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1) Aktuelle Infos
Aktuelle Infos
9. Juni 2026Ein ganz persönlicher Bericht von Wolfgang Saul.
High-End? Wien?
Wer den geschichtlichen Werdegang dieser Messe mit ihren ursprünglichen Gründungsmitgliedern, Absichten und Zielsetzungen kennt, der muss sich schon ein wenig wundern.Fast kommt es einem so vor, als würden die Gedenkfeiern zum 3. Oktober (Deutsche Wiedervereinigung) in Frankreich stattfinden.
Kommen wir kurz zum Werdegang:
1982 …
… war die Zeit reif für eine ganz besondere Messe.Im HiFi-Handel gab es keinen Platz für die Produkte der außergewöhnlichen „Audio-Künstler“.Viel zu gut funktionierte doch der Abverkauf der Mainstream-Produkte mit ihrem Einheitsbrei-Sound.Dazwischen irgendwelche Highlights zu präsentieren, hätte die Kundschaft nur verunsichert, die all ihr Wissen aus den noch jungen Testzeitungen zog und mit großer Hingabe ihr Budget vor allem in die Testsieger investierte.
Vorsichtshalber wurden diese Audio-Künstler, die eben nicht den Mainstream bedienten, zu „Bastlern“ degradiert. Ein Begriff, der genug Angst und Zweifel schürte, um den Kunden doch wieder auf den rechten Weg zu den Testsiegern zurück zu führen.
Vor allem um genau diesen Missstand zu beseitigen, startete eine kleine Gruppe dieser Audio-Künstler und engagierten Vertriebe eine eigene Messe in Düsseldorf und viele Besucher stießen so auf eine geheimnisvolle und unbekannte Welt. Als seien sie auf einem anderen Planeten gelandet.Dieser Audio-Planet war aber keineswegs unwirtlich, sondern glich eher dem (Klang-) Paradies.
Von Düsseldorf ging es ins Kempinski-Hotel, also nach Frankfurt. Schön zentral und damit fair für ganz Deutschland. Eine gute und nachvollziehbare Entscheidung der High-End-Interessengemeinschaft.
Mit der Zeit wandelte sich die HiFi-Szene. Einige der damaligen Audio-Künstler etablierten sich und gesellten sich zum Mainstream, andere verschwanden, neue kamen hinzu.Einige wenige gibt es nach wie vor und immer noch mit selbem Status.
Die Welt …
wuchs auch im HiFi-Bereich zusammen und um dieser Entwicklung hin zur Globalisierung gerecht zu werden, wurde die Messe von Frankfurt nach München verlegt.Die High-End sollte unbedingt zu einem internationalen Anziehungspunkt werden und das – so war man sich einig – kann nicht in einem Hotel stattfinden.
Die Händler und High-End-Szene aus Deutschland fühlte sich übergangen. Wieso musste die „Deutsche High-End“ mit den großen internationalen Messen konkurrieren? Gab es dafür nicht die Internationale Funkausstellung?
Über die Motive für den neuerlichen Wechsel nach Wien kann man jetzt nach Herzenslust spekulieren und diskutieren. Zwischen „München zieht international nicht genug!“ und „Wir wollen zur wichtigsten Messe weltweit werden!“, bleibt Raum, um sich seine eigenen Gedanken zu machen und sich seine eigene Meinung zu bilden.
Genau aus diesem Grund war der Besuch der ersten High-End in Wien für mich natürlich ein Pflichtprogramm. Wer etwas nicht kennt, darf auch nicht meckern.
Also? Wie hat die erste High-End in Wien auf mich gewirkt?
Waren die Ausstellungsräume akustisch besser?
Obwohl mir die meisten Aussteller bestätigten, dass die Räume über eine viel bessere Akustik verfügten als die in München – klang es in den allermeisten Räumen leider eher bescheiden.
Und je teurer es wurde, um so ernüchternder waren die Ergebnisse.
HE26 ESD
Natürlich beeindruckt es, wenn ein riesiges Hornsystem (ESD) den Hubschrauber von der Edwards Air Force Base („The Happiest Days of Our Lives“, Pink Floyd – The Wall) mit 112 dB vor einem schweben lässt, aber wenn dann bei dem Song die Dynamik gefühlt selbst von einem kleinen Zweiwege-Lautsprecher übertroffen wird, dann bleibt die Show wohl leider nur denen positiv im Kopf, die sich nicht wirklich gut auskennen und sich lediglich von dem gigantischen Aufbau blenden lassen.
Wie in jedem Jahr führten die klanglichen Ergebnisse eher dazu die Frage zu stellen, ob man überhaupt auf solchen Messen vorführen soll oder ob man sich nicht besser auf das Zeigen der Produkte konzentriert. Auf einer Auto-Messe darf man ja auch nicht jeden Luxus-Wagen probefahren. Genau dafür gibt es ja eigentlich den Handel.
Die zweite Feststellung gilt dann der Frage, was denn überhaupt zu sehen/hören war?
Und da war es auffällig, dass Marken, die vor einigen Jahren mit „speziellen, lückenfüllenden Produkten“ in Deutschland Fuß fassen konnten, plötzlich ein fast unüberschaubares Vollsortiment präsentierten.
SOtM steht für ausgezeichnete Switches mit Glasfasereingängen und Masterclock-Anschlüssen.
KECES steht für hervorragende DC-Netzteile,
Eversolo für gute/günstige Streaming-Produkte,
Rose HiFi für All-in-One-Geräte mit extravagantem Design,
Silent Angel für gute/günstige, aber auch teure/ganz hervorragende Switches …
Plötzlich erweitern diese Marken ihr Portfolio und zeigen uns vollständige Programme und Bausteine wie Vollverstärker, mit denen sie die bisherigen Platzhirsche vom Markt verdrängen wollen.
Wird das funktionieren?
Nun, sicher nur mit Unterstützung der Presse und deren entsprechende Testsieger-Power.Da kommt es vor allem auf die finanzielle Potenz an.
Was habe ich also gesehen und gehört, was mir in Erinnerung bleiben wird?
Große, unbezahlbare Systeme, die mich nur in wenigen Ausnahmefällen überzeugen konnten.Kleine Systeme, die besser klangen als die meisten großen.Die etablierten Marken enttäuschten am meisten, waren grenzenlos langweilig.
Die „neuen“ Marken waren am innovativsten. Ihnen merkte man an, dass Sie klare Ziele verfolgen.
Und das Messegebäude selber?
Das Messegebäude hat noch Potential und kann noch besser genutzt werden. Die Lage ist hervorragend, genau wie die Anbindung. Auch für die Aussteller war es „das erste mal Wien“. Man muss davon ausgehen, dass sie sich im nächsten Jahr schon deutlich besser vorbereiten und präsentieren werden.
Fazit:
Die “Generalprobe” hat gezeigt, was man alles besser machen kann/muss. Der Standort scheint international seinen Charme zu haben. Um aber ein endgültiges Urteil abgeben zu können, muss man den zweiten Versuch im nächsten Jahr abwarten.
Interessantes:
ADOT
… kommt mit dem ONI 100 – einem Glasfaser-System ohne Glasfaserverbindungen!Erste Testgeräte wurden selbstverständlich bestellt – Ich werde berichten!
Ideon
… will meinen Lieblings-DAC (Ayazi) einstellen. Das finde ich extrem schade!!!! Zum Abschluss präsentiert man uns eine „Limited Edition“, von denen es weltweit nur 20 Geräte geben wird. Mir ist es gelungen, jeweils eine Ausführung in silber und eine in schwarz zu erkämpfen. Mal sehen, welche davon ich für mich selber behalten werde.Ich kann nur jedem empfehlen, der gerade einen extrem günstigen und genau so extrem gut klingenden DAC erwerben möchte, bei den noch erhältlichen Ayazi-Restbeständen zuzuschlagen!
Zum Preis von etwa 26.000,- € kommt Ideon mit einem Al-In-One-Gerät (Nous). Das Teil habe ich mir zum Testen reserviert. Bin gespannt.
Keces
… gehört mit zu den Herstellern, die uns mit einem ziemlichen Aufgebot an Neuigkeiten überraschte. Da muss ich mich erst mal durchwühlen.
HE26 Keces2
SOtM
… gehört ebenfalls mit zu den Herstellern, die ihr Portfolio erheblich erweitert haben. Auch da wartet Arbeit auf mich.
HE26 SOtM3
Vielen Dank für Ihr Interesse! Ihr Wolfgang Saul [...]
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23. Mai 2026Live-Ticker
(Letzte Beiträge oben, damit Sie schneller erkennen können, ob sich etwas getan hat)
Die Bewertungen unserer Kunden finden Sie jetzt hier:
primecore-audio-bewertungen
23.Mai 26 – Aktuelle Lage
Meine Güte – schon ein halbes Jahr her seit meinem letzten Eintrag. Sorry!
Aber so richtig was neues hat sich auch nicht getan. Immer wieder gelingt es uns an weitere Bestände der Boards heran zu kommen, sodass die Produktion weiterlaufen kann. Derzeit reichen die Bestände vermutlich noch sicher bis zum Jahresende. Immer wieder scheint es auch so zu sein, als würde ASUS dieses Board noch einmal erneut produzieren. Das ist seltsam, denn die Modellreihe geht mittlerweile hoch bis zur Generation 16. Leider aber ist es mir bisher nicht gelungen, einen Nachfolger mit ähnlich gutem Klangergebnis zu finden.
Nach wie vor ist auch die Begeisterung der anspruchsvollen Besitzer ungebrochen und der Klangabstand zu vielen deutlich teureren Gerätschaften immer noch groß genug, aber trotzdem geht unsere Suche nach aktuellen Bauteilen weiter. Ich versichere Ihnen, dass ich mit echten Neuigkeiten nicht hinterm Berg halten werde.
5. November 25 – Suche nach Nachfolger aussichtslos?
Die erste Suche nach den Bauteilen für den PrimeCore Audio A7-2 (dem aktuellen Modell) hat insgesamt etwa zwei Jahre beansprucht. Die Hälfte dieser Zeit suche ich jetzt aktuell schon nach den Nachfolgebauteilen. Hierbei liegt der derzeitige Fokus auf dem Motherboard. Das bisherige Modell mit der Bezeichnung BNUC13L5BV70000 ist nicht mehr zu bekommen.
Die letzten 40 Geräte mit diesem Board liegen noch auf Lager und werden hoffentlich für das Weihnachtsgeschäft 2025 reichen. Geht man von einer reinen Produktionszeit von etwa 6 Monaten aus, werde ich mich also erneut mindestens auf ein Lieferloch bis Mitte 2026 einstellen müssen.
Anspruch:
Das neue Board muss überhaupt nicht besser klingen als das bisherige. Könnte mir jemand noch eine größere Stückzahl davon liefern, würde ich sie sofort ordern.
Aktuelle Hörvergleiche mit Streaming-Geräten und „Musiccenter“ bis hin zu 20.000,- € lassen mich hervorragend ruhig schlafen und bringen mich eher zu der Überzeugung, dass es besser eigentlich gar nicht klingen kann als mit dem aktuellen PrimeCore Audio A7-2.
Statement:
Wenn Sie mich heute fragen, ob und wann es einen Nachfolger geben wird, kann ich Ihnen diese Frage nicht beantworten. Ich kann Ihnen aber eines bereits versichern:
Solange es mir nicht gelingt, einen klanglich in allen Punkten „würdigen“ Nachfolger zusammenzustellen, wird es gar keinen PrimeCore Audio A7-3 geben.
3. April 25 – Das Emblem ist endlich da!
Ich hatte wahrlich nicht damit gerechnet, dass es sooo lange dauern kann, ein “doofes” Emblem angefertigt zu bekommen. Aber jetzt ist es endlich angekommen. Und so sieht es aus:
Um Falschlieferungen zu vermeiden, bitte ich Sie bei Interesse Ihr kostenloses Exemplar bei Nennung der Seriennummer, (Hinten auf dem Gerät und Aufkleber unter dem Gerät) per E-Mail anzufordern.
Jeder Besitzer eines PrimeCore Audio-Gerätes ist zur Anforderung berechtigt.
3. April 25 – Status
Die Boards der 13. Generation laufen aus. Die 14. Generation ist verfügbar, die 15. Generation folgt zeitnah. In wieweit diese Boards für uns nutzbar sein werden, müssen wir noch weiter ermitteln. Asus setzt bei den neuen Generationen auf erweiterte KI-Fähigkeiten, was derzeit für uns noch nicht genutzt werden kann. Erste Hörversuche haben leider keine Klangsteigerung gebracht – allerdings fehlen uns auch noch die Tests mit alternativen M.2-SSDs und RAM-Bausteinen.
Zum Glück ist es uns gelungen, noch weitere 65 Motherboards der 13. Generation zu ergattern. Der gesamte Lagerbestand sollte damit wohl noch bis zum Jahresende ausreichen.
21.Dezember 24 – Frohe Weihnachten!
Zum Jahresende hin hat sich die Liefersituation nun doch beruhigt und niemand muss mehr ohne PrimeCore Audio A7 leben, der es nicht will. 🙂 Die Probleme sind von der Qualität her auf Normalmaß gesunken und die Zeit der schlaflosen Nächte sind vorbei.
Der Hersteller unserer Frontblendenlösung hatte zwar jetzt keine Zeit mehr für uns – aber im nächsten Jahr klappt das ganz sicher. Besitzer der ersten Generation A7 erhalten selbstverständlich ebenfalls die Möglichkeit, ihre Geräte entsprechend auszustatten.
Mein Ideen-Heft für 2025 ist prall gefüllt und ich kann Ihnen versprechen, dass es spannend weitergehen wird.
Ihnen allen jetzt ein frohes, besinnliches Fest, einen guten Rutsch, viel Freude an toller Musik und vor allem:
Bleiben Sie gesund!
21. November 24 –
Statusmeldung und Dank an meine tollen Kunden!
Unsere Lager füllen sich und alle bestehenden Bestellungen konnten bereits ausgeführt/verschickt werden.
Bei der Frontblende zeichnet sich eine edle Lösung ab – wir sind nur noch in der Feinabstimmung.
Ich möchte mich bei allen Kunden bedanken, die mehr Geduld und Verständnis aufgebracht haben, als ich es hätte erwarten dürfen. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, diese Zustimmung, Unterstützung, Treue und Bestätigung zu erfahren.
Mir bleibt da nur, mich bei Ihnen allen mit einem tollen Produkt und einem noch viel tolleren Klangergebnis zu bedanken.
Ich werde nicht aufhören, auch weiterhin nach den Lösungen mit dem besten Klang zu suchen und all die vielen Tests durchzuführen, die man als einzelne Person ohne Unterstützung der Hersteller gar nicht durchführen kann.
Vielen lieben Dank!
31. Oktober 24 – Frontblende – Rückmeldungen
Vielen lieben Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen. Das Ergebnis will ich Euch nicht vorenthalten:
Die Mehrzahl will lieber eine gut aussehende Front ohne Löcher, Buchsen und Kappen – aber es gibt auch den Wunsch, mal eben schnell einen USB-Stick fürs Backup oder ein CD-ROM-Laufwerk zum Rippen anstecken zu können – ohne hinter die Anlage kriechen zu müssen.
Um beiden Wünschen gerecht zu werden, erarbeite ich gerade den Plan, eine Metall-Platte in der Größe der Frontplatte anfertigen zu lassen. Hinten würden zwei Quader herausstehen, die genau in die Aussparungen für die USB-Buchsen passen. Damit kann man die Platte dann einfach aufstecken und genau so einfach wieder abnehmen. Das beste daran wäre, dass wir jetzt keine Verzögerungen mehr hinnehmen müssten, alle Geräte sofort ausliefern könnten und selbst Besitzer der 2023-er Lieferungen die Nachrüstung erhalten könnten.
Und so könnte das dann aussehen: (Allererster Entwurf als einfache 3-D-Zeichnung)
27. Oktober 24 – Erste Liefermenge an UPS übergeben
Am Freitag (25.10.) konnte endlich die erste Liefermenge an UPS übergeben werden und soll morgen bei uns eintreffen. Mit ihr können wir alle Erstbesteller beliefern. Die nächste Liefermenge soll uns aber ebenfalls schon in der kommenden Woche erreichen.
Zum Thema Frontblende erhalte ich gerade sehr viele E-Mails. Die meisten mit der Aussage:
“Macht die Löcher vorne ganz zu! Den Kopfhörerausgang braucht kein Mensch und die vorderen USB-Ausgänge auch nicht. Hinten gibt es ja mehr als genug Anschlüsse. Lieber eine schöne glatte Front als diese hässlichen USB-Kappen!”
Wie seht Ihr das? Braucht man diese USB-Anschlüsse da vorne oder reichen die Buchsen an der Rückseite?
Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen.
25. Oktober 24 – aus dem kleinen “Schlenkerchen” wurde eine kleine Katastrophe.
Es schien uns so verlockend und so “perfekt” zu sein – die neuen Frontblenden waren bereits unterwegs aus England zur Installationsstraße in München – nur noch ein paar Tage Verzögerung … Und dann?
Erst hingen die Blenden beim Zoll fest – weil man darin keine “Computerteile” erkennen konnte – und dann – sind sie auch noch unbrauchbar, weil die Löcher falsch sind. Was würde Otto sagen?: “Kleinhirn an Großhirn: Ärgern-Ärgern!”.
Wir haben uns jetzt zu folgendem Vorgehen entschlossen:
* Die Geräte werden definitiv in der nächsten Woche an die Kunden verschickt. (Mit “falscher” Blende)
* Wir werden uns in aller Ruhe neue – passende – Blenden anfertigen lassen.
* Sobald diese vorhanden sind, bekommen alle Besitzer der bereits ausgelieferten Geräte eine neue Blende mit Umbauanleitung.
Da die Blenden nur gesteckt und mit winzig kleinen Streifen Klebeband fixiert sind, ist der Wechsel ein Kinderspiel.
Natürlich können wir den Wechsel auch hier bei uns vornehmen.
Mir bleibt nur, mich bei den Bestellern zu entschuldigen. Es war mal wieder eine sehr lehrreiche Entwicklung. Sorry!
14. Oktober 24 – noch ein kleines “Schlenkerchen”.
Uns wurde am letzten Donnerstag auf einmal die zeitnahe Lieferung der neuen Frontplatten avisiert, weshalb wir kurzfristig beschlossen haben, die Geräte nicht auszuliefern, sondern noch festzuhalten und zum Ende dieser Woche dann die komplette neue Charge mit neuer Frontplatte auszustatten. Geändert wurde das Loch für die 3,5mm-Klinke. Das ist jetzt rund, sodass die verfügbaren Stopfen dort perfekt hineinpassen und kein Licht aus dem Inneren mehr nach aussen dringen kann. Die Kunden, die ihren PrimeCore Audio A7 bereits bestellt haben, wurden persönlich benachrichtigt. Sobald alle Lagergeräte umgerüstet wurden, werde ich die neue Frontplatte auch für Bestandskunden bestellbar machen.
28. September 24 – Ab sofort wieder bestellbar
Soeben habe ich den PrimeCore® Audio A7 wieder bestellbar gemacht. Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich in der 41. KW.
Neu:
Ab sofort kann jeder Besteller ein Installations-Paket, ein Unterstützungs-Paket und ein Service-Paket kostenfrei mitbestellen. Mit dieser Maßnahme gehen wir auf die vielen Sorgen und Gedanken unserer Kunden ein und unterstreichen damit, welch außergewöhnliches Produkt man mit einem PrimeCore Audio erwirbt. Alle bisherigen Käufer erhalten diese drei Pakete selbstverständlich ebenfalls – sozusagen a posteriori – wobei vermutlich nur noch das Service-Paket von Bedeutung werden könnte.
26. Septermber 24 – Zollfreigabe erhalten
Endlich hat der Zoll die Gehäuse freigegeben. Morgen werden sie uns angeliefert. In der nächsten Woche werden wir sie entsprechend bestücken, betanken und die Stresstests durchführen. In der Woche darauf werden wir sie im Online-Shop bestellbar machen und die Reservierungen ausliefern.
Theoretisch dürfte von da an “Normalität” eintreten, denn die gelieferte Stückzahl sollte bis zum Jahresende reichen.
… schnell auf Holz klopfen. 😉
18. September 24 – Erste Systeme unterwegs aus GB
Die Gehäusefertigung der ersten Charge ist abgeschlossen. 100 Stück sind bereits unterwegs nach München zu unserem Service-Partner. In diesem Jahr haben wir die Prozedur angepasst und erledigen fast alles hier in Deutschland. Dadurch haben wir einen direkteren Zugang und können schneller auf sich ändernde Anforderungen reagieren. Auch Service-Fälle könne wir so schneller abwickeln.
Status zur BIOS-Anpassung:
* Die helle LED auf dem Board kann nicht ausgeschaltet werden, da sie die einzige Kontrolle darstellt, ob das System startet oder nicht. Stattdessen werden wir neue Platten für die Acrylfront fertigen lassen, die einen runden Ausschnitt (statt eckig) für die 3,5mm Klinkenbuchse haben. Die Klinkenbuchse werden wir dann mit einem Staubschutz-Propfen versehen, der das Loch dicht abschließt. Damit sollte das Problem beseitigt sein.
* Den blauen Leuchtring um den Ein-/Ausschalter werden wir etwas dunkler einstellen.
* Einige interne Schnittstellen konnten wir problemlos deaktivieren – auch wenn diese Maßnahme keinen Klangzugewinn gebracht hat. Um weitere Schnittstellen deaktivieren zu können, müssten wir eine Beta-Version erstellen, die wir dann an einige Testpersonen ausliefern müssten. Diese Aufgabe werden wir wohl auf das Sommerloch 2025 verschieben. 😉
* Wir prüfen gerade, ob wir die Systeme mit einem Zusatzschalter für die Deaktivierung der blinkenden LED an der RJ45-Buchse ausstatten können. In manchen Geräten (Switches) lassen sich dadurch tatsächlich Klangverbesserungen erreichen. Ob auch der A7 darauf reagiert, wissen wir erst, wenn wir es mal testen konnten.
30. August 24 -Versprechen gehalten,
der A7-Preis bleibt unter 3.000,- €
Der neue Preis wird wie versprochen mit 2.998,- € unter 3.000,- € bleiben. Um das zu ermöglichen, waren ein paar wichtige Entscheidungen erforderlich.
*) Wir mussten den A5 einstellen, um uns in der Produktion auf ein Modell zu konzentrieren und damit die Logistikkosten zu senken. Auf 85 A7 kamen 15 bestellte A5 – diese Entscheidung war also nicht all zu schwer.
*) Den Plan, in die neue Preisgestaltung eine HiFi-übliche Händlerspanne einfließen zu lassen, mussten wir verwerfen. Sie werden also auch weiterhin Ihren PrimeCore Audio A7 hauptsächlich bei mir einkaufen – sozusagen als “Direktkauf”. Allerdings werden wir uns nicht weigern, auch engagierte Händler wie Markus Wierl (audiofreak) zu beliefern, die von unserem Produkt überzeugt sind und Ihren Kunden eine außergewöhnliche Streaming-Komponente anbieten möchten, auch wenn die Kasse mal etwas leiser klingelt.
Wir werden in den nächsten Tagen den A7 wieder bestellbar machen – die Produktion läuft bereits.
22. August 24 – Umfrageergebnis
Vielen lieben Dank für Ihre Rückmeldungen – sie sind so eindeutig, dass wir die Umfrage heute abschließen können.
Das Fazit ist:
zu A) Die Schnittstellen sollten nur dann deaktiviert werden, wenn sie sich sonst auf den Klang auswirken.
zu B) Die helle LED hinter dem Klinkenanschluss (Frontplatte) sollte ausgeschaltet werden.
zu C) Der blaue Ring um den Ein-/Ausschalter sollte dunkler leuchten.
Diese Vorgaben besprechen wir soeben mit unseren BIOS-Spezialisten – wir gehen davon aus, dass wir sie umsetzen können.
18. August 24 – Langzeittest bestanden
… es geht weiter!
Eine Woche lang läuft das ASUS-Board jetzt in verschiedenen Konstellationen und es braucht wohl mehr als “meine klangverwöhnten” oder die berühmten Fledermausohren, um zwischen dem Intel- und dem Asus-Board einen Klangunterschied ausmachen zu können.
Die nächsten Schritte:
Genügend SSDs und RAM-Riegel für das ganze Jahr 2024 wurden von mir abgerufen und gehen uns jetzt zeitnah zu.
Die Gehäuseproduktion wurde gestartet.
Parallel experimentieren wir mit verschiedenen BIOS-Einstellungen zur weiteren Optimierung.
Immer wieder wurde der Wunsch an uns herangetragen, ab Werk alle (!!) Schnittstellen die nicht für Roon benötigt werden, bereits im BIOS zu deaktivieren. Bisher sind wir da wie folgt vorgegangen:
Wenn das Abschalten der Schnittstellen nicht zu einer Klangverbesserung führt, lassen wir sie eingeschaltet, um die Flexibilität der Server zu erhalten. Nicht jeder Käufer eines PrimeCore Audio nutzt ihn als Roon-Core-Server.
Möchten Sie mir helfen und die Entscheidungen mit beeinflussen?
Umfrage:
Welche Meinung haben Sie zu folgenden Punkten:
A) Sollen möglichst viele Schnittstellen ab Werk abgeschaltet werden, nach dem Motto: Wer sie später braucht, kann sie ja wieder einschalten?
B) Sollen die Kontrollleuchten auf dem Board abgeschaltet werden, auch wenn es einen Service erschwert?
C) Soll der blaue LED-Ring um den Ein-/Ausschalter dunkler leuchten?
Die Antworten bitte an: hifistudio@audiosaul.de
Vielen Dank!
Die Liefertermine und die endgültigen Bauteil-Preise erhalten wir in der kommenden Woche. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
11. August 24 – Hörtest-Ergebnisse
Erster Durchgang – Dritter Tag:
Mit Xmore-SSD und ATP-RAM-Riegel – also so, wie der PrimeCore bisher auch ausgeliefert wurde.
Fast glaube ich, dass der Klang noch ein wenig besser ist als vorher – was sich aber im Blindvergleich nicht bestätigt. Da spielt mir dann doch wohl die Psyche einen kleinen Streich. Ich höre, was ich hören will. Weder nach langen Hörphasen noch im direkten A-B-Vergleich lässt sich tatsächlich ein Unterschied ausmachen. Dies ist wohl die wichtigste Aussage überhaupt.
Weitere Durchgänge:
Ich möchte wissen, ob dieses Board genau so empfindlich auf andere SSDs und RAM-Riegel reagiert wie das Original-Asus-Board. … und kann es kurz machen: Auch daran ändert sich gar nichts. RAM-Riegel von Crucial, Kingston und selbst Xmore sorgen auf der Stelle dafür, dass der PrimeCore so klingt, wie “irgendein NUC” auf dem Markt – nämlich erstaunlich gut, aber weit weg von dem was Musik zu Musik werden lässt. Genau so bleibt es auch, wenn ich auf meine mittlerweile recht stattlich ausgestattete Sammlung an M.2-SSDs zurückgreife.
Fazit: Es bestätigt sich, dass die Kombination aus dem NUC13L5Bv7, der Xmore pSLC und den ATP-Arbeistsspeicher-Riegeln ein erstaunlich musikalisches Trio bildet. Ob es meinem Fleiß zu verdanken ist oder ob es an einer glücklichen Fügung liegt, vermag ich nicht zu sagen, aber mit diesem Konstrukt kann, muss und wird es jetzt weitergehen.
Jetzt stehen nur noch Preisverhandlungen an. Den bisherigen Preis werde ich nicht halten können, weil fast alles gute 20% teurer geworden ist – aber ich gebe hier schon mal das Versprechen ab, dass der Preis für den A7 eine 2 vorne behalten wird. Vermutlich wird mir aber nichts anderes übrig bleiben, als den A5 erst mal aus dem Programm zu nehmen.
9. August 24 – Board ist angekommen
Hipp-Hipp … das erste ASUS-Board hat uns soeben erreicht. Technisch betrachtet handelt es sich tatsächlich um das “identische” Board. Ich bin zufrieden. Penibel betrachtet lassen sich allerdings doch auch Unterschiede entdecken. Das Platinen-Material an sich ist ein klein wenig anders und man findet unterschiedliche Bauteile. Alles in einem Rahmen, den sich jeder Hersteller von solchen Bauteilen in seinem Kleingedruckten sogar für eine laufende Serie vorbehält. Selbst Intel hätte also vermutlich zwischen den Fertigungs-Chargen solche Anpassungen vornehmen müssen. Aber das macht es natürlich umso spannender. Heute ist “Bastelstunde” und ein erstes Hineinhören angesagt. Sobald ich valide Aussagen treffen kann, werden Sie sie hier lesen können.
Nachfolgend ein paar Bilder zum Vergleichen:
8. August 24 – Lieferbestätigung erhalten
Man kann es manchmal gar nicht glauben, wenn es dann nach etlichen Verzögerungen endlich doch passiert. Soeben habe ich den Lieferschein zugemailt bekommen – das erste Pro-Board “13L5Bv7” aus der Produktion von ASUS ist tatsächlich auf dem Weg zu mir. Die Spannung steigt. 🙂
9. Juli 24 – ASUS nennt uns verbindlichen Liefertermin
End Juli sollen die ersten NUC13L5Bv7-Boards aus der eigenen Fertigung lieferbar sein. Sollten wir die klangliche Gleichwertigkeit zu den Intel-Boards bestätigen, können sofort ausreichende Stückzahlen geliefert werden.
30. Juni 24 – PrimeCore Audio referiert auf einer IT-Veranstaltung
Am 11. Juli findet in München (Neufahrn-Vaterstetten) eine Veranstaltung der IT-Branche (Boston T.I.D.) statt. Wir wurden eingeladen, dort über das Zusammenwachsen der Musik- mit der IT-Branche zu referieren. Natürlich werde ich diese Chance nutzen, um in der IT-Welt die notwendigen Sensoren zu installieren. So lange IT-Elektronik unter Ausschluss von Musikliebhabern entwickelt wird, ist es sehr kompliziert und langwierig, die klanglich passenden Bauteile zusammen zu stellen. Mit ein wenig Glück treffe ich dort auf offene Ohren und wir können irgendwann auf echte “Audio-Bauteile” zurückgreifen.
Rückmeldung am 13.07.24:
Es war extrem interessant! Offensichtlich für beide Seiten.
Wir hatten eine kleine – aber feine Anlage im Gepäck und konnten damit IT-Fachleute aus der ganzen Welt in Erstaunen versetzen. Solch eine Dreidimensionalität hatten sie noch nicht gehört. Nicht wenige schauten sich die Lautsprecher an und fragten: “Spielen die überhaupt? Die Musik kommt doch ganz woanders her!”.
Aber auch ich war fasziniert von den Vorträgen – vor allem über die Zukunft der künstlichen Intelligenz. Beispiel: Die App Perplexitiy, die sozusagen Google und ChatGPT vereint und “menschlich” gestellte Fragen inhaltlich verstehen kann. Unbedingt mal ausprobieren!
30. Juni 24 – ASUS überrascht uns
Asus hat uns in der letzten Woche mitgeteilt, dass man uns zeitnah nicht nur ein Board der 13. Generation aus eigener Produktion zur Verfügung stellen wird, sondern auch ein neues Board, was dann die 14. Generation werden soll.
22. Juni 24 – Beide Modelle ausverkauft
Jetzt sollte schnellstens etwas passieren – wir werden den Druck auf unsere Zulieferer erhöhen müssen.
22. Juni 24 – Scherzkeks?
Kurz: Was ich da “von ASUS” bekommen habe, ist nicht nur ein zum Vorgänger identisches Board, sondern es ist (!!) ein Board der Vorgänger-Serie. Die Seriennummer und selbst die MAC-Adresse lassen sich nahtlos in die Serie einfügen, die ich bisher für PrimeCore-Audio verwendet habe. Ganz klar: Das Board ist toll und wenn noch irgendwo ein “geheimes” Lager davon vorhanden sein sollte, kaufe ich es gerne auf. Aber ein “Go” für die Produktion einer neuen Serie kann ich anhand dieser Lieferung leider nicht geben.
Also: Zurück auf Start – wir warten weiterhin auf ein Testboard.
18. Juni 24 – Endlich !!!!!
Soeben habe ich den Lieferschein zugemailt bekommen. Damit steht fest, dass das erste Test-Board auf dem Weg zu mir ist.
Die Bezeichnung NUC13L5Bv7 hat ASUS schon einmal beibehalten. Die Beschreibung ist ebenfalls zu der von Intel identisch.
Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass auch tatsächlich die identische oder gleichwertige Bestückung vorgenommen wurde.
Ich halte Euch auf dem Laufenden.
5. Juni 24
Die Modelle A7 sind ausverkauft.
A5 sind nur noch eine Handvoll auf Lager.
5. Juni 24 – wir warten immer noch auf das erste ASUS-Board
Die Zusage von ASUS ist eindeutig: “Das Professional-Bord bleibt unverändert – wir labeln es lediglich um!”.
Das ist toll – will ich aber sehen und hören!
Doch bisher gibt es einfach noch keine einzige Quelle, von der man dieses Board (NUC13L5Bv7) beziehen könnte.
Die immer wieder angebotenen Alternativen (ASRock und ähnliches) kommen für mich aus klanglichen Gründen nicht in Frage.
14. Mai 24 – Referenzstudie von Boston erschienen
Boston – der wichtigste Zulieferer und Service-Partner für PrimeCore Audio hat jetzt eine Referenzstudie veröffentlicht.
Hier geht es zur Studie: https://audiosaul.de/wp-content/uploads/2024/05/Referenzstudie_AudioSaul_final.pdf
27. Februar 24 – Test des A7 bei HIFISTATEMENT
Heute ist ein Testbericht über den PrimeCore Audio® A7 veröffentlicht worden.
Ich denke – er ist “ganz gut” geworden. 😉
Im Ernst – ich bin total begeistert und kann mich nur bei dem Autor Finn Corvin Gallowsky herzlich bedanken!
Zum Test – auf das Foto klicken … oder auf diesen LINK
23.Februar 24 – Tolles Video von “audio-freak” online
Unser Handels-Partner Markus Wierl (audio-freak) hat ein tolles Video online gestellt!
Hier klicken, um zum Video zu gelangen!
ACHTUNG! Sie werden nach Youtube weitergeleitet!!
23.Februar 24 – Das Lager leert sich
Leider ist es uns immer noch nicht gelungen ein Test-Board von ASUS zu bekommen. Zwar hat man uns mehrere Alternativen angeboten (AS-Rock pp), aber solche Boards werden wir selbstverständlich nicht akzeptieren. Möglicherweise steuern wir also zum Frühlingsende hin wieder darauf zu, zumindest einige Ausführungen eine Weile nicht liefern zu können.
9.Februar 24 – Roon Labs meldet sich zur Übernahme durch Harman
Enno Vandermeer von Roon Labs hat ein sehr beruhigendes Statement zur Übernahme veröffentlicht. Das Statement finden Sie unter dem Link: https://blog.roonlabs.com/
Hier ein paar für mich besonders wichtige Passagen aus dem Statement (automatische Übersetzung!)
Harman erwarb Roon, um einer Geschäftsstrategie zu dienen, aber es ist wichtig zu verstehen, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger eine tiefe Wertschätzung für unser Produkt haben. Sie bewundern, was wir getan haben, und setzen sich dafür ein, Roon zu erhalten und uns zu helfen, es zu verbessern.
Bei Harman wurde uns das Mandat erteilt, uns wieder mit unserem Kernpublikum zu verbinden. Dies sind die Kuratoren, die sich leidenschaftlich für die Gestaltung ihrer Musiksammlungen einsetzen, die Audiophilen, die die Nuancen von Hochleistungs-Audiogeräten schätzen, und die Genre-Experten, die auf Roon angewiesen sind, um ihr Wissen über Musik zu erweitern. Dies sind die Leute, die mehrere Streaming-Dienste haben oder die umfangreiche Bibliotheken mit Musikdateien haben – die Leute, die einfach die beste Plattform wollen, um ihre Musikbibliothek zu erleben.
Die wohl am meisten ersehnte Änderung bezieht sich auf eine Rückkehr zu dem was vorher war:
Heute kündigen wir eine Rückkehr zu Roons Verhalten vor 2.0 an. Dies bedeutet, dass unsere Benutzer ihre Musiksammlungen wieder genießen können, ohne dass eine kontinuierliche Internetverbindung erforderlich ist.
Und hier noch ein paar weitere Ankündigungen:
Erst vor ein paar Wochen haben wir ein wichtiges Update für die Download-Funktionalität von ARC eingeführt, und heute freuen wir uns, die Veröffentlichung der Unterstützung für TIDAL MAX bekannt zu geben, die jedem Roon-Benutzer mit einem TIDAL HiFi Plus-Abonnement eine riesige Bibliothek mit hi-ressiven PCM-Inhalten bietet.
Wir achten auf vernachlässigte Aspekte des Produkts – wobei Leistung und Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen – um sicherzustellen, dass Roon felsenfest bleibt.
Wir werden lange angeforderte Funktionen, die wir vermieden haben, wie das Durchsuchen von Ordnern und die Verbesserung der Art und Weise, wie Roon mit Box-Sets umgeht, erneut aufgreifen.
Große Verbesserungen unserer Playlist-Funktionalität sind in der Pipeline (Halleluja!).
25.Januar 24 – Hebt ASUS die Preise heftig an?
Erste Angebote im Netz für das von uns verwendete Board BNUC13L5BV70000 werfen Preise ab etwa 1.220,- € aus. Das wäre eine Preisanhebung um satte 400,- € allein für das Mainboard. Unsere Preisanfragen wurden leider noch nicht abschließend beantwortet. Ich werde nachberichten.
23. Dezember – Status
Mehr als die Hälfte der PrimeCore-Audio®-Streamer sind bereits abverkauft. Das hat selbst unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Für Ihr Vertrauen sage ich Ihnen vielen lieben Dank!
ASUS hat jetzt nun definitiv entschieden, die beiden von uns eingesetzten Pro-Boards NUC13L5Bv7 und NUC13L5Bv5 lediglich umzulabeln und im Original weiter zu produzieren. Dennoch warten wir auf die ersten Testboards und werden diese genauesten prüfen.
Mit Herrn Dr. Oehlrich (Rooextend) hatten wir ein sehr interessantes Gespräch, bei dem es um die Frage ging, ob man ROCK ohne Klangverluste durch ein Betriebssystem ersetzen kann, in dem die Zusatzfunktionen von rooextend bereits integriert sind. Dadurch wäre man nicht mehr auf das externe Kästchen angewiesen. Im Laufe des Jahres 2024 wollen wir dieser Frage mal gemeinsam nachgehen. Das wird sehr spannend.
Hier noch eine erste spannende “Erlkönig-Fotomontage”, über die wir noch nichts weiter verraten möchten.
Bisher sind nur erste Sondierungsgespräche gelaufen und ob es überhaupt realisiert wird, steht auch noch nicht fest.
Aber ich dachte mir, dass so etwas doch gut zur Weihnachtszeit passt. 🙂
14. Dezember – Jetzt auch i7 mit 2x 8GB RAM erhältlich
Auf Grund vieler Nachfragen haben wir uns entschlossen, testweise mal 10 Geräte der A7 mit 2x 8GB RAM (statt 2x 16GB) ausstatten zu lassen. Wer weder die DSP-Funktionen nutzt noch mehrere Räume gleichzeitig mit Musik versorgt, der wird kaum einen klanglichen Unterschied bemerken. Immerhin sorgt der i7 für reichlich Power und ein aufgeräumtes Klangbild. Der interessierte Kunde kann so 200,- € sparen und ich bin gespannt, wie dieses Angebot angenommen wird.
29. November – Roon wird Samsung
Samsung hat bekannt gegeben, dass man über Harman Roon aufgekauft hat. Wir dürfen neugierig sein, wie sich das entwickeln wird.
29. November – Es kommen die allerletzten 30 Systeme mit Intel-Boards
Jetzt steht es fest:
Wir werden zeitnah noch einmal 30 PrimeCore-Audio®-Streamer mit den Original-Intel-Boards erhalten können. Auf Grund sich häufender Nachfragen werden wir auch die A7 mit 2x 8GB RAM ausstatten lassen und als zusätzliche Option anbieten.
ASUS hat uns jetzt folgendes mitgeteilt:
Die von uns eingesetzten Pro-Boards werden von ASUS unverändert weiter produziert und auch die Bezeichnung wird beibehalten. Erste Test-Boards sind geordert – wir werden darüber berichten, sobald wir sie hören konnten.
Preislich will sich ASUS leider nicht an die Vorgaben von Intel halten. Sollten also die ASUS-Boards klanglich in Frage kommen, werden wir nicht umhin kommen, auch die Endpreise anzuheben. Sollten sich die A7 mit 2x 8GB statt 2x 16GB durchsetzen, wäre das vielleicht eine Möglichkeit, den Preis für ein System bei 2.398,- € zu halten. In diesem Fall müssten wir dann aber wohl den A5 ganz wegfallen lassen.
4. November – letzte Lieferung für 2023 erhalten
Gestern haben wir die letzte Lieferung für das Jahr 2023 erhalten. Damit sind jetzt auch alle direkt von Intel gelieferten Boards verbaut. Die erste Lieferung im Jahr 2024 wird bereits mit ASUS-Boards ausgestattet sein.
… sofern wir da keine böse Überraschung erleben. Die Preisverhandlungen laufen bereits.
24. Oktober – die nächsten 70 Systeme sind in Arbeit.
Nach dem Eintreffen der letzten benötigten Bauteile ist nun der Weg frei für die Betankung der nächsten 70 Systeme. Das war auch dringend nötig, denn der Bestand der A7 geht gerade stark in Richtung Null. Im Laufe der nächsten Woche sollten wohl die ersten Geräte bei uns eintreffen.
24. Oktober – Preise für SSDs angepasst
Es geht auf Weihnachten zu und die ersten Vorboten sind schon da. Die Preise auf dem IT-Markt ziehen gerade ordentlich an. Im ersten Schritt mussten wir die Preise für die zweite interne SSD (Musik-Festplatte) anheben. Sorry!
17. Oktober – Händlerunterstützung im Raum München/Augsburg
Herzlich Willkommen, Markus Wierl!
Zwar war nicht geplant, den PrimeCore Audio®-Streamer über weitere Händler zu vertreiben (lässt sich preislich einfach nicht abbilden), aber bei Markus Wierl aus Klosterlechfeld konnte ich einfach nicht nein sagen.
Mit einem völlig anderen Portfolio als Audiosaul und einer abweichenden Ausrichtung, eint uns beide doch die Fähigkeit, sich für etwas leidenschaftlich begeistern zu können. Wer also in Süddeutschland gerne mal einen PrimeCore Audio® in Aktion erleben will, der wende sich bitte ab sofort an:
Audio-Freak Markus Wierl GmbH
Wacholderweg 10, 86836 Klosterlechfeld
Telefon: 01512 231 6655
Internetauftritt: https://audio-freak.de/
28. September – nächste Lieferung eingetroffen!
Heute waren es ein paar Geräte mehr. 🙂
Alle Bestellungen mit einer Lieferadresse in Deutschland oder Österreich konnten heute noch verschickt werden und haben die DHL-Filiale noch vor der letzten Abholung (15:30 Uhr) erreicht! Die ersten Exemplare könnten also schon morgen zugestellt werden.
Die Lieferungen mit einer Schweizer Adresse müssen erst noch vom Zoll besichtigt und freigegeben werden.
Ich hoffe, dass das am Montag, also vor dem Feiertag geschieht.
Selbstabholung ab sofort nach Terminabsprache möglich!
22. September – Alle 24 Geräte ausgeliefert/abgeholt – Montag/Dienstag kommen die nächsten 20 Streamer.
Mit der Lieferung dürften dann alle Bestellungen erfüllt werden, die bis Ende August eingegangen sind.
Wir hoffen, in der nächsten Woche dann noch eine weitere Lieferung zu erhalten. Mit der können dann alle vorliegenden Bestellungen bedient werden.
Wir können auch schon sagen, dass ab Dienstag einige A5-Geräte übrig bleiben werden, die nach Bestellung sofort geliefert werden können.
Die ersten Reaktionen (von den Abholern) sind unglaublich – obwohl die Geräte ja noch gar nicht eingespielt sind.
Über schriftliche Rückmeldung mit der Genehmigung, sie auch namentlich veröffentlichen zu dürfen, würde ich mich sehr freuen.
21. September – Lieferung angekommen!
Die ersten 24 Geräte sind soeben angekommen. Ich werde heute nicht eher Feierabend machen, bis alle ihre Upgrades bekommen haben und versandfertig eingepackt sind. Morgen um 09:00 Uhr geht es zur DHL-Station und mit ein wenig Glück könnten Sie dann am Samstag beim Besteller sein. Die nächsten 24 Geräte gehen schon morgen auf die Reise zu mir. Und wenn ich dann noch eine weitere Lieferung in der nächsten Woche erhalte, sind alle Vorbestellungen ausgeliefert.
20. September – Erste Lieferung für morgen avisiert!
Lieferscheine und Trackinglisten liegen vor. Jetzt muss nur noch die Spedition Wort halten.
Die Überkartons sind bereits mit dem bestellten Zubehör bepackt und gekennzeichnet. Lieferscheine und Versandaufkleber sind gedruckt.
Hinweis zum BIOS-Upgrade für Kunden, die sich das Mainboard anderweitig eingekauft haben:
Bitte beachten Sie die Upgrade-Anleitung von Version 31 auf 32 wirklich exakt!! Wer das Upgrade “wie gewohnt” einspielt, läuft Gefahr, das BIOS unbrauchbar zu machen.
15. September – es läuft …
Auch heute konnten wir den Zeitplan wieder einhalten. Die Geräte sind betankt und bestückt.
Am Montag dürfen sie in ihre Verpackung und dann geht es auf den Weg zu uns.
Meine Aufgaben sind dann noch:
a) Intel hat ein wichtiges BIOS-Upgrade veröffentlicht, das werde ich natürlich noch einspielen.
b) Roon hat ebenfalls sowohl für ROCK als auch für Roon ein Upgrade herausgebracht. Im Rahmen der Endkontrolle werde ich alle Systeme auf den neuesten Stand bringen.
c) Alle Geräte werden mit den Zusatzbestellungen gemeinsam verpackt, frei gemacht und dann geht es ab zur Post. Ich rechne damit, dass ich etwa 20 Systeme pro Tag auf den Weg bringen kann – vielleicht schaffe ich es also in der nächsten Woche, alle Vorbestellungen zu verschicken.
13. September – erster Hörtest fertig
Ich habe echt hart mit mir gerungen, ob ich diesen Bericht jetzt schon online stellen soll, aber nachdem mir zig mal am Tag die Frage gestellt wird: “Wie klingt er denn nun?” – bleibt mir wohl gar nichts anderes übrig.
Also viel Spaß beim Lesen – auch wenn dadurch die kommende Woche bis zur Lieferung noch schwerer zu überstehen sein wird. Nur noch eine Woche! Versprochen.
Zum Hör-Bericht.
13. September – Betankung abgeschlossen
Morgen gehen die Systeme rüber zum Customizing.
12. September – die Betankung hat begonnen
Soeben habe ich die Nachricht erhalten, dass man jetzt mit der Betankung der Geräte begonnen hat.
Damit hat man schon mal wieder Wort gehalten. Ich bin erfreut.
Was geschieht in einer Betankungsstraße?
Es wird ein (oder mehr) Server als “Verteiler” eingerichtet. Danach werden die zu betankenden Geräte an ein Netzwerk angeschlossen und das Betriebssystem wird übertragen.
Im zweiten Gang müssen bei einem Roon-Core-Server noch die CODECS übertragen werden.
Danach erfolgt eine Endkontrolle und die fertig installierten Geräte kommen zur nächsten Station.
Dort werden die Geräte “customized”, sie erhalten also evtl. noch die bestellte zweite Festplatte.
Danach werden sie verpackt und gehen endlich auf die Reise zu uns.
Da Roon vor ein paar Tagen sowohl ROCK als auch Roon ein Upgrade verpasst hat, das aktuelle ROCK aber leider noch nicht als Download zur Verfügung steht, wird noch die Version 258 aufgespielt.
Jeder PrimeCore Audio® muss daher von mir noch einmal angeschlossen werden, um das Upgrade auf 259 einzuspielen. Dies erfolgt im Rahmen meiner Endkontrolle, ist also kein all zu großer zusätzlicher Zeitaufwand.
8. September – Die “Notfall-Geräte” sind vergeben und die erste Testrunde zu den audiophilen Netzteilen ist gelaufen.
Die Notfallgeräte sind zugeteilt und ich möchte mich hier mal wieder aufrichtig bei meinen Kunden bedanken.
Selbst die, die in der Liste ganz oben stehen, haben mir geschrieben, dass sie gerne auf Ihren Vorrang verzichten, wenn es irgendwo “brennen” sollte. Wieder einmal ein deutliches Zeichen von einem Miteinander statt Gegeneinander. Man sollte doch den Glauben an die Menschheit nicht aufgeben. 😉 Vielen lieben Dank!
Zu den Netzteilen:
In der ersten Testrunde ging es darum, drei Stunden Spielzeit bei wechselnden Anforderungen zu überstehen. Und zu meiner Überraschung hat selbst das BOTW Sbooster mit 19V bei 2,25A (entgegen den Aussagen seines Entwicklers) diese Testrunde bestanden. Lesen Sie mehr in diesem Bericht.
6. September – erste Hörprobe
Seit etwa 16:30 Uhr höre ich jetzt mit einem A7 Musik.
In den ersten zwei Stunden wusste er wohl irgendwie noch nichts mit seiner neuen Aufgabe anzufangen.
Es klang dreidimensional und dynamisch, aber es waren mehr nur Töne statt Noten. Eine Klarinette hatte zwar vorne ein Loch, aber kaum einen Körper dahinter. Stimmen klangen “lebendig” aber ohne Schmelz.
Das sieht mittlerweile anders aus. Ganz anders!
Und es macht unglaublich viel Spaß!
Titel, bei denen ich normalerweise nach 1-2 Minuten weiter-zappe, kann ich einfach nicht verlassen.
Nein – ich will Ihnen hier jetzt nicht den Mund wässrig machen und Ihre Geduld auf die Folter spannen.
Ich will Ihnen nur mitteilen, dass Sie sich auf etwas ganz Besonderes freuen dürfen und dass sich das Warten gelohnt hat.
Ich sitze hier mit stolz geschwellter Brust und merke, dass ich von Titel zu Titel übermütiger werde.
Streamer bis über 30.000,- € habe ich schon gehört.
Doch ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob die hier heute als Sieger dastehen würden.
Gar nicht sicher!
6. September – Der erste PrimeCore Audio® Server wurde verschickt
UPS war heute mal erstaunlich früh da und hat mir die fünf Vorab-Rechner geliefert. Frisch mit ROCK betankt, einer 2TB-SSD erweitert und einigem Zubehör befindet sich der erste Server jetzt auf dem Weg zum freudigen Kunden. Gerade rechtzeitig vor seiner Abreise nach Usbekistan.
Gleich werde ich das erste Vorführgerät installieren und danach steht er gerne zur Besichtigung (und zum Reinhören) bereit.
Die große Lieferung soll morgen in der Betankungsstraße ankommen. Dort versucht man, unseren Auftrag Anfang nächster Woche zwischenzuschieben. Wenn das klappt, sollte sie wohl bis zum Ende der Woche bei uns sein.
Das wäre dann eine Verzögerung von 14 Tagen. Damit kann man leben.
Sollten es bei Ihnen auch besonders dringlich sein – melden Sie sich bitte.
Mails nach dem Motto: “Wenn noch einer übrig ist, nehme ich den gerne.” liegen mir bereits reichlich vor. 🙂
5. September – Freigabe erhalten !!!
Jetzt geht es direkt zur Betankungsstraße. Dort sollte die Lieferung spätestens am Donnerstag eintreffen.
Hier haben wir zwar unsere Pool-Position abgeben müssen, aber da bei den anderen auch nicht immer alles glatt läuft, sind wir schon wieder ein paar Positionen nach oben gerutscht.
Danach muss alles nur noch schön verpackt werden und dann kann es endlich losgehen.
Der Logistiker hatte mir zwar ein Dropshipping angeboten (Direktversand zum Kunden), da aber die meisten Bestellungen noch mit Zusatz-Produkten (Netzteile, Kabel …) geliefert werden müssen, habe ich das abgelehnt.
Ich muss auch zugeben, dass ich mir die abschließende Endkontrolle nicht nehmen lassen möchte und hoffe auf Ihr Verständnis. Ich verspreche auch, dass ich ein paar Nachtschichten einlegen werde. 😉
Jetzt haben wir so lange warten müssen, da soll doch am Ende auch alles perfekt sein, oder?
Die 5 Vorab-Systeme sollen morgen schon bei mir eintreffen. (Wenn UPS mitspielt)
Wer es also überhaupt nicht mehr aushalten kann, der kann mich gerne noch einmal kontaktieren.
Da diese Geräte nicht “das System” durchlaufen, verfügen Sie aber noch nicht über eine Originalverpackung. Die müsste man dann später nachsenden.
Nun – die größte Hürde (Zoll) ist genommen. Wartezeiten von bis zu 4 Wochen sollen da durchaus üblich sein.
Heute Abend gibt es ein Schlückchen Sekt. 🙂
1. September
Es wird auch heute keine Freigabe durch den Zoll geben. 🙁
Die Auswirkungen dieser Tatsache kennen wir vom Fliegen. Verpasst unser Flieger das festgesetzte Start-Fenster, darf er sich wieder “irgendwo” in die Reihe einordnen. Ärgerlich.
Wir haben jetzt 5 Geräte für besondere “Notfälle” parallel per Express verschicken lassen. Die sollen bis zum 7.09. bei mir sein.
Sollten Sie also der Ansicht sein, solch ein besonderer Notfall zu sein, melden Sie sich bitte bei mir.
Nr.1 – Das erste Notfallgerät geht an einen Diplomaten, der zurück nach Usbekistan reisen muss.
30. August – Stückzahlen
Die Stückzahlen der ersten Lieferung sind: 50x i7 und 20x i5.
Es gibt heute noch keinen neuen Logistik-Status.
28. August – Aktueller Status: Die Lieferung ist unterwegs nach Deutschland.
24. August – Erste Lieferung verlässt morgen die Produktion.
Wie wir soeben mitgeteilt bekommen haben, verlässt die erste Lieferung morgen die Produktionsstätte in England.
Um unser Lieferversprechen an Sie einhalten zu können, haben wir uns entschlossen, auf kleinere Liefermengen zu setzen.
So müssen nicht fertige Geräte auf die Fertigstellung weiterer Produkte warten und das Risiko, dass die gesamte Lieferung vom Zoll festgehalten wird, sinkt deutlich.
Nachfolgend eine Schilderung der Abläufe zur Information:
England:
* Gehäuse-Entwicklung und Produktion
* “Hochzeit” zwischen Gehäuse und Mainboard
* BIOS-Optimierung
* BIOS-Customizing
* Standard-Netzteilgestellung
* Export nach Deutschland
Versand:
* Der Versand von England nach Deutschland dauert in der Regel etwa eine Woche.
(sofern der Zoll mitspielt)
Deutschland – Betankungsstraße:
* Integration der M.2-SSD
* Montage der RAM-Riegel
* Montage der zweiten SSD (für die Musiksammlung – sofern geordert)
* Betankung mit dem gewünschten Betriebssystem
* Erste Endkontrolle
* Verpackung in die endgültige Verkaufskartonage
* Palettenversand (Versanddauer etwa 2 Tage)
AUDIOSAUL:
* Funktionsprüfung
* Prüfung der Versionsstände (OS), Upgrade falls erforderlich
* Formatierung der Musiksammlungs-SSD
* Zweite Endkontrolle
* Zuteilung zu den Bestellungen
* Verpackung, Zuordnung des bestellten Zubehörs (Kabel, Netzteil …)
* Versand mit DHL (Versanddauer etwa 2-3 Tage)
Wir freuen uns darüber, dass unsere Partner den versprochenen Zeitrahmen eingehalten haben. So können auch wir unsere Zusicherung einhalten und die bisher bestellten PrimeCore Audio®-Server in der 36. bis 37. Kalenderwoche an unsere Kunden ausliefern. Jetzt müssen wir nur noch die Daumen drücken, dass der Zoll nichts dagegen hat. 🙂
20. August – Erste PrimeMini-Gebrauchtgeräte in der Liste
Die ersten zeitnah verfügbaren PrimeMini-Angebote liegen mir vor. Bei Interesse rufen Sie mich bitte an oder schreiben Sie mir eine E-Mail.
17. August – Progressive Audio sichert uns eine Belieferung mit Netzteilen rechtzeitig zum PrimeCore Audio®-Start zu
Progressive Audio setzt im Moment alles daran, uns ein exakt auf den Bedarf unserer Server zugeschnittenes, audiophiles Netzteil als “Special Edition” anzubieten und hat uns soeben zugesichert, dass die erste Lieferung pünktlich zum PrimeCore Audio®-Start in unserem Lager sein wird. Alle, die dieses außergewöhnliche Netzteil mitbestellt haben, werden es also gleichzeitig mit dem Server geliefert bekommen. Die nächste Lieferung wird voraussichtlich einen Monat später erfolgen können – das hängt aber noch vom Gehäuse-Hersteller ab. Die Netzteile werden 19V mit 6A stabil und dauerhaft liefern können. Natürlich können Sie auch für andere anspruchsvolle Komponenten eingesetzt werden. Eine Änderung der Voltzahl ist jedoch nicht möglich. Netzteile mit hiervon abweichenden Werten müssen einzeln bestellt werden.
17. August – Second-Hand-Vermittlung im Aufbau
Audiosaul ist gerade dabei, eine Gebrauchtbörse für PrimeMini und deren Netzteile einzurichten.
Wie zu erwarten war, möchten auch Besitzer von älteren PrimeMini-Servern und dazu passenden audiophilen Netzteilen auf einen neuen PrimeCore Audio®-Server upgraden. Andererseits erreichen mich bereits jetzt Anfragen nach Inzahlungnahmen. Deshalb erstelle ich soeben eine Tabelle mit Angeboten und Gesuchen. Ziel ist ein abgesicherter Markt mit verlässlichen Preisen, die ich zurzeit ermittle. Die Vermittlungen können auf Wunsch direkt – also durch einfachen E-Mail-Austausch – oder über Audiosaul mit Prüfung, vollständigem RESET und neuer Gewährleistung stattfinden. Bei Interesse senden Sie mir bitte eine E-Mail.
2. August – Audiosaul-Kunden sind die besten der Welt!
Seit Freitag ist der PrimeCore Audio®-Server jetzt im Shop vorbestellbar und der Abverkauf läuft traumhaft gut an.
Das war vielleicht (mit genug positivem Denken) nicht anders zu erwarten. Was mich aber überrascht hat, sind zwei Dinge:
Ersten – will die Mehrzahl der Besteller sofort bezahlen und verzichtet auf die Möglichkeit zur Zahlung bei Lieferung.
… offensichtlich, um mir die Zwischenfinanzierung zu erleichtern. Das ist wirklich toll!
Zweitens aber – und da habe ich überhaupt nicht mit gerechnet – bekomme ich eine Menge E-Mails und Anrufe, in denen man sich bei mir für meinen Einsatz bedankt. Mit rührenden Worten und zutiefst ernst gemeinten emotionalen Inhalten.
Hier entsteht aus Kunden und Händler plötzlich eine Gemeinschaft – da gibt es nicht mehr den Händler auf der einen und die Kunden auf der anderen Seite, sondern es gibt jetzt ein “Wir” – und das berührt mich wirklich stark.
Ich danke Euch dafür!
Ihr seid die besten Kunden der Welt!
27.Juli – Die letzte Hürde ist genommen – der Weg ist frei!
Soeben haben wir beiderseitig die Verträge zur Belieferung mit den von uns festgelegten Boards Intel® NUC13L5Bv7/5 unterschrieben und damit den Weg frei gemacht für unsere PrimeCore Audio®-Server A5 und A7.
Zwar ist nicht ganz die gewünschte Liefermenge dabei herausgekommen, aber sie sollte ausreichen, den Übergang von Intel® zu ASUS aufmerksam verfolgen und in Ruhe prüfen zu können, wann ASUS die ersten Boards produziert und inwieweit diese dann immer noch unseren Ansprüchen gerecht werden.
Die Kontakte zu ASUS werden soeben aufgebaut. Uns geht es natürlich vor allem darum, ASUS zu verdeutlichen, auf was es uns beim Musikhören ankommt und zu verhindern, dass man aus einer Unwissenheit heraus für uns wichtige Ausstattungsmerkmale wie z.B. den USB 2.0-Anschluss weglässt. So, wie es Intel® ja auch schon mal getan hat.
Unsere Erfahrungen mit Intel® haben damals gezeigt, dass die IT-Branche dankbar für solche Tipps ist. Ich hoffe, dass wir bei ASUS auf ähnlich offene Ohren stoßen werden.
Jetzt geht es aber erst einmal darum, den A5 und den A7 bestellbar zu machen. Ich bereite gerade die Eingabe in den Shop und die Informationen an meine Wartelisten-Kunden vor. Mir fehlen noch ein paar Preisangaben für die Zusatz-SSDs, aber auch das sollte jetzt zeitnah geschehen.
Die erste Lieferung ist für Ende August avisiert. Das sind ja jetzt nur noch gute 4 Wochen. Die überstehen wir auch noch, oder?
Ich darf mich bei Ihnen für Ihre Geduld und die vielen Zusprachen bedanken. Sie haben mir zwischendurch sehr dabei geholfen, am Ball zu bleiben und nicht alles hinzuwerfen. Am Ende geht es ja um die einfachste und beste Art, mit Roon Musik zu genießen und sich an einer tollen Klangqualität zu erfreuen. Und alle, die diesen Live-Ticker aufmerksam verfolgt haben, wissen jetzt, wie diese Klangqualität zustande kommt und dass es ganz und gar nicht egal ist, welche Computer-Bauteile man dafür verwendet.
Und ich werde die Preise auch nicht an die geänderte Situation anpassen, sondern so belassen, wie ich sie angekündigt habe.
Das ist mein Dankeschön an Sie!
25.Juli – Es läuft ein Hauen und Stechen um die letzten Teile –
aber noch schlagen wir uns ganz gut. 🙂
Intel hat weitere Fakten bekannt gegeben. Der letzte Bestelltag für bereits produzierte NUC-Artikel ist der 1. September 2023.
Intel produziert nichts mehr neu.
Ausgeliefert wird dann bis Ende September – danach liegt alles in den Händen von ASUS.
Aus dem Hause ASUS kommen zurzeit zwar einige vielversprechende Ankündigungen – aber noch keine konkreten Angaben.
Das von mir ausgewählte Board wollte Intel uns erst gar nicht mehr liefern, dann nur als fertige NUC-Kits und jetzt dann doch als Board, aber nicht in den bestellten Stückzahlen und nicht zum vereinbarten Preis. Und außerdem nur i7 und keine i5.
Zum Glück haben wir starke Partner aus dem IT-Bereich an unserer Seite und so wechseln unsere Aussichten im Moment fast stündlich zwischen dunkelrot und leuchtend grün. 🙂
Eines zeichnet sich aber gerade ab:
Egal, mit wie vielen Blessuren wir dieses Hauen und Stechen um die letzten Teile auch überstehen werden, Ende August werden wohl die ersten PrimeCore-Audio®-Server auf die Reise zu ihren Besitzern gehen.
Mit einem verbauten NUC Board der Serie NUC13L5Bv7!
Mir fehlen noch ein paar Angaben und schriftliche Zusagen- wenn die mir komplett vorliegen, werde ich den Artikel in den Shop stellen.
19. Juli – Das NUC-Format wechselt zu ASUS
Wie man aus der folgenden Intel Meldung von gestern:
https://www.intel.com/content/www/us/en/newsroom/news/intel-nuc-systems-agreement.html#gs.3ahjwk
… ersehen kann, hat sich Intel nun dafür entschieden, das NUC-Format (zwar nicht exklusiv, aber doch hauptsächlich) an ASUS zu übergeben und ist gerade dabei, mit diesem Hersteller Term Sheets (Vorverträge) auszuarbeiten.
Mit dieser Wahl stellt Intel sicher, dass das NUC-Format weiterhin in den Händen eines Herstellers bleibt, der nicht den hart umkämpften Biligmarkt im Fokus hat, sondern der an die vielen kleinen Hersteller und IT-Betriebe denkt, die mit dem NUC in der Lage sind, hochwertige und zuverlässige Systeme in Firmen, Praxen oder Schulungsräumen zu integrieren.
Damit dürften die NUCs sicher auch in Zukunft zu den teureren Mini-PCs gehören, dafür aber auch auf eine gewohnt hohe Qualität hoffen lassen.
Asus hat in diesem Rahmen bereits zugesichert, den Service und den Support auch für auf dem Markt befindliche NUCs zu übernehmen. Auch das ist wohl positiv zu bewerten.
13. Juli – Statement
Soeben habe ich von meinen Zulieferern inhaltlich folgendes Statement erhalten:
Intel hat am Dienstag bekannt gegeben, dass man sich vom NUC-Markt trennen wird.
Veröffentlichte Roadmaps und Lieferzusagen werden aber verbindlich eingehalten.
Wir haben unseren Lieferanten gefragt, wann genau die 13. Generation ihre finale Phase erreicht.
Laut Roadmap war dies für das Jahr 2028 vorgesehen.
Die Antwort bestätigt das Einhalten der Zusagen, stellt aber auch zugleich die Frage in den Raum, wie lange Intel noch Abnehmer für diese Boardgeneration finden wird, wenn es bereits aktuellere Alternativen gibt.
Wir selbst haben enge Partnerschaften mit innovativen Unternehmen wie z.B. ASRock geschlossen, um auch weiterhin NUC-Lösungen mit hochleistungsfähigen Intel-CPUs anzubieten. Der Formfaktor wird also nicht nur fortbestehen, sondern er wird weiter entwickelt und besser werden.
Dann, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen sein wird, von der 13. auf die 14. Generation zu wechseln, wird Intel diesen Schritt nicht mehr gehen.
Für uns bedeutet es also, dass das Projekt wie geplant starten kann und wir uns auf eine ausreichend lange Zeit einstellen können, um früh genug nach einem Nachfolger suchen zu können.
Wie heißt es doch so schön?: Nach der Entwicklung ist vor der Entwicklung! 🙂
12. Juli – Intel stellt die Entwicklung weiterer NUC ein.
Ein Sprecher von Intel hat gestern (11.07.23) folgendes mitgeteilt:
We have decided to stop direct investment in the Next Unit of Compute (NUC) Business and pivot our strategy to enable our ecosystem partners to continue NUC innovation and growth. This decision will not impact the remainder of Intel’s Client Computing Group (CCG) or Network and Edge Computing (NEX) businesses. Furthermore, we are working with our partners and customers to ensure a smooth transition and fulfillment of all our current commitments – including ongoing support for NUC products currently in market.
Im Klartext sagt Intel hier:
* wir entwickeln keine neuen NUC mehr
* wir geben diesen Zweig an einen Partner ab (im Gespräch sollen ASUS und ASRock sein)
* Intel bleibt bestehen, will wachsen und stärker werden, aber auf anderen Gebieten
Welche Auswirkungen dies für mein Projekt haben wird, versuche ich gerade zu ermitteln.
Schon seit 2021 war zu erkennen, dass Intel die NUC-Sparte nicht mehr so bedienen konnte, wie es dem Markt gerecht gewesen wäre. Jeder Schritt zog sich hin und die bestellbaren Mengen sanken in den Keller. Und nicht alles war mit der Corona-Krise zu rechtfertigen. So wäre es aus meiner Sicht jetzt durchaus zu begrüßen, wenn man das NUC-Konzept endlich an einen Partner wie z.B. ASUS (mein Wunsch-Kandidat) weitergeben würde. Asus-Boards genießen einen hervorragenden Ruf in der Computer-Szene und mit einem Produkt wie dem NUC könnte man sich dort ein weiteres Highlight zulegen.
Warten wir jetzt mal auf die Reaktion meiner Zulieferer. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
11. Juli – Antworten auf die zurzeit am meisten gestellten Fragen:
Netzteile:
Beide Modelle (A5 und A7) werden mit einem ausreichend dimensionierten Schaltnetzteil ausgeliefert.
Bisher positiv getestete audiophile Netzteile:
Keces P8 Single
Keces P14
Keces P28
Wir haben Progressive Audio mit der Entwicklung eines Netzteils speziell für unsere A5/A7-Modelle beauftragt. Hierzu später mehr.
Interne Festplatten (2. Festplatte für die Musik-Bibliothek!):
Wir werden interne Zusatz-Festplatten (2,5″-SSD) mit den Kapazitäten 1TB, 2TB und 4TB anbieten. Die Preise werden beinhalten: Die Festplatte, die erforderlichen Kabel und Adapter, die Stromanbindung, das Befestigungsmaterial, die Montage, die Inbetriebnahme, die Formatierung, die Prüfung und die Garantieabwicklung (5 Jahre) über uns. Die Preise werden wir zum Verkaufsstart bekanntgeben. Eine Ausstattung mit höheren Kapazitäten (8TB) ist möglich. Ich weise aber darauf hin, dass es sich dann um QLC-Platten mit einer geringeren Lebenszeit handelt.
Aufnahme in die Warteliste:
Bitte senden Sie uns eine E-Mail mit Ihrem Namen. Wir tragen Sie in die Liste ein und benachrichtigen Sie, sobald die Geräte bestellbar sind. Bestellungen von Kunden auf der Warteliste werden zeitlich bevorzugt berücksichtigt.
Anschlussmöglichkeiten:
Ein PrimeCore Audio®-Server wird (wie jeder andere Roon-Core-Server auch) angeschlossen:
a) entweder ganz einfach über das Heimnetz (LAN/WLAN) mit einem Roon-Ready-Endpoint, oder
b) über USB an einen beliebigen Digital-Analog-Wandler (DAC).
10. Juli – Die ersten 100 Geräte sind nun geordert.
Sobald mir die Lieferung avisiert wird, werde ich den
A5 (Intel i5, 2x 8GB RAM, 128GB SSD) und den
A7 (Intel i7, 2x 16GB RAM, 128GB SSD)
in den Shop einstellen und damit bestellbar machen.
Die angekündigten Preise werde ich zumindest für die ersten 100 Geräte halten können.
(A5: 1.998,- €, A7: 2.398,- €)
Möchten Sie benachrichtigt werden?
Wer sich ein Gerät aus der ersten Lieferung sichern will, kann sich ab sofort in eine Liste eintragen lassen. Die Aufnahme in die Liste ist selbstverständlich unverbindlich. Alle Interessenten erhalten dann kurz vor Einstellung des Artikels in den Shop eine E-Mail-Benachrichtigung. Die endgültige Bestellung nehmen Sie dann selber in unserem Shop vor.
3. Juli – die Würfel sind gefallen!
Mit dem heutigen Tage erkläre ich die Entwicklungs- und Entscheidungsphase für abgeschlossen.
Zwar sind noch die endgültigen Preise und die Lieferzeiten zu fixieren, aber solange sich nicht urplötzlich aus irgendeiner Richtung noch wieder eine unerwartete Wendung oder Blockade zeigt, wird der zukünftige PrimeCore Audio®-Server wie folgt konfiguriert sein.
I5-Server
NUC13L5Bv5, vorselektiert:
2x 8GB RAM (ATP), 128GB M.2 SSD (XMore)
geplanter Verkaufspreis (ohne Gewähr): 1.998,- €
I7-Server
NUC13L5Bv7, vorselektiert:
2x 16GB RAM (ATP), 128GB M.2 SSD (Xmore)
geplanter Verkaufspreis (ohne Gewähr): 2.398,- €
Und obwohl wir uns zwischendurch praktisch schon komplett wieder von ihm getrennt hatten, hat uns das Musterstück dann doch derart überzeugen können, dass wir gar nicht anders konnten, als zu ihm zurückzukehren.
Wir hoffen jetzt auf eine schnelle Lieferung der ersten Modelle und sobald die Preise endgültig fixiert werden konnten, werden wir auch die Produkte in unserem Onlineshop bestellbar machen.
Und das ist er nun, der Roon-Core-Server von PrimeCore Audio® :
Gewicht: 2,1 kg (ohne Netzteil)
Maße (BxTxH): 25,5 x 11,2 x 4,8 cm (inkl. Füße)
Ich hoffe, Ihnen gefällt das Ergebnis.
… und haben Sie jetzt noch ein wenig Geduld. Es lohnt sich!
26.Mai – neue Chance auf eine gute Gehäuselösung?
Nachdem die Bestellungen der SSD und der RAM-Bausteine laufen und wir auf das Erscheinen des Intel-Boards warten müssen, habe ich soeben ein längeres Gespräch mit dem Hersteller Cirrus7 geführt.
Dort zeigt man sich sehr zuversichtlich, dass man das bereits mehrfach ausgezeichnete Gehäuse “Nimbini” auf meine Anforderungen hin anpassen kann. Bis zum Erscheinen des von mir favorisierten Boards Intel NUC13L5Bv7 könnten die wichtigsten Anpassungen bereits abgeschlossen sein.
Bei Cirrus7 handelt es sich um einen Hersteller aus Deutschland, deren Produktion auch hier in diesem Land stattfindet.
Cirrus7 versichert auch, dass das von mir gewünschte Board vom entsprechend angepassten Nimbini thermisch beherrscht wird, ohne die CPU in der Maximalleistung einschränken zu müssen. Das wäre natürlich toll.
Dass der Service und die Garantieabwicklung hier in Deutschland ablaufen würden, ist wohl als zusätzlicher Vorteil zu sehen.
Ein Testgerät mit dem bisherigen Gehäuse wird gerade für mich vorbereitet und mir zugeschickt. Es bleibt also noch einmal spannend.
Bisher sah das Nimbini-Gehäuse so aus:
22.05.:
Der Messebesuch (High-End, München) war für mich extrem aufschlussreich. Ich konnte sehr viele hilfreiche Gespräche mit Herstellern, Entwicklern und Zulieferern führen.
Die Kernaussage, die ich immer wieder aufnehmen konnte war:
“Du schraubst nicht wahllos irgendwelche Computerteile zusammen. Dir ist es egal, dass Dich die Mehrheit für verrückt hält, nur weil sie sich nicht vorstellen kann, dass sich Computerbauteile klanglich auswirken können. Was Du machst, das ist High-End in seiner ursprünglichen Art. Sorge dafür, dass Dein Produkt das auch vom Design her zeigt. Auch wenn es dann ein wenig teurer wird.”
Dazu passt es dann auch wohl, dass ich bei der Umfrage immer wieder Mails bekomme, die sich ganz eindeutig für das PrimeCore Audio 6-Gehäuse aussprechen. Obwohl ich es ja gar nicht mit in die Abstimmung genommen habe.
Um die Ergebnisse zu verdeutlichen – unten mal eine aktuelle Tages-Statistik bis heute.
Zu den Meinungen:
Maxwell kommt vom Design gut an, ist den meisten dann aber doch zu groß.
Newton ist der Kompromiss, mit dem man leben kann. Mehr aber auch nicht.
Plato und Turing polarisieren – entweder, man findet sie “geil” oder “unmöglich”.
(PrimeCore Audio Gehäuse 6 – hier außer Konkurrenz – es laufen aber parallel neue Verhandlungen mit dem Hersteller.)
16.5.: bisheriges Ranking:
Mittlerweile liegen Maxwell, Newton und Plato fast gleichauf.
Turing ist weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Einigkeit herrscht wohl darüber, dass keines der vier Gehäuse “richtig toll” wäre.
Maxwell
Newton
Plato
Turing
… und einige Stimmen, die gerne am PrimeCore Design 6-Gehäuse festhalten möchten.
15.05.2023
Ihre Meinung ist gefragt!
Nachdem die Entscheidungen für die zu verwendenden Bauteile gefallen und die ersten Serien bestellt sind, bleibt jetzt nur noch das Gehäuse-Problem.
Theoretisch ist das gelöst – praktisch sieht es aber so aus, dass mich der Hersteller immer und immer wieder warten lässt. Außerdem will er mich offensichtlich in eine Falle laufen lassen. Nach dem Motto: Wenn die anderen Bauteile alle da sind und alles nur noch an unseren Gehäusen hängt – dann können wir die Preise neu bestimmen.
Ich denke, dass Sie mir zustimmen werden, wenn ich da nicht mitspielen möchte.
Als Alternative bieten sich Standard-Gehäuse aus den laufenden Serien an. Die sind jetzt zwar nicht wirklich totschick – aber sie sind preisgünstig zu haben. Und am Ende sollen die Teile ja gut klingen und am besten gar nicht auffallen.
Natürlich muss ich die Entscheidung treffen und das werde ich auch – aber wenn doch noch Zeit ist, weil die Boards noch nicht lieferbar sind, dann kann ich Sie ja auch noch um Ihre Meinung bitten.
Nachfolgend zeige ich Ihnen mal die vier Gehäuse vom Hersteller Akasa, die für das Projekt genutzt werden können.
Ich freue mich über Ihre Meinungen und werde das Ranking hier gerne veröffentlichen.
(Bitte einfach eine Mail mit dem Gehäusenamen an hifistudio@audiosaul.de )
Gehäuse 1 “Turing” (kann liegend und als “Turm” aufgestellt werden)
Gehäuse 2 “Maxwell”
Gehäuse 3 “Newton”
Gehäuse 4 “Plato”
29.04.2023
Durchbruch gelungen!
Wird der 29.04.2023 für PrimeCore Audio ein Tag mit historischer Bedeutung?
Das ist passiert:
Ich habe gestern ein Pro-Board der 13. Generation erhalten. Zwar nicht das Board, was ich in der Serie einsetzen möchte – aber auch dieses hier ( ein ANHi7) zeigt sich zu den von mir ausgewählten Edel-Bauteilen (SSD/RAM) kompatibel und kooperativ.
Seit gestern höre ich sehr sehr zufrieden Musik und ich kann fast gar nicht davon ausgehen, dass mit meinem Wunsch-Board und dem endgültigen Gehäuse klanglich nochmals eine Steigerung möglich sein soll. Meine Entscheidungen sind jedenfalls gefallen und die erste Aufgabe – das Finden der Bausteine – ist hiermit abgeschlossen.
Jetzt folgt die zweite schwierige Aufgabe: Auf die Lieferungen warten.
Wer jetzt neugierig geworden ist und das Ergebnis selber hören möchte, kann gerne mit mir einen Termin vereinbaren. Ich freue mich auf hörende Ohren und ehrliche Meinungen!
25.04.2023
Zwei neue Lichter am Ende des Tunnels.
Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll ich jetzt tatsächlich mit dem ersten fertigen Gehäuse und einem Pro-Board der 12. Generation beliefert werden. Außerdem ist es mir gelungen, ein Pro-Board der 13. Generation zu ergattern. Das soll bereits in wenigen Tagen bei mir eintreffen. Vermutlich wird meine Wahl auf keines dieser beiden Board-Typen fallen, aber die Tests sollen mir wichtige Erkenntnisse liefern.
23.04.2023
Ich befinde mich in einer Sackgasse.
Irgendwas passt da nicht.
Die neuen, sündhaft teuren Bauteile zeigen sich von ihrer besten Seite – aber dem klanglichen Gesamtergebnis fehlt es an Körper und Emotion.
Es kommt mir vor, als hätte ich Messi und Ronaldo in unsere Thekenmannschaft geholt. Sie machen zwar eine Menge Tore, aber mit unserer schwachen Verteidigung und mir im Tor (!) haben wir trotzdem keine Chance. 🙂
Und von einer aufeinander eingespielten Elf sind wir weit weg.
Meine ganze Hoffnung liegt jetzt darin, dass sich dieses kommerzielle Mainboard im Standard-NUC (Wall Street Canyon 12. Gen.) als Schwachstelle erweisen wird. Noch immer warte ich auf das Pro-Board.
Schon im PrimeMini hat es damals den klanglichen Unterschied zu einem „normalen Computer“ ausgemacht.
Sollte sich das hier bestätigen?
Wenn es tatsächlich so kommen sollte, werde ich den Projektstart aber erneut verschieben müssen.
Nachdem die IT-Welt das Board der 12. Generation nicht so richtig akzeptieren konnte, hat sich INTEL entschlossen, sehr schnell einen Nachfolger (Arena Canyon 13. Gen) auf den Markt zu bringen, der so überhaupt nicht geplant war. Es soll in 2-3 Monaten zu haben sein und mit allen gewohnten Tugenden der NUC-Serie aufwarten. Und das dürfte vor allem der geringere Stromverbrauch sein.
Mir bleibt also nichts anderes übrig, als alle erneut vertrösten zu müssen, die auf den PrimeCore Audio-Server warten, aber die jetzige Konstellation ist es einfach nicht.
12.04.2023
Leider noch keine klaren Erkenntnisse.
Die Klangunterschiede sind mehr als deutlich – da muss man überhaupt nichts “erfinden” oder sich “aus den Fingern saugen” – aber ich bin noch nicht da, wo ich hin will. Ich warte jetzt auf das Pro-Board und dann geht es weiter.
08.04.2023
Erster Hörbericht unter: PrimeCore Audio mit neuem Systemspeicher und Arbeitsspeicher – Teil 1
04.04.2023
Muster-Bausteine endlich angekommen!!
Endlich sind meine bestellten Muster (System-SSD und RAM-Riegel) angekommen und ich kann nun mit dem Test der Bausteine beginnen.
Nachfolgend mal ein Foto vom Testfeld (die RAM-Riegel werden natürlich immer 2x eingesetzt).
Sie sehen vier M.2-SSDs von Samsung, mit denen wir bereits seit 2020 Erfahrungen sammeln. Der Favorit dabei ist natürlich die 970 Pro. Bisher ist es noch keiner SSD gelungen (auch nicht von einem anderen Hersteller), sich klanglich an ihr vorbei zu schieben. Leider ist sie nicht mehr zu bekommen, weshalb uns gar nichts anderes übrig bleibt, als nach einem (dauerhaften) Ersatz zu suchen.
Beim Arbeitsspeicher stehen sich die Kingston (1x 8GB, 1x 16GB) und die Crucial (ebenfalls 1x 8GB und 1x 16GB) gegenüber. Die bereits sehr guten Kingston haben wir irgendwann durch die Crucial ersetzt, die dem Klangbild noch eine musikalischere Note aufzusetzen wussten. Die Crucial-Riegel sind denn auch eigentlich schon sehr überzeugend.
Lediglich die Suche nach einer zuverlässigen und über einen längeren Zeitpunkt hinweg gleichbleibenden Belieferungsmöglichkeit trieb mich zu den RAM-Riegeln von ATP im Industrie-Standard. Da sie sehr viel teuerer sind als die Crucial, müssen sie mich im Hörtest schon klar und deutlich überzeugen können. Die Versprechungen des Herstellers/Vertriebs, die mich genau zu diesem Typ trieben, klingen eigentlich zu gut, um wahr sein zu können. Ich werde es herausfinden.
Eine Ostertage-Langeweile wird also wohl in diesem Jahr eher keine Chance bekommen! 🙂
08.03.2023
Aeriks – erstes Testsystem (fast) komplett.
Meine Freunde aus der Schweiz haben mir soeben ein neues Foto geschickt. Es zeigt das erste funktionsfähige Testsystem. Bisher hat es sämtliche technischen Tests sehr zufriedenstellend absolviert. Bis zum Ende der Woche sollen noch die fehlenden restlichen Gehäuse-Bauteile geliefert werden und mit ein wenig Glück kann das “Teilchen” in 1-2 Wochen hier bei mir zeigen, was es denn klanglich so zu bieten hat. Zu den technischen “Schmankerln” kommen wir dann, sobald es auch von den Ohren eine Freigabe erhalten hat. 🙂
18.02.2023
Auch beim PrimeCore Audio Gehäuse tut sich was.
Wie bringt man die unbedarften Design-Vorstellungen eines High-End-Enthusiasten und die technischen und thermischen Herausforderungen eines Streaming-Servers unter einen Hut?
Einerseits werden ja z.B. aufwendig berechnete Kühlrippenflächen benötigt, andererseits soll so ein Teil später aber auch im Wohnzimmer Platz nehmen dürfen.
Nur – welcher Forderung man auch den Vorrang geben möchte, punktendlich muss da ein Computer-Mainboard hineinpassen und das darf nicht der Gefahr ausgesetzt sein, in zu hohen Temperaturbereichen werkeln zu müssen. Und leider vertragen sich gut arbeitende Lüfter und Musikhören so gar nicht miteinander.
Aber kann man Kühlrippen überhaupt so gestalten, dass sie gleichzeitig gut funktionieren und gut aussehen? Und ist nicht die Funktion viel wichtiger als das Design?
Nach genauer Betrachtung des nachfolgend abgebildeten Design-Vorschlags, hat man uns nun durchaus davon überzeugen können, dass sich Funktion und Optik nicht ausschließen müssen.
Der Linienführung dieser Kühlrippen gelingt es, die Funktion unserer Streaming-Komponente als Kern (Core) darzustellen. Um diesen Kern herum breiten sich Schallwellen aus.
Ein geschickter Hinweis auf die Stereophonie ergibt sich durch zwei in den linken Ecken angedeutete Lautsprecher, die den Schall nicht etwa nur zufällig auf den Kern gerichtet abstrahlen.
Durch diese Anordnung rückt am Ende der Hörer selbst an die Stelle des Kerns. Der Lebenslauf der Musik von Ihrer Entstehung im Kern über die Wiedergabekette bis hin zum Hörenden als eigentlicher Mittelpunkt wird als Kreislauf erkennbar.
Dass man uns neben der Umsetzung unserer technischen Forderungen jetzt auch noch ein solches Design-Bonbon liefern würde, haben wir nicht ahnen können.
Uns bleibt hier nur, dem Designer unseren Dank auszusprechen.
Wir fühlen uns von ihm verstanden und freuen uns sehr über das Ergebnis.
Das nachfolgend abgebildete Gehäuse wird soeben für uns angefertigt und wir hoffen, es schon bald bei uns testen zu können.
Hier ein Foto:
16.02.2023
Aeriks Gehäuse
Meine Güte – ich bin richtig aufgeregt. Soeben wurden mir von Aeriks Bilder von dem Fräsvorgang zur Verfügung gestellt. Als nächstes geht das Teil zum Eloxieren und schon in der nächsten Woche können Florian und Fynn daraus den ersten Prototypen entstehen lassen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich kann es kaum erwarten und bin aufgeregt wie ein Hundewelpen. 😉
Hier die Fotos:
09.02.2023
SSDs – Fortsetzung
Soeben haben wir nähere Informationen zu den SSDs nach Industriestandard erhalten. Erste Musterstücke sind unterwegs, sollen aber erst in 6-8 Wochen bei uns eintreffen. Sofern es sich mit den Gehäusen schneller weiterentwickeln sollte, werden wir also weiterhin die 980 Pro einsetzen. Ich habe die Zusage eines Lieferanten auf die Lieferung von SSDs aus einer einzigen Marge. Das Risiko, die angeforderten Alternativ-SSDs ohne vorherige Tests einzusetzen, ist mir dann bei der geforderten Mindestabnahmemenge doch zu groß.
09.02.2023
Gehäuse – Fortsetzung
Zu den Fotos vom Gehäuse haben wir unterschiedliche Rückmeldungen erhalten. Die meisten folgen dem Motto: Im Prinzip ja, aber …
Was sich allerdings auch mit unserer eigenen Meinung deckt. Ich habe daher eine Anfrage mit kleineren Änderungswünschen gestartet, die vor allem die Frontplatte betrifft.
07.02.2023
Soeben habe ich Fotos/Zeichnungen vom angepassten Gehäuse erhalten. Da es sich um ein Gehäuse handelt, dass ähnlich auch im Standard-Angebot des Herstellers zu finden ist, steigt unsere Zuversicht, die Preise für den PrimeMini-Nachfolger niedrig halten zu können. Was meinen Sie dazu?
07.02.2023
Die EUIPO hat uns den Firmennamen “PrimeCore Audio” als eingetragenes Logo für das Gebiet Europa bestätigt.
Hier das Logo:
26.01.2023
Leider bin ich bei den Tests auf einen Unsicherheitsfaktor gestoßen: Die M.2-SSDs!
Ich habe hier (nachdem es die Samsung 970 Pro ja kaum noch gibt) mehrere 980 Pro aus wohl offensichtlich unterschiedlichen Produktionsreihen. Nachbauten sind allerdings nicht dabei. Dennoch kann man zwischen den Generationen Unterschiede hören, die ich so nicht akzeptieren kann. Aus diesem Grund habe ich jetzt einmal M.2-SSDs nach Industriestandard angefordert. Hierbei wird eine genau festgelegte Bestückung garantiert. Sollte eine Serie auslaufen, kann man sie noch mindestens 6 Monate lang unverändert nachkaufen und somit ausreichend Zeit, sich einen Nachfolger zu suchen.
Parallel dazu bemühe ich mich um TLC-Festplatten, die durch einen speziellen Controller als SLC genutzt werden. Bei SLC wird nur ein Bit pro Zelle geschrieben, was die Lebensdauer von 10.000 auf 100.000 Lese-/Schreibzyklen erhöht. Das ist für unseren Einsatz zwar ohne Bedeutung, aber es ist einfach interessant zu hören, was sich da klanglich tut.
26.01.2023
Seit fast 2 Wochen laufen die beiden NUCs jetzt mit wechselnden BIOS-Einstellungen und der Klang ist durch die Bank sehr vielversprechend. Ein Brutalo-Test mit allen aktivierten DSP-Funktionen und 3 gleichzeitig belieferten Zonen bei einer TDP-Einstellung von PL1 bei 20 und PL2 bei 22 führte zu durchaus akzeptierbaren Temperaturen. Der Test lief 6 Stunden lang völlig problemlos. Wir können also darauf hoffen, dass das Gehäuse nicht ganz so groß ausfallen muss, um dennoch ausreichend gut zu kühlen.
11.01.2023
Die beiden NUCs sind eingetroffen und entsprechend eingerichtet. Im BIOS habe ich lediglich ein paar kleine Veränderungen vorgenommen, um ROCK ordnungsgemäß installieren zu können. An den “Leistungsschrauben” habe ich noch nicht gedreht.
Ergebnis der Hörtests:
i5 mit Samsung M.2 980, 2x 8GB Crucial RAM
Nils Lofgren, Keith don´t go
Kraftlos, langweilig, ausdruckslos, Stimme nervig, Gitarre ätzend, N. Lofgren kann den Ton nicht halten, die Gitarre “plärrt” ganz furchtbar, der Raum ist nicht vorhanden, die Luft scheint “dickflüssig” zu sein.
Hugh Masekela “Stimela”
In der Kuhglocke steckt ein großes Tuch, der Schlagzeuger haut wild auf seinen Trommeln herum. Alle Schlegel sind mit Tüchern umwickelt. Die Trompete ist unangenehm. Das Stück wird langweilig vorgetragen und nervt.
Schnitt:
Ich höre noch eine ganze Reihe an Titeln. Nach etwa einer halben Stunde wandelt sich der Eindruck und ich beginne den Test von vorne. Nun sieht die Welt plötzlich anders aus und der i5 klingt fast schon so wie ich es mir gewünscht hatte. Mit dem i5 werde ich mich also noch ein wenig intensiver befassen müssen.
Hörtest i7 mit Samsung M.2 970 Pro und 2x Crucial RAM-Bausteinen 16GB
Nils Lofgren, Keith don´t go
Es dauert nicht einmal 5 Noten, um mir ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Hier muss nichts “warmlaufen”, hier spielt alles genau so, wie ich es vom PrimeMini 5/i7 MAX her kenne. Ich höre genau, wann Nils Lofgren einen, zwei oder drei Töne gleichzeitig zupft.
“Haken dran” kann man sagen – jetzt fehlt nur noch das passende Gehäuse. Und natürlich muss ich mit den aktuellen Bausteinen experimentieren, da vor allem die 970 Pro leider kaum noch zu bekommen ist.
Bonus
Ich schließe den NUC i7 an den MUTEC MC-3+USB an.
Ergebnis:
Der absolute Wahnsinn.
Kennen Sie das, wenn jemand auf der Gitarre einen Akkord spielt und dann die Gitarre wie ein Pendel schwingen lässt? Die Resonanzen befinden sich noch eine Weile im Gitarrenkörper und die pendelnde Gitarre ähnelt einer Kirchenglocke, die langsam ausschwingt.
Hier in diesem Fall, spielt Nils Lofgren ein paar Töne und das Ausschwingen der Resonanzen füllt den gesamten Aufnahmeraum – natürlich auch meinen Hörraum.
Ich sitze mitten drin in diesen Schwingungen, toll!!!
Der heutige Tag ist zumindest zum Teil mit “erfolgreich” zu bezeichnen und treibt mich an, dieses Projekt fortzusetzen. Beim i5 gibt es da noch ein paar Fragezeichen – auf den i7 freue ich mich.
Thema Lüfter:
Beim i5 läuft der Lüfter schon ziemlich oft an und erreicht auch eine Lautstärke, die ich ganz sicher nicht auf Dauer akzeptieren kann. Beim i7 ist dies seltener der Fall. Wenn er dann aber anläuft, stört es ebenfalls mehr als einem lieb ist. Wer also seinen Roon-Core-Server im Hörzimmer betreiben will, der sollte also auf ein lüfterloses Gehäuse warten.
3.01.2023
Testexemplare sind unterwegs.
Für Hörtests sind jetzt sowohl 1x i5 als auch 1x i7 zu mir unterwegs.
28.12.2022
Roon Nucleus derzeit nicht mehr lieferbar.
Als nächster Liefertermin wird Februar/März angegeben. Da muss wohl vermutet werden, dass es sich dabei dann um ein neues Modell handeln wird.
24.12.2022
Aeriks.com geht live!
Aus dem Prime-Computer-Kader bildet sich ein neuer Blog rund um die Entwicklung eines eigenen Roon-Core-Servers, das ich begleiten darf. Tolle Sache – da bin ich gerne dabei!
Hier geht es zum Blog: https://aeriks.com/
8.12.2022
Gehäuse
Heute sind wir einen großen Schritt weiter gekommen. Wir sind zuversichtlich, Gehäuse bekommen zu können, die die gestiegenen TDP-Werte aktueller Prozessoren verkraften können.
30.11.2022
NUC der 12. Generation
Von einem dänischen Großhändler habe ich je einen i5 und einen i7-Standard-NUC zum Testen zugeschickt bekommen. Leider wiesen beide Geräte Defekte auf, die es mir nicht ermöglichten, sie zu installieren und zu testen. Der Händler konnte mir leider auch keinen Ersatz liefern.
26.11.2022
Motherboards
Ich habe für erste Hörtests Intel NUCs der 12. Generation (Wall Street Canyon) geordert. Leider werden die Boards noch nirgendwo einzeln angeboten, sodass ich auf komplette NUCs zurückgreifen musste.
23.11.2022
Roon Labs …
hat ab sofort auch die Preise für die beiden Nucleus-Modelle angehoben:
Nucleus: 1.799,- €
Nucleus+: 2.999,- €
22.11.2022
Roon Labs …
hat für den 1.Januar 2023 eine Preiserhöhung für seine Software angekündigt. Die Lifetime-Version soll dann 825,- USD kosten.
21.11.2022
Die M.2-SSD Samsung 970 Pro …
ist immer seltener auf dem Markt zu finden und die Preise steigen kontinuierlich an. Ich habe bereits einen Händler entdeckt, der für einen 512GB-Riegel 1.000,- € aufruft.
Der Vorteil dieser SSD:
Es handelt sich um eine MLC – also eine 2-Bit-Version. Bei den aktuellen SSDs handelt es sich stattdessen durchweg um TLC-Modelle, die mit 3-Bit pro Zelle beschrieben werden.
Die früheren 1-Bit-SSDs (SLC) sind praktisch vom Markt verschwunden.
System-D aus Süddeutschland hat für industrielle Abnehmer SLC-ähnliche Modelle im Programm. Allerdings sind sie mit rund 1.700,- € für einen 128GB-Riegel wohl nicht für mein Projekt brauchbar.
Vielleicht probiere ich irgendwann einfach mal so ein Teil aus. Mal schauen.
20.11.2022
Prime Computer…
wurde nun endgültig von PCP.com übernommen. Sie haben aber offensichtlich kein Interesse daran, auch zukünftig den HiFi-Markt zu berücksichtigen.
Restbestände der PrimeMinis werden gerade über diverse IT-Großhändler zu günstigen Preisen abverkauft.
Es spricht nichts dagegen, wenn Sie bei einem verlockenden Angebot zuschlagen möchten. Um aus den PrimeMinis optimierte Roon-Core-Server zu erschaffen, müssen Sie je nach Anspruch mit Folgekosten zwischen 150,- € und 900,- € rechnen. Ich helfe Ihnen gerne weiter.
20.11.2022
Lüfterloses Gehäuse und das thermische Problem
Die Intel-NUC-Motherboards der 12. Generation werden mit einer TDP (Thermal Design Power) von 35W angegeben. Die meisten zurzeit angebotenen Gehäuse dagegen sind nur mit einer maximal zulässigen TDP von 28W ausgezeichnet.
Es ist davon auszugehen, dass die CPU-Leistung im BIOS begrenzt werden muss. Dabei muss aber zwingend eine Einstellung gefunden werden, die die Klangeigenschaften nicht beeinträchtigt. [...]
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17. März 2023HRA-StreamingWas steckt dahinter?
Was brauche ich dafür? Womit bediene ich das? Wie klingt das? Was kostet es?
Auf 36 Seiten führe ich Sie in das Thema “Streaming in High-Resolution-Audio-Qualität” ein.
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12. August 2023Wie komme ich an eine Roon – Lizenz?
Die Softwareschmiede “Roon Laboratories” verbessert fortlaufend ihre Anmeldeprozesse und bietet uns mittlerweile die Seiten auch in Deutscher Sprache an. Aber nicht jeder ist fit genug für so einen Onlinekauf und fragt sich deshalb nach wie vor:“Wie komme ich an eine Roon-Lizenz?”.
Die einfachste Möglichkeit:
Lassen Sie das Audiosaul erledigen!
Senden Sie uns dazu eine E-Mail mit dem Stichwort “Roon-Lizenz”. Jetzt E-Mail senden.
Dieser Service ist bei Audiosaul kostenfrei!
Oder Sie gehen einfach selber auf die Roon-Seiten. Dort sieht es dann in etwa so aus:
Tragen Sie Ihre persönlichen Daten in die Felder ein und klicken Sie auf das blaue Feld “Konto erstellen”.Sie gelangen zu folgender Seite:
MonatlichDies ist zwar die teuerste Option, aber Sie erhalten auch die Möglichkeit, monatlich kündigen zu können, sollte Ihnen Roon wider Erwarten doch nicht zusagen.JährlichSie sparen etwa zwei Abo-Zahlungen pro Jahr, können aber auch nur jeweils nach Ablauf des bezahlten Jahres kündigen.LifetimeDiese Option steht Ihnen an dieser Stelle noch nicht (!) zur Verfügung. Sollten Sie die lebenslange Lizenz erwerben wollen, ist es also gleichgültig, ob Sie hier monatlich oder jährlich auswählen.Sollten Sie den Anmeldebildschirm aus irgendeinem Grund in Englischer Sprache sehen – hier die Erläuterungen zu den auszufüllenden Feldern:
Name on Credit Card = Kreditkarten-InhaberCredit Card Number = Kreditkarten-NummerExpiration = Gültig bis (MM/JJ)Security Code = dreistellige Kontrollnummer (Rückseite)Billing Postal Code = Ihre PostleitzahlCard`s Country = Das Land, in dem die Karte ausgestellt wurde
Wenn Sie die Angaben noch einmal geprüft haben, klicken Sie unten auf „Versuch starten“ und bestätigen Sie auf der folgenden Seite die gewählte Zahlart:
Damit ist dann Ihre Anmeldung abgeschlossen und Sie sehen nun die Willkommensseite.
Roon Willkommen
Von nun an können Sie Roon 14 Tage lang uneingeschränkt testen.
Umstellung auf Lifetime
Um an eine Lifetime-Lizenz zu gelangen, melden Sie sich mit Ihrer E-Mail und dem gewählten Passwort an Roon an:
https://roon.app/de
Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und das von Ihnen gewählte Passwort ein und klicken Sie auf “Eintragen”.Sie werden an Ihrem Konto angemeldet.Nun klicken Sie auf den Eintrag “Abrechnungsplan” und gelangen Sie so zu folgender Seite:
Hier klicken Sie nun auf “Lebenslang” und dann unten rechts auf weiter. Bestätigen Sie die nachfolgende Sicherheitsabfrage.
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Lifetime-Lizenz!
Finden Sie hier den perfekten Roon-Core-Server! [...]
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28. Oktober 2025Windows Gastanmeldung einrichten
Wenn Ihr Windows 11 nicht mehr auf die Roon-Festplatten zugreifen kann, wird es vermutlich daran liegen, dass Microsoft die Sicherheitsvorkehrungen geändert hat. In meinem nachfolgenden Bericht “Windows Gastanmeldung einrichten” erfahren Sie ein wenig mehr zu diesem Thema – und natürlich auch die Lösung.
Im PrimeCore Audio A7 befinden sich bis zu zwei Festplatten.
Die erste ist eine M.2-SSD auf der das Betriebssystem (ROCK) läuft.
Die zweite ist eine 2,5″ Festplatte, auf der Sie Ihre Musik ablegen können.
Beide Festplatten werden von Roon Lab weder mit einem Benutzer noch mit einem Passwort geschützt, sodass man sich dort jederzeit einfach als “Gast” anmelden kann. Genau diese Möglichkeit hat Microsoft jetzt unter Windows 11 aus Sicherheitsgründen unterbunden. Um trotzdem auf die Festplatten zugreifen zu können, gibt es zwei alternative Vorgehensweisen.
1) Unter Windows permanent auf die Festplatten zugreifen
Prüfen, ob die Sicherheitsfunktion aktiviert ist:
Windows – alle Versionen:
Starten Sie den Explorer (Den Datei-Explorer – nicht den Internet-Browser!!) Geben Sie als Zieladresse \\ROCK\ ein. Alternativ können Sie die IP-Adresse eingeben – falls bekannt. (Z.B.: 192.168.178.64)
Sie sollten nach dem Zugriff folgende Verzeichnisstruktur (Beispielabbildung) erkennen (möglicherweise zunächst auch nur das Verzeichnis “Data”.
Sie haben keinen Zugriff? Die Verzeichnisstruktur wird nicht angezeigt?
Dies bedeutet, dass der Zugriff von Windows 11 unterbunden wird.
Um dennoch unter Windows 11 auf die internen Festplatten eines Roon-Core-Servers zugreifen zu können, müssen Sie einige Einstellungen in Windows anpassen. (ohne Gewähr)
A) Stellen Sie folgende Dienste auf automatisch:
Funktionssuchanbieter-Host
Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung
SSDP-Suche
UPnP-Gerätehost
B) Aktivieren Sie folgende Windows Features:
* Unterstützung für die SMB 1.0/CIFS Dateifreigabe
Wenn Sie nicht wissen, wie Sie das anstellen sollen, suchen Sie einfach in der Windows-Suche nach den einzelnen Begriffen und klicken Sie die Ergebnisse an.
Unsichere Gast-Anmeldung erlauben
Wie Sie Gastanmeldung ermöglichen können, beschreibt Microsoft in einer eigenen Anleitung unter folgendem Link:
https://learn.microsoft.com/de-de/windows-server/storage/file-server/enable-insecure-guest-logons-smb2-and-smb3?tabs=group-policy
1) Mit Scripten die Gastanmeldung ein- und ausschalten:
Sie möchten diese Sicherheitsfunktion nicht komplett ausschalten?
Natürlich müssen Sie dann nicht alle oben genannten Schritte immer wieder durchführen und zurücksetzen.
Sie können auch ein Script erstellen, um den Zugriff zu erlauben und ein zweites, um den Zugriff wieder zu verbieten.
Skript 1: Gastanmeldung erlauben
Mit PowerShell (als Admin) reicht dieser Befehl:
“`powershell
Set-SmbClientConfiguration -EnableInsecureGuestLogons $true -Force
“`
Dies können Sie z.B. als `GastAnmeldung_Ein.ps1` speichern und bei Bedarf starten; die Änderung wirkt in der Regel unmittelbar, ggf. nach einem erneuten Verbindungsaufbau zum Share.
Skript 2: Gastanmeldung wieder verbieten
Zum Zurücksetzen genügt das Gegenstück:
“`powershell
Set-SmbClientConfiguration -EnableInsecureGuestLogons $false -Force
“`
Dies legen Sie z.B. als `GastAnmeldung_Aus.ps1` ab und führen es aus, wenn Sie mit dem Zugriff fertig sind.
Wenn man ganz sicher gehen will, dass der Zugriff wirklich wieder gesperrt ist, kann man nach dem zweiten Script den Windows-Rechner neu starten. [...]
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2) Aktuelle Produktberichte
1) Aktuelle Produktberichte
8. Mai 2026Produktberichte / Roon-Spezial / StreamingLMS und Daphile als Roon-Alternative?
Fotolia_71909147 © tigatelu
“Kost nix – taugt nix!”
… so sagt der Volksmund. Aber ist das bei LMS/Daphile auch so?
Konkret:
Roon ist eine Musik-Streaming-Software und gilt in audiophilen Kreisen als das Non-Plus-Ultra. Sowohl der Bedienungskomfort als auch die Klangqualität gelten als maßstabsetzend.
Aber …
Roon ist teuer.
Und vielen ist Roon einfach zu teuer.
Und immer wenn einem etwas zu teuer ist, dann wird es gerne mal heruntergeputzt und diejenigen, die es trotzdem kaufen, werden als eingebildete Spinner tituliert.
Ob es der teure Wein ist, das Sterne-Restaurant, die Kreuzfahrtkabine mit Veranda, die Biersorte für 20,- € pro Kiste oder gar das edle LAN-Kabel zum Streamen.
Wer es kauft – ist doof! Denn die günstigen Alternativen sind genau so gut.
Und wenn es dann auch noch was „für lau“ gibt – ist es ja sowieso unschlagbar!
So ergeht es auch Roon in vielen Foren. Als Roon-Nutzer fühlt man sich da schnell wie ein Boxsack.
Und die Realität?
Es gibt diesen alten Witz über eine Kettensäge, die immer wieder umgetauscht wird, weil sie nicht gut sägt. Als der Verkäufer sie selber ausprobieren will, meint der Kunde: „Oh! Was ist das denn für eine Geräusch!?“.
Soll heißen: Wenn man selber alles falsch macht, Roon also zum Beispiel auf Windows oder MacOS aufsetzt – dann muss man sich nicht wundern, wenn es nicht klingt.
Wer sich aber mit Roon auskennt und audiophile Ansprüche stellt, der weiß so etwas natürlich und nutzt Roon eben richtig, also auf einem ROCK-System.
Ich teste bereits seit Jahren so ziemlich alle Alternativen, die sich auf dem Markt bieten.
Ob es AudioLinux als alternatives Betriebssystem ist oder Audirvana, JRiver, JPlay, eDonkey, Minim-Server und all die weiteren Apps.
Ergebnis:
Zu kompliziert, zu computerlastig, zu wenig Komfort, zu wenig Leistung, zu langsam oder einfach klanglich nicht akzeptabel und oft auch kein Cent günstiger als Roon.
Das ist wirklich schade, denn ich kann mir schon vorstellen, dass sich einige A7 mehr verkaufen lassen würden, wenn es die Software dazu preiswert oder sogar kostenlos gäbe.
Und so wurde ich sehr hellhörig als mir vor kurzem ein Kunde am Telefon versicherte, dass er LMS (jetzt Lyrion Music Server, früher Logitech Media Server) im Einsatz hätte und er der Meinung sei, das würde sogar noch viel besser klingen als mit Roon.
Zunächst wollte ich gar nicht diskutieren sondern am liebsten das Telefonat beenden, aber dann erzählte er weiter – und berichtete von seinen Hardware-Tests.
Hier sprachen wir die selbe Sprache und am Ende führte es dazu, dass er mit seiner Hardware aus dem hohen Norden Deutschlands zu mir kam und wir gemeinsam intensive Hörtests starten konnten.
Das Ergebnis des Tages war, dass das klangliche Geheimnis tatsächlich im Zusammenspiel der ausgewählten Komponenten lag.
Das Pro-Board von Asus/Intel, die M.2 von Xmore und die RAM-Riegel von ATP bildeten einfach ein unerreichbar gutes Klang-Team, was eben doch den Unterschied ausmachte.
So weit so gut.
Er nahm testweise Bauteile von mir mit, um zuhause weitere Experimente vor zu nehmen und sich mit mir auszutauschen.
Ich versprach im Gegenzug LMS auf einem meiner A7 zu installieren.
Dazu muss erwähnt werden, dass es sich bei LMS nicht (!!) um eine vollständige Streaminglösung handelt.
Zum einen benötigt LMS ein installiertes Betriebssystem. Das alleine lässt mich normalerweise schon zusammenzucken. Aber für LMS gibt es eine Lösung, die man durchaus mit Roon, bzw. ROCK vergleichen kann. Sie nennt sich Daphile.
Dahinter steckt ein Open Source-System, ebenso wie ROCK eine Linux-Variante.
Während sich jedoch Roon Labs beharrlich weigert, alle möglichen „Spielsachen“ zu installieren, die sich möglicherweise negativ auf den Klang auswirken könnten, zieht Daphile offensichtlich seine Stärke daraus, eine unüberschaubare Vielfalt an Plugins zuzulassen und anzubieten.
Geht nicht – gibt´s nicht! So könnte man das Motto von Daphile bezeichnen, um mal im Werbeslang zu bleiben.
Meine Vorurteile stiegen deutlich an – aber immer noch glaubte ich fest an ein ausgezeichnetes Klangergebnis.
Ich betrachtete also nicht weiter die theoretischen Punkte wie Systempflege, Pluginpflege, Upgrades und Betriebs- und Datensicherheit – ich wollte jetzt endlich hören.
Da LMS auch über keinen Renderer verfügt, ist man ja sowieso auf eine Lösung wie Daphile angewiesen. Es sei denn man streamt zuhause über LAN und benutzt zum Hören die entsprechenden Empfänger wie ein Sonos-System oder ähnliches.
Da wir uns aber schon im High-End-Bereich bewegen wollten, blieb also gar nichts anderes übrig als Daphile (mit integriertem Squeezlite) einzusetzen. Aber genau darum ging es uns ja auch.
Zum Hörtest
Frisch verliebt?
Leider gar nicht!
Eine gewisse Begeisterung stellte sich zwar ein, hielt aber nur etwa 5 Minuten.
Da war sehr viel Raum, die Abbildung war groß und weit, es gab eine exakte Ortbarkeit, Sänger-innen wie Rosaliá oder Ondara standen wie fest genagelt. Alles klang extrem dynamisch und beeindruckend. Die Schnelligkeit im Klangbild wirkte faszinierend.
Die Frauen- und Männer-Chöre bei Karl Jenkins The armed Man standen klar umrissen voneinander getrennt. Die Abbildung war sauber und der Raum mischte sich in keiner Weise in den Gesang ein, was bei dieser Aufnahme nur sehr schwierig zu erreichen ist.
Man musste gar nicht lange nachdenken – mit diesem System waren Dinge hörbar, die man nur selten so wahrnehmen kann.
Doch die 5 Minuten vergingen und als erstes meldete sich mein Bauch.
Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie wissen, das Sie gerade Bockmist verzapft haben und Sie das jetzt jemandem beichten müssen?
So ein körperliches Unwohlsein?
Mir ging es genau so.
Meine Güte was klang diese Stimme von Ondara auf einmal schei…!
Ich liebe es, wenn ich die Augen schließen kann, um die Musiker im Studio „heimlich zu beobachten“. Zu sehen, wie sie sich bemühen jeden Ton so musikalisch und gefühlvoll wie nur möglich hin zu bekommen. Dieses Glücksgefühl, wenn sie selber merken, dass sie es hinbekommen haben.
Man hört es drei mal, vier mal, kann gar nicht davon lassen. Man muss sich irgendwann die Tränen aus dem Gesicht wischen.Man wird zutiefst berührt und man ist traurig und glücklich zugleich.
Was hier aber gerade läuft erzeugt in mir den Wunsch, irgendwas aus dem Fenster zu werfen.
Hauptsache, es hört auf.
Merken Sie, dass ich das gerade schreibe, während ich immer noch mit LMS Musik höre?
Ich starte China Girl von David Bowie – oh man – was für ein Mist!
Flach – ohne Körper, nervig, dünn, schrecklich.
Ich will nicht aufgeben und zappe mich durch meine Lieblings-Demo-Titel.
Immer wieder gibt es da eine einzelne Gitarre, die wunderbar „clean“ und dreidimensional im Raum steht, die sehr dynamisch und lebendig gespielt wird.
Die aber schon nach wenigen Momenten ziemlich nervt.
Eine Gitarre ohne Körper.
Irgendwann kam mir die Idee, vielleicht nicht in der richtigen Stimmung zu sein und ich habe das Hören unterbrochen – auf den nächsten Tag verschoben.
Doch es änderte nichts daran – schon nach wenigen Takten habe ich das Hören wieder abgebrochen. Weil ich gemerkt habe, dass es mir schon wieder eine schlechte Laune verschaffte. Es machte mich aggressiv.
Am kommenden Sonntag Nachmittag wollte ich wieder Musik hören und ich dachte mir, jetzt sei der richtige Moment gekommen, um LMS noch einmal eine Chance geben zu können.
Diesmal nicht mit irgendwelchem audiophilen Zeugs – sondern mit mit einem Song aus den guten alten elektronischen Experimentierzeiten.
Ich startete Pink Floyds „Us and Them“ und beendete den Test nach wenigen Sekunden.
Richard Wright spielt hier diese göttliche Hammond Orgel und auch wenn man diesen Sound mittlerweile mit entsprechenden Einstellungen nachstellen kann – bleibt der Original-Sound einer Hammond-Orgel einfach so etwas wie eine Stradivari oder ein Bösendorfer. Einfach unerreichbar!
Was mir LMS und Daphile hier gerade präsentierten das erschien mir wie eine Gotteslästerung – sorry!
Was soll das sein? Eine Kirchenorgel? Nein! Nein! Und noch einmal nein!
Das ist Folter pur und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das jemand so auch nur annähernd gut finden kann.
Ich schalte einen Re-Clocker dazwischen, ich tausche das Digitalkabel gegen das Project V1 von Furutech, ich wechsle zum 30.000,- € DAC von Progressive Audio …
Aber am Ende wird es mit jeder „Verbesserung“ nur noch deutlicher und noch schlimmer.
Das hat für mich mit Musik nicht viel zu tun.
Was heißt das nun aber für Sie?
Zunächst das wichtigste:
Ja, es gibt mit LMS und Daphile eine kostenlose Software als Alternative zu Roon.
Mit einem günstigen NUC für sagen wir mal 500,- € erschaffen Sie sich einen Streamer, der funktioniert.
Was ich hier in diesem Bericht von mir gegeben habe, ist nicht nur Stöhnen auf hohem Niveau, es ist reine Pingeligkeit, die Sie nicht übernehmen müssen.
Sollten Sie jedoch ähnlich audiophil angehaucht sein wie ich es bin und mehr mit dem Bauch hören als mit den Ohren, mehr der sentimentale Typ sein beim Musikhören, dann können Sie sich diesen Ausflug in die LMS/Daphile-Welt sparen.
Zumal die Installation und die Konfiguration auch schon wieder mehr etwas für IT-affine Bastler mit viel Langeweile sind als für den seriösen Betreiber eines professionellen Systems.
So eine Profi-Software wie Roon mag einem zu teuer erscheinen und diese Tatsache mag den einen oder anderen verärgern.
Der Ausflug in die Daphile-Welt jedoch wird dem audiophilen Musikhörer Roon wie ein Schnäppchen vorkommen lassen.
Fazit:
Ich hatte gehofft, LMS/Daphile auf dem A7 zu installieren und damit die Zielgruppe um alle diejenigen erweitern zu können, die zwar bereit sind, 3.000,- € für eine außergewöhnliche Hardware auszugeben, aber nicht auch noch zusätzlich 800,- € für die Software.
Am Ende muss ich aber für mich persönlich zu dem Ergebnis kommen:
Kost nix – taugt nix!” – Sorry! [...]
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22. Februar 2026Hersteller / ProduktberichteVorab: Hier geht es nicht (!) um Ihren Internetanschluss!Hier geht es um Ihre internen LAN (Local area network, Ethernet, Heimnetz) – Verbindungen.
ADOT Konverter mit Transceiver und Multimode-Kabel
Normalerweise …haben Sie einen Router, zum Beispiel eine Fritzbox – und daran angeschlossen haben Sie Ihren Computer, Ihre Telefone, alle WLAN-Geräte, den Fernseher und … neuerdings … eben auch Ihre Stereoanlage.
Fritz!Box
Als Kabel verwenden Sie daher entweder Ethernet-Kabel (LAN-Kabel) – je nach Leistungsfähigkeit beschrieben mit CAT 5, 6, 7 oder gar 8 – oder eben gar kein Kabel, weil Sie WLAN (wireless local area network) nutzen.
Das funktioniert in der Regel auch sehr gut und alles ist in Ordnung.
… bis wir auf die Idee kommen, hochwertige Audio-Dateien streamen zu wollen. Also nicht mehr so ein MP3-Gedröne, sondern Musik, die tatsächlich besser klingt als von der CD.
Genau in diesem Moment sollten wir uns Gedanken um unser Heimnetz machen.In meinem Bericht: “Das audiophile Heimnetz” lesen Sie, was Sie machen können und auch machen sollten, wenn Sie es mit guter Musik wirklich ernst meinen.
Ist WLAN gut?
WLAN ist die instabilste Übertragungsart, hat aber den Vorteil, dass wir logischerweise eine galvanische Trennung zwischen dem Router und unserer HiFi-Anlage herstellen. Diesen Vorteil sollte man nicht unterschätzen! Zwar erreichen wir mit einer guten LAN-Verbindung deutlich bessere Klangergebnisse als mit WLAN. Wenn uns aber Potentialausgleichsströme den guten Klang kaputt machen, klingt WLAN am Ende besser als das teuerste und beste LAN-Kabel.Testen Sie das am besten mit einem Netzwerktrenner wie dem von der Fa. Baaske und lassen Sie ihn einfach in der Verbindung stecken, schaden kann er nicht.
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Kategorie: Angebote, Audiophile LAN-Kabel
Schlagwörter: Netzwerkisolatoren
Ist ein LAN-Kabel die bessere audiophile Wahl?
Ein LAN-Kabel ist grundsätzlich die bessere und stabilere Verbindung, wir müssen nur darauf achten, dass kein Potentialausgleich stattfindet.
Und jetzt kommen wir zu einer noch recht neuen Verbindungsart – zumindest für den HiFi-Bereich.
So kauft man das ADOT Glasfasersystem.
ADOT Medienkonverter Anschlüsse
Ein Glasfaserkabel kann man leider nicht einfach in eine LAN-Buchse (RJ45) stecken. Um eine Glasfaserleitung (LWL) nutzen zu können, brauchen wir einen “Umsetzer”, auch Medienkonverter genannt. Ideal wäre es, wenn sich die Hersteller endlich dazu durchringen könnten, alle ihre Geräte mit SFPs (Small Form‑factor Pluggable) also mit einem Glasfaser-Anschluss auszustatten. Aber wer außer uns Musik-Verrückten legt schon Wert darauf?
Eine Fritzbox mit einem internen SFP gibt es leider noch nicht. Wer darauf beharrt, muss sich Lösungen anderer Hersteller (zum Beispiel Ubiquiti) zulegen. Diese sind allerdings teuer und kompliziert.
Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als mit einem Medienkonverter zu arbeiten, so wie man es in Firmengebäuden und Ämtern ja auch schon lange macht. Die langen Strecken macht man mit LWL, die kurzen im Büro dann hinter einem Medienkonverter mit Kupfer.
ADOT, eine Tochterfirma von Dela (ehemals Melco), hat die klangliche Notwendigkeit schon früh erkannt und liefert uns seit Jahren ein Glasfasersystem, was auf maximalen Klang hin optimiert wurde.
Muss es unbedingt ADOT sein?
Kann man nicht einfach “irgendeinen” Medienkonverter nehmen?Grundsätzlich natürlich ja. Ich habe etliche Kunden, die sich die notwendigen Bauteile im IT-Laden besorgt und ihre internen LWL-Strecken damit aufgebaut haben.Fragt man sie allerdings nach dem klanglichen Erfolg, ist das in der Regel ziemlich enttäuschend. Man ist sich jetzt zwar im Klaren darüber, dass man eine saubere, stabile LWL-Verbindung aufgebaut hat, aber dass es jetzt wirklich besser klingt als mit dem CAT-Kabel, können die allerwenigsten behaupten.
Das ist bei den Kunden, die auf ADOT setzen dann doch völlig anders. Rückläufer und Widerrufe liegen bei uns unter drei Prozent. Die euphorischen Schilderungen über die “unglaubliche” Klangverbesserung sind für mich Alltag geworden und dennoch freue ich mich natürlich über jeden einzelnen Telefonanruf.
Schritt 1 – das LAN-Kabel vom Router zum Medienkonverter
Beginnen wir beim Router – also i.d.R. bei der Fritzbox.
Sie hat i.d.R. vier LAN-Ausgänge in Form von RJ45-Buchsen.
Router mit LAN-Kabel
Da die Ausgänge unterschiedlich belegt sind und auch unterschiedlich konfiguriert werden können, ist es immer vorteilhaft, wenn wir die Ausgänge LAN 2 oder LAN 3 für unsere Stereoanlage verwenden.
Auch bei Verwendung des ADOT-Glasfasersystems brauchen wir also zu allererst ein gutes LAN-Kabel.
BITTE! Wählen Sie ein gutes, audiophiles LAN-Kabel!
Sie ziehen auf einen Porsche keine Käfer-Reifen auf, oder? Also lassen Sie das Standard-LAN-Kabel in der Schublade! Gönnen Sie sich ein Furutech LAN8 NCF plus. Diese 188,- € sind extrem gut angelegt! Ich stehe mit meinem Namen dafür!
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Dieses LAN-Kabel kann sehr kurz sein (0,6m), es muss nur bis zum ADOT Medienkonverter reichen.
Damit haben wir die Verbindung zwischen Router und Medienkonverter hergestellt.
Schritt 2 – der ADOT Medienkonverter
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ADOT
Netzteile
Option auswählenGood – Mit SchaltnetzteilBetter – Mit Linear-Stecker-NetzteilBest – Mit BOTW SboosterZubehör-KitDUAL-KitZurücksetzen
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SKU:
ADOT
Kategorie: Audiophile Glasfaser-Verbindungen, Audiophile LAN-Kabel
Es gibt nur einen Medienkonverter von ADOT!Die Unterschiede liegen in dem mitgelieferten Netzteil und dem Zubehör.
Tipp: Prüfen Sie genau welches Netzteil und welches Zubehör Sie benötigen! In den meisten Fällen ist das Zubehör-Kit die beste Wahl!
Schritt 3 – die Transceiver
Um jetzt mit einem LWL weitermachen zu können, brauchen wir einen passenden Transceiver, der in den SFP des ADOT Medienkonverters gesteckt wird. Wir empfehlen hier die Singlemode-Transceiver. Davon benötigen Sie zwei Stück. Die kaufen Sie am günstigsten über das “Upgrade-Kit”. In diesem Kit sind zwei (!) Transceiver enthalten.
ADOT Transceiver (SFP)
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Grundsätzlich können wir uns entscheiden zwischen Multimode und Singlemode. Wenn Sie sich mit einem IT-ler unterhalten, wird der Ihnen möglicherweise zu Multimode raten. In der Theorie ist das auch korrekt. Klanglich – ist das Singlemode jedoch die bessere Wahl. Selbst die Fachleute von ADOT wollen das nicht wirklich einsehen, weshalb sie ihre Medienkonverter nach wie vor grundsätzlich mit der Multimode-Ausstattung anbieten. Wir finden es nur doof, wenn die teuren Multimode-Teile dann hinterher in der Grabbelkiste landen und empfehlen, von vornherein auf Singlemode zu gehen.
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Schritt 4 – das Glasfaserkabel (LWL)
Zum Schluss erwerben Sie dann noch den Singlemode-LWL in der benötigten Länge.
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Typ
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Kategorie: Audiophile Glasfaser-Verbindungen, Audiophile LAN-Kabel
Was Ihnen jetzt noch fehlt, ist ein passendes Netzteil. Hier ergeben sich verschiedene Optionen:BOTW Sbooster – 5V für den MedienkonverterKeces P6 – Für den Medienkonverter und gleichzeitig für zum Beispiel die Fritzbox.Keces P9 – für den Medienkonverter und einem weiteren, anspruchsvollen Abnehmer.Progressive Audio PSU 1 /5V – für allerhöchste Klangansprüche. (nur auf Anfrage 945,- €)
An der Stereoanlage ergeben sich zwei alternative Vorgehensweisen:
A) Sie setzen einen zweiten Medienkonverter ein.Den benötigten zweiten Transceiver haben Sie ja mit dem “Upgrade-Kit” bereits gekauft. Sie brauchen also nur den zweiten Medienkonverter (ein zweites “Zubehör-Kit”) und danach ein zweites Furutech LAN8 NCF plus LAN-Kabel.
B) Sie entscheiden sich gleich für einen audiophilen Switch mit SFP, zum Beispiel für den SotM SnH-10G. Bei ihm stecken Sie einfach den zweiten Transceiver ein, verbinden den Lichtwellenleiter und benötigen weder einen zweiten Medienkonverter (400,- €) noch ein zweites LAN-Kabel (188,- €) noch ein Netzteil für den zweiten Medienkonverter (320,- €). Die Einsparungen reichen also locker, um sich davon den besseren Switch kaufen zu können.
Bei den Medienkonvertern haben Sie die Wahl zwischen:
Good = Medienkonverter mit einfachem Steckernetzteil in Multimode-Ausstattung.
Better = Medienkonverter mit linearem Steckernetzteil in Multimode-Ausstattung.
Best = Medienkonverter mit BOTW Sbooster in Multimode-Ausstattung.
Kurzfassung:
Sie benötigen bei der Variante “Switch mit SFP”* ein LAN-Kabel (vom Router zum Medienkonverter)* einen ADOT-Medienkonverter* einen Transceiver (Multimode oder Singlemode)* ein Glasfaserkabel (Multimode oder Singlemode)* einen zweiten Transceiver (Multimode oder Singlemode)* einen audiophilen Switch mit SFP Für den Medienkonverter benötigen Sie noch ein audiophiles Netzteil
Sie benötigen bei der Variante “Switch ohne SFP”* ein LAN-Kabel (vom Router zum Medienkonverter)* einen ADOT-Medienkonverter* einen Transceiver (Multimode oder Singlemode)* ein Glasfaserkabel (Multimode oder Singlemode)* einen zweiten Transceiver (Multimode oder Singlemode)* einen zweiten ADOT-Medienkonverter* ein zweites LAN-Kabel (vom Medienkonverter zum Switch)* einen audiophilen Switch ohne SFPFür beide Medienkonverter benötigen Sie noch jeweils ein audiophiles Netzteil. Sollten die Medienkonverter dicht beieinander stehen, können Sie auch das Y-Kabel vom Zubehör-Kit verwenden und beide über das selbe Netzteil mit Strom versorgen. [...]
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4. Januar 2026Produktberichte / Roon-SpezialRoon und HQ-Player
In diesem Bericht will ich der Frage nachgehen, ob es sinnvoll ist, einen Roon-Core mit der HQPlayer-Software von Signalyst zu verknüpfen – zumal Roon das ja in den Einstellungen explizit so anbietet.
Klingen Roon und HQPlayer zusammen noch besser als Roon alleine oder ist es eher ein klanglicher Rückschritt?
Um Audio-Dateien streamen zu können, benötigen wir einen Computer – so ist das nun einmal.Auch wenn dieser nicht mehr so aussehen muss wie anno dazumal.
Aber selbst wenn sich diese Computer-Boards bei teuren Streamern gerne hinter edlen HiFi-Geräte-Frontplatten und etablierten Markennamen verstecken – so bleiben sie innerlich trotzdem immer noch Computer.… und klingen oft leider auch genau so.
Um einem Computer tatsächlich hochwertige Klangergebnisse zu entlocken, kann man zwei alternative Wege einschlagen:
In die Hardware investieren
Der erste Weg führt über eine nach klanglichen Aspekten selektierte Hardware wie bei unserem PrimeCore Audio A7 und ein audiophiles Betriebssystem, wie zum Beispiel ROCK (Roon-Optimized-Core-Kit). Die Zukunft sehe ich hier in einer Computer-Hardware (Board, SSD, RAM) die ganz speziell auf audiophile Zwecke hin entwickelt wurde. Doch darauf werden wir sicher noch einige Jahre warten müssen.
In die Software investieren
Der zweite Weg ist, die Standard-Hardware und Standard-Betriebssysteme als nicht veränderbar zu akzeptieren und stattdessen eine Software zu entwickeln oder einzusetzen, mit der man zumindest einige der vorhandenen Probleme beseitigen kann.
Womit wir beim HQPlayer wären.
Ist das was für Sie?
Ob diese Software auch was für Sie sein kann oder nicht, finden Sie ganz schnell heraus:Schauen Sie sich ein paar Abbildungen im Internet zu den vorzunehmenden Einstellungen an, um zu erkennen, ob Sie von den vielen gebotenen Möglichkeiten fasziniert sind oder sich mit einem lauten „Oh Schreck!“ für immer von dieser Software abwenden werden.Hier eine Beispiel-Abbildung:
Na? Reizt es Sie, sich mit den einzelnen Punkten zu beschäftigen oder sind Sie schon auf der Flucht? 🙂
Was man auf jeden Fall wissen sollte:
Ist der Windows-PC (MAC) Ihr Streamer und sind Sie mit dem Klangergebnis unzufrieden, können Sie den HQPlayer auf dem selben PC installieren und versuchen, mit ihm den Klang zu verbessern.
Nutzen Sie aber einen externen NUC (Next Unit of Computing) mit installiertem ROCK als Roon-Core-Server wird es ein wenig komplizierter.
Denn Sie müssen dann die HQPlayer-Software auf einem zweiten Computer installieren. Man kann den HQPlayer nicht (!) auf dem Roon-Core-Server installieren!
Haben Sie also den zweiten PC eingerichtet, konfigurieren Sie Ihre Roon-Software so, dass dieser Windows-PC zur Wiedergabezone wird. Über die Netzwerkverbindung (LAN) erhält der zweite Rechner die Rohdaten vom Roon-Core-Server. Im Windows-PC werden die Daten gerendert und durch die HQPlayer-Software nach Wunsch manipuliert. Hat man sich die Musik abschließend zurechtgebogen, vielleicht noch durch Upsampling von 44,1 kHz auf 264,6 kHz “aufgeblasen”, leitet der Windows-PC die Daten an einen DAC weiter.Ergebnis: Wir hören damit also am Ende vielleicht 10% vom Roon-Core-Server und 90% vom Windows-PC.
Ich – habe mit dieser Vorgehensweise meine echten Probleme – das muss ich zugeben.
Schließlich haben Sie sich ja den Roon-Core-Server zugelegt, um eben nicht mehr Ihren Computer an die HiFi-Anlage anschließen zu müssen, oder!?Und ich habe mir für den PrimeCore Audio A7 nicht zwei Jahre Entwicklungszeit aufgebürdet, um dann doch wieder alles auf einen Windows-PC zu verlagern.
Nun gut, nicht jeder NUC mit installiertem ROCK ist automatisch klanglich besser als ein Windows-PC und dann mag ein HQPlayer vielleicht doch wieder nützlich sein.
Zudem müssen wir ja auch erkennen, dass wir mit dem HQPlayer so etwas wie einen digitalen Sound-Prozessor (DSP) erwerben. Wir können also nicht nur versuchen, die Musik allgemein besser klingen zu lassen, sondern wir können uns den Klang auch so zurechtbiegen, wie er uns am besten gefällt oder so wie er mit unseren Boxen in unserem Raum am besten funktioniert.
Vom High-End-Gedanken sind wir damit sicherlich weit weg. Dennoch mag diese Vorgehensweise am Ende vielleicht doch zum besten Ergebnis führen.
Fazit:
Ob ein HQPlayer den Klang Ihrer Streaminglösung verbessern kann, hängt davon ab, wie gut Ihre Streaminglösung derzeit ist. Dabei sind die Hardware, das Betriebssystem und Ihre Streaming-App die entscheidenden Faktoren.
Besitzen Sie einen audiophilen Roon-Core-Server wie den A7 und ist also der bestmögliche natürliche Klang Ihr gestecktes Ziel, sollten Sie sich das gut überlegen, ob Sie auf den HQPlayer setzen wollen.
Zum Glück kann man ihn ja kostenfrei testen. [...]
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15. Dezember 2025Produktberichte / StreamingSeitdem High-Resolution-Audio-Streaming (HRA) auch in den elitärsten High-End-Kreisen als etabliert und somit auch als klanglich rehabilitiert gilt, steht unser Heimnetzwerk oder Local Area Network (LAN) genau so im Optimierungs-Fokus der anspruchsvollen Musikliebhaber wie bisher Lautsprecherkabel, Stromverteiler und sonstiges Zubehör zur Klangverbesserung.
Schon lange finden wir im Internet Tipps dazu, wie man seine Fritzbox konfigurieren muss, welche audiophilen Netzteile wir verwenden sollen und mit welchen LAN-Kabeln und zusätzlichen Switches wir der Klangqualität beim Streamen weiter auf die Sprünge helfen können.
Das alles gehört nicht zwingend zum Pflichtprogramm!Streaming funktioniert auch ohne all diese Maßnahmen. Wer aber einen Klang-Status erreichen will, bei dem er die 40 Jahre alte CD-Qualität hörbar hinter sich lässt und es für Analog kaum noch Klang-Argumente gibt, der sollte sich die Heimnetz-Basics unbedingt einmal genauer anschauen und befolgen.Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie hier: Das audiophile Heimnetz.
Die Basics:* Ein Netzteil für die Fritzbox (BOTW-Sbooster), * ein paar gute LAN-Kabel (Furutech LAN8 NCF plus), * ein audiophiler Switch (Bonn N8) – ebenfalls mit audiophilem Netzteil –
… und schon hat man mit weniger als 1.500,- € Investition das Fundament dafür geschaffen, dass Streaming eine Chance erhält, sich als überlegener Klang-Lieferant beweisen zu können.Wer dann von diesen Ergebnissen beeindruckt ist und „noch mehr Klang“ will, der kann gerne mit noch besseren Switches und noch besseren Netzteilen … experimentieren.
