Auralic Aries G1 und Vega G1

Auralic Aries G1 und Vega G1

AURALIC Aries G1 und Vega G1

Time will come,
time will go …

Sorry, ich wollte Ihnen mit dieser Einleitung keinen Wurm ins Ohr setzen! 
Aber sie passt so wunderbar zu dem, was jüngst im Hause Auralic geschehen ist und außerdem heißt es ja in dem alten Song von Herman`s Hermits auch “Years may com, years may go…”.

Gehen wir einmal ein paar Jahre zurück …
Wie war das damals im Jahre 2015?

Wer oder was war Auralic schon?
Und aus welchem Grund sollte hier in Deutschland irgendjemand ein HiFi-Gerät von diesem chinesischen Hersteller kaufen?
Chinaware!
Wir alle wissen, was wir uns darunter vorzustellen haben, oder!?

Auralic Mini schwarz

Auralic Mini schwarz

Und irgendwie passte unsere Vorstellung auch exakt zu dem, was uns Auralic da zu liefern hatte.
Da gab es nämlich für schlappe 498,- € einen „Aries Mini“.

… von niemandem ernst genommen.

 

 

Und:  Es gab nicht einmal eine Zielgruppe für dieses Teil!

Wer gerade einmal 498,- € ausgibt, der stellt keine audiophilen Ansprüche.
(… die der Mini aber durchaus zu befriedigen wusste!)
Ähnliche Funktionen boten aber auch Geräte zum halben Preis und weniger.

Wer dagegen audiophile Ansprüche stellt, der interessiert sich nicht für Komponenten, die lächerliche 498,- € kosten!
Schlimmer noch:
Der will auf jeden Fall mehr Geld ausgeben, weil so ein Teil für gerade mal 498,- € einfach nicht gut sein kann.
Das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben!

Und deshalb gab es für den Mini einfach keine Zielgruppe.

Aber gekauft – wurde er trotzdem!

Von denen, die zwar audiophile Ansprüche stellten, aber der Sache nicht so recht trauten, der Marke Auralic sowieso nicht.
Durch den Mini konnten sie aber nun wunderbar und ohne jedes Risiko in die neue Welt des Streamings eintauchen und sie kennen lernen.

Qobuz

Qobuz

Schnell noch ein Qobuz- oder Tidal-Abo abgeschlossen und schon hatte man einen Zeitsprung gemacht.
Raus aus dem Gestern, in dem es nur CDs gab – und rein in das Heute!?

Na – so richtig will das Streaming noch nicht in das Heute passen. Also wird der Zeitsprung noch größer – nämlich rein in das Morgen!

Der Mini überzeugte die Käufer zu ihrer großen Überraschung auf ganzer Linie, was dafür sorgte, dass man ihn schnell wieder verkaufte.

Das verstehen Sie nicht?
Doch, ist doch ganz einfach. Wer mit dem Mini gehört und Vertrauen ins Streaming bekommen hatte; Vertrauen in die Marke Auralic gewonnen hatte, der hatte auch mitbekommen, dass es bei Auralic noch Geräte oberhalb des Mini zu erwerben gab.

Auralic Femto blau

Auralic Femto blau

Da gab es zum einen den Aries Femto (den LE lasse ich mal aus, den mochte ich nicht), der für alle Interessenten gedacht war, die schon einen zur Lieblingsmarke gehörenden DAC besaßen.
Klanglich war dieses Teil eine Offenbarung.
Das Design war auch gar nicht schlecht – fast schon extravagant – doch leider – genau wie der Mini – hatte der Aries ein Plastikgehäuse.

 

So etwas geht gar nicht.
Dennoch – der Femto wurde gekauft und versteckt oder auch nicht versteckt – auf jeden Fall machte das Hören mit ihm großen Spaß.

Von vornherein hatte man bei Auralic diesen Streaming-Transport, der ja selber nicht wandeln konnte, so ausgelegt, dass er mit fast allen DACs des Marktes wunderbar harmonierte.
Das war ein wirklich geschickter Schachzug – denn die meisten anderen Marken trauten sich zwar daran DACs zu entwickeln oder hatten schon längst solche Wandler im Programm – aber ein Streaming-Transport – das ist etwas ganz anderes.

Einen Streaming-Transport entwickelt man nicht mal eben.

Dabei geht es nämlich gar nicht um die Hardware an sich. So etwas bekommt man hin – das ist überhaupt kein Hexenwerk.
Es geht um die Software.

Einen Streaming-Transport entwickelt man nicht – und dann ist er fertig, wie ein CD-Player – sondern so ein Teil entwickelt man und von dann an muss man als Hersteller fortlaufend „am Ball bleiben“.
Fast stündlich ändert sich da irgend etwas.

