Roon … in der Praxis

Teil 2 meines AUDIOSAUL-Berichtes über Roon.
Hier geht es zu Teil 1: Klick

Genug der Theorie und Erklärungen, jetzt will ich Ihnen an praktischen Beispielen einen Eindruck von der Roon-Arbeitsweise vermitteln.

Tipp:
Wer sich einen Roon Nucleus zulegt, hat mit der Installation von Linux und weiteren Anwendungen nichts mehr zu tun. Alle anderen sollten weiterlesen, wenn Sie Ihren PC entsprechend eingerichtet haben.

Wir öffnen die Roon-Software und wechseln zunächst zu unserem Profil (Einstellungen):

Roon Einstellungen Allgemein 1
Roon Einstellungen Allgemein 2
Roon Einstellungen Allgemein 2

Der Reiter „Allgemein“ lässt uns Einfluss darauf nehmen, wie uns die gefundenen Titel angezeigt werden und welche Informationen wir erhalten möchten.

Roon Einstellungen Speicherorte
Roon Einstellungen Speicherorte

Unter “Speicherorte” geben wir dem Nucleus an, wo er unsere Musik finden kann. Das können durchaus mehrere verschiedene „Quellen“ sein.

Roon Einstellungen Dienste
Roon Einstellungen Dienste

Unter dem Menüpunkt “Dienste” geben wir die Daten zu unserem TIDAL-Account und falls vorhanden unserem Dropbox-Speicherplatz ein.
Für mich persönlich ist es schmerzlich zu sehen, dass es immer noch keine Unterstützung für Qobuz und highresaudio.com gibt.  Wie heißt es?:
Kommt Zeit, kommt Rat, kommt …

Update:  Qobuz ist mittlerweile voll integriert!

Roon Einstellungen System
Roon Einstellungen System

Ein paar Daten und Informationen zum System.

Roon Einstellungen Wiedergabepräferenzen
Roon Einstellungen Wiedergabepräferenzen

Im Menü “Wiedergabepräferenzen” teilen Sie Roon mit, welche Steuerbefehle Sie sehen wollen. Sicher ist es für den Anfang ein guter Tipp, einfach erst mal alles bei den Standardwerten zu belassen.

Roon Einstellungen Importeinstellungen
Roon Einstellungen Importeinstellungen

Roon importiert die Titel Ihrer Bibliotheken genau so wie Sie es wünschen (und hier eingestellt haben)

Roon Einstellungen Komposition aufbrechen
Roon Einstellungen Komposition aufbrechen

Roon erlaubt es seinen Nutzern, Interpreten zu „vereinen“. Wenn man dann z.B. „Beatles“ eingibt, zeigt uns Roon auch die Solo-Alben der Mitglieder an, die wir mit Beatles “vereint” haben. Wollen wir diese Verbindungen lösen, machen wir das hier.
Und Roon lässt es sogar zu, dass wir Kompositionen “vereinen”. Auch diese Trennung nehmen wir hier unter dem Menüpunkt “Bibliotheken” vor.

Roon Einstellungen Genre Zuordnung
Roon Einstellungen Genre Zuordnung

Die Möglichkeiten der Genre-Zuordnung ist an Vielfalt nicht zu überbieten. Und jeder Eintrag kann noch weiter verfeinert, erweitert oder korrigiert werden.

Roon Einstellungen Übersprungene Dateien
Roon Einstellungen Übersprungene Dateien

Sie haben Ihre Bibliothek importiert und jetzt fehlen Ihnen ein paar Aufnahmen?  Schauen Sie doch einfach bei “Übersprungene Dateien” nach. Sollte Roon Titel oder ganze Alben nicht importiert haben, erfahren Sie an dieser Stelle den Grund dafür.

Roon Einstellungen Bibliothek
Roon Einstellungen Bibliothek

Ordnung muss sein. An dieser Stelle können Sie Roon Ihre Bibliothek mal wieder so richtig aufräumen lassen. Keine Angst – hier wird nichts gelöscht, sondern nur nicht mehr passende Einträge entfernt oder korrigiert. Logischerweise werden Sie ja von Zeit zu Zeit mal neue Titel in Ihre Bibliothek aufnehmen und andere löschen. Ab und zu sollte man also eine Wartung vornehmen. Ist nur ein Klick.