Genau so hat es ja auch bei mir vor etwa 10 Jahren angefangen.
Doch was ist jetzt wirklich sinnvoll und angemessen?Was lohnt sich also und ab wann ist es einfach nur übertrieben?Sind wir bereits an einem Punkt, bei dem alle unsere Maßnahmen einfach keinen Klangzugewinn mehr bringen?
In meinem heutigen Bericht „VLAN – der noch fehlende Schritt zum audiophilen Streaming?“ will ich diesen Fragen nachgehen und ganz bewusst mit extremem Aufwand herausfinden, ob wir aus unserem Heimnetz wirklich schon das letzte Quäntchen an Klangqualität herausgekitzelt haben, oder ob uns vielleicht der alles-entscheidende Durchbruch am Ende noch gar nicht gelungen ist.
Gelingt uns durch VLAN der (vielleicht?) noch fehlende Schritt zum audiophilen Streaming?
… oder ist VLAN einfach nur mal wieder die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird?
Sau, die durchs Dorf getrieben wird (ChatGPT Image)
Hinweis zum Bericht:Die Umsetzung der nachfolgend beschriebenen Maßnahmen stellt hohe bis sehr hohe Anforderungen an Ihr IT-Wissen und Sie benötigen teure Zusatz-Komponenten.Worauf ich hier eingehe, hat aber prinzipiell mit dem Thema High-Fidelity nichts zu tun. Hier geht es mehr darum, unser immer komplizierter werdendes Heimnetz professionell zu konfigurieren und „richtig in Ordnung zu bringen“.Wer also aus ganz anderen Gründen bereits in seinem Heimnetz VLANs eingerichtet hat, der wird vielleicht schon ganz automatisch den letzten Schritt getan haben.Für alle anderen habe ich diesen Bericht geschrieben.
Vorgeschichte:
TAE
Der ursprüngliche Telefonanschluss (TAE) bekam irgendwann eine Buchse für den Anrufbeantworter dazu. Und natürlich eine zweite für das Fax-Gerät. Dann brauchten wir auf einmal ein Modem und heute haben wir i.d.R. nur noch unseren „Internetanschluss“.Und der macht alles. Selbst wenn es sich dabei immer noch um die klassische Telefon-Anschluss-Einheit (TAE) handelt.
„Alles“ – bedeutet dabei:
telefonieren
surfen
mailen
fernsehen
Radio hören
Videos streamen
Alarmanlage betreiben
Smart Home realisieren
Türfreisprechanlage anbinden
Lichtsteuerung automatisieren
Sprachsteuerung (Siri, Alexa und Co.) nutzen
das Internet of Things (IoT), also unseren Kühlschrank, die Spülmaschine usw. von unterwegs steuern
und … eben auch High-Res-Audio Dateien streamen.
… und das alles wahlweise auch noch über Kabel oder wireless – also ohne Kabel über ein WLAN.
Natürlich müssen wir uns bei all diesen Aufgaben keine Sorgen darum machen, ob unser Heimnetz dafür ausreicht. Es könnte sogar noch viel mehr!Aber kann das überhaupt gut klingen, wenn das alles durch das selbe Kabel fließt?Wie soll es möglich sein, ruhige, wunderschöne und entspannende Musik zu hören, wenn die Musikdateien sich mit all diesen anderen Daten ein und dieselbe Leitung teilen müssen?
Wäre es da nicht toll ein unabhängiges Heimnetz nur zum Musikhören zu haben?
IT-Freaks erstellen VLANs für:… die Smart-Home-Installation, die vielen IoT-Geräte (IoT= Internet of Things, also unser Kühlschrank, die Waschmaschine …), Magenta-TV u.v.m. . Diese Dinge benötigen oft spezielle Netzwerk-Einstellungen und beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb verbannt man sie gerne in ein jeweils eigenes Netz, das man dann nach Bedarf konfiguriert.
„Langsame Schnecken“ bremsen ein Netzwerk aus und selbst die „Rennpferde“ unter den Daten oder Komponenten müssen dann langsam dahin schleichen. Also trennt man sie und bringt die Pferde auf die Rennbahn, wo sie hingehören.
Kurz und gut: Es kann durchaus sinnvoll sein, nicht nur ein Netzwerk für alles zu benutzen.Selbst dann, wenn man überhaupt keine HiFi-Anlage besitzt.
Aber braucht man dann für jedes Netz ein eigenes Kabel?
Nein! Braucht man nicht!
IT-ler kennen tatsächlich einen raffinierten Trick, den wir meistens an dem Buchstaben „V“ erkennen können. Hinter diesem „V“ steckt der Begriff „virtual“ also auf Deutsch „virtuell“ für „denkbar, aber nicht physisch vorhanden“.Den Begriff virtuell kennen wir längst in anderen Zusammenhängen. Filmemacher erschaffen ganze virtuelle Welten und IT-ler nutzen Computer und Kabel, die gar nicht da sind.
… mag uns das auch noch so seltsam vorkommen.
Unser LAN (local area network) – also unser Heimnetz, was aus Kabeln, Anschlüssen und Komponenten wie Router, Modem, Switches besteht … ist selbstverständlich physisch vorhanden. Diese Dinge sind also real und nicht virtuell.Aber üblicherweise sind sie eben nur ein (!) mal real vorhanden. Und das soll auch so bleiben.
… zusätzlich können wir diese Dinge aber auch „virtuell erschaffen“ und dann so nutzen als hätten wir mehrere davon. Auf einmal haben wir dann mehrere vRouter, vModems, vSwitches und eben auch vLANs. Wir brauchen aber nur eine (!) Hardware, die das kann.
Kann ein Mensch VLAN verstehen, der kein abgeschlossenes IT-Studium hinter sich hat?
Zugegeben – VLANs zu verstehen ist für einen Nicht-IT-ler ziemlich schwierig. Meistens liegt es daran, dass wir uns so ein LAN-Kabel wie ein Stromkabel oder einen Wasserschlauch vorstellen. Vorne tut man was rein und hinten kommt was raus.
Aber so funktionieren Netzwerkkabel (Ethernet-Kabel) eben nicht.
Postauto (ChatGPT Image)
Ein LAN-Kabel müssen wir uns eher wie ein Post-Auto vorstellen.Das Post-Auto transportiert Pakete mit den unterschiedlichsten Inhalten. Und nichts davon kommt durcheinander (meistens jedenfalls nicht). Flüssigkeiten dringen nicht in Elektrogeräte. Waschmittel vermischen sich nicht mit Pralinen …Das Parfüm riecht nicht nach Käse und umgekehrt auch nicht.
Jedenfalls nicht, wenn alles ordentlich verpackt wurde. Und damit das sichergestellt ist, gibt es „Vorschriften“ – bei der Post genau so wie beim Transport von Daten durch unsere LAN-Kabel.Und genau so wie bei der Post können wir im LAN nicht nur Pakete empfangen, sondern auch verschicken.
Und mit VLANs tun wir so, als hätten wir für jede Paket-Sorte ein eigenes Post-Auto.
Eines für die ganz eiligen Sachen, eines für Flüssigkeiten, eines für große und schwere Pakete und noch eines, das die ganz empfindlichen Sachen transportiert wie die 4-stöckige Hochzeitstorte.Jedes „Post-Auto“ wurde also auf seine Aufgabe hin spezialisiert.
Los geht’s!
Beschreiben wir zunächst eine typische Ausgangslage:
Fritzbox/Router mit DHCP, WLAN, DECT usw. Alle kabelgebundene Netzwerkgeräte sind direkt angeschlossen. Am Schreibtisch gibt es (vielleicht) einen zusätzlichen Switch, um den PC/MAC plus Drucker anschließen zu können. In der HiFi-Ecke gibt es möglicherweise noch einen audiophilen Switch. Daran werden der Streamer und der Fernseher betrieben.
Und das ändern wir jetzt.
Da weder die Fritzbox noch die üblichen Router der Provider in der Lage sind, echte VLANs aufzubauen, brauchen wir ein Gerät, was dazu in der Lage ist. Router und Switches, die so etwas können, erkennt man i.d.R. an der Beschreibung „managed“, was so viel wie „konfiguriert“ und wichtiger: „konfigurierbar!“ bedeuten soll.
Spätestens an dieser Stelle dürfte aber für „Normalos“ eine Hürde aufgebaut sein, die nicht zu überwinden ist. Einen Switch mit VLANs einzurichten ist wohl so ähnlich, als wollten Sie das Steuerprogramm für Ihren Sportwagen selber modifizieren.
Auch ich hätte ganz sicher die Finger davon gelassen, wenn ich nicht Informationen über eine Unifi Dream Machine erhalten hätte, die mich davon überzeugt haben, dass ich so ein Teil haben muss.Mit der Unifi Dream Machine (UDM) wird aus einer Herz-Implantation ein Ersatz des Hüftgelenks – also ein Klacks! (Scherz!!)
Nein, es bleibt kompliziert, aber eben nicht so super-extrem.
Ziel:
Die Fritzbox soll einfach nur das Signal des Providers an die UDM weiterleiten. Die UDM baut VLANs auf und eines davon ist für unsere HiFi-Anlage, bzw. unseren Streamer.Die Fritzbox macht dadurch praktisch gar nichts mehr. Kein DHCP, kein WLAN, kein DECT – nichts. Nicht einmal ihre LED darf mehr leuchten.
Das alles verlagern wir in die UDM.
Meine Umsetzung im Einzelnen:
Da auch meine Fritzbox 5690 keine VLANs erstellen kann, musste ich mir die Unifi-Dream Machine SE von Ubiquiti zulegen.Die UDM ist zwar auch nichts für Netzwerk-Dummies – aber wenn man sich an dieses Thema wirklich herantraut und nicht von Beruf Netzwerk-Administrator ist, dann ist Unifi wohl die erste Wahl.
In der Fritzbox betreibe ich den Anschluss für die UDM im „Exposed Host Modus“. Dadurch wird die Fritzbox praktisch aller Fähigkeiten (und Einflussmöglichkeiten) beraubt. Sie bildet nur noch die physische Verbindung zwischen dem Telekom-Anschluss (oder anderen Providern) und der UDM. Sie ist damit noch weniger als ein Modem, eigentlich nur so etwas wie ein Adapter.
Die UDM kümmert sich dann um mein Heimnetz, mit anderen Worten: Sie vergibt ab sofort die IP-Adressen und ist damit mein DHCP-Server – und eben nicht mehr die Fritzbox.
Um auch das WLAN in der Fritzbox abschalten zu können, habe ich mir einen Unifi U7 Pro zugelegt, also einen WLAN-Accesspoint.
DECT – also das Festnetz-Telefonieren – übernimmt jetzt eine Gigaset C570-Go, die ins Unifi-Netz eingebunden ist – damit ist bei mir auch DECT in der Fritzbox abgeschaltet.
Danach habe ich sogar alle LEDs der Fritzbox abgeschaltet, womit sie dann wirklich gar nichts mehr macht – nicht mal mehr leuchten – außer eben die Telekom-Signale 1:1 an die UDM zu leiten. In den IT-Foren wird gerne eine Vigor von Draytek statt der Fritzbox empfohlen, die aber erstens komplizierter zu handhaben ist als eine Fritzbox (vor allem, wenn man auch Magenta-TV nutzt) und zweitens war die Fritzbox ja bereits vorhanden.
Leider steht die UDM 30m entfernt von meinem Hausübergabepunkt und der Fritzbox.Um diese 30m nicht mit LAN-Kabel überbrücken zu müssen, nutze ich ein 0,6m Furutech LAN8 NCF plus an einem Medienkonverter MC01 von ADOT. Die lange Verbindung übernimmt ein ADOT Singlemode-LWL – logischerweise mit zwei mal Singlemode-Transceiver von ADOT.
Hier war die Frage wirklich spannend, ob die Unifi Dream Machine bereit ist, mit den ADOT-SM-Transceivern zusammen zu arbeiten, aber das hat wunderbar funktioniert.Messungen mit einem SFP Wizard bestätigen die optimale Funktion, also brauche ich mir um die Kabel und die Transceiver zum Glück keine weiteren Gedanken zu machen.
Sollte sich da in der Praxis etwas anderes ergeben, werde ich diese Stelle im Bericht natürlich sofort anpassen.
Leider muss ich den selben Aufbau auch für den Rückweg, also meinen Anschluss der HiFi-Anlage wählen und damit noch einmal:ADOT- Singlemode-Transceiver in der UDM, 30m Singlemode LWL, Medienkonverter ADOT MC01 mit Singlemode-Transceiver, 0,6m Furutech LAN8 NCF plus.
Mein audiophiler Switch ist von Silent Angel (Bonn NX), der leider keinen SFP besitzt.Deshalb habe ich auch alternativ den Dela (früher Melco) S50 und den SotM sNH-10G eingesetzt, die eben beide über einen SFP verfügen und daher keinen Medienkonverter benötigen – aber darüber folgt später ein eigener Bericht.
Im nächsten Schritt geht es dann darum die VLANs aufzubauen.
Noch schnell ein Tipp aus eigener Erfahrung:Wenn Sie sich für Unifi entscheiden, ersetzen Sie auch alle „kleinen“ Switches in Ihrem Netz durch Unifi-Geräte. Switches anderer Hersteller werden nicht korrekt erkannt, können daher nicht von der UDM konfiguriert werden und nehmen sich (wie in meinem Fall) möglicherweise ausgerechnet die selbe IP-Adresse wie meine UDM, was natürlich zu einem Netzwerk-Konflikt führt.Das ist, als wollte man zwei PKW auf dem selben Parkplatz abstellen.
Abschließend:
Ich habe für verschiedene Zwecke VLANs eingerichtet und logischerweise auch ein VLAN ganz alleine für meinen audiophilen Switch der HiFi-Anlage.
Damit hatte ich sowohl mein primäres Ziel erreicht – meine HiFi-Anlage von allem anderen aus meinem Heimnetz zu trennen. Ich habe jetzt also ein Post-Auto ganz alleine für meine HiFi-Anlage! Aber auch mein sekundäres Ziel habe ich erreicht – mein Heimnetz aus IT-Sicht sinnvoll aufzuteilen und Ordnung zu schaffen.
Und ich muss sagen – wenn man mal meinen audiophilen Switch samt Masterclock (Genesis GX) und Netzteil (Forester FX) preislich aussen vor lässt, war das gar nicht so wahnsinnig teuer. Also alleine für ein aufgeräumtes Heimnetz hat sich der Aufwand aus meiner Sicht schon mal gelohnt. Alles lässt sich irgendwie schneller bedienen. Mein Apple-TV und der Leica-Beamer reagieren schneller und laufen spürbar stabiler.
Kommen wir zum Hörergebnis:
Klartext:Meine Hoffnungen wurden erfüllt – es hat sich gelohnt. Allerdings auf eine völlig andere Art und Weise als ich das erwartet hatte.
Doch was hatte ich eigentlich erwartet?
Und das kann ich gar nicht so richtig beschreiben. Was erwartet man von solch einer Maßnahme? Vielleicht ein Anstieg des Dynamik-Umfangs? Möglicherweise mehr Ruhe? Mehr Körper? Eine bessere dreidimensionale Wiedergabe?Eigentlich ist das alles Unsinn. Denn nichts davon hätte ich bei mir als “verbesserungsdürftig” beschrieben.Es lief doch absolut super-phantastisch!
Bei wem das nicht so ist, der muss auch nicht glauben, er müsse jetzt einfach nur ein VLAN einrichten und schon wären alle Klangprobleme beseitigt!
Und jetzt sitze ich da und kann eigentlich gar nicht fassen, was ich da höre.Ich schaue auf ein Paar Progressive Audio Extreme I aktiv – und höre eine Veränderung, von der ich bisher geglaubt hatte, sie sei im besten Fall durch die 30mm Diamant-Hochtöner in einer Pearl erreichbar.
Diese Diamant-Hochtöner sorgen dafür, dass man eigentlich überhaupt nichts mehr aus einem Lautsprecher hört – nicht einmal die höchsten Töne. Querflöten, Piccoloflöten, Triangel … Töne, die nervig klingen können und eben nach dem Material, aus dem die Hochton-Chassis gefertigt sind. Textilkalotten wirken wie Dämpfer, Bändchen wie Alu-Papier, Metallkalotten lassen jeden Sound stählern klingen. Man kann teure Maßnahmen dagegen ergreifen, aber ganz los wird man diese Probleme wohl nie.
Und auch der Hochtöner einer Extreme I erreicht einfach nicht das Klang-Niveau eines Dimant-Hochtöners. Irgendwo bestimmt halt doch immer noch der Geldbeutel, was man erreichen kann und was nicht.
Aber wenn es darum geht, das “Zweitbeste” so nah wie möglich an das “Beste” zu bringen, dann wurde hier soeben das Ziel erreicht!
Diese freche kleine Extreme I spielt bei mir auf wie die ganz Großen!
Absolut gelassen und souverän präsentiert mir diese „Regalbox“ Musik in Originalgröße!Das ist so sagenhaft unangestrengt, so selbstverständlich!Ich kann es gar nicht abwarten, dass mir Ralf Koenen meine Pearl zurückbringt, die sich gerade für ein Upgrade in seiner edlen Manufaktur befindet.
Hör-Beispiel: (mehr als beeindruckend!!!)
Seit einigen Wochen fasziniert mich der Song Mio Cristo Piange Diamanti (Rosalía vom Album LUX). Dieser Song ist kein Lied – er ist eine ganze Oper, ein Film, ein Drama.
Leidenschaft pur und eine Hingabe an die Kunst des Gesangs, wie ich sie selten erlebt habe.
Aber Vorsicht! Um dieses Ausnahme-Stück genießen zu können, reicht es nicht aus, einfach stumpf irgendwelche Testsieger-Komponenten miteinander zu verbinden. Wenn die Kette nicht harmonisch aufeinander abgestimmt ist, ist es sehr gut möglich, dass Sie beim Hören dieses Titels eher unangenehme Gefühle entwickeln und Lust verspüren, gegen die Lautsprecher zu treten.
Diese Stimme ist ein Prüfstein für jede HiFi-Anlage.
Und das Tolle an solchen Titeln ist ja, dass Kunden auf meinem Sofa sitzen, voller Staunen dieses Stück „ertragen“, sich den Titel notieren, ihn bis ganz zum Schluss hören wollen und am Ende dann sagen: „Überhaupt nicht meine Musik! Aber der reine Wahnsinn! Gänsehaut pur!“
Auch die Härchen auf meinen Armen tanzen quasi im Rhythmus der Musik.Obwohl ich den Titel jetzt schon so oft gehört habe – oder vielleicht deswegen – höre ich ihn heute zwei mal komplett durch.
… und bin danach so fix und fertig, als hätte ich einen Marathonlauf hinter mir.
Nicht nur Rosalía ist mit Leib und Seele dabei – auch der Tonmeister gibt alles. Hall und Echo, fein dosiert eingesetzt, genau an der richtigen Stelle. Stakkato und Stille werden als Stilmittel abgelöst von tief traurigen Grundtönen wie bei einer guten Filmmusik. Sie unterstreichen hier aber keine Emotionen, sie erzeugen sie.
Fast hätte ich gesagt: „Ganz großes Kino!“.
Ich höre meine Playlists rauf und runter und verzeihen Sie mir das Klischee: Ich habe das Gefühl, manche Titel zum ersten Mal richtig zu hören!
Es ist nicht der Versuch – mich zu beeindrucken!Es ist genau das Gegenteil!Es ist diese Selbstverständlichkeit.… diese Natürlichkeit.
Hat sich der Aufwand also gelohnt?… und die Antwort lautet: Ja!
Sollten Sie das nachmachen?
Ja! Unbedingt! Wenn ….… Sie sich mit Heimnetzen, Router, Switches usw. auskennen und vielleicht sowieso schon VLANs für Ihre Smarthome-Installation aufgebaut haben.
Nein! Auf keinen Fall!Wenn …… Sie sich eben nicht damit auskennen und sich da erst einarbeiten müssten. Ihnen kann ich sagen, dass Sie mit einem besseren LAN-Kabel oder einem guten audiophilen Switch vermutlich mehr Klangzugewinn erreichen können als mit VLANs.
Hinweis für Besitzer einer Powerstation von Progressive Audio:Die Fritzbox ist in dem oben beschriebenen Aufbau über das LAN-Kabel mit dem Potential der Telekom-Leitung verbunden. Dies muss unbedingt vom Potential der Powerstation getrennt sein! Deshalb muss die Fritzbox wie auch der erste Medienkonverter, der ja ebenfalls über das LAN-Kabel an der Fritzbox und damit am Potential der Telekom hängt über ein eigenständiges Netzteil betrieben werden. Dieses Netzteil darf natürlich auch nicht über die Powerstation versorgt werden. [...]
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20. November 2025ProduktberichteKeces P9
Chapeau – Keces!
Manchmal fehlt es nur an Kleinigkeiten, um aus einem guten Produkt ein perfektes Produkt zu machen. Um an einem Keces P8 berechtigte Punkte zur Kritik zu finden, musste man schon gut suchen oder eben ziemlich anspruchsvoll – wenn nicht sogar kleinlich sein. Ist das Keces P9 nun das perfekte audiophile Netzteil?Was am P8 kritisiert wurde:
Zum Beispiel die Anzeige:
Keces P8 vorne
Dem einen war sie zu kein, dem anderen zu hell. Wollte der eine sie in der Helligkeit regeln können, hat der nächste einfach das Kabel vom Display abgezogen, damit er durch überhaupt keine Anzeige mehr gestört wird. Mal passte die Farbe nicht zum Rest der Anlage und mal machte es den Besitzer ganz kirre, wenn er doch genau 19V einstellen wollte, die Anzeige aber mal 19,1V oder 18,9V anzeigte.
Das Display wurde jetzt durch das Keces-Emblem ersetzt.
Keces P9 Front
Zum Beispiel die Spannungs-Auswahl:
Ausgerechnet das größte Highlight des P8, vor allem des P8 Dual war einer der nächsten Kritikpunkte.
Es gab die Ausführungen:Typ 1: 5V/7V + 9V/12VTyp 2: 9V/12V + 12V/15VTyp 3: 9V/12V + 18V/19VTyp 4: 9V/12V + 20V/24V
Wer jetzt 5V und 19V benötigte, der konnte keinen der Typen gebrauchen und musste sich zwei Geräte zulegen.
Der P9 bietet jetzt zwei vergoldete Ausgänge mit einer deutlich flexibleren Auslegung:
Keces P9 Back
Zum Beispiel die Ampere-Leistung:
Genau davon war ich als Hersteller der PrimeCore Audio A7-Streamer betroffen und natürlich alle Betreiber dieses klanglichen Ausnahme-Streamers. Benötigt der doch 19V mit 6A. Die bisherigen P8 Dual boten da maximal 4A. Zwar reichte das meistens, aber hier und da schaltete sich der A7 dann doch „beleidigt“ ab.
Keces P9 Justage
Der P9 liefert jetzt an …
Ausgang 1: 5/7/9/12 Volt mit 5A und anAusgang 2: 12/15/19/24Volt 5A mit 7A peak
Daraus ergeben sich 16 Kombinationsmöglichkeiten, womit wirklich viele Kombinationen realisiert werden können. Selbst die ziemlich häufig benötigte Kombi mit 2x 12V (für z.B. Fritzbox und Switch) ist zum Glück einstellbar.
Chapeau Keces!
Kommen wir zu der wohl wichtigsten Frage:
Hat sich klanglich etwas getan?
Ja – und nein. Um den Klangunterschied hören zu können, braucht man schon eine extrem ausgereifte Kette.Der P9 rückt klanglich ein wenig näher an den P14 und den P28 heran. Womit ich sagen will, dass er “reifer” wirkt und “souveräner”, wo der P8 hier und da etwas mehr “mitreißender” wirkte. Aber bitte – ich versuche hier zwei ausgezeichnete Weine miteinander zu vergleichen. Nageln Sie mich nicht auf diese Aussage fest, wenn es möglicherweise in Ihrer Kette genau umgekehrt wirkt.
Fazit:
Der neue P9 ist einfach in jedem technischen Punkt den vielen unterschiedlichen Typen des P8 überlegen. Er beseitigt die bisher von den Kunden vorgebrachten Mini-Kritikpunkte und zeigt sich deutlich sinnvoller an die Anforderungen des Marktes ausgerichtet.
Klanglich muss niemand den P8-Modellen eine Träne nachweinen. Dennoch waren und sind sie immer noch tolle, audiophile Netzteile. Wenn Sie jetzt im Abverkauf oder gebraucht einen P8 mit für Ihren Verwendungszweck brauchbarer Ausgangsspannung günstig bekommen können – schlagen Sie zu! Alle, die bisher noch keinen Keces eingesetzt haben, springen ganz sicher nicht zu spät auf den Keces-Zug auf und werden stattdessen erstaunt sein über die Klangverbesserung durch ein P9.
Mit dem Keces P9 wirft der Hersteller jetzt ein audiophiles Netzteil auf den Markt, was auf jahrelanger Erfahrung aufbaut und mit dem er auf die Wünsche und Kritikpunkte der Käufer eingegangen ist.
In seiner Preisklasse und mit seinen zwei Ausgängen kenne ich derzeit kein zweites audiophiles Netzteil, das überhaupt eine Chance hätte, in einen Vergleich mit dem Keces P9 einzutreten.Wem die Leistungswerte eines P6 ausreichen, macht damit nichts falsch und er kann einige Hundert Euro sparen. Wer mehr als zwei Ausgänge benötigt, sollte sich nach dem P14 oder gar nach dem P28 umsehen.
Zwischen 600,- € und 2.800,- € dominiert Keces damit den Markt der audiophilen Netzteile auf ganzer Linie und man kann dem Hersteller nur noch einmal gratulieren.
Chapeau Keces! [...]
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28. Oktober 2025ProduktberichteLeica – die Lösung
Lesen Sie hier in meinem Bericht – Die Leica Lösung – mehr über den Leica Cine 1 Nahdistanzbeamer.
„Komm mir nicht mit Problemen, komm mir mit Lösungen!“
Das war der Lieblingssatz meines früheren Dezernatleiters.Und diesem Ausspruch folgend will ich auch Ihnen hier lieber gleich die Lösung präsentieren, bevor ich Ihnen etwas über das Problem erzähle.
Ich nenne sie:
Die Leica-Lösung
Konkret geht es hier um einen Nahdistanz-Beamer der Premiumklasse, der einen großen OLED ersetzen kann. Und zwar par excellence!… der aber sozusagen gar nicht mehr „da ist“, wenn man gerade kein Fernsehen schaut.
Immer „da zu sein“ – genau das ist nämlich das Problem.
Zum einen stört diese 1,5qm große harte Glasfläche eines Flachbild-TV nämlich mächtig das natürliche Klangbild einer hochwertigen HiFi-Anlage.
Zum anderen kommen aber auch immer mehr Menschen dahinter, dass eine solch große schwarze Fläche an der Wohnzimmerwand alles andere als wohnlich und gemütlich wirkt. Zumindest der weibliche Teil Ihres Haushaltes wird genau das vermutlich wohl „schon immer gesagt“ haben. 😉
War man zu Anfang vielleicht noch stolz darauf, so einen 65-, 77-Zoller (oder noch größer) zu besitzen, so ist dieses Gefühl mittlerweile komplett verschwunden. Heute hat doch eigentlich “jeder” so einen großen Bildschirm, seitdem es sie schon für unter 1.000,- € zu kaufen gibt.
Und eines haben sie leider alle gemein: Sie sind auch da, wenn man nicht fernsehen will.
Und vor allem sind sie dann auch immer noch da, wenn man gerade gut Musik hören will.
Nimmt man den Fernseher hinter den Lautsprechern weg, klingt es sofort natürlicher und die Wiedergabe bekommt eine tolle räumliche Tiefe. Hängt man ihn wieder auf, wird die Wiedergabe flach und die Stimmen klingen hart und hohl.
Ein teurer DSP kann das ein wenig “wegrechnen” und somit den Klang durchaus verbessern, meistens aber nur begleitet von einem Verlust des musikalischen Feelings.Seit Jahren zerbreche ich mir (und ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin) den Kopf, was man da wohl tun kann. Meine Frau hat mir mal eine Art Husse genäht, die ich über den TV stülpen konnte.Sah nicht wirklich gut aus und hat vor allem auch das klangliche Ziel nicht erreicht.Ich habe Dämmwoll-Platten vor den Fernseher gestellt.Die vielen dauernd um und haben den Mittenbereich viel zu stark gedämmt.
Jetzt zum Umzug in unsere neue Bleibe gingen mir schon wieder seit Monaten solche und ähnliche Lösungen durch den Kopf. Ich wollte schon eine Vorhangleiste an der Decke montieren lassen, um dann beim Musikhören einen Vorhang vor den Fernseher ziehen zu können.
Alles Unfug!
Ich habe sie jetzt …
… die Leica-Lösung
Wie bereits erwähnt handelt es sich hierbei um einen Nahdistanz-Beamer.Also keinen riesigen Klotz, der an der Decke hängt und einen unverhältnismäßig hohen Installationsaufwand erfordert.Den Leica Cine 1 stellt man ganz einfach mit auf das Rack, auf die HiFi-Bank, das Lowboard …… oder wie oben auf dem Bild zu sehen auf eine speziell für Leica entwickelte Möbelserie, die mittlerweile von fast jedem namhaften Möbelhersteller angeboten wird.
Wenn man eine glatte weiße Wand dahinter hat, reicht die bereits aus, um in traumhafter Bildqualität Videos schauen zu können.Allerdings ist das akustisch doch wieder ziemlich kontraproduktiv, denn eine glatte weiße Wand ist fast genau so schlecht wie ein großer Fernseher.
Also kommen wir um eine Leinwand nicht umhin, wenn wir es perfekt haben wollen.
Die hängen wir aber nicht einfach an die Wand. Wir würden ja eine große schwarze Fläche lediglich gegen eine große weiße oder dunkle Fläche tauschen, sondern die befindet sich in einem 10x15cm großen Kasten, den wir hinter das Rack stellen. Natürlich kann man sie auch an der Wand befestigen oder eben in ein Fach integrieren, den die Möbelhersteller für diese Leinwand vorgesehen haben.
Ist die Leinwand im Kasten – sehen wir einfach nur unsere Wohnzimmer-Rückwand, die wir so gestalten können wie wir wollen.Ob es eine dicke Tapete wird, die derzeit sehr beliebten Raumakustikwände oder irgendwelche speziellen Dämmlösungen – alles ist möglich. Es gibt ja keinen Fernseher mehr.
Erst wenn wir abends fernsehen oder ein Video schauen wollen, genügt ein Druck auf die Fernbedienung.Nun öffnet sich der Deckel des Leica Cine 1 wie von Geisterhand bedient, die Leinwand fährt von unten nach oben hoch und wenn die HiFi-Bank zu dicht an der Rückwand steht, fährt auch das Tablar auf dem der Leica Cine 1 steht nach vorne, um die etwa 25 cm Abstand zur Wand/Leinwand einzustellen.
Ist es im Raum ziemlich dunkel, erwartet Sie ein Kino-Feeling, wie man es zuhause wohl noch nie so erlebt hat. Popcorn und Nachos sollten schon mal ausreichend gebunkert werden.Aber selbst bei hellem Sonnenlicht sieht alles noch toll aus und steht dann dem Bild eines OLED in nichts nach, denn auch ein OLED verliert an Tiefe und Schwärze wenn die Sonne direkt auf den Bildschirm scheint.
Für reine Video-Freaks ist natürlich toll, dass das Konstrukt auch problemlos vor ein Fenster oder einen Durchgang positioniert werden kann. Musikbegeisterte werden aber wohl doch eher eine Positionierung vor einer Wand bevorzugen.
Aber wieso Leica?
Natürlich gehöre ich als Hobby-Fotograf zu denen, die ein gewisses Leuchten in den Augen spüren, wenn Sie diesen kleinen roten Punkt auf einer Kamera entdecken und dann beim Betrachten der Bilder neidvoll zugeben müssen, dass die etwas haben, was meine Fotos nicht haben. Selbst dann nicht, wenn auf beiden Fotos „das selbe drauf ist“.Das ist etwas, was man noch nicht einmal beschreiben kann. Aber man sieht es. Ich sehe es. Allerdings konnte ich mich bisher nicht überwinden, mir eine Leica-Ausrüstung zuzulegen. Vielleicht ändere ich das ja bald.
Und diese Leica-Beamer – allen voran der Leica Cine 1 – die haben dieses gewisse „Leica-Etwas“ ebenfalls.Leica ist weiß Gott nicht der Erfinder dieser Nahdistanz-Technik. Nahdistanzbeamer gibt es mittlerweile fast so viele wie Sand am Meer. So sagt man das ja gerne.In allen Preisklassen. Sogar schon für unter 100,- € kann man solche Teile kaufen.Aber es gibt auch Wein für 3,- € pro 5-Liter-Flasche.
Mich begeistert dieses Bild dermaßen, dass ich manchmal glatt vergesse, dass ich den Beamer eigentlich nur deshalb eingekauft habe, weil er die Lösung meiner Klangprobleme ist und ich keine schwarze Glasfläche mehr in meinem Wohnzimmer haben wollte!
Das ist erst mal das wichtigste an der Sache! Wenn ich Musik höre – sieht man nichts von einem Fernseher und man hört ihn auch nicht – denn er ist nicht da!
Was mich selber überrascht – ist – und ich muss zugeben, dass ich genau das immer abgestritten habe – dass dieses Zusammenspiel aus Audio und Video ein mehr als überzeugendes Erlebnis darstellen kann. Vor allem, wenn man den Leica Cine 1 über ein Toslinkkabel mit der HiFi-Anlage koppelt. Der Cine 1 hat für sich schon eine erstaunlich gute Wiedergabe zu bieten, aber wenn zu diesem riesigen Bild auch noch ein riesiger Sound kommt, dann ist das doch ein Erlebnis der besonderen Art.
Genau das habe ich getan und natürlich als erstes „I’d Rather Go Blind“ auf Youtube gestartet.
Dieser Song von Ellington Jordan stammt aus dem Jahr 1967 und wurde zunächst durch Etta James berühmt. Ich hielt lange Zeit die Version von Chicken Shack (Gesang Christine Perfect) aus dem Jahr 1969 für unerreichbar. Bis Beth Hart gemeinsam mit Bonamasse mit diesem Titel im Jahr 2014 die Besucher im Amsterdamer Koninklijk Theater Carré begeisterte und dieses Konzert zum Glück aufgezeichnet wurde.
Selten haben Bild und Ton eine so große Daseinsberechtigung und Gleichberechtigung erlebt wie bei diesem Zusammenspiel!
Aber wie genau funktioniert das jetzt eigentlich mit der Leica – Lösung?
Nun, man nehme im einfachsten Fall einen kleinen Kasten (sorry – so 70 cm breit und 45 cm tief sollte er doch schon sein) und stelle ihn 25 cm (bei 100“) von der weißen Rückwand oder der Leinwand entfernt auf.
Dann schließe man den Leica Cine 1 an Strom und an das Netzwerk an und drücke auf den Startknopf auf der Fernbedienung.Danach muss man nur noch nach Youtube wechseln (ist alles schon installiert) und den Song suchen … und starten.Ob man dann den Song mag, ob man Beth Hart mag, ob man Bonamassa mag …… spielt überhaupt keine Rolle.Diese Aufzeichnung ist einfach grandios!
Und man wird der Darbietung definitiv verzeihen, dass es audiophilere Versionen von diesem Titel gibt.
Aber natürlich kann der Leica Cine 1 nicht nur Youtube. So gut wie alle Fernsehsender und Video-Portale sind bereits vorhanden oder lassen sich nachinstallieren.Lediglich für Magenta-TV-Abonnenten gibt es noch keine integrierte Lösung. Dafür braucht es dann doch noch eine Extra-Box wie das Apple-TV oder andere.
Und noch einmal: Wieso Leica?
Vermutlich ist es mein Streben nach Sicherheit.Oder anders herum: Dieses Gefühl der Unsicherheit bei den meisten anderen Marken, die mich mit der Vielfalt der angebotenen Modelle verwirren. Ich verstehe oft nicht, wieso man ganz bewusst ein “schlechteres” Gerät herstellen muss, wenn man “bessere” im Programm hat.Dann stört mich auch dieses rasante Tempo, in dem oft die Modelle gewechselt werden. Diese anerzogene Wegwerf-Mentalität. Nach spätestens zwei Jahren soll man sich was neues kaufen. Das ist nichts für mich.
Ich bin Baujahr 1954 – bin seit 1970 glücklich mit meiner Frau zusammen und fahre ein 13 Jahre altes Auto – mit dem ich immer noch hoch zufrieden bin und das ich gerne auch noch weitere 13 Jahre fahren würde.
Vielleicht bin ich irgendwann nicht mehr dazu in der Lage. Aber das kann dann auch ein neues Auto nicht ändern.
Dieser Beamer strahlt eine hohe Wertigkeit und fast schon eine gewisse Gelassenheit, Zeitlosigkeit und auch Unantastbarkeit aus. Er schreit nicht, er ist einfach da. Hält sich zurück, in einer Verarbeitungsqualität, die für die Ewigkeit gemacht zu sein scheint. Zumindest für meine Ewigkeit.
Das reicht mir.
Für viele wird er unerschwinglich sein, zugegeben. Zu teuer ist er aber ganz sicher nicht. Ich bezeichne ihn als konsequente Lösung. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Betonung auf konsequent oder auf Lösung liegt. 😉Ich mag einfach nicht viel Aufwand und viel Geld in etwas stecken, was mir dann am Ende nicht das Ergebnis liefert, was ich erhalten wollte. Wer nach wenigen Wochen zurück zum OLED will, der hat es einfach falsch gemacht! Oder die falschen Teile gekauft.
Und das gilt für den Cine 1 genau so wie für den Play One, den ich hier in meinem Bericht leider vernachlässigen musste, weil er kein Nahdistanz-Beamer ist und nicht so ganz zum Thema passte.
Den Sie aber auch genau so wie den Leica Cine 1 ab sofort in meinem Vorführstudio erleben können.
Sie sind herzlich eingeladen. Lassen Sie uns einen Termin vereinbaren. 0208671424
Zum Produkt im AUDIOSAUL Online-Shop [...]
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25. August 2025ProduktberichteFurutech LAN 8 NCF plus – das Kabel mit dem noch besseren Klang?
Das Furutech LAN 8 NCF plus – das Kabel mit dem noch besseren Klang? ersetzt seit kurzem die erste Modellreihe dieses Ethernetkabels und soll laut Furutech vor allem auf längeren Strecken und bei höheren Auflösungen (192 kHz) zu einer verbesserten Signalführung und damit auch zu einem noch besseren Klang bei allen Längen und allen Auflösungen führen.
Der hauptsächliche Unterschied liegt darin, dass Furutech von Litze (viele dünne Drähtchen) auf Solidcore (ein einzelnes dickeres Drähtchen) umgestiegen ist.
War das nötig?
Das Furutech LAN 8 NCF ist wohl das allerletzte Kabel, bei dem ich mir eine Klangverbesserung gewünscht – oder für möglich gehalten hätte.
In der kurzen Zeit, die das Kabel der Generation 1 auf dem Markt ist, habe ich bereits etwa 1.500 Stück davon verkauft.
Wieso also – muss man an so einem tollen Kabel etwas verbessern?
Schwierigkeiten bei langen Längen? … bei 192 kHz?Hab ich nicht gehabt!
Schauen wir uns das Furutech LAN 8 NCF plus mal genauer an:
Die Verpackungen sind dunkler und weniger in lila gehalten, machen also einen „technischeren“ Eindruck – gut. Der Kabelaufbau wird hier kurz erklärt. Wer sich näher für die technischen Hintergründe interessiert, findet im Netz weitere Informationen.
Dann die erste Enttäuschung:
Die Plastik-Stecker sind geblieben.
Es gibt RJ45-Stecker auf dem Markt, bei denen es eine Wonne ist, sie anzusehen und anzufassen. Ich verweise da nur auf die Top-Serie von Telegärtner – ein Genuss in Form eines LAN-Steckers.
Furutech setzte bereits bei der ersten Generation scheinbar einfache, durchsichtige Plastikstecker ein. Die optische Aisstrahlung mag täuschen, aber das Herz eines audiophilen Freaks können diese Stecker sicher nicht berühren.
Furutech argumentiert, dass man das so wichtige NCF-Verfahren (Nano-Crystal-Formula) bei einem zugekauften Stecker nicht anwenden kann, sondern Eigenentwicklungen zwingend erforderlich sind.
Sarkasmus ein
HiFi-Freaks, die ihre Komponenten nach dem Design aussuchen, könnten ja zum Bespiel ihre Besucher durchaus mit der neuen Verteilerleiste vom Typ NCF Power Vault für fast 8.300,- € vom LAN-Kabel ablenken.
Sarkasmus aus.
Sei´s drum – es hat sich also an der Stelle keine Veränderung eingestellt, schade?
Halt! –
eine Veränderung gibt es dann doch. Bei dem Furutech LAN8 NCF plus ist ein Richtungspfeil auf einem der beiden Stecker aufgedruckt.
Richtungspfeile auf einem LAN-Kabel?… also auf einem bidirektional arbeitenden Ethernet-Kabel?
Welche E-Mails sind denn wichtiger? Die, die ich empfange oder die, die ich verschicke?Klar – Musik ist keine E-Mail – aber in einem Netzwerk fließt auch Musik nicht immer nur in eine Richtung!
Zu Beginn kommt sie sozusagen vom Router und fließt zum Streamer. Also muss der Stecker mit dem Pfeil im Router stecken.Wenn der Streamer nun aber z.B. ein PrimeCore Audio A7 Roon-Core ist und die Musik per LAN und RAAT-Protokoll an ein „roon-ready“-Gerät schickt – muss ich dann das LAN-Kabel „ganz schnell umdrehen“? Spaß!!
Also: Bei einem bidirektional arbeitenden Kabel mag ich einfach nicht von einer bevorzugten Laufrichtung sprechen wollen, wie wir sie von NF- oder Lautsprecherkabeln her kennen.
Könnte es trotzdem einen Grund für die Richtungspfeile geben? Vielleicht die Masseführung?
Nun – “früher” war es oft so, dass auch Kabel ohne Laufrichtungseigenschaften gekennzeichnet wurden, um anzuzeigen, auf welcher Seite die Abschirmung mit auf Masse gelegt worden ist. Damit wollte man Brummprobleme vermeiden oder ihnen schneller auf die Schliche kommen.
Im Furutech LAN 8 NCF plus finden wir Folienabschirmungen um jedes Drahtpaar, dann noch eine Folie um alle Drähte gemeinsam und darum herum noch einmal ein abschirmendes Geflecht.
Wenn die Abschirmung nun tatsächlich nur auf einer Seite mit auf Masse liegt, dann könnte es sehr wohl einen klanglichen Unterschied machen, auf welcher Seite ich diesen Stecker verwende.
Allerdings wäre es dadurch (wie es für ein bidirektionales Kabel ja auch logisch ist) keinesfalls „laufrichtungsgebunden“ sondern abhängig davon, welche der angeschlossenen Komponenten am stärksten auf die Masseanbindung reagiert. In diesem Fall müssten wir das tatsächlich pro Kabel erst einmal testen und dabei kann so eine Markierung natürlich helfen.
Ich mache das jetzt erst mal so wie wir es immer schon gemacht haben. Der Stecker mit dem Pfeil drauf kommt an den Router. Alle vom Switch abgehenden Kabel tragen den Stecker mit dem Pfeil dann eben an der Switch-Seite.Da ich über einen DAC höre und nicht über LAN ein „roon-ready“-Gerät mit Musik versorge, müsste so auch die Laufrichtung korrekt eingehalten worden sein. … wenn es sie denn gäbe.
Hörtest – Teil 1
Flatschneu – eiskalt – einfach, weil ich neugierig war.
Ergebnis:
Das Furutech LAN 8 NCF plus zeigt sich zumindest am Anfang völlig anders als das bisherige Kabel.
Der Bass ist wuchtiger, irgendwie größer, ungenauer, das Klangbild ist „schön“, fast schon „weichgespült“.Bisher musste man sich beim Furutech LAN 8 NCF meistens auf das Gegenteil einrichten. Das Kabel der Gen. 1 brauchte mindestens 3 Tage, um nicht nur räumlich und analytisch, sondern auch harmonisch und emotional agieren zu können.
Nach einer halben Stunde fühle ich mich heute wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
Der eine sagt: „Hoffentlich bleibt das so!“. Der andere sagt: „Das, was das Furutech LAN8 NCF bisher ausgemacht hat, das ist hier nicht mehr vorhanden.”
Zumindest nicht im Moment – weshalb ich diesen ersten (unsinnigen) Test abbreche und dem Kabel 5 Tage Zeit gebe, um sich einzuspielen.
Hörtest – Teil 2
Es hat eine deutliche Veränderung stattgefunden. Die Darstellung – ich möchte fast von „Ausleuchtung“ sprechen – des Aufnahmeraumes ist wieder da. Die Tugenden der Gen. 1 erkenne ich wieder.
und doch klingt es – anders – !
Kann ich mit dem Kabel der ersten Generation zu Beginn eines Stückes die Lautstärke einstellen und dann mit diesem Pegel durchhören, erwische ich mich mit dem neuen Kabel dabei, immer mal wieder den Pegel zu ändern.
Und das tolle daran ist, dass ich das „gefahrlos“ tun kann.
Erhöhe ich den Pegel in den leisen Passagen, bleibt der Hintergrund dennoch „rabenschwarz“ – kein Rauschen – keine Nervosität. Jeder Ton und sei es das Umblättern eines Notenblattes erscheint mir „aus dem Nichts heraus“. Es ist fast ein wenig “seltsam” – zumindest aber ungewohnt. Erhöhe ich den Pegel in den lauten Passagen, schmiert nichts zu, verzerrt nichts, nervt nichts, wird nichts unangenehm. Selbst extrem laute Töne bleiben stabil und deutlich – so als hätte ich von einem schwachen auf einen starken Verstärker gewechselt.Eigentlich jeder Ton wirkt natürlicher und selbstverständlicher, was zum Teil gut bekannte Stücke geradezu entmystifiziert.
Beispiel: Elvis Presley „Fever“ vom Album „From Nashville to Memphis – The Essential 60s Master I“
Jeder Audiophile, der in den letzten Jahren ein HiFi-Studio oder eine HiFi-Ausstellung besucht hat, kennt dieses Stück vermutlich in- und auswendig.Eine Besonderheit dieses Titels ist die Kraft und Impulsivität der Fingerschnipser. Und genau diese Fingerschnipser trennen oft die Spreu vom Weizen.Während diese Fingerschnipser bei manchen Anlagen fast klingen, als würde man mit einem Lineal auf die Tischkante schlagen, wirken sie ein anderes mal eher so, als wäre da Stoff zwischen den Fingern.
Mit dem Furutech LAN 8 NCF war ich stolz darauf, wie exakt man die Position der Fingerschnipser erkennen konnte und mit welch einem Impuls sie ausgeführt wurden.
Heute – mit dem Furutech der 2. Generation ist das, was mich bisher so beeindruckt hat, irgendwie nicht mehr da.
Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass es Musiker gibt, die dieses Fingerschnipsen erlernen und bei denen es dann deutlich besser klappt als z.B. bei mir. Vielleicht verwenden Sie Magnesium-Pulver wie die Turner – möglicherweise aber auch gerade nicht.
Nun – ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich habe mich immer gefragt, wie man so toll mit den Fingern schnipsen kann.
Heute ist das anders.
Mir fällt auf, dass ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht habe, wer da eigentlich schnipst.
Ist es ein Mann? Ist es eine Frau? Sind es mehrere?
Heute sitze ich da und bin mir sicher, dass es sich um eine Frau handelt. Ich glaube gar, ihre Körperhaltung erahnen zu können. Ich erinnere mich an die Musikfilme aus den 60-er Jahren. Junge Mädchen in Caprihosen mit bunten Kopftüchern im Haar und einem breiten Lächeln.
Es sind mindestens zwei Schnipser, die man da hört. Sind es die beiden Hände einer Person oder sind es doch zwei, mehrere?
Ich versuche darüber etwas heraus zu finden und stoße auf Darlene Love. Sie war in den 60-ern zeitweise Teil der „The Blossoms“ und die wiederum sollen Elvis zu der Zeit oft auf den Konzerten begleitet haben.
Ein Bild von den drei Mitgliedern (Quelle: Wikipedia) bestätigt meinen Verdacht und er ist derart zutreffend, dass es fast schon unheimlich ist. Sollte man so etwas auf einmal aus Fingerschipsern heraushören können? Oder geht meine Phantasie gerade mit mir durch?
Egal – mir persönlich ist wichtig, wie “natürlich” diese Fingerschnipser auf einmal klingen.
Kein Zweifel – Furutech hat hier nicht nur einfach irgendein technisches Problem beseitigt oder irgendwie die Übertragungsrate angehoben – Furutech hat hier klanglich mal wieder Großes geleistet.
Der Bass ist mittlerweile knochentrocken und der Aufnahmeraum wird authentisch abgebildet.
Der Dynamik-Umfang hat eine deutliche Erweiterung erfahren, was sich nicht etwa daran erkennen lässt, dass alles impulsiver geworden ist, sondern dass Leises wirklich noch einmal leiser geworden ist.
Fazit:
Das Furutech LAN 8 NCF plus – richtet sich an erfahrene Musik-Liebhaber, die mit ihrer Komponenten- und Kabelwahl nur ein einziges Ziel verfolgen: Die Realität!Konnte die Generation 1 mit ihrer Lebendigkeit und der tollen Raumausleuchtung bei fast jedem HiFi-Freak punkten, könnte ich mir vorstellen, dass die neue Qualität der Plus-Version manch einem verborgen bleiben wird.Im direkten Vergleich mit der Generation 1 ist es nicht leicht, sich klar für eine Ausführung zu entscheiden.Würde die Generation 1 ihre Qualitäten “marktschreierisch” präsentieren, würde die Generation 2 das jetzt entlarven. Aber so ist es ja nicht. Die Gen. 1 war in keiner Weise “überzogen” – konnte aber schneller überzeugen.Das Furutech LAN 8 NCF plus will dauerhaft überzeugen, nach dem Motto: Ehrlich währt am längsten. Und das Beste ist, dass es preislich im selben Rahmen geblieben ist. Also= Daumen hoch!
Mein Tipp:
Achten Sie auf das Plus! [...]
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29. September 2024ProduktberichteMytek Brooklyn Bridge II
Dieser Bericht befasst sich mit dem Mytek Brooklyn Bridge II – und damit auch mit dem Thema „All-in-One – gut oder schlecht?“.
„Ein mal mit alles!“
Während auch wir High-Ender an der Dönerbude ungern etwas weglassen, scheint der Weg zum absoluten Klanggenuss für uns oft nur über den Verzicht zu führen.Purismus bis hin zur Selbstkasteiung ist für uns der sicherste Weg zum „heiligen Klang“.
So kann man verstehen, wenn es dem audiophilen Freak vor diesen „All-in-One-Komponenten“ nur so gruselt.… diesen „Tausendsassas“ oder „eierlegenden Wollmilchsäuen“!
Ihr Vorteil ist schnell beschrieben:Man hat nur noch eine einzige „Kiste“ auf dem Highboard stehen und kann damit jede Musik-Quelle nutzen, die man will.
… ihr Nachteil leider auch:Alle Module stecken im selben Gehäuse und „bestrahlen“ und “manipulieren” sich gegenseitig. Alle Bausteine teilen sich ein einziges Netzteil. (Oh weh)Wenn ein Impuls an irgendeiner Stelle mal ein wenig mehr „Saft“ erfordert, müssen alle anderen Bauteile so lange mit weniger Energie auskommen.
Wer sich nach diesen Erkenntnissen jetzt erschrocken die Frage stellt, wie schlecht denn diese AiOs nun eigentlich sind, kommt unweigerlich auch zu der Frage nach ihrem Preis und damit nach dem Preis-/Leistungsverhältnis.Wir Verbraucher kennen das ja nicht anders. Für mehr Geld bekommt man mehr.
Doch damit wird es dann erst richtig unübersichtlich.Ein AiO für 2.000,- € wird nicht schlechter klingen als vier Einzelkomponenten, die zusammen (!) 2.000,- € kosten.Wie teuer müssten die Einzelkomponenten wohl sein, damit sie besser klingen als das AiO-Gerät?3.000,- €, 5.000,- €? … oder mehr?
Damit wäre der AiO aber bereits doppelt im Vorteil. Erstens braucht er weniger Platz und zweitens wäre er auch noch günstiger.
Aber was muss so ein AiO kosten, damit der Kauf nicht dem Schlucken einer Kröte gleichkommt, weil wir zu sehr auf die Klangqualität verzichten müssen?Wie gut muss er also klingen, damit selbst ein eingefleischter High-Ender daran Spaß haben kann?
Um das heraus zu finden, habe ich mir eine kleine Tabelle mit den Modulen gemacht, die man in einem AiO so finden kann und die einzelnen Punkte subjektiv (!!) nach Schulnoten bewertet: (1= mir sehr wichtig, 6= für mich unwichtig)
Phono MM-Eingang 4Phono MC-Eingang 4Analog-Eingänge 3Digital-Eingänge 1Ethernet-Anschluss 1WLAN-Antenne/Eingang 4Bluetooth-Empfänger 4Lokaler Streamer (Dropbox, OneDrive, Phone/Tablet, USB, UPnP) 4Internet-Streamer (Tidal, Qobuz, Deezer, Spotify …) 4Roon-Ready-Empfänger 1Roon-Core-Server 1Vorverstärker 1Kopfhörerverstärker 4Digital-Analog-Wandler 1MQA-Decoder 6Digitaler Sound-Prozessor 6
Diese Tabelle zeigt mir meine Schwerpunkte: Sie liegen beim DAC (Digital-Analog-Converter) und beim Streamer – für mich damit beim Thema Roon.Die Tabelle ist natürlich nicht „einfach so“ entstanden, sondern ist eine Aufzählung dessen, was uns der Mytek Brooklyn Bridge II zu bieten hat.
Da ich meine Prioritäten nun herausgefunden habe, lasse ich sämtliche Funktionen und Ausstattungsmerkmale des Mytek Brooklyn Bridge II unbeachtet und nutze ihn im ersten Schritt nur als Wandler.
Dadurch wir der Mytek Brooklyn Bridge II zu einem DAC für rund 5.000,- €.
Gehört er als solches in diese Preisklasse?Finden wir es heraus.
Test-Aufbau:Silent Angel Referenz-Switch-Trio aus FX, GX und NXFurutech LAN8 NCFPrimeCore Audio A7 Furutech GT2 USB NCFIdeon Master Time Black Star (Re-Clocker)Furutech GT2 USB NCFMytek Brooklyn Bridge IIFurutech DAS 4.1Progressive Audio A901 MKIIIFurutech DSS 4.1Progressive Audio Pearl DiamantProgressive Audio StromaufbereiterAlle Stromkabel: Furutech DPS 4.1
In meinem Bericht über den Mytek Liberty DAC II habe ich geschrieben, dass der Liberty der erste DAC unter 2.000,- € ist, der mir nahezu kritiklos gefällt und mit dem ich selber auch stundenlang Musik hören könnte – und auch wollen würde.
Der Mytek Brooklyn Bridge II ist mehr als doppelt so teuer – ist er auch mehr als doppelt so gut?
Eine rein rhetorische Frage, sicher. Wir alle wissen, dass sich eine Klangqualität nicht linear zum Preisanstieg entwickelt. Aber dennoch sollte ein Gerät für 5.000,- € besser klingen als eines für 1.500,- €, oder?
Und genau das tut der Mytek Brooklyn Bridge II ganz ohne Zweifel.
Der Mytek Brooklyn Bridge II erfüllt seine Aufgabe als Digital-Analog-Wandler sogar par excellance und wird als solcher ab sofort meine Vorführung bereichern. Seine vielen Funktionen fließen hierbei nicht (!!) mit in die Bewertung ein.
Er klingt als Wandler einfach ganz hervorragend. Punkt!
Dabei gelingt es ihm nicht, sich klanglich an den teureren Vergleichsmodellen vorbei zu mogeln, wird aber auch nicht von den günstigeren Geräten übertroffen. Beim Vergleich zwischen Mytek Brooklyn Bridge II und dem Ideon-Ayazi ergibt sich eine Pattsituation, was so ziemlich das größte Lob ist, was dem Mytek Brooklyn Bridge II zuteil werden kann, denn der Ideon Ayazi ist für mich längst zum „Lieblingskind“ geworden.Ich bin wirklich froh, mich nicht entscheiden zu müssen.
Fazit DAC:
Haken dran – macht er richtig gut.
Und als Roon-Core-Server?
Jetzt interessiert mich als nächstes, wie er sich als Roon-Core-Server schlägt.Einige Hersteller versuchen sich daran – nur habe ich noch keinen einzigen AiO in meinem Studio gehabt, den ich als Roon-Core-Server auf Dauer hätte akzeptieren können.Oft funktioniert das mit ihnen gut (nicht immer), aber wer einmal Roon auf ROCK und damit auf einem guten NUC gehört hat, der weiß sofort, wieso ich bisher diese Lösungen abgelehnt habe.
Auch heute muss der Mytek Brooklyn Bridge II sein Können gegen den PrimeCore Audio A7 als echten Roon-Core-Server unter Beweis stellen. Die HiFi-Statement-Redaktion musste nach eigenen Angaben zu einem Antipodes Oladra (über 30.000,- €) greifen, um den PrimeCore Audio A7 klanglich zu überbieten. Schauen wir, wie sich da der Mytek Brooklyn Bridge II schlägt.
… und machen wir es kurz:
Das klangliche Ergebnis ist: Dem Kaufpreis entsprechend und vielleicht sogar der beste AiO in dieser Hinsicht, den ich bisher hören konnte.Gegen das Gespann PrimeCore Audio A7 mit Re-Clocker kommt er nicht an.
Wer gerne dynamische, lebendige Titel hört, wird möglicherweise mit dem Mytek Brooklyn Bridge II leben können. Hier ergeben sich kaum Unterschiede zum Referenz-Gespann und es macht zum Teil richtig Spaß. Bedenkt man die Tatsache, dass man gerade mit einem AiO für nicht einmal 5.000,- € hört, kann man da sicher gut mit leben.Die Kombi läge bei 6.700,- € und braucht am Ende ja noch einen guten DAC.
… wie den Mytek Brooklyn Bridge II. 🙂
Schwieriger wird es aber dann, wenn man sich sehr gefühlvolle, leisere Titel anhört. Da rutscht dann schon mal so ein Titel wie „Over the Hill“ von Kate und Anne McGarrigle ins Genre „Katzenmusik“ ab, was schade ist.
Wer sich jetzt denkt: „Das ist ja aber auch ein Katzengejammer!“, der sollte einmal darüber nachdenken, ob ihm nicht auch ein neuer DAC gut stehen könnte.
Fazit Mytek Brooklyn Bridge II als Roon-Core-Server:
Ja, ganz klar – dem Preis entsprechend und vielleicht der beste AiO auf dem Markt. Und nichts spricht dagegen, ihn in Schritt Eins als AiO zu verwenden und erst später mit einem PrimeCore Audio A7, vielleicht sogar dann noch mit einem MUTEC MC3+ USB oder dem Ideon-Re-Clocker zu erweitern. Dann wird der Mytek Brooklyn Bridge II wieder zum reinen DAC – und damit zu einem echten High-Light.
Und was ist jetzt mit „roon-ready“?
Die Bezeichnung „roon-ready“ steht dafür, dass ein Gerät über LAN (!!) das von Roon ausgesendete RAAT-Protokoll versteht. RAAT steht hier für Roon-Advanced-Audio-Transfer und darin liegt ein ganz großes (offenes) Geheimnis des guten Roon-Klangs.
Es ist dafür aber zwingend notwendig, dass der „Empfänger“ dieses Protokoll verstehen kann und dass wir einen “Sender (den Roon-Core”) besitzen, der es ausstrahlt.
Im Unterschied dazu kann man einen Roon-Core-Server auch direkt per USB-Kabel an einen DAC anschließen. In diesem Fall muss der DAC keineswegs „roon-ready“ sein, er bekommt ja ein Digitalsignal und kann nicht feststellen, dass es von einem Roon-Core-Server kommt.
Einen großen Unterschied gibt es dann aber noch zwischen USB und LAN.
Bei einer USB-Verbindung übernimmt der Roon-Core-Server das Streamen und das Rendern. Mit rendern bezeichnet man den Vorgang, bei dem aus dem Netzwerkprotokoll ein Digitalsignal gemacht wird. Bei der Übertragung per LAN kommt aber dem DAC die Aufgabe zu, aus dem Netzwerk-Protokoll ein Digitalsignal zu rendern und es dann ins Analoge zu verwandeln.
Daraus ergeben sich folgende Nutzungsmöglichkeiten:
Mytek Brooklyn Bridge II …
Als roon-ready-Empfänger über LAN
Als Digital-Analog-Wandler über USB
Als echter Roon-Core inklusive DAC
Als Roon-Core, der seine Signale an einen roon-ready-Empfänger sendet
Als Roon-Core, den wir über USB an einen externen DAC anschließen.
4. dürfte die übliche Nutzung sein, wenn wir einen im Nebenzimmer aufgestellten „roon-ready“- Empfänger als Empfangszone auswählen. Hierbei bestimmt hauptsächlich der Empfänger die Klangqualität, weshalb ich hier nicht weiter darauf eingehen möchte.
5. ist nur eine theoretisch mögliche Nutzung – tatsächlich aber ziemlich sinnfrei und praxisfremd.
Bleiben also 1., 2. und 3.
Ich beginne noch einmal mit 3. und höre meine Playlists durch.Erneut stelle ich fest, dass viele Titel richtig gut klingen und ich nicht viel zu meckern habe. Man muss zu den schwierigen Titeln wechseln, um zu merken, dass hier zu dem was ich gewohnt bin doch ein zu deutlicher Unterschied vorhanden ist.
Vielleicht fehlt mir bei dieser Konstellation die Möglichkeit, einen Re-Clocker einzuschleifen – ich weiß es nicht.
Es bleibt dabei: Der Mytek Brooklyn Bridge II macht seine Arbeit als Roon-Core gut und ich bin mir immer sicherer, dass er der beste AiO-Roon-Core-Server ist, den ich bisher hören konnte. An die „große Lösung“ jedoch reicht er nicht heran.
Nun wechsle ich zu 1.
Bei dieser Verbindung ist es mir ebenfalls nicht möglich einen Re-Clocker einzuschleifen. Dennoch steigt die Klangqualität schlagartig an. Also diese Verbindung ist großartig und so kann ich es nur empfehlen.
Kommen wir zu 2. – oder sagen wir zu 2.A und 2.B
2.A = PrimeCore Audio A7 direkt über USB am Mytek Brooklyn Bridge II.
Obwohl ebenfalls deutlich besser als der Mytek Brooklyn Bridge II im Roon-Core-Betrieb, fällt das nun gegenüber der LAN-Verbindung wieder etwas ab.
Genau das ist leider immer wieder zu beobachten, wenn ein DAC beide Anschlussmöglichkeiten (LAN und USB) bietet. Ich führe das darauf zurück, dass der USB-Eingang oft recht stiefmütterlich behandelt wird.Manche Entwickler mögen den USB-Eingang einfach nicht und das hört man dann.Ob das bei Mytek der Fall ist, weiß ich nicht – aber LAN gefiel mir besser.
2.B = Jetzt schleife ich zwischen PrimeCore Audio A7 und Mytek Brooklyn Bridge II einen Re-Clocker ein. Zunächst den MUTEC MC3+ USB, dann den Ideon Master Time Black Star. Mit beiden gelingt es mir auf der Stelle, den Klang über das Niveau der LAN-Verbindung anzuheben.
Fazit – Schnittstellen-Verbindungen
Der Mytek Brooklyn Bridge II hat als AiO eine Menge Funktionen, für die er sowieso am LAN angeschlossen sein muss. Wer sich das Geld für eine zusätzliche, teure USB-Verbindung sparen will, kann das getrost tun. Nur wer auf die höchstmögliche Klangqualität setzt und einen Re-Clocker betreibt, der muss zwangsläufig auf die USB-Schnittstelle wechseln (oder einen anderen digitalen Eingang) – und wird es nicht bereuen!
Und die anderen Funktionen?
Bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich die hier nicht betrachte. Ich habe keinen Plattenspieler mehr, den ich ausprobieren könnte und keinen CD-Player. Ich weigere mich über Bluetooth, Spotify und solche Dinge zu schreiben. Natürlich nutze ich so etwas auch – aber man muss da nichts drüber schreiben, oder!?
Gibt es Alternativen?
Eine durchaus attraktive Alternative zum Mytek Brooklyn Bridge II ist die Kombination aus PrimeCore Audio A7 und Mytek Liberty DAC II. Man spart 500,- € und steht klanglich sogar etwas besser da – wenn man denn hauptsächlich Roon einsetzt. Auf all die anderen Funktionen muss man dann natürlich verzichten.
End-Fazit:
Der Mytek Brooklyn Bridge II ist einer dieser „Tausendsassas“ und bietet uns alles, was der HiFi-Freak von gestern, von heute und von morgen benötigt. Ob es Funktionen wie Bluetooth oder Spotify für die jüngsten Familienmitglieder sind, der Plattenspieler-Eingang oder die UPnP-Funktionen, der Mytek Brooklyn Bridge II bietet einfach der ganzen Familie etwas.
Der Schwerpunkt für mich und sicher für viele andere audiophil ausgerichtete Musik-Liebhaber liegt aber ganz sicher in einem Mytek Brooklyn Bridge II als Digital-Analog-Wandler, der zu diesem Preis etwas Besseres kaum zu fürchten hat.
Wer nur einen DAC sucht und alle anderen Funktionen niemals braucht, der mag vielleicht schon mit einem Mytek Liberty DAC II glücklich werden. Aber wer auf alles vorbereitet sein will oder sich aus Budget-Gründen nur Schritt für Schritt nach oben kämpfen kann, der bekommt mit dem Mytek Brooklyn Bridge II eine Start-Komponente, die ihm die Zeitspanne bis zum Erreichen seines HiFi-Gipfels ziemlich kurz erscheinen lässt – und die er vermutlich nie wieder hergeben wird.
Für so einen Tausendsassa findet man immer eine Aufgabe.
Ein offenes Wort nach ein paar Wochen Erfahrungen:
Bei aller Klangqualität gibt es da zwei Dinge, die mich stören, fast schon ärgern:
Der Mytek wird ziemlich warm, trotz (hörbarem) Lüfter.
Wer ihn nicht nur als Roon-Core oder DAC einsetzen will, ist (wie bei vielen anderen AiOs auch) auf eine Hilfs-Software angewiesen. In diesem Fall ist das MConnect. Diese App kennt aber bisher den Mytek noch gar nicht und findet ihn somit auch nicht. Ohne diese App sind aber die meisten Fähigkeiten des Brooklyn Bridge nicht nutzbar. Da zahlt man 5.000,- € für einen All in One und bekommt am Ende nur einen roonfähigen DAC. Und jeden zweiten Tag installiert man hoffnungsvoll MConnect neu, nur um enttäuscht festzustellen, dass es immer noch nicht funktioniert.
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15. Juli 2024ProduktberichteFurutech USB GT2 NCF – Erwartungen erfüllt?
Wie sagt man so schön?: „Etwa drei Jahre haben wir auf das Furutech USB-Kabel GT2 NCF warten müssen und zack – schon ist es da!“. 🙂
Ich habe keine Ahnung, was da so lange gedauert hat, aber jetzt ist es ja hier. Und das ist gut so!
Seit der Rückkehr von der High-End in Frankfurt hatte ich bereits ein 0,6m langes Exemplar einsetzen dürfen. In meiner bevorzugten Einsatzweise (mit Ideon Re-Clocker) fehlte mir aber noch ein zweites Kabel, weshalb ich halt mit einem Gemisch leben musste.
Das bisherige Furutech USB-Kabel kam aber ganz sicher nicht zum Einsatz, denn es ist aus meiner Sicht eine klangliche Zumutung gewesen. Kalt, dünn, nervös, unangenehm und vollkommen „unmusikalisch“.Einspielversuche haben immer wieder fast weh getan, denn es wurde einfach nicht besser.
Also hielt ich mich am Audioquest Diamond USB-Kabel fest und es blieb unsere Referenz.So war das auch einmal mit dem Audioquest Diamond LAN-Kabel.Als dann aber das Furutech LAN8 NCF auf den Markt kam, entwickelten sich unsere Umsatzzahlen mit dem Audioquest LAN-Kabel allerdings gegen Null nach unten.Was nicht nur daran lag, dass die Furutechkabel je nach Länge höchstens 1 Zehntel der Diamant-Versionen kosten.
Klar – dass wir unsere Hoffnungen auch auf das seit 2021 angekündigte USB-Kabel übertrugen.Zwar ist hier der Preisunterschied zum Audioquest nur halb so groß, aber ein USB-Kabel für rund 190,- € sollte sich doch grundsätzlich leichter verkaufen lassen als eines für 760,- €. Nicht in die Furutech-Palette eingeweihte Musikliebhaber dürften sich jetzt denken:
„Was soll denn Furutech großartig ändern können, um klanglich an das Audioquest heran zu kommen?“.
Wer sich mit Furutech auskennt, wird aber die Lösung parat haben:
Es ist dieses NCF.
NCF steht hier für Nano Crystal Formula und wird von Furutech so erklärt:
Die Nano Crystal Formula Technik (NCF) ist in die neue NCF-Serie von Furutech-Produkten integriert und besteht aus einem speziellen kristallinen Material, das zwei “aktive” Eigenschaften hat. Erstens erzeugt es negative Ionen, die statische Ionen eliminieren, und zweitens wandelt es thermische Energie in Ferninfrarot um. Furutech kombiniert dann dieses bemerkenswerte kristalline Material mit nanogroßen Keramikpartikeln und Kohlenstoffpulver für ihre zusätzlichen “Piezo-Effekt”-Dämpfungseigenschaften. Die resultierende Nano Crystal-Formel ist das ultimative elektrische und mechanische Dämpfungsmaterial.
Aus der Praxis kann ich nur sagen:Wenn bei Furutech irgendwo NCF draufsteht, dann sollten Sie sich dieses Produkt unbedingt mal anhören!
Seitdem diese Technik bei Furutech Verwendung findet, ist mir noch kein einziges Produkt untergekommen, was nicht von einem erstaunlichen Klang-Zugewinn begleitet gewesen wäre.
Butter bei die Fische. Sind unsere Erwartungen nun erfüllt worden oder nicht?
Antwort: Alle (!) Hoffnungen werden durch das Furutech GT2 NCF erfüllt.
Für IT-ler mögen 190,- € für ein USB-Kabel „total Banane“ sein, doch jeder, der sich auch schon mal solch eine Strippe für weit über 1.000,- € geliehen hat, oder sie sogar betreibt – der wird sich vermutlich im Gegenteil mit solch einem “Billigkabel” überhaupt nicht befassen wollen.
Ein großer Fehler!
Immer wieder haben mir Kabelhersteller ihre sündhaft teuren USB-Kabel zukommen lassen und ja, es waren wirklich tolle Kabel dabei – aber am Ende hat mich meine Vorstellung vom „richtigen“ Klangbild doch immer wieder zurück zum Audioquest Diamond geführt.Und logischerweise bleibe ich auch bei der Aussage, dass es sich hierbei um ein ganz exzellentes Kabel handelt.
Doch kann ich heute nur sagen, dass mich dieses Furutech GT2 NCF doch noch ein Stück näher an die Musik heran bringt. Vor allem die dreidimensionale Wiedergabe und die Raumabbildung sind so „richtig“, wie ich es bisher noch nicht gehört habe.
Womit ich überhaupt nicht behaupten will, dass das Furutech GT2 NCF in dieser Disziplin nicht von anderen Kabeln übertroffen wird. Doch habe ich bisher noch kein Kabel gehört, was den Raum so g l a u b h a f t abbilden konnte.
Was nützt mir eine extreme Raumabbildung und Ortbarkeit, wenn alle Musikinstrumente ausgedünnt wirken?Ich liebe Saxophon-Stücke und ich mag es, wenn ich „beobachten“ kann, wie der Musiker das Instrument hält und bewegt.Aber nicht, wenn sich das Kabel diese Eigenschaft dadurch „erkauft“, dass mir verschwiegen wird, dass es sich bei einem Saxophon um ein Holzblasinstrument handelt.
Dieses Zusammenspiel aus 2,5 kg Messingblech (Altsaxophon) und dem hölzernen Mundstück ergibt einen wohlklingenden Schalldruck, den ich heiß und innig liebe.
Und wenn ich auch das Saxophon bei manchen Kabeln noch so toll abgebildet bekomme, wenn das Mundstück nicht mehr zu hören ist und ich es eher mit einem Horn oder einer Posaune zu tun habe, dann mag ich das Kabel einfach nicht.
Von solchen „Ausreißern“ ist beim Furutech GT2 NCF keineswegs die Rede.
Ja, man ist anfangs geneigt, sich zu fragen: Ist das zu offen? Ist das zu analytisch? Geht das über das Natürliche hinaus?Und dann geht man auf die Suche wie ein Detektiv. Dann hört man sich kritische Stücke an und befürchtet, dass die Angst bestätigt werden könnte. Doch nicht so beim Furutech GT2 NCF.
Dieses Kabel kombiniert Harmonie und den berühmten musikalischen Fluß, also das Timing, die vielen Klangfarben und die greifbaren Körper so mit der korrekten dreidimensionalen Abbildung und Feinzeichnung, dass man vor seiner Anlage sitzt und sich fragt, wieso man das nicht vorher schon so gehört hat.
Wieso ging das bisher nicht?
Klar – wenn Kabel 1.000,- € und mehr kosten und man sich für das eine oder das andere Klangbild entscheiden muss, dann …Aber stopp! Kann das sein? Wieso macht man so etwas?
Kaufen Musikliebhaber ein USB-Kabel für 1.000,- € und mehr, obwohl sie sich darüber im Klaren sind, dass sie zum Teil auch Abstriche machen müssen?Ja, das ist so.Man kann sich eben alles gutreden.
„Die Stimmen sind doch traumhaft schön, oder!?“.
„Die zweite Stimme dort rechts hört man mit anderen Kabeln überhaupt nicht!“.
Solche Dinge reichen manchmal als Argument aus, um wirklich viel Geld auszugeben. Man kann ja notfalls noch ein zweites Kabel mit einem anderen Klangcharakter dazu kaufen.
Genau das dürfte sich jetzt aber mit dem Furutech GT2 NCF erledigt haben.
Die Kunst, nichts zu übertreiben aber doch alles zu bieten, was man sucht – die beherrscht das Furutech GT2 NCF so, wie ich es bisher von keinem anderen USB-Kabel gehört habe.
Und an wen richtet sich Furutech mit diesem USB-Kabel?
Nun, es richtet sich an den erfahrenen Hörer, der die Zeit längst hinter sich hat, in der er von einem Wunderding zum nächsten gewechselt hat. Immer mit dem Ergebnis, dass diese „Wunder“ jeweils eine recht kurze Halbwertzeit hatten.
Was man aber dennoch wissen sollte:
Wie gut ist denn eigentlich USB gegenüber anderen Schnittstellen?
Um diese Antwort geben zu können, bleibt uns nichts anderes übrig, als jede einzelne Komponente für sich zu betrachten.
Das liegt daran, dass die Hersteller und Entwickler ziemlich unterschiedliche Einstellungen zu USB haben. Was für den einen die beste und leistungsfähigste Schnittstelle überhaupt ist, tut der nächste als klanglich nicht zu akzeptierende Verbindung ab.
Es liegt auf der Hand, dass dann ein USB-Ablehner seine Komponente auch nur mit einem Standard-USB-Modul ausstattet (Zitat: „Manche Leute wollen diese Buchse ja unbedingt.“), während die Befürworter möglicherweise einen immensen Aufwand treiben.
Klartext:Sie können sich die teuersten Komponenten und die besten USB-Kabel kaufen – wenn der Hersteller Ihres Wandlers USB nicht leiden mag – ist alles für die Katz.Ich kenne selber Geräte, die sogar über Ethernet deutlich besser klingen als über USB.
Ist das in Ihrer Anlage der Fall, dann erwarten Sie bitte vom Furutech GT2 NCF keine Wunder!
Bei den DACs von Progressive Audio ist es zum Glück so, dass der USB-Eingang eigentlich nur die standardisierte Buchse verwendet. Intern warten dann einige technologische Feinheiten auf die Signale, sodass ich fast geneigt bin zu behaupten, dass USB hier die klanglich beste Schnittstelle darstellt.
Fazit:
Furutech hat Wort gehalten und mit dem GT2 NCF ein wahrlich erstaunliches USB-Kabel auf den Markt gebracht. Und das zu einem Preis, bei dem einen das Gefühl beschleicht, man müsse diese Markteinführung ganz schnell nutzen, bevor Furutech mit dem wahren Preis um die Ecke kommt.
Aber keine Angst – noch macht Furutech nicht einmal eine Andeutung in diese Richtung. [...]
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21. Februar 2024ProduktberichteGalvanische Trennung im Streaming-Heimnetz durch Baaske MI 2005
Wer immer noch „auf Platte macht“ oder CDs hört, der muss sich über das Thema „Galvanische Trennung im Streaming-Heimnetz durch Baaske MI 2005 Netzwerk-Isolatoren“ wahrlich keine Gedanken machen.
Baaske Medical MI 2005
Wissenschaftlich betrachtet wurde die Galvanik im 18. Jahrhundert zufällig durch einen Herrn Galvani entdeckt – was aber für das heutige Thema keine Bedeutung hat.Und nein – ich werde hier auch nicht die im Netz zusammengesuchten Informationen als mein Wissen von mir geben und versuchen, Ihnen die Galvanik zu erklären.Mich interessiert für diesen Bericht nur die galvanische Trennung, bzw. das, was wir als HiFi-Freunde so bezeichnen.
Und dabei geht es darum, etwas zu trennen, was wir eigentlich miteinander verbinden wollen.
Aber wieso will man überhaupt etwas trennen .. und was?
Antwort: Wie so oft geht es mal wieder um Potentiale.
Jeder, der schon mal einen Schukostecker umgedreht hat, um den Klang zu verbessern (ausphasen), der weiß vermutlich, welche negativen Auswirkungen eine falsche Phase und die daraus resultierenden höheren Potentialausgleichsströme zwischen unseren Komponenten auf unsere Musik haben können.Wie soll denn auch ein elektronisches Gerät zwischen elektrischen Musiksignalen und elektrischen Ausgleichsströmen unterscheiden können?Und hierbei sprechen wir bisher „nur“ von Potentialunterschieden zwischen Komponenten, die mit dem selben Stromnetz verbunden sind.
Kommen andere Netze hinzu wie ein Kabelanschluss oder der Telekommunikationsanschluss, können – meistens durch fehlerhaft durchgeführte Anschlüsse – erhebliche Potentialunterschiede vorhanden sein, die sogar unser Leib und Leben gefährden können.
Ich kann mich an abgebrannte Tuner erinnern, bei denen die Besitzer versucht hatten, das Antennenkabel eines Kabelanschlusses bei eingeschaltetem Radio einzustecken.… was dann natürlich das zeitliche Ende dieser Geräte bedeutete.
Ursache: Potentialausgleichsströme.
In professionellen Umfeldern – wie zum Beispiel in Betrieben, in denen Messdaten ermittelt und ausgewertet werden, kann man auf eine galvanischen Trennungen nicht verzichten, weil verschiedene Potentiale die Messergebnisse unbrauchbar werden lassen.
Und im medizinischen Bereich können wir genau so wenig auf eine galvanische Trennung verzichten. Hier wird mit unterschiedlichsten Apparaten hantiert, die einerseits am Stromnetz hängen, andererseits am lokalen Netzwerk (LAN) und darüber dann auch am öffentlichen Netz (WAN) … und die zudem auch noch selber hohe Spannungen erzeugen.
Wer hier als Arzt nicht für die erforderliche galvanische Trennung sorgt, setzt die Gesundheit seiner Patienten leichtfertig aufs Spiel.
Wie immer geht es im HiFi-Bereich zum Glück gar nicht um die gefährlichen Auswirkungen solcher Dinge, sondern einfach nur um einen besseren Klang.
High-Fidelity-Geräte formen Musik aus elektronischen Spannungen. Strom ist hier sozusagen das „Material“, aus dem sie etwas formen wie der Bildhauer etwas aus Ton erschafft.
Potentialausgleichsströme sind „zusätzliches Material“, die uns den Blick auf das Original verwehren. So wie Autohersteller ihre „Erlkönige“ mit Zusatzaufbauten und geometrischen Mustern tarnen, so tarnen diese unerwünschten Potentialströme das Musiksignal.
Das Dilemma: Trennen wir die Komponenten voneinander, fließen auch die Musiksignale nicht mehr. 🙁
Hier kommen wir zur galvanischen Trennung. Mit ihr verbinden wir die Dinge, die zusammen gehören und trennen die Dinge, die nicht zusammen gehören.
Solche galvanischen Trennungen gehören heute fast schon zum Pflichtprogramm der Entwickler hochwertiger Komponenten. Vor allem dann, wenn wir die Geräte auch mit dem Heimnetz verbinden können.
Hier sollte man den Vorteil der oft verschmähten Lösung einer WLAN-Übertragung erkennen:Eine Einhundertprozentige galvanische Trennung!Auch Glasfaserverbindungen erreichen dieses Ergebnis.
Aber nicht immer lässt sich das so regeln und natürlich ist eine Kabelverbindung immer noch stabiler als die drahtlose.Damit wir auch mit LAN-Kabel-Verbindungen zu einer galvanischen Trennung kommen, hat die Deutsche Firma Baaske Medical ihre Netzwerkisolatoren MI 1005 und jetzt neu MI 2005 entwickelt.
Baaske Medical Logo
Nein – natürlich nicht für uns HiFi-Freaks, sondern für medizinische Einrichtungen.
Aber natürlich ist es nicht verboten, sich als Trittbrettfahrer an die Lösung dran zu hängen. 🙂
Der große Vorteil:
Der MI 2005 macht was er soll und kostet deutlich weniger als so manch eine „audiophile Lösung“, die dann auch nichts anderes macht.
Klartext:
Dieser MI 2005 sorgt dafür, dass zwischen dem Heimnetz und unserer Stereoanlage keine elektrische Verbindung hergestellt wird. Die Signale gehen durch – die unerwünschten Potentialausgleichsspannungen nicht.
Baaske Medical MI 2005
Der MI 2005 ist der Nachfolger des im HiFi-Bereich bereits seit längerem beliebten MI 1005 und ist in der Lage, höhere Datenraten zu bewältigen.Höhere Datenraten sind im HiFi-Bereich zwar nicht erwünscht, denn sie gehen in der Regel auch mit höheren Störungen einher, aber natürlich kommt der MI 2005 auch mit 100MBit gut zurecht. 🙂
Das müssen wir bedenken:
Gibt es überhaupt keine unterschiedlichen Potentiale zwischen unserer HiFi-Anlage und unserem Heimnetz – kann auch eine galvanische Trennung nicht den Klang verbessern.Sind aber diese unterschiedlichen Potentiale vorhanden, kann so ein Baaske MI 2005 ein echter Problemlöser sein.
Wir haben jedenfalls sehr gute Erfahrungen damit gemacht und nutzen mehrere Isolatoren in unserem Heimnetz. Ab sofort bieten wir deshalb diese Geräte auch hier in unserem Shop an.
Sie zahlen nur: 131,- €Kunden mit einem Kundenkonto zahlen: 127,07 €Stammkunden zahlen: 124,45 €
Link zum Shop: Baaske MI 2005 – hier klicken
Link zur Produktbeschreibung des Herstellers: https://baaske-medical.de/media/content/downloads/Datenblatt_Netzwerk_Isolator_MI2005.pdf [...]
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25. Januar 2024ProduktberichteProgressive Audio Stromaufbereiter Power Station
In meinem Bericht „Stromaufbereiter von Progressive Audio“ (Power Station) geht es heute um ein Themenfeld, das schon von etlichen Entwicklern mehr oder weniger intensiv beackert wurde.
Aber warum ist dieses Thema eigentlich sooooo wichtig?
Musik ist modulierter Strom
… zumindest bei der Wiedergabe über eine HiFi-Anlage ist das so!
Niemand von uns macht sich über die Stromqualität Gedanken, wenn wir eine Bohrmaschine oder einen Küchenmixer, einen Staubsauger oder was auch immer betreiben. Sie alle nutzen Strom als Energiequelle und die muss genug Kraft liefern, um den Motor antreiben zu können. Mehr Anforderungen stellen wir normalerweise nicht an den Strom.
Das sieht bei einer hochwertigen HiFi-Anlage anders aus. Leider.
Leider – weil sich die Klangqualität analog zur Güte des gelieferten Stroms verändert. … und leider – weil “die Güte des gelieferten Stroms” von mehreren (!) Faktoren abhängig ist.
Strom ist nicht nur “schmutzig”!
Die Hersteller von Filtern und allerlei Zubehör überbieten sich seit etwa 40 Jahren darin, ihren Kunden “schmutzigen Strom” bildlich darzustellen. Auf Messen macht man akustisch deutlich, welche Störgeräusche sich in unserem Stromnetz befinden und verbreiten. Und natürlich – wie wirkungsvoll ihre Produkte diese Störungen beseitigen.
Was sie den Besuchern und ihren Kunden nicht erzählen ist, wie genau sie das anstellen.Und das dies nur ein Kampf an einer von vielen Fronten ist.
Und wer sich so manche Lösung mal genau anschaut, der muss sich schon ein wenig “veräppelt” vorkommen.Das Problem mit den zu kleinen Akkus im Elektroauto könnte man doch auch mit einem Verlängerungskabel beseitigen, oder?Naja.
Wenn Sie in Ihrer Anlage ein fettes Erdungsbrummen hören, müssen Sie einfach nur den Verstärker ausschalten – und das Brummen ist weg. Richtig?!
Zwei Beispiele für ziemlich “blöde” Lösungen, die aber am Ende die Probleme – zumindest theoretisch – beseitigen.
Genau solche “blöden” Lösungen finden wir aber in einer Großzahl an Netzfilter-Leisten.
Im einfachsten Fall werden da nämlich nur einzelne Adern durch einen Ringmagneten gezogen.Dadurch werden hochfrequente Störungen beseitigt oder zumindest gemildert.
Was diese Methode aber ebenfalls bewirkt ist, dass die Obertöne herausgefiltert werden.Hochfrequente Störungen sind hohe Frequenzen – die sind also weg – das ist gut.Hochfrequente Musiksignale sind aber auch hohe Frequenzen – und die sind also auch weg – das ist blöd.Und die für einen guten HiFi-Klang sehr wichtigen Frequenzen sind nun einmal die Obertöne. Also auch wieder (extrem) hohe Frequenzen. Auch sie sind weg, wenn wir einen dieser schlechten Netzfilter einsetzen.Erst die Obertöne machen aber doch aus einer Geige eine Stradivari.Erst die Obertöne lassen uns den Unterschied zwischen einem Yamaha, einem Bechstein und einem Steinway erkennen.
Mit einem einfachen Netzfilter in der Kette – wird das schwierig.
Das finde ich blöd!
Genau so blöd finde ich es, dass dem Kunden dann das “verhangene” Klangbild als besonders “analog” verkauft wird. Analog ist nicht “verhangen”.
Leider muss man aber feststellen, dass manche Menschen so viele Störungen in ihrem Netz haben, dass ihnen Musik ohne Obertöne und ohne Störungen dann doch lieber ist als Musik mit Obertönen und mit Störungen.Nun gut, auch ich kenne Situationen vor Ort, in denen man tatsächlich nicht um den Einsatz von Stromfiltern herum kam.Man sollte sich aber davor hüten, Netzfilter wie “Nahrungsergänzungsmittel” und zusätzliche Vitamine einzusetzen, als wäre uns Mitteleuropäern jeglicher Zugang zu gesunder Ernährung verwehrt.
Immer wieder bringe ich Kunden vor Ort ins Grübeln, wenn ich sie bitte, einfach mal die teure Filterleiste gegen eine einfache Verteilerleiste aus dem Baumarkt zu ersetzen. Und plötzlich ist da wieder so etwas wie Lebendigkeit und Spielfreude.Verstehen Sie mich bitte nicht falsch!
Wenn Sie einen Stromfilter einsetzen und es Ihnen damit besser gefällt als ohne, dann lassen Sie sich nicht durch diesen Bericht verrückt machen. Ihre Zufriedenheit ist das wichtigste Ziel. Und wenn Sie die mit Filter besser erreichen als ohne, dann ist das gut so. Nur, ich selber mag einfach keine Filter im Signalweg, die die hohen Frequenzen auslöschen.
Man muss aktiv werden
Um das Problem wirklich an der Wurzel zu packen, muss man genau studieren, was da überhaupt geschieht und dann gezielt vorgehen. Dabei taucht allerdings ganz schnell ein großes Problem auf: Die Lösung wird teuer!
Genau genommen aber – gibt man das Geld sowieso aus!
Beispiel:In den 1980-er Jahren hatte ich ein Paar Monoblöcke von Mark Levinson im Programm. Sie nannten sich No.33 und kosteten etwa 60.000,- DM. Der Deutschland-Vertrieb mochte es, oben aus diesen “Riesentrümmern in Form zweier Ölradiatoren” jeweils eine etwa 15×15 cm große Platine heraus zu ziehen und zu sagen: “Das hier – ist alles, was mit Musik zu tun hat! Alles andere kümmert sich darum, den Strom zu reinigen und zu stabilisieren!”.
Berechnen wir die beiden Platinen mal zusammen mit 10.000,- DM – dann bleiben 50.000,- DM für die Stromaufbereitung.Und soll ich Ihnen was sagen? Auch in dem CD-Spieler und in der Vorstufe wurde ein extrem hoher Aufwand getrieben, um den Strom zu reinigen und zu stabilisieren. Wir Kunden mochten das. 60.000,- DM waren viel Geld. Aber man bekam ja auch riesige Endstufen dafür! Man hat was gesehen für sein Geld!
Progressive Audio zentralisiert die Lösung!
Statt uns lauter sündhaft teure HiFi-Geräte kaufen zu müssen, von denen wir wissen, dass der Hersteller sehr viel Aufwand betreibt, um den Strom zu reinigen, stellt uns Progressive Audio mit seinem Stromaufbereiter nun eine Komponente zur Verfügung, mit der sich diese Hersteller den Aufwand zukünftig genau genommen sparen können.
Aber dieser Stromaufbereiter ist nicht etwa wieder nur ein großer Filter – er ist überhaupt kein Filter!Er packt das Übel an der Wurzel.
Progressive Audio Stromaufbereiter Anschlussfeld
Der Klang einer HiFi-Anlage steht und fällt nun einmal mit der Qualität des Stroms. Und die ist leider in jedem Haushalt anders und noch dazu im Laufe der Wochentage und Tageszeiten oft sehr unterschiedlich. Gestern, am späten Abend hat es noch so wunderbar geklungen – heute Morgen finden wir keine Freude mehr an unserer HiFi-Anlage.
Für uns Musikliebhaber wäre es so wichtig, dass unsere Elektrizitätswerke darauf achten, uns konstant die Stromwerte zu liefern, auf die unsere Komponenten optimiert sind.
Stattdessen wächst die Kritik an der Stromqualität mehr und mehr.Auch und vor allem von denen, die mit guter Musik gar nichts am Hut haben, sondern ein Gewerbe betreiben.
Die Schuldigen sucht man an verschiedenen Fronten.
Windrad
Mehr als allen anderen schiebt man den erneuerbaren Energien die Schuld in die Schuhe. Sie liefern den Strom nicht konstant und nicht zuverlässig. Kein Sonnenschein, kein Wind = kein Strom.
Börse
Mal sollen es die Schichtwechsel bei den Energiewerken sein und ein anderes mal will ein Institut alle 15 Minuten eine Schwankung nachgewiesen haben, was man auf die Börse zurückführt, denn dort wird der Strompreis alle 15 Minuten neu verhandelt.
Am Ende liegt es aber vermutlich auch an viel zu alten Leitungen, die dringend saniert werden müssten.
Hier mal ein Messprotokoll auf der Internet-Seite von Next-Kraftwerke.de.
Frequenzmessung
Wer damit eine hochwertige HiFi-Komponente betreiben wollte, der hätte am Abend des 10. Januar 2019 in Köln-Ehrenfeld wohl besser spazieren gehen können. Was nicht heißen soll, dass der Schrieb an anderen Tagen wirklich besser ausgesehen hat.
Aber unser Stromnetz weist nicht nur Frequenzschwankungen auf, sondern auch solche in der Voltzahl.
Bis zu 10% werden gesetzlich toleriert. Eine Belieferung mit Werten zwischen 207 Volt und 253 Volt sind damit zulässig.
Die Energiekonzerne weisen gerne darauf hin, dass elektrische und elektronische Geräte gefälligst so tolerant gebaut sein müssen, dass sie innerhalb dieser Wertegrenzen keinen Schaden nehmen und verweisen darauf, dass eine konstantere Stromlieferung technisch unmöglich sei.
Wer besseren Strom braucht, muss sich ihn eben selber machen!
Aber was macht jemand – sagen wir mal ein Laborbetreiber – bei dem die Funktion seiner Geräte direkt von konstanten Stromwerten abhängig ist und deren Mess-Ergebnisse durch Stromschwankungen verfälscht werden?Nun, ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf einen eigenen Stromaufbereiter zurück zu greifen.Dieser ist eingangsseitig logischerweise am öffentlichen Stromnetz angeschlossen, ausgangsseitig jedoch liefert er „seinen eigenen Strom“. So ein Stromaufbereiter kann dann aber auch schon mal die Größe eines Kinderzimmers annehmen.
So etwas wollte Ralf Koenen für seinen Entwicklungsraum auch haben!
Nur natürlich kleiner, denn es sollte ja kein mehrstöckiges Labor versorgt werden, sondern nur ein-zwei HiFi-Konstellationen.Zunächst nahm er noch an, er könne einfach aus einem Katalog einen passenden Stromaufbereiter auswählen und ordern. Doch schnell stellte sich heraus, dass ein High-Ender dann doch wieder völlig andere Ansprüche an die Fähigkeiten und Eigenschaften eines solchen Gerätes stellt, als alle anderen.Aber der Bazillus war gesetzt und den Wunsch einfach zu verwerfen, war für Ralf Koenen keine akzeptable Option.
Es führte also an einer eigenen Entwicklung kein Weg mehr vorbei.
Was in der Theorie schnell beschlossen war, hat Ralf Koenen dann mehr als 3 Jahre Entwicklungszeit gekostet.Es war im Frühjahr 2021, als er den ersten Prototypen mit zu mir brachte und ich ihn in meiner Kette hören durfte.
Nun muss man dazu folgendes wissen:Ich lebe in einem Haus am nördlichen Stadtrand von Oberhausen. Ein paar Schritte habe ich zu gehen und befinde mich in einem Wald- und Wiesengebiet, das bis zur holländischen Grenze reicht.
Doepke DFS Audio
Trecker und andere land- und forstwirtschaftliche Geräte gehören zu unserem Straßenbild. Keine Industrie, kein Krankenhaus, kein Sendemast … es gibt nichts, was einen spürbaren Einfluss auf unsere Netzspannung haben könnte.Als Fehlerstromschutzschalter nutze ich einen Doepke Audio-Fi und den Schutz für meine Anlagen übernimmt eine hydraulische Gigawatt-Sicherung.
Es klingt bei mir hervorragend und immer gleich gut. Auch nachts oder am Wochenende klingt es nicht besser und nicht schlechter als mitten in der Woche.
Ich sehe mich, was das Stromnetz angeht, also in einer beneidenswerten Situation.
Entsprechend niedrig hatte ich die Erwartungen an diesen Prototypen geschraubt. Andere mochten ja vielleicht einen Vorteil daraus ziehen, aber hier bei mir …
Nun, Sie lesen diesen Bericht von mir und werden es sich denken können.Es hat nur wenige Minuten gedauert und Ralf Koenen nahm zur Kenntnis, dass er ganz sicher nicht nur eines dieser Geräte zu produzieren haben würde.Das seltsame an der ganzen Sache ist, dass dieses „eigene Stromnetz“ in der Lage ist, Klangprobleme zu beseitigen, die man vorher gar nicht als Klangprobleme erkannt hatte. Zu selbstverständlich waren die Auswirkungen.
Woher sollten wir auch dazu in der Lage sein, so etwas zu erkennen?Ich bin Baujahr 54 und noch nie in meinem Leben habe ich meine Anlage über „mein eigenes Stromnetz“ betrieben! Wenn mal etwas nicht so toll geklungen hat – wie hätte ich das auf das Stromnetz schieben können? Da gab es doch noch ganz andere Faktoren, denen man die Schuld in die Schuhe schieben konnte.Man muss es wirklich mal selber hören, um das zu erkennen.
Hätte man nicht besser eine riesige Batterie oder einen gigantischen Akku verwenden können?
Nun, diese Versuche und Bemühungen gibt es ja längst.Und ja – ein Problem, nämlich das der hochfrequenten Einstreuungen und sonstigen „Sauereien“, die sich so in unserem Stromnetz tummeln – die bekommt man mit Batterien und Akkumulatoren auch sehr gut in den Griff.
Aber schaut man sich die Anforderungen im Spielbetrieb mal mit einem Oszilloskopen an, erkennt man leicht, dass solche reinen Stromspeicher ihren Strom völlig anders abgeben als das bei der Versorgung über das Stromnetz der Fall ist.
Stabilität
Stabil heißt ja stabil und nicht „ungefähr stabil“.
Und zwar selbst dann, wenn fette Endstufen Impulse zu erzeugen haben. Selbst in komplizierten Heimkino-Anlagen mit einer Multi-Amp-Installation heißt beim Stromaufbereiter von Progressive Audio stabil immer auch stabil.Bis zu 3KW kann der “große” Stromaufbereiter liefern, dauerhaft (!) und ebenso als Impuls.(Der “kleine” liefert bis zu 1 KW.) Für stereophone High-End-Anlagen alle male genug.
Zwar ist die originalgetreue Reproduktion von Impulsen die Aufgabe des Verstärkers und Entwickler statten sie deshalb z.B. mit ganzen Gruppen von Kondensatoren aus, um genug Leistung liefern zu können, aber mit dem Stromaufbereiter von Progressive Audio hat man fast den Eindruck, dass wir diese Konstruktionen gar nicht mehr benötigen. Vermutlich wird die Wahrheit sein, dass sich hier zwei Maßnahmen mit dem selben Ziel gegenseitig unterstützen. Klanglich ist das jedenfalls toll!
Dauerleistung
Systeme, die auf Akkumulatoren oder Batterien aufsetzen, leiden manchmal unter der Tatsache, dass sie gerne mal bei Impulsbelastungen „einknicken“ und sich danach erst wieder erholen müssen. Der Stromaufbereiter liefert den erforderlichen Strom, so lange unser Netzbetreiber ihn versorgt.
Impulsleistung
Musik lebt von Impulsen. Aber Impuls ist nicht gleich Impuls.Ein Rimshot (wenn der Schlagzeuger mit seinem Stick auf das Fell und den Rand der Snarr gleichzeitig schlägt, um ein Knallgeräusch zu erzeugen) wird nur dann korrekt wiedergegeben, wenn der Impuls authentisch, also schlagartig, blitzschnell und verzögerungsfrei nach oben schnellen kann – allerdings wird dafür nicht viel „Volumen“ benötigt. Ganz anders sieht das bei einer Basedrum aus. Hier lässt selbst ein harter Kick auf das große Fell einen im Vergleich zum Rimshot eher langsamen Impulsaufbau zu, der dann aber mit sehr viel Kraft (Volumen) ausgeführt werden muss.
Große Streich- oder Blas-Orchester stellen wieder völlig andere Ansprüche an die Impulsfähigkeit einer Anlage. Und damit auch an den benötigten Strom.Aber keine dieser Anforderungen kann von den HiFi-Komponenten zufriedenstellend erfüllt werden, wenn sie nicht auf eine entsprechend flexible und dauerhaft leistungsfähige Stromquelle zurückgreifen können.
Genau das ist der Grund dafür, weshalb es so viele „Stromverbesserer“ auf dem Markt gibt, die zu einem „schöneren“ und „angenehmeren“ Klangbild führen. Die aber gerade bei der Impuls- oder Dauerleistung doch schnell mal versagen und dann ein wenig „müde“ wirken.
Sauberkeit
Keine HiFi-Messe findet heute mehr statt, ohne dass Ihnen irgendein Hersteller lautstark vorführt, wie viele Störungen sich in dem vorhandenen Stromnetz befinden. Rauschen, Knistern, Prasseln, Zirpen bis hin zum Funk- und Radioempfang – unser Strom ist tatsächlich sehr „schmutzig“!
Zwar handelt es sich hierbei nur um einen einzelnen Aspekt, den wir zu betrachten haben, aber er ist vorhanden und er ist wichtig.Diesen Schmutz zu beseitigen, haben sich viele Hersteller mit vielen unterschiedlichen Systemen zur Aufgabe gemacht.
Der Besitzer eines Stromaufbereiters von Progressive Audio kennt dieses Problem nicht (mehr), denn was er ausgangsseitig unserer HiFi-Anlage zur Verfügung stellt, das ist ein komplett autarkes, eigenes Stromnetz. … vollkommen ohne “Schmutz”.
Ohne lange Leitungen, also auch ohne jede Antennen-Eigenschaften.
Gleichstrom im Wechselstrom?
Ja – leider ein weiteres, ärgerliches Problem.Doch wo soll der Gleichstrom (-anteil) herkommen?Nun – den verursachen Sie in der Regel selber – in Ihrem Haushalt.Aber nicht alleine – auch die Nachbarn helfen da mit.
Immer, wenn Sie zum Beispiel ein Elektrogerät “dimmen” können – nehmen wir einen Fön oder einen Mixer – erzeugt dieses Gerät Gleichstromanteile, die ins Stromnetz abgegeben werden.Im einfachsten Fall hören Sie dann den Trafo in Ihrem Verstärker ordentlich brummen.Störend wird es, wenn dadurch die Klangqualität des Verstärkers (oder einer anderen Komponente) in die Knie geht.
Der Stromaufbereiter von Progressive Audio erzeugt den Strom für Ihre HiFi-Anlage selber.Vor Ort – nur für Ihre HiFi-Anlage.
Die Praxis
Vier Anzeigen auf der Frontplatte informieren uns fortlaufend über die Qualität des zur Verfügung gestellten Stroms.
Wir finden je eine Anzeige für:* Volt* Frequenz* Ampere* Watt
Diese beiden ersten Anzeigen, die die Aufgabe hätten, uns Abweichungen vom Sollwert zu signalisieren, stehen in der Praxis auf zwei Nachkommastellen genau immer auf dem gleichen Wert.
So stabil, dass man schon nach wenigen Minuten mutmaßt, die Werte seien von Progressive Audio fest eingestellt worden. 🙂Tatsächlich sind sie aber ein Indiz dafür, wie gut der Stromaufbereiter seine Arbeit verrichtet.Zum Glück gibt es einen Schalter, mit dem man alle Anzeigen ausschalten kann. Das wird vielen gefallen.
Die anderen beiden Anzeigen stehen für die Leistung, die gerade gefordert wird. Diese beiden Werte verändern sich logischerweise permanent.
Für wen ist der Stromaufbereiter von Progressive Audio gedacht?
Wer sich auf dem Markt der „Stromverbesserer“ umschaut, der wird vom Angebot geradezu erschlagen. Von der Verteilerleiste bis zum Filter, von dem galvanischen Trenner bis zur Batterie, von der computergesteuerten Aufbereitung bis hin zum mächtigen Stromtank, von Entstörgliedern, Purifyern, Abstandhaltern und Granulaten bis hin zu zentralen Massepunkten und noch vielen anderen Lösungen … ganz sicher ist da für „jeden Geschmack“ etwas dabei.
Der Stromaufbereiter von Progressive Audio sieht sich als Lösung, die sich nicht auf einzelne Aspekte der Stromverbesserung beschränkt, sondern die alle (!) Fakten berücksichtigt und uns unabhängig von unserem Stromlieferer mit dem versorgt, was wir Musikbegeisterte benötigen.
Endlich eine Problemlösung für alle Photovoltaik-Anlagen-Besitzer!
Mit der Zahl der betriebenen PV-Anlagen steigt die Zahl der Anrufer, die sich sicher sind, dass es doch vorher deutlich besser geklungen hat. Und es dürfte auch keine Überraschung sein, wenn wir festhakten, dass die zusätzliche Elektronik im Haus alles möglich berücksichtigt – nur nicht die Wünsche eines High-Enders.Aber bevor Sie die PV-Anlage wieder abklemmen oder in ein anderes haus umziehen – lassen Sie sie bitte in Betrieb – sie ist nützlich !! Stattdessen schaffen Sie sich einfach mit dem Stromaufbereiter eine vollständige Trennung von diesen Störern.
Stabilen und sauberen Strom. Getrennt vom Rest der Welt.
Für alle Interessenten außerhalb Deutschlands sei darauf hingewiesen, dass sich der Stromaufbereiter ein- und ausgangsseitig auf 110/120 Volt bei 60 Hz umschalten lässt.
Was mich persönlich besonders erfreut:
Mein bevorzugtes Material bei Steckern und Buchsen ist ganz eindeutig Rhodium. Und am liebsten natürlich in Kombination mit NCF (Nano-Crystal-Formula). Jetzt ist es leider so, dass es nicht gut funktioniert, wenn wir Rhodium „hinter“ anderen Materialien einsetzen.
Zur Klarstellung:Erst Rhodium – … – dann Gold = Das funktioniert und beißt sich nicht.Erst Gold – … – dann Rhodium = Das geht gar nicht! Sobald man ein mal auf Gold gewechselt hat, muss man bei Gold bleiben und darf nicht zurück auf Rhodium wechseln!Tipp: Fangen Sie bereits bei der Wandsteckdose mit Rhodium an!
Besitzen wir zum Beispiel eine Verteilerleiste mit goldenen Kontakten und wählen dann für das Kabel zum Verstärker hin rhodinierte Stecker – kann das ganz schön furchtbar klingen. Richtig gruselig.
Wer den Grund dafür nicht kennt und nicht berücksichtigt, muss glauben, Rhodium an sich würde so furchtbar klingen. Er kann diese Vermutung aber selber ganz schnell widerlegen.Nutzt er das Kabel mit den rhodinierten Steckern nämlich vor (!) der “goldenen” Verteilerleiste, wird er sofort eine erstaunliche Klangverbesserung seiner gesamten Anlage feststellen können.
Einmal Rhodium immer Rhodium
In der Regel ist die Klangverbesserung durch rhodinierte Stecker so groß, dass der Wunsch nach mehr Rhodium aufkommt.Und genau dort liegt dann oft das Problem.
Viele „Stromverbesserer“ verwenden leider keine rhodinierten Buchsen.
Ganz egal wie gut sie auch immer ihre Arbeit verrichten – kombiniere ich sie „dahinter“ mit Rhodium, geht das leider viel zu oft „in die Hose“.Genau das ist der Grund, wieso viele dieser Teile für mich persönlich leider nicht relevant sind, selbst wenn sie grundsätzlich gut funktionieren.Der Progressive Audio Stromaufbereiter ist komplett mit rhodinierten Furutech-Buchsen mit NCF ausgestattet. Das ist einfach wunderbar und erleichtert mir die Kombination enorm!
Gibt es etwas zu berücksichtigen?
Ja – das gibt es.Der Stromaufbereiter versorgt uns nicht nur mit Strom, der vom Rest der Welt getrennt ist, sondern er führt auch zu einer vollständigen Trennung von der “Masse”, also der Hauserde.Dies ist auch zwingend so beizubehalten!Was bedeutet:Alles, was mit unserer HiFi-Anlage verbunden ist (alle Komponenten!) müssen über diesen Stromaufbereiter betrieben werden. Kein einziges Cinchkabel, kein HDMI-Kabel und auch kein LAN-Kabel darf eine Verbindung zu einem Gerät herstellen, was mit der Hauserde verbunden ist. Zum Glück gibt es mittlerweile etliche Adapter zur galvanischen Trennung, sodass dies ziemlich einfach zu realisieren ist.Im LAN-Bereich setzen wir z.B. die von der Fa. Baaske (Link) ein. Sie sind preisgünstig und funktionieren sehr gut.
Fazit:
Der Stromaufbereiter von Progressive Audio ist Ihr ganz persönliches Elektrizitätswerk. Er liefert Ihnen den Strom genau so, wie Sie ihn als High-Ender benötigen. Stabil und sauber.Er macht nicht mehr als das, aber auch nicht weniger.
Und hört man das?
Schon immer kenne ich das, dass Kunden zu mir kommen, sich auf meine Couch setzen, Musik hören und staunen. Viele Kunden haben eine solch hochwertige Wiedergabe vorher noch nicht gehört. Eigentlich – gibt es also gar keinen Grund für mich, solche einen Stromaufbereiter einzusetzen. Zumal er groß ist, schwer ist, teuer ist und auch mal ehrlich gesagt – nicht besonders “hübsch” ist.Aber seitdem ich den Progressive Audio Stromaufbereiter einsetze, reagieren sogar Testredakteure mit einem fast erschrocken wirkenden Gesichtsausdruck, wenn Sie diesen “musikalischen Fluss, gepaart mit einer unglaublichen Präzision und dreidimensionalen Darstellung (Zitat eines bekannten Chef-Redakteurs) wahrnehmen.Man hört die Musik und sonst nichts.
Ich gebe das Teil ganz sicher nicht wieder her. 🙂
Preise:
1 kw: 10.000,- €3 kw: 14.000,- € [...]
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13. September 2023PrimeCore Audio / ProduktberichteHörtest PrimeCore Audio® A7
In meinem Bericht „Hörtest PrimeCore Audio® A7“ soll es heute endlich mal nur ums Musikhören gehen.
Viel ist bereits über die Entwicklung der A5 und A7 geschrieben worden.Heute hören wir mal einfach nur Musik.
Ich starte mit:
Sufjan Stevens, John Wayne Gacy jr. vom Album Illinois
Illinoise
Bei diesem Stück geht es um einen der ersten Massenmörder in der Kriminalgeschichte.
Mir jedoch – geht es vor allem um die weibliche Zweitstimme von Shara Nova.Nach der ersten Strophe setzt sie ein und dann findet ein ständiger Wechsel statt zwischen Harmonie (die zweite Stimme singt abweichende Noten) und Unisono (die zweite Stimme singt die selben Noten wie die erste).In den Unisono-Passagen konnte ich bisher oftmals nur erahnen, dass eine Zweitstimme für einen schöneren Sound sorgen soll. (Stützstimme) Selbst in den Harmonie-Passagen war Shara Nova viel zu oft kaum wahrzunehmen.
Mit dem PrimeCore Audio® A7 bereitet es mir überhaupt keine Probleme, in beiden Gesangsarten Sharas Stimme zu verfolgen. Das macht so viel Spaß, dass ich mir den Titel mehrfach anhöre.
Das wichtigste dabei:Weder die sanfte Vortragsart Sufjan Stevens, noch die klagende Stimme von Shara Nova ziehen diese Deutlichkeit aus einer übertriebenen Präsenz oder Härte. Wunderbar emotional und ergreifend liefern die Beiden hier ein musikalisches Meisterstück ab. Sufjan Stevens ist ein sehr religiöser Mensch und er erzählt in seinem Song erstaunlich verständnisvoll von diesem Massenmörder als liebevollen, netten Herren von Nebenan und mahnt uns dazu, doch auch mal unter den eigenen Dielen nachzuschauen.
Das alles muss man gar nicht wissen – man muss auch nicht auf den Text achten, um den Inhalt zu erfahren.Die musikalischen Mittel, zu denen Sufjan Stevens greift, reichen vollkommen aus um zu verstehen, was in diesem Song beschrieben wird.
Harry Belafonte, All my Trials, Album Belafonte: At Carnegie Hall
Belafonte
Belafonte – klar! At Carnegie Hall – na sicher!
Wer hat sich nicht zu den besten Analog-Zeiten mit Freunden getroffen, um seine unterschiedlichen Pressungen von diesem Album miteinander zu vergleichen. Ich kann mich daran erinnern, dass wir mal in unserem Studio zusammengekommen sind, um fünf – wie sich herausstellte – ziemlich unterschiedliche Pressungen gegeneinander zu hören.
Heute kam mir das Bongospiel bei „All my Trials“ in den Sinn. Gerade dabei gab es immer große Abweichungen voneinander. Mal musste man sich ziemlich anstrengen, um sie überhaupt hören zu können. Dann waren sie mal zu weit vorne und bei der nächsten Pressung klangen sie einfach nur dumpf.
Ich starte den Song … und mit dem Einsetzen der kleinen Trommeln, macht mein kleines Herz einen ebenso kleinen Hupfer.
Man hört nicht nur den exakten Standort der Bongos, man hört die Resonanzen innerhalb der Trommelkörper und bekommt Hinweise auf den Aufnahmeraum. Man hört, wie sich diese Trommelgeräusche im Saal ausbreiten.Diese Bongos sind nicht einfach nur “da auf der rechten Seite (vom Hörer aus betrachtet) irgendwie” zu hören, sondern sie haben auch eine lebensechte Größe und Dreidimensionalität.
Oft ist es so, dass sie dann nach dem Einsetzen des Gesangs mehr und mehr in den Hintergrund wandern, so dass man sie nicht mehr bewusst wahrnimmt, wenn man nicht explizit auf sie achtet.
Das ist hier gerade unmöglich.
Immer wieder spielt der Percussionist ein kurzes, trockenes und hohes „Plopp“, was ähnlich klingt, wie wenn man mit dem Finger und den Lippen das Öffnen einer Sektflasche nachmacht. Also irgendwas zwischen einem hohen “Slap” und einem “Muffled Tone”.
Was bisher bei mir immer nur „einer der vielen gespielten Töne“ war, wird plötzlich so deutlich, so “auffallend”, dass ich mich heute für die Reaktion Belafontes interessiere. Ich vermute tatsächlich eine Art Interaktion oder Kommunikation zwischen den beiden Musikern. Fast klingt es so, als wolle der übermütige Trommler Belafonte necken. Ich bekomme aber keine Antwort auf diese Frage. Zu sehr ist Harry Belafonte bereits in diesem bedeutungsvollen Text versunken.
Und obwohl ich über Jahrzehnte hinweg den Vertrieb für Produkte von Simon Yorke (Zarathustra), Eddie Driessen (Pluto Audio) und Jan Alaerts inne hatte, muss ich mich heute fragen, ob ich das schon jemals so deutlich und selbstverständlich gehört habe. … und kann nur mit den Achseln zucken.
Es interessiert mich auch gerade nicht. Ich schließe die Augen und genieße den kompletten Titel. Es ist mir nicht möglich, ihn zu stoppen und zu einem anderen Song zu wechseln.
Kyle Eastwood, „Eastwood Overture“, vom Album Symphonic
Kyle Eastwood
Wer sich bei diesem Titel die aufgeführten Komponisten anschaut (John Williams, Ennio Morricone, Clint Eastwood, Kyle Eastwood und Michael Stevens), der sollte wohl schon allein beim Namen John Williams vorgewarnt sein.
Man weiß ja, dass eine Overture nicht nur ein musikalisches Werk einzuleiten hat. Im Saal muss Ruhe einkehren und alle die eingeschlafen sind, sollen gefälligst aufwachen.Wer nach den ersten 40 Sekunden dieser Overture immer noch nicht wach ist, den weckt wohl auch kein Defibrillator mehr auf.
Drei Dinge beeindrucken mich bei diesem Titel:
Erstens sind es diese – im wahrsten Sinne des Wortes – „gewaltigen“ Orchestereinsätze, die einem durchaus Angst einflössen können. Kennen Sie das, wenn Sie doch eigentlich ganz genau wissen, was gleich kommt, aber dann, wenn es da ist, doch so etwas wie ein „Hauch Panik“ verspüren?
Es gibt kein passenderes Wort dafür als „gewaltig“ mit der Betonung auf Gewalt! „Beeindruckend“ ist zu wenig.Man kennt das ja von John Williams und seinem Boston Pops Orchestra.
Zweitens ist es das, was man „Dynamik“ nennt.Fast über den gesamten Titel hinweg ist man geneigt, abwechselnd leiser und dann wieder lauter machen zu wollen.
Man sitzt da und fragt sich, wieso man das tun muss. Das war doch vorher nicht so. Natürlich gab es immer schon in allen möglichen Titeln leise und laute Passagen – aber nach der Fernbedienung oder dem iPAD hat man doch nie greifen wollen, oder?
Braucht man heute natürlich immer noch nicht – sobald man begriffen hat, dass es so sein muss wie es ist.Vorausgesetzt, man nutzt ein Equipment, was in der Lage ist, diesen Dynamikumfang auch zu reproduzieren.
Die Quelle – ist mit einem PrimeCore Audio® jetzt jedenfalls ganz bestimmt nicht mehr das limitierende Glied.
Drittens ist es das, was man „natürliche“ oder eben “korrekte” Darstellung eines großen Orchesters nennen muss. Bei der Aufnahme wurde das Quintett um den Sohn von Clint Eastwood vom Czech National Symphonic Orchestra unter der Leitung des Grammy-prämierten Dirigenten Gast Waltzing unterstützt. Und dieses Orchester steht den Boston Pops um nichts nach.
Allerdings handelt es sich bei der Titelauswahl des Albums nicht um eine einzelne Aufnahme, sondern um ein ganzes Projekt. Kyle Eastwood will diese Musik mit vielen verschiedenen Orchestern live aufführen, um so viele Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln wie nur möglich.Die meisten Konzerte haben bereits stattgefunden aber mit ein wenig Glück kann man noch Karten für die letzten 5 Konzerte (in Frankreich und Lichtenstein) ergattern.
Wer nun also genau weiß, wie so ein Orchester klassischer Weise aufgebaut und positioniert ist, der hat große Freude daran, bei diesem Titel die Augen zu schließen und sich in den Konzertsaal hinein zu „beamen“ und die Positionen der einzelnen Instrumentengruppen zu “kontrollieren”. Gänsehaut pur ist angesagt!
Ich hatte mir für meine Hör-Session die aktive Extreme I von Progressive Audio gewählt. Das erscheint einem bei diesem Titel vielleicht so, als wolle man in der Nordsee mit einem Teelöffel hohe Wellen erzeugen. Um so beeindruckender war es für mich zu hören, wie sehr es doch mit diesen kleinen Schallwandlern zu einem musikalischen Erlebnis wurde, gerade diesen Titel zu hören.
Wir sind weit weg vom „normalen Musik-Hören!“ – was wir hier wahrnehmen, das sind Erlebnisse. Beeindruckende Erlebnisse.
„Ein haben wir noch!?“
Ok – einen Titel häng ich noch dran.
Child in Time, Deep Purple vom Album Deep Purple in Rock
Deep Purple
Wann haben Sie diesen Song das letzte Mal gehört? Die jüngeren Leser müsste ich vermutlich fragen, ob sie diesen legendären Titel überhaupt schon einmal gehört haben. Schließlich wurde das Album bereits 1970 in seiner bekannten Studioversion veröffentlicht.Allerdings wird dieser Titel in allen möglichen Listen der besten Rock-Songs aller Zeiten wohl für immer und ewig unter den ersten 10 zu finden sein. Also sollte man ihn kennen.Wenn nicht – nachholen!
Ich will mich hier aber gar nicht mit irgendwelchen angelesenen Weisheiten wichtig tun, sondern mir geht es heute um den Schlagzeuger Ian Paice.
Natürlich ist er bei diesem Titel omnipräsent. Ob es um sein geniales Beckenspiel während des Intros geht oder um die Tatsache, wie sehr er das ansteigende Tempo während des „Duells zwischen Orgel und Gitarre“ forciert.
Haben Sie schon mal bewusst darauf geachtet, wo Sie sein Schlagzeugspiel orten können?
Steht seine Schießbude links, rechts oder mehr in der Mitte?Können Sie das beantworten?Nun – konnte ich bis gerade eben auch nicht.Dieser Song gehört nicht zum Repertoire „audiophiler Songs“, also höre ich ihn aus Nostalgie-Gründen – fertig. Und niemals zuvor habe ich mir überhaupt die Frage gestellt, die mir jetzt geradezu aufgezwungen wird:
Spielen hier etwa drei Schlagzeuger?
Eingeweihte wissen, dass Ian Paice Linkshänder ist. (Er ist übrigens gerade wieder auf Tour). Wer also weiß, wie man so eine „Bude“ klassisch aufbaut, der muss sich über die ungewöhnliche Positionierung der Toms und Becken bei Paice nicht wundern.
Hier mal ein Foto von der Paiste-Seite. (Paisti gesprochen).
Dieser Aufbau stammt aus dem Jahr 2002 und dürfte dem aus dem Jahre 1970 lediglich ähneln.
Bezeichnend ist die Position der Hi-Hat. Die Hi-Hat wird mit dem Fuß gespielt und kann im Gegensatz zur klassischen Charlston-Maschine oder Low-Hat auch mit den Sticks bespielt werden. Üblicherweise wird sie mit dem linken Fuß gespielt, Ian benutzt den rechten Fuß.… hat die Hi-Hat aber sehr nah am Körper. Man kann also sagen, dass Ian Paice etwa dort sitzt, wo man seine Hi-Hat orten kann.
Und jetzt hören wir uns den Titel einfach mal an.
Während des Intros hört man die Crash- und die Ridebecken eindeutig leicht rechts neben dem linken Lautsprecher. Zwei, drei Becken sind auch bis zur Mitte zwischen den Boxen verteilt.
Nachdem der Gesang einsetzt, hört man dann auch erwartungsgemäß halblinks die Hi-Hat.Zweifelsfrei sitzt Ian Paice also dort auf der linken Seite – von uns aus betrachtet.
Sobald aber der Songteil A beginnt (etwa bei 01:50) , ist im Bereich des linken Lautsprechers nichts mehr vom Schlagzeug zu hören – nicht einmal ein einziges Becken!
Die gesamte Schießbude (inklusive der Hi-Hat!!) ist jetzt leicht links neben dem rechten (!) Lautsprecher positioniert und deutlich weiter hinten als während des Intros.
Dafür aber spielt zunächst fast alles stumpf „übereinander“. Das heißt – ob Toms, Becken oder Hi-Hat, alles scheint vom gleichen Punkt (!!) zu kommen. Das löst sich dann langsam und das Schlagzeug wird immer weiter auseinander gezogen. Bleibt aber immer im Bereich zwischen der rechten Box und der Mitte.
Kurioser Weise wird der Standort des Schlagzeugs dann im Teil B (etwa bei 3:20) erneut gewechselt. Nun befindet er sich exakt mittig zwischen den Boxen.… um dann mit dem zweiten Intro wieder ganz nach links zu wechseln.
Es ist sicherlich nicht so, dass man das mit anderen Anlagen nicht wahrnehmen würde. Man muss ja einfach nur hinhören. Was mich heute aber so beeindruckt ist die Tatsache, dass ich ja eigentlich nur aus Spaß mal wieder einen Titel aus meiner Sturm und Drang-Periode hören wollte und dann feststelle, dass ich auf solche seltsamen Eigenarten förmlich hingewiesen werde. Als würde mich der A7 anschubsen und sagen: „Hör mal! Hast Du gewusst, dass …?“.
Und am Ende des Abends sitze ich vor meiner Anlage und ich frage mich, mit welcher Komponente, analog, digital, CD-Player, Plattenspieler, Streamer … … ich das in dieser Konsequenz schon einmal erlebt habe, was ich heute hören durfte.Und mir fällt keine ein.
Und eine These ist wahr geworden!
Tauscht endlich diese „blöden Computerteile” aus – … die ja angeblich „nur Computerteile“ sind! Sucht nach den Besten und verwendet nur die Besten …… und sie werden klingen wie die Besten!
Genau so ist es!Und wer mir das nicht glaubt, der soll zu mir kommen und sich das bei mir anhören.
Die Einladung steht! [...]
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20. Juli 2023ProduktberichteIdeon Master Time Black Star
Ideon Master Time Black Star
In meinem Bericht „Master Time Black Star“ gehe ich heute der Frage nach, was man von einem Re-Clocker für 3.480,- € erwarten darf.
Folgen wir den Profis
Die Profis sind uns High-Endern fast immer einen gehörigen Schritt voraus. Sie benutzen seit Jahren Dinge, von denen wir noch gar nicht wissen, dass wir sie irgendwann einmal brauchen werden.
Was ja auch einleuchtend ist.
Sie verrichten täglich ihren Job in ihren Tonstudios und wenn das Ergebnis nicht gut genug ist, dann haben sie es mit einem unzufriedenen Kunden zu tun. Und ein unzufriedener Kunde kommt nicht wieder. Also muss man unbedingt dafür sorgen, dass er zufrieden ist.
Im Bezug auf mein heutiges Thema muss man erkennen, dass solche Clock-Geräte zur Ausstattung von Tonstudios gehören, solange es digitale Musik gibt. Das sind mehr 40 Jahre!
In der High-End-Welt sind sie aber noch lange nicht wirklich angekommen. Nur hier und da trifft man auf Musikliebhaber, die sich schon eine Weile mit ihnen befassen. Alle anderen beginnen soeben, sich mal ganz vorsichtig dem Thema zu nähern.
Innuos Phönix USB
Wer regelmäßig meine Berichte begleitet, der weiß, dass ich vor ein paar Jahren mit dem Innuos-Phönix Re-Clocker die ersten Schritte in diese Richtung unternommen habe. Diese Komponente konnte mich beim USB 3.0-Anschluss mehr als überzeugen.
Beim USB 2.0-Anschluss ist es mir jedoch nicht gelungen, eine nachvollziehbare Verbesserung zu erzielen, die den hohen Preis wert gewesen wäre.
MUTEC MC3+ USB
Das änderte sich, als ich mich mit dem MUTEC MC3+USB beschäftigte.
Dieses kleine Teil aus der Profi-Liga schaffte das Kunststück, selbst den USB 2.0-Anschluss noch einmal erstaunlich deutlich (!) zu verbessern.
Eine Stunde mit dem MC3+USB Musik gehört – und man kann nie wieder ohne ihn leben.
Das ist so wie Fussball heutzutage in SD-Qualität zu gucken. Man kann nicht glauben, wie verschwommen das wirkt. Damit haben wir jahrelang gut gelebt!
Genau so klingt es, wenn man den MC3+USB wieder aus der Kette entfernt. Verschwommen!
Unmöglich, damit zufrieden zu sein!
Leider kann und will er in keiner Weise verbergen, dass er aus dem Profi-Lager stammt und so ist seine Frontplatte mit allerlei bunten Lichtern überladen, die dem Profi (und zugegeben auch mir) schnell und ausführlich anzeigen, in welchem Zustand sich das Gerät und die Musiksignal-Verbindungen gerade befinden. Da muss man nicht lange herumrätseln – man sieht sofort, wenn und was da gerade nicht in Ordnung ist.
Das ist im Profi-Bereich unabdingbar – im Wohnzimmer akzeptieren viele Musikliebhaber so etwas nicht. Und außerdem brauchen die auch von den theoretischen Nutzungsmöglichkeiten eines MC3+USB nur eine einzige: Das Re-Clocken.
Nun – sagen wir mal zwei.
Wer einen DAC ohne USB-Eingang betreibt, der freut sich natürlich auch darüber, dass der MC3+USB mit vier (!) verschiedenen Buchsen für den Ausgang aufwartet.
Somit handelt es sich bei ihm also gleichzeitig um einen Re-Clocker und einen herausragend gut klingenden „Konverter“.
Beim Ideon Master Time Black Star müssen wir “Fehlanzeige” melden.
Auf all diese Dinge – muss man beim Re-Clocker von Ideon namens „Master Time Black Star“ verzichten.
Es gibt einen (!) USB-Eingang und einen (!) USB-Ausgang – basta!
Der Master Time Black Star kann also nichts umwandeln, nichts verteilen …
er kann „einfach nur“ das Musik-Signal re-clocken.
Dafür hat er aber auch eine extrem aufgeräumte Front. 🙂
Nun gut – Tatsache ist, dass der Master Time Black Star fast drei mal so viel kostet wie ein MUTEC MC+USB. Kann er die Berechtigung für diesen Preisaufschlag klanglich belegen?
Der Innuos kann es beim USB 2.0-Anschluss jedenfalls nicht. Bei USB 3.0 zieht er dann aber am MC3+USB knapp vorbei.
Und noch ein Argument spricht hier für den Innuos:
Während der MC3+USB intern mit einem recht einfachen Schaltnetzteil aufwartet (weshalb viele handwerklich geschickte User den MC3-USB fix umbauen und ihm eine DC-Buchse verpassen), wartet der Innuos bereits mit einer vorbildlichen audiophilen, linearen Stromversorgung auf.
Hier dürfte wohl der größte Teil des preislichen Aufschlags (zurecht) hinein fließen.
Und wie schlägt sich nun der Master Time Black Star?
Der Master Time Black Star ist seit drei Tagen am Netz und hin und wieder durfte er auch schon im Hintergrund musizieren. Allein schon sein enormes Gewicht verrät uns denn auch auf Anhieb, dass in ihm ein ganz hervorragendes Linearnetzteil werkeln sollte. Vermutlich ist es mit dem des Ayazi MK II identisch.
Butter bei die Fische – wie klingt er?
Ohne Zweifel werde ich mich persönlich von diesem Re-Clocker in Zukunft nicht so schnell wieder trennen können. In keiner einzigen Beziehung hinkt er hinter dem MUTEC hinterher. Sowohl an USB 3.0 als auch an USB 2.0 weiß der Master Time Black Star sichklar an die Spitze zu schieben.
Und zwar nicht nur so ein klein wenig – sondern entscheidend. Auch der Innuos kann sich im direkten Vergleich nicht durchsetzen.
Der klangliche Zugewinn ist so groß, dass aus der anfänglichen Frage:
Wie sinnvoll kann denn bitte ein Re-Clocker für 3.480 € sein?
… jetzt die Frage wird:
Was wird denn wohl passieren, wenn man den „Absolute Time“ für 7.900,- € oder gar den „Absolute Time Signature“ für 18.900,- € anschließt?
Was kann denn da passieren, was noch einmal eine solche Ausgabe rechtfertigen könnte?
Nun, im Moment weiß ich es nicht. Aber je länger ich mir den Master Time Black Star anhöre, umso sicherer werde ich mir, dass da wohl ganz sicher noch „was kommen wird“.
Das Grinsen ist wieder da.
Bereits beim Ayazi MK II war mir aufgefallen – und genau so hatte ich es auch niedergeschrieben – dass mir der Ayazi ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht zauberte.
Meine Güte – wie viele Geräte kenne ich, die versuchen besonders „schön“ zu klingen, besonders warm, analog, weich, musikalisch, harmonisch … –
und immer wieder entlarvt man diesen „Lenor-Sound“ schnell als künstlich erzeugt, auf Kosten der Dynamik, der Lebendigkeit, der Spielfreude. Und am Ende fühlt man sich „eingelullt“ und erkennt, dass die Musik auf diese Art und Weise nichts mehr mit der Realität zu tun hat. Es ist, als würde man die berühmte rosarote Brille aufsetzen und für immer aufbehalten.
Und genau dieser Verdacht kommt sofort – sowohl beim Ayazi als auch jetzt beim Master Time Black Star auf – aber er bestätigt sich in keiner Weise.
Da lullt nichts ein, da ist nichts „schöner“ als es sein darf, da ist auch nichts verhangen.
Aber da gibt es auch keinesfalls das Gegenteil!
Hier klingt nichts zu hart, nichts zu analytisch, nichts übertrieben dynamisch – nichts davon!
Der Master Time Black Star sorgt dafür, dass die Musik endlich „durchkommt“, ohne manipuliert und eingeschränkt zu werden. Wie soll ich es Ihnen erklären, dass der Ideon die Musik authentisch reproduziert und die dann aber doch mehr Spaß macht als ohne ihn?
Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich Ihnen das erklären soll.
Kommen wir deshalb lieber gleich zu meinen … Klangbeispielen:
Princezito „Lua“ vom Album „Spiga“
Das Stück beginnt mit einer akustischen Gitarre. Man kann sie in allen drei Dimensionen orten und fokussieren. Mit dem Master Time Black Star gewinnt sie an Wertigkeit. Man ist davon überzeugt, ein wirklich teures und edles Instrument zu hören.
Die Stimme von Carlos Alberto Sousa Mendes setzt dann fast unerwartet ein und ist extrem präsent. Authentisch berichtet er über seine Heimat, die Kapverden.
Spätestens bei 1:22 hört man klar und deutlich den Hall, der sich im Aufnahmeraum nach hinten ausdehnt.
Obwohl Princezito auf Konzerten meistens nur singt und seine Band dabei hat, bin ich mir bei dieser Aufnahme fast sicher, dass er selber die Gitarre spielt.
Das ändert sich, wenn bei Minute 1:55 im linken Kanal eine zweite Gitarre hinzu kommt und die erste plötzlich nach rechts wandert? Die Stimme Princezitos aber bleibt genau dort, wo sie von Anfang an gewesen ist. Ganz leicht nach links aus der Mitte heraus.
Und bei Minute 3:00 kommt noch eine dritte Gitarre hinzu. Die spielt wieder mittig. Und so kann es ja doch so sein, dass Princezito zu Anfang das Gitarrenspiel übernommen hat.
Wie dem auch sei – diese Scheibe macht mir gerade richtig-richtig Spaß.
dal:um „Dot“ vom Album Dot
Jetzt wollte ich doch herausfinden, wie „schnell“ der Master Time Black Star sein kann.
Das weibliche Duo mit Ha Suyean (spielt die Gayageum) und Hwang Hyeyoung (spielt die Geomungo), schafft mit diesen aus Korea stammenden „Brettzittern“ eine Akustik, die man wohl mit atemberaubend beschreiben muss. Da knallen Seiten auf den Holzkörper und explodieren Töne aus dem Nichts heraus. Der Ideon leistet sich hier keinerlei Blöße und zaubert eine Lebendigkeit, Dynamik und Authentizität, die beeindruckt.
Schade nur, dass die beiden Instrumente ziemlich überlagernd mittig aufgenommen wurden. Hier wäre eine stärkere Trennung in rechts-links deutlich spannender gewesen. Dennoch – ein faszinierendes Stück Musik – genau so muss es sein.
Tristan Hambleton/Guy Johnston/Mohammed Gad, „Sanctus“, The Armed Man: A Mass für Peace (Karl Jenkins)
Große Chöre, viele Chorgruppen und ein großes Orchester…
die Messe für den Frieden ist kein Stück für einen einsamen Musiker.