Mal kommen die Änderungen von apple, mal vom Hersteller des Routers, mal vom Provider, mal von Qobuz, Tidal …
Dann taucht da so ein MQA-Format auf …
Und immer wieder führt so etwas dazu, dass die Geräte, die ja längst beim Kunden zuhause stehen, plötzlich nicht mehr brauchbar funktionieren.
Bis man ihnen ein Update zukommen lässt.
Und dabei muss es schnell gehen, denn bis zur benötigten Anpassung kann der Kunde im schlimmsten Fall keine Musik hören.
Genau diese Tatsache hat schon einigen Marken schwer zu schaffen gemacht. Da wurden tolle, teure Geräte angeboten – aber schon noch ein paar Wochen kam es zu Problemen, mit denen der Kunde dann monatelang allein gelassen wurde.

Schnelle Updates!

Das funktioniert bei Auralic zum Glück deutlich besser. Fast wöchentlich gibt es zumindest kleinere Updates. Mal betrifft es die Firmware der Geräte, mal die „Lightning App“, also das Programm, mit denen wir unsere Auralic-Geräte bedienen.
Perfekt ist das beileibe nicht – damit werden wir noch eine Weile leben müssen. 
So lange – bis diese Portale wie Qobuz und Tidal es dem wohl bekanntesten Streaming-Portal -Spotify- gleich gemacht haben und nur noch den Kern der hauseigenen Software zulassen, der sich bei Spotify „Connect“ nennt.

Das Connect-Prinzip

Der Unterschied ist folgender:
Bis zur Einführung von Spotify-Connect durfte jeder Hersteller oder Entwickler eine eigene Software erschaffen, mit der er auf die Datenbank von Spotify zugreifen konnte. Das hieß nicht nur für jeden Hersteller, dass er fortlaufend auf die Veränderungen bei Spotify reagieren musste, sondern das hieß auch für Spotify, dass man bei jedem Vorhaben auf die Entwicklungen der Hersteller Rücksicht nehmen musste. … was eine wichtige Umstellung schon mal ganz schön lange blockieren konnte.
Deshalb stellte Spotify auf das „Connect-System“ um. Nun muss jeder Hardwarehersteller diesen Programm-Kern nutzen und darf seine Geräte lediglich als eine Art „Fernbedienung“ einsetzen.
Auf welchem Gerät auch immer Sie heute Spotify verwenden, Sie nutzen immer (!!) Spotify-Connect.
Und das muss man Spotify lassen – die App haben die da gut im Griff.

Und genau das – muss auch irgendwann mit Qobuz und Tidal passieren. Anders geht es auf die Dauer gar nicht.

Zurück zur Hardware

So oder so – brauchen wir aber in jedem Fall gute Streaming-Geräte.
Und wenn wir in audiophile Sphären einsteigen wollen, dann brauchen wir auch Geräte, deren Äußeres sich nahtlos in die „Upper-Class“ einfügen lässt. Und das gelang dem Aries Femto eben leider nicht so richtig.

Auralic Display

Auralic Display

 

 

 

 

 

Time will go,
Time will come …

Der Aries G1

Doch nun steht er vor uns, der Auralic Aries G1 und man möchte am liebsten sagen:  „Na, Herr Wang, wieso denn nicht gleich so?“.

Aries G1

Aries G1

Komplett aus massivem Stahl hergestellt. Im gleichen „Corporate-Design“ wie die größere Serie namens G2 auch, mit einem tollen Display, das uns das Album-Cover anzeigt.

Von vorne unterscheidet er sich lediglich durch die silbernen Bedienknöpfe, die der G2-Serie aus meiner Sicht auch gut zu Gesicht gestanden hätten, denn die schwarzen Dinger sieht man kaum.

Auralic Aries G2 silberne Knöpfe

Auralic Aries G2 silberne Knöpfe

Auralic Aries G2 schwarze Knöpfe

Auralic Aries G2 schwarze Knöpfe

 

 

 

Von hinten betrachtet fehlt eigentlich nur der HDMI-Port, den Auralic für die hauseigene „Lightning-Link-Verbindung“ nutzt. Wer sich hier nun aber erhofft, er könnte die Geräte an seinen Fernseher anschließen, der wird also enttäuscht. Mit Bildern hat der Aries (noch?) nichts am Hut.

Aries Vergleich G1 und G2 Rückseiten

Aries Vergleich G1 und G2 Rückseiten

Ansonsten könnte der Aries G1 tatsächlich der Zwillingsbruder vom G2 sein. Man muss schon die technischen Daten und Beschreibungen zur Hand nehmen, um die Unterschiede zu entdecken.

 

 

 

 

G1 – ein G2 ohne “Voodoo”?

Eigentlich aber – kann man die hauptsächlichen Unterschiede ziemlich schnell auf einen Nenner bringen:
Beim Aries G1 wurde einfach alles das weggelassen, was in der audiophilen Welt konträr diskutiert werden kann.

Auralic G2 Füße

Auralic G2 Füße

Auralic G1 Füße

Auralic G1 Füße

Bringen federnde Füße etwas? Ist es erforderlich, zwischen den Hauptbausteinen für eine galvanische Trennung zu sorgen?