Roon Einstellungen Audioanalyse
Roon Einstellungen Audioanalyse

Unter den Punkten “Geschwindigkeit der Hintergrundanalyse” und “… der Audioanalyse bei Bedarf” können wir Roon mitteilen, wie viele Ressourcen dabei genutzt werden dürfen. Eine hohe Geschwindigkeit setzt eine entsprechend leistungsfähige Hardware voraus. Am besten experimentieren Sie mal mit höheren Werten und senken diese, wenn das System zu stark belastet wird. Natürlich können Sie auch alles bei den Standardwerten belassen und nur an diesen “Schrauben drehen”, wenn Ihnen das System als zu langsam erscheint.

Roon Einstellungen Audio
Roon Einstellungen Audio

Unter dem Punkt „AUDIO“ konfigurieren wir unsere Endgeräte, denen Roon die Musik zuspielen soll. Das iPAD (oder irgendein anderes Tablet!!) ist dabei natürlich nur die Minimalausstattung. Interessant wird es, wenn wir einen guten DAC wie den Auralic Vega G2 anschließen oder im Haus noch weitere “Roon-Ready-Endpoints” installieren.
Durch einen Klick auf die Zahnräder zeigt uns Roon drei Optionen an, von denen natürlich der Punkt “DSP-Engine” unser größtes Interesse weckt. Aber dazu später mehr.

Roon Einstellungen Geräte-Einrichtung
Roon Einstellungen Geräte-Einrichtung

Das Menü zur Geräteeinrichtung.
Sollten Sie bei den angebotenen Möglichkeiten lauter Fragezeichen vor den Augen haben, ist es sicher klug, sich erst einmal ein wenig Hintergrundwissen zu verschaffen, bevor man hier etwas umstellt. 
So lange Sie nur mit selbst gerippten Dateien und Tidal arbeiten, können Sie diesen Punkt aber auch einfach überspringen. Im besten Fall sollten Sie hier entscheiden, ob Sie die MQA-Unterstützung wünschen oder nicht.

Roon Einstellungen Backups
Roon Einstellungen Backups

Fall Sie jetzt die ganze Zeit schon Angst davor bekommen, dass Ihnen das Roon-System abstürzt oder was kaputt geht, wenn Sie gerade alles mühselig konfiguriert haben, dann werden Sie sich über diesen Punkt sicherlich ganz besonders freuen. Hier können Sie Backups planen, sofort durchführen oder wieder einspielen. Gut gemacht Roon!

Unter dem Menüpunkt “Erweiterungen” können eventuell für bestimmte Hardware erforderliche Zusätze installiert und konfiguriert werden.

Roon Einstellungen Account
Roon Einstellungen Account

Informationen über Ihren Roon-Account. Nach einem Klick auf “Info” erscheinen weitere Informationen über unser Roon-System:

Roon Einstellungen Über Roon
Roon Einstellungen Über Roon

Damit haben wir – bis auf wenige Ausnahmen, das Einstellungsmenü komplett abgearbeitet.
Wir schließen die Konto-Details und klicken im linken Hauptmenü auf „Übersicht“.

Roon Hauptmenü
Roon Hauptmenü

Diese Übersicht lässt sich weiter nach unten scrollen und wir finden einige Alben-Empfehlungen oder andere aktuelle Informationen.

Roon Genres Übersicht
Roon Genres Übersicht

Nach einem Klick auf Genres gelangen wir zu einer Übersicht, die uns die  in unserer Bibliothek vorhandenen Genres sortiert anzeigt. Wie viele Genres Roon kennt und wie fein hier unterschieden wird, erkennen wir, wenn wir hier zum Beispiel auf den Eintrag „Vince Guaraldi“ klicken, den wir unter „Holiday“ gefunden haben.

Roon Vince Guaraldi
Roon Vince Guaraldi

Nicht weniger als 14 Genres werden diesem Künstler zugeordnet.