Ich hatte das Glück, sie live in einer großen Kirche hören zu dürfen. Und obwohl ich im wahrsten Sinne des Wortes „in der ersten Reihe“ saß, konnte ich miterleben, wie schwer es uns damals fiel, Dinge wie Ortbarkeit und Fokussierbarkeit positiv zu bewerten.
„Das kriege ich zuhause besser hin.“ – denkt man sich dann, aber natürlich ist das nicht der Fall.
Einzelne Instrumente oder Stimmen akustisch so anzuordnen, dass man sie mit der Stecknadelspitze dreidimensional im Raum „anpieksen“ könnte, scheint der Technik und den Tonmeistern heutzutage keine Probleme mehr zu bereiten.
Ganz anders – sieht die Aufgabenstellung hier bei „The armed man“ aus.
Insgesamt fünf große Chorgruppen hatten sich damals im Hintergrund aufgebaut und davor das beeindruckend „bemannte“ (und „befraute“) Orchester.
Irgendwann hörte man auf, darauf zu achten, welches Instrument und welche Stimmengruppe jetzt „von wo“ zu hören war und genoss stattdessen das „Ganze“.
Und auch wenn es den Tonmeistern hier sehr gut gelungen ist, die Darbietung akustisch einzufangen, muss man leider erkennen, dass sie dabei wohl die selben Probleme hatten, wie die, die es live erlebt haben.
Wenn die Posaunengruppe hinten rechts gruppiert ist, man aber den Widerhall von der linken Seite fast in gleicher Lautstärke wahrnehmen kann, muss man einfach die Aufteilung der Instrumente kennen, um Quelle und Hall voneinander unterscheiden zu können.
Und auch zuhause tut man gut daran, das Stück einfach als Ganzes auf sich wirken zu lassen.
Eine Kirche oder ein großer Konzertsaal sind nicht immer etwas für Ortbarkeits-Fanatiker.
Ich habe denn dieses Stück auch genau deshalb ausgesucht, um heraus zu finden, ob der Ideon hier irgendwas dazu tut, weglässt, verändert oder nicht darstellen kann.
Und das Ergebnis ist wie erwartet ein beeindruckend echtes Klangerlebnis.
Hut ab!
Fazit:
Sie mögen noch nicht erkannt haben, dass Sie dringend einen Re-Clocker benötigen und wenn es so weit ist, wird ganz sicher der Geldbeutel ein Wörtchen bei der Auswahl mitzureden haben, aber wenn das Budget reicht – dann kann ich Ihnen den Ideon Master Time Black Star nur wärmstens ans Herz legen. Einen Re-Clocker, der seine Arbeit besser verrichtet als dieses Teil, habe ich bisher noch nicht gehört.
Vielleicht ändert das sich ja bald, denn mit dem Absolute Time und dem Absolute Time Signature hat dieser Hersteller noch zwei schwergewichtige Argumente parat, sich den Master Time Black Star vielleicht doch zu sparen und gleich „Nägel mit Köpfen“ zu machen. 🙂
Vorerst jedoch drängt es mich nicht wirklich dazu, die Komponenten zu testen. Dafür macht mir der Master Time Black Star einfach viel zu viel Spaß.
Wem also der MUTEC MC3+USB zu „professionell“ daher kommt, wer keine „Lichtorgel“ im Wohnzimmer mag oder wer einfach gerne alles von Anfang an „gleich richtig machen“ will, dem sei der Ideon Master Time Black Star empfohlen.
Jetzt einen Ideon Master Time Black Star bestellen. [...]
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15. Februar 2023ProduktberichteProgressive Audio Pearl Diamant V2023
Endlich habe ich es getan! Ich habe mir eine Progressive Audio Pearl Diamant Version 2023 zum Verkaufspreis von 42.700,- € gegönnt. Lesen Sie hier, wieso es nur dieser Lautsprecher werden konnte und kein anderer.
Zum Glück hat Accuton von Hause aus für einen Schutz der wertvollen Chassis gesorgt.
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Man hat uns beigebracht zu vergleichen.
Redaktionen wie „Stiftung Warentest“ haben uns gelehrt, Dinge zu vergleichen. Das ist gut. Aber eine Sache finde ich dabei manchmal seltsam. Wir begründen Entscheidungen nicht mit den Fakten, die für etwas sprechen, sondern lieber mit Argumenten, die gegen die anderen Alternativen sprechen.
„Wir fahren in die Berge – den ganzen Tag am Strand zu liegen, finden wir langweilig.“
Und mir ist aufgefallen, dass auch ich in vielen Entscheidungsphasen gerne diese Methode anwende.
„Jene Box mag ich aus diesem Grund nicht, die andere kann ich bei mir nicht stellen. Die da sind zu groß, die zu klein, die machen nicht genug Bass, die machen viel zu viel Bass, klingen verhangen, haben nervige Höhen …“
Für meinem Bericht über die Progressive Audio Pearl Diamant in der Version 2023 habe ich mir deshalb heute fest vorgenommen, nichts über andere Lautsprecher zu schreiben, sondern ausschließlich über die Pearl und über die Gründe, die für (!) diesen Ausnahmelautsprecher sprechen.Auch wenn ich weiß, dass das nicht einfach werden wird.
… oder wird es doch einfach?Schau´n wir mal! 🙂
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Klang – Faszination
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor:Sie sitzen vor einer Stereoanlage. Rechts und links vor Ihnen stehen zwei Lautsprecher, die ganz offensichtlich nicht zu der Gattung „klein und billig“ gehören. So eben, wie die Pearl Diamant von Progressive Audio.
Accuton Diamant, Bildrechte: Thiel & Partner
Sie sind zwar nur 1,10m hoch, aber sie strahlen dennoch unmissverständlich eine fast schon dekadente Wertigkeit aus und lassen jeden Betrachter unweigerlich einen ziemlich hohen Preis vermuten.
Also stellen Sie sich darauf ein, dass Sie gleich „ordentlich was auf die Ohren“ bekommen werden. Denn ein Lautsprecher zu diesem Preis, der muss ja mächtig laut spielen können und uns mit seinem Bass die Magenkuhle massieren.
Dann jedoch beginnt jemand mit einem filigranen Gitarrenspiel. Und natürlich werden Sie denken:
„Wie jetzt? Gitarre!? Ich sitze hier gerade vor Boxen, die mehr als 40.000,- € kosten und dann soll ich mir darüber eine Gitarre anhören?“.
Das empfinden Sie als pure Verschwendung! So, als dürften Sie mit einem Ferrari eine Runde drehen …und stünden dann mit ihm im Stau.Wer positiv denkt, genießt es, wenigstens im Ferrari sitzen zu dürfen, genau so, wie mit einer Pearl eine Gitarre hören zu dürfen.Und wenn Sie sich darauf einlassen, merken Sie sogar, dass dieses Gitarrenspiel gar nicht aus den Lautsprechern kommt.Ohne großartig herumrätseln zu müssen, können Sie den “tatsächlichen” Ort des Geschehens genau beschreiben:
Der Gitarrist sitzt (!) etwa 2m hinter den Lautsprechern, genau zwischen dem linken Lautsprecher und der Mitte zwischen den Boxen, also „halblinks“. Er sitzt, weil die Gitarre eben so etwa in 60-70 cm Höhe gehalten wird. Es ist eine akustische Gitarre und es sind Nylon-Saiten aufgezogen.
Kurze Zeit darauf „erzählt“ der Gitarrist Ihnen eine kleine Geschichte. Es ist kein Gesang, mehr so eine Melodie in der Stimme.Die Stimme entsteht im authentischen Abstand von erneut 2m hinter den Lautsprechern und auch in der Höhe nach oben über das Gitarrenspiel versetzt.Jetzt wird es noch deutlicher, dass der Musiker sitzt.Der Mund des Sängers hat die korrekte Größe und Sie hegen nicht den Hauch eines Zweifels daran, dass dort ein Sänger und Gitarrist Sie gerade angenehm unterhält.
Nur verstehen Sie das nicht so ganz, denn dort, wo der Sänger sitzt, da gibt es keinen Lautsprecher.Die – stehen ja rechts und links neben der Anlage.Die – haben aber gerade mit dem was Sie hören absolut nichts zu tun.
Sie verraten sich nicht einmal dadurch, dass man etwa Zischlaute aus einem der Hochtöner vernehmen könnte. Sie hören auch keine Resonanzgeräusche aus den Bässen, wenn der Gitarrist zwischendurch mal mit den Fingern auf den Gitarrenkörper klopft. Nichts! Wirklich gar nichts – kommt für Sie aus einem dieser beiden Lautsprecher.
Ihnen fällt irgendwann auf, dass da noch andere Musiker mit im Aufnahmeraum sind, die aber noch auf ihren Einsatz warten.Sie können in diesen Raum hineinhören, Sie können die Musiker jetzt bereits „sehen“.Dann gibt der Gitarrist dem Bassisten zu verstehen, dass er einsetzen soll.
Deutlich ist dieses mehr als mannshohe Instrument rechts neben dem Gitarristen, also so ziemlich in der Mitte zu orten. Flink huscht seine linke Hand über die Stege und seine rechte zupft an den langen, dicken Saiten. In einer Art, wie Sie es schon unzählige Male gesehen haben.Unglaublich viele verschiedene Töne und Spielweisen lehren Sie vieles über die klanglichen Fähigkeiten dieses beeindruckenden Instruments. Tiefe, angenehme und füllige Töne erreichen Sie.
Aber immer noch fragen Sie sich, wofür die Lautsprecher da rechts und links stehen, denn aus ihnen kommt immer noch keiner dieser vielen Töne, da sind sind Sie sich ganz sicher.Sie schauen forschend abwechselnd den rechten und den linken Lautsprecher an. Irgendwann muss doch mal irgendein Ton aus diesen Boxen zu hören sein. Aber Fehlanzeige.
Und obwohl Sie geglaubt hatten, dass Bassist und Gitarrist so eng beieinander stehen, dass da niemand mehr dazwischen passen würde, wischt auf einmal ein Schlagzeuger mit einem Stahlbesen über die Snare und die verschiedenen Becken.Genau zwischen den beiden ersten Musikern, nur eben noch einmal etwa 1,5m hinter ihnen.
Dann klappert halb rechts etwas und die darauf folgenden Töne verraten Ihnen, dass das Klappern von einem Saxophon stammt, das sich der Musiker jetzt zum Mund geführt hat.
Eine echt fette Luftsäule wird von diesem Tenor-Saxophon aufgebaut und erfüllt Sie vollständig mit einem warmen und mächtigen Klang. Unweigerlich müssen Sie an ein Schiffshorn denken, aber eben nur, weil Sie das auch immer wieder genau so beeindruckt, wenn Sie es live hören.Und spätestens jetzt steht da der rechte Lautsprecher gefühlt doch ein wenig im Weg.Wieso steht der da überhaupt? Wofür brauchen wir den?Kann man den nicht woanders hinstellen?
Immer noch spielt der Gitarrist sein filigran vorgetragenes Thema und steigert dann plötzlich das Tempo.Der Schlagzeuger wechselt die Besen gegen Holzschlegel und treibt nun seinerseits seine Mitspieler an.
Sie wippen schon längst im Takt und fühlen sich in die Session ein.Als Sie gerade die Augen schließen wollen, knallt der Schlagzeuger zwei aufeinanderfolgende Rimshots auf die Snare, gefolgt von einem kurzen, trockenen, aber umso heftigeren Tritt gegen die Basedrum und einem Schlag auf eine dicke Stand-Tom.Das Schwingen des Fells erreicht Sie mit einer solchen Wucht, dass Sie sich erschrecken und es Ihnen fast unangenehm wird. Sie haben das Gefühl, dass diese Druckwelle Ihren ganzen Körper erfasst hat und sie zweifeln noch daran, ob es Ihr Körper ist, der immer noch nachschwingt, oder ob es nur das Fell der Stand-Tom ist, was Sie immer noch schwingen hören können.
Spätestens jetzt wird Ihnen klar, wieso diese beiden imposanten Lautsprecher da stehen und dass die schon irgendwas mit der Klangerzeugung zu tun haben müssen.Doch immer noch fällt es Ihnen schwer das zu glauben, denn irgendwie passt das, was Sie sehen können nicht zu dem, was Sie hören.
Kurz gesagt, hören Sie mit der Progressive Audio Pearl Diamant keinen Lautsprecher mehr, sondern die Musik.
Und wenn diese zart und filigran gespielt wird, dann macht die Pearl daraus nichts „Großes, Beeindruckendes“, nur um uns zeigen zu wollen, wieso sie so teuer ist, sondern sie spielt es genau so leicht, zart, schnell und filigran wie es der Musiker vorgetragen hat.
Wenn aber in der Musik „etwas Beeindruckendes“ geschieht – ob jetzt ein Fortefortissimo in der Klassik oder einfach ein synthetisches Ereignis im Subton-Bereich, dann schlägt die Pearl fast „erbarmungslos“ zu, füllt unseren Raum mit unglaublichem Schalldruck oder staubtrockenen Impulswellen. Impulswellen, mit denen man gefühlt Nierensteine zertrümmern könnte.
Das ist dann nicht einfach nur mehr „Musik hören“, das ist dann ein akustisches Abenteuer.Aber niemals übertrieben, niemals um seiner selbst Willen, sondern immer nur, um das darzubieten, was sich der Komponist da ausgedacht hat und die Musiker gespielt haben.
Sobald die Musik auf den Pfad der Tugend zurückfindet, zieht sich auch die Pearl wieder zurück und lässt uns von da an nicht einmal mehr ahnen, zu was sie sofort wieder bereit wäre.
Eigentlich ist es doch ganz einfach, einen perfekten Lautsprecher zu beschreiben, oder?
Und die Progressive Audio Pearl Diamant vermittelt mir gerade den Eindruck, dass es auch ganz einfach ist, einen perfekten Lautsprecher zu bauen.
Michelangelo soll mal gesagt haben:Bildhauerei ist gar keine Kunst, denn die fertige Skulptur steckt schon im Stein – man muss bloß alles Überflüssige wegschlagen.
Darauf Bezug nehmend, habe ich bei der Pearl tatsächlich das Gefühl, dass Ralf Koenen hier vor allem das Kunststück fertig gebracht hat, alles weg zu lassen, was einen Lautsprecher nach Lautsprecher klingen lässt. Und übrig geblieben ist die pure Musik.
Liegt es an den Bauteilen?
Ja, ganz sicher.Die in der Pearl verwendeten Chassis aus dem Hause Thiel & Partner (Accuton) gelten derzeit als das Non-Plus-Ultra, weshalb man sie auch noch in Lautsprechern findet, die fast eine halbe Million Euro kosten.Aber genau wie Progressive Audio, verwendet kaum einer der anspruchsvolleren Hersteller die Chassis, ohne sie sich auf die eigenen Bedürfnisse anpassen zu lassen oder es selbst zu tun.Solche individuellen Anpassungen sind teuer, aber ohne sie wären Lautsprecher wie die Progressive Audio Pearl gar nicht denkbar. Denn den Bauteilen auf der einen Seite, stehen die Fähigkeiten des Entwicklers auf der anderen Seite gegenüber. Und erst die Symbiose lässt solche Kunstwerke wie die Pearl Diamant entstehen.
Und so lange Lautsprecher unterschiedlicher Marken, mit der scheinbar selben Bestückung so sehr voneinander abweichende Klangergebnisse erzeugen, wie man das im Falle Accuton leicht selber feststellen kann, kann ich meine Angst davor im Zaume halten, dass irgendwann einmal künstliche Intelligenz unsere Lautsprecher entwickeln wird.
Modellreihe
Die Progressive Audio Pearl gibt es in folgenden Varianten:(TT= Tieftöner, MT = Mittentöner, HT = Hochtöner)
Pearl passiv Keramik 24.750,- €/Paar (Keramik TT, MT und HT)Pearl passiv Diamant 42.700,- €/Paar (Keramik TT und MT, Diamant HT)Pearl aktiv Keramik 34.000,- €/Paar (Keramik TT, MT und HT)Pearl aktiv Diamant 52.000,- €/Paar (Keramik TT und MT, Diamant HT)
Diamant-Hochtöner
Accuton bietet diesen Hochtöner in den Ausführungen 20mm, 25mm, 30mm und 50mm an.Ralf Koenen schwört auf seine modifizierte Ausführung des 30mm-Diamanten, auf den er selbst in der Transformer für 109.000,- € nicht verzichten will.
Bildrechte: Thiel & Partner
Die kleineren Hochton-Modelle würden ihn dazu zwingen, das an das Gesamtkonzept rechnerisch perfekt angepasste 173mm Keramik-Chassis bis in höhere Frequenzbereiche hoch laufen zu lassen. Frequenzbereiche, in denen Keramikchassis an ihre physikalischen Grenzen stoßen, sich Artefakte bilden und sich ein Diamant-Hochtöner deshalb deutlich wohler fühlt.Das 50mm-Modell jedoch führt zu einer Zwickmühle. Lässt man ihm nach unten erweiterte Frequenzbereiche zukommen, findet der Wechsel zwischen Diamant und Keramik in einem Bereich statt, in dem wir diesen Wechsel deutlich wahrnehmen können.Kann man dieser Verlockung widerstehen und verwendet den 50mm-Hochtöner ausschließlich im selben Frequenzbereich wie das 30mm-Chassis, zeigt es einem nur, dass die 2cm mehr Durchmesser auch mehr Material und mehr Gewicht bedeuten und der 50mm HT damit dem 30mm Diamanten deutlich unterlegen ist.
Eine Alternative wäre es an dieser Stelle -theoretisch-, auch den 90mm Diamant-Mittentöner einzusetzen. Damit könnte man das o.g. Problem möglicherweise umgehen.Dies jedoch würde Ralf Koenen unmittelbar dazu zwingen, aus einem Dreiwege-System ein Vierwege-System zu machen, denn der eingesetzte 220mm Tieftöner wäre seinerseits nicht die erste Wahl in den höheren Frequenzbereichen. Man müsste dann also zwischen dem 90mm Diamant und dem 220mm Keramik-Bass noch einen weiteren Mittentöner einsetzen.Das aber will Progressive Audio unbedingt vermeiden.
Bildrechte: Accuton
„Mit keiner anderen Kombination bekommst Du eine solch faszinierende Homogenität hin wie mit dieser Bestückung aus 30mm Diamant-HT, 173mm MT und 220mm TT! Das ist einfach unfassbar, wie diese drei Chassis miteinander harmonieren. Dieser Lautsprecher klingt so sehr „wie aus einem Guss“, dass man überhaupt nicht mehr fragen möchte, warum jemand dieses oder jenes Chassis gewählt hat.“ so Ralf Koenen stolz zu seiner Auswahl.
Was ist nun aber das Besondere an einem Diamant-Hochtöner?
„Einen Diamant-Hochtöner musst Du zu beherrschen lernen wie einen Formel 1 Rennwagen. Der kleinste Fehler – und es endet in einem Fiasko!“ erzählt mir Ralf Koenen. Und das nehme ich ihm gerne ab.
Denn schon mehrmals durfte ich miterleben, wenn Besitzer einer Pearl vom Keramik-Hochtöner auf den Diamanten umgestiegen sind und als erstes fragten:
„Nanu!? Vergessen, den Hochtöner anzuschließen?“ so die übliche Reaktion der Kunden.
Ein selbstbewusstes Lächeln der Progressive Audio-Mannen deutet dann meist unmissverständlich darauf hin, dass man das selbstverständlich nicht (!) vergessen hat.
Wer andere Hochtöner kennt und sich an sie gewöhnt hat, der weiß, dass es unmöglich scheint, zu verheimlichen, dass die hohen und höchsten Töne eben von just einem Hochtöner erzeugt werden. Was ja auch logisch erscheint.
Bis man diesen Diamant-Hochtöner in der Pearl gehört hat.Oder eben nicht gehört hat.
Ist einem das erst einmal bewusst geworden, kann man gar nicht anders, als Musikstücke mit einem ausgeprägten Höhenanteil auszuwählen. Vielleicht Titel, die man sich bisher nicht so gerne anhören mochte. Den Nussknacker zum Beispiel mit den Piccoloflöten.
Der Pearl macht es große Freude, diesen Piccolo- und Querflöten Dreidimensionalität einzuhauchen und ihnen eine wenn auch kleine „Luftsäule“ zu entlocken. Selbst ein Triangel scheint plötzlich so etwas wie einen Klangkörper, einen Resonanzkörper zu besitzen und viel mehr von sich geben zu können als nur „Kling-Kling“.
Wer sich immer schon gefragt hat, was denn wohl den hohen Preis einer teuren Geige ausmachen könnte, der muss sich jetzt einfach mal einen entsprechenden Titel anhören.Auf einmal glauben wir, die Oberfläche dieses teuren Instruments sehen zu können.Und im nächsten Schritt erläutert uns die Pearl Diamant dann auch, was es mit eben genau diesem Holz und diesem Lack auf sich hat und wie wichtig solche Dinge für den ganz besonderen Klang sind.
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Obertöne hören wir nicht – dafür liegen sie in einem viel zu hohen Bereich.
Fehlen sie aber, weil sie nicht wiedergegeben werden, klingt alles, was wir hören, leider nicht so, wie es in Wirklichkeit klingt.
Ein Sinuston kann nur künstlich erzeugt werden. Es gibt kein akustisches Instrument auf der Welt, was einen reinen Sinuston von sich gibt. Vielmehr besteht jeder Ton eines Instruments aus einem Akkord, einem Zusammenspiel mehrerer Töne mit unterschiedlichen Frequenzen. Frequenzen, die aus einer Hauptfrequenz bestehen und denen sich nach oben wiederholenden (Vielfache) Frequenzen. Das geht bis in den Gigaherzbereich hinein. Und je mehr ein Lautsprecher von den Obertönen erzeugen kann, umso natürlicher und authentischer wird ein Instrument dargestellt.
Sie dürfen aber die Wiedergabe von Obertönen nicht mit der Wiedergabe eines Sinustons verwechseln. Es mag ja sein, dass ein Chassis-Hersteller die physikalische Grenze seines Hochtöners mit 20 oder 30 kHz angibt. Und vielleicht erscheint es Ihnen auch unsinnig, wenn diese Grenze bei einem Diamant-Hochtöner noch höher liegt, wo wir doch selbst im besten Alter Frequenzen von höchstens 20.000 Hz wahrnehmen können.
Aber das alles hat nichts mit der Wiedergabe von Obertönen zu tun, die für sich alleine ja gar nicht da wären, da sie sich eben auf die eigentliche Hauptfrequenz stützen. Selbst Obertöne im Bereich von 200.000 oder 300.000 Hz sind wahrnehmbar. Nur nicht für sich alleine.
Hören Sie sich einfach noch einmal einen Titel an, von dem Sie glauben, Sie würden ihn ganz genau kennen.Und dann hören Sie sich diesen Titel noch einmal über die Progressive Audio Pearl Diamant an.Es könnte gut möglich sein, dass sie hinterher sagen:
„Heute hat das Orchester mal die Übungs-Instrumente zuhause gelassen und mit den „Guten“ gespielt. Meine Güte, was klingt das damit besser!“
Körperwelten
Aber ein Hochtonbereich in dieser Güte führt noch zu einer weiteren Besonderheit.Er teilt Ihnen nicht etwa nur mit, an welcher Stelle (rechts-links, oben-unten, vorne-hinten) ein Instrument gespielt wird, sondern er vermittelt Ihnen auch die Größe des Instruments und wie es gehalten wurde.
Hören wir zum Beispiel einen ganz einfachen Guiro (Ratschgurke), dann erfahren wir nicht nur, wo sich das Instrument bei der Aufnahme befunden hat, sondern auch, ob der Musiker den Guiro „von oben nach unten“ gehalten und gespielt hat, oder ob er mehr auf seinem Unterarm lag und er ihn von vorne nach hinten gestrichen hat.
Und was ist jetzt mit Bass?
Kein anderes Kriterium entscheidet so stark darüber, ob wir einen Lautsprecher für gut befinden, wie sein Bassverhalten.Was er auch in anderen Bereichen veranstalten mag, wenn er uns nicht wenigstens ab und zu mal mit einem fülligen Bass verwöhnt, dann bleibt unsere Geldbörse geschlossen.
Erfahrene HiFi-Betreiber mögen sich ja längst von den übertriebenen Bass-Giganten getrennt haben, die einen doch nur dazu zwingen, bassschluckende Schallelemente einzusetzen, um ihn wenigstens einigermaßen in einen erträglichen Rahmen zu zwingen. Aber wenn in einem Titel Bass vorhanden ist, dann wollen wir ihn auch wahrnehmen können.Was uns dann entweder wieder zum nächsten Bass-Giganten führt oder zu der Erkenntnis, dass wir leider auf einen ordentlichen Tieftonbereich verzichten müssen.
Mit diesem Widerspruch räumt die Pearl komplett auf.
Was wiederum an ihrem Diamant-Hochtöner liegt!!Glauben Sie nicht?Verstehen Sie nicht?Ist aber so!
Lassen Sie mich ihnen schildern, was hier passiert:
Hören Sie sich ein Stück mit Timpani an. Ein Timpano ist die dicke Trommel, die in keinem Orchester fehlen darf. Und jetzt starten wir „Also sprach Zarathustra“, ein Klassik-Titel, den auch die kennen, die keine Klassik mögen.Auf ein Crescendo mit Fortissimo folgen diese berühmten Schläge auf die Timpani.
Bamm-Bomm, Bamm-Bomm … kennen wir alle.
Und jetzt hören Sie mal ganz genau hin.Was, außer diesem Bamm-Bomm, Bamm-Bomm, hören Sie von den Timpani?Sie fragen sich, was Sie denn noch mehr hören sollten?Da kommen wir gleich zu.Denn jetzt hören Sie sich das selbe Stück mit der Pearl Diamant an.
Ich kann Ihnen versichern, dass Sie jetzt deutlich mehr Informationen darüber erhalten werden, was dieser Musiker da tut und um was für Trommeln es sich handelt.
Sie hören, dass er nicht auf die Mitte der Felle schlägt, sondern mehr zum Rand hin. Sie hören, wie das Fell schwingt und wie es ausschwingt. Sie hören, dass sich der Ton nach innen in den Resonanzkörper der Trommel fortsetzt und seinerseits das Fell von innen heraus zum Nachschwingen anregt. Sie hören, dass sich der Ton aber auch nach oben frei in den Raum hinein ausdehnt. Bei jedem Schlag hören Sie nicht nur Holz, sondern Sie hören auch einen Metallanteil, der vom Stimmring stammt.
Fast glauben Sie sehen zu können, dass es sich um rotes Mahagoniholz handelt, aus dem die Timpani gearbeitet wurden. Aber es kann auch sein, dass Sie das nur annehmen, weil die meisten Timpani, die Sie bisher gesehen haben, aus rotem Mahagoniholz waren und Sie gerade durch den authentischen Klang daran erinnert werden.
Und wenn Sie dann auf einmal merken, dass Sie diese beiden Timpani so noch nie über Lautsprecher gehört haben, sondern dass Sie bisher eigentlich immer nur Timpani so gehört haben, wie ein Lautsprecher sie eben mit seinen Membranen wiedergeben kann, dann sind Sie schon ganz genau da, wo ich auch bin. Nämlich bei der Überzeugung, dass Sie das noch nie so „echt“ gehört haben wie mit der Pearl Diamant.
Und die Ursache liegt nicht allein darin, dass dieser Keramik-Tieftöner so artefaktfrei aufzuspielen weiß, sondern vor allem darin, dass der Diamant-Hochtöner mit seinen Obertönen selbst den tiefsten Tönen ihre ureigenen Klangfarben verleiht.Für solch eine Meisterleistung braucht es ein Meister-Chassis und ein kunstvolles Händchen. … Öhrchen. 🙂
Das angenehmste an der Pearl jedoch ist, dass sie zwar jedem Bass folgt – und wenn er noch so rollt oder explodiert. Aber niemals in einer Art, die uns sagen lassen würde: „Der Bass von diesem Lautsprecher klingt toll!“. Niemals!Denn wir hören bei der Pearl „den Bass von diesem Lautsprecher“ – nicht!Die Pearl serviert uns einen Bass so, wie der Musiker ihn erzeugt hat. Rollend, pulsierend, trocken, untermalend, stützend, treibend, fetzig, explodierend …Aber immer hören wir das Instrument und niemals hören wir „den Lautsprecher“.
Warum ich das hier so ausführlich schreibe?
Ganz einfach, weil gerade der Bassbereich so unendlich kritisch und schwierig ist.
Einerseits weiß jeder Hersteller, dass man teure Lautsprecher nur dann verkauft bekommt, wenn die denn laut genug spielen und genug Bass erzeugen.
Andererseits weiß jeder, der sich schon einmal teure Lautsprecher zuhause angehört hat, dass er sich damit monatelange Optimierungsaufgaben ins Haus holt, bei denen es die ganze Zeit hauptsächlich darum geht, den viel zu fetten Bass in den Griff zu bekommen. Also den Bass zu vernichten, den der Lautsprecher zu viel macht und für den wir ja eigentlich sehr viel Geld bezahlt haben. Jetzt aber merken wir Tag für Tag, dass unser Raum diese Menge Bass nicht verkraften kann. Und das Schlimme ist, dass das Problem um so größer wird, je lauter wir Musik hören.Aber gerade dann sollte doch ein teurer Lautsprecher am meisten Spaß machen, oder nicht?
Doch wie laut muss denn ein guter Lautsprecher überhaupt spielen können, um ein “guter” Lautsprecher sein zu dürfen?Muss ein Lautsprecher bei uns zuhause eine Chance haben, sich bei einem „dB Drag Racing“ gegen die Konkurrenz mit 179,5 dB Schalldruck (Rekord) behaupten zu können?
Aber wie laut ist eigentlich “gut”?
Bands rund um den Globus kämpfen um den Titel „Lautestes Rock-Konzert der Welt“ und so weit ich weiß, wird der Rekord mit 139 dB immer noch von „Manowar“ gehalten. P.S.: Die Schmerzgrenze des menschlichen Ohres liegt bei 120 dB.Sagen wir mal so: Des gesunden menschlichen Ohres. 🙂
Wer so etwas zuhause nachstellen will, der sollte sich ganz sicher nicht im HiFi-Bereich nach passendem Equipment umschauen sondern sich eher bei Veranstaltungstechnikern Rat einholen.Von so etwas ist die Pearl weit weit weg. Gott sei Dank.Und ob ein Wacken-Fan also mit der Darbietung der Pearl zuhause rundum glücklich wäre, vermag ich nicht zu beurteilen.Da stoßen einfach unterschiedliche Ansichten aufeinander, die nicht zusammenpassen, weil sie nicht zusammen gehören.Solange Ihnen aber Lautstärken ausreichen, die Ihnen nicht das Trommelfell zerreißen oder unweigerlich zu Hörschäden führen, werden Sie mit dem maximalen Pegel einer Pearl sehr glücklich werden, das kann ich Ihnen versprechen.
Und was ist mit leise?
Genau so interessant dürfte es da für viele sein, wie leise wir mit einer Progressive Audio Pearl denn spielen können, damit es immer noch Spaß macht.Wobei natürlich jeder Techniker hier einlenken wird, dass diese Antwort ja eigentlich vom Verstärker geliefert werden muss.Wenn dem im leisen Bereich „der Saft ausgeht“, kann der Lautsprecher da auch nichts mehr retten.Dennoch –es geht mir vor allem darum, dass die Pearl mit einem geeigneten Verstärker, wie z.B. dem A901 aus gleichem Stall auch dann noch unglaublich viel Spaß machen kann, wenn wir wirklich nur sehr leise hören.
Die Kinder schlafen, die Nachbarn sind empfindlich – es gibt etliche Situationen, in denen wir Rücksicht nehmen müssen. Und in diesen Momenten schlägt die Stunde der Pearl.Mit geradezu erstaunlichem Ergebnis. Auch sehr sehr leise.
Fazit:
Wenn Sie diesen Bericht bis hierher gelesen haben, durften Sie feststellen, dass ich aus meiner positiven Meinung über die Progressive Audio Pearl keine Mördergrube gemacht habe.Der Grund dafür liegt schlicht und ergreifend darin, dass mich dieser Lautsprecher auch nach der langen Zeit der Händlerschaft von 40 Jahren in Staunen versetzt. Und ich behaupten möchte, dass ich es noch nie besser gehört habe. Und das meine ich vollkommen unabhängig vom Preis.
Wer darauf Wert legt, die Musik, jede Stimme und jedes Instrument so zu hören, wie sich das alles in Wirklichkeit zugetragen hat und sich nicht damit zufrieden gibt, dass Töne „irgendwo“ zu hören sind, sondern exakt dreidimensional dort abgebildet werden, wo sie auch bei der Aufnahme entstanden sind und nun scheinbar mit den Boxen überhaupt nichts mehr zu tun haben, der weiß, dass seine Klangansprüche “verdammt hoch sind”. Das dürfen und müssen sie auch sein. Sofern man sich dazu entschließt, sich einen Lautsprecher im Preisbereich einer Progressive Audio Pearl Diamant zuzulegen.
Eine Bitte zum Schluss:
Vielleicht glauben Sie von all dem, was ich hier geschrieben habe, kein Wort. Vielleicht deshalb nicht, weil Sie noch nie einen Lautsprecher gehört haben, der das alles wirklich so wiedergeben konnte, wie ich das hier mit blumigen Worte beschrieben habe.Aber bevor Sie diesen Bericht als reine “Werbung” abtun und sich deshalb wieder mit einer Box zufrieden geben, von der Sie von vornherein wissen, dass sie das alles nicht kann, sollten Sie sich die Progressive Audio Pearl Diamant wenigstens einmal anhören. Versuch macht klug!Und vielleicht habe ich ja doch nicht alles frei erfunden. 😉
Progressive Audio Pearl
Aktiv oder passiv?
Mein Herz schlägt ganz klar für die aktive Version.Dennoch weiß ich, dass viele praktische Gründe gegen sie sprechen können.
Um Ihnen aber die Chance zu geben, Ihren Verstärker an meiner Pearl hören zu können, habe ich mich für die passive Ausführung entschieden.
Sollten Sie gerade auf der Suche nach Ihrem „letzten“ Lautsprecher und dem dazu passenden Verstärker sein, kann ich Ihnen nur zur aktiven Pearl raten. Sie klingt einfach noch einen Tacken überzeugender als die passive Version. Auch wenn man das beim Hören der passiven Pearl für unmöglich hält.
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11. Februar 2023ProduktberichteIdeon Ayazi MK 2 Digital-Analog-Wandler (DAC)
In meinem Bericht über den IDEON Ayazi MK 2 Digital-Analog-Wandler (DAC) schreibe ich über einen Digital-Analog-Wandler, für den ich glatt die Empfehlung „Best Buy mit audiophilem Ausrufezeichen“ einführen musste.
Sein Preis: 3.300,- €. Und genau das ist mehr als nur eine kleine Sensation.
Wer suchet der findet,
so steht es schon in der Bibel.
Wie ich zum Ideon Ayazi gefunden habe.
In den letzten Monaten hatten sich zum Thema Digital-Analog-Wandler (DAC) in meinem Studio erstaunliche Dinge zugetragen.
Aber mit Preisen ab 6.000,- € aufwärts stößt man nicht bei jedem Kunden auf offene Ohren.
Und sich hin zu stellen und zu sagen: „Für weniger Geld bekommt man eben nur Mist!“ – das konnte es ja nicht sein. Das stimmt so ja auch nicht.
Mein Anspruch – mein ganz persönliches Problem:
Höre ich eine Komponente, die vielleicht in ihrer Preisklasse Testsieger werden könnte, die mich aber dennoch nicht überzeugt, dann mag ich sie einfach nicht.
Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber wenn die Beschreibung darauf zielt, dass man sagen will: „Das Ding taugt nichts, aber etwas besseres zu diesem Preis gibt es eben nicht!“, dann ist dieses Produkt für mich einfach überflüssig und erhöht nur unsere Müllberge.
Und ich kaufe sie dann auch nicht ein.
Kunden würden meinen inneren Zwist sofort bemerken. Durch meine Redseligkeit lesen sie in mir wie in einem offenen Buch. Und solche Geräte werde ich nie wieder los – selbst dann nicht, wenn sie anderswo ganz hervorragend umgesetzt werden.
Also ging meine Suche weiter.
Und leider musste ich bisher die Anfragen meiner Kunden im Preisbereich zwischen 1.000,- € und 4.000,- € oft mit einem Achselzucken beantworten.
Gegen den Strom schwimmen?
„Wenn Du Dich traust, gegen den Mainstream zu schwimmen, dann hätten wir da was richtig Feines für Dich. Kommt aus Griechenland.“ hieß es von einem meiner Zulieferer.
„Boh nee! Nicht schon wieder so ein Teil, was keiner kennt und wo man sich den Mund fusselig reden muss, aber am Ende will es dann doch wieder niemand hören. Und schon gar nicht kaufen.
Und dann noch aus Griechenland! Können die noch was anderes als Gyros und Zaziki?“.
Zugegeben – das war gemein und nicht angebracht.
Aber ich denke, Sie können durchaus nachvollziehen, wieso ich bei dieser Information nicht gleich vor lauter Glück Luftsprünge machen wollte, oder?
* Griechenland – kennen Sie gescheite Produkte, die aus Griechenland kommen?
* IDEON – nie gehört.
* Ayazi – kann sich doch keiner merken.
Nein – da lassen wir mal schön die Finger davon.
Dann aber bekam ich Besuch und der hielt mir auf einmal diesen Ayazi entgegen.
Als ich dieses schmale Kästchen mit einer Hand annehmen wollte, zog man es zurück.
„Nimm zwei Hände!“ hörte ich.
Ich nahm zwei Hände und verstand diese Aufforderung, als ich die Komponente in den Händen hielt.
7,2 kg bringt dieses Kästchen auf die Waage. Das ist nichts, was man nicht tragen könnte, aber was angesichts der Gehäusegröße doch schon sehr überraschte.
Den Ayazi ziert eine schlichte Front mit zwei einsamen Kippschaltern. Hinten stoße ich auf funktionalen Purismus.
Kein Toslink, kein AES/EBU – nur USB und SP-DIF/RCA als Eingänge.
Ausgangsseitig – die selbe konsequente Vorgehensweise:
Kein XLR – nur zwei Cinch-Buchsen.
Ich stehe jetzt zwar nicht auf diese Surroundsoundreceiver-Boliden mit über 200 Eingangsbuchsen auf der Rückseite, aber XLR-Anschlüsse hätte ich eigentlich doch schon gerne gehabt.
Aber sagen wir es mal so – wenn der Hersteller denn an der Ausstattung gespart hat, statt an den klangrelevanten Bauteilen, dann sollte mir das am Ende recht sein.
Und außerdem hatte ich ja noch lange nicht den Entschluss gefasst das Teil einzukaufen.
Im Moment erkannte ich auch noch keine Argumente dafür, meine abwehrende Haltung aufgeben zu müssen.
Ich holte also die passenden Kabel und nahm den Ideon Ayazi MK 2 in Betrieb.
Testbeginn
Und eigentlich müsste ich meinen Bericht jetzt hier erst starten.
Alles, was ich bisher an Gedanken zu Ideon und zum Ayazi niedergeschrieben habe, erwies sich im Nachhinein als Ignoranz, Arroganz und war erfüllt von Vorurteilen, die man immer gerne den anderen vorwirft und von denen man sich selber natürlich frei spricht.
Asche auf mein Haupt und eine dicke Entschuldigung in Richtung Griechenland!!!
Ein Blick auf die Internetseite von Ideon Audio (https://ideonaudio.com/ ) zeigt uns schnell, dass diese Firma schon Digital-Analog-Wandler konstruiert hat, als wir noch mit RG58 glaubten, wir hätten das audiophilste Kabel der Welt entdeckt.
Dass wir hier in Deutschland von diesem Hersteller bisher nicht viel gehört haben, könnte man jetzt der Presse vorwerfen. Aber eine Presse spiegelt nur ihre Leserschaft wider und damit liegt der schwarze Peter dann doch wohl wieder bei uns selber.
Ein Blick auf die Preisliste lässt dann auch unseren Mund ein Weilchen offen stehen.
Ein DAC für 41.200,- €, ein Re-Clocker für 18.900,- €?
Mein lieber Scholli!
Aber neben dem Ayazi für vergleichbar „lächerliche“ 3.700,- € steht da auch noch ein Re-Clocker für 360,- € auf der Preisliste. Und zwischen diesen beiden preislichen „Eckpfeilern“ gibt es noch einige weitere interessante Komponenten. Wie kann so etwas zusammenpassen?
Man kennt es ja, dass ein Hersteller eigentlich im unteren oder mittleren Preisbereich zuhause ist, dann aber auch ein utopisch teures Teil im Programm hat, mit dem er den Kunden zeigen will, dass er so etwas auch „drauf hat“.
… drauf hätte, wenn es denn jemand bestellen würde. 🙂
Hier bei Ideon scheint es aber eher umgekehrt zu sein.
Ideon ist doch mehr „da ganz oben“ zuhause und will uns anscheinend mit dem Ayazi zeigen, dass man das „da unten“ auch „drauf hat“. Oder ist das nur mein Eindruck? Ich will es herausfinden.
Der Hörtest
Die ersten Töne erklingen – und irgendwie „trifft mich fast der Schlag“.
Anders kann ich es nicht ausdrücken.
Dieser Schock ist deshalb da, weil ich sofort über folgendes nachdenken muss:
Wenn dies hier „richtig“ klingt, dann klingt alles andere, was ich bisher gehört habe „falsch“. Gleichzeitig aber klingt es hier überhaupt nicht anders als sonst.
Verstehen Sie nicht?
Ich so auch nicht.
Ich versuche es zu erklären.
Es ist doch so:
Seit 1985 führe ich in meinem HiFi-Studio feine und teure Komponenten. Ich kenne die Situation, wenn etwas besser klingt, genau so, wie wenn etwas schlechter klingt.
Ich kenne auch die Situation, wenn etwas einfach nur anders klingt, also mit anderen Worten: einen Sound erzeugt, den man vielleicht eine kurze Zeit ganz toll findet. Der einem aber ziemlich schnell wieder „auf den Keks geht“. Einfach deshalb, weil sich dieser Sound über alles legt und sich auch durch eine andere Verkabelung nicht beseitigen lässt.
Bei diesem Ayazi weiß ich im Moment einfach nicht, was da klanglich genau passiert.
Ich höre Nils Lofgren (war klar, oder?) auf seiner Gitarre spielen und seine Gitarre klingt, wie sie klingen muss. Trotzdem hat sie heute etwas Besonderes. Da ist so ein Klang im Klang, der mich unweigerlich lächeln lässt.
Mussten Sie schon mal bei “Keith don´t go” lächeln? Nach nur fünf Tönen?
Und auf einmal hat Nils Lofgren in seinem Gesang so etwas von Reinhard Mey.
Wissen Sie was ich meine?
Reinhard Mey hat in manchen Liedern wie „Über den Wolken“ so etwas Lyrisches, Poetisches, Melancholisches in seinem Gesang. So etwas Sehnsucht behaftetes. Er sehnt sich nach etwas, ist aber gleichzeitig glücklich mit dem was ist. Melancholie, Hoffnung, Besinnung und eine tiefe Zufriedenheit gleichzeitig, in der man Sehnsucht genießt statt wegen ihr zu leiden.
Solche Lieder hört man nicht, man fühlt sie, man durchlebt sie.
Nils Lofgren hat nichts davon.
Nils Lofgren hatte bisher nichts davon.
Heute muss ich darüber nachdenken.
Dieser Song ist eine Bitte von Nils Lofgren an seinen Haupt-Inspirator Keith Richard, mit den Drogen aufzuhören und sich nicht zu Tode zu fixen.
Natürlich hat das was Dramatisches, Poetisches, aber eben nur im Text, im Sinn – doch Nils Lofgren singt es nicht so.
Als wolle er seinen Schmerz, seine Traurigkeit und seine Hoffnung zwar einerseits der Welt mitteilen, aber andererseits auch nicht so „gefühlsduselig“ daherkommen. Ein Gegensatz also.
Der Ayazi aber entlarvt Lofgrens wahre Seele. Lofgrens weichen Kern.
… oder schönt der Ayazi einfach nur?
Ich habe schon einige Wandler gehört, denen man zu Recht nachsagen konnte, die Absicht zu haben, die Musik besonders „schön“ spielen zu wollen.
Je teurer sie wurden, umso mehr mussten sie anscheinend die Musik „schönen“.
Mit dieser „Lenor-Kategorie“ hat das hier gerade nichts zu tun – überhaupt nichts.
Ein Sound hat in der Regel die Eigenart, sich auf der einen Seite etwas zu gönnen, auf der anderen Seite aber dafür etwas hergeben zu müssen.
Was besonders „schön“ klingt – lässt oft Dynamik und Schnelligkeit vermissen.
Was auffallend „analytisch“ klingt, dem fehlt es meistens an Harmonie.
Es sind diese beiden Schubladen, von denen wir immer wieder reden.
Die Komponenten, die es schaffen, in beiden Schubladen gleichzeitig zu leben, das sind die, die eben leider ein etwas höheres „Honorar“ einfordern als andere. So, als wäre das eben für weniger Geld nicht machbar.
Von dieser These ist hier nichts zu spüren.
Ich höre mir „Wild Streak“ von John Campbell an. Nach etwa 30 Sekunden spielt der Schlagzeuger ein „Rimshot“ – er knallt also den Schlegel auf Fell und Rand der Snare gleichzeitig und erzeugt damit ein schussähnliches Knallgeräusch.
Das kommt hier überzeugend echt und es fehlt nichts an Schnelligkeit, Dynamik, Druck und Härte.
Ich höre mir „Sixteen Tons“ von Geoff Castelucci (Bass) an. Diese Stimme trägt ja an sich schon eine Menge Beeindruckendes in sich. Umso mehr ärgere ich mich immer wieder darüber, wenn Komponenten diese Stimme nicht mit ihrem ganzen Volumen reproduzieren oder sie dick und fett aufquellen lassen.
Die Kunst, die Castelucci vortrefflich beherrscht, liegt ja darin, in einer Stimmlage zu singen, die die meisten Menschen gar nicht erreichen. Das aber mit einer Leichtigkeit, einem Timing und einem Swing, den wir eben sonst nur aus höheren Stimmlagen gewohnt sind.
Castelucci brummelt nicht herum, sondern singt klar und sauber – so muss es auch klingen.
Mit dem Ayazi kommt das so überzeugend herüber, dass man sich irgendwann fragt, wie viel er eigentlich von seinem großen Bruder für über 40.000,- € geerbt hat – und die Antwort kann nur lauten: „Sicherlich eine Menge!“.
Was da für den Aufpreis noch passieren soll, das kann man sich im Umkehrschluss beim besten Willen nicht vorstellen. Werde ich mir aber bestimmt noch anhören.
Hätten wir es hier mit einem DAC in der 8.000,- € bis 10.000,- €-Klasse zu tun, müsste ich ihn jetzt mit anderen Wandlern vergleichen.
Ich höre hier aber gerade einen DAC für 3.700,- €!
… und das kann ich immer noch kaum glauben.
Die Innereien sind laut Datenblatt nichts, was man in dieser Preisklasse nicht erwarten dürfte.
Aber der Ayazi beweist uns mal wieder, dass es bei einem wertvollen Gemälde nicht etwa die aufgetragene Farbe ist, die so teuer war.
Ein wenig Talent und Können vom Maler trägt wohl auch dazu bei. 🙂
Eine Ursache für das souveräne Schauspiel muss man aber wohl nicht lange suchen.
Diese 7,2 kg kommen ja nicht von ungefähr. Hier kann man davon ausgehen, dass im Ayazi ein richtig fetter Trafo von einem Linearnetzteil werkelt und uns beweist, dass Ideon verstanden hat, wie wichtig ein sauberer und stabiler Strom selbst bei Geräten ist, die scheinbar kaum etwas davon verbrauchen.
So etwas macht mir großen Spaß.
Logisch – dass wir die Klangqualität des Ayazi so auch mit der Wahl des Stromkabels entscheidend beeinflussen können. Seien Sie sich also bitte bewusst, dass der Ayazi ein außergewöhnlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis besitzt und gönnen Sie ihm deshalb von vornherein ein gutes Stromkabel.
Zweiter Hörtest nach 4 Tagen am Netz.
Zunächst muss ich feststellen, dass sich das Klangbild nicht so stark verändert, wie ich es von anderen Geräten gewohnt bin. Natürlich „reift“ es ein wenig, aber der Ayazi klingt auch “frisch” und “kalt” schon hervorragend.
Den zweiten Hörtest kann ich daher ziemlich einfach zusammenfassen:
Manchmal startet man seine Playlist, hört in jeden Titel ein paar Sekunden hinein und zappt dann zufrieden weiter. Zufrieden deshalb, weil alles gut und richtig geklungen hat. Was will man mehr!?
Mit dem Ayazi fällt es mir jedoch schwer, einen Titel zu verlassen, nur um mir einen anderen anzuhören. Der Ayazi hält mich in der Musik – im Titel.
Ich höre mir jedes Stück länger an als sonst und manche sogar bis zum Ende.
Und wenn ich mich noch so bemühe, klangliche Fehler, Schönfärbereien, Soundelemente oder was auch immer zu finden, was ich diesem Wandler vorwerfen könnte, ich finde nichts davon.
Die Raumabbildung, die Fokussierbarkeit, die Detailverliebtheit, das Timing … was man auch auf die Waagschale legen will – der Ayazi gibt sich keine Blöße.
Fazit:
Der Ideon Ayazi MK 2 versteht es in unglaublicher Art und Weise, uns aus jedem Musikstück das offen zu legen, was man gar nicht hören kann – weil man es nämlich fühlen muss.
Dabei bedient er sich keineswegs der Methode, einen besonders schönen, aber immer gleichen Klang über die Titel zu legen wie ein Bäcker es mit Fondant auf einer Torte tut.
Der Ideon Ayazi MK 2 offenbart uns selbst wechselnde Emotionen und zelebriert jeden Musiktitel in seiner Gänze, mit seinen Klängen und seinen Gefühlen. Er leistet sich dabei keinerlei sachlich-fachlich zu bewertende Klang-Mängel.
Das alles kenne ich – kenne ich gut – aber ganz sicher nicht zu diesem Verkaufspreis.
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22. Juli 2022Produktberichte / StreamingMUTEC MC3+USB und REF10 SE120 – weltweit führende Digitaltechnik – Made in Germany
In meinem Bericht „MUTEC MC3+USB und REF10 SE120 – weltweit führende Digitaltechnik – Made in Germany“ geht es heute um digitale Zusatzgeräte einer Berliner Manufaktur, die sich in der Profi-Welt schon seit Jahrzehnten einen hervorragenden Namen gemacht hat.
MUTEC schreibt zum MC3+USB:
Im Jahr 2013 erschien mit dem MC3+ das erste extern synchronisierbare Gerät der MC3-Linie. Dessen von MUTEC entwickelte 1G-Clock-Technologie setzte branchenweit neue Maßstäbe bei der Performance von „Low-Jitter“-Taktgebern und ermöglichte erstmals auch das sogenannte Audio-Re-Clocking, also das Neu-Takten digitaler Audiosignale.
Dieses war die entscheidende Funktionalität, durch welche der MC3+ nicht mehr nur im Studio Verwendung fand, sondern auch das Interesse der audiophilen Hörerschaft hervorrief.
2016 folgte die um einen USB-Zugang erweiterte und zusätzlich verbesserte Version MC3+USB. Mit diesem Gerät, welches die Klangqualität eines computerbasierten Musikwiedergabe-Systems (PC, Streamer, CD-Transport …) auf signifikante Art und Weise steigerte, gelang MUTEC der finale Einstieg in den weltweiten HiFi-Markt.
Ferner war (und ist) die generell bodenständige Preisgestaltung von MUTEC-Produkten gegenüber den im High-End-Segment üblichen Dimensionen ein relevanter Faktor für den Erfolg bei den engagierten Musikliebhabern.
MUTEC schreibt zum REF10 SE120:
Referenz der Referenztaktgeber
Der REF10 SE120 ist ein Referenztaktgeber, der den Begriff „Referenz“ in zweierlei Hinsicht mit Bedeutung füllt. Erstens aufgrund seiner Funktion: Er generiert einen optimierten zentralen Takt, auf den sich alle folgenden Geräte in der digitalen Audio‑Kette beziehen. Zweitens wegen seiner Qualität: Als Top‑Produkt von MUTEC setzt der REF10 SE120 einen neuen Standard in dieser Geräteklasse. Entscheidende technische Werte im Bereich von Phasenrauschen und Jitter stellen neue Bestmarken auf.
Was heißt das jetzt für uns HiFi-Freaks?
Wir verstehen, dass MUTEC Profi-Equipment für Profis wie z.B. Tonstudios fertigt und dass sie da „ziemlich gut“ – offensichtlich sogar weltweit führend – sind.
Auch haben wir erfahren, dass MUTEC nicht mit üblichen HiFi-Gewinnspannen arbeitet, was dieses Profi-Equipment auch für einen privaten Musikliebhaber interessant machen soll.
Nun, letzteres kann ich zumindest für den MC3+USB (1.299,- €) auch schon vor den ersten Hörtests bestätigen, denn die vergleichbaren Re-Clocker der Mitbewerber aus der HiFi-Szene liegen preislich allesamt deutlich über der MUTEC-Komponente.
Der REF10 SE120 ist da aber bei einem Preis von rund 6.000,- € ganz sicher kein „Schnäppchen“ mehr.
Er nimmt allerdings auch eine gewisse Alleinstellung ein.
Eine ähnlich hochwertige Clock, verbunden mit der hohen Flexibilität (50 Ohm- und 75 OHM-Anschlüsse) muss man erst mal finden. Und wenn wir in der Historie der Master-Clocks ein wenig zurückgehen, treffen wir da auch noch auf ganz andere Preiskategorien.
Am Ende werden Sie sich aber vermutlich immer noch fragen, ob – und wenn ja, wofür Sie diese beiden Geräte überhaupt benötigen. Und dieser Frage will ich in meinem heutigen Bericht etwas ausführlicher nachgehen.
Hinweis:
Dieser Bericht richtet sich nicht (!) an Fachleute oder technisch versierte Personen. Ich versuche hier, ein sehr kompliziertes Thema so einfach wie möglich darzustellen.
Null-Eins-Null-Eins …
Beide MUTEC-Geräte benötigen wir ausschließlich in der digitalen Welt.
Ein „Analogi“ kann mit ihnen nichts anfangen.
Richtig effektiv werden die MUTEC-Komponenten immer dann, wenn mehrere digitale Geräte miteinander kommunizieren. So, wie das natürlich in Tonstudios üblich ist.
In unserem HiFi-Hörzimmer kommen da in Frage:
CD-Transports
Streaming-Komponenten
Netzwerkplayer
Computer
Digital-Analog-Wandler
Analog-Digital-Wandler
Upsampler
Formatumwandler
Re-Clocker
Switches
Digitale Aufnahmegeräte
Aber wie profitieren diese Teile nun von einer MUTEC-Unterstützung? Brauche ich entweder den REF10 SE120 oder den MC3+USB oder brauche ich sie beide?
Lassen Sie mich zunächst einmal beschreiben, worum es hier eigentlich geht:
Die Clock
Das erste wichtige Stichwort lautet „CLOCK“ – zu übersetzen mit: Taktgeber.
Jedes Gerät und jede Baugruppe, die digitale Musiksignale zu verarbeiten haben, besitzen eine Clock und sind auf diese angewiesen.
„Der Takt macht die Musik“
… so sagt es eine alte, einfache Weisheit.
Doch ganz so einfach wie man sich die Sache vorstellt, ist das mit dem Takt gar nicht. Weder beim Musizieren, noch bei der digitalen Musik-Aufzeichnung.
Die Rolle des Takts in der Musik
Punkt 1: Der richtige (!) Takt (die Zählweise)
In der Musik kennen wir eine Menge unterschiedlicher Takte. Im europäischen Raum sind das vor allem der Drei-Viertel-Takt (Walzer) und der Vier-Viertel-Takt (z.B. Foxtrott).
Punkt 2: Die Geschwindigkeit – Beats per Minute (BPM)
Man kann jeden Takt schneller oder langsamer spielen. (wie beim Wiener Walzer oder Langsamen Walzer)
Punkt 3: Den Takt halten!
Ein Musiker sollte den gewählten Takt halten können, also nicht im gleichen Stück mal schneller und mal langsamer werden.
Punkt 4: Gemeinsam im Takt spielen
Immer dann, wenn mehrere Musiker gemeinsam Musik machen, kommt es nicht nur darauf an, dass sie den selben Takt (also z.B. einen Drei-Viertel-Takt) spielen, sondern auch darauf, dass sie ihn im Gleichtakt spielen. Um dies zu erreichen, richten sich kleinere Gruppen oft nach dem taktsichersten Musiker und größere Orchester benötigen einen Dirigenten.
Was bedeuten diese Erkenntnisse aus der Musikwelt für die digital aufgezeichnete Musik?
Vom analogen zum digitalen Signal
Um dies zu beantworten, müssen wir uns zunächst einmal vor Augen führen, wie ein analoges Musiksignal digitalisiert wird.
Schauen wir uns hierzu eine (ganz einfache) analoge Signalkurve an:
Im Vergleich dazu jetzt die Digitalisierung am Beispiel der CD-Auflösung:
Das Format einer CD liegt bei 16 Bit und 44.1 kHz, was bedeutet:
44.100 Mal pro Sekunde wird die analoge Signalkurve bei der Umwandlung in ein digitales Signal abgetastet.
44.100 Mal pro Sekunde (das ist die Zeitachse) wird also „nachgesehen“, an welcher Stelle (wie hoch/tief) die Kurve steht.
Um die Höhe (Dynamiktiefe) exakt zu bestimmen, arbeitet das CD-Format pro gelesener Information (Sample) mit einer Reihe aus 16 Nullen und Einsen, aus denen sich (rechnerisch!) 65.536 (= 2 hoch 16) verschieden hohe Pegelzustände ableiten lassen.
Beim High-Resolution-Audio-Format (24Bit bei 96 kHz) wird also sogar 96.000 Mal pro Sekunde eine 24-stellige Reihe aus Nullen und Einsen geschrieben und gelesen. Das sind (wieder rechnerisch!) 16.777.216 (= 2 hoch 24) verschieden hohe Pegelzustände pro Sample.
Obwohl diese theoretischen Möglichkeiten aus technischen Gründen nicht ausgenutzt werden, haben wir es hier mit unvorstellbar vielen Informationen zu tun und man sollte annehmen, dass das mit einer extrem hohen Klang-Qualität einhergehen sollte.
Leider ist das aber beim CD-Format noch nicht so ganz der Fall gewesen, weshalb heute noch viele Musikliebhaber (selbst “Digitalos”) den CD-Klang als zu „künstlich“ empfinden.
Ist digital also immer noch schlechter als analog?
Aus den Erfahrungen mit der CD heraus den Schluss zu ziehen, dass das digitale Format grundsätzlich und damit für „immer und ewig“ dem analogen Format unterlegen bleiben würde, war und ist von Grund auf falsch.
Heute stimmt das so einfach nicht mehr.
Zwar haben peinliche Dinge wie die MP3-Einführung in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass es mit der digitalen Musik-Qualität schlechter statt besser wurde, aber diese unrühmlichen Zeiten sind vorbei und wirken sich heute auf den anspruchsvollen Musikmarkt mit seinem HRA-Streaming-Angebot zum Glück nicht mehr aus.
Parallele zur Fotografie
In der Fotografie lag die wichtige Schwelle, ab wann der Mensch ein digitales Foto nicht mehr als solches entlarven kann, bei etwa 12 MP (MegaPixel). Als diese Auflösung möglich wurde, war das menschliche Auge nicht mehr in der Lage, bei einem ausgedruckten Fotoformat von etwa 10×15 cm einen Unterschied zwischen einem analog und einem digital produzierten Bild auszumachen.
Im HiFi-Bereich haben sich die Tonmeister auf das „Schwellen-Format“ 24 Bit bei 96 kHz geeinigt. Denn bei diesem Format ist der Mensch nun auch nicht mehr in der Lage, digital von analog zu unterscheiden. Und anders als bei den Behauptungen des Fraunhofer-Instituts zur MP3-Datei, entsprechen diese Aussagen diesmal auch der Realität.
Eine solche digitale Kurve sieht im bildlichen Vergleich dann so aus:
Fazit:
Wir wissen nun, dass ein analoges Signal beim Digitalisieren 96.000 Mal pro Sekunde abgetastet und die Höhe der Signalkurve durch eine 24 Bit “Wortbreite” beschrieben wird. (HRA-Format)
Mit diesem Wissen können wir uns jetzt etwas genauer anschauen, was beim Lesen eines digitalen Signals von Bedeutung ist.
Der Takt im digitalen System
Beginnen wir wieder mit dem Thema Takt an sich
Genau wie bei einer Musikgruppe, bei der ja auch alle wissen sollten, ob sie jetzt einen Walzer oder einen Foxtrott spielen werden, muss eine Komponente wissen, ob sie 44.100 Mal/Sekunde die 16Bit-Samples auslesen muss oder 96.000 Mal die 24Bit-Samples.
(… oder ein anderes Format)
Nun – diese Aufgabe sollte schnell erledigt sein. Eine in der Datei eingebettete Info genügt hier.
Die Takt-Formate bei der digitalen Musikspeicherung
Im Audio-Bereich finden wir heute üblicherweise die beiden Frequenzreihen 44,1 kHz, 88,2 kHz, 176,4 kHz und 48 kHz, 96 kHz, und 192 kHz.
Wobei auffallen sollte, dass sich die beiden Frequenzen 44,1 kHz und 48 kHz parallel zueinander immer schrittweise verdoppeln. Leider passen die beiden Frequenz-Reihen mathematisch überhaupt nicht zusammen, was Digital-Analog-Wandlern Probleme bereitet und was daher bereits eine Ursache für ein nicht so tolles Klangbild sein kann.
Will man eine Audio-Datei aus der einen Frequenzreihe in eine Frequenz aus der anderen Reihe umwandeln, führt das unweigerlich zu Qualitäts-Verlusten, wie wir sie von minderwertigen DA-Wandlern kennen.
Bessere Wandler arbeiten deshalb mit zwei (!) optimierten Clock-Frequenzen und schalten je nach zugeführtem Format zwischen ihnen hin und her. Das ist dann manchmal dieses Klicken, was wir zwischen den Titeln hören können.
Kommen wir zu den Themen „Geschwindigkeit“ und „im Takt bleiben“.
Die Takt-Geschwindigkeit sollte uns theoretisch gar keine Sorgen machen können, ergibt sie sich ja logischerweise aus der verwendeten Frequenz. Schließlich reden wir hier z.B. von 96.000 Mal pro Sekunde – was man in der Musik wohl mit BPM (Beats per Minute) beschreiben würde.
Dass dieser Lese-Takt stabil bleiben muss, versteht sich von selbst, denn schon minimalste Abweichungen führen zum Daten-Chaos und das System liest den falschen Sample oder nur Unsinn!
Die kleinsten Zeitfehler, oft auch mit “Taktzittern” bezeichnet, nennt man “Jitter”. Dass auch sie die Klangqualität nicht gerade verbessern, dürfte einleuchten.
Jitter kann sich aber nicht nur beim Lesevorgang ergeben, sondern auch auf dem kompletten Signalweg. Ein schlechtes Kabel, eine minderwertige Buchse … und die Jitterwerte steigen an. Das kann sogar zu hörbaren Störungen oder zum Totalausfall des Signals führen.
Nun zum Thema „Gleichtakt“
Für einen einzelnen, taktsicheren Musiker ist dieses Problem nicht vorhanden und für eine einzelne, hochwertige digitale Komponente eben auch nicht.
Das ändert sich hier wie dort, wenn mehrere Musiker/Komponenten zusammen Musik machen sollen.
Genau in diesem Moment kommt es nämlich nicht nur darauf an, dass sie beide den gleichen Takt einhalten, sondern sie müssen ihn auch “synchron”, also im Gleichtakt einhalten. Das ist ein großer Unterschied!
Wir wollen: Eins-Zwei-Drei, Eins-Zwei-Drei … und zwar von allen Musikern!
und nicht Eins-Eins-Zwei-Zwei-Drei-Drei-Eins-Eins-Zwei-Zwei-Drei-Drei… 🙂
Damit das funktioniert, ernennt sich das digitale Quellgerät, z.B. der CD-Transport, zum “Master” und degradiert alle nachfolgenden Komponenten-Clocks zu “Slaves”.
Der CD-Transport wird also zum Dirigenten, dem alle Musiker (Clocks) zu folgen haben.
Lassen Sie sich nun aber bitte nicht dadurch verwirren, dass sich der CD-Transport zum “Master” ernennt. Deshalb wird er noch lange nicht (!!) zur “Master-Clock”! Dazu später mehr.
Master – Slave
Im technischen Bereich werden diese beiden Begriffe schon immer gerne genutzt. Man kann mit ihnen zum Ausdruck bringen, dass es das eine Gerät gibt, was etwas „zu sagen hat“ (Master) und andere, die auf das zu hören haben, was vom Master bestimmt wird. Das sind dann die Slaves.
Durch diese Methode können sich die Clocks digitaler Musik-Komponenten auch ohne eine Master-Clock synchronisieren, was eine zwingende Voraussetzung für die klanggetreue Musikwiedergabe darstellt.
Nach so viel Takt sollten wir uns jetzt vielleicht noch einmal einige weitere Punkte etwas genauer betrachten.
Sorry – aber ein wenig Theorie muss sein.
Was ist eigentlich eine Clock?
Die Clock ist ein Taktgeber. Für diesen Baustein greift man auf Schwing-Quarze zurück.
Diese Quarze gibt es in natürlicher und in künstlich hergestellter Form. Die Herstellung ist in beiden Fällen kompliziert und bei den angegebenen Schwingungsfrequenzen handelt es sich in der Regel um Circa-Werte, die im Nachhinein auch nicht mehr verändert werden können. Den HiFi-Entwicklern fällt daher die schwierige Aufgabe zu, sowohl Quarze zu selektieren, als auch durch eine entsprechende elektronische Regelung dafür zu sorgen, dass am Ende brauchbare Frequenzen vorhanden sind.
Mehr über Schwing-Quarze finden Sie im Netz, z.B. auch bei Wikipedia.
Bestimmt die Clock also die Qualität einer digitalen Komponente?
Da wir in Digital-Komponenten sowohl bei den Quarzen als auch bei den Regelungen auf unterschiedliche Qualitäten stoßen, kommt es in der Praxis tatsächlich zu unterschiedlichen Klang-Ergebnissen und damit eben auch zu Qualitätsunterschieden.
Manche Hersteller setzen bei den Quarzen extrem aufwändige Selektionsverfahren ein, die sich dann natürlich später im Preis der Komponente widerspiegeln.
Word-Clock
Dies ist kein elektronischer Baustein!
Mit Word-Clock bezeichnet man die Frequenz und die Wortbreite, mit der ein analoges Signal digitalisiert wurde. Also z.B. 44,1 kHz bei 16 Bit (CD-Format).
Ein Solitär (CD-Player, All-in-One-Streamer …) kann diese Informationen aus der digitalen Datei herauslesen und sich unabhängig von anderen Komponenten darauf einstellen.
Kommt es zu einer mehrteiligen Geräte-Kombination, übernimmt (wie wir bereits wissen) das Quellgerät (z.B. der CD-Transport) die Aufgabe eines Masters und sorgt nicht nur dafür, dass alle Clocks in den nachfolgenden Geräten die Information über den Takt (z.B. 44,1 kHz) erhalten, sondern auch dafür, dass sie mit seiner Clock im Gleichtakt schwingen.
Die Master-Clock
Die Master-Clock ist immer eine externe Komponente mit Anschlüssen für mehrere digitale Geräte.
Sie ist sozusagen der Dirigent, der allen Komponenten (Musikern) den korrekten Takt vorgibt.
Und genau wie in einem Orchester sorgt auch hier der Dirigent dafür, dass taktschwache Musiker oder in unserem Fall minderwertige Clocks die hohe Qualität der Master-Clock übernehmen und somit Präzisionsleistungen vollbringen, zu denen sie ohne die Master-Clock niemals in der Lage wären.
Hierdurch erklärt sich auch, dass selbst eine einzelne (!) Komponente, die wir an eine Master-Clock anschließen, sofort mit einem besseren Klangbild reagiert. Auch ein einzelner taktunsicherer Musiker würde ja von einem Dirigenten profitieren.
Welche Komponenten mit Clock-Anschluss finden wir eigentlich auf dem Markt?
Dank der zurzeit steigenden Nachfrage, die belegt, dass der Kunde gerne eine konsequente, professionelle Lösung einsetzen möchte, denken immer mehr Hersteller um und statten ihre Geräte mit einem Anschluss für eine Master-Clock aus.
Switches wie die von SotM oder Silent Angel werden von den Kunden explizit auf Grund ihres Clock-Anschlusses ausgewählt.
Digital-Analog-Wandler mit Clock-Anschluss suchen wir heute noch wie die Nadel im Heuhaufen.
Ich selber agiere da zurzeit auf zwei Ebenen..
Zum einen versuche ich, unsere Hauptlieferanten dazu zu bewegen, ihre Geräte mit einem Clock-Anschluss auszustatten. Hier ist aber noch reichlich Überzeugungsarbeit zu leisten. Und mir ist ja auch klar, dass so etwas nicht einfach damit getan ist, eine zusätzliche Buchse in die Rückwand zu schrauben.
Zum anderen setze ich mich gerade mit den wenigen auf dem Markt befindlichen Wandlern näher auseinander und prüfe sie darauf, ob ich sie in mein Portfolio aufnehmen möchte.
Weder haben wir einen Nutzen von einem DAC mit Clock-Anschluss, der selbst mit einer Master-Clock schlechter klingt als andere ohne, noch zeigt sich ein Benefit, wenn die Geräte in Deutschland nicht ordentlich und seriös vertrieben werden.
Zu diesem Thema sollten Sie also bei Interesse weiter meine Seite verfolgen. Das eine oder andere könnte sich da schon recht schnell tun.
Bei den Quellgeräten wird es wohl noch längere Zeit mau aussehen, denn die ernennen sich ja gerne selber zum Master und wollen dann nicht auf einen “Über-Master” hören. Dabei sind es gerade sie, auf die es ganz besonders ankommt.
Und genau das ist der Grund, weshalb Sie sich zumindest den MUTEC MC3+USB genauer anschauen sollten. Er sorgt dafür, dass digitale Fehler und Mängel der Quellgeräte bereinigt werden. Mit herausragenden Werten bei den Rauschabständen und den Jitterwerten. Da der MC3+USB selbstverständlich über einen Master-Clock-Anschluss verfügt, sorgt er sozusagen automatisch dafür, dass jedes angeschlossene Quellgerät einen Master-Clock-Anschluss erhält. Ein zusätzlicher Anschluss am Quellgerät ist damit nicht mehr notwendig.
Kommen wir kurz zum MUTEC REF10 SE120
Diese externe Clock ist derzeit das „Must-Have“ in der obersten Klang-Kategorie. Von Profis für Profis.
Hinzu kommt der große Vorteil, dass der MUTEC REF10 SE120 sowohl über sechs 75-Ohm- als auch über zwei 50-Ohm-Ausgänge verfügt.
Die 75 Ohm haben sich bereits bei Übertragung der Word-Clock z.B. bei Zusatzgeräten und Switches etabliert. 50 Ohm gelten als Standard für z.B. Digital-Analog-Wandler.
Bei den meisten Mitbewerbern müssen wir uns für das eine oder das andere entscheiden. MUTEC hat an uns gedacht und stellt uns beide Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Das macht den MUTEC REF10 SE120 natürlich äußerst zukunftssicher.
Re-Clocker MUTEC MC3+USB.
Während der REF10 SE120 den Dirigenten darstellt, der allen Musikern den korrekten Takt vorgibt, kümmert sich der MC3+USB darum, den instabilen und unsauberen Takt eines einzelnen “Musikers” zu berichtigen
Verbinden wir das USB-Kabel des Quellgeräts (heute meistens des Streamers) mit dem MUTEC MC3+USB, trennt der MC3+USB im ersten Schritt die Audio-Bit- von den Taktsignalen und verwirft dann die eingegangenen Taktsignale komplett. Inklusive Störungen, Rauschen und Jitter.
Im zweiten Schritt baut er sie dann vollständig wieder neu auf. Das Ergebnis sind wohl die derzeit niedrigsten erreichbaren Jitter-Werte überhaupt.
Ausgegeben werden die so aufbereiteten Signale dann nicht wieder über USB, sondern vornehmlich über AES/EBU, aber auch über Coax oder BNC, da diese Schnittstellen in der Regel höhere Qualitäten aufweisen als die meisten USB-Anschlüsse.
Zu USB:
Immer noch werden die USB-Schnittstellen vor allem von DAC- Entwicklern als minderwertig betrachtet und daher vernachlässigt. Auch bei Herstellern halten sich eben manche Vorurteile hartnäckig über eine sehr lange Zeit. Und so lange schlechte USB-Schnittstellen verbaut werden, kann sich an diesem Vorurteil auch nichts ändern. Ein Teufelskreis!
Dem entgegen steht die Tatsache, dass immer mehr Quellgeräte auf USB setzen, auch im Hochpreis-Sektor. Wodurch die DAC-Entwickler gezwungen werden nachzubessern.
Der MUTEC MC3+USB kann da so ein Retter in der Not sein, da er eingangsseitig mit USB und ausgangsseitig mit AES/EBU, Coex, Toslink und BNC arbeitet.
Genau genommen erfüllt der MC3+USB dadurch vier (!) Geräte-Funktionen:
Erstens: Als Re-Clocker bereinigt er die digitalen Taktsignale.
Zweitens: … bildet er eine Schnittstellenumwandlung für DAC, die keinen (guten) USB-Eingang besitzen.
Drittens: … stellt er uns für das Quellgerät einen Quasi-Anschluss für die Master-Clock zur Verfügung.
Viertens: … ist er in der Lage, digitale Formate umzuwandeln. (DSD zu PCM …)
Zusammenfassung:
Seitdem wir durch das Streaming Zugang zu High-Resolution-Audio-Dateien erhalten haben und sich damit die digitale Musik stolz und gleichwertig neben der analogen Musik positioniert, werden auch die wahren Problemstellen einer digitalen Kette immer deutlicher und können so gezielt bekämpft werden.
Während wir beim Plattenspieler kritische Punkte wie die Entkoppelung, die Justage, den elektrischen Abschluss usw. kennen, treffen wir beim digitalen Equipment auf das Thema „Takt“.
Und wer hier nicht immer und ewig hinter der analogen Klangqualität zurückbleiben will, sollte sich um dieses Thema kümmern. Mit den beiden in diesem Bericht beschriebenen Komponenten von MUTEC bekommt er jedenfalls außerordentlich konsequent entwickelte Gerätschaften an die Hand. Ob ihm schon ein MUTEC MC3+USB ausreicht, oder ob er sich zusätzlich eine solch feine externe Clock wie den MUTEC REF10 SE120 gönnen sollte, hängt von der Konstellation seiner Anlage, vom eigenen Anspruch und natürlich vom zur Verfügung stehenden Budget ab.
Was sich durch die MUTEC-Geräte klanglich tun könnte, will ich nun im Folgenden näher beschreiben.
Hörtest – Teil 1 (ohne Musikbeispiele)
Ich beginne mit dem MC3+USB solo und verbinde ihn über das USB-Kabel meines PrimeMini 5/i7 Max.
Hierzu sollte man folgendes wissen:
Bisher haben Re-Clocker am USB 3.0-Ausgang des PrimeMini enorme Klangverbesserungen gebracht, am USB 2.0-Ausgang jedoch so gut wie gar keine. Der Klang über den USB 3.0-Ausgang mit angeschlossenem Re-Clocker hob sich zudem kaum bis gar nicht über das Ergebnis hinaus, was der USB 2.0-Ausgang schon von sich aus brachte, also ohne zusätzlichen Re-Clocker. Weshalb mein Tipp bisher logischerweise lautete:
Nutzen Sie den USB 2.0-Ausgang und sparen Sie sich den teuren Re-Clocker. Zumindest dann, wenn Ihre Komponente über einen solch guten USB 2.0-Ausgang verfügt wie ein PrimeMini aus der Schweiz.
Mit dem MC3+USB hat sich dies nun tatsächlich geändert. Er bestätigt zunächst, wie mies diese USB 3.0-Ausgänge leider für uns audiophilen Hörer sind und sorgt sofort für einen mehr als erträglichen Klang – auch über diese Schnittstelle.
Im zweiten Durchgang schafft er es aber auch, das Klangbild des USB 2.0-Ausgangs zu verbessern. Mehr Ruhe, mehr Stabilität, mehr Volumen, mehr Dynamik und ein noch realistischer abgebildeter Aufnahmeraum sind wohl die wichtigsten Feststellungen.
Nach nur wenigen Titeln muss ich meine bisherige Meinung also revidieren und kann bestätigen, dass der MC3+USB auch an einem USB 2.0-Ausgang eine Klangverbesserung hinbekommt. Am USB 3.0-Ausgang ist er praktisch Pflicht!
Ich mache den nächsten Schritt und schließe den MC3+USB an den REF10 SE120 an.
Zwar habe ich die REF10 SE120 bereits etwa 4 Wochen am Strom, aber dennoch gönne ich dieser Kombi erst einmal eine Nacht, um sich aneinander zu gewöhnen. Man weiß ja nie.
Am nächsten Tag stellt sich dann die zweite Überraschung ein. Ich zweifle keinen Moment daran, dass der klangliche Zugewinn durch die externe Clock größer ist als der Zugewinn allein durch den MC3+USB. Das mag einem jetzt nicht viel helfen, weil ich ja hier nicht entweder den MC3+USB oder den REF10 SE120 alleine testen kann. Mit dem REF10 SE120 kann ich ja ohne den MC3+USB in meiner Test-Konstellation gar nichts anfangen.
Um vielleicht doch eine Erfahrung mehr zu bekommen, versuche ich im nächsten Schritt etwas anderes:
Ich wechsle vom Innuos-Phönix-Switch, der leider keinen Anschluss für eine externe Clock hat, auf den Silent Angel Bonn N8 Pro CLK. Zunächst ohne auch ihn an den MUTEC REF10 SE120 anzuschließen.
Sofort kann ich feststellen, dass es zwischen dem Bonn und dem Innuos einen den Listenpreisen entsprechenden Klangunterschied gibt. Der Innuos geht kräftiger zur Sache und tönt stabiler als der Bonn Pro.
Nun aber gönne ich dem Silent Angel Switch die Verbindung zur Master-Clock MUTEC REF10 SE120 und ohne wieder eine Nacht warten zu wollen, stellt sich auf Anhieb eine Klangverbesserung ein, mit der sich der Bonn Pro sogar an dem Innuos vorbeischieben kann.
Ich hatte das bereits bei der SotM-Kombi so ähnlich beobachten können. Auch hier wird die Klangqualität des sNH-10G-Switches durch die SotM-Clock so stark verbessert, dass sich der SotM-Switch vom dritten Platz auf den ersten kämpfen konnte.
Leider steht mir gerade kein SotM-Switch zur Verfügung, da die Geräte derzeit nicht lieferbar sind, aber auch der Bonn N8 Pro CLK verrichtet hier seine Aufgaben gerade vorbildlich und liefert mir die Antworten, die ich gesucht habe.
Zum Abschluss meines Hör-Tests will ich dann aber doch noch mal etwas wagen, wozu mich die Kollegen aus dem Redaktionsbereich geradezu gedrängt haben: Ich werde den MC3+USB kaskadieren!
Klartext:
Ich gehe mit dem USB-Kabel aus dem PrimeMini heraus in den ersten MC3+USB. Dann gehe ich mit einem AES/EBU von Progressive Audio in den zweiten MC3+USB und dann von dort aus mit einem weiteren AES/EBU-Kabel von Progressive Audio in den DAC. Beide MC3+USB und der Switch sind natürlich über ein SotM-Clock-Kabel mit dem REF10 SE120 verbunden.
Ergebnis:
Keiner meiner Kollegen und Vor-Autoren haben übertrieben oder irgendwas schön gefärbt. Was hier gerade läuft, das treibt mir den Ausdruck „perfekt“ in den Sinn. Perfekt ist perfekt – besser geht es nicht.
Auch wenn ich weiß, dass diese Aussage morgen schon wieder hinfällig sein wird.
Fazit des Hörtests:
Wer eine digitale Quelle wie einen CD-Transport oder einen Streamer nutzt, der sollte sich wenigstens testweise mal einen MC3+USB anhören. Wer ihn danach wieder zurückgeben kann, der muss in seiner Kette an anderer Stelle noch einen echten Flaschenhals haben.
Wer mit dem Anspruch lebt, aus seinem digitalen Strang den bestmöglichen Klang erzeugen zu können, der wird sich wohl daran gewöhnen müssen, dass er irgendwann so eine Clock-Zentrale wie den MUTEC REF10 SE120 benötigt. Erst vielleicht nur für den Switch. Im zweiten Schritt dann aber sicher auch für den passenden DAC … und den MC3+USB!?
Hörtest Teil 2 – Musikbeispiel “Keith don`t go”, Nils Lofgren
Auf die Gefahr hinaus, dass ich mir wieder viele Feinde mache, habe ich ganz bewusst diesen Titel ausgewählt.
“Wer ihn nicht kennt, hat die High-Fidelity verpennt.” so muss man es wohl sagen. Und eben weil dieser Titel so bekannt ist und vielen Vorführern “aus dem Halse hängt”, eignet er sich ausgezeichnet dafür, deutlich zu machen, was sich jetzt plötzlich in einer Deutlichkeit tut, die viele von uns zuvor noch nicht erlebt haben.
Wichtig: Ich beziehe mich auf die Aufnahme in Qobuz. Manche Portale haben eine andere Version online.
Ein Ton ist ein Ton – könnte man sagen. Und ein auf der Gitarre gespieltes C ist und bleibt ein C. Ja, sicher!
Aber haben Sie es schon mal erlebt, dass Ihnen ein einziger Ton eine ganze emotionale Geschichte erzählt?
Das Faszinierende an der High-Fidelity ist ja, dass sie uns manchmal vergessen lässt, ob wir den Titel mögen oder nicht; ob wir den Interpreten mögen oder nicht.
Ich habe schon Kunden in meinem Studio bei einer Opern-Arie weinen sehen, die noch kurz vorher gemeint haben: “Bloß keine Klassik! Und schon gar nicht so ein Gequietsche!”.
Wenn man sich einen Titel anhört, den man eigentlich nicht mag und danach sagt: “Das war eine musikalische Meisterleistung!”., dann war das High-End!
“Keith don’t go” offenbart gnadenlos vorhandene Zeitfehler, bereitet uns bei zu hell und metallisch abgestimmten Anlagen Ohrenschmerzen, lässt uns zusammen mit zu müde klingenden Ketten “versumpfen” und deckt deutlich die Fähigkeiten auf, eine Live-Atmosphäre authentisch darstellen zu können. Sind es Stahlsaiten, sind es Nylon-Saiten? Ist es eine Holzgitarre oder eine aus Metall? Spielt Lofgren hektisch oder schläft er fast ein?
Wirklich alles (!) habe ich auf Messen und Ausstellungen schon erleben müssen.
Das seltsame an dem Stück ist:
Oft hört es sich dennoch “richtig” an – man bemerkt die falsche Wiedergabe manchmal gar nicht.
Heute jedoch hält sich diese Berg- und Talfahrt in winzig kleinen Grenzen und doch geht es hinauf und hinunter, je nachdem, welche dieser MUTEC-Teile ich integriere.
Allein mit dem MC3+USB gewinnt das Klangbild an Souveränität und Stabilität. Lofgrens Spiel wird sicherer, selbstverständlicher.
Nimmt man den REF10 SE120 dazu, nehmen einzelne Töne unendlich viele Klangfarben an und werden zu Musikstücken innerhalb der Musik. Spätestens wenn wir dann den Switch und zwei MC3+USB zusammen am REF10 SE120 betreiben, haben wir das Gefühl, wir könnten uns einen einzelnen Saitenzupfer Lofgrens herauspicken und einen ganzen Aufsatz darüber schreiben, wie der Klang sich innerhalb von Sekundenbruchteilen verändert, bis er endlich verhallt. Unglaublich!
Ein Zurück ist überhaupt nicht denkbar.
In “Vollausstattung” hören wir z.B. fünf aufeinanderfolgende Töne. Ohne die MUTEC-Komponenten können wir gar nicht sagen, ob das jetzt gerade ein Akkord gewesen sein soll oder eine Tonreihenfolge. Irgendwie wird aus “ping-ping-ping-ping-ping” so etwas wie “prritsch”. Nicht so, dass man glaubt, ein Störgeräusch gehört zu haben, aber doch so, dass man der Meinung sein könnte, Lofgren müsse da noch mal an seiner Technik arbeiten.
Schlusswort
Ich muss zugeben, dem Aspekt “Clock” bisher im Vertrauen auf die Hersteller keine so große Bedeutung gegeben zu haben. Und meine bisherigen Erfahrungen mit Komponenten aus dem Musikerbereich, verliefen durch die Bank auch eher enttäuschend. Ob die Zeit jetzt einfach reif ist oder ob ich mit MUTEC einen ganz außergewöhnlichen Hersteller entdeckt habe, vermag ich nicht zu sagen. Nur, dass ich diese Teile ganz sicher nicht wieder hergeben werde.
Zum Mutec MC3+USB
Zum Mutec REF10 SE120
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20. Juli 2022Produktberichte / StreamingSilent Angel Bonn NX
Silent Angel Bonn NX
Schon seit einigen Wochen hat uns Silent Angel einen audiophilen Switch Namens “Silent Angel Bonn NX” versprochen, der endgültig die Frage beantworten soll, welcher Switch denn wohl gerade auf dem Markt der allerbeste sei.
Große Worte, oder?!
Um unsere Meinung schon im voraus zu beeinflussen?
Oder uns eine Begründung für den Preis von 3.498,- € zu liefern?
Oder ist es pures Selbstbewusstsein?
Ich wollte es herausfinden, habe den NX rechtzeitig geordert und gestern ist er angekommen.
Wenn Sie sich nun fragen, worüber ich hier eigentlich schreiben will und was denn wohl ein Netzwerk-Switch mit dem Klang einer HiFi-Anlage zu tun haben soll …
… wo man ihn doch in den meisten Fällen überhaupt nicht benötigen wird, dann kann ich Ihnen nur empfehlen, sich zunächst einmal mit dem Einsteigermodell, dem Bonn N8 zu befassen. Er kostet etwa 400,- € und ist sehr gut in der Lage, jedem Zweifler zu zeigen, wie sinnvoll und klangverbessernd der Einsatz eines Netzwerkswitches sein kann.
Wer diese Einsteigerphase hinter sich lassen will und kein Freund von teuren Zwischenlösungen ist, der tut allerdings gut daran, meinen Bericht weiter zu lesen.
Verpackung
Ich bin überhaupt kein Freund von diesen YouTube-Unboxing-Filmchen, bei denen man sieht, wie jemand irgendetwas aus dem Karton packt.
Aber dieser Karton hier, der hat mal eine “amtliche” Größe und ein erstaunliches Gewicht.
Da will man das doch fast auf You…
Nein, besser nicht.
Füße
Wer es gewohnt ist, bei seinen HiFi-Zubehörgeräten als erstes die Billig-Plastik-Füße gegen gescheite Absorberfüße auszutauschen, der kann sich diese Arbeit beim Bonn NX definitiv sparen. Diese Füße wären echt zu schade, um sie zu ersetzen.
Gerätesicherung
Auch wenn es leider meine Lieblingssicherung (die PADIS) nicht mehr zu kaufen gibt, so weiß ich dennoch um die klangliche Bedeutung einer Gerätesicherung. Blöd nur, wenn man dann zum Wechseln der Sicherung das Gehäuse komplett zerlegen und dabei irgendwelche Garantieaufkleber zerstören muss.
Silent Angel scheint sein Klientel gut zu kennen. Am Geräteboden gibt es den Sicherungshalter und somit ist die Sicherung in diesem Fall supereinfach auszutauschen. Hut ab!
Der Wert der Sicherung liegt bei T1A – also eine gängige Größe, auch für spezielle audiophile Sicherungshersteller.
Das Gewicht
Kann man die meisten Switches locker mit einer Hand anheben (z.B. um mit der anderen darunter Staub zu wischen), kann man sich diesen Versuch beim Silent Angel Bonn NX ganz sicher sparen.
Satte 6,4 kg, verteilt auf einer Fläche von 44×25 cm, die muss man erst mal einhändig stemmen können. Mir gelingt das jedenfalls nicht.
Das Design
Der Silent Angel Bonn NX ist kein kleines Zubehörteil, was man noch in irgendeinem Fach seines HiFi-Racks zusätzlich unterbringen kann. 44 cm sind Komponenten-Standardbreite und somit verlangt der Bonn NX nach einem eigenen Regal im Rack – ganz für sich alleine.
Und ganz ehrlich: Dieses Gehäuse ist auch viel zu edel dafür, irgendwo ungesehen hinter einem Rack zu verschwinden.
Auf der Front befinden sich keinerlei flackernden LEDs. Sie ist insgesamt an Schlichtheit kaum zu überbieten. Mein Vorführgerät ist noch mit einer sehr dezenten blauen Beleuchtung im unteren Teil ausgestattet. Es muss aber wohl so viel Kritik gehagelt haben, dass Silent Angel diese Beleuchtung demnächst weglassen will. Schade eigentlich.
Auf der Rückseite befinden sich alle notwendigen Anschlüsse – und zwar endlich einmal weit genug voneinander entfernt, um auch breitere LAN-Stecker problemlos nebeneinander einstecken zu können.
Stromversorgung
Etwas widersprüchlich geht Silent Angel hier mit den Optionen zur Stromversorgung um. Einerseits lobt man das interne Netzteil und stellt es als klanglich herausragend dar, andererseits gibt es aber zusätzlich auch eine 12V-Eingangsbuchse. Also kann man das tolle interne Netzteil auch komplett umgehen und dem Bonn NX stattdessen Strom aus einer externen Stromversorgung (Forester F2, Keces …) zuführen.
Wir alle wissen mittlerweile, welchen großen Anteil ein audophiles Netzteil am Klanggeschehen haben kann, aber wieso man dann den Bonn NX auch noch mit einem 230V-Anschluss und einem außergewöhnlich hochwertigen internen Netzteil versorgt, erschließt sich mir so auf Anhieb nicht.
Erdungsklemme
Sie kennen wir eigentlich nur vom Plattenspieler. Und haben uns auch schon oft genug über sie geärgert. Mal brummt es, wenn wir vergessen haben, sie anzuschließen. Mal brummt es, wenn wir sie angeschlossen haben …
Hier beim Silent Angel Bonn NX brummt natürlich gar nichts!
Ob wir die Klemme erden oder nicht.
Sie übernimmt denn hier auch vielmehr die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich keine “Restpotentiale” ins Klanggeschehen einmischen.
Außerdem soll diese Erdung helfen, elektronisches Rauschen noch weiter minimieren zu können.
Masterclock-Anschluss
Auch beim Thema Clock denkt Silent Angel offensichtlich “doppelt hält besser”.
Hat man diesen Switch doch bereits mit hervorragenden, temperaturstabilisierten Clockbausteinen versehen, so gibt es an der Rückseite dennoch einen Anschluss für eine externe Masterclock.
Und erneut folgt Silent Angel nicht (!) einfach den Vorbildern aus der Profi-Welt und sorgt eben auch nicht (!) dafür, dass wir eine 10MHz-Masterclock (zum Beispiel die MUTEC Ref10 SE120) anschließen können. Silent Angel hat diesen Eingang bewusst mit 25MHz definiert, was ihn aber zunächst einmal nutzlos macht, da es meines Wissens nach eine solche Masterclock auf dem Markt nicht gibt.
Aber sie soll kommen. Natürlich von Silent Angel selber.
Wie genau die dann bestückt sein wird, ob mit nur einem Ausgang für den Switch, oder mit mehreren, das muss uns die Zukunft erst noch zeigen. Ich bin gespannt.
LAN-Buchsen
Davon finden wir insgesamt acht Stück, schön weit voneinander entfernt und hochwertig vergoldet. Darüber befindet sich ein kleiner mechanischer Schalter, mit dem wir die flackernden LED-Lichter ein- bzw. ausschalten können.
Ist damit also an alles gedacht?
Nun, nicht so ganz. Ich hätte mir noch einen SFP, also einen Eingang für Glasfaserkabel gewünscht. Alle, die mittlerweile auf LWL umgestiegen sind und davon ganz sicher nicht wieder abkehren möchten, benötigen beim Silent Angel einen zweiten Medienkonverter und ein zusätzliches Stück LAN-Kabel. Das ist schade und das kann man besser lösen.
Besonderheiten der Innereien?
Silent Angel weist gerne darauf hin, dass sie mit dem Bonn NX ein eigenes Heimnetz aufbauen, was somit vom normalen Heim-Datennetz vollständig getrennt wird, ohne deshalb gleich mit einem zweiten IP-Netz oder ähnlichem zu arbeiten. Genau solche Lösungen mag ich. Hier wird nicht einfach ein “dummer Porterweiterungskasten” mit andersfarbigen Kondensatoren versehen, ohne ihn dadurch auch nur einen Hauch “smarter” zu machen, sondern hier steckt wirklich Gehirnschmalz in diesem Switch. Genau so, wie es ja auch beim Melco, Innuos oder SotM der Fall ist.
Die Mitbewerber
Wo wir doch schon dabei sind, über die Mitbewerber zu sprechen.
Wo will sich der Silent Angel Bonn NX eigentlich einordnen?
Laut Silent Angel soll er an die Spitze. Ganz nach oben!
… was ihm preislich schon mal nicht gelingt.
Ein Melco S10 kostet fast das Doppelte. Der hat dann aber auch einen SFP.
… dafür allerdings keinen Anschluss für eine Masterclock.
Der SotM sNH-10G CLK, der bietet uns als einziger audiophiler Switch beides. Den SFP und den BNC-Anschluss für die Masterclock. Und das bei standardisierten 10MHz, wodurch er sich sowohl an die hauseigene Masterclock anschließen lasst, als auch an den MUTEC REF10 SE120 und natürlich auch an andere Masterclocks verschiedener Hersteller.
Egal, wie sich der Bonn NX also später beim Hörtest schlagen wird, der SotM mit CLK-Anschluss wird in puncto Flexibilität und Ausstattung die Nase vorne behalten. Und klanglich ist mir bisher – zumindest im Zusammenspiel mit einer externen Masterclock noch nichts ähnliches unter gekommen.
Der InnuOS PhönixNet bietet überhaupt nichts von alledem. Dort scheint man der Meinung zu sein, auch ohne diesen “ganzen Quatsch” ein hervorragendes Klangbild liefern zu können. Was man ihm auch nur bescheinigen kann.
Der König ist tot, es lebe der König?
Schafft es nun also der Silent Angel Bonn NX, sich an allen Mitbewerbern vorbei an die Spitze der audiophilen Switches zu schieben?
Bisher …
teilten sich drei Switches die Spitzenposition:
Der InnuOS PhönixNet ist der Switch mit der besten Dynamik und Lebendigkeit.
Der Melco S100 und auch der S10 sind beim Thema “Ruhe im Klangbild” nicht zu schlagen.
Der SotM sNH-10G reiht sich ohne Masterclock hinter dem Melco und hinter dem InnuOS ein, zieht aber ganz locker an beiden vorbei, wenn man ihm denn eine Masterclock zur Seite stellt.
… was natürlich auch den Preis deutlich in die Höhe schießen läßt.
Nachdem ich nun den Bonn NX hören konnte, kommt Bewegung in meine Rangliste.
Der Silent Angel Bonn NX zieht bei der Dynamik und Lebendigkeit mindestens mit dem InnuOS gleich, in puncto Ruhe gesellt er sich auf Augenhöhe zu den beiden Switches von Melco und im Gesamtergebnis landet er auf ähnlichem Klang-Niveau, auf dem der SotM sNH-10G auf ihn wartet, wenn der denn von einer Masterclock versorgt wird.
Was die Frage erzeugt, wie denn der Bonn NX wohl klingen wird, wenn auch er seinen Takt über eine externe Masterclock bezieht. Da es sie noch nicht gibt und meine vorhandenen Clocks allesamt nicht passen, muss ich Ihnen die Antwort noch schuldig bleiben.
Hörtest
Also geht es heute erst einmal darum, den Silent Angel Bonn NX mit der eingebauten Clock zu hören. Und ich beginne auch konsequent mit dem internen Netzteil.
Ausgiebige Tests mit verschiedenen externen Netzteilen werden bald folgen.
Natürlich beginne ich wie so oft mit “Keith don`t go” von Nils Lofgren.
Und nach den ersten 5 Tönen (!!) steht bereits fest:
An diese Dynamik und Präsenz kommt selbst ein Innuos nicht ganz heran. Sorry Innuos, aber den Spitzenplatz im Bezug auf Dynamik und Lebendigkeit bist Du definitiv los.
Die Membranen meiner Progressive Audio Extreme III werden mit einem so ungewohnten Druck und mit einer derart souveränen Kontrolle in Schwingungen versetzt, dass man glauben könnte, man hätte sich einen neuen Verstärker gegönnt.
Tatsächlich habe ich aber nur den Switch getauscht.
Angesichts der Tatsache, dass Innuos den Preis des PhönixNet mittlerweile auf 3.099,- € angehoben hat, wird der es künftig sicher schwer haben, sich gegen den Bonn NX durchzusetzen.
Ich wechsle zu “Spanish Harlem” von Rebecca Pidgeon, ein extrem ruhig vorgetragener Titel.
Und hier wird nun auch der Rang des Melco in Frage gestellt. Die Ruhe im Hintergrund beherrscht der Bonn NX genau so perfekt wie die beiden Melco-Switches.
Und statt neugierig zum nächsten Titel zu wechseln, bleibe ich hier noch ein wenig bei diesem Lied hängen.
Was hat diese Rebecca da nur für eine neuartige Stimme?
Ich dachte immer, man hätte das Mikrofon vielleicht ein wenig weiter wegstellen können. Immer klang die Stimme ein klein wenig “überladen”.
Heute höre ich eine junge Sängerin und nichts lässt mich daran zweifeln, dass ich mich in diesem Aufnahmeraum befinde und diese Stimme direkt vor mir höre.
Eben nicht über Lautsprecher.
So, als würde mich Rebecca Pidgeon ansehen und nur für mich singen.
Gänsehaut pur.
Sie singt auch nicht einfach nur “grows” wie sie sonst dieses “grows” gesungen hat.
Bei “I beg your Pardon” höre ich dieses “beg” – ein kurzes Wort. Und doch liegt heute mehr Ausdruck in diesem Wort. Es ist nicht einfach ein kurz gesprochener Vokal, fast steckt eine Melodie in ihm.
Ich starte “O Helga Natt” von Cantate Domino.
Eine Aufnahme, die ich gerne zur Adventszeit in mein Vorführ-Repertoire aufnehme.
Heute habe ich den Eindruck, dass die Mikrofone doch an einer anderen Stelle gestanden haben.
Kurz und gut:
Man entdeckt mit dem Bonn NX seine Stücke neu. Und nichts lässt mich glauben, dass es vorher “richtiger” gewesen sein könnte.
Und? Ist der Bonn NX nun der beste Switch, den man derzeit kaufen kann?
Das wichtigste Attribut des Besten ist, im Vergleich zu den Guten noch ein klein wenig herausstechen zu können. Die Guten bleiben gut, aber der Bessere ist halt noch ein Stückchen besser.
Wobei man das jetzt natürlich etwas relativieren muss.
Wie Sie bei mir schon mehrfach gelesen haben, spielen Ausstattungen wie ein SFP-Port für ein Glasfaserkabel oder eine Buchse für die externe Masterclock auch klanglich eine große Bedeutung. Je nach gesetztem Schwerpunkt kann also die Entscheidung möglicherweise von Ihnen auch anders getroffen werden.
Vorteile des NX:
Die neue Klangreferenz. (Bei Betrieb ohne Masterclock)
Edles Design und eine traumhafte Verarbeitung.
Anschluss für eine externe Masterclock (25MHz)
Nachteile des NX:
Hochpreisig.
Masterclock-Anschluss nicht im 10MHz-Standard-Format.
Kein SFP (Glasfaseranschluss).
Hier geht es zum Produkt. [...]
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24. Februar 2022Produktberichte / StreamingADOT MC01 Glasfaser-Systeme – die audiophile LAN-Verbindung der Zukunft!?
ADOT MC01 Glasfaser-Systeme – die audiophile LAN-Verbindung der Zukunft!?
In meinem Bericht „ADOT MC01 Glasfaser-Systeme – die audiophile LAN-Verbindung der Zukunft?“, möchte ich Ihnen heute schildern, was LWL (Lichtwellenleiter) und High-Fidelity miteinander zu tun haben.
Und so viel sei vorab verraten: Es geht hier heute nicht (!) um Ihren Hausanschluss!
Angekündigt –
hatte ich diesen Bericht schon eine ganze Weile. Und eigentlich ist er auch schon lange fertig. Aber am Ende haben mich dann doch Zweifel darüber geplagt, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen soll. Was ich hier beschreibe, ist technisch nur schwer begründbar und logisch nicht zu erklären.
Im Klartext geht es nämlich darum, ein einzelnes LAN-Kabel wie dieses hier:
… durch eine umfangreiche Konfiguration wie zum Beispiel diese hier zu ersetzen:
Können Sie jetzt nachvollziehen, wieso ich mich damit schwer getan habe, diesen Bericht zu veröffentlichen?
Nachdem nun aber die Bestellmengen im Webshop trotz allem spürbar ansteigen, will ich Ihnen diesen Bericht nun doch nicht länger vorenthalten.
Allen Kabel-Klang-Gegnern sei also mal wieder empfohlen, besser gar nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht weiter zu lesen. 😉
ADOT audiophile Glasfaser-Netzwerk-Systeme
Stand der Dinge
Die IT-Fachwelt ist sich ausnahmsweise mal einig:
So ein richtig schnelles Internet für Jedermann werden wir erst dann bekommen, wenn alle WAN-Kupferstrecken (wide-area-network) gegen Glasfaserleitungen ausgetauscht worden sind.
Das hätte schon längst passiert sein können, wenn die Politik nicht vor einigen Jahren die Entwicklungen falsch eingeschätzt hätte.
Ja, ja, hätte, hätte, Fahrradkette …
Allerdings hat diese Fachwelt dabei vor allem folgendes im Fokus:
FTTC, FTTB, FTTH oder im besten Falle FTTO (Fibre to the Curb, Building, Home, Office).
Es geht also darum, unsere Verteilerhäuschen, Gebäude, Wohnungen oder Büros mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen.
Der kompletteste Schritt wäre allerdings FTTD, also Fibre to the Desktop.
Hierbei betreiben wir dann auch in unserer Wohnung ein vollständiges Netz aus Glasfaserkabeln – bis hinein in die Endgeräte;
meistens wäre das dann wohl ein Computer.
Nur genau davon redet kaum jemand.
Wieso auch?
Welcher Computer hätte denn bitte einen Glasfaseranschluss?
Welcher Switch, welcher Router … hätte denn einen Glasfaseranschluss?
Und vor allem:
Welcher Bauherr hat denn in seinem Gebäude ein Glasfaser-Netz installiert?
Die Realität sieht doch meistens so aus:
Hinter dem Hausanschluss – APL genannt (APL= Abschluss-Punkt Linientechnik), wird eine Ethernetdose installiert und dann kann der Bauherr in seinem Haus mit CAT 5, 6, 7 … ein Netzwerk mit Kupfer aufbauen. Leistungsfähig genug ist das doch allemal!
Wer sich die technischen Daten eines solchen Netzwerks anschaut, wird es auch in keiner Weise verstehen können, wenn sich jemand über die Datengeschwindigkeiten eines modernen – sagen wir CAT7-Netzes beschwert.
Jetzt ist es ja aber so, dass ein HiFi-Freak nicht so tickt wie der „Rest der Welt“.
Diese Spezies mag zum Beispiel kein USB 3.0!
Die Ports sind zwar „besser“ also leistungsfähiger – klingen aber schlechter als 2.0.
Und analog dazu – geht ein HiFi-Freak auch an das Thema Glasfaser völlig anders heran.
Bandbreiten von 1Gbit/s oder sogar 10Gbit/s interessieren ihn nicht die Bohne!
Nach dem Motto:
„Lieber stabil klingende 100 als nervös und hektisch machende 1000!“ liebt der High-Ender eine Übertragungsrate von 100Mbit/s. Vor allem innerhalb seiner Wohnung zwischen den HiFi-Komponenten.
Auch die Erweiterung der maximal zulässigen Strecken von 100m bei LAN-Kabeln auf 1000m bei Glasfaserkabeln wird wohl ganz sicher niemanden interessieren, der zuhause seinen Router mit seiner HiFi-Anlage verbinden will.
Also – was um alles in der Welt will dann so ein HiFi-Freak mit diesem ultraschnellen Glasfaserkabel für seine superkurzen Verbindungen in seiner Wohnung, wenn ihm eine Übertragungsrate von 100MBit/s ausreicht?
Nun, einem HiFi-Freak sind wohl ganz andere Eigenschaften des LWL wichtig:
Galvanische Trennung
Zunächst einmal möchte er das öffentliche Netz (WAN) elektrisch – also galvanisch – von seinem eigenen Netz (LAN) isolieren. Denn durch ein Glasfaserkabel fließt nun einmal kein Strom und auch keine elektrische Spannung!
Also auch kein elektrisches Rauschen oder andere Störspannungen.
Keine Einstreuungen
Natürlich ist ein Glasfaserkabel auch gegen elektromagnetische Störungen, hochfrequente Einstreuungen, Induktivität und weitere ähnliche Einflüsse völlig resistent.
Allein schon diese beiden Faktoren machen eine Glasfaserstrippe als Signal-Leiter für High-Ender hochinteressant.
Blöd nur, dass die Hersteller das noch nicht mitbekommen haben.
Zwar gibt es Router mit Glasfaser-Eingang (FTTH) aber ich kenne keinen mit Glasfaser-Ausgang. Außer unbezahlbaren Geräten für Firmen oder Behörden, mit denen man dann aber nicht so einfach telefonieren oder fernsehen kann.
Endgeräte im HiFi-Bereich mit Glasfaser-Eingang? Fehlanzeige!
Gerade mal die Firma Melco bietet uns mit dem S100 einen audiophilen Switch mit LWL-Eingang.
Und unter dem Markennamen ADOT (Audiophile Digital Optical Technology) bietet Melco uns nun seit kurzem audiophil ausgerichtete Medien-Konverter und zugehörige Transceiver an.
Transceiver?
Um mit unterschiedlichen Steckverbindern an den Glasfasern arbeiten zu können, besitzen solche Geräte meistens eine SFP-Buchse (Small Formfactor Pluggable), in die dann ein zum Stecker und zum System passender Adapter (= Transceiver) gesteckt werden kann.
Und was brauchen wir jetzt alles für einen Umstieg auf Glasfaser?
Schauen wir uns mal genauer an, was wir für einen Umstieg auf LWL benötigen und betrachten wir uns als Beispiel die Verbindung zwischen unserem Router (z.B. einer Fritz!Box) und einem audiophilen Switch (z.B. einem Bonn oder EE N8) innerhalb unserer HiFi-Kette.
In die RJ45-Ausgangsbuchsen des Routers passt natürlich nur ein LAN-Kabel.
Das andere Ende des Kabels stecken wir in die RJ45-Buchse des ADOT-Medienkonverters.
Der Medienkonverter verfügt als weiteren Ein-/Ausgang über einen SFP-Port in den wir den ersten Transceiver einschieben.
Nun geht es über ein Glasfaserkabel weiter zu unserer HiFi-Anlage in den zweiten ADOT-Medienkonverter, wieder mit dem passenden Transceiver.
Von dort führt ein zweites LAN-Kabel in unseren Switch. (Natürlich in den Eingang “IN”.)
Besitzer eines S100 von Melco können sich wie gesagt sowohl den zweiten Medienkonverter als auch das zweite LAN-Kabel sparen, da dieser Switch zum Glück bereits über einen LWL-Eingang verfügt. In diesen brauchen wir nur den zweiten Transceiver einzuschieben und den LWL einzustecken.
Klartext: Statt eines (!!!) einzelnen LAN-Kabels setzen wir also ein:
LAN-Kabel
Medienkonverter
Transceiver
Glasfaser
Transceiver
Medienkonverter
LAN-Kabel
… und es sei hier nicht verschwiegen, dass beide Medienkonverter mit Strom versorgt sein wollen und das natürlich am liebsten über ein audiophiles Linear-Netzteil.
Hier noch einmal die komplette Übersicht:
Auf langen Strecken ist das einleuchtend!
Diesen Aufwand betreiben zu müssen …
… würden wir dann einsehen, wenn unser Router im Keller steht und wir eine Strecke zu unserem Hörzimmer von 30m oder mehr zu überbrücken hätten.
Genau dann erscheint es uns logisch und sinnvoll, ein solch langes LAN-Kabel durch eine Glasfaser zu ersetzen.
Ein LAN-Kabel ist nun einmal empfindlich!
Du meine Güte, was da unterwegs alles passieren kann! 😉
Ganz anders sieht das bei LWL aus!
Unsere LWL dürfen wir parallel zu einem Stromkabel verlegen!
Wir dürfen es um ein Stromkabel drumherum wickeln, wir dürfen „Spulen“ wickeln …
Wir dürfen mit einem Glasfaserkabel Dinge machen, die bei einem LAN-Kabel auf Grund der extrem verschlechternden Auswirkungen auf den Klang absolut verboten sind!
Abschließende Aussage 1:
Lange LAN-Strecken, die vom Router zu unserer hochwertigen HiFi-Anlage führen, können und sollten wir mit einem ADOT-System ersetzen, um diese Verbindung klanglich zu optimieren.
Kommen wir jetzt aber zu einer Situation, bei der wohl bei den meisten von uns jede Einsicht fehlen dürfte.
Betrachten wir einmal eine 2m lange Verbindung zwischen Router und Switch.
Unser Router befindet sich also gerade einmal 2m von der HiFi-Anlage entfernt, einfach deshalb, weil wir eine Einstreuung in unsere hochwertigen Komponenten verhindern wollen.
Genau diese Situation liegt bei mir vor, wobei es sogar nur 1,8m sind.
Bisher …
verbinde ich die Fritz!Box und den Switch mit einem Furutech LAN8 NCF in einer Länge von 1,8m.
Klingt gigantisch gut!
Zusammen mit meinem Melco-Vertreter, ändern wir das jetzt wie folgt:
vom Router zur Anlage belassen wir es bei dem 1,8m langen Furutech LAN8 NCF – einfach weil es ja schon verlegt wurde
dann nutzen wir aber den ersten ADOT Medienkonverter
von dort aus haben wir 1,5m Glasfaser liegen (aufgerollt hinter der Anlage)
es folgt logischerweise der zweite Medienkonverter und
ein zusätzliches Furutech LAN8 NCF in 0,6m Länge, das beim Testaufbau in einen Innuos PhönixNET geht.
Die beiden Medienkonverter speise ich über ein Keces P28 – das hat Ausgänge satt und genug
Kaufmännisch gesehen also eine granatengeile Angelegenheit.
Jetzt verkaufe ich nicht nur 1 (!) LAN-Kabel, sondern mal eben sieben (!) Zubehör-Teile!
… nur, um einen Switch mit der Fritz!Box zu verbinden!
Als Endverbraucher würde ich mir jetzt allerdings die Frage stellen, ob ADOT hier aus mir einen Goldesel machen will.
Mir wird jedenfalls gerade beim Anblick des kompletten Aufbaus ganz blümerant zumute und kurz überlege ich, ob ich meinem Melco-Vertreter nicht sagen soll, dass wir den Versuch doch lieber abbrechen sollten.
Doch neugierig bin ich natürlich auch – also geht es direkt nach Qobuz zu meiner Vorführ-Playlist.
Klang-Ergebnis:
Klangfarben ändern sich in keiner Weise!
Das ist gut!
Das Furutech LAN8 NCF ist eines der besten LAN-Kabel auf dem Markt. Darüber müsste man sofort nachdenken, wenn jetzt auf einmal „alles anders klingen“ würde. Tut es aber zum Glück nicht.
Das Timing ändert sich in keiner Weise!
Auch das ist gut!
Und doch hat sich was getan.
Die Darstellung des Aufnahmeraumes gewinnt an Realität und Detailreichtum.
Vorher wurde musiziert und man konnte ahnen, wie groß der Aufnahmeraum war.
Jetzt – kann man seine Wände „sehen“!
Vorher wurde mir der Raum zutreffend beschrieben.
Jetzt – stehe ich in dem Raum und kann ihn betrachten.
Erst nach und nach erschließen sich mir weitere Details wie Körpergrößen, Besonderheiten der Instrumente …
Nichts (!!!!) wird irgendwie „anders“ reproduziert als vorher. Man bekommt nur viel deutlicher mit, was da aufgenommen worden ist.
Und für meinen Bericht mache ich jetzt einen Sprung von mehreren Stunden und komme zur …
… abschließenden Aussage 2:
Auch sehr kurze LAN-Strecken können durch das ADOT-System klanglich in erstaunlicher Art und Weise dazu gewinnen.
Doch was genau ist die Ursache dafür? Klingt LWL besser als das Furutech LAN8 NCF?
Nun, das kann es definitiv nicht sein – denn davon betreibe ich ja jetzt in dieser Konstellation sogar zwei Kabel.
Und ein Test bestätigt denn auch sehr schnell, dass es dem ADOT-System ganz und gar nicht egal ist, welche LAN-Kabel man verwendet. Die Klangunterschiede zwischen den einzelnen Typen bleiben nicht nur erhalten, sondern werden sogar noch deutlicher präsentiert.
Liegt es an der galvanischen Trennung?
Auch das kann ich – zumindest als alleinige Ursache ebenfalls ausschließen. Mit verschiedenen Trennmodulen haben wir schon mehrfach experimentiert. Aber niemals ein solches Ergebnis erzielen können.
Kurz und gut: Ich kann es Ihnen nicht erklären!
Am Ende kann ich nur mal wieder mit den Schultern zucken und muss mich mit dem Ergebnis abfinden.
Muss es ADOT sein oder klappt das nicht auch mit preisgünstigen Systemen?
Die Antwort muss ich Ihnen an dieser Stelle noch schuldig bleiben.
Tatsache ist, dass es diese Glasfasersysteme bei IT-Großhändlern schon für „ganz kleines Geld“ gibt.
Und es ist zu vermuten, dass es „irgendwo da draussen“ Bauteile mit ähnlichen, anderen, kleineren, größeren … Auswirkungen auf den Klang geben wird.
Ich treibe mich aus Interesse mal etwa eine Stunde im Webshop eines IT-Großhandels herum. Aber angesichts der riesigen Auswahl und der vielen technischen Angaben, die mir irgendwie alle nicht viel sagen, raucht mir schnell der Kopf und ich schließe meinen Browser wieder.
Ich bin mir sicher, dass sich jetzt jemand gerne damit intensiver auseinandersetzen wird. Und vielleicht lässt er uns dann ja an seinen Erfahrungen teilhaben!? Bis dahin vertraue ich darauf, dass ein Hersteller wie ADOT / MELCO / BUFFALO schon wissen wird, was er tut.
Ich höre jetzt jedenfalls ab sofort mit dem ADOT-Glasfaser-System. [...]
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22. November 2021ProduktberichteLyngdorf TDAI 1120 und 3400 – wie ich wieder einmal geläutert wurde.
Lyngdorf TDAI 1120 und 3400 – wie ich wieder einmal geläutert wurde.
In meinem Bericht „Lyngdorf TDAI 1120 und 3400 – wie ich wieder einmal geläutert wurde.“ geht es natürlich um die beiden Amp-Neuzugänge in meinem kleinen Studio. Aber es geht auch noch um etwas ganz anderes.
Wer im Alter von 67 Jahren von sich behaupten kann, noch nie in seinem Leben geläutert worden zu sein, der hat entweder nie eine eigene Meinung vertreten oder er war schon immer sehr klug.
Jedenfalls klüger als ich.
Niemals Apple!?
Bis vor etwa 10 Jahren mochte ich z.B. die Produkte der Firma Apple ganz und gar nicht. Diese Wichtigtuerei der Macher und die scheinbar große Abhängigkeit der User stießen mich ab. Heute bin ich komplett auf Apple umgestiegen und bin ein echter Fan dieser Produkte geworden.
Schlafe aber keineswegs im Schlafsack vor dem Apple-Store, um mir am nächsten Tag ein neues iPhone kaufen zu dürfen.
Niemals Sylt!?
Keine zehn Pferde brachten mich früher nach Sylt. Was sollte ich dort bei den Schönen und den Reichen? Ein Bekannter überredete mich irgendwann doch zu einer Kurzreise und heute schäme ich mich fast für meine Ablehnung dieser wunderschönen Insel. Und das, obwohl ich mich weder in Kampen noch in der Sansibar wohl fühle. Interessant ist es dort aber schon. 🙂
Niemals Raumkorrektur-Funktion!?
Und im nachfolgenden Bericht muss ich Ihnen erneut von einer Läuterung erzählen. Diesmal geht es um das Thema Raumkorrektur (DSP), das ich bisher rigoros von mir gewiesen habe.
Zu meiner Verteidigung;
Vor etwa 20 Jahren hatte ich meinen ersten Kontakt zu solch einem „Zauber-DSP-Gerät“. Etwa 15.000,- € (oder waren es noch DM?) hat es damals gekostet. Zum Glück nicht mich – denn das Ergebnis war alles andere als vorteilhaft. Zwar gelang es diesem Teil, störende stehende Wellen (Moden) zu glätten, aber die klanglichen Auswirkungen auf die Stimmen, die Instrumente und die Raumabbildung, waren durch ihn einfach nur gruselig geworden.
Auf einmal waren diese Geräte nicht mehr gefragt und man versuchte lieber, seinen Hörraum zu optimieren, statt ihn von einem Computer „geradebiegen“ zu lassen.
Doch ganz von der Bildfläche verschwunden waren sie nie.
Seit einigen Jahren boomen sie sogar wieder und die Versprechungen der Hersteller erinnern an die Methoden fahrender Wunderheiler, die vor einigen Hundert Jahren mit Pferd und Wagen durch die Lande zogen, um den armen Leuten in ihrer Not auch noch das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen.
Du hast einen schlechten Hörraum? Du kannst Deine Lautsprecher nicht dort hinstellen, wo sie hingehören? Du willst Deine Einrichtung nicht ändern müssen, nur um besser Musik hören zu können?
Brauchst Du alles auch nicht!
Setze unsere Raumkorrektur ein und alles wird gut!
Die Realität sieht aber leider oft genug anders aus. Ganz anders.
Ich weiß gar nicht, wie viele Vorführungen ich in den letzten Jahren erleben/ertragen musste, die ich einfach nur kopfschüttelnd wieder verlassen habe.
Nichts klingt mehr natürlich. Gute, echte Musik klingt plötzlich wie „aus der Dose“, der Aufnahmeraum ist nicht mehr wieder zu erkennen und es macht überhaupt keinen Spaß mehr Musik zu hören. Selbst dann nicht, wenn die störenden Raummoden tatsächlich nicht mehr vorhanden sind. Setzt man sich nur einen Platz aus der Mitte heraus – hört man den weiter entfernten Lautsprecher praktisch gar nicht mehr.
So klappt das nicht mit der Stereophonie!!
So – wie kriege ich denn jetzt die Kurve?
Fangen wir einfach mal mit der Marke Lyngdorf an.
Lyngdorf stammt aus Dänemark und Lyngdorf ist auch so ein Hersteller, der seit Anbeginn seiner Firmengeschichte das Thema Raumkorrektur hoch hängt. Ganz hoch!
Ich fand die Geräte zwar immer ziemlich schick und man hörte auch viel Gutes über sie – aber in meinem Fokus haben sie nie gestanden.
Wieso auch?
Die haben schweineteure Mehrkanal-Surroundsound-Prozessoren im Programm und rein digitale Verstärker … mit Raumkorrektur-Fähigkeiten natürlich! Und selbstverständlich die passenden Boxen mit Subwoofer dazu und und und.
Nichts davon fehlte mir bisher oder hätte auf meinem Wunschzettel gestanden.
Der Grund, wieso ich dennoch beim Vertrieb um einen Vorführbesuch bat, der war ein ganz anderer.
Ein Roon-Core-Server braucht Partner!
Ich stehe bekanntlich auf HRA-Streaming und habe sowohl den Nucleus von Roon als auch den PrimeMini aus der Schweiz im Programm. Natürlich auch den Rhein Z1 und den München 1 von Silent Angel oder die Geräte von Melco und Innuos.
Die meisten dieser Geräte laufen in der Regel in sehr teuren High-End-Ketten, aber Roon und Streaming allgemein ist selbstverständlich auch ein Thema für Musikliebhaber mit einem etwas kleineren Bankkonto.
Also werde ich immer häufiger nach einem passenden Spielpartner für den PrimeMini gefragt, der vielleicht so um die 2.000,- € kosten darf.
Brauchen wir zwei Partner?
Doch wir brauchen ja nicht nur einen Verstärker – wir brauchen ja auch noch einen Digital-Analog-Wandler (DAC).
Jedes dieser beiden Geräte verschlingt schnell mal die angepeilten 2.000,- € für sich alleine. … und mehr.
Und genau an dieser Stelle kommt jetzt meine Idee mit den Lyngdorfs ins Spiel.
Der TDAI 1120 braucht nämlich gar keinen DAC!
Der braucht keinen DAC?
Nein! Der braucht keinen DAC!
Der Lyngdorf TDAI 1120 ist ein reinrassiger, durch und durch digital arbeitender Vollverstärker!
Das digitale Eingangssignal wird also nicht in ein analoges umgewandelt und dann verstärkt, sondern es bleibt digital.
Erst ganz zum Schluss – sozusagen an den Lautsprecher-Terminals – setzt Lyngdorf ein Verfahren ein, was man Pulswellenmodulation (PWL) nennt. Damit kann ein Lautsprecher arbeiten und uns Musik „vorspielen“.
Kann das funktionieren?
Nun, funktionieren tut das ganz sicher, denn die Verstärker von Lyngdorf sind ja nicht neu auf dem Markt. … und auch nicht die einzigen, die so arbeiten.
Die interessantere Frage ist doch aber:
Wie gut funktioniert das und wie gut klingt das?
Und genau das war mein Motiv, mir das mal in meinem Studio vorführen zu lassen.
Natürlich pur! Ohne jegliche Raumkorrektur!
Schließlich läuft das alles an den geradezu perfekt tönenden Extreme III von Progressive Audio!
In einem Raum, mit dem ich mir viel Mühe gegeben habe, alles richtig zu machen. Wenn ich auch zugeben muss, dass ich noch von der einen oder anderen Schwachstelle weiß.
Wir starten den Hörtest.
Auf Anhieb läuft es hervorragend. Da stören keine Raummoden und die Extreme III zeigt wieder einmal, dass sie es versteht, einem edlen Amp sämtliche guten Tugenden zu entlocken, die in ihm stecken.
Alle meine üblichen Test-Titel spiele ich an:
Patricia Barber „Summertime“ – Ich höre auf den Raum und in welcher Hand der Schlagzeuger welche Rassel spielt.
Hugh Masekela „Stimela“ – Wieder konzentriere ich mich auf den Schlagzeuger, der unaufhörlich im Hintergrund auf allen seinen Percussion-Instrumenten herumspielt und höre, wie prägnant die Kuhglocke geschlagen wird.
Joe Henderson „Round Midnight (Live in Japan) – Ich höre den Aufnahmeraum und die Anblasgeräusche – zum Teil nur Anblasgeräusche an dem hölzernen Mundstück seines Saxophons.
Jeff Beck, Kari Bremnes, Jan Garbarek, John Campbell …
aber eigentlich ist die Entscheidung längst gefallen und die beiden Verstärker sind längst bestellt.
Was hier für relativ kleines Geld, also 2.099,- € beim TDAI 1120 und 5.499,- € beim TDAI 3400, an Klangqualität geboten wird, das erstaunt mich wirklich zutiefst.
Hatte ich so nicht erwartet, das muss ich ehrlich zugeben.
Noch eine ganze Weile experimentiere ich mit beiden Teilen, komme dahinter, dass der 3400-er zusammen mit dem PrimeMini dann erst richtig traumhaft läuft, wenn ich ausnahmsweise mal nicht die USB-Verbindung wähle, sondern dem TDAI 3400 die Musiksignale über das Netzwerk in Form des RAAT-Protokolls (Roon-Advanced-Audio-Transfer) zuspiele.
Selbstverständlich verfügen beide Amps über diese „roon-ready“ Funktion, wissen also mit dem Roon-Signal perfekt umzugehen.
Das klingt so saugut, dass ich gar nicht richtig mitbekomme, wie mir der Aussendienstler im Hintergrund etwas über die weiteren Features wie WLAN, Bluetooth, Airplay, Chromecast, UPnP, vTuner, Spotify-Connect, Tidal-Connect, Phono-Modul (MM), Toslinkbuchsen, HDMI-Anschlüssen, Subwoofer-Ausgang und Triggermöglichkeiten erzählt.
Interessiert mich gerade nicht – ist sicher toll, für den, der es braucht, aber ich höre mich lieber kreuz und quer und freue mich immer mehr auf die Lieferung meiner eigenen Geräte.
„Wollen wir noch die Room-Perfect-Funktion testen?“
Ich winke ab – irgendwann machen auch meine Ohren zu.
Und ein wenig will ich wohl auch dem Vertreter meine zu erwartende Kritik an dieser Funktion ersparen. Kann ich dann ja immer noch ausprobieren, wenn meine Geräte eingetroffen sind.
Etwa eine Woche später habe ich mich richtig gut und gerne an die beiden Lyngdorfs gewöhnt. Das hat Spaß gemacht und auch Kunden, die glaubten einen viel teureren Verstärker zu hören, zeigten sich beeindruckt.
Eigentlich war bereits alles „perfekt“ und ich habe mich wirklich gefragt, wieso ich denn das mit einem Test der Raumkorrektur-Funktion gefährden wollte. Aber wenn ein Hersteller seinen Verstärkern ein richtig teures Messmikrofon, ein Stativ und ein 8m langes Kabel beilegt, dann muss er wohl von dieser Funktion sehr überzeugt sein, oder?
Nun gut. Ich schloss das Mikrofon an und startete das Einmessen.
Zunächst wie gefordert am „Fokus“, das ist der Hörplatz und dann an zwei weiteren, zufällig ausgewählten Stellen im Raum. Über die ganze Zeit hinweg sind futuristische Töne wie aus einem Science-Fiction-Film zu hören. Das System zeigte mir nach der dritten Messung schon einen Kennenlern-Fortschritt von über 90% an und ich war neugierig, ob der TDAI 3400 wohl wirklich so schnell meine Raumakustik messen und auswerten konnte.
Nach der Aktivierung der Room-Perfect-Funktion gab es jetzt drei Schalterstellungen:
Bypass – also das nicht beeinflusste Signal
Fokus – das beste Ergebnis am eingemessenen Hörplatz
Global – diese Stellung wählt man wohl, wenn man mit mehreren Personen Musik hören möchte, die sich logischerweise nicht alle am Hörplatz (Fokus) befinden können.
Die Bypass-Stellung war schnell langweilig, so hatte ich ja die ganze Zeit gehört.
Es folgte die Fokus-Stellung.
Und ich war einerseits erfreut und andererseits enttäuscht.
Erfreut war ich, weil die Stimmen in keiner Weise verfärbt wurden. Der Aufnahmeraum war so geblieben, wie ich ihn kannte.
Worauf ich mich auch konzentrierte, nichts hatte sich gravierend verändert. Je länger ich hörte, um so sicherer wurde ich mir, dass sich da tatsächlich nichts – absolut gar nichts geändert hatte.
Ich saß also da und wertete den fehlenden Klangunterschied als Bestätigung dafür, dass die Raumakustik in meinem Studio eben schon nahezu perfekt sein musste.
„Wo es nichts zu verbessern gibt, da kann eben auch nichts verbessert werden!“ dachte ich mir. Und das war doch auch gut so!
Die andere Alternative wäre gewesen, dass ich noch einen Fehler begangen habe und der Fokus-Modus gar nicht eingeschaltet wurde.
Nach etwa einer halben Stunde schaltete ich dann noch mal zurück auf Bypass.
… und bekam einen Schrecken.
Was war jetzt passiert?
Das klang auf einmal nur noch hallig wie in einer Waschküche. Die Stimmen waren dünn und hatten zu wenig Körper. Der Raum war flach und hatte keine Tiefe.
Aber so mies hatte ich doch vorher nicht Musik gehört!!! … oder doch? Niemals !!!
Ich versuchte, die Situation zu analysieren.
Ja, ich wusste, dass mein großer Fernseher zwischen den Boxen die Wiedergabe störte.
Ab und zu, wenn ich valide Aussagen zu Klangunterschieden machen wollte oder bei sehr kritischen Kunden, musste ich den Fernseher mit Absorbern verdecken, aber eigentlich lief es trotz Fernseher in der Mitte durchaus zufriedenstellend.
Wie ich es hier aber gerade bewiesen bekam, war das wohl eher nicht der Fall.
Es war wirklich schockierend!
Und ich begann tatsächlich misstrauisch darüber nachzudenken, ob Lyngdorf da irgendwas manipulieren würde.
Konnte es sein, dass man bei Lyngdorf den Klang absichtlich verschlechtert, wenn man von Fokus auf Bypass umschaltete?
Ein schneller Hörtest mit und ohne eingeschaltetem Raum-Perfect-Modus zeigte mir, dass ich wohl zu viele schlechte Filme schaue. Meine Befürchtung war natürlich Unsinn.
Aber der Unterschied war einfach zu groß, um ihn akzeptieren zu können.
Also schaltete ich noch einmal auf „Fokus“ um.
Erneut hörte ich …
… keinen nennenswerten Unterschied!
Wieso nicht?
Musste ich etwa an meinen Hörfähigkeiten zweifeln?
War jetzt der Zeitpunkt gekommen, das Kaufmannsleben endgültig an den Haken zu hängen und nur noch Rentner zu sein?
Kam dann als nächstes die Phase mit den Hörgeräten?
… einen freien Platz im Altersheim suchen?
War es jetzt so weit?
Nach etwa 15 Minuten schaltete ich wieder um auf „Bypass“ und war erleichtert.
Wieder hörte ich diesen Klangunterschied. Eindeutig! Zweifelsfrei!
Menschen sind Menschen!
Ich musste nur verstehen, dass auch ich ein Mensch bin und dass unsere Fähigkeiten im Bereich unseres Gehörs nun einmal eingeschränkt und vor allem manipulierbar sind.
Seit Jahrzehnten mahne ich ja deshalb, keine A-B-Vergleiche durchzuführen, weil unser Gehör dafür einfach nicht geschaffen ist. Wir hören die Unterschiede, sind aber nicht in der Lage zu sagen, was von beidem denn nun „besser“, „richtiger“ ist und was nicht.
Und der Wechsel von „schlechter“ nach „besser“ wird oft kaum wahrgenommen. Der Wechsel von „besser“ nach „schlechter“ jedoch wohl.
Die Falle dabei:
Hören wir zunächst eine Wiedergabe mit übertrieben viel Bass und Mitten und Druck, weil es uns gerade mal Spaß macht – und hören dann die tatsächlich (!) bessere Wiedergabe, mit realistischen Stimmen und authentischen Instrumenten-Klängen, dann kommt uns die bessere Wiedergabe wie die schlechtere vor.
Deshalb sucht man heute bei guten Verstärkern die früher so beliebte Loudness-Taste vergebens.
Aber ging es hier gerade bei dem was ich hörte um eine Loudness-Wirkung?
Musste Lyngdorf einfach nur die Bass- und Mittenton-Anteile anheben, damit es uns besser gefällt – und fertig war die Kiste?
Nein, ganz und gar nicht.
Eine Loudness-Schaltung erzeugt ja erst Raumprobleme!
Die Lyngdorf-Room-Perfect-Funktion aber beseitigte Raumprobleme.
Und zwar in einem Maß, das mich sehr zum Nachdenken brachte.
Aber ich musste nicht lange darüber nachdenken, auf welches Problem mich Lyngdorf hier aufmerksam machte – es war der Fernseher.
Die große glatte Oberfläche ließ Stimmen verblassen und verschmierte mir die Positionierung der Musiker.
Das Aufstellen von zwei Absorberplatten, die den TV verdeckten, sorgte schlagartig für die Bestätigung.
Natürlich stimmte die Einmessung danach nicht mehr. Mit den Absorberplatten vor dem Fernseher klang es in der Stellung Bypass eine Idee besser als bei „Fokus“. Ohne Absorber drehte sich das wieder.
Da nur wenige von Ihnen Absorberplatten vor dem TV akzeptieren dürften, wäre also eine Lyngdorf-Lösung sicher die akzeptablere.
Ich dagegen werde mir tatsächlich eine Lösung für dieses Problem erarbeiten müssen. Denn meine anderen Amps verfügen nicht über so eine Room-Perfect-Funktion.
Fazit:
Ja, mal wieder musste ich mich läutern lassen. Statt mich aber über mich selbst zu ärgern, machen mir diese Lyngdorf-Verstärker gerade so viel Spaß, dass ich mich wie ein Phönix aus der Asche fühle. Ich bin gemeinsam mit meinen Vorurteilen regelrecht niedergebrannt worden und als anderer Mensch bin ich wieder auferstanden. Frei nach dem Motto: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern!“. Es ist mir heute nicht mehr möglich, mich “hochnäsig” und verallgemeinernd über diese Raumkorrektur-Technik hinweg zu setzen.
Ich mag die Room-Perfect-Funktion von Lyngdorf!
Dass ich das mal schreiben würde, hätte ich vor ein paar Tagen noch nicht für möglich gehalten.
Am Ende bin ich mir sicher, mein Ziel erreicht zu haben:
Ich habe die perfekten Spielpartner für den PrimeMini Roon-Core-Server gefunden!
Und darüber hinaus noch so einiges, was ich gar nicht gesucht hatte. 🙂
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14. November 2021ProduktberichteKeces P28 – Linearnetzteil mit 6 Ausgängen!
Keces P28 – Linearnetzteil mit 6 Ausgängen!
In meinem Bericht „Keces P28 – Linearnetzteil mit 6 Ausgängen!“ stelle ich Ihnen heute das brandneue State-of-the-Art Linearnetzteil von Keces vor.
Wofür brauchen wir überhaupt ein Linearnetzteil?
Noch vor wenigen Jahren brauchte irgendwie kein Mensch ein Linearnetzteil.
Wozu denn auch!?