Wer diese und viele ähnliche Fragen mit einem klaren „Nein!“ beantwortet, der wird am G1 seine wahre Freude haben. Bei ihm hat sich Auralic darauf konzentriert, nur die Kern-Bausteine vom G2 1:1 zu übernehmen. Die, die für den klanglichen Abstand zu den Geräten anderer Hersteller zu sorgen haben.

G1 Einschaltknopf

G1 Einschaltknopf

Jeder „Hokuspokus“ aber wurde weggelassen.
So entstand ein Gerät mit einem Preis, den man kaum für möglich hält.
Wer einen Aries Femto alter Baureihe und den Aries G1 miteinander vergleicht, der kann es einfach nicht glauben, dass der G1 nicht deutlich teurer geworden ist.

Knopf Vega G1

Knopf Vega G1

Ist er doch sehr deutlich das bessere, modernere und schönere Gerät.
Und von der Wertigkeit her wird man so schnell keine Topp-Anlage finden, in der man sich seiner schämen müsste.

Genau die (!) benötigt man aber – also die absolute Topp-Anlage – um den Klangunterschied zwischen dem Aries G1 und dem G2 wahrnehmen zu können.

Wer schon lange eine bessere Wandsteckdose besitzt und mehr Geld in seine Stromkabel gesteckt hat als ein Mini kostet – der wird nicht lange hinhören müssen, um festzustellen, dass der G2 für eine genauere Raumabbildung sorgt und den Hörer auch besser in den Hörraum mit einbezieht. Das Gefühl, dem Musiker näher sein zu dürfen, ihn beobachten zu können, das ist für den einen vielleicht eine unbedeutende Kleinigkeiten, die man sich vielleicht sogar nur einbildet. Für den anderen aber sind es Klangerlebnisse, auf die er einfach nicht mehr verzichten kann, wenn er sie einmal wahrgenommen hat.

Mehr Klang-Erlebnisse beim Aries G2

Wenn ich auch so manche Entscheidungen des Herrn Wang nicht so richtig nachvollziehen konnte, den Schritt, dem Markt einen Aries G1 und einen Aries G2 anzubieten – den halte ich für einen sehr guten Weg.
Am Ende werden es zwar seltener die innere Überzeugung und der Grad der „audiophilen Ansteckung“ sein, die zu einer Entscheidung für oder gegen den G2 führen, als wohl der Geldbeutel, aber genau das ist das schöne an diesem Zwillingspaar – man kann wählen und aus welchem Grund auch immer den auf die eigene Situation angepassten Weg einschlagen.

Und am schönsten ist daran:
Auch der G1 wird dafür sorgen, dass man das Gefühl hat, seinen DAC noch nie so gut gehört zu haben wie mit einem Streaming-Transport aus dem Hause Auralic.

Wer bisher noch keinen Grund gesehen hatte, sich einen Digital-Analog-Wandler anzuschaffen und wer nicht aus Treue-Gefühlen heraus an eine bestimmte Marke gebunden ist, der sollte sich unbedingt auch mit den Wandlern aus dem Hause Auralic auseinander setzen, denn die warten mit einer fast unglaublichen Überraschung auf, die man erst einmal verstehen muss.

Auralic Vega G1 und Vega G2, die DACs, die keinen Streamer brauchen.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wer sich einen Vega G1 oder G2 zulegt, der muss sich nicht zwangsläufig auch einen Aries kaufen, sondern kann sie wunderbar auch solo einsetzen.
Um das zu verstehen, muss man wissen, dass es aus dem Hause Auralic noch ein anderes Gerät gibt, nämlich den Altair (Alta:ir gesprochen).

Auralic Polaris Front

Auralic Polaris Front

Der Altair ist die „eierlegende Wollmilchsau“, das „schweizer Armeemesser unter den Streaming-Komponenten“ – oder was Sie auch immer für Begriffe kennen – für etwas, was eben irgendwie „alles“ kann.

Der Altair ist Streaming-Transport, er ist DAC, er ist Server, man kann eine Festplatte einbauen, man kann weitere Geräte anschließen, man kann ihn an einen DAC anschließen …

 

Er sieht verdammt gut aus, hat ein Gehäuse aus Stahl und passt sowohl als Spitzengerät in einfache als auch in eine hochwertige Anlagen und ist so ein echter „Tausendsassa“.

Für unter 2.000,- € nach wie vor der Preistip überhaupt – wenn es um die Frage geht, wie viel Geld man heute ausgeben muss, um nach dem Kauf jahrelang so richtig rundherum zufrieden zu sein.
Klanglich ist er einfach die „Wucht in Tüten“.

So – genug Reklame gemacht für den Altair, denn heute will ich Ihnen ja Gründe dafür liefern, noch tiefer ins Beinkleid zu greifen und sich eben keinen Altair zu kaufen, sondern ein Gerät aus der G1-, wenn nicht sogar aus der G2-Serie.
Beide Vega tragen die Tesla-Plattform des Auralic in sich. Und auf dieser Tesla-Plattform – da sitzt das Modul, das im Altair dafür sorgt, dass er streamen kann.

Jedoch – so ein Vega ist ein DAC und bleibt ein DAC. Das Streamen selber übernehmen zu müssen, belastet seinen Prozessor.
Das ist grundsätzlich nicht gut.
Auralic hat deshalb auch eine Weile überlegen müssen, ob man da nicht besser das Streamen durch einen Eingriff verhindern soll. Dieser Entschluss hätte aber bedeutet, dass man etwas abschalten muss, was aber trotzdem physikalisch weiter vorhanden bleiben würde. Solch ein Vorgehen empfand man bei Auralic als falsch und entschloss sich dazu, die Tesla-Plattform so zu belassen wie sie ist.

Im Endeffekt bedeutet dies deshalb, dass wir sowohl beim Vega G1 als auch beim Vega G2 die Möglichkeit haben, den Streaming-Transport einzuschalten und ihn genau so zu verwenden wie wir es beim Altair auch machen.
Das ist fantastisch und es führt dazu, dass sich viele Kunden nun problemlos stufenweise ihrer Traumkombi nähern können.
Man beginnt mit einem Vega und hat damit praktisch schon ein komplettes Streaming-Gerät.
Irgendwann testet man ob der Klang durch das Hinzufügen eines Aries besser wird und falls man das so empfindet, kann man den Vega entlasten und ihm einen Aries zur Seite stellen.
Es gibt allerdings eine Einschränkung, die Auralic vornehmen musste, um den Prozessor nicht in den ungesunden Bereich zu treiben. Ein Vega verfügt nicht über die Serverfähigkeit.
Dies bedeutet, dass er keine Software mitgeliefert bekommt, die es ihm ermöglicht, die Musik aus Ihrem Heim-Netzwerk oder von einer externen Festplatte zu spielen. Er kann also keine (!) Bibliotheken verwalten.
Dafür benötigt man im elegantesten Fall einen Aries, im einfachsten Fall einen Auralic Mini – irgendwo im Heimnetz.
Wer also noch einen Mini im Büro oder in der Küche … einsetzen kann, der holt sich damit genau diese Serverfähigkeiten ins Haus und kann nun auch mit dem Vega die eigenen Bibliotheken spielen, so – als würde der Vega sie selber verwalten.
Der Mini liefert also dem gesamten Heimnetz den Zugang zur eigenen Bibliothek.

Hinweis:
Zwar verfügen auch Router (Fritzbox …) über solche Serverfähigkeiten, die Einbindung ist aber in der Regel eher suboptimal. Eine entsprechende Software auf einem NAS dagegen funktioniert möglicherweise mindestens genau so gut wie die Lightning-App aus dem Hause Auralic.

Zurück zum Vega G1

Alles was ich oben zum Aries G1 geschrieben habe, lässt sich auch genau so auf den Vega G1 übertragen.
Wer mit dem Vega G1 Musik hört, der hat so ein Gefühl, das man auch dann hat, wenn man in einem erstaunlich gut ausgerüsteten Serien-Auto unterwegs ist und man einfach spürt, wie viel dieses Gefährt aus der Motorsport-Entwicklung geerbt hat.
Dieser Vergleich passt auch dann noch, wenn wir ihn weiter spinnen.
Fahrwerk und Bremsanlage – scheinen identisch zu sein. Es fehlen lediglich die Dinge, die man nicht im öffentlichen Straßenverkehr benötigt, sondern nur auf der Rennstrecke.

Die Rennstrecke –

das ist in unserem Falle die HiFi-Anlage der besonderen Art; die für den Liebhaber, der seine Anlage nicht etwa deshalb betreibt, weil sie nun mal zu einer Wohnungseinrichtung dazugehört, sondern weil er ohne sie nicht glücklich wäre.

Auralic Vega G1 und G2 Vergleich Rückseite

Auralic Vega G1 und G2 Vergleich Rückseite. (hier wirkt der G1 schon ein wenig “leergeräumt, oder?)

Auch hier kann ich mich im Fazit also nur auf das oben bereits Geschriebene beziehen und damit zum Ausdruck bringen, dass der Vega G1 klanglich durchaus in der Lage ist, seinen Besitzer rundherum zufrieden zu machen, aber er ist kein G2.

Um aber den Unterschied zum G2 hören zu können, müssen ein paar Voraussetzungen vorliegen.
Sprich: Die Anlage, der Verstärker, die Boxen, die Kabel … müssen im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Niveau des G2 mitspielen können!
Dann aber – ist es eine Sache von Sekunden, um sich gar nicht mehr anders entscheiden zu können als für die G2-Serie.

Auralic Vega G2 KH

Auralic Vega G2/G1 Zwei KH-Ausgänge

 

 

 

 

Hörbericht und Klangaussagen

Glauben Sie mir, ich habe seitenweise Material zur Verfügung. Allerdings habe ich mich entschieden, nichts davon zu veröffentlichen. Es scheint mir einfach unmöglich, die Klangunterschiede zwischen Altair, G1-Serie und G2-Serie in einer Art zu beschreiben, die nicht auf der einen Seite übertrieben wirkt und auf der anderen Seite etwas zu Unrecht viel schlechter beschreibt als es tatsächlich der Fall ist.
Hier streikt meine Rhetorik. Ich sehe mich dazu nicht in der Lage.
Ich kann Sie also nur bitten, sich die Geräte einfach selber anzuhören.

Wenn Sie Lust dazu haben, uns zu besuchen, machen wir das gerne mit Ihnen gemeinsam.

AURALIC Aries G2 und Vega G2

AURALIC Aries G2 und Vega G2

AURALIC Aries G2 und Vega G2

AURALIC Aries G2 und Vega G2

Wir warten aufs Christ (-ian)-Kind.  🙂
Christian Rechenbach, der Auralic Support-Mann und Carsten Hicking von Audionext (Auralic-Vertrieb) haben sich bei mir angekündigt und wollen mir die G2-Serie vorstellen.
Endlich.
Klar – ich hätte sie ja einfach schon auf der High-End in München ordern können. Aber erstens ist AUDIOSAUL zu klein, um mal eben den Gegenwert von 10.000,- € „auf Verdacht“ zu blocken und zweitens gehört man mit 63 Jahren nicht mehr so richtig zu den ungestümen Menschen, die immer ganz vorne dabei sein müssen.

Um so dankbarer habe ich das Angebot von Auralic und Audionext angenommen, mir die endgültige G2-Serie in meinem Studio/Wohnzimmer zu präsentieren.

Christian Rechenbach und Carsten Hicking bei AUDIOSAUL

Christian Rechenbach und Carsten Hicking bei AUDIOSAUL

Gemäß dem Motto “Jeder Arbeiter braucht mindestens zwei schlau-schwätzende Beobachter” durfte Christian die ehrenvolle Aufgabe des Auspackens unter  fachkundiger Begleitung allein übernehmen.

 

 

 

 

 

Schieferplatte und Stromkabel

Natürlich wollte ich die G2-Geräte so „pur“ wie möglich hören und so hatte ich bereits die passenden Stromkabel von Progressive Audio und die XLR-Strippen hin zur aktiven Extreme III parat liegen. So gibt es keine Vorstufe und keinen Endverstärker, die sich zu sehr in das Klangbild einmischen könnten.

 

 

 

 

Auralic Aries G2 und Vega G2 Fronten

Auralic Aries G2 und Vega G2 Fronten

Platz nehmen durfte die Kombi auf einer 4 cm starken, massiven Schieferplatte von einem alten Billardtisch.

 

 

 

 

 

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL

 

Zwar ungewohnt, aber durchaus angenehm war es, mal nicht der Macher zu sein, sondern Christian beim Aufbau der Kombi zusehen zu dürfen.

 

 

 

 

Im ersten Schritt ging es mir jetzt zunächst einmal darum, die unterschiedlichen und zum Teil widersprüchlichen Aussagen aus den diversen Berichten im Internet gerade zu ziehen. Sprich, mich von der Ausstattung der Geräte selbst zu überzeugen.

 

Aries G2

Der Aries G2 ist ein reiner Streaming-Transporter – genau wie sein Vorgänger. Mit ihm holen wir uns also Musikdateien aus unserem Heimnetz oder aus dem WWW, vorzugsweise von Qobuz oder Tidal in High-Res-Audio-Qualität und leiten die Signale an einen externen Wandler (DAC) weiter. Es gibt im Aries G2 also auch weiterhin keine eigene Wandlerstufe.
Neu ist, dass man in den Aries eine Festplatte einbauen kann und dies auch selber vornehmen darf, ohne die Garantieansprüche zu gefährden.

Auralic Aries G2 und Vega G2 hinten

Auralic Aries G2 und Vega G2 hinten

Anschlussseitig hat sich zum Ur-Aries nicht viel verändert. Was der kleine Aries hat, das hat der große Bruder auch.
Eingangsseitig ist das ein USB-Anschluss für eine externe Festplatte oder einen Stick. Ausgangsseitig die üblichen Anschlüsse, Cinch, XLR, Toslink und USB.

 

 

Hinzugekommen sind: Ein HDMI-Anschluss Dieser Anschluss ist nicht dafür gedacht, Video-Signale an einen Fernseher zu übertragen, sondern stellt die neue, hauseigene Schnittstelle zum Vega G2 dar. Über ihn laufen nicht nur die Musiksignale, sondern auch erforderliche Informationen zur Abstimmung der beiden Geräte untereinander und nicht zuletzt auch Steuersignale, damit wir die Aries-Vega-Kombination genau so komfortabel über das iPAD steuern können wie ein einzelnes Gerät.

Ein weiterer Anschluss (eigentlich 2 Anschlüsse) für eine externe Clock Moderne digitale Geräte – wie eben die Aries-Kombi auch – sind darauf angewiesen, dass sich eine Clock um die taktgenaue Signalverarbeitung kümmert. Hierzu müssen sich die Komponenten untereinander abstimmen. Das klappt nicht immer so toll wie man das für eine hochwertige Musikwiedergabe gebrauchen kann. Besser ist es deshalb, im Verbund ein Gerät zu besitzen, was sich ausschließlich um diese Taktung, also um die Clock kümmert und allen anderen Geräten als Orientierung dient. So eine Komponente kann man also am ehesten mit einem Dirigenten vergleichen. Diese externe Clock wird Auralic schon bald der Kombi beiseite stellen und deshalb sind für sie am Aries zwei Spezialanschlüsse vorbereitet. Dabei handelt es sich um einen weiteren HDMI- und einen zusätzlichen BNC-Anschluss.

Das Design

Man kann darüber denken wie man will, aber das Design des ersten Aries hat schon ziemlich stark polarisiert.
Das wird sich mit dem G2 ganz sicher ändern.
Viel edler kann man so eine Komponente nicht designen. Das große Display sieht einfach toll aus und ist ein echter Mehrwert.

Die wichtigsten Veränderungen haben aber wohl im Inneren des Aries G2 stattgefunden. Angefangen bei einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die sich um die Verbesserung der elektromagnetischen Eigenschaften und der Abschirmung des Aries G2 kümmern, bis hin zu einem völlig neuen elektronischen Design.

>>Hier klicken für weitere technische Infos zur G2-Serie.<<

Vega G2

Eigentlich – ist der Vega G2 „nur“ eine neue Generation des Vorgängers  – also ein Digital-Analog-Konverter (DAC) im Design der neuen Serie. Auch er besitzt nun ein Display auf der Frontplatte und auch der Vega sieht schon beim ersten Hinsehen richtig gut aus.
Wer ihn in Betrieb nimmt, der stellt aber fest, dass er auch genau so gut die nächste Generation des Altair darstellen könnte.

Christian und Carsten bringen mir heute bei, dass es nicht Altär heißt sondern Alta-ir. Die Auralic-Geräte beziehen ihre Bezeichnungen offensichtlich von unseren Gestirnen (Polaris, Aries …)  Nur den Stern “Mini” habe ich nicht gefunden. 🙂

Zurück zum Vega G2:
Dieser Vega G2 verfügt neben dem Wandler-Baustein auch über ein integriertes Streaming-Transport-Modul – so wie der Altair ja auch. Das reicht nun (Überraschung) nicht ganz an die Qualität des Aries oder gar des Aries G2, ist aber durchaus überzeugend – wie wir gleich noch erfahren werden.

Als Schmankerl gibt es dann noch einen Analog-Eingang. Der kann und macht jetzt nicht sonderlich viel, ist also keineswegs ein Vorverstärker-Eingang, versetzt uns aber in die Lage, ein hier angeschlossenes Gerät auch über unser iPAD in der Lautstärke regeln zu können.
Dann gibt es natürlich wieder die üblichen Digital-Eingänge Cinch, XLR, Toslink, USB und AURALIC-HDMI und ebenfalls die Anschlüsse für die externe Clock, die das System ja bald abrunden wird.
Nur – eine Festplatte lässt sich in den Vega nun nicht mehr einbauen.
Und über eine Server-Software (Lightning Server) verfügt der Vega G2 ebenfalls nicht mehr.

Letzteres ist nicht weiter tragisch, denn auf einem NAS ist schnell so etwas wie ein Twonky-Server installiert.
Weitere Software-Alternativen gibt es da reichlich.

Was man am Ende festhalten muss ist, dass man sich mit der Auralic-Range schon gut auskennen sollte, um auch das richtige Gerät zu erwerben.

Der Mini ist der Einstieg in die Streaming-Welt und kann mit einem besseren Netzteil klanglich getuned werden. Außerdem kann man eine Festplatte in den Mini einbauen.  Er verfügt zudem über einen internen DAC, kann also als vollständiges Streaming-Gerät betrieben werden.

Der Aries LE ist der kostengünstigste High-End-Streaming-Client, muss aber ebenfalls von Haus aus auf ein gutes Netzteil und die Femto-Clock verzichten, die dann beide den

Aries “Femto” auszeichnen. Beide bisherigen Aries-Modelle verfügen über keinen DAC und lassen es auch nicht zu, dass man eine Festplatte integriert.

Der Altair verfügt über ein Streaming-Transport-Modul, was fast so gut ist wie das vom Aries und über einen Wandler, der fast so gut ist wie der vom alten Vega. Außerdem kann man eine Festplatte einbauen.
Er ist sozusagen die „eierlegende Wollmilchsau“ von Auralic, kann alles, hat alles und klingt außergewöhnlich gut.

Der Vega ist ein DAC und fertig.

Der Polaris ist ein Altair mit eingebautem Vollverstärker.

Der Aries G2 ist das neue Streaming-Transport-Flaggschiff von AURALIC. In ihn kann man jetzt auch eine Festplatte einbauen.

Der Vega G2 ist für mich der Nachfolger vom Altair, gilt aber offiziell als Nachfolger vom Vega. Er verfügt über das identische Streaming-Transport-Modul, will aber beim Konvertieren (DAC) neue Maßstäbe setzen.

Hinzu kommen werden bald die externe Clock und ein Upsampler, der dafür sorgen soll, dass auch die allerorts noch vorhandenen CD-Player klanglich nicht all zu sehr abfallen. Damit wäre die aktuelle Auralic-Range komplett, wenn man von der Verstärker-Elektronik mal absieht. Wir wissen nun aus erster Hand, was die neue G2-Serie hat und was sie kann.
So weit so gut.
Kommen wir zu der alles entscheidenden Frage:

Wie klingen die Dinger?

Ich starte meine üblichen Playlists und höre etwa 20 Minuten, ohne einen Ton zu sagen. Für meine beiden Gäste muss das schon ein wenig quälend gewesen sein. 20 Minuten zu hören und nichts zu sagen, sind für mich sehr lang. In der Regel dauert es so fünf Minuten, bis ich mir eine erste Meinung gebildet habe und vielleicht 10 Sekunden, bis ich mein Schweigen breche. 🙂

Heute brauchte ich deshalb so lange, weil sich mir nicht nur ein Ergebnis zeigte, sondern gleich zwei.

Das erste Ergebnis:
Man hört auf Anhieb, dass Herrn Wang mit diesen G2-Geräten ein klanglicher Quantensprung gelungen ist. Aus einem rabenschwarzen Hintergrund heraus erscheinen feinste Gitarrenklänge wie ein Hologramm. Ich weiß, dass es völlig Banane klingt, wenn man schreibt, dass man da wo nichts ist auch nichts gehört hat, aber genau das ist nun einmal der große Unterschied zwischen „ganz guten“ und „richtig guten“ Geräten.
Die Ruhe zwischen den Tönen, die Festigkeit in der Dreidimensionalität, die Exaktheit der Größenabbildung und die Korrektheit, mit der Aufnahmeräume dargestellt werden  – das alles und noch viel mehr, zeichnet diese neue Aries-Vega-Kombi aus und hebt die Geräte aus meiner Sicht in die winzig kleine Gruppe der Weltklasse-Geräte hinein.
Hier finden wir alle Antworten auf die Frage, wieso diese Geräte denn so teuer sind – im Klangbild und nirgendwo anders. …
was wohl das überzeugendste Argument überhaupt darstellt.

Halten wir als Zwischenfazit fest:
Was diese Kombi qualitativ leistet, ist außergewöhnlich und unfassbar.

Das zweite Ergebnis:

Ich suche nach Emotionen, nach Spielfreude, nach Wucht und Volumen. Deshalb dauert es heute so lange mit dem Hören. Doch nach zwanzig Minuten bin ich mir sicher:  Dies mag einer der besten Spitzenweine der Welt sein, schmecken tut er mir nicht.

Wie kann ich das beschreiben, damit Sie das nachvollziehen können?
Ich will es so versuchen: Verbinden Sie zwei wirklich gut klingende Komponenten mit einer billigen Beipackstrippe. Sie werden hören, dass es gut klingt, aber sie werden nicht verstehen können, was Sie daran begeistern sollte.
Dann verbinden Sie die gleichen Komponenten mit einem hervorragend guten Kabel und im gleichen Moment haben Sie das Gefühl, sie hätten sich soeben über beide Ohren hoffnungslos verknallt.

Genau dieser Gedanke bringt mich hier gerade dazu, es zu bedauern, dass man die Aries-Vega-Kombi ausschließlich über dieses Spezialkabel verbinden kann, denn ich hätte alle Lust dazu, mal ein paar von meinen eigenen Digital-Kabeln anzuschließen und spreche mein Bedauern darüber laut aus.
… und schaue in zwei fragende Gesichter.

Ich wiederhole, was mir Christian in München gesagt hatte:  “Man muss die Kombi über diese hauseigene Schnittstelle miteinander verbinden.”
Und ich stoße auf ein heftiges Dementi. …
gefolgt von der folgenden Richtigstellung:

Das HDMI-Kabel sorgt zwar dafür, dass nicht nur die Musiksignale ihren Weg finden, sondern es findet auch die gesamte Kommunikation der beiden Geräte über dieses Kabel statt – bis hin zu der Fernsteuerung über das iPAD.
Es handelt sich aber nicht (!) um ein Spezialkabel, sondern um ein handelsübliches HDMI-Kabel.
Man kann es also durch jedes x-beliebige HDMI-Kabel ersetzen.
Außerdem muss man die beiden Geräte nicht zwingend über HDMI verbinden, sondern kann auch jede weitere Verbindung wählen, die man nutzen möchte.

Für mich war genau das die alles entscheidende Information des Tages.
Sofort klemmte eines meiner Lieblings-Digitalkabel zwischen den Geräten und was soll ich sagen – die Sonne ging auf.

Kraft, Wucht, Volumen, Harmonie, Fülle, Wärme, Emotionen –  vereint mit einer Detailverliebtheit, wie man sie nicht für möglich hält, wenn man sie nicht selbst gehört hat. Erklären Sie mich ruhig für bekloppt – aber diese Kombi zeigt klar und deutlich, wie wichtig eine passende Verkabelung ist.
Und an diese Kombi gehört ein absolutes Spitzenkabel!
Ob man USB-Kabel bevorzugt, Cinch oder XLR – das mag jeder halten wie er will, aber es muss vom Feinsten sein.

Das mitgelieferte HDMI-Kabel funktioniert. Ja. Aber das ist es auch.

Mich interessierte jetzt aber viel mehr eine ganz andere Frage:

Wie klingt der Vega G2 ohne Aries?

 

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL 2

Christian Rechenbach bei AUDIOSAUL 2

Christian Rechenbach zupft ein paar Kabel heraus, steckt sie wieder hinein, konfiguriert ein wenig um und schon läuft der Vega G2 genau so wie ein Altair – als Solo-Gerät.

 

 

 

Ich finde es prima, dass ich weiterhin ein Display sehe, das mir das Cover anzeigt.
Die Handhabung ist zum Altair identisch.

Nun startet wieder Laura von Rolf Kühn, bei dem die Kombi mir den allergrößten Unterschied zu allem geliefert hatte, was ich bis heute kennen gelernt hatte.

Noch einmal kurz zu diesem Stück:
Ich weiß, dass für diese Aufnahme die Musiker nacheinander in einer Art “Aufnahme-Kabine“ aufgenommen wurden. Dennoch hat es der Tonmeister geschafft, der Aufnahme akustisch auch einen gemeinsamen Aufnahmeraum zu geben, in dem die drei Musiker scheinbar gemeinsam musiziert haben.
Das ist zwar Schummelei, aber so etwas lasse ich mir gefallen, weil es einfach glaubhaft und natürlich wirkt.

Mit der G2-Kombi höre ich nun tatsächlich vier (!) Aufnahmen mit vier Aufnahmeräumen:
Oboe, Bass, Klarinette und Raum.

Es ist unglaublich, aber jedes einzelne Instrument wird mit seinem eigenen, kleinen Raum abgebildet und dann gibt es da noch einen großen Raum, in dem diese drei kleinen Räume ihren Platz zugewiesen bekommen.

Wie bilde ich akustisch einen leeren Raum ab?
Wie nehme ich ihn auf?
Rufe ich ihn einfach aus einem Raumsimulator ab?
Gerne würde ich mich mal mit dem Tonmeister unterhalten, der diese Aufnahme so überzeugend hinbekommen hat.

Und die Aries-Vega-G2-Kombi schafft es spielend, diesen Trick hörbar zu machen.

Der Vega G2 für sich alleine rückt da wieder ein Stück in Richtung Altair. Bei Altair und Polaris gibt es nur den gemeinsamen Aufnahmeraum. Der Vega G2 deutet die vier Räume an und bei der Kombi sind sie so deutlich zu erkennen wie Licht an und Licht aus.

Am Solo-Betrieb des Vega G2 gefällt mir wie beim Altair die Tatsache, dass sich keine Kabel (bis auf das NF-Kabel) ins Klanggeschehen einmischen. So möchte ich fast wetten, dass einige Aries/Vega-G2-Kombinationen deshalb schlechter als ein Vega G2 solo laufen werden, weil sie mit den falschen Kabeln benutzt werden.

Während Christian und Carsten die Kombi wieder verpacken, ziehe ich mein Resümee:

Die Kombi verdeutlicht uns, was derzeit auf diesem Gerätesektor machbar ist. Bevor ich sie gehört hatte, habe ich mir die Frage gestellt, was ein Hersteller, der so phantastische “bezahlbare” Geräte anbietet, damit bezwecken will, eine Kombi für 10.000,- € anzubieten. 6.000,- € Vega G2,
4.000,- € Aries G2.

Man könnte jetzt als Antwort geben, dass er es gemacht hat, weil er es kann.
Und sicher ist das so.
Aber tatsächlich bin ich mir heute sicher, dass Herr Wang nicht mehr und nicht weniger beabsichtigt hat, als mit der Aries/Vega G2-Kombi schon mal einen der obersten Plätze zu belegen und allen anderen zu zeigen, was sie abzuliefern haben, wenn sie sich zu ihm setzen möchten.

Einfach einen altehrwürdigen Namen auf eine hübsche Frontplatte zu kritzeln, wird jedenfalls ab sofort nicht mehr ausreichen.

Schlusswort:
Die G2-Kombi ist klanglich ein echtes Machtwort. Was da an Klangzauber abgeliefert wird, das ist schier unglaublich – geradezu unfassbar.
Man sollte sich nur eines merken:  Die Beispackstrippen lässt man besser im Karton.

Lieferbarkeit:
Derzeit sind die G2-Geräte ausverkauft. Wir hoffen, dass noch in diesem Jahr weitere Geräte nach Deutschland kommen. Falls Sie also verständlicherweise solche Komponenten nicht einfach auf Verdacht ordern möchten, ist also ein wenig Geduld angesagt. Ich kann Ihnen allerdings versprechen, dass sich das Warten lohnt.

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