Die Biografie ist mehrere „Seiten“ lang, wir finden Informationen über seine Herkunft, seine Geburtsdaten, wann und wo er verstorben ist und können direkt zu seiner Seite wechseln.

Roon Beteiligt an
Roon Beteiligt an

Scrollen wir herunter, sehen wir, an welchen Alben er beteiligt gewesen ist und uns werden seine Hauptalben angezeigt. 

Darunter finden wir noch weitere Verbindungen und Verknüpfungen und es folgen die üblichen Hinweise auf ähnliche Künstler.

Roon Album
Roon Album

Starten wir einen Song von Ihm, zeigt die blaue Schrift an, dass wir uns weitere Informationen über die Mitwirkenden an diesem Album und die vorhandenen Versionen anzeigen lassen können.

Roon Mitwirkende
Roon Mitwirkende

Ein Klick auf „Mitwirkende“ …
und wir tauchen richtig tief in dieses Album ein.

Jeder blau hinterlegte Eintrag kann nun wieder angeklickt werden und so können wir uns von Künstler zu Künstler hangeln, erkennen Zusammenhänge und lernen viel über die Szene, der Vincent Guaraldi angehörte. Natürlich funktioniert das auch mit Ihrem Lieblingskünstler.

Ich kann es nicht lassen, auf den Eintrag Eddie Duran zu klicken und dort den Titel „From here to the moon“ zu starten.

Ein erneuter Klick auf „Mitwirkende“ offenbart uns eine nicht enden wollende Liste mit blau hinterlegten Namen, die ich alle wieder anklicken kann, um mehr über sie zu erfahren.

Weit über 100 Einträge finden wir hier. Die meisten natürlich von den Komponisten. (Dylan, Santana, Goodman, Chuck Berry …)

Roon Entdecken
Roon Entdecken

Unter dem Menüpunkt „Entdecken“ gibt es – wie könnte es anders sein – vieles zu entdecken.

Roon Tidal
Roon Tidal

Durch Klick auf Tidal wechseln wir logischerweise in unseren Tidal-Account.

Roon Interpreten
Roon Interpreten

Wechseln wir zu “Interpreten” erhalten wir eine entsprechende Übersicht über die Inhalte unsere Bibliothek.

Hier können wir nun einfach eine Zufallswiedergabe starten, oder wir können ein wirklich mächtiges Werkzeug namens „Fokus“ nutzen.

Roon Fokus 1
Roon Fokus 1

Durch Klick auf „Fokus“ eröffnen sich ein Auswahlfenster, in dem wir dann unendlich feine „Filter“ setzen können.
Diese Fokus-Option verändert sich je nachdem, ob wir uns in der Rubrik „Interpreten“, „Alben“, „Titel“, „Komponisten“ oder „Kompositionen“ befinden. Hier nur ein paar Beispiele unter der Rubrik „Alben“

Roon Fokus 2
Roon Fokus 2

Sie sehen selbst – wer hier nicht das finden kann, was er sucht – ob Titel, Künstler oder einfach nur eine Information über seinen Datenbestand – also seine Musikbibliothek – der sollte dann wohl doch wohl besser bei seinem Plattenschrank bleiben. 🙂  

Roon Fokus Format
Roon Fokus Format

Ein Klick auf “Format” öffnet uns ein entsprechendes Auswahlfenster. Hinter den Punkten sehen wir, wie viele Dateien der Auswahl entsprechen.

Roon Fokus Inspektor
Roon Fokus Inspektor

Nach einem Klick auf “Inspektor” werden uns Auswahlmöglichkeiten gezeigt, die vor allem das Herz von Informatikern und Datenbank-Freaks höher schlagen lassen. Sie helfen ungemein dabei, unsere Bibliothek sauber und funktionsfähig zu halten.

Innerhalb der Überschrift „Bibliothek“ finden wir dann noch den Eintrag „Internetradio“, der mich nicht so sehr interessiert und als nächstes folgen dann unsere Playlists, gesetzte Tags und ein Überblick über unsere letzten Aktivitäten, damit wir etwas wiederfinden können, was wir letztens erst gehört haben, von dem wir aber noch gar nicht wissen, wie es heißt und von wem es ist.

Roon Verlauf
Roon Verlauf

Im “Verlauf” bekommen wir eine Übersicht über unsere letzten Aktivitäten.

Der Eintrag „Einstellungen“ führt uns dann wieder zum anfangs beschriebenen Menü.

In der unteren Bedienungsleiste haben wir die gewohnten „Knöpfe“ zum Starten des Titels usw. In der Mitte können wir den Titel und den Interpreten erkennen, sowie den Fortschritt beim Abhören.

Rechts daneben finden wir das Icon, um den Titel zu unseren Favoriten hinzuzufügen (Herzchen) und das „weiße Mikrofon“ rechts daneben zeigt uns, dass uns der Songtext zur Verfügung steht, falls mit mitsingen möchten.

Roon Lyrics
Roon Lyrics

Klicken wir rechts neben dem Mikrofonzeichen auf unser „Device“ (hier mein iPAD) werden uns die eingerichteten „Zonen“ angezeigt.
Jedes Abspielgerät wird als Zone dargestellt. Jede Zone kann mit unterschiedlicher Musik beliefert werden.
Und nicht nur das!

Roon kann Ihren Geräten klanglich mächtig auf die Sprünge helfen.

Gut – ein High-Ender wird diesen Teil der Einstellungen vermutlich niemals zu Gesicht bekommen.

Aber mal ganz ehrlich – wer hat schon in der Küche, im Bad, im Schlafzimmer, auf der Terrasse …. High-End-Komponenten?

Nun – und wenn die „Trööte“ in der Küche krächzt und die ausrangierten Jugendsünden im Büro bullern wie verrückt, dann kann ein DSP Wunder bewirken.

Roon Einstellungen DSP Aussteuerungskorrektur
Roon Einstellungen DSP Aussteuerungskorrektur

Aber die Möglichkeiten, die der DSP von Roon zur Verfügung stellt, gehen noch weiter. Schauen wir uns das mal der Reihe nach an:

Aussteuerngskorrektur

… kann zum Beispiel sehr hilfreich sein, wenn wir verhindern wollen, dass einzelne Lautsprecher durch eine zu hohe Lautstärke „abgeschossen“ werden.

Roon Einstellungen DSP Samplerate-Konvertierung
Roon Einstellungen DSP Samplerate-Konvertierung

Beim Unterpunkt „Samplerate-Konvertierung“ muss man schon ein wenig Hintergrundwissen mitbringen. Ansonsten lässt man einfach alles so, wie es eingestellt ist.

Roon Einstellungen DSP Crossfeed
Roon Einstellungen DSP Crossfeed

Der Menüpunkt „Crossfeed“ richtet sich die User, die über Kopfhörer hören. Hier kann z.B. die harte Kanaltrennung korrigiert werden.

Roon Einstellungen Parametrischer EQ
Roon Einstellungen Parametrischer EQ

Mit dem Punkt „Parametrischer EQ“ liefert uns Roon einen altbekannten Equalizer mit, den wir für jede Zone unterschiedlich nutzen können.

Roon Einstellungen DSP Audeze
Roon Einstellungen DSP Audeze

Der Eintrag „Audeze Presets“ ist für Besitzer dieser ausgezeichneten Kopfhörer von Bedeutung. Sie brauchen lediglich das genutzte Modell auszuwählen.

Roon Einstellungen DSP Procedural EQ
Roon Einstellungen DSP Procedural EQ

Nach Auswahl des Punktes „Procedural EQ“ können wir vor allem unsere Surroundanlage beherrschen.

Roon Einstellungen DSP Procedural EQ 2
Roon Einstellungen DSP Procedural EQ 2

Wir bestimmen die Zuordnung der Ein- und Ausgänge, natürlich kanalgetrennt, konfigurieren Klangregler, setzen Filter, legen Verzögerungen fest, invertieren die Phasen …

Roon Einstellungen Lautsprecher-Einstellungen
Roon Einstellungen Lautsprecher-Einstellungen

Mit dem Menü „Lautsprecher-Einstellungen“ können grobe Aufstellungsfehler oder schlechte örtliche Gegebenheiten ausgeglichen werden. Dies sollte nicht als Aufforderung angesehen werden, seine Lautsprecher nur noch nach optischen Aspekten auf zu stellen, aber in vielen Situationen wird diese Einstellmöglichkeit dafür sorgen können, dass man überhaupt halbwegs gescheit Musik hören kann.

Roon Einstellungen Faltung
Roon Einstellungen Faltung

Der Punkt „Faltung“ ist dann wieder eher etwas für diejenigen unter uns, die genau wissen, was sie da machen und wieso. Im Groben kann man hiermit eine Raumkorrektur erreichen. Aber versprechen Sie sich besser nicht allzu viel davon. 

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Was ist eigentlich Roon und wieso ist mein neues Streaming-Gerät “roon-ready”?

Was ist eigentlich Roon und wieso ist mein neues Streaming-Gerät “roon-ready”?

Was ist eigentlich Roon und wieso ist mein neues Streaming-Gerät “roon-ready”?

Teil 1 meines AUDIOSAUL-Berichtes über Roon – die Theorie.
Zum Teil 2 meines Audiosaul-Berichtes – die Praxis – hier klicken.

Einerseits ist Roon wohl die genialste Erfindung seit Einführung der digitalen Musikdatei, andererseits hört und sieht man aber über dieses Roon erstaunlich wenig.
(Tja – so schnell ändern sich solche Dinge. 🙂  Heute ist ROON bei uns das Thema Nr. 1)

Roon-Reade-Symbol

Allenfalls dieses „roon-ready“-Zeichen ist irgendwie allgegenwärtig. Was hat das zu bedeuten?

Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund.

* Was ist Roon überhaupt?

* Was brauche ich für Roon?

* Was macht Roon besser als alles andere?

Musik als digitale Datei

Bevor ich an die Beantwortung der eingangs gestellten Fragen gehe, lassen Sie mich noch ein wenig über digitale Dateien sagen.

Eine digitale Datei kann „alles sein“,
… ein ausführbares Programm, ein Treiber …

Handelt es sich bei der Datei um ein Foto oder um einen Musiktitel, dann kommt sie nur selten alleine daher, sondern gehört in der Regel zu weiteren Fotos und anderen Musiktiteln.

Und wenn es dann ganz viele Dateien werden, dann verlieren wir schnell den Überblick.

Spätestens dann fangen wir Menschen an aufzuräumen und einzusortieren.

Die Bilder vom letzten Urlaub kommen in einen eigenen Ordner, die von der Geburtstagsfeier in einen anderen.

Das alles wandert in den Überordner namens “2018” und der wieder in „Familienfotos“ oder umgekehrt.

Musiktitel kommen in den Ordner für ein bestimmtes Album (wenn wir wissen, auf welchem Album der Titel gewesen ist), der in den Überordner für einen Interpreten und dann wandert alles nach Jazz, Klassik oder Pop/Rock.

Sowohl bei den Fotos als auch bei den Musiktiteln hat sich diese Vorgehensweise aber ganz schnell als recht unpraktisch erwiesen und eine andere Methode bewährt.

Bei ihr werden in die Dateien zusätzliche Informationen eingefügt. Diese nennt man Metatags.

Bei unseren Fotos fügt schon unsere Digitalkamera eine ganze Menge Informationen automatisch hinzu. Datum, Uhrzeit, Ort, Kamera, Objektiv, Belichtungseinstellungen und vieles mehr wird in diese Metatags geschrieben.

Mit einem speziellen Computerprogramm können wir diese Informationen auslesen oder sogar erweitern. Etwa automatisch durch eine Gesichtserkennung oder manuell durch eigene Zuordnungen wie zum Beispiel „Hochzeitsfeier“.

Bei Musiktiteln sind die Interpreten interessant, der Albumtitel, der Songtitel, der Komponist, der Dirigent, das Genre und noch einiges mehr.

Kaufen wir eine digitale Datei in einem Download-Portal, dann sollten wir erwarten, dass sich all diese Informationen in professioneller Art und Weise bereits in den Metatags befinden. Rippen wir unsere eigene Musik, werden die Infos spärlicher sein und spätestens beim Rippen von Schallplatten ist da gar nichts vorhanden, weshalb wir das manuell vornehmen oder ein spezielles Musikerkennungs-Programm damit beauftragen müssen.

Sind ausreichend viele Informationen in allen Dateien vorhanden, könnten wir Hunderttausende Dateien einfach in einen einzigen Ordner schieben und es wieder einem speziellen Programm überlassen, uns in Sekundenbruchteilen alle Beatles-Songs aus 1965 oder Stücke von Mozart anzubieten.

Haben wir uns eine richtig gute Software gekauft, so kann sie sogar mit „intelligenten Ordnern“ umgehen. Das bedeutet, sie weiß, welche Dateien wir zuletzt zu unserer Sammlung hinzugefügt haben, welche wir am meisten hören, welche Genres wir bevorzugen, welche Dateien in einem bestimmten Format vorliegen und vieles vieles mehr.

Wie gesagt – wenn wir uns für eine richtig gute Software entschieden haben.

Und diese Aufgabe führt uns unweigerlich zu unserem Ausgangsthema zurück:

Was ist eigentlich Roon?

Besitzen Sie bereits eine Streaming-Komponente? Einen speziellen “Transport”, eine integrierte Lösung, eine App auf Ihrem Device?
Man muss lange suchen, um auf dem Markt zwei Marken zu finden, die miteinander harmonieren, die also “systemübergreifend” funktionieren.
Jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen und haben wir uns erst einmal für ein Produkt entschieden, leben wir mit ihm auf einer “Insel”, die uns der Hersteller vorgibt.

Genau damit räumt Roon auf. Hier sieht es mittlerweile völlig anders aus. Eine Komponente, die nicht roon-ready ist?  Unverkäuflich!
Und dennoch, die “Karre Roon” war bisher schwer zu schieben. Das soll sich jetzt ändern und um das zu beschleunigen, möchte ich hier etwas ausführlicher über dieses ROON schreiben.

Zunächst einmal ist Roon eine „Server-Software“.

Dieser Server-Software teilen wir mit, wo in unserem Netzwerk unsere Musikdateien liegen und von diesem Moment an verwaltet Roon unseren Musikbestand.

Die Roon-Software jedoch ist auf eine umfassende „Beschriftung“ (Informationen in den Metatags) nicht (!!!) angewiesen. Ihr reicht es völlig aus zu erkennen, um welchen Titel es sich da handelt, den wir in unserer Sammlung haben.

Roon ist eine „Informations-Software“.

Roon ist es ziemlich gleichgültig, wie “wenig” Informationen sich in unseren Musikdateien befinden, denn genau über die verfügt Roon selber.

Mehrere Musik-Zeitschriften-Redaktionen betätigen sich dabei als Zulieferer für Roon. Das Wissen dieser Redaktionen über Klassik, Jazz und viele andere Genres fließt hier zusammen und wartet darauf, von Roon unseren Titeln dynamisch zugeordnet zu werden.

Und hier liegt wohl der Haupt-Nutzen von Roon. Wer nicht einfach nur Musik hören will, sondern wer sich für die Dinge dahinter interessiert, der braucht entweder ein oder mehrere Abos für Musik-Zeitschriften oder er braucht Roon. Mehr dazu, welche Informationen Roon bereitstellt, später.

Roon ist ein Streaming-Transport

Streaming-Transport hat sich als Bezeichnung für ein Gerät durchgesetzt, dass in der Lage ist, Musikdateien von einem Netzwerkspeicher oder einem Musik-Portal aus dem Internet zu holen und zu einem DAC zu “transportieren”.

Der Begriff Streaming wird leider zurzeit ein wenig überstrapaziert und das verwirrt uns, weil man dabei nicht zwischen den verschiedenen Wegen unterscheidet.

Spielt ein Gerät einen Musiktitel, der von einem Musik-Portal oder von einem Netzwerkspeicher stammt, so nennt man das Streaming. Schickt das Gerät diesen Titel dann in unserer Wohnung zu einem Abspielgerät, so nennt man auch das Streaming. Tatsächlich sind diese beiden Wege auch ziemlich ähnlich, aber zum besseren Verständnis sollte man doch mal dazu übergehen, diese Vorgänge unterschiedlich zu bezeichnen. 

Roon jedenfalls ist in der Lage, die gewünschten Musiktitel sowohl von einem Netzwerkspeicher zu streamen als auch aus dem Internet. Derzeit kann Roon zwar die Musik nur von Tidal beziehen, aber da soll sich schon recht bald etwas ändern. Den richtigen Durchbruch schafft Roon aus meiner Sicht nur dann, wenn wir auch Qobuz und highresaudio.com mit einbinden können.

Update:  ROON ARBEITET JETZT AUCH MIT QOBUZ ZUSAMMEN !!!


Toll ist jedenfalls, dass uns Roon unsere Suchergebnisse sozusagen „nebeneinander“ präsentiert. Wir finden den Titel also möglicherweise sowohl bei Tidal als auch in unserer Sammlung und die Playlist spielt auch gerne die Songs kreuz und quer aus den unterschiedlichen Quellen gemischt. Das können die meisten anderen Apps leider nicht.

Roon ist ein Multiroom-Server

Hat sich Roon den Titel erst einmal irgendwo her geholt, muss er natürlich auch abgespielt werden. Hierzu benötigt Roon einen DAC und ein Abspielgerät. Jede Komponente, auf der wir das roon-ready-Zeichen finden, ist hierzu fähig.

Das kann unser Tablet sein, spezielle Multiroom-Systeme, aktive Lautsprecher mit integriertem DAC oder was auch immer. 

Roon arbeitet dabei nicht nur mit verschiedenen Geräten zusammen, sondern kann sie auch alle gleichzeitig und mit unterschiedlichem Musikmaterial beliefern. So reicht also ein einzelner Roon-Core, um eine große Familie und ein großes Haus mit Musik zu versorgen und jeder kann in seinem Zimmer die Musik hören, die er will.

Roon ist ein DSP (Digitaler Sound Prozessor)

Sind die kleinen Boxen in der Küche recht bass-schwach? … die Lautsprecher für das große Wohnzimmer eigentlich zu klein? Klingt die Musik im Büro irgendwie „blechern“?

Keine Bange – Roon sorgt für Abhilfe!

Im Roon-Core ist ein DSP, also ein digitaler Sound-Prozessor enthalten, der es dem Benutzer erlaubt, sich den Klang nach Geschmack „zurecht zu biegen“ und so bestehende Unzulänglichkeiten auszugleichen, ohne sich überall neue Boxen und Geräte kaufen zu müssen.

Roon ist ein Kopfhörer-DSP

Kopfhörer polarisieren, aber manchmal geht es nicht anders, will man seine Familienmitglieder oder die Nachbarn nicht verärgern.

Viele Nachteile von Kopfhörern können heute elektronisch ausgeglichen werden. Hierzu verfügt Roon über ein eigenes DSP-Programm.

Roon bietet die beste Übertragungsqualität

So lange es Kabel gibt, so lange sind sie zumindest den Ästheten unter uns ein Dorn im Auge. Mittlerweile sind wir auch nicht mehr grundsätzlich auf Kabel angewiesen, denn es gibt eine ganze Reihe von kabellosen Übertragungswegen.

WLAN, Bluetooth, Airplay, Chromcast …

… und RAAT, dem roon-eigenen Übertragungsformat.

Und das hat es in sich. Es gibt kaum ein zweites Formate, das mit RAAT mithalten kann.  Dieses Format reicht allemal aus, um Musik im eigenen Hause in CD-Qualität „verteilen“ zu können.

Roon bietet eine geniale Fokus-Funktion

Diese Funktion ist vor allem für diejenigen unter uns interessant, die eine wirklich große Musiksammlung besitzen. Mit dieser Funktion setzen wir „Filter“, mit denen wir eingrenzen können, was wir hören wollen.

Aber diese Funktion hilft uns nicht nur beim Hören, sondern vor allem auch beim Aufräumen.

Und so sieht das in der Praxis aus …
zum nächsten Teil “Praxis” 

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