Alle Geräte, die mit Strom-Werten zwischen 5V und 24V versorgt wurden, hatten doch bereits vom Hersteller ein passendes (Schalt-) Netzteil mitbekommen.
Wir hätten uns doch auch gar nicht getraut, an unsere Fritzbox oder andere Gerätschaften einfach ein anderes Netzteil anzuschließen, oder?
Doch wir schreiben das Jahr 2021 (noch) und das Thema Streaming rückt immer stärker in unseren Fokus.
Und wer Musik streamen will, der ist auf ein paar Komponenten mehr in seiner HiFi-Anlage angewiesen. Die waren möglicherweise auch schon vorher da – aber sie wurden nicht zum Musikhören genutzt. Viele dieser Komponenten bekommen vom Hersteller ein Schaltnetzteil mitgeliefert, dessen Kaufpreis gefühlt unter 5,- € liegen dürfte.
Der Preis allein wäre ja nicht schlimm. Ich kenne ein paar Süßigkeiten, die deutlich weniger kosten und mir (leider) trotzdem ausgezeichnet munden.
Doch bei einem Netzteil sieht das definitiv anders aus.
Bei diesen Billigteilen handelt es sich generell um Schaltnetzteile.
Schaltnetzteile müssen nicht schlechter sein als Linearnetzteile, sie sind aber nun einmal deutlich billiger zu produzieren und daher hat es sich einfach so ergeben, dass Schaltnetzteile einen schlechten und Linearnetzteile einen guten Ruf haben.
Mir ist es am Ende völlig egal, was in solch einem Kästchen werkelt – wenn es denn zu einem besseren Klang führt.
Und diese Forderung wird zum Glück von fast allen Linearnetzteilen erfüllt. Was ja nicht schwer ist, denn der „Gegner“ ist eben dieses billige 5,- €-Schaltnetzteil.
Erst beim Vergleich der teuren audiophilen Netzteile untereinander wird es dann doch schwieriger – aber auch interessanter.
In der Regel werden deshalb vom Kunden noch weitere Kriterien wie das Design und natürlich der Preis in die Kauf-Entscheidung einbezogen.
Man braucht immer mehr Linearnetzteile!
Was aber selbst den engagiertesten High-Ender immer mehr fuchst, ist die Tatsache, dass er mittlerweile nicht mehr mit einem einzelnen Linearnetzteil auskommt, sondern davon gleich eine ganze Batterie benötigt.
Nämlich für …
die Fritzbox (oder einen anderen Router)
den audiophilen Switch
den Roon-Core-Server
den Netzwerkspeicher
den Streamer
den Digital-Analog-Wandler
die Bridge
den oder die Lichtwellenleiter-Konverter
Phonoteile
Kopfhörerverstärker
… uvm
Man braucht für jedes Gerät ein anderes Linearnetzteil!
Und – sofern er sich nicht mit einem Ferrum Hypsos ausrüstet, bei dem man zwischen 5V und 30V jeden beliebigen Wert einstellen kann, schafft er sich notgedrungen ein Netzteil mit nur einer (passenden) Ausgangsspannung an und kann dann damit nichts mehr anfangen, wenn er dann das zu betreibende Gerät wechselt und das neue Teilchen nach einer anderen Stromversorgung verlangt.
Und jedes Netzteil braucht ein gutes Stromkabel!
Und noch ein Ärgernis kommt dabei auf den High-Ender zu:
Jedes Netzteil möchte er natürlich auch mit einem guten Stromkabel versorgen – alleine das kann richtig ins Geld gehen.
Keces macht Schluss mit diesen Ärgernissen!
Keces scheint die Situation erkannt zu haben und kommt mit einem Flaggschiff namens P28 auf den Markt.
Das Design.
Edel und beeindruckend!
Wenn auch mit den runden Anzeige-Elementen ein wenig altbacken, aber solange diese Dinger nicht irgendwelche Endstufen zieren und die Zeiger nicht permanent wild herum wackeln, ist das schon in Ordnung, oder?
Also mir gefällt der P28 richtig gut.
Gewicht:
Satte 14 kg bringt der Keces P28 auf die Waage – da ist ganz sicher nicht nur Luft im Gehäuse!
Maße
Gerade mal 30x28x13 cm sind deutlich weniger als ich bei der Ankündigung befürchtet hatte.
Also dieses Format sollte man wohl noch irgendwo unter bekommen können.
Ausstattung:
Insgesamt 6 Ausgänge hat der Keces P28 zu bieten:
Zone 1 (Mit Anzeige auf der Front)
liefert wahlweise 5V, 7V, 9V oder 12V bei 4A
Zone 2 (Mit Anzeige auf der Front)
liefert wahlweise 12V, 15V, 19V oder 24V bei 4A
Zone 3 (Mit Anzeige auf der Front)
liefert ebenfalls wahlweise 12V, 15V, 19V oder 24V bei 6A
Zone 4 (Mit Anzeige auf der Front)
liefert wahlweise 12V und 15V bei 10A
Zone 5 (Ohne Anzeige auf der Front)
liefert wahlweise 5V oder 9V bei 2A
Zone 6 (Ohne Anzeige auf der Front)
liefert über eine USB-Buchse 5V bei 2,5A und schleust die Musiksignale durch.
USB 2.0 mit Low Speed Rate (1,5Mbps) und High Speed Rate (12 Mbps).
Das Ziel dieser Aktion ist eine vollständige galvanische Trennung.
Verbrauchswerte
Bis hin zu 500 Watt kann der Verbrauch ansteigen, wenn denn alle Ausgänge aktiv belegt sind und gefordert werden. Im Standby zieht das Keces P28 gerade mal 0,5 Watt.
Für umweltbewusste und sparsame Eigner ist vielleicht besonders interessant, dass man den Keces P28 mit nur einem Knopfdruck komplett ausschalten kann (und damit natürlich alle angeschlossenen Geräte) und dass es zusätzlich noch Triggeranschlüsse gibt, mit denen man den P28 durch ein anderes Gerät fern-einschalten lassen kann. Durch den Trigger-Out-Anschluss reicht der P28 das Einschaltsignal auch an andere Geräte weiter, die ebenfalls über eine solche Funktion verfügen.
Hinweis:
Den Router sollten Sie also nur dann über den Keces P28 betreiben, wenn Sie ihn ebenfalls über Nacht oder zu bestimmten Zeiten ausschalten möchten.
Wollen Sie rund um die Uhr telefonisch erreichbar sein, muss der Keces entweder immer eingeschaltet bleiben oder Sie müssen den Router dann doch an ein separates Netzteil anschließen.
Ich würde mich darüber freuen, wenn wir Keces dazu bringen könnten, wenigstens einen Anschluss auch im ausgeschalteten Zustand Strom liefern zu lassen. Andererseits muss ich aber auch zugeben, dass ich meine Geräte nie ausschalte.
Hörtest
Phase 1 – Ich schließe nur ein (!) einzelnes Gerät an den Keces P28 an
Mich interessiert im ersten Schritt, ob so ein teures Gerätchen denn auch zu einem Klangvorteil führt, selbst dann, wenn ich nur eine einzige Komponente anschließe.
Ich wähle daher den PrimeMini als Roon-Core-Server aus.
Er klingt zwar auch schon mit dem mitgelieferten Schaltnetzteil gut, aber durch ein Linearnetzteil wie z.B. dem Keces P8 gewinnt er doch ganz enorm an Kraft, Raum und Körper.
Er lässt sich mit Spannungen zwischen 12V und 24V betreiben – solange wir insgesamt (Ampere x Volt) auf mindestens 80Watt kommen.
Der Keces P28 offenbart mir nun folgende Möglichkeiten:
12V mit 10A = 120 Watt
15V mit 6A = 90 Watt
19V mit 6A = 114 Watt
24V mit 4A = 96 Watt
Allerdings erspare ich es mir und Ihnen, das jetzt im einzelnen aufzubröseln und verrate Ihnen, dass mir die 15V mit 6A eine Winzigkeit besser gefallen haben als die 19V mit 6A.
Bei 12V klingt es mir zu müde – trotz 10A und bei 24V zu hektisch.
Und der Vergleich zum Keces P8?
Eindeutig tut sich hier noch einmal eine neue Klang-Welt auf. Fast möchte man sagen, dass es kein fairer Vergleich ist.
Auch zu anderen Netzteilen wie das Ferrum Hypsos schafft es der P28, einen klanglichen Abstand zu errichten.
Hier stecken eindeutig nicht nur irgendwie mehrere Linearnetzteile in einem Gehäuse, sondern hier liefert uns Keces ein Netzteil in einer völlig neuen Güte.
Schumann-Generator?
Nein – ich möchte hier jetzt nicht in die Welt der Esoterik abdriften. Wer mit dem Begriff nichts anzufangen weiß, der kann ihn ja einfach googlen. Tatsache ist, dass Keces hier im P28 solch einen Generator verbaut hat und es damit jedem Besitzer überlassen wird, den Grund für den besseren Klang mehr in der feinen Technik oder in diesem Generator zu sehen.
Höreindrücke
Der Raum und vor allem die Luft im Raum werden klar und deutlich definiert. Körper in diesem Raum werden richtig positioniert, realistisch und überzeugend umrissen und mit Inhalten gefüllt. Alles klingt wie „aus dem Ärmel geschüttelt“ – keine Spur von Angestrengtheit.
Jeder Ton für sich erhält Körper und Volumen.
Irgendwie denke ich die ganze Zeit an einen 6-Zylinder, weiß nicht wieso.
Und wenn alle Ausgänge belegt sind?
Kommen wir zu der Frage, was denn passiert, wenn der Keces P28 mehrere Geräte – eben sechs Geräte – mit Strom zu versorgen hat. Bleibt der positive Eindruck erhalten oder hört man dann, dass er an seine Klang- und Leistungs-Grenzen kommt?
Stören sich die sechs Geräte vielleicht sogar gegenseitig?
Phase 2 – Ich schließe für meinen Test an:
Zone 1 = Fritzbox 7590 (12V)
Zone 2 = Melco S100 Switch (12V)
Zone 3 = Melco N100 NAS (12V)
Zone 4 = PrimeMini 5 i7 Max (15V)
Zone 5 = Silent Angel München 1 (5V)
Zone 6 = ADOT LWL-Konverter (5V)
In der Theorie ergeben sich nun zwei Fragen:
Wird das Klangbild schlechter, weil sich jetzt 6 Geräte den Strom „teilen“ müssen?
Wird das Klangbild besser, weil jetzt alle Geräte an einem ausgezeichneten Netzteil hängen?
Nun – ich mache es kurz: Die Klangqualität liegt meiner Meinung nach höher, als ich es bisher mit 6 Einzel-Netzteilen in Erinnerung habe.
Bisher war ich davon ausgegangen, dass es einfach nur wichtig sei, die billigen Schaltnetzteile aus der HiFi-Kette zu verbannen und dass man getrost für jeden Verbraucher ein in der Leistung und im Preis zugeschnittenes Linearnetzteil nutzen kann.
Im Moment kommt in mir der Verdacht auf, dass es tatsächlich von Vorteil sein kann, alle diese Verbraucher an einem gemeinsamen Netzteil – also am P28 zu betreiben.
Vielleicht liegt es auch daran, dass das P28 über ein Furutech DPS 4.1-Stromkabel mit rhodinierten NCF-Steckern (natürlich ebenfalls von Furutech) betrieben wird, was ich normalerweise nicht immer bei allen Netzteilen einhalten kann.
So viele NCF-Steckdosen stünden mir ja gar nicht zur Verfügung.
Der nächste Tag
Ich lasse die Konstellation eine Nacht lang eingeschaltet und höre am nächsten Tag erneut hinein.
… müsste mir aber jetzt etwas aus den Fingern saugen, wenn ich hier schreiben sollte, dass sich da noch was getan hätte. Vielleicht kann man das nach ein paar Tagen oder Wochen feststellen, nach einer Nacht jedoch hat sich da (zum Glück) nichts verändert.
Wenn ich hier mal für mich selber sprechen darf, dann ist der Keces P28 für mein Studio ein „Geschenk des Himmels“.
Ich belege eine (!) Steckdose – nutze ein (!) Stromkabel – ein (!) Netzteil …
und kann tatsächlich bis zu sechs Geräte mit DC-Anschluss gleichzeitig betreiben.
Genial!
Wer braucht sonst noch einen Keces P28?
Da sehe ich tatsächlich drei Ziel-Gruppen:
Zum einen all diejenigen, die wie ich etliche Geräte zu versorgen haben und sich nun darüber freuen können, dass sie für alle Devices nur noch ein Netzteil benötigen.
Zum anderen alle, die sich schon immer die Frage gestellt haben, ob es nicht zu den bisherigen Netzteilen unter 1.000,- € eine klangliche Steigerung gibt, auch wenn die dann etwas teurer ist.
Und zuletzt bei allen, die sich davor schützen wollen, viel Geld für Netzteile auszugeben, die nach einem Gerätewechsel doch wieder nicht passen.
Muss man sonst noch etwas bedenken beim Keces P28?
Viele werden sich fragen, ob man den P28 an einer Filterleiste betreiben kann oder ob er direkt in der Wandsteckdose bessere Ergebnisse liefert.
Das muss man natürlich im Einzelfall ausprobieren aber ich denke, er gehört in die Wandsteckdose.
Der USB-Anschluss ist auch ein USB-Isolator
Eine galvanische Trennung zwischen elektronischen Geräten wird heute immer wichtiger, weshalb Trenn-Module im USB-Weg oder auch im LAN-Weg erstaunliche Klangverbesserungen herbeiführen können.
Keces hat es deshalb nicht dabei belassen, dem P28 einfach eine USB-Buchse mit einer 5V Spannung zu verpassen, sondern wartet hier mit einer deutlich besseren Option auf.
So können Sie nun ein USB-Signalkabel von einem Streamer, Roon-Core, CD-Transport oder einer anderen Signalquellen in den USB-In-Eingang des Keces P28 stecken.
Der P28 sorgt dafür, dass die USB-Signale – also die Musik – störungsfrei am USB-Out-Ausgang wieder anliegen.
Fazit:
Das Keces P28 nimmt zurzeit eine Alleinstellung unter den audiophilen Linearnetzteilen ein. Mehr Anschlüsse und flexibler in der Nutzung ist kein anderes Linearnetzteil. Ob Sie einfach nur auf alles vorbereitet sein wollen oder ob sie tatsächlich mehr als eine Handvoll DC-Verbraucher besitzen – der Keces P28 wird Ihnen sehr gute Dienste leisten.
Dass er klanglich mehreren Einzel-Lösungen überlegen zu sein scheint, ist eine tolle Feststellung, deren Bestätigung sich aber noch in der Praxis verfestigen muss.
So oder so erhält das Keces P28 von uns eine ganz dicke Empfehlung!
Hier klicken: Jetzt mit Treuepunkte bestellen (=5% Nachlass)
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9. November 2021ProduktberichteProgressive Audio DAC 992
In diesem Bericht geht es um den neuen DAC-Vorverstärker Progressive Audio DAC 992 aus Essen-Kettwig.
007?
Manchmal komme ich mir wirklich vor wie James Bond.
Nicht etwa, weil ich alleine eine ganze Armee besiegen kann und auch nicht, weil mir die Frauenwelt zu Füßen liegt.
Sondern weil auch ich ab und zu in so etwas wie das Quartier von „Q“ Einblicke erhalte und mit „Erfindungen“ wieder nach Hause komme, die ich vor dem Besuch nicht für denkbar gehalten hätte.
Letzte Woche war es wieder mal soweit. Nachdem ich diesem Gerätchen bisher nur in Form eines gehäuselosen “Elektronik-Knubbels” begegnet war, konnte ich nun das allererste Seriengerät vom neuen Digitel-Analog-Converter-Vorverstärker, kurz DAC 992 für mein Studio abholen.
Und was soll ich sagen!?
Da betreibt man fast 35 Jahre lang ein HiFi-Studio und hat so manchen Artikel kommen und gehen sehen.
Der neue Lautsprecher klingt noch ein wenig besser als der alte und die neue Verstärker-Serie wirkt noch einen Tacken harmonischer.
Nun ja.
Meistens ist der eigentliche Antrieb für die Neuentwicklung aber doch lediglich der Wunsch danach, von den Zeitschriften wieder einmal getestet zu werden, denn über Geräte, die es seit Jahren gibt, da schreibt natürlich niemand was.
Doch manchmal – ab und zu – ganz selten – eigentlich noch nie zuvor …
… passiert es, dass man als Händler einen solchen Knaller präsentiert bekommt wie den neuen DAC 992 von Progressive Audio.
Und diese Bezeichnung wird man sich merken müssen, so man sich denn selber zu der Gruppe der Audiophilen zählt.
Leider “nur” aus Deutschland!?
Eine Schande, dass so ein Prachtstück „nur aus Deutschland kommt“ und damit schon automatisch von denen nicht beachtet werden wird, die der Überzeugung sind, alles Gute muss von weit weit her kommen?
Ralf Koenen hätte es vielleicht wirklich gut zu Gesicht gestanden, in die USA oder gar nach Japan auszuwandern, um uns von dort aus mit seinen edlen Komponenten zu beglücken.
So aber sitzt der Prophet im eigenen Lande … Sie wissen schon.
Doch Dank seiner Ausdauer und seiner Genialität ist ihm schon längst das Kunststück gelungen, sich gegen derartige Denkweisen durchzusetzen und der Welt zu zeigen, dass Deutschland in der High-End-Szene eine gewichtige Rolle mitzuspielen hat.
… und sich weder von den USA, Japan noch von China die Butter vom Brot nehmen lässt.
Und auch das zweite frühere Vorurteil gegen Progressive Audio hat Ralf Koenen bereits aus der Welt schaffen können.
„Sehr gut – aber auch sehr teuer!“ so lautete die Beschreibung der Progressive Audio-Produkte, bis –
ja bis die Extreme-Serie vorgestellt wurde.
Mit ihr war es Ralf Koenen gelungen, high-endige Tugenden, allen voran die zeitrichtige Wiedergabe, in eine Lautsprecher-Preisklasse zu integrieren, in der man genau das bis dahin wohl gar nicht für erforderlich gehalten hatte.
“Wer eine zeitrichtige Wiedergabe erkennen kann, der weiß auch, dass man dafür viel Geld bezahlen muss. Alle anderen wollen doch nur einen tollen Sound und eine geile Optik!”
So ähnlich lautet wohl immer noch die Meinung einiger Hersteller.
Zum Glück hat der Kunde die Wahl.
… doch das ist alles nichts gegen den DAC 992
Alles, was Ralf Koenen bisher abgeliefert hat – verblasst, wenn man sich diesen neuen DAC 992 anhört.
Genau zur richtigen Zeit überrascht Progressive Audio die HiFi-Szene hier mit einer Komponente, die die Rang- und Namenslisten der besten Entwickler weltweit durcheinander schütteln wird wie ein Erdbeben alles, was sich in seinem Epizentrum befindet.
Schließen Sie den DAC 992 an, starten Sie die Musik und nach wenigen Sekunden werden Sie sich eines fragen: „Wie um alles in der Welt ist so etwas möglich?“!
Versprochen!
Kommen wir zu den Fakten:
Der DAC 992 ist ein Digital-Analog-Wandler mit integrierter Vorstufe.
Seine Ausgangsspannung können wir auf zwei Volt fixieren und ihn somit an jedem Vor- oder Vollverstärker betreiben – genau so, wie wir einen CD-Player betreiben würden.
Soll der DAC 992 jedoch Aktivboxen betreiben, dann stellen wir einen Schalter um und erhalten dadurch einen regelbaren Ausgang mit einer Leistung von 2 bis 6 Volt.
Nun brauchen wir nur noch einen Streaming-Client wie z.B. den Auralic Aries, den Nucleus von Roon oder einen Netzwerkspeicher, z.B. von Melco.
Serienmäßig wartet der DAC 992 mit folgenden Ein- und Ausgängen auf:
Eingänge:
1x USB-Eingangsbuchse (Neutrik)
1x XLR (AES-EBU),
3x RCA (Cinch),
2x Toslink (Lichtleiter)
Bis zu 5 digitale Quell-Geräte können gleichzeitig an den DAC 992 angeschlossen werden.
Ausgänge:
1 Paar XLR
1 Paar RCA (Cinch)
Außerdem:
Ein Impulsausgang zum Ein- und Ausschalten von Aktivlautsprechern, zum Beispiel der Extreme-Serie von Progressive Audio.
Und dann gibt es da noch das Mäuseklavier.
Damit schalten wir:
1) Filtereinstellung “sanft” oder “präzise”
2) Phase invertieren
3) Ausgang “fix” oder “variabel”
Symmetrisch – unsymmetrisch? Egal!
„Nehmen Sie das besser klingende Kabel!“ – so lautet die einzige Empfehlung von Ralf Koenen.
Sowohl im Eingang als auch im Ausgang sorgen hauseigene Übertrager für eine galvanische Trennung und damit für eine hohe Unabhängigkeit davon, ob wir ihn symmetrisch oder unsymmetrisch verbinden.
Es bleibt:
Auch der DAC 992 freut sich über wirklich edle Kabel, zum Beispiel über die aus eigenem Hause. Vor allem aber auch über gescheite Stromkabel.
Und wie klingt er nun im Vergleich?
Den kann man sich getrost sparen.
Der klangliche Vorsprung, der sich schon nach einigen Takten für den DAC 992 herausstellt, zu allem, was ich bisher gehört habe, der ist so gewaltig, als müsste man nacheinander mit einem Smart und mit einer S-Klasse von Oberhausen nach Berlin fahren.
Dabei geht es überhaupt nicht um sachliche Fakten, um Genauigkeit, Präzision, Authentizität oder irgend etwas, was man als Bewertung im Vergleich heranziehen könnte.
Die anderen DACs sind ja beileibe kein Schrott – ganz und gar nicht!!
Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist das klangliche Erlebnis ja so beeindruckend.
Die üblichen „Verdächtigen“ in Form von Nils Lofgren, Hugh Masekela, Patricia Barber und vielen anderen mehr sind schnell durchgehört.
Bei jedem einzelnen Song steht bereits nach wenigen Takten fest: So – muss es klingen!
Ich frage mich immer wieder, ob ich das über einen Plattenspieler schon jemals so gut gehört habe und muss die Antwort schuldig bleiben.
Jeder einzelne Ton gewinnt an Volumen, an Kraft, an Dynamik. Der Aufnahmeraum wird wie selbstverständlich genau so dargestellt, wie er wohl gewesen sein muss.
Jedes Instrument erhält seine ureigene Größe zurück. Da gibt es kein Klavier wie beim Puppentheater – hier steht ein Flügel in seiner beeindruckenden Mächtigkeit in meinem Studio.
Zehnmillionen Klangfarben und Facetten deckt der DAC 992 behutsam auf und erzeugt in mir das Gefühl, als müsste ich mich bei ihnen allen dafür entschuldigen, dass ich sie nicht schon eher befreit habe.
Die Musik fließt …
Das wichtigste aber ist dieser unbeschreibliche Fluss in der Musik, der auf der Stelle dafür sorgt, dass man sich einfach „sauwohl“ fühlt.
Es gibt glatt geschliffene Steine, die man streicheln muss (Handschmeichler). Es gibt bauschige und wunderbar duftende Kissen, in die man sich grinsend hineinkuschelt.
… und jetzt gibt es mit dem DAC 992 Musik, die uns ganz und gar umhüllt und in der wir uns einfach treiben lassen wollen.
Ausklinken aus der realen Welt, nur noch Musik hören und mit ihr verschmelzen.
… und endlich verstehen, was Genuss und Musik miteinander zu tun haben.
Am Ende bleibt nur eine Frage offen:
Was kostet denn jetzt so ein DAC 992?
Antwort: 7.998,- € – inklusive USB-Eingang
Ralf Koenen geht mit dieser Entscheidung aus meiner Sicht ein hohes Risiko.
Seine Absicht lautet unverkennbar, die HiFi-Szene mit dem Preis für den DAC 992 mehr als zu überraschen.
Sicher hat der große Erfolg seiner Extreme-Serie zu diesem Entschluss beigetragen.
Und jeder, der lieber selber hört, statt Berichte wie diesen hier zu lesen, wird sich darüber freuen und zusehen, dass er sich einen DAC 992 “an Land zieht”, bevor es sich Ralf Koenen doch noch anders überlegt.
Aber man muss auch erkennen, dass sich Progressive Audio damit über die Gesetze des professionellen Journalismus hinwegsetzt.
Keine Redaktion der Welt wird oder kann diesen DAC 992 so bewerten, wie sie es vielleicht gerne tun würde.
„Man muss Platz nach oben lassen!“ oder: „Man kann nicht allen anderen zwischen die Beine treten, von denen man lebt!“ und: „Wer weiß denn schon, was wir im nächsten Monat zu testen bekommen!?“.
Alte Redakteurs-Weisheiten, die man überhaupt nicht anfechten kann, die Bestand haben in einer Welt, in der man Monat für Monat immer wieder ähnliche Dinge zu bewerten hat.
Ralf Koenen interessiert sich nicht die Bohne für solche Gedanken und er geht seinen eigenen Weg in seiner eigenen Welt.
Und irgendwie – scheint er damit richtig zu liegen. Wieso auch immer.
Fazit:
Möglicherweise werden Sie meinen Bericht für vollkommenes Werbegesülze halten. Vielleicht werden Sie mir vorwerfen, mich als Händler nicht professionell zu verhalten, weil ja auch ich in meinem Studio teurere DACs im Programm habe.
Aber da merke ich gerade, dass ich mich der Sichtweise eines Ralf Koenen annähere.
Diesen DAC 992 „journalistisch korrekt“ zu beschreiben, bringe ich einfach nicht fertig.
Progressive Audio DAC 992 bestellen. (Lieferzeit etwa 4 Wochen!)
[...]
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9. Januar 2021ProduktberichteUSM Haller Lautsprecher von Progressive Audio
USM Haller Lautsprecher von Progressive Audio
Ab sofort bei AUDIOSAUL vorführbereit – die aktuelle Generation der USM Haller Lautsprecher von Progressive Audio. Vom Hersteller nur kurz “Edition” genannt.
Was passiert, wenn ein klassisches, etabliertes und traditionelles Möbel mit einem Ausnahme-Lautsprecher wie einem aus der Extreme-Serie von Progressive Audio eine Liaison eingehen will?
… eine Geschichte wie von Romeo und Julia?
Irgendwie schon, aber diesmal mit einem exzellent klingenden Ende.
Denn zum Glück stammt diese moderne Version einer Liebesgeschichte mal nicht aus der Feder eines William Shakespeare.
Obwohl sie ebenfalls damit begann, dass die beiden Liebenden zunächst nicht zueinander finden sollten.
Für das „Haus USM Haller“ stand ein Gesichtsverlust im Raum, wenn man diese Liebschaft ungeprüft zuließe, der Bewerber sich aber als nicht standesgemäß erweisen würde.
Für das „Haus Progressive Audio“ lauerte in dieser Verbindung das Risiko, über die eigene Produkt-Familie Schande zu bringen, wenn es sich denn herausstellte, dass dieses Fräulein sich als lockeres Mädchen mit weiteren Affären entpuppen würde.
Viel Entwicklungsarbeit lag vor Progressive Audio
Progressive Audio hatte die Aufgabe zu bewältigen, alles das, was die Extreme-Serie zu einem der etabliertesten Deutschen Lautsprecher werden ließ, unbedingt auch dann noch zu gewährleisten, wenn sie in einem neuen Kleid daher käme.
Bei der Entwicklung von High-End-Lautsprechern ist es ja keineswegs damit getan, einfach eine Weiche an die verwendeten Chassis anzupassen. Um bei den Zielen Zeitrichtigkeit, Natürlichkeit, Timing und korrekte, dreidimensionale Wiedergabe Maßstäbe setzen zu können, muss auch jedes Detail eines Gehäuses in den Berechnungen berücksichtigt werden.
Um sicher zu stellen, dass ein USM-Haller-Lautsprecher exakt so klingt wie das Original, warteten viele Tüftelarbeiten auf Ralf Koenen.
War es möglich, das Innenleben eines Lautsprechers einfach direkt in das USM-Haller-Material einzubauen? Musste man es vielleicht verstärken, verdoppeln …?
Am Ende entstand eine äußerst praktische und sinnvolle Konstruktion.
Die Extreme-Lautsprecher bekamen passgenaue Innengehäuse, die man exakt in die gedämmten USM-Haller-Module einschieben konnte.
Die Herstellung und Anpassung der hierfür benötigten Sonderteile oblag indes natürlich der Marke USM Haller.
Doch selbst die Oberflächen der Front so wie auch die Metallstangen der USM-Haller Gehäuse störten anfangs noch den Klangaufbau und die Schall-Ausdehnung.
Die Festlegung der Bodenabstände für die Mittel-Hochton-Coaxial-Chassis erforderten neue Anpassungen.
Die Weichen der passiven Versionen waren fast noch komplizierter neu zu berechnen als die neue Auslegung der aktiven Verstärkerzüge.
Bei der aktiven Extreme I, der kleinen „Regalbox“ aus der Extreme-Serie, schien es lange Zeit der bessere Weg zu sein, die Elektronik in den Fuß zu integrieren, was ihr aber vom Design her die Leichtigkeit nahm. Während die passive Version der Extreme I als Lautsprecher beim Musikhören optisch und akustisch vollkommen verschwand und nur noch das dreidimensional akkurat abgebildete Aufnahmegeschehen wie frei schwebend im Raum erzeugt wurde, störte das geschlossene Gehäuse unter der aktiven Extreme I doch ein wenig das ästhetische Empfinden der Käufer, was sich auch auf das Hörempfinden auswirkte.
Kein Design-Bruch zwischen aktiv und passiv!
Also musste ein Weg gefunden werden, die Aktiv-Einschübe der Extreme I in das Gehäuse der Lautsprecher zu integrieren. Genau das war dann allerdings auch der Durchbruch und das Erfolgsrezept gleichzeitig für die Aktiv-Ausführung.
Minimal-Art
Der Namensgebung dieser Deutschen Lautsprecherserie folgend, fühlt sie sich am wohlsten, wenn man sie in einer Kette mit extrem wenigen Beteiligten betreibt.
In der Mitte eine Streaming-/Vorstufen-Kombi wie den Auralic Altair – rechts und links die Aktiv-Boxen und fertig ist die High-End-Anlage der Zukunft!
Viele gute Lautsprecher laufen unter Wert!
Sich tolle Lautsprecher zu kaufen, ist das eine – aber den passenden Verstärker zu finden – ist das andere.
Mal ist einem nach dem Boxenkauf das Geld ausgegangen, mal hat man sich blind auf einen Testsieg verlassen und ein anderes mal hat man einfach den vorhandenen Verstärker aus guten alten Zeiten weiter betrieben, weil der ja schon immer „gut gewesen ist“.
Mit dem Ergebnis, dass wir leider oft genug nicht einmal erahnen können, wozu unsere neuen Lautsprecher fähig wären, wenn wir sie mit dem passenden Verstärker betreiben würden.
Aktiv-Lautsprecher beseitigen dieses weit verbreitete Problem!
Bei einem echten Aktiv-Lautsprecher passt nicht nur der Verstärker zum Lautsprecher, sondern jedes einzelne Chassis (Weg) hat seinen eigenen Verstärker. Bei einem Drei-Wege-Lautsprecher sind das also insgesamt sechs (!!) perfekt auf die Wege abgestimmte Verstärkerzüge.
Die Extreme I gilt unter Kennern als die Alternative zu teuren Kopfhörern schlechthin
Wer schon bei der Suche nach einer korrekten Musikwiedergabe die besten Kopfhörer der Welt getestet hat und zu dem Entschluss gekommen ist, dass er diese Dinger auf dem Kopf nicht mag, der bekommt mit der Extreme I eine Alternative, die er lieben wird. Ob mit oder ohne USM-Haller-Gehäuse.
Baut man sich mit der Extreme I ein kleines Stereodreieck auf, muss man nur noch die Musik starten und die Augen schließen, um mit jedem Titel-Wechsel von einem Konzertsaal in den nächsten zu reisen. Riesige Bühnen mit voll besetztem Orchester, kleine Jazz-Keller, berühmte Kirchen oder auch nur kunstvoll aufgezeichnete Studio-Aufnahmen erwachen in Ihrem Wohnzimmer zum Leben und nichts beeinträchtigt Ihre Bewegungsfreiheit.
Sogar zu zweit nebeneinander lässt sich dieses Klangwunder genießen.
Also doch nicht Romeo und Julia?
Nein, definitiv nicht. Das Genre der Dramen bleibt zum Glück den Theater-Bühnen überlassen und in unserer Geschichte wird aus Romeo und Julia eine glückliche Beziehung, die schon bald auch Ihren Raum mit einem verzaubernd echten Klangbild und einem standesgemäßen Erscheinungsbild bereichern kann.
Welches Modell eignet sich für welchen Raum?
Die Extreme I …
ist ganz klar der Desing-Sieger, der sich ganz automatisch in die Gunst der Käufer spielt. Sie passt in den allerkleinsten Raum, macht sich aber auch vor den größten Räumen nicht bange und hat bereits in einer Essener Kirche den Organisten verblüfft glauben lassen, man hätte eine neue Orgel angeschafft, ohne ihn zu beteiligen. 🙂
(Da gibt es sogar ein Video von)
Die Extreme II …
gibt es nicht in der USM-Haller-Version.
Die Extreme III …
ist der „Ein-für-allemal-rundum-glücklich-und-zufrieden-Lautsprecher“ für jeden Anspruch. Ob Klassik oder Jazz, Popmusik, Schlager oder je nach Lust und Laune bunt gemischt – die Extreme III beherrscht jedes Genre, sorgt für ein fundamentales Tieftongerüst und verzaubert mit seinem Coaxial-Chassis in den Mitten wie auch in den höchsten Höhen.
Die Extreme IV …
ist das Ergebnis der Aufgabe, dem Begriff Extrem einen Superlativ-Status zu verschaffen. Schon das Design deutet an, was der Käufer einer Extreme IV für ein Klangergebnis erwarten darf.
Gibt es einen Klangunterschied zwischen den Serienmodellen und den USM-Haller Editionen?
Nein, definitiv nicht. Weder USM-Haller noch Progressive Audio könnten das akzeptieren.
So ist die Edition nichts anderes als eine Hommage an dieses unvergleichlich schlichte Möbel-Design.
Ein Klassiker durch und durch.
Preise:
Extreme I USM-Haller-Edition – passiv – 5.998,- €
Extreme I USM-Haller-Edition – aktiv – 8.998,- €
Extreme III USM-Haller-Edition – passiv – 12.998,- €
Extreme III USM-Haller-Edition – aktiv – 18.000,- €
Extreme IV USM-Haller-Edition – passiv – 22.000,- €
Extreme IV USM-Haller-Edition – aktiv – 28.000,- €
Hinweis: Das Modell Extreme II ist aus technischen Gründen nicht in der USM-Haller-Edition erhältlich.
Vereinbaren Sie jetzt mit uns einen Hörtermin. Wir freuen uns auf Sie.
Hier geht es direkt zum Produkt.
Zum Bestellen senden Sie uns bitte eine E-Mail-Anfrage mit Ihren Farb- und Ausführungswünschen oder rufen Sie uns einfach an und wir besprechen die lieferbaren Optionen miteinander.
Farben: Alle Standard-USM-Haller-Farben sind bestellbar. [...]
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9. Dezember 2020ProduktberichteZarathustra S4 und Pluto Audio 7A Prestige – Revision Teil 1
Hinweis: Dieses Laufwerk und auch der Tonarm stehen zum Verkauf!
Bitte sprechen Sie uns an.
Sie haben weder ein Zarathustra-Laufwerk noch einen Pluto-Audio-Tonarm?
Macht nichts! Lesen Sie doch einfach trotzdem weiter und erfahren Sie ein wenig mehr über die vielen Aspekte, die es bei der Entwicklung eines Laufwerks oder eines Tonarms zu bedenken gibt.
Wenn man sich so manche Plattenspieler anschaut, meint man ja schnell, sie seien in wenigen Minuten montiert und spielbereit. Aber stimmt das auch? Lesen Sie weiter und beurteilen Sie dann selbst.
In diesem ersten Teil geht es um das Laufwerk S4 von Zarathustra.
Zum zweiten Teil des Berichts, in dem es dann um den Tonarm Pluto Audio 7A Prestige geht, klicken Sie auf diesen Link.
Meine beiden hier gezeigten Komponenten stammen aus dem Jahr 1988 und hatten schon seit langem mal wieder eine Überprüfung nötig. Da sich ein Kunde für den Kauf der Objekte interessierte, beschloss ich, mir mal einen ganzen Tag dafür frei zu nehmen und die nächste gründliche Revision in Wort und Bild festzuhalten.
Nach der Demontage des Tonarmes sah es dann zunächst einmal so aus:
Ein paar Worte über dieses Laufwerk
Bei meinem S4-Laufwerk handelt es sich tatsächlich um den allerersten S4-Plattenspieler, den Simon Yorke jemals gebaut hat. Es ist ein Vorserienmodell, das dann aber genau so in die Serie ging.
Und das alles kam so:
1987 besuchten mich Eduardus Driessen von Pluto Audio und Simon Yorke von Zarathustra.
Mark Levinson hatte sich das S5-Laufwerk ausgesucht, um es unter dem Namen Cello zu vermarkten. Cello, so hieß die damalige Marke, die Mark Levinson zusammen mit Tom Colangelo gegründet hatte.
Mark gefiel es nicht, dass der Zarathustra eine matte Oberfläche hatte und der Pluto-Tonarm, den er ebenfalls bei seinen Cello-Plattenspielern verwenden wollte, aus glänzend poliertem Titan bestand. Er bat daher beide Entwickler, gemeinsam einen Weg zu finden, das optisch besser aufeinander abzustimmen.
Simon besuchte deshalb Eddy in Hengelo (NL) und beide machten sich auf den Weg zu mir, da ich 1986 die Distribution für Pluto Audio übernommen hatte. Sie wollten mich davon überzeugen, dass ich meine Tätigkeit auch unbedingt auf Simons Produkte ausdehnen müsste.
Natürlich fühlte ich mich geschmeichelt und hätte gerne den Vertrieb übernommen, aber eine Marke zu vertreiben, die lediglich ein einziges Laufwerk zum Preis von weit über 10.000,- DM produzierte (das Cello sollte sogar 16.000,- DM kosten), war nicht besonders reizvoll und ich fragte Simon, ob er nicht auch ein günstigeres Laufwerk konstruieren kann.
Das lehnte Simon entrüstet ab und meinte, dass er entweder das beste Laufwerk der Welt bauen wollte oder gar keins.
Ich legte Argumente nach und schilderte ihm meine Sichtweise:
“Das S5 hat ein schweres und zerbrechliches Glasgehäuse.
Das S5 hat eine schwere und fast ebenso zerbrechliche Schieferplatte.
Das S5 hat ein großes und teures Netzteil.
Solche Teile kann man doch zunächst weglassen und dann als optionales Zubehör zum Aufrüsten anbieten!”
Mit diesen Aussagen hatte ich wohl Simons Interesse geweckt und er versprach zumindest mal darüber nachzudenken.
Einige Wochen später bekam ich überraschend Post von ihm. Ein ziemlich großes und schweres Paket. In dem Karton befand sich das S4- Laufwerk, was Sie hier auf den Bildern in diesem Bericht sehen können.
Ich war auf der Stelle begeistert, montierte einen Pluto Audio Tonarm, probierte ein paar gute Tonabnehmer … und bestellte sofort ein halbes Dutzend dieser Laufwerke.
Das S4 verkaufte sich außerordentlich gut und schon 1989 erreichte mich ein Glückwunschschreiben von Simon mit einem Zertifikat. Darin bescheinigte er mir, dass nirgendwo auf der Welt mehr Zarathustra-Laufwerke verkauft worden sind als in Deutschland.
Woran lag das?
Es war dieses Design, diese konsequente Konzentration auf das Wesentliche und das Weglassen aller Dinge, die überflüssig waren und daher nur von der eigentlichen Aufgabe eines Plattenspielers ablenkten. Der Name “Zarathustra” war für Simon nicht nur ein Name, er war Programm. Eine Lebenseinstellung.
Weiterer Werdegang der Marke Zarathustra
Leider entwickelte sich Simons privates Leben in den folgenden Jahren nicht positiv und der finanzielle Druck stieg. Ich übergab deshalb die Distribution an einen Interessenten mit größerem Budget als er mir zur Verfügung stand. Allerdings ging der Plan nicht auf.
Kurz danach verschwand Simon und lebte eine Weile in Indien.
Den Markennamen Zarathustra und das Design des S4 hatte mein Nachfolger Simon abgerungen. Als Simon nach Europa zurückkehrte, blieb ihm nichts anderes übrig, als seine nachfolgenden Laufwerke einfach “Simon Yorke” zu benennen und mit einem neuen Design zu versehen.
Demontage des Laufwerks.
Haben wir den Tonarm vom S4 demontiert, entfernen wir den Antriebsriemen und heben den Plattenteller ab.
Doch Vorsicht!!!
Der Plattenteller klemmt dabei nämlich leicht die Lagerachse fest und dann zieht man sie mit nach oben, was gefährlich werden kann.
Im Lager herrscht dann nämlich ein ansteigender Unterdruck. Irgendwann wird der Unterdruck so stark, dass die Achse aus dem Plattenteller rutscht und wie ein Bolzen beim Gewehr dafür sorgt, dass die beiden Lagerkugeln aufeinander prallen. Möglicherweise überleben sie das (die Kugeln), aber wahrscheinlich ist, dass sie Beschädigungen im Kontaktbereich davon tragen, die den sauberen Lauf von da an stören.
Also besser:
Holen Sie sich Hilfe. Heben Sie den Plattenteller (fast 15 kg!) so waagerecht wie möglich an, ohne ihn zu verkannten. Lassen Sie die zweite Person auf die Mittelachse drücken, damit die unten bleibt.
Zur Plattentellerauflage
Einen nicht geringen Teil seines klanglichen Erfolges hatten die ersten Zarathustra-Laufwerke der Record-Interface-Matte zu verdanken, die fest mit dem Plattenteller verklebt wurde. Die Produktion dieser Auflage wurde Ende der 1980-er eingestellt, nachdem alle Welt nur noch CD-Player kaufte. Es folgte eine lange Phase des Experimentierens. Alle nachfolgenden Auflagen hatten ihre Vor- und Nachteile und man konnte mit ihnen die Stimmung der Musik beeinflussen. An die Neutralität und klangliche Bandbreite der Record-Interface-Matte kam jedoch keine andere Auflage heran.
Es geht weiter.
Ist der Plattenteller entfernt und liegt er auf einer weichen Unterlage, kann man nun die Lagerachse mit leichten Drehbewegungen langsam (!) aus dem Lager heben.
Hinweis:
Geht das sehr leicht oder gibt es bei Ihnen gar keinen Unterdruck im Lager, dann stimmt was nicht mit dem Lager. Im besten Fall hatten Sie einfach nur zu wenig Öl im Lager. Dann muss man hoffen, dass es nicht all zu lange trocken gelaufen ist und die Achse keinen Schaden genommen hat.
Kommen Sie aber bitte nicht auf die Idee, die Achse schleifen und polieren zu lassen. Dadurch würde sie zu dünn werden. Der Durchmesser der Achse ist genau berechnet und darf nicht kleiner werden.
Im Lager wurden gelöcherte Teflonflächen eingeklebt (im Bild in gelb zu sehen). In diesen Löchern muss sich Öl sammeln können. Durch die Drehbewegung beim Spielen zieht die Achse (Stichwort: Oberflächenspannung) fortlaufend Öl mit sich und dieser Ölfilm liegt dann zwischen Achse und der Teflonschicht.
So muss es sein – aber dazu später noch mehr.
Lager demontieren
Um das Lager ausbauen zu können ohne den Gewindering zu beschädigen, benötigen Sie Spezialwerkzeug wie es auf dem Bild zu sehen ist. Ist das nicht vorhanden, suchen Sie sich zwei kurze Metallstäbe oder Schrauben, die genau in die beiden Löcher des Gewinderings passen. Sind sie zu dünn, dann stellen sie sich nur schräg und Sie können beim Aufdrehen abrutschen und sich verletzen. Nun legen Sie einen langen Gegenstand wie z.B. einen Kochlöffel zwischen die beiden kurzen Stäbe, benutzen ihn als Hebel und drehen den Gewindering ab. Danach kann man das Lager nach unten entfernen.
Ausgleichsgewicht demontieren
Mit einem passenden Innensechskantschlüssel schrauben wir jetzt das Tonarm-Ausgleichsgewicht ab. Dieses ist grundsätzlich ausgelegt für mittelschwere bis schwere Tonarme. Sollten Sie einen leichten Tonarm verwenden wollen, brauchen Sie sich aber auch keine Sorgen zu machen. Das funktioniert auch mit dem gleichen Gewicht. Eventuell werden Sie später nur an dem Fuß vorne links ein paar Distanzscheiben mehr unterlegen müssen.
Tipp:
Wollen Sie das volle Klangpotential eines Zarathustra-Laufwerks ausschöpfen, sollten Sie bei einem schweren oder mittelschweren Arm bleiben. Ein Zarathustra kann durch eine fulminante, abgrundtiefe und rabenschwarze Basswiedergabe überzeugen, ohne sich dabei im Hochtonbereich limitierend auszuwirken. Eine übertrieben analog wirkende Wiedergabe mit “Hamilton-Effekten” ist nicht sein Ding.
Terminals demontieren
Nun brauchen wir einen kleinen langen Innensechskantschlüssel, um von unten die Befestigungsschrauben der Terminals lösen zu können. Sind sie gelöst, lassen sich die Terminals einfach von den Achsen abziehen.
Kontrolle des Subchassis
Nun sind alle Bauteile vom Subchassis entfernt die wir abbauen können. Die drei seitlich aus dem Chassis ragenden Stangen sollten wir auf keinen Fall entfernen, sondern lediglich daraufhin überprüfen, ob sie auch noch wirklich fest im Chassis stecken oder ob sie wackeln.
Haben wir uns von ihrem festen Sitz überzeugt, können wir uns mit der Reinigung und der nachfolgenden Montage des Laufwerks befassen.
Womit sollte ich die Teile reinigen?
Eigentlich reicht es aus den Staub abzuwischen. Hat sich Nikotin oder anderes auf der Oberfläche abgesetzt, verwende ich zur Reinigung und zur Pflege der Oberflächen handelsübliches Babyöl. Einfach deshalb, weil man die glasgestrahlten Oberflächen damit wunderbar sauber bekommt und das Öl nebenbei auch noch angenehm riecht.
Das Subchassis …
besteht aus mehreren Schichten Zitronenholz.
Was hier jetzt fast nach Voodoo klingt und manche mögen sich auch schon wieder vorstellen, dass es sich dabei um speziell geweihte Bäume handelt, die von Jungfrauen in einer Vollmondnacht … ach lassen wir das.
Dieses Zitronenholz ist nicht wirklich etwas besonderes – wir können es am besten mit gewöhnlichem Sperrholz vergleichen. Wichtig für das Klang-Ergebnis ist nur, dass die Oberfläche gebeizt und nicht gespachtelt und lackiert wurde.
Sicher – so ein offenporig gebeiztes Chassis wirkt optisch nicht sonderlich edel. Man kann schon verstehen, dass designorientierte Mitmenschen den Wunsch verspürt haben, die Oberfläche mit einem deckenden Metallic-Lack zu versehen. Klanglich jedoch kommt das einer Manipulation, manchmal sogar einer Zerstörung gleich.
Das größte Problem besteht darin, dass Sie bei den lackierten Chassis nicht herausfinden können was Sie da genau besitzen, ohne es zu beschädigen. Was verbirgt sich also hinter dieser schönen Fassade? Ist es ein noch soeben gut klingendes Subchassis oder ist es völlig indiskutabel?
Nun gut – dieses Subchassis hier ist ein Original wie sich das gehört. Zur Reinigung und Pflege wische ich es ebenfalls mit ein paar Tropfen Baby-Öl sauber und mit einem neuen Lappen wieder trocken.
Metallteile reinigen
Bei den Metallteilen handelt es sich überwiegend um Edelstahl, der glasgestrahlt wurde. Das kann nicht rosten und das sieht gut aus. Wenn Sie doch so etwas wie Rostflecken entdecken, dann handelt es sich dabei um Flüssigkeiten, die auf dem Stahl getrocknet sind. Auch die lassen sich mit dem Baby-Öl einfach wegwischen.
Das alte Öl aus dem Lager entfernen.
Hierzu verwenden wir einfach Papier-Küchentücher. Drehen Sie eine Ecke zu einer Rolle und schieben Sie das Papier drehend in das Lager. Beim ersten mal wird es sich ziemlich stark voll Öl saugen und Sie werden erschreckt darüber sein, wie schmutzig das ist.
Nach und nach werden die Küchentücher aber immer sauberer das Lager verlassen.
Die untere Lagerkugel begutachten.
Drehen Sie das Lager um und prüfen Sie, ob die Kugel heraus fällt oder ob sie sich mit einer langen Pinzette lösen lässt. Wenn ja, holen Sie sie heraus und prüfen Sie die Kugel auf plattgeschliffene Stellen. Ansonsten leuchten Sie mit einer Taschenlampe in das Lager und versuchen Sie auf diesem Weg die Kugel zu begutachten. Haben Sie den Verdacht, dass die untere Kugel nicht mehr in Ordnung ist, geben Sie mit einem Schraubenzieher und einem kleinen Hämmerchen ein-zwei kurze, harte Schläge auf die Kugel. Dabei muss sie sich lösen und Sie können sie herausnehmen.
Sollte die Kugel tatsächlich eine plattgeschliffene Stelle haben und Sie keinen Ersatz beschaffen können, dann achten Sie einfach beim Einsetzen darauf, dass die platte Stelle nicht wieder genau oben zu liegen kommt.
Wer sicher gehen will, dass die Kugel sich später nicht verschieben oder verdrehen kann, der kann jetzt einen winzigen (!!) Tropfen Superkleber auf die Kugel geben und sie damit unten im Lager verkleben. Dazu benötigen Sie eine lange Pinzette, die bis hinunter in das Lager reicht.
Die Kugel an der Achse prüfen
Ist sie in Ordnung, prüfen und reinigen wir die Achse selbst mit Autosol oder ähnlichem.
(Aber unbedingt hinterher mit Babyöl sämtliche Autosol-Rückstände entfernen!!!)
Die Achse selbst darf leichte Riefen aufweisen. Die kommen davon, dass die Achse in der gelöcherten Teflonschicht läuft und mit der Zeit selbst bei bester Ölung einfach ein paar „Laufspuren“ entstehen. Das ist in der Regel ohne Bedeutung. So lange Sie die Riefen nicht deutlich mit dem Finger spüren können brauchen Sie sich nicht zu sorgen.
Hinweis:
Füllen Sie jetzt noch nicht wieder das Öl in das Lager, das kommt erst viel später!
Die Montage
Wir beginnen die Montage damit, das Lager ohne Achse und ohne Öl in des Subchassis zu schrauben. Ohne Öl deshalb, weil wir das Subchassis noch mehrmals kopfüber halten müssen und das Öl dann immer wieder herauslaufen würde.
Legen Sie die große Unterlegscheibe über das Gewinde und drehen Sie dann den Gewindering fest. Benutzen Sie dazu das Spezialwerkzeug oder wie oben beschrieben den Kochlöffel und die beiden kurzen Stangen/Schrauben.
Ziehen Sie den Ring ruhig ordentlich fest, denn es klemmt das Holzchassis ein und dieses Material arbeitet je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit. “Ordentlich fest” ist gut. Auf gar keinen Fall darf das Lager wackeln oder durchrutschen wenn Sie versuchen, es mit der Hand zu drehen. Das Lager muss mit dem Chassis zu einer Resonanz-Einheit verschmelzen – das ist ganz wichtig für den Resonanz-Kreislauf – dazu später mehr.
Nun legen wir das Subchassis mit der Oberseite nach unten auf den Tisch und stecken die drei Terminals so auf die drei Achsen, dass wir an die Innensechskantschrauben heran kommen.
Welches Terminal Sie auf welche Achse schieben, ist dabei vollkommen egal – sie sind alle gleich.
Extrem wichtig ist allerdings der richtige Abstand zum Lager. Hierzu benutzen wir das zweite Spezialwerkzeug von Simon Yorke – eine Holzschablone, die man sich auch selber erstellen kann.
Wir beginnen mit einem Terminal und machen nach Belieben weiter – eine festgelegte Reihenfolge gibt es nicht.
Der korrekte Abstand zwischen Lager und Terminal ist für den Klang des Laufwerks von entscheidender Bedeutung.
Stimmt der Abstand dieser Terminals zum Lager hin, ergibt sich ein ausgeklügeltes Schwingverhalten der gesamten Konstruktion. Das Gewicht vom Plattenteller hat sich nicht einfach „so ergeben“ und bei den gewählten Federn hat man nicht etwa einfach genommen „was da war“. Alles ist Teil einer komplizierten Berechnung, die schon optisch wunderbar
funktioniert.
Wer bei einem korrekt montierten Zarathustra nämlich leicht (!) auf die Mittelachse des Lagers drückt, der kann beobachten, wie die gesamte Subchassis-Konstruktion „pumpt“ als würde das Subchassis an Stangen geführt. Da wackelt nichts hin und her, da verdreht sich nichts und da taumelt auch nichts.
Der Takt in dem das Chassis pumpt liegt bei exakt 3,2 Hz. Auch dieser Wert ist das Ergebnis einer speziellen Formel, mit der Simon Yorke es verhindern wollte, dass die Resonanz des Eigenschwingverhaltens sich auf das Klangergebnis auswirken kann.
Die Idee geht aber eben nur auf, wenn man ein S4 exakt so aufbaut, wie es Simon Yorke festgelegt hat.
Weiterer Aufbau – das Dreieck-Gestänge
Achten Sie beim Festschrauben der Innensechskantschrauben in den Terminals darauf, dass die Terminals flach auf dem glatten Untergrund liegen und sich nicht verkantet haben.
Nun können Sie das zuvor demontierte und mit Baby-Öl gereinigte Dreiecksgestänge wieder zusammenstecken und die drei Füße in die Terminals stellen. Achten Sie darauf, dass das Zarathustra-Zeichen später auch nach vorne zeigt.
Die ersten Dreiecke bestanden aus drei Stangen und das Zarathustra-Zeichen konnte man frei verschieben. Später bestand die vordere Seite (mit dem Zeichen) aus zwei kurzen Stangen. Hierdurch war noch etwas mehr Flexibilität zu erreichen.
Die Füße
Die Füße des Dreiecks haben jeweils zwei Löcher für die Stangen und zwei Schrauben zur Fixierung der Stangen. Die jetzt zu bewältigende Aufgabe liegt darin, die Stangen so zu verschieben, dass sie in jeden Fuss ausreichend weit eingeschoben sind, damit sie von der Halteschraube auch erfasst werden und die Füße dabei so auszurichten, dass sie exakt über den Terminals schweben. Das kann eine Weile dauern und ein Helfer ist dabei mal wieder gut brauchbar.
Geben Sie nicht auf, bevor sich die drei Füße nicht wirklich absolut korrekt über den Terminals befinden. Wer hier schludert, der muss sich später nicht darüber wundern, wenn es nicht klingt oder das Laufwerk „schief“ aussieht.
Tonarm-Ausgleichsgewicht wieder anschrauben
Haben wir auch das Ausgleichsgewicht gereinigt, dann können wir es jetzt wieder anschrauben. Das ist keine komplizierte Aufgabe, denn es gibt kein Langloch und so kommt das Gewicht wieder genau an die Stelle, an die es gehört. Wir nehmen einfach das Dreieckgestänge ab und schrauben das Gegengewicht an.
Lagerachse und Plattenteller montieren
Ist das gelungen, können wir das Dreieck auf den Tisch stellen, das Subchassis umdrehen und auf das Dreieck stellen.
Hierfür ist es von Vorteil, wenn man drei große, dicke Gummiringe hat, die man über die Füße schieben kann.
Wer die passenden Gummiringe nicht zur Verfügung hat, der kann sich einfach drei Bierdeckel besorgen und das Subchassis mit den Terminals direkt auf die Bierdeckel stellen. Das Dreieck braucht man dann erst mal noch nicht.
Welches Öl gehört in das Lager?
Zwar verfüge ich über ausgezeichnetes Lageröl von Pluto Audio, aber – ich mache mir da eigentlich gar keinen großen Kopf drum.
Weder die exakte Viskosität noch die Temperatur des Öls spielen bei einem Zarathustra-Lager eine entscheidende Rolle. Es darf natürlich nicht extrem zäh sein, denn dann bremst es den Teller und belastet den Motor unnötig. Es darf auch nicht verharzen.
Manche schwören auf Nähmaschinenöl, andere auf Ballistol und wieder andere auf Motoröle vom Auto.
Ich sage mir: Ein Öl, was extreme Temperaturen übersteht und über tausende von Kilometern die beweglichen Teile eines Automotors ausreichend schmiert, dass wird die Belastungen in einem Plattentellerlager ganz sicher auch heile überstehen und seine Aufgabe mit Bravour erfüllen. Oder sehen Sie das anders?
Klanglich habe ich jedenfalls zwischen verschiedenen Ölen nie Unterschiede feststellen können. Auch nicht mit viel Einbildungskraft. Aber das mag bei anderen Plattenspielern und Lagerkonstruktionen anders sein.
Und die Menge?
Hier gibt es keine Mengenangabe, nur eine einfach Methode.
Ich habe da so eine Pipette, die ich zwei mal mit Öl fülle und die ich dann in das Lager entleere. Diese Menge ist ein wenig zu viel – was ich weiß.
Nun lasse ich die Achse in das Lager gleiten. Ist die Achse weit genug eingesunken, so dass nicht mehr die Gefahr besteht, ich könnte die Achse verkanten, drücke ich ein klein wenig nach und drehe die Achse dabei.
Immer wieder beobachte ich den Spalt zwischen Lager und Achse.
Irgendwann sieht man, wie die absinkende Achse Öl oben aus dem Lager drückt.
Alles Öl, was oben herausgedrückt wird, ist zu viel. Mit einem gefalteten Küchentuch gehe ich jetzt in den Spalt zwischen Achse und Lager und das Küchenpapier saugt das überschüssige Öl auf. Nach und nach sinkt die Achse tiefer und immer wieder führe ich ein neues Stück Papier in den Spalt. Irgendwann ist es dann so weit, dass die Achse nicht mehr weiter sacken kann. Ein leichtes Klopfen auf die Achse bestätigt uns dann, dass jetzt Kugel auf Kugel liegt.
Noch ein letztes mal entferne ich das überschüssige Öl und das war es dann
Im Lager steht das Öl jetzt bis zum oberen Rand. Die Löcher in der Teflonschicht haben sich mit Öl gefüllt und genau so soll es sein.
Die Kugel am Ende der Lagerachse
Simon hat diese Kugel immer nur mit ein wenig Fett in der Mulde der Achse befestigt. Hierbei bestand aber folgende Gefahr:
Im Öl löste sich das Fett auf und die Kugel wurde nur noch durch das Gewicht des Plattentellers daran gehindert, aus der “Mulde” heraus zu fallen.
Wollte man jetzt aber irgendwann einmal den Plattenteller abnehmen und hob man dabei die Lagerachse auch nur ein paar Millimeter an, fiel die Kugel aus der Mulde heraus und setzte sich seitlich neben die untere Kugel.
Wenn man jetzt den Plattenteller drehte, dann war ein deutliches “Rumpeln” zu vernehmen und zu spüren.
Daher habe ich es immer bevorzugt, auch die obere Kugel mit einem winzigen Tropfen Superkleber in der Achsmulde zu fixieren. Ein kleiner Schlag mit einem Messerrücken reicht später aus, um die Verbindung mal wieder lösen zu können, aber im Lager bleibt die Kugel wo sie hingehört.
So – wir sind (fast) fertig.
Wer jetzt den Plattenteller einmal per Hand in Rotation versetzt, der wird seine helle Freude daran haben, wie lange der Plattenteller nachdreht. So muss es sein!
Die Revision des Zarathustra S4 ist abgeschlossen und wir können uns im zweiten Teil des Berichts um den Pluto Audio 7A Prestige kümmern.
Die Federn des Laufwerks benötigen wir erst, wenn der Tonarm und auch der Tonabnehmer montiert sind. Das Ausrichten der Federn beschreibe ich hier deshalb zwar schon – aber bitte erledigen Sie das erst, wenn Tonarm und Tonabnehmer montiert und justiert wurden.
Zu den Federn:
Zu einem S4 gehören drei Federn und ein paar Unterlegscheiben aus Kunststoff zur Höhenjustage.
Wir entfernen die dicken Gummiringe (falls wir mit ihnen gearbeitet haben) und stülpen die drei Federn über jeweils ein Kunststoffteil der Füße. Nun stellen wir das Subchassis auf die drei Füße und stellen in der Regel noch zwei Dinge fest, die wir korrigieren müssen. Erstens sind die Spaltmaße zwischen den Füßen und den Terminals unterschiedlich (dadurch steht das Laufwerk nicht “im Wasser”) und zweitens stehen jetzt auf einmal die Terminals überhaupt nicht mehr exakt über den Füßen.
Erster Schritt – Plattenspieler in die Waage bringen. (Dabei kann man wieder eine zweite Person gut gebrauchen)
Hierzu ist es zunächst wichtig, dass das Dreiecksgestänge auf einer waagerechten Ebene steht. Befindet es sich “im Wasser” müssen wir nur noch mit den Unterlegscheiben dafür sorgen, dass die drei Spaltmaße der Terminals zu den Füßen hin exakt gleich sind.
Ich verwende dazu einfach einen Post-it-Block. Zunächst ermittle ich die Menge Zettel, die in das größte Spaltmaß (Referenzmaß) passen. Dann hebe ich die Terminals mit dem kleineren Spaltmaß gemeinsam mit der Feder darunter an und lege Unterlegscheiben um den schwarzen Kunststoff-Fuß. Und zwar so lange, bis die gleiche Menge an Zetteln in den Spalt passt. Manchmal wird dadurch das ermittelte Referenzmaß etwas geringer, weil dieses Terminal durch das Ausgleichen etwas absackt. Dann entfernt man ein paar Zettel und wiederholt die Prozedur. Am Ende kann man dann noch eine Phono-Wasserwaage auf den Plattenteller legen und prüfen, ob das Subchassis tatsächlich korrekt ausgerichtet ist.
Priorität hat dabei, dass der Plattenteller genau im Wasser steht. Sollte das nur erreichbar sein, indem die Spaltmaße voneinander leicht abweichen, so können wir das getrost tolerieren.
Zweiter Schritt – Terminals exakt über die Füße bringen.
Bei diesem Schritt handelt es sich keineswegs (!!) nur um eine Handlung zur Steigerung der Ästhetik. Die Federn sind so geformt, dass die Terminals in eine bestimmte Richtung gedrückt werden, weshalb sie eben meistens nicht auf Anhieb exakt über den Füßen stehen. Wir heben jetzt die Terminals der Reihe nach an und verdrehen die Federn. Irgendwann erreichen die Federn eine Position, bei der sie die Terminals nicht mehr seitlich verschieben, sondern einen Druck genau zur Mitte oder nach außen des Plattenspielers ausüben und sich dadurch gegenseitig aufheben.
Ergebnis: Die Terminals stehen nun exakt über den Füßen. Wichtiger ist dabei, dass die Federn jetzt alle genau zur Mitte des Plattentellerlagers drücken oder alle genau vom Lager weg zeigen. Beides ist in Ordnung, denn es soll ja nur verhindert werden, dass die Federn einen seitlichen Druck auf die Terminals ausüben. Der würde nämlich dafür sorgen, dass das Subchassis taumelt, statt zu “pumpen”.
Zugegeben – man benötigt ein klein wenig Geduld, um alle drei Federn exakt auszurichten, aber ich glaube, dass man die gerne aufbringen wird, wenn man doch jetzt weiß, wieso man das tun sollte.
Doch wie bereits geschrieben – bevor wir die Federn ausrichten können, ist zunächst der Tonarm zu montieren und der Tonabnehmer zu justieren.
Lesen Sie dazu bitte den zweiten Teil des Berichts.
Zum zweiten Teil wechseln (Pluto Audio 7A Prestige)
Ach ja – ich hatte Ihnen ja noch versprochen, etwas über meine Theorie des Resonanzkreislaufs zu schreiben. Das mache ich am besten auch in einem getrennten Bericht.
Hier geht es zum Bericht Resonanzkreislauf beim Plattenspieler. (Bitte klicken) [...]
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8. Dezember 2020ProduktberichteFurutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC
… von einem Kabel das auszog, den anderen das Fürchten zu lehren.
Ein Bericht über das Ausnahme-Stromkabel Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC.
Die meisten Stromkabel haben es heute recht einfach, sich klanglich gegenüber der mitgelieferten Standard-Ware – sprich: Beipackstrippe – hervorzuheben.
Schon ein etwa 100,- € teures SupraCable LoRad MK II beseitigt die Schwachstelle namens „schlechtes Gerätekabel“ und sollte aus meiner Sicht das Minimum an Stromkabel sein, was ein Hersteller anspruchsvoller HiFi-Komponenten seinen Geräten beipackt.
Warum all die namhaften Hersteller und angeblich so sehr auf jede klangliche Kleinigkeit fixierten Entwickler darauf verzichten, werde ich in meinem HiFi-Leben ganz sicher nicht mehr verstehen.
Die einzige akzeptable Argumentation ist da noch: „Die Kunden schmeißen es eh gleich weg und verwenden stattdessen ihr Lieblings-Stromkabel.“
Müll produzieren lassen?
Dann aber sollte man doch bitte konsequent sein und diesen billigen Chinamüll gar nicht erst nach Deutschland holen. Wozu? Damit wir ihn dann wieder auf ein Schiff packen, um ihn in Asien für viel Geld entsorgen zu lassen – ohne ihn auch nur ein einziges mal benutzt zu haben!?
Aber im heutigen Bericht geht es um ein ganz anderes Kaliber von Stromkabeln, das ganz sicher niemand in den Müll schmeißen würde.
Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC
Heute will ich Ihnen von einem ganz besonderen Stromkabel berichten. Und ich nehme Sie ein wenig mit in die Welt der Kabelentwicklung.
Wie entwickelt man denn überhaupt ein Audio-Kabel?
Und wer entwickelt es?
Vor 3 Jahrzehnten, da reichte es vielleicht, sich aus dem Portfolio eines großen Kabelherstellers alles mögliche anzuhören, die Isolierung mit dem eigenen Logo bedrucken zu lassen und es dann für viel Geld anzubieten.
Vieles davon war tatsächlich besser als das, was bis dahin als Kabel verwendet wurde, aber auch nicht wirklich alles.
Heute – ist es damit nicht mehr getan.
Heute entwickelt man nicht mehr „neue“ Kabel, sondern man entwickelt neue Materialien.
Schon seit fast zwei Jahren berichtet mir Ralf Koenen von Padis (Furutech Deutschland) von einem Furutech-Stromkabel namens DPS 4.1, womit die angeschlossenen Geräte erstaunlich gut klingen sollen – was aber extrem schwierig zu bekommen ist.
Ein einziger Blick in die Preisliste der Furutech-Kabel reichte, um mein Interesse an diesem Kabel lange Zeit in Grenzen halten zu können.
Fanden sich doch neben diesem Kabel von der Rolle mit einem Verkaufspreis – je nach Stand des Yen – zwischen 450,- € und 600,- € pro Meter, auch noch Stromkabel für fast 5.000,- € in der selben Liste. Diese allerdings dann bereits fertig konfektioniert.
Zwar kostet ein Exemplar der besten Furutech-Stecker (NCF) 370,- € – aber damit alleine konnte man den Preisunterschied zur Rollenware ja nicht begründen. Und wenn ich auch Hochachtung vor der japanischen Handwerkskunst habe – 3.500,- € nur für das Konfektionieren – das wäre es mir dann doch wohl nicht wert. Nein – da muss es noch ganz andere Gründe geben.
Und die können ja nur im Klangergebnis begründet sein, oder?
Zumal mir das Powerflux 18 (2.560,- €), das Power Nanoflux (3.888,- €) und das Power Nanoflux NCF (4.536,- €) gut bekannt waren.
Alle drei Kabel spielen auf unvorstellbar hohem Niveau. Ob gegen die Brüder und Schwestern aus dem eigenen Lager oder im Vergleich zu den teuersten Strippen des Marktes – von besser und schlechter war da schon lange nicht mehr zu reden. Die Klangqualität ist einfach mit allen drei Ausführungen nicht mehr von dieser Welt.
Billiger und dennoch besser?
Wieso also schwärmt dann jemand, der mit den teureren Kabeln gut Geld verdienen könnte, von einem günstigeren Kabel, auf dessen Lieferung man auch noch Monate lang warten muss?
Nun – der Grund kann wohl einzig und allein darin zu finden sein, dass Ralf Koenen eben ein Vollblut-High-Ender mit Leib und Seele ist und es ihm eigentlich immer – zuerst um den Klang geht.
Was sollte man wissen, bevor man so ein Kabel testet?
Lassen Sie mich kurz auf die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan hinweisen – zumindest was das Entwickeln von Audio-Kabeln angeht.
Würden jemand einer Universität in Deutschland den Auftrag erteilen, besser klingende Stromkabel zu entwickeln, würde vermutlich ein Aufschrei durch das ganze Land ziehen, oder?
Es ist hierzulande einfach undenkbar, dass öffentliche Gelder für eine Sache verschwendet werden, die von nahezu 100% der Wissenschaftler als Hirngespinste dargestellt werden. Keine deutsche Uni würde sich mit dieser Aufgabe befassen, selbst dann nicht, wenn jemand das alles alleine finanzieren würde.
Wir reden hier von Klangunterschieden durch ein Stromkabel!
Und genau so etwas existiert für einen ordentlichen deutschen Wissenschaftler schlichtweg überhaupt nicht. So etwas wird mit der Wirkung von Placebo oder Homöopathie gleichgesetzt.
Hilft nur – wenn man stark genug daran glaubt.
Nun gut –
in Japan hat genau dieser Entwicklungszweig an den Universitäten und technischen Hochschulen eine lange Historie und Tradition.
PCOCC
Ich erinnere an PCOCC (Pure Copper Ohno Continuous Casting), ein von Furukawa entwickeltes Kupfermaterial, das von Dr. Atsumi Ohno, Professor am Chiba Institute of Technology durch die nächsten Stufe PCOCC-A verbessert wurde.
Seit 2013 produziert Furukawa Electric allerdings kein PCOCC mehr, wie man es auf der firmeneigenen Homepage (https://www.furukawa.co.jp/en/release/2013/ene_130304.html) nachlesen kann.
Einige Hersteller – wie auch Furutech – haben sich noch die Lager gut mit diesem Material gefüllt. Aber der Wechsel hin zu anderen – neuen Materialien ist unausweichlich.
So tauchen Begriffe auf wie PC-Triple C (Fine Chemicals & Materials) oder HiFC cabling.
Wissenschaftlich begründet – wurde die Produktion von PCOCC vor allem deshalb eingestellt, weil man in diesem Aufbau mit den langgezogenen Kristallen klangliche (!!) Nachteile entdeckte, die man beseitigen wollte.
Allen voran Acrolink (ein OEM-Kabellieferant) sah nach vorne und wusste dabei mit der Mitsubishi Corporation einen mächtigen Partner an seiner Seite.
Mitsubishi, Toyota, Suzuki, Sony …
Summen Sie auch gerade diese Melodie von Humpe & Humpe? 🙂
Zurück zum Bericht:
In den Laboratorien von Mitsubishi konnte bestätigt werden, dass es beim PCOCC-Kupfer zu einer Verringerung der so genannten „Diodenverzerrungen“ kommt, aber kristalline Verunreinigungen, die vor allem zwischen den Kristallen für Übergangswiderstände sorgen, konnten durch diese Methode nicht beseitigt werden.
D.U.C.C
Mitsubishi wendet daher beim D.U.C.C. (Dia Ultra Crystallized Copper) einen Prozess an, bei dem Kupfer umkristallisiert wird. Hierbei werden die vorhandenen Schadstoffe freigesetzt und damit entfernt. Der so genannte Richtwirkungseffekt verringert sich dadurch enorm.
D.U.C.C. plus Alpha OCC
Furutech verwendet beim DPS 4.1 dieses von Mitsubishi entwickelte D.U.C.C. und kombiniert es mit dem selbstentwickelten Alpha-OCC, also einem im kontinuierlichen Kupferguss unter kontrollierten Bedingungen gefertigten Leitermaterial. Das Alpha steht bei Furutech für eine Verarbeitung, bei der das Material (hier Kupfer in 7N Reinheit) entmagnetisiert und in flüssigem Stickstoff tiefstgekühlt wird.
Das Ende jeder Theorie
So – und bevor ich mir jetzt hier noch weiter die Finger wund schreibe und auf die Nanopartikel, den Aufbau, das Dielektrikum usw. eingehe – und technisch versierte Leser noch mehr darauf stoße, dass ich mir diese ganzen Informationen sowieso nur allesamt aus verschiedenen Quellen zusammengesucht habe – erlauben Sie mir bitte, mich von diesem dünnen Eis zu entfernen und dafür zu sorgen, dass ich thematisch wieder festen Boden unter die Füße bekomme.
Mit anderen Worten: Lassen Sie mich jetzt bitte darüber schreiben, wie sich dieses DPS 4.1 denn nun klanglich bemerkbar macht.
Wie klingt es nun – dieses Furutech DPS 4.1?
Hierzu lassen Sie mich bitte noch einmal kurz auf eine Vorgeschichte zurückgreifen.
Furutech bietet zum Beispiel auch zwei Phonokabel an, nämlich das AG 12 (622,- €) und das Silver Arrows (2.152,- €) – Bericht darüber unter „Phonokabel“.
Bei diesem Phonokabel konnte man feststellen, dass das AG 12 beeindruckend dynamisch, offen und mit wahnsinnig viel Spielfreude daherkam. Allerdings konnte es – je nach verwendetem Tonabnehmer – auch schnell ein wenig übertrieben wirken.
Das Silver Arrows dagegen strotze regelrecht vor Souveränität, Harmonie, Klangfarben und einer noch einmal gesteigerten Dynamik. Das Silver Arrows hat und kann einfach alles, was ein Plattenspieler-Liebhaber von einer höchstwertigen Wiedergabe verlangt – ohne auch nur an einer einzigen Stelle auf ein Klangerlebnis verzichten zu müssen.
Aber es hat auch seinen Preis.
Nun musste ich mich – da das DPS 4.1 immer noch nicht lieferbar war – bei den Furutech-Stromkabeln eine ganze Weile mit dem Furutech FP-S55N (228,- €/lfdm) zufrieden geben und konnte hier eine Parallele zum AG12 feststellen. Auch das FP-S55N zeichnet sich durch eine enorme Dynamik, Feinzeichnung, Präzision und Spielfreude aus. Mit dem FP-S55N wirkt definitiv nichts mehr langweilig oder verhangen. Aber auch hier wird dieses beeindruckende Klangbild “erkauft”.
Diese Situation stellte so einige meiner Kunden vor ein Problem.
Hat man seine Anlage erst einmal mit dem FP-S55N gehört und erlebt, wie aufgeweckt sie klingen kann, will man eigentlich auf diesen Zugewinn nicht wieder verzichten. Andererseits wünscht man sich aber auch wieder eine Spur mehr Wärme und Harmonie. Musikalität sozusagen.
Mehr Geld – mehr Klang?
Sowohl einige meiner Stamm-Kunden als auch ich haben sich also die Frage gestellt, ob denn jetzt das DPS 4.1 in ähnlicher Art und Weise wie das Silver Arrows die Frage nach der Qualität, die man erhalten kann, schlicht und ergreifend durch die Frage ersetzt, was man denn bereit ist, dafür zu bezahlen.
Dann kam die große Stunde.
Gleich mehrere fertig konfektionierte Kabelsätze vom Furutech DPS 4.1 erreichten unser Studio.
Sauber konfektioniert durch Furutech-Deutschland mit dem feinsten, was der Markt momentan an Steckverbindern zur Verfügung stellt, also dem FI-50 (R) NCF Kaltgerätestecker (370,- €) und dem FI-E50 (R) NCF Schukostecker für ebenfalls 370,- € das Stück.
Inklusive schwarzem Gewebeschlauch (nicht jeder mag diesen Lilaton des Kabels) 🙂
und rhodinierten Kabelschuhen liegt dann so ein Meter Kabel komplett fertig konfektioniert bei rund 1.500,- €.
Wer soll da eigentlich die Zielgruppe sein?
Spätestens wenn man sich die Preise der Mitbewerber so anschaut, weiß ich als Händler gar nicht so richtig, wem ich dieses Kabel überhaupt anbieten soll. Den allermeisten Kunden werden 1.500,- € für ein Stromkabel als dermaßen überteuert vorkommen, dass sie nicht einmal im Traum daran denken, jemals so viel Geld für ein effes Gerätekabel zu bezahlen.
Die andere Klientel hat sich längst an solche Preise gewöhnt und 1.500,- € wecken bei ihnen nicht einmal ein Interesse daran, sich dieses „Billigkabel“ überhaupt mal anzuhören.
Sollten sie aber!
Kommen wir zum Klang des DPS 4.1
Wer sich zuvor das FP-S55N angehört hat, der wird eine Weile brauchen, um das DPS 4.1 zu verstehen. Denn beim direkten Umstieg wird es einem so gehen, als wollte man nach einer Spätlese auf einen Riesling umsteigen.
So etwas gelingt möglicherweise nicht einmal einem ausgebildeten Gaumen.
Aber auch alle anderen Hörer brauchen Erfahrung im Hören und sollten so weit “geerdet” sein, dass sie längst nicht mehr jedem beeindruckenden und verlockenden Klangbild hinterher laufen.
Aus dem Stand heraus durch ein besonderes Klangbild zu überzeugen (was den Kaufpreis rechtfertigen könnte) vermag das DPS 4.1 in keiner Weise.
Wer in einem hochgezüchteten Go-Cart 140 km/h fährt, wird vermutlich schnell in einen Geschwindigkeitsrausch geraten. Wer sich in einer S-Klasse mit 140 km/h kutschieren lässt, wird von der Geschwindigkeit nicht viel mitbekommen.
So ähnlich verhält es sich mit dem DPS 4.1.
Alles – wirklich alles – was ein High-Ender von einem Kabel erwartet, wird vom DPS 4.1 nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.
Harmonie, Klangfarben, Wärme, Körper, Ruhe, Souveränität … auf der einen Seite.
Dynamik, Durchsichtigkeit, Präzision, Räumlichkeit, ja die Luft im Raum … – auf der anderen Seite.
Und keine der beiden Seiten erlangt die Oberhand.
Wir erleben eine bisher nicht vorstellbare Musikalität.
Traurigkeit, Ausgelassenheit, Zorn, Wut, Liebe, Spaß, Leidenschaft …
Es steckt so viel in unserer Musik.
Endlich kommt es zum Vorschein.
… erwacht aus einem Dornröschenschlaf.
Ohne aber jetzt lauthals herum zu schreien, um unbedingt auf sich aufmerksam machen zu wollen.
Dieses Stromkabel will nicht im Mittelpunkt der Anlage stehen.
Dieses Kabel unterstützt jede einzelne Komponente und fordert sie auf, den Mut zu besitzen, sich uns zu zeigen.
Hörproben
Ich wähle ganz bewusst etwas sehr Emotionales aus und starte „Benedictus“ aus „The armed man. A mass of peace“ von Karl Jenkins. Leider liegt die Aufnahme bei Qobuz nur im CD-Format (16 Bit, 44.1 kHz) vor, was sich bei den Sopranstimmen im Chor durch schwierig zu beherrschende Resonanzen bemerkbar macht.
Aber zu Beginn des Stückes stehen die Streicher und vor allem das Solo-Cello im Vordergrund und das Stück wirkt auf mich wie eine Viertausender Felswand, wie ein Ozean im Sturm.
Ich lasse mich von der Musik beeindrucken und ich fühle mich klein und unbedeutend.
Ich spüre beim Hören dieser Musik eine unendliche Bescheidenheit und Dankbarkeit.
Es ist nur wenige Tage her, da ich diese Messe live erleben durfte und es gelingt mir nicht, etwas zu finden, was mich nicht glauben lassen würde, diese Musik erneut live zu erleben.
Die räumliche Tiefe, die Fokussierung auf das Cello, die Darstellung der gigantischen Kirche … ich muss nur die Augen schließen, um wieder am Ort des Geschehens zu sein.
Selbst als dieser mächtige gemischte Chor – gefühlt sind es mindestens 100 Sänger und Sängerinnen – einsetzt und man fast jedes gesungene Wort verstehen kann (es wird in Englisch gesungen) – ändert sich rein gar nichts zu dem, was ich live erleben durfte.
Die Sprachverständlichkeit ist eher noch eine Kleinigkeit besser als dort in der Clemens-Kirche in Oberhausen Sterkrade.
Die Staffelung und die Positionierung der Instrumente, die Aufteilung der Stimmen im Chor, die Kompaktheit des ganzen Geschehens und die Ausdehnung des Schalls in diesem Kirchenschiff – ein Erlebnis der besonderen Art.
Hörtipp:
Wenn Sie sakrale Musik mögen und auch gerne mal eine Stunde bei wunderschöner Musik zu sich selber finden möchten, dann hören Sie sich dieses Album von Karl Jenkins in aller Ruhe an. Sie kennen diesen Komponisten nicht? Das stimmt nicht! Denken Sie doch mal zurück an die Werbung für Delta Airlines und an “Adiemus” (Miriam Stockley). Das kennen Sie ganz sicher. Karl Jenkins hat damit in den 90-er Jahren eine neue Art Musik erfunden, die man vor allem auch durch Enya näher kennen gelernt hat.
Kontrast-Programm
Ich wechsle zu den altbekannten Vorführstücken. Hugh Masekela, Nils Lofgren, Patricia Barber …
Nicht ein einziges Stück wirkt auf mich so, als müsste ich behaupten, es „so vorher noch nicht gehört zu haben“.
Und doch ist es genau so.
Ich bin deutlich näher dran an den Musikern, an den Stimmen, an den Emotionen.
Bässe reichen tiefer und sind schwärzer, Höhen wirken klarer und gleichzeitig haben sie mehr Volumen.
Die Raumabbildung ist tiefer, als ich es jemals vernehmen konnte. Bei den Klangfarben scheinen wmehrere Millionen hinzugekommen zu sein. Holz klingt nicht mehr einfach nach Holz, sondern nach Palisander, Buche, Eibe …
Dieses Kabel erschließt sich einem dennoch nicht auf direktem Wege.
Es funktioniert eher wie das Ausschlussverfahren bei einer Multiple-Choice-Frage.
Ist es zu dynamisch?
Nein!
Ist es zu warm?
Nein!
Ist es …
Frage für Frage, deren Antworten das positive Ergebnis schmälern könnten, wird mit einem eindeutigen „Nein!“ beantwortet. Am Ende ist es dann die Logik oder sogar die Mathematik, die zu dem Ergebnis führen:
„Dann muss es perfekt sein!“.
Nun gut – mit der Perfektion ist das beim Musikhören immer so eine Sache.
Man rutscht nur auf der Couch ein wenig zu tief und schon ist sie hin – die Perfektion.
Da kann aber dieses Kabel dann nichts dafür.
Für wen ist es also nun gedacht und wer sollte es sich mal anhören?
Für alle, die verstanden haben, dass auch Stromkabel zu einer eigenständigen Komponente geworden sind. Eine Komponente, die genau so erforscht und entwickelt werden muss, wie ein Lautsprecher oder ein Verstärker. Die das Klangbild unserer Anlage mit prägt und bei der es leider immer wieder passiert, dass die tollsten und teuersten Geräte nicht zeigen können, was sie drauf haben, weil ihre Eigener lieber denjenigen glauben, die das alles für ausgemachten Unsinn halten.
Statt es sich einfach mal anzuhören.
Wenn ich Sie neugierig gemacht habe und Sie sich jetzt sagen: „Mensch, jetzt hör Dir das doch einfach mal an. Du musst es ja nicht kaufen. Leih es Dir und wenn Du keinen Unterschied hörst, dann gibst Du es einfach wieder zurück!“ – dann kann ich Ihnen nur empfehlen, sich zunächst das FP-S55N zu leihen und anzuhören.
Das FP-S55N beantwortet die Frage, ob ein Stromkabel den Klang verändern kann – und zwar auf der Stelle.
Wer damit keinen Klangunterschied wahrnimmt, der kann tatsächlich bei seiner Beipackstrippe bleiben.
Aber wenn Sie dann doch diese Erfahrung gemacht haben, dann steht die viel schwierigere Aufgabe vor Ihnen nämlich, sich nun für das richtige Kabel entscheiden zu müssen.
Und am besten natürlich für eines, was Sie nicht im ersten Moment „vom Hocker haut“ , Ihnen aber schon noch ein paar Tagen auf den Keks geht.
Also so einem Kabel wie dem DPS 4.1 von Furutech.
Für viele Suchende – das Ende einer langen Odyssee.
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Jetzt das Furutech DPS 4.1 als Meterware bestellen. [...]
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8. Dezember 2020ProduktberichteAudiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen
In meinem Bericht „Audiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen“ schildere ich Ihnen, welche finanziellen Schritte bei der Auswahl des richtigen Stromkabels sinnvoll sind.
Audiophile Stromkabel?
Glaubt man den Aussagen von Elektrikern (die ja „so was“ gelernt haben), dann ist der Begriff „audiophiles Stromkabel“ so etwas wie ein fliegender Teppich. Ein Märchen halt.
Wäre ja schön – gibt es aber nicht.
Diesen Bericht schreibe ich deshalb für alle, die schon einmal mit so einem fliegende Teppich geflogen sind.
Oder besser ausgedrückt für alle, die schon einmal einen Klangunterschied zwischen Stromkabeln gehört haben und sich deshalb jetzt die Frage stellen:
Audiophile Stromkabel – welche Summe sollte man eigentlich dafür veranschlagen?
Ein naheliegender Rückschluss will uns dazu drängen, den Preis des Stromkabels in Relation zum Gerätepreis zu setzen.
Teure Geräte bekommen also teure Stromkabel und günstige Geräte bekommen die billigen Kabel. Und ganz sicher ist es grundsätzlich auch effektiver, mehr Geld in die Komponenten zu stecken als in ein teures Stromkabel.
Aber es kann sich durchaus lohnen, auch mal ein unverhältnismäßig teures Stromkabel zu testen.
Möglicherweise sind Sie ja mit dem neuen Stromkabel schon so glücklich und zufrieden, dass Sie sich den Kauf einer teuren Komponente erst einmal sparen können.
Audiophile Stromkabel – Um eine Hörprobe kommt man auch hier nicht umhin.
Ist doch auch logisch, oder!?
Wenn es Klangunterschiede gibt, dann muss es Kabel geben, mit denen es analytisch klingt und andere, mit denen es „verhangen“ klingt, mal kalt, mal warm, mal körperhaft, mal dünn …
Und mal passt das eine Klangbild besser zu den eigenen Geräten und mal das andere.
Und wie bei Lautsprechern und Verstärkern auch, weichen die Klangbilder in den unteren Preisklassen oft deutlich stärker voneinander ab als bei den teuren Kabeln.
Wer 1.000,- € oder mehr für ein Stromkabel bezahlt, der lässt sich schon lange nicht mehr mit einem speziellen Sound ködern, sondern ist auf der Suche nach einem Kabel, dass ehrlich und authentisch klingt.
Audiophile Stromkabel – kann man sie in Kategorien einteilen?
Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Ansicht richtig liege, aber ich unterteile Stromkabel in folgende drei Kategorien:
Die Beipackstrippe und alle auf Klang-Effekte hin entwickelte Stromkabel.
Das SupraCable LoRad MK II
Das „eine richtige“ – am besten zur Komponente passende Stromkabel
Die Beipackstrippe
Diese Strippen, die der Hersteller mitliefern muss, weil der Kunde ja Anspruch auf ein funktionierendes Gerät hat, die haben an einer hochwertigen HiFi-Komponente nichts zu suchen! Lassen Sie sie am besten im Karton für den Fall, dass Sie Ihre Komponente eines Tages wieder verkaufen möchten.
Auf Klang-Effekte hin entwickelte Stromkabel
Wer kann schon etwas gegen einen „Wahnsinns-Bass“ haben? … oder gegen glasklare Höhen?
“Hauptsache – Ihr habt Spaß!” könnte man meinen.
Klar – und manchmal passt das sogar.
Aber mit einer audiophilen Wiedergabe haben solche „Soundkabel“ nichts zu tun und wer da immer wieder zu schnell zuschlägt, der wird sich wohl bald eine Kiste für die vielen Fehlversuche zulegen müssen.
Tipp: Werden Sie stutzig, wenn Sie ein Stromkabel auf Anhieb mit beeindruckenden Klangeigenschaften überzeugen will. Es dauert meistens nicht lange und dieses Klangbild nervt Sie nur noch.
Der kluge Start in die Welt der Stromkabel – SupraCable LoRad MK II
Weniger als 200,- € für ein fertig konfektioniertes Stromkabel sind hier sehr gut angelegt.
Hören Sie nur wenige Minuten mit diesem Kabel und wechseln Sie dann wieder zurück zu der Beipackstrippe.
Sie werden es nicht glauben können, dass Sie so lange mit dem mitgelieferten Stromkabel Musik hören konnten und dabei auch noch gemeint haben, es würde gut klingen.
Das LoRad MK II macht einfach alles richtig und übertreibt nichts. Vielleicht sind Ihre Hoffnungen am Anfang etwas zu groß und möglicherweise erwarten Sie, dass mit dem LoRad etwas ganz Außergewöhnliches passieren muss – aber führen Sie sich vor Augen, dass es hier um Musik geht, die uns auf Dauer gefallen soll.
Und genau damit wartet das LoRad auf. Zu einem erstaunlich günstigen Preis.
Mit diesem Kabel machen Sie von Anfang an alles richtig – Fehlkauf ausgeschlossen!
Jetzt wollen Sie es wissen!
Vielleicht besitzen Sie schon ein oder zwei audiophile Stromkabel und sicher wird man Ihnen nicht mehr viel darüber erzählen müssen, wie wichtig diese Kabel für das Klangbild sind.
Doch jetzt steht Ihnen der Sinn nach mehr.
„Nicht kleckern, klotzen!“ geht Ihnen durch den Sinn und Sie machen sich auf die Suche nach dem einen richtigen.
Und diese Suche kann Ihnen niemand abnehmen.
Ich – will Ihnen keine Preisgrenze vorschreiben und ich – will auch nicht so tun, als gäbe es da ein Stromkabel, dass in jeder Kette das einzig wahre Kabel sein wird.
Die Auswertung unserer eigenen Erfahrungen und Bewertungen unserer Kunden führt aber natürlich schon zu einem ganz bestimmten Kabel, dass ich Ihnen ans Herz legen möchte.
Hierbei handelt es sich um das Furutech DPS 4.1 mit den rhodinierten Steckern aus gleichem Haus. Natürlich wieder die mit NCF.
Und gebrauchte Stromkabel?
Grundsätzlich eine gute Idee!
Wenn das Kabel nicht schon gerade Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist gegen ein gebrauchtes Stromkabel nichts einzuwenden.
Aber Vorsicht!
Kaufen Sie ein gebrauchtes Stromkabel besser nicht „von privat“.
Wenn wir bei AUDIOSAUL Stromkabel Inzahlung nehmen, öffnen und prüfen wir die Stecker oder messen die Kabel zumindest durch. Was wir dabei immer wieder erleben, das lässt einem manchmal die Haare zu Berge stehen.
Und schnell versteht man dann, wieso der Kunde dieses Kabel so schnell loswerden wollte.
Da fliegen Metallteile (Klammern) im Schukostecker lose umher. Manchmal ist das Kabel völlig falsch gepolt und schmeißt sofort die Sicherung oder den FI. Manchmal hat der Vorbesitzer die Abschirmung an beiden Enden mit angelegt und sie somit zu einem Leiter umfunktioniert, worunter der Klang enorm leidet. Sie sind dann möglicherweise von einem hochgelobten Kabel total enttäuscht, aber der Grund für das miese Klangbild ist einfach eine völlig falsche Konfektionierung.
Kaufen Sie gebrauchte Stromkabel deshalb lieber bei einem vertrauensvollen Händler – das kann Ihr Leben retten.
Und am Ende weiß der Händler doch auch genau, welcher Preis für so ein gebrauchtes Kabel fair ist.
Leben und leben lassen. [...]
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3. Dezember 2020ProduktberichteFurutech LAN 8 NCF Netzwerkkabel
Furutech LAN 8 NCF Netzwerkkabel
Lesen Sie in meinem Bericht „Furutech LAN 8 NCF Netzwerkkabel“, ob dieses neue Kabel von Furutech in der Lage ist, die bisherige „Weltordnung“ der LAN-Kabel-Situation durcheinander zu wirbeln.
Was bisher geschah …
Seit geraumer Zeit ist die Rang– und Hackordnung bei LAN-Kabeln wie folgt zu beschreiben:
Stufe 1:
„Irgendwelche“ LAN-Kabel aus der Computer-Grabbelkiste.
Ergebnis:
Sie funktionieren, höhere klangliche Ansprüche werden nicht gestellt und nicht erfüllt.
Stufe 2:
LAN-Kabel, hinter denen der Versuch der Entwickler steckt, den Klang an dieser Stelle zu verbessern.
Ergebnis:
In dieser Gruppe führen Know-How, Materialien und Bauarten zu unterschiedlichen Klang-Ergebnissen. Ein Aufbau ohne Abschirmung scheint oft besser zu klingen als mit. Silber scheint dem Klang ebenfalls dienlich zu sein.
Am Ende muss man aber feststellen, dass es zum Teil einfach nur immer wieder Klangunterschiede zu hören gibt und man als audiophiler Nutzer gar nicht umhin kommt, sich mal ein paar unterschiedliche Kabel anzuhören.
Da gibt es das LAN-Kabel, was im ersten Moment „wunderbar harmonisch und warm“ klingt, dem es aber eklatant an Auflösung fehlt. Da gibt es das „durchsichtig und präzise“ klingende Kabel, das uns aber das „Schöne“ in der Musik vermissen lässt.
„Du kannst nicht alles haben!“
– so sind die meisten dieser Kabel einzustufen und man muss ganz individuell für sich das richtige Kabel finden. Das größte Problem dabei:
Der Preis lässt keinen Rückschluss darauf zu, wie gut das Kabel in der eigenen Kette klingen wird. Da gibt es Kabel für 150,- €, die andere für 500,- € “schlagen” und umgekehrt.
Stufe 3:
Eine Handvoll Spitzenkabel, bei denen der Preis überhaupt keine Rolle mehr spielt. Ob 1.000,- € oder 4.000,- €, ob seriös industriell hergestellt oder von Jungfrauen bei Vollmond umhäkelt – das Klangergebnis zählt und leider manchmal auch nur das Image, die Meinung von Gurus oder die Exotik.
Aber wer es sich leisten kann und sich ein wenig Mühe gibt, der findet ganz sicher in dieser Gruppe ein Kabel, was in der Lage ist, ganz erstaunliche Klangverbesserungen zu bewirken.
Die süßesten Früchte …
Und jetzt kommt Furutech
und kündigt das Furutech LAN 8 NCF an.
NCF?
Dahinter steckt die Abkürzung für Nano Crystal Formular und dieses Zeugs überrascht uns seit Jahren.
NCF verfügt über ein spezielles kristallines Material mit zwei unterschiedlichen Eigenschaften: Es erzeugt negative Ionen, die statische Aufladungen beseitigen und es wandelt Wärmeenergie in fernes Infrarot (FIR) um.
In Kombination mit Keramikpartikeln in Nanogröße und Kohlenstoffpulver werden diese Kristalle zum ultimativen elektrischen und mechanischen Dämpfungsmaterial. NCF wurde von Furutech entwickelt und ist ausschließlich in Furutech-Produkten und nirgendwo anders zu finden.
Zuerst gab es Schuko- und Kaltgerätestecker mit NCF und plötzlich schien es sich zu offenbaren, dass die Stecker fast noch wichtiger für einen guten Klang sind als die Kabel.
Dann erschienen Zusatzteile aus NCF auf dem Markt (NCF-Booster), mit denen man die Wirkung der NCF-Stecker noch verstärken konnte, aber selbst „normale“ Stecker profitierten plötzlich von diesem NCF.
Das letzte und wahrlich erstaunlichste Bauteil von Furutech war der NCF Clear Line, der uns für rund 250,- € eine klangliche „Stromverbesserung“ beschert, die wir uns von vielen deutlich teureren Filtern versprechen, aber oft nur im Doppelpack mit einer nicht hinnehmbaren „Dämpfung des gesamten Klangbildes“ erhalten können.
Und nun ein NCF LAN-Kabel?
Das klingt zu allererst einmal „schweineteuer“, oder?
Doch dann schaue ich in die Preisliste.
1,2 m sollen 196,- € kosten? Das kann nicht sein.
Aber Furutech Deutschland bestätigt diesen Preis.
Meine ersten Gedanken:
Dann kann es nicht so gut sein, wie ich es mir vom NCF-Kabel versprochen hatte – ich hoffte doch endlich eine Alternative zu den ganz teuren Kabeln zu bekommen – da „untenrum“ gibt es doch schon mehr als genug Auswahl.
„Im Osten nichts Neues!?“
Aber wie ich meinen Enkelkindern immer sage: „Wenigstens mal probieren!“
Also bestellte ich mir ein paar Furutech LAN 8 NCF Test-Kabel.
Bei der Verpackung handelt es sich um eine typische asiatische Plastikschachtel.
Ein Jutebeutel oder so wäre zeitgemäßer – aber ich will hier kein Nebenthema aufmachen.
Das Kabel selbst ist von einem Textilgeflecht umgeben. Die Farbe ist auffällig und gewöhnungsbedürftig, aber das kennen wir ja von Furutech.
Ich reiße die Verpackung auf und klemme das Kabel – um keine Beeinflussungen von anderen Komponenten zuzulassen – direkt zwischen Fritz!Box und PrimeMini 5/i7, einem Roon-Core-Server, der ausgangsseitig direkt über USB 2.0 am DAC992 von Progressive Audio hängt.
Und komme nach wenigen Takten Musik zu folgendem Ergebnis:
Wenn dieses Kabel noch einspielen muss und danach noch besser klingt, als es das hier eiskalt und ungespielt zum Besten gibt – dann können sich die wirklich teuren LAN-Kabel aber mal warm anziehen.
Zittern – dürfen sie jetzt schon mal.
Was ich da zu hören bekomme – das ist mehr als erstaunlich.
Dieses Kabel lässt es definitiv nicht zu, dass wir von seinem Preis auf seinen Klang schließen können. So viel ist schon mal sicher. Es gehört auf keinen Fall nur in die Stufe 2.
Musik-Beispiel:
Byssan Lull, Kari Bremnes, vom Album Go Natt Vol. 1 (gilt nur für diese Version!!!)
Bei Byssan Lull handelt es sich um ein traditionelles Wiegenlied/Seemannslied mit einem etwas seltsam anmutenden Text.
Die Musiker um Kari verwenden allerlei verfremdete Instrumente. Es beginnt mit einem eindringlich hämmernden Klavier, das mehr nach einem Perkussions-Instrument klingt als nach einem Klavier.
Irgendwie metallisch und doch gleichzeitig auch hölzern wird das Klavier angeschlagen.
Mir stehen eine ganze Reihe an LAN-Kabeln zum Vergleich zur Verfügung. Und zumindest jetzt am Anfang nutze ich diese Möglichkeit auch aus und höre mich kreuz und quer.
Die meisten Kabel geben uns kaum einen Hinweis darauf, was da gerade wirklich gespielt wird. Es klingt metallisch, es klingt hölzern, man hört irgendwie einen Resonanzkörper und ein dumpfes Mitschwingen einer Hebel-Mechanik …
… und von allen Kabeln wird es in einem anderen Mischungsverhältnis dargestellt.
Also – wer immer noch glaubt und behauptet, LAN-Kabel hätten keinerlei Anteil an einem Gesamtklangbild, der sollte sich einfach mal dieses Stück mit verschiedenen LAN-Kabeln anhören. Der Titel hält noch eine ganze Menge an interessanten Klanggebilden für uns parat. Einen unglaublich tiefen Bass nach etwa 2 Minuten, Windgeräusche, die sich als Flüstern herausstellen und vieles mehr.
Nun aber zurück zum Furutech LAN 8 NCF
Klar und deutlich können wir „beobachten“, wie jemand eine Taste an einem Klavier drückt, wie die hölzerne Mechanik ein Hämmerchen dazu bringt, gegen gespannte Saiten zu schlagen, wie sich dieser Ton im Inneren des Klaviers ausbreitet und wie sich diese hölzerne Hebel-Mechanik dadurch zum Mitschwingen animieren lässt. Und dann fragt man sich nur noch, was denn da wohl jemand mit diesem Instrument angestellt hat.
Man kann durchaus der Meinung sein, jemand hätte hier dem Klavier viel Leid angetan, denn es hat keine Chance mehr, uns mit seinem ihm eigenen wunderbaren Klang in seinen Bann zu ziehen, der normalerweise von einem solchen Instrument ausgeht – aber es geht hier nicht darum, Kari Bremnes und ihren Musikern eine persönliche Bewertung zukommen zu lassen.
Nach und nach beginnt man, diese Töne zu begreifen.
Dieser Titel erzeugt in uns apokalyptische Emotionen. Erinnerungen an düstere Schwarzweißfilme werden wach, dichter Nebel breitet sich über brodelnden Sümpfen aus.
Und obwohl das alles keineswegs Attribute sind, die uns daran glauben lassen, wir könnten dabei glücklich einschlafen, wirkt Kari Bremnes Stimme dennoch sehr beruhigend und mütterlich, so als wolle sie uns sagen: “Habe vor nichts Angst. Ich bin bei Dir. Ich führe Dich.
Schlaf ruhig ein. Ich wache über Dich.”.
Ein emotionaler Gegensatz, der wohl eine Stärke von Kari Bremnes und ihren Musikern ist.
Wer schon mal auf einem Kari Bremnes Konzert gewesen ist, der weiß genau was ich meine.
Wenn Helge Andreas Norbakken Wasser auf seine Standtoms kippt und spektakulär von hinten beleuchtet mit Strohbündeln statt Schlägeln seine Schießbude bearbeitet – und im wahrsten Sinne des Wortes „die Fetzen fliegen“ – dann muss sich kein Schlagzeuger der Welt mehr die Frage stellen, wie der wohl diese seltsamen Perkussions-Klänge erzeugen kann.
Das Furutech LAN N8 NCF Netzwerkkabel bringt das Kunststück fertig, uns sowohl in einer Art Haarspalterei die einzelnen Klang-Module dieses so arg verfremdeten Instruments einzeln – als auch im Zusammenhang erkennbar zu machen und gleichzeitig diese tiefe Emotionalität in diesem Song spüren zu lassen.
Dynamik
Der ganze “Trick” der Dynamik ist nicht, das Laute lauter zu machen, sondern das Leise leiser.
Erst aus der Differenz zwischen der leisesten und der lautesten Stelle ergibt sich der Dynamikumfang. Und deshalb reicht es auch nicht aus, einfach lauter zu machen, weil wir dann die leisen Stellen ebenso anheben wie die lauten.
Das Furutech LAN 8 NCF – Kabel scheint sich aber gerade daraus einen Spaß mit uns zu machen, dass es die leisen Stellen tatsächlich noch leiser macht. Selbst Störgeräusche, die wir nur als eine Art „Rauschteppich“ empfinden – nicht einmal wirklich hören können, werden so weit ins Unhörbare abgesenkt, dass wir unweigerlich von einer erstaunlichen Stille zwischen den Klängen sprechen müssen.
Diese Dynamik wird aber keinesfalls zum Selbstzweck und macht auch nicht mit spektakulärem Sound auf sich aufmerksam, sondern trifft uns oftmals völlig unvorbereitet.
Wenn ein Schlagzeuger einen Sänger ruhig und gedankenverloren mit seinen Besen begleitet und plötzlich wie aus dem nichts den Schägel auf die Kante der Snarr knallen lässt – dann ist das umso beeindruckender, je sanfter und dahinfließender das Musikstück bis dahin auf uns gewirkt hat.
Fazit:
Es gibt keinen Zweifel – dieses Kabel hält sogar noch deutlich mehr als ich mir von ihm versprochen hatte.
NCF – so lautete der Hoffnungsträger.
196,- € – so hieß das Argument, was alle meine Hoffnungen zusammenschmelzen ließ.
Furutech LAN 8 NCF – so heißt mein neuer Preis-Leistungs-Sieger.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich diesen Begriff eigentlich nicht leiden mag. Preis-Leistungs-Sieger bedeutet nichts anderes als: „Für mehr Geld bekommst Du was besseres.“.
Genau das ist aber im Moment so eine Frage, der ich mich tatsächlich stelle.
Und nicht nur ich sollte mir die Frage stellen.
Allen Entwicklern von teuren und sehr teuren LAN-Kabeln möchte ich sagen:
Besorgt Euch ein Furutech LAN N8 NCF-Kabel und hört es Euch an.
Es könnte ab sofort Euer schärfster Konkurrent sein.
Zu einem absolut unglaublich niedrigen Preis.
Jetzt das Furutech LAN N8 NCF-Kabel bestellen. [...]
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18. November 2020ProduktberichteFurutech NCF Clear Line, das Weihnachtsgeschenk für HiFi-Freaks
Furutech NCF Clear Line, das Weihnachtsgeschenk für HiFi-Freaks
Nur so?
Stellen Sie sich vor, Sie schenken Ihrem Ehemann zu Weihnachten einen Furutech NCF Clear Line.
Er packt ihn aus und beginnt fast vor Wut zu schnauben. Er schimpft, weil Sie sich so ein überflüssiges Vodoo-Zeug haben andrehen lassen. Er erklärt Ihnen, dass so etwas alles Mumpitz ist und dass es schade um das schöne Geld ist.
Sie aber bleiben ganz ruhig und und sagen ihm, dass Sie es zurückgeben können, wenn er es nicht behalten will.
Sie bitten ihn aber darum, Ihr Geschenk wenigstens mal auszuprobieren und den Furutech NCF Clear Line in eine freie Steckdose in der Nähe seiner HiFi-Anlage zu stecken.
Schon nach ein paar Minuten Musik wird er einräumen, dass der Furutech NCF Clear Line
m-ö-g-l-i-c-h-e-r-w-e-i-s-e nicht ganz wirkungslos ist, dass der Klanggewinn aber viel zu gering ist, um eine Ausgabe von 260,- € zu rechtfertigen.
Am zweiten Weihnachtstag wird er den Furutech NCF Clear Line wieder aus der Steckdose ziehen, um ihn einzupacken, damit Sie ihn zurückschicken können.
Kurze Zeit später wird er wieder zu Ihnen kommen und meinen: „Ach, weißt Du Schatz, lass ihn einfach hier. Wer weiß, ob wir wirklich das Geld zurückbekommen und wie lange das dauern wird. So ganz schlecht ist das Teil gar nicht. Vielleicht war ich doch zu voreilig und zu misstrauisch.“.
Wenn Sie dann das Zimmer verlassen, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Ihr Mann gleich zum Telefonhörer greift, um einen Bekannten anzurufen.
Möglicherweise werden Sie sogar häufiger mal hören, dass Ihr Mann im Gespräch diesen Furutech Clear Line erwähnt. Und vielleicht wird er Sie sogar fragen, wo Sie das Teil denn eigentlich gekauft haben.
Nur so!
Was ist ein Furutech NCF Clear Line?
Die Idee – irgendwas in eine Steckdose zu stecken, was den Strom „entstört“ oder „reinigt“ – ohne sich „im Weg“ zu befinden, wie das z.B. bei einem Stromfilter der Fall ist, ist alles andere als neu.
Neu ist allerdings – dass es funktioniert, ohne seine Vorteile auf der einen durch Nachteile auf der anderen Seite zu erkaufen oder den Klang in eine ungewollte Richtung zu verbiegen (zu sounden).
Mit dem Furutech NCF Clear Line wird das Klangbild nicht „tot“, nicht langweilig und nicht dumpf.
Ganz im Gegenteil! Die Wiedergabe gewinnt an Körper, Druck, Dynamik, Konturen, Fokussierbarkeit, Natürlichkeit, Raumgröße, Souveränität, Musikalität.
Das Grundrauschen wird geringer, die Auflösung steigt und die dreidimensionale Bühne wird exakter abgebildet.
Voodoo? Einbildung? Die Macht der Suggestion?
Negativ! – Nichts davon!
Aber wie macht Furutech das?
Ich habe keine Ahnung!
Ich schaue mir die Explosions- und Schnittbildzeichnungen an und erkenne, was sich in diesem Gehäuse befindet. Zwei Luftspulen – die keinen Kontakt zueinander haben. Das war es dann auch schon. Hätten sie Kontakt, würden sie ja auch zu einem Kurzschluss führen. Es gibt nichts, was L und N oder Masse miteinander verbindet – auch nicht über Widerstände oder andere elektronische Bauteile. Nur diese beiden Luftspulen und viel NCF-Material (Nano-Crystal-Formula, ein antistatisches und resonanzdämpfendes Material).
Ein völlig „passives“ Bauteil.
Eine Erklärung für das was ich hören kann – geben mir diese Zeichnungen und auch alle Erklärungen zusammen nicht.
Kurzfassung:
Der Furutech Clear Line beweist, dass unser Strom für HiFi-Freaks nicht gut ist.
Hat man ihn in eine freie Steckdose gesteckt – am besten in eine freie Dose einer Verteilerleiste – nimmt er seine Arbeit auf. Bereits nach Sekunden können wir hören, dass das gesamte Klangbild ruhiger wird. Fast so, als hätte uns eine Krankenschwester so eine „LmaA-Pille“ verpasst. 😉
Man sitzt vor seiner Anlage und ist nur noch glücklich. Es klingt tatsächlich alles „schöner“, gefälliger. Ohne an Kraft und Dynamik zu verlieren.
Den größten Unterschied allerdings – den hört man nach ein bis zwei Tagen, wenn man den Furutech Clear Line einfach mal wieder entfernt.
Ich kam mir dabei vor wie jemand, der gerade mit dem Schlauch den Garten wässert, während jemand hinter mir einen Knick in den Schlauch macht, um mich zu ärgern.
Meine HiFi-Anlage lief gefühlt nur noch mir halber Kraft.
Kaum steckte der Clear Line wieder in der Steckdose, war alles wieder in bester Ordnung. Unglaublich, wie schnell man sich an diese Klangverbesserung gewöhnt.
Am Ende bleibt uns gar nichts anderes übrig, als etwas zu akzeptieren, was wir nicht erklären können.
Und ich wäre kein Profi, wenn ich mich ob der extremen Klangverbesserung nicht gleich auf die Suche nach klanglichen Nachteilen begeben würde.
Bei so viel Licht muss es doch auch Schatten geben.
Fehlanzeige!
Mir ist es bis heute nicht gelungen, auch nur den geringsten klanglichen Nachteil auszumachen.
Und angesichts der Tatsache, was deutlich teurere „Filter“ oder „Stromaufbereiter“ im Vergleich zum Furutech Clear Line schaffen – ist er nicht anders als mit „spottbillig“ zu bezeichnen.
Preis und Wirkung – erzeugen in einem echten HiFi-Freak nur eines:
Fassungslosigkeit!
Bestellen Sie sich jetzt Ihren Furutech Clear Line und ich versichere Ihnen:
Überzeugt er Sie nicht –
schicken Sie ihn mir einfach wieder zurück.
Hier Furutech Clear Line zum Einführungspreis bestellen. [...]
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2. April 2020Produktberichte / StreamingDSP – Gottesgabe oder Teufelszeug?
DSP – Gottesgabe oder Teufelszeug?
In meinem Bericht „DSP – Gottesgabe oder Teufelszeug?“ gehe ich auf einen elektronischen Baustein ein, an den ich mich persönlich bisher so gar nicht gewöhnen wollte.
Karl-Heinz Fink (FAC, Essen) hat das jetzt möglicherweise geändert – aber lesen Sie weiter.
Es ist sicher schon 15 Jahre oder länger her. Ich hatte einem Kunden eine tolle Anlage zum Preis einer Luxuskarosse geliefert und sie klang umwerfend gut.
Einige Wochen später lud mich der Kunde zu einer neuen Hörprobe ein. Er hatte die Anlage durch eine Komponente erweitert, die sich „DSP“ (digital sound processor) nannte und mal eben 14.000,- € gekostet hatte.
Der Kunde war total aus dem Häuschen. Raummoden, die sich bei ganz bestimmten Musiktiteln ergaben, hatte er mit diesem DSP einfach „beseitigt“. Natürlich hatte er es damit nicht sein lassen. Tagelang hatte er nach der besten Einstellung gefahndet und per Gehör und Messmikrofon die seiner Meinung nach perfekten Einstellungen auch gefunden.
Für mich –
war das Ergebnis eine musikalische Katastrophe.
Sicher – es gab tatsächlich diese stehende Welle nicht mehr, es gab kein Dröhnen, keine wahrnehmbaren Ausreißer in einem bestimmten Frequenzbereich.
… aber es gab auch absolut keine Natürlichkeit mehr in der Musik.
Vom Aufnahmeraum war nichts mehr wahrzunehmen, Stimmen klangen seltsam.
Zum Glück hatte das Gerät eine Bypass-Taste, mit der man sämtliche Manipulationen umgehen und die Schönheit einer „unverfälschten“ Musik neu entdecken konnte.
Nach 3-4 mal umschalten, war der Kunde dann doch ziemlich „geknickt“.
Allerdings hat er das Teil damals mit nur sehr wenig Verlust schnell weiterverkaufen können.
Die Gehäusefarbe hatte einfach gestimmt. 🙂
Für mich war es das dann erst mal für eine lange Zeit mit diesen „gruseligen DSPs“.
Hier und da war ich bei Kunden vor Ort, die versuchten, ihre akustisch völlig unmöglichen Raumverhältnisse mit einem DSP zu kompensieren. Aber im besten Falle gab es dann dort einen winzig kleinen Hörplatz, an dem es sich einigermaßen normal anhörte. Man brauchte aber nur den Kopf zu drehen oder sich ein paar Zentimeter weiter nacht rechts/links zu setzen und schon war das Klangbild geradezu unerträglich.
Ich begriff, dass DSPs von Leuten entwickelt wurden, die möglicherweise ganz viel theoretisches, vor allem mathematisches Wissen besaßen, die aber offensichtlich keine Ahnung von Musik hatten. Und noch schlimmer – auch die Anwender schienen die tatsächlichen Chancen so eines DSPs gar nicht zu verstehen und versuchten stattdessen, mit ihm magische Wirkungen zu erzielen, für die er nie geschaffen worden war.
Sie können sich jetzt sicherlich vorstellen, dass ich nicht sonderlich begeistert war, als Karl-Heinz Fink mich gestern anrief und fragte, ob ich zurzeit eine Q-Acoustic C500 oder C300 in der Vorführung hätte und er mir Filter für den DSP im Roon-Core-Server anbot, die er speziell für diese beiden Lautsprecher entwickelt hatte.
Da ich beide genannten Boxen in der Ausstellung habe, hörte ich ihn sagen:
„Dann schicke ich Dir mal was rüber. Installiere das bitte und sag mir, was Du davon hältst.“
Ich spürte wie sich mir die Haare aufstellten und ich am liebsten gesagt hätte: „Schick mir das bloß nicht!“.
Andererseits gefällt mir an Karl-Heinz Fink immer wieder, dass er so neugierig und offen für alles ist. Er lehnt nicht einfach etwas aus Prinzip ab, weil er was gegen bestimmte Marken oder Menschen hat oder weil er etwas nicht sofort versteht. Er geht den Dingen auf den Grund und bildet sich erst danach seine Meinung.
Und wie das im Leben so ist – wenn man sich nur intensiv genug mit seltsamen Ideen und Behauptungen auseinander setzt, sind die meistens gar nicht so doof, wie sie anfangs wirkten.
Also wollte ich ihn ebenfalls fair und aufgeschlossen behandeln und ließ mir die Dateien zusenden.
In der Roon-App musste ich insgesamt drei „Faltungs-Filter“ installieren und die Aussteuerungskorrektur sicherheitshalber auf -5 einstellen, um digitale Übersteuerungen zu verhindern.
Ich hörte mir Malin Pettersen „Get you back again“ an.
Wir hören hier eine sehr präsente Frauenstimme und ihr Gitarrenspiel.
Einige Momente lang habe ich mich gefragt, was denn da jetzt großartig anders klingen soll.
Was ja schon mal gut ist – denn jede größere Veränderung hätte ja bedeutet, dass es entweder mit oder ohne „falsch“ klingen muss.
Von falsch und richtig – ja selbst von anders – war das hier aber erst einmal weit entfernt.
Am Anfang habe ich noch den Fehler gemacht, das von mir angelegte „Preset“ ein- und auszuschalten, was zu einem deutlichen Pegelunterschied geführt hat, da ich ja auf -5 gegangen war. Hinterher habe ich dann einfach nur die Filteranwendung ein- und ausgeschaltet, was die Pegelunterschiede vermied.
Doch wieder einmal erwiesen sich direkte A/B-Vergleiche als völlig unbrauchbar. Je schneller man hin- und herschaltet, um so identischer klingen beide Versionen.
Ich zwinge mich also dazu, mich an meine eigenen Regeln zu halten und höre den Song zunächst komplett mit den Filtern von Karl-Heinz durch.
Danach kehre ich zurück zu meiner vorherigen Einstellung = Alles aus!
Nun fällt mir auf, dass die Pettersen ohne zugeschaltete Filter größer zu sein scheint. Ich habe keine Ahnung, wie groß sie wirklich ist, aber ohne Filter schätze ich sie auf erstaunliche und eher unglaubliche 2m groß.
Leichter fällt mir die Einschätzung der Gitarrengröße. Auch dieses Instrument wirkt nämlich ohne Filter auf jeden Fall zu groß.
Mir fällt auf, dass ich das immer schon als ziemlich groß empfunden habe. Allerdings ist das ja auch manchmal so eine Sache, wenn eine bisher eher unbekannte Sängerin eine Aufnahme präsentiert, auf der man sie nur ganz alleine hört. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Aufnahme nicht unbedingt besonders professionell vorgenommen wurde.
Durch das Zuschalten der Fink-Filter sieht das allerdings ganz anders aus.
Wer auch immer für diese Aufnahme verantwortlich ist – er versteht sein Handwerk.
Die Pettersen dürfte hier auf einmal sehr wahrscheinliche 165cm groß sein (also irgendwas zwischen 160 und 170 cm mit Tendenz zu 160cm). Die Gitarre hat so eine typische Wandergitarren-Größe.
Das wirkt so auf jeden Fall deutlich natürlicher als vorher.
Allerdings fällt mir negativ auf, dass ich weniger Informationen über den Aufnahmeraum erhalte.
Um die Sängerin herum scheint es weniger „Luft“ zu geben.
Von Karl-Heinz kommt der entscheidende Hinweis:
„Schalte mal den dritten Filter ab. Das ist sowieso nur ein Subsonicfilter, den wirst Du möglicherweise bei Dir gar nicht benötigen.“
Und genau so ist es. Sobald ich den dritten Filter abgeschaltet habe, stellt sich das Beste aus beiden Welten ein. Ich folge dem weiteren finkschen Rat und höre mir ein paar sehr rhythmische Stücke mit Bass und Schlagzeug an – und ich bleibe dabei – ich brauche keine 3 Filter. Aber auf die beiden anderen möchte ich mit meiner C500 ungern wieder verzichten müssen.
Die Gegenkontrolle mit der C300 bestätigt exakt meine Feststellungen. Auch sie läuft ohne den Subsonicfilter mit mehr Raum und mehr Luft. Die beiden anderen allerdings erweisen sich auch bei der C 300 nach kurzer Zeit als nahezu unverzichtbar.
Hat man ohne die Filter in der ersten Reihe (Barbiersitze) gesessen, so rückt man mit den Fink-Filtern ein paar Reihen nach hinten und bekommt so die Chance, das musikalische Geschehen als Ganzes zu erfassen, ohne sich den Nacken verrenken zu müssen. Die Fokussierung wirkt deutlich richtiger und die Umrisse verschwimmen nicht mehr.
Also bleibt als Fazit:
Wer eine Q-Acoustics C300 oder C500 sein Eigen nennt und einen ROON-CORE-SERVER betreibt, der sollte sich unbedingt um diesen Fink-Filter bemühen. (… kann sich gerne bei mir melden).
Ich rufe Karl-Heinz an und berichte ihm von meinen Feststellungen. Ich sage ihm aber auch, dass meine Kunden, die das bei mir hören, mich fragen werden, wieso denn das nicht gleich in die Entwicklung der Boxen mit eingeflossen ist.
Antwort: „Weil das nicht geht!
Was man mit einem DSP anstellen kann, das ist auf rein analoger Ebene – also in einer passiven Weiche – nicht einmal ansatzweise machbar.“
Ich berichte ihm von meinen bisherigen negativen Feststellungen und meiner grundsätzlichen Abneigung gegen diese DSPs.
Und wundere mich, als ich von ihm die volle Bestätigung und Zustimmung erhalte.
Am Ende stimmen wir beide mit der Einschätzung überein, dass es sich mit diesen DSPs parallel zu Fotobearbeitungs-Programmen verhält.
Am meisten Spaß haben die Menschen mit den Apps, mit denen man völlig dramatische Wolken erzeugen kann oder solche, bei denen man mit ein paar Klicks aus der Oma wieder ein junges Modell zaubert.
Viele DSPs sind einfach nur spektakuläres „Spielzeug“.
Aber es gibt natürlich auch richtig gute Fotobearbeitungsprogramme wie z.B. Photoshop.
Hier sind es dann auf einmal die Anwender, die sich als Schwachstelle erweisen.
Wer sich im Internet auf die Suche nach Photoshop-Fails macht, der muss glauben, dass es sich bei diesem Programm um den größten Mist aller Zeiten handelt. Die Menschen haben zwei linke Beine, drei Meter lange Arme usw.
Doch für einen Profi ist diese App heute unverzichtbar.
Der kann damit aber auch umgehen!
Für einen bestimmten Lautsprecher die korrekten Faltungsfilter zu berechnen und umzusetzen, das muss man auch erst einmal können.
Niemand kennt die Q-Acoustic-Boxen C300 und C500 besser als Karl-Heinz Fink. Immerhin ist er ihr geistige Vater.
Schön, dass er sich auch im Nachhinein noch so liebevoll um seine Sprösslinge kümmert.
Und ich finde es gut, dass ich jetzt eine (etwas) andere Grundeinstellung zu DSPs gewinnen konnte.
“Dicke Freunde” werden wir ganz sicher nicht werden – aber wenn man damit umzugehen weiß, dann ist doch erstaunliches möglich. [...]
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15. Dezember 2018ProduktberichteZarathustra S4 und Pluto Audio 7A Prestige – Revision Teil 2
Im Teil 1 dieses Berichts lesen Sie, wie man an einem Zarathustra S4 eine Revision durchführt. (Hier klicken)
Der Pluto Audio 7A Prestige
Der 7A Prestige ist noch ein Ur-Pluto-Audio-Tonarm, wie er in seiner Grundidee zu sein hat.
Das Tonarmrohr ist aus purem Titan und in Handarbeit aus dem Vollen gedreht. Das ist der Grund, weshalb er sich aus drei kurzen, kaskadierenden Rohren zusammensetzt.
Titan zu bearbeiten ist immer eine heikle Angelegenheit. Wird es zu heiß, brennt es einfach ab.
Die Experimente von Eduardus Driessen aus dem niederländischen Hengelo mit fix-und-fertig gelieferten Titanrohren, verliefen bei Betrachtung der klanglichen Aspekte extrem ernüchternd, weshalb sich ihm am Ende kein anderer Ausweg bot, als bei den handgefertigten Rohren zu bleiben und sich dem Verarbeitungsrisiko Arm für Arm zu stellen.
Klanglich zeichnen sich seine Tonarme vor allem durch das völlige Fehlen eigener Klangbeigaben aus.
Tonarme klingen üblicherweise nach dem verwendeten Material, nach dem Lagertyp, nach der Konstruktionsweise …
Genau deshalb haben ihre Entwickler ja meistens auch die Konstruktionen ganz bewusst so gewählt.
Wer jahrelang verschiedene Tonarme montiert und Tonabnehmer justiert hat, der ahnt meistens schon vor dem Aufbau, was ihn gleich für ein Klangbild erwarten wird. Und meistens liegt er damit auch ziemlich dicht an der Wahrheit.
Man könnte also sagen, dass sich ein Analog-Händler in einer ähnlichen Situation befindet wie ein Wein-Händler.
Die Kunden suchen zwar immer nach “dem besten Wein” – den aber, kann es gar nicht geben.
Kompliziert wird das alles dadurch, dass es einerseits den Aspekt des persönlichen Geschmacks und andererseits aber dennoch echte Qualitätsunterschiede gibt und man nicht immer sagen kann, wo das eine anfängt und das andere aufhört.
Gehen wir an die Arbeit und zerlegen wir unseren 7A Prestige in seine Einzelteile.
Anbauteile im Bereich des Lagers
Im Bereich des Lagers finden wir das Gegengewicht, das wir mit zwei Fixierschrauben sichern können.
Alles andere ist Bestandteil der Anti-Skating-Vorrichtung.
Gegengewicht
Wir sehen eine Detailansicht des Gegengewichts. Bevor wir es nach hinten abziehen können, müssen wir sicherstellen, dass wir die beiden Fixierschrauben ausreichend gelöst haben.
Pluto Audio 7A Prestige Detailansicht Ausleger zur Befestigung des Antiskatinggewichts
An diesem Ausleger wird das Antiskatinggewicht befestigt.
Umlenkung der Antiskatingschnur
Das Bild zeigt die Vorrichtung zur Umlenkung der Antiskating-Schnur.
Pluto Audio 7A Prestige ohne Anbauten und Fuß
Haben wir den Tonabnehmer und alle Anbauten entfernt, können wir die Justageschraube für den Tonarm im Fußbereich lösen und den Arm nach oben herausnehmen.
Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte
Die SME-kompatible Fußplatte trägt den Ausleger für den Lift und die Tonarmhalterung (Ruhestellung)
Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte ohne Ausleger
Nach dem Entfernen aller Anbauteile bleibt nur noch die SME-kompatble Fußplatte übrig.
Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte von unten
Eine enorme Erleichterung der Montage wie auch der Demontage wird durch diese beiden Stege erreicht. So ist es überflüssig unterhalb des Tonarmes irgendwelche Muttern festhalten zu müssen. Zum Befestigen und zum Lösen braucht man lediglich den passenden Innensechskantschlüssel. Außerdem wird durch die Stege verhindert, dass sich zu kleine Muttern in das weiche Holz ziehen und das Subchassis beschädigen.
Pluto Audio 7A Prestige Ausleger für den Lift
An keiner Stelle wird hier mit Material gegeizt und das aus gutem Grund. Jede zu dünne Platte, die beim Abtasten einer Schallplatte in Resonanzen versetzt werden kann, wird das Klangbild deutlich verschlechtern.
Pluto Audio 7A Prestige Ausleger für die Tonarmhalterung
Beim 7A Prestige arbeitet Pluto Audio im Bereich der Tonarmhalterung (Ruhestellung) mit einer Zwischenetage. Sie sorgt dafür, dass wir einen 7A Prestige praktisch auf jeden Plattenspieler dieser Erde montieren können. Passt nicht – gibt’s nicht!
Pluto Audio 7A Prestige Tonabnehmer-Kabelschuhe an Deskadel Goldkabel
Diese Kabelschuhe wurden von einem Goldschmied an die Deskadel Goldverkabelung geschmiedet.
Das Deskadel-Kabel hat nicht nur einen “goldigen” Namen, sondern es besteht tatsächlich aus diesem edlen Material.
Lange hat Deskadel gebraucht, um dieses Kabel aus purem Gold zu entwickeln. So eine Innenverkabelung muss ja robust genug sein, um im Lagerbereich täglich bewegt werden zu können. Und das ist nun einmal bei Gold sehr schwierig. Wer aber dieses Ergebnis des belgischen Kabelherstellers einmal klanglich erleben durfte, der weiß, wovon er ab sofort träumen kann.
Pluto Audio 7A Prestige Deskadel Goldkabel
Hier sehen wir, wie das Deskadel Goldkabel im Bereich des Lagers im Tonarmfuß verschwindet, um dort an die Tiffany-Buchse geschmiedet zu werden.
Pluto Audio 7A Prestige Headshell
Gut zu erkennen ist die massive Ausführung der Pluto Audio Headshell mit den Aussparungen für wirklich jeden edlen Tonabnehmer dieses Erdballs.
Reinigung und Aufarbeitung
Ist der Pluto Audio 7A Prestige komplett zerlegt, können wir uns an die Aufarbeitung und Reinigung der einzelnen Bauteile begeben. Hierzu muss man folgendes bedenken:
Die klangbedeutenden Bauteile sind aus massivem Titan gefertigt. Diese Bauteile wurden nicht behandelt, also nicht verchromt, auch wenn es so aussieht, sondern in Handarbeit poliert.
Sind an Ihnen Gebrauchsspuren zu erkennen, kann man sie selber herauspolieren oder den Tonarm an den Hersteller übergeben, der dann alle Teile wieder in einen neuwertigen Zustand versetzt.
Ist das nicht erforderlich, reicht es völlig, alle Teile mit einem weichen Tuch abzureiben.
Ratsam ist es dabei dünne Baumwollhandschuhe zu tragen, denn sonst wird das alles zu einer Sisyphosarbeit. Nicht vollständig beseitigter Schweiß wird schnell wieder für eine unansehnliche Oberfläche sorgen.
Montage
Ein Pluto Audio 7A Prestige wurde dafür geschaffen, auf jeden nur erdenklichen Plattenspieler montiert werden zu können. Unterschiedlich hohe Plattenteller oder andere Dinge, mit denen Standard-Arme nicht klar kommen, stellen einen Pluto Audio 7A Prestige kaum vor eine größere Aufgabe.
Ist man ein Eigner eines extremen Laufwerks, kennt Eduardus Driessen ganz sicher eine Lösung. Das ist eben der unschätzbare Vorteil eines Produktes, das tatsächlich in reiner Handarbeit produziert wird.
Erster Schritt – Die Fußplatte
Eddy hat darauf geachtet, eine SME-kompatible Fußplatte zu entwickeln. Ist ihnen das Glück hold und haben Sie die Möglichkeit, von einem SME-Serien-Arm auf einen Pluto-Audio-Tonarm aufsteigen zu können, so brauchen Sie sich keine Sorgen darüber zu machen, dass der 7A Prestige nicht montiert werden kann.
So bereitet es mir auch hier keine Probleme, den Pluto-Arm auf das S4 zu montieren. Sowohl der Abstand zwischen Plattentellermitte und Tonarmlager-Mitte (223mm) als auch der Winkel, mit dem das Langloch gebohrt worden sind, passt ideal.
Zweiter Schritt – Der Ausleger für den Lift und die Tonarmhalterung
Um diesen Ausleger korrekt ausrichten und fixieren zu können, müssen wir den Tonarm in den Fuß einstecken, provisorisch ausrichten, Lift und Halterung einstellen und dann den Arm wieder entfernen, um das komplette Gebilde ordentlich festziehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt ist es also ratsam, den Tonarm noch nicht zu fest zu montieren.
Sind wir mit der Ausrichtung der Anbauteile zufrieden, ziehen wir den Arm noch einmal aus dem Fuß heraus und befestigen die Anbauteile im Bereich des Tonarmlagers.
Dritter Schritt – Die Anbauteile für das Antiskatinggewicht
Zunächst schrauben wir den Bügel für die Schlaufe des Antiskatinggewichts an den Arm (siehe Beitragsfoto ganz oben).
Dann folgt die Vorrichtung für die Umlenkung des Fadens.
Den Zylinder mit dem Teflon-Innenteil schrauben wir vom Bügel ab. Dann stecken wir den ersten kleinen Kunststoffring, die Schlaufe des Antiskatinggewichts und den zweiten Kunststoffring auf den Bügel. Zum Schluss schrauben wir den Zylinder wieder auf den Bügel. Er soll mit seinem Gewicht für eine Bedämpfung der Resonanzen im Bügel sorgen.
Gegengewicht
Nun stecken wir das Gegengewicht auf das hintere Ende des Tonarmrohres. Die Fixierschrauben sollten wir nur leicht anziehen- so dass wir das Gewicht noch so eben verschieben können. Wenn wir es wollen, können wir nach vollständiger Justage die Schrauben etwas fester anziehen, damit das Gegengewicht nicht aus Versehen verrutschen kann
Tonabnehmer
Montieren Sie nach Belieben entweder jetzt schon den Tonabnehmer oder erst, wenn der Tonarm in der Fußplatte montiert ist.
Die Justage des Tonabnehmers folgt auch bei einem Pluto-Audio-Tonarmen den Gesetzen der Physik und Geometrie.
Einzustellen sind in dieser Reihenfolge:
Auflagekraft
Tonarmhöhe
Kröpfung
Überhang
Antiskating
Einen ausführlichen Bericht zur Tonabnehmer-Justage finden Sie hier:
Die Tonabnehmer-Justage
Ist der Tonabnehmer komplett justiert, wird sich in der Regel auch die Tonarmhöhe noch einmal leicht verändert haben. Wir schrauben deshalb jetzt den Arm gut fest und begeben uns noch einmal an die Ausrichtung des Lifts und der Tonarmhalterung.
Der Lift
Der Lift wird mit einer kleinen Schraube seitlich fixiert und kann nach Bedarf nach oben oder unten verschoben werden. Reicht der Weg beim besten Willen nicht aus, kann man sich beim Hersteller einen passenden Liftausleger anfertigen lassen.
Der milchige Schlauch um den Ausleger sorgt dafür, dass sich der Tonarm auch bei Tonabnehmern mit einer extrem kleinen Auflagekraft beim Absenken nicht nach außen wegdreht. (Stichwort: Wandernder Tonarm) Das Antiskatinggewicht zieht ja den Arm ein kleinwenig nach außen, solange die Skatingkraft noch nicht wirken kann. Durch diesen Schlauch können wir aber den Arm recht gut genau dort absenken, wo wir ihn hinhaben wollen, ohne dass er beim Absenken nach außen wandert.
Die Tonarmhalterung
Sie soll den Tonarm in der Ruhestellung ganz leicht einklemmen. Um sie auszurichten, heben wir den Lift an und schieben den Arm auf dem Lift-Ausleger liegend nach rechts in Richtung Halterung. Dort muss der Arm ohne ihn anzuheben in die Halterung hineingleiten. Dadurch, dass der milchige Schlauch, der auf den Liftausleger gezogen ist, genau dann endet, wenn der Arm in der Halterung anstößt, sackt dieser hier eine Winzigkeit ab und klemmt sich somit fest.
Fertig!
Nun müssen wir nur noch das Tonarmkabel von unten in die Tiffany-Buchse einstecken und können uns auf schöne analoge Stunden mit außergewöhnlich guter Musikwiedergabe freuen.
Ich hoffe, Ihnen hat der Bericht Spaß gemacht. Sollten Sie das hier beschriebene Laufwerk einmal hören wollen, so vereinbaren Sie doch einfach einen Termin mit uns. Auch für alle anderen Fragen rund um das Thema Analog stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. [...]
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26. März 2018ProduktberichteFurutech NCF Booster
Furutech NCF Booster
… oder: Tschüss “Affenscheiße”!
Alles Voodoo oder was?
Wer hat sich nicht schon mal ausgiebig über „Klangschalen“, „informierte Glaslinsen“ oder CD-Entmagnetisierer lustig gemacht!?
Manche amüsiert so etwas, andere möchten vor Wut aus der Haut fahren und wieder andere schwören auf solche Hilfsmittel zur Klangverbesserung.
Im Verhältnis zu ihrem materiellen Gegenwert gesehen, kosten sie ein Vermögen und genau das ist meistens der Stein des Anstoßes.
Auf das Butylband von Würth (sowohl bei den Karosseriebauern als auch im HiFi-Bereich unter dem Begriff „Affenscheisse“ bekannt) passt diese Beschreibung aber so ganz und gar nicht.
Erstens bekommt man für rund 17,- € eine große Rolle Band, mit der man vermutlich sein Leben lang auskommt (wenn man nicht ausgerechnet Karosseriebauer ist).
Zweitens kann man dieses Zeugs für so viele unterschiedliche Reparaturen im Haus gebrauchen, dass es eigentlich in keinem Haushalt fehlen sollte.
Drittens kann man es bei keinem der angeblich so „geschäftstüchtigen HiFi-Händlern“ erwerben, sondern nur im Auto-Zubehör-Handel.
Zweckentfremdung
Hat ein HiFi-Freak so eine Rolle ergattert, reißt er Stücke von dem Band ab und knetet damit sämtliche angeblich „wackeligen“ Verbindungen so zu, dass da nichts mehr vibrieren kann.
Genauer:
Alle (!) Stecker werden wie üblich in die Buchsen gesteckt, dann aber mit reichlich Butylband festgeknetet.
Keine Angst – wer das wieder entfernen will, entdeckt das wirklich Gute an diesem seltsamen Zeugs – es löst sich, ohne jegliche Spuren oder Verfärbungen zu hinterlassen
… jedenfalls meistens! 🙂
Ergebnis: Mit viel „Knete“ klingt es prima.
Wie immer im doppelten Sinne!
Probieren Sie es doch einfach mal aus. Selbst wenn Sie extrem großzügig damit umgehen, werden Sie wohl kaum mehr als 3,- oder 4,- € „verkneten“. Das sollte sich doch verkraften lassen, oder?
Was das ganze „Affentheater“ soll?
Nun, schon vor 30-40 Jahren haben findige Köpfe entdeckt, dass sich der Klang verändert, wenn man Steckverbindungen einer Stereoanlage „fixiert und dämmt“.
Hier im Ruhrgebiet verbindet man dieses Butylband vor allem mit dem Namen Alfred Rudolph (A Capella) – aber auch anderswo hat man ziemlich intensiv mit dem Band experimentiert.
Das Unglaubliche ist, dass man tatsächlich einen Unterschied hört. Auch – wenn man nicht daran glauben mag.
Nicht für den Audiomarkt entwickelt.
Doch eines stellt man auch ziemlich schnell fest – nämlich, dass dieses Butylband leider nicht (!!) für Audiozwecke entwickelt wurde.
Es verändert zwar den Klang, oft verbessert es ihn auch, aber es kommt auch zu ungewollten Nebeneffekten.
Manchmal geht etwas an Schnelligkeit und Spielfreude verloren und durch ein sehr ruhiges und „stabiles“ Klangbild ersetzt. Körper gewinnen an Masse hinzu und die Klangfarben werden intensiver, aber die Luft im Raum wird weniger spürbar. Hektisch abgestimmte Anlagen profitieren davon, eher gelassen aufspielende Komponenten werden dann aber doch etwas zu “lahm”.
Manche Freaks beginnen dann, nur einen Teil der Stecker mit Knete zu versehen, um die „goldene Mitte“ zu finden, aber meistens gibt man irgendwann einfach auf, weil die Ergebnisse dann auch noch von Titel zu Titel anders zu sein scheinen.
Trifft man heute noch auf schwarzes Butylband, ist es meistens ein Zeichen dafür, dass sich da gerade wieder jemand in der Experimentierphase befindet und die Erfahrungen anderer selber nachholen möchte.
Das könnte jetzt anders werden
Zumindest bei den Stromsteckern, bei denen sich Schwingungs-Störungen ja noch viel deutlicher bemerkbar machen als bei den Cinch-Steckern, zeichnet sich jetzt eine professionelle, speziell für die audiophile Welt entwickelte Lösung ab.
Niemand anderer als Furutech (wer auch sonst !?) hat etwas “erfunden”, wovon die Schweizer nur träumen können. Was sind schon Kräuter-Bonbons gegenüber NCF Boostern? 🙂
Furutech NCF Booster
Aber machen wir mal Schluss mit lustig und beginnen wir ganz von vorne:
NCF
NCF steht für Nano Crystal Formula.
Eigentlich ist es nichts anderes als winzige Kristallstaub-Partikel in Nano-Größe. Mit diesem Staub füllt man die „Lücken“ in den verwendeten Materialien für Stecker, Buchsen, Kabelhüllen, Halteschalen usw.
Hierdurch nimmt man den Materialien die Eigenschaft, sich durch die Wechselfrequenz des Stroms oder andere Ursachen zum Schwingen verleiten zu lassen. Denn Materialschwingungen, also Vibrationen – sind für eine elektrische Verbindung unvorteilhaft, wie wir es schon mit dem Butylband nachweisen konnten.
Nebenbei soll das Material der NCF-Booster noch eine ganze Menge anderer Dinge bewirken, so zu einer Reduzierung von elektromagnetischen Interferenzen und statischer Aufladung führen und so weiter …
Da der Mensch grundsätzlich nur an Dinge glaubt, die er mit seinen Sinnen erfassen kann, verweist der Deutschlandvertrieb gerne mal auf die Effekte bei Hochspannungsleitungen. Wer schon mal im Regen unter ihnen hergelaufen ist, der wird bestätigen können, dass die Leitungen nicht gerade leise sind. Es summt, singt und jeder kann die „Energie hören“, die sich unter diesen Umständen lautstark bemerkbar macht.
Und so macht sich auch die Energie – also der Strom – in unserem Schukostecker oder dem Kaltgerätestecker bemerkbar. Nur, dass die „Geräusche“ hier für unsere Ohren nicht hörbar sind.
Was nicht nur daran liegt, dass es in den meisten Wohnzimmern selten regnet. 🙂
Bei Furutech hat man sich gefragt, wie sinnvoll es wohl sein kann, solche „Störungen“ zu bekämpfen, die der Mensch ja eigentlich gar nicht wahrnehmen kann. Zum Glück aber hat man sich von diesem Bewusstsein wie so oft bei Furutech nicht davon abbringen lassen, dieses NCF-Material zu entwickeln.
Wer einmal so eine Steckdose oder einen Stecker mit NCF getestet hat, der will so schnell nicht wieder darauf verzichten.
Christian, einer meiner Kunden, berichtet passend:
„NCF ist wie eine kleine Lampe in einem dunklen Zimmer. Jeder NCF-Stecker zeigt uns das klangliche geschehen um diese Lampe herum. Es ist dabei völlig gleichgültig, an welcher Stelle man den ersten NCF-Stecker einsetzt. Plötzlich „sieht“ man dort etwas. Und wenn alle Stecker ausgewechselt sind, dann herrscht ein wunderbares Licht im Raum voller Farben, Details, Wärme, Körper, Dynamik und Informationen.“
Furutech hat Lösungen für Probleme, die Sie noch gar nicht hatten! 🙂
NCF ist für mich wieder einmal der Beweis, dass der Mensch in der Lage ist, Lösungen selbst dann zu entwickeln, wenn er das Problem noch gar nicht begriffen hat.
Ja sicher, wir filtern unseren Strom, zerhacken ihn, stabilisieren ihn, trennen ihn, bauen ihn erneut auf …
Vieles davon ist notwendig, weil unsere Stromlieferanten uns Audiophile zu keiner Zeit auf dem Schirm hatten. Und auch wohl in den nächsten Jahrzehnten nicht haben werden.
Kilometerlang leben wir mit Stromkabeln, auf die wir keinen Einfluss haben,
Irgendwann landet der Strom in unserem Verteilerkasten. Hausbesitzer können ab hier Einfluss nehmen und auf audiophile Sicherungen und Stromkabel zurückgreifen. Mietern bleibt aber meist nur, auch diesen Punkt noch außer Acht zu lassen und sich die Wandsteckdose als früheste Eingriffsmöglichkeit genauer zu betrachten,
Es ist noch nicht zu spät!
Umso erstaunlicher und erfreulicher ist es, dass es hier noch lange nicht „zu spät“ zu sein scheint.
Völlig gleichgültig mit welch miesem Installationsmaterial wir es bis zu dieser Wandsteckdose auch zu tun haben – das Auswechseln der Steckdose ist bei einer hochwertigen Anlage immer deutlich zu hören.
Welchen Perfektionsgrad wir damit in Ihrer Anlage erreichen können, das vermag ich auch nicht vorher zu sagen, aber dass es besser klingt – deutlich besser klingt, das bin ich gerne bereit, Ihnen zu beweisen.
Doch kommen wir jetzt zu diesen NCF-Boostern.
Furutech NCF Booster Explosion
Mit dem klanglichen Zugewinn der NCF-Stecker hatte wohl selbst Furutech anfangs nicht so richtig gerechnet. Doch das Ergebnis ist eindeutig und so hat man erkannt, dass das Klangbild umso besser wird, je mehr man von dem NCF-Material einsetzen kann.
Jetzt hätte man einfach deutlich klobigere Stecker bauen können, aber erstens wollte man das nicht und zweitens hat man sich bei Furutech die Frage gestellt, wie man selbst einen Stecker klanglich verbessern kann, der selber nicht aus NCF besteht.
Das Ergebnis sind zwei recht schwere NCF-Halbschalen, die einen Schuko- oder Kaltgerätestecker fest umklammern.
Furutech NCF Booster Kabelbrücke
Findige Köpfe haben bereits herausgefunden, dass man mit den NCF Boostern auch wunderbare „Brücken“ für Kabel aller Art bauen kann, so dass die nicht mehr den Boden berühren. Aber speziell dafür hat Furutech längst die “Signal-NCF-Booster” entwickelt.
Ich bin gespannt, was da noch für Ideen auftauchen.
Und was passiert da klanglich?
Das ist ziemlich einfach erklärt: Der NCF Booster nimmt die Hektik und die Unruhe aus dem Klanggeschehen.
Das feinste Anschlagen der Becken, das Anlegen der Fingernägel an die Gitarrensaite, die Dynamik eines großen Instrumentes und die Luft, die in ein Mundstück geblasen wird, das Atmen der Musiker und die Größe des Aufnahmeraumes – alles wird einfach natürlicher abgebildet.
Nichts wird verändert, manipuliert, verfärbt, beeinträchtigt oder anders dargestellt als vorher.
Wer von den NCF-Boostern eine deutliche Klangveränderung erwartet, der wird enttäuscht sein. Man hört es einfach nur besser, deutlicher, klarer, ruhiger, selbstverständlicher – ungestörter.
Fazit
An der Art und Weise, wie ich diesen Produktbericht geschrieben habe, werden Sie sicher schon gemerkt haben, dass ich Ihnen mit dem Furutech NCF Booster nicht zu viel versprechen möchte.
Der Booster ist kein Problemlöser nach dem Motto: Klingt es nicht gut? Dann brauchen Sie den Furutech NCF-Booster.
Er ist eher etwas für Anlagen, die so hervorragend klingen, dass man es für unmöglich hält, noch mehr Klangqualität dazu gewinnen zu können. Er beseitigt keine stehenden Wellen, keine überzogenen Höhen und macht auch ein matschiges Klangbild nicht strukturierter.
Der Furutech NCF Booster beweist uns, dass es Störquellen gibt, an die manche von uns noch gar nicht gedacht haben.
Einsatzmöglichkeiten:
Furutech NCF Booster Beispiel1
Hier sehen wir die klassische Verwendungsart. Der Kaltgerätestecker wird in die Buchse des Gerätes gesteckt und dann mit dem NCF-Booster fixiert und gedämmt.
Furutech NCF Booster Wandsteckdose
Hier sehen wir ein Anwendungsbeispiel bei einer sehr hoch angebrachten Wandsteckdose. Um sie erfassen zu können, kommt ein Verlängerungsset zum Einsatz. [...]
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5. Februar 2018ProduktberichteKlangunterschiede bei Digitalkabeln
Ein gut gemeintes Wort vorab:
Seit gut 40 Jahren kennen wir zum Thema „Klangunterschiede durch Kabel“ die eine und die andere Meinung.
Als man sich noch alles von den Profi-Musikern abgeguckt hat und ein gerade mal 60 Pfennig teures RG58 (das Mikrofonkabel) als klanglichen Geheimtipp zuflüsterte, waren beide Lager noch vereint.
Als dann aber die einen etwas von Skin-Effekten erzählten und bereitwillig Hundert Mark oder mehr für ein Cinch-Kabel ausgaben, kam es zu einer Trennung der Gemüter, die bis heute anhält.
Schon lange sind einige Ursachen für die Klangunterschiede bekannt. Vieles ist aber immer noch unerforscht und gibt viel Raum für Theorien.
… leider auch für Scharlatanerien.
Die einzige funktionierende Methode ist deshalb heute, sich etwas anzuhören und dann für sich selber zu entscheiden, welchen Betrag für welchen Zugewinn man ausgeben will.
Die enorme Aggressivität, mit der diese Kabel-Diskussion zum Teil geführt wird, hat überhaupt nichts mit der Sache an sich zu tun.
Diese stark emotionale Beteiligung ergibt sich allein aus der Tatsache, dass sich beide Lager gegenseitig der Dummheit bezichtigen.
Die einen sind so dumm, sich etwas unsinniges, teures aufschwatzen zu lassen, und die anderen sind zu dumm, selbst die deutlichsten Klangunterschiede hören zu können.
Solche Aussagen müssen beide Seiten ja wütend machen.
Und Wut ist nicht gerade ein guter Antrieb, sich dem anderen Lager freundlich und neugierig nähern zu wollen.
Und deshalb werden uns diese unter die Gürtellinie gehenden Diskussionen auch wohl noch begleiten, wenn der Mensch schon längst in der Lage ist, schwarze Löcher im Weltall für Zeitreisen zu benutzen.
Sollten Sie zu den Kabelklang-Gegnern gehören, empfehle ich Ihnen dringend, den nachfolgenden Bericht besser nicht zu lesen.
Für Sie ist er ganz bestimmt “zum Haare raufen”. 🙂
Gibt es Klangunterschiede bei digitalen Verbindungen und Kabeln?
Um das heraus zu finden, habe ich mich für eine Test-Kombi bestehend aus den beiden neuen Modellen Aries G2 (Streaming-Transport) und Vega G2 (DAC) von Auralic entschieden.
Diese beiden Geräte verfügen über die folgenden fünf digitalen Ein-/Ausgänge:
AURALIC Lightning Link
TOSLINK (Lichtleiter)
USB HS
COAX (RCA-Digital, Cinch, unsymmetrisch)
AES (Digital-XLR, symmetrisch)
Auralic Aries G2 und Vega G2 hinten
AURALIC Lightning Link
Die maximalen Abtastraten, die von AURALiC Lightning Link unterstützt werden, sind 384kHz/32Bit und DSD512. Lightning Link verwendet zwar einen physikalischen HDMI-Anschluss, aber es ist weder ein HDMI-Port noch ein I2S-Ausgang.
USB HS (Highspeed)
Die maximalen Abtastraten, die von USB HS unterstützt werden, sind ebenfalls 32Bit/384KHz und DSD512.
TOSLINK (Lichtleiter)
COAX (RCA, Cinch, unsymmetrisch)
AES (XLR, symmetrisch)
Die maximalen Abtastraten, die von diesen drei Verbindungen unterstützt werden, sind 192kHz/24Bit..
Die von mir gewählten Kabel-Anbieter
QED_logo
QED
Dieser englische Hersteller nimmt in Deutschland an Bedeutung immer mehr zu. Ich empfehle die Produkte von QED gerne dann, wenn es so wenig wie möglich kosten darf, aber klanglich so viel wie möglich erreicht werden soll.
supra-cable
SupraCables
„Töfte Jungs“ aus Schweden, die ganz genau wissen, was sie da machen. Sie überraschen nicht nur die HiFi-Szene immer wieder mit erstaunlichen Lösungen, sondern haben sich vor allem in der Video-Welt einen hervorragenden Ruf erarbeiten können, wo es für das „beste Bild“ unverzichtbar ist, dass definierte Werte in den Kabeln exakt eingehalten werden.
Unser Lieblingsartikel ist jedoch das Stromkabel „LoRad“ für etwa 100,- € (für ein fertig konfektioniertes 1.5m-Kabel).
audioquest-logo
Audioquest
Dieser Hersteller nimmt eine Sonderstellung auf dem Markt ein. Es gibt wohl keinen zweiten, der ein derart breit aufgestelltes Portfolio aufzuweisen hat.
Welches Kabel mit welchen Steckern dran Sie auch immer suchen – wenn Sie es bei Audioquest nicht finden, wird es das auch wohl nicht geben.
Ein Adapter von HDMI auf Gardena?
Nun gut, da muss dann allerdings auch dieser Hersteller passen. 🙂
Außerhalb der Wertung
Seit Jahren führe ich die Kabel von Furutech und von Progressive Audio. Sie dienen mir in diesem Bericht aber nur als Möglichkeit, mich immer mal wieder zu „erden“, also auf den klanglichen Resetknopf zu drücken.
Kann es überhaupt Klangunterschiede bei Digital-Kabeln geben?
„Da müssen einfach nur Nullen und Einsen durchkommen, alles andere ist egal!“
So viel zu der Theorie, die wir selber noch in den 80-er Jahren mit tiefster Überzeugung von uns gegeben haben.
Irgendwann haben wir dann aber alle etwas von einer „Clock“ gehört und von diesem ominösen „Jitter“.
Nein, keinem von der Kokosnuss – der schreibt sich ja mit „R“ – scheint einem aber irgendwie genau so „unseriös“ zu sein, wie die vielen Aussagen über diesen Jitter, oder?
Aber genau der soll wohl die meiste Schuld daran haben, wenn ein Digitalkabel nicht gescheit klingt.
Die einen gehen nun die Frage nach dem passenden Digitalkabel rein wissenschaftlich an und pochen auf den korrekten Wellenwiderstand, die anderen probieren einfach etwas aus.
Was aber nicht immer klappt, weil plötzlich dieser blöde Wellenwiderstand doch nicht stimmt und der DAC uns ein „ERROR“ zeigt, statt seine Arbeit zu verrichten.
Aber sich darüber zu streiten, wer oder was schuldig ist, bedeutet natürlich auch gleichzeitig, längst festgestellt zu haben, dass da manchmal was nicht passt und deshalb eben auch nicht klingt. Also lautet die Antwort:
Ja, es gibt Klangunterschiede bei Digitalkabeln
… und zwar größere, als uns lieb ist.
… und deshalb habe ich mich dazu entschlossen, einige Digitalkabel miteinander zu vergleichen.
Hier ein Blick auf einen Teil (!!) der vielen Testkabel:
Digitalkabel
Welche digitale Schnittstelle klingt eigentlich am besten?
Bei den QED-Kabeln war die Antwort am ersten Tag ganz einfach:
QED
QED_Digital_HDMI
QED HDMI war am ersten Tag der klare Gewinner
Laut Auralic soll man unbedingt das mitgelieferte Lightning-Link-Kabel verwenden und kein anderes. Aber schon bei meinem ersten Kontakt zu der G2-Serie hat mich diese Strippe keineswegs überzeugen können. Damals war ich mir aber noch nicht sicher, ob es tatsächlich an diesem Kabel lag. Heute kam die Bestätigung.
Das HDMI-Kabel von QED katapultierte die Klangqualität der Kombi um etliche Klassen nach oben. Da ist mehr Druck, mehr Präzision, mehr Gefühl, mehr Raum …
QED TOSLINK
QED_Digital_Toslink
Das TOSLINK-Kabel von QED war für mich die allergrößte Überraschung. Vor dem Test vermutete ich, dass diese Schnittstelle das klangliche Schlusslicht bilden müsste. Bei ihr muss ja das elektrische Signal in Licht und das Licht beim Empfänger wieder in ein elektrisches Signal zurück verwandelt werden. Es gibt also eine zusätzliche Wandler-Stufe und so etwas kann ja gar nicht gut sein.
… es sei denn, unser Kabel muss auf dem Weg zum DAC äußerst ungünstige Wege gehen (sehr lange Strecken, zusammen mit Stromkabeln in einem Leerrohr …).
Ist das nämlich der Fall, gleicht das Lichtleiterkabel den Nachteil der zusätzlichen Wandlung natürlich wieder aus, denn es lässt sich ja bekanntlich von elektrischen Strahlungen oder der Kraft der Induktivität … nicht stören.
Doch in meinem Versuch gab es weder lange Wege noch liefen Kabel parallel – und dennoch lag das TOSLINK- mit dem HDMI-Kabel nahezu gleichauf.
QED USB – COAX (Cinch/RCA) und AES/EBU (XLR)
Alle drei Kabel sackten klanglich im Vergleich zum HDMI-Kabel deutlich ab. Ihr Klang war muffig, verschmiert, glanzlos und teilweise dann doch wieder harsch und nervig. Es machte sich wohl eindeutig bemerkbar, dass sie noch überhaupt nicht eingespielt waren. So war ein fairer Vergleich nicht durchzuführen.
Ich verschob also den weiteren Test und spielte die drei Kabel über mehrere Tage ein.
Danach:
QED_Digital_XLR
QED AES
Wie eine Schlange hatte sich dieses Kabel in den letzten Tagen klanglich um eine gedachte Linie geschlängelt. Zunächst mit großen Bögen hin zu beiden Seiten, dann wurden die „Ausschläge“ immer sanfter. Auch heute kann ich noch feststellen, dass das Kabel von einem Tag auf den anderen seinen Charakter leicht verändert.
Was die Plastizität, die Analytik, die Durchsichtigkeit und die Luftigkeit des HDMI-Kabels angeht, erreicht das XLR in diesen Disziplinen dessen Level immer noch nicht. Dafür schenkt es uns eine angenehme Wärme, Harmonie und Körperhaftigkeit. Es ist also weder schlechter noch besser, es ist einfach anders.
QED_Digital_RCA
QED COAX (Cinch/RCA)
Die Aussagen vom XRL-Kabel kann man einfach wiederholen. Ich höre keinerlei Unterschied zwischen diesem RCA- und dem XLR-Kabel und habe das Gefühl, dass sich an dieser Stelle der Vorteil der Symmetrie nicht zeigt.
QED_Digital_USB
QED USB
Irgendwie bleibt dieses Kabel hinter den anderen immer noch hörbar zurück. Vermutlich wurde es auf andere Verbindungen hin optimiert, zum Beispiel zum Betrieb an einer externen Festplatte oder einem NAS. Das steht aber heute nicht zur Debatte.
Fazit QED:
Das HDMI-Kabel spielt sich von der ersten Sekunde an nach vorne und bleibt auch dort. Das Toslink ist ihm dabei dicht auf den Versen. Das COAX- und das XLR-Kabel brauchen ein paar Tage, um das gleiche Niveau zu erreichen, belohnen uns dann aber mit einem wunderschönen Klangbild. Das USB-Kabel fällt nach unten raus.
Audioquest
Ich muss zugeben, dass mich die günstige Carbon-Serie zu diesem Zeitpunkt noch nicht sonderlich interessierte hat. Ich war einfach zu neugierig und wollte wissen, was sich tut, wenn wir die Preise deutlich ansteigen lassen und griff gleich zur „Coffee“-, bzw. zur Vodka-Serie.
HDMI_Coffee
HDMI Coffee
Das Coffee-HDMI- und das Vodka-TOSLINK-Kabel legten sofort los, als hätten sie einen 100m-Sprint zu absolvieren, die anderen drei richteten sich wohl eher auf einen Marathon ein.
Erneut war Einspielen angesagt.
Für so einen „geduldigen“ Menschen wie mich eine echte Tortur!
Also logisch, dass ich zwischendurch auch ab und zu hinein gehört habe. Und auch hier konnte man wieder die „Schlange“ beobachten, die sich sich um die gedachte Linie gewunden hat.
Heute harsch, dünn und nervös, morgen träge, fett und verhangen …
Nach drei Tagen pro Kabel musste es gut sein.
Und das war es auch.
USB_Coffee
Allerdings wieder mal mit anderen Ergebnissen, als ich erwartet hatte.
Wünschenswert wäre es ja gewesen, wenn sich die teuren HDMI- und TOSLINK-Kabel den Luxus geleistet hätten, sich in den Punkten Wärme und Körper unseren Wünschen anzupassen. Aber genau das ist nicht geschehen.
Stattdessen legten sie in allen bereits von den QED-Kabeln hervorragend absolvierten Disziplinen noch einmal deutlich eins drauf.
Wärmer – „musikalischer“ klingen – wollten sie nicht.
Worin ich aber auch nach längerem Hören keinen Nachteil entdecken kann.
Man muss sich mal Ed Sheerans „Perfect“ anhören. Da bleibt ganz sicher kein einziges Haar auf den Unterarmen liegen!
Man glaubt, man könnte Ed Sheeran den Finger in den Mund stecken – so präsent ist dieser Typ in unserem Hörraum.
Schier unglaublich.
Man spürt einfach, dass sich dieses Klangergebnis von dem, was man gewohnt ist, deutlich abhebt. Die Stimme Ed Sheerans ist so präsent, so „direkt“, dass man sich
RCA_Digi_Coffee
daran gewöhnen muss.
Lassen Sie mich den Begriff „direkt“ etwas erläutern:
Ich hatte mal eine Kollegin, die schon lange Jahre Gesangsunterricht nahm. Ab und zu hatte sie so gute Laune, dass sie einfach auf dem Flur vor sich hin sang. Aber jetzt vergessen Sie mal alles, was Sie kennen, wenn irgendjemand im Hause “so vor sich hin singt”.
Diese ausgebildete Stimme der Kollegin sorgte auf der Stelle für Gänsehautwellen am ganzen Körper.
Haben Sie mal ein Fahrsicherheitstrainig absolviert und hat der Fahrlehrer zu Ihnen gesagt, Sie sollen eine Notbremsung vornehmen?
Dann wissen Sie in etwa, was und wie ich es meine, wenn ich den Begriff “direkt” verwende.
Die meisten Schüler brauchen nämlich mindestens fünf Versuche, um eine echte
AES_Coffee
Notbremsung umsetzen zu können. Bis dahin bremst man so, als hätte der Beifahrer einen Getränkebecher in der Hand und man wollte verhindern, dass der was verschüttet.
Wenn Sie wissen, wie spektakulär sich eine echte Notbremsung anfühlt und wie weit sie von dem weg ist, was wir normalerweise als „abbremsen“ kennen – dann können Sie sich jetzt vorstellen, wie „direkt“ ich gerade diesen Titel von Ed Sheeran erlebe.
Dieses Stück ist einfach spektakulär!
Und nein – es ist nicht das “Maß der Dinge”, es ist künstlich auf “direkt” getrimmt. Es ist fast unmöglich, einen zweiten Titel zu finden, bei dem wir die gleichen Feststellungen treffen können.
Nachdenklich macht es mich da eher, wenn dieser Titel mit anderen Kabeln “ganz normal” klingt. Denn da stimmt dann ganz sicher irgend etwas nicht. Dieser Titel klingt nicht “normal”.
Ethernet_Vodka
Aber:
So toll das ja auf der einen Seite war, so unangenehm klang das alles auch. Ich hatte so ein Gefühl, als wollte mir dieses Coffee-HDMI-Kabel mitteilen, dass es nicht besser klingen kann, weil es an einer anderen Stelle noch einen Engpass gibt.
Doch wo könnte er stecken?
Ich wühlte in der Audioquest-testbox herum und mir viel das Vodka-Ethernetkabel in die Hände.
Ja gut – ein Netzwerkkabel. Aber da hatte ich doch schon das QED angeschlossen und das war doch schon deutlich besser als ein Standardkabel.
Langer Rede kurzer Sinn – ich habe es angeschlossen.
Als ich wieder Ed Sheeran singen lasse, trifft mich fast ein Schock. Was hier gerade zu hören ist, das kann nicht wahr sein.
Und mir wurde im gleichen Moment klar, dass ich darüber nicht viel schreiben darf, wenn ich mich nicht für immer und ewig unglaubwürdig machen wollte.
Ich ließ es für die nächsten Tests stecken, und vielleicht schreibe ich auch noch mal irgendwann etwas darüber, aber im Moment traue ich mich das noch nicht.
Weiter zum Hörvergleich zwischen den Digitalkabeln.
Obwohl es mir gerade schwer fällt, die Hörergebnisse in Relation zu dem bisher gehörten zu stellen. Es ist, als sei ich bisher auf einem Feldweg unterwegs gewesen und mit diesem Vodka-Netzwerkkabel beweg ich mich plötzlich auf der mit Flüsterasphalt gerade eben frei gegebenen Autobahn.
Mhh – jetzt hab ich doch schon wieder was über dieses Ethernetkabel geschrieben,
Audioquest Coffee-USB
Ganz anders als bei QED hält dieses USB-Kabel ganz locker das Niveau des HDMI-Kabels. Es klingt eine Idee wärmer, aber insgesamt liegen sie ganz dicht beieinander.
Audioquest XLR und COAX
Auch diese beiden Kabel schaffen es nach einer dreitägigen Einspielzeit, sich als gleichwertige Gegner den anderen Kabeln zu präsentieren. Sehr offen, frei und sauber, aber auch genau so körperhaft und “musikalisch” wird hier Musik auf allerhöchstem Niveau reproduziert.
Ich spiele „Smile“ von Hugh Coltman, übrigens ein Titel von „dem“ Charlie Chaplin und bin sofort in einem Aufnahmestudio der 50-er Jahre. Man hört scheinbar die Röhrenmikrofone einer guten RCA Living Stereo heraus und alles klingt so echt, so improvisiert, fast provisorisch. Als würde hier noch auf ausgeliehenen, alten Instrumenten geprobt werden.
Ich weiß nicht, was das Team um Hugh Coltman mit diesem Album erreichen wollte, aber wenn es das ist, was ich da gerade beschrieben habe, dann ist es ihnen wohl gelungen.
Ich spiele „Harbour“ von Sohn oder ein paar Stücke von Yello und bin in einer modernen Szenerie, die „digitaler“ gar nicht sein kann.
Fazit Audioquest:
Die Coffee/Vodka-Serie von Audioquest zeigt sehr deutlich, dass sich eine wirkliche Klangverbesserung bei Kabeln nur in eine einzige Richtung hin entwickeln kann: Hin zum Original und weg von Sounds – egal wie sehr wir sie lieben oder bevorzugen.
Aber sie führen uns auch in eine Welt, in der selbst kleinste Fehler nicht mehr verziehen werden.
Das Vodka-Netzwerkkabel am Aries G2 zusammen mit dem Coffee-HDMI-Kabel hin zum Vega G2 – das überreizt das Klangbild fast, zumindest bei Ed Sheerans “Perfect”. Wer das Vodka-Netzwerkkabel aber direkt am Vega G2 hört, könnte den Eindruck bekommen, der Vega G2 steuere 20% der Klangqualität bei, das Vodka den Rest.
„Gar kein Kabel ist das beste Kabel“.
WiFi
Was ist dran, an diesem Slogan?
Schafft es WLAN (WiFi), selbst einem Vodka-Ethernetkabel den Rang abzulaufen?
Während Auralic beim Vega G2 aus klanglichen Gründen ganz auf ein WLAN-Modul verzichtet und er damit als Solo-Gerät zwingend über ein Ethernetkabel betrieben werden muss, habe ich beim Aries G2 die Wahl zwischen „drahtlos“ und „kabelgebunden“.
Ich beginne den Vergleich mit „kabelgebunden“, lasse also das Vodka-Ethernetkabel stecken und höre etwa eine halbe Stunde mit dem Coffee-HDMI-Kabel noch einmal meine mir bestens bekannten Teststücke.
Dann ziehe ich das Vodka-Ethernet-Kabel ab und stelle den Aries auf drahtlos um.
Auralic empfiehlt diese Betriebsart und weist auf die galvanische Trennung hin, was so viel bedeutet, dass hier weder elektrische Störsignale, noch vagabundierende Potentiale oder eben etwas anderes durch das Verbindungskabel übertragen werden kann als das reine Musiksignal.
Ich starte den ersten Song …
… und sofort hat WLAN verloren.
Gut – zugegeben – gegen dieses Vodka-Ethernetkabel.
Aber über WLAN klingt es härter und es gibt mehr Zischlaute. Nicht bei allen Aufnahmen auszumachen, bei Ed Sheeran aber liegen Welten zwischen diesen beiden Präsentationen.
Nach zwei weiteren Titeln ist mir klar, dass ich etwas ändern muss. Das Klangbild ist nicht nur härter, es ist auch ungenauer und wirkt dadurch schlicht unangenehm.
Ich schließe das Coax-Kabel von Progressive Audio an und siehe da – es bringt alles schön wieder in Ordnung.
Das Coffee-HDMI-Kabel wirkt in Kombination mit dem Vodka-Ethernetkabel wie ein Turbolader, nach dem Umschalten auf WLAN gefällt es mir aber im Moment nicht so gut. Der Sache muss man noch mal nachgehen.
Das Progressive Audio dagegen liebt anscheinend diese WLAN-Verbindung und lässt keine Wünsche offen.
Ich lasse es also stecken, schließe wieder das Vodka Ethernetkabel an, schalte von WLAN auf kabelgebunden um und …
… erhalte die Bestätigung, dass das Progressive Audio-Kabel im WLAN-Betrieb irgendwie besser klingt als mit diesem Vodka Netzwerkkabel.
Kabel um Kabel folgt, es geht von „drahtlos“ zu „kabelgebunden“ und wieder zurück.
Und ich höre, dass es mal über WLAN besser klingt und mal über Kabel.
Manche Digitalkabel danken es mir, wenn ich das Vodka-Netzwerkkabel gegen das von SupraCables austausche. Überhaupt ist es geradezu erstaunlich, wie gut sich das Ethernetkabel von Supra gegen das deutlich teurere Vodka schlägt. Das Supra mit dem Coffee-HDMI zum Beispiel, gefällt mir besser als das Coffee-HDMI mit dem Vodka. Das Coffee-USB dagegen, das läuft mit dem Vodka zu einer deutlich besseren Leistung auf und scheint das Netzwerkkabel von Supra nicht wirklich zu mögen.
Nachdem man das Vodka-Ethernetkabel gehört hat, darf man sich allerdings das Netzwerkkabel von QED dann nicht wieder anhören.
Ergebnis WLAN gegen Kabel
Bevor ich dem Irrglauben verfalle, dass ein Kabel – egal welches – auf jeden Fall besser sein muss, als eine WLAN-Verbindung, sollte ich mir das einfach mal anhören.
Also:
Lieber WLAN als ein billiges Netzwerkkabel!
Gelten die Aussagen sowohl bei 2,4 GHz als auch bei 5 GHz?
Das 2,4 GHz-Netz ist vor allem in dicht bewohnten Gebieten in Verruf geraten, weil es eben von sehr vielen genutzt wird und die paar zur Verfügung stehenden Kanäle dann nicht mehr ausreichen.
Da nur die neueren Geräte das 5 GHz-Netz beherrschen, ist es da (noch) nicht so voll auf den Kanälen.
Allerdings erkauft man sich den Umstieg auf das 5 GHz-Netz auch mit ein paar Nachteilen. Es reicht nicht ganz so weit und wird schneller instabil als das 2,4-er.
Wer also weit weg von anderen WLAN-Nutzern wohnt, der bekommt mit dem 5 GHz-Netz nicht – wie der Name das suggerieren könnte – die doppelte Bandbreite oder Geschwindigkeit, sondern tut sogar möglicherweise gut daran, im stabileren 2,4 GHz Netz zu bleiben.
Nun gut – ich will herausfinden, ob es sich klanglich auswirkt, in welchem Netz wir uns bewegen. Dazu muss man aber wissen, dass meine Fritzbox für dieses Tests in der Nähe der Anlage steht und selbst das 75cm-Vodka Ethernetkabel zum Testen ausreicht.
Und in dieser Konstellation kann ich beim besten Willen keinen Klangunterschied zwischen den beiden Netzen ausmachen.
Um heraus zu finden, ob sich der Klang verschlechtert, wenn man sich vom Router entfernt, melde ich den Aries G2 jetzt mal an meiner Time-Capsule (Apple) an, die im Büro – also im Keller steht. Das sind zwar auch nur so sieben Meter, aber dazwischen liegt eine dicke Betondecke.
Und das Ergebnis ist leicht zu beschreiben, denn nun klingt es „unsauberer“, um nicht „schmutzig“ verwenden zu müssen.
Je „anspruchsloser“ das musikalische Geschehen ist (einzelne Instrumente), um so kleiner wird der Klangunterschied. Sobald aber ein ganzes Orchester spielt oder wir uns gar eine Arie anhören – wird das alles schnell unangenehm.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Time-Capsule selbst diesen schlechteren Klang verursacht, sondern gehe davon aus, dass es einfach an der Entfernung liegt.
Also lautet hier meine Empfehlung:
Versuchen Sie, Ihre Fritzbox (oder was auch immer) so nah wie möglich an Ihr Streaming-Gerät heran zu bringen. Größere Entfernungen wirken sich klangverschlechternd aus. Halten Sie aber auch mindestens 2m Abstand zur Anlage ein, denn so ein Router ist schon ein rechter “Strahlemann”!
Und was ist mit den wirklich hoch aufgelösten Datei-Formaten?
Diese Antwort muss ich Ihnen zurzeit tatsächlich noch schuldig bleiben. Ich habe versucht, Titel in unterschiedlichen Auflösungen zu bekommen, die dann jeweils “im Original” vorliegen. Aber entweder wurden Dateien einfach nur hoch gerechnet oder die besseren Formate wieder herunter gerechnet. Da spielen dann so viele Faktoren mit, dass mir eine Aussage derzeit nicht seriös erscheint.
Sobald ich also “echtes” Material zur Verfügung habe, werde ich noch einmal der Frage nachgehen, ob die Schnittstellen Lightning-Link und USB HS bei entsprechendem Material tatsächlich noch einmal zulegen können, wenn alle anderen Schnittstellen schon längst die Segel streichen mussten.
Schlussworte
Das Hören der Kabel in den unterschiedlichen Kombinationen war anstrengend und hat ingesamt drei Wochen in Anspruch genommen. Aber es hat auch Spaß gemacht und die Ergebnisse waren interessant. Mit der Tatsache, bei den Netzwerkkabeln derart deutliche Unterschiede hören zu können, hätte ich noch vor 3 Wochen niemals gerechnet.
Das Netzwerk- und das USB-Kabel von QED haben es am Ende nicht geschafft, einen Platz in meiner audiophilen Schublade zu ergattern. Sowohl das HDMI-, das TOSLINK-, das RCA-, als auch das AES-Kabel von QED sind aber selbst an einer 10.000,-€-Streamer-Wandler-Kombination absolut vertretbare audiophile Verbindungen und verdienen sich ohne Zweifel meinen Respekt.
Die Pendants von SupraCables liegen preislich leicht über den QEDs, sollten aber ruhig mal mit den QED-Kabeln verglichen werden. Ganz sicher wird es Kombis geben, die das eine oder das andere Kabel lieber mögen.
Und damit es nicht so langweilig wird – sollte man sich dann auch die entsprechenden Kabel von Audioquest zum Test besorgen. Hier hat man dann sogar “in allen Lebenslagen” gleich mehrere Serien zur Auswahl.
Darf es “ein bisschen mehr sein” – bleibt bei den echten Digitalverbindungen (HDMI, USB, TOSLINK und Ethernet) am Ende nur noch ein einziger Markenname stehen: AUDIOQUEST.
Bei RCA und AES wiederum, lohnt es sich, auf das neue Progressive Audio zu warten. Kurz vor Testende habe ich in ein paar Muster hinein hören dürfen und ich freue mich darauf, in ein paar Wochen mal die absoluten Top-Modelle von Audioquest mit den neuen Progressive-Audio-Strippen vergleichen zu dürfen.
Es bleibt spannend.
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Geduld. [...]
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15. November 2017ProduktberichteProgressive Audio Extreme Serie
Machen Sie jetzt den Lautsprecher-Test
Welcher Lautsprecher ist für Sie der richtige?
Sein Design ist extrem wichtig ( )
Er muss zur Einrichtung passen ( )
Er soll nur so groß wie nötig sein ( )
Der Preis muss stimmen ( )
Er muss traumhaft gut klingen ( )
Man muss ihn auch als Aktivbox kriegen ( )
Es soll ein deutscher Hersteller sein ( )
Zählen Sie jetzt für jedes Kreuzchen oder Häkchen einen Punkt.
Ergebnis 1 bis 7 Punkte:
Der richtige Lautsprecher für Sie stammt vom deutschen Hersteller „Progressive Audio“ und heißt so wie er ist: Extreme
Vom kleinen Regal-Lautsprecher Extreme I für 3.998,- €/Paar bis hin zur mannshohen Extreme IV für 12.998,- €/Paar finden Sie die für Sie richtige Größe im herausragenden Design, das sich jedem Ambiente unterwirft.
Und das Allerbeste an dieser Lautsprecher-Serie ist ihr beeindruckend realistisches Klangbild.
Vom trockenen aber wunderbar voluminösen Bass über einen authentischen Mitteltonbereich mit gefühlt mehr als einer Milliarde Klangfarben bis hin zum zeitrichtigen, phasenrichtigen und turboschnellen Hochtonbereich ohne einen Hauch von Lästigkeit – verwöhnt diese Lautsprecherserie ihren Besitzer und seine ganze Familie.
In jeder Preisklasse und in jeder Größe findet der Musikliebhaber hier eine Möglichkeit, sich von der Massenware abzusetzen, ohne in die Falle zu tapsen, einen begangenen Fehler mit einem zweiten ausgleichen zu wollen.
Dann verfallen wir doch schon lieber von einer Extreme zur anderen, oder? 🙂
Extreme I
Passivlautsprecher 3.998,- €/Paar
Aktivlautsprecher 7.418,- €/Paar (inkl. Ständer)
Passivlautsprecher “Edition I” 5.998,- €/Paar inkl. USM-Haller-Ständer
Aktivlautsprecher “Edition I” 8.998,- €/Paar inkl. USM-Haller-Ständer
Ständer: 720,- €/Paar
Progressive Audio Extreme 1 auf Original-Ständer
Extreme Edition I (USM-Haller-Design)
Extreme II
Passivlautsprecher 4.998,- €/Paar
Aktivlautsprecher 8.418,- €/Paar
Passivlautsprecher “Edition II” nicht lieferbar
Aktivlautsprecher “Edition II” nicht lieferbar
Progressive Audio Extreme 2
Extreme III
Passivlautsprecher 7.998,- €/Paar
Aktivlautsprecher 12.498,- €/Paar
Passivlautsprecher “Edition III” 12.998,- €/Paar
Aktivlautsprecher “Edition III” 18.000,- €/Paar
Progressive Audio Extreme3
Extreme IV
Passivlautsprecher 12.998,- €/Paar
Aktivlautsprecher 18.998,- €/Paar
Passivlautsprecher “Edition IV” 22.000,- €/Paar
Aktivlautsprecher “Edition IV” 28.000,- €/Paar
Progressive Audio, Extreme Edition IV, USM-Haller-Design, Ralf Koenen Messe München (Foto: fairaudio.de)
Alle Extreme-Lautsprecher sind ohne Aufpreis in schwarz und in weiß lieferbar.
Sonderfarben in der Original-Design-Serie sind mit 10-15% Aufpreis lieferbar.
Sonderfarben in der Edition-Serie auf Anfrage.
Bei weiteren Fragen zu Bestellmöglichkeiten, rufen Sie uns bitte an: 0208 – 671424
oder senden uns eine E-Mail: info@audiosaul.de
Progressive Audio High-End München
Progressive Audio Extreme Edition I (USM-Haller-Design)
Alle Angaben mit Stand vom 15.11.2017 [...]
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21. Oktober 2017ProduktberichteProgressive Audio Extreme III, passiv vs. aktiv.
In diesem Bericht „Progressive Audio Extreme III, passiv vs. aktiv“ gehe ich auf einen Lautsprechervergleich ein, bei dem mich viele vorab gefragt haben, was genau ich denn damit bezwecken wolle.
In unserem Studio steht schon seit geraumer Zeit eine passive Extreme III in der MK II-Version.
Die MK II-Version hat im Vergleich zur MK I an Reife und Volumen dazu gewonnen. Sie klingt jetzt erwachsener, souveräner und stellt Sänger und Instrumente mit noch mehr Körper dar. Die Raumausleuchtung hat sich ebenfalls noch einmal verbessert.
Richtig in der Zeit und in der Phase spielte bereits die MK I. Zudem besaß auch sie schon eine ungeheure Spielfreude. Aber die MK II-Version rundet das Klangbild mit allem ab, was man von einem Lautsprecher in dieser Preisklasse erwartet und auch erwarten darf.
Progressive Audio A901
Ihre Musiksignale erhält sie bei uns, wenn nicht ein Kunde einen anderen Wunsch äußert, vom A901, ebenfalls aus dem Hause Progressive Audio. Zwar begnügt sie sich durchaus auch schon mit deutlich günstigeren Amps wie einem Elac Element oder einem Creek A50, aber in der Kombination mit dem A901 hört man einfach sofort die ganze Klasse dieses Lautsprechers.
Ausgerechnet gegen diese Traumkombination nun einen Aktivlautsprecher laufen zu lassen, bei dem man im direkten Vergleich auch noch satte 7.000,- € sparen kann, das schien mir zwischendurch manchmal selber ein wenig unsinnig zu sein.
In meinem Bericht “Aktivlautsprecher vs. Passivlautsprecher” erläutere ich die Unterschiede zwischen diesen beiden Systemen. In dem Bericht „Aktivboxen – Neues Spiel, neues Glück?“ geht es um die neuen Chancen, die das Streaming den Aktivlautsprechern verschafft und darum, dass viele meiner Kunden deshalb so richtig Spaß daran finden, konsequent auf ein aktives System umzusteigen.
Und vor diesem Hintergrund musste ich mich dann wohl einfach mit diesem Lautsprechervergleich befassen.
Beginnen wir zunächst mit den Fakten:
Design und Größe
Progressive Audio Extreme 3 a-p-vorne
Will man einen optischen Unterschied zwischen den beiden Ausführungen erkennen, muss man schon
Progressive Audio Extreme 3 a-p-hinten
auf die Rückseite schauen – von vorne gibt es jedenfalls keinen Unterschied.
Auf meinen Fotos sind zwar unterschiedliche Ausführungen des Logos zu sehen, aber alle derzeit ausgelieferten Boxen erhalten das „leichtere“ Logo und nicht mehr das große silberne Schild.
Progressive Audio Logo neu
Progressive Audio Logoschild alt
Gewicht
Die aktive Version mit ihren 27 kg bringt es lediglich auf ein Mehrgewicht von 2 kg im Vergleich zu der passiven Ausführung. Das erstaunt im ersten Moment, denn irgendwie erwartet man ja doch einen größeren Gewichtsunterschied, oder? Der Grund dafür, dass sie sich kaum unterscheiden, liegt darin, dass die Passivweiche ja auch so einige Kilo auf die Waage bringt und diese bei der aktiven Version natürlich komplett wegfällt.
Kabelkosten
Da uns bei beiden Lautsprechern der komplette Kabelmarkt offen steht, kann man diesen Punkt nur schlecht bewerten. Ich habe einfach mal die hauseigenen Kabel vom Typ 711 zum Vergleich herangezogen und stelle fest, dass sich daraus ein Unterschied von 10,- € errechnen lässt.
Gesamtkosten
Beim aktiven Lautsprecher stehen die Kosten für den Verstärker fest. Habe ich vor, nicht nur ein einzelnes Gerät (wie den Auralic Altair) an die Boxen anzuschließen, kommt der Preis für eine passende Vorstufe als Schaltzentrale noch hinzu.
Beim passiven Lautsprecher reichen die zu berücksichtigenden Kosten für den Verstärker von der Milchmädchenrechnung Null Euro (ich behalte meinen vorhandenen Verstärker) bis ins Unendliche.
Um aber auch hier eine Vergleichbarkeit für diesen Bericht herzustellen, greife ich bei der passiven Version auf den hauseigenen A901 zurück. So ist sichergestellt, dass beide Ausführungen auf gleich hohem Klang-Niveau spielen können.
Passiv:
7.998,- € Extreme III
11.498,- € A901
1.998,- € Auralic Altair
21.494,- € Gesamtkosten
Aktiv:
12.498,- € Extreme III
1.998,- € Auralic Altair
14.496,- € Gesamtkosten
Wer keinen Vorverstärker benötigt, der kann hier also bei der aktiven Box einen ordentlichen Batzen Geld sparen.
So viel zu den Fakten und theoretischen Überlegungen, mit denen wir jetzt wohl noch keine überzeugenden Gründe für oder gegen die eine oder andere Version gefunden haben.
Ich beginne meinen Hörtest mit der passiven Kette.
Margo Price, „Hands of Time“ vom Album „ Midwest Farmer´s Daughter“
Den Beginn des Stücks dominieren die Sechszehntel des Schlagzeugers auf dem geschlossenen HiHat und das Schlagen auf den Rand der Snare.
In beeindruckend dynamischer Weise wird der Bass gespielt. Das Anzupfen geschieht so dynamisch und wuchtig, dass man glaubt, es würde jeweils von der Basedrum begleitet. Die Gitarre ist überraschend weit rechts – noch neben dem rechten Lautsprecher zu hören.
Margos Stimme klingt kräftig – es ist nun einmal keine Flüster- und keine Hauchstimme, sondern mehr so eine klassische Country-Stimme, die es versteht, sich selbst in lauten Saloons Gehör zu verschaffen.
Es dauert keine 10 Sekunden, um beim Hören mitten in so einem Saloon zu sein.
David Munyon, „Leaving Moscow in a stolen Car“ vom Album „Clark“
Ein Mann, ein Pferd – oder doch eher eine Stimme, eine Gitarre.
Während man die Mikrofonaufstellung für die Gitarre sicher kritisieren kann, beeindruckt die Aufnahme mit einer überaus realistischen Wiedergabe des Gesangs. Wer erfahren will, was es bedeutet, wenn jemand sagt: „Man kann dem Sänger in den Mund fassen“ oder ähnliches, der muss sich diesen Titel mal über die Extreme III von Progressive Audio anhören.
Hier wirkt absolut gar nichts künstlich oder unnatürlich. Hier will man einfach nur die Augen schließen und Musik genießen, als erlebe man David Munyon live auf einer ganz kleinen Bühne.
Jilette Johnson, „In Repair“ vom Album „All I ever see in you is me“
Ganz im anfänglichen Stil von Cowboy Junkies empfängt uns Jilette Johnson in diesem Titel mit einer Gänsehaut-Atmosphäre und genau so einer Gänsehaut-Stimme.
Wer das Album durchhört, den beschleicht vielleicht schon so eine Ahnung, dass es in den RCA-Studios in der Nähe von Nashville aufgenommen wurde. Genau dort, wo auch Dolly Pardon ihre Aufnahmen machen ließ.
“In Repair” setzt links mit einem „schwingenden Piano“ ein – und über den gesamten Titel hinweg kommt nicht ein einziges mal ein Zweifel darüber auf, wo es steht und wie groß es ist.
Beim Schlagzeuger hat man zum Glück darauf verzichtet, jeder einzelnen Trommel und jedem Becken ein eigenes Mikro zu gönnen, um jede Tom nach Gutdünken im Raum verteilen zu können. Stattdessen befindet es sich schön nach hinten versetzt in der Mitte und bleibt dort auch als Einheit hörbar.
Je mehr Titel man von diesem Album hört, umso überzeugter ist man davon, dass das RCA-Studio hier mal wieder eine Sängerin aufzeichnen durfte, die der großen Dolly Pardon in nichts nachsteht.
Kari Bremnes, Byssan Lyll vom Album Go Gatt Vol.1
Kari Bremnes ist eine „audiophile Institution“ und der Titel Byssan Lyll, ursprünglich vom Album Svarta Björn, fast schon eine Legende. Hier auf diesem Album hören wir eine neue Interpretation von ihr mit einer sehr spärlichen Begleitung, die von dem Sound der stark im Klang veränderten Instrumente lebt. „Kari auf dem Schrottplatz“ nannte einer unserer Kunden dieses Stück recht treffend.
Räumlichkeit, Ortbarkeit, Dreidimensionalität und Authentizität dieser Aufnahme sind schlicht und ergreifend außergewöhnlich und ein sehr überzeugendes Beispiel dafür, wie man heute Musik spannend aufnehmen kann.
Die Extreme III „schenkt“ uns förmlich diesen Titel mit allem, was im Tonstudio eingespielt wurde. Und wenn ich schreibe „mit allem“, dann meine ich hier auch „mit allem“.
Karis Stimme wird derart authentisch abgebildet, dass man ihr fast intim nahe kommt. Lippen, Zunge und Spucke im Mund erlebt man, wie man es wohl sonst nur während eines Techtelmechtels erleben kann.
Froh über etwas mehr Abstand ist man dann aber ab etwa 2:19, wenn ein gigantisches Fell einen unglaublich tiefen Bass in den Raum hinein pulsieren lässt.
Mit einer überzeugenden Souveränität produziert die Extreme III die Dynamik metallischer Geräusche und das mächtige Schwingen abgrundtiefer Bässe, während sie uns ganz am Ende des Titels noch einmal die Zusammenhänge zwischen Karis Stimme und dem Aufnahmeraum „erklärt“.
Fazit Hörtest Progressive Audio Extreme III – passiv
So weit, so gut, so faszinierend.
Der erste Durchgang dieses Tests brachte für mich jetzt keine Überraschungen, sondern bestätigte meine Erfahrungen mit dieser Box und rechtfertigte erneut meine Entscheidung, meinen Kunden in dieser Preisklasse genau diesen Lautsprecher zu empfehlen.
Beim Abschalten des A901 und Umstöpseln des Altair beschlich mich deshalb das Gefühl, dass es jetzt gleich im zweiten Durchgang schwer werden könnte, eindeutige Klangunterschiede heraus zu hören.
Hörtest Teil zwei – Progressive Audio Extreme III – aktiv
Margo Price, „Hands of Time“ vom Album „ Midwest Farmer´s Daughter“
Ich sitze da, höre den Titel und – ich weiß nicht, was ich denken soll, schreiben soll.
Das Problem, keinen Unterschied zu hören, stellt sich hier jedenfalls nicht.
Doch es ist nicht so wie ein Vergleich zwischen einem schlechteren und einem besseren Lautsprecher, bei dem die Stimme mal natürlich klingt und mal nicht, die Instrumente mal falsch und mal richtig abgebildet werden.
Es ist vielmehr so, wie einmal draußen vor dem Saloon zu stehen und einmal drin zu sein.
David Munyon, „Leaving Moscow in a stolen Car“ vom Album „Clark“
Auch hier beschleicht mich wieder das Gefühl, einfach in den Aufnahmeraum hinein gegangen zu sein. Und es ist auch wieder nicht so, dass die Gitarre einen anderen Klang angenommen hätte. Davids Stimme bleibt ebenfalls identisch zur ersten Präsentation. Irgendwie hat sich eigentlich überhaupt gar nichts verändert. Ich bin einfach nur in den Aufnahmeraum hinein gegangen.
Jilette Johnson, „In Repair“ vom Album „All I ever see in you is me“
Sprach ich bei der passiven Extreme III von Gänsehaut? Wirklich? Mh.
Und wie nennt man dann die Steigerung von Gänsehaut?
Ich weiß es auch nicht. Mit der passiven Extreme III habe ich Jelette zugehört, mit der aktiven Extreme III kann ich sie beobachten. Seltsam – äußerst seltsam.
Kari Bremnes, Byssan Lyll vom Album Go Gatt Vol.1
Nichts kommt dazu – nichts geht verloren. Nichts wird wirklich anders.
Wieder ist man „einfach nur dabei“. Mit Kari Bremnes gemeinsam auf dem Schrottplatz. 🙂
Muss man einfach erlebt haben.
Fazit Hörtest Progressive Audio Extreme III – aktiv
Zweifelsohne ist dies die Zwillingsschwester der passiven Extreme III. Und definitiv sind es eineiige Zwillinge, die man kaum auseinander halten kann.
Und doch dürfte wohl tatsächlich niemand ein Problem damit haben, zu erkennen, welche der beiden Versionen gerade musiziert, wenn er sie erst einmal beide gehört hat.
Wer in einem passiven System festhängt, weil er einen hervorragenden Verstärker besitzt, der muss nicht mit seinem Schicksal hadern. Doch wer in seiner Entscheidung noch frei ist und gerade einen neuen Lautsprecher sucht, der sollte sich unbedingt beide Versionen anhören, denn es könnte sein, dass er kurz vor einem Systemwechsel steht.
Ich jedenfalls bin froh und glücklich, diese beiden Ausnahmelautsprecher in meinem Studio vorführen zu können und lade Sie gerne zu einem persönlichen Hörvergleich ein. [...]
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5. Mai 2017ProduktberichteAudiophile Netzteile – ein Hörbericht
Audiophile Netzteile – ein Hörbericht. Bitte lesen Sie auch den Bericht “Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung.”
Meine Test-Anlage:
Lautsprecher:
Progressive Audio Extreme III
Verstärker:
Progressive Audio A901
Quellgerät:
Auralic Mini
Router:
Fritzbox 7490
Kabel:
Progressive Audio (Verdi NF und Lautsprecherkabel und Power One-Stromkabel) – alle mit rhodinierten Furutech-Steckern konfektioniert. Zum Teil bereits mit NCF-Steckern versehen. (NCF= Nano-Crystal-Formula)
Die Test-Kandidaten:
* Das mitgelieferte Standard-Netzteil von Auralic ( 0,- €)
* Auralic Super-Low-Noise-Netzteil (299,- €)
* SBOOSTER (16V für den Mini) (249,- €)
* Keces DC116 mit 12V und 16 V (399,- €)
Die Fritzbox lief während aller Hörsitzungen über den zweiten Ausgang des KECES. Alle Netzteile wurden über das gleiche Modell des Power One-Stromkabels von Progressive-Audio an die selbe Furutech-Verteilerleiste mit rhodinierten Kontakten angeschlossen und vorher korrekt ausgephast. Als Titel-Auswahl habe ich die Stücke aus meinem Bericht Hörschule verwendet.
Erster Durchgang KECES DC116
Keces DC 116
Ich kenne den Mini gut, sowohl mit seinem Standard-Netzteil als auch mit dem Auralic-Netzteil. Ein besonderes Netzteil an der Fritzbox hatte ich bisher noch nicht ausprobiert. Nach den ersten Tönen musste ich aber erst einmal kontrollieren, ob nicht aus Versehen der Altair „angesprungen“ war. Irgendwie klang der Mini heute aus dem Stand heraus einfach besser.
Hugh Coltman – Pretend
Von der ersten Sekunde an ist man mitten im Geschehen. Das korrekte Timing fällt auf, die Base-Drum kommt einfach nur „saftig“. Hugh Coltman, der mit diesem Stück in vielen Konstellationen wie ein buchbarer Sänger für Vereinsfeiern wirkt, präsentiert sich hier wie ein aufs Feinste ausgebildeter Profi-Sänger. Der Raum ist wie er sein muss und ich sitze gerade tatsächlich da und frage mich wie groß, oder besser wie klein der Unterschied zum Altair wohl geworden sein mag.
Rolf Kühn – Laura
Die Oboe ist etwas weiter hinten als ich das kenne, dafür nicht ganz so weit links. Der Bass, der in den ersten Sekunden wie eine in der Ferne gespielte Trommel klingt, ist hier noch weiter hinten als sonst. Auffällig werden dann die geradezu spürbaren Schwingungen, die von der Oboe ausgehen. Der Bass ist mal trocken und mal sonor schwingend – je nach Spielweise. Die Klarinette scheint sich mit mir zu unterhalten. Sie wirkt abwechselnd melancholisch und kokettierend. Das Mundstück mit den vibrierenden „Zungen“ ist deutlich zu hören. Die Atemgeräusche von Rolf Kühn sind präsent, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. Was vor allem auffällt ist einfach diese ungemeine Spielfreude, die von den Musikern ausgeht. Da ist Begeisterung, Faszination, Anstrengung, Konzentration und ganz viel Spaß.
Al Green – For the good times
Diese Aufnahme ist ganz offensichtlich „totgemischt“ worden, aber in dieser Konstellation macht sie dennoch sehr viel Spaß. Al Greens Stimme kommt einfach nur „schön“. Bei allen Macken, die diese Musik hat, kann ich mir das Stück, so wie es gerade läuft, sehr gut anhören.
Cassandra Wilson – Strange Fruit
Der Kontrabass ist zum Greifen nah – er steht tatsächlich groß und mächtig dreidimensional vor uns. Der Trompeter scheint etwas kleinwüchsig zu sein, aber der Ton der Trompete ist überzeugend authentisch. Wenn Cassandra Wilson zu singen beginnt, ist Gänsehaut angesagt. Diese Aufnahme hören wir gerade in 24Bit, 96 KHz – und das verschweigt sie uns keine Sekunde lang.
Chuck Mangione – Death Scene aus Children of Sanches
Ich schließe die Augen und bin mit den beiden Musikern in einem Raum. Was will man mehr?
Brav habe ich alle Stücke durchgehört, obwohl mich die Neugierde schon längst gepackt hatte, doch jetzt musste endlich das Auralic-Netzteil zeigen, was es kann.
Auralic Netzteil
Zweiter Durchgang Auralic „Super-Low-Noise“-Netzteil
Ich starte wieder mit Hugh Coltman.
Und mir fällt auf, dass auch das jetzt anders klingt, als ich es bisher kannte. Sollte dieses Keces-Netzteil an der Fritzbox sich tatsächlich klanglich auswirken? Seit geraumer Zeit treffe ich immer wieder auf die Aussage, ich sollte doch der Fritzbox mal ein gutes Netzteil gönnen, aber an eine konkrete Umsetzung hatte ich bisher nicht gedacht.
Tatsächlich spielte der Mini mit dem Auralic-Netzteil hier gerade auf einem höheren Niveau als sonst.
Es klang präsenter, trockener als mit dem Keces am Mini. Hugh Coltman war um einige Jahre jünger geworden. Es war unmöglich, eine Bewertung nach besser oder schlechter vorzunehmen. Während die Stimme stellenweise besser zu gefallen wusste, klang die Gitarre manchmal etwas hart.
Dieser Eindruck setzte sich auch bei Laura von Rolf Kühn fort.
Die Oboe war etwas kleiner als mit dem KECES-Netzteil, weiter links, dafür nicht so weit weg. Der Bass war wunderbar trocken. Die Klarinette klang aber wieder ein wenig härter, unterschied sich dadurch noch deutlicher von der Oboe. Zum Teil klang sie im direkten Vergleich fast ein wenig unangenehm. Und obwohl sie in ihrer Größe sehr präzise zu erfassen war, ging der Sound des Mundstücks im Vergleich zum Keces-Netzteil ein wenig unter.
Auch bei Al Greene wurde dieser Eindruck bestätigt.
Die Stimme hatte eine Spur weniger Volumen, dafür aber mehr Präzision. Der Bass bei Cassandra Wilson allerdings verlor schon recht deutlich an realistischer Größe und die Stimme von Cassandra W. machte weniger Gänsehaut.
Auch der Gitarre aus Children of Sanchez fehlte es letzten Endes ein wenig an Dynamik. Zwar gewann die Ortbarkeit dazu, aber die Emotionen wurden weniger.
Auch wenn die Unterschiede zwischen diesen beiden Netzteilen sehr gering sind, werden sich Besitzer eines Minis wohl nicht schwer damit tun, einen persönlichen Favoriten zu benennen. Ich bin mir sicher, dass das Auralic-Netzteil denen gefallen wird, die sich mehr Präzision wünschen und in deren Kette es auch ruhig ein klein wenig lebendiger klingen darf. Das KECES dagegen kümmert sich gerne um die Fraktion, die vor allem das Emotionale in der Musik als Ziel vor Augen hat und ein Grundtonfundament nicht vermissen wollen.
sbooster
Dritter Durchgang – SBOOSTER
Der Klang der Gitarre bei Hugh Coltmans „Pretend“ hat wieder mehr Facetten. Der Bass und die Base-Drum geben sich „saftiger“, druckvoller; Hugh Coltman klingt wieder „erfahrener“.
Rolf Kühn.
Die Oboe ist etwas größer als mit dem Auralic, ihre Bewegungen spürbarer. Das Schwingen des Tones fällt einem wieder auf. Das Mundstück der Klarinette ist deutlicher wahrzunehmen. Rolf Kühns Atmen ist nicht zu überhören, noch deutlicher als beim Keces.
Die musikalische Wirkung des Stücks von Al Green ist überzeugender als beim Auralic-Netzteil. Beim Wort „World“ können wir fast Al Greens Zunge vor uns sehen. Allerdings mischen sich hier und dort auch leichte Zischlaute mit ein.
Das bestätigt sich bei Cassandra Wilson. Irgendwie besser als mit dem Auralic-Netzteil aber hier und da mischen sich diese Zischlaute störend dazu. Die gab es beim Auralic und beim Keces weniger.
Beim Stück von Chuck Magnione allerdings möchte ich gerne bei dem bleiben, was ich gerade höre. Da, wo mit den anderen Netzteilen die Gitarre ständig leicht bewegt zu werden scheint, steht sie mit dem SBOOSTER wie angenagelt im Raum. Das bringt Ruhe und ermöglicht es uns, uns mehr auf die Musik zu konzentrieren.
Fazit nach dem dritten Durchlauf
Das Keces und das SBOOSTER liegen klanglich dicht beieinander. Das Super-Low-Noise-Netzteil von Auralic spielt dagegen anders. Wer auf Dynamik und Präzision aus ist – sollte definitiv im Hause Auralic bleiben. Die Entscheidung zwischen dem SBOOSTER und dem KECES fällt da schwerer. Wer nur ein einzelnes Netzteil benötigt, der wird zum günstigen SBOOSTER greifen können, ohne sich grämen zu müssen, nicht das bessere gekauft zu haben.
Wer aber zwei Geräte über audiophile Netzteile zu versorgen hat, der macht mit dem Keces alles richtig. Es ist zwar das teuerste – aber es beliefert dafür gleich zwei Geräte autark mit Strom und wird somit unterm Strich zum günstigsten Netzteil des Testfeldes.
Doch jetzt stand die große Frage im Raum, was denn mit dem Klang passieren würde, wenn wir das Keces an der Fritzbox belassen und den Mini über das Standardnetzteil mit Strom versorgen.
Das mitgelieferte Standard-Netzteil
Zunächst sitzt man ein paar Sekunden vor seiner Anlage und fragt sich: Wo bitteschön soll denn jetzt hier irgendwas schlechter geworden sein?
Doch es dauert nur etwa eine Minute und schon wird man mit der Nase – äh mit den Ohren – drauf gestoßen. Da fehlt es an Dynamik, an Druck. Von „saftig“ darf hier niemand mehr sprechen. Die Oboe klingt fast tröötig. Egal, welches Stück man hört – alle Musiker sind plötzlich schlecht gelaunt und es macht keinen Spaß mehr, ihnen zuhören zu müssen.
„Da kann man sich jetzt wirklich die Ausgabe für den Mini auch noch sparen und wieder MP3 hören!“geht es mir so durch den Kopf und ich breche diesen Durchlauf ab.
Fritzbox mit Standard-Netzteil
Und stehe damit vor der abschließenden Frage, was denn passiert, wenn ich der Fritzbox wieder das Standard-Netzteil gebe und genau das tue ich jetzt.
Aber das Ergebnis ist nicht eindeutig.
Kommt man nicht „von oben“ sondern hört das gleich so wie es bei den allermeisten wohl laufen dürfte, dann fehlt einem nichts und fällt einem auch nichts auf.
Die Unterschiede zwischen den Netzteilen, so wie ich sie wahrgenommen und hier niedergeschrieben habe, die bleiben auch dann erhalten, wenn man die Fritzbox am mitgelieferten Netzteil betreibt. Ich hätte die Testdurchläufe also auch komplett ohne das Keces an der Fritzbox durchführen können und ich wäre zum gleichen Ergebnis gekommen.
Der Unterschied ist erst zu hören, wenn er da ist.
Blöder Satz, oder?
Aber ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll.
Es ist nicht so, dass ich das Keces für die Fritzbox als Pflichtprogramm sehe. Und ich habe jetzt auch noch nicht versucht, z.B. den SBOOSTER an die Fritzbox zu hängen, weil der Wert leider nicht stimmt. Es gibt das SBOOSTER aber auch passend zur Fritzbox.
Ich glaube aber, dass ich mir das hier auch gerade zu kompliziert mache.
Festzuhalten ist, dass das Auswechseln des Standard-Netzteils am Mini gegen irgend ein audiophiles Netzteil definitiv „die Welt verändert“.
Die Auswahl des Netzteils sollte man meiner Meinung nach aus praktischen (brauche ich zwei Ausgänge?), aus preislichen (nehme ich das günstigste oder das beste?) oder im Bezug auf die eigene Anlage treffen. Das Auralic-Netzteil bringt „Leben in die Bude“, das SBOOSTER und das Keces klingen „harmonischer“. Das Keces macht weniger Zischlaute.
Und wer eine Fritzbox betreibt, die in der Nähe der Anlage steht – der dürfte nun wohl keine Zweifel mehr haben, welches Netzteil für ihn das richtige sein könnte.
Genau so gut kann man aber den zweiten Ausgang des Keces natürlich auch für einen Plattenspieler oder ein Phonoteil verwenden. [...]
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22. November 2016ProduktberichteProgressive Audio Extreme I
Ein Bericht über den Sinn kleiner Lautsprecher,
über den Hersteller Progressive Audio aus Essen
und über seine kleinste Box, die Extreme I.
Bei der Progressive Audio Extreme I handelt es sich um einen Lautsprecher aus der Kompaktklasse, Allerdings kostet er nicht weniger als eine ausgewachsene Standbox. Lesen Sie hier, wieso diese Aussage keineswegs gegen die Progressive Audio Extreme I spricht.
Wieso sind manche Dinge eigentlich teurer als andere?
Wer versucht, eine Waschmaschine zu verschieben, der wird davon überzeugt sein, die Gründe dafür entdeckt zu haben, wieso manche Dinge teurer sind als andere: Ihre Größe und Ihr Gewicht.
Wer danach auf seine Armbanduhr sieht, um zu schauen wie spät es ist, stellt aber möglicherweise fest, dass diese noch teurer war als die Waschmaschine und fühlt sich dann frei nach Goethe „so klug als wie zuvor“.
Doch wie wird eigentlich der Preis für einen Lautsprecher festgesetzt?
Größe und Gewicht sind zwar auch hier gute Anhaltspunkte, allein – können sie aber wohl eher nicht den Ausschlag geben.
Beim Discounter ist es nämlich kein Problem, schwere, mannshohe Lautsprecher „für ganz kleines Geld“ zu finden.
Auch die Anzahl der eingebauten Chassis (Membranen) verrät uns noch nicht viel über den Preis, denn auch da stechen manche Billigteile mit ihren 6 Chassis pro Box die deutlich teurere Konkurrenz gnadenlos aus.
Dass so etwas immer dann kaufmännisch nicht mehr funktionieren kann, wenn bereits ein einzelner Hochtöner im Einkauf einige Hundert Euro verschlingt, leuchtet ein, aber welcher Boxenbauer zeigt seinen Kunden schon seine Einkaufsrechnungen?
Und was würden die auch über die Qualität des Lautsprechers aussagen?
So wenig, wie der Preis einer Fotokamera über die Qualität eines Fotos oder der Preis von Farben über den Wert eines Gemäldes, das mit ihnen gemalt wurde.
Nur zwei Zutaten braucht es für einen Lautsprecher!
Ein Lautsprecher ist ein Konstrukt, dessen Entwicklung aus zwei „Zutaten“ besteht:
aus den verwendeten Bauteilen und
aus der Kompetenz des Entwicklers.
Während wir den Punkt a) nach betriebswirtschaftlichen Aspekten für eine Preiskalkulation verwenden können, ist der Punkt b) wohl kaum finanziell zu erfassen.
Progressivität
Wenn ein Entwickler niemals inne hält und immer wieder erfolgreich Neuland betritt, nennt man das Progressivität.
Den anderen immer ein Stück voraus zu sein, sich nie auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern immer wieder „die Latte für alle höher zu legen“ – das hat sich Ralf Koenen bei seiner Firmengründung im Jahre 1996 auf die Fahne geschrieben.
Progressive Audio
Und genau aus diesem Grund nannte Koenen seine Firma damals „Progressive Audio“.
Heute, zwanzig Jahre später, muss man ihm nicht nur bestätigen, dass dieser Name Programm war und Programm geblieben ist, sondern dass er in vielen Bereichen Meilensteine gesetzt hat.
Verstärker mit SiC-Transistoren
Progressive Audio ist der einzige mir bekannte Hersteller weltweit, dem es gelungen ist, unter Verwendung von Siliciumcarbid-Transistoren einen wirklich praxistauglichen Verstärker anzubieten, der mehr als 50 Watt in Class A an die Lautsprecher liefern kann. Und das in einer atemberaubenden Klangqualität.
Die PADIS-Gerätesicherung
Furutech, ein global agierendes Vertriebs-Unternehmen, lieferte Ralf Koenen Gerätesicherungen, die er in Deutschland vertreiben sollte. Er prüfte sie – und er befand sie für gut, aber nicht für gut genug. Also entwickelte er eine neue Gerätesicherung. Diese überzeugte die Furutech-Manager so sehr, dass sie die hauseigene Sicherung fallen liessen und von Stund an den weltweiten Vertrieb der PADIS-Sicherung übernahmen. (PADIS steht für Progressive Audio Distribution)
Progressive Audio Übertrager
Es gibt Zulieferer für Übertrager, die damit seit Jahrzehnten den Weltmarkt beliefern. Für alle möglichen Anforderungen und mit unterschiedlichen Spezifikationen. Man sollte also annehmen, dass solch ein Hersteller alles über Übertrager weiss und die Kundenwünsche mit Leichtigkeit erfüllen kann. Zumal so ein Übertrager ja auch kein wahnsinnig kompliziertes Bauteil ist.
Doch was Koenen auch versuchte – der beste Übertrager des Marktes hatte leider eine Resonanzfrequenz bei 40.000 Hz und einen Frequenzgang bis maximal 50.000 Hz, damit wollte er nicht arbeiten.
Also entwickelte er seinen eigenen, völlig resonanzfreien Übertrager mit einem Frequenzgang von bis zu 300.000 Hz.
Die Qualität dieses Bauteils sprach sich in der Szene schnell herum und so „wandert“ es heute auch in Geräte von Marken, die wir eigentlich als Konkurrenten zu Progressive Audio gesehen hätten.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie irgendwann eines Ihrer High-End-Komponenten aufschrauben und darin einen Übertrager von Progressive Audio entdecken.
Portfolio
Die derzeitige Produktpalette reicht von vier Lautsprecher-Serien über zwei Verstärkern, einen CD-Player, einen DAC, zwei Phonoteilen und drei Kabel-Reihen zwischen 448,- € und 15.600,- €. Schon „in der Pipeline“ befindet sich ein neuer DAC, ein preisgünstiger Vollverstärker und ein Phonoverstärker, der seine Informationen aus dem „Strom“ und nicht aus der „Spannung“ des Tonabnehmers zieht. Ein Prototyp des Stromverstärkers befindet sich seit fast einem Jahr in meiner Vorführung und ich kenne weder etwas klanglich vergleichbares noch etwas unkomplizierteres als diesen Phono-Amp.
Die Extreme-Serie
Im Jahre 2015 präsentierte uns Progressive Audio eine Lautsprecher-Serie, mit der wohl kein Kenner der Szene gerechnet hatte: Die Extreme.
Wer nur den Namen hört, wird vermuten, dass er diese Serie noch über seinem bisherigen Referenz-Modell, der „Transformer Diamant“ für mehr als 80.000,- Euro angesiedelt hat, doch da irrt er sich.
Tatsächlich überraschte Koenen die Szene mit einer „kleinen, schicken“ und für Progressive Audio-Verhältnisse geradezu preisgünstigen Serie, die in passiver Ausführung zwischen 4.000,- € und 8.000,- € angesiedelt ist, die es aber durchaus auch als Aktivboxen zu erwerben gibt.
Kennern treibt er damit Fragezeichen ins Gesicht. „Eine günstige Lautsprecher-Serie von Progressive Audio?“ .
Ist das nicht so, als würde man ein Familienauto mit einem springenden Pferd auf dem Abzeichen angeboten bekommen?
Doch die Begründung von Koenen ist einfach.
Schon seit Jahren geisterte in ihm der Wunsch herum, eine wie man sagt „bezahlbare“ Lautsprecher-Serie zu entwickeln und immer wieder setzte er sich deshalb mit einem Koaxial-Chassis von SEAS auseinander. Bei einem Koaxial-Chassis befindet sich der Hochtöner in der Mitte vom Tief-/Mitteltöner.
Die Idee, die hinter einem Koaxial-Chassis steckt, ist weder neu noch einzigartig, faszinierte ihn aber dennoch. Doch das Chassis von SEAS machte nicht das, was Koenen suchte.
2015 änderte sich das auf einmal und Koenen berichtete geradezu euphorisch von den „neuen Eigenschaften“ dieses Chassis, das nun endlich der Grundstein zu seiner neuen Serie sein konnte.
Die Frage, ob Ralf Koenen hier etwa auch für SEAS Entwicklungsarbeit geleistet hat, verneint er auffallend deutlich und vehement. Ich akzeptiere seine Antwort, denke mir aber meinen Teil.
Die Progressive Audio Extreme I kostet 3.998,- € pro Paar.
©fairaudio.de
Mit diesem Preis will die Progressive Audio Extreme I eigentlich nicht mehr so recht zur Beschreibung „günstige Boxenserie“ passen.
Während die Extreme II und III als ausgewachsene Standlautsprecher daher kommen und man bei dieser Spezies auch noch höhere Preise akzeptiert, sieht das bei einem Kompakt- oder Regallautsprecher ganz anders aus, oder!?
Auf die Frage, ob er nicht besser den „Markt mit einer günstigeren Box bedient hätte“, antwortet Koenen nur: „Es war niemals mein Ziel, einen kleinen Lautsprecher anzubieten, der klingt wie kleine Lautsprecher eben klingen. Mir ging es darum, die Vorteile dieser Bauart auszuschöpfen und mit der Progressive Audio Extreme I eine richtig (!) klingende Box anzubieten!“ Wie immer folgen „Vorträge“ über Zeitkonstanten und Phasenverläufe, denen ich nur zum Teil folgen kann.
Progressive Audio stellt etwas her, weil man es herstellen kann.
„Eher hätte ich auf die II-er und die III-er verzichtet als auf die I-er“ kontert Koenen fast ein wenig verärgert auf die Frage, ob er die „Kleine“ nicht einfach hätte ganz weglassen können.
„Hör nur eine Weile mit der Progressive Audio Extreme I Musik und mit jedem Takt wird sie Dir erklären, wieso sie so gut funktioniert.“ so Koenen.
Und exakt diese Aussage kann man einfach nur bestätigen. Das Außergewöhnliche in der Wiedergabe der Extreme I macht deutlich, weshalb das Konzept des Kompaktlautsprechers immer wieder die besten Boxenbauer dieser Erde dazu bringt, sich an ihm zu versuchen.
Einen richtig guten Kleinlautsprecher zu entwickeln, ist die „Königsklasse der Boxen-Entwicklung“. Nicht wenige der besten Boxenbauer sind sich einig und überraschen uns mit folgender Aussage:
Die Kunst bei der Entwicklung von großen Boxen ist, sie immer noch genau so gut klingen zu lassen wie kleine.
Große Lautsprecher sind in vielfacher Hinsicht überzeugend.
Ihr Erscheinungsbild ist oft genau so imposant wie das Klangerlebnis. Doch machen wir uns nichts vor, wenn der Tiefbass genau so sauber klingen soll wie die Mitten und die Höhen und alles wie „aus einem Guss“ wirken muss, dann wird es teuer – sehr teuer.
Und wenn das alles dann auch noch bei großen Lautstärken immer noch gut funktionieren muss, dann sollte man noch ein wenig mehr als nur die Portokasse im Rücken haben.
Und den passenden Raum natürlich auch.
Aber die Extreme I ist nicht das „Trostpflaster“ für alle, die sich einen großen Lautsprecher nicht leisten können.
Die Progressive Audio Extreme I bringt ihre Hörer dazu, „Weltbilder“ neu zu überdenken und sich endgültig von alten Vorurteilen zu trennen.
Immer noch braucht man als Mann ein starkes Ego, sich für einen teuren Kompaktlautsprecher zu entscheiden.
Die Progressive Audio Extreme I kann das ändern.
Fragen wie: „Wieso hast Du denn bei dem Preis nicht die …gekauft?“ sind heute immer noch vorprogrammiert.
Doch mit einer Extreme I kann man es sich sparen, Argumente zu sammeln und dem Fragenden verbale Antworten und Rechtfertigungen zu liefern.
Eine Progressive Audio Extreme I muss man einfach nur „spielen lassen“.
Der Markt wird sich verändern – ganz sicher.
Moderne Techniken wie das Streaming eröffnen moderne Möglichkeiten.
Immer mehr Musikliebhaber verstehen, dass man heute keine HiFi-Türme mehr benötigt, um auf höchstem Niveau Musik genießen zu können. Hier und da „ein keines Kästchen“, ein Tablet-PC in der Hand und schon hat man den Zugriff auf bis zu 40 Millionen Titel in hochauflösender Klangqualität.
Da passen dann die alten „Telefonzellen“ nicht mehr so richtig in dieses Konzept.
Doch klanglich verschlechtern – will man sich ja auch nicht.
Eine unlösbare Aufgabe?
Nicht mit der Extreme I.
Die Progressive Audio Extreme I ist kein Wunder – sie macht sich nur die Physik zu nutze.
Losgelöst von den Boxengehäusen und mit viel Spielfreude entstehen hier Töne dreidimensional und „lebendig“ im Raum. Rechts, links, oben, unten, vorne und hinten sind lokale Adverbien, mit denen wir hier die Quelle eines Klangs „auf den Punkt genau“ bestimmen können.
Geradezu holographische Darstellungen von Sängern und Instrumenten mit den richtigen Abständen zueinander und der exakt natürlichen Größe, entführen den Hörer in die jeweiligen Aufnahmeräume. Die Luft im Aufnahmeraum und die Beschaffenheit der Wände gehören zum Klanggeschehen wie selbstverständlich dazu – wir hören die Aufnahme – nicht den Lautsprecher.
So klein wie möglich, so groß wie nötig
Extreme I “Edition”
Die gewählte Gehäusegröße der Progressive Audio Extreme I entspricht schlicht und ergreifend dem kleinsten Volumen, in dem das verwendete Koaxial-Chasis sauber arbeiten und somit zeigen kann, was in ihm steckt. Es wird ein Frequenzumfang von 35 bis 24.000 Hz ermöglicht.
Die Progressive Audio Extreme I baut dabei an keiner Stelle etwas auf, was nie da gewesen ist.
Doch wenn es da war, dann hört man es auch.
Bis auf die große Kirchenorgel gibt es keine akustischen Musikinstrumente, die unter 35 Hz herunterreichen würden. Auch nicht dann, wenn wir ein „Bass“ vor ihre Bezeichnung schreiben, wie „Bassgeige“ (41 Hz), „Basstuba“ (43 Hz) oder „Bassklarinette“ (61 Hz).
Legt sich AUDIOSAUL hier für die Extreme I „zu weit aus dem Fenster“?
Die Progressive Audio Extreme I ist ein außergewöhnlicher Lautsprecher für eine immer größer werdende Zielgruppe.
Das sind Menschen, die sich den technischen Fortschritten sehr schnell anpassen, weil sie schon lange auf diese Möglichkeiten gewartet haben. Kaum noch sichtbare Komponenten und Lautsprecher, die sich dem Einrichtungs-Stil unterordnen, ohne vom Hörer die Bereitschaft zu klanglichen Verlusten abzuverlangen, ziehen gerade bei uns ein. Kabel verschwinden und die Technik findet im Verborgenen statt.
Mit dieser Beschreibung kann die Progressive Audio Extreme I nicht „Everybodys Darling“ sein.
Aber wenn sie zu Ihrem Wohnkonzept passt – dann wird es schwer werden, eine Alternative zu finden.
Und am Ende muss man wohl diesem Entwickler aus Essen wieder einmal bestätigen, mit der Extreme I „ganz vorne“ zu sein.
Link zum Hersteller: http://www.progressiveaudio.de
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25. Mai 2016ProduktberichteProgressive Audio A901
Auf den Namen Progressive Audio A901 taufte Ralf Koenen jetzt seinen neuen Vollverstärker, der auf der High-End in München seine Premiere feiern durfte.
Progressive Audio A901 auf der High-End
Was steckt nun aber hinter dem Progressive Audio A901? Etwa ein völlig neues Konzept, ein Gerät, was sich von seinem Vorgänger vollends unterscheidet? Wohl kaum. Genau genommen handelt es sich beim A901 “lediglich” um eine etwas umfassendere Modifikation des A1.
Die Tatsache, das Progressive Audio diesem neuen Spross eine neue Modellbezeichnung verpasst hat, findet ihre Begründung darin, dass es nicht möglich, oder sagen wir mal nicht wirtschaftlich sein wird, aus einem A1 einen A901 machen zu lassen.
Progressive Audio A901 und CD2
Was ist beim Progressive Audio A901 genau so wie beim A1?
Geblieben sind die Eckpfeiler – denn natürlich handelt es sich beim A901 immer noch um einen reinen Class-A-Verstärker mit einer Leistung von etwa 100 Watt an 6 Ohm.
Die Besonderheit, die den A1 jetzt schon seit mehreren Jahren konstruktiv von allen anderen Verstärkern des Weltmarktes unterscheidet, finden wir auch im A901 wieder: Die Siliciumcarbit-Transistoren.
Selbstverständlich macht sich Ralf Koenen diesen Vorsprung in der Entwicklung weiterhin zunutze und baut ihn im A901 mit neuen Eingangsstufen sogar noch weiter aus.
Die SiC-Technik ist nicht unumstritten. Wer sich im Netz auf die Suche nach mehr Informationen über diese SiC-Transistoren begibt, fühlt sich wie mittendrin in einem Kampf. Selbst die Meinung von Elektronik-Fachleuten geht da von “Unsinn” bis hin zu “sonst nicht erreichbar” und deckt auch alles dazwischen ab.
Ralf Koenen schmunzelt dann immer nur, ist er sich doch ganz sicher, dass vor allem die Entwickler die SiC-Technik verdammen, die sie einfach nicht beherrschen.
Die Frage, wieso ausgerechnet Progressive Audio der einzige sein soll, der etwas beherrscht, die habe ich mir schon lange abgewöhnt.
Wieso trennt sich die weltweit agierende Marke Furutech von der eigenen Gerätesicherung und kauft die von Ralf Koenen entwickelte ein? Wieso bestellen Hersteller, die wir als Konkurrenten zu Progressive Audio sehen würden, bei Ralf Koenen Übertrager ein? Wieso müssen sich Chassis-Hersteller von einem Ralf Koenen zeigen lassen, wie man die bestehenden Fehler beseitigt? Wieso muss sich ein etablierter Kabelhersteller von Koenen sagen lassen, welche Temperatur er beim Verlacken verwenden soll?
Ich frage nicht mehr – ich nehme es so hin wie es ist. Denn für mich zählt nur, wie es am Ende klingt.
Ein neues Netzteil wird im Progressive Audio A901 sitzen. Ein Schaltnetzteil. Das wird dem einen nichts sagen und andere werden nach dem Grund fragen. Die allermeisten wird es aber freuen, denn die Qualitäten solcher Schaltnetzteile sind hinlänglich bekannt.
Weitere Modifikationen finden dann eher ihre Begründung im internen Ablauf. So lässt sich ein A901 ökonomischer montieren als es noch beim A1 der Fall war. Das macht sich vor allem bei späteren Modifikationen bemerkbar, die durch den neuen Aufbau schneller, einfacher und günstiger durchzuführen sein sollen. Und genau hier liegt auch der Grund dafür, wieso ein A1 nicht aufrüstbar sein wird.
Bei einem Update würde nicht einmal das Gehäuse komplett übernommen werden können.
Das Design behält Ralf Koenen beim Progressive Audio A901 im Prinzip bei, schenkt ihm aber jetzt erstens eine 20 mm starke Acrylglas-Front, die ihm schon einen “mächtigen” Charakter verleiht und stattet ihn (Gott sei Dank!) mit Bedienknöpfen aus, die beim A1 völlig fehlten. Wer schon mal 150 km mit dem A1 zum Kunden gefahren ist, um dort festzustellen, dass er die Fernbedienung vergessen hat, der wird das zu schätzen wissen.
Aber auch jeder Eigener eines A901 wird es begrüßen, nicht für alles und jedes die Fernbedienung benutzen zu müssen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Batterien, die in einer Progressive Audio Fernbedienung zwar jahrelang ihren Dienst verrichten, aber ausgerechnet am Wochenende ihren Geist aufgeben, wenn alle Läden geschlossen sind.
Progressive Audio A901 gross
Der Progressive Audio A901 Vollverstärker stellt im Endeffekt eine kluge, praxisbezogene Weiterentwicklung zum A1 dar. Hierdurch ist die Befürchtung, es könnten sich Kinderkrankheiten einstellen, unbegründet und wir haben selbstverständlich gleich zugelangt und uns einen A901 auf der Messe in München geordert. Von der ersten Juni-Woche an, wird er unser Wohnraumstudio zieren und dann werde ich diesen Bericht mit der Schilderung meiner ersten Klangeindrücke vervollständigen.
Bleibt im Moment nur eine wichtige Frage: Was wird der neue A901 denn dann jetzt wohl kosten müssen?
Die Antwort darauf ist mehr als erfreulich: Der Preis des Progressive Audio A901 wird sich zum Vorgänger hin nicht verändern.
“Für die verwendeten Bauteile und Gehäuseveränderungen müssten wir den Preis eigentlich anheben.”, meint Ralf Koenen und setzt fort: “Dadurch, dass wir aber bei der Produktionszeit deutliche Einsparungen erzielen konnten, gleicht sich das fast wieder aus und wir haben uns entschlossen, den Preis nicht anzuheben.”
Jetzt könnte man behaupten, dass es einem Käufer eines solchen Artikels “schnuppe” sei, ob er nun fast 11.000,- oder fast 12.000,- Euro zu bezahlen hat, aber uns freut es trotzdem.
Wenn auch Sie an diesem neuen Progressive Audio A901 Vollverstärker interessiert sind, dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung und vereinbaren Sie einen Hörtermin. Wir freuen uns auf Sie!
Link zur Herstellerbeschreibung Progressive Audio
Link zum Progressive Audio A901 im AUDIOSAUL-Online-HiFi-Shop [...]
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11. September 2015ProduktberichteProgressive Audio Extreme III
Ralf Koenen, Inhaber und Chef-Entwickler bei Progressive Audio, hat mich dazu eingeladen, seinen neuen Lautsprecher, die Extreme 3 zu hören.
Meine Erwartungen waren hoch, kannte ich doch die ersten beiden Modelle aus der neuen Serie mittlerweile sehr gut. Da ist die Extreme 1 vom Typ Regallautsprecher, bei der ich immer das Gefühl habe, einen 911-er aus der Garage zu holen, wenn ich sie aus dem Regal heraus nehme und auf die passenden Ständer stelle. Im Regal oder auf dem Highboard spielen sie toll, aber so frei im Raum aufgestellt, gehen die Kinnladen schon mal gern in Richtung Erdboden.
Nun gut – die Presse ist sich einig und voll des Lobes. Also können wir die Einser schon mal als „erledigt“ abhaken.
Aber was ist jetzt mit der Dreier?
Ganz oben im schlanken Gehäuse thront wie bei der Extreme 1 das Koaxial-Chassis von Seas. Vor mehr als 10 Jahren schon habe ich in diesen Räumen genau diese Chassis herumliegen sehen. Doch kann ich mich nur daran erinnern, dass sie als „nicht ernst zu nehmende Tröten“ abgetan wurden. Heute schaue ich mir die Extreme an und erblicke in der Dreier wie auch in beiden kleineren Modellen diese „Tröten“?
Ralf lächelt, nein, ich will ehrlich sein: Er grinst!
„Über zehn Jahre hat es gedauert, bis diese Chassis das konnten, was Du gleich hören wirst!“ höre ich ihn sagen. Er deutet an, dass er maßgeblich an der Weiterentwicklung beteiligt war und dass auch die Bässe für ihn speziell in einer 30 Ohm-Version gefertigt werden, aber mehr will er über die Zusammenarbeit nicht verraten. Ich kenne ihn lang genug, weiß, dass er solche Dinge nicht gern erzählt und bohre nicht weiter nach.
Ich setze mich auf seine Ledercouch und während er nach einer CD sucht, schaue ich mir die Box ein wenig genauer an. Schlank, elegant, klassisch, modern, nicht zu groß, nicht zu klein … und nach und nach drängt sich mir ein Begriff in den Vordergrund: Optisch perfekt!
Und eine Frage entsteht: „Wieso?“
Hat die Extreme ein atemberaubendes Design erhalten? Eine Form, die es so noch nie gegeben hat? Hängt man sie an die Decke? Verschwindet sie hinter Bildern? Oder ist da vielleicht eine so neue Idee vorhanden, dass man selbst niemals auf die Lösung gekommen wäre? Nein, stimmt alles nicht. Aber was stimmt denn dann? Wieso erfasst mich hier gerade dieses Gefühl der Anerkennung für dieses Design?
Und eigentlich ist das ziemlich schnell beschrieben:
Manche mögen bestimmte Farben, andere mögen sie nicht. Manche mögen bestimmte Formen, andere mögen sie nicht. Manche mögen bestimmte Muster, andere mögen sie nicht.
Was passiert, wenn man einfach alles, was auch nur irgendwie „Geschmack“ sein kann, Design seiner selbst Willen sein kann, Diplomatie sein kann, Trend sein kann …
… wenn man alles das einfach weg lässt?
Muss es ein Lautsprecher den Blüten unserer Blumen nachmachen, um Kunden wie Insekten anzulocken?
… muss er bunt gefiedert für uns tanzen?
Wer wie ich gerade vor der Extreme 3 sitzt und sie seit Minuten anstarrt, der merkt, dass in ihm etwas geschieht. Er verändert sich. Man glaubt, etwas zu erkennen, zu einer neuen Sicht der Dinge zu gelangen. Wozu andere durch Indien reisen, erlebt man hier auf seiner Couch. Die Einfachheit der Dinge, die Lehre Zarathustras, die Besinnung auf das Wesentliche …
Finden diese Veränderung in mir gerade wirklich statt, oder trifft die Extreme 3 mit ihrem Erscheinungsbild einfach nur meinen persönlichen Geschmack?
Ich weiß es nicht, aber ich bin mir sicher, dass Sie sich ähnliche Fragen stellen werden.
Dann startet die Musik. Im Player hat der FIM-Sampler Producer`s Choice I Platz genommen. Das erste Stück spielt an: Carmen Habanera Fantasia, Harold Faberman & Northwest Sinfonietta, zu bekommen bei Sievekind-Sound.
Nach wenigen Takten tut sich mir eine Erkenntnis auf und ich höre mich sagen: „Ist ja kein Wunder, dass so wenige Menschen zuhause klassische Musik hören. Weil Orchestermusik einfach keinen Spaß macht, wenn man keinen Hinweis darauf erhält, welche Instrumente in welcher Anzahl wo im Orchester ihren Platz haben. Es ist einfach schier unglaublich, wie selbstverständlich hier gerade jedes Instrument dreidimensional im Raum steht.”
Die Kastagnetten ziehen mich in ihren Bann mir geht der Begriff Holographie durch den Kopf. Mit Leichtigkeit erahnt man die Anstrengung und Hingabe des Musikers. Jeden einzelnen Gesichtszug, jede Falte sehe ich vor mir. Wieso ich von einem Musiker und nicht von einer Musikerin spreche? Ganz einfach, weil die Kastagnetten derart kräftig und körperhaft gespielt werden, wie ich es selten gehört habe, nicht einmal live. Diese Kraft kann nur in Männerhänden stecken. Wenn ich falsch liegen sollte, dann mag die Musikerin meine Ausführungen als Kompliment auffassen.
Doch ich konzentriere mich bereits auf die Geige, die sich hier in der Mitte auftut. Konzentriere ich mich wirklich? Muss ich mich konzentrieren, um die Geige zu hören? Nein, ich muss mich berichtigen. Es erfordert keiner Konzentration, dieser Geige zu lauschen. Sie wird mir so selbstverständlich präsentiert, dass ich mich frage, in welchem Saal diese Aufnahme wohl entstanden sein mag. Denn bei all meinen bisherigen Konzertbesuchen scheine ich entweder die falsche Lokalität gewählt zu haben oder ich habe auf dem falschen Platz gesessen.
Dieser Musiker spielt nur für mich, oder? Auch wieder falsch. Dafür ist er viel zu weit weg von mir.
Doch bevor ich meine Gedanken zu Ende bringen kann, lausche ich lieber dem Wechselspiel zwischen der kleineren, heller klingenden und der größeren, voller spielenden Geige. Kurz danach steigen die Streicher auf der rechten Seite mit ein.
Es gibt Bücher darüber, die uns die Platzierung der Instrumente in einem Orchester genau beschreiben. Wer wie ich gerade diese Carmen-Einspielung über die Extreme 3 hört, fragt sich: Wozu? Hört man doch!
Sie mögen keine klassische Musik?
O.k. – legen wir doch mal was ganz anderes auf. Sagt Ihnen noch Ummagumma etwas?
Richtig! Pink Floyd!
(Die eigentlich Bedeutung dieses Begriffs will ich hier mal dezent unbeachtet lassen).
Auf dieser Scheibe gibt es ein Stück namens „Grantchester Meadows“, das Roger Waters beigesteuert hat. Eine durch Akustikgitarre begleitete Folkballade – nichts besonderes also, oder doch?
Für diesen Artikel hat diese Aufnahme etwas Besonderes: Nämlich die Koexistenz von natürlichen und künstlichen Raumabbildungen, sowie die dreidimensionale Zuordnung von Geräuschen.
Da gibt es diesen zwitschernden Vogel, der hier und da ziemlich nervt.
Was aber viel mehr nervt als das Gezwitscher an sich, ist die Tatsache, dass der Tonmeister es mit der dreidimensionalen Verschiebung dieses Geräuschs arg übertreibt.
Über eher zweidimensional abbildende Lautsprecher mag es interessant wirken, wenn der Vogel scheinbar immer wieder von rechts nach links und umgekehrt im Zimmer umherfliegt. Obwohl man selbst bei einer Wiedergabe in Mono schnell bemerken wird, dass es sich immer wieder um den gleichen „Loop“, also um eine Aufnahmeschleife handelt.
Über die Extreme 3 abgehört, kommt aber noch die „Vorne-Hinten-Schiene“ dazu. Manchmal scheint der Vogel in greifbarer Entfernung vor einem zu singen und baut damit fast so etwas wie eine Barriere zwischen dem Hörer und der weiter hinten spielenden Musik auf.
Aber spätestens wenn man sich fragt, ob so ein Vogel denn wohl überhaupt in der Lage ist, während des Flugs so zu singen, kommt man schnell zur verneinenden Antwort und das lässt den Tonmeister dann vollends als Spielkind dastehen.
Anders wird es dann mit der Gans (oder ist es eine Ente?). Sie ist zunächst links zu hören und startet dann aus dem Wasser heraus nach rechts schwenkend. Das ist überzeugend echt!
Aber so richtig gut – ja ich weiß, dass man mich gleich zum Spinner erklären wird – richtig gut wird es zum Schluss, wenn die Musik schon aus ist.
Hier wiederholt sich das, was wir vom Vogel her kennen, jetzt aber mit einer dicken Stubenfliege.
Deutlich in jeder 3D-Achse ortbar und mit einer frappierend natürlich wirkenden Raumabbildung, steigt jemand links eine hölzerne Treppe herunter, geht nach rechts herüber und versucht, mit einer Klatsche diesen Brummer zu erlegen, bis er es dann mit einem heftigen Schlag fast genau in der Mitte zwischen den Boxen offensichtlich geschafft hat. Jedenfalls brummt danach nichts mehr.
Was das alles mit Musik zu tun hat?
Nichts und doch sehr viel.
Der Mensch sucht beim Musikhören nach akustischen Hinweisen und Erläuterungen. Er will verstehen was er da hört. Jetzt sind wir es gewohnt, diese Hinweise nicht oder nur unzureichend zu erhalten. Mit einer Extreme wird das wieder anders. Sie stellt die Musik dar als eine Fülle an Informationen. Echte, glaubhafte und deutliche Informationen. Aus einem Orchesterstück bildet sie eine Art Blumenstrauß an Informationen. Von Blüte zu Blüte können wir unsere Sinne wechseln lassen und jede einzeln oder den Strauß als Ganzes genießen.
Denn das erstaunlichste an sich ist tatsächlich, dass die Extreme 3 die Musik mit ihren analytischen Fähigkeiten nicht zerreißt.
Sicher haben Sie es auch schon einmal erlebt, wenn Boxen so „analytisch“ spielten, dass man glauben konnte, jeder Musiker spiele ein anderes Stück oder er befände sich gar in einem anderen Raum.
Bei der Extreme 3 ist das völlig anders. Weil sie jedem Instrument den richtigen Platz zuweist, es in der korrekten Größe abbildet und in der realen Entfernung zu den anderen Instrumenten positioniert. Ortbarkeit und Raumabbildung sind einfach „r-i-c-h-t-i-g“.
Unser Ohr registriert das.
Wir bekommen die Informationen, die wir benötigen, um unsere Fragen beantwortet zu bekommen. Und unser Kopf rekonstruiert den Originalschauplatz, gerade so, als seien wir bei der Aufnahme dabei gewesen.
Und ich will das noch einmal erläutern, weil es so wichtig ist:
Oftmals erhalten wir nur falsche oder viel zu wenig Informationen über den Aufnahmeraum. In der Folge resignieren wir und geben uns damit zufrieden.
Manche Lautsprecher geben uns die gewünschten Informationen. Aber durch winzige Phasenverschiebungen oder sonstige kleinste Konstruktionsfehler werden sie doch minimal verfälscht. Das ist anstrengend für den Hörer, weil das Gehirn hier permanent „Rätsel“ lösen muss, in der Form von: Kann das jetzt echt sein?
Die Extreme 3 bildet das Musikgeschehen (ich ziehe es hier absichtlich erneut auseinander) r-i-c-h-t-i-g ab.
Unser Gehirn bemerkt das und geht deshalb davon aus, das Original zu hören. Keine Rätsel kein Gefühl der Anstrengung. Unser Gehirn akzeptiert das Gehörte.
Ich bin in den letzten dreißig Jahren immer wieder mit neuen, erstaunlichen Lautsprechern in Berührung gekommen. Doch die letzte Begegnung ist ziemlich lange her. Heute ist es mal wieder so weit.
Besonders erstaunlich ist dabei, dass die Extreme 3 diese holographische Darstellung hinbekommt, ohne deshalb auf ein Fundament verzichten zu müssen, das wir benötigen, um den Tönen Körper zu verleihen.
Immer wieder ist es doch so, dass wir zwar das eine bekommen, aber nur, weil wir auf das andere verzichten müssen. Von Verzicht ist bei der Extreme 3 in keinem Bereich etwas zu spüren.
Bevor man auch nur auf die Idee kommen kann, „untenrum“ könnte etwas fehlen, serviert sie uns auch die tiefsten Töne in der gleichen Natürlichkeit wie alle anderen Frequenzbereiche auch, eben einfach
r-i-c-h-t-i-g.
Mein Fazit:
Ich war völlig ohne Absichten zu Progressive Audio gefahren, außer einfach mal wieder ein wenig zu quatschen. Und nun? Selbstverständlich habe ich ein Paar für meine Vorführung bestellt.
Gut – das ist jetzt nicht wirklich erwähnenswert – aber eines dagegen schon:
Eigentlich mag ich gar keine weißen Boxen.
Die Extreme 3 – die kommt mir aber nicht anders ins Haus als in weiß!
Und so fahre ich wieder nach Hause mit der Erkenntnis, dass die High-Fidelity auch nach 30 Jahren immer noch wieder ein paar Glanzpunkte zu bieten hat und man auch nach so einer langen Zeit noch wieder etwas dazulernen kann. [...]
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Keces P918. November 2025Keces P9
Keces ersetzt die vollständige P8-Linie durch ein einziges Nachfolgegerät
… den Keces P9.
Kurz:
# Zwei Ausgänge mit jeweils 4 einstellbaren Spannungswerten,
die zu einer deutlich flexibleren Verwendbarkeit führen.
# Anhebung der Leistung auf 2x 5A mit Spitzenwerten zu 7A.
# Zentrale Erdungsklemme zur Vermeidung von
Gerätebrummen.
Lesen Sie meinen ersten Bericht zum Keces P9: Hier klicken
KECES Pier-Serie
Flaggschiff-Technologie, pure Energie für die Musik.
▪️In High-End-Audiosystemen bestimmt oft die Qualität des Netzteils die Gesamtklangleistung.
▪️Das neueste Mitglied der KECES Pier-Serie – das P9 Linear Power Supply – übernimmt die Designphilosophie des Flaggschiffs P28 und bringt High-End-Technologie in eine zugänglichere Produktlinie.
✅Es bietet Musikliebhabern eine stabile, reine und energiegeladene Stromversorgungslösung.
🔧 Hauseigener Ringkerntransformator – Das Basis des Stable Power
▪️Der P9 verfügt über einen hochwertigen Ringkerntransformator, der von KECES hergestellt wird, wobei präzise Wicklungstechniken und sorgfältig ausgewählte Materialien verwendet werden, um eine saubere und stabile Ausgangsleistung zu gewährleisten.
▪️Dies reduziert effektiv Hintergrundgeräusche, verbessert die musikalischen Details und schafft eine ruhigere Klangbühne, wodurch eine solide Grundlage für die Gesamtklangleistung gelegt wird.
🧩 Vollständig diskrete Komponentenarchitektur — Fortsetzung der P28-Philosophie
▪️Der P9 verwendet eine vollständig diskrete Architektur, die integrierte ICs vermeidet und sich auf die Klangqualität in jedem Leistungsmodul konzentriert.
▪️Dieses Design verbessert die natürlichen und zarten Klangeigenschaften und spiegelt das Streben von KECES nach klanglicher Authentizität wider.
🔌 Design mit zwei Ausgängen — Stromversorgung für mehrere Geräte
▪️Der P9 bietet zwei Ausgänge von 5 A und 5 A (Spitzenwert bis zu 7 A) und ist in der Lage, Streaming-Geräte, DACs, Roon Core, Router, Plattenspieler und andere Audiogeräte stabil mit Strom zu versorgen.
▪️Er gewährleistet eine zuverlässige Stromversorgung im gesamten System und verbessert die Dynamik und Tiefe.
🌐 Noise Reduction Technologies — Schaffung einer leisen Klangbühne
▪️Unabhängige Erdung für jede Ausgangsschiene reduziert das Übersprechen und verbessert die Trennung und Schichtung.
▪️Das Design mit extrem geringer Welligkeit sorgt für eine saubere Signalübertragung.
▪️Ein zusätzlicher Erdungsanschluss bietet erweiterte Optionen zur Rauschunterdrückung.
▪️Kein Brummen oder Rauschen auch unter 50 Hz und unter hohen Lastbedingungen, was eine hervorragende Stabilität demonstriert.
⚙️ Material-Upgrades – keine Kompromisse bei den Details
▪️Vergoldete DC-Buchsen bieten eine hervorragende Oxidationsbeständigkeit und eine niedrige Kontaktimpedanz, wodurch Mikrostromverluste und Instabilität reduziert werden.
▪️Dies verbessert die Leitfähigkeit und Signalintegrität, was zu klareren Details, einem leiseren Hintergrund und einer natürlicheren Hochfrequenzerweiterung und mikrodynamischen Leistung führt.
▪️Das AC-Leistungsmodul verwendet hochreinen OCC-Silberdraht und eine 2 Unzen dicke Kupferplatine, die die Effizienz der Stromübertragung und das Einschwingverhalten verbessern und eine breitere Dynamik und vollere musikalische Energie liefern.
▪️Der Übertemperaturschutz (OTP) sorgt für einen langfristig stabilen und sicheren Betrieb.
📸 ProduKtion Insight — Handwerkskunst bis ins kleinste Detail
▪️Jede P9-Einheit wird im KECES Werk in Taiwan hergestellt.
▪️Von der Transformatorenproduktion über die Verdrahtungskonfiguration, Montage bis hin zur Endprüfung wird jeder Schritt von unserem hauseigenen technischen Team ausgeführt, was die integrierten Fähigkeiten von KECES in den Bereichen Schaltungsdesign, mechanisches Design und Fertigung unter Beweis stellt.
▪️Die Leistungsarchitektur und die Schlüsselkomponenten werden von KECES unabhängig voneinander entwickelt. Mit strenger Qualitätskontrolle von der Materialauswahl bis zum strukturellen Layout.
▪️Dies gewährleistet elektrische Stabilität und optimale Klangleistung.
▪️Der P9 ist nicht nur ein Netzteil – es verkörpert unser Engagement für klangliche Reinheit, technische Unabhängigkeit und gleichbleibende Qualität.
🎶 P9 — Pure Power für Pure Music
▪️Der KECES P9 ist nicht nur eine Fortsetzung der Technologie, sondern auch eine ideale Wahl für Musikliebhaber.
▪️Es verwandelt das Netzteil von einer unterstützenden Rolle in einen wichtigen Beitrag zur klanglichen Exzellenz.
🇹🇼 KECES Pier Serie — P9 [...]
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Leica Cine 120. Oktober 2025Leica Cine 1
Leica Cine 1
HEIMKINO IN SEINER SCHÖNSTEN FORM
Innovative Technik, smarte Funktionen, traditionelles
Handwerk und zeitloses Design vereinen sich im
Leica Cine 1, dem ikonischen Laser-TV für großes Kino
im eigenen Wohnzimmer. Erleben Sie Leica Qualität
im Bewegtbild bis zu 120“ – Szene für Szene.
Weitere Informationen unter leica-home-cinema.com
Zum Werbe-pdf
Zu meinem Bericht “Die Leica-Lösung” [...]
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Ferrum Hypsos DC-Kabel17. Oktober 2025Ferrum Hypsos DC-Kabel
+ 2x Hypsos Hybrid Powering Cable Power-Splitter !!
(Damit betreiben Sie Komponenten an einem Ausgang eines Ferrum Hypsos.
Umzugsfund
Teilweise ohne Original-Verpackung (Tüte) – teilweise bereits in der Vorführung genutzt – aber alle neuwertig und geprüft. [...]
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Furutech LAN-8 NCF Plus Netzwerkkabel16. Dezember 2024Furutech LAN-8 NCF Plus Netzwerkkabel
NEU – NEU – NEU – NEU – NEU – NEU – NEU – NEU
Furutech LAN-8 NCF Plus
Unser derzeit beliebtestes LAN-Kabel hat einen Nachfolger erhalten.
High-End zu einem unschlagbar günstigen Preis.
ACHTUNG!!
Dieses Kabel hat eine Einspielzeit von 3-5 Tagen !!!
Testen Sie dieses Kabel gegen die LAN-Kabel anderer Hersteller bis zum Zehnfachen Preis!
… haben wir ja auch gemacht. 🙂
Zum Produktbericht: Hier klicken!
Original-Info des Herstellers:
Beschreibung:
High-End-Performance-Ethernet-Kabel
Kategorie 8 (8P8C S/FTP)
Ultra-High-Speed-Übertragungskabel mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gbps 2000 MHz 24AWG S/FTP
Dreifach abgeschirmt, 24k vergoldeter RJ45-Stecker mit NCF-Material
EIGENSCHAFTEN
Erleben Sie eine verbesserte Audio-Präzision mit dem Furutech LAN-8 NCF Plus
Das Furutech LAN-8 NCF Plus setzt neue Maßstäbe für leistungsstarke Ethernet-Kabel. Dieses Modell wurde mit Massivleitern ausgestattet und bietet im Vergleich zum Litzendraht-Design des ursprünglichen LAN-8 NCF eine verbesserte Signalstabilität und -klarheit. Die Massivleiterkonstruktion minimiert Signalverluste und -störungen und sorgt für einen reineren, konsistenteren Übertragungsweg für eine unvergleichliche Audioqualität.
Darüber hinaus verfügt die Plus-Version über einen dickeren Kabeldurchmesser (8,0 mm gegenüber 7,0 mm), der eine verbesserte Abschirmung und Geräuschisolierung bietet. Diese robuste Bauweise reduziert das Übersprechen weiter und verbessert die Tonbalance, was das LAN-8 NCF Plus zur ultimativen Wahl für anspruchsvolle Audiophile macht, die nach dem Höhepunkt der Klangwiedergabe suchen.
Schöpfen Sie das volle Potenzial Ihrer High-End-Audioanlage mit dem Furutech LAN-8 NCF Plus Ethernet-Kabel aus, das für ultimative Leistung und Klangreinheit entwickelt wurde. Dieses Ethernet-Kabel der Kategorie 8 wurde mit Furutechs innovativer Nano Crystal Formula (NCF) entwickelt und bietet mehr als nur Geschwindigkeit – es bietet eine unübertroffene Signalreinheit und Rauschisolierung. Die kristalline Struktur von NCF eliminiert statische Aufladungen und dämpft Vibrationen, wodurch das Grundrauschen reduziert wird und Sie einen kristallklaren Klang, tiefe Bässe und eine fokussiertere Klangbühne erhalten.
Das LAN-8 NCF Plus ist mit hochwertigen versilberten OCC-Kupferleitern und einer dreilagigen Abschirmung ausgestattet und minimiert Übertragungsverluste und Übersprechen, sodass jedes Detail Ihres Audiosignals präzise wiedergegeben wird. Die vergoldeten Hochleistungsstecker und die robuste und dennoch flexible Konstruktion machen dieses Kabel zur perfekten Wahl für alle, die ein verbessertes Klangerlebnis suchen.
Ob Sie hochauflösende Musik streamen oder Ihren digitalen Musikserver mit Strom versorgen, das Furutech LAN-8 NCF Plus bietet Audiophilen eine nahtlose Mischung aus modernster Technologie und überlegener Klangqualität. Steigern Sie Ihr Hörerlebnis noch heute mit Furutechs Engagement für „reine Übertragung“.
SPEZIFIKATIONEN
• Das LAN-8 NCF Plus ist ein wunderschön konstruiertes und gefertigtes Twisted-Pair-Kabel der Kategorie 8 S/FTP für Ethernet und andere Hochgeschwindigkeits-Signalübertragung.
• NCF-Steckverbindergehäuse (Mehrmaterial-Hybridkonstruktion) NCF verfügt über ein spezielles kristallines Material, das zwei „aktive“ Eigenschaften aufweist. Erstens erzeugt es negative Ionen, die statische Aufladung beseitigen. Zweitens wandelt es Wärmeenergie in Ferninfrarot um. Furutech kombiniert dieses bemerkenswerte Material mit Keramikpartikeln in Nanogröße und Kohlenstoffpulver, um zusätzliche Dämpfungseigenschaften durch den „piezoelektrischen Effekt“ zu erzielen. Das daraus resultierende Nano Crystal Formula ist das ultimative elektrische und mechanische Dämpfungsmaterial. Es wurde von Furutech entwickelt und ist ausschließlich in Furutech-Produkten enthalten. NCF sorgt für eine Verbesserung der Tiefe und des Fokus der Klangbühne, der Obertöne und der Klangbalance. Tiefe Frequenzen sind sauberer, mit einer besseren Definition, die durch einen niedrigeren Rauschpegel ermöglicht wird.
Kategorie 8 ist abwärtskompatibel mit den Kategorien 7 und 6. Es bietet außerdem verbesserte Spezifikationen für Übersprechen und Systemrauschen als Kategorie 7 mit zusätzlicher Abschirmung für jedes einzelne Adernpaar und das Kabel als Ganzes. Neben der zusätzlichen Abschirmung verfügt das LAN-8 NCF Plus über verdrillte Adernpaare, wobei die Anzahl der Verdrillungen pro Längeneinheit die HF-Abschirmung erhöht und vor Übersprechen schützt.
Das Kabel der Kategorie 8 ermöglicht 40-Gigabit-Ethernet und Frequenzen von bis zu 2000 MHz (Kategorie 7 x 3,3). Störungsresistent, bietet eine schnelle und stabile Netzwerkumgebung.
Hauptleiter: 24 AWG (1/0,525) Versilberter α (Alpha) OCC-Leiter für minimalen Übertragungsverlust.
RJ45(8P8C)-Stecker: α (Alpha)-nichtmagnetischer Leiter mit 24-karätiger Goldbeschichtung und 24-karätigem vergoldetem Kupferlegierungskörper mit minimalen magnetischen Eigenschaften, die eine Signalverschlechterung verhindern.
Dreilagige Abschirmung mit Aluminiumfolie und Kupfergeflecht mit hervorragender Geräuschisolierung, die die Abschirmwirkung herkömmlicher Kabel übertrifft. Isoliert effektiv Geräusche und verbessert die Klangwiedergabe erheblich.
• Die besten Dämpfungs- und Isolationsmaterialien für eine verbesserte Frequenzerweiterung und Tonbalance.
• Ummantelung: UL/CL3-entflammbares, RoHS-konformes, flexibles schwarzes PVC mit einer hochwertigen, mit Nylongarn umflochtenen Ummantelung. Diese Konstruktion reduziert effektiv die interne Resonanz und verbessert die Dämpfungsleistung. Außendurchmesser: ca. 8,0 ± 0,15 mm.
Produktionslängen: 0,6 m/1,2 m/1,8 m/2,5 m/3,6 m/5 m und 7,5 m/10 m auf Anfrage.
Wichtiger Hinweis zur Kabelausrichtung:
* Diese LAN-Kabel sind für eine optimale Klangwiedergabe ausgerichtet. Das Kabel wird nicht beschädigt und beschädigt auch keine Geräte, wenn es in der falschen Richtung angeschlossen wird, aber das Audiosignal ist nicht optimal. Die durch den Pfeil markierte Richtung ist die Eingangsseite (Quellenseite). Überprüfen Sie vor dem Anschließen die Pfeilmarkierungen am Stecker. [...]
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PrimeCore Audio Streamer A730. September 2024PrimeCore Audio® Streamer A7
Das Original!
Neu eingetroffen!
Wieder lieferbar/abholbereit!
Streamen mit einem PrimeCore Audio® A7 – Roon-Core-Server ?
Ja! … weil gute Musik es verdient hat!
Mit einem PrimeCore Audio® Streamer A7 haben Sie die (!) innovative Hardware-Lösung für einen Roon-Core-Server gefunden.
Die Komponenten eines PrimeCore Audio® A7 sind:
Sie benötigen nur noch einen Digital-Analog-Wandler oder ein Roon-Ready-Gerät zur Wiedergabe in anderen Räumen – fertig!
Entdecken Sie weitere Informationen in unserem PrimeCore Audio-Spezial. Hier klicken!
Vorteile einer Komponente von PrimeCore Audio:
Made in Germany
Ansprechpartner/Entwickler/Servicepartner in Deutschland
Alle Anleitungen in deutscher Sprache – online verfügbar
Hersteller und Entwickler ist seit 1985 auf dem Markt
Hersteller ist anerkannter Streaming-/ Roon- und Netzwerkspezialist
Hersteller ist Dozent auf HiFi- und Computer-Ausstellungen
Installations-Paket (*1) bei Kauf kostenfrei mitbestellbar
Unterstützungs-Paket (*2) bei Kauf kostenfrei mitbestellbar
Service-Paket (*3) bei Kauf kostenfrei mitbestellbar
Vollständige Bauteile-Offenlegung (*4), damit Sie nachrechnen können, wo Ihr Geld bleibt!
Bauteile werden selektiert und nach Gehör aufeinander abgestimmt
Keine ständig wechselnden Bauteile (wie bei manchen Mitbewerbern)
Völlig lüfterlos und damit lautloser Betrieb
ASUS-Mainboard aus der Professional-Linie (UVP über 900,- €)
CPU-Kühlung direkt über das künstvoll gestaltete Gehäuse
M.2-System-SSD und RAM-Riegel nach Industriestandard gefertigt (UVP 260,- €/Stück)
Xmore M.2-SSD als pSLC (pseudo-Single-Level-Cell) gefertigt
2x 16GB RAM-Riegel von ATP (UVP 280,- €/Stück)
Aus dem Vollen gefrästes Spezial-Aluminium-Gehäuse
Niedriger Stromverbrauch (10-30W)
Hervorragende Reputation (Test in HiFi-Statement)
100% positive Rückmeldungen (Hier klicken)
Verkauf nur direkt oder bei engagierten Händlern
Bester Klang in seiner Preisklasse… und falls Sie selber vom Fach sind:
Freier Zugriff auf die BIOS-Einstellungen
Freier Zugriff auf die Roon-Web-Oberfläche
Freier Zugriff auf das Root-Verzeichnis und die interne 2. SSD
Zweite SSD für die Musiksammlung integrierbar
Eigen-Installation der 2.SSD möglich und zulässig
Erweiterung durch audiophile Netzteile möglich (19V/6A)
Und falls Sie nicht vom Fach sind?
Genau für Sie haben wir bereits alles perfekt eingestellt!
Sie müssen nur noch die Kabel einstecken und
den A7 einschalten – fertig!
TEST BEI HIFISTATEMENT:
(auf das Bild klicken oder hier auf diesen LINK )
Schauen Sie hier ein Video von unserem Partner Markus Wierl (audio-freak):
Hier klicken, um zum Video zu gelangen!
ACHTUNG! Sie werden nach Youtube weitergeleitet!!
Lieferumfang:
1x PrimeCore Audio®-Server A7
1x hochwertiges Schaltnetzteil (audiophiles Netzteil wird empfohlen)
1x Bedienungsanleitung
Kundenstimmen zum PrimeCore Audio®-Streamer (hier klicken)
Audiophiles Netzteil gewünscht?
Zurzeit können wir folgende Netzteile sicher empfehlen:
Progressive Audio PSU One 19V/6A Special-Edition
Keces P8 Single 19V/8A
Keces P9
Keces P14
Keces P28
Keces P3 und P6 sind nicht geeignet. [...]
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Mytek Brooklyn Bridge II + 4TB23. September 2024Mytek Brooklyn Bridge II + 4TB
All-In-One: Roon-Core, Streamer, D/A-Wandler Kopfhörerverstärker, Phono-Vorverstärker und Vorverstärker
AUSSTELLER in silber! Nur noch 1x vorhanden!
Die Brooklyn Bridge II ist die Neuerfindung des Bestsellers. Die erste Brooklyn Bridge war sehr erfolgreich und wurde für ihr innovatives Design und ihren überragenden Klang mit dem Stereophile “Product of the Year” und dem EISA-Award 2019-2020 ausgezeichnet. Die Brooklyn Bridge II verfügt über die gleichen preisgekrönten Vorverstärker- und DAC-Schaltkreise, besitzt nun aber ein ungleich besseres 90-W-Linearnetzteil, das dem Klang dieses Ausnahmegeräts Flügel verleiht. Außerdem verfügt sie über ein Menü der nächsten Generation, auf das Sie über Smartphones und Tablets zugreifen können.
Leistungsstark und immer up-to-date
Im Herzen sorgt ein vollwertiges Computersystem für die zuverlässige und schnelle Verarbeitung der Kontroll- und Musiksignale gleichermaßen. Die Brooklyn Bridge II ist mit einem Intel i5-Chip ausgestattet, der im Zusammenspiel mit dem Mytek OS eine reibungslose Bedienung ermöglicht. Mytek OS ist eine Software-Plattform, die kontinuierlich um neue Funktionen erweitert wird. Die Software-Aktualisierung erfolgt auf dieselbe Weise wie bei jedem anderen Computer: Wenn Sie eine Benachrichtigung über „neue Software“ erhalten, können Sie das System herunterladen und aktualisieren. Die neue Software enthält neue Funktionen und Fehlerbehebungen. In den nächsten Monaten und Jahren plant Mytek, alternative Player wie Upnp, Spotify und Tidal Connect sowie Funktionen wie Apple Airplay hinzuzufügen. Deren Verfügbarkeit wird bekannt gegeben, sobald die Software-Arbeiten daran beginnen.
Easy peasy
Die einfache Touchscreen-Bedienung über iPad, Smartphone oder das Display macht die Nutzung zum Kinderspiel.
Roon? Aber bitte!
Die Brooklyn Bridge II ist ein komplettes All-in-One-Roon-System, das in erster Linie für die Verwendung mit der Roon-Wiedergabesoftware konzipiert ist. Darüber hinaus bietet es UPnP und Bluetooth. Die Verwendung von Roon mit der BB2 erfordert ein Roon-Abonnement. Ein kostenloses 1-Jahres-Abonnement ist im Kauf enthalten. Roon bietet ein überragendes Wiedergabe- und Browsing-Erlebnis, insbesondere mit Metadaten (Liedtexte, Credits, genau wie Vinyl-Albumcover), die bei anderen Wiedergabesoftware nicht verfügbar sind und von Tausenden von Musikliebhabern bevorzugt werden. Roon bietet außerdem mehr Optionen, wie z.B. eine erweiterte Wiedergabelistenverwaltung, Multiroom-Wiedergabe und ARC, das Ihre lokale Bibliothek in Ihren eigenen privaten Streaming-Dienst verwandelt. Roon kann jedes Format abspielen, einschließlich DSD256 und 384k PCM, während andere Software auf maximal 192k PCM beschränkt ist.
Highlights
Eingebauter Roon-Core, Tidal, Qobuz und lokale Bibliothek in jedem Format bis zu PCM 384kHz, DSD256 und MQA
Analoger Vorverstärker: Phono M/M und Line RCA Eingang
Digitaler Vorverstärker: SPDIF und optische Eingänge für Plattenspieler oder TV, Roon Ready DAC-Eingang für die Verwendung mit einem anderen Streamer, falls erforderlich
Bluetooth 5: einschließlich Hi-Res-Audio
Lieferumfang: ein Netzkabel für das Bestimmungsland, ein USB 2.0-Kabel und ein Code für ein zweimonatiges KOSTENLOSES Roon-Abonnement. Das aktuelle Handbuch ist als PDF-Download auf dieser Seite verfügbar.
WANDLER: bis zu 384k, 32bit PCM, natives DSD bis zu DSD256, DXD, 130dB DR, ES9028PRO Chipsatz mit überlegener Mytek Implementierung (HAT ™ Harmonic Audio Tuning)
MQA HI-RES DECODER: Eingebauter Hardware-MQA-Decoder, volle Entfaltung der ursprünglichen Abtastrate
DIGITALE DAC-EINGÄNGE: USB2 Class2 (OSX, Linux treiberlos, alle Formate bis 384k, DSD256), 2x S/PDIF, 1 Toslink optisch (PCM bis zu 24/192k, bis zu DSD64 DOP, MQA)
ZUSÄTZLICHE DIGITALE EINGÄNGE: Bluetooth 5 und Roon Ready Network Endpoint DAC-Eingang – PCM384k, DSD256, MQA.
ANALOGE VORVERSTÄRKEREINGÄNGE: Line-Level-Eingang (10k Eingangsimpedanz) oder Phono M/M, Relais-gesteuert. Vollständig analoger Signalweg zum Ausgang.
2xUSB3/2-Anschlüsse: Kann für alle Musikdateien auf FAT /NTFS / exFAT-Laufwerken oder USB-Sticks verwendet werden. SSD wird wegen der 1A-Strombegrenzung empfohlen), oder zusätzliche USB-DACs für zusätzliche Roon-Zonen (2 Stück oder bis zu mehrere können angeschlossen werden, wenn ein USB-Hub verwendet wird)
ANALOGAUSGÄNGE: RCA, symmetrisch XLR, simultan, 10 Ohm Ausgangsimpedanz
CLOCK: Mytek Femtoclock Generator(tm) 0,82ps interner Jitter
KOPFHÖRERAUSGÄNGE: Referenz Kopfhörer-Verstärker mit hoher Stromstärke und hohen Transienten, 500mA, 6 Watt, zwei Kopfhörerbuchsen, entwickelt für den Betrieb von schwer ansteuerbaren Kopfhörern. Symmetrischer Betrieb mit einem 1/4“ auf 4-poligen XLR-Adapter
LAUTSTÄRKEREGLER: Wählen Sie einen analogen Abschwächer mit 1dB-Schritt oder einen digitalen 32-Bit-Abschwächer mit 1dB-Schritt und puristischem Relais-Bypass.
INTERNER SPEICHER: 4TB interne SSD (ca. 6000 CDs). Der interne Speicher ist Teil der System-SSD auf der Haupt-CPU-Platine. Er ist fest eingebaut und kann vom Benutzer nicht aufgerüstet werden. Der Benutzer greift auf den internen Speicher als Netzlaufwerk zu.
STROMVERSORGUNG: Das 90 W Linearnetzteil mit Ringkern versorgt den DAC und die Intel I5 CPU über separate Wicklungen mit Strom. Automatische Spannungserkennung
Garantie: 2 Jahre (mit Registrierung 6 Jahre)
Technische Daten
Maße (BxTxH): 216x225x44 mm
Gewicht: 3 kg
Zum Produktbericht hier klicken
Übrigens: Diese Komponente gibt es auch als kostengünstiges Bundle! [...]
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Furutech USB-Kabel GT2 NCF15. Juli 2024Furutech USB-Kabel GT2 NCF
Furutech hat Wort gehalten und mit dem GT2 NCF ein wahrlich erstaunliches USB-Kabel auf den Markt gebracht. Und das zu einem Preis, bei dem einen das Gefühl beschleicht, man müsse diese Markteinführung ganz schnell nutzen, bevor Furutech mit dem wahren Preis um die Ecke kommt.
Aber keine Angst – noch macht Furutech nicht einmal eine Andeutung in diese Richtung.
Lesen Sie meinen Bericht hier: Furutech USB GT2 NCF (in Bearbeitung)
GT2-B NCF-0,6m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
187,00 €
GT2-B NCF-1,2m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
221,50 €
GT2-B NCF-1,8m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
257,20 €
GT2-B NCF-2,5m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
299,00 €
GT2-B NCF-3,6m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
364,30 €
GT2-B NCF-5,0m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
447,30 € [...]
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Silent Angel Genesis GX5. Juni 2024Ultra-Performance Word Clock: Wissenschaftliche Präzision für Audiophile
“Stand-Alone”-Wordclocks sind die ultimative Stufe der Systemverbesserung und bieten Audio- und Netzwerk-Performance-Upgrades, die auf keine andere Weise erreicht werden können. Silent Angel hat die Genesis GX entwickelt, um die ultimative audiophile Word Clock zu schaffen: Bringen Sie Ihr System mit Genesis auf die nächste Stufe!
Ultimative Leistung und maximale Vielseitigkeit
Der Genesis GX ist eine echte state-of-the-art Wordclock, deren Technologie für die anspruchsvolle Anwendung entwickelt wurde. Der Taktgeber bietet hier ein hohes Niveau an Leistung und Präzision. Seine vier einzelnen Wordclocks bestehen jeweils aus zwei hochmodernen 25-MHz/10-MHz-Einheiten. Alle vier Clock-Einheiten sind elektrisch voneinander isoliert, um Interferenzen sowie Rauschen zu minimieren und das Signal so sauber wie möglich zu transportieren.
Einzigartige und zukunftsweisende Designs
Der Genesis GX bietet je zwei 25MHz sowie 10MHz Ausgänge in einem aufwändig optimierten Gehäuse.
Jede Takteinheit verfügt über einen eigenen TCXO-Takt und eine eigene Schaltung, um potenzielle Signalstörungen zu vermeiden.
Das hochselektierte Schaltnetzteilmodul wurde speziell für geräuschempfindliche akustische Geräte entwickelt und bietet eine stabile, rauscharme Stromquelle.
TCXO-Taktschaltungen (temperaturkompensierter Quarzoszillator) verringern Netzwerklatenzprobleme und Jitter-Effekte erheblich.
Das hochmoderne Gehäusedesign besteht aus zwei Schichten unterschiedlicher, sorgfältig ausgewählter Materialien: Die innere Schicht ist aus verzinktem Stahl, die äußere aus einer dicken, hochwertigen Aluminiumlegierung. Diese extravagante Konstruktion maximiert die Abschirmung und Kontrolle von Wirbelströmen und dämpft gleichzeitig Vibrationen und Störgeräusche. Das schlanke, moderne Design verleiht dem Genesis GX einen hohen ästhetischen Wert und macht ihn zu einem funktionalen Kunstwerk der Audiotechnik.
Erweiterte Optionen für ernsthafte Audiophile
Die 12-V-DC-Stromversorgungsbuchse umgeht das interne Schaltnetzteil des Genesis und ermöglicht den Anschluss an ein externes lineares Netzteil (z.B. unser Forester F2) für eine deutliche Leistungssteigerung.
Die vergoldete Erdungsklemme bietet das Potenzial für eine weitere Rauschunterdrückung in Verbindung mit einer Groundbox.
Schwingungsdämpfende Isolatoren
Die aus massivem, hochreinem Edelstahl gefertigten Resonanzkontrollfüße des Silent Angel dämpfen mechanische Energie aus internen und externen Quellen und reduzieren mechanische und elektrische Geräusche, statische Elektrizität usw. Eine leistungsfähigere Version unseres hochgelobten S28 Footers. Das Ergebnis ist eine verbesserte Dynamik, ein geringeres Grundrauschen und eine höhere Auflösung feiner Details.
Die Highlights im Überblick
Hochselektiertes Schaltnetzteilmodul:
Das marktführende interne Leistungsmodul unterstützt hochpräzise Systemfunktionen.
Rauschunterdrückung:
Aufwendige Konstruktion, um Störsignale sowie elektrisches Rauschen zu eliminieren.
Vergoldete Ausgangsanschlüsse:
Mit hochwertig vergoldeten Anschlüssen liefern Sie das reinste und stabilste Signal an Ihre Geräte.
Goldplattierte Erdungsklemme:
Um potenzielle Leistungsstörungen zu reduzieren, bietet der Genesis GX einen separaten Erdungsanschluss.
Vier hochmoderne Word-Clock-Ausgänge:
Der Genesis GX bietet zwei 25MHz- sowie zwei 10MHz-Ausgänge.
TCXO – Taktsignal:
Äußerst genaue Taktgeber minimieren Netzwerklatenzprobleme und Jitter.
25MHz: Geboren für exzellente Audioqualität
10 MHz ist die derzeit gängigste Word-Clock-Frequenz; diese Frequenz wurde jedoch ursprünglich für GPS-Geräte gewählt und nicht für Audio optimiert. Nach ausgiebigen Tests fand unser Forschungs- und Entwicklungsteam heraus, dass die ideale Frequenz für Audio- und Netzwerkgeräte 25MHz ist. Silent Angel hat Genesis GX mit einem einzigen Ziel entwickelt: die bestmögliche Audioqualität zu liefern. Genesis GX bietet sowohl 25MHz- als auch 10MHz-Wordclock-Ausgänge, um sowohl mit Silent Angel-Produkten als auch mit denen anderer Hersteller zu harmonieren. Genesis GX ist nicht nur die beste Wordclock auf dem Markt, sondern bietet auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihr System!
Besser als “Built-in”
Im Vergleich zu “Stand-alone”-Wordclocks teilen sich eingebaute Wordclocks die Systemressourcen (Stromversorgungen usw.) mit anderen Komponenten, die alle auf derselben Platine zusammengeschaltet sind. Es gibt viele Situationen, die das Taktsignal stören können, z. B. elektrische Impulse, die durch Änderungen der Systembelastung verursacht werden, Interferenzen mit anderen elektronischen Komponenten, Rauschen aus dem Netzwerk und systembedingte Jitter-Effekte. Aus diesem Grund ist eine eigenständige Wordclock-Quelle unerlässlich: Weniger Interferenzen mit der Clock-Quelle gewährleisten ein möglichst reines Clock-Signal.
Entwickelt für Audiophile
Exklusive TCXO-Taktmodule: Der TCXO (Temperaturkompensations-Kristalloszillator) von Silent Angel ist präziser und stabiler als die in Konkurrenzprodukten verwendeten Kristalltaktgeber, was zu geringeren Latenzproblemen und Jitter-Effekten führt.
Weitere Upgrades
Stromversorgung: Schließen Sie Genesis GX an das lineare Netzteil Forester F2 von Silent Angel an (mit zwei 12-Volt-Gleichstromausgängen), um die Leistungsabgabe, Stabilität und Klangqualität weiter zu verbessern.
Audiophiler Netzwerkschalter: Genesis GX passt perfekt zu den Silent Angel “Audio-grade” Netzwerk-Switches Bonn NX und N8 Pro.
TECHNISCHE DATEN
Verfügbare Farben
Schwarz, Silber
Stromeingang
230V, 50Hz
(DC) 12V/0,5A (5,5mm x 2,5mm Stecker)
* Wenn beide Stromquellen angeschlossen sind, wird der 12V DC-Strom verwendet.
Taktausgangsanschluss
25MHz-Anschluss x 2 (BNC, vergoldet)
10MHz-Anschluss x 2 (BNC, vergoldet)
Erdungsanschluss
Erdungsanschluss x 1 (vergoldet)
LED-Anzeige
AC Power LED x 1, DC-Netz-LED x 1
Temperatur
Betrieb: 0 ~ 30 °C
Abmessungen
439 (B) x 63 (H) x 250 (T) mm
Gewicht
7,4 kg [...]
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MUTEC REF 10 NANO5. Juni 2024Referenztakt in MUTEC-Qualität beginnt hier
Der REF10 NANO ist das perfekte Gerät für alle Klangenthusiasten, welche die Vorzüge eines originalen MUTEC-Referenztaktgenerators zu einem möglichst günstigen Einstiegspreis erhalten möchten. Ohne relevante Kompromisse einzugehen. Denn diese kleinste 10‑MHz‑Master Clock im MUTEC-Programm bietet nahezu alle wichtigen Qualitätsmerkmale ihres großen Bruders REF10. Für den von MUTEC gewohnt seriös entwickelten REF10 NANO gilt: halbe Höhe, halber Preis, aber fast genauso gut! Dadurch wird der REF10 NANO mit Sicherheit zum besten 10‑MHz‑Referenztaktgenerator, der in seinem Preissegment derzeit erhältlich ist.
Vorteil OCXO
Für die Performance eines Referenztaktgenerators von entscheidender Bedeutung ist die Frequenzstabilität des verwendeten Oszillators. Jene Eigenschaft steht unter anderem in Abhängigkeit zu seiner Umgebungstemperatur, die in einem exakt definierten Bereich liegen muss. Wird dieser sehr eng abgesteckte Rahmen durch Änderung der umgebenden Temperatur verlassen, vermindert sich die Frequenzstabilität des Oszillators. Das hat signifikante Auswirkungen auf die Präzision der digitalen Signalverarbeitung angeschlossener Audiogeräte. Der im REF10 NANO eingesetzte OCXO (Oven Controlled Quartz Oscillator) aus deutscher Fertigung wird in einer speziellen beheizten Kammer konstant auf der immer gleichen optimalen Temperatur gehalten. Diese aufwändige Methode ist der sicherste Weg für exzellente Ergebnisse, denn sie gewährleistet eine außerordentliche Frequenzstabilität. Konventionelle temperaturkompensierende Quartz-Oszillatoren (TCXO) passen die Abweichungen der wechselnden Temperaturverhältnisse auf Basis konstanter Messungen zwar durch korrigierende Maßnahmen immer wieder neu an, erreichen aber bei weitem nicht das Qualitätsniveau einer ofenbasierten Lösung. Herkömmliche preiswerte Quartz-Oszillatoren ohne jede Temperaturkontrolle, die bei gängigen DA-Wandlern, Switches, Streamern und Re-Clockern intern die zeitgerechte Verarbeitung des digitalen Datenflusses sichern sollen, sind von dieser für die kompromisslose hochwertige Audiowiedergabe extrem relevanten Frequenzstabilität noch weiter entfernt. Insofern ist die Nutzung eines exzellenten OCXO hauptverantwortlich für die herausragende Qualität des REF10 NANO von MUTEC.
OCXO versus Atomuhr (Rubidium/Caesium)
Alternativ zu einem OCXO finden in anspruchsvollen Referenztaktgeneratoren auch sogenannte Atomuhren Verwendung, meistens basierend auf Rubidium- oder Caesium-Referenzen. Wir halten das für einen nicht zielführenden Weg. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die hohe Taktstabilität von Atomuhren in einem für digitale Audio-Anwendungen falschen Zeitbereich liegt. Deren Langzeitstabilität bezieht sich auf den Betrag, um welchen die absolute Taktfrequenz über einen längeren Zeitraum von einigen Tagen bis zu mehreren Jahren driftet. Obgleich die Langzeitstabilität beispielsweise für Telekommunikationsanwendungen notwendig ist, hat sie auf die Reproduktion von digitalem Audio-Material keinerlei Einfluss. Entscheidend für den Faktor Klangqualität ist die Genauigkeit des Zeitintervalls von einem Sample zum nächsten Sample, also einem sehr kurzen Zeitbereich, üblicher Weise gemessen in Zeitintervallen zwischen 0,01 sec. bis zu einigen Sekunden. Änderungen dieser sogenannten Kurzzeitstabilität werden als Jitter oder Phasenrauschen gemessen. An diesem für die audiophile Musikreproduktion kritischen Punkt liefert der auf einem OCXO basierende REF10 NANO den entscheidenden Vorteil gegenüber Rubidium- oder Caesium-basierenden Taktreferenzen.
Der Faktor Strom
Die Stromversorgung hat signifikanten Anteil an der Gesamtqualität der Signalverarbeitung. Deswegen haben die MUTEC-Entwickler auch in diesem Bereich einen gesteigerten Aufwand betrieben. Hierbei erhält insbesondere der ofenkontrollierte Oszillator seine Versorgungsspannung vollkommen isoliert vom Rest der Schaltung. Zudem versorgen bis hinunter in den Sub-Hz-Bereich optimierte, niedrig rauschende Spannungsquellen jeden einzelnen Teil der Schaltung individuell, um gegenseitige Störbeeinflussungen zu verhindern. Die extrem gering rauschenden Taktverteiler- und Verstärkungsschaltungen gewährleisten, dass das Referenzsignal des OCXO nahezu verlustfrei zu den vier Ausgängen des REF10 NANO gelangt. Für Tuning-Maßnahmen kann das interne Netzteil mit Hilfe eines externen 15-Volt-Netzteils überbrückt werden. Der spezielle DC-Eingang auf der Rückseite des kompakten 10‑MHz‑Referenztaktgenerators ermöglicht eine bequeme und sichere Möglichkeit der diesbezüglichen Optimierung.
Phasenrauschen über Frequenz am Ausgang des REF10 NANO gemessen
Weil nach unserer Erkenntnis die Flankensteilheit eines Taktsignals entscheidend für die Qualität digitaler Audiosignale ist, gibt der REF10 NANO an seinen Ausgängen Rechtecksignale mit sehr hoher Flankensteilheit und niedrigstem Überschwingen aus. Im Gegensatz zu Sinus-förmigen Signalen, die von den meisten Clocks anderer Hersteller ausgegeben werden, führen die steilflankigen Taktsignale des REF10 NANO zu einer deutlich schnelleren und stabileren Synchronisation der verbundenen Geräte. Das führt zu einer geringeren Jitter-Induktion in der Empfängerschaltung. Dieser Umstand ist maßgeblich verantwortlich für die Klangverbesserung durch den REF10 NANO.
Aufnahme des Rechtecksignals des REF10 NANO mit extrem hoher Flankensteilheit und praktisch nicht vorhandener Überschwingung
Zielgerichtetes Design
Für eine besonders hohe Rausch- und Jitter-Freiheit der Taktsignale wurden weitere vielfältige Maßnahmen ergriffen: So verfügt der REF10 NANO zum Schutz der Elektronik vor hochfrequenten Störungen über ein Gehäuse aus Stahl. Im Vergleich zu oft verwendeten Aluminium-Gehäusen ist die Isolation gegenüber äußeren Störeinflüssen erheblich besser. Um Brummeinstreuungen durch Masseschleifen zu vermeiden, wurden beim REF10 NANO alle Ausgangsstufen galvanisch isoliert. Jeder der vier Taktausgänge kann einzeln an- und ausgeschaltet werden, so dass ausschließlich die jeweils benötigten Ausgänge aktiv sind. Auch dieses Merkmal des REF10 NANO trägt dazu bei, gegenseitige Einstreuungen im HF-Bereich bestmöglich zu minimieren. Je zwei Ausgänge sind für 50-Ohm- respektive 75-Ohm-Verbindungen ausgelegt. So ist gewährleistet, dass der REF10 NANO mit einer Vielzahl von Geräten erfolgreich zusammenspielen kann. Die Bedienung könnte einfacher nicht sein: Sie müssen nur den entsprechenden Ausgang anwählen und der NANO entfaltet umgehend seine Magie.
Eindeutige Klangverbesserung
Der kompakte REF10 NANO bietet zu einem bisher nicht für möglich gehaltenen günstigen Preis die Möglichkeit, durch die Integration einer zentralen Referenztakt-Instanz die digitale Audio-Kette klanglich maßgeblich zu verbessern. Das gilt für den High End-Hörer zuhause genauso wie den Mastering/Recording-Ingenieur im professionellen Studio-Umfeld. In jedem Anwendungsfall ist eine Qualitätssteigerung eindeutig wahrzunehmen. Das Einbinden des REF10 NANO führt zu höherer Transparenz, klarer definiertem Bass, „schwärzerem“ Hintergrund, besserer Instrumentenstaffelung und erweiterter Bühnenabbildung. Der MUTEC REF10 NANO hebt die Wiedergabequalität kompatibler D/A-Wandler, Network-Switches, Server, Streamer, CD-Player, Taktgeneratoren und Re-Clocker auf ein neues Niveau. Er ist gleichermaßen das perfekte Upgrade für Besitzer eines MC3+/MC3+ USB-Interfaces. In jeder Konstellation leistet der REF10 NANO 10‑MHz‑Referenztaktgenerator seinen signifikanten Beitrag um das zentrale MUTEC-Versprechen zu erfüllen: Perfecting Digital Audio.
Aktuell verfügbare 10‑MHz‑kompatible Produkte:
Hersteller
Produkt
Impedanz (Ω)
Art
MUTEC
MC‑3+ Smart Clock
75
Audio Re-Clocker, Clock Generator
MC‑3+ Smart Clock USB
75
Audio Re-Clocker, Clock Generator, USB Interface
iClock, iClock dp
75
Audio/Video Clock Generator
Abendrot Audio
Colt
50
DAC
Everest 901
50
ADC
Hengst
50
DAC
Antelope Audio
Zodiac Platinum 384 kHz
75
DAC
Rubicon
75
DAC
LiveClock
75
Audio Clock Generator
Isochrone OCX, OCX HD, OCX‑V, Trinity
75
Audio/Video Clock Generator
Pure 2
75
ADC/DAC
Goliath
75
Audio Interface
Goliath HD
75
Audio Interface
Orion 32
75
Audio Interface
Orion 32+ | GEN 3
75
Audio Interface
Orion 32HD | GEN 3
75
Audio Interface
Amári
75
Audio Interface
Audio Design
SyncroGenius HD‑Pro
75
Audio/Video Clock Generator
Audio-gd
DI-20, DI-20HE
50
USB Interface, DDC
R-7, R-7HE (both as 2020 versions)
50
DAC
Aune
S9c Pro
50
DAC
S10N, S10 Pro
50
Network Player
Aurender
N30SA
75
Music Server
W20SE
75
Music Server
W20 (discontinued)
75
Music Server
N20, N200
75
Music Server
Brainstorm
DCD‑12 (discontinued)
75
Audio/Video Clock Generator
DCD‑24
75
Audio/Video Clock Generator
DXD‑8
75
Audio/Video Clock Generator
DXD‑16
75
Audio/Video Clock Generator
CH Precision
C1 (with SNYC_IO board)
75
DAC
D1 (with SNYC_IO board)
75
SACD Transport, DAC
I1 (with SNYC_IO board)
75
Universal Amplifier
dCS
Vivaldi Master Clock
75
Audio Clock Generator
Paganini Master Clock, Scarlatti Master Clock (discontinued)
75
Audio Clock Generator
Esoteric
Grandioso G1
50
Audio Clock Generator
Grandioso K1
50
SACD Player
Grandioso P1/D1
50
SACD Transport, DAC
K1X
50
SACD Player
K‑01X, K‑03X, K‑05, K‑05X, K‑07X
75
SACD Player
P‑02X, P‑05X
50
SACD Transport
D‑02X, D‑05X
50
DAC
N‑01, N‑01XD
50
Network Player
N‑05
75
Network Player
G‑01X, G‑02X
50
Audio Clock Generator
Evertz
5601MSC
N/A
Audio/Video Clock Generator
Gustard
DAC‑A26
50
DAC, Network Player
DAC‑R26
50
DAC, Network Player
DAC‑X26pro
50
DAC
N-18Pro
50
Network Switch
U-16
50
USB Interface, DDC
U-18
50
USB Interface, DDC
HiFi Rose
RD 160
50/75
DAC
RS 130
50/75
Network Player
Jay`s Audio
CDT-MK3
75
CD Transport
LHY Audio
SW 10
50
Network Switch
M2TECH
EVO DAC TWO PLUS
75
DAC
HIFACE EVO TWO
N/A
DAC
Melco
N1
N/A
Music Server
Phasetech/Phasemation
HD‑7A
50
DAC
RATOC
RAL‑DSDHA2
50
DAC
Rostec
ASD16HD
75
Audio/Video Clock Generator
Sforzato
DSP‑00EX
50
Network Player
DSP‑010EX, DSP‑030EX
50
Network Player, DAC
DSP‑04EX
50
DAC
Silent Angel
Bonn N8 Pro + Genesis GX
50
Network Switch
Munich MU
50
Network Player
Singxer
SDA‑6
50/75
DAC
SU‑2
50
DDC
S.M.S.L
VMV D3
N/A
DAC
VMC D2
N/A
DAC
Soul Note
D‑2
50
DAC
D‑3
50
DAC
Sound Warrior
SWD‑CL10
50/75
Audio Clock Generator
SOtM
sMS‑1000SQ
(with sCLK‑EX Expansion)
50/75
Music Server
sMS‑200ultra
(with sCLK‑EX Expansion)
50/75
Network Player
sNH‑10G
(with sCLK‑EX Expansion)
50/75
Network Switch
tX‑USBultra
(with sCLK‑EX Expansion)
50/75
USB Regenerator
SPEC
RMP‑X1
50
Network Player
Studio Technologies
M5401 Dante© Master Clock (discontinued)
75
Network Master Clock
Tascam
CG‑1000, CG‑1800, CG‑2000
50/75
Audio/Video Clock Generator
TEAC
NT‑503, NT‑505, NT‑505‑X
50
Network Player, DAC
PD‑505T
50
CD Transport
UD‑503, UD‑505, UD‑505‑X
50
DAC
UD‑701N
50
Network Player, DAC
VRDS‑701, VRDS‑701T
50
CD Player, CD Transport
TechDAS
D‑7, D7i
50
DAC
Triode
TRV‑CD6SE
50
CD Player
UpTone Audio
EtherREGEN
75
Network Switch
Hinweis: Die Kompatibilitätsannahme basiert auf den veröffentlichten Spezifikationen der jeweiligen Hersteller und kann im Einzelfall nicht garantiert werden. Die MUTEC GmbH ist nicht für etwaige Kompatibilitätsprobleme haftbar. [...]
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Baaske Medical Netzwerkisolator19. Februar 2024Baaske Medical Netzwerkisolator
Baaske Medical Netzwerkisolator
Der Baaske Medical Netzwerkisolator wurde zum Schutz der Patienten in medizinischen Einrichtungen entwickelt. Dort, wo das öffentliche Stromnetz, die Internetverbindungen unserer Provider (WAN), unsere lokalen Netzwerke (LAN) und die Arbeitsströme verschiedener medizinischer Geräte aufeinander treffen, sind ohne entsprechende Schutzmaßnahmen Leib und Leben der Patienten gefährdet.
Der Netzwerkisolater MI 2005 löst jetzt das vorherige Modell MI 1005 ab und ist sowohl leistungsfähiger als sein Vorgänger (Datenübertragung) als auch sicherer bei der Trennung der Netze.
Wir Musikliebhaber leben zwar in der Regel keineswegs in einer solch gefährlichen Umgebung, aber den Nutzen einer galvanischen Trennung zwischen unserem Heimnetz und dem öffentlichen Netz, den ziehen wir schon gerne aus solch einem Instrument.
Selbst mit den besten LAN-Kabeln will es bei Ihnen nicht so richtig gut klingen? Auch ein teurer audiophiler Switch bringt keine Verbesserung?
Kann es sein, dass das Zusammentreffen verschiedener Netze in Ihrem Haushalt die Ursache dafür bildet? … dass die Potentialausgleichströme stärker sind als die Signale?
Mit einem MI 2005 von Baaske Medical sorgen Sie für eine hervorragende galvanische Trennung, ohne gleich mehrere Hundert Euro für eine aus dem audiophilen Bereich stammende Lösung ausgeben zu müssen. (… die ja auch nur galvanisch trennen soll)
Wohin gehört der Netzwerkisolator in einer HiFi-Kette?
Hier eine Empfehlung zur Konstellation:
Router (Fritz!box …)
Audiophiles LAN-Kabel (wir empfehlen Furutech LAN8 NCF)
Baaske Medical MI 2005
Audiophiles LAN-Kabel (wir empfehlen Furutech LAN8 NCF)
Audiophiler Switch (siehe Kategorie “Audiophile Switches“)
Audiophiles LAN-Kabel (wir empfehlen Furutech LAN8 NCF)
Streaming-Komponente (wir empfehlen PrimeCore Audio®)
Weitere Netzwerktrenner (vom Switch zu den einzelnen Geräten) kann die Wirkung deutlich verstärken, wenn der “Störer” ebenfalls am Switch angeschlossen ist.
Zum Produktbericht hier klicken. [...]
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Keces P14 – High-End-Linear-Netzteil für bis zu 4 Geräte30. Juli 2023Keces P14 – High-End-Linear-Netzteil für bis zu 4 Geräte
Das ultimative Linear-Netzteil für den anspruchsvollen Musikliebhaber.
Mit dem neuen P14 betreiben Sie bis zu 4 DC-Geräte.
Das spart: 3 Netzteile, 3 Stromkabel und 3 Steckdosen!
Zone I: 5V/7V/9V/12V, 4A
Zone II: 12V/15V/19V/24V, 6A
Zone III: 5V/9V, 2A
Zone IV: USB 5V, 2A
High Quality Toroidal Transformer provide pure power.
Separate ground for each output rail.
Ultra low ripple noise.
No humming or buzz noise for 50Hz and peak load.
Newly designed the Circuit that do not use any ICs. It is truly Analog design.
Quantum Resonance technology „that provides a subtle field that makes all electromechanical components resonate in unison to improve coherence and timing.“
There are 6 zone and each zone are separated.
USB Isolator for audiophile grade systems.
New in-house Audio Grade foot cone.
Ripple Noise <100uV bei Volllast <10uV at 60% Last
Gehäuse Vollaluminium – Abmessungen (BxTxH) 300 x 279 x 66 mm [...]
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Keces S3 Kopfhörerverstärker29. Juli 2023Keces S3 Kopfhörerverstärker
Zum Bericht bei sempre-audio.at
[...]
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ADOT Transceiver (SFP)22. April 2023ADOT Transceiver (SFP)
ADOT Transceiver (SFP)
Zusatz- oder Ersatz-Transceiver.
Achten Sie darauf, den/die richtigen Transceiver zu bestellen. Für Multimode-Kabel benötigen Sie die Multimode-Transceiver und für Singlemode-Kabel dementsprechend auch die Singlemode-Transceiver
Bei einem Upgrade von einem Multimode- auf Singlemode-Kabel sind also zwingend auch die passenden Single-Mode-Transceiver mitzubestellen.
Angebot – Upgrade-Kit
Das Singlemode-Upgrade-Kit besteht aus 2x Singlemode-Transceiver und 1x 1,5m Singlemode-Glasfaser.
Zur Anleitung “So kauft man das ADOT Glasfasersystem” hier klicken. [...]
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ADOT SingleMode Glasfaserkabel21. April 2023ADOT SingleMode Glasfaserkabel
ADOT SingleMode Glasfaserkabel
Die Multimode-Technologie arbeitet mit breitbandigerem Licht und einer relativ dicken Glasfaserseele (50 Mikrometer) und kann somit meist nur auf kürzeren Entfernungen (Reichweite von ca. 500 – 550 Metern/10 Gigabit) ideal eingesetzt werden.
Zur Anleitung “So kauft man das ADOT Glasfasersystem” hier klicken.
Die Technologie ist bei Singlemode jedoch in viel engere Toleranzen und somit bessere Qualitätsstufen unterteilt, welche zu einem Gewinn an Perfomance (Netzwerk und Klang) beitragen.
Hier ist die Glasfaserseele deutlich dünner (nur 9 Mikrometer) und besitzt nur einen einzigen Lichtmodus, wodurch es zu weniger Interferenzen kommt. Das Kabel kann somit auch für deutlich längere Übertragungswege eingesetzt werden.
Die Signalabschwächung tritt signifikant später ein: bei Singlemode Glasfaser kann eine Bandbreite von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde ca. 200 Kilometer lang übertragen wer-den. Die bessere Lichtübertragung am Ende des Kabels zum SFP ist hierbei maßgeblich.
Jedem ADOT Kit ist standardmäßig das Multimode-Set (orange) beigelegt, das neue Singlemode-Set (gelb, bzw. grau bei ADOT) ist ein reines Upgrade-Kit und nur separat erhältlich.
Das Upgrade-Kit besteht aus: 2 x SFP (Singlemode), 1 x 1,5 Meter LWL OS (gelb / grau).
Der UVP liegt bei 299,00 Euro. [...]
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Adot Multimode Glasfaserkabel21. April 2023Adot Multimode Glasfaserkabel
Adot Multimode Glasfaserkabel
Das ADOT Multimode Glasfaser-Kabel hebt sich von IT-Standard-Kabeln klanglich deutlich ab und weiß sich zum Teil sogar gegen viele teurere Singlemode-Kabel zu behaupten.
Fachleute wissen, dass es bei der Glasfaser vor allem um die “Schnittstellen” geht. Sie entscheiden über die Qualität der Datenübertragung und damit auch über die Qualität der klanglichen Ergebnisse.
Preislich ist das ADOT Multimode-Glasfaserkabel kaum zu schlagen.
Wer jedoch über eine sehr teure und edle Konstellation verfügt, sollte sich vielleicht auch mal das ADOT-Singlemode-Glasfaser näher anschauen.
Zur Anleitung “So kauft man das ADOT Glasfasersystem” hier klicken.
[...]
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Ideon 3R Master Time Black Star – Reclocker6. März 2023Ideon 3R Master Time Black Star – Reclocker
Ideon 3R Master Time Black Star – Reclocker
3R: 1) Neugenerierung, 2) erneute Taktung, 3) erneute Ansteuerung des USB-Quellsignals
Von den Super-Hi-End-Systemen dieser Welt bis hin zur bescheidensten Laptop-basierten Wiedergabe verbessert ein Ideon Audio 3R, der zwischen Quelle und Digital-Analog-Wandler platziert wird, ausnahmslos, konstant und dramatisch das Klangergebnis!
Lesen Sie meinen Bericht zu diesem Produkt
TECHNICAL SPECIFICATIONS
USB
type 2.0 hi speed: 480Mb/sec
PCM, DSD
Full Compatibility
OPERATING SYSTEM SEAMLESS OPERATION
With USB Stack Support (no special drivers required)
USB POWER RAIL
Switchable 5V on/off
Four Asynchronous Endpoint Buffers
POWER SUPPLY
Triple ultra-low noise linear power supply
OUTPUT POWER
600ma ultra low noise 5 volt USB
APPLICATION
Computer audio systems / DAC / ADC [...]
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Furutech DAS 4.1 – NF-Kabel, Meterware3. März 2023Furutech DAS 4.1 – NF-Kabel, Meterware
Furutech DAS 4.1 – NF-Kabel, Meterware/Preis gilt für 10 cm!
Mit dem DAS 4.1 erweitert Furutech die 4.1-Serie nun um ein herausragend gut klingendes NF-Kabel.
Wie schon das DPS 4.1-Stromkabel und das DSS 4.1-Lautsprecherkabel setzt Furutech auch beim DAS 4.1 auf das für Mitsubishi neu entwickelte Material DUCC.
Sonderpreis: Die von Ihnen eingetragene Menge gilt für 10cm!
Lesen Sie meinen Bericht über das DPS 4.1.
Tipp:
Bestellen Sie die klanglich adäquaten Stecker mit NCF als Konfektionierungs-Set gleich mit dazu.
Tipps zur Konfektionierung erhalten Sie auch auf Youtube. [...]
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Ideon Ayazi MK 211. Februar 2023Ideon Ayazi MK 2
Ideon Ayazi MK 2
Außergewöhnlich gut klingender Digital-Analog-Wandler aus Griechenland zu einem erstaunlich günstigen Preis.
Rabattierfähiges Ausstellungsgerät in silber vorhanden. Bitte nachfragen.
Lesen Sie unseren Produktbericht.
Technische Daten:
DIGITAL INPUTS
USB type 2 and above, SPDI/F
OUTPUT FULL SCALE
2.0V RMS
FREQUENCY RESPONSE
10Hz-25kHz (+/- 0.5dB)
SNR (DC to 20kHz)
>112dB
CROSSTALK
-110dB
SNR (A WEIGHTED 20HZ-20KHZ)
>130dB on all outputs
THD+N (1kHz FS 96 kS/s)
<0.002%E
USB INPUT
Transfer mode: Asynchronous (dual clock) Device class: Type 2 or above Bit depth: 32 bit Sampling rates: 44.1, 48, 88.2, 96, 176.4, 192, 352.8, 384 kHz
DIMENSIONS (W X H X D)
29cm X 17cm X 8cm
SPDIF / COAXIAL INPUT
Bit depth: 24 bit Sampling rates: 44.1, 48, 96, 192 kHz
CONTROLS
On/off switch, led indicator USB / SPDI/F input, sync led indicator
POWER REQUIREMENTS
230 / 110 V AC, 1A, 20W max
OPERATING TEMPERATURE
0-35˚ C
RELATIVE HUMIDITY
5-95% non-condensing
OUTPUT
Stereo unbalanced impedance: 250 Ω [...]
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Furutech eTP-609 (R) NCF13. Dezember 2022Furutech eTP-609 (R) NCF
Furutech eTP-609 (R) NCF
Manchmal versucht man als Händler vergebens, seinen Kunden ein Produkt “schmackhaft” zu machen. Was man auch sagt, was man auch schreibt – irgendwie trifft man einfach nicht den Nerv der Kunden.
Und dann wiederum gibt es Produkte wie die Verteilerleiste eTP-609, die man überhaupt nicht in seinem Online-Shop gelistet hat. Weil man geglaubt hat, man könnte auf Grund des hohen Preises nicht genug Kunden dafür gewinnen.
Und dann muss man sich immer und immer wieder am Telefon die Frage stellen lassen, wieso man denn diese tolle Verteilerleiste nicht anbietet.
Also hier jetzt auch online in meinem Portfolio:
Die Furutech eTP-609 Rhodium NCF
Sozusagen das Spitzenmodell,
solange man nicht auf die großen aktiven Modelle von Furutech aufsteigen will.
Die eTP-609 ist schwer und wuchtig.
Sie wird ohne (!) Stromkabel geliefert.
Sie macht nichts anders als andere Verteilerleisten.
Der einzige Unterschied:
Sie erzeugt einen Klangzugewinn, den man bei einer Verteilerleiste niemals für möglich halten würde.
Schließlich ist sie ja nur eine “einfache Verteilerleiste”!
Ohne Filter, die die Störungen aus dem Netz (und ein paar wichtige Obertöne) vernichten.
Ohne Stabilisierung, die bei zu zaghaftem Vorgehen sowieso nicht funktionieren kann.
Einfach eine Leiste ohne Gedöns.
Aber mit einem unglaublich guten Klangergebnis.
[...]
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Furutech E-Tp60 (R) Ncf inkl. NCF-Powercord13. Dezember 2022Furutech E-Tp60 (R) Ncf inkl. NCF-Powercord
NEU – NEU – NEU
Ab sofort im preislich unschlagbaren Komplett-Set erhältlich:
1x Furutech eTP-60 Rhodium – NCF
1x 1,8m Furutech FP-TCS31
1x Furutech FI-E38 Rhodium – NCF
1x Furutech FI-C15 Rhodium – NCF
Selbstverständlich fix und fertig konfektioniert!
Damit ist sie nun die mit Abstand günstigste Verteilerleiste mit rhodinierten Kontakten und NCF – nicht nur in der Leiste, sondern auch beim Kabel und bei den Steckern.
Kann ich einfach meine bisherige Verteilerleiste gegen die neue Furutech e-Tp60 R-NCF austauschen?
Natürlich – aber wenn Sie die klanglichen Vorzüge der rhodinierten Kontakte wirklich wahrnehmen wollen, sollten Sie auch die Wandsteckdose gegen eine rhodinierte Version austauschen!
Zum Beispiel gegen diese hier! [...]
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SupraCable LoRad SPC 3 x 2.513. Dezember 2022SupraCable LoRad SPC 3 x 2.5
SupraCable LoRad SPC 3 x 2.5
Sie glauben noch nicht so richtig daran, dass ein Stromkabel den Klang Ihrer HiFi-Anlage verbessern kann?
So um die 150,- € wären Sie aber bereit, in einen Test zu investieren?
Sie stehen aber gerade vor einem schier unüberschaubar großen Angebot und jeder behauptet, das beste Stromkabel zu haben?
Dann ist es jetzt ganz einfach, den nächsten Schritt zu tun.
Bestellen Sie sich ein SupraCable LoRad SPC 3x 2,5 und entdecken Sie, wie viel mehr Musik aus Ihren HiFi-Komponenten kommen kann.
Das Besondere an diesem Kabel ist:
Es “macht keinen Sound”, sondern verbessert einfach die Klangqualität. Mehr Details, mehr Raum, mehr Dreidimensionalität, mehr Körper, mehr Volumen …
Und machen Sie sich darauf gefasst, deutlich mehr Geld ausgeben zu müssen, wenn Sie irgendwann das SupraCable einmal gegen ein noch besseres austauschen wollen. [...]
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Silent Angel Bonn NX4. Dezember 2022Silent Angel Bonn NX
Silent Angel Bonn NX
Silent Angel hat das Ziel bei der Entwicklung des Bonn NX eindeutig definiert:
Er sollte der beste Switch werden, den man zurzeit kaufen kann.
Ob Silent Angel das gelungen ist, lesen Sie in folgendem Bericht:
Zum Silent Angel Bonn NX Bericht. [...]
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Silent Angel Forester F2 Linear-Netzteil8. Oktober 2022Silent Angel Forester F2 Linear-Netzteil
Silent Angel Forester F2 Linear-Netzteil
Audiophiles Netzteil zur Versorgung von 4 Abnehmern (Switches …)
Aktion: Inklusive 1x BASTEI-DC-Kabel 20cm nach Wahl: B05V020RR 5,5×2,1mm Kupfer oder B05V020SS 5,5×2,1mm Silber
TECHNISCHE DATEN
Beschreibung
Netzteil für Bonn N8, Munich M1, Bremen B1, Rhein Z1, Expander E1
Stromversorgung
IEC (AC) 115-230V oder 120-240V, 1.5A max.
Ausgabe
(DC) 12V/3A plug x 1, 5.5 x 2.5 mm
(DC) 12V/1A plug x 1, 5.5 x 2.5 mm
(DC) 5V/2A plug x 1, 5.5 x 2.1 mm
(DC) 5V/1A plug x 1, 5.5 x 2.1 mm
USB-Anschlüsse
Stromverbauch
100W max.
LED-Anzeigen
Output Status x 4
Output Übertemperatur x 2
Temperatur
Betrieb: 0 ~ 35 °C
Lagerung: -20 ~ 70 °C
Luftfeuchtigkeit
Betrieb: 10% ~ 90% RH (nicht kondensierend)
Lagerung: 5% ~ 95% RH (nicht kondensierend)
Abmessungen
200 mm (B) x 111 mm (H) x 200 mm (T)
Gewicht
4,2 kg [...]
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Keces P-6 Dual Dc Netzteil10. August 2022KECES P-6 Dual DC Netzteil
KECES P-6 Dual DC Netzteil
KECES P-6 Dual DC Netzteil
Aluminiumgehäuse, 2 x 3 A Ausgangsspannung
Ausgang 1 = 5V/7V/9V/12V – umschaltbar
Ausgang 2 = 12V/15V/19V/24V – umschaltbar [...]
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MUTEC REF10 SE120 Master-Clock23. Juli 2022MUTEC REF10 SE120 Master-Clock
Professionelle Master-Clock mit 6x 75 Ohm und 2x 50 Ohm-Anschlüssen.
Die Referenz unter den Referenz-Taktgebern
Zu meinem Bericht über die MUTEC-Komponenten bitte hier klicken.
Zu den Informationen von MUTEC bitte hier klicken.
Zur Produktbeschreibung bitte hier klicken.
Zu den technischen Daten bitte hier klicken. [...]
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MUTEC MC3+USB Re-Clocker23. Juli 2022MUTEC MC3+USB Re-Clocker
Professioneller Re-Clocker der Sonderklasse.
Bekämpft Jitter und andere digitale Störungen mit erstaunlichen klanglichen und messtechnischen Ergebnissen.
Zu meinem Bericht über die MUTEC-Komponenten bitte hier klicken.
Zur Produktvorstellung von MUTEC bitte hier klicken.
Zur Produktbeschreibung bitte hier klicken.
Zu den technischen Daten bitte hier klicken.
Lieferumfang bei Audiosaul:
1x MUTEC MC3+USB
1x Zusatz-Bedienungsanleitung für Einsteiger [...]
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Sotm Snh-10G Switch, 12V20. März 2022SotM sNH-10G Switch, 12V
SotM – das steht für “Soul of the music” und wer diesen Switch in sein Heimnetz einbindet, der wird dem Hersteller wohl bestätigen können, dass er sein klangliches Ziel mit dem sNH-10G erreicht hat.
* Ab Lager lieferbar !!!
* 12V-Versionen werden ohne Netzteil geliefert!
Für Highend Audio-Netzwerke
Speziell entwickelter Noise-Filter
Unterstützt 10Mbit, 100Mbit, 1Gbit
8 x RJ-45 Anschlüsse
2 x SFP Anschlüsse (für LWL-Strecken über Transceiver)
Deaktivierbare LED-Statuslampen
Wir bieten Ihnen den SotM SNH-10G in drei Versionen an:
Version A) Als Switch mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis:
inklusive 2x SFP für LWL-Anschluss, wodurch Sie keinen Medienkonverter benötigen!!
Dieser Switch ist die richtige Wahl, wenn Sie einen Switch mit SFP-Eingang unter 1.000,- € suchen.
Version B) Mit 2x SFP für LWL und der besten internen Clock, die SotM intern zu bieten hat! (sCLK-EX High-End-Clock)
Dieser Switch ist die richtige Wahl, wenn Sie auf der Suche nach dem besten SotM-Switch sind und nicht planen, den Switch an eine externe Masterclock anzuschließen.
Version C) Mit 2x SFP für LWL, der besten internen Clock, die SotM intern zu bieten hat (sCLK-EX High-End-Clock) plus Anschluss für eine externe Masterclock. 10MHz Masterclock Eingang (75 Ohm)
sNH-10G
Es gibt nur wenige Erfahrungen, die so reichhaltig und schön sind wie das Hören von Musik mit einem hochwertigen Audiosystem. Wenn der Klang des Systems gut genug ist, wird es eine sehr angenehme Zeit sein, die man genießen kann. Um den Augenblick zu genießen, investieren viele Audiophile viel Zeit und Geld in ihre eigenen Systeme. Und sie verstehen, dass es eine lange Reise sein kann, die nur mit einer Leidenschaft für Audio möglich ist.
SOtM hat sich lange gefragt, warum viele Besitzer von High-End-Systemen nicht mit dem Klang ihrer Anlage zufrieden sind. Insbesondere bei einem netzwerkgebundenen Audiosystem werden Sie aus eigener Erfahrung wissen, dass es nicht sehr einfach ist, all die Schwankungen der Netzwerkumgebung zu überwinden und zu beseitigen. Dies ist auch bei einem Ultra-High-End-System der Fall, hauptsächlich aufgrund der bisher fehlenden technologischen Entwicklung. Insbesondere die physikalische Netzwerkübertragungstechnologie ist der Schlüsselpunkt, der bei diesem Thema zu berücksichtigen ist.
Kaum eine herkömmliche Netzwerkverbindung verwendet spezielle Techniken, die für die Audioübertragung entwickelt wurden, obwohl es eine Vielzahl von digitalen High-End-Audiogeräten gibt. Somit werden die netzwerkgebundenen Wiedergabeketten oft eingeschränkt, was aber bei High-End-Audiogeräten nicht auftreten sollte.
SOtM hat den sNH-10G entwickelt, um eine solch geringe Performance in einer Netzwerkumgebung zu überwinden, und er ist endlich in der Lage, Ihnen eine hochwertige und klanglich Ihrer Anlage entsprechende Lösung in Ihrem Netzwerk-Audiosystem zu bieten.
Die Ein- und Ausgangsanschlüsse bestehen aus acht LAN-Ports und zwei SFP-Ports. Obendrein besteht auch die Möglichkeit, den sCLK-EX und den 10-MHz-Master-Clock-Eingangsanschluss zu installieren, um die Klangqualität weiter zu maximieren. Mit diesen Optionen kann Ihr Netzwerk-Audiosystem mit realistischeren Texturen, einer breiteren Klangbühne und einer explosiven Dynamik arbeiten, ohne dass die Details des gesamten Bereichs verloren gehen.
Darüber hinaus repräsentiert sich das wunderschön gestaltete Design in einem luxuriösen Aluminiumgehäuse. Es zeigt den Unterschied zu herkömmlichen Netzwerkprodukten in allen Aspekten.
Unabhängig davon, welches High-End-Audiosystem Sie derzeit haben: Erleben Sie das sNH-10G, um zu sehen, wie der ultimative Klang in Ihrem Netzwerksystem sein sollte. [...]
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Progressive Audio PSU 1 mit 19V/6A Special Edition7. März 2022Progressive Audio PSU 1 mit 19V/6A Special Edition
Ab sofort wieder auf Lager und sofort versandbereit!
Das technische Ziel bei der Entwicklung dieses Netzteils war, einen genau so reinen und sauberen Strom zu liefern, wie wir ihn sonst nur bei einem Akku messen können. Allerdings ohne dass er (wie bei einem Akku leider üblich) nach jedem stärkeren Impuls kurz in sich zusammenbricht.
Tatsächlich sollte die ausgegebene Spannung des Progressive Audio PSU 1 exakt so stabil bleiben, wie wir es sonst nur von kräftigen Schaltnetzteilen kennen.
Wie viel in diesem Gehäuse jetzt zu der Bezeichnung “Linear-Netzteil” passt und wie viel eher der Kategorie “Schaltnetzteile” zugeordnet werden muss, will der Entwickler Ralf Koenen uns nicht so recht verraten.
Statt auf einen “dicken, schweren” Trafo setzt Ralf Koenen jedenfalls lieber auf Know-How.
Am Ende zählt wie so oft eben nur das Klangergebnis und das ist hier auf allerhöchstem Niveau.
Zur Lieferbarkeit:
Die hier angebotene Version wurde speziell auf die Nutzung an einem PrimeCore Audio®-Server entwickelt.
Seine Daten: 19V bei 6A, Plus innen.
Lieferumfang:
Audiophiles Netzteil Progressive Audio PSU Special Edition
Hochwertiges DC-Kabel mit 2,5mm Hohlstecker auf der Empfängerseite
Es wird kein (!) Stromkabel mitgeliefert. (Schuko auf Kaltgerätestecker)
optional kann ein SupraCable SPC in 1m für 129,- € (statt 169,- €) mitbestellt werden
Die Netzteile sind ausschließlich in schwarz erhältlich.
Daten:
Breite: 10,5 cm
Höhe: 5,5 cm
Tiefe: 23 cm (Kaltgerätestecker bedenken!)
Gewicht: 1 kg [...]
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Audiosaul Spezial 01/2022 Broschüre Hra-Streaming29. Dezember 2021Audiosaul Spezial 01/2022
Broschüre “HRA-Streaming”
(Der angegebene Kaufpreis ist eine Schutzgebühr)
Auf 36 Seiten verschaffe ich Ihnen einen Überblick über das Theme Streaming und darüber, was High-Resolution-Audio-Streaming so besonders macht.
Hinweis:
Diese Broschüre ist für den Endverbraucher kostenfrei und kann (in limitierter Stückzahl) unentgeltlich bei einem Besuch in unserem Studio mitgenommen werden.
Bei Versand innerhalb Deutschlands entstehen keine Versandkosten! Bei internationalem Versand liegen die Versandkosten bei 3,70 €)
Interessierte Gewerbetreibende, Vereine oder Schulen, die an größeren Stückzahlen interessiert sind, werden gebeten, sich mit uns telefonisch oder per E-Mail in Verbindung zu setzen.
Blick ins Heft:
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Progressive Audio Dac Reference MK III9. Dezember 2021Progressive Audio DAC Reference MK III
Progressive Audio DAC Reference MK III
NEUE AUSFÜHRUNG !!!!! Stand: August 2024
Besonderheiten:
* INTERNE FEMTO-MASTERCLOCK
* AKTIVER USB-TRENNER
* VERBESSERTE SYMMETRIERUNG DER ANALOGEN AUSGANGSSTUFE
Kann auf Grund seines integrierten Strom-Vorverstärkers (Standard ist Spannungsverstärker) und seiner regelbaren Ausgangslautstärke sowohl an Endverstärker als auch direkt an Aktiv-Lautsprecher angeschlossen werden.
Vorführbereit in unserem Studio!
Lesen Sie den Bericht zum Progressive Audio DAC 992
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Adot Audiophile Optische Netzwerksysteme18. November 2021ADOT audiophile optische Netzwerksysteme
Machen Sie den nächsten Schritt in die Zukunft der Netzwerkverbindungen und ersetzen Sie Ihre LAN-Kabel durch ein System mit Glasfaserkabeln.
Warum das nicht nur wegen der galvanischen Trennung sinnvoll sein kann, lesen Sie in meinem Bericht.
Zur Anleitung “So kauft man das ADOT Glasfasersystem” hier klicken.
Hilfe zur Auswahl des passenden Kits:
Komponenten, die bereits über eine SFP-Buchse (Small Form Factor Pluggable) verfügen wie hier der S100-Switch von Melco …
… benötigen zum Anschluss des ADOT-LWL-Kabels nur noch einen Transceiver, wie auf dem nachfolgenden Bild zu sehen. (2 Transceiver sind in jedem Grundkit enthalten!)
Ist nur eine LAN-Buchse (RJ45) und kein SFP vorhanden, benötigen Sie einen Medien-Konverter wie z.B. den ADOT MC01.
Verfügen beide zu verbindenden Geräte über keine SFP-Buchse, benötigen Sie auf beiden Seiten einen Medien-Konverter wie z.B. den ADOT MC01.
Es ergibt sich dann eine Kette aus:
* kurzem LAN-Kabel
* Medienkonverter MC01
* Transceiver
* LWL-Kabel in der benötigten Länge
* Transceiver
* Medienkonverter MC01
* und zweitem kurzen LAN-Kabel
Dieser Aufbau erscheint uns vielleicht übertrieben. Er lohnt sich aber klanglich allemal.
ADOT bietet folgende drei Grund-Kits-an:
Kit “Good”: 1x MC01, 2x Transceiver, 1,5m Multimode LWL, 1x Schaltnetzteil
Kit “Better”: 1x MC01, 2x Transceiver, 1,5m Multimode LWL, 1x Linearnetzteil
Kit “Best”: 1x MC01, 2x Transceiver, 1,5m Multimode LWL, 1x BOTW-Sbooster audiophiles Netzteil
Kit “Dual”: 2x MC01, 2x Transceiver, 1,5m Multimode LWL, 1x Linear-Netzteil “Better”, 1x Y-Kabel
Zubehör-KIT: 1x Medienkonverter, 1x Y-Strom-Kabel, 1x LAN-Kabel
(also ohne Transceiver und ohne Netzteil)
Jetzt neu und ab sofort lieferbar:
Multi-Mode- und Single-Mode LWL-Kabel
mit passenden Transceivern
Folgen Sie diesem Link zu den Transceivern und dem Upgrade-Kit
Folgen Sie diesem Link zu den Multimode-Kabeln
Folgen Sie diesem Link zu den Singlemode-Kabeln
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Keces P28 Linearnetzteil Mit 6 Ausgängen!15. November 2021Keces P28 Flaggschiff-Linear-Netzteil mit 6 Ausgängen.
Keces P28 Flaggschiff-Linear-Netzteil mit 6 Ausgängen.
Ab sofort lieferbar! Lesen Sie einen ausführlichen Bericht über dieses Netzteil unter dem Link: Keces P28
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Keces Premium Dc Kabel Robert Ross2. April 2021Keces Premium DC Kabel Robert Ross
Keces Premium DC Kabel Robert Ross
Die bisherige Schwachstelle aller Keces-Linear-Netzteile wurde nun durch das Premium-DC-Kabel endlich beseitigt. Hochwertige 1,5mm Kabel an goldenen Hohlsteckern versprechen eine deutliche Klangsteigerung.
Zu haben ist das Kabel sowohl mit 2,1mm als auch mit 2,5mm Hohlsteckern auf der Empfängerseite. Der Stecker auf der Netzteilseite hat immer einen Durchmesser von 2,5mm. Längen zwischen 1m und 3m sind in 50cm-Schritten bestellbar. Das Preis-Gegenwert-Verhältnis ist wohl als erstaunlich anzusehen. Wir haben sofort alle Kabel an unseren Keces-Netzteilen (und auch an anderen) ausgetauscht. 🙂
ACHTUNG!
Jetzt auch in der Länge 1,5m mit einseitig USB-Stecker erhältlich!
Zum Beispiel, um zusätzlich zu den Hohlsteckerbuchsen, auch einen Bonn N8 über USB mit 5V zu versorgen.
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Silent Angel Forester F1 Linear-Netzteil6. März 2021Silent Angel Forester F1 Linear-Netzteil
Silent Angel Forester F1 Linear-Netzteil
Audiophiles Netzteil zur Versorgung von 2 Anbehmern (Switches …)
Aktion: Inklusive 1x BASTEI-DC-Kabel 20cm nach Wahl: B05V020RR 5,5×2,1mm Kupfer oder B05V020SS 5,5×2,1mm Silber
• Abmessungen: 155 mm (B) x 115 mm (T) x 58 mm (H)
• Gerätegewicht: 1,3 kg
• Eingang: 230VAC;50/60Hz
• Ausgabe: Zweifach 5V@2A
• Ausgangsanschlüsse: DC-PLUG 2x [...]
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Silent Angel Bonn N86. März 2021Silent Angel Bonn N8
Silent Angel Bonn N8
Audiophiler Switch zur Verbesserung der Musikwiedergabe für Streaming-Geräte aller Art
Lesen Sie einen Vergleichsbericht über audiophile Switches: Hier klicken [...]
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Furutech Ft-Sws R Ncf Wand-Einbau-Steckdose8. Februar 2021Furutech FT-SWS R NCF Wand-Einbau-Steckdose
Eine Steckdose, die nicht Ihr Leben verändern wird – aber den Klang Ihrer HiFi-Anlage.
Und das wiederum – das kann Ihr Leben verändern!
Wer wie ich schon ein paar mal in seinem Leben renoviert hat, der kommt sich schon etwas komisch vor, wenn er zum ersten mal so eine Schukosteckdose von Furutech in der Hand hält.
In den 70-er Jahren wurden diese “ollen Steckdosen”, bei denen einem abends der Arm und die Schulter schmerzten, weil man den ganzen Tag Schrauben fest anziehen musste, gegen die hochmodernen Steckdosen mit Klemm-Kontakten ausgewechselt. Das war eine Wohltat und man schaffte fast die zehnfache Menge an Steckdosen!
Doch irgendwie waren die auch wieder “blöd” zu handhaben. Musste man die Dose etwas drehen, um sie einbauen zu können, rutschten manche Kabel einfach wieder heraus. Schraubte man die Dosen etwas zu fest in die Wand, brachen die Rahmen oder die Klemmen bogen sich einfach krumm.
Naja – dafür waren sie wirklich billig.
Bis auf die Abdeckungen. Wollte man sich da ein wenig von den Baumarktkäufern unterscheiden, war man locker mal 10,- bis 20,- Euro nur für die Abdeckung los.
Und so war es nicht nur – so ist es auch heute noch.
Und jetzt hat man sich für 218,- Euro eine HiFi-Steckdose gekauft – und muss wieder schrauben!
Ist doch “Banane” – oder?
Aber – jeder, der sich beim Lesen der letzten Zeilen selbst wiedererkannt hat, dem rate ich, so eine Steckdose von Furutech einmal in die Hand zu nehmen.
Wetten, dass Sie “pooh” – “wow” oder irgendetwas anderes aus der Comicsprache von sich geben werden!? Das bleibt einfach nicht aus. Alleine das Gewicht ist bereits beeindruckend. Hinzu kommt diese Stabilität, die man schon spürt, bevor man einen Schraubenzieher in der Hand hält. Dicke Kabel von 2,5 qmm schiebt man einfach so in die Klemmen und schraubt sie fest. Da rutscht nie wieder etwas heraus!
Schraubt man eine Furutech FT SWS NCF in die Wand, ist man sich sicher: Da brechen eher die Steine rechts und links weg, als dass diese Steckdose oder ihre Klemmen nachgeben würden.
Die Abdeckung aus Carbon ist das Tüpfelchen auf dem i – nicht mehr aber auch nicht weniger.
Beim Einstecken eines Schukosteckers spürt man, wie hier zwischen Stecker und Dose ein Kontakt zustande kommt – fast so, als würden sie einrasten.
Und das “Sahnehäubchen” kommt dann, wenn man danach zum ersten mal seine (alte) HiFi-Anlage hört und glaubt, man hätte eine neue. Zumindest aber glaubt man, man hätte sie durch eine Reinigung wieder so hinbekommen, wie sie “früher einmal” geklungen hat, als sie noch “jung und frisch” war.
Ist es nicht völlig verrückt, für eine Wandsteckdose so viel Geld zu bezahlen?
Unsere Antwort:
Ist es nicht viel verrückter, für eine HiFi-Anlage viel Geld zu bezahlen aber dann bei der Steckdose zu sparen?
Aber verrückt hin – verrückt her – wer es nicht ausprobiert, der kann sich keine Meinung bilden. Und was sind wir Menschen, wenn wir keine Meinung haben?
Ich kann Sie nur auffordern, sich diese Wandsteckdose zu bestellen und sie auszuprobieren.
Was kann passieren?
Dass Sie keinen Unterschied hören? Dass die Qualität Sie nicht überzeugt?
Na und? Was ist schlimm daran?
Schrauben Sie sie einfach wieder heraus, packen Sie sie ein und schicken Sie uns die Steckdose wieder zurück. Wir fragen nicht nach, wieso Sie das getan haben. Wir zahlen Ihnen Ihr Geld zurück und gut ist.
Und wir wissen, dass die Steckdose schon einmal eingebaut gewesen ist. Wie sonst hätten Sie sie ausprobieren sollen? Das ist o.k.!
Solange Sie uns nicht ihre alte Steckdose zusenden. 🙂
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Usm Haller Lautsprecher – Progressive Audio Edition9. Januar 2021USM Haller Lautsprecher – Progressive Audio Edition
USM Haller Lautsprecher – Progressive Audio Edition
Wenn sich ein etabliertes Möbel mit einem herausragenden Klangbild vereint,
dann entsteht etwas ganz Besonderes.
Die Extreme-Serie der Essener High-End-Schmiede Progressive Audio zeigt mittlerweile weltweit, zu welchem Klangvergnügen ein moderner Lautsprecher führen kann.
Eine zeitrichtige Darstellung, eine holographische dreidimensionale Abbildung, eine erstaunliche Natürlichkeit, eine unglaubliche Losgelöstheit, eine exakte Fokussierbarkeit und eine musikalische Harmonie, die uns dazu bringt, den ganzen Tag Musik hören zu wollen –
… das alles finden wir in der Extreme-Serie vereint. Zu einem unfassbar fairen Preis.
Irgendwie lag es da einfach nahe, sich mit einem Möbel zu vereinen, dass seit Jahrzehnten für Qualität, Design und Funktionalität bekannt ist.
Hier geht es zu einem ausführlichen Bericht: Hier klicken!
Bitte teilen Sie uns die gewünschte Farbe in der Bestellnotiz mit. Vielen Dank!
(Bitte fragen Sie auch nach Sonderfarben)
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Furutech Ncf Clear Line Ac Optimizer18. November 2020Furutech NCF Clear Line AC Optimizer
Furutech NCF Clear Line AC Optimizer
Es mag sein – dass Sie unbedingt einen teuren Netzfilter benötigen, um entspannt Musik hören zu können.
Vielleicht – brauchen Sie aber auch einfach nur den Furutech NCF Clear Line.
Lesen Sie einen Bericht über den Furutech NCF Clear Line hier!
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Botw Sbooster Ultra Upgrade Mk Ii26. November 2019Sbooster Ultra MK II
Sbooster Ultra MK II
Der Sbooster Ultra MK II ist als zusätzliches Upgrade für die BOTW P & P ECO MKI- und MKII-Netzteile konzipiert. Der Sbooster Ultra MKII wird direkt an das Sbooster-Split-Current-Modul des BOTW P & P ECO angeschlossen.
Der Sbooster Ultra wurde für Audiogeräte entwickelt, die auf Restgeräusche reagieren, z. B. D/A-Wandler, Musik-Streamer, Kopfhörer-, Pre- und Phono-Verstärker. Ein Muss für jeden Audiophilen!
Der Sbooster Ultra basiert auf einer aktiven Filtertechnik. Die Elektronik des Sbooster Ultra benötigt zum Betrieb Strom, daher muss die BOTW P & P ECO-Stromversorgung auf eine höhere Ausgangsgleichspannung eingestellt werden. [...]
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Botw Sbooster – Audiophiles Netzteil26. November 2019Audiophiles Netzteil BOTW (Best of two worlds) SBOOSTER MK 2
Audiophiles Netzteil BOTW (Best of two worlds) SBOOSTER MK2
Link zu weiteren Produktinformationen
Link zu AUDIOSAUL-Berichten über audiophile Netzteile (Hörbericht)
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Furutech Dps 4.1 D.u.c.c. Stromkabel Rollenware /10Cm11. September 2019Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC Stromkabel – Meterware.
Das derzeit wohl klangstärkste Stromkabel unter 5.000,- €/m
Preis gilt pro 10 Zentimeter (Meterpreis = 550,- €)
Bei gewünschtem einem Meter geben Sie bitte als Menge 10 ein usw.
ACHTUNG!
Es werden gerade weltweit rollenweise Fälschungen angeboten!
Zu erkennen am Absender: “Ana Cargo”. Wenn sie zerschnitten stückweise angeboten werden, ist das so nicht mehr zu kontrollieren. Kaufen Sie nur beim Händler Ihres Vertrauens!
Hier jetzt zum Selberkonfektionieren.
Tipp:
Um die Qualitäten dieses Kabels voll auszuschöpfen, konfektionieren Sie es bitte ausschließlich mit den Furutech NCF-Steckern!
Und bei der Konfektionierung auf keinen Fall die 209-er Kabelschuhe vergessen!!
Lesen Sie mehr über dieses Kabel in unserem Bericht:
Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC Stromkabel [...]
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Furutech Fi-E50 (R) Ncf Schukostecker11. September 2019Furutech FI-E50 (R) NCF Schukostecker
… der feinste Schukostecker unter dieser Sonne.
ACHTUNG! Derzeit nicht lieferbar!
Lesen Sie mehr zu NCF im Bericht:
Furutech NCF Booster [...]
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Furutech Dps 4.1 Stromkabel Mit Fi-50/Fi-E50 Ncf10. September 2019Furutech DPS 4.1 Stromkabel
Furutech DPS 4.1 Stromkabel
Furutech DPS 4.1 Stromkabel – konfektioniert von Furutech Deutschland mit Furutech FI-50 NCF und FI-E50 NCF unter Verwendung von Furutech Rhodium Spades 209. Auf Wunsch mit schwarzem Gewebeschlauch überzogen.
ACHTUNG!
Die FI-50-Stecker sind derzeit nicht lieferbar, daher können wir Ihnen zurzeit keine konfektionierten Stromkabel anbieten.
Lesen Sie unseren Bericht über dieses klangliche Ausnahmekabel! [...]
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Progressive Audio DAC 992 MK III3. Februar 2019Progressive Audio DAC 992 MK III
Progressive Audio DAC 992 MK III
NEUE AUSFÜHRUNG !!!!! Stand: August 2024
Besonderheiten:
* INTERNE FEMTO-MASTERCLOCK
* AKTIVER USB-TRENNER
* VERBESSERTE SYMMETRIERUNG DER ANALOGEN AUSGANGSSTUFE
Kann auf Grund seines integrierten Strom-Vorverstärkers (Standard ist Spannungsverstärker) und seiner regelbaren Ausgangslautstärke sowohl an Endverstärker als auch direkt an Aktiv-Lautsprecher angeschlossen werden.
Lesen Sie den Bericht zum Progressive Audio DAC 992
[...]
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Furutech Ncf Booster26. März 2018Furutech NCF Booster
Furutech NCF Booster
… gehört an jeden Stromstecker in einer audiophilen Anlage.
Hinweis: Im Bericht Furutech NCF Booster finden Sie einen Rabatt-Code! [...]
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Progressive Audio Pearl19. Februar 2018Progressive Audio Pearl
Außergewöhnlicher Lautsprecher der High-End-Manufaktur aus Essen.
Komplett aus massivem Acryl gefertigt.
Gegen Aufpreis kann die Pearl in vielen Farben geliefert werden. Hierzu setzen Sie sich bitte vor der Bestellung mit uns in Verbindung.
(Technische Daten folgen)
[...]
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Progressive Audio A901 Vollverstärker24. Mai 2016Progressive Audio A901 Vollverstärker
Progressive Audio A901 Vollverstärker
Vorführbereit!!!!
Jetzt mit verbesserter Symmetrier-Ausgangsstufe!
Der A901 hat eine schwere Aufgabe vor sich, soll er doch seinen Vorgänger – den A1 – klanglich noch einmal übertreffen.
Er hat nun ein Schaltnetzteil bekommen und die Eingangsstufen haben sich verändert, was den selbstverständlich weiterhin verwendeten Siliciium-Carbit-Transistoren zugute kommt. Der gesamte innere Aufbau wurde auf eine zügigere Montage und eine bessere Upgrade-Fähigkeit hin optimiert. Die ALU-Frontplatten wurden komplett aus dem Programm gestrichen und durch 20 mm starke “Acryl-Panzer” ersetzt. Konsequent isser ja – der Herr Koenen.
Die Wiedergabe steht einfach fester im Raum und wirkt noch authentischer. Die Ruhe im Klangbild ist so spürbar, dass einzelne Töne wie eine Holographie in einer Dunkelkammer aus dem Nichts heraus entstehen und wieder verschwinden.
Wir sind uns sicher: Wer Musik ohne Sound genießen will – wird um den A901 kaum herumkommen.
AUDIOSAUL liefert Ihnen die komplette Progressive Audio Palette!
Fragen Sie einfach nach. [...]
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Furutech E-Tp60 (R) Ncf24. Oktober 2015Furutech e-TP60 (R) NCF
Ab sofort gibt es nun auch die “kleinere” Furutech-Rhodium-Verteilerleiste in der NCF-Version (Nano-Crystal-Formula).
Damit ist sie nun die mit Abstand günstigste Verteilerleiste mit rhodinierten Kontakten und NCF.
Kann ich einfach meine bisherige Verteilerleiste gegen die neue Furutech e-Tp60 R-NCF austauschen?
Natürlich – aber wenn Sie die klanglichen Vorzüge einer rhodinierten Verteilerleiste im vollen Umfang genießen möchten, sollten Sie auch die Wandsteckdose und das Zuleitungskabel mit rhodinierten Kontakten einsetzen. Hinter der Verteilerleiste dürfen Sie dann auch wieder mit anderen Materialien arbeiten. [...]
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Standfüße Für Progressive Audio Extreme 124. Oktober 2015Standfüße für Progressive Audio Extreme 1
Standfüße 60 cm hoch aus Acryl schwarz oder weiß zum freien Aufstellen der Extreme 1 Lautsprecher. [...]
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Progressive Audio Extreme 122. Oktober 2015Progressive Audio Extreme 1
Herausragender High-End-Lautsprecher in tollem Design.
Mögliche Optionen:
Passiv (Schwarz, Weiß, weitere Farben gegen Aufpreis)
Aktiv (Schwarz, Weiß, weitere Farben gegen Aufpreis)
USM-Haller-Edition passiv (Farben laut USM-Haller-Programm)
USM-Haller Edition aktiv (Farben laut USM-Haller-Programm) [...]
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Progressive Audio Extreme III22. Oktober 2015Progressive Audio Extreme III
Progressive Audio Extreme III
Progressive Audio Extreme III
Herausragender Lautsprecher in tollem Design.
Optionen:
Passiv Weiß (weitere Farben gegen Aufpreis möglich)
Passiv Schwarz
Aktiv Weiß (weitere Farben gegen Aufpreis möglich)
Aktiv Schwarz
USM-Haller Edition Passiv (Farben laut USM-Haller-Programm wählbar)
USM-Haller Edition Aktiv (Farben laut USM-Haller-Programm wählbar)
Supertest jetzt bei Fairaudio! [...]
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4) Aktuelle Handbuch-Artikel
3) Aktuelle Handbuch-Artikel
6. Dezember 2025HiFi-Handbuch / Roon-Spezial / StreamingDas audiophile Heimnetz
Das audiophile Heimnetz
Aktualisiert am 06.12.2025
Im Bericht „Das audiophile Heimnetz“ geht es heute um die Betrachtung unserer heimischen LAN- und WLAN-Netzwerke aus Sicht eines Musikliebhabers und um die Frage, wie wir die darin verborgenen klanglichen “Flaschenhälse” beseitigen können, um endlich in die High-Resolution-Audio-Streaming-Welt eintauchen zu können.
Unter anderem wird es gehen um:
Austausch der TAE-Dose gegen eine RJ45-LAN-Dose
Austausch des TAE-Anschlusskabels zum Router gegen ein LAN-Kabel
Austausch des Netzteils für den Router
LAN-Kabel vs. WLAN vs. PowerLAN
Glasfaser als Inhouse-Verkabelung
Audiophile Switches
Getrennte Netze (VLANs)
Masterclocks
Viel Spaß beim Lesen!
Heimnetze
Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Muttis Einkaufsnetze so ziemlich die einzigen Netze, die wir zuhause verwendet haben.
Heimnetzplanung
Das änderte sich, als das Internet bei uns einzog und immer mehr Geräte in unserem Haushalt daran angeschlossen werden wollten.
Heute tut man bei einem Neubau oder einer Renovierung gut daran, nicht nur an einer (!) passenden Stelle für einen Anschluss an das Internet zu sorgen.
Und vor allem die HiFi-Anlage (!) sollten wir dabei nicht vergessen.Denn die Musik von Morgen – die kommt ganz sicher aus dem Internet.Und für alle die, die es noch nicht wahrhaben wollen:
Die Zukunft ist längst da!
Wer nun allerdings glaubt, er könne Klangrekorde brechen, indem er sich einfach eine Streaming-Komponente kauft und sie mit den vorhandenen Kabeln an den Router anschließt, der irrt sich ganz gewaltig.Auch das Testen eines Streamers/Roon-Core-Servers, ohne sich vorher um das Heimnetz gekümmert zu haben, kann nur in die Hose gehen.
Leute – solch einen Test könnt Ihr Euch wirklich sparen!
Würde sich jemand eine Fotokamera kaufen, den Opjektivdeckel nicht abmachen und dann über die viel zu dunklen Bilder (bei so einer teuren Kamera!) meckern, würde das doch auch niemand auf die Kamera schieben, oder?
Wer zukünftig nicht (!) mehr länger zu denen gehören will, die Streaming für eine klangliche Katastrophe halten und nach wie vor behaupten, CD würde besser klingen, der muss sich nur die Fakten genauer anschauen und kommt dann ganz von alleine darauf, was er zu tun hat.
… das Heimnetz optimieren!
Wer das nicht glaubt und nicht einmal ausprobieren will, der muss eben bei der CD bleiben. So richtig schlecht ist die ja auch nicht.
Wer aber klanglich aufsteigen möchte, der muss sich um sein Heimnetz kümmern. Dabei muss die Optimierung überhaupt keine Unsummen kosten.Schon so ein Klangtipp-LAN-Kabel von FS-COM für etwa 5,- € verbessert die klangliche Situation erheblich.Dass viele unserer Kunden nach dem Test dieses Kabels fast „klang-süchtig“ werden und dann plötzlich bereit sind, noch viel mehr in das Heimnetz zu investieren, das spricht doch für sich, oder?
Wo holt sich so ein Streamer die Musik denn her?
Natürlich von einem Musik-Portal.Und davon haben wir mittlerweile eine ganze Menge.
Viele dieser Portale – wie der Platzhirsch Spotify – liefern die Titel nur im MP3-Format aus (mittlerweile als Spotify Premium auch in CD-Qualität). MP3 ist für unterwegs ideal (verbraucht wenig Datenvolumen) und wer keine tolle HiFi-Anlage besitzt, der kommt mit dieser Qualität sicher auch zuhause zurecht. Sogar ohne optimiertes Heimnetz.
High-Fidelity … ist das aber nicht!
Wer mehr Wert auf die Klangqualität legt, der sollte sich unbedingt mal bei highresaudio.com umsehen.Wer sich neben einer guten Qualität auch eine große Titelauswahl wünscht, der findet sicher mit Qobuz oder Tidal den richtigen Anbieter.
Kommen wir zur Technik.
Unser Hausanschluss
TAE-Dose
Den Zugang zu unserem Haus finden diese Portale natürlich über unseren Telefonanschluss. In der Regel handelt es sich dabei um eine TAE-Dose. TAE steht hier für Telekommunikations-Anschluss-Einheit.
Diese Dose ist an sich ja ganz ok.
Fritzboxkabel
Was uns HiFi-Freaks mehr stört, ist die miese Klangqualität des Kabels das zum Router führt. Leider hat sich noch kein Kabelhersteller erbarmt und uns ein audiophiles TAE-Kabel präsentiert. Dann nämlich könnten wir uns den Umbau sparen.
Aber so schlimm ist das auch wieder nicht, denn auf dem Gebiet der Ethernetkabel sieht das mittlerweile ganz anders aus. Zwischen 5,- € und 5.000,- € pro Meter bietet der Markt hier für jeden Geschmack und Geldbeutel eine ausreichend große Auswahl.
TAE passt nicht für RJ45
Um das TAE-Kabel gegen ein LAN-Kabel tauschen zu können, brauchen wir aber eine andere Anschlussbuchse, denn der RJ45-Stecker passt logischerweise nicht in die TAE-Dose.
Das einfachste wäre hier ein Adapter von TAE auf Ethernet und zum Testen ist das auch wunderbar.
Gefällt uns das Ergebnis, können wir die TAE-Dose später immer noch gegen eine Ethernetdose austauschen.
Die beiden Adern vom Telefonkabel, die stecken wir dann in die Klemmen “4” und “5”.
Ethernetdose einfach verschaltet
Aber testen Sie ruhig mal, welches der beiden Adern in 4 und welches in 5 soll. Hier und da führt der Wechsel zu nicht erklärbaren Klangunterschieden.
Ethernetdose kreuzverschaltet
Tipp (siehe Bild oben):Wenn die Adern lang genug sind, legen Sie sich am besten eine Doppeldose zu. Dann können Sie mit dem ersten Kabel zunächst in die Klemme 4 vom ersten Anschluss gehen und dann weiter zur Klemme 5 von der zweiten Buchse. Mit dem zweiten Kabel verfahren sie andersherum, gehen also erst nach Klemme 5 und in der zweiten Buchse nach Klemme 4.
RJ45-Kabel in der rechten Buchse
So brauchen Sie das LAN-Kabel einfach nur abwechselnd in die eine oder in die andere Buchse zu stecken und können sich die Ergebnisse anhören.Hören Sie keinen Unterschied, ist es auch egal, in welcher Buchse das Kabel stecken bleibt.Dieser Tipp kostet nichts – sorgt aber für Sicherheit.
Das Kabel zum Router
Ist die Dose fertig montiert, können wir endlich ein gutes (!) LAN-Kabel von der Dose zum Router ziehen. Doch wie gut sollte das LAN-Kabel eigentlich sein?
Wir haben hier folgende Empfehlungen:
Furutech LAN 8 NCF plus
Der Router
Fritz!Box
Gerne würde ich Ihnen da jetzt so einen richtig audiophilen, sündhaft teuren Router vorschlagen, der klanglich alles schlägt, was weit und breit als Konkurrenz auftaucht. Aber das könnte ich nicht mit ruhigem Gewissen tun.Deshalb geht mein Tipp ganz einfach heute zu einer aktuellen Fritz!Box.
Und wenn gar keine TAE da ist?
Wer einen Kabelanschluss hat, der hat auch keine TAE-Dose. Bei ihm kommt ein Coax-Kabel am Router an. So ein Coaxkabel ist so etwas wie ein Antennenkabel und auch die gibt es natürlich in einer besseren Ausführung. Aber leider habe ich da keinerlei Erfahrung und kann Ihnen deshalb auch keinen Kabel-Tipp geben.
Ähnliches gilt für diejenigen, die gar keine Kabelverbindung zum Provider haben, sondern den Anschluss über LTE regeln. Wo kein Kabel ist, kann man logischerweise auch nichts tauschen.
Das audiophile Netzteil für den Router
Auch wenn Sie diese Aussage für völligen Quatsch halten – diese Ausgabe lohnt sich doppelt und dreifach!
sbooster
Sollten Sie an dieser Stelle nur den Router mit Strom versorgen müssen, dann reicht ein Sbooster von BOTW. Er ist der günstigste Stromversorger unter den audiophilen. Das Ziel ist, die hausgemachten Probleme durch das mitgelieferte Billig-Schaltnetzteil zu eliminieren und das schafft ein Sbooster wirklich ausgezeichnet.
Keces P6 vorne
Sollten Sie noch ein weiteres Gerät versorgen müssen – zum Beispiel einen Medienkonverter – dann lohnt sich der Griff zum Keces P6. Dieses Teil hat zwei Ausgänge, die dazu noch in recht großen Bereichen anpassbar sind, sodass wir es ziemlich sicher nach einem Komponentenwechsel auch für die neuen Geräte noch gut gebrauchen können.
Und gönnen Sie dem Netzteil ruhig auch ein gutes Stromkabel!Testen Sie einfach mal ein paar Kabel – Sie werden es nicht glauben, was da klanglich passiert.Selbst an dem Netzteil für den Router!
Tipp:Und wenn wir schon dabei sind:Tauschen Sie doch auch mal die Steckdose aus. Aber wählen Sie bitte nicht aus Kostengründen eine von diesen preiswerten, halbherzigen „Schönfärber-Dosen“, die die ganze schöne Dynamik, die die Fritz!Box durch das Netzteil dazu gewonnen hat wieder zunichte machen würden.Greifen Sie zur besten Steckdose auf dem Markt, zur rhodinierten Dose von Furutech – am besten gleich zu der mit NCF!
Wo sollte die Fritz!Box stehen?
So dicht wie möglich bei der Anlage? So weit weg wie möglich?
Nun – in der Regel – werden Sie den Standort wohl weniger nach klanglichen Aspekten festlegen können, sondern Sie werden vermutlich danach handeln, dass die WLAN- und die DECT-Reichweite ausreichen, um Ihr Haus oder Ihre Wohnung optimal versorgen zu können.Das ist auch völlig in Ordnung und stört überhaupt nicht. Im Gegenteil – da so ein Router ein mächtiger Sender ist, kommt es dem Klang eher zugute, wenn er mindestens 3m von der Anlage entfernt steht.Was natürlich auch für einen Repeater gilt!
Glück und Glas, wie leicht …
Was halten Sie eigentlich von einer Glasfaserverbindung?Nein!Ich meine jetzt nicht den Anschluss Ihres Providers, sondern ich rede hier von der Verkabelung zwischen dem Router und der HiFi-Anlage.
ADOT MK Eingänge mit gestecktem Transceiver
ADOT, eine Tochterfirma von Melco bietet uns seit einigen Monaten ein audiophiles System an, was mehr als nur eine Notlösung darstellt. In den meisten Fällen führt dieser Umstieg vom LAN-Kabel auf LWL zu einer weiteren, deutlichen Klangverbesserung.
ADOT Konverter
Da es noch keine Fritz!Box mit LWL-Ausgangsbuchse gibt, setzen wir ein kurzes Ethernetkabel ein, dann folgt der Medienkonverter. Der lange Weg zwischen dem Router und der Anlage, den führen wir dann mit dem Glasfaserkabel aus. Treffen wir dort auf einen Empfänger ohne SFP (Eingang für das Glasfaserkabel), benötigen wir auch hier wieder einen Medienkonverter und ein kurzes LAN-Kabel. Anders sieht das aus, wenn unser Switch bereits selbst über einen Glasfasereingang )SFP) verfügt.
MELCO-S100 SFP
Tipp:Wenn Sie vorhaben sollten, sich auch einen audiophilen Switch zuzulegen, dann denken Sie doch mal über den SotM sNH-10G nach! Er kostet zwar mehr als z.B. ein Bonn N8 von Silent Angel. Wenn Sie aber den Preis für den zweiten Medienkonverter plus den für das LAN-Kabel berücksichtigen, kommen Sie auf den selben Preis. Und ich kann Ihnen versichern, dass die SotM Lösung hierbei die Nase vorn hat. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Switches mit SFP, die aber dann preislich schon in einer ganz anderen Liga spielen.
Noch ein Tipp:
Durch das Angebot „DUAL“ von ADOT sparen Sie zusätzlich! Und wenn Sie sowieso auf Singlemode upgraden wollen, sollten Sie mich unbedingt vorher anrufen: 0208-671424
Der audiophile Switch
Sie werden sich denken können, dass es sich bei der am meisten gestellten Frage um diese hier handelt:
„Wieso sollte ich einen Switch einsetzen, wenn ich nur ein einziges Gerät daran betreiben will?“
Das kommt daher, dass Switches im IT-Bereich vor allem Port-Erweiterungen sind. Wir haben nur vier Buchsen an der Fritzbox, wollen aber acht Geräte anschließen? Also brauchen wir einen Switch, der uns mehr Anschlussmöglichkeiten bietet.
Und diese einfachen Switches von Netgear, D-Link und Co. machen denn auch nichts anderes, als zusätzliche Ports zur Verfügung zu stellen. Technisch gesehen, sind es „dumme“ Verteiler, die alles was ankommt an alle Ausgänge weiterleiten. Mehr können die nicht.
Silent Angel N16 LPS
Wer einen Anspruch darauf erheben will, seinem Switch die Bezeichnung „audiophil“ aufdrücken zu dürfen, der muss sich schon ein wenig mehr einfallen lassen, als in einem „dummen“ Billigteil ein paar Kondensatoren auszutauschen oder ihm ein besseres Netzteil zu verpassen.
Das Geheimnis eines audiophilen Switches liegt in seiner Konfigurationsmöglichkeit (also im Managen). Um managebar zu sein, muss er über die entsprechende Intelligenz verfügen. Und damit jetzt nicht jeder zuhause wild drauflos managen muss, sollten die notwendigen Einstellungen natürlich bereits vom Hersteller unveränderlich vorgenommen worden sein.
In Firmen kommt man gar nicht umhin, auf solche Switches zurück zu greifen und einen Administrator einzustellen. Der sorgt mit den richtigen Einstellungen dafür, dass zum Beispiel das Leistungsmerkmal „Telefonie“ Vorrang hat. Sollte also gerade eine aufwändige Datensicherung im Netz laufen, so wird sie sofort unterbrochen oder gedrosselt, wenn die Netz-Kapazitäten fürs Telefonieren nicht mehr ausreichen würden.
Im HiFi-Bereich liegen die Prioritäten natürlich an ganz anderer Stelle.Melco zum Beispiel verfährt (unter anderem) nach folgender Philosophie:
MELCO-S100 hinten (Model wurde durch den S-50 ersetzt)
Alles, was im Netz verschickt wird – also alle Daten – werden nach dem OSI-Schichtenmodell in kleine Pakete zerteilt und dann getrennt voneinander verschickt. Damit man weiß was drin ist und die Pakete am Ende wieder richtig zusammensetzen kann, bekommt jedes Paket einen „Aufkleber“ mit den beschreibenden Informationen.
Melco sorgt nun dafür, dass zu den audiophilen Ausgängen ausschließlich Pakete geleitet werden, in denen Musiksignale stecken. Alle anderen Pakete und Signale werden geblockt.Ein toller Nebeneffekt liegt darin, dass elektronisches Rauschen und andere Störungen ja von niemandem einen Aufkleber bekommen haben – und deshalb beim Melco-Switch auch nicht weitergeleitet werden.
Ob man diesen Aussagen so folgen möchte oder sie für Werbegeplapper hält, spielt am Ende überhaupt keine Rolle. Tatsache ist, dass das Klangbild durch einen Melco-Switch so sehr an Ruhe und Souveränität gewinnt wie mit keinem anderen Switch.
In unserem Portfolio finden Sie Switches von Silent Angel, English Electric, SotM und Dela (früher Melco)
Tipp:Überlegen Sie sich unbedingt vor dem Switchkauf, wie dieser ausgestattet sein soll.
Wir führen auch Switches mit LWL-Eingang oder BNC-Buchse für die Masterclock.Beides bringt klangliche Vorteile mit sich, aber lediglich der große SotM bietet uns beide Ausstattungsvarianten in einem Gerät.
Fassen wir unsere Erkenntnisse an dieser Stelle einmal zusammen:
Tauschen Sie die TAE-Dose gegen eine Ethernet-Doppeldose aus. (ab 10,- €)
Tauschen Sie das Kabel zum Router gegen ein gutes LAN-Kabel aus. (ab ca 80,- €)
Nutzen Sie einen guten Router (ab 150,- €)
Gönnen Sie dem Router ein audiophiles Netzteil (ab 300,- €) und ein gutes Stromkabel (ab 100,- €).
Stellen Sie den Router mindestens 3m von der Anlage entfernt auf. (0,- €)
Verbinden Sie die Anlage mit dem Router am besten über ein Glasfaser-System, zumindest aber mit einem audiophilen LAN-Kabel. (LAN: ab 80,- €, LWL ab 549,- €)
Setzen Sie einen audiophilen Switch ein (ab 400,- €)
Gönnen Sie auch dem Switch ein audiophiles Netzteil (ab 300,- €)
Verwenden Sie ausschließlich hochwertige, audiophile LAN-Kabel (ab 80,- €)
Und wie gut ist eigentlich WLAN?
Manchmal geht es einfach nicht (mehr) anders. Das Haus steht, die Wohnung ist frisch renoviert und man kann unmöglich wieder Wände aufreißen, nur um Kabel zu verlegen. Für diesen Fall hält AVM mittlerweile ganz hervorragende MESH-Repeater bereit. Sie werden per WLAN in unser Heimnetz eingebunden und verfügen ausgangsseitig über eine Ethernet-Buchse. Die Verbindung zu unserem Streamer oder Switch stellen wir dann also wieder mit einem guten LAN-Kabel her.Ein Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass wir mit WLAN eine völlige galvanische Trennung erreichen. Das kann manchmal von größerem Vorteil sein als ein gutes LAN-Kabel.
Um Himmels Willen nur kein PowerLAN!
Die Übertragung von Musiksignalen über unser Stromnetz ist wirklich an Übelkeit nicht zu überbieten. Wenn Sie wirklich gut Musik hören wollen, lassen Sie das bitte bleiben!
Eine zweite Fritz!Box statt Repeater?
Geht es nur um die Erweiterung oder Verbesserung des WLAN-Netzes, ist eine zweite Fritz!Box natürlich oversized. Ihre Komponenten sind:
Modem
Router
Switch
Telefonanlage
Anrufbeantworter
DECT-Server
WLAN-Server
Medien-Server
… uvm.
Das brauchen wir ja alles gar nicht, weshalb ein Repeater hier deutlich einfacher in das Netz zu bringen ist und auch noch weniger kostet.
Wer allerdings neben dem WLAN auch die DECT-Reichweite erhöhen möchte, der kann durchaus über eine zweite Box nachdenken, um nicht neben den WLAN-Repeatern auch noch DECT-Repeater im Haus verteilen zu müssen.
Und was ist mit einem ganz eigenen Netz (VLAN) ?
Nun, um ein getrenntes Netz für die HiFi-Anlage aufzubauen, muss man sich schon ein wenig in der Netzwerktechnik auskennen und natürlich die geeigneten Gerätschaften besitzen. Ist dies der Fall, brauchen Sie ganz sicher nicht meine Hilfe und auch nicht diesen Artikel.
Allen anderen empfehle ich das bleiben zu lassen, weil doch einige technische Hürden zu nehmen sind und das Ergebnis möglicherweise nicht das bringt, was Sie erreichen wollten.
Bleibt mir am Schluss nur noch auf eine wichtige Sache hinzuweisen, auf das
Phänomen des letzten Meters
Viele Kunden resignieren recht schnell, weil Sie merken, dass Sie meine Tipps nicht umsetzen können. Umbauarbeiten wären nötig, aber die will man nicht.
Andere Kunden glauben, dass sie etwas Gutes tun, wenn Sie das verlegte CAT 5, 6, 7-Kabel direkt mit dem Streamer/Roon-Core-Server verbinden, statt es in einer Netzwerkdose enden zu lassen.Nun, das mag einem logisch vorkommen – ist aber falsch.Im HiFi-Bereich gibt es etwas, was wir das Phänomen des letzten Meters nennen.
Diese Theorie besagt nichts anderes, als dass es relativ gleichgültig ist, wie gut eine Kabelverbindung ist, wenn einfach nur der letzte Meter gut ist.
Wer sich ein teures Stromkabel kauft, der wird von seinen Bekannten zu hören bekommen:
Vom Energielieferanten zu Deinem Haus liegen etliche Kilometer (klanglich miese) Stromkabel. In Deinem Haus liegen etliche Meter (klanglich miese) NYM-Kabel, aber Du glaubst jetzt, dass Du mit dem letzten Meter Stromkabel den Klang verbessern kannst!?
Genau so ist es!
Telefonkabel
Wir haben z.B. 30 Meter minderwertiges Telefonkabel verlegt. (60 Cent/m)Nutzen wir nun auf dem letzten Meter ein hochwertiges LAN-Kabel wie das Furutech LAN8 NCF, gleicht dieser letzte Meter die schlechten Eigenschaften der ersten 30m aus und beschert uns ein unglaublich transparentes und harmonisches Klangbild.
Probieren Sie es aus!
In der Praxis bedeutet das:
Selbst wenn in Ihrem Haus bereits einfache Telefonstrippen oder LAN-Kabel verlegt wurden, ist noch lange nicht alles verloren! Lassen Sie sie einfach in einer Anschlussdose enden.Verwenden Sie dann auf dem letzten Meter zur Komponente hin ein wirklich gutes Kabel und Sie werden sich wundern, wie viel besser das klingen wird.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Einrichtung und Optimierung Ihres Heimnetzes ein wenig helfen. Man kann das alles für Voodoo oder Humbug halten, oder es einfach mal ausprobieren.Jeder, der einige Tausend Euro in seine HiFi-Anlage gesteckt hat, der hat aus meiner Sicht die Pflicht dazu, mindestens den einen oder anderen Tipp zu befolgen und es wenigstens mal auszuprobieren. Denn ansonsten hätte er sich alles vorher sparen können.
Aber Vorsicht!Klang-Suchtgefahr! [...]
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1. August 2022HiFi-Handbuch / StreamingClock, Word-Clock, Master-Clock, Re-Clocking
In meinem Bericht “Clock, Word-Clock, Master-Clock, Re-Clocking” geht es heute darum, diese Begrifflichkeiten zu erläutern und ihre Unterschiede zu beschreiben.
Tipp:
Diese Inhalte finden Sie in dem Produktbeschreibungs-Artikel: MUTEC MC3+USB und REF10 SE120 – weltweit führende Digitaltechnik – Made in Germany im Zusammenhang mit den Geräten von MUTEC noch einmal.
Nachfolgend ein Foto vom MUTEC MC3+USB, der ein Re-Clocking durchführen kann.
Hinweis:
Dieser Bericht richtet sich nicht (!) an Fachleute oder technisch versierte Personen. Ich versuche hier, ein sehr kompliziertes Thema so einfach wie möglich darzustellen.
Die Clock
Das erste wichtige Stichwort lautet „CLOCK“ – zu übersetzen mit: Taktgeber.
Jedes Gerät und jede Baugruppe, die digitale Musiksignale zu verarbeiten haben, besitzen eine Clock und sind auf diese angewiesen.
„Der Takt macht die Musik“
… so sagt es eine alte, einfache Weisheit.
Doch ganz so einfach wie man sich die Sache vorstellt, ist das mit dem Takt gar nicht. Weder beim Musizieren, noch bei der digitalen Musik-Aufzeichnung.
Die Rolle des Takts in der Musik
Punkt 1: Der richtige (!) Takt (die Zählweise)
In der Musik kennen wir eine Menge unterschiedlicher Takte. Im europäischen Raum sind das vor allem der Drei-Viertel-Takt (Walzer) und der Vier-Viertel-Takt (z.B. Foxtrott).
Punkt 2: Die Geschwindigkeit – Beats per Minute (BPM)
Man kann jeden Takt schneller oder langsamer spielen. (wie beim Wiener Walzer oder Langsamen Walzer)
Punkt 3: Den Takt halten!
Ein Musiker sollte den gewählten Takt halten können, also nicht im gleichen Stück mal schneller und mal langsamer werden.
Punkt 4: Gemeinsam im Takt spielen
Immer dann, wenn mehrere Musiker gemeinsam Musik machen, kommt es nicht nur darauf an, dass sie den selben Takt (also z.B. einen Drei-Viertel-Takt) spielen, sondern auch darauf, dass sie ihn im Gleichtakt spielen. Um dies zu erreichen, richten sich kleinere Gruppen oft nach dem taktsichersten Musiker und größere Orchester benötigen einen Dirigenten.
Was bedeuten diese Erkenntnisse aus der Musikwelt für die digital aufgezeichnete Musik?
Vom analogen zum digitalen Signal
Um dies zu beantworten, müssen wir uns zunächst einmal vor Augen führen, wie ein analoges Musiksignal digitalisiert wird.
Schauen wir uns hierzu eine (ganz einfache) analoge Signalkurve an:
Im Vergleich dazu jetzt die Digitalisierung am Beispiel der CD-Auflösung:
Das Format einer CD liegt bei 16 Bit und 44.1 kHz, was bedeutet:
44.100 Mal pro Sekunde wird die analoge Signalkurve bei der Umwandlung in ein digitales Signal abgetastet.
44.100 Mal pro Sekunde (das ist die Zeitachse) wird also „nachgesehen“, an welcher Stelle (wie hoch/tief) die Kurve steht.
Um die Höhe (Dynamiktiefe) exakt zu bestimmen, arbeitet das CD-Format pro gelesener Information (Sample) mit einer Reihe aus 16 Nullen und Einsen, aus denen sich (rechnerisch!) 65.536 (= 2 hoch 16) verschieden hohe Pegelzustände ableiten lassen.
Beim High-Resolution-Audio-Format (24Bit bei 96 kHz) wird also sogar 96.000 Mal pro Sekunde eine 24-stellige Reihe aus Nullen und Einsen geschrieben und gelesen. Das sind (wieder rechnerisch!) 16.777.216 (= 2 hoch 24) verschieden hohe Pegelzustände pro Sample.
Obwohl diese theoretischen Möglichkeiten aus technischen Gründen nicht ausgenutzt werden, haben wir es hier mit unvorstellbar vielen Informationen zu tun und man sollte annehmen, dass das mit einer extrem hohen Klang-Qualität einhergehen sollte.
Leider ist das aber beim CD-Format noch nicht so ganz der Fall gewesen, weshalb heute noch viele Musikliebhaber (selbst “Digitalos”) den CD-Klang als zu „künstlich“ empfinden.
Ist digital also immer noch schlechter als analog?
Aus den Erfahrungen mit der CD heraus den Schluss zu ziehen, dass das digitale Format grundsätzlich und damit für „immer und ewig“ dem analogen Format unterlegen bleiben würde, war und ist von Grund auf falsch.
Heute stimmt das so einfach nicht mehr.
Zwar haben peinliche Dinge wie die MP3-Einführung in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass es mit der digitalen Musik-Qualität schlechter statt besser wurde, aber diese unrühmlichen Zeiten sind vorbei und wirken sich heute auf den anspruchsvollen Musikmarkt mit seinem HRA-Streaming-Angebot zum Glück nicht mehr aus.
Parallele zur Fotografie
In der Fotografie lag die wichtige Schwelle, ab wann der Mensch ein digitales Foto nicht mehr als solches entlarven kann, bei etwa 12 MP (MegaPixel). Als diese Auflösung möglich wurde, war das menschliche Auge nicht mehr in der Lage, bei einem ausgedruckten Fotoformat von etwa 10×15 cm einen Unterschied zwischen einem analog und einem digital produzierten Bild auszumachen.
Im HiFi-Bereich haben sich die Tonmeister auf das „Schwellen-Format“ 24 Bit bei 96 kHz geeinigt. Denn bei diesem Format ist der Mensch nun auch nicht mehr in der Lage, digital von analog zu unterscheiden. Und anders als bei den Behauptungen des Fraunhofer-Instituts zur MP3-Datei, entsprechen diese Aussagen diesmal auch der Realität.
Eine solche digitale Kurve sieht im bildlichen Vergleich dann so aus:
Fazit:
Wir wissen nun, dass ein analoges Signal beim Digitalisieren 96.000 Mal pro Sekunde abgetastet und die Höhe der Signalkurve durch eine 24 Bit “Wortbreite” beschrieben wird. (HRA-Format)
Mit diesem Wissen können wir uns jetzt etwas genauer anschauen, was beim Lesen eines digitalen Signals von Bedeutung ist.
Der Takt im digitalen System
Beginnen wir wieder mit dem Thema Takt an sich
Genau wie bei einer Musikgruppe, bei der ja auch alle wissen sollten, ob sie jetzt einen Walzer oder einen Foxtrott spielen werden, muss eine Komponente wissen, ob sie 44.100 Mal/Sekunde die 16Bit-Samples auslesen muss oder 96.000 Mal die 24Bit-Samples.
(… oder ein anderes Format)
Nun – diese Aufgabe sollte schnell erledigt sein. Eine in der Datei eingebettete Info genügt hier.
Die Takt-Formate bei der digitalen Musikspeicherung
Im Audio-Bereich finden wir heute üblicherweise die beiden Frequenzreihen 44,1 kHz, 88,2 kHz, 176,4 kHz und 48 kHz, 96 kHz, und 192 kHz.
Wobei auffallen sollte, dass sich die beiden Frequenzen 44,1 kHz und 48 kHz parallel zueinander immer schrittweise verdoppeln. Leider passen die beiden Frequenz-Reihen mathematisch überhaupt nicht zusammen, was Digital-Analog-Wandlern Probleme bereitet und was daher bereits eine Ursache für ein nicht so tolles Klangbild sein kann.
Will man eine Audio-Datei aus der einen Frequenzreihe in eine Frequenz aus der anderen Reihe umwandeln, führt das unweigerlich zu Qualitäts-Verlusten, wie wir sie von minderwertigen DA-Wandlern kennen.
Bessere Wandler arbeiten deshalb mit zwei (!) optimierten Clock-Frequenzen und schalten je nach zugeführtem Format zwischen ihnen hin und her. Das ist dann manchmal dieses Klicken, was wir zwischen den Titeln hören können.
Kommen wir zu den Themen „Geschwindigkeit“ und „im Takt bleiben“.
Die Takt-Geschwindigkeit sollte uns theoretisch gar keine Sorgen machen können, ergibt sie sich ja logischerweise aus der verwendeten Frequenz. Schließlich reden wir hier z.B. von 96.000 Mal pro Sekunde – was man in der Musik wohl mit BPM (Beats per Minute) beschreiben würde.
Dass dieser Lese-Takt stabil bleiben muss, versteht sich von selbst, denn schon minimalste Abweichungen führen zum Daten-Chaos und das System liest den falschen Sample oder nur Unsinn!
Die kleinsten Zeitfehler, oft auch mit “Taktzittern” bezeichnet, nennt man “Jitter”. Dass auch sie die Klangqualität nicht gerade verbessern, dürfte einleuchten.
Jitter kann sich aber nicht nur beim Lesevorgang ergeben, sondern auch auf dem kompletten Signalweg. Ein schlechtes Kabel, eine minderwertige Buchse … und die Jitterwerte steigen an. Das kann sogar zu hörbaren Störungen oder zum Totalausfall des Signals führen.
Nun zum Thema „Gleichtakt“
Für einen einzelnen, taktsicheren Musiker ist dieses Problem nicht vorhanden und für eine einzelne, hochwertige digitale Komponente eben auch nicht.
Das ändert sich hier wie dort, wenn mehrere Musiker/Komponenten zusammen Musik machen sollen.
Genau in diesem Moment kommt es nämlich nicht nur darauf an, dass sie beide den gleichen Takt einhalten, sondern sie müssen ihn auch “synchron”, also im Gleichtakt einhalten. Das ist ein großer Unterschied!
Wir wollen: Eins-Zwei-Drei, Eins-Zwei-Drei … und zwar von allen Musikern!
und nicht Eins-Eins-Zwei-Zwei-Drei-Drei-Eins-Eins-Zwei-Zwei-Drei-Drei… 🙂
Damit das funktioniert, ernennt sich das digitale Quellgerät, z.B. der CD-Transport, zum “Master” und degradiert alle nachfolgenden Komponenten-Clocks zu “Slaves”.
Der CD-Transport wird also zum Dirigenten, dem alle Musiker (Clocks) zu folgen haben.
Lassen Sie sich nun aber bitte nicht dadurch verwirren, dass sich der CD-Transport zum “Master” ernennt. Deshalb wird er noch lange nicht (!!) zur “Master-Clock”! Dazu später mehr.
Master – Slave
Im technischen Bereich werden diese beiden Begriffe schon immer gerne genutzt. Man kann mit ihnen zum Ausdruck bringen, dass es das eine Gerät gibt, was etwas „zu sagen hat“ (Master) und andere, die auf das zu hören haben, was vom Master bestimmt wird. Das sind dann die Slaves.
Durch diese Methode können sich die Clocks digitaler Musik-Komponenten auch ohne eine Master-Clock synchronisieren, was eine zwingende Voraussetzung für die klanggetreue Musikwiedergabe darstellt.
Nach so viel Takt sollten wir uns jetzt vielleicht noch einmal einige weitere Punkte etwas genauer betrachten.
Sorry – aber noch ein wenig Theorie muss sein.
Was ist eigentlich eine Clock?
Die Clock ist ein Taktgeber. Für diesen Baustein greift man auf Schwing-Quarze zurück.
Diese Quarze gibt es in natürlicher und in künstlich hergestellter Form. Die Herstellung ist in beiden Fällen kompliziert und bei den angegebenen Schwingungsfrequenzen handelt es sich in der Regel um Circa-Werte, die im Nachhinein auch nicht mehr verändert werden können. Den HiFi-Entwicklern fällt daher die schwierige Aufgabe zu, sowohl Quarze zu selektieren, als auch durch eine entsprechende elektronische Regelung dafür zu sorgen, dass am Ende brauchbare Frequenzen vorhanden sind.
Mehr über Schwing-Quarze finden Sie im Netz, z.B. auch bei Wikipedia.
Bestimmt die Clock also die Qualität einer digitalen Komponente?
Da wir in Digital-Komponenten sowohl bei den Quarzen als auch bei den Regelungen auf unterschiedliche Qualitäten stoßen, kommt es in der Praxis tatsächlich zu unterschiedlichen Klang-Ergebnissen und damit eben auch zu Qualitätsunterschieden.
Manche Hersteller setzen bei den Quarzen extrem aufwändige Selektionsverfahren ein, die sich dann natürlich später im Preis der Komponente widerspiegeln.
Word-Clock
Dies ist kein elektronischer Baustein!
Mit Word-Clock bezeichnet man die Frequenz und die Wortbreite, mit der ein analoges Signal digitalisiert wurde. Also z.B. 44,1 kHz bei 16 Bit (CD-Format).
Ein Solitär (CD-Player, All-in-One-Streamer …) kann diese Informationen aus der digitalen Datei herauslesen und sich unabhängig von anderen Komponenten darauf einstellen.
Kommt es zu einer mehrteiligen Geräte-Kombination, übernimmt (wie wir bereits wissen) das Quellgerät (z.B. der CD-Transport) die Aufgabe eines Masters und sorgt nicht nur dafür, dass alle Clocks in den nachfolgenden Geräten die Information über den Takt (z.B. 44,1 kHz) erhalten, sondern auch dafür, dass sie mit seiner Clock im Gleichtakt schwingen.
Die Master-Clock
Die Master-Clock ist immer eine externe Komponente mit Anschlüssen für mehrere digitale Geräte.
Sie ist sozusagen der Dirigent, der allen Komponenten (Musikern) den korrekten Takt vorgibt.
Und genau wie in einem Orchester sorgt auch hier der Dirigent dafür, dass taktschwache Musiker oder in unserem Fall minderwertige Clocks die hohe Qualität der Master-Clock übernehmen und somit Präzisionsleistungen vollbringen, zu denen sie ohne die Master-Clock niemals in der Lage wären.
Hierdurch erklärt sich auch, dass selbst eine einzelne (!) Komponente, die wir an eine Master-Clock anschließen, sofort mit einem besseren Klangbild reagiert. Auch ein einzelner taktunsicherer Musiker würde ja von einem Dirigenten profitieren.
Re-Clocking am Beispiel des MUTEC MC3+USB.
Während eine Master-Clock den Dirigenten darstellt, der allen Musikern den korrekten Takt vorgibt, kümmert sich der MC3+USB darum, den instabilen und unsauberen Takt eines einzelnen “Musikers” zu berichtigen.
Verbinden wir das USB-Kabel des Quellgeräts (heute meistens des Streamers) mit einem Re-Clocker, trennt dieser im ersten Schritt die Audio-Bit- von den Taktsignalen und verwirft dann die eingegangenen Taktsignale komplett. Inklusive Störungen, Rauschen und Jitter.
Im zweiten Schritt baut er sie dann wieder neu auf.
Zu USB:
Immer noch werden die USB-Schnittstellen vor allem von DAC- Entwicklern als minderwertig betrachtet und daher vernachlässigt. Auch bei Herstellern halten sich eben manche Vorurteile hartnäckig über eine sehr lange Zeit. Und so lange schlechte USB-Schnittstellen verbaut werden, kann sich an diesem Vorurteil auch nichts ändern. Ein Teufelskreis!
Dem entgegen steht die Tatsache, dass immer mehr Quellgeräte auf USB setzen, auch im Hochpreis-Sektor. Wodurch die DAC-Entwickler gezwungen werden nachzubessern.
Re-Clocker wie der MUTEC MC3+USB kann auch da so ein Retter in der Not sein, da er eingangsseitig mit USB und ausgangsseitig mit AES/EBU, Coax, Toslink und BNC arbeitet.
Zusammenfassung:
Seitdem wir durch das Streaming Zugang zu High-Resolution-Audio-Dateien erhalten haben und sich damit die digitale Musik stolz und gleichwertig neben der analogen Musik positioniert, werden auch die wahren Problemstellen einer digitalen Kette immer deutlicher und können so gezielt bekämpft werden.
Während wir beim Plattenspieler kritische Punkte wie die Entkoppelung, die Justage, den elektrischen Abschluss usw. kennen, treffen wir beim digitalen Equipment auf das Thema „Takt“.
Und wer der analogen Klangqualität endlich eine digitale Wiedergabe auf “Augenhöhe” entgegensetzen will, der sollte sich um dieses Thema kümmern. [...]
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17. April 2022HiFi-HandbuchMuss man HiFi-Geräte ausphasen?
In meinem Bericht „Muss man HiFi-Geräte ausphasen?“ gehe ich auf Sinn und Unsinn dieser Maßnahme und spezieller Messgeräte für das Ausphasen von HiFi-Komponenten ein.
Hinweis:
Dieser Bericht bezieht sich allein auf Deutschland. In anderen Ländern gibt es unterschiedliche Versorgungs- und Steckerarten und daher auch abweichende Vorgehensweisen.
Die richtige Phase – worum geht es eigentlich?
Elektrogeräte beziehen ihren Wechsel-Strom über ein Stromkabel und dieses steckt üblicherweise mittels eines genormten Schutzkontakt-Steckers in der Schutzkontakt-Steckdose.
Ganz einfach ausgedrückt gibt es in der Steckdose „Plus“, „Minus“ und „Masse“.
Wer sich etwas besser auskennt, wird jetzt rufen: „Plus und Minus gibt es nicht beim Wechselstrom, das nennt sich Phase und Null!“.
Ich habe hier aber nicht vor, Ihnen in diesem Bericht die Funktionsweise eines Wechselstromnetzes oder die Nomenklatur eines Elektrikers zu erläutern – dafür gibt es Literatur von viel kompetenteren Leuten als mich.
Von Bedeutung für diesen Bericht ist einzig und allein die Feststellung, dass wir einen Schukostecker in zwei (!!) Variationen in eine Steckdose stecken können. Wir können ihn nämlich herausziehen, um 180° drehen und seine beiden Stifte passen wieder hinein.
Und ob wir nun „Plus und Minus“ sagen oder „Phase und Null“ – mal liegt Plus/Phase an dem einen Stift an und mal an dem anderen.
Dadurch fließt der Strom aber nicht etwa das eine mal so und und das andere mal anders herum, sondern der Strom fließt immer hin und her – denn es ist ja Wechselstrom.
Elektrisch gesehen ist es daher auch vollkommen gleichgültig, in welcher Stellung der Schuko-Stecker in der Dose steckt, denn funktionieren wird das Gerät immer. Wäre ja auch ein ziemlich blödes System, wenn es nicht so wäre.
Geräte, bei denen es aber doch auf eine korrekte Phase ankommt (wie zum Beispiel bei Ihrer Heizungsanlage) dürfen auf keinen Fall (!) über einen Schukostecker betrieben werden!!
Solche Geräte haben ein Anschlussfeld und dort ist zwingend Phase auf Phase und Null auf Null aufzulegen – sonst funktioniert es nicht oder es geht sogar kaputt.
Also – wenn dann ja doch beides funktioniert – was ist dran an der Aussage, HiFi-Geräte müssten ausgephast werden?
Gehäuse-Potentiale – ein Erklärungsversuch.
Immer wieder ließt man darüber, dass man das Gehäusepotential messen und berücksichtigen soll.
Sicher ist Ihre Hand schon mal über eine HiFi-Komponente geglitten und Sie hatten das Gefühl, dass dort eine gewisse elektrische Spannung zu spüren war.
Und genau darum geht es bei dieser Theorie.
Diese Spannung nennt man “Gehäuse-Potential” – also eine Spannung auf dem Gehäuse, die aber bei einem intakten Gerät vollkommen harmlos sein sollte.
Wenn zwei HiFi-Geräte mit unterschiedlich hohen Gehäuse-Potentialen z.B. über ein Cinch-Kabel miteinander verbunden werden, entsteht so etwas, was wir bei Flüssigkeiten von den „kommunizierenden Röhren“ kennen. Egal, wie viel wir in die eine Röhre hineinschütten, immer werden wir in beiden Röhren die selbe Menge Flüssigkeit haben.
Und das funktioniert vom Prinzip her genau so bei HiFi-Komponenten.
Wenn also nun von dem Gerät mit der höheren Gehäusespannung etwas davon über das Cinchkabel in das Gerät mit der niedrigeren Gehäusespannung fließt, haben wir einen Stromfluß durch das Cinch-Kabel – zusätzlich zu unserem Musiksignal – denn auch das ist ja eine elektrische Spannung.
Da die Höhe des Gehäusepotentials auch noch entsprechend der gespielten Musik schwankt, schwankt auch die Menge des Potentialausgleichs.
Und wie soll der Verstärker herausfinden können, was nun vom CD-Player als Musiksignal kommt und was als Potentialausgleich? Antwort: Kann er nicht! Oder zumindest nicht gut.
Aus diesem Grund gibt es immer wieder Versuche, diesen Potentialausgleich über die Stromkabel und eine entsprechende Verteilerleiste oder über zusätzliche Kabelverbindungen zwischen den Geräten und der Erdung unserer Wandsteckdose hinzubekommen.
Manchmal bringt das auch einen Vorteil, aber manchmal holen wir uns auch ein mächtiges Gerätebrummen in unsere Anlage und müssen dann wieder dafür sorgen, dass wir die störenden Verbindungen trennen.
Die sicherste Methode ist da immer noch die, die wir uns von den Musikern abgeschaut haben – nämlich die symmetrische Kabelverbindung.
Hierbei fließen die Musiksignale durch zwei identisch aufgebaute „Innenleiter“ und über einen dritten Leiter findet die Koppelung der beiden Gerätemassen statt.
Diese Lösung setzt allerdings das Vorhandensein von XLR-Buchsen voraus, die leider noch nicht zum Standard geworden sind.
Die Cinch-Verbindung ist deshalb aber noch lange nicht die Schuldige!
Selbst wenn es uns gelingt, die Gehäuse-Potentiale auf ein Minimum zu senken und wenn wir dann auch noch dafür sorgen, dass zusätzliche Masse-Kabel für einen Ausgleich sorgen, so können sich doch immer noch Klangunterschiede durch das Ausphasen ergeben. So schön es auch wäre, aber da scheint es doch auch noch andere Gründe zu geben.
Welche Lösungen zum korrekten Ausphasen gibt es?
Messgeräte
Angefangen hat alles in den 80-er Jahren mit dem Namiki Direction-Finder. In der Praxis kaum zu gebrauchen – aber zumindest ein Versuch. Heute kann sich der engagierte HiFi-Freak Hilfs-Geräte zwischen 60,- € und fast 2.000,- € zulegen, die ihm die „ganz einfache“ Lösung dieses Problems versprechen.
Doch muss ich mich da leider als Spielverderber betätigen. Legen Sie sich nämlich zwei verschiedene Messgeräte zu, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie zu gegensätzlichen Ergebnissen kommen. Selbst wenn Sie sich zwei identische Geräte gleichzeitig kaufen und sie nacheinander nutzen, passiert es immer wieder, dass sie unterschiedliche Ergebnisse anzeigen.
Sonstige Hilfsmittel
Fast jeder hat so ein „Leitungssuchgerät“ zuhause, was stromführende Leitungen finden kann, damit wir nicht direkt in sie hineinbohren.
Halten wir nun ein Plastik-Lineal an das Gehäuse des zu messenden Gerätes, können wir mit dem Leitungssucher am Lineal in Richtung HiFi-Komponente gleiten und uns merken, wann der Leitungssucher einen Ton von sich gibt.
Dann schalten wir die Komponente aus, drehen ihren Schukostecker und schalten sie wieder ein.
Nun wiederholen wir die Messung.
Die Steckerstellung, bei der wir uns der Komponente weiter nähern können, bei der das Messgerät also später piept, die wäre die korrekte Stellung, die wir nun kennzeichnen können.
Kann der Hersteller nicht gleich die korrekte Phase kennzeichnen?
Fragt man Hersteller nach der korrekten Phase, hört man nicht selten: „Ist egal!“.
Manchmal gibt es für diese Aussage einen echten technischen Hintergrund – manchmal ist es fast so etwas wie Resignation und ein andermal stimmt es einfach so.
Am Ende funktioniert nur, sich das anzuhören.
Doch sagen Sie das mal Ihrem Kunden!
Der Deutsche ist pedantisch und will es richtig machen.
Sich auf sein Gehör verlassen zu müssen – das lässt er nicht gelten.
„Man muss es doch richtig machen können!“.
Lassen Sie mich hierzu ein Beispiel aus der Praxis bringen:
Ich hatte in den 80-er Jahren einen Pioneer PD95 CD-Player in Zahlung genommen.
Beim ersten Hören war der Klang eine Katastrophe!
Der Mund des Sängers war so groß wie das Maul eines Walfisches und reichte vom linken bis zum rechten Lautsprecher.
Es fehlte alles, was man mit dreidimensionaler Wiedergabe hätte bezeichnen können.
Das Umdrehen des Schukosteckers (Ausphasen) führte zu einer erstaunlichen Wendung.
Der Mund des Sängers hatte nicht nur wieder eine natürliche Größe, sondern war auch dreidimensional im Raum klar zu positionieren.
Da der Pioneer sich also wunderbar dazu eignete, Veränderungen der Phase klanglich deutlich zu machen, habe ich ihn genutzt, um mit ihm zu experimentieren. Geräte zum Ausphasen gab es damals nur von einigen „Bastelbuden“ oder eben von Namiki.
Das Leitungssuchgerät allerdings kam dabei noch am sichersten zu den immer gleichen Ergebnissen. Unabhängig davon, ob der CD-Player schon mit dem Verstärker verbunden war oder nicht. Das sah bei den “gebastelten” Teilen leider anders aus.
Wobei man jetzt darüber streiten kann, ob sie nicht genau deswegen die korrekteren Werte angezeigt haben. Denn auch heute noch gibt es unterschiedliche Einstellungen zu der Frage, ob die zu messende Komponente während der Messung bereits mit anderen Komponenten verbunden sein darf oder nicht.
Wie unsinnig diese ganze Messerei gewesen ist, ergab sich aus der Tatsache, dass die korrekte Phase je nach verbundenem Verstärker durchaus mal wechselte.
Hatte ich den PD95 mit einem Mark Levinson-Verstärker verbunden, musste er anders ausgephast werden als in der Kombination mit einem Verstärker von z.B. Bryston.
Wurden dann weitere Komponenten an den Verstärker angeschlossen (Phonoteil, Tuner …), konnten die Klangunterschiede größer oder geringer werden.
So groß der Klangunterschied beim PD95 auch sein konnte und meistens auch war – in bestimmten Kombinationen war davon nicht mehr viel zu hören.
… und deshalb vermutlich auch nicht immer exakt zu messen.
Im Ergebnis …
blieb nur die Erkenntnis, dass wir uns zwar Hilfsmittel oder Messgeräte zulegen können, diesen aber auf keinen Fall blind vertrauen dürfen. Und kommt unser Gehör zu einem anderen Ergebnis als unser Messgerät – dann sollten wir doch lieber auf unser Gehör vertrauen!
Fehlendes Selbstvertrauen oder Bequemlichkeit?
Immer wieder erlebe ich, dass Kunden die Aussage nicht gefällt, sie sollten sich das einfach anhören.
Besteht eine Anlage aus fünf Komponenten, so ergeben sich daraus (wenn ich richtig rechne) 2x2x2x2x2 Variationen, was wohl auf 32 hinaus läuft.
Viele Kunden bezweifeln aber, dass sie den Unterschied zwischen 2 Variationen, also wie beim berühmten A/B-Vergleich erhören können. Bei 32 Kombinationen – streicht wohl wirklich jeder die Segel.
Lösung in Sicht?
Zum Glück sind bei vielen Komponenten die erzielbaren Klangunterschiede durch das Ausphasen kaum auszumachen. Bei diesen Geräten kommt es also tatsächlich nicht darauf an, ob der Stecker „richtig“ oder „falsch“ in der Steckdose steckt.
Sich darauf verlassen, sollte man aber eher nicht!
Meine Lösung
Schritt 1 – der Kaltgerätestecker gibt es vor!
Es gibt so etwas wie eine Norm bei der Polung des Kaltgerätesteckers:
Blicke ich auf eine Kaltgerätebuchse im Gerät und stelle mir den mittleren Stift als „Mund“ und die beiden anderen Stifte als „Augen“ eines Smileys vor, dann ist dessen rechtes Auge der Stift auf den die Phase gehört.
Blicke ich also auf die Löcher im Kaltgerätestecker, dann muss auf dem linken Auge Spannung zu messen sein.
Am einfachsten misst man das mit einem berührungslosen Spannungsmesser. Erstens sind die Schlitze im Kaltgerätestecker oft zu klein, um mit einem normalen Spannungsprüfer hinein zu kommen und zweitens ist das deutlich ungefährlicher.
Wenn ich die richtige Phase gefunden habe, kann ich mit einem Lackstift den Schukostecker und die Wandsteckdose kennzeichnen und mir später die Arbeit erleichtern.
Damit habe ich theoretisch meine HiFi-Geräte „normgerecht“ ausgephast und eine gute Ausgangslage für meine Hörtests geschaffen.
Schritt 2 – anhören.
Um diesen Schritt kommen wir einfach nicht herum. Aber wir hören uns jetzt nicht etwa 32 (oder mehr) Varianten an, sondern wir gehen folgendermaßen vor.
Wir beginnen bei den Quellgeräten.
Also zum Beispiel beim CD-Player.
Und jetzt hören wir uns beide Steckerpositionen in Ruhe an.
Dabei achten wir vor allem auf die Fokussierbarkeit, auf die Größenabbildung, auf die dreidimensionale Darstellung.
Rechnen Sie nicht damit, dass sich eine Stimme oder der Klang eines Instruments verändert!
Hören Sie keinen Unterschied, stecken Sie den Stecker wieder so in die Steckdose „wie er laut Norm“ hinein gehört.
So gehen wir bei allen Quellgeräten vor, dann bei Zwischengeräten (z.B. Phonoteil oder DAC) und am Schluss beim Vorverstärker und beim Endverstärker, bzw. bei den Aktivboxen.
Monoblöcke oder Aktivboxen sollten natürlich immer identisch angeschlossen sein, weshalb wir sie gemeinsam umphasen müssen.
Was bringt mir das?
In vielen Fällen werden Sie bei diesem Hörtest kaum einen Unterschied hören können. Dann sollten Sie sich auch von niemandem erzählen lassen, dass Sie unbedingt ein Messgerät zum besseren Ausphasen benötigen!
Wenn es keinen Unterschied gibt – was sollen wir dann messen?
Manchmal werden Sie einen Unterschied hören, sich aber nicht sicher sein, was „besser“ ist. Hier kommen Sie nicht umhin, in den nächsten Tagen einfach mal über eine längere Zeit hinweg die eine und dann die andere Stellung zu testen.
Niemals A/B-Vergleiche machen!!!
A/B-Vergleiche sind extrem nutzlos.
Sie zeigen uns nur die Unterschiede zwischen A und B und sagen nichts über die tatsächliche Qualität aus.
So kann Ihnen ein furchtbar aggressiver Klang als angenehm harmonisch erscheinen, wenn das Ergebnis B noch viel aggressiver klingt.
Stattdessen sollten Sie wirklich über mehrere Tage die eine Position und dann über mehrere Tage die andere Position testen.
Ist das Ergebnis dagegen ziemlich eindeutig – dann sollten Sie auch das Selbstbewusstsein haben, diese Stellung zu wählen.
Es spricht ja nichts dagegen, es nach einigen Tagen ruhig mal wieder anders zu probieren.
Merke:
Ein gutes Klangergebnis ergibt sich niemals (!!) aus der Tatsache, dass man irgendwas gemessen hat oder irgendwelchen Faustformeln gefolgt ist.
Ein gutes Klangergebnis will erarbeitet werden.
Hören Sie – hören Sie – hören Sie!
Wenn Sie wirklich keinen Unterschied hören können – hilft Ihnen auch das teuerste Messgerät nicht. Wenn Sie ihn hören, dann vertrauen Sie ihrem Gehör und keinem Messgerät! [...]
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13. Dezember 2021HiFi-HandbuchWas tun, wenn es im Lautsprecher brummt?
Immer mal wieder erreicht uns die Anfrage: „Was tun, wenn es im Lautsprecher brummt?“ und deshalb will ich in diesem Bericht mal etwas näher auf dieses Problem eingehen.
Was sich Gewerbetreibende für ihr Geschäft sehnlichst wünschen, nervt HiFi-Freaks ganz gewaltig: Es brummt!
Und wie bekommen wir das wieder weg?
Vorab:
Jedes an unser Stromnetz angeschlossene Audiogerät brummt und rauscht.
Allerdings sollte davon im Normalfall wenig bis fast gar nichts im Lautsprecher zu hören sein.
Rauscht aber doch!?
Rauscht es doch, dann liegt es entweder daran, dass wir den Verstärker ohne ein anliegendes Musiksignal zu laut „aufgedreht“ haben, dass eines der betriebenen Geräte mehr rauscht als üblich oder dass der Verstärker und die Lautsprecher nicht miteinander harmonieren. Im letzten Fall hat der Lautsprecher eine zu hohe Empfindlichkeit. Daran muss man sich entweder gewöhnen oder die Boxen wechseln.
Damit ist das Thema „Rauschen“ aber auch schon so gut wie abgehandelt.
Brummt aber doch!?
Brummt es dagegen hörbar im Lautsprecher, dann kann das Tausend und einen Grund haben.
… und die Suche nach der Ursache recht schwierig werden.
Um erahnen zu können, wo man wohl mit der Suche starten sollte, will ich Ihnen hier ein paar Tipps geben.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen:
Einstreuungen durch das Stromnetz
Einstreuungen „durch die Luft“
Defekte Kabel oder Buchsen
Das Zusammentreffen von Potentialen
Erdungsbrummen
Einstreuungen durch das Stromnetz
Unser Stromnetz ist „schmutzig“.
Wer noch ein 30 bis 40 Jahre altes Babyphon zur Verfügung hat, der kann sich diesen „Schmutz“ ganz einfach mal anhören.
Schaltknackser irgendwo im Haus knallen regelrecht durch das Babyphon und ein permanentes Prasseln, Gurgeln, Zischen und noch viel mehr untermalen das Eigenrauschen dieser Geräte.
Diese Störgeräusche beeinflussen unsere Audio-Geräte, weshalb der Zubehörmarkt heute reichlich „Hilfsmittel“ bereit hält. Das Brummen im Lautsprecher verhindern sie jedoch meistens nicht.
Es sind die Trafos!
Trafos verursachen vielfach Brummeinstreuungen ins Stromnetz. Und wenn man etwas dimmen kann, wie z.B. bei einer Stehlampe, dann steigert sich das noch. Selbst diese stylischen Plattenspielerlampen (damit man die Nadel an die richtige Stelle setzt) sind nicht selten der Verursacher von Brummgeräuschen.
Schwierig wird das Finden des Verursachers dadurch, dass diese Trafos oft auch im scheinbar ausgeschalteten Zustand (standby) noch Störungen verursachen und nur das Ziehen des Steckers Klarheit bringt.
Lösung:
Gehen Sie auf die Suche nach Trafos in Stehlampen, Vitrinenbeleuchtungen, Deckenstrahlern, Dimmern, Aquarien …
Denken Sie dabei auch an benachbarte Räume und vor allem auch an die Zimmer, die hinter der Wand liegen, an der die Stereoanlage aufgestellt ist.
Einstreuungen „durch die Luft“
Elektrische Geräte erzeugen manchmal ein ziemlich starkes Störfeld.
Geraten empfindliche Audiogeräte in solch ein Störfeld, nehmen sie die Störungen auf und verstärken sie – schon brummt es im Lautsprecher.
Stellen wir zum Beispiel unseren Phonoverstärker auf eine Komponente – vielleicht sogar genau dort hin, wo im Gehäuse der Trafo sitzt – oder stellen wir die Plattenspielerlampe direkt auf das Phonoteil – dann ist ein Brummen durch Einstreuungen mit Sicherheit zu erwarten.
Lösung:
Solche Ursachen finden wir recht schnell. Wir müssen es nur mal „brummen lassen“, dann unsere Geräte und/oder Kabel etwas bewegen und darauf lauschen, ob sich das Brummen verändert. Ist dies der Fall, haben wir schon den Verursacher gefunden, Wir müssen die beiden Geräte jetzt nur noch weit genug voneinander trennen.
Schwieriger zu ermitteln ist es, wenn das Brummen durch parallele Leitungen (Induktion) verursacht wird.
Manchmal meint man es einfach zu gut. Da wird ein Kabelkanal gelegt und dann kommen alle möglichen Kabel gemeinsam in diesen Schacht hinein. Vielleicht ist sogar das eine oder andere Stromkabel dabei.
So „schön ordentlich“ das dann auch aussehen mag – es verursacht aber vielleicht auch das Brummen.
Defekte Kabel oder Buchsen
Lange Zeit war alles in Ordnung, doch auf einmal wird man so ein Brummen nicht mehr los?
Nicht selten hat sich einfach ein Stecker gelöst und sitzt nicht mehr richtig in der Buchse. Diese Cinch-Stecker mit ihren „Bohrfutterhüllen“ sind toll, aber den einen zieht man linksrum fest den nächsten rechtsrum. Und wenn man dann vor der Anlage steht, weiß man gar nicht mehr, wie rum man drehen muss. Schon sitzt alles derart fest, dass man nur noch mit Gewalt voran kommt.
Ruckzuck ist es passiert. Die Cinchbuchse dreht sich mit. Im Gerät wickeln sich die dünnen Käbelchen umeinander, bekommen Kontakt oder reißen einfach ab.
Reißt der „heiße“ Leiter – ist der Kanal tot. Beim zweiten Leiter spielt die Musik einfach weiter, denn den fehlenden Kontakt holt sich das Gerät dann eben vom anderen Stereo-Kanal.
Allerdings stellt sich dann auch gerne so ein Brummen ein.
Manchmal verschwindet es, sobald wir den Eingang am Verstärker umschalten, manchmal aber auch leider nicht.
Das Zusammentreffen von Potentialen
Den Begriff Potentiale zu erklären, würde an dieser Stelle zu weit reichen. Die Erläuterung dazu finden Sie im Bericht „Erdung und Potentiale“ in meinem HiFi-Handbuch (wenn es denn mal fertig ist).
Zu unterschiedlichen Potentialen kann es kommen, wenn wir verschieden geerdete Netze miteinander koppeln.
Unser Stromnetz ist das eine geerdete Netz. Der Kabelanschluss für TV und Radio kann das zweite Netz sein. Über das Antennenkabel führen wir beide Netze zusammen.
So eine Brummquelle entlarven wir also ganz einfach durch das Abziehen der Antennenkabel an allen Geräten, die mit unserer Stereoanlage verbunden sind.
Lösung
Der Elektrohandel hält für dieses Problem Mantelstromfilter bereit. Am besten schildern Sie dem Verkäufer Ihr Problem exakt, denn es gibt recht unterschiedliche Mantelstromfilter.
Erdungsbrummen
Eine sehr häufige Brummquelle ist das Erdungsbrummen.
In Deutschland haben wir so genannte Schutzkontakt-Steckdosen mit insgesamt drei Kontakten (Polen).
Für gewöhnlich nennen wir sie Plus – Minus – und Erde, was aber falsch ist. Die korrekte Bezeichnung lautet Aussenleiter (oder Phase), Neutralleiter und Schutzkontaktleiter.
Die Erdung ist für den Betrieb eines Elektrogerätes nicht zwingend erforderlich, es funktioniert auch ohne – sie kann uns aber das Leben retten, wenn mal etwas nicht in Ordnung ist.
Trotzdem gibt es auch Geräte, die lediglich einen zweipoligen Flachstecker (Eurostecker) besitzen und damit keinen Kontakt zum Masseleiter (Erdung) erhalten.
Ist dadurch die Betriebssicherheit gefährdet?
Den Punkt Betriebssicherheit will ich hier nicht aufgreifen, da die Verwendung der richtigen Kabel und Stecker nicht nur ein weites, sondern in Fachkreisen auch gerne kontrovers diskutiertes Thema ist. Von richtig, falsch oder gar gefährlich zu sprechen, ist hier also nicht relevant.
Ist der Klang gefährdet?
Ganz sicher ja! So lange wir Audiogeräte mit zweipoligen Kabeln (Cinch) verbinden, fließen nicht nur die Musiksignale durch diese Kabel sondern es findet auch der Potentialausgleich von einem Gerät zum anderen über die gleichen Leitungen statt. Und das kann nicht gut sein. Um für eine solide und ungestörte Musiksignal-Übertragung zu sorgen, müssten wir auf dreipolige Kabel und Steckverbindungen zurückgreifen. Aber dann auch vollständig – nicht nur hier und da mal eine. Im PA- und hochpreisigen Audiobereich finden wir deshalb überwiegend die dreipoligen XLR-Verbindungen.
Doch auch das ist hier nicht unser Thema.
Zu viel Erde – zu wenig Erde
Uns geht es darum, dass wir durch die Beschaffenheit der Geräte, der Stromkabel, Stecker und Audioverbindungen immer mal wieder mit einem kräftigen Brummen im Lautsprecher konfrontiert werden.
Und die korrekte Frage lautet dann: Haben wir jetzt eigentlich zu wenig Erdung oder zu viel?
Das Komplizierte daran:
Beide Zustände können das Brummen hervorrufen.
Unser Phonokabel am Plattenspieler hat in der Regel einen zusätzlichen Masseleiter, den wir sowohl am Plattenspieler als auch am Verstärker an den dafür vorgesehenen Erdungsklemmen anzuschließen haben.
In den meisten Fällen verschwindet dadurch das Brummen auf der Stelle.
Es kommt aber auch hin und wieder dazu, dass genau durch diese Masseleitung „zu viele“ Erdungspunkte in die Anlage gelangen. Hierdurch kommt es dann zu einer Brumm- oder auch Erdungsschleife.
Aber nicht nur die Masseleitung kann diese Brummschleife verursachen. Schon der Hersteller kann sie im Tonabnehmer bewusst legen.
Gerne wird nämlich der Minuspol des linken Kanals an Masse angelegt.
Er macht das in der Absicht, Brummprobleme zu verhindern, erreicht aber in manchen Anlagen genau das Gegenteil.
Zu der Erdung über den linken Kanal, die sich ja jetzt logischerweise mit dem Musiksignal bis hin in den Verstärker zieht, kommt es manchmal zu einer zweiten Erdung über das Tonabnehmergehäuse, das elektrischen Kontakt zur Headshell hat. Hat die Headshell wiederum leitenden Kontakt zum Tonarm und liegt dieser selbst an Masse an – ist der Tonabnehmer damit doppelt geerdet.
Das kann völlig ok sein, muss es aber nicht. Ergebnis: Es brummt.
Abhilfe schafft dann oft das Isolieren des Tonabnehmers von der Headshell durch Isolierband oder ähnliches.
Doch aufgepasst!
Manchmal hat der Tonabnehmerhersteller alles richtig gemacht und wir setzen selbst die Ursache.
Benutzen wir nämlich zu lange Schrauben, kann es sein, dass wir im Tonabnehmergehäuse mit dieser Schraube an einen signalführenden Kontakt stoßen und dadurch eine Brummschleife herstellen. Ist dies der Fall, brauchen wir kürzere Schrauben oder wir verwenden gleich welche aus Kunststoff.
Kurz und gut – der Plattenspieler ist schon nicht gerade selten der Verursacher von Brummgeräuschen und wenn Sie noch einen in Betrieb haben, dann würde ich auch hier mit meiner Such beginnen.
Ansonsten hat sich die folgende Vorgehensweise als nützlich erwiesen.
Schritt 1
Wir ziehen alle (!) Eingangskabel vom Verstärker ab und lassen nur noch das Strom- und die Lautsprecherkabel angeschlossen.
Brummt es dann, gibt es die folgenden möglichen Ursachen:
Der Verstärker ist defekt.
Es gibt Einstreuungen in den Verstärker
Es gibt Einstreuungen in das Stromnetz, die der Verstärker wiedergibt.
Es gibt Einstreuungen in die Lautsprecherkabel
Brummt es nicht, gehen wir über zu Schritt 2
Nun schließen wir das erste Gerät wieder am Verstärker an. Sollten wir noch einen Plattenspieler betreiben, dann beginnen wir natürlich mit ihm. Ansonsten nehmen wir irgend eine Komponente.
Brummt es, haben wir den Verursacher auf Anhieb gefunden.
Nun gibt es folgende Möglichkeiten:
Das angeschlossene Gerät ist defekt oder es ist von Einstreuungen betroffen
Das Kabel des angeschlossenen Gerätes ist defekt oder ist von Einstreuungen betroffen
Die Eingangsbuchse des Verstärkers ist defekt (anderen Eingang nehmen)
Der Eingang am Verstärker ist defekt (anderen Eingang nehmen)
Dieses Quellgerät erzeugt im Zusammenspiel mit dem Verstärker eine Brummschleife
Brummt es nicht, ziehen wir die Cinchkabel von diesem Gerät wieder ab und schließen das zweite Gerät am Verstärker an. So machen wir weiter, bis wir alle unsere Quellgeräte jeweils einzeln am Verstärker getestet haben. Brummt es irgendwann, haben wir den Verursacher gefunden, brummt es nie, erzeugt wohl eher die Kombination unserer Geräte das Brummen. Unter General-Verdacht stehen da jetzt zunächst alle Geräte mit Antennenanschluss. (Tuner, TV, Video …)
Um den Verursacher unter diesen Bedingungen zu finden, kehren wir die Versuchsreihe um und schließen nun zunächst alle Geräte wieder am Verstärker an. Brummt es jetzt (seltsamerweise) nicht, können wir davon ausgehen, dass einfach irgendein Kabel nicht richtig in der Buchse gesteckt hat oder es in einem Kabel einen Wackelkontakt gibt.
Brummt es jetzt wieder, dann vertragen sich hier zwei Geräte nicht miteinander. Erdungstechnisch gesehen. 🙂
Deshalb ziehen wir jetzt der Reihe nach jedes Gerät wieder einzeln vom Verstärker ab. Brummt es weiter, schließen wir es wieder an und fahren mit dem nächsten Gerät fort, bis das Brummen verschwindet. Irgendwann werden wir also einen Verursacher gefunden haben.
Dieses Gerät sorgt dafür, dass es eine Erdungsschleife gibt.
Möglicherweise ist es defekt – vielleicht stimmt aber auch was mit dem Kabel nicht. Bleibt das Brummen auch mit einem anderen Kabel – liegt es wohl mehr am Gerät, was wir dann in einer Werkstatt prüfen lassen sollten.
Bitte nicht die Massekontakte am Schukostecker abkleben!!
Es ist eine beliebte Notlösung, bei Brummproblemen einfach die Massekontakte des Schukosteckers mit Isolierband abzukleben. Tatsächlich wird auch immer mal wieder das Brummen genau dadurch beseitigt. Bedenken Sie aber bitte, dass die Sicherheit des Gerätes – und die Ihre !!) – nicht mehr gewährleistet ist.
Irgendwas muss ja das Brummen verursachen.
Möglicherweise besteht irgendwo ein Kontakt zwischen der Masse (Gerätegehäuse) und einem Kanal – im schlimmsten Fall sogar zu einem spannungsführenden Bauteil.
Eine moderne Elektroinstallation kann darauf reagieren und den Fehlerstrom-Schutzschalter im Hauptverteiler auslösen (FI). Sind aber die Schutzkontaktstifte abgeklebt, ist dieser Schutz nicht mehr vorhanden.
Also unterlassen Sie das lieber, wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist.
Fazit:
Ich hoffe, ich konnte die Frage: „Was tun, wenn es im Lautsprecher brummt?“ hinreichend beantworten und Ihnen Anhaltspunkte dafür geben, wo Sie mit der Suche nach einem Verursacher beginnen können.
Hinweis:
Normalerweise reicht es zum Verbinden oder Trennen der Cinchkabel aus, die Lautstärke am Verstärker ganz herunter zu regeln. Wir müssen uns hier aber vor Augen führen, dass wir möglicherweise einen technischen Defekt suchen. Deshalb geben wir uns nicht damit zufrieden, sondern schalten zumindest auch noch den Verstärker auf einen anderen Eingang. Es kann aber auch keine schlechte Idee sein, den Verstärker beim Umstecken ganz auszuschalten. [...]
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13. Dezember 2021HiFi-Handbuch / Roon-Spezial / StreamingWohin gehört die Fritz!box?
Wohin gehört die Fritz!box?
Wenn es um das Streamen von High-Resolution-Audio-Dateien (HRA) geht, verstreicht kaum ein Tag, an dem ich nicht die Frage gestellt bekomme:
„Wohin gehört die Fritz!Box?“.
(… dieser Bericht gilt natürlich auch entsprechend für Router anderer Hersteller)
Die Ursache dafür liegt in der Historie begraben, denn die Fritz!Box haben wir schon benutzt, als an das Streamen von hochaufgelösten Musikdateien noch nicht zu denken war.
Am Anfang …
war da die TAE-Dose der Deutschen Post. Unantastbar!
Und da unser Telefon über ein Kabel mit dieser Dose verbunden war, befand sie sich zentral im Flur. Dort, wo sie eigentlich niemand so richtig gebrauchen konnte, wo wir aber von allen Zimmern aus das Klingeln des Telefons hören konnten.
Selbst die Einführung der Schnurlostelefone konnte noch immer nichts daran ändern, dass die TAE-Dose im Flur blieb.
Dann kamen der Computer und das Internet.
Bis heute ist es in vielen Haushalten ein ungelöstes Problem, alle genutzten PC (Söhne, Töchter, Büro …) gescheit ans Internet anzubinden.
Netzwerke waren und sind nicht vorhanden oder stammen „aus dem letzten Jahrhundert“. Man muss feststellen, dass das Vernetzungskonzept in unseren Wohnungen und Häusern völlig veraltet und überhaupt nicht zeitgemäß ist.
Ein reines PC-Netzwerk – der nächste große Fehler.
Vielen Familien blieb gar nichts anderes übrig, als das Zuhause mit einem mehr oder weniger professionellen Netzwerk aufzurüsten. Einige verbanden gleich eine komplette Smart-Home-Installation damit. Kabel oder Sensoren an jedes Fenster, an jede Tür, an jeden Heizkörper, an alle Rollläden …
Und die Zentrale sitzt wie eh und je im Flur – oder im Keller.
Auf einmal brauchte man zum Fernsehen einen Internetanschluss.
Selbst extrem teure Smart-Home-Netze zeigen manchmal eine schmerzliche Lücke:
Der Fernseher ist nicht mit angebunden.
Das laufende Programm kann man vielleicht noch über WLAN anschauen, aber Amazon Prime oder Netflix … in höchster Auflösung? Kaum eine Chance!
Also muss noch einmal ein Kabel zum Fernseher gezogen werden.
Und jetzt kommt auch noch HRA-Streaming.
Und so sehen die meisten Situationen in diesem Moment dann aus:
TAE-Dose?
Immer noch im Flur oder im Keller.
Internetanschluss der HiFi-Anlage?
Meistens gar nicht vorhanden – wozu auch?
Ansonsten: WLAN – mit oder ohne Repeater.
Netzwerke über das Stromnetz (Devolo …).
… und im wirklich allerbesten Fall: Ein ultralanges Standard-Netzwerkkabel von der Zentrale im Keller zur Fritz!Box im Flur. Weit weg von der HiFi-Anlage, damit die WLAN-Strahlen bloß nicht den Klang beeinflussen. Und der Streamer ist dann eben mit WLAN angebunden.
Ergebnis:
Streaming klingt nicht! Tidal und Qobuz taugen nichts. Kann man alles abhaken!
Wer diese Realität tagtäglich erlebt, den darf es nicht wundern, dass es immer noch so viele Streaming-Gegner gibt.
Doch jetzt machen wir mal alles richtig!
Zunächst einmal müssen wir erkennen und auch anerkennen, dass wir HRA-Streaming machen wollen. Und dazu dürfen wir nicht mehr unsere gewachsenen Netzwerke nutzen.
Das ist so als würden wir unsere E-Mails ausdrucken und mit der Post verschicken.
Umdenken ist angesagt!
Wir müssen erkennen, dass der Weg hin zum echten High-Res-Audio-Klang über unser Netzwerk führt. Und das müssen wir jetzt an diesen neuen Bedarf anpassen.
Sonst wird das nie was!
Wichtigste Frage: Wer ist also der wichtigste und empfindlichste Abnehmer unseres Heimnetzes?
Korrekte Antwort: Unser Streamer!
Egal, ob der von Auralic, Melco, Innuos, SotM, Silent Angel oder Prime Computer kommt. Egal, ob der “nur streamt” oder auch Roon kann.
Den Telefonen, den Faxgeräten, den Computern, unserer Smart-Home-Anlage …
… ihnen allen ist es absolut schnuppe, an welcher Stelle sie in unserem Netz an dasselbige angeschlossen sind. Sie alle brauchen “irgendwie” Kontakt – mehr nicht.
Unsere HiFi-Anlage gibt sich zwar ebenfalls mit einem „Kontakt“ zufrieden. Ihre Klangqualität wächst aber, wenn wir uns mit unserem Netz auf ihre Anforderungen einstellen.
Erster Schritt:
Die TAE-Dose muss in die Nähe der Anlage!
Wieso ist das so?
Feststellung 1 – der “letzte Meter”
Keine Ahnung, wieso das so ist, aber ob es sich um unsere Stromkabel handelt oder wie hier um die Telefon-/Netzwerkkabel – mit dem letzten Meter bestimmen wir die Klangqualität.
Genauer:
Wir dürfen ein günstiges Telefonkabel vom Telekom-Hauptanschluss kreuz und quer durchs Haus verlegen, ohne große klangliche Einbußen erwarten zu müssen.
Wenn (!!) – wir folgendes beachten:
Wir müssen dieses Telefonkabel in einer Ethernetdose enden lassen (Pin 4 und 5).
Von dieser Ethernetdose zur Fritzbox benutzen wir dann ein hochwertiges LAN-Kabel wie das audioquest Diamond oder das Furutech NCF LAN8.
Auf keinen Fall dürfen wir das Telefonkabel in einer üblichen TAE-Dose enden lassen. Und auch die Idee, ein “relativ gutes” Netzwerkkabel direkt in der Fritzbox enden zu lassen, ist keine gute!
Nochmal:
* Das billige Telefonkabel ziehen wir vom Anschlusskasten bis in die Nähe unserer HiFi-Anlage.
* Dort schließen wir es an eine LAN-Dose an.
* Von dieser LAN-Dose zur Fritzbox verwenden wir ein gutes LAN-Kabel.
Zusatz:
Wenn der Preis keine Rolle spielt, kann man natürlich auch vom Hausanschluss aus direkt ein richtig gutes LAN-Kabel zur Fritz!Box ziehen.
Und wie dicht darf die Fritzbox an der Anlage stehen?
Hierbei stehen sich zwei Ziele gegenüber:
A) Wir wollen die teuren Kabel so kurz wie möglich halten.
B) Die Fritzbox darf nicht in die Anlage einstrahlen
Bei einem Preis von 998,- € für 75 cm will man die Fritzbox so dicht an die Anlage stellen wie möglich.
Mit empfindlichen Phonoteilen oder Aktivboxen will man die Fritzbox so weit wie möglich von der Anlage entfernen. Ein Abstand von 2m dürfte beiden Forderungen gerecht werden.
Alternative mit noch besserem Klang? = Audiophiler Switch!
Mittlerweile haben sich die audiophilen Switches durchgesetzt. Dies hat mehrere Vorteile:
a) Mehr Ruhe und ein stabileres Klangbild.
b) Wir haben mehrere LAN-Anschlüsse innerhalb der HiFi-Anlage.
c) Die Fritz!Box darf jetzt wieder weiter weg von der HiFi-Anlage stehen und kann so nicht mehr einstrahlen.
d) Die Verbindung zwischen Fritz!Box und Switch können wir jetzt auch mit Glasfaser realisieren.
Im zweiten Schritt kümmern wir uns nun um Ihr weiteres Heimnetz.
Es ergeben sich nun zwei Alternativen:
Ohne audiophilen Switch befindet sich die Fritz!Box nun im Hörzimmer. Also müssen wir nun ein LAN-Kabel wieder zurück zu dem Punkt ziehen, an dem der Router vorher gestanden hat. Dort setzen wir nun einen einfachen Switch ein und verteilen das Heimnetz in alle benötigten Richtungen.
Mit audiophilem Switch können wir sogar die Fritz!Box dort im Flur oder im Keller lassen und ziehen jetzt eben nur unsere audiophile Verbindung zur HiFi-Anlage. Ob nun mit einem hochwertigen LAN-Kabel oder mit Glasfaser.
Was Sie sonst noch so tun können, um die Klangqualität in Ihrem Heimnetz zu verbessern, lesen Sie in weiteren Berichten hier auf meiner Seite.
Viel Spaß dabei! [...]
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12. Dezember 2021HiFi-HandbuchBi – Wiring – was genau steckt dahinter und was soll das eigentlich?
Die englische Bezeichnung “Bi-Wiring” steht für „zweifache Verkabelung“ und bezieht sich dabei auf die Verbindung zwischen Verstärker und Lautsprecher. Und nein, es sind nicht die beiden Kabel für rechts und links gemeint – und auch nicht die für rot und schwarz, sondern zwei vollständige Kabelsätze, also jeweils 2 x „roter“ und 2 x „schwarzer“ Leiter – für rechts und noch einmal 2 x „roter“ und 2 x „schwarzer“ Leiter für links.
(Wobei das mit den Farben jetzt nicht so ernst genommen werden muss!)
Nun gut – ich schaue mir meinen Verstärker mal von hinten genauer an.
Zu finden sind da jeweils rechts und links zwei Lautsprecher-Klemmen. Auf jeder Seite eine schwarze und eine rote Klemme.
Diese Klemmen können so genannte „Bananas“ aufnehmen, die man von hinten in die Buchsen steckt, oder aber Kabelschuhe, also solche U-förmigen Klemmen, die man mit diesen Buchsen so richtig festklemmen kann, oder man kann auch einfach lose Kabelenden in ein Loch im Gewinde schieben und ebenfalls festklemmen.
Aber – mehrere Möglichkeiten, ein Lautsprecherkabel aufnehmen zu können, die hat man ja wohl deshalb geschaffen, weil man nicht nicht wissen konnte, welche Anschlüsse die späteren Kabel haben werden – und nicht deshalb, damit man mehrere Kabel gleichzeitig anschließen kann, oder?
Und wozu auch? Weil ich mehr als ein Paar Lautsprecher anschließen will?
Das ist nicht ganz ungefährlich! Dadurch sinkt nämlich der Widerstand und das mögen viele Verstärker ganz und gar nicht!
Also ganz klar – je länger ich auf meinen Verstärker schaue, umso sicherer werde ich, dass ich mit einem zweiten Kabelsatz nichts anfangen kann.
Oder doch?
Schauen wir doch mal auf meine Lautsprecher.
Und siehe da!
Da finden sich doch tatsächlich zwei Paar Anschlussklemmen an jedem Lautsprecher!
Die beiden roten und die beiden schwarzen Klemmen sind jeweils mit einem Metallstreifen verbunden. Und auf dem Anschlussfeld finden sich die Aufschriften „Low“ und „High“.
Wenn ich diese Metallstreifen entferne, kann ich also tatsächlich einen Kabelsatz im Mittelhochton- und einen im Bassbereich einsetzen.
Aber – soll ich jetzt die beiden Kabelsätze am Verstärker an ein und dem gleichen Terminal-Paar anschließen? Brauche ich für so etwas nicht einen ganz anderen Verstärker oder gar ein Zusatzteil wie eine aktive Weiche?
Jede Logik muss uns doch sagen, dass an diesen Terminals am Verstärker „die ganze Musik“ anliegt, also sowohl die tiefen als auch die hohen Töne.
Und tatsächlich gibt es sogar solche „Weichen“ – aber stecken die nicht schon in den Lautsprechern?
Natürlich stecken sie in den Lautsprechern!
Genau so, wie bei der Eisenbahn die Weichenstellung bestimmt, welcher Zug in welche Richtung weitergelenkt wird, so kann eben auch eine Weiche bestimmen, welche Töne zum einen und welche zum anderen Ausgang geschickt werden.
Also, um mit Grönemeyers Worten zu sprechen: Was soll das?
Grundvoraussetzung dafür, sich überhaupt diesem Thema nähern zu können, ist die Anerkennung der These, dass die Musik-Informationen nur dann durch ein Kabel fließen, wenn sie auf der Lautsprecherseite auch eine „Arbeit“ zu verrichten, sprich: einen Treiber oder ein Chassis zu bewegen haben.
Ist das angesteuerte Chassis nicht in der Lage, bestimmte Frequenzen wiederzugeben, nehmen wir hier mal einen Hochtöner, der natürlich einen 100Hz-Ton nicht wiedergeben kann, dann fließt auch diese Frequenz mit 100 Hz und alles darunter gar nicht erst durch das Kabel.
Nehmen wir ein Bass-Chassis, das ab spätestens 200 Hz keinen Ton mehr von sich gibt, dann fließen durch das angeschlossene Kabel eben auch keine Frequenzen mehr ab 200 Hz aufwärts.
Weil sie keine „Arbeit“ zu verrichten haben.
Ein Einwand wäre jetzt zulässig, bei dem man darauf hinweist, dass ja im Lautsprecher eben so eine Weiche eingebaut ist, was möglicherweise bedeutet, dass ja doch alle Frequenzen, also z.B. auch die niedrigen zum Hochtöner geschickt werden.
Die hohen Frequenzen bewegen das Chassis, verrichten also ihre „Arbeit“ und die tiefen Frequenzen werden in der Weichenkonstruktion mit Spulen und Kondensatoren „vernichtet“.
Um in der Weiche vernichtet werden zu können, müssen sie ja aber auch erst einmal dort hin geflossen sein, oder?
Ein Einwand, den ich also nachvollziehen und auch nicht entkräften kann. Die Bi-Wiring-Theorie besagt jedoch beharrlich, dass nur die Frequenzen durch ein Kabel fließen, die vom Chassis auch genutzt werden. Alle anderen Frequenzen fließen eben nicht. Diese These verfolgt konsequent den Denkansatz, dass Weichen die ungenutzten Frequenzen nicht “vernichten”, sondern vielmehr “blockieren”. Damit dürften sie dann tatsächlich nicht fließen.
Dies bedeutet im Klartext:
Schließe ich ein Lautsprecherkabel an meinen Verstärker an und verbinde es mit einem Hochtöner, dann kann ich ein noch so bass-starkes Musikmaterial auflegen, durch das Kabel werden ausschließlich die hohen Frequenzen fließen und kein Bass!
Solange ich keinen Bass-Lautsprecher dazu anschließe – gibt es nur Höhen – Basta!
Und umgekehrt – schließe ich dieses Kabel an ein Bass-Chassis an, fließen eben keine hohen Frequenzen durch dieses Kabel.
So weit – so gut, gehen wir einmal davon aus, dass wir diese Theorie jetzt einfach so akzeptieren. Worin genau soll der Vorteil bei der Verwendung von zwei Kabeln liegen? Denn wissen wir nicht alle, dass Musik in der Regel sowohl aus tiefen als auch aus hohen Tönen, inklusive aller, die dazwischen liegen, besteht? Also müssen ja alle Frequenzen irgendwie vom Verstärker zum Lautsprecher gebracht werden!?
Da wir Menschen uns Strom irgendwie überhaupt nicht vorstellen können, man kann ihn ja weder sehen, noch riechen, noch hören – höchstens fühlen, aber meist halt nur ein mal – bleibt mir gar nichts anderes übrig, als hier „an den Haaren herbeigezogene“ Vergleiche anzubringen.
Nehmen wir also das Beispiel einer Rolltreppe.
Die effektive Fortbewegungsgeschwindigkeit einer Person, die auf einer Rolltreppe steht, entspricht der Geschwindigkeit mit der sich die Rolltreppe bewegt.
Läuft jemand auf der Rolltreppe selber mit, erhöht sich seine effektive Geschwindigkeit nach der Formel: Rollgeschwindigkeit plus Laufgeschwindigkeit = effektive Geschwindigkeit.
Das ist ja dann lustig, wenn eine Fliege im Überschallflugzeug von hinten nach vorne fliegt – dann fliegt sie nämlich effektiv schneller als das Flugzeug! 🙂
Läuft jemand der Rollrichtung entgegen, wird er effektiv deutlich langsamer und kann sogar rechnerisch Geschwindigkeiten im Minusbereich erreichen.
Wechselt er seine Laufrichtung immer wieder, verändert sich auch jedes mal seine effektive Geschwindigkeit.
Und jetzt stellen wir uns vor, die Rolltreppe selbst würde auch noch dauernd ihre Laufrichtung wechseln.
Zurück zum Musiksignal:
Ein tiefer 50 Hz-Ton wechselt pro Sekunde 50 mal die Flussrichtung. Dabei muss sehr viel „Strom fließen“, denn es gilt, ein großes, schweres Chassis anzutreiben.
Dieser 50 Hz-Ton übernimmt jetzt einmal in unserem Beispiel die Funktion der Rolltreppe und bewegt sich wie gesagt mit 50Hz immer hin und her.
Die Person in unserem Beispiel hat jetzt die Rolle eines 500 Hz-Tones zu übernehmen.
Er wechselt also sehr schnell seine Laufrichtung, so schnell, dass wir das mit unserem Auge nicht mehr wahrnehmen können und die „Wege“, die er zurücklegt, sind entsprechend kurz.
Mit anderen Worten: Wir sehen bei der Person praktisch keine Fortbewegung durch eigenes Laufen. Allerdings bewegt er sich im 50-Hz-Takt mal nach vorne, mal nach hinten.
Voran – kommt er damit nicht.
Und genau hier hakt dieses Beispiel.
Strom – also elektrische Signale müssen nicht „voran“ kommen, so wie eine Person auf einer Rolltreppe.
Strom bewirkt schon allein durch das „Hin und Her“ etwas.
Bei einem Wasserschlauch muss das Wasser aus dem Wasserhahn heraus durch den langen Schlauch hindurch fließen und kann dann vorne den Schlauch verlassen, um zum Beispiel unsere Blumen zu bewässern.
In einem Stromkabel und so auch in einem Signalkabel muss aber kein „Stromteilchen“ den ganzen Weg hindurch durch das Kabel fließen, um dann „hinten“ aus dem Kabel herauszufließen und dort eine Aufgabe zu erfüllen.
Damit Strom fließen kann, brauchen wir zwei Kabel, bzw. zwei Leiter oder Pole und die winzigste Hin- und Herbewegung bedeutet bereits, dass Strom fließt.
Mein Physiklehrer hat damals versucht, uns das mit einem Rohr zu verdeutlichen, das mit Kugeln gefüllt ist. Sobald ich an der einen Seite eine Kugel hineinstecke, fällt auf der anderen Seite eine heraus.
Nun – bei einem Lautsprecher fällt normalerweise zum Glück nichts heraus, aber lassen Sie mich an dieser Stelle auch zu der Funktionsweise eines konventionellen Lautsprechers etwas erläutern:
Man stellt sich am besten vor, wir halten in beiden Händen ein Band. Das linke Band ist vorne an einer Pappfläche befestigt. Das rechte Band ist an der Rückseite der Pappfläche befestigt, wird dann über eine Rolle ebenfalls nach vorne gelenkt und dort halten wir es in der rechten Hand.
Ziehen wir am linken Band, bewegt sich die Pappfläche nach vorne, ziehen wir am rechten Band, bewegt sie sich nach hinten.
Könnten wir jetzt 50 mal pro Sekunde unsere Zugrichtung ändern, hätten wir einen „mechanischen Lautsprecher“ gebaut, den wir sogar hören könnten.
In unseren elektrischen Chassis passiert genau solch ein Vorgang, nur dass der Verstärker nicht an Bändern zieht, sondern Strom zu den Chassis fließen lässt.
Dort gibt es dann eine Spule und einen Magneten. Fließt der Strom von plus nach minus bewegt sich das Chassis nach vorne, fließt er von minus nach plus, bewegt es sich nach hinten.
Und im Gegensatz zu uns ist ein Verstärker durchaus in der Lage, seine „Zugrichtung“ auch mehrere tausend mal pro Sekunde zu verändern.
Durch ein Signalkabel, also durch das Lautsprecherkabel fließen alle in der Musik vorhandenen Frequenzen gleichzeitig.
Finden Sie das nicht auch unglaublich?
Wie kann es sein, dass wir von einer Frauenstimme selbst die feinsten Details vernehmen können, obwohl gleichzeitig eine mächtige Bassunterstützung und große Pauken so „mächtige Ströme“ fließen lassen, dass doch eigentlich alle anderen Informationen „untergehen“ müssten?
Nun – das ist auch für mich nach wie vor immer noch ein Phänomen, dass ich mit meinem Kopf wohl niemals begreifen werde – aber es ist so. Unsere heutigen Geräte, die können das.
Aber geht das nicht besser?
Und genau da behauptet jetzt die Bi-Wiring-Theorie, dass wir das Klangbild verbessern können, wenn wir die hohen Töne von den tiefen Tönen getrennt durch zwei verschiedene Kabel leiten.
Ich für mein Teil muss sagen, dass ich das für das Logischste der Welt halte, eben weil ich mir nicht vorstellen kann, wie das mit allen Frequenzen in einem Kabel überhaupt funktionieren kann und mir liegt die Frage auf der Zunge:
Reicht das denn überhaupt?
Wäre es nicht besser, noch viel mehr Kabelsätze einzusetzen?
Doch – immer mal langsam mit den jungen Pferden:
Wie viele Kabelsätze maximal sinnvoll sein können, bestimmt ja die Anzahl der Chassis in unserem Lautsprecher. Wenn ich nur zwei Chassis habe – was soll ich dann z.B. mit 10 Kabeln?
Das wäre ja dann so wie mit der Mülltrennung bei uns im Amt. Jeder bekommt drei Abfalleimer in drei unterschiedlichen Farben für drei unterschiedliche Abfallsorten. Die Reinigungskraft holt jeden Morgen alle drei Abfalleimer in den Flur und kippt die Inhalte in ein und dieselbe (!) große Tüte.
Doch selbst Lautsprecher mit drei oder mehr Chassis müssen nicht als Mehrwege-Lautsprecher konstruiert sein. Nicht die Anzahl der Chassis bestimmt nämlich die Anzahl der „Wege“ – dies übernimmt allein die Weiche.
Bi-Wiring richtet sich damit ausschließlich an Zwei-Wege-Boxen. Bietet der Lautsprecher drei Wege, so müsste man auch konsequenterweise Tri-Wiring betreiben.
Lassen Sie mich hier aber bei unserem Thema Bi-Wiring bleiben.
Die meisten Lautsprecher sind Zwei-Wege-Konstruktionen und damit eben geeignete Klienten für Bi-Wiring.
In der Praxis muss aber gesagt werden, dass nicht jeder Lautsprecher durch diese Maßnahme an Klang-Qualität gewinnt. Bei so manch einem ist das auch unmöglich.
So habe ich mal für einen Kunden die Innenverkabelung seiner Lautsprecher mit einem auf „Intelligenz zielenden“ Namen wechseln sollen. Diese Lautsprecher in halber „Telefonzellengröße“ wurden mit der Möglichkeit des Tri-Wiring-Betriebs beworben und hatten demnach an der Rückseite 3 Terminalpaare, die man auch noch einzeln schalten konnte.
Nachdem ich das Anschlussfeld herausgeschraubt hatte, offenbarte sich ein trauriges und überhaupt nicht intelligentes Bild: Alle drei Terminalpaare waren durch einen Draht miteinander verbunden. Völlig gleichgültig also, welches der Terminalpaare man verwendete, wie viele Kabel man benutzte und welche Schalterstellung man auch wählte – die tatsächliche Anschluss-Situation war immer identisch.
Dass der Besitzer einer solchen Box zwischen Single-Wiring, Bi-Wiring und selbst Tri-Wiring keine großen Unterschiede hören konnte, verwunderte nicht.
Allerdings gibt es auch hinreichend viele Beispiele für Lautsprecher, die im Bi-Wiring-Betrieb zu echten Höchstleistungen auflaufen.
Ob und wie ein Lautsprecher auf den Bi-Wring-Betrieb reagiert, dass hängt allein von seiner Konstruktion ab.
Nehmen wir als Beispiele die Elise I und die Pearl I aus meinem Lieferprogramm.
Während sich die Elise I durch Biwiring nicht noch weiter verbessern lässt, legt die Pearl I durch den Einsatz eines zweiten Kabelsatzes deutlich an Klangqualität zu.
Logischerweise bot der Hersteller die Elise I dann auch nicht mit Terminals für Bi-Wiring an.
Muss man zwei identische Kabelsätze verwenden oder dürfen es auch unterschiedliche Kabel sein?
Zugegeben – die Verlockung ist groß:
Der Bass ist schwammig?
Also nehme ich im Bassbereich ein Kabel, dass den Bass trockener und dünner werden lässt.
Die Höhen nerven?
Also nehme ich im Hochtonbereich ein Kabel, dass schöne, volle Höhen zaubert, oder?
Ja, sicher dürfen Sie das machen – es sind ja Ihre Lautsprecher, Ihre Kabel und es ist Ihr Geld!
Aber bei dieser Vorgehensweise muss man berücksichtigen, dass jedes Kabel eigene elektrische Parameter besitzt. Und wenn wir jetzt für den Bass und die Höhen unterschiedliche Kabel mit unterschiedlichen Parametern einsetzen, machen wir nichts anderes, als in die Weichenauslegung einzugreifen. Mit vollem Risiko! Das kann gut gehen, muss es aber nicht.
Keine Angst – Sie können nichts „kaputt machen“ – außer: Den Klang!
Manchmal hören wir auf Anhieb, dass unsere Probleme beseitigt sind und freuen uns. Ein paar Tage später erkennen wir die neu hinzugekommenen Probleme, die regelmäßig unsere vorherigen Probleme übersteigen. Meine Empfehlung geht daher auf jeden Fall dahin, zwei identische Kabelsätze zu verwenden, oder zumindest zwei „ähnliche“ – vielleicht vom gleichen Hersteller.
Fazit:
Beim Bi-Wiring fließen die hohen und tiefen Frequenzen durch getrennte Kabel und manipulieren sich nicht mehr gegenseitig. Die Höhen werden nicht von den „großen Bass-Strömen“ beeinflusst und die Bässe klingen einfach sauberer – befreit von den „firlefanzigen“ Höhen.
Das alles funktioniert jedoch nur dann, wenn der Boxenentwickler die Weiche dafür ausgelegt hat. Wie so oft ist also mal wieder ausprobieren angesagt. [...]
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11. Dezember 2021HiFi-HandbuchNetzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung.
Mit diesem Bericht will ich Ihnen die Bedeutung dieser wichtigen Bausteine ein wenig näher bringen.
Netzstrom
Unser Energielieferant versorgt uns hier in Deutschland mit 230 Volt Wechselstrom. Doch kaum ein Elektrogerät funktioniert tatsächlich mit diesem Wert. Oft reichen schon 12V oder 15V, um das eigentliche Gerät damit zu betreiben. Also müssen wir den Strom auf diese geringeren Werte herunter-transformieren.
Wir brauchen einen Trafo (Transformator)
Um von 230V auf diese niedrigere Spannung zu kommen, brauchen wir so einen Trafo.
Das sind zwei Spulen auf einem Eisenkern. Fließen die 230V durch die eine Spule, wird auch eine Spannung in der zweiten Spule erzeugt. Der dabei entstehende Wert ist abhängig von der Anzahl der Wicklungen, die diese Spule hat. Je nachdem, wie oft wir also unseren Draht um den Eisenkern wickeln, erhalten wir am Ende 12V, 15V oder irgend einen anderen Wert, den wir benötigen.
Es war einmal …
Doch dieses Verfahren findet man heute nur noch selten. Es hatte nämlich den gravierenden Nachteil, auch dann Strom zu verbrauchen, wenn die angeschlossenen Geräte gar nicht benutzt wurden.
Schaltnetzteile – die optimale Lösung!?
Abhilfe schaffen, sollten und konnten die so genannten Schaltnetzteile. Durch entsprechende Standardisierung (auch wenn uns das völlig anders erscheint) und durch die hohen gefertigten Stückzahlen konnten die Kosten für diese Netzteile erheblich gesenkt werden. Und sie haben zudem den Vorteil, kaum Strom zu verschwenden, was ja schon mal toll ist und unser schlechtes Umweltgewissen beruhigt.
Allerdings sind so einige Leutchen mit diesen einfachen Schaltnetzteilen überhaupt nicht zufrieden.
Miese Qualität
Wenn ein Einkaufspreis von 1,50 € immer noch gedrückt werden muss, dann muss man sich nicht wundern, wenn diese Teile schon verschmoren, bevor das Elektrogerät überhaupt in Betrieb genommen werden konnte. (Habe ich selbst bei einem Scanner erlebt)
Die Leistung bricht in sich zusammen
Messen wir die Ausgangswerte während kein Gerät angeschlossen ist, scheint alles in Ordnung zu sein. Doch das ändert sich nicht selten, sobald das zu betreibende Gerät diese Leistung einfordert. Manchmal ist das nicht so schlimm, wenn z.B. eine kleine Lampe nicht ganz so hell leuchtet wie sie es könnte, aber manchmal merken wir das doch, weil die Maschine dann instabil läuft und keine rechte Kraft entwickeln kann.
Und wieder ein anderes mal klingt es einfach nur nicht so gut und kein Mensch kommt auf die Idee, dass das Netzteil der Schuldige sein könnte.
Schlechtes Netzteil – schlechter Klang
Betreiben wir ein HiFi-Gerät mit so einem instabilen Netzteil, dann kann das schon mal schnell für einen richtig schlechten Klang sorgen. Um ein Orchesterwerk oder einen dynamischen Rock-Song mit all seiner Dynamik reproduzieren zu können, ist mal weniger und mal mehr Strom erforderlich. Das Netzteil muss in den leisen Passagen für „Ruhe“ im Klangbild sorgen und in den lauten eben entsprechend schnell und viel Strom liefern können.
Ohne Input kein Output
Bricht die Stromversorgung ein, kann die Komponente nicht optimal funktionieren. Aus einem mitreißenden, dynamischen Musikstück wird dann ein langweilig dahinplätscherndes Etwas.
Die Reinheit des Klangs
Doch das ist nicht das einzige Problem dieser Standard-Netzteile. Das zweite Problem ist, dass sie funktionsbedingt selbst Störungen erzeugen und diese in unser Stromnetz einspeisen. Diese Störungen mögen sich nach den ersten Metern durch unsere Leitungen mit all dem anderen „Elektromüll“ vermischen und dann für sich gar nicht mehr auffallen, aber steckt so ein Billig-Netzteil in der Verteilerleiste unserer Stereoanlage – weil es z.B. zu einem Plattenspieler, einem Internetradio oder gar einer Halogenlampe gehört – dann sollten wir schnell damit aufhören, unser Geld in bessere Komponenten zu stecken und stattdessen erst einmal diesen Störer beseitigen.
Musikgeräte „funktionieren“ nicht nur mit Strom, sie arbeiten mit Strom!
Es besteht ein gravierender Unterschied zwischen Geräten, die Strom einfach nur dafür brauchen, um zu funktionieren, also z.B. sich zu drehen oder zu leuchten …
und Geräten, die aus Strom Musik entstehen lassen.
Es ist ganz wichtig – dass Sie diesen Unterschied begreifen!
Musikgeräte brauchen nicht nur Strom, damit man sie einschalten kann.
Musik-Komponenten arbeiten mit Strom als „Ausgangs-Material“.
Musikgeräte verarbeiten Strom wie ein Töpfer Ton verarbeitet, wie ein Maler Farbe verarbeitet.
Musikgeräte erhalten die Musik-Informationen in Form von Stromsignalen. Sie lesen die Musik aus dem Strom heraus, verstärken die erkannten Signale, wandeln sie um und leiten sie wieder als Stromsignale an die nachfolgenden Geräte weiter.
Störungen sind auch Signale!
Und ihre Werte liegen manchmal im gleichen Bereich, wie die Musiksignale selbst.
Wie soll die nachfolgende Komponente nur „wissen“, was von den ankommenden „Signalen“ Musik ist und was Störungen sind?
Eine intelligente Komponente, die das unterscheiden kann, die gibt es noch nicht.
Unsere Aufgabe liegt also darin, die Störungen gar nicht erst zu erzeugen oder sie nicht zu unserer Stereoanlage durchdringen zu lassen.
Filter als Lösung?
Filter sind eine mögliche und beliebte Vorgehensweise. Zu diesem Thema lesen Sie bitte an anderer Stelle in diesem Buch weiter. (Artikel noch nicht online)
Leistungsfähige, stabile und „saubere“ Netzteile
Die so genannten audiophilen Netzteile kommen gerade in „Mode“. Doch neu – sind sie ganz und gar nicht.
Wären Sie bereit, sich ein Gerät für 250,- € zu kaufen und für das benötigte Netzteil 2.750,- € zu bezahlen? Niemals, oder?
Und was ist, wenn ich Ihnen sage, dass Sie das möglicherweise schon längst getan haben!?
Lassen Sie mich die Tiefe dieses Themas mal an einem recht beeindruckenden Beispiel erläutern.
Extrem-Beispiel aus der Realität
In den 80-er und 90-ger Jahren handelte ich mit den Geräten einer teuren amerikanischen Marke und da gab es Mono-Verstärker (von denen man also zwei Stück brauchte) mit sehr imposantem Erscheinungsbild.
Fast 60 cm hoch, 50 cm tief, 30 cm breit und mit einem Versandgewicht von gut 100 kg.
Zu dieser Zeit haben sie rund 60.000,- DM pro Paar gekostet.
Sie hätten damals mal dabei sein sollen, wenn der Cheftechniker des deutschen Vertriebs eine kleine Platine (etwa 15 x 15 cm) aus einer der Endstufen zog und erklärte, dass das jetzt die „Audio-Platine“ sei.
Wer dann erstaunt auf diese „Heizkörper“ schaute und fragte, was denn dann der Rest sei, bekam zur Antwort: „Der Rest ist das Netzteil. Es kümmert sich darum, den Strom stabil und sauber zu machen.“.
Natürlich stimmte das nicht so zu Hundert Prozent, aber es traf die Aussage sehr genau, die ich hier gerne tätigen möchte.
Zwei Netzteile für 55.000,- DM
Wenn wir nämlich mal dieser „Audio-Platine“ unterstellen, vom Allerfeinsten gewesen zu sein und einen Gegenwert von 2.500,- DM/Stück besessen zu haben, blieben also 55.000,- DM übrig, die in „die beiden Netzteile“ geflossen sind.
So darf man das nicht sehen!?
Natürlich konnte man die Teile nicht getrennt voneinander kaufen und auch nicht betreiben. Das alles war eben “ein Gerät” und niemand kam auf die Idee, die Bausteine getrennt zu betrachten.
Um Verständnis werben
Ich möchte mit dieser kleinen Geschichte auch lediglich erreichen, dass Sie mehr Verständnis für die Bedeutung von Netzteilen aufbringen.
Das Denken ist uns Menschen manchmal ganz schön im Weg.
Während ein Netzteil im gleichen Gehäuse kosten darf was es will und muss, sollte ein Netzteil im getrennten Gehäuse nach der Meinung vieler mit 10,- € doch gut bezahlt sein, oder?
Was sollte ich als Musikliebhaber tun?
Erster Schritt:
Verbannen Sie alle Netzteile, die Sie für die Stereo-Anlage nicht zwingend benötigen, aus der Nähe der Anlage. Ihre Plattenspielerbeleuchtung mag ja noch so stylisch aussehen – wenn sie aber über so ein billiges Schaltnetzteil (intern oder extern) betrieben wird, ist das nicht gut!
Also alles, was an Netzteilen nicht unbedingt benötigt wird, das muss ganz weit weg von der Stereo-Anlage betrieben werden – wenn überhaupt.
Zweiter Schritt:
Bei den Geräten, die sie weiter betreiben möchten/müssen, ersetzen Sie diese kleinen Standard-Netzteile durch spezielle Netzteile, die aus audiophiler Sicht entwickelt wurden. Hierbei geht es zwar primär darum, die mit diesen Netzteilen betriebenen Geräte klanglich zu verbessern, aber das Ziel, mit einem besseren Netzteil keine oder weniger Störungen zu erzeugen ist nicht weniger von Bedeutung.
Und was nimmt man da nun?
Ein paar Beispiele für gute Netzteile und deren klangliche Auswirkungen finden Sie in meinem aktuellen Netzteile-Vergleichsbericht.
Zum Netzteil-Hörbericht.
[...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchSkating und Antiskating beim Plattenspieler
Haben Sie schon mal einen Bericht über die Skatingkraft lesen wollen, ihn dann aber angesichts der vielen komplizierten Formeln gleich wieder beiseite gelegt?
Willkommen im Club!
Von den meisten Erklärungen, die ich bisher so lesen konnte, habe ich nicht viel verstanden. Was wohl hauptsächlich daran liegt, dass ich sie für “ziemlich falsch” halte.
Wenn mir nämlich jemand erklären will, dass die Skatingkraft dadurch entsteht, dass die Reibung der Abtastnadel an der inneren Rillenflanke der Schallplatte größer ist als die an der äußeren Flanke, dann beschreibt er damit zwar eine Auswirkung, verschweigt aber deren Ursache.
Eine Skatingkraft, die durch die unterschiedlichen Reibungskräfte an den Rillenflanken erzeugt wird, die gibt es jedenfalls nicht!
Es soll die Skatingkraft nicht geben?
Finden wir nicht Berichte über sie in Hülle und Fülle – auch in wirklich ernst zu nehmenden, geradezu “wissenschaftlichen” Fachbüchern und natürlich auch bei Wikipedia?
Nun – das stimmt durchaus.
Doch hat uns diese Wissenschaft nicht schon viel größere Irrtümer beschert!?
Ein einziger falscher Rückschluss und schon war der gesamten westlichen Welt in den 60-er Jahren eine Glutamat-Unverträglichkeit bescheinigt worden, die bis heute nicht bestätigt werden konnte!
Eine ähnlich „verunglückte“ Auswertung hat aus meiner Sicht immer wieder bei der Betrachtung der Skatingkraft stattgefunden.
Nicht wenige bezweifeln deshalb diese Behauptungen und bauen die Antiskating-Vorrichtungen an Ihren Tonarmen wieder ab oder statten sie gar nicht erst damit aus.
Aber auch das ist falsch!
Weil es ohne eine korrekt eingestellte Antiskatingkraft zu Verzerrungen kommen muss!
Doch wieso brauchen wir eine Antiskatingkraft, wenn es die Skatingkraft gar nicht gibt?
Ganz einfach:
Weil es durchaus Kräfte gibt, die seitlich auf den Tonarm einwirken. Nur kommen sie nicht von der unterschiedlichen Reibung an den Rillenflanken, sondern diese unterschiedliche Reibung resultiert daraus.
Gehen wir der Angelegenheit doch mal systematisch auf den Grund:
Skating – was heißt das denn überhaupt?
Skating ist das englische Wort für Schlittschuhlaufen und darf wohl als Synonym für das „Gleiten über eine Oberfläche“ betrachtet werden. Mit oder ohne Rillen.
Namen sind Schall und Rauch und Skating passt gut zu dem, was tatsächlich geschieht, also bleibe auch ich in diesem Beitrag bei dieser Bezeichnung.
Damit wir erkennen können, was für Kräfte tatsächlich auf einer sich drehenden Schallplatte auftreten, habe ich mal ein kleines Demonstrations-Video gedreht. Nein, ein Spielberg ist sicher nicht an mir verloren gegangen, aber es sollte doch zu erkennen sein, was ich demonstrieren will.
Auf meinem guten alten Philips 504 dreht sich eine ausrangierte, mehr oder weniger “glatte” Antiskating-Mess-Schallplatte.
An einem Ende eines Bambus-Stabs habe ich ein Loch gebohrt und dort einen Faden hindurch gezogen. Mit diesem Faden habe ich den Stab in einen Halter eingespannt, so dass sich der Stab seitlich frei bewegen kann. Ich hätte das auch einfacher demonstrieren können, indem ich den Stab zwischen Daumen und Zeigefinger halte, aber ich befürchtete, danach zum zweiten Uri Geller erklärt zu werden und habe mich lieber mal für den Faden entschieden. 🙂
In dem Video kann man folgendes erkennen:
Es gibt auf der sich drehenden Scheibe drei Zonen, die unterschiedlich auf den Tonarm einwirken.
In der Mittel-Linien-Zone (Zone 1) bleibt der Tonarm/Stab dort stehen, wo er abgesetzt wird. Es gibt dort keine seitlich wirkenden Kräfte, also auch keine Skatingkräfte.
In der unteren Zone (Zone 2) wird der Tonarm/Stab nach links gezogen.
In der oberen Zone (Zone 3) wird der Tonarm/Stab nach rechts geschoben.
Zum Video “Skatingkraft” anklicken:
Skatingkraft
Wird der Tonarm “nach links” gezogen, versucht er dieser Zugkraft zu folgen. Da er aber an seinen Lagerpunkt “gefesselt” ist, kann er der Schallplatte nicht folgen – er kann sich nur um seinen Lagerpunkt drehen. Die Kurve, die er hierbei beschreibt, führt ihn automatisch zum Schallplatten-Mittelpunkt und es sieht so aus, als würde der Tonarm zum Mitteldorn hin gezogen werden.
Befindet sich der Tonarm in der Zone 3 und wird er nach “rechts” geschoben, beschreibt er wieder nur die ihm bestimmte Kurve um seinen eigenen Drehpunkt und dreht sich damit nach außen zum Schallplattenrand hin.
Beide Bewegungen sind dem Lagerpunkt des Tonarmes geschuldet und haben nicht wirklich etwas mit “innen” und “außen” zu tun. Liegt der Tonarm/Stab exakt auf der parallelen Mittellinie auf, gibt es überhaupt keine seitlich einwirkenden Kräfte.
Hier eine Skizze zur Definition der parallelen Mittel-Linie.
Bitte montieren Sie Ihren Tonarm nicht so, dass die Nadel die Schallplatte auf der parallelen Mittellinie berührt. Die sich hierdurch ergebende, äußerst schlechte Tonarmgeometrie verhindert, dass die Nadel der Rille folgen kann und irgendwas geht dabei ganz bestimmt kaputt!
Zwischenfazit:
Es gibt auf der Schallplatte drei Zonen mit unterschiedlichen seitlich wirkenden Kräften auf den Tonarm.
Damit müssen wir aber jetzt zu der folgenden Frage kommen:
Wo ist denn der geometrisch günstigste Montagepunkt für einen Tonarm?
Da dieses Thema sehr umfangreich ist, finden Sie eine genaue Anleitung zur Tonarm-Montage und zur Tonabnehmer-Justage jeweils in einem eigenen Beitrag.
So viel sei aber an dieser Stelle verraten:
Bei einem korrekt justierten Tonarm trifft die Abtastnadel die Schallplatte im Bereich der zweiten Zone – also in der Zone, in der der Tonarm nach links gezogen wird. Sein Lager zwingt ihn in Richtung Plattenmitte. Auf einer glatten Schallplatte wie in meinem Video würde der Arm also sofort zur Plattenmitte gleiten.
Bei einer normalen Schallplatte geht das aber nicht, weil die Nadel “tief in der Rille” steckt und über die innere Rillenflanke nicht hinweg kommt. Allerdings drückt die Nadel nun gegen die innere Flanke und erzeugt damit eine hohe Reibung.
Der Druck auf die äußere Rillenflanke ist dementsprechend geringer.
Genau hier treffe ich mich also wieder mit allen, die behaupten, die Reibungskräfte an den Rillenflanken seien unterschiedlich stark.
Nur ist das eben eine Folge und keine Ursache.
Wie dem auch sei, eines steht fest:
Wir müssen diese starke Reibung an der inneren Rillenflanke durch eine Gegenkraft ausgleichen.
Es besteht nämlich die akute Gefahr, dass der Druck des Diamanten gegen die äußere Rillenflanke zu schwach wird, um dafür zu sorgen, dass die Nadel den Kontakt zu ihr halten kann. Verliert sie ihren engen Kontakt, kann sie die Information nicht mehr sauber lesen. Stattdessen schwebt die Nadel mit der äußeren Flanke zeitweise “in der Luft”.
Hören können wir das deutlich, denn es äußert sich in Form von Verzerrungen im rechten Kanal, da die äußere Rille das Signal für den rechten Kanal in sich trägt.
Um genau das zu verhindern und die Zugkraft der sich drehenden Schallplatte auszugleichen, gibt es die Antiskating-Vorrichtungen, die wir auch tunlichst benutzen sollten.
Doch welche Anti-Skating-Vorrichtungen gibt es eigentlich und was taugen sie?
Um eine Bewertung vornehmen zu können, müssen wir uns zunächst folgendes vor Augen führen:
Es gibt einige Parameter, die die Auswirkungen der Skatingkraft beeinflussen:
a) Die Zugkraft-Stärke der sich drehenden Schallplatte.
Sie wird durch den Abstand der Abtastnadel zur parallelen Mittellinie (Zone 1) hin bestimmt. Je weiter entfernt von der parallelen Mittel-Linie sich die Nadel in der unteren Zone (Zone 2) befindet, um so stärker ist die Zugkraft nach links.
Ein gut justierter Tonarm befindet sich etwa in der Mitte der modulierten Fläche (die Fläche mit der Musik drauf) am weitesten von der parallelen Mittellinie entfernt, weshalb hier die “Skatingkraft” am größten ist.
b) Die Fähigkeit des Tonarms, der Zugrichtung nach links zu folgen.
Am Außenrand der Schallplatte kann der Tonarm noch relativ leicht der Zugkraft der Schallplatte nach links folgen. Je weiter er sich der Plattentellermitte nähert, umso schwerer fällt es ihm, weil er immer weniger nach links und immer stärker nach oben wandern will.
c) Die korrekte 90°-Stellung zur Rille
Ein korrekt justierter Tonarm (siehe Beitrag zur Tonarmjustage) steht in zwei Bereichen der Schallplatte genau im richtigen Winkel zur Rille. Hier gleitet die Nadel dann auch mit dem geringsten Widerstand durch die Rille. In allen anderen Bereichen wirkt sich die Abweichung vom korrekten Winkel auch auf die Skatingkräfte aus.
d) Die Auflagekraft
Je größer der Druck der Abtastnadel auf die Schallplatte ist, um so stärker wirken sich auch die seitlichen Kräfte auf den Tonarm aus. Weshalb die allgemeine Empfehlung dahin geht, die Antiskatingkraft analog zur Auflagekraft einzustellen. Man kann aber bei Tonabnehmern mit ungewöhnlich hohen Auflagekräften (z.B. 5 gr.) wieder feststellen, dass sie auch mit weniger starker Antiskatingkraft korrekt abtasten.
e) Die Gleit-Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit, mit der die Abtastnadel durch die Rille gleitet, ist außen natürlich deutlich höher als kurz vor der Auslaufrille. Mit der Geschwindigkeit steigt auch die Skatingkraft, weshalb sie außen stärker ist als innen.
f) Die waagerechte Aufstellung des Plattenspielers
Steht der Plattenspieler selber nicht “im Wasser”, wirkt sich das auch auf die Skating- und die Antiskatingkraft aus. Da es sich bei einem Tonarm um eine fast “ausgewogene Wippe” handelt mit leichtem Schwergewicht zum Tonabnehmer hin, kann man manchmal gar nicht voraussehen, wie sich eine Schrägstellung des Plattenspielers auswirken wird. Um zu verhindern, dass wir in einen experimentellen Bereich hineingeraten, sollte die waagerechte Aufstellung des Plattenspielers eine Grundvoraussetzung für die Tonarmjustage sein.
g) Tonarmlänge
Mit der Länge des Tonarms verbessert sich die Geometrie und die Spurfehlwinkel werden immer kleiner. Auch dies wirkt sich auf die Skatingkraft aus.
Zusammenfassung:
Die seitlich auf den Tonarm wirkenden Kräfte sind von verschiedenen Parametern abhängig und verändern sich während des Abspielvorgangs.
Es kann beobachtet werden, dass die Skatingkraft im Gesamtergebnis zur Schallplattenmitte hin kontinuierlich abnimmt. Außen ist sie also stärker, nach innen hin wird sie schwächer.
Diese Aussage führt uns zu der Erkenntnis, dass alle Antiskating-Lösungen, die mit einer Feder arbeiten, exakt umgekehrt zur tatsächlichen Entwicklung arbeiten. Außen ist die Feder noch schwach gespannt – nach innen hin spannt sie sich immer stärker. Sie entwickelt sich also entgegengesetzt zur Skatingkraft. Hier bleibt uns nur zu hoffen, dass sich der Tonarmhersteller dieser Tatsache bewusst war und eine Federkonstruktion gewählt hat, deren Kraftentwicklung zu vernachlässigen ist.
Besser sind diese Lösungen mit den “baumelnden Gewichten”, da diese Gewichte eben über den gesamten Bereich gleich bleiben und sich damit schon mal nicht entgegengesetzt zur Skatingkraft entwickeln.
Noch passender sind Lösungen, bei denen die Gewichte auf einer Hebelkonstruktion angebracht sind. Befindet sich der Tonarm außen am Rand der Platte, schwebt der Hebel mit dem Gewicht in der Waagerechten. Damit befindet er sich in der größten Entfernung zu seinem Lagerpunkt und zieht am stärksten.
Je weiter der Tonarm nun nach innen wandert und an der Konstruktion zieht, stellt sich der Hebel mit dem Gewicht immer senkrechter. Das Gewicht nähert sich immer mehr seinem Lagerpunkt und seine Zugkraft wird damit immer geringer. Wenn man jetzt auch noch mit unterschiedlich hohen Gewichten arbeiten kann, dürfte einer korrekten Anti-Skating-Einstellung nicht mehr viel im Wege stehen.
Hier eine kleine Skizze zur Funktion dieser “Hebelgewichte”:
Alternative Lösungen:
Es gab die unterschiedlichsten Ansätze, um die Aufgabe noch besser zu lösen. Mit Elektromagneten wurde experimentiert, aber durchsetzen konnten sie sich nicht. Was einfach daran liegt, dass diese Magnete ja auch nur “irgendwie eingestellt” werden können. Damit Sie zu jeder Zeit korrekt wirken können, müssten erst Sensoren entwickelt werden, mit denen die tatsächliche Stärke der Skatingkraft mit samt der oben genannten Parameter gemessen und ausgewertet werden könnten.
Wie wichtig ist die korrekte Antiskating-Einstellung denn überhaupt?
Die Antwort ist ziemlich einfach:
Solange Sie keine Verzerrungen hören, weder im rechten noch im linken Kanal, ist alles in Ordnung und Sie brauchen überhaupt nichts zu verändern!
Stellen sich die Verzerrungen in beiden Kanälen gleichzeitig ein, so hat das nichts mit der Antiskating-Einstellung zu tun. Möglicherweise ist die Auflagekraft falsch eingestellt oder Tonabnehmer und Tonarm passen nicht zusammen.
Verzerrt es jedoch nur in einem Kanal, dann sollten Sie die Antiskating-Einstellung korrigieren, bevor Ihre Schallplatten Schaden nehmen.
Verzerrt es im linken Kanal – dann ist die Antiskating zu stark eingestellt – senken Sie den Wert ab!
Verzerrt es im rechten Kanal – dann ist die Antiskating zu schwach eingestellt – erhöhen Sie den Wert!
Kann man die Einstellung messen oder prüfen?
Es gibt eine Reihe von Mess- und Einstell-Schallplatten. Zum Teil arbeiten sie nur mit Ihrem Gehör, es gibt aber auch welche, zu denen eine Software gehört. Damit können Sie dann auch deutlich mehr messen als nur die korrekte Anti-Skating-Einstellung.
Tipp:
Trauen Sie Ihren Ohren – solange alles gut läuft und nichts verzerrt – lassen Sie die Antiskating-Einstellung so wie sie ist und sparen Sie sich die Mess-Schallplatten. [...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchAzimuth beim Tonarm
Der Begriff Azimuth beim Tonarm steht für den „rechten Winkel“, in dem ein Tonabnehmer zur Schallplattenoberfläche stehen sollte, wenn wir uns die Headshell von vorne betrachten.
Die korrekte Azimuth-Einstellung ist aber ein viel tiefer greifendes Thema, als es die Skizze erkennen lässt.
Sind sowohl Laufwerk,Tonarm als auch Tonabnehmer absolut präzise angefertigt worden, bedarf es eigentlich keiner Möglichkeit zur Azimuthverstellung. Jedes beteiligte Bauteil sollte im Lot, bzw. im Wasser stehen und jede Diskussion über falsch oder richtig damit überflüssig sein.
Doch was kann hier nicht alles passieren!?
Laufwerk
Hier lautet die entscheidende Frage, ob das Chassis an der Stelle, an der die Tonarmbasis montiert ist, parallel zur Plattentelleroberfläche verläuft. Und das ist nicht so selbstverständlich wie es einem auf den ersten Blick erscheinen mag!
Sind Tonarm und Plattenteller-Lager auf dem gleichen „Brett“ montiert, sollte man davon ausgehen können, dass sie parallel zueinander stehen.
Aber ist der Plattenteller auch wirklich „flach“ oder ist er ein wenig „schüsselförmig“?
Manche Plattenteller werden mit einer kleinen Erhöhung am Rand versehen. Meistens gehört nun ein Plattengewicht dazu. Legt man die Platte ohne Gewicht auf den Teller, liegt sie lediglich außen am Rand auf dieser Erhöhung auf und man kann bei einer leicht verwellten Platte erkennen, dass hier und da eine Lücke zwischen Rand und Platte besteht.
Kommt nun das Gewicht zum Einsatz, wird die Schallplatte rundherum gegen diesen Rand gedrückt und liegt nun überall fest an. Schneiden wir aber diese Konstruktion gedanklich in der Mitte durch, werden wir feststellen, dass sich die Platte im äußeren Bereich nach oben biegt und dadurch eine leichte Schüsselform angenommen hat.
Andere Plattenteller (z.B. bei früheren Audio Exclusive-Granitlaufwerken) sind komplett schüsselförmig gearbeitet – bis zur Lagermitte hin.
Eine weitere durchaus interessante Variante bot und bietet uns VPI. Hier ist der Plattenteller plan. Um die Mittelachse herum liegt jedoch eine Gummischeibe. Legt man nun eine Schallplatte auf, liegt sie vollständig „hohl“ zum Plattenteller hin und wackelt auf der kleinen Gummischeibe hin und her.
Die Mittelachse hat jedoch ein Außengewinde, dazu gehört ein Puck und eine runde Rändelmutter aus Kunststoff. Dieser Puck ist an der Unterseite schüsselförmig ausgeführt. Wenn wir den Puck auflegen und ihn mit der Kunststoffmutter anziehen, drückt er nur mit seinem äußeren Rand auf die Schallplatte und zwingt sie so zunächst ebenfalls in eine Schüsselform nach unten. Dadurch legt sich selbst eine verwellte Platte außen glatt auf den Plattenteller. Wenn wir den Puck nun weiter anschrauben, bekommt die Schallplatte über eine immer größer werdende Fläche Kontakt zum Plattenteller und liegt dann wieder plan und waagerecht.
Mit einer alten Schallplatte können wir das gut kontrollieren, indem wir immer wieder mit unserem Fingernagel oder einem kleinen Gegenstand auf die Platte klopfen. Klingt es hohl, müssen wir den Puck noch fester anziehen. Erst wenn die gesamte Fläche mit der Musikinformation fest auf dem Plattenteller aufliegt, haben wir das korrekte Drehmoment erreicht. Sobald wir gelernt haben, wie fest wir den Puck anziehen müssen, können wir das auch mit unseren guten Schallplatten machen.
Und wenn der ganze Plattenteller schief steht?
Doch was nutzt die beste Plattenteller-Konstruktion, wenn der Plattenteller nicht parallel zum Chassis steht?
Es gibt da zum Beispiel ein Laufwerk, dessen Holz-Chassis einen „Schnitt“ verpasst bekommen hat. Dieser Schnitt verläuft um das Plattentellerlager herum und soll dazu dienen, die Resonanzen des Lagers und die im Tonarm nicht zueinander finden zu lassen.
Zum einen widerspricht es damit meiner persönlichen Theorie des Resonanzkreislaufs (habe ich an anderer Stelle bereits erläutert) zum anderen passiert aber nach einiger Zeit folgendes:
Diese „Halbinsel“, auf der der Plattenteller samt Lager montiert ist, sackt nach unten ab. Damit steht sie nicht mehr parallel zum Chassis und zur Tonarmbasis. Wie wir dieses Laufwerk auch justieren, entweder steht der Plattenteller im Wasser oder die Tonarmbasis. Beides geht nicht!
Schief stehender Plattenteller und mögliche Ursache
In all diesen Fällen und sicher gibt es da noch einige Gründe für einen schief stehenden Teller mehr, kommen wir nicht umhin, den Azimuth an die Plattenoberfläche anzupassen.
Tonarm
Wird ein Tonarm ohne Azimuth-Verstellmöglichkeit ausgeliefert, der nicht korrekt im Lager sitzt, können wir lange nach einer Abhilfe suchen – eine praktikable Lösung werden wir nicht finden.
Aber auch die Basis, also die Stelle, an der der Tonarm montiert ist, kann ein wenig schief stehen. Manchmal ruht der Arm auf einem „Ausläufer“, der nicht ganz parallel zur Plattenoberfläche verläuft. Bevor wir so eine schiefe Basis mit der Azimuth-Einstellung auszugleichen versuchen, sollten wir aber zunächst prüfen, ob sich die Basis nicht richten lässt, denn jede eigentlich unnötige Azimuth-Abweichung löst nur neue Probleme aus.
Tonabnehmer
Hier gibt es gleich mehrere Stellen, an denen möglicherweise nicht ganz korrekt gearbeitet worden sein kann. Die offensichtlichste Möglichkeit ist, dass der winzig kleine Diamant nicht ganz senkrecht eingebaut worden ist. Die nächste Ungenauigkeit kann sich bei der Fixierung des Nadelträgers ergeben haben.
Aber auch das gesamte „Innengebilde“ aus Nadelträger, Spulen und Magneten kann in sich „schief“ eingebaut worden sein. Jeder, der schon mal mit Magneten „gespielt“ hat, der weiß, dass sie nicht ganz einfach zu handeln sind.
Und dann gibt es noch eine ganz einfach Erklärung für einen optisch „schiefen“ Tonabnehmer:
Weil sich der Hersteller an seine Messergebnisse gehalten und den Tonabnehmer optimiert hat.
Messung über Optik?
Es gibt keine zwei absolut identische Magnete und auch keine zwei absolut identische Spulen. Ganz sicher haben sie alle eng gesteckte Toleranzen einzuhalten, aber völlig identisch sind sie nie.
Mit unseren Augen können wir solche Unterschiede nicht erkennen, auch nicht unter dem Mikroskop. Aber es gibt Messgeräte, die uns viel verraten können.
Doch was genau ist das Ziel solcher Messungen?
Nehmen wir als Beispiel die Endjustage eines MC-Systems.
MC steht hier für Moving-Coil, also für „bewegte Spule“. Dies bedeutet, dass sich auf dem Nadelträger Spulen befinden. Gleitet der Diamant durch die Rille, bewegt sich der Nadelträger und damit bewegen sich die Spulen. Da sich die Spulen innerhalb eines Magnetfeldes befinden, wird eine elektrische Spannung erzeugt.
Das erste Ziel …
eines Tonabnehmer-Entwicklers lautet, eine möglichst hohe Ausgangsspannung zu erhalten. Dies gelingt nur an der Stelle, an der das Magnetfeld am stärksten ist. Er wird also bei der Justage des Nadelträgers versuchen, den Lagerpunkt an der richtigen Position innerhalb des Magnetfeldes zu fixieren.
Das zweite Ziel …
ist, für beide Kanäle den gleichen Pegel zu erreichen. Es ist nicht akzeptabel, wenn ein Kanal lauter ist als der andere.
Das dritte Ziel …
ist die Verhinderung des „Übersprechens“, also die Optimierung der Kanaltrennung.
Was im linken Kanal zu hören ist, das soll auch im linken Kanal bleiben. Ebenso sind unsere Ansprüche an den rechten Kanal.
Es ist leicht zu erkennen, dass die Messergebnisse möglicherweise gegensätzliche Optimierungsmaßnahmen einfordern, die den Hersteller zwingen können, sich entscheiden zu müssen.
Solange er nur das „Opfer“ bringen muss, dass der Nadelträger am Ende ein wenig schief aussieht, wird er es gerne bringen. Händler und Kunden müssen ihm da aber schon ziemlich vertrauen, oder?
Sie werden jetzt vielleicht eine Vorstellung davon bekommen haben, wieso es so große Preisunterschiede bei den Tonabnehmern gibt.
Das untere Ende der Fahnenstange bildet die Bulk-Ware, also Blister-Verpackungen, auf denen 50 oder 100 Tonabnehmer zu finden sind. Die Endkontrolle findet hier beim Kunden statt. Dies bedeutet, dass der Hersteller möglicherweise gar nicht weiß, ob er etwas Funktionierendes oder Ausschuss produziert hat. Der Händler kauft eine “Liefereinheit” und der Preis dafür ist so kalkuliert, dass er einen großen Teil der Ware einfach wegschmeißen kann.
Stellt der Endverbraucher nach dem Kauf fest, dass der Tonabnehmer nicht oder nicht richtig funktioniert, bekommt er eben ein anderes. Wenn er es denn merkt. Ob er ein richtig gut funktionierendes System erworben hat oder eines, das eben geradeso funktioniert, ist Zufall – so wie beim Losekaufen. Die meisten Lose sind Nieten, man kann aber auch Glück haben.
Die zweite Stufe bilden die Tonabnehmer, die einzeln verpackt angeboten werden. Hier ist i.d.R. sichergestellt, dass sie auf ihre Funktion hin geprüft worden sind.
Noch besser sind dann die Tonabnehmer, bei denen die Einhaltung bestimmter Mindestwerte zugesagt wird. Oftmals liegen diesen Systemen auch die Mess-Schriebe bei.
Wenn Sie sich jetzt fragen, was denn mit den Tonabnehmern geschieht, die bei der Prüfung durchfallen, dann gehen Sie doch einfach noch einmal ein paar Zeilen zurück und lesen Sie bei „Die zweite Stufe …“ weiter. 🙂
Die vierte Stufe wird dann von den Tonabnehmern gebildet, die so entwickelt und angefertigt worden sind, dass sie ganz besondere Messwerte erreichen.
Sind also die Messwerte das A&O eines Tonabnehmers?
Im Prinzip schon.
Immer wieder wird es einen Tonabnehmer mit schlechten Messwerten geben, der doch einen ganz individuellen Reiz besitzt. Aber das ist dann so wie die Fotos einer Lochbild- oder Lomo-Kamera.
Irgendwie faszinierend, aber qualitativ doch völlig daneben.
Leider muss man aber auch sagen, dass selbst die allerbesten Messwerte kein Versprechen für einen tollen Klang sind. So einen teuren Tonabnehmer, den sollte man sich deshalb unbedingt ganz bewusst und sorgfältig auswählen und nur bei dem zugreifen, der den eigenen Geschmack am besten trifft.
Fassen wir zusammen:
Eigentlich sollte von Haus aus alles „im Lot“ und eine Korrektur durch Schiefstellen der Headshell indiskutabel sein. Allerdings gibt es konstruktive Gründe, durch die eine Azimuth-Justage unverzichtbar werden kann.
Dann gibt es noch Fehlstellungen durch eine ungenaue Herstellung und am Ende gibt es eine optische Fehlstellung, durch die aber die maximale Leistung des Tonabnehmers erst gewährleistet wird.
Solche Dinge wie schiefe Plattenteller oder Tonarmbasen können wir ja noch mit dem bloßen Auge erkennen und was dagegen tun, aber wie finde ich denn heraus, ob mein Tonabnehmer aus Versehen oder absichtlich schief hergestellt worden ist?
Hier müssen wir folgende Varianten unterscheiden:
Schiefer Diamant
Ich kenne keinen Tonabnehmer-Hersteller, der seine Diamanten absichtlich schief einbaut, um noch bessere Messwerte zu erhalten. Diamanten werden nicht einzeln, sondern bereits auf dem Nadelträger fertig montiert geordert.
Wer als Hersteller einen Nadelträger mit schief montiertem Diamanten akzeptiert, der hat gar nicht vor, den weltbesten Tonabnehmer zu produzieren.
Die Frage ist ja auch, ob die Nadel schief montiert worden ist, oder ob nicht eher der Hersteller den Nadelträger leicht verdreht montiert hat.
So oder so: Ein System mit schief sitzendem Diamanten gehört vom Endverbraucher nicht „ausgeglichen“ sondern reklamiert!
Schiefer Nadelträger bei Serien-Produkten
Es liegt ein Produktionsfehler vor und das System sollte sofort wieder zurückgeben werden.
Schiefer Nadelträger bei hochwertigen Einzel-Produkten
In diesem Fall sollten wir davon ausgehen, dass die Schiefstellung das Ergebnis einer peniblen Justage ist, auch wenn das jetzt ziemlich dreist wirken mag. Um hierfür eine Bestätigung zu erhalten, sollten wir das System beim Händler durchmessen lassen oder es selbst durchmessen.
Vorsicht vor Sonderangeboten bei Tonabnehmern!
Einerseits ist es natürlich ganz toll, wenn man bei einem teuren Tonabnehmer ein paar Hundert Euro sparen kann und zum Beispiel statt 800,- € nur 500,- € bezahlt hat. Wenn man aber 500,- € für einen Tonabnehmer bezahlt hat, der bereits reklamiert wurde und keine 200,- € Wert ist, dann stimmt das mit der Sparerei nicht mehr so ganz, oder?
Bitte merken:
Wenn ein 800,- €-Tonabnehmer reklamiert werden durfte, dann ist er defekt und selbst ein intaktes 200,- Euro-System klingt im Vergleich deutlich besser!
Könnte man ihn einfach instandsetzen, hätte der Hersteller das schon selbst veranlasst. So ein System klingt nicht gut und im schlimmsten Fall machen Sie sich mit ihm Ihre schönen Platten kaputt!
Am sichersten ist es, Sie kaufen einen Tonabnehmer vor Ort bei einem kompetenten Händler, bei dem der Einbau zum Service dazugehört. Und wenn es irgendwie geht, dann sollte auch eine Messung zum Service dazugehören.
Wieso Händler äußerst ungern messen
Jedes Messergebnis ist ein Resultat aus der Kombination Laufwerk-Tonarm-Tonabnehmer. Der allerbeste Tonabnehmer kann in einem nicht optimal passenden Tonarm keine „Wundermesswerte“ erreichen. Will der Kunde mit diesem Arm aber unbedingt genau diesen einen “Traum-Tonabnehmer kaufen, dann liegt es nicht im Interesse des Händlers, ihm durch entsprechende Messungen zu beweisen, dass das in diesem Fall Unsinn ist.
Kann man Tonabnehmer selber messen?
Grundsätzlich können Sie alle Messgeräte des Marktes auch als Endverbraucher erwerben. Es gibt da keine, die dem Fachhandel vorbehalten sind. Aus Kostengründen werden Sie als Kunde aber wohl darauf verzichten wollen.
Preisgünstig sind Mess-Schallplatten, die der Markt immer noch anbietet und mit denen man die wichtigsten Einstellungen ganz gut nach Gehör beurteilen kann.
Ein Zwischending ist die Software des Herrn Dr. Feickert. Wer häufiger selbst Tonabnehmer justiert und den Händlern an seinem Wohnort nicht vertraut, ist damit gut gerüstet. Hierbei werden fünf verschiedene Headshell-Stellungen durchgemessen (-2°, -1°, 0°, +1°, +2°), um aus allen fünf Messkurven die optimale Azimuth-Einstellung erkennen zu können.
Eine solche Messung ist ideal – ja fast schon genial — da sie wirklich alle Parameter des Laufwerks, des Tonarms und des Tonabnehmers im Zusammenspiel berücksichtigt – und zwar nicht theoretisch, sondern praktisch!
Für einen Händler ist auch diese Software ein „zweischneidiges Schwert“, denn kaum ein Kunde wird sich darüber freuen, einen optimal justierten – aber schief stehenden Tonabnehmer ausgehändigt zu bekommen, oder?
Sie sollten jetzt in der Lage sein, die Bemühungen des Händlers zu verstehen und in einem Gespräch mit ihm herausfinden können, was tatsächlich hinter seiner “schiefen Azimuth-Einstellung” stecken könnte. [...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchElektrischer Abschluss von Tonabnehmern
Vorwort:
Das Thema “elektrischer Abschluss von Tonabnehmern” ist keines, bei dem sich alle einig sind.
Bereits in den 80-er Jahren hatte ich alle „großen“ und „kleinen“ Tonabnehmer-Hersteller angeschrieben, um von ihnen einen fachlich korrekten Bericht zum Thema „elektrischer Abschluss eines Tonabnehmers“ zu bekommen, den ich in meiner kleinen HiFi-Zeitschrift veröffentlichen wollte.
Jedoch kein einziger Hersteller war damals bereit, sich dazu schriftlich zu äußern.
Irgendwie hatte ich in ein Wespennest gestochen und alle forderten mich auf, mich auf der Stelle nicht mehr zu bewegen, in der Hoffnung, die Wespen würden sich wieder beruhigen.
Einzig und allein Klaus Renner, den Herausgeber der Kult-Zeitung „Das Ohr“, konnte ich dafür gewinnen, sich zu diesem Thema zu äußern.
Seitdem hört man sowohl von den Tonabnehmer-Produzenten als auch von den Phonoteil-Entwicklern immer wieder die Aussage, dass es „jetzt aber wirklich völlig gleichgültig geworden sei, wie man ein MC-System elektrisch abschließt, ab sofort hätte es keinerlei klangliche Auswirkungen mehr.“
Und fast 30 Jahre nach meinen ersten Bemühungen muss ich erkennen, dass ich immer noch ein Thema anspreche, bei dem sich die „HiFi-Druiden“ gegenseitig die Zaubersprüche um die Ohren hauen, um einander größtmöglichen Schaden zuzufügen.
Immer mehr glaube ich aber, dass es dabei weder um die fehlende Kunst des Erklärens noch um unterschiedliche Ansichten geht – es scheint viel mehr das Problem vor zu liegen, dass niemand so recht in der Lage ist, die Problematik gänzlich zu beseitigen.
Ein Problem fehlender Standards?
Im Computer-Bereich gibt es das „Open-Source-Problem“. Jeder kocht sein eigenes Süppchen, alle dürfen auch noch drin rumrühren und keiner sorgt dafür, dass etwas zueinander kompatibel ist.
Dagegen steht die Apple-Philosophie, die darauf achtet, dass alle Dinge miteinander harmonieren. Zumindest in der Theorie.
Braucht die Analog-Szene ebenfalls so eine übergeordnete Stelle? Bei der sowohl die Tonabnehmer- als auch die Phonoteil-Hersteller ihre Neuentwicklungen immer erst freigeben lassen müssen?
Um Himmels Willen nein, bloss nicht!
Wenn ich ganz ehrlich sein soll, dann ist das doch das Spannende an dieser analogen Sache. Ich kriege einen neuen Tonabnehmer oder ein neues Phonoteil und kann mich Stück für Stück hineinhören. Erst mit einer Grundeinstellung (Leerlauf) beginnen und dann mit verschiedenen Variationen austüfteln, wie es wohl noch besser werden könnte.
Wie viele Überraschungen habe ich da schon erlebt!
Und das soll dann alles vorbei sein?
Sie werden jetzt vielleicht denken:
„Ja, Du weißt ja auch, was Du zu machen hast, aber was ist mit mir?“
Für Sie – schreibe ich gerade diesen Beitrag!
Lesen Sie ihn und danach werden Sie ebenfalls wissen, was zu machen ist. Vielleicht wissen Sie dann immer noch nicht, wieso Sie das tun, aber was zu tun ist, das sage ich Ihnen jetzt.
MM-System (moving-magnet)
Bei einem MM-System brauchen wir uns um den Abschlusswiderstand keine Gedanken zu machen. MM-Eingänge sind grundsätzlich mit 47 KOhm abgeschlossen. Da gibt es für Sie gar nichts zu tun.
Empfindlich reagiert ein MM-System schon mal auf einen völlig falschen Kapazitätswert des angeschlossenen Kabels. Hierbei zählt die vollständige Verkabelung – angefangen von den kleinen Steckschuhen am Tonabnehmer bis hin zu den Cinch-Steckern und alles zwischendurch sowieso. Die Summe aller Kapazitäten ist entscheidend.
Ein Wert von 150pF wird dabei als optimal und gleichzeitig auch maximal betrachtet. Echte Tonarmkabel haben daher in der Regel auch sehr niedrige Kapazitätswerte, denn hinzufügen, was zu wenig ist, das geht durchaus. Liegt die Kapazität des Anschlusskabels aber zu hoch, gibt es keine Abhilfe.
Kann man die Kapazität des Kabels selber messen?
Einfacher als zu messen ist es, in die technischen Daten des Kabels zu schauen. Liegen die bei unter 100 pF/m und ist das Kabel auch nicht länger als 1m, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Wenn Sie aber über ein entsprechendes Messgerät verfügen und damit umgehen können, ist das Messen auch keine Zauberei. Denken Sie nur daran, die Schuhe am Tonabnehmer vor der Messung abzuziehen, sonst messen Sie den Tonabnehmer mit!
Sofern das Gesamt-Ergebnis unter 150pF bleibt, werden Sie feststellen, dass auch klanglich alles in Ordnung ist. Wenn man will, kann man diesen Wert exakt anpassen, aber man sollte sich davon nicht zu viel versprechen.
Wenn Sie jedoch ein MM-System betreiben und den Eindruck haben, dass es weit entfernt von seinen klanglichen Fähigkeiten läuft, dann sollten Sie das Kabel mal durchmessen lassen, oder sich die technischen Daten ansehen. Möglicherweise liegt die Kapazität des Kabels ja doch zu hoch und vielleicht steckt hier ja die Ursache für einen nicht so tollen Klang.
MC-System (moving-coil)
Beim MC-System kehren sich die Anforderungen um. Hier spielt der Kapazitätswert keine Rolle. Um so bedeutender wird der korrekte Abschlusswiderstand. Stimmt er nicht, wirkt sich das unter Umständen (bei dem einen Tonabnehmer mehr bei dem nächsten weniger) auf die Lautstärke, sowie auch auf die elektrische Bedämpfung des Nadelträgers und damit eben auch auf das gesamte Klangbild aus.
Wird ein MC-Tonabnehmer mit einem zu niedrigen Wert abgeschlossen, wirkt sein Klangbild „müder“ – aber es gewinnt an räumlicher Tiefe.
Wird ein MC-Tonabnehmer mit einem zu hohen Wert abgeschlossen, klingt es „dünner“, „harscher“ und einfach „nervös“.
Es sei denn, man wählt einen viel zu hohen Abschlusswiderstand.
Der Wert, ab wann dieser Widerstand „viel zu hoch“ ist, der hängt vom eigenen Innenwiderstand des Tonabnehmers ab. Bei manchen Tonabnehmern reichen schon 300 Ohm – bei anderen muss man auf über 2.000 Ohm gehen. Von diesem Wert an verändert sich klanglich überhaupt nichts mehr. Ob wir also 2.000, 20.000 oder die 47.000 Ohm des MM-Eingangs verwenden, ist völlig gleichgültig.
Herbert Schleicher, der mir in den 80-er Jahren das „analoge Laufen“ beigebracht hat, nannte diesen Zustand „Leerlauf“.
Auch wenn ich bis heute nicht in der Lage bin, diesen Zustand fachlich korrekt zu erläutern, kann ich bestätigen, dass ein MC-System im „Leerlauf“ bereits sehr viel von seinen Fähigkeiten zeigen kann. Um eine Zahl zu nennen, würde ich mich darauf festlegen, dass es uns etwa 90% seiner Fähigkeiten zeigt. Und was wichtiger ist: Es gibt uns einen Hinweis darauf, welche klangliche Ausrichtung es von Hause aus mitbekommen hat.
Wenn Sie über ein MC-System gar nichts wissen und herausfinden wollen, wie es „wohl klingen kann“, dann wählen Sie sicherheitshalber einen Abschlusswiderstand höher als 2.000 Ohm und Sie werden es kennenlernen können. Mit diesem Klangbild im Ohr können Sie dann mit verschiedenen Widerstandswerten experimentieren und brauchen einfach nur hinzuhören, wie sich das Klangbild entwickelt. Sie haben dann den richtigen Wert gefunden, wenn es wieder so klingt, wie im Leerlauf, aber doch an Qualität gewonnen hat, wenn also auch die letzten 10% noch hinzugekommen sind.
Wobei Sie da nicht ängstlich sein sollten und ruhig Ihren eigenen Geschmack als Maßstab nehmen dürfen.
Ortofon-Systeme, die bis etwa 1992 gebaut worden sind, dürfen mit höchstens 30 Ohm betrieben werden und fühlen sich so bei 15 bis 20 Ohm richtig wohl. Madrigal-Systeme brauchten zwingend 850 Ohm.
Audio-Technica zeigte es dann anfangs der 90-er Jahre allen anderen und legte seine hochwertigen Tonabnehmer vollständig auf exakt 100 Ohm aus.
Dies war ein genialer Schachzug, denn fast alle in Verstärkern fest integrierte MC-Eingänge sind mit 100 Ohm abgeschlossen. Diese 100 Ohm gelten sozusagen als Standard. Ein Audio-Technica-System passte damit immer und hatte „die halbe Miete schon im Sack“.
Ein MC 30 von Ortofon musste außen vorbleiben, denn mit 100 Ohm klang es gruselig!
… und verändern konnte man das an den Verstärkern eben meistens nicht.
Ortofon setze deshalb zu dieser Zeit verstärkt auf die Nutzung von Übertragern.
Übertrager arbeiten ähnlich wie Transformatoren. Es gibt also einen „Primärstrom“ und einen „Sekundärstrom“, wodurch beide „elektrischen Seiten“ völlig voneinander getrennt werden.
Je nach Ausführung können wir durch Übertrager/Transformatoren den Strom erhöhen (also zum Bespiel von 12V auf 230V) oder absenken (also von 230V auf 12V).
Hat der Übertrager nun in unserem Fall die typische Ausgangsspannung eines MC-Systems von etwa 0,4 mV auf die eines typischen MM-Systems von etwa 5 mV angehoben, kann das MC-System direkt am MM-Eingang des Verstärkers angeschlossen werden und der Abschlusswiderstand spielt keine Rolle mehr.
So richtig genial war diese Vorgehensweise von Ortofon aber nicht, denn erstens wurde der Kunde dadurch gezwungen, noch ein Bauteil mehr einzukaufen und zweitens gab es nicht unerhebliche Preis- und Qualitätsunterschiede zwischen den Übertragern, die der Markt parat gehalten hat.
Fazit:
Sie müssen sich wohl entscheiden, ob Sie denen folgen wollen, die Ihnen sagen, dass das mit dem Abschlusswiderstand bei einem MC-System völliger Blödsinn ist, oder ob Sie Ihre Konstellation zuhause mal darauf prüfen wollen, ob sie elektrisch korrekt angepasst ist.
In den technischen Daten der Tonabnehmer ist meistens ein genauer Wert vorgegeben, den Sie auch einhalten sollten. Ansonsten experimentieren Sie einfach mal ein wenig.
Wie verändert man den Abschlusswiderstand denn überhaupt?
Leider gibt es Phono-Verstärker oder -Eingänge, an denen man gar nichts verändern kann. Das ist jetzt nicht wirklich tragisch und auch kein Beleg für eine schlechte Qualität des Bauteils. Sie sollten dann nur bei der Tonabnehmer-Auswahl darauf achten, dass der empfohlene Abschlusswiderstand auch zum Phonoeingang passt. Mit 100 Ohm liegen Sie eigentlich fast immer goldrichtig!
Kann man diesen Wert bei Ihrem Phonoteil anpassen, gibt es in der Regel zwei Ausführungen.
Mäuseklavier
Die erste Ausführung verfügt über ein so genanntes „Mäuseklavier“. Das ist ein Bauteil mit mehreren kleinen Schaltern drauf. Hier gibt der Hersteller eine kleine Anleitung dazu, die Ihnen verrät, welcher Schalter in welcher Stellung (on oder off) zu stehen hat, um bestimmte Werte zu erreichen. Diese Lösung hat den Vorteil, dass wir keine zusätzlichen Bauteile einkaufen müssen, aber den Nachteil, dass wir mit den einstellbaren Werten auskommen müssen. Macht das Mäuseklavier hier z.B. den Sprung von 100 direkt auf 500 Ohm, dann sollten wir keinen Tonabnehmer betreiben, der mit 350 Ohm abgeschlossen sein will.
Zweites Paar Eingangsbuchsen
Die zweite Möglichkeit ist ein paralleles Paar Eingangsbuchsen. Also über oder neben den Eingangsbuchsen für das Tonarmkabel gibt es noch ein zweites Paar Buchsen. In diese Buchsen können wir nun Cinch-Stecker hineinstecken, in die wir Widerstände gelötet haben.
Wer experimentieren will, der besorgt sich ein paar Stecker und eine Auswahl an guten Widerständen. Eine brauchbare Reihe wäre 20, 50, 100, 350, 500 und 800 Ohm.
Natürlich sollten es nicht die billigsten Widerstände sein. Und wer es den High-End-Entwicklern gleichtun möchte, der kauft von jeder Sorte 10 oder 20 Stück, um zwei absolut gleiche Widerstände heraus suchen zu können.
Aber ganz ehrlich: Übertreiben Sie das nicht!
Wenn Sie kein Lötkünstler sind, ergeben sich schon beim Löten deutlich größere Abweichungen als Widerstände Toleranzen haben dürfen. Und ob Sie den Tonabnehmer jetzt mit 100 Ohm abschließen oder mit 99,998 – das dürfte wohl auch niemand hören können.
Also ich bin da jedenfalls draußen! [...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchDie Tonarm – Montage
oder: wohin mit dem langen Ding?
Die meisten Analoglaufwerke werden wohl als komplette Plattenspieler gekauft, also inklusive Laufwerk, bereits montiertem Tonarm, Tonabnehmer und Verkabelung.
In diesem Fall sollte man davon ausgehen können, dass der Tonarm an der richtigen Stelle montiert wurde und man selber gar nicht unbedingt wissen muss, wieso er gerade dort und nicht woanders befestigt worden ist.
Möglicherweise ist das aber bei Ihrem Laufwerk anders. Vielleicht entwickeln Sie Ihren eigenen Plattenspieler oder haben ein Laufwerk gekauft, das noch keine Tonarmbohrung besitzt. Oder Sie möchten einfach nur erfahren, wieso Ihr Tonarm dort montiert worden ist, wo er jetzt sitzt.
Gehen wir der Sache also mal auf den Grund.
Ich will diesen Beitrag mit einem vollständig runden Beispiel-Laufwerk beginnen. Nennen wir es einfach „Gullideckel“. Groß genug, um rundherum einen 12-Zoll-Tonarm montieren zu können. Die Mitte des Gullideckels ist auch die Mitte des Plattentellers.
Und wo gehört der Tonarm da jetzt genau hin?
Die korrekte Antwort muss bei dieser Laufwerksform lauten: Völlig gleichgültig, solange der vom Tonarmhersteller vorgeschriebene Abstand zwischen Tonarmlager und Plattentellermitte korrekt eingehalten wird.
Doch was ist der korrekte Abstand und woher weiß ich den?
Vorab:
Da gibt es ein paar Werte, die man ganz schnell durcheinander bringen kann. Deshalb will ich zunächst näher auf die verschiedenen Maße eingehen:
Die tatsächliche Tonarmlänge
Dieser Wert ist einfach die Länge des Tonarmes inklusive Headshell, Tonarmrohr, Lager und hinterer Konstruktion samt Gegengewicht. Für die spätere Justage des Tonarmes ist dieser Wert nicht von Bedeutung. Dennoch sollten wir das Maß kennen und bei der Festlegung des Montagepunktes berücksichtigen.
Wollen wir einen Tonarm nämlich auf einem üblichen „Kistenlaufwerk“ montieren, müssen wir diesen Wert schon deshalb beachten, weil der Arm sonst möglicherweise hinten oder vorne über das Chassis hinausragt, was einfach nicht gut aussehen würde.
Spätestens wenn wir ein Laufwerk mit Haube besitzen, muss der Tonarm so montiert werden, dass er weder vorne noch hinten gegen die Haube stoßen oder beim Zuklappen von ihr eingequetscht werden kann.
Die effektive Tonarmlänge
Dies ist bei der Justage eines Tonarmes das wichtigste Maß. Die effektive Tonarmlänge messen wir zwischen Abtastnadel und Tonarmlager-Mittelpunkt. Da Tonabnehmer unterschiedliche Bauformen besitzen und die Abtastnadel mal weiter vorne, mal weiter hinten im Tonabnehmer sitzt, muss das System verschoben werden können.
Aus geometrischen Gründen (darauf gehe ich später noch ein) darf der Tonabnehmer auf keinen Fall so eingebaut werden, dass die Nadel genau auf die Mittelachse des Plattentellers zeigt, wenn wir den Arm nach innen schwenken, sondern er muss einige Millimeter über die Achse hinausragen (Stichwort: Überhang).
Tonarm-Montage-Abstand
Dies ist das Maß zwischen der Mitte der Plattenteller-Achse und der Mitte des Bohrloches für den Arm. Er ist also das Ergebnis aus der Berechnung: Effektive Tonarmlänge minus Überhang.
Bei den meisten Tonarmen ist die Mitte des Bohrloches auch gleichzeitig die Mitte des Tonarmlagers. Bei hiervon abweichenden Konstruktionen ist man auf eine Schablone angewiesen. Im günstigsten Fall liefert der Tonarm-Hersteller eine solche Bohrschablone gleich mit.
Schwierig wird die korrekte Bohrung auch dann, wenn wir es zum Beispiel mit der SME-Konstruktion zu tun haben. Da die Headshell bei den SME-Tonarmen weder ein Verschieben noch ein Verdrehen des Tonabnehmers zulassen, erfolgt bei ihnen die Justage allein durch das Verschieben des kompletten Tonarms in einer Art „Schlitten“.
Hierzu muss nicht nur ein rundes Loch in das Chassis gebohrt werden, sondern ein Langloch. Und damit das System korrekt justiert werden kann, darf dieses Langloch nicht einfach zur Plattenteller-Mittelachse zeigen, sondern muss leicht nach außen hin verdreht sein.
Kaufen Sie sich einen gebrauchten SME-Tonarm und müssen Sie das Langloch selber fräsen, achten Sie also unbedingt darauf, dass die für das Tonarm-Modell passenden Bohrschablonen mitgeliefert werden. SME bietet dazu folgende Hilfsmittel an, die jeweils zum verwendeten Tonarm-Modell passen müssen:
Zusammenfassung:
Für die Festlegung des korrekten Tonarm-Montage-Punktes brauchen wir nur ein einziges Maß, nämlich den Tonarm-Montage-Abstand. Dieser ergibt sich rechnerisch aus der Formel: Effektive Tonarmlänge minus Überhang. Besondere Tonarmaufbauten, bei denen die Mitte der Bohrung nicht identisch ist mit der Mitte des Tonarmlagers, benötigen eine entsprechende Schablone des Tonarmherstellers.
Aber wo gehört er denn jetzt genau hin, unser Tonarm?
Um den Beitrag nicht zu kompliziert zu machen, will ich von einem „einfachen“ Tonarm-Modell ausgehen, also einem, für den wir ein rundes Loch bohren müssen.
Schauen wir uns unseren Gullideckel noch einmal an und stellen wir uns vor, der Tonarm-Hersteller hätte eine Montage-Schablone mitgeliefert. Die Schablone hat an der einen Seite ein Loch, womit sie über die Plattentellerachse geschoben werden kann. An der anderen Seite hat sie ein kleines Loch, durch das wir eine Bleistiftmine stecken können.
Hier mal eine nicht (!) maßstabsgerechte Beispiel-Schablone:
Bei unserem Gullideckel können wir uns jetzt also aussuchen, ob wir die Schablone rund um die Plattentellerachse drehen und so mit der Bleistiftmine einen vollständigen Kreis zeichnen, oder ob wir einfach irgendeine Stelle auswählen und einen einzigen Punkt auf das Chassis zeichnen.
Vielleicht erkennen Sie an dieser Stelle, wieso ich die ungewöhnliche Form als Beispiel-Laufwerk ausgewählt habe. An ihr wird jetzt deutlich, dass es für die Montage und Justage eines Tonarms grundsätzlich völlig gleichgültig ist, an welcher Stelle er montiert wird, solange der Abstand zur Plattenteller-Achse stimmt.
Nachfolgende Skizze: Gleichgültig, wo Sie den Arm auch immer montieren, stimmt der Abstand zur Plattentellerachse, ist er auch an der korrekten Stelle montiert. So einfach ist das.
Ist der Arm erst einmal auf unserem Gullideckel montiert, werden wir jedoch feststellen, dass es wenige Montagepunkte gibt, bei denen wir den Arm auch komfortabel und sicher bedienen können.
Sicherlich ist es nicht sonderlich überraschend, wenn sich der übliche Montagepunkt als besonders praktisch erweist, oder?
Tja – und deshalb ist es natürlich auch unsinnig, ein Laufwerk tatsächlich als „Gullideckel“ zu konstruieren. Es sei denn, wir wollten mehrere Tonarme montieren.
Allen anderen Bauformen gemein ist wohl die Tatsache, dass sie eine „schöne“ Vorderseite besitzen.
Daraus ergibt sich automatisch die Tatsache, dass sie auch eine “weniger schöne” rechte, linke und rückwärtige Seite haben.
Selbst runde Laufwerke verfügen in der Regel über eine solche „hübsche“ Vorderseite, meistens mit einem schicken Firmenschild versehen, während der Motor und vor allem die Anschluss-Terminals für die Verkabelung und das Netzteil an der Rückseite angebracht sind. Damit wir sie nicht dauernd sehen müssen.
Ein solches Laufwerk können wir also nicht einfach verdrehen, nur weil wir den Tonarm an einer ungünstigen Stelle montiert haben. Spätestens bei einem „Kistenlaufwerk“ bindet uns zudem unser ästhetisches Empfinden an eine „gerade“ Ausrichtung des Laufwerks.
Hier ein paar Punkte, die wir deshalb besser schon bei der Auswahl des richtigen Montagepunktes zusätzlich zum Montage-Abstand berücksichtigen sollten.
Der Motor
Er sitzt in der Regel hinten links. Da sehen wir wenig von ihm und er ist weit genug vom Tonarm weg. Also achten wir nun auch darauf, dass sich unser Bohrloch wirklich weit genug vom Motor entfernt befindet.
Die Chassis-Fläche
Einige, meist runde Laufwerke, stellen eigene, mehr oder weniger „in der Luft schwebende“ Tonarmbasen zur Verfügung. Für diese Basen gibt es in der Regel exakt festgelegte Montagepunkte. Wir müssen also lediglich den korrekten Tonarm-Montage-Abstand einhalten.
Bei der klassischen „Kistenform“ sollten wir folgende Aspekte berücksichtigen:
Bedienung
Selbst für Linkshänder dürfte es am einfachsten sein, wenn der Tonarm hinten rechts montiert wird und sich die Headshell im Ruhezustand des Tonarms somit vorne rechts befindet.
Wer schon einmal ein Laufwerk mit zwei oder drei Tonarmen bedienen musste, der weiß, wie schwierig es zum Teil ist, wenn ein Tonarm nicht an der klassischen Montagestelle angebracht werden konnte. Es geht ja nicht nur um die Bedienung des Tonarmes, es geht ja auch darum, dass wir sehen wollen, wo wir den Tonarm absetzen. Und gucken tun Rechts- und Linkshänder nun einmal beide gleich. 🙂
Parallelität zum Chassis
Dies ist ein rein ästhetischer Aspekt. Nichts spricht dagegen, wenn der Tonarm in Ruhestellung nicht parallel zur rechten Chassis-Kante steht. Aber ich bin mir sicher, dass sich die meisten von uns nicht mit einem „schief angebrachten“ Tonarm anfreunden können.
Bei einem runden Laufwerk fällt eine geringe Abweichung nicht sofort auf, aber auch da sucht unser Auge fortlaufend nach Parallelen und rechten Winkeln. Selbst wenn wir einen S-förmigen Tonarm montiert haben.
Abstand zum Plattenteller
Hiermit ist nicht der Abstand zur Plattenteller-Achse gemeint, denn der ist ja durch den Tonarm-Montage-Abstand vorgegeben, sondern es ist der Abstand zwischen dem Arm, besonders im Bereich der Headshell zum Plattenteller gemeint. Befindet sich die Headshell im Ruhezustand des Arms zu nah am Plattenteller, kann eine Platte, die uns aus der Hand rutscht, schnell die Nadel beschädigen. Selbst beim Anheben des Tonarms aus der Ruhestellung müssen wir immer wieder befürchten, dass eine unbedachte Handbewegung dazu führt, dass wir die Nadel seitlich gegen den Plattenteller oder die Platte stoßen lassen. Ein beruhigender Abstand zwischen Headshell und Plattenteller ist da eine wirklich feine Angelegenheit.
Abstand zur hinteren Haubenseite
Bevor Sie den Bohrer ansetzen, halten Sie den Tonarm einfach mal so über diesen Bohrpunkt als sei er bereits angebracht und drehen Sie den Arm nach innen zur Plattenmitte hin – so, wie es beim Abspielen einer Platte geschehen wird.
Was uns bei manchem LKW mit dem Schild „ACHTUNG! Heck schwenkt aus!“ mitgeteilt wird, das sollten wir auch beim Tonarm bedenken. Manche Hauben sind auch so geformt, dass sie nach oben hin schräg zulaufen. Wenn Ihr Auge dann den Abstand nach hinten für gut befunden hat während die Haube nach oben aufgeklappt war, kommt nach der Montage das böse Erwachen, wenn die Haube das erste mal zugeklappt wird und hinten gegen den Tonarm stößt.
Abstand zur vorderen Haubenseite
Wer auf Nummer sicher geht und den Arm einfach weit genug nach vorne hin montiert, der sollte sich genau ansehen, wie die vordere Seite der Haube geformt ist. Denn auch hier kann eine Schräge für eine böse Überraschung sorgen. Im Extremfall hatten wir überhaupt nicht daran gedacht, dass die Haube gar nicht bis zur Vorderkante des Chassis reicht. Dann kann es uns passieren, dass die Haube von oben auf die Headshell aufstößt und wir sie damit wohl für immer auf den Dachboden oder in den Keller verbannen müssen.
Abstand zur rechten Haubenseite
Dieser Aspekt ist vor allem dann zu berücksichtigen, wenn Sie vorhaben, die Haube auch während des Abspielens zu schließen. Einige Laufwerke klingen tatsächlich mit geschlossener Haube besser als offen. Dann wäre es natürlich schade, wenn der hintere Ausläufer des Tonarms rechts gegen die Haube schlägt und ein Abspielen der vollständigen Plattenseite damit unmöglich macht.
Resonanzfläche/Befestigungspunkte
Um diesen Aspekt mit berücksichtigen zu wollen, muss man meiner Theorie Glauben schenken, dass der Resonanzkreislauf für den Klang eines Plattenspielers von Bedeutung ist. Der Resonanzkreislauf findet statt zwischen: Nadel, Tonabnehmer, Tonarm, Tonarmlager, Tonarmfuß, Chassis, Plattentellerlager, Plattenteller, Plattentellerauflage und Schallplatte.
Je ungestörter dieser Resonanzkreislauf stattfinden kann, um so vollendeter wird der Plattenspieler klingen.
Besteht das Chassis aus einer dicken Platte eines einheitlichen Materials, ist es nicht ganz so bedeutend, an welcher Stelle der Tonarm montiert wird. Handelt es sich beim Chassis aber um eine dünne Platte, die mit Haltern an den Seitenwänden montiert ist, dann kann sich der Abstand zu diesen Haltern auf das Klangbild auswirken. Unser Ziel sollte dann sein, eine Stelle zu finden, an der die Resonanzen nicht zu stark durch eine Halterung unterdrückt werden. Andererseits sollte der Arm aber auch nicht auf einer in sich „federnden“ Fläche montiert werden, weil dadurch der Kreislauf ebenfalls gestört wird.
„Mann, ist das kompliziert!“
Nein, eigentlich gar nicht – ich habe es nur kompliziert beschrieben.
Denn all diese Gedanken sollte sich der Laufwerkshersteller schon bei der Entwicklung gemacht haben. Und logischerweise sollte er diese Aufgaben auch schon mehr oder weniger für Sie erledigt haben.
Falls Sie nicht wirklich dabei sind, ein Laufwerk von Grund auf selbst zu entwickeln, sollte der richtige Montagepunkt also schon in etwa vorgegeben sein.
Falls doch, haben Sie jetzt ein paar Aspekte erfahren, die Sie bei Ihrer Entwicklung berücksichtigen können, wenn Sie möchten.
Im nächsten Beitrag geht es um die Tonarm-Geometrie und die richtige Justage. [...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchDie Tonabnehmer-Justage
AUDIOSAUL zeigt Ihnen, wie Sie die Tonabnehmer-Justage zukünftig auch alleine hinbekommen.
Sind Sie auch manchmal so ein richtiges Gewohnheitstier?
Eine meiner starren Gewohnheiten ist die Art und Weise wie ich Tonabnehmer justiere.
Irgendwann, so vor etwa 30 Jahren, stieß ich auf die mittlerweile fast legendäre „Schön-Schablone“ – und bin davon nie wieder abgekommen.
Schön – Schablone Typ 2
Mittlerweile gibt es einen Nachfolger, den Typ 2, der noch ein wenig komfortabler gestaltet ist. Er wurde deshalb erforderlich, weil die 1982 von Herrn Schön auf Film gezogenen Vorlagen von der Druckerei (Standardgraph) nach der Umstellung auf das digitale Zeitalter nicht mehr verwendet werden konnten. Nach einem längeren Telefonat mit Herrn Schön habe ich allerdings jetzt auch den Typ 2 geordert.
Es gibt noch eine Welt außerhalb von “Schön”
Können Sie sich vorstellen, welche Kräfte auf einen HiFi-Händler im Laufe von 30 Jahren einwirken, die einen von dieser Schön-Schablone abbringen wollen, um sie durch ihre eigenen Entwicklungen zu ersetzen?
Doch selbst die Androhung der Beendigung jeglicher Partnerschaften hat mich nicht von ihr abbringen können. Sie war günstig, einfach zu bedienen und gut.
Und warum auch hätte ich sie austauschen sollen? Gegen was?
Die Aussagen einiger Tonarm-Hersteller, dass die Schön-Schablone zu falschen Justagen führt, habe ich immer wieder geprüft und hinterfragt – konnte sie aber bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen nie bestätigen.
Justierte ich zunächst mit der Schön-Schablone und prüfte dann mit der vom Tonarm-Hersteller mitgelieferten Einstellhilfe, waren die Ergebnisse meistens identisch. Ganz genau so, wie wenn ich die Reihenfolge änderte.
In mir erzeugte das den Glauben daran, dass es eben nur eine einzige „mathematische Wahrheit“ geben kann. Und wenn ein Entwickler sich an diese Wahrheit hielt, dann musste das eben immer auch zum gleichen Ergebnis führen – gleichgültig, welcher Name sich dort auf der Schablone verewigte.
Neben Baerwald, Loefgren, Bauer und Stevenson als Mathematiker und Schön als Physiker und Anbieter einer Einstellhilfe, gab es ja auch noch weitere Produzenten von Einstellhilfen und mindestens noch ein Dutzend „Hobby-Mathematiker“, die kräftig rechneten und zeichneten und mit einer erstaunlichen Vehemenz versuchten, die Welt von sich und ihren „neuen“ Ergebnissen zu überzeugen.
Als ich mir im Jahre 1987 den Ortofon TC3000 Messcomputer zulegte, der damals gewichtige 15.000,- DM kostete, wurde meine Ansicht erneut bestätigt.
Wie ich auch justierte, die besten Ergebnisse spuckte mir der TC3000 aus, wenn ich die Schön-Schablone benutzt hatte.
Manchmal ließ ich mich zu wirklichen Justage-Orgien hinreißen, wenn ich einen Plattenspieler erst dann ausliefern wollte, wenn alle Parameter ihr maximal mögliches Ergebnis ablieferten. Das konnte dann gut und gerne auch mal 3-4 Stunden dauern. Am Ende gab es aber fast immer eine Einstellung, die der mit der Schön-Schablone am nächsten kam.
Einzig den auf der Schablone aufgedruckten Tipp, eine Bleistiftmine mit Tesa auf den Tonabnehmer zu kleben, hielt und halte ich immer noch für undurchführbar.
Teppichband statt Tesa
Mir ist es jedenfalls nie gelungen, die Mine mit Tesa so auf den Tonabnehmer zu kleben, dass sie plan auf die Front gepresst wurde. Bei mir war das immer ein „sehr ungenaues und wackelndes Etwas“, weshalb ich das Tesa durch doppelseitiges Klebeband (Teppichband) ersetzt habe. Ein kleines Stückchen um die Bleistiftmine gewickelt und das Konstrukt dann an den Tonabnehmer geklebt, das war deutlich genauer. Außerdem habe ich mir auch irgendwann einmal einen Metallstift machen lassen und damit die Bleistiftmine ersetzt.
Allerdings muss man sagen, dass man sowieso nur bei Tonabnehmern etwas an die Frontseite kleben kann, die vorne auch eine schöne große und gerade Front bieten. Bei „nackten“ (ohne Gehäuse ausgelieferten) Systemen oder solchen mit runden Gehäusen gab es oftmals keine Möglichkeit, die Mine dort anzubringen.
Zum Glück hatten die meisten Tonabnehmer dann aber wenigsten eine gerade Rückseite. Und oft ließ sich dort zwischen, unter oder über den Kontaktstiften eine Stelle finden, an der man die Mine doch noch ankleben konnte.
Da die Schön-Schablone auch im hinteren Bereich noch parallele Linien aufgedruckt hat, ist sie selbst in diesen Fällen noch durchaus zu verwenden.
War das nun eine lange Einleitung, um doch einen Wandel anzukündigen?
Nun – der Drucker an meinem TC3000 streikt. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass jetzt der richtige Moment gekommen ist, ihn zu ersetzen. Viel Auswahl bietet der Markt da nicht. An der Software von Herrn Dr. Feickert wird man wohl kaum vorbei kommen. Doch was kann sie?
Dr. Feickert – Ihr Einsatz?
Ich hatte schon in Krefeld auf der AAA-Messe mit Dr. Feickert gesprochen und nach einem erneuten Telefonat war nun ein Paket mit seiner Software und auch gleich mit seiner Einstell-Schablone zu mir unterwegs.
Der Protractor
Diese Schablone hört auf den Namen „Protractor Next Generation“.
Für alle, die bei Englisch immer hinter der Säule gesessen haben:
Protractor heißt übersetzt Winkelmesser.
Next Generation müssen Sie selber nachschlagen. 🙂
Das Interessante an diesem Protractor ist, dass er mehrere Justage-Varianten anbietet.
Und dass mir schon von so manchem bestätigt wurde, dass die Genauigkeit, mit der die Schablone gefertigt wird, außerordentlich hoch sein soll.
Doch ist das nun das Ende meiner Schön-Schablonen-Ära oder nicht?
Warten wir es ab!
Zunächst fällt auf, dass der Protractor nicht nur aus einer flachen Scheibe besteht, sondern auch noch einen Aufbau mit einer verschiebbaren Querstange aufweist.
Dieser Aufbau hat den Sinn, die Querstange, an der hinten noch ein kleiner angespitzter Stab befestigt ist, genau auf das Tonarmlager ausrichten zu können. Weil nur so die korrekte Einstellung des Überhangs möglich ist.
Auf diesem Stab gibt es eine Skala und an ihr kann man die Tonarmlänge ablesen. Für die Justage ist dieser Wert eher weniger von Bedeutung.
So einen Aufbau hat die Schön-Schablone jedenfalls nicht. Sie kommt vor allem aus preislichen Gründen mit einer aufgedruckten Linie aus, die „ungefähr“ in Richtung Tonarmlager gedreht werden muss, damit man „ungefähr“ den Überhang einstellen kann.
Ihnen ist das zu viel „ungefähr“?
Mag sein – ist aber nicht wirklich tragisch, denn bei der folgenden Justage ist es sowieso so gut wie unmöglich, z.B. die Kröpfung zu verdrehen, ohne gleichzeitig auch den Überhang mit zu verschieben.
Und deshalb müssen wir eben auch jedes mal wieder von vorne anfangen, wenn wir den Tonabnehmer verschoben oder verdreht haben. Das gilt für jede Schablone!
Manche Headshell- oder Tonabnehmer-Formen lassen diesen Einstellvorgang mehr zu einer Schätzung werden, denn zu einer Messung. Was nutzen einem parallele Linien bei einem runden Tonabnehmer-Gehäuse?
So manches mal habe ich mir dann schon vorgestellt, den Tonabnehmer-Hersteller an einem Nasenring zu meinem Plattenspieler zu ziehen und ihm die Aufgabe zu erteilen, das Dingen doch selber zu justieren.
Ja – manchmal hatte ich solche Gedanken. Hmh.
Deshalb sei mir folgender Hilferuf gegönnt:
Liebe Tonabnehmer-Hersteller!
Wenn Ihr die derzeit stattfindende Rückkehr zum Plattenspieler unterstützen wollt – dann denkt an die Justage Eurer kleinen Lieblinge und an die Menschen, die sie vornehmen müssen. Bohrt doch einfach an passender Stelle ein Loch quer durch das Gehäuse und legt dem Tonabnehmer einen dünnen Stift mit in die Verpackung! Bitte!
Und dann denkt natürlich auch daran, den Nadelträger im System so zu justieren, dass er auch im 90°-Winkel zu der Bohrung steht, weil Ihr Euch das sonst natürlich alles schenken könnt.
Doch wie ist das jetzt beim Protractor?
Das Rad neu erfunden hat Herr Dr. Feickert ja sicher nicht, oder?
Nun, er verlangt zunächst einmal von uns eine Entscheidung:
Welchem Mathematik-Druiden wollen wir folgen?
Baerwald, Loefgren oder Stevenson?
Bauer und Schön suchen wir auf dieser Schablone vergebens.
Bei dieser Entscheidung wird der Anwender allerdings von der Bedienungsanleitung allein gelassen.
Offensichtlich geht man davon aus, dass der Besitzer eines Protractors schon wissen wird, welchem Propheten er folgen will.
Ist das so?
Nun – ich bezweifle das.
Wodurch unterscheiden sich diese Theorien – oder sind es gar Philosophien?
Worauf basieren ihre Berechnungen?
Muss ich mir von allen Dreien Bücher kaufen und diese womöglich auch noch in deren Muttersprache lesen?
Und selbst wenn ich dazu in der Lage wäre – weiß ich dann hinterher, wem ich glauben kann?
Wieso gibt es denn überhaupt unterschiedliche Theorien, wenn es doch um Mathematik geht?
Wenn ich drei mal vier rechnen soll, dann gibt es exakt ein einziges richtiges Ergebnis und da sagt mir nicht Baerwald, dass das dann 11,98347 ist, Loefgren ist für 12,156 und Stevenson für eine glatte 12, oder?
Tatsächlich ist das auch alles Unsinn was ich hier schreibe. Die hinter diesen Berechnungen liegende Mathematik ist nämlich bei allen völlig identisch. Erst die Berücksichtigung voneinander abweichender Prioritäten führt zu unterschiedlichen Interpretationen.
Der Grund für die unterschiedlichen Interpretationen liegt zunächst einmal darin, das es ja bei einem Drehtonarm tatsächlich keine richtige Justage gibt – eigentlich ist jede Justage und sei sie noch so mathematisch ausgeklügelt – schlicht und ergreifend falsch! Nur der Tangential-Tonarm bleibt über die gesamte Schallplatte hinweg ohne Spurfehlwinkel.
Ein Tonabnehmer kann nur entweder genau parallel über der Rille stehen (das wäre dann ein Nulldurchgang) oder davon abweichen, dann haben wir es mit einem Spurfehlwinkel zu tun.
Während der Tangential-Tonarm fortlaufend parallel zur Rille (oder eben im 90°-Winkel zur Tangente) steht, bringt es ein Drehtonarm im besten Fall auf zwei Nulldurchgänge. In allen anderen Bereichen weicht er vom Idealwert ab.
Steigen wir an dieser Stelle ein klein wenig tiefer in die Materie ein, um zu verstehen, wieso es zulässig ist, die Mathematik unterschiedlich zu interpretieren.
Die Platte dreht sich um ihren Mittelpunkt.
Der Tonarm dreht sich um seinen Mittelpunkt.
Beide Punkte sind nicht identisch.
Der Versuch, einen Tonabnehmer „einfach vorne an einen geraden Stab“ zu binden, führt zu dem Ergebnis, dass der Tonabnehmer nur ein einziges mal exakt parallel zur Rille verläuft. Vorher und hinterher müssen wir mit erheblichen Abweichungen (Spurfehlwinkeln) leben, die um so größer werden, je weiter sie von diesem Nulldurchgang entfernt sind. Eine Langspielplatte wäre mit einer solchen Konstruktion nicht komplett abspielbar, ohne Schaden zu nehmen.
Durch einen genialen Trick ist es den Mathematikern gelungen, die Anzahl der Nulldurchgänge auf zwei zu erhöhen und damit zu verdoppeln.
Sie machen einfach einen Knick oder einen Bogen in diesen Stab (Tonarm).
Diesen Knick nennt man Kröpfung.
Doch die Kröpfung alleine nützt uns noch gar nichts. Erst durch das Verschieben des Tonarms oder des Tonabnehmers zur Plattenmitte hin, erhalten wir diese Geometrie, die uns die beiden Nulldurchgänge beschert.
Der Diamant darf also nicht genau auf die Plattenteller-Mittelachse zeigen, wenn wir den Tonarm nach innen führen, sondern er muss etwas darüber hinausragen. Diesen Wert nennt man Überhang.
Will man also einen Tonabnehmer justieren, geht es um genau diese beiden Werte:
Kröpfung und Überhang.
Führen wir den Tonarm von außen nach innen über eine Schallplatte, ergeben sich die folgenden 5 Bereiche:
1) „Plus-Abweichung außen“ – vor dem äußeren Nulldurchgang.
2) Äußerer Nulldurchgang.
3) „Minus-Abweichung“ – zwischen den beiden Nulldurchgängen
4) Innerer Nulldurchgang
5) „Plus-Abweichung innen“ – hinter dem inneren Nulldurchgang
Baerwald
… optimiert die Plus-Abweichungen, also die vor dem äußeren und die nach dem inneren Nulldurchgang. Er legt die beiden Nulldurchgänge dafür auf 66,0 und 120,9 mm (von der Plattenmitte gemessen).
Loefgren
… optimiert, zumindest in seiner zweiten Publikation, die Minus-Abweichungen, also die zwischen den beiden Nulldurchgängen. Er legt die beiden Nulldurchgänge dafür auf 70,3 und 116,6 mm.
Stevenson
… verschiebt die beiden Nulldurchgänge ein wenig nach innen und zieht sie weiter auseinander, wodurch außen höhere Abweichungen entstehen als zur Plattenmitte hin. Er legt dafür die Nulldurchgänge auf 60,325 und 117,42 mm
Alle drei Theorien gehen mit ihren Lösungsansätzen auf die Fragen ein, ob sich ein Spurfehlwinkel außen stärker oder schwächer auf die Wiedergabe auswirkt als innen und ob das was mit der Geschwindigkeit zu tun hat, mit der der Diamant durch die Rille gleitet.
Nun gut – so viel zur Theorie.
Machen wir uns doch jetzt mal daran, das Ding auch zu benutzen.
Vor mir steht ein Pro-Ject RPM 9.1 Carbon-Laufwerk mit Pro-Ject 9“ Evolution-Tonarm und einem Ortofon Quintet Bronze. Die Quintet-Serie heißt (wohl nicht nur bei mir) die „Lego-Serie“. Jeder der sie sieht, wird sofort wissen, wieso.
Praktisch an ihnen ist, dass die Tonabnehmer der Serie wunderbar glatte Seiten haben, die alle im rechten Winkel zueinander stehen und große Flächen besitzen. Da braucht man fast keine Bleistiftmine, die Justage klappt mit ihnen oft auch so.
Schablone ausrichten
Zunächst gilt es, die Spitze am Ende der verschiebbaren Querstange exakt auf das Tonarmlager auszurichten. Da der Pro-Ject-Arm oben ein Loch hat, das die Mitte des Tonarmlagers markiert, ist die Ausrichtung hier ein Kinderspiel.
Step 1 – Überhang messen/einstellen
Ich führe den Tonarm zur mit „Step 1“ markierten (mittleren) Schablone.
Meine Nadel trifft den Stevenson-Punkt exakt.
Für Baerwald ist der Überhang ein wenig zu kurz und für Loefgren ist er „viel zu kurz“.
Folgt die Schön-Schablone, mit der ich ja das Bronze justiert habe, also etwa der Stevenson-Theorie? In der Anleitung von Walter Schön finde ich zwar Hinweise und Bezüge auf Baerwald und Loefgren, aber keine auf Stevenson!?
Ich hebe die Stange, die auf das Tonarmlager zeigt an, fixiere sie und kann nun die Schablone so drehen, dass ich zu „Step 2“, der äußeren der drei Schablonen komme.
Hier liegen die beiden Punkte nach Loefgren und Stevenson sehr dicht beieinander – zum Baerwald-Punkt gibt es einen recht großen Abstand.
An dieser Stelle kommt meine erste Kritik am Protractor: Die Linien sind ziemlich „geizig“ gedruckt. Selbst mit diesem „Legostein“ von Tonabnehmer fällt es schwer, nach Parallelen oder rechten Winkeln zu suchen und ich muss doch wieder die Bleistiftmine verwenden.
Beim Quintet kann ich sie problemlos an die Front kleben. Müsste ich die Bleistiftmine an der Rückseite des Tonabnehmers befestigen, würde mich das hier nicht weiter bringen, denn dort gibt es keine Striche mehr auf dieser Schablone, an denen ich etwas ausrichten kann.
Nun gut – die Justage nach der Schön-Schablone liegt irgendwo zwischen Loefgren und Stevenson. Der Baerwald-Punkt ist weit weg und ich möchte jetzt schon mutmaßen, dass Baerwald und Schön wohl auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen sind.
Ich wechsle zur dritten Schablone nahe der Plattenmitte und erlebe jetzt eine kleine Überraschung.
Zunächst hatte ich mich darüber gefreut, dass die drei Punkte ziemlich weit auseinander liegen, was eine Einschätzung und Prüfung vereinfachen sollte, was sich auch bestätigt hat.
Jetzt folgt aber die Überraschung:
Hier innen stimmt meine Justage sowohl mit dem Loefgren- als auch mit dem Baerwald-Punkt (!) exakt überein – allerdings nicht mit dem Stevenson-Punkt.
Sollte die Schön-Schablone also doch noch eine ganz eigene – von allen anderen abweichende Geometrie besitzen?
Ich werde unsicher und schnappe mir noch einmal meine Schön-Schablone. Hatte ich wirklich sorgfältig genug gearbeitet? Oder war mir etwa eine Ungenauigkeit durchgerutscht?
Kröpfung? Passt!
Überhang? Passt, oder?
Ich bin mir nicht ganz sicher.
Ich brauche mehr Licht!
Da war doch …
Beim Auspacken des Protactors hatte ich so ein kleines Teil entdeckt mit einem Kettchen und einem Ring dran. Offensichtlich, damit man es am Schlüsselbund oder so befestigen kann. Ich konnte das aber nicht richtig erkennen und dachte mir jetzt, dass es doch ganz praktisch wäre …
… und tatsächlich – es handelt sich um eine kleine Taschenlampe.
Was hier hochtrabend klingt, ist zunächst natürlich Unsinn, denn eine richtige Taschenlampe ist es nicht. Andererseits aber stimmt es doch, denn die Lichtausbeute im Nahbereich ist hervorragend!
Und das Ergebnis meiner Prüfung?
So oft ich mir auch selbst misstraue und es immer wieder überprüfe: Ich hatte nicht oberflächlich und flüchtig gearbeitet. Das Quintet war auf den Punkt genau justiert.
Schaue ich also mal nach, wo denn Herr Schön seine Nulldurchgänge hingelegt hat.
Ich finde: 62,5 und 117,2 mm.
Damit liegt er tatsächlich sehr dicht an der Kurve von Stevenson, die sich nach innen hin noch ein wenig weiter streckt als die Schön-Variante.
Um ganz sicher zu sein, dass ich nicht den Fehler begehe, die Ergebnisse einer einzelnen Kombination als allgemein gültig zu erklären, wechsle ich zu einem anderen Plattenspieler.
Vor mir steht ein AVID Sequel SP mit einem SME-Tonarm und einem Jan Allaerts MC 2.
Auch das Jan Allaerts verfügt über große, gerade Seiten, bereitet also beim Justieren eigentlich keinerlei Probleme.
Step 1 ?
Exakt das gleiche Ergebnis wie auch beim Pro-Ject: Der Stevenson-Wert stimmt – für alle anderen Theorien ist der Überhang zu kurz eingestellt.
Und ich kürze ab: Auch bei den beiden anderen Punkten wiederholt sich das Ergebnis vom Pro-Ject-Plattenspieler.
Welche Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen?
Zunächst einmal folgendes:
Da der Überhang für Baerwald und Loefgren bei meiner Justage nach Schön nicht stimmte, können die beiden Werte für den äußeren und den inneren Nulldurchgang von mir hier gar nicht beurteilt werden.
Der korrekt eingestellte Überhang ist unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die anderen beiden Werte überhaupt geprüft werden können.
Ich beschließe nun folgenden weiteren Arbeitsablauf:
A) Ich werde mir eine Schallplatte mit kritischen Gesangsstellen anhören. Dazu wähle ich Cafe Blue von Patricia Barber. Auf der ersten Seite höre ich mir das erste Stück an (What a Shame) und auf der zweiten Seite natürlich „Too rich for my blood“. Das ist zwar nicht das letzte Stück, aber durch die Passagen, in denen Frau Barber extrem hoch singt, kann man sofort erkennen, ob ein Tonabnehmer korrekt justiert worden ist oder nicht.
B) Ich justiere das Laufwerk komplett nach Stevenson.
C) Ich justiere nach Loefgren
D) Ich justiere nach Baerwald
Wir beginnen mit A) – Justage nach Schön.
Zum Klangergebnis muss ich nicht viel schreiben – würde es mir nicht gefallen und würde es nicht sauber (also frei von störenden Verzerrungen) arbeiten, würde ich mit diesem Laufwerk nicht vorführen.
Nun kommen wir zu B) – Was taugt Stevenson?
Die Berechnungen von Stevenson, die hier auf der Schablone verwendet werden, stammen aus dem Jahre 1966 und sind damit die aktuellsten auf dem Protractor! Ja – Sie haben richtig gelesen! Die anderen sind noch älter (Loefgren 1938, Baerwald 1941).
Ich korrigiere den Überhang um ein winziges Maß, eigentlich nur, um wirklich ganz korrekt zu arbeiten. Auch beim äußeren Nullpunkt muss ich nur eine Winzigkeit korrigieren. Der innere stimmt damit automatisch – genau so muss es sein. In mir bestätigt sich der Verdacht, dass Schön und Stevenson mit ihren Theorien sehr nahe beieinander liegen müssen.
Ich höre den Song „What a shame” (ganz außen)
Und – ich müsste mir hier etwas aus den Fingern saugen, wenn ich von einem Klangunterschied schreiben wollte, was ich nicht tun möchte.
Too rich for my blood (mehr innen)
Hier sieht es etwas anders aus. Patricia Barber singt tatsächlich „befreiter“ auf, der Raum wird selbstverständlicher abgebildet. Der Unterschied ist nicht gewaltig, aber wer öfter mal Tonabnehmer einstellt, der kennt das Gefühl, nicht ganz zufrieden zu sein und er weiß auch wie es ist, wenn man plötzlich um das Laufwerk einen Zaun bauen möchte, weil man da jetzt niemanden mehr heran lassen will. Das zweite Gefühl beschleicht mich soeben. Irgend etwas in mir sagt, dass ich da jetzt nichts mehr dran tun sollte.
Fazit Stevenson
Spielt man ein äußeres Stück auf der Platte ändert sich zur Justage nach Schön nichts.
Wechseln wir zu D) Baerwald
Ich habe C) übersprungen? Ja, Sie haben Recht. Ich war einfach zu neugierig. Die Justage nach Baerwald wich bei meiner anfänglichen Überprüfung am stärksten von der Schön-Schablone ab und deshalb wollte ich jetzt einfach wissen was passiert.
What a shame
Wieder will es mir nicht gelingen einen Unterschied zu hören. Theoretisch müsste die Wiedergabe mit einer Baerwald-Kurve bei den äußeren Stücken am besten sein. Einen Nulldurchgang bei 120mm bietet sonst keine Schablone!
Doch es tut sich nichts – jedenfalls nicht genug, dass ich es hören könnte.
Too rich for my blood
Ganz anders bei diesem Stück. Hier stellt sich deutlich eine Verschlechterung ein. Patricia Barber hat keinen Mund mehr – das ist fast ein „Maul“! Und ein wenig nervig klingt es auch!
Kann das denn sein?
Stevenson legt den inneren Nullpunkt auf 60 mm, Baerwald auf 66 mm.
Ja, – und an welcher Stelle liegt nun der Song?
Ich messe nach und stelle fest, dass der Bereich, in dem die Stimme am einfachsten bewertet werden kann, irgendwo zwischen 100 und 110 mm liegt – also weit weg vom inneren Nulldurchgang!
Moment mal! Wo legt Stevenson seinen inneren Nullpunkt hin? Auf 60mm?
Da ist bei mir die Auslaufrille!
Baerwald legt sie auf 66 mm?
Ich messe genau nach:
Die Songs auf dieser Cafe Blue liegen im Bereich zwischen 72 und 146 mm.
Also selbst das größte Maß für den inneren Nulldurchgang bei Loefgren liegt bei rund 70 mm und damit ebenfalls an einer Stelle, an der sich überhaupt keine Musik befindet!
Was nützt mir denn ein Nulldurchgang an einer Stelle, an der überhaupt keine Musik spielt?
Ich verstehe ja, dass das alles irgendwie zusammenhängt und dass ich ja auch den äußeren Nulldurchgang verschiebe, wenn ich den inneren Nulldurchgang weiter nach außen lege, …
… aber seltsam ist das schon, oder?
Der von mir gehörte Song ist der vorletzte auf der zweiten Seite und ich bin doch davon ausgegangen, dass er zu den „inneren Songs“ gehört. Jetzt höre ich „auf 110 mm“ und muss feststellen, dass er damit fast im Bereich des äußeren (!) Nulldurchgangs liegt!!??
Definitiv liegt bei allen drei Kurven der innere Nulldurchgang im Bereich der Auslaufrille.
Zumindest bei der Cafe Blue.
Was für eine Verschwendung! Oder?
Zugegeben – solche Gedanken drängen sich einem auf und man fragt sich, wieso die Schallplatten nicht anders gepresst werden. Wieso verlegt man die Auslaufrille nicht noch weiter nach innen und verschafft uns somit den Vorteil, auch im Bereich des inneren Nulldurchgangs Musik hören zu können?
Nun, die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach:
Es liegt an der Geschwindigkeit!
Genau diese fehlt nämlich im inneren Bereich.
Während der Diamant außen mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 cm pro Sekunde durch die Rille gleitet, kommt er zum Ende hin gerade einmal auf 20 cm.
Wer sich heute eine audiophile Schallplatte kauft, bekommt manchmal eine Single-LP mit nur einem Song pro Seite dazu (z.B. Jacintha, Oh Danny Boy). Diese muss mit 45 Umdrehungen gespielt werden. Hierdurch steigt die Geschwindigkeit des Diamanten in der Einlaufrille auf satte 70 cm pro Sekunde an. Und jeder, der eine solche Scheibe besitzt, wird bestätigen können, dass sie noch einmal deutlich besser klingt als die 33-er Version.
Fazit: Es gibt bei den meisten Platten in der Mitte der Schallplatte keine Musik mehr, weil die Platte sich dort zu langsam dreht. Selbst ein Nulldurchgang kann da auch nichts mehr retten.
Unter audiophilen Gesichtspunkten wäre es sogar am besten, man würde diesen „Musik-Bereich“ der Schallplatte noch verkleinern. Wenn auf jeder Platte z.B. nur der Bereich zwischen 100 mm und 140 mm genutzt würde, wäre eine Justage um ein Vielfaches einfacher.
Heutige „audiophile“ Pressungen versuchen denn auch, eben dieser Forderung nachzukommen.
Da ist dann eben auf jeder Seite weniger als 20 Minuten Musik – aber die klingt toll.
Und was ist mit den Klassik-Liebhabern? Wie viele Symphonien mag es geben, die länger dauern als 20 Minuten? Man kann doch nicht mitten in einer Symphonie die Schallplatte umdrehen müssen, oder?
Und wenn man die beiden Nulldurchgänge einfach weiter nach außen schiebt?
Ja – das wäre eine Möglichkeit.
Doch Hörtests sprechen dagegen.
So lange die Auslaufrille spätestens bei 70mm beginnt, wirkt sich die Verlagerung der Nulldurchgänge nach außen ausschließlich positiv aus.
Doch wehe, es gibt auf der Schallplatte auch noch weiter zur Mitte hin Musik!
Hier schlagen gleich zwei Argumente zu und machen ein Abspielen unangenehm:
Die niedrige Gleit-Geschwindigkeit der Nadel und der hohe Spurfehlwinkel.
Leichte Spurfehlwinkel verursachen harmonische Verzerrungen. Die sind kaum hörbar oder werden sogar als „musikalisch“ empfunden.
Hier „kratzt und krächzt“ also nichts, sondern es stellen sich Ungenauigkeiten ein, die von manch einem Analogliebhaber geradezu geliebt werden.
Jeder kennt diese Hamilton-Fotos.
Nicht nur die Tatsache, dass da regelmäßig viel junges, nacktes Fleisch zu sehen war, auch diese weichgezeichneten und ineinander fließenden Farben und Lichter wissen manch einem zu gefallen.
Und genau das kann man auch mit der Justage eines Tonabnehmers hinbekommen – wenn man es denn mag.
Nimmt der Spurfehlwinkel jedoch zu, mag das dann niemand mehr gerne hören und sowohl der Diamant als auch die Schallplatte sind gefährdet.
Aber kommen wir noch einmal zurück zu den mathematischen Fakten.
Betrachten wir einmal die Spannweiten
Bei Baerwald liegen die beiden Nulldurchgänge 54,9 mm auseinander.
Bei Loefgren sind es 46,3 mm und bei Stevenson satte 57,095 mm.
Was sagt uns das?
Nun, ganz einfach – je weiter die beiden Nulldurchgänge voneinander entfernt sind, umso größer ist der mathematische Umfang des gedachten Kreises. Und umso größer ein Kreisumfang ist, umso „flacher“ verläuft die Kurve in einem Kreis-Segment.
Und je flacher seine Kurve verläuft, desto kleiner ist die maximale Abweichung, also der Spurfehlwinkel.
Damit habe ich die Erklärung dafür gefunden, dass es mit der Einstellung nach Stevenson am besten geklungen hat.
Walter Schön hat mir am Telefon bestätigt, dass es seine Absicht ist, auch eine Schallplatte abspielbar zu machen, deren Auslaufrille erst bei 57 oder gar 55 mm beginnt. Mathematisch ist seine Schablone so ausgerichtet, dass die drei maximalen Spurfehlwinkel außen, zwischen den Nulldurchgängen und innen – identisch hoch sind.
„Sobald man sich auf einen einzelnen Punkt konzentriert und diesen optimiert, führt es sofort dazu, dass ein anderer oder gar beide anderen Punkte stärker vom Sollwert abweichen!“ mahnt er.
Zu meiner Überraschung bestätigte er mir weiterhin, dass die korrekte Berechnung seiner Kurve von Baerwald stamme – allerdings sei sie auf absolute Perfektion ausgerichtet und würde daher keine Toleranzen berücksichtigen. Perfektion sei laut Schön in der Praxis jedoch eher selten.
Realistischer sei es, von kleinen Abweichungen, also von Toleranzen auszugehen. Möglicherweise ist der Tonabnehmer eben nicht absolut perfekt und korrekt zusammengebaut.
„Wir kleben Minen an die Gehäuse und brauchen Stunden, um diese korrekt auszurichten, ohne auch nur die Chance zu haben, mit dem Auge feststellen zu können, ob der Nadelträger im Gehäuse überhaupt parallel zu den Seitenwänden eingebaut worden ist!“ so Schön.
Und um eine hierdurch erzeugte Fehljustage nicht gleich zum „Showstopper“ werden zu lassen, hat er sie bei seiner Schablone – bis zu einem gewissen Grad – mit in seine Berechnungen einfließen lassen. Möglicherweise wird es dadurch schwer, einen einzelnen, absolut perfekt und korrekt montierten Tonabnehmer zu absoluten Höchstleistungen zu bringen. Alle anderen jedoch gewinnen dazu.
Nun gut – jetzt bin ich doch gespannt, was passiert, wenn ich das Quintet Bronze nach Loefgren einstelle.
C) Justage nach Loefgren
Zunächst bin ich etwas verwundert. Als der Tonabnehmer nach Stevenson justiert war, schien die Einstellung nach Loefgren „nahe dran“ – nach Baerwald aber weit weg zu sein. Jetzt war der Tonabnehmer nach Baerwald justiert und ich habe mich darauf eingestellt, dass ich das System wieder ziemlich stark verändern müsste – aber dem ist nicht so.
Minimale Veränderungen – so klein, dass sie viele von uns gar nicht vorgenommen hätten, waren erforderlich, um von Baerwald nach Loefgren zu wechseln.
Beim folgenden Hörtest kann ich feststellen, dass ich mich wieder dem Ausgangspunkt, also der Einstellung nach Schön nähere.
Ich stelle mir also die Frage, ob ich jetzt wohl wieder das gleiche erleben werde, wenn ich auf die Justage nach Stevenson zurück gehe. Macht es wieder „klick“ und ich möchte meinen Plattenspieler vor fremden Zugriffen schützen?
Ich probiere es aus, denn so wie es jetzt läuft, möchte ich die Einstellung eh nicht lassen.
Beim folgenden Einstellvorgang wird es dann doch sehr deutlich, wie weit ich mich Schritt für Schritt von meiner Justage nach Schön entfernt hatte. Um mehrere Millimeter muss das System wieder nach hinten und auch die Kröpfung braucht ebenfalls eine ordentliche Korrektur.
Doch mittlerweile habe ich mich an den Protractor gewöhnt und das alles geht mir ziemlich flott von der Hand.
Hörergebnis: Zack!
Sofort ist es wieder da, dieses Gefühl, dass man jetzt niemanden mehr an den Plattenspieler ranlassen will – nur noch sich selbst! … um Platten aufzulegen.
Der Mund von Patricia Barber ist wieder so klein wie er sein muss, die Raumdarstellung ist überzeugend und es besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass diese Platte eine ganz außergewöhnliche Scheibe ist. Nein, man muss die Musik nicht mögen – trotzdem wird man diese Platte lieben!
Jedenfalls mit einer solchen Justage wie dieser hier.
Gesamt-Ergebnis?
Es gibt noch kein Gesamt-Ergebnis!
Jedenfalls kein abschließendes.
Was ich festgestellt habe ist, dass keine einzige Einstellkurve zu einer nachvollziehbaren Klangveränderung im äußeren Schallplattenbereich führt. Hier scheint die hohe Gleitgeschwindigkeit des Diamanten kleinere Spurfehlwinkel ausgleichen zu können. Dadurch, dass die Schallplatten-Hersteller sich hier mit rund 146 mm Radius auch keine gravierenden Abweichungen zueinander erlauben (sonst würden automatische Plattenspieler ja auch gar nicht funktionieren können!), brauchen wir diesen Aspekt also nicht zu berücksichtigen. Egal für welche Einstellung wir uns entscheiden, außen klingt es immer gut.
Die Differenzen zwischen den Theorien beziehen sich auf die Flächen zur Plattenmitte hin.
Mein hier beschriebener Hörtest kann hierbei gar nicht verwertet werden. Er bezieht sich bei „Too rich for my blood“ auf einen Bereich zwischen 100 und 110 mm und liegt damit mathematisch eher im Mittenbereich einer Schallplatte.
Aber natürlich auch etwa in der Mitte zwischen den beiden Nulldurchgängen!
Eine Kurve, die hier mit großen Abweichungen arbeitet, müsste also mit diesem Song sehr schnell entlarvt werden können.
Und genau deshalb waren auch die Unterschiede so deutlich zu hören.
Auf meiner Aufgabenliste finde ich denn jetzt auch folgende Punkte:
Ich werde mir meine Schallplatten einmal nach dem Aspekt anschauen müssen, an welcher Stelle bei ihnen die Auslaufrillen beginnen und mir ein paar Exemplare für einen Hörtest heraussuchen, deren Auslaufrillen sehr weit innen liegen. Denn hier müsste man noch größere Klangunterschiede produzieren können.
Ich werde mich in die Software des Herrn Dr. Feickert einarbeiten, um die Frage beantworten zu können, ob sich die Ergebnisse meiner Hörtests auch messtechnisch untermauern lassen.
Für den Protractor habe ich mir von Herrn Dr. Feickert folgende zwei Verbesserungen gewünscht:
Mehr und längere aufgedruckte Linien – auch im Bereich hinter dem System.
Einen Stift, der nicht durch die Querstange fallen kann.
Wenn Sie jetzt Spaß daran gefunden haben sollten, auch einmal selbst zu justieren, besorgen Sie sich eine Schablone nach Wahl und trauen Sie sich einfach.
Wer lieber erst einmal kein Geld in eine Schablone investieren will, der kann sich auf http://www.vinylengine.com umsehen. Da gibt es so ziemlich alle Schablonen des Marktes zum Downloaden und Selbstausdrucken.
Aber seien Sie bitte vorsichtig bei der Benutzung der selbstausgedruckten Schablonen, denn so eine Nadel kann leicht am Papier hängenbleiben.
Und wer mehr über die Theorien der o.g. Mathematiker/Physiker erfahren will, der findet ihre Ausarbeitungen unter folgenden Links:
Loefgren: http://www.helices.org/auDio/turnTable/lofgren.pdf
Baerwald: http://www.helices.org/auDio/turnTable/baerwald.pdf
Bauer: http://www.helices.org/auDio/turnTable/bauer.pdf
Stevenson: http://www.helices.org/auDio/turnTable/stevenson.pdf
Ich hoffe, Sie verstehen jetzt ein wenig besser, worum es eigentlich geht, wenn von der Tonabnehmer-Justage gesprochen wird.
Ihr Wolfgang Saul [...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchDie HiFi-Hörschule
Hören und beurteilen lernen anhand von Musikbeispielen
Um heraus zu finden, wie gut eine HiFi-Anlage klingt, muss man einfach nur gut hinhören.
Doch haben Sie dabei auch manchmal das Problem, dass Sie nicht so genau wissen, worauf Sie beim Hören achten müssen?
Haben Sie sich deshalb schon mal gewünscht, Ihnen würde jemand anhand von Musikbeispielen verdeutlichen, wie man „richtig hört“ und das Gehörte zu beurteilen ist?
Nun – genau das will ich mit meiner „HiFi-Hörschule“ versuchen.
Zwar gibt es zur Bewertung einer HiFi-Anlage eine Vielzahl von Kriterien die zu beachten sind und einige davon eignen sich überhaupt nicht dafür, sie in einem Bericht zu beschreiben, aber ich bin mir sicher:
Wenn Sie erst einmal den ersten Schritt gemacht haben, dann kommen die anderen ganz von allein.
Denn wie immer ist auch hier das Anfangen das schwierigste.
Also los!
Was Sie zum Mitmachen brauchen.
Da diese HiFi-Hörschule auf Musikbeispielen basiert, brauchen Sie natürlich die besprochenen Musik-Titel. Hierbei ist es egal, ob Sie sie auf CD besitzen, auf LP oder aus dem Netz streamen.
Um Ihnen die Chance einzuräumen, auf alle Titel zugreifen zu können, habe ich mich auf Songs und Veröffentlichungen beschränkt, die auf Qobuz, Tidal und Spotify zum Streamen bereitstehen.
Perfekt wäre es also, wenn Sie ein hochwertiges Streaminggerät zur Verfügung hätten.
Keine Ursachenforschung!
Diese HiFi-Hörschule ist nicht dazu geeignet, die Ursache dafür zu ermitteln, wenn Sie meine Beschreibungen an Ihrer Anlage nicht nachvollziehen können. Es geht hier auch nicht um die Frage, welche Wiedergabe „richtig“ und welche „falsch“ ist. Es geht nur darum, dass die Aufnahmen sehr unterschiedlich sind. Von Titel zu Titel muss also auch bei Ihnen eine Veränderung zu hören sein. Nur darum geht es hier.
Das Thema: Der Aufnahmeraum
Auf der einen Seite steht der Künstler, auf der anderen die Tontechniker.
Wer als aktueller Star nur mal eben schnell den nächsten Sommerhit produzieren will, dem ist es vermutlich gleichgültig, von welchem Studio sein Titel produziert wird.
Doch ein Künstler mit hohem Anspruch an die Klangqualität, der sucht natürlich schon nach dem „besonderen“ Aufnahmestudio.
Haben sich die beiden gefunden – geht uns High-Endern das Herz auf.
Unterpunkte des Themas „Der Aufnahmeraum“ sind die folgenden Begriffe:
Räumlichkeit
Ortbarkeit
Breitenstaffelung
Tiefenstaffelung
Vertikale Abbildung
Größenabbildung
Abstand der Musiker zueinander
Theoretischer Teil – oder: Die Aufnahme
Musik nehmen wir mit einem Mikrofon auf.
Ein (!) Mikrofon – das bedeutet: Mono oder eben nur ein Kanal.
Es bedeutet auch: Keine Dreidimensionalität.
Um dreidimensional sehen oder hören zu können, brauchen wir zwei Augen, zwei Ohren.
Um Musik dreidimensional aufnehmen zu können, brauchen wir zwei Mikrofone.
Diese beiden Mikrofone so aufzustellen, dass alle Stimmen, alle Instrumente und auch die Rauminformationen so aufgezeichnet werden, dass man beim Abhören glaubt, sich wieder im Aufnahmeraum zu befinden, das ist die „hohe Kunst“ der Tonmeister und -techniker.
In manchen Aufnahmesituationen sind aber auch die größten Könner unter ihnen mit dieser Aufgabe überfordert und dann brauchen auch sie einfach mehr als zwei Mikros.
Deshalb wurde die Mehrspurtechnik entwickelt.
Mit ihr konnte man nun mehr als zwei Mikrofone aufstellen, einzelnen Stimmen und Instrumenten eigene Mikros, also eigene Spuren geben, sie sogar zeitlich nacheinander oder an völlig unterschiedlichen Orten aufzeichnen. Waren sie so wie man sie haben wollte – also fehlerfrei eingespielt, mischte man alle Spuren zu einer Zweikanalaufnahme zusammen.
Einige Tontechniker unterlagen den Reizen der Mehrspurtechnik und so entstanden die berühmten Ping-Pong-Aufnahmen, wie wir sie z.B. von frühen Beatles-Aufnahmen kennen. Zieht man den Stecker vom rechten Kanal ab – ist Paul McCartney verschwunden, zieht man den linken Stecker, macht Ringo eine Pause.
Der nächste technische Schritt lag dann darin, dass man diese einzeln aufgenommenen Spuren am Mischpult dreidimensional „im Raum verschieben“ konnte.
Der Tontechniker von Pink Floyd war z.B. davon so begeistert, dass er bei Grantchester Meadows das Gezwitscher eines Vogels eindrucksvoll – aber völlig unrealistisch – dreidimensional durch den Raum schwirren lässt.
Durch die Mehrspurtechnik gelang es, auch sehr schwierige Aufnahmesituationen zu meistern, z.B. große Orchester aufnehmen und abmischen zu können.
Doch was wird aus der „Rauminformation“, wenn jedes Instrument einzeln, an einem anderen Ort, in einem anderen Raum und zu einer anderen Zeit aufgenommen wurde? Wenn es also unterschiedliche Aufnahmeräume gegeben hat?
Antwort: Es kommt darauf an.
Entweder, der Tonmeister verzichtet einfach auf „den Raum“, oder er gönnt ihm vielleicht eigene Spuren. Oft erzeugt er ihn aber auch künstlich durch Hall und Echo oder er „ruft ihn ab“. Ein Knopfdruck und wir sind im Concertgebouw in Amsterdam, in der Carnegie Hall in New York – oder wo auch immer.
Für uns zuhause heißt das nichts anderes, als dass unsere Anlage uns im besten Fall mit jedem neuen Titel auch in einen neuen Raum hineinführen sollte.
Praktischer Teil
Titel 1
Kommen wir jetzt zu den Musikbeispielen und beginnen wir mit dem Stück „For the good times“ von Al Green. (Aus dem Album „I`m still in Love with you“. Das Original stammt aus dem Jahr 1972, die Portale präsentieren uns die Neuauflage aus dem Jahr 2013)
Der Titel beginnt mit einem „sehr kleinen“ Schlagzeug, das nur ganz knapp nach links (vom Hörer aus gesehen) aus der Mitte versetzt ist und einer Elektroorgel, die sich den Standplatz mit dem Schlagzeuger zu teilen hat. Einen Hinweis auf den Aufnahmeraum suchen wir vergebens.
Wie der Schlagzeuger seine „Schießbude“ aufgebaut hat, erfahren wir ebenfalls nicht. Die Snare, die Base-Drum und das Hi-Hat scheinen allesamt am gleichen Ort zu stehen. Auch ein „Oben“ und „Unten“ gibt es nicht wirklich. Alles befindet sich etwa einen Meter über dem Fußboden. Das ist zumindest für die Base-Drum zu hoch.
Nach wenigen Sekunden setzen dann links die Streicher ein. Auch hier gibt es keinen Hinweis auf den Aufnahmeraum, der ja jetzt eigentlich „recht groß“ sein müsste.
Wenn Al Green zu singen beginnt, wird es zunehmend „seltsam“, denn er scheint „mitten im Schlagzeug“ zu sitzen. Zu sitzen deshalb – weil auch seine Stimme ihren Ort der Entstehung (Mund genannt) gerade einmal einen Meter über dem Boden zu haben scheint.
Nach etwas mehr als einer Minute setzt dann rechts der Background-Chor ein.
Auch er verfügt wieder über keinen „Raum“, steht aber für einen Background-Chor viel zu weit vorne.
Bei etwa 1:20 gibt es dann ein kleines „Yeah“ der zweiten Stimme, die – wenn man es böse ausdrücken wollte – so wirkt, als säße ein Papagei auf der rechten Schulter von Al Green.
Ab 1:40 zeigt uns dieser „Papagei“ dann aber zum Glück, dass er uns mit einer sehr schönen Stützstimme für Al Green überraschen kann.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden – ich mag diese Aufnahme sehr, jedoch ist sie ein wunderbares Beispiel dafür, dass manche Aufnahmen leider völlig ohne „Rauminformationen“ auskommen müssen. Wenn wir versuchen, in den Raum hinein zu hören, kommen wir zu der Überzeugung, dass hier „das Licht ausgeschaltet“ war – es herrschte einfach völlige Dunkelheit.
Manche sprechen davon, dass man das Gefühl hat, die Musiker würden unter einer Wolldecke spielen und singen.
Räumlichkeit
Es gibt hier keinen Hinweis auf den Aufnahmeraum.
Ortbarkeit
Die Ortbarkeit beschränkt sich auf die vom Tontechniker gewählten Rechts-Links-Informationen. Links die Streicher, rechts der Background-Chor, alles andere ist leicht nach links aus der Mitte versetzt. Und zwar alles am gleichen Platz!
Breitenstaffelung
Die Stereobreite wird durch eine künstliche Positionierung der Streicher und des Chors recht gut ausgenutzt.
Tiefenstaffelung
Die gesamte Aufnahme findet in einem Abstand von ein bis zwei Metern hinter den Boxen statt.
Das kann so nicht stimmen, denn allein die Streicher haben sicherlich einen größeren Platzbedarf gehabt.
Vertikale Abbildung
Streicher und Chor sind etwas höher angesiedelt, alles andere findet auf einer Höhe von etwa einem Meter statt. Sowohl die Base-Drum als auch Al Greens Gesang.
Größenabbildung
Vor allem das Schlagzeug ist viel zu klein.
Abstand der Musiker zueinander
Schlagzeug, Orgel, Gesang und Zweitstimme müssen sich den selben Platz in der Mitte teilen. Die Streicher und der Chor wurden vom Tontechniker nach rechts und links „verschoben“, damit es sich „im Radio schön anhört“.
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Das Beispiel kann problemlos nachvollzogen werden. Durch gewisse Ungenauigkeiten fallen die Fehler aber weniger auf.
Titel 2
Ich wechsle zu folgendem Titel: „Pretend“ vom Album „Shadows – Songs from Nat King Cole“, gesungen von Hugh Coltman aus dem Jahr 2016.
Dieser Titel wirkt vom ersten Ton an völlig anders, weil er mit einer E-Gitarre auf der linken Seite beginnt, die dreidimensional im Raum zu stehen scheint. Eine E-Gitarre „hat keinen Raum“ – dennoch ist es dem Tontechniker gelungen, uns mit dem Aufziehen der Mikrofone sofort in die Szene hinein zu ziehen und dieser E-Gitarre tatsächlich einen Platz im Raum zuzuweisen.
Das gibt der Aufnahme einen starken Life-Eindruck, der noch dadurch verstärkt wird, dass die Gitarre nicht ganz sauber gespielt wird. Es ist also offenbar nicht die Perfektion, die hier im Vordergrund stand, sondern der Wunsch, dem Hörer das Gefühl zu geben, bei der Aufnahme life dabei zu sein.
Man hört zwar zunächst nichts als diese E-Gitarre – aber der „Raum“ ist bereits da. Man ahnt schon, dass sich in ihm noch mehr Musiker versammelt haben und ist gespannt darauf, was noch wo passieren wird.
Auch der nach wenigen Sekunden einsetzende E-Bass lässt wieder keinen Zweifel daran, dass er sich fast mittig im Raum und zur Gitarre etwas nach hinten versetzt befindet und damit ebenfalls einen Platz zugewiesen bekommen hat. Man kann die Augen schließen und sieht sich förmlich vor einer kleinen Bühne stehen.
Der einsetzende Gesang wird begleitet von einem mächtigen Tritt auf die etwas schlaff gespannte Base-Drum, die dadurch riesig wirkt und eher schlecht zu orten ist.
So ist es in Wirklichkeit auch!
Hi-Hat und Snare werden schön in unterschiedlichen Höhen und wie es sich gehört – nebeneinander (!) abgebildet.
Hugh Coltman steht vor seinem Mikrofon, er steht dort – mittig auf der Bühne und man kann „sehen“, wie er lässig eine Hand in der Tasche hat und mit viel Gefühl diesen alten Song präsentiert. Auf der rechten Seite „klimpert jemand am Klavier“. Hören Sie sich dieses Klavier an! Wenn das nicht auf einer Holzbühne in einem “Tanzraum” steht – dann kann ich nicht hören.
Man ist mittendrin in einer Party-Szene zu vorgerückter Stunde.
Hier hört man keine „bis zum „Geht-nicht-mehr“ ausgefeilte Studioaufnahme, sondern man ist auf der Feier!
Die Lichtorgeln wechseln langsam ihre Farben und irgendwo dreht sich eine Spiegelkugel. Girlanden ziehen sich um die Bühne.
Man hört nicht einfach nur zu – man ist dort!
Wer hier nicht zwischen sich und Hugh Coltman eng umschlungene Paare verliebt tanzen „sieht“, der sollte sich diesen Titel noch einmal anhören, wenn er in einer anderen Stimmung ist.
Räumlichkeit
Kein Zweifel, wir sind im Garten oder in einer Tenne, einer „Tanzdiele“.
Ortbarkeit
Hier wird das Unmögliche möglich gemacht. Selbst elektronische Musikinstrumente bekommen einen Platz im Raum, als seien sie zu akustischen Instrumenten verzaubert worden. Nur die Stimme ist etwas groß geraten, aber man glaubt sofort, dass das dort „eben so gewesen ist“.
Breitenstaffelung
Sie ist glaubhaft – genau dadurch, dass nicht die maximale Stereobreite ausgenutzt wird. Hierdurch entsteht ein natürlicher Abstand zwischen uns und der Bühne. Wer allerdings genau hinhört, der wird das Gefühl bekommen, dass der Raum selbst rechts, links und nach hinten überhaupt keine Grenzen (Wände) zu haben scheint.
Tiefenstaffelung
Auch hier schöpft die Aufnahme ihre Qualität daraus, dass nichts übertrieben wird. Kleinste Unterschiede werden deutlich. Der Bassist steht weiter weg von uns als Hugh Coltman, aber eben nicht mehrere Meter weit, sondern nur „ein Stück weit“.
Vertikale Abbildung
Die Musik spielt eine Winzigkeit „höher“ als wir es gewohnt sind. Auch das verstärkt den Eindruck, dass auf einer Bühne gespielt wird.
Größenabbildung
Man muss nur die Augen schließen und glaubt, zu jedem Musiker hingehen zu können. Da ist keine Spur von einem kleinen „Mäusekino“ oder „Puppentheater“.
Das Schlagzeug wird auch nicht so weit auseinander gezogen, dass der Schlagzeuger drei Meter lange Arme braucht.
Abstand der Musiker zueinander
Absolut glaubhaft. Niemand nimmt einem anderen den Platz weg, aber man steht auch nicht so weit auseinander, dass man nicht mehr zusammengehören würde. Mir macht es am meisten Spaß, dass die E-Gitarre und der E-Bass so abgebildet werden, wie akustische Instrumente. Das ist nicht echt – macht aber Spaß!
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Das Beispiel kann mit einer MP3-Datei nur bedingt nachvollzogen werden. Die Stimme wird hier viel zu groß dargestellt. Die Instrumente sind nicht „punktgenau“ zu orten, sondern bedecken große „Flächen“ im Raum. Die Raumtiefe ist nicht wahrnehmbar. Der Life-Eindruck geht verloren, die Aufnahme wirkt hier einfach nur „zermatscht“.
Titel 3
Kommen wir zum nächsten Beispiel für einen eindrucksvoll präsentierten Aufnahmeraum und damit zum neuen Album „Spotlight“ von Rolf Kühn (2016). Hieraus habe ich den Titel „Laura“ ausgesucht.
Der Titel beginnt mit der von Albrecht Mayer gespielten Oboe. Sobald die Mikros „aufgezogen“ werden, befinden wir uns mitten im Aufnahmeraum. Zwar hören wir zunächst eigentlich nur die Oboe, die sich wieder einmal halblinks befindet, aber obwohl im rechten Kanal noch nichts zu hören ist, zweifeln wir keine Sekunde daran, dass auch dort die Mikros „offen“ sind, wir die Luft dort ahnen können und da jemand auf seinen Einsatz wartet.
Verstärkt wird dieser Raumeindruck von einem seltsamen, leisen Geräusch, das genau aus der Mitte kommt und zunächst so klingt, als wären dort sehr weit in der Raumtiefe Trommeln zu hören.
Doch diese Trommeln entpuppen sich immer mehr als Kontrabass, für den sich hier Oliver Potratz verantwortlich zeigt. Nach nicht ganz einer Minute setzt dann auch Rolf Kühn wie vorausgeahnt auf der rechten Seite mit seinem Klarinettenspiel ein.
Über den gesamten Titel hinweg bleibt der abgebildete Raum authentisch und glaubhaft.
Und das auch, obwohl man sich denken kann, dass die Instrumente tatsächlich einzeln im Studio eingespielt wurden.
Räumlichkeit
Es ist „Luft“ vorhanden und man glaubt, sich in einem Raum zu befinden indem diese Musiker gemeinsam spielen. Hinweise auf die Größe des Raums oder die Beschaffenheit der Wände erhalten wir jedoch nicht.
Ortbarkeit
Mit der Stecknadel können wir hier die Austrittsöffnung der Oboe fixieren und fast jede Bewegung dieses Instrumentes nachverfolgen. Und das gilt auch für die Klarinette und den Bass.
Die Tatsache, dass die Blasinstrumente bei wirklich jedem gespielten Ton wie festgemeisselt an ihren Standorten verbleiben und wir nachvollziehen können, wie die Musiker ihre Instrumente bewegen, ist um so beeindruckender, wenn man es auch anders kennt. (siehe MP3)
Breitenstaffelung
Es wurde auf das Maximum verzichtet, was glücklicherweise die Aufnahme natürlicher wirken lässt.
Tiefenstaffelung
Hier spielt man anfangs mit unseren Sinnen und täuscht sie. Der Bass scheint zunächst eine extrem weit hinten gespielte Trommel zu sein. Der Raum scheint also eine große Tiefe aufzuweisen. Erst nach und nach erschließt sich dann die Ursache der „Geräusche“ und wir sehen den Bass greifbar nahe.
Vertikale Abbildung
Fehlerfrei – ohne Tadel.
Größenabbildung
Auch in diesem Punkt ist es den Tontechnikern gelungen, in uns die Illusion zu erzeugen, wir dürften life bei der Aufnahme dabei sein.
Abstand der Musiker zueinander
Auf Grund der recht spärlichen Besetzung besteht keine Gefahr, dass sie zu eng beieinander stehen könnten, aber auch die gewollte Trennung der Instrumente zerreißt das Trio nicht, sondern lässt sie miteinander (!) kommunizieren.
Gehört mit einem Premium-Account auf Spotify:
Das Beispiel kann mit einer MP3-Datei nur bedingt nachvollzogen werden. Die Instrumente werden zerrissen. Die Oboe und die Klarinette scheinen je nach Tonhöhe an völlig unterschiedlichen Orten positioniert gewesen zu sein. Ich habe es nicht geschafft, mir den Titel länger als zwei Minuten anzuhören.
Titel 4
Kommen wir zum nächsten Musikbeispiel und damit zum Titel „Strange Fruit“ von Cassandra Wilsons Album „New Moon Daughter“, das uns auf den Portalen in der Blue-Note-Records-Version aus dem Jahre 2013 angeboten wird. Cassandra Wilson gilt als eine Art Vorzeige-Sängerin, wenn es darum geht, Musiker mit audiophilen Ansprüchen zu nennen.
Das Stück beginnt halblinks mit einem Geräusch, gefolgt vom Kontrabass in der Mitte. Dann setzt links die Trompete ein und rechts ein Saiteninstrument, vermutlich ein Banjo oder eine Mandoline.
Danach beginnt Cassandra Wilson halblinks mit ihrem Gesang.
Tolle Stimme – tolle Musik – absolut gestochen scharfe Ortbarkeit.
Keines der Instrumente lässt irgendeinen Zweifel daran aufkommen, wo genau es sich im Raum befindet.
Doch welche Hinweise erhalte ich auf den Raum?
Um es „höflich“ zu sagen: Nicht viele.
Die Stimme von Cassandra Wilson hat einen Hall und erweckt hier und da den Eindruck, wir könnten einen Raum wahrnehmen – aber das war es auch schon, denn dieser Raum wird von den Instrumenten so nicht bestätigt.
Der Hall, das Echo der Trompete müsste doch irgendwann – irgendwie einmal – wenigstens andeutungsweise – auch in der rechten Raumhälfte zu hören sein. Es ist doch ein lautes Instrument! Das ist aber nicht der Fall.
Auch der Raum auf der linken Seite müsste doch so etwas wie eine Raumhöhe haben, in die sich die Trompetentöne ausdehnen – aber auch hier: Fehlanzeige! Wir hören einen kleinen Raum um die Trompete, aber nach 30 bis maximal 50 Zentimeter um sie herum ist sie nicht mehr zu hören. Immer wieder kommt ein kleiner Hoffnungs-Schimmer auf – aber er verschwindet so schnell wie er gekommen ist. Es gibt definitiv keinen “Gesamtraum” – es gibt im besten Fall kleine Räume um Cassandras Stimme und um jedes Instrument.
Räumlichkeit
Sie ist leider nicht vorhanden. Auf dieser Aufnahme gibt es keinen Aufnahmeraum, in den man sich „hineindenken“ kann.
Ortbarkeit
Gestochen scharf – mit der Bleistiftspitze können wir auf jedes Instrument tippen und seine Umrisse nachzeichnen.
Breitenstaffelung
Hier wird das Maximum nahezu ausgenutzt, aber dennoch wirkt die Aufnahme nicht künstlich auseinander gezogen.
Tiefenstaffelung
Zwar gibt es Instrumente, die weiter weg stehen als andere, aber über die Tiefe des Aufnahmeraums gibt es keine Informationen.
Vertikale Abbildung
Die korrekte Abbildung der Instrumente und Stimmen in der vertikalen Achse ist gelungen.
Größenabbildung
Jedes einzelne Instrument hat seine glaubhafte – natürliche Größe.
Abstand der Musiker zueinander
Authentisch – damit meine ich – so wie „in Wirklichkeit“.
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Dadurch, dass die MP3-Datei unpräziser abbildet, verschwimmen die Instrumente ein wenig ineinander und wechseln tonhöhen-abhängig schon mal den Standort. Die Ortbarkeit wird dadurch schlechter, der Raumeindruck nimmt jedoch zu. Als MP3-Datei gehört glaubt man fast, dass doch ein realistischer Aufnahmeraum aufgezeichnet wurde.
Titel 5
Zum Abschluss dieses Berichts möchte ich es nicht versäumen, Ihnen noch eine meiner Lieblingsaufnahme zu empfehlen, die zeigt, wie man den Aufnahmeraum vorbildlich darstellen kann. Hierzu nehme ich den Titel „Death Scene“ von Chuck Mangione aus seinem Album „Children of Sanchez“ aus dem Jahre 1978.
Die Geschichte, die man sich zu dieser Musik erzählt lautet, dass Chuck die beiden Musiker Grant Geissman (Gitarre) und Ron Leonard (Cello) zusammenbrachte und ihnen mitgeteilt haben soll, dass er keine Zeit mehr hätte, ein passendes Stück zu komponieren. Er brachte ihnen lediglich das musikalische Grundthema nahe und bat sie, etwas zur Sterbe-Szene passendes zu improvisieren.
Man erzählt sich, dass der allererste Versuch der beiden Musiker aufgenommen wurde und auf dem Album zu hören ist. Ich kann nicht nachprüfen, ob diese Geschichte wahr ist, aber ich glaube daran.
Geissman beginnt mit seinem Gitarrenspiel. Er sitzt ziemlich mittig und etwa zwei Meter hinter der Lautsprecher-Grundlinie. Er sitzt (!) – „oben/unten“ wird hier realistisch reproduziert.
Es kommt zu keiner Zeit ein Zweifel daran auf, dass wir den Aufnahmeraum hören können, dass wir uns „in ihm“ befinden. Je nachdem, wie er die Gitarre hält und abhängig von der Tonhöhe, schwingen die Töne abwechselnd nach rechts oder links in den Raum hinein und hallen dort von den Wänden und auch vom Fußboden zurück.
Das macht es uns manchmal schwer, die Gitarre zu orten. Aber so ist es auch, wenn wir life dabei sind.
Etwa bei 1:35 erhält Ron Leonard ein Zeichen von Geissman in Form eines sanft gespielten Akkords mit Einzeltönen (Arpeggio) und er setzt mit seinem Cello-Spiel ein. Leonard steht leicht rechts neben und hinter Grant Geissman. Obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt nichts von ihm gehört haben, überrascht es uns nicht, dass da plötzlich noch ein zweiter Musiker zu hören ist. Irgendwie hatten wir ihn schon die ganze Zeit über bemerkt. Während sich die hohen Töne des Cellos vor allem nach rechts oben in den Raum ausdehnen, füllen die tiefen Cello-Töne fast die gesamte linke vordere Raumhälfte aus und wir „sehen“ den Raum, als würde er von den Tönen „ausgeleuchtet“ werden wie von einer Taschenlampe.
Die extrem leisen, mit den Fingernägeln gespielten Gitarrentöne können wir absolut punktgenau orten, weil sie viel zu leise, zu hoch und irgendwie „zu klein“ sind, um sich in den Raum hinein ausdehnen zu können.
Erst ganz zum Schluss werden dann das Orchester und Chucks Stimme mit eingemischt, um uns wieder in die „Filmmusik“ zurück zu holen. Hierbei zerstört man zwar den Raumeindruck, aber genau dadurch, haben wir auch den direkten Vergleich zu dem, was uns noch vor einigen Sekunden so fasziniert hat.
Räumlichkeit
Mit dem Aufziehen der Mikros ist man im Aufnahmeraum. Es ist kein besonderer Raum, keine Kirche, kein Saal. Die beiden Musiker sind einfach in einem „Zimmer“. Und wir mit ihnen gemeinsam!
Ortbarkeit
Schlicht: genial.
Breitenstaffelung
Während sich die Instrumente mit der Raummitte begnügen, zeigen uns die reflektierten Schallwellen, dass es rechts und links noch „weiter geht“. Die Resonanzen der Instrumente, die sich je nach Tonhöhe in unterschiedliche Richtungen ausbreiten, sind ein klarer Hinweis darauf, dass sie „im Raum stattgefunden haben“ und nicht künstlich hinzugemischt wurden.
Tiefenstaffelung
Ron Leonard ist weiter von uns entfernt als Grant Geissmann. Da das Cello einen höheren Pegel erreicht als die Gitarre, ist auch das für mich ein Beleg dafür, dass man die Aufnahme so perfekt „im Kasten“ haben wollte, dass niemand mehr daran etwas korrigieren musste.
Vertikale Abbildung
Geissmann sitzt, Leonard steht – die Resonanzen sind mal rechts oben, mal links unten. Hier wird nichts „erfunden“, aber was da ist – ist da.
Größenabbildung
Völlig realistisch. Beide Instrumente haben ihre natürliche Größe. Nichts wirkt aufgedunsen oder geschrumpft.
Abstand der Musiker zueinander
Hier gibt es kein PingPong – nicht die Gitarre links und das Cello rechts, hier werden keine Gelüste nach außergewöhnlichen Ereignissen befriedigt. Hier steht ein Cellist hinter und ganz leicht rechts neben einem sitzenden Gitarristen. Wie sagt man so gerne? Weniger ist mehr. Und genau das ist hier der Fall!
Gehört mit einem Premium-Account auf Spotify:
Das Beispiel kann nur sehr bedingt mit einer MP3-Datei nachvollzogen werden. Die Instrumente sind einfach viel zu groß und ungenau dargestellt. Die Gitarre „erschlägt“ uns bereits mit ihren ersten Tönen. Der Direktschall und der Diffus-Schall vermischen sich und an manchen Stellen ist es unmöglich zu sagen, wo die Musiker gespielt haben. Ein solches Juwel hört man einfach nicht als MP3-Datei!
Tipp
Vier Augen sehen mehr als zwei Augen und vier Ohren hören mehr als zwei Ohren.
Laden Sie sich einen Freund ein und hören Sie sich die Musikbeispiele mit ihm gemeinsam an.
Diskutieren Sie über die Aussagen in diesem Bericht und über das, was Sie selber wahrnehmen.
Es geht hier nicht darum, mir recht zu geben.
Es geht darum, dass Sie ein Gespür für das Thema bekommen.
Das Hören will geübt sein und Sie werden ganz sicher von Tag zu Tag merken, dass Sie sicherer werden.
Wenn Sie aber das Gefühl haben, irgendwie „völlig auf dem Schlauch zu stehen“ und gar nicht weiter zu kommen, dann melden Sie sich bitte bei mir.
Sollte Ihnen dieser Bericht gefallen haben, würde ich mich über einen Kommentar von Ihnen sehr freuen!
Haben Sie vielen lieben Dank dafür!
Ihr Wolfgang Saul
[...]
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-HandbuchDas Anlagen-Setup – ein HiFi-Pflichtprogramm
Das Anlagen-Setup – ein HiFi-Pflichtprogramm – der Wichtigkeit dieses Themas ist die Größe dieses Kapitels mit seinen vielen Unterpunkten geschuldet.
Im PC-Bereich meint man mit „Setup“ das Einrichten einer Hard- oder Software.
In der Dramaturgie steht der Begriff für das Erklären von Rahmenbedingungen, so sagt Wikipedia das jedenfalls und ich kenne keinen Grund, diese Definition nicht auch für das nachfolgende Kapitel zu übernehmen.
In der High-Fidelity macht das kompetent durchgeführte Setup aus „Geräten mit denen man Musik hören kann“ eine richtig gut klingende HiFi-Anlage.
Vorsprung durch Wissen.
In der Wirtschaft und in der Politik sind Informationen ein kostbares Gut. Über sie zu verfügen und aus ihnen die richtigen Schlüsse ziehen zu können, entscheidet darüber, wer „das Rennen macht“ und wer nicht.
Menschen, die über Wissen verfügen, sehen oftmals darin einen so hohen Wert, dass sie es hüten wie Gollum seinen Ring.
Je mehr sie ihr Wissen behüten, umso sicherer sind sich die anderen, dass sie es niemals erlangen werden und sie bewundern die Wissenden, statt sich das Wissen einfach selbst anzueignen.
Nicht immer geht das. Wir können ja nicht alle so lange studieren, bis wir selber für uns als Rechtsanwalt, Architekt, Arzt oder Steuerberater tätig werden können.
Aber sich auf andere zu verlassen, birgt die Gefahr in sich, dass man den falschen “Profi” wählt, oder dieser sich sogar als Scharlatan erweist.
Wissen teilen und erhalten
In meinem Handbuch teile ich mein Wissen mit Ihnen. Ich bin mir bewusst darüber, dass der Wert meines Wissens dadurch sinken wird.
Aber ich bin gespannt darauf, ob sich das wieder ändern wird.
Das Anlagen-Setup – eine Frage Ihrer Kompetenz
Beim Setup einer Stereo-Anlage kann man eine Menge falsch machen und noch viel mehr einfach bleiben lassen, was aber sehr sinnvoll gewesen wäre, um die teure Anschaffung auch genießen zu können.
Und damit sind wir wieder einmal bei den alten Aussagen, dass nicht die Kamera das Foto macht, sondern der Fotograph und dass der Wert eines Gemäldes nicht von der Menge der verwendeten Farbe bestimmt wird.
Der Mensch steht hier im Mittelpunkt und seine Kompetenz entscheidet am Ende über die Klangqualität.
Keine Frage des Geldes!
Es fasziniert mich immer wieder, vor einer „preisgünstigen“ HiFi-Anlage zu sitzen, die durch ein gekonntes Setup alles zeigt, was in ihr steckt und es macht mich jedes mal traurig, eine ultra-teure Anlage zu hören, die meilenweit von einer natürlichen Klangwiedergabe entfernt ist. Und dabei könnte doch gerade sie … wenn man einfach nur … naja, Sie wissen schon.
Mit diesem Bericht möchte ich Ihnen deshalb Fakten an die Hand geben, die Sie am besten schon kennen sollten, bevor Sie die allererste HiFi-Komponente erwerben.
Hören Sie nicht auf Ignoranten
Vielleicht treffen Sie hier und da auf Menschen, die den Inhalt dieses Kapitels oder des ganzen Handbuchs für Humbug halten und mit ihren Argumenten nur die eigene Unfähigkeit beschreiben, Dinge zu akzeptieren, für die es heute noch keine vollständigen wissenschaftlichen Erklärungen gibt.
Wer einfach nur auf alles verbal einschlägt, was er nicht versteht, der verhält sich destruktiv.
Denken Sie nur an Ihre Kindergartenzeit und Ihnen wird ganz bestimmt ein Kind einfallen, dass selber nie malen oder etwas bauen wollte, aber mit Vorliebe den anderen immer alles kaputt gemacht hat. Genau diese Typen sind es, die nicht eher Ruhe geben, bis auch Sie keinen Spaß mehr an der High-Fidelity haben. Einen Ersatz oder eine funktionierende Lösung – können die Ihnen aber nicht bieten.
Es geht um Musik
Gegner der High-Fidelity verlangen oft belegbare und messbare Ergebnisse und halten alles, was nicht belegbar und nicht messbar ist für Unsinn.
Doch wie soll das gehen?
Kann man etwa messen, wie lecker ein Essen schmeckt? Und empfindet es nicht jeder anders?
Kann man belegen, dass eine Geburt stärkere Schmerzen bereitet als sich den Arm zu brechen?
Kann man eine Skala für Liebe, Trauer, Glück oder Zorn erstellen?
Wenn mich das Klangbild einer Anlage nervös macht und es mir keinen Spaß bereitet, über sie Musik zu hören, wie soll ich das jemandem erklären, der das nicht auch selber spürt? Der mir einfach immer nur sagt: “Die spielt die gleiche Musik!”
Wenn ich vor einer richtig guten Anlage sitze und ich meine Tränen nicht unterdrücken kann, weil mich die Qualität der Musikwiedergabe so sehr berührt, wie soll ich das jemandem erklären, der mit einem Messgerät daherkommt und nicht weiß, was er messen soll? Und der mir wieder nur sagen kann: “Auch die spielt die gleiche Musik!”?
Er hat ja recht. Irgendwie – auf seine Weise.
Physik, Akustik und Musiklehre
Keine Angst – Sie brauchen hier nicht die Schulbank zu drücken. Ich zwinge Sie auch nicht, sich einen Taschenrechner zu holen und komplizierte Formeln auswendig zu lernen.
Wer dennoch Freude daran finden könnte, sich auf wissenschaftlichem Wege diesen Themen zu nähern, dem seien diverse Lehrbücher für Tonmeister empfohlen. Wer die gelesen (und verstanden!) hat, der wird sich vermutlich danach über meine Erklärungsversuche amüsieren. Alle anderen werden sich wohl über meine (hoffentlich) einfache Ausdrucksweise freuen.
Was ist eigentlich Musik?
Musik ist eine Folge von Tönen
und Töne sind Schall
und Schall ist wellenförmig bewegte Luft.
Töne sind in der Regel verschieden hoch und laut. Wie hoch ein Ton ist, wird von seiner Wellenlänge bestimmt, die wir in Frequenzen messen. Die Maßeinheit für Frequenzen ist Hertz – abgekürzt Hz, was für die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde steht. Tiefe Töne haben niedrige Frequenzen, hohe Töne hohe.
Das gesunde, junge menschliche Ohr ist in der Lage, Frequenzen zwischen etwa 16 Hz und 20.000 Hz zu hören, wobei diese Fähigkeit im Alter abnimmt. (Was aber nichts damit zu tun hat, wie gut wir Musik hören können!)
Klingt jeder Ton mit gleicher Frequenz auch immer gleich?
Dafür, dass Töne mit gleicher Frequenz unterschiedlich klingen können, sorgen seine Obertöne, die auch noch weit über 20.000 Hz liegen. Zwar ist das Vorhandensein von Obertönen längst wissenschaftlich anerkannt, doch gibt es hier im Zusammenhang mit der Erforschung der physikalischen Seite der Musik weite Felder, die noch brach liegen und erst noch erkundet werden müssen. Wie weit hinauf diese Obertöne tatsächlich reichen, ist genau so umstritten wie die Antwort darauf, ob es auch Untertöne gibt, die jedem Ton sein „Fundament“ verleihen.
Die Limitierungen durch diverse digitale Formate haben jedenfalls längst bewiesen, dass selbst das Abschneiden aller Frequenzen oberhalb von 60.000 Hz dafür sorgt, dass wir die Musik danach als „nicht mehr so natürlich“ empfinden.
Doch schauen Sie jetzt bitte nicht in die technischen Daten Ihres Lautsprechers. Denn selbst wenn dort ein Frequenzumfang von „nur“ 20-20.000 Hz abgedruckt ist, heißt das nicht, das er diese Obertöne nicht wiedergeben kann. Er kann es!
Wie das möglich ist, und wie wichtig das fürs Musikhören ist, das können wir derzeit nur vermuten.
Wie sich Schallwellen ausbreiten.
Besonders wichtig für unser Setup ist die Antwort auf die Frage, wie sich Schallwellen ausbreiten und wie sie sich verhalten, wenn sie reflektiert werden.
Dabei stoßen wir nämlich auf die Begriffe „Echo“ und „Hall“.
Wenn Sie in Ihrem Wohnzimmer auf ein echtes Echo treffen, dann herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Schloß! 🙂
Die Regel dürfte es wohl eher sein, dass wir es mit einem Hall zu tun haben, wie wir das z.B. in einem großen, gekachelten Raum deutlich wahrnehmen können, der aber auch in kleineren, “kuscheligeren” Räumen vorhanden ist. Er wird dort von uns nur nicht so wahrgenommen. Die nächsten zwei Begriffe von besonderers großer Bedeutung lauten Abstrahlwinkel und Reflektion.
Zum Abstrahlwinkel
Lassen wir einen Tropfen Milch in unseren Kaffee fallen, breiten sich die so erzeugten Wellen ringförmig zum Rand hin aus. Genau so verhalten sich grundsätzlich auch Schallwellen.
Doch zur Musikwiedergabe zuhause verwenden wir ja nun einmal keine „echten“ Instrumente, sondern Lautsprecher. Zwar gibt es bei Lautsprechern unterschiedliche Konstruktionen, aber die am meisten verbreitete, das ist wohl der „konventionelle“ Lautsprecher, bei dem so genannte Chassis (schwingfähige Membranen) in einem Holzgehäuse angebracht werden.
Meistens werden sogar mehrere solcher Chassis angebracht. Ein kleines für die hohen Töne, ein großes für die tiefen und eines dazwischen für die mittelhohen Töne. Da diese Membranen nur in zwei Richtungen schwingen können (nach vorne und nach hinten), strahlen sie den Schall auch hauptsächlich in diese beiden Richtungen ab.
Der tatsächliche Abstrahlwinkel ist dabei abhängig von der Tonhöhe. Während Tieftöner sehr „breit gefächert“ abstrahlen (also fast 180°), ist der Abstrahlwinkel bei Hochtönern deutlich kleiner und man kann das am besten damit verdeutlichen, dass man ihnen einen Abstrahlwinkel bescheinigt, der dem einer Taschenlampe gleich kommt.
Dieses Wissen hilft uns später bei der Ausrichtung (Stichwort: Anwinkeln) der Lautsprecher.
Zur Reflektion
Die Reflektion der Schallwellen wird wohl am besten von den Billard-Spielern unter uns verstanden. Das wissenschaftliche Gesetz „Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel“ kennen die Billardspieler nur zu gut.
Der zweite Punkt, den wir zum Thema Reflektion beachten müssen, den kennen wir vom Billiardspielen gar nicht, denn er ergibt sich aus der Erkenntnis „Berg auf Berg ergibt einen doppelt hohen Berg und Berg auf Tal löscht sich aus.“.
Hiermit meint man, dass wenn zwei Schallwellen gleicher Frequenz aufeinander treffen, das Ergebnis stark davon abhängig ist, wie sie genau aufeinander treffen (Phase). Überlagern sie sich in identischer Weise, dann liegt der „Berg“ der einen Schallwelle exakt auf dem Berg der zweiten Schallwelle und es kommt zu einer Anhebung der Lautstärke (Schalldruckerhöhung). Überlagern Sie sich jedoch genau umgekehrt (180° phasenverschoben), also so, dass immer ein Berg und ein Tal aufeinander treffen, löschen sie sich gegenseitig aus und wir hören nichts mehr.
Diese Erkenntnis nutzt man z.B. in manchen Werkshallen oder in Flugzeugen. Laufen dort laute Maschinen mit immer der gleichen Frequenz, sendet man die gleiche Frequenz „um 180° phasenverschoben“ auf einen Kopfhörer. Hierdurch treffen Berge auf Täler und Täler auf Berge und schon herrscht für den Träger dieses Kopfhörers Stille.
Nun kann man sich ja aber vorstellen, dass es nicht nur diese beiden Zustände gibt, sondern dass gleiche Wellen auch mal so aufeinander treffen, dass sie nicht exakt Berg auf Berg oder Berg auf Tal erwischen, sondern auch mal irgend etwas dazwischen. Und es stoßen auch nicht immer nur Wellen mit gleichen Frequenzen aufeinander, sondern auch Schallwellen mit unterschiedlichen Frequenzen in den unterschiedlichsten Phasen.
Und das alles wirkt sich auf den Klang aus!
Himmel hilf!?
Doch keine Panik! Das menschliche Gehirn ist in diesem Punkt zu außerordentlichen Leistungen fähig! Es ist sehr gut in der Lage, den reflektierten Schall (der von den Wänden zurückkommt) vom Direktschall (dem aus dem Lautsprecher) zu unterscheiden und die beiden Ereignisse voneinander zu trennen.
Wenn wir gewisse Regeln einhalten!
Um den Direktschall von den Reflektionen unterscheiden zu können, müssen beide Töne mit einem zeitlichen Mindestabstand auf unser Ohr treffen. Stehen wir mitten in einem Raum, treffen die von den Wänden reflektierten Schallwellen so viel später auf unser Ohr, dass es für unser Gehirn ein Kinderspiel ist, sie auseinander zu halten und uns mitzuteilen, wie der Direktschall geklungen hat.
Sitzen wir aber auf einer Couch, die an einer Wand steht (so wie das in den meisten Wohnzimmern sein dürfte), dann ist der zeitliche Abstand zwischen dem Direktschall und dem von der Rückwand reflektierten Schall zu gering. Unser Gehirn vermischt dann beide Ereignisse und macht daraus „ein einziges Klangbild“. Da der reflektierte Schall aber die Klangfarbe von der Rückwand angenommen hat (Ziegelmauer, Leichtbau, Glas …) und unser Gehirn das nicht erkennen kann, erhalten wir im Endeffekt eine unnatürliche Klangfarbe, die uns nur selten Vergnügen bereitet. Außerdem ist auch die Lautstärke des reflektierten Schalls beinahe identisch zum Direktschall und dem Gehirn fehlt damit ein weiteres Kriterium, um den Direktschall sauber von den Reflektionen zu trennen.
Beugen wir uns mal testweise nach vorne und entfernen wir unseren Kopf 80 cm weit von der Rückwand – kann unser Gehirn die beiden Schallereignisse wieder eindeutig voneinander trennen und wir genießen wieder den Direktschall – so wie er vom Lautsprecher abgestrahlt wurde, obwohl der reflektierte Schall nach wie vor vorhanden ist.
Los geht`s
Wenn ich Sie mit meinen einleitenden Ausführungen bisher nicht davon abschrecken konnte weiter zu lesen, dann lade ich Sie jetzt herzlich zu den nachfolgenden Berichten über das Anlagen-Setup ein.
Überblick über die Themen:
Der Raum
Klangeigenschaften von Räumen
Raumklang-Spezialisten
Bassfallen und andere Gemeinheiten
Die Aufstellung der Lautsprecher
Abstand der Lautsprecher von der Wand
Abstand der Lautsprecher zueinander
Das Stereodreieck, nicht immer das Optimum
Gerade oder angewinkelt?
Seitlich abstrahlende Chassis?
Sonderkonstruktionen
Darf ein Regal-Lautsprecher im Regal stehen?
Wandlautsprecher, Deckeneinbauten
Spikes oder Pucks?
Raumbeschallung (Café, Restaurant …)
Raum-Einmess-Systeme
Der Sitzplatz
Abstand des Sitzplatzes zur Rückwand
Wie hoch sollte ich sitzen?
Und außerhalb des Stereodreiecks?
Aufstellung der Anlage
Kurze Wege!
Racks, Basen, Spikes, Pucks und Co
Abstand von der Wand
Die Stromversorgung
Die Hauptsicherung,
Die Unterputz-Zuleitungen
Die Erdung
Wandsteckdosen
Stromverteiler, Filter
Stromkabel
Stromstecker und -buchsen
Trennung zwischen Audio und Video!
Die richtige Polung
Die Gerätesicherung
Welcher Lautsprecher passt in welchen Raum?
Große oder kleine Boxen?
Subwoofer?
Flächenstrahler
Hornlautsprecher
Plasma, Ionen und Co.
Welchen Verstärker brauche ich?
Boxen und Amps – auf jeden Pott passt n Deckel
Stereo oder Mehrkanal?
Ist Mono heute ausgemachter Blödsinn?
Vollverstärker oder Vor- und Endstufe trennen?
Verbindungen schaffen
NF-Kabel
Lautsprecherkabel
BiWiring
Jetzt muss man nur noch hören können
Fehler beim Hören
A-/B-Vergleiche
Hören Sie mit dem Bauch
Fragen Sie Ihre Frau
Und schwups – schon klingt es.
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1. Raum
Ob Sie das nun gerne lesen oder nicht – die wichtigste Komponente einer HiFi-Anlage ist der Raum in dem sie aufgestellt ist, denn zwischen Ihren Lautsprechern und Ihrem Raum besteht eine absolute Abhängigkeit!
Und dennoch wird weit mehr als die Hälfte aller Lautsprecher gekauft, obwohl
… man sie niemals in seinem Wohnraum gehört hat.
… sie in diesem Raum nicht gut klingen, aber man fest daran glaubt, „das noch irgendwie hinzubekommen“.
… sie in diesem Raum gar nicht gut klingen können, man sie aber trotzdem haben will, weil „die ja so gut sein sollen“.
Habe ich Sie erwischt?
Sorry, aber das musste jetzt sein.
Leider sind viele Käufer bereit, etliche Tausend Euro mehr für „bessere Lautsprecher“ auszugeben, nur um an Ihrer Einrichtung nichts verändern zu müssen.
Sobald sie merken, dass auch die besseren, teureren Boxen die gleichen Ansprüche stellen, wie die vorherigen, z.B. genau so weit von der Rückwand aufgestellt werden müssen – kommt die Enttäuschung und die führt zu einer Blockade. „Niemals!“ Die Couch etwas von der Wand rücken? „Auf keinen Fall!“. Sich in das „Stereodreieck“ setzen müssen? „Ist doch alles Unsinn!“.
“Verlange” ich derartige Dinge bei der Aufstellung eines Lautsprechers, schauen viele Kunden mich an, als hätte ich von Ihnen verlangt, das Rauchen aufgeben zu müssen oder nie wieder ein Glas Wein trinken zu dürfen.
Doch erst die korrekte Aufstellung kann uns zeigen, ob sich der neue Lautsprecher überhaupt in Ihren Raum integrieren lässt. Und oft genug ist das Ergebnis entweder; “Es geht nicht! Es passt nicht! Hier müssen andere Boxen her.” – oder: “Ist nicht das Fotografieren auch ein tolles Hobby?”.
Mit anderen Worten: Wer nicht trainiert, wird im Sport keine Leistung bringen können; wer nicht übt, wird niemals ein Instrument beherrschen; wer nicht bereit ist, seinen Raum auf das Hobby HiFi abzustimmen, der wird niemals hören, wie seine Komponenten klingen könnten, wenn …!
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.1 Klangeigenschaften von Räumen
Jeder Raum klingt anders. Oder besser gesagt – Töne klingen in jedem Raum anders.
Wir alle hören das.
Und in manchen Räumen klingen Töne nicht so, wie sie eigentlich klingen sollten, oder werden sogar “gestört”. Bei der Beurteilung dieser schädlichen Auswirkungen der Räume auf die Natürlichkeit des Klangs treffen wir auf die Begriffe Hall und Klangfarbe.
A) Der Hall
Es gibt große Säle, alte Wasserspeicher, Tunnel, Höhlen …
In Ihnen hören wir den Hall oder sogar das Echo sehr deutlich. Das ist “lustig” und wir Menschen können es nicht lassen, Sprüche wie „Wie heißt der Bürgermeister von Wesel?“ in den Raum zu rufen und auf den „Esel“ als Echo zu lauschen.
Aber selbst zuhause hören wir die Veränderungen der Raumakustik, wenn wir z.B. mal einen Raum leergeräumt haben, um zu tapezieren. Dann bekommt er diese typische „Waschküchenakustik“. Unsere Stimme hallt von den großen leeren Flächen zurück, wodurch sich der Direktschall mit den fast gleich lauten, reflektierten Schallwellen vermischt.
In Konzertsälen oder Kinos sorgen Spezialisten für die korrekte Akustik und selbst in vielen Büros, Restaurants oder Einkaufsläden erschaffen sie einen angenehmen „Raumsound“, denn sobald da etwas nicht stimmt, ist es vorbei mit unserer Kauflaune, Leistungsfähigkeit oder unserem Appetit. Um so erstaunlicher ist es, dass dieser Punkt bei der Einrichtung unserer Wohnungen so sehr unberücksichtigt bleibt. Oder haben Sie schon mal einen Akustiker engagiert?
Muss man auch nicht!
Denn wir merken und hören selbst, ob wir uns mit der vorhandenen Akustik wohlfühlen.
Unsere Stimme als “Lautsprecher”
Unsere Stimme ist ein “Lautsprecher”, den wir gut kennen. Zwar ist es für uns oft seltsam, unsere aufgenommene Stimme zu hören, weil wir uns selbst ja normalerweise ganz anders – eben „von innen heraus“ hören, aber den Hall unserer Stimme kennen wir sehr gut, selbst wenn er so „kurz“ oder „schnell“ ist, dass man ihn kaum noch messen kann.
Um die Akustik Ihres Raumes zu prüfen, brauchen Sie also einfach nur durch Ihren Raum zu gehen und immer wieder mal laut „Hah!“ zu rufen. Unterstützen können Sie das, indem Sie in die Hände klatschen. Dies sollten Sie vor allem in den Zimmer-Ecken tun, denn dort lauern die so unerwünschten „Knall-Echos“.
Knall-Echo (Schalldruckerhöhung)
Trifft ein Ton auf eine Wand, wird er reflektiert oder geschluckt – je nach Beschaffenheit der Wand und ihrer Oberfläche.
Ist der reflektierte Ton noch laut genug, um auch von der nächsten Wand wieder hörbar reflektiert zu werden, wandert er wieder zur nächsten Wand und wird dabei permanent leiser – bis er nicht mehr zu hören ist. Hierbei folgen die Reflektionen den physikalischen Gesetzen, sprich: „Eingangswinkel gleich Ausgangswinkel“.
Sind die Wände weit genug voneinander entfernt, ist das was wir hören, eine Raumakustik, die wir als „normal“ empfinden, denn die Töne werden kontinuierlich leiser.
Jetzt betrachten wir uns aber eine Zimmerecke mit harten, kahlen Wänden. Hier stehen sich zwei reflektierende Flächen im Winkel von 90° gegenüber. Während es im gesamten Raum eher „dem Zufall“ überlassen ist, ob eine reflektierte Schallwelle wieder genau auf die eigene Schallwelle trifft und ob dabei dann auch noch „Berg auf Berg und Tal auf Tal“ treffen, ist das bei einer stark reflektierenden Zimmer-Ecke nur eine „Frage der Zeit“.
Im Klartext: So viel wir auch die Wellenlängen berechnen und auf welche Entfernung und auf welchen Winkel wir auch im Ergebnis kommen. Dadurch, dass sich der Abstand zwischen den beiden Wänden immer mehr verringert, wird irgendeine Schallwelle (eine Frequenz) genau die passende Situation vorfinden, um den eigenen Schalldruck zu erhöhen.
Das beginnt zunächst bei den tieferen Frequenzen (die Wände sind noch weit voneinander entfernt). Je weiter wir aber in die Zimmerecke hinein kommen, desto dichter stehen sie und umso höher werden die Frequenzen, die sich nun gegenseitig erhöhen. (Berg auf Berg ….)
Deutlich hören wir so ein „Oinkh“-Geräusch, das in der Tonhöhe immer mehr ansteigt und das „kh“ vom „Oinkh“ klingt fast wie ein Knall. Deshalb nennt man es Knall-Echo.
Das mögen wir nicht und das wirkt sich auf die gesamte Musikwiedergabe aus – weshalb wir etwas dagegen unternehmen sollten.
Stehende Wellen (Raummoden)
Wirklich tiefe Frequenzen haben Wellenlängen, die in unsere üblichen Wohnräume nicht ein einziges mal hineinpassen. Bevor sich die Welle aufbauen kann, trifft sie bereits auf ein Hindernis. Wird die Schallwelle reflektiert, wie eben von einer kahlen Wand, treffen Direktschall und Reflektion aufeinander und erhöhen oder senken dabei den Schalldruck.
Da Musik nun einmal nicht aus nur einer einzigen Frequenz besteht (meistens) – löschen sich eben immer einige aus und andere werden lauter.
Unsere Aufgabe lautet also, dafür zu sorgen, dass so wenig Direktschall wie möglich auf eine harte, kahle Wand trifft und in die Richtung reflektiert wird, aus der er gekommen ist. Das gilt natürlich auch für den Fußboden und die Decke.
Andernfalls kommt es in geschlossenen Räumen unweigerlich zu den Raummoden. Damit bezeichnet man feststehende Positionen im Raum, an denen sich die Eigenschwingungen der Luft so stark auswirken, dass wir bestimmte Töne gar nicht mehr, andere dafür aber um so lauter hören.
Es reicht dann oft aus, seine Hörposition um wenige Zentimeter zu verändern, um die extremen Punkte der Raummoden (Knotenpunkte oder Bäuche) zu verlassen.
Da wir gerne unsere Couchen an die Wand rücken und wir damit im direkten Feld der reflektierten Wellen sitzen, kann es uns passieren, dass wir leider genau an unserem Lieblingsplatz gar keinen Bass mehr hören (Knoten) oder vom Dröhnen und Wummern (Bauch) fast „erschlagen werden“.
Auch in diesem Fall werden wir nicht darum herum kommen, etwas dagegen unternehmen zu müssen.
Die sicherste Methode wäre, dafür zu sorgen dass es keine Wände gibt, die parallel zueinander verlaufen oder die Rundungen aufweisen – aber das wird für die meisten von uns wohl nicht zu realisieren sein.
Forderungen zum Thema Hall
Lassen Sie so wenig glatte Wandflächen (Glas …) wie möglich. Hängen Sie Bilder auf – notfalls von der Decke hängend. Sorgen Sie für Einfallswinkel von kleiner oder größer als 90° (Lautsprecher etwas schräg stellen).
Sorgen Sie pro „Fehler“ (also glatte Wand, 90°-Winkel) für einen Ausgleich in Form von dämpfenden oder zerstreuenden Flächen wie Bücher- oder Schallplattenregalen, Vorhängen, Teppichen, großen Blumen, Gemälde oder von mir aus auch speziellen Schallschluck-Elementen.
B) Klangfarben-Veränderungen
Hin und wieder formen wir unsere beiden Hände zu einem Trichter, um jemandem etwas zuzurufen. Das funktioniert zwar recht gut, aber wir wissen auch, dass unsere Stimme dadurch etwas „röhrend“ wirkt. Das können wir verstärken, indem wir tatsächlich durch eine Pappröhre oder ein Kunststoffrohr sprechen.
Aber wir müssen gar nicht in etwas hinein sprechen, um die Klangfarbe unserer Stimme zu verändern, es reicht auch, gegen etwas zu sprechen.
Stellen Sie sich vor eine Glasscheibe oder einen Spiegel und hören Sie, wie sich Ihre Stimme verändert, wie sie härter wirkt. Das ändert sich, wenn Sie gegen eine Holzwand sprechen. Nun klingt Ihre Stimme sehr sonor. Sprechen Sie gegen einen schweren Vorhang, verschwinden die reflektierten Wellen fast gänzlich und eigentlich müssten wir uns jetzt sehr „echt“ hören – aber da wir es nicht gewohnt sind, so gar keine reflektierten Töne hören zu können, empfinden wir das auch wieder als „ungewöhnlich“ und nicht als angenehm. Am natürlichsten ist es, wenn völlig unterschiedliche Flächen vorhanden sind, also ein Gemisch aus Stein, Glas, Holz, Stoff …
Wohntrends
Die Wohnzeitungen haben es uns in den letzten Jahren immer wieder klar gemacht: Wir fühlen uns am wohlsten in einer großen, möglichst kahlen Loftwohnung mit nur einer Couch, einem kleinen Tisch. Keine Regale, keine Schränke, keine Teppiche, keine Vorhänge, keine Gemälde …
Nun, auch wenn Sie es hier schon ahnen, bin ich nicht so der Anhänger einer solchen Wohnart, auch wenn ich zugeben muss, dass ich sie aus reiner Design-Sicht schon sehr reizvoll finde. Ich komme aber mit solchen Wohnungen oftmals dann in Kontakt, wenn mich die Bewohner zu sich bitten, weil ihre Stereoanlagen einfach nicht klingen wollen.
Mit ein paar lauten „Hahs“ und Händeklatschen hört man dann auch meistens schon die Ursache: Die Raumakustik ist schrecklich!
Man bestätigt mir dann oft, dass es dort nicht gemütlich genug ist, um sich mit Freunden laut zu unterhalten und dass man dabei sehr schnell ermüdet. Die Gäste gehen früher als gewohnt oder man will sich lieber “woanders treffen” – ohne zu wissen, wieso das so ist.
Prioritäten anders gesetzt
Jeder Vorschlag, hier nun möglicherweise den Einrichtungsstil anzupassen, trifft auf Betonwände in den Köpfen der Bewohner. Lieber verzichtet man ganz aufs Musikhören, als an der Wohnung etwas zu verändern. Teppiche, Vorhänge, Regale, Gemälde, große Blumen, Polstergarnituren – alles völlig undenkbar!
Solche Räume bekommt man also nicht „in den Griff“, ohne die Bewohner auszutauschen. 🙂
Hier muss man sich dann von der Idee trennen, den kompletten Raum mit einer Stereoanlage „akustisch sauber“ beschallen zu können. Stattdessen bietet sich eine Raumbeschallung an, wie man sie aus wirklich großen Räumen wie z.B. Restaurants kennt (viele kleine Lautsprecher im Raum verteilt). Wobei man sich natürlich von allen “stereophilen” Reizen trennen muss.
Oder man erschafft sich an einer günstigen Stelle im Raum eine kleine „Hörinsel“ mit 1-2 Sitzplätzen und kleinen Boxen, die gerade einmal diesen „Inselbereich“ ordentlich beschallen – das dafür aber richtig gut können.
Wer bei einer solchen Wohnart glaubt, mit „Telefonzellen“ als Lautsprecher schon genug Schalldruck in den Raum bringen zu können, um die Gesetze der Physik auszuhebeln, der hat einen langen Kampf vor sich, den er so lange verlieren wird, bis er seine Prioritäten aufs Musikhören verschiebt und den Raum klanglich optimiert. Was aber wohl nur selten geschieht.
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.1.1 Raumklang-Spezialisten
Manchmal kann man sich als High-Ender „ein Bein ausreißen“ – aber man kriegt das Problem doch alleine nicht gelöst, weshalb ich mich im Bericht 1.1.1 Raumklang-Spezialisten einmal mit diesen Helfern auseinandersetzen möchte.
Ausgangslage:
Der Raum lässt sich einfach nicht optimieren – wieso auch immer.
Der erste Schritt wäre dann wohl, einen guten HiFi-Händler zu bitten, sich das mal vor Ort anzuhören.
Dieser Service sollte eigentlich kostenlos sein – zumindest, wenn es sich um einen örtlich ansässigen Händler handelt.
Der Profi kann zumindest schnell erkennen, ob es „hausgemachte“ Probleme gibt, an die der Kunde selbst noch gar nicht gedacht hatte.
Einer unserer Kunden hatte z.B. mal 8 aufgerollte Teppiche hinter der Couch liegen, die er geerbt hatte.
Diese Rollen waren wunderbare Bassfallen. Nachdem wir sie ins Schlafzimmer geräumt hatten, klang es auch wieder.
Doch irgendwann ist vielleicht auch der Händler mit seinem Latein am Ende und dann helfen nur noch Spezialisten. Nur welche?
„Akustik-Bau“ – diesen Titel tragen fast alle Trockenbauer auf ihren Fahrzeugen, doch für einen echten HiFi-Freak haben sie meistens kein Verständnis.
In HiFi-Zeitschriften und im Internet wird man dann schon eher fündig.
Dann geht es darum heraus zu finden, wer die Zielgruppe dieser Spezialisten ist.
Die meisten Kunden, die diese Hilfe in Anspruch nehmen, brauchen sie bei der Einrichtung eines Heimkinos. Ein Heimkino stellt allerdings andere Ansprüche an die Fähigkeiten und Vorgehensweise dieser Spezialisten als ein Wohnraum mit einer High-End-Anlage.
Heimkino-Spezialisten legen Ihnen oftmals vor Beginn und nach Abschluss Ihrer Maßnahmen jeweils einen Messschrieb vor, wodurch man die Wirksamkeit der Maßnahmen zumindest messtechnisch belegen kann.
Das ist fürs Kino sicher prima – können wir aber beim Musikhören in unseren Wohnzimmern eher nicht gebrauchen!
Auch die Spezialisten, die sich um Aufnahme- oder Regieräume kümmern, denken anders als wir High-Ender.
Doch selbst wenn Sie endlich den Spezialisten für die high-endige Wiedergabe gefunden haben, sollten Sie daran denken, dass der nicht nur zum Messen kommt, sondern zur Beseitigung der festgestellten Probleme auch sicher gleich „Lösungen“ in Form von Akustik-Elementen mitbringt.
Diese Teile sind in der Regel teuer und optisch nicht jedermanns Sache. Bedenken Sie das, bevor (!) Sie ihn zu sich bestellen und informieren Sie sich vorab über das Angebot des Spezialisten.
Wem Preis und Optik der Elemente gleichgültig sind, weil es sich z.B. um einen reinen Hörraum handelt, der kann von diesen Spezialisten sicherlich einiges erwarten.
Doch sollten Sie so oder so – immer an den altbekannten Satz denken: Anders ist nicht besser.
Ich habe schon Optimierungsmaßnahmen erlebt, nach denen dann im Hochtonbereich gar nichts mehr passierte. Ein Crash-Becken, das eigentlich in den gesamten rechten Bereich hinein „scheppern“ sollte – war auf einmal klein wie die Becken von so einem Aufzieh-Affen.
Riesige Konzertsäle hatten überhaupt keine Luft mehr.
Oder die Basswiedergabe war auf einmal so gedrosselt, dass unter 100 Hz nichts mehr zu hören war oder es gab keinen trockenen Bass mehr nach Art eines „Dupp“ sondern nur noch ein „Dummmhhh“.
Bevor Sie also so einen Spezialisten anfordern, forschen Sie ruhig im Internet mal nach, wie zufrieden die Kunden mit ihm sind oder fragen Sie Ihren HiFi-Händler nach einer guten Adresse.
Wie so oft im Leben gibt es da ein paar wirklich gute Leute und leider auch Trittbrettfahrer, die es einfach nur prächtig verstehen, sich mit ihrem aufwändigen Mess-Equipment eine gewisse Ehrfurcht zu verschaffen.
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.1.4 Bassfallen und andere Gemeinheiten
“Pimp my room” so lautet oftmals die Devise, auf die ich hier im Bericht 1.1.4 Bassfallen und andere Gemeinheiten ein wenig näher eingehen will.
Hat man nämlich erst einmal herausgefunden, in welchem Frequenzbereich einem der Hörraum Probleme bereitet, kann man sich entweder überlegen, mit welcher zusätzlichen Einrichtung (Bücherregal, Teppiche und so weiter) man diesem Problem zu Leibe rückt, oder man vertraut mehr in die schier unüberschaubar große Anzahl an speziellen Akustik-Elementen.
Für wirklich jeden Frequenzbereich und jedes Problem gibt es Speziallösungen.
Bassfallen sind zum Glück eine absolut unblutige Lösung, werden aber meistens mit den gleichen ablehnenden Gefühlen betrachtet. Meistens sind das rohrförmige, halbrunde oder im Profil dreieckige Elemente, die in die Zimmerecken gehören und eben nicht ganz vom Boden bis zur Decke reichen dürfen. Wichtig ist der Hohlraum, in den der Bass (so der Plan) zwar hinein- aber eben nicht wieder herausfinden soll.
Für die höheren Frequenzen nennen wir das ganze dann Helmholtz-Resonatoren (nach Hermann von Helmholtz). Das sind mehr oder weniger “hübsch” geformte Hohlkörper mit Löchern drin, gerne auch “Vogelhäuschen” genannt.
Wer nicht dafür sorgen muss, dass Schallenergie “vernichtet” wird, sondern wem es ausreicht, dass die reflektierten Schallwellen nicht wieder auf sich selber treffen, der kann sich mit Diffusoren befassen. Das sind diese “Setzkästen”, bei denen in manche Fächer gar nichts hinein passt. 🙂
Aber es gibt sie auch (wie im Foto von der High-End 2016 zu sehen) als “Wandelemente”.
Doch wir müssen uns bei all diesen Dingen immer eine Tatsache vor Augen führen:
Wir vernichten hier etwas, was unsere Lautsprecher erzeugt haben, unser Raum aber nicht verträgt!
Das ist so, als würden wir uns eine ganze Torte bestellen, dann nur zwei Stücke schaffen und den Rest in den Müll werfen.
Während man die Torte noch an andere weiter reichen könnte, gelingt das aber mit dem “Zuviel” an Schallenergie in unserem Wohnraum natürlich nicht.
Klüger wäre es wohl gewesen, sich von vornherein Lautsprecher zu kaufen, die nur so viel Energie erzeugen, wie der Raum verkraften kann. Das eingesparte Geld hätte man dann wunderbar dafür einsetzen können, dass man zwar kleinere, aber dafür eben “bessere” Boxen kauft. … oder eben auch den besseren Verstärker dazu.
Aber das nur nebenbei und zurück zu den Akustik-Elementen.
Viele von ihnen sehen richtig gut aus und wer sie leiden mag, der hat schnell das Mittel der Wahl gefunden.
Aber zumindest bei den Diffusoren können wir uns denken, dass wir sie auch anderweitig “selber herstellen” können. Jedes Bücher- oder Schallplattenregal ist ein wunderbarer Diffusor.
Hier ist Ihre Kreativität gefragt.
An dieser Kreativität fehlt es vielen Anbietern im High-End-Bereich ganz bestimmt nicht, die uns sündhaft teure Glöckchen, Glasplättchen, Aufkleber und was weiß ich nicht alles anbieten.
Und eines will ich überhaupt nicht leugnen – nämlich dass all diese Dinge Einfluss auf unser Klangerlebnis haben können. Vieles habe ich schon mit überraschendem Ergebnis ausprobiert und eigentlich nur deshalb nicht in mein Programm aufgenommen, weil ich zu feige war.
Doch es gibt weitere Gründe.
Zum einen ist es einfach so, dass viele dieser esoterisch angehauchten Mittelchen erst dann ausprobiert werden sollten, wenn die Kette und der Raum “ausgereizt” sind – es also nichts anderes mehr zu verbessern gibt. Davon ist eine große Zahl an HiFi-Anlagen leider noch weit entfernt.
Zum anderen ist es so, dass ich mich schon manchmal darüber ärgere, wenn ich “ähnliche Dinge” (die aber für ganz andere Zwecke gedacht sind) für 20,- € kaufen kann, während die fast identischen Teile 200,- € kosten, sobald sie denn die HiFi-Freaks als Zielgruppe vor Augen haben.
Zurück zum Raum.
Was ich toll finde ist, wenn man die Schalloptimierung durch besondere Designobjekte hinbekommt. Gute Freunde von mir haben sich Elemente aus gespaltenem Holz anfertigen lassen. Diese Elemente sind zu allererst eine interessante Wandgestaltung – aber nebenbei auch richtig gute Akustik-Elemente, denn sie verwandeln eine kahle, harte Wand in einen diffusierenden Bereich und sorgen so für eine tolle Akustik.
Wer so gut wie gar kein Geld in diese Maßnahmen stecken will und wem die Optik völlig gleichgültig ist, der greift einfach zu den Methoden von anno dazumal zurück, sprich – er hängt sich die berühmten Eierkartons oder ähnliches an die Wände oder an die Decke.
Da ist dann zwar nichts “exakt berechnet”, aber das will unser Ohr (besser unser Gehirn) auch gar nicht. Wenn die Raumakustik “natürlich” ist, und das ist sie immer, wenn sie so ist wie sie eben in vielen Räume ist, dann ist das schon in Ordnung.
Wer Lust hat, mit solchen Dingen zu experimentieren, muss sich vor Augen führen, dass es auf die „gesunde Mischung“ ankommt. Weder wollen wir den Schall totschlagen, so dass alles wie „eingeschlafene Füße“ klingt, noch wollen wir dem Schall die Chance geben, sich nach jeder Reflektion lauter aufzubauen. Ein Triangel (es heißt „der Triangel!)“ muss frei und auch ein wenig grell schwingen können. Das muss auch mal im Ohr weh tun dürfen.
Ein rollender Bass muss auch mal unseren ganzen Raum füllen. Wenn der Künstler das so gewollt hat.
Wer solche Extreme verhindern will, obwohl sie der Aufnahme entsprechen, der muss sich vor Augen führen, dass er dann auch auf alle anderen Schallereignisse Einfluss nimmt, was im Endeffekt zu einer recht seltsamen Wiedergabe führt.
Also – ganz klar – was aufgenommen wurde – das muss auch wiedergegeben werden dürfen.
Kann der Raum das im Original nicht verkraften – sollte man nicht nur darüber nachdenken, den Raum mit Spezial-Elementen zu optimieren, sondern vielleicht auch darüber, einfach zu kleineren Lautsprechern zu greifen. Ganz bestimmt werden die Probleme dadurch auch kleiner werden!
Zum Ende dieses Berichts:
Wenn Sie mit Freunden aktiv Musik machen, dann werden Sie feststellen, dass manche Instrumente für den Proberaum in bestimmten Frequenzen einfach zu viel Schallenergie erzeugen. Das kann bei einem Schlagzeug z.B. nur auf eine einzelne Hänge- oder Stand-Tom zutreffen. Dann bleibt einem gar nichts anderes übrig, als den Raum zu optimieren. Doch zunächst einmal wird der Schlagzeuger versuchen, diese eine Tom zu bedämpfen. Erst wenn sie dann nicht mehr so klingt wie sie eigentlich klingen soll, muss er doch daran gehen, den Raum zu optimieren.
In unseren Wohnzimmern ist das anders. Wir können nicht einzelne Instrumente bedämpfen und wollen uns auch nicht auf eine bestimmte Musik festlegen. Wir wollen alles hören.
Also müssen wir dafür sorgen, dass alle Frequenzen sauber und harmonisch zueinander aufgebaut werden können.
Und doch sollten wir wie der Schlagzeuger beim Instrument, also beim Lautsprecher, beginnen. Testen Sie immer (!) vor einem Kauf, ob die Energie, die von einem Lautsprecher ausgeht – ob die überhaupt in ihren Hörraum passt. Und wenn das nicht der Fall sein sollte, dann sollten Sie vernünftig genug sein, “sich nur ein oder zwei Stücke zu bestellen” und nicht die ganze Torte.
Denn mit der Torte und der Schallenergie verhält es sich absolut gleich:
Ganz ohne ist blöd – aber zu viel macht hinterher Probleme.
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchSymmetrische vs unsymmetrische HiFi-Kabel
In meinem Beitrag “Symmetrische vs unsymmetrische HiFi-Kabel” will ich Ihnen die Unterschiede aufzeigen und Sie werden lernen, dass symmetrisch nicht immer das Bessere sein muss.
Wer mit Begriffen wie oberer und unterer Halbwelle oder vertierter und invertierter Eingang etwas anfangen kann, der muss sich das alles sicher nicht von mir erklären lassen, weshalb ich mich – wie fast immer – mit diesem Artikel an die richte, die das alles nicht wissen.
Die HiFi-Welt ist unsymmetrisch
Wir alle kennen das typischste aller HiFi-Kabel, das Cinch-Kabel.
Die „RCA“ genannten Stecker besitzen einen mittleren Stift und einen äußeren Ring, also gibt es zwei „Leiter“ oder „Pole“.
Diese zwei Leiter benötigen wir, weil sonst Strom nicht fließen kann. Zumindest das wissen wir alle noch aus der Schule. Logischerweise benötigen wir für so einen Stecker auch nur ein Kabel mit zwei Leitern.
Da die Hersteller aber auch gerne ihre Kabel mit einem abschirmenden Geflecht vor HF-Einstreuungen schützen, verwenden viele Entwickler genau diese Abschirmung als zweiten Leiter. Im Kabel finden wir also einen „heißen“ Signal-Leiter und darum herum die Abschirmung, die gleichzeitig der zweite Leiter ist.
Funktionieren tut das alles ziemlich gut – wie es uns die Milliarden im Einsatz befindlichen Kabel täglich beweisen.
Dem HiFi-Freak geht es aber gegen den Strich, dass wir es hier mit zwei völlig unterschiedlichen Leitern zu tun haben. Ein mal gibt es diesen „wohl behüteten“ und von allen Einstreuungen abgeschirmten Innenleiter und ein anderes mal dieses vermeintlich „minderwertige“ Geflecht, was ja für sich nun schutzlos den Einstreuungen ausgeliefert ist.
Aber es gibt noch etwas viel schlimmeres als die Einstreuungen:
… den Potentialausgleich
Dieser Begriff beschreibt das schlimmste Horror-Szenario, was sich ein Musikliebhaber nur vorstellen kann. 😉
Jedes elektronische HiFi-Gerät hat nämlich ein so genanntes „Restpotential“ auf dem Gehäuse. Bei manchen Geräten spüren wir das sogar. Manchmal – wenn wir gleichzeitig noch ein anderes Gerät anfassen, spüren wir es sogar deutlicher als es uns lieb ist.
Dieses „Restpotential“ hat jetzt aber nicht eine feststehende Größe oder Menge, sondern es verändert sich in seiner Stärke mit dem erzeugten Musiksignal.
Verbindet man nun zwei Geräte mit einem Cinchkabel, dann verbindet man über die Abschirmung auch die beiden Massepotentiale der Geräte.
Analog zu Flüssigkeiten in „kommunizierenden Säulen“ versuchen diese Potential-Spannungen nun, sich auszugleichen und die Spannungen in beiden Geräten auf das gleiche Maß zu bringen.
Sie tauschen sich also permanent über die Abschirmung des Cinch-Kabels aus.
Damit fließen sowohl die Potential-Ausgleichsströme (die wir nicht “hören” wollen) als auch die Signalströme (die wir hören wollen) durch die Abschirmung unsers Cinch-Kabels.
Und genau dies führt zu Klangveränderungen, die wir zwar durch eine gute Masseführung oder andere technische Maßnahmen (z.B. Übertrager) mindern können, die man aber gar nicht erst zulassen muss.
Das bessere Cinch-Kabel ist das XLR-Kabel.
Die Idee hinter einer solchen Verbindung ist also, sowohl für den einen als auch für den anderen Leiter jeweils identische Innenkabel zu verwenden.
Die Abschirmung hat nun mit dem Transport des Musik-Signals rein gar nichts mehr zu tun und wird zu dem, was der Name bereits aussagt: zur Abschirmung.
Hinweis:
Benutzen Sie ein symmetrisches Kabel mit Cinch-Steckern, so ist Vorsicht geboten. Wenn die Abschirmung an beiden Seiten keinen Kontakt zu “Minus” hat, kann sie nicht gut abschirmen. Hat sie an beiden Seiten Kontakt, wird sie wieder zum Leiter, weil ja jetzt die Signale wieder auch durch die Abschirmung hindurch fließen können. Es ist deshalb von großer Bedeutung, die Abschirmung nur an einer Seite (meistens die am Vorverstärker) mit auf “Minus” anzulegen!
Besser ist jedoch, für solch ein Kabel auch einen XLR-Stecker zu verwenden, der eben auch drei Pole aufweist. So bleiben die beiden Signal-Leiter für sich und der dritte Pol übernimmt die Masseführung über die Abschirmung. Hierbei muss die Abschirmung natürlich an beiden Seiten mit “aufgelegt”, also verlötet oder verschraubt werden.
Ein paar Haken gibt es da allerdings.
Zum einen ist die Polung nicht genormt.
Zum Glück wird zwar fast immer der gleiche Pol (1) für die Masse genutzt, aber die anderen beiden werden schon mal gerne von den Herstellern nach Belieben belegt.
Wer zum Beispiel Geräte von Mark Levinson und Bryston miteinander kombinieren will, wird vor diesem Problem stehen.
Funktionieren tut es so oder so – aber die absolute Phase wird dabei gedreht. Die Wirkung ist so, als würden wir an beiden (!!) Lautsprechern die Kabel umpolen (rot/schwarz).
Oft ist das gar nicht zu bemerken, manchmal aber bringt es die audiophile HiFi-Welt wieder in Ordnung..
Einige Geräte haben deshalb auch einen Umschalter für die Phase.
Der Unterschied ist:
Statt zunächst nach vorne zu schwingen, schwingt das Lautsprecherchassis bei gedrehter Phase zunächst nach hinten. In manchen Räumen führt das zu einem besseren Klangergebnis, meistens aber nicht.
Dreht man die Phase bei nur einem Lautsprecher – oder eben in nur einem XLR-Kabel, ist das Klangbild natürlich “außer Phase”. Die Instrumente sind dann überhaupt nicht mehr zu orten, die Stimmen der Sänger verteilen sich im gesamten Bereich zwischen den beiden Boxen.
Aber darüber schreibe ich hier und heute natürlich nicht.
Unsymmetrische Geräte machen den Vorteil zunichte?
Manche (viel zu viele) Hersteller statten ihre unsymmetrischen Geräte mit symmetrischen XLR-Buchsen aus, um ihnen den Anschein von mehr Professionalität zu verleihen.
Öffnet man die Gehäuse, schaut man bei ihnen auf XLR-Buchsen, bei denen die Masse (Pol 1) mit dem „Minus-Pol“ (2 oder 3) einfach zusammengelötet wurde.
Dies führt die Symmetrie an dieser Stelle ad absurdum und ist schlicht und ergreifend Unsinn.
Wir haben zwar den Vorteil der symmetrischen Kabelführung, der klangliche Zugewinn hält sich aber vornehm zurück.
Ganz im Gegenteil – sind wir hier sogar wieder davon abhängig, dass beide Geräte die selbe Polung besitzen. Denn sonst liegt die Masse mal an Plus und mal an Minus an.
… mit nicht vorhersehbaren Folgen, die von einem schlechteren Klang bis hin zu heftigen Brummgeräuschen führen können.
Symmetrische Kabel gehören an symmetrisch aufgebaute Geräte
Eine erheblich aufwändigere Konstruktion ist ein echter symmetrischer Aufbau in den Geräten. Hier kümmert sich dann jeweils ein Teil der Elektronik um die obere und ein anderer um die untere Halbwelle.
Ganz einfach ausgedrückt ist das so wie bei einer Bügelsäge. Abwechselnd zieht da mal der eine und mal der andere Arbeiter an der Säge.
Logischerweise müssen (!) diese beiden Signale nun getrennt voneinander und von der Abschirmung gut behütet zum nächsten symmetrisch aufgebauten Gerät geschickt werden.
Her spielen sich die Vorteile der Symmetrie nun in vollem Umfang aus.
Das Klangbild wird fester, körperhafter, detaillierter und ruhiger. Wir hören fast, wie der Klang „sauberer – reiner“ wird.
Gibt es Alternativen?
Ja, die gibt es.
Man kann zum Beispiel mit Übertragern arbeiten.
Bei einem Übertrager handelt es sich um eine Doppelspule – ähnlich wie bei einem Trafo.
Allerdings wird mit einem Symmetrie-Übertrager keine Spannung erhöht oder gesenkt – wie beim Trafo, sondern es wird lediglich dafür gesorgt, dass die beiden Signale (plus und minus) „übertragen“ werden, aber die Masseverbindung verloren geht. So können wir die reinen Musiksignale wieder an Pol 2 und 3 an die XLR-Buchsen und den Pol 1 getrennt vom Signal an die Masse des Gerätes anlegen.
Wie Sie sicher erkennen können, führt das nun zwar zu einer echten symmetrischen Kabelverbindung, aber ein nicht symmetrisch arbeitendes Gerät wird durch diese Übertrager noch lange nicht zu einer symmetrisch arbeitenden Komponente.
Muss es immer eine symmetrisch aufgebaute Komponente sein?
Theoretisch ja! Der symmetrische Aufbau hat einfach grundsätzliche Vorteile.
Allerdings haben Entwickler auch immer den Verkaufspreis im Auge zu behalten. Manchmal kommen noch technische Herausforderungen wie z.B. eine zu starke Hitzeentwicklung hinzu.
Und manchmal führt es dann zu einem besseren Klangergebnis, wenn man auf den symmetrischen Aufbau verzichtet und das gesamte zur Verfügung stehende Budget lieber in bessere Bauteile investiert.
Fazit:
Bei Berücksichtigung aller (!) Faktoren und auf dem Markt befindlicher Lösungen, kann man einem symmetrischen Kabel also lediglich theoretisch einen Klanggewinn zusprechen.
Damit dieser eben theoretisch zwingend vorhandene Vorteil sich auch tatsächlich in der Praxis bemerkbar machen kann, müssen noch ein paar weitere Faktoren hinzukommen.
Wer jedoch Komponenten mit einem „echten“ symmetrischen Aufbau besitzt – also nicht zusammengelötete Pole und nicht durch Übertrager erzeugte Symmetrien – der sollte unbedingt auch auf symmetrische Kabel zurückgreifen.
Aber bedenken Sie eines:
Ein gutes Cinch-Kabel klingt besser als ein schlechtes XLR-Kabel!
Die Suche nach dem klanglich passenden Kabel sollte also zunächst unabhängig davon erfolgen, ob es ein Cinch- oder ein XLR-Kabel ist.
Haben wir dann:
das passende Kabel gefunden
symmetrisch aufgebaute Geräte und
die Möglichkeit, unser Kabel der Wahl auch als XLR-Kabel zu erhalten,
… dann (!!) sollten wir zum symmetrischen Kabel greifen.
Sollte es unser Traumkabel nur unsymmetrisch geben, ist das zwar schade, aber meistens auch kein wirklicher “Beinbruch”.
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.2.2. Abstand der Lautsprecher zueinander
Im Teil 1.2.2 Abstand der Lautsprecher zueinander, erfahren Sie etwas darüber, wieso es nicht gleichgültig ist, wie weit Sie die Boxen voneinander entfernt aufstellen.
Gibt es für den Abstand der Boxen zueinander eine feste Regel?
Wie groß der Abstand zwischen den Lautsprechern sein sollte, wird uns in der Regel vom Hersteller vorgegeben.
Zwar ergibt sich der Abstand (die Linie A) in der Regel einfach dadurch, dass wir den Abstand zwischen unserem Hörplatz und der Linie A (also die Linie B) messen und danach die Länge der Linie A festlegen (A ist gleich B), aber es gibt auch Lautsprecher, die lieber etwas enger zusammenstehen möchten und andere, die dann am natürlichsten abbilden, wenn sie sehr weit voneinander entfernt aufgestellt werden. Das “klassische Stereodreieck”, bei der die Höhe des Dreiecks seiner Grundlinie entspricht, wird dadurch zwar etwas verzerrt, aber am Ende zählt eben doch immer noch das Ergebnis.
Die wichtigste Forderung lautet nun einmal, dass das Klanggeschehen authentisch wiedergegeben wird.
In den Abbildungen 1 bis 3 sehen wir voneinander abweichende Boxenaufstellungen, die aber alle zur gleichen Darstellung des musikalischen Geschehens führen.
Zur Abbildung 1:
Wir sehen die Standard-Aufstellung, die hier zu einer Standard-Darstellung führt. Wir hören links die Gitarre, in der Mitte den Bass, dahinter das Schlagzeug und rechts das Saxophon. Die Boxen bilden hierbei nicht die “Torpfosten”, zwischen denen sich das Klangbild abspielt, sondern die Darstellung geht durchaus auch links neben dem linken und rechts neben dem rechten Lautsprecher noch weiter.
In der Abbildung rechts stehen die Lautsprecher sehr weit voneinander entfernt. Dadurch bilden sie jetzt die “Torpfosten”, zwischen denen sich alles darstellt. Dennoch ergibt sich die identische Abbildung des musikalischen Geschehens wie in Abbildung 1.
In der dritten Abbildung (links) stehen die Boxen extrem eng zusammen und dennoch wird auch in diesem Beispiel das Klanggeschehen absolut identisch zu den Abbildungen 1 und 2 dargestellt. Trotz unterschiedlicher Aufstellung ist das Ergebnis bei allen drei Varianten immer das selbe.
Dies liegt einfach daran, dass hier die Hersteller unterschiedliche Wege gegangen sind, um das gleiche Ziel zu erreichen.
Was geschieht, wenn die Boxen mit zu wenig Abstand zueinander aufgestellt werden, das verdeutlicht die Abbildung 4. Alle Musiker „knubbeln“ sich in der Mitte. Die Gitarre ist nicht mehr links vom linken Lautsprecher, das Saxophon nicht mehr rechts vom rechten Lautsprecher, sondern alles spielt sich in der Mitte zwischen den Boxen ab. Keiner der Musiker hat den Raum, den er braucht, um sein Instrument spielen zu können. Wer eine solche Wiedergabe mag, der sollte sich besser nach guten Mono-Anlagen und -Aufnahmen umschauen.
Stehen die Boxen jedoch zu weit auseinander, wird auch das Klangbild auseinander gezogen. Das Schlagzeug ist nun so groß, dass der Drummer drei Meter lange Arme braucht, um an alle Toms und Becken heran zu kommen. Die anderen Instrumente spielen so weit voneinander entfernt, dass die Zusammengehörigkeit verloren geht. Das kann so weit gehen, dass wir das Gefühl bekommen, jeder Musiker würde einen ganz anderen Titel spielen.
Zugegeben – so eine extrem breite Darstellung kann durchaus “beeindruckend” sein – aber auch hier muss man einfach das Ziel der High-Fidelity im Auge behalten und das lautet nicht: “So beeindruckend wie möglich”, sondern “so realistisch wie möglich”.
Wenn ein Boxenkauf ansteht, sollten Sie sich rechtzeitig darüber informieren, wie die Lautsprecher aufgestellt werden sollten. Zum einen können Sie damit möglicherweise Einrichtungsprobleme auf einfache Art und Weise lösen. Zum anderen ist so etwas aber immer auch eine kleine “psychologische” Angelegenheit. Denn bei allen oben gezeigten Abbildungen werden Sie erkennen, dass wir etwas anderes hören als unser Auge sieht. Und das empfindet jeder ein klein wenig anders. Die zu enge Boxenaufstellung gefällt z.B. kaum jemandem. Und das vertrackte dabei: Schließen wir die Augen, hören wir das Klanggeschehen in voller Breite. Öffnen wir die Augen und sehen, wo die Boxen stehen, “schiebt unser Gehirn” plötzlich auch das Klangbild eng zusammen. Es “beschließt” einfach, dass “von so weit rechts und links gar nichts zu hören sein kann” und packt alles in die Mitte. Schließen wir die Augen – zieht es sich wieder auseinander.
So etwas muss man mögen.
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.2 Die Aufstellung der Lautsprecher
In dem Teil – 1.2 Die Aufstellung der Lautsprecher – erfahren Sie, wie wichtig es ist, die Lautsprecher an die richtige Stelle zu stellen.
Man muss es ganz deutlich sagen:
Selbst im besten aller Hörräume wird es dennoch „ganz gruselig“ klingen, wenn die Lautsprecher an der falschen Stelle stehen und im schlechtesten aller Räume lässt sich noch eine Menge retten, wenn denn nur die Boxen an der richtigen Stelle stehen dürfen.
Fragen Sie jetzt aber bitte nicht, was wichtiger ist, die Raumakustik oder die Boxenaufstellung.
Wenn man zwei Schritte braucht, um ein Ziel zu erreichen, ist jeder Schritt von gleicher Bedeutung.
Wer die bisherigen Berichte zum Anlagen-Setup gelesen hat, der weiß bereits, dass eine gute Raumakustik zwar wichtig, doch manchmal schwer zu erreichen ist.
Tatsächlich komme ich aber in der Praxis in weitaus mehr Räume, die von der Akustik her eigentlich ganz gut zu gebrauchen wären, in denen man aber leider erkennen kann, dass mindestens einer der Bewohner „die Dinger am liebsten ganz aus dem Wohnzimmer verbannen würde“.
Und ich werde noch einmal deutlich:
Nein, das wird nicht besser durch teurere Lautsprecher, die an der gleichen schlechten Stelle stehen!
Sie können sich zwischen den folgenden drei Varianten entscheiden:
Gut Musik zu hören ist nur ein sekundäres Ziel.
Tipp: Es gibt sehr günstige Anlagen, die für eine angenehme „Hintergrundbeschallung“ sorgen.
Gut Musik zu hören ist das (!!) primäre Ziel.
Tipp: Das geht definitiv nur (!!) mit der richtigen Aufstellung. Keine Diskussion!
Gut Musik zu hören ist gleichgestellt mit dem Wunsch „schön“ zu wohnen.
Tipp: Hier gilt es, einen Kompromiss zu finden. Ideen dazu finden Sie in den nächsten Berichten.
Um die Forderung nach einer “richtigen” Boxenaufstellung zu verstehen, will ich es am Beispiel von zwei DIA-Projektoren erläutern.
Stellen Sie sich vor, wir haben zwei Dias, die von einer 3D-Kamera stammen und nur gemeinsam ein 3D-Bild ergeben. Leider haben Sie keinen 3D-Projektor, weshalb Sie einfach zwei einzelne Projektoren verwenden.
Nun wird es für Sie logisch sein, dass sich der korrekte 3D-Eindruck nur dann einstellt, wenn die beiden Projektoren im richtigen Abstand zueinander aufgestellt sind und absolut exakt auf den gleichen Punkt auf der Leinwand ausgerichtet wurden.
Schon eine winzige Verschiebung führt zu “Doppel-” oder “Geisterbildern”. Nur dann, wenn Sie ganz genau ausgerichtet wurden, stellt sich der “Raumeindruck” ein und auch Farben und Konturen wirken tief und echt.
Und ganz genau so verhält es sich auch mit den Lautsprechern. Jeder für sich ist so zu sagen “ein Teil eines akustischen 3D-Projektors” und nur wenn beide zusammenkommen und korrekt ausgerichtet sind, entsteht auch ein realistischer 3D-Raumeindruck.
Natürlich können wir diese Aussagen und Empfehlungen “in den Wind schlagen” und die Boxen einfach “irgendwo hin” strahlen lassen. Immer noch werden sie die gleiche Musik von sich geben, aber mit einer Stereo-Wiedergabe im Wortsinne hat das nichts gemein. Wir könnten ja auch die beiden DIA-Projektoren einfach “irgendwo hin” strahlen lassen und würden genau so immer noch erkennen können, was auf den DIAs abgebildet ist. Nur eben nicht in 3D.
Wem es also völlig genügt, Musik einfach in einen Raum zu strahlen, der kann sich eine Menge Arbeit und Kosten sparen. Und das Lesen dieses HiFi-Handbuchs obendrein. 🙂
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.2.1 Abstand der Lautsprecher von der Wand
Im Teil 1.2.1 Abstand der Lautsprecher von der Wand erfahren Sie, warum die Lautsprecher einen bestimmten Abstand zur Wand benötigen.
Wohnen ist wichtiger als Musik zu hören?
Sagen wir es doch mal – wie es ist:
Beim Einrichten des Wohnzimmers sind verschiedene Situationen zu berücksichtigen. Wo sitzt man, wenn Besuch da ist? Wo kann man am besten fernsehen? Wo sitzt man mit den Kindern? Wo kommt der Essplatz hin?
Wenn alles seinen Platz in der Planung gefunden hat, kommt Papa mit seiner „hässlichen HiFi-Anlage“. Diese „riesigen Telefonzellen“ müssen auch noch irgendwo hin und überall liegen armdicke Kabel herum!
„Schatz, wenn Sandra in die WG gezogen ist, könntest Du doch Deine Anlage …!“.
Nein – in diesem HiFi-Handbuch löse ich keine Eheprobleme, dafür gibt es andere Bücher.
Dieser Teil der Anlagen-Setup-Reihe befasst sich mit der richtigen Aufstellung von Lautsprechern. In wieweit Sie die Vorgaben umsetzen können/dürfen 🙂 , wird hier nicht berücksichtigt.
Allerdings werde ich Ihnen auch noch Tipps dafür geben, wie man mehrere Interessen bei der Einrichtung unter einen Hut bringen kann. Eine gewisse Flexibilität erfordern sie jedoch auf jeden Fall auch.
Abstand der Lautsprecher zur Wand.
Beim Festlegen des Abstands zwischen der Box und der Wand gibt es zwei Aspekte zu berücksichtigen:
a) Die Beeinflussung von einzelnen Frequenzbereichen (vor allem die Bassanhebung) und
b) Die dreidimensionale Abbildung
a) Die Beeinflussung von einzelnen Frequenzbereichen
Hierzu sollten Sie wissen, dass sich die Bassanteile bei der Wiedergabe grundsätzlich durch eine Wand- und Bodennähe erhöhen.
Um also z.B. aus einer Regalbox das Maximum an Bass „heraus zu kitzeln“, müssten wir sie auf den Boden stellen und dann ganz in die Zimmerecke schieben.
Doch sollten wir bedenken, dass sich die Entwickler von Lautsprechern ja auch den einen oder anderen Gedanken gemacht haben.
Messtechnisch gesehen, stellt ein Abstand von 80cm zwischen der Wand und der Front (!) eines Lautsprechers eine gute Grundposition dar. Schieben wir sie dichter an die Wand oder ziehen wir sie weiter von ihr fort – wird sich im Frequenzverlauf einiges verändern. Das kann zu einer völligen Auslöschung des Bassbereiches führen, aber auch zu einer unerträglichen Anhebung.
Zwar gibt es Lautsprecher, die vom Entwickler für eine wandnahe Aufstellung optimiert wurden, aber leider bezieht sich das in der Regel dann wirklich nur auf den Frequenzverlauf und nicht auch auf unseren zweiten Punkt.
b) Die dreidimensionale Abbildung
Immer wieder erlebe ich es, dass mich Kunden „so ganz komisch ansehen“, wenn ich ihnen etwas von einer dreidimensionalen Abbildung erzähle und über eine „Raumtiefe im Klangbild“ berichte.
Wenn man dann in der Kundenwohnung entdeckt, dass die Boxen praktisch „an der Wand“ stehen, erklärt sich das von selbst.
Denn da dürfen die Boxen einfach nicht stehen.
Ich lade Sie hier zu einer Testreihe ein:
Wie weit Ihre Lautsprecher voneinander entfernt aufgestellt werden sollen, gibt der Hersteller in der Regel vor. Das ist in der Zeichnung die Linie A.
Wir messen diese Linie und ziehen dann eine zweite Linie mit der gleichen Länge von der Mitte der Linie A zu unserem Sitzplatz. Das ist dann die Linie B.
Sitzen wir zu weit weg oder zu dicht an den Boxen, korrigieren wir das jetzt. Notfalls stellen wir uns für die Testdauer einen Stuhl dahin.
Ergebnis: Wir sitzen im perfekten Stereodreieck.
Erster Testdurchlauf – Ran an die Wand!
Im ersten Teil des Tests beginnen wir mit einer extrem wandnahen Aufstellung. Die Linie C in meiner Zeichnung wird also so kurz wie möglich gehalten.
Ergebnis:
Wir hören die Musik so, als wäre unsere Wand eine Leinwand, auf der sich das Klanggeschehen zweidimensional, also „flach“ abspielen würde. Instrumente und Stimmen befinden sich in einem sehr kleinen Bereich zwischen und hinter den Boxen. Von räumlicher Tiefe kann kaum eine Rede sein.
Zweiter Testdurchlauf – So soll es sein
Für den zweiten Durchgang ziehen wir die Boxen nun auf die Grundposition, stellen sie also 80 cm von der Wand entfernt auf.
Vorausgesetzt, Ihre Komponenten sind nicht schon mit den Grundanforderungen an eine HiFi-Anlage überfordert, werden Sie nun feststellen können, dass die Instrumente und Stimmen viel weiter nach „hinten“ gerückt sind. Längst ist Ihre Wand kein Hindernis mehr für die akustische Abbildung. Sie “schauen” durch sie hindurch und sehen Musiker, die 2 bis 3 Meter oder noch viel weiter hinter (!) der Wand spielen.
Dritter Testdurchlauf – Jetzt übertreiben wir
Wenn es möglich ist (Linie A und B müssen dabei gleich lang bleiben!), dann rücken Sie jetzt mit den Boxen noch ein Stück von der Wand weg. Übertreiben Sie es ruhig, wenn der Platz vorhanden ist! Es ist ja nur ein Test!
Nun werden Sie feststellen, dass Sie eine räumliche Tiefe geboten bekommen, die Sie sonst nur in einem riesigen Theater erleben können – wenn Sie denn ganz weit hinten sitzen.
Legen Sie mal West-Side-Story auf, schließen Sie die Augen und hören Sie sich eine der Szenen an, in der die Gangs von den Polizisten mit ihren Trillerpfeifen gejagt werden! Ich verspreche Ihnen eine Gänsehaut.
Natürlich – muss es klingen
Aber lassen Sie sich nicht dazu verlocken, das jetzt als „natürlich“ zu empfinden, nur weil es so beeindruckend ist!
Genau das ist nämlich das Problem an der High-Fidelity.
Manchmal „kann“ sie leider etwas nicht. Das ist dann schade. Aber manches macht sie auch „viel zu gut“. Das lockt uns dann, weil es uns so beeindruckt, aber die Freude währt nicht lange. Unser Gehirn entlarvt das Unnatürliche recht schnell und „irgendwas stört uns dann“.
Geduld führt zum Ziel
Bis wir herausgefunden haben, wo genau die Boxen am besten stehen, kann eine Weile vergehen. Das ist aber kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. So lange es nicht klingt, schieben wir schon freiwillig. Sobald es „recht gut“ klingt, ist es ja auch schon in Ordnung.
Und ich will nicht verschweigen, dass die Punkte a), also die saubere und korrekte Wiedergabe der Frequenzen und b) die dreidimensionale Abbildung, durchaus auch mal unterschiedliche Abstände erfordern können. Nach a) sind dann vielleicht 70 cm optimal, nach b) aber eher 90 cm. Hier gilt es dann einen Kompromiss zu finden, mit dem Sie persönlich am besten leben können.
Und spätestens dabei kann Ihnen überhaupt niemand helfen!
Denn wer könnte besser wissen, was sie bevorzugen, als Sie selbst?
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.2.3 Das Stereodreieck – nicht immer das Optimum
Die Überschrift dieses Artikels lautet „Das Stereodreieck, nicht immer das Optimum“ und wird damit den einen oder anderen Leser dieser Reihe vermutlich überraschen.
Und doch muss man die Frage stellen dürfen:
Ist das Stereodreieck nun das „Maß aller Dinge“ oder nicht?
Die Antwort lautet:
Für den einen ja – für den anderen nicht.
Für eine korrekte dreidimensionale Abbildung brauchen wir das Stereodreieck
Eines steht allerdings fest:
Wer dreidimensional in das Klanggeschehen hinein hören will, kommt nicht umhin, sich an das Stereodreieck zu halten.
Im Tonstudio sitzt der Tonmeister in so einem Stereodreieck und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar die Boxen zu sich angewinkelt. So kann er am besten hören, ob er die Akteure richtig positioniert hat oder ob er noch etwas nachbessern muss.
Zuhause können wir zwar an der Aufnahme nichts mehr verändern, aber wir können uns darüber freuen, wenn der Tonmeister seine Aufgabe zu unserer Zufriedenheit erfüllt hat.
Das gelingt uns allerdings nur dann, wenn wir uns ebenfalls wieder „genau ins Stereodreieck“ setzen, es also dem Tonmeister gleich tun.
Das gefällt aber nicht jedem gleich gut.
Was dem einen großes Vergnügen bereitet, missfällt einem anderen, weil er sich nicht an einen einzelnen Sitzplatz binden lassen will. Ihm gefällt es vielmehr, wenn er sich „auch mal woanders“ hinsetzen kann und die Musik trotzdem noch gut klingt.
An beiden Vorlieben ist überhaupt nichts auszusetzen, nur sollte man sich über seine Wünsche im Klaren sein, bevor man auf die Suche nach seinem nächsten Lautsprecher geht.
Wer den Markt einmal zielgerichtet prüft, findet folgende Arten an Lösungen:
(Abhör-) Monitore
Wie der Name es bereits verrät, finden solche Lautsprecher in der Regel im Tonstudio Verwendung. Allerdings haben sie längst ihre Anhänger auch unter den HiFi-Freaks gefunden.
Bei diesen Lautsprechern ist es zwingende Voraussetzung, dass wir uns genau im Stereodreieck befinden und oft müssen wir die Boxen auch genau auf uns ausrichten, also anwinkeln.
Manchmal reicht es dann leider schon, unsere Kopfposition nur um wenige Zentimeter zu verändern, um die dreidimensionale Abbildung erheblich zu stören.
Mit dieser Art von Lautsprechern macht es leider auch keinen großen Spaß, die Musik außerhalb des Stereodreiecks zu hören. Die Höhen sind weg und vom Klangvolumen ist auch nicht mehr viel übrig geblieben. Sitzt man also z.B. etwas entfernt am Esstisch, klingen diese Boxen ziemlich „kraft- und farblos“ und machen dort deshalb wenig Freude.
Monitor-Lautsprecher sind die idealen Begleiter eines einzelnen Hörers, der sich einen Lieblings-Hörplatz wählt und dort beim Musikhören die Augen schließt, um sich „in das Klanggeschehen hinein versetzen zu lassen“. Sie sind jedoch nicht die erste Wahl, wenn ein kompletter Wohnraum beschallt werden soll.
Wohnungslautsprecher
Zu dieser Gruppe gehören wohl die meisten Lautsprecher, die der Markt uns bietet.
Doch beim Hörtest trennt sich schnell die Spreu vom Weizen und es zeigt sich, wieso es sich manchmal lohnt, ein paar Euro mehr auszugeben.
Das grundsätzliche Ziel dieser Boxenbauer ist die Entwicklung eines Allrounders. Allerdings verteilt jeder Entwickler seine Schwerpunkte etwas unterschiedlich, weshalb Sie prüfen sollten, ob ein Lautsprecher zu Ihren Wünschen passt.
Käufer, die sich gerne ins Stereodreieck setzen mögen, sollen bei dieser Lautsprecherart mit einer tollen, dreidimensionalen Darstellung des Klanggeschehens belohnt werden. Wer sich lieber außerhalb des Stereodreiecks bewegen will, soll immer noch ein harmonisches und volles Klangbild genießen können. Manchem Entwickler gelingt es sogar, auch noch eine räumlich wirkende Wiedergabe hinzubekommen, obwohl sich der Hörer außerhalb des Stereodreiecks aufhält. In der Abbildung sehen Sie als Beispiel einen Lautsprecher, der im Stereodreieck (grünes Dreieck) mit einer tollen dreidimensionalen Wiedergabe überzeugt, gleichzeitig aber auch einen großen Teil des Raumes (rot umrandete Fläche) immer noch mit einer räumlich wirkenden Wiedergabe verwöhnt. Darüber hinaus verliert sich dann der räumliche Eindruck.
Diese Boxenart ist dann ideal, wenn sich mehrere Personen im Raum befinden, die alle „gut Musik hören wollen“ und andererseits einzelne Personen sich zwischendurch immer mal wieder die Zeit dafür nehmen, um am „besten Hörplatz“ die Musiker „beobachten“ zu können.
Raumfüllend wiedergebende Lautsprecher
Völlig unabhängig vom Stereodreieck arbeiten Lautsprecher, die sich die raumfüllende Wiedergabe auf die Fahne geschrieben haben.
Der Schwerpunkt liegt hier darauf, im gesamten beschallten Raum eine harmonische „Mischung“ aus Bass, Mitten und Höhen zu erzeugen. Oft arbeitet man dazu mit Rundumstrahlern oder Chassis, die in verschiedene Richtungen abstrahlen und eben nicht nur nach vorne.
Das Ergebnis ist „ein ganzer Raum voller Musik“.
Der Nachteil ist die eingeschränkte, wenn überhaupt vorhandene Ortbarkeit.
Instrumente klingen diffus von „überall“ her. Ihre Größe oder ihre Position zu bestimmen, ist nur bedingt möglich. Nicht einmal im Stereodreieck, denn das gibt es bei diesen Lautsprechern nicht. Die blau umrandete Fläche wird in dem Einrichtungsbeispiel überwiegend vom rechten Lautsprecher versorgt, die rot umrandete Fläche vom linken. Zwar ergibt sich in der Mitte ein Feld, das von beiden Boxen gut erreicht wird, aber selbst dort entsteht keine gute Ortbarkeit und auch keine reale Dreidimensionalität.
Diese Boxen sind dann die erste Wahl, wenn man sich nicht beim Musikhören auf einen bestimmten Sitzplatz fixieren lassen will.
Spezial-Lautsprecher
Manche Forderungen können nur mit Spezial-Kostruktionen erfüllt werden. Das fängt beim Subwoofer an, geht über die Zusatzlautsprecher eines Surroundsound-Systems weiter und endet nicht einmal bei Wandeinbauboxen oder Outdoor-Lautsprechern.
Sie passen nicht zum Thema dieses Berichts und ich habe sie hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Zusammenfassung:
Das Stereodreieck ist die Eintrittskarte zu einer realistischen, dreidimensionalen Abbildung eines musikalischen Geschehens. Diese Eintrittskarte gibt es aber eben nur mit den geeigneten Lautsprechern und meistens auch nur für einen einzelnen Hörer, Weitere Hörer müssen mit den „billigen Plätzen“ vorlieb nehmen. Wer sich damit nicht abfinden will und sich auch nicht „vorschreiben“ lassen will, wo er zu sitzen hat, kommt wohl mit anderen Lautsprecherkonzepten besser zurecht.
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.2.4 Gerade oder angewinkelt?
Bei der Beantwortung der Frage in der Überschrift zu “1.2.4 Gerade oder angewinkelt?” , geht es keineswegs um eine „Weltanschauung“ oder „Geschmacksache“, sondern diese Frage muss Ihnen der Hersteller der Lautsprecher beantworten.
Er legt die Abstimmung seiner Lautsprecher fest und daraus ergibt sich, ob die Boxen parallel zueinander stehen müssen oder eben angewinkelt.
Schauen wir uns zunächst einmal an, mit welch einem „Streuwinkel“ konventionelle Chassis in einem Lautsprecher ihre Schallwellen ausstrahlen.
Die Zeichnung zeigt in grüner Farbe den ungefähren Abstrahlwinkel eines Bass-Chassis. Der genaue Grad des Winkels ist abhängig von der Frequenz.
Wir sehen deutlich, dass ein Tieftonchassis einen sehr großen Abstrahlwinkel erreicht. Hieraus ergibt sich die Tatsache, dass wir an unserem Hörplatz mit großer Wahrscheinlichkeit im Bassbereich vom Direktschall beider Boxen „getroffen“ werden, und das so ziemlich unabhängig davon, ob sie gerade oder angewinkelt stehen.
Der Abstrahlwinkel des Mitteltöners (blaue Linien) ist schon kleiner und der des Hochtöners (rote Linien) gleicht dem einer Taschenlampe oder eines Spot-Lichtes.
Leicht erkennen wir, dass uns die beiden Hochtöner bei einer parallelen Aufstellung der Lautsprecher mit ihrem Direktschall nicht erreichen können.
Ganz einfach ausgedrückt bedeutet das für uns, dass wir den Tieftonbereich laut, die Mitten etwas leiser und die Höhen deutlich leiser hören.
Das wollen weder wir noch der Entwickler der Lautsprecher, weshalb sich ihm jetzt zwei Lösungsmöglichkeiten anbieten.
Einfach anwinkeln
Die erste ist, dass er für eine “gleich laute” Wiedergabe in allen Bereichen sorgt und uns dann empfiehlt, die Lautsprecher anzuwinkeln. Damit strahlen dann alle Chassis genau in unsere Richtung und alle Bereiche sind gleich laut.
Unterschiedliche Pegel
Die zweite Lösung liegt darin, dass er den Mittenton etwas lauter und den Hochtonbereich noch lauter abstimmt als den Bass. Dadurch strahlt der Hochtöner zwar bei einer geraden Aufstellung immer noch an unseren Ohren vorbei. Da er aber lauter ist, stimmt das Verhältnis zwischen Bass, Mitten und Höhen an unserem Hörplatz dann wieder.
Natürlich kann sich ein Boxenbauer auch für einen Mittelweg entscheiden und seinen Kunden dann „ein leichtes Anwinkeln“ empfehlen, aber wichtig ist – so oder so – dass er es seinen Kunden mitteilt, damit die nicht erst lange herumexperimentieren müssen.
Und was ist nun die “bessere” Lösung?
Die Theorie spricht dafür, dass angewinkelte Lautsprecher leichter zu handhaben sind. Alle Schallanteile erreichen uns auf direktem Wege und die Wohnung hat dadurch eine deutlich kleinere Chance, sich in das Klanggeschehen “einzumischen”.
Wer bereit ist, sich genau in das „Stereodreieck“ zu setzen, der wird bei dieser Lösung auch recht schnell zu einem guten Klangbild und einer ebenso überzeugenden dreidimensionalen Abbildung gelangen.
Der Nachteil dieser Lösung ist, dass manchmal die Raumbeschallung darunter leidet und jeder, der sich nicht am vorgegebenen Hörplatz befindet, den Klang als „dünn“ und „farblos“ empfindet.
Das muss nicht so sein, aber leider ist das manchmal so.
Das Gegenteil kann passieren, wenn der Entwickler sich für die Lösung mit den parallel stehenden Boxen entschieden hat und die Hochtonanteile entsprechend anhebt. Wer hier dann zufällig im Abstrahlwinkel eines Hochtöners sitzt, der hört alles andere als ein ausgewogenes Klangbild, denn die Höhen sind an diesem Platz einfach zu laut.
Außerdem kann es bei parallel aufzustellenden Boxen passieren, dass die Reflektionen von den Seiten- und der Rückwand in einem Raum mit viel Hall auch einen zu hohen Hochtonanteil besitzen.
Die Hersteller legen sich fest und wir suchen uns das passende heraus
Die Tatsache, dass jeder Hersteller so ein klein wenig seinen eigenen Weg geht, schenkt uns als Käufer nicht nur die Qual der Wahl, sondern auch die tolle Möglichkeit, uns einen Lautsprecher auszusuchen, der am besten zu unserem Wohnraum passt.
Leider wird dieser Aspekt in der Praxis viel zu wenig berücksichtigt. Der Glaube daran, dass es in der für uns passenden Preisklasse einen “absoluten Testsieger” gibt, der alle anderen Mitbewerber im hohen Bogen aus dem Rennen wirft, der ist einfach viel zu stark.
Und das Vertrauen in die eigenen Ohren leider viel zu schwach. Dabei müsste man es einfach nur mal versuchen!
Ich weiß, dass Sie es können!
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5. Dezember 2021Das Anlagen-Setup / HiFi-Handbuch1.2.5 Seitlich abstrahlende Chassis
Der Beitrag “1.2.5 Seitlich abstrahlende Chassis” befasst sich mit der Frage nach dem Sinn solcher Lautsprecherkonstruktionen.
Wer die Artikel zum Thema „Setup“ bis hier gelesen hat, der wird wohl bereits eine Vermutung darüber anstellen, wieso manche Boxenentwickler auf die Idee kommen, in ihre Lautsprecher seitlich abstrahlende Chassis einzubauen.
„Ganz klar, um die Musik nicht nur im Stereodreieck gut klingen zu lassen, sondern im gesamten Wohnzimmer!“
Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit!
Wenn das denn überhaupt die Motivation des Herstellers gewesen ist. Tatsächlich lassen sich manche Entwickler aber von einer ganz anderen Feststellung leiten.
Schallausbreitung
Schauen wir uns mal die Zeichnung an, auf der ich ein Timpano (Kesselpauke) abgebildet habe. (Der Begriff kommt aus dem Italienischen und es heißt „ein Timpano“, aber „zwei Timpani“, eben genau so wie beim Cappuccino)
Im Konzertsaal breiten sich die Schallwellen der Kesselpauke „kugelförmig“ – also in alle Richtungen aus.
Um es nicht unnötig kompliziert zu machen, beschränke ich mich in diesem Bericht aber auf die horizontale Ausbreitung und die sieht in etwa so aus, wie wir das beobachten können, wenn wir einen Stein ins Wasser fallen lassen.
Diese Rundum-Schallausbreitung wird von unserem Ohr und noch viel mehr von unserem Gehirn als „natürlich“ empfunden. Zumindest bei der Pauke. Bei einem Blasinstrument sieht das anders aus, denn das hat ja i.d.R. einen Trichter, der die Schallwellen ähnlich wie ein Lautsprecher „gerichtet“ abstrahlt.
Zurück zur Pauke.
Schauen wir uns auf der zweiten Abbildung mal an, wie der Klang eines Timpano von unserem Lautsprecher abgestrahlt wird. Sicher, an unserem Hörplatz treffen uns seine Schallwellen auf direktem Wege, aber dennoch fehlt unserem Gehirn da etwas.
Es weiß einfach aus der Erfahrung heraus, dass sich solch ein Ton in unserem Wohnraum auch zur Seite und nach hinten ausdehnen würde.
Zwar bekommt es eine Information darüber, wie sich der Ton im Aufnahmeraum, also im Konzertsaal ausgedehnt hat, aber unser Gehirn gibt sich damit allein nicht zufrieden.
Wenn die Wiedergabe so realistisch ist, dass unser Gehirn glaubt, eine echte Pauke zu hören, dann erwartet es logischerweise, dass sich ein solcher Ton auch in unserem Wohnraum (!!) „rundum“ und damit eben auch nach hinten und zu den Seiten ausdehnt.
Bei einem nur nach vorne abstrahlenden Lautsprecher fehlt uns nun also die Information darüber, wie sich der Schall in unserem Hörraum zur Seite und nach hinten ausgedehnt hätte. Diese Information muss fehlen, weil diese Ausdehnung ja auch gar nicht stattgefunden hat.
Und genau deshalb meldet sich unser Gehirn an dieser Stelle und sagt uns: „Da stimmt was nicht!“.
Rundumstrahler – die Lösung?
Die Lösung des Problems scheint also recht einfach zu sein. Mit zusätzlichen Chassis zur Seite und nach hinten bekommt ja unser Gehirn nun wieder diese Informationen, die es braucht, um etwas als “natürlich” zu empfinden.
Aber wie „sehen die denn aus“? Oder passender gefragt:
Wie hören die sich denn an?
Haben wir nicht schon kurz hinter den Boxen unsere Wand? Stehen da nicht neben den Boxen noch Schränke oder Regale? Sind dadurch nicht Nischen entstanden?
Es handelt sich zwar “nur” um die Reflektionen, die wir wahrnehmen, aber gut klingen tun die nicht gerade!
In aller Regel sind die dumpf, dröhnend und wummerig.
Einen Lautsprecher in solch eine Nische hineinstrahlen zu lassen, ist also sicher keine so gute Idee. Den Beweis dafür liefern uns die so weit verbreiteten Bassreflexboxen, deren Bassreflexöffnungen i.d.R. nach hinten zeigen. Und eine Bassreflexöffnung ist im Grunde genommen ja nichts anderes, als ein “masseloses Chassis”.
Ich will hier nicht falsch verstanden werden – viele ganz hervorragende Lautsprecher besitzen solche Bassreflexöffnungen. Aber leider wird das bei der Aufstellung nicht immer entsprechend berücksichtigt, weshalb ich diesen Beitrag verfasst habe.
Fazit
Seitlich abstrahlende Chassis sind in der Regel ein Beleg dafür, dass der Entwickler ein sehr natürlich wirkendes Klangbild erreichen will. Zu seiner Zielgruppe gehören die Kunden, die das anerkennen und dazu bereit sind, die Wohnung so einzurichten, dass seine Bemühungen auch zur Geltung kommen.
Sollten Sie bei Ihrer Einrichtung weniger flexibel sein, sind Lautsprecher, die nur nach vorne strahlen sicher die bessere Wahl. Und gibt es die von mir beschriebenen Nischen, dann sollten Sie am besten auch zu einer Box greifen, die noch nicht einmal eine Bassreflexöffnung an der Rückseite hat.
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchWas ist eigentlich ein Klangunterschied?
Was ist eigentlich ein Klangunterschied? Ziemlich doofe Frage, oder?
Nun – ganz so doof, wie sie zunächst erscheint, ist sie aber ganz und gar nicht.
Das Komplizierte an diesen Klangunterschieden ist nämlich, dass es etliche verschiedene Kriterien gibt, die dann auch noch jeder für sich unterschiedlich bewertet.
Und dann gibt es da in der High-Fidelity ja noch das hehre Ziel der Klangtreue, also den Anspruch, dass alles genau so zu klingen hat, wie das Original geklungen hat.
Doch wie hat das Original eigentlich geklungen?
Wer kann so etwas wissen?
Und was ist, wenn mir ein bestimmter Sound dann viel besser gefällt als der, von dem man behauptet, er sei „authentischer“?
Darf mir nicht ein „schlechterer“ Wein auch mal besser schmecken als der vermeintlich “bessere”?
Kann da vielleicht mal einer Ordnung schaffen?
Wenn ich das schaffen würde, würde mich meine Frau wohl auf der Stelle in die Garage und ins Büro schicken und mich auffordern, auch dort mal meine erstaunlichen Fähigkeiten zum Ordnen unter Beweis zu stellen. 🙂
Da lasse ich das dann hier auch mal besser sein und begnüge mich mit dem Versuch, ein wenig Licht in das Thema Klangunterschiede zu bringen.
Ein Klavier, ein Klavier!
Ein Instrument wie das Klavier hat schon eine imposante Größe. Es hat etliche Saiten, Tasten und sehr viel Holz. Dann gibt es da noch zwei bis drei Pedale, mit denen man lauter, leiser, länger oder kürzer schwingend spielen kann.
Bei einem Klavier kann es sich um ein „echtes“ Klavier handeln, das meistens mit geschlossenem Deckel gespielt wird oder um einen Flügel, der natürlich offen gespielt werden muss.
Das Klavier ist für die Entwickler von elektronischen Instrumenten ein echt „harter Brocken“ und noch heute können nur wenige elektronische Klaviere überzeugen.
Was man von einer HiFi-Anlage erwarten kann
Über eine Stereoanlage abgespielt, sollten wir selbst bei einem wirklich miesen System immer noch ein Klavier irgendwie als Klavier erkennen können.
Doch hören wir auch den Unterschied zwischen einem Klavier und einem Flügel?
Größe
Wie groß wird das Klavier abgebildet? Imponiert uns die Größe eines Flügels oder hören wir immer nur “Schröder” seiner “Lucy” etwas auf einem Kinderklavier vorklimpern?
Ortbarkeit
Wo steht das Klavier? Also wie weit vorne oder hinten? Wie weit rechts oder links? Wie hoch steht es? Steht es oben auf der Bühne und wir sitzen unten? Oder sitzen wir oben und das Klavier spielt unten?
Dreidimensionalität
Wie steht das Klavier und wo sitzt der Pianist? Befinden sich die Tasten an der rechten oder an der linken Seite? Die meisten Flügel öffnen ihre rechte Seite, so dass der Pianist immer links von uns sitzen muss. Hören wir das auch so?
Der Klang eines Instrumentes
Eine wunderbare Aufnahme, um das Klavier (hier Flügel) akustisch bewerten zu lernen, ist das berühmte Köln Konzert von Keith Jarrett. Man sagt, er wäre damals sehr unzufrieden mit dem zur Verfügung gestellten Bösendorfer Flügel gewesen und hätte 24 Stunden vor dem Konzert nicht mehr geschlafen, nur um das Instrument besser kennen zu lernen. Während des Konzerts am 24. Januar 1975 hätte er sich dann – gegen seine Müdigkeit ankämpfend – weitestgehend auf das Spielen der mittleren Register beschränkt.
Keine Musik – sondern Magie
Das Ergebnis kennt wohl jeder HiFi- und Musik-Freund – es ist magisch – hypnotisierend – fesselnd.
Und was macht Ihre HiFi-Anlage daraus?
… und die Aufnahme zeigt Ihnen gnadenlos, was Ihre Stereoanlage kann und was nicht.
Während Keith Jarrett spielt, hören wir immer wieder die Bühne knarren und auch die Pedale. Das klingt jetzt irgendwie laienhaft, verleiht dem Stück aber eine überzeugende Realität.
Und halten Sie sich zunächst bitte zurück!
Bevor Sie jemandem erzählen, von welcher Sekunde bis zu welcher Sie gehört haben wollen, dass Keith die Melodie mitsummt – hören Sie sich das Stück lieber erst einmal über eine wirklich gute Anlage an und notieren Sie dabei, wann er tatsächlich mitsummt und wann nicht! Ich denke, Sie werden dann froh sein, bis dahin noch nichts gesagt zu haben. 🙂
Lachendes Publikum!?
Und wenn ich Sie jetzt frage, wann das Publikum denn auf diesem Titel lacht und wieso eigentlich – was antworten Sie mir dann?
Richtige Antwort: Ganz am Anfang, weil Keith scherzhaft die Pausenmelodie des Hauses spielt.
Doch zurück zum Klavier und zu der eingangs gestellten Frage: Was ist eigentlich ein Klangunterschied?
Nun, was genügt Ihnen denn als Unterschied?
Reicht es Ihnen bereits, wenn Sie ein Klavier als Klavier erkennen können und ist es Ihnen völlig egal, ob es ein Klavier oder ein Flügel ist?
Sind Sie zufrieden, wenn Sie den Flügel vom Klavier unterscheiden können, aber die körperhafte Darstellung des Instrumentes noch fehlt?
Geht Ihr Herz erst auf, wenn Sie die Augen schließen und das Klavier sozusagen „plastisch“ vor sich sehen?
Oder sind Sie gar erst am Ziel, wenn Sie zwischen den Tönen, die die Hämmerchen beim Schlag auf die Saiten erzeugen und den Resonanzen im Holzkörper unterscheiden können?
Wenn Sie den Steinway vom Yamaha und dem Bösendorfer unterscheiden können?
… wenn Sie wirklich jedes Mitsummen von Keith Jarrett klar und deutlich vernehmen können?
Aufpassen!
Doch wieder muss ich Sie zum Aufpassen auffordern. Entwickler von HiFi-Komponenten versuchen manchmal, ihren Geräten und Lautsprechern diese analytischen Fähigkeiten „anzuerziehen“. Diese Komponenten werden also auf Analytik und „Präzision“ getrimmt.
Fast immer geht das dann aber auf Kosten der Wärme und des Volumens. Und da wir heutzutage mit ziemlich viel Musikschrott zugeschüttet werden, der nur für unser Transistorradio im Büro produziert wurde, klingt diese Musik über eine analytisch ausgerichtete Kette dann schon schnell sehr gruselig!
Emotionen und das richtige Timing
Die hohe Schule des Musikhörens befasst sich jedoch mit den Emotionen und mit dem Timing in der Musik.
Was ich damit meine, will ich gerne anhand des genannten Musikstückes näher erklären.
Hören Sie das erste Stück der CD oder der Schallplatte – die meisten hören sowieso nur die ersten 9 Minuten – und fühlen Sie sich in die Musik hinein.
Ich kenne – mit verschiedenen Ketten gehört – dabei mindestens folgende unterschiedlichen Klangbilder.
Hektik, übertriebene Dynamik
Das Spiel ist hektisch, wirkt wie zu schnell gespielt, zu fahrig. Keith scheint sich nicht richtig konzentrieren und sich auch nicht in die Musik einfühlen zu können. Das, wovon dieses Stück emotional lebt, ist nicht einmal ansatzweise vorhanden. Die Töne sind zu hart, zu metallisch und das Timing stimmt vorne und hinten nicht. Es ist ein nerviges Geklimper und irgendwie möchte man die ganze Zeit über sagen: „Hab ich doch gleich gesagt, dass ich Klaviermusik nicht leiden kann!“.
Trägheit, fehlende Dynamik
Keith „leiert“ das Stück gelangweilt vor sich hin. Er ist müde und schlecht gelaunt – das hört man und das scheint man sogar in seinem Gesicht “sehen” zu können. Seine Laune ist so tief im Keller, dass man sich als Zuhörer fragt, wieso er nicht aufhört und ein anderes mal weiterspielt, wenn er wieder Spaß daran hat. Denn auch das Zuhören ist alles andere als angenehm.
Geplärr
Es mag ja sein, dass Keith im Recht war, als er den Bösendorfer damals kritisierte. Doch seine Unzufriedenheit richtete sich gegen die hohen Töne des Instrumentes, die mittleren Register gefielen ihm gut. Über manche HiFi-Ketten scheint sich aber das “plärrige” Klangbild der hohen Töne auch auf die Mitte des Instruments übertragen zu haben. Das, was man als wunderbar harmonisch und sonor kennt, mit viel Volumen und langem Ausschwingen, das plärrt hier plötzlich nur rum. Der Klang des Bösendorfers ist einfach mies, unerträglich und man mag sich das nicht lange anhören. Und das geht auch mir so, obwohl oder gerade weil mir der Bösendorfer als Flügel oft der liebste ist.
Das Klangbild rastet ein
Und wie klingt es, wenn alles stimmt was stimmen kann?
Antwort: “Wow!”
Kennen Sie das, wenn Sie vor Ihrer Anlage sitzen und nichts und niemand Sie dort wegholen kann? Wenn Sie selbst bei einem Zimmerbrand erst noch den Titel bis zum Ende hören wollen?
Wenn das Stück beginnt – übrigens für alle, die immer noch rätseln, wann denn gelacht wird:
Keith spielt die ersten 5 Töne und dann scheint etwas auf der Bühne zu passieren, über das das Publikum lachen muss. Vielleicht ist ein Techniker über ein Kabel gestolpert – ich weiß es nicht..
Zurück zur Musik.
Sowohl Keith als auch die Zuhörer brauchen ein paar Minuten, um sich in das Stück einzufühlen. Doch irgendwann sind alle gemeinsam mittendrin. Es ist, als würde sich da etwas synchronisieren und einrasten.
Wenn Keith dann spielt, sehen wir seine Finger über die Tasten gleiten, fliegen, schweben und zustoßen. Wann sie zustoßen – wann sie zustoßen müssen – und dass Keith den Zeitpunkt trifft – darüber gibt es keinen Hauch eines Zweifels!
Es geht hier um winzige Verzögerungen und Betonungen – fast möchte man sagen, um den Milliardstel Teil einer Sekunde und ganz bestimmt noch weniger!
Doch Keith trifft den Zeitpunkt, wählt die korrekte Betonung.
Er fühlt es, er lebt es, er ist die Musik.
Über allem schwebt ein unbestechliches, unhörbares Metronom. Pulsierend, erbarmungslos, treibend.
Er – der Takt – zieht uns in seinen Bann.
Wir versinken in einen tranceähnlichen Zustand – in eine Art Hypnose, werden zu Derwischen – ohne uns drehen zu müssen.
Keith´s Klavierspiel frisst sich wie eine Droge in unsere Seele. Nimmt uns gefangen. Alles um uns herum ist ausgeblendet.
Ich weiß nicht mehr, wie es gewesen ist, als ich dieses Stück zum ersten mal gehört habe. Aber ich habe den Eindruck, mit diesem Titel emotional verwachsen zu sein. Und ganz bestimmt geht es nicht nur mir so.
Wenn Keith spielt, ich ganz automatisch meine Hände bewege, so – als würde ich selbst das Stück spielen, obwohl ich kein Klavier spielen kann – und ich immer wieder spüre, wie mein Herz so einen kleinen Hüpfer macht und dabei so ein Glucksen erzeugt, dann weiß ich, dass hier wirklich alles stimmt. Und dann kann ich mir die Aufnahme auch fünf mal hintereinander anhören.
Ja, auch heute immer noch!
Oft mache ich das dann auch, jedenfalls wenn ich mal wieder die besten, leider auch teuersten Kabel angeschlossen habe. Kabel, die ich im Studio nur selten verwende. Weil es nicht fair wäre, jede Kette mit ihnen vorzuführen.
Musiklose Seelen?
Und dann muss ich an die Menschen denken, die einen solchen Einfluss auf den Klang rigoros für unmöglich erklären und sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, sich das einmal anzuhören. Als hätten sie Angst davor, dass Ihnen die Wahrheit eine Maske vom Gesicht ätzen würde und dahinter jemand zum Vorschein kommt, der das durchaus auch hören kann.
Aber eigentlich geht es doch überhaupt nicht darum, wie sich der Klang verändert.
Es geht einzig darum, wie sich die Musik verändert.
Ob mich ein und die selbe Musik nervt, langweilt oder zu Tränen rührt und mich glücklich macht –
das ist doch ein Unterschied, oder nicht!?
[...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchDer Resonanzkreislauf bei einem Plattenspieler
Selten ist es bei einem Plattenspieler so offensichtlich, dass der Resonanzkreislauf unterbrochen ist, wie bei dem Plattenspieler mit dem schwebenden Teller (Foto oben).
Doch wie muss eigentlich ein Plattenspieler konstruiert sein, damit er gut klingt?
Hinweis vorab: Der nachfolgende Bericht beschreibt meine persönliche Sichtweise und beruht nicht auf belegten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Schon in den frühen 1980-er Jahren experimentierte ich mit Laufwerken, Tonarmen und Tonabnehmern und irgendwann glaubte ich, schon beim Anblick eines Plattenspielers seinen Klangcharakter vorhersehen zu können.
Durch den Vergleich zwischen etlichen Plattenspielern stieß ich zunächst darauf, dass es eindeutige Fehler gab, die man bei der Konstruktion eines Laufwerks machen konnte.
So ist es z.B. unverzeihlich, den Tonarm auf einem eigenen Ausleger (Bild links) oder gar auf einem eigenen Standfuß zu montieren.
So wie Strom einen Kreislauf benötigt um fließen zu können, so braucht auch der Plattenspieler einen Resonanzkreislauf, um klingen zu können.
Der Resonanzkreislauf
Lassen Sie mich Ihnen den Resonanzkreislauf genauer beschreiben.
Wenn Sie vorab wissen wollen, was ich damit meinen könnte oder wenn Sie hören möchten, worüber ich hier berichten will, dann lassen Sie doch mal testweise eine Schallplatte laufen, ohne die Musikanlage einzuschalten.
Das ist übrigens auch eine gute Vorgehensweise, um einen Plattenspieler beurteilen zu können, ohne mit ihm Musik gehört zu haben. Probieren Sie das ruhig mal mit verschiedenen Plattenspielern. Sie werden feststellen, dass manche so laut und hektisch tönen, dass man es sich fast sparen kann, die Anlage einzuschalten und bei anderen muss man ganz dicht an das Laufwerk herangehen, um überhaupt etwas hören zu können. Doch wie dem auch sei – es geht genau um diese Resonanzen, die Sie da hören, denn die müssen ja irgendwo hin.
Station 1 – Die Schallplatte
Natürlich muss der Kreislauf mit der Schallplatte beginnen, denn auf ihr befinden sich ja die Informationen. Die Musik (wenn man das so sagen kann) befindet sich als geschnittene (gepresste) Rille auf der Schallplattenoberfläche.
Station 2 – Der Tonabnehmer
Die Rille der Schallplatte bringt die Nadel des Tonabnehmers dazu sich zu bewegen. Da so ein Tonabnehmer Spulen und Magnete in sich trägt, wird durch die Bewegung des Nadelträgers eine Spannung erzeugt, die wir durch das Phonoteil in verwertbare Musiksignale verwandeln lassen. Diese Bewegungen versetzen aber den Tonabnehmer in Resonanzen – das ist unvermeidlich.
Station 3 – Der Tonarm
Seine Aufgabe ist es, den Tonabnehmer so ruhig und stabil wie möglich exakt über die nach innen wandernde Rille zu führen und dem Nadelträger dabei zu ermöglichen, sich frei bewegen zu können. Eigentlich – eine widersprüchliche Aufgabe, weshalb das Klangergebnis eben auch davon abhängig ist, wie gut Tonabnehmer und Tonarm zusammen passen. Das ist immer dann der Fall, wenn die so genannte Tonarmresonanz bei etwa 10 hz liegt. Zum Berechnen dieser Resonanz gibt es einfache Formeln, die wir uns hier aber mal sparen wollen.
Für den Resonanzkreislauf ist es wichtig, dass der Tonarm seine Resonanzen weiterleiten kann. Manchmal wird genau das aber durch die Konstruktion des Tonarms wirkungsvoll verhindert.
Ein Beispiel dafür sind Tonarme mit Einpunktlagerung. Hierbei liegt der Arm auf einer feinen Stahlspitze und hat kaum die Möglichkeit, seine Resonanzen an die Stahlspitze weiter zu geben. Stärkere Resonanzen verbleiben deