Progressive Audio DAC 992 Vorstellung

Progressive Audio DAC 992 Vorstellung

Progressive Audio DAC 992

Progressive Audio DAC 992

In diesem Bericht geht es um den neuen DAC-Vorverstärker Progressive Audio DAC 992 aus Essen-Kettwig.

(ACHTUNG! Dieser Bericht wurde am 9.08.2019 aktualisiert und enthält jetzt einen Rabatt-Code am Ende des Berichts !!!)

007?
Manchmal komme ich mir wirklich vor wie James Bond.
Nicht etwa, weil ich alleine eine ganze Armee besiegen kann und auch nicht, weil mir die Frauenwelt zu Füßen liegt.
Sondern weil auch ich ab und zu in so etwas wie das Quartier von „Q“ Einblicke erhalte und mit „Erfindungen“ wieder nach Hause komme, die ich vor dem Besuch nicht für denkbar gehalten hätte.

Letzte Woche war es wieder mal soweit. Nachdem ich diesem Gerätchen bisher nur in Form eines gehäuselosen “Elektronik-Knubbels” begegnet war, konnte ich nun das allererste Seriengerät vom neuen Digitel-Analog-Converter-Vorverstärker, kurz DAC 992 für mein Studio abholen.

Und was soll ich sagen!?

Da betreibt man fast 35 Jahre lang ein HiFi-Studio und hat so manchen Artikel kommen und gehen sehen.
Der neue Lautsprecher klingt noch ein wenig besser als der alte und die neue Verstärker-Serie wirkt noch einen Tacken harmonischer.
Nun ja.

Meistens ist der eigentliche Antrieb für die Neuentwicklung aber doch lediglich der Wunsch danach, von den Zeitschriften wieder einmal getestet zu werden, denn über Geräte, die es seit Jahren gibt, da schreibt natürlich niemand was.

Doch manchmal – ab und zu – ganz selten – eigentlich noch nie zuvor …

… passiert es, dass man als Händler einen solchen Knaller präsentiert bekommt wie den neuen DAC 992 von Progressive Audio.

Und diese Bezeichnung wird man sich merken müssen, so man sich denn selber zu der Gruppe der Audiophilen zählt.

Progressive Audio DAC 992 Frontansicht

Progressive Audio DAC 992 Frontansicht

Leider “nur” aus Deutschland!?

Eine Schande, dass so ein Prachtstück „nur aus Deutschland kommt“ und damit schon automatisch von denen nicht beachtet werden wird, die der Überzeugung sind, alles Gute muss von weit weit her kommen?

Ralf Koenen hätte es vielleicht wirklich gut zu Gesicht gestanden, in die USA oder gar nach Japan auszuwandern, um uns von dort aus mit seinen edlen Komponenten zu beglücken.
So aber sitzt der Prophet im eigenen Lande … Sie wissen schon.

Doch Dank seiner Ausdauer und seiner Genialität ist ihm schon längst das Kunststück gelungen, sich gegen derartige Denkweisen durchzusetzen und der Welt zu zeigen, dass Deutschland in der High-End-Szene eine gewichtige Rolle mitzuspielen hat.
… und sich weder von den USA, Japan noch von China die Butter vom Brot nehmen lässt.

Und auch das zweite frühere Vorurteil gegen Progressive Audio hat Ralf Koenen bereits aus der Welt schaffen können.
„Sehr gut – aber auch sehr teuer!“ so lautete die Beschreibung der Progressive Audio-Produkte, bis –
ja bis die Extreme-Serie vorgestellt wurde.

Mit ihr war es Ralf Koenen gelungen, high-endige Tugenden, allen voran die zeitrichtige Wiedergabe, in eine Lautsprecher-Preisklasse zu integrieren, in der man genau das bis dahin wohl gar nicht für erforderlich gehalten hatte.
“Wer eine zeitrichtige Wiedergabe erkennen kann, der weiß auch, dass man dafür viel Geld bezahlen muss. Alle anderen wollen doch nur einen tollen Sound und eine geile Optik!”
So ähnlich lautet wohl immer noch die Meinung einiger Hersteller.
Zum Glück hat der Kunde die Wahl.

… doch das ist alles nichts gegen den DAC 992

Alles, was Ralf Koenen bisher abgeliefert hat  – verblasst, wenn man sich diesen neuen DAC 992 anhört.
Genau zur richtigen Zeit überrascht Progressive Audio die HiFi-Szene hier mit einer Komponente, die die Rang- und Namenslisten der besten Entwickler weltweit durcheinander schütteln wird wie ein Erdbeben alles, was sich in seinem Epizentrum befindet.

Schließen Sie den DAC 992 an, starten Sie die Musik und nach wenigen Sekunden werden Sie sich eines fragen: „Wie um alles in der Welt ist so etwas möglich?“!

Versprochen!

Kommen wir zu den Fakten:

Der DAC 992 ist ein Digital-Analog-Wandler mit integrierter Vorstufe.
Seine Ausgangsspannung können wir auf zwei Volt fixieren und ihn somit an jedem Vor- oder Vollverstärker betreiben – genau so, wie wir einen CD-Player betreiben würden.

Soll der DAC 992 jedoch Aktivboxen betreiben, dann stellen wir einen Schalter um und erhalten dadurch einen regelbaren Ausgang mit einer Leistung von 2 bis 6 Volt.
Nun brauchen wir nur noch einen Streaming-Client wie z.B. den Auralic Aries, den Nucleus von Roon oder einen Netzwerkspeicher, z.B. von Melco.

Progressive Audio DAC 992 Rückseite

Progressive Audio DAC 992 Rückseite

Serienmäßig wartet der DAC 992 mit folgenden Ein- und Ausgängen auf:

Eingänge:
1x USB-Eingangsbuchse (Neutrik)
1x XLR (AES-EBU),
3x RCA (Cinch),
2x Toslink (Lichtleiter)
Bis zu 5 digitale Quell-Geräte können gleichzeitig an den DAC 992 angeschlossen werden.

Ausgänge:
1 Paar XLR 
1 Paar RCA (Cinch)

Außerdem: 
Ein Impulsausgang zum Ein- und Ausschalten von Aktivlautsprechern, zum Beispiel der Extreme-Serie von Progressive Audio.

Und dann gibt es da noch das Mäuseklavier.
Damit schalten wir:
1) Filtereinstellung “sanft” oder “präzise”
2) Phase invertieren
3) Ausgang “fix” oder  “variabel”

Symmetrisch – unsymmetrisch?  Egal!

„Nehmen Sie das besser klingende Kabel!“ – so lautet die einzige Empfehlung von Ralf Koenen.

Sowohl im Eingang als auch im Ausgang sorgen hauseigene Übertrager für eine galvanische Trennung und damit für eine hohe Unabhängigkeit davon, ob wir ihn symmetrisch oder unsymmetrisch verbinden.

Es bleibt: 
Auch der DAC 992 freut sich über wirklich edle Kabel, zum Beispiel über die aus eigenem Hause. Vor allem aber auch über gescheite Stromkabel.

Und wie klingt er nun im Vergleich?

Den kann man sich getrost sparen.
Der klangliche Vorsprung, der sich schon nach einigen Takten für den DAC 992 herausstellt, zu allem, was ich bisher gehört habe, der ist so gewaltig, als müsste man nacheinander mit einem Smart und mit einer S-Klasse von Oberhausen nach Berlin fahren.
Dabei geht es überhaupt nicht um sachliche Fakten, um Genauigkeit, Präzision, Authentizität oder irgend etwas, was man als Bewertung im Vergleich heranziehen könnte.
Die anderen DACs sind ja beileibe kein Schrott – ganz und gar nicht!!

Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist das klangliche Erlebnis ja so beeindruckend.
Die üblichen „Verdächtigen“ in Form von Nils Lofgren, Hugh Masekela, Patricia Barber und vielen anderen mehr sind schnell durchgehört.
Bei jedem einzelnen Song steht bereits nach wenigen Takten fest:  So – muss es klingen!
Ich frage mich immer wieder, ob ich das über einen Plattenspieler schon jemals so gut gehört habe und muss die Antwort schuldig bleiben.

Jeder einzelne Ton gewinnt an Volumen, an Kraft, an Dynamik. Der Aufnahmeraum wird wie selbstverständlich genau so dargestellt, wie er wohl gewesen sein muss.
Jedes Instrument erhält seine ureigene Größe zurück. Da gibt es kein Klavier wie beim Puppentheater – hier steht ein Flügel in seiner beeindruckenden Mächtigkeit in meinem Studio.
Zehnmillionen Klangfarben und Facetten deckt der DAC 992 behutsam auf und erzeugt in mir das Gefühl, als müsste ich mich bei ihnen allen dafür entschuldigen, dass ich sie nicht schon eher befreit habe.

Die Musik fließt …

Das wichtigste aber ist dieser unbeschreibliche Fluss in der Musik, der auf der Stelle dafür sorgt, dass man sich einfach „sauwohl“ fühlt.

Es gibt glatt geschliffene Steine, die man streicheln muss (Handschmeichler). Es gibt bauschige und wunderbar duftende Kissen, in die man sich grinsend hineinkuschelt.
… und jetzt gibt es mit dem DAC 992 Musik, die uns ganz und gar umhüllt und in der wir uns einfach treiben lassen wollen.

Ausklinken aus der realen Welt, nur noch Musik hören und mit ihr verschmelzen.

… und endlich verstehen, was Genuss und Musik miteinander zu tun haben.

Am Ende bleibt nur eine Frage offen: 
Was kostet denn jetzt so ein DAC 992?

Antwort:  7.498,- € – inklusive USB-Eingang

Ralf Koenen geht mit dieser Entscheidung aus meiner Sicht ein hohes Risiko.
Seine Absicht lautet unverkennbar, die HiFi-Szene mit dem Preis für den DAC 992 mehr als zu überraschen.
Sicher hat der große Erfolg seiner Extreme-Serie zu diesem Entschluss beigetragen.

Und jeder, der lieber selber hört, statt Berichte wie diesen hier zu lesen, wird sich darüber freuen und zusehen, dass er sich einen DAC 992 “an Land zieht”, bevor es sich Ralf Koenen doch noch anders überlegt.

Aber man muss auch erkennen, dass sich Progressive Audio damit über die Gesetze des professionellen Journalismus hinwegsetzt.
Keine Redaktion der Welt wird oder kann diesen DAC 992 so bewerten, wie sie es vielleicht gerne tun würde.

„Man muss Platz nach oben lassen!“ oder: „Man kann nicht allen anderen zwischen die Beine treten, von denen man lebt!“ und: „Wer weiß denn schon, was wir im nächsten Monat zu testen bekommen!?“.
Alte Redakteurs-Weisheiten, die man überhaupt nicht anfechten kann, die Bestand haben in einer Welt, in der man Monat für Monat immer wieder ähnliche Dinge zu bewerten hat.

Ralf Koenen interessiert sich nicht die Bohne für solche Gedanken und er geht seinen eigenen Weg in seiner eigenen Welt.
Und irgendwie – scheint er damit richtig zu liegen. Wieso auch immer.

Fazit:

Möglicherweise werden Sie meinen Bericht für vollkommenes Werbegesülze halten. Vielleicht werden Sie mir vorwerfen, mich als Händler nicht professionell zu verhalten, weil ja auch ich in meinem Studio teurere DACs im Programm habe.
Aber da merke ich gerade, dass ich mich der Sichtweise eines Ralf Koenen annähere.
Diesen DAC 992 „journalistisch korrekt“ zu beschreiben, bringe ich einfach nicht fertig.

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AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

Vega G2 Versandkarton

Vega G2 Versandkarton

„Surprise! Surprise!“

Irgendwie muss ich ja doch bei den Audionext-Jungs „`n Stein im Brett“ haben. 🙂

Eigentlich bekam ich ja immer wieder zu hören:
„In diesem Jahr können wir nicht mehr liefern!“
Jetzt ist er gerade doch angekommen, der Vega G2.
Zehn Tage vor Weihnachten.

 

Nun gut, all zu groß kann der Stein auch wieder nicht sein, denn der Aries G2 fehlt leider noch und wird auch tatsächlich erst im nächsten Jahr geliefert. Ist aber nicht die Schuld von Audionext.

So bleiben mir denn Zeit und Muße, mich um dieses hübsche Teilchen hier zu kümmern, falls mich nicht die flehenden Blicke eines guten Kunden dazu verleiten, meine Errungenschaft doch gleich wieder an ihn weiter zu reichen. Dann ist eben der nächste Vega für mich oder der übernächste … 🙂

Vega G2

Bereits in jugendlichem Alter träumte ich davon, eine HiFi-Komponente namens Vega zu besitzen. Wenn sich diese Marke aus Württemberg damals auch noch mit „W“ also Wega schrieb.
(Erschreckend – wie lang das schon her ist.)
Doch jetzt ist keine Zeit für Sentimentalität.

Auspacken und erste -wichtige- Erkenntnisse!

Vega G2 Karton2

Vega G2 Karton2

 

Wer weiß, was eine Matrjoschka ist, der kann sich in etwa vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man ein Gerät von Auralic auszupacken hat.

 

 

Nach dem ersten Karton folgt ein zweiter Karton, folgt ein dritter Karton …

 

Vega G2 Karton1

Vega G2 Karton1

 

 

Das mitgelieferte Stromkabel darf allerdings getrost in den selbigen verbleiben – das verwenden wir ganz sicher nicht. Die beigepackten HDMI- und USB-Kabel müssen mangels eines Aries G2 dort ebenfalls noch eine Weile schlummern.

 

 

Weiterhin finden wir ein paar Stoffhandschuhe – aber keine Antennen – keine Bedienungsanleitung – keine Fernbedienung.

Mhh – da müssen wir doch gleich mal nachhaken, wie es sich mit diesen Dingen so verhält und ich rufe Christian Rechenbach an, den Auralic-Support-Mann.
Ergebnis:
Die gedruckte Bedienungsanleitung gibt es – aber nur auf Wunsch und in englisch. Für die deutsche Version hat man sich bei Auralic dafür entschieden, sie online zur Verfügung zu stellen, um schneller auf Software-Veränderungen reagieren zu können.

Hier klicken, um eine Vorabversion der Anleitung zu lesen.

Dann folgt aber eine für mich überraschende Info mit ziemlich hoher Bedeutung:

Der Vega G2 hat kein WLAN !!!
Die Antennen benötigt er also deshalb nicht, weil er gar kein WLAN-Modul integriert hat – er muss zwingend an ein Netzwerkkabel angeschlossen werden, oder eben an einen Aries G2. Der hat dann nämlich wieder WLAN.

Der Vega G2 wird ohne Fernbedienung ausgeliefert

Was im ersten Moment so wirkt, als hätte hier jemand mit Gewalt ein paar Cent einsparen wollen, entpuppt sich dann aber doch als recht clevere Angelegenheit. Statt nämlich dem Vega G2-Besitzer jetzt noch wieder eine Fernbedienung mehr auf den Tisch zu knallen, hat man dem Vega G2 ganz einfach beigebracht, die Befehle einer beliebigen IR-Fernbedinung zu erlernen. Man geht einfach auf den Menüpunkt (Bedienungsanleitung Seite 17) drückt dann auf seiner Fernbedienung den gewünschten Knopf und der Vega G2 erlernt ihn. Statt also einer Fernbedienung etwas beizubringen, was der Vega kann, bringt man dem Vega etwas bei, was die Fernbedienung kann. Hierbei unterscheidet er sogar zwischen einem kurzen und einem langen Druck auf eine Taste. Also ich bin mir sicher, dass diese Möglichkeit in der Praxis noch deutlich mehr Freude bereiten wird, als man das jetzt so auf Anhieb glauben mag.

Ich packe weiter aus.

Vega G2 Stofftasche

Vega G2 Stofftasche

Der Vega G2 selbst ist nicht einfach in eine Plastiktüte gesteckt worden, sondern befindet sich in einer weichen Stoff-Tasche. Das finde ich gut.

 

 

 

 

 

 

Vega G2 Bodenplatte

Vega G2 Bodenplatte

 

Nach dem Umdrehen des Gerätes sehen wir die Ursache für die Klackergeräusche, die entstehen, wenn man mal feste zupackt. Die Füße sind mit einer Federung versehen. Ein Vega G2 steht also schon von Hause aus wunderbar entkoppelt auf der Stellfläche und man muss nicht noch teures Zubehör zukaufen.

 

 

 

 

Vega G2 Padis Sicherung

Vega G2 Padis Sicherung

 

Schnell baue ich noch eine 1A-PADIS-Sicherung ein und verbinde den Vega G2 dann über ein Progressive Audio Power One MK II / NCF mit der Wandsteckdose.

Nun darf sich der Vega G2 warm laufen.

 

 

 

Hinweis zu den PADIS-Sicherungen:
Alle meine Aussagen zu audiophilen Gerätesicherungen beziehen sich ausschließlich (!!) auf die PADIS-Sicherungen und nicht (!!) grundsätzlich auf alle auf dem Markt befindlichen Audio-Sicherungen! Leider gibt es neben guten Sicherungen wie der von PADIS auch ein paar Exemplare, die das Klangbild regelrecht zerstören. Ich habe es schon erlebt, dass das Klangbild durch diese Sicherungen aufgedunsen und matschig wurde.
Wer behauptet, man könne durch das Auswechseln der Gerätesicherungen keinen Klangunterschied erzeugen, der muss sich nur mal diese Dinger besorgen.
Es scheint mittlerweile so zu sein, dass wir uns nicht nur die Komponenten, sondern sogar noch verschiedene Gerätesicherungen anhören müssen.  Verrückte HiFi-Welt.

Hinweis zu den Stromkabeln:
Beipackstrippen wie die üblichen Stromkabel mit angegossenen Schuko- und Kaltgerätesteckern, wie sie auch z.B. einem PC beigelegt werden, sind Ursachen für eine deutliche Klangverschlechterung und man sollte sie nicht benutzen!
Schon für unter 100,- € bekommt man zum Beispiel die LoRad-Kabel von SupraCable und kann damit diese Fehlerursache beseitigen.
Ob man dann noch tiefer in die Tasche greifen möchte, um noch bessere Stromkabel zu erwerben, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was ist dieser Vega G2 und was nicht?

Der Vega G2 ist ein Digital-Analog-Wandler, oder kurz – ein DAC (Digital-Analog-Converter).
Seine Aufgabe besteht darin, die digital angelieferten Signale eines Streaming-Transporters in tolle Musik zu verwandeln.

Vega G2 Eingänge

Vega G2 Eingänge

 

Hierzu verfügt er über praktisch sämtliche Eingänge, die wir heutzutage in der Digitaltechnik finden können.

USB, Toslink (Lichtleiter), RCA (Cinch-Digital), AES (XLR-Digital) und die hauseigene Schnittstelle mit einer HDMI-Buchse, die Auralic aber „Lightning Link“ getauft hat, weil doch noch ein wenig mehr über diese Schnittstelle stattfindet als bei einer gewöhnlichen HDMI-Verbindung.

 

Zu den Eingängen:
Messen und Hören stehen sich hier wieder einmal gegenüber. Messtechnisch gesehen sind die hauseigene Schnittstelle “Lightning Link” und USB allen anderen Eingängen überlegen, denn sie ermöglichen uns eine Datenübertragung bis hin zu 32Bit, 384 kHz sowie DSD512, während wir uns bei AES, Coax und Toslink auf 24Bit, 192 kHz beschränken lassen müssen.
Zum einen ist das ja aber nur für jemanden interessant, der auch an entsprechende Datenformate heran kommt, und zum anderen ist da die Frage nach der Qualität des Kabels. Leider ist es bei jeder Schnittstelle so, dass wir zwischen verschiedenen Kabeln deutliche Klangunterschiede hören können. Die Aussage: “Da müssen doch nur Nullen und Einsen durchkommen!”, die ist längst überholt.
Da selbst Qobuz als das Musik-Streaming-Portal mit der derzeit höchstmöglichen Klangqualität maximal mit 24 Bit und 192 kHz streamt, dürften im Moment noch die technischen Daten in den Hintergrund treten. Was uns allerdings dazu verpflichtet, uns verschiedene Kabel und Schnittstellen anhören zu müssen.
Wenn wir auch einen Aries G2 zur Verfügung haben, werden wir uns diesen Verbindungen mal in einem eigenen Bericht widmen.

Vega G2 Ausgänge

Vega G2 Ausgänge

 

Ausgangsseitig finden wir ein Paar Cinch-Buchsen und – wie man es bei Komponenten in dieser Preisklasse als unverzichtbar bezeichnen muss – auch ein Paar XLR-Anschlüsse.

Intern werkelt dahinter selbstverständlich nicht etwa eine billige Symmetrieplatine, sondern ein echter symmetrischer Aufbau. Auch das muss man zu diesem Preis erwarten können.

 

Interessant ist noch, dass wir am Vega G2 auch einen Analogeingang vorfinden. Zwar wird hier nichts verstärkt, aber so doch in der Lautstärke geregelt. Wir können hier also einen CD-Player oder sogar das Phonoteil unseres Plattenspielers anschließen und dann unsere analoge Schallplattenwiedergabe über das iPAD in der Lautstärke regeln – nicht schlecht.

Hier noch einmal eine Übersicht über die Ausstattungsmerkmale der Auralic-Geräte:

Mini Aries Vega Altair Polaris Aries G2 Vega G2
Streaming-Modul x x   x x x x
WLAN x x   x x x  
Über Fernbedienung steuerbar   x   x x x  x
Server-Software x x   x x x  
Interne HDD möglich x     x   x  
DAC x   x x x   x
Hochpegeleingang         x   x
Solobetrieb möglich x     x x   x
Vollverstärker integriert         x    
Vorverstärker-Ausgang         x    
Phono-Eingang         x    

 

Wie klingt ein Vega G2 im Solo-Betrieb?

Auch wenn es langweilig werden sollte – aber ich beginne die Hörprobe wieder einmal mit dem „Fräulein Laura“ von Rolf Kühn.
Es ist einfach leichter, wenn man ein Stück in- und auswendig kennt.
Doch was ich da in diesem Moment höre, wühlt mich auf.  Bringt mich durcheinander.

Ich habe Hemmungen, das zu schreiben, was ich höre. Befürchte, dass man mich für durchgedreht hält oder mir meine Worte nicht abnehmen will.
Ich habe keine Ruhe – brauche Bestätigungen, starte „Summertime“ von Patricia Barber.

Machen Sie das mal!
Starten Sie den Song (auf Qobuz) und achten sie mal auf diese Percussion-Instrumente, diese „zischelnden Rasseln“.
Was genau hören Sie?
Ich – höre gerade ein Instrument, etwas erhoben in der linken Hand des Musikers und ein zweites etwas tiefer in der rechten Hand. Beide klingen auch leicht unterschiedlich in der Tonhöhe und im Volumen.

Bässe
Wir haben es hier mit einer elektrischen Bass-Gitarre zu tun und einem großen akustischen Bass.
Das eine Instrument beginnt, ab und zu steuert das zweite Instrument mal einen Ton hinzu.
Können Sie die beiden Instrumente sicher auseinander halten?
Bei mir hier –  gibt es im Moment nicht den Hauch eines Zweifels.
Obwohl so ein elektrischer Bass ja einen Tonabnehmer in der Gitarre hat – höre ich ihn hier gerade so, als könnte ich ihn vor mir sehen. So, als hätte der Tonmeister diesem Bass zusätzlich noch ein Mikro gegönnt – wofür?
Die Antwort höre ich jetzt hier gerade.

Ich starte „Antiphone Blues“ von Arne Domnerus. Seit mehr als 30 Jahren ein immer wieder gern gespieltes Vorführstück, das dadurch begeistern kann, dass dieses Saxophon durch das Kirchenschiff „geistert“ und dem Hörer einen Eindruck von diesem riesigen Raum vermittelt. Begleitet von der Kirchenorgel entstand ein ganz seltsames, aber nicht uninteressantes Duo.

Hier – erwartet mich aber plötzlich ein „kleines“ Saxophon (also in korrekter Größe dargestellt), das in einer großen Kirche gespielt wird. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihnen den Unterschied deutlich machen kann. Oft ist es eben nur ein nicht genau zu ortendes Saxophon, was in dieser großen Kirche gespielt wird. Hier sehe ich das „kleine Ding“ vor mir und der Hall trennt sich komplett vom Instrument.
Sa-gen-haft!!!

Ich habe an diesem Tag noch fast meine komplette Playlist durchgespielt und jeden einzelnen Titel mal wieder neu entdecken und genießen dürfen. Besonders auffällig ist diese Leichtigkeit, mit der Instrumente, Stimmen und Geräusche in der korrekten Größe, mit dem richtigen Abstand zueinander dreidimensional und völlig natürlich reproduziert werden. Über allem liegt ein Gefühl für das richtige Timing. Man ist so weit zu behaupten, hier würde kein elektronisches Gerät Signale in Musik umwandeln, sondern hier musiziert ein elektronisches Gerät. Ich muss aufpassen, mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen.

Denn am Ende des Tages …
sitze ich da und frage mich, wie ich mich denn wohl fühlen werde, was ich denn wohl schreiben werde, wenn das mit dem Aries G2 zusammen noch einmal besser wiedergegeben wird.
Wieder einmal …
sitze ich also da und frage mich, wo denn da was noch besser klingen können soll.
Und wieder einmal …
kann ich mir schon denken, dass es wohl so sein wird. Ich weiß nur noch nicht wie genau.
Aber das ist es – was mich an diesem Hobby so fasziniert, dass es immer weiter geht und nichts still steht.

Fazit

Ich habe einen DAC gehört, der nur deshalb mit einem Streaming-Modul versehen wurde, weil es den Hersteller nichts gekostet hat und weil dieser sowieso davon ausgeht, dass sich jeder, der diesen DAC besitzt, sowieso auch den Streaming-Transporter namens Aries G2 dazu kaufen wird.
Nachdem ich dieses Teil gehört habe – wäre ich mir da allerdings nicht so sicher wie es der Herr Wang ist.
Heute nicht.

Betrachtet man die Preise eines Mini – eines Altair und eines Vega G2, muss man sagen, dass man diese Sprünge klanglich nachvollziehen kann – wobei das teuerste Gerät natürlich auch das beeindruckendste Gerät ist. Weil es einen glauben lässt, dass nichts auf der Welt noch besser klingen kann.

Ich bin wirklich gespannt darauf, wie sich die Kombi schlagen wird.
Nur eines steht für mich jetzt schon fest:

Noch nie war es einfacher, sich mit etwas zufrieden zu geben …
als mit dem Vega G2.

Link zu weiteren Informationen über die G2-Serie.

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