehr anders entscheiden zu können als für die G2-Serie.

Auralic Vega G2 KH

Auralic Vega G2/G1 Zwei KH-Ausgänge

 

 

 

 

Hörbericht und Klangaussagen

Glauben Sie mir, ich habe seitenweise Material zur Verfügung. Allerdings habe ich mich entschieden, nichts davon zu veröffentlichen. Es scheint mir einfach unmöglich, die Klangunterschiede zwischen Altair, G1-Serie und G2-Serie in einer Art zu beschreiben, die nicht auf der einen Seite übertrieben wirkt und auf der anderen Seite etwas zu Unrecht viel schlechter beschreibt als es tatsächlich der Fall ist.
Hier streikt meine Rhetorik. Ich sehe mich dazu nicht in der Lage.
Ich kann Sie also nur bitten, sich die Geräte einfach selber anzuhören.

Wenn Sie Lust dazu haben, uns zu besuchen, machen wir das gerne mit Ihnen gemeinsam.

Auralic Leo Gx

Auralic Leo Gx

Mein lieber Leo!

Und es stimmt doch:  Der Takt macht die Musik!
Ein Bericht über den Auralic Leo Gx (externe Clock).

LEO_GX_Front flach
LEO_GX_Front flach

Heute habe ich überraschend Besuch bekommen. 

Christian Rechenbach, der Auralic-Support-Leiter für Europa und Christoph Zingel vom Auralic-Vertrieb audionext, fläzen sich gerade auf mein Sofa und wollen Musik hören.

Die Situation ist etwas “verdächtig”, aber ich mutmaße einfach mal, dass sie wohl immer noch enttäuscht sind, weil ich nicht gleich in München auf der High-End einen Leo Gx geordert habe. Und sicher wollen sie mich heute mit vereinter Kraft davon überzeugen, dass das so nicht länger bleiben darf.

Ob sie ihr Ziel erreichen?

Eines muss ich ja zugeben. Schon in München hat mich der direkte Vergleich mit und ohne Leo in Staunen versetzt. Da ging es nicht nur um Nuancen, die man sich vielleicht auch hätte einbilden können.

Aber so, wie man sich wohl besser an einen teuren Wein gar nicht erst gewöhnt, so habe auch ich versucht, mich so lange wie möglich von diesem Leo fern zu halten.

Der Grund dafür?  Ganz klar – der Preis!

6.899,- € ruft Auralic für dieses „Zubehör“ auf – da fällt eine ziemliche große Anzahl meiner Kunden gleich mal komplett als Zielgruppe weg.
Aber das wird wohl den anderen Händlern auch nicht anders gehen.

Ja sicher, es gibt auch Autos für 150.000,- € und mehr.
Aber die sind nicht „meine Welt“.
In „meiner Welt“ gibt man noch nicht einmal 6.899,- € für eine externe Clock aus.
Oder doch?
Eines steht jedenfalls fest:  Die Qual der Wahl hat man bei Auralic wenigstens nicht. Wer mal versucht hat, ein Reisestativ für seine Fotokamera zu kaufen, der weiß, wovon ich spreche. 
Hundert Marken, doppelt so viele Ausführungen und zehn mal so viele unterschiedliche Aussagen darüber, was das beste ist und was nicht.
Wer sich mit der Frage beschäftigt, ob er sich einen LEO gönnen soll, der muss sich entscheiden zwischen “Ja ” oder “Nein” – mehr Auswahl hat er nicht. Gott sei Dank!

So oder so frage ich mich aber, was den Herrn Wang da denn wohl geritten hat, diesen LEO anzubieten. Ich kann es ja verstehen, wenn man gerne auf einer HiFi-Ausstellung in Kanada, den USA oder Fernost derjenige sein möchte, der die Komponenten mit dem besten Klang vorstellen konnte, aber ich weiß auch, dass man solch ein Ziel gar nicht erreichen kann.

Was am besten klingt und was nicht – das wird nun einmal immer noch unterschiedlich gesehen.
So – wie es ja auch nicht das beste Rezept für Kohlrouladen geben kann.

Die Einzigartigkeit eines Leo Gx

Kommen wir zum Leo Gx und seinen Eigenarten.

Der Leo ist nicht die einzige externe Clock die man kaufen kann, aber doch ist er in seiner Art wohl vollkommen einzigartig.

Externe Clocks finden überwiegend im Tonstudio Verwendung. Dort also, wo wir etliche digitale Geräte und Zusatzkomponenten finden, die allesamt mit einem Problem behaftet sind:  Sie müssen sich auf eine Clock – also auf einen Takt – einigen.

Deshalb stellt man ihnen gerne eine Master-Clock an die Seite. Da werden dann alle anderen Komponenten angeschlossen und von nun an hören alle Geräte auf diesen Taktgeber.

Um so eine Master-Clock kompatibel zu machen, stattet man sie einfach mit einer mehr oder weniger genormten Frequenz von meistens 100 MHz aus. Das ist dann die so genannte Referenzfrequenz und nicht die Clock muss dafür sorgen, dass sie kompatibel ist, sondern die angeschlossenen Geräte.

Diese verfügen deshalb einfach über eine PLL  (Phasenregelschleife) – das ist so ein elektronisches Bauteil, das ich hier nicht erklären will – und diese PLL sorgt dafür, dass aus der Referenzfrequenz die eigentlich benötigte Frequenz erzeugt wird, sagen wir einfach mal 48 MHz.

Alle anderen Komponenten können aber völlig andere Frequenzen benötigen – das spielt überhaupt keine Rolle, denn sie alle generieren sich den benötigten Takt aus dem 100 MHz-Takt der externen Clock.

Das gefiel dem Herrn Wang überhaupt nicht. Er mag diese PLLs nicht, weil bei diesem Schritt wieder unnötig Jitter entstehen kann und er hat sich gefragt, wieso er denn überhaupt erst eine Frequenz erzeugen soll, die kein einziges Gerät – also eben auch der Vega G2 nicht – benötigt. Nur, um den Vega dann dazu zu zwingen, die Frequenz mit einer PLL wieder zu verändern.

Folgerichtig erzeugt nun also der Leo ganz einfach direkt genau die Frequenz, die der Vega G2 braucht. Kein Hz höher, kein Hz niedriger.

Auralic Leo Gx Innenansicht
Auralic Leo Gx Innenansicht

Auch ist es überhaupt nicht die Aufgabe eines Leo, mehrere Komponenten dazu zu bringen, auf den gleichen Takt zu hören. Seine Aufgabe ist einzig und allein, dem Vega G2 den genauesten Takt zu liefern, den man wohl unter dieser Sonne jemals gemessen hat.

Anders als man vermutlich meinen könnte, wird also der Aries G2 eben nicht (!!) ebenfalls an den Leo angeschlossen! Der Aries übernimmt zwar intern den Takt des Vega – und damit genau genommen jetzt auch wieder den Takt des Leo  – aber dennoch handelt es sich hier nicht um den klassischen „sternförmigen“ Aufbau der Geräte.

So ein Leo ist also derzeit einzig und allein zum Vega G2 kompatibel und zu keiner anderen Komponente sonst. Weder von Auralic noch von irgendeinem anderen Hersteller.

Die Zukunft ist gesichert!

Zukünftige Auralic-Wandler dürften allerdings von vornherein einen passenden Anschluss für den Leo erhalten, weshalb man ihn eben auch nicht Leo G2 genannt hat, sondern Leo Gx.

Nun gut, ich verfüge bereits seit mehr als einem Jahr über einen Vega G2 und auch über einen Aries G2 in meiner Vorführung, hatte aber bislang zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, sie hätten es nötig, einen „Turbolader“ oder so etwas zur Seite gestellt zu bekommen.

Man muss schon verdammt intensiv suchen, um überhaupt klanglich etwas gleichwertiges zu finden. Dass die beiden Komponenten ein gescheites Stromkabel (z.B. das Progressive Audio Power One MK II) gut gebrauchen können und auch das mitgelieferte Lightning Link-Kabel zwingend gegen z.B. das Audioquest Diamond getauscht werden sollte, das dürfte jedem Besitzer dieser Geräte längst klar sein.

Während meine beiden Gäste die Klangqualität meiner Anlage loben und ich nicht weiß, wie viel davon ernst gemeint ist – und bevor wir die Kartons öffnen, die mir die beiden mitgebracht haben, will ich mir vielleicht noch einmal ganz sachlich – ich befürchte, ich werde nach dem Hörtest dazu nicht mehr in der Lage sein – die Fakten anschauen.

Zur Technik habe ich mich bereits ein wenig ausgelassen. Diese Aussagen mögen interessant sein – ich – will aber heute vor allem wissen, ob es mit dem Leo besser klingt oder nicht.

Der Preis ist nun einmal da – angeblich reicht die Summe nicht einmal aus, aber man will sich nicht so weit von den Mitbewerbern entfernen und und und … bla-bla-bla.
Eines steht fest – der Leo richtet sich an eine Zielgruppe, die das nötige Equipment längst zuhause stehen hat und die bereit ist, für einen besseren Klang auch entsprechend in die Tasche zu greifen.

Die Gehäuse-Ausführung ist zu den G2-Geräten identisch. Das sieht schon sehr edel aus – die wahren Leckerbissen sitzen aber im Gerät.
Wie sehr man im Hause Auralic darauf erpicht ist, elektrischen Störungen keine Chance zu lassen, erkennt man schon alleine daran, dass hinter dem Lightning-Link-Eingang sofort ein optischer Wandlerbaustein sitzt, der für eine galvanische Trennung sorgt. Obwohl es sich bei dieser Verbindung im Prinzip ja “nur” um eine Bus-Schnittstelle handelt.

Außer dieser Buchse für das Lightning Link Kabel und der für ein Stromkabel finden wir nur noch den Clock-Anschluss.
Bevor wir das Trio verbinden können, muss Christian meinen Vega umrüsten. Christoph ist wie immer gut gelaunt und hätte jetzt sogar Lust darauf, ein Produkt-Video zu drehen.

Christoph Zingel und Christian Rechenbach
Christoph und Christian

Hinweis:
Bevor Sie einen LEO an Ihren Vega G2 anschließen, sollten Sie Auralic oder Audionext die Seriennummer des Vegas durchgeben, denn möglicherweise muss dieser erst angepasst werden. Bei den meisten Geräten wird nur das interne Kabel vom Clock-Anschluss gegen ein aktuelles auszutauschen sein. Manchmal ist es aber auch erforderlich, weitere Anpassungen vorzunehmen. Diese Anpassungen werden natürlich für den Besitzer kostenfrei vorgenommen.

Christian baut das Kabel in den Leo
Christian baut das Kabel in den Leo

So – alles ist getauscht und angeschlossen und bevor wir Musik hören, gönnen wir dem Trio eine kleine Aufwärmphase und uns eine Tasse Kaffee mit Kuchen, den Christoph liebenswürdiger Weise mitgebracht hat.

Diese Aufwärmphase braucht der Leo  – und er zeigt uns auch an, wie weit er noch von seiner idealen Spieltemperatur entfernt ist. Beim ersten Einschalten sehen wir oben in seinem Display eine Uhr, die eine volle Stunde die Zeit herunter zählt. So lange benötigt er, um seine Kern-Bauteile intern auf exakt 80° zu bringen. Dies ist laut Wang die ideale Temperatur und genau die wird dann auch gehalten. Selbst wenn wir also das G2-Trio über den Schalter vom Aries ausschalten, hält die Heizung im Leo die wichtigen Bausteine auf exakt 80°.

Der Klang

So – die Kaffeetassen sind leer und ich starte „Dey o, Dey o“ vom schwedischen Sangensemble (Amanda). Einfach deshalb, weil ich die Aufnahme für sehr gelungen und natürlich halte. Der Titel beginnt mit einer einzelnen Frauenstimme, die bei der Aufnahme überhaupt nicht „geschönt“ wurde, was sie auf manchen Anlagen fast schon etwas aggressiv, direkt oder gar nervig erscheinen lässt. Es folgt dann ein großer, gemischter Chor, der zeitweise kanonartig „durcheinander (?) singt“. Und genau eben das darf nicht passieren!

Man darf nicht (!) „durcheinander“ singen, sondern es muss eine wunderbar harmonische Einheit aus unterschiedlichen Stimmgruppen und Themen entstehen.

Es muss im Bauch glucksen – sonst stimmt was nicht.

Der Vega allein schafft es spielend, es in meinem Bauch glucksen zu lassen.

Mit dem Leo verwandelt sich dieses Glucksen gerade in einen Schwarm Schmetterlinge.

Ohne den Leo können wir die Stimmen wunderbar orten. Die Größe eines jeden Mundes ist natürlich – also nicht zu groß und nicht zu klein – mit dem Leo trennen sich aber die Stimmen deutlicher vom Raumklang. Erst jetzt stellen wir fest, dass der Direktschall und die Reflexionen ohne den Leo deutlich mehr miteinander verschmelzen. Mit dem Leo sind sie klar und deutlich voneinander zu trennen.

Habe ich mich noch vor wenigen Sekunden über die Plastizität der Frauenstimme gefreut, besteht diese Dame jetzt dank Leo plötzlich leibhaftig aus Fleisch und Blut. Beeindruckend.

Mal wieder die Laura!

Ich starte „Laura“ von Rolf Kühn.

Der Vega schafft es mit Leichtigkeit, mir links die Oboe als Oboe (das ist ganz und gar nicht selbstverständlich!) und nicht irgendein anderes Blasinstrument zu reproduzieren. Der Bass in der Mitte klingt nicht (!!) nach einem Trommelwirbel, sondern tatsächlich nach einem schnell gestrichenen Kontrabass. Die später einsetzende Klarinette von Rolf Kühn ist in ihrem Klangbild deutlich von der Oboe zu unterscheiden.

Wer meine Berichte regelmäßig liest, der wird mir glauben wenn ich sage, dass ich diese Aufnahme schon hunderte male gehört habe.

Jetzt kommt der Leo und bringt meine Welt durcheinander.

Mit dem Leo ist da deutlich mehr Holz an der Oboe und ich glaube, die blankgeputzten Klappen erkennen zu können. Noch viel mehr Holz höre ich vom Kontrabass. Wenn ich jetzt immer noch jemandem erzählen würde, dass dieser Bass in vielen Ketten eher nach einer Konzerttrommel klingt, würde er nur den Kopf schütteln und mich fragen, wie ich denn auf das schmale Brett komme.

Dann folgen zwei einzelne Zupfer – Zupfer!

Ich höre mir das – jetzt, wo ich darauf aufmerksam geworden bin, noch einmal ohne Leo an. Und siehe da – aus den Zupfern wird eher etwas, das klingt, als würde man mit einem Lederschlegel auf ein Tamburin schlagen. Ich schließe den Leo wieder an und jetzt ist es wieder selbstverständlich als Zupfer zu erkennen. Also dieser Unterschied ist weit mehr als „nur gravierend“. 😉 

Da macht der Kopf nicht mehr mit.

Ich wechsle Titel um Titel und lasse die Augen die meiste Zeit geschlossen.

Deshalb, weil mein Kopf gerade überfordert wird. Er hört Dinge, die nicht da sind, die er nicht sehen kann. Zumindest nicht dort, von wo die Geräusche kommen.

Bei Mary Blacks „Shine“ steht auf einmal eine echte Basstrommel in meinem Flur – denn der befindet sich hinter meiner Wohnzimmerwand.

Leonhard Cohen ist auf einmal wieder „lebendig“.

Ich liebe sein Album „You want it darker“. Ich liebe diese direkte Aufnahme seiner Stimme. Aber hier und da wünschte ich mir, er wäre doch mal einen Schritt weiter vom Mikro weg gegangen. Es klingt einfach zu oft so, als reichte seine Stimme von der Mitte bis zum rechten Lautsprecher.

Das klingt voll, das klingt präsent, das macht den Zuhörer devot und man beginnt unweigerlich, sich auf seine Texte einzulassen und darüber nachzudenken, wie kurz das Leben doch ist.

Mit dem Leo – steht Leonhard Cohen auf einmal weit genug weg vom Mikro und jetzt – ist sein Mund nicht eine große „Fläche“, sondern jetzt – steht er leibhaftig vor mir.

Hugh Masekela, Stimela – ja – die muss jetzt sein!
Und es lohnt sich. Innerhalb von Sekunden beamt man sich nach Südafrika.

Was kann der Leo?

Große Konzertsäle? Der Leo zeigt uns, welche Mäusekinos wir vorher für groß gehalten haben.

Kleine Jazz-Clubs der 80-er? Sie werden unweigerlich nach ein paar Sekunden aufstehen und die Fenster öffnen, damit der Zigarettenrauch verziehen kann.

Wenn Sie bei Cowboy Junkies „The Trinity Session“ die Straßenbahn an der Kirche vorbeifahren hören, werden Sie auf Ihre Armbanduhr schauen. Und gerne die nächste nehmen.

Huch! Was ist jetzt auf einmal los?

Dann spiele ich ein paar Songs mit abgrundtiefem Bass – und auf einmal gefällt mir da so einiges überhaupt nicht mehr.

Vor allem dann nicht, wenn der Bass elektronisch erzeugt wird – also klanglich mehr so etwas wie ein Rechtecksignal darstellt – dann passiert etwas seltsames: Der Bass teilt sich in drei Phasen.

Phase eins:  Man kann sich vorstellen, wie der Bass vom „Instrument Computer“ erzeugt wurde. Das klingt mehr nach einem Sägeblatt als nach einer Schwingung.

Phase zwei: Die Lautsprecher folgen diesem Signal und das derart korrekt wie ich das selten erlebt habe.

Phase drei: Der Bass befindet sich nun in meinem Hörraum und passt auf einmal weder vom Timing noch von der Phase her zu dem, was die Boxen da produzieren wollen.

Ich versuche, mehr elektronische Titel zu finden, mit denen ich das Gefühl bestätigen kann. Und ich finde sie. Hier stimmt die Lautsprecheraufstellung nicht – ganz eindeutig.

Die Lösung – Boxen schieben!

Wir starten eine wilde Schieberei – nein nicht in Metern – es geht hier um Zentimeter. Nach etwa einer halben Stunde stehen die Boxen etwa 5 cm weiter hinten. Und die Raumanpassungsrohre der aktiven Progressive Audio Extreme III musste ich wieder gut 15 Millimeter weiter in die Boxen einschieben. Doch jetzt passt es im Bassbereich und irgendwie automatisch oder zufällig auch im Hochtonbereich deutlich besser. Von nun an macht auch das Hören elektronischer Musik Spaß.
Dass jetzt auf einmal  auch die akustischen Stücke von dieser Aufstellung profitieren, dürfen wir im Anschluss zufrieden wahrnehmen.
Das war das Tüpfelchen auf dem i – das Sahnehäubchen – welche Floskel Sie auch immer mögen, jetzt ist es perfekt.

Kein Zweifel – genau in diesem Moment glaube ich dem Herrn Wang jedes Wort, wenn er mir versichert, dass er keine Vorstellung davon hat, wie man heutzutage eine externe Clock noch besser bauen könnte als er es mit dem Leo umgesetzt hat.

Fazit:

Der Vega G2 klingt bereits für sich alleine hervorragend gut.
Eigentlich – kauft man sich ja für rund 6.000,- € „nur“ einen DAC.
Aber dadurch, dass Auralic die Tesla-Plattform verbaut hat, kann man mit dem Vega G2 auch schon hervorragend gut streamen, auch ohne Aries.
Dass der Prozessor des Vegas mit dieser Aufgabe an seine Leistungsgrenze getrieben wird und welche klanglichen Auswirkungen das hat, haben wir zwar als Argumente dafür wahrgenommen, uns auch einen Aries hinzuzukaufen, aber rund 4.000,- € zusätzlich – bringen viele Vega-Besitzer doch dazu, auch ohne einen Aries glücklich und zufrieden zu sein.
Und diese Einstellung kann ich nur unterstreichen.
Der Vega G2 ist auch solo schon richtig klasse!
Aus einem ganz anderen Holz sind deshalb diejenigen geschnitzt, die sich nun ernsthaft mit der Anschaffung eines Leo befassen. 
Ihnen geht es nicht mehr nur darum, eine zum Preis passende klangliche Leistung zu erhalten, das klappt mit Geräten für 100,- € viel besser. Sondern ihnen geht es darum, das heute Machbare zu erhalten. 

Kein Zweifel:  Wer nach einer Klangverbesserung sucht, der wird sie mit dem Leo finden. Deutlicher, als man es erwartet.
Mit dem Leo Gx im Zusammenspiel mit einem Vega G2 und einem Aries G2 erschafft man sich ein Trio aus Spezialisten, mit dem man sich wohl vor keinem Vergleich auf diesem Erdball mehr fürchten muss.
Ob es sich dabei um Produkte eines großen Konzerns oder einer kleinen Manufaktur handelt – dieses Trio muss erst mal geschlagen werden.

Kaufen oder nicht kaufen?

Ich jedenfalls –
komme gar nicht umhin, den Leo mit in die Vorführung zu nehmen.
Ihn nach diesem Erlebnis wieder abzugeben – das geht überhaupt nicht.
Wie sollte ich jemals wieder meine Kunden davon überzeugen können, dass es mir um den besten Klang geht?  Ein NCF-Booster für 350,- € ist auch nicht billig. Man hört aber den Unterschied, auch wenn das an Voodoo grenzt.
Stromkabel, Gerätesicherungen, Netzteile …
sie alle kosten Geld.
Und alles, was sie bewirken können ist – den Klang zu verbessern.
Deshalb sind manche Menschen bereit, dafür Geld zu bezahlen.
Manche mehr – manche weniger.
Das Prinzip ist beim Leo identisch.
Er verbessert den Klang – ohne Wenn und Aber.

Ob Sie ihn sich leisten können oder wollen, das entscheiden Sie – nicht ich.

Tipp:
Kommen Sie nicht auf die Idee, sich das Teil einfach mal so anzuhören, wenn Sie einen Vega G2 besitzen.

Auralic Leo Gx jetzt bestellen.https://audiosaul.de/produkt/auralic-leo-gx/

Sie haben etwas in Zahlung zu geben oder brauchen weitere Informationen? Genau deshalb gibt es AUDIOSAUL nicht nur online. Wir leben tatsächlich, uns kann man besuchen oder einfach anrufen:  
0208-671424.
Wir freuen uns auf Sie!

Meine Abhörkomponenten:

Stromkabel: Progressive Audio Power One MK II mit Furutech NCF-Stecker, Auralic Aries G2, Auralic Vega G2 mit HDMI-Kabel Audioquest „Diamond“, Ethernetkabel Audioquest Diamond, XLR-Kabel Progressive Audio – Prototyp, Lautsprecher Progressive Audio Extreme III -aktiv-.
… und natürlich:  Auralic Leo Gx.

Musik-Quelle:  HRA-Qobuz-Abo.

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

Vega G2 Versandkarton

Vega G2 Versandkarton

„Surprise! Surprise!“

Irgendwie muss ich ja doch bei den Audionext-Jungs „`n Stein im Brett“ haben. 🙂

Eigentlich bekam ich ja immer wieder zu hören:
„In diesem Jahr können wir nicht mehr liefern!“
Jetzt ist er gerade doch angekommen, der Vega G2.
Zehn Tage vor Weihnachten.

 

Nun gut, all zu groß kann der Stein auch wieder nicht sein, denn der Aries G2 fehlt leider noch und wird auch tatsächlich erst im nächsten Jahr geliefert. Ist aber nicht die Schuld von Audionext.

So bleiben mir denn Zeit und Muße, mich um dieses hübsche Teilchen hier zu kümmern, falls mich nicht die flehenden Blicke eines guten Kunden dazu verleiten, meine Errungenschaft doch gleich wieder an ihn weiter zu reichen. Dann ist eben der nächste Vega für mich oder der übernächste … 🙂

Vega G2

Bereits in jugendlichem Alter träumte ich davon, eine HiFi-Komponente namens Vega zu besitzen. Wenn sich diese Marke aus Württemberg damals auch noch mit „W“ also Wega schrieb.
(Erschreckend – wie lang das schon her ist.)
Doch jetzt ist keine Zeit für Sentimentalität.

Auspacken und erste -wichtige- Erkenntnisse!

Vega G2 Karton2

Vega G2 Karton2

 

Wer weiß, was eine Matrjoschka ist, der kann sich in etwa vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man ein Gerät von Auralic auszupacken hat.

 

 

Nach dem ersten Karton folgt ein zweiter Karton, folgt ein dritter Karton …

 

Vega G2 Karton1

Vega G2 Karton1

 

 

Das mitgelieferte Stromkabel darf allerdings getrost in den selbigen verbleiben – das verwenden wir ganz sicher nicht. Die beigepackten HDMI- und USB-Kabel müssen mangels eines Aries G2 dort ebenfalls noch eine Weile schlummern.

 

 

Weiterhin finden wir ein paar Stoffhandschuhe – aber keine Antennen – keine Bedienungsanleitung – keine Fernbedienung.

Mhh – da müssen wir doch gleich mal nachhaken, wie es sich mit diesen Dingen so verhält und ich rufe Christian Rechenbach an, den Auralic-Support-Mann.
Ergebnis:
Die gedruckte Bedienungsanleitung gibt es – aber nur auf Wunsch und in englisch. Für die deutsche Version hat man sich bei Auralic dafür entschieden, sie online zur Verfügung zu stellen, um schneller auf Software-Veränderungen reagieren zu können.

Hier klicken, um eine Vorabversion der Anleitung zu lesen.

Dann folgt aber eine für mich überraschende Info mit ziemlich hoher Bedeutung:

Der Vega G2 hat kein WLAN !!!
Die Antennen benötigt er also deshalb nicht, weil er gar kein WLAN-Modul integriert hat – er muss zwingend an ein Netzwerkkabel angeschlossen werden, oder eben an einen Aries G2. Der hat dann nämlich wieder WLAN.

Der Vega G2 wird ohne Fernbedienung ausgeliefert

Was im ersten Moment so wirkt, als hätte hier jemand mit Gewalt ein paar Cent einsparen wollen, entpuppt sich dann aber doch als recht clevere Angelegenheit. Statt nämlich dem Vega G2-Besitzer jetzt noch wieder eine Fernbedienung mehr auf den Tisch zu knallen, hat man dem Vega G2 ganz einfach beigebracht, die Befehle einer beliebigen IR-Fernbedinung zu erlernen. Man geht einfach auf den Menüpunkt (Bedienungsanleitung Seite 17) drückt dann auf seiner Fernbedienung den gewünschten Knopf und der Vega G2 erlernt ihn. Statt also einer Fernbedienung etwas beizubringen, was der Vega kann, bringt man dem Vega etwas bei, was die Fernbedienung kann. Hierbei unterscheidet er sogar zwischen einem kurzen und einem langen Druck auf eine Taste. Also ich bin mir sicher, dass diese Möglichkeit in der Praxis noch deutlich mehr Freude bereiten wird, als man das jetzt so auf Anhieb glauben mag.

Ich packe weiter aus.

Vega G2 Stofftasche

Vega G2 Stofftasche

Der Vega G2 selbst ist nicht einfach in eine Plastiktüte gesteckt worden, sondern befindet sich in einer weichen Stoff-Tasche. Das finde ich gut.

 

 

 

 

 

 

Vega G2 Bodenplatte

Vega G2 Bodenplatte

 

Nach dem Umdrehen des Gerätes sehen wir die Ursache für die Klackergeräusche, die entstehen, wenn man mal feste zupackt. Die Füße sind mit einer Federung versehen. Ein Vega G2 steht also schon von Hause aus wunderbar entkoppelt auf der Stellfläche und man muss nicht noch teures Zubehör zukaufen.

 

 

 

 

Vega G2 Padis Sicherung

Vega G2 Padis Sicherung

 

Schnell baue ich noch eine 1A-PADIS-Sicherung ein und verbinde den Vega G2 dann über ein Progressive Audio Power One MK II / NCF mit der Wandsteckdose.

Nun darf sich der Vega G2 warm laufen.

 

 

 

Hinweis zu den PADIS-Sicherungen:
Alle meine Aussagen zu audiophilen Gerätesicherungen beziehen sich ausschließlich (!!) auf die PADIS-Sicherungen und nicht (!!) grundsätzlich auf alle auf dem Markt befindlichen Audio-Sicherungen! Leider gibt es neben guten Sicherungen wie der von PADIS auch ein paar Exemplare, die das Klangbild regelrecht zerstören. Ich habe es schon erlebt, dass das Klangbild durch diese Sicherungen aufgedunsen und matschig wurde.
Wer behauptet, man könne durch das Auswechseln der Gerätesicherungen keinen Klangunterschied erzeugen, der muss sich nur mal diese Dinger besorgen.
Es scheint mittlerweile so zu sein, dass wir uns nicht nur die Komponenten, sondern sogar noch verschiedene Gerätesicherungen anhören müssen.  Verrückte HiFi-Welt.

Hinweis zu den Stromkabeln:
Beipackstrippen wie die üblichen Stromkabel mit angegossenen Schuko- und Kaltgerätesteckern, wie sie auch z.B. einem PC beigelegt werden, sind Ursachen für eine deutliche Klangverschlechterung und man sollte sie nicht benutzen!
Schon für unter 100,- € bekommt man zum Beispiel die LoRad-Kabel von SupraCable und kann damit diese Fehlerursache beseitigen.
Ob man dann noch tiefer in die Tasche greifen möchte, um noch bessere Stromkabel zu erwerben, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was ist dieser Vega G2 und was nicht?

Der Vega G2 ist ein Digital-Analog-Wandler, oder kurz – ein DAC (Digital-Analog-Converter).
Seine Aufgabe besteht darin, die digital angelieferten Signale eines Streaming-Transporters in tolle Musik zu verwandeln.

Vega G2 Eingänge

Vega G2 Eingänge

 

Hierzu verfügt er über praktisch sämtliche Eingänge, die wir heutzutage in der Digitaltechnik finden können.

USB, Toslink (Lichtleiter), RCA (Cinch-Digital), AES (XLR-Digital) und die hauseigene Schnittstelle mit einer HDMI-Buchse, die Auralic aber „Lightning Link“ getauft hat, weil doch noch ein wenig mehr über diese Schnittstelle stattfindet als bei einer gewöhnlichen HDMI-Verbindung.

 

Zu den Eingängen:
Messen und Hören stehen sich hier wieder einmal gegenüber. Messtechnisch gesehen sind die hauseigene Schnittstelle “Lightning Link” und USB allen anderen Eingängen überlegen, denn sie ermöglichen uns eine Datenübertragung bis hin zu 32Bit, 384 kHz sowie DSD512, während wir uns bei AES, Coax und Toslink auf 24Bit, 192 kHz beschränken lassen müssen.
Zum einen ist das ja aber nur für jemanden interessant, der auch an entsprechende Datenformate heran kommt, und zum anderen ist da die Frage nach der Qualität des Kabels. Leider ist es bei jeder Schnittstelle so, dass wir zwischen verschiedenen Kabeln deutliche Klangunterschiede hören können. Die Aussage: “Da müssen doch nur Nullen und Einsen durchkommen!”, die ist längst überholt.
Da selbst Qobuz als das Musik-Streaming-Portal mit der derzeit höchstmöglichen Klangqualität maximal mit 24 Bit und 192 kHz streamt, dürften im Moment noch die technischen Daten in den Hintergrund treten. Was uns allerdings dazu verpflichtet, uns verschiedene Kabel und Schnittstellen anhören zu müssen.
Wenn wir auch einen Aries G2 zur Verfügung haben, werden wir uns diesen Verbindungen mal in einem eigenen Bericht widmen.

Vega G2 Ausgänge

Vega G2 Ausgänge

 

Ausgangsseitig finden wir ein Paar Cinch-Buchsen und – wie man es bei Komponenten in dieser Preisklasse als unverzichtbar bezeichnen muss – auch ein Paar XLR-Anschlüsse.

Intern werkelt dahinter selbstverständlich nicht etwa eine billige Symmetrieplatine, sondern ein echter symmetrischer Aufbau. Auch das muss man zu diesem Preis erwarten können.

 

Interessant ist noch, dass wir am Vega G2 auch einen Analogeingang vorfinden. Zwar wird hier nichts verstärkt, aber so doch in der Lautstärke geregelt. Wir können hier also einen CD-Player oder sogar das Phonoteil unseres Plattenspielers anschließen und dann unsere analoge Schallplattenwiedergabe über das iPAD in der Lautstärke regeln – nicht schlecht.

Hier noch einmal eine Übersicht über die Ausstattungsmerkmale der Auralic-Geräte:

Mini Aries Vega Altair Polaris Aries G2 Vega G2
Streaming-Modul x x   x x x x
WLAN x x   x x x  
Über Fernbedienung steuerbar   x   x x x  x
Server-Software x x   x x x  
Interne HDD möglich x     x   x  
DAC x   x x x   x
Hochpegeleingang         x   x
Solobetrieb möglich x     x x   x
Vollverstärker integriert         x    
Vorverstärker-Ausgang         x    
Phono-Eingang         x    

 

Wie klingt ein Vega G2 im Solo-Betrieb?

Auch wenn es langweilig werden sollte – aber ich beginne die Hörprobe wieder einmal mit dem „Fräulein Laura“ von Rolf Kühn.
Es ist einfach leichter, wenn man ein Stück in- und auswendig kennt.
Doch was ich da in diesem Moment höre, wühlt mich auf.  Bringt mich durcheinander.

Ich habe Hemmungen, das zu schreiben, was ich höre. Befürchte, dass man mich für durchgedreht hält oder mir meine Worte nicht abnehmen will.
Ich habe keine Ruhe – brauche Bestätigungen, starte „Summertime“ von Patricia Barber.

Machen Sie das mal!
Starten Sie den Song (auf Qobuz) und achten sie mal auf diese Percussion-Instrumente, diese „zischelnden Rasseln“.
Was genau hören Sie?
Ich – höre gerade ein Instrument, etwas erhoben in der linken Hand des Musikers und ein zweites etwas tiefer in der rechten Hand. Beide klingen auch leicht unterschiedlich in der Tonhöhe und im Volumen.

Bässe
Wir haben es hier mit einer elektrischen Bass-Gitarre zu tun und einem großen akustischen Bass.
Das eine Instrument beginnt, ab und zu steuert das zweite Instrument mal einen Ton hinzu.
Können Sie die beiden Instrumente sicher auseinander halten?
Bei mir hier –  gibt es im Moment nicht den Hauch eines Zweifels.
Obwohl so ein elektrischer Bass ja einen Tonabnehmer in der Gitarre hat – höre ich ihn hier gerade so, als könnte ich ihn vor mir sehen. So, als hätte der Tonmeister diesem Bass zusätzlich noch ein Mikro gegönnt – wofür?
Die Antwort höre ich jetzt hier gerade.

Ich starte „Antiphone Blues“ von Arne Domnerus. Seit mehr als 30 Jahren ein immer wieder gern gespieltes Vorführstück, das dadurch begeistern kann, dass dieses Saxophon durch das Kirchenschiff „geistert“ und dem Hörer einen Eindruck von diesem riesigen Raum vermittelt. Begleitet von der Kirchenorgel entstand ein ganz seltsames, aber nicht uninteressantes Duo.

Hier – erwartet mich aber plötzlich ein „kleines“ Saxophon (also in korrekter Größe dargestellt), das in einer großen Kirche gespielt wird. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihnen den Unterschied deutlich machen kann. Oft ist es eben nur ein nicht genau zu ortendes Saxophon, was in dieser großen Kirche gespielt wird. Hier sehe ich das „kleine Ding“ vor mir und der Hall trennt sich komplett vom Instrument.
Sa-gen-haft!!!

Ich habe an diesem Tag noch fast meine komplette Playlist durchgespielt und jeden einzelnen Titel mal wieder neu entdecken und genießen dürfen. Besonders auffällig ist diese Leichtigkeit, mit der Instrumente, Stimmen und Geräusche in der korrekten Größe, mit dem richtigen Abstand zueinander dreidimensional und völlig natürlich reproduziert werden. Über allem liegt ein Gefühl für das richtige Timing. Man ist so weit zu behaupten, hier würde kein elektronisches Gerät Signale in Musik umwandeln, sondern hier musiziert ein elektronisches Gerät. Ich muss aufpassen, mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen.

Denn am Ende des Tages …
sitze ich da und frage mich, wie ich mich denn wohl fühlen werde, was ich denn wohl schreiben werde, wenn das mit dem Aries G2 zusammen noch einmal besser wiedergegeben wird.
Wieder einmal …
sitze ich also da und frage mich, wo denn da was noch besser klingen können soll.
Und wieder einmal …
kann ich mir schon denken, dass es wohl so sein wird. Ich weiß nur noch nicht wie genau.
Aber das ist es – was mich an diesem Hobby so fasziniert, dass es immer weiter geht und nichts still steht.

Fazit

Ich habe einen DAC gehört, der nur deshalb mit einem Streaming-Modul versehen wurde, weil es den Hersteller nichts gekostet hat und weil dieser sowieso davon ausgeht, dass sich jeder, der diesen DAC besitzt, sowieso auch den Streaming-Transporter namens Aries G2 dazu kaufen wird.
Nachdem ich dieses Teil gehört habe – wäre ich mir da allerdings nicht so sicher wie es der Herr Wang ist.
Heute nicht.

Betrachtet man die Preise eines Mini – eines Altair und eines Vega G2, muss man sagen, dass man diese Sprünge klanglich nachvollziehen kann – wobei das teuerste Gerät natürlich auch das beeindruckendste Gerät ist. Weil es einen glauben lässt, dass nichts auf der Welt noch besser klingen kann.

Ich bin wirklich gespannt darauf, wie sich die Kombi schlagen wird.
Nur eines steht für mich jetzt schon fest:

Noch nie war es einfacher, sich mit etwas zufrieden zu geben …
als mit dem Vega G2.

Link zu weiteren Informationen über die G2-Serie.

Jetzt einen AURALIC Vega G2 bestellen.

Jetzt einen AURALIC Aries G2 bestellen.

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Auralic Altair wird das meistverkaufte Gerät 2017

Auralic Altair wird das meistverkaufte Gerät 2017

Das meistverkaufte Produkt des Jahres 2017

Das meistverkaufte Produkt des Jahres 2017

AURALIC Altair

Auralic Altair silbern

Mit großem Abstand setzt sich der AURALIC Altair in diesem Jahr an die Spitze der verkauften HiFi-Komponenten bei AUDIOSAUL.
Wir bedanken uns bei allen Kunden, die uns ihr Vertrauen geschenkt und diesem tollen Gerät eine Chance gegeben haben.
Aus unserer Sicht ist der Altair zu recht der Gewinner des Jahres 2017 geworden.

Das liegt zum einen daran, dass es sich bei ihm um eine schier unglaublich gut klingende High-End-Komponente handelt.
Und zum anderen daran, dass  Geräte wie der Altair gerade dabei sind, die Art und Weise zu revolutionieren, wie wir Musik hören.

… ohne Ihren Computer mit der Stereoanlage verbinden zu müssen, ohne sich jemals wieder eine CD kaufen zu müssen.

Zusammen mit einem Musik-Portal wie Qobuz oder Tidal holen wir uns mehr als 40 Millionen Songs von Musikern aus allen Herren Ländern ins Wohnzimmer.

Und das in echter Tonstudio-Klangqualität.

Helfen auch Sie mit, den Musikproduzenten ein deutliches Zeichen dafür zu geben, dass wir gut gemachte Musik zu schätzen wissen und nicht länger gewillt sind, für „Krach“ Geld auszugeben.

Oder sollte Karl Valentin am Ende doch Recht behalten, als er sagte:

„Die Zukunft, die war früher auch besser!“ ?

 

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Sie möchten gerne mehr über diese neue Art wissen, Musik in Tonstudio-Qualität genießen zu können?
Dann vereinbaren Sie doch mit uns Ihren ganz persönlichen Streaming-Workshop! Sie können bis zu zwei weitere Personen mitbringen. Wir freuen uns auf Sie

Jetzt persönlichen Streaming-Workshop vereinbaren

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CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten?

CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten?

CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten?

CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten?

Im Beitrag „CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten?“ beschreibe ich meine Höreindrücke beim Vergleich dieser Formate und vielleicht helfe ich damit auch gleichzeitig die Frage zu beantworten, auf was man denn eigentlich achten muss, wenn man solche Hör-Vergleiche anstellen will.

Voraussetzung für einen solchen Vergleich =  Die selbe Musik.

ECM hat seinen kompletten Katalog endlich auch für die Streaming-Portale freigegeben.

Qobuz SQ

Qobuz-Grafik  MP3/CD/HRA

Aus meiner Sicht eine gute Entscheidung – für mehr Musik – für mehr Qualität – für mehr Anspruch.
Jetzt mag es Menschen geben, die mit dieser Aussage nicht viel anfangen können. Vielleicht, weil sie Jazz nicht sonderlich mögen.
Doch selbst der, der Jazz gar nicht mag und der, dem das Label ECM unbekannt ist – der wird vermutlich dennoch mindestens ein Album aus dessen Repertoire kennen und möglicherweise sogar selbst besitzen:

Keith Jarrett, „The Köln Concert“, 24. Januar 1975 in der Kölner Oper.

Keith_Jarrett_Koeln_Concert_Cover

Keith_Jarrett_Koeln_Concert_Cover

 

Es ist das meistverkaufte Album in der 25-jährigen Geschichte dieses Jazz-Labels.

Auf Grund einer grandiosen Aufnahmeleistung eignet sich dieses Album vorzüglich zur Bewertung der Komponenten-Qualität. Keith Jarrett improvisiert etwa eine Stunde lang auf einem Bösendorfer Stutzflügel, der eigentlich nur für die Proben genutzt werden sollte.
Diesem Instrument entlockt er Töne, die mit einem „normalen“ Klavierspiel nicht viel gemein haben.
Ob Sie einfach nur grundsätzliche Dinge prüfen möchten („eiert“ mein Plattenspieler?) oder ob Sie etwas über die High-End-Fähigkeiten Ihrer Anlage erfahren wollen – mit diesem Album erhalten Sie mehr Antworten – als Sie Fragen hatten.

 

Wer sich für weitere Hintergrundinformationen interessiert, findet sie z.B. auf Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Köln_Concert

Zu den Formaten:

CD
Die Datei auf der CD liefert uns eine Auflösung von 16 Bit bei 44,1 kHz (Samplebreite zu Samplerate)

Streaming
Viele Dateien auf den Musik-Portalen bieten uns lediglich die gleichen Werte wie wir sie auf der CD finden.
High-Resolution-Audio-Dateien beglücken uns zumindest schon mal mit einer Samplebreite von 24 Bit. Die Samplerate reicht dabei von 44,1 kHz bis hinauf zu 192 kHz. Die meisten guten Aufnahmen liegen bei 96 kHz.

Qobuz (24/96/2500Mbps)
Dieses Musik-Portal liefert mir die Jarrett-Aufnahme im 24 Bit, 96 kHz-FLAC-Format. Beim Streamen fließen laut Lightning DS etwa 2300 bis 2600 Megabit pro Sekunde (Mbps).
Mit einem Sublime+-Abo kann ich sie über den Auralic-Altair direkt in dieser Auflösung streamen, ohne noch etwas dafür zusätzlich bezahlen zu müssen.
Besitze ich „nur“ ein Sublime-Abo, also ohne Plus, oder ein monatlich zu zahlendes Abo, streame ich maximal in 16/44.1. Um es dann dennoch in maximaler Auflösung anhören zu können, müsste ich den Titel käuflich erwerben.

Kann ich auch einfach „schlechter“ hören, wenn ich das mal ausprobieren möchte?
Will ich mit einem Sublime+-Abo testweise eine niedrigere Auflösung anhören, muss ich nur die maximale Qualität in meinem Qobuz-Account herabsetzen. Das geht herunter bis auf MP3-Qualität (eigentlich für das mobile Hören gedacht).

Qobuz Account-Einstellungen

Qobuz Account-Einstellungen

BTW:
Haben Sie mal kontrolliert, auf welchen Wert Sie das in Ihrem Account eingestellt haben?
Sie wären nicht der Erste, der für ein MP3-Abo 20,- € im Monat zahlt.  🙂

 

 

 

 

 

Tidal (16/44.1/600 Kbps) und (24/96/1400Mbps, MQA)
Tidal bietet mir dieses Album gleich in zwei Versionen an.
Zum einen handelt es sich um die 16/44.1-er FLAC-Version, die bei mir mit 500-700 Kilobit pro Sekunde (Kbps) gestreamt wird und zum anderen um die MQA-Datei, die dann in 24/96 daher kommt und mit 1200 bis 1600 Mbps gestreamt wird.
Eine reine 24/96 FLAC (also ohne MQA) gibt es bei Tidal leider nicht. Die niedrigere Streamingrate resultiert daraus, dass eine MQA-Datei komprimiert ist.

Hinweis zu den Daten:
Sie können erkennen, dass sich hier
500 Kbps (= 500.000 Bit) und
2.600 Mbps (=2.600.000.000 Bit)
gegenüber stehen.
Einige „Strippenzieher“ möchten uns aus finanziellen Interessen heraus gerne davon überzeugen, dass wir Menschen nicht in der Lage sind, einen Unterschied zwischen diesen Formaten zu hören.
„Es bedarf jahrelanger, professioneller Arbeit in einem Tonstudio, um …“ 
heißt es da immer wieder.
Ich sage:  Bullshit!
Jeder von uns kann das hören! Lassen Sie sich nicht länger für blöd und taub verkaufen!
Man muss es und man kann es lernen! Innerhalb von Minuten!
Es ist nicht die Fähigkeit zu hören – die uns Menschen unterscheidet.
Es ist das, was zwischen den Ohren passiert!

Letztens bei einer Whiskey-Verkostung.
Der Redner erklärt, dass man Whiskey nicht mit Eis trinken darf. Erst wenn der Whiskey leicht angewärmt ist, kann man alle seine Aromen herausschmecken und auch erst dann feststellen, wie gut er ist. „Kalt – schmeckt jeder Whiskey gut!“ unterstreicht er seine Ausführungen.
Mein Nebenmann:  „Mann, hab ich ein Glück! Ich trinke Whiskey am liebsten auf Eis. Da kann ich mir ja gleich 3 Flaschen Billigen mitnehmen und muss keinen Teuren kaufen.“
Genau das ist es, was uns voneinander unterscheidet, oder? 🙂

Nun zum Hörvergleich.

Den Unterschied zwischen LP und CD führen wir bereits seit Jahrzehnten vor.
Zwischen den beiden High-Res-Audio-Dateien erwarte ich ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Wiedergabekette:

Ich wähle den Auralic Altair als Quellgerät mit PADIS-Sicherung und besserem Stromkabel.
Dahinter folgt eine komplette Kette von Progressive Audio (A901, Extreme III passiv und Kabel).
Sie wähle ich, weil ich Unterschiede hören will und da kann ich eine Anlage, die immer nur nach „sich selber“ klingt, nicht gebrauchen.

Ich schnappe mir mein iPAD, starte die Lightning-App und suche Keith Jarretts Köln-Concert.

Zunächst auf Qobuz.  (24/96-er FLAC.)
Das Lachen der Zuschauer am Anfang der Aufnahme ist klar und deutlich zu hören und wird auch von der Raumpositionierung her glaubhaft dargestellt.
Die ersten Klaviertöne erscheinen mir aber gleich ein wenig härter als gewohnt. Nicht viel, aber sie haben mehr „Schmackes“.
Die tiefen Töne versöhnen mich, aber ich stelle fest, dass dies insgesamt eine sehr direkte, offene, dynamische Wiedergabe ist und befürchte, dass sie mir auf Dauer zu direkt und ungestüm sein könnte.
Ich weiß, dass es sich nicht um einen großen Bösendorfer gehandelt hat, aber hier wirkt das Instrument sogar noch ein wenig kleiner als man einen Stutzflügel so kennt.
Es klingt fast mehr nach Klavier als nach Flügel.
Was mich dagegen sofort beeindruckt, ist diese absolute Präzision, mit der selbst rasant gespielte Tonfolgen immer noch klar und sauber aus einzelnen Tönen bestehen.
Hier gibt es keinen nervigen, überanalytischen Sound und hier gibt es keinen dicken, fetten Klangteppich, hier gibt es Töne, die an unterschiedlichen Stellen im Raum entstehen und alle zusammen ein Klavier ergeben.
Ich merke mir:  Schnell, präzise, direkt, sauber.

Ich wechsle nach Tidal zur 16/44.1-er Version
Im ersten Moment glaube ich, dass mir das tonal besser gefällt. Es wirkt irgendwie runder, harmonischer, gefälliger.

A/B-Vergleiche

Genau das ist der Grund, weshalb A/B-Vergleiche nichts taugen. Beim schnellen Umschalten komme ich jedes mal wieder in eine neue Klangwelt – die erst einmal anders ist. Im Vergleich besser oder schlechter – aber eben nur im Vergleich. Verbleibe ich eine Weile in dieser Klangwelt, ändert sich das schnell. Was auf Anhieb gut war – ist später möglicherweise schlecht und umgekehrt. So etwas bekomme ich aber nur heraus, wenn ich eine Weile in einer Klangwelt verbleibe.
Deshalb merken Sie sich bitte:  A/B-Vergleiche taugen nichts – sind keine Hilfe, sondern betrügen uns!

Auch hier ist es so. Sofort nach dem Umschalten hätte ich diese Wiedergabe als deutlich besser bezeichnet, plötzlich entdecke ich Unsauberkeiten. Da, wo man gerade bei der Qobuz-Aufnahme wunderbar schnell gespielte Einzeltöne hören konnte, gibt es hier nur so ein verwaschenes Gleiten. Unserem Ohr mag das besser gefallen, aber die Spielfertigkeit des Künstlers geht verloren; sein Können wird hier geradezu mit Füßen getreten.
Auch die Klangfarbe des Klaviers insgesamt ist dumpfer. Nein, eben nicht sonorer!
Und sie ist nerviger, gar nicht mehr „schön“.
Dieser Bösendorfer klingt jetzt – nach einigen Minuten – eher plärrig und gleichzeitig lahm.
Eigentlich müsste diese Version doch zumindest besser klingen als die CD, aber in meiner Erinnerung hat mir dann doch die CD irgendwie besser gefallen. Glaube ich.
Ich merke mir: Lahm, verhangen, plärrig, lustlos, verwaschen.

Ich beende das hier jetzt und wechsle zur MQA-Version.

MQA

MQA

Zu MQA muss man folgendes wissen:
Zu Beginn haben die Macher von MQA geglaubt, sie hätten mit ihrem Lizenzierungsmodell eine Geld-Druck-Maschine erfunden. Aufnehmen und Abspielen, ohne an MQA zu bezahlen, wäre kaum noch möglich gewesen.
Dann wurde aber die Kritik immer unüberhörbarer und die Aussage „lossless“ (also verlustfrei) musste auch noch zurückgenommen werden.
Heute ist MQA aus meiner Sicht nur ein weiteres digitales Format und ob es die Musik verbessern und nicht nur verändern kann, das muss sich in der Praxis erst noch zeigen.

 

Auralic Altair silbern

Auralic Altair

Einen Auralic-Altair kann man derzeit auf zwei Weisen auf die MQA-Dekodierung abstimmen. Eine Lizenzierung hat bisher nicht stattgefunden.
Entweder nutzt man eine von Auralic entwickelte Dekodierung, oder man schaltet ihn auf „Durchgang“. Dann dekodiert er gar nichts, sondern leitet die gestreamte Original-MQA-Datei an einen DAC weiter, der dann die MQA-Informationen zu dekodieren hat.
Einstellen kann man das alles in der Weboberfläche des Altair. Hierzu muss man die IP-Adresse des Altair in den Browser eingeben.

Ich verwende bei meinem Test die Auralic-Dekodierung, schon deshalb, weil ich keinen DAC mit MQA-Dekodierung besitze.

 

So – Durchgang drei – ich starte die MQA-Datei.

Zweifelsfrei handelt es sich hier gerade um die druckvollste und voluminöseste Wiedergabe, die ich heute gehört habe.
Der Bösendorfer hat mindestens 20 Kilo mehr Holz aufgelegt und das Instrument ist um gut einen Meter gewachsen – in jede Richtung. Hier höre ich gerade definitiv keinen Stutzflügel mehr!
Das gefällt mir, irgendwie.
Was mir gar nicht gefällt sind die Artefakte in manchen lauten und hohen Tönen.
Alles, was Keiths linke Hand macht, gefällt mir wirklich hervorragend, aber manche Töne, die seine rechte Hand erzeugt, die gefallen mir gar nicht.
Es wirkt, als würden manche Töne von einer Glaswand reflektiert, man kann das nicht richtig definieren, weil es so unsauber dargestellt wird.
So lange Keith diese Töne nicht spielt, gefällt mir die Wiedergabe ausgezeichnet – sie kommt in meiner Erinnerung dem analogen Klangbild sehr nahe – aber diese seltsamen Töne machen doch vieles kaputt.
Ich merke mir:  Hervorragend, fast analog, mit manchen Tönen offensichtlich überfordert.

Ich wechsle wieder zur Qobuz-Aufnahme.
Sofort ist das Instrument wieder kleiner, hat weniger Holz.
Dafür ist die Genauigkeit, die Schnelligkeit, die Perfektion, mit der Keith spielt, geradezu grandios.
Ich frage mich nun, ob es mir im zweiten Durchgang gelingen wird, mich emotional in diese Musik hinein zu finden, in sie hinein tauchen zu können, mit Keith Jarrett einen „Seelen-Kontakt“ aufnehmen zu können.

Doch dazu bin ich im Moment noch nicht bereit – bin noch zu unruhig, neugierig und ich will erst noch einmal alle Versionen erneut hören.

Wieder läuft die 16/44.1-er Version.
Aber nicht lange.
Hat man etwas besseres gehört, darf man das schlechtere nicht wieder einschalten. Nicht am gleichen Tag.
Ich wechsle wieder zur MQA-Version und auch hier bestätigen sich die Fakten, die ich mir notiert hatte.

Also gut – beginne ich eben hier den zweiten Durchgang und teste, wie ich mich wohl emotional in die Aufnahme hineindenken kann.

Üblicherweise brauche ich so 3-4 Minuten, um mit diesem Titel zu „verschmelzen“.
Das will mir gerade nicht so richtig gelingen. Wie gesagt, die tieferen Töne gefallen mir ausgezeichnet gut. Der Mensch liebt tiefe, volle, sonore Töne und auch ich bin ein Mensch.

Aber das reicht nicht, um mich von den zum Teil fast schrecklich klingenden hohen Tönen abzulenken. Die sind einfach nicht sauber, überschlagen sich und wirken künstlich angehoben.
Ich frage mich die ganze Zeit, was das sein soll, was da gespielt wird und finde es nicht heraus.

Diese Töne wirken auf mich wie eine Film-Panne. Eine durchs Bild laufende Person, ein Mikro, das von oben ins Bild ragt oder ähnliches.  Die Szene ist kaputt.

Dann höre ich plötzlich (etwa bei 3:50) zwei Töne, die mir bis dahin noch nie aufgefallen waren. Hier hört man sie aber jetzt klar und deutlich-  wie zwei einzelne, absichtlich gespielte Töne. Zwei Töne aber, die irgendwie überhaupt nicht zu den gespielten Mustern passen wollen. Weder zu dem tiefen Muster noch zu dem hohen Thema. Sind dem Keith Jarrett da etwa zwei „Improvisations-Ausreisser“ unterlaufen?

Doch ich entdecke immer mehr dieser seltsamen Töne.

Es scheint auf einmal so, als spielte Keith Jarrett drei Themen parallel. Eines mit tiefen, eines mit hohen und ein drittes mit mittleren Tönen. Drei Themen, die zwar deutlich zu hören und voneinander zu trennen sind, was ja bedeuten würde, dass diese MQA-Datei „neue Klangwelten“ eröffnen würde, aber die drei Themen scheinen nicht zusammen zu gehören, keine Einheit zu bilden.

Ich beende den Durchgang etwa nach 6 Minuten und denke mir – irgendwie toll, was da jemand aus dieser Aufnahme gemacht hat. Und mit „gemacht“ meine ich, dass hier jemand Hand angelegt hat. Er hat die Aufnahme so verändert, dass sie mehr dem Geschmack der Menschen – inklusive meinem – entspricht, ohne sie „schlechter” zu machen.
Aber irgendwie hat er sie trotzdem verhunzt.
Es ist wirklich seltsam.
Die MQA-Version ist mir deutlich lieber als die 16/44.1-Version – ganz sicher, aber ich frage mich gerade, ob ich mir die Platte damals gekauft hätte, wenn sie von Anfang an so geklungen hätte.

Auralic dekodiert – wie bereits geschrieben – die MQA-Version auf eine eigene Weise. Liegt es jetzt an MQA oder an Auralic, dass mir das Ergebnis nicht so richtig gefällt?
Ich kann es zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Jetzt wechsle ich noch einmal zur Qobuz-Version.

Nach etwa drei Minuten bin ich mittendrin in diesem Stück.
Mittlerweile habe ich mich mit dem Klangbild abgefunden und sitze nun direkt vor Keith Jarrett und dem Bösendorfer. Nein, nicht in der ersten Reihe – das Publikum sitzt nicht dort, wo ich sitze. Ich sitze dort, wo die beiden Neumann-Mikrofone gestanden haben und kann über das Klavier hinweg in das Publikum schauen.
Die hohen Töne sind rechts, die tiefen links – so wie der Pianist das erlebt. Nicht halbrechts und nicht halblinks – sondern rechts und links.

Jetzt muss gleich die Stelle mit diesen beiden nicht zuzuordnenden Tönen kommen – und sie kommt.
Aber die beiden Töne – genau wie alle anderen, die ich bei der MQA-Version als „seltsam“ empfunden habe, die höre ich und  – sie gehören da hin! Definitiv.
So wie hier, habe ich sie immer schon gehört. Ja, sicher kann man sie als drittes Thema bezeichnen – aber irgendwie auch wieder nicht. Hier bei der Qobuz-Version gibt es nicht wirklich drei Muster, sondern mehr tiefe, mittlere und hohe Töne, die aber alle zusammen eine Einheit bilden und zu einem mehrteiligen Thema werden.
Deshalb gelingt es mir hier, mit Keith Jarrett Kontakt aufzunehmen und ich glaube, das zu spüren, was Keith Jarrett gespürt hat.
Sieben Minuten sind vergangen und ich könnte unendlich lange so weiter hören.

An die vielleicht etwas zu präzise Wiedergabe habe ich mich gewöhnt, weil wirklich jeder Ton absolut sauber bleibt. Da gibt es keine seltsamen Töne, keine Artefakte, sondern nur sehr dynamisch gespielte Töne und andere weniger dynamisch gespielte Töne – alle schön so, wie sie klingen sollen.

Was wird passieren, wenn ich jetzt die CD starte?

Ich mache es.
Angeschlossen ist der CD2 von Progressive Audio. Wenn der nicht in der Lage ist, die CD den High-Res-Audio-Dateien näher zu bringen, wer dann?
Ich starte die CD und –
das Ergebnis ist wenig überraschend.

Zwischen der Qobuz-Version und der CD liegen Klangwelten.
Die 16/44.1-Version auf Tidal liegt gleichauf.
Und das ist schon ein großes Lob!
Nur wenige CDs sind in der Lage, gegen ihre „Zwillingsbrüder“ aus den Streaming-Portalen zu bestehen.

Jetzt bin ich doch auf die LP gespannt.

Foto von Schallplatte bunt

Fotolia_66183659 © michalchm89

Zum Plattenspieler:
Ich verwende mein „Ein und Alles“:
Das Laufwerk ist ein Zarathustra S4 von Simon Yorke. Auf ihm thront ein Pluto Audio 7A-Prestige. Ein Tonarm-Traum aus massivem Titan mit einer Gold-Innenverkabelung von Deskadel. Der Tonabnehmer ist ein Jan Allaerts MC2 Finish-Gold. Allerdings jüngst von Aalt van den Hul mit einem neuen Diamanten versehen und ein klein wenig „gepimpt“.
Jan Allaerts wird das sicher nicht gefallen, aber wer dieses System in dieser Version einmal gehört hat, der merkt schnell, dass diese Zusammenarbeit durchaus fruchtbar sein könnte.

Das Phonokabel ist ein Silver Arrows von Furutech und als Phonoteil dient ein Stromverstärker von Progressive Audio.

Der Tonarm senkt sich und die Musik beginnt zu spielen.
Was nun passiert – das kann man nicht erklären und nicht beschreiben.

Die MQA-Datei vermochte sich mit Volumen, Fülle und Körper an die Spitze zu setzen.
Bisher.

Flügel

Fotolia_72992691 © Thatiana Shepeleva

Hier und jetzt habe ich gerade den Eindruck, ich würde den Lack des Flügels sehen und könnte beobachten, wie sich das Publikum in ihm spiegelt.
Hier und jetzt höre ich nicht einfach nur mehr Holz, ich höre auch mehr Saiten, mehr Schwingungen, mehr Klangfarben, mehr Betonungen, mehr Spielarten, mehr Nuancen und mehr Unterschiede.
Keith Jarrett nimmt mich soeben zur Seite und zeigt mir, wie unterschiedlich man mit einem Finger auf eine Klaviertaste schlagen kann.

Jeder Tritt auf ein Pedal macht sich mit einem unüberhörbaren – ganz eigenen „Rumms“ bemerkbar und wird zu einem Teil des Klavierspielens. Man hört nicht nur einfach, dass Keith da auf ein Pedal getreten hat, man spürt jedes einzelne „Rumms“ körperlich.

 

Aus einem Klavier-Schüler ist gerade ein grandioser Pianist geworden. Aus einem „Nachspielen“ wurde eine Improvisation aus dem Stehgreif. Diese Art zu spielen erzeugt in mir eine große Anerkennung, fast so eine Art Demut und Dankbarkeit.

Hören wir noch mal auf diese lauten, hohen Töne, die mich beim MQA-Format so gestört haben. Bei der Qobuz-Version klingen die sauber – wie die anderen Töne auch.
Auf der Schallplatte hören wir nun, dass Keith Jarrett hier das Instrument an seine Leistungsgrenzen bringt.
Es handelt sich um Töne, die anscheinend irgend eine Eigenresonanz des Bösendorfers treffen. Das darf eigentlich nicht sein, bei einem so teuren Instrument und man scheint die Ursache dafür hören zu können, wieso Keith Jarrett auf diesem Klavier eigentlich nicht spielen wollte, aber bei der analogen Wiedergabe muss man nicht lange rätseln, was da passiert ist.
Die MQA-Aufnahme wird für mich durch ihre eigene „Interpretation“ zerstört.
Sicher wird das bei anderen, genügsameren Aufnahmen nicht der Fall sein.

Im Vergleich zur Qobuz-Aufnahme stelle ich fest, dass sie nicht präziser, nicht schneller und nicht analytischer ist als die analoge Aufnahme. Ihr fehlt es aber im direkten Vergleich an Körper und an Volumen. Genau das schenkt mir die Wiedergabe der Schallplatte gerade in Hülle und Fülle.
Und wenn man einer Aufnahme Volumen nimmt, dann wirkt sie einfach ein wenig „dünner“. Genau das ist bei der Qobuz-Aufnahme geschehen.

Je länger ich die Platte höre, umso nachdenklicher werde ich.
Werte – wir sprechen so gerne von Werten.
Was ich hier gerade höre, das gibt mir das Gefühl, etwas mit echtem Wert genießen zu dürfen.

Es bewegt mich und ich merke, dass ich das gerne mit jemandem teilen würde.
Ich hätte jetzt gerne jemanden hier, dem ich mit Stolz vorführen darf, was ich gerade erlebe.

Und wieder einmal hadere ich mit der Vergangenheit und frage mich:

Was wollen wir eigentlich? Was suchen wir eigentlich?

Etwas, was es vor 30 Jahren schon längst gegeben hat?
Kann das sein?
Dass wir uns im Jahr 2017 wie ein Kind darüber freuen, dass es jetzt endlich wieder fast so gut klingt wie es das 1983 bereits getan hat?

Ist es wahr, dass wir uns über dreißig Jahre lang auf eine Reise begeben haben, um den schönsten Platz der Welt zu finden, nun wieder zuhause sind und ihn genau dort finden?

Nun gut – ich will und ich muss fair sein:
Der von mir eingesetzte Plattenspieler samt Kabel und Phonoteil kommt auf einen Gegenwert von fast 30.000,- €. Der eingesetzte Streamer liegt bei nicht einmal 2.000,- €.

Man müsste also den Vergleich noch einmal vornehmen, wenn hier zum Beispiel die Auralic-G2-Serie angeschlossen ist. Oder man müsste mal einen Plattenspieler in der 2.000,- €-Klasse nutzen.

Oder, oder. oder …

Doch wozu?

Um doch nur wieder heraus zu finden, was wir alle wissen?

Schlussbemerkung

Wir befinden uns mitten in einem Wandel.
Der Digitalismus eröffnet uns Musikliebhabern Möglichkeiten, von denen wir vor wenigen Jahren nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Die neuen High-Res-Audio-Dateien, die wir aus Portalen wie Qobuz oder Tidal streamen können, die öffnen uns die Pforten zur Welt der Musik. Und das mittlerweile in einer Klangqualität, die selbst Profis und Nörgler gnädig stimmt.
Viele, die keinen sündhaft teuren Plattenspieler ihr Eigen nennen, werden die Qualität sogar höher einstufen als bei analog. Und man muss ihnen zustimmen.
MP3 ist ideal für das junge, moderne, mobile Hören. Analog ist immer noch das (!) Medium, für den Musikliebhaber mit sehr hohen Ansprüchen. Die CD ist zwischen die Fronten geraten. Ganze Generationen besitzen schon keinen einzigen Silberling mehr.
Ich freue mich, diese spannende und interessante Zeit miterleben zu dürfen, freue mich über die vielen Schallplatten, die ich noch besitze und freue mich über die Möglichkeiten des Streamens.
Meinen CD-Bestand reduziere ich gerade von rund 5.000 Stück auf etwa 100, die ich aus emotionalen Gründen nicht hergeben möchte.
Höre ich mich da gerade einen Silbermond-Song summen?  Eines Tages fällt dir auf, dass du 99% nicht brauchst …  🙂

 

AURALIC Aries G2 und Vega G2

AURALIC Aries G2 und Vega G2

AURALIC Aries G2 und Vega G2

AURALIC Aries G2 und Vega G2

Wir warten aufs Christ (-ian)-Kind.  🙂
Christian Rechenbach, der Auralic Support-Mann und Carsten Hicking von Audionext (Auralic-Vertrieb) haben sich bei mir angekündigt und wollen mir die G2-Serie vorstellen.
Endlich.
Klar – ich hätte sie ja einfach schon auf der High-End in München ordern können. Aber erstens ist AUDIOSAUL zu klein, um mal eben den Gegenwert von 10.000,- € „auf Verdacht“ zu blocken und zweitens gehört man mit 63 Jahren nicht mehr so richtig zu den ungestümen Menschen, die immer ganz vorne dabei sein müssen.

Um so dankbarer habe ich das Angebot von Auralic und Audionext angenommen, mir die endgültige G2-Serie in meinem Studio/Wohnzimmer zu präsentieren.

Christian Rechenbach und Carsten Hicking bei AUDIOSAUL

Christian Rechenbach und Carsten Hicking bei AUDIOSAUL

Gemäß dem Motto “Jeder Arbeiter braucht mindestens zwei schlau-schwätzende Beobachter” durfte Christian die ehrenvolle Aufgabe des Auspackens unter  fachkundiger Begleitung allein übernehmen.

 

 

 

 

 

Schieferplatte und Stromkabel

Natürlich wollte ich die G2-Geräte so „pur“ wie möglich hören und so hatte ich bereits die passenden Stromkabel von Progressive Audio und die XLR-Strippen hin zur aktiven Extreme III parat liegen. So gibt es keine Vorstufe und keinen Endverstärker, die sich zu sehr in das Klangbild einmischen könnten.

 

 

 

 

Auralic Aries G2 und Vega G2 Fronten

Auralic Aries G2 und Vega G2 Fronten

Platz nehmen durfte die Kombi auf einer 4 cm starken, massiven Schieferplatte von einem alten Billardtisch.

 

 

 

 

 

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL

 

Zwar ungewohnt, aber durchaus angenehm war es, mal nicht der Macher zu sein, sondern Christian beim Aufbau der Kombi zusehen zu dürfen.

 

 

 

 

Im ersten Schritt ging es mir jetzt zunächst einmal darum, die unterschiedlichen und zum Teil widersprüchlichen Aussagen aus den diversen Berichten im Internet gerade zu ziehen. Sprich, mich von der Ausstattung der Geräte selbst zu überzeugen.

 

Aries G2

Der Aries G2 ist ein reiner Streaming-Transporter – genau wie sein Vorgänger. Mit ihm holen wir uns also Musikdateien aus unserem Heimnetz oder aus dem WWW, vorzugsweise von Qobuz oder Tidal in High-Res-Audio-Qualität und leiten die Signale an einen externen Wandler (DAC) weiter. Es gibt im Aries G2 also auch weiterhin keine eigene Wandlerstufe.
Neu ist, dass man in den Aries eine Festplatte einbauen kann und dies auch selber vornehmen darf, ohne die Garantieansprüche zu gefährden.

Auralic Aries G2 und Vega G2 hinten

Auralic Aries G2 und Vega G2 hinten

Anschlussseitig hat sich zum Ur-Aries nicht viel verändert. Was der kleine Aries hat, das hat der große Bruder auch.
Eingangsseitig ist das ein USB-Anschluss für eine externe Festplatte oder einen Stick. Ausgangsseitig die üblichen Anschlüsse, Cinch, XLR, Toslink und USB.

 

 

Hinzugekommen sind: Ein HDMI-Anschluss Dieser Anschluss ist nicht dafür gedacht, Video-Signale an einen Fernseher zu übertragen, sondern stellt die neue, hauseigene Schnittstelle zum Vega G2 dar. Über ihn laufen nicht nur die Musiksignale, sondern auch erforderliche Informationen zur Abstimmung der beiden Geräte untereinander und nicht zuletzt auch Steuersignale, damit wir die Aries-Vega-Kombination genau so komfortabel über das iPAD steuern können wie ein einzelnes Gerät.

Ein weiterer Anschluss (eigentlich 2 Anschlüsse) für eine externe Clock Moderne digitale Geräte – wie eben die Aries-Kombi auch – sind darauf angewiesen, dass sich eine Clock um die taktgenaue Signalverarbeitung kümmert. Hierzu müssen sich die Komponenten untereinander abstimmen. Das klappt nicht immer so toll wie man das für eine hochwertige Musikwiedergabe gebrauchen kann. Besser ist es deshalb, im Verbund ein Gerät zu besitzen, was sich ausschließlich um diese Taktung, also um die Clock kümmert und allen anderen Geräten als Orientierung dient. So eine Komponente kann man also am ehesten mit einem Dirigenten vergleichen. Diese externe Clock wird Auralic schon bald der Kombi beiseite stellen und deshalb sind für sie am Aries zwei Spezialanschlüsse vorbereitet. Dabei handelt es sich um einen weiteren HDMI- und einen zusätzlichen BNC-Anschluss.

Das Design

Man kann darüber denken wie man will, aber das Design des ersten Aries hat schon ziemlich stark polarisiert.
Das wird sich mit dem G2 ganz sicher ändern.
Viel edler kann man so eine Komponente nicht designen. Das große Display sieht einfach toll aus und ist ein echter Mehrwert.

Die wichtigsten Veränderungen haben aber wohl im Inneren des Aries G2 stattgefunden. Angefangen bei einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die sich um die Verbesserung der elektromagnetischen Eigenschaften und der Abschirmung des Aries G2 kümmern, bis hin zu einem völlig neuen elektronischen Design.

>>Hier klicken für weitere technische Infos zur G2-Serie.<<

Vega G2

Eigentlich – ist der Vega G2 „nur“ eine neue Generation des Vorgängers  – also ein Digital-Analog-Konverter (DAC) im Design der neuen Serie. Auch er besitzt nun ein Display auf der Frontplatte und auch der Vega sieht schon beim ersten Hinsehen richtig gut aus.
Wer ihn in Betrieb nimmt, der stellt aber fest, dass er auch genau so gut die nächste Generation des Altair darstellen könnte.

Christian und Carsten bringen mir heute bei, dass es nicht Altär heißt sondern Alta-ir. Die Auralic-Geräte beziehen ihre Bezeichnungen offensichtlich von unseren Gestirnen (Polaris, Aries …)  Nur den Stern “Mini” habe ich nicht gefunden. 🙂

Zurück zum Vega G2:
Dieser Vega G2 verfügt neben dem Wandler-Baustein auch über ein integriertes Streaming-Transport-Modul – so wie der Altair ja auch. Das reicht nun (Überraschung) nicht ganz an die Qualität des Aries oder gar des Aries G2, ist aber durchaus überzeugend – wie wir gleich noch erfahren werden.

Als Schmankerl gibt es dann noch einen Analog-Eingang. Der kann und macht jetzt nicht sonderlich viel, ist also keineswegs ein Vorverstärker-Eingang, versetzt uns aber in die Lage, ein hier angeschlossenes Gerät auch über unser iPAD in der Lautstärke regeln zu können.
Dann gibt es natürlich wieder die üblichen Digital-Eingänge Cinch, XLR, Toslink, USB und AURALIC-HDMI und ebenfalls die Anschlüsse für die externe Clock, die das System ja bald abrunden wird.
Nur – eine Festplatte lässt sich in den Vega nun nicht mehr einbauen.
Und über eine Server-Software (Lightning Server) verfügt der Vega G2 ebenfalls nicht mehr.

Letzteres ist nicht weiter tragisch, denn auf einem NAS ist schnell so etwas wie ein Twonky-Server installiert.
Weitere Software-Alternativen gibt es da reichlich.

Was man am Ende festhalten muss ist, dass man sich mit der Auralic-Range schon gut auskennen sollte, um auch das richtige Gerät zu erwerben.

Der Mini ist der Einstieg in die Streaming-Welt und kann mit einem besseren Netzteil klanglich getuned werden. Außerdem kann man eine Festplatte in den Mini einbauen.  Er verfügt zudem über einen internen DAC, kann also als vollständiges Streaming-Gerät betrieben werden.

Der Aries LE ist der kostengünstigste High-End-Streaming-Client, muss aber ebenfalls von Haus aus auf ein gutes Netzteil und die Femto-Clock verzichten, die dann beide den

Aries “Femto” auszeichnen. Beide bisherigen Aries-Modelle verfügen über keinen DAC und lassen es auch nicht zu, dass man eine Festplatte integriert.

Der Altair verfügt über ein Streaming-Transport-Modul, was fast so gut ist wie das vom Aries und über einen Wandler, der fast so gut ist wie der vom alten Vega. Außerdem kann man eine Festplatte einbauen.
Er ist sozusagen die „eierlegende Wollmilchsau“ von Auralic, kann alles, hat alles und klingt außergewöhnlich gut.

Der Vega ist ein DAC und fertig.

Der Polaris ist ein Altair mit eingebautem Vollverstärker.

Der Aries G2 ist das neue Streaming-Transport-Flaggschiff von AURALIC. In ihn kann man jetzt auch eine Festplatte einbauen.

Der Vega G2 ist für mich der Nachfolger vom Altair, gilt aber offiziell als Nachfolger vom Vega. Er verfügt über das identische Streaming-Transport-Modul, will aber beim Konvertieren (DAC) neue Maßstäbe setzen.

Hinzu kommen werden bald die externe Clock und ein Upsampler, der dafür sorgen soll, dass auch die allerorts noch vorhandenen CD-Player klanglich nicht all zu sehr abfallen. Damit wäre die aktuelle Auralic-Range komplett, wenn man von der Verstärker-Elektronik mal absieht. Wir wissen nun aus erster Hand, was die neue G2-Serie hat und was sie kann.
So weit so gut.
Kommen wir zu der alles entscheidenden Frage:

Wie klingen die Dinger?

Ich starte meine üblichen Playlists und höre etwa 20 Minuten, ohne einen Ton zu sagen. Für meine beiden Gäste muss das schon ein wenig quälend gewesen sein. 20 Minuten zu hören und nichts zu sagen, sind für mich sehr lang. In der Regel dauert es so fünf Minuten, bis ich mir eine erste Meinung gebildet habe und vielleicht 10 Sekunden, bis ich mein Schweigen breche. 🙂

Heute brauchte ich deshalb so lange, weil sich mir nicht nur ein Ergebnis zeigte, sondern gleich zwei.

Das erste Ergebnis:
Man hört auf Anhieb, dass Herrn Wang mit diesen G2-Geräten ein klanglicher Quantensprung gelungen ist. Aus einem rabenschwarzen Hintergrund heraus erscheinen feinste Gitarrenklänge wie ein Hologramm. Ich weiß, dass es völlig Banane klingt, wenn man schreibt, dass man da wo nichts ist auch nichts gehört hat, aber genau das ist nun einmal der große Unterschied zwischen „ganz guten“ und „richtig guten“ Geräten.
Die Ruhe zwischen den Tönen, die Festigkeit in der Dreidimensionalität, die Exaktheit der Größenabbildung und die Korrektheit, mit der Aufnahmeräume dargestellt werden  – das alles und noch viel mehr, zeichnet diese neue Aries-Vega-Kombi aus und hebt die Geräte aus meiner Sicht in die winzig kleine Gruppe der Weltklasse-Geräte hinein.
Hier finden wir alle Antworten auf die Frage, wieso diese Geräte denn so teuer sind – im Klangbild und nirgendwo anders. …
was wohl das überzeugendste Argument überhaupt darstellt.

Halten wir als Zwischenfazit fest:
Was diese Kombi qualitativ leistet, ist außergewöhnlich und unfassbar.

Das zweite Ergebnis:

Ich suche nach Emotionen, nach Spielfreude, nach Wucht und Volumen. Deshalb dauert es heute so lange mit dem Hören. Doch nach zwanzig Minuten bin ich mir sicher:  Dies mag einer der besten Spitzenweine der Welt sein, schmecken tut er mir nicht.

Wie kann ich das beschreiben, damit Sie das nachvollziehen können?
Ich will es so versuchen: Verbinden Sie zwei wirklich gut klingende Komponenten mit einer billigen Beipackstrippe. Sie werden hören, dass es gut klingt, aber sie werden nicht verstehen können, was Sie daran begeistern sollte.
Dann verbinden Sie die gleichen Komponenten mit einem hervorragend guten Kabel und im gleichen Moment haben Sie das Gefühl, sie hätten sich soeben über beide Ohren hoffnungslos verknallt.

Genau dieser Gedanke bringt mich hier gerade dazu, es zu bedauern, dass man die Aries-Vega-Kombi ausschließlich über dieses Spezialkabel verbinden kann, denn ich hätte alle Lust dazu, mal ein paar von meinen eigenen Digital-Kabeln anzuschließen und spreche mein Bedauern darüber laut aus.
… und schaue in zwei fragende Gesichter.

Ich wiederhole, was mir Christian in München gesagt hatte:  “Man muss die Kombi über diese hauseigene Schnittstelle miteinander verbinden.”
Und ich stoße auf ein heftiges Dementi. …
gefolgt von der folgenden Richtigstellung:

Das HDMI-Kabel sorgt zwar dafür, dass nicht nur die Musiksignale ihren Weg finden, sondern es findet auch die gesamte Kommunikation der beiden Geräte über dieses Kabel statt – bis hin zu der Fernsteuerung über das iPAD.
Es handelt sich aber nicht (!) um ein Spezialkabel, sondern um ein handelsübliches HDMI-Kabel.
Man kann es also durch jedes x-beliebige HDMI-Kabel ersetzen.
Außerdem muss man die beiden Geräte nicht zwingend über HDMI verbinden, sondern kann auch jede weitere Verbindung wählen, die man nutzen möchte.

Für mich war genau das die alles entscheidende Information des Tages.
Sofort klemmte eines meiner Lieblings-Digitalkabel zwischen den Geräten und was soll ich sagen – die Sonne ging auf.

Kraft, Wucht, Volumen, Harmonie, Fülle, Wärme, Emotionen –  vereint mit einer Detailverliebtheit, wie man sie nicht für möglich hält, wenn man sie nicht selbst gehört hat. Erklären Sie mich ruhig für bekloppt – aber diese Kombi zeigt klar und deutlich, wie wichtig eine passende Verkabelung ist.
Und an diese Kombi gehört ein absolutes Spitzenkabel!
Ob man USB-Kabel bevorzugt, Cinch oder XLR – das mag jeder halten wie er will, aber es muss vom Feinsten sein.

Das mitgelieferte HDMI-Kabel funktioniert. Ja. Aber das ist es auch.

Mich interessierte jetzt aber viel mehr eine ganz andere Frage:

Wie klingt der Vega G2 ohne Aries?

 

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL 2

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL 2

Christian Rechenbach zupft ein paar Kabel heraus, steckt sie wieder hinein, konfiguriert ein wenig um und schon läuft der Vega G2 genau so wie ein Altair – als Solo-Gerät.

 

 

 

Ich finde es prima, dass ich weiterhin ein Display sehe, das mir das Cover anzeigt.
Die Handhabung ist zum Altair identisch.

Nun startet wieder Laura von Rolf Kühn, bei dem die Kombi mir den allergrößten Unterschied zu allem geliefert hatte, was ich bis heute kennen gelernt hatte.

Noch einmal kurz zu diesem Stück:
Ich weiß, dass für diese Aufnahme die Musiker nacheinander in einer Art “Aufnahme-Kabine“ aufgenommen wurden. Dennoch hat es der Tonmeister geschafft, der Aufnahme akustisch auch einen gemeinsamen Aufnahmeraum zu geben, in dem die drei Musiker scheinbar gemeinsam musiziert haben.
Das ist zwar Schummelei, aber so etwas lasse ich mir gefallen, weil es einfach glaubhaft und natürlich wirkt.

Mit der G2-Kombi höre ich nun tatsächlich vier (!) Aufnahmen mit vier Aufnahmeräumen:
Oboe, Bass, Klarinette und Raum.

Es ist unglaublich, aber jedes einzelne Instrument wird mit seinem eigenen, kleinen Raum abgebildet und dann gibt es da noch einen großen Raum, in dem diese drei kleinen Räume ihren Platz zugewiesen bekommen.

Wie bilde ich akustisch einen leeren Raum ab?
Wie nehme ich ihn auf?
Rufe ich ihn einfach aus einem Raumsimulator ab?
Gerne würde ich mich mal mit dem Tonmeister unterhalten, der diese Aufnahme so überzeugend hinbekommen hat.

Und die Aries-Vega-G2-Kombi schafft es spielend, diesen Trick hörbar zu machen.

Der Vega G2 für sich alleine rückt da wieder ein Stück in Richtung Altair. Bei Altair und Polaris gibt es nur den gemeinsamen Aufnahmeraum. Der Vega G2 deutet die vier Räume an und bei der Kombi sind sie so deutlich zu erkennen wie Licht an und Licht aus.

Am Solo-Betrieb des Vega G2 gefällt mir wie beim Altair die Tatsache, dass sich keine Kabel (bis auf das NF-Kabel) ins Klanggeschehen einmischen. So möchte ich fast wetten, dass einige Aries/Vega-G2-Kombinationen deshalb schlechter als ein Vega G2 solo laufen werden, weil sie mit den falschen Kabeln benutzt werden.

Während Christian und Carsten die Kombi wieder verpacken, ziehe ich mein Resümee:

Die Kombi verdeutlicht uns, was derzeit auf diesem Gerätesektor machbar ist. Bevor ich sie gehört hatte, habe ich mir die Frage gestellt, was ein Hersteller, der so phantastische “bezahlbare” Geräte anbietet, damit bezwecken will, eine Kombi für 10.000,- € anzubieten. 6.000,- € Vega G2,
4.000,- € Aries G2.

Man könnte jetzt als Antwort geben, dass er es gemacht hat, weil er es kann.
Und sicher ist das so.
Aber tatsächlich bin ich mir heute sicher, dass Herr Wang nicht mehr und nicht weniger beabsichtigt hat, als mit der Aries/Vega G2-Kombi schon mal einen der obersten Plätze zu belegen und allen anderen zu zeigen, was sie abzuliefern haben, wenn sie sich zu ihm setzen möchten.

Einfach einen altehrwürdigen Namen auf eine hübsche Frontplatte zu kritzeln, wird jedenfalls ab sofort nicht mehr ausreichen.

Schlusswort:
Die G2-Kombi ist klanglich ein echtes Machtwort. Was da an Klangzauber abgeliefert wird, das ist schier unglaublich – geradezu unfassbar.
Man sollte sich nur eines merken:  Die Beispackstrippen lässt man besser im Karton.

Lieferbarkeit:
Derzeit sind die G2-Geräte ausverkauft. Wir hoffen, dass noch in diesem Jahr weitere Geräte nach Deutschland kommen. Falls Sie also verständlicherweise solche Komponenten nicht einfach auf Verdacht ordern möchten, ist also ein wenig Geduld angesagt. Ich kann Ihnen allerdings versprechen, dass sich das Warten lohnt.

Die drahtlosen Verbindungen des Auralic Altair

Die drahtlosen Verbindungen des Auralic Altair

Die drahtlosen Verbindungen des Auralic Altair

Die drahtlosen Verbindungen des Auralic Altair

Hinweis:
Bluetooth ist ein geschütztes Markenzeichen von Bluetooth SIG, Inc.
AirPlay® , iPAD und iPOD sind geschützte Markenzeichen von  Apple Inc.
Songcast ist eine Open-Source Software von oss.linn.co.uk
Roon ist ein geschütztes Markenzeichen von Roon Labs LLC a New York Limited Liability Company

In diesem Bericht geht es um die Nutzung der „drahtlosen“ Schnittstellen eines Auralic Altair.
(Der Mini verfügt über eine eingeschränkte Konnektivität)

Wichtiger Hinweis!
Um die drahtlosen Verbindungen verwenden zu können, muss sich der Altair zwingend im Streaming-Betrieb befinden.
Sollten Sie ihn soeben im reinen DAC-Betrieb als Wandler für eine digitale Quelle verwenden, sind alle Streaming-Module heruntergefahren. Das geschieht, um den DAC nicht bei seiner Arbeit zu stören und somit die Voraussetzungen für einen bestmöglichen Klang zu schaffen.
In dieser Betriebsart stehen aber trotz einer möglicherweise korrekten Konfiguration die drahtlosen Verbindungen nicht zur Verfügung.

Auralic Display Streamingbetrieb

Auralic Display Streamingbetrieb

Am einfachsten drücken Sie dafür auf der Fernbedienung die Taste „iPOD“ – damit starten Sie den Streaming-Betrieb und die Module für die drahtlosen Verbindungsarten. Bis der Altair den Streaming-Betrieb wieder „hochgefahren“ hat, kann bis zu einer Minute vergehen. Sie erkennen die Bereitschaft des Altair an der Anzeige im Display. (siehe Grafik links)

Bluetooth wireless technology

(Schulnote Klang: 3 bei gutem Quellmaterial)
Wichtig zu wissen:
Für die Bluetooth-Übertragung wird das Audiomaterial (falls erforderlich) komprimiert und entspricht danach etwa der Qualität einer MP3-Datei.
Der Empfang und die erforderliche Wandlung/Komprimierung der Original-Tonsignale in das Bluetooth-Format erfolgt durch das eingesetzte mobile Gerät (Sender). Der Altair (Empfänger) gibt also lediglich die Musikqualität wieder, die er vom Sender geliefert bekommt und kann sie in dieser Betriebsart nicht verbessern.

Herstellung der Bluetooth-Verbindung

Hierzu ist sicher zu stellen, dass im Konfigurationsmenü des Altair der Schalter „Bluetooth“ auf „on“ steht.
Der Bluetooth-Betrieb ist nicht auf IOS-Geräte beschränkt! Sie können also jeden beliebigen Bluetooth-Sender mit dem Altair verbinden. Hierzu gehen Sie in das Konfigurationsmenü Ihres mobilen Gerätes und stellen die Bluetooth-Verbindung zum Altair her. Befolgen Sie hierzu bitte die Anleitung des Geräteherstellers.
Sobald Ihr Gerät Ihnen den Status „verbunden“ anzeigt, dient Ihre Stereoanlage nun als Lautsprecher für alle Tonsignale, die Ihr Mobile-Device ausgibt. Sie können sowohl Musik aus den unterschiedlichen Portalen streamen als auch den Ton Ihrer Videos  über den Altair an Ihre HiFi-Anlage ausgeben.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Empfehlung:
Senden Sie Bild und Ton an einen Bluetooth-Empfänger (Set-Top-Box …) und verbinden Sie dieses Gerät zur Tonübertragung per Kabel (XLR, Coax, Toslink, USB)  mit dem Altair (für den Ton) und parallel dazu mit einem zweiten Kabel (z.B. HDMI) mit dem TV (fürs Bild).

Parallele drahtlose Übertragungen von Bild und Ton sind möglich, führen aber zu Verzögerungen. (Versatz der Mundbewegungen)

 

Airplay

(Schulnote Klang: 2 bei gutem Quellmaterial)

Format:  16Bit 44,1 KHz, höhere Auflösungen werden gesampelt.
Clock;  Es wird die Clock des Senders (z.B. iPAD, PC/MAC) verwendet.

Über Airplay übertragene Musikdateien sind in etwa mit der Wiedergabequalität einer CompactDisc zu vergleichen.

Wichtig zu wissen.
Der Empfang und die Wandlung der Original-Tonsignale in das Airplay-Format erfolgt durch das eingesetzte mobile Gerät (Sender). Möglicherweise steht die Musikwiedergabe im Airplay-Betrieb der Klangqualität im Auralic-Streaming-Betrieb um einiges nach.

Herstellung der Airplay-Verbindung

Zunächst ist sicher zu stellen, dass im Konfigurationsmenü des Altair der Schalter „Airplay“ auf „on“ steht.

Kontroll-Zentrum

Kontroll-Zentrum (rechtes Feld “Sie hören”)

An Ihrem iPAD wischen Sie nun vom unteren Displayrand das “Kontroll-Zentrum“  ins Display und schieben Sie das Menü ganz nach links, sodass Sie am rechten Bildschirmrand zum Bedienungsfeld „Sie hören“ gelangen. Hier finden Sie alle airplayfähigen Geräte aufgelistet. Tippen Sie dort den Namen Ihres Altairs an, warten Sie, bis die Verbindung aufgebaut ist und danach können Sie den Altair als Ihre Airplay-Brücke verwenden.

 

Sie können nun sowohl Musik aus den unterschiedlichen Portalen streamen, als auch den Ton Ihrer Videos  über den Altair an Ihre HiFi-Anlage ausgeben.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Empfehlung:
Senden Sie Bild und Ton an einen Airplay-Empfänger (Set-Top-Box …) und verbinden Sie dieses Gerät zur Tonübertragung per Kabel (XLR, Coax, Toslink, USB)  mit dem Altair (für den Ton) und parallel dazu mit einem zweiten Kabel (z.B. HDMI) mit dem TV (fürs Bild).

Parallele drahtlose Übertragungen von Bild und Ton sind möglich, führen aber zu Verzögerungen. (Versatz der Mundbewegungen)

 

Songcast (Linn)

(Schulnote Klang: 2 bei gutem Quellmaterial)

Format:  Max. 16Bit 44,1 KHz, höhere Auflösungen werden gesampelt.
Hinweis: Songcast selbst kann bis zu 24Bit/192KHz übertragen – die Betriebssysteme der PC/MAC limitieren derzeit noch das Format.
Clock;  Es wird die Clock des Senders (PC/MAC) verwendet und mit der des Empfängers synchronisiert.

Die Nutzung von Songcast setzt eine entsprechende Installation und Konfiguration der Software auf Ihrem PC/MAC voraus.
Eine Anleitung hierzu finden Sie unter:

http://support.auralic.com/hc/de/articles/206084348-Songcast-mit-Ihrem-Lightning-Gerät-nutzen
oder hier:
http://oss.linn.co.uk/trac/wiki/Songcast_4_2_DavaarManual

Songcast bringt Ihren PC/MAC dazu, seine Audiosignale nicht an die interne Soundkarte auszugeben, sondern über das Heimnetz den zur Verfügung stehenden Songcast-Empängern zuzustellen.
Hierdurch werden alle interne Sound-Bausteine in Ihrem PC/MAC übergangen und die für den Klang wichtigen Aufgaben an den Auralic Altair übertragen.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Über Songcast können nach meinem Kenntnisstand keine Bildinformationen übertragen werden.
Parallele drahtlose Übertragungen von Bild und Ton (über Bluetooth oder Airplay) sind möglich, führen aber zu Verzögerungen. (Versatz der Mundbewegungen)

Roon Advanced Audio Transport (RAAT)

(Schulnote Klang: 1 bei gutem Quellmaterial)
Format:  Max. 32Bit/ 192KHz, Mehrkanal.
Clock;  Es wird die Clock des Empfängers verwendet.

Die Nutzung der Roon-Software setzt eine kostenpflichtige Lizenzierung und die Installation der Server-Software (Core) auf einem leistungsfähigen PC/MAC oder einem geeigneten NAS voraus.  Die Server-Software muss den Geräten im Heimnetz jederzeit zur Verfügung stehen. Wird der PC/MAC von Ihnen nicht verwendet, muss er dennoch eingeschaltet und im Netz verfügbar sein.
Diese Aussage prädestiniert wohl eher einen NAS für diese Aufgabe, denn dieser steht uns ja in der Regel bereits aus anderen Gründen permanent zur Verfügung.
Als Musik-Quelle ist Roon aktuell auf Tidal und auf lokal gespeicherte Musiksammlungen begrenzt.

Parallelübertragung von Bild und Ton:

Über RAAT können nach meinem Kenntnisstand keine Bildinformationen übertragen werden.

Da Roon derzeit seine Musiksignale lediglich aus Tidal-Audio und aus lokalen Musik-Bibliotheken beziehen kann, eignet sich Roon nicht für eine parallele Bild- und Ton-Übertragung.

Auralic Lightning DS Anleitung

Auralic Lightning DS Anleitung

Auralic Lightning DS Anleitung

Auralic Lightning DS Anleitung

Never read the fu…ng manual?

Ja – ich weiß, es gibt nicht viele Dinge, die noch weniger Spaß machen, als eine Bedienungsanleitung lesen zu müssen. Aber ich verspreche Ihnen, dass ich mir sehr viel Mühe damit gemacht habe, diese hier “unterhaltsam” zu gestalten.
Natürlich – es bleibt eine Bedienungsanleitung. Sorry!

Auralic Lightning DS

 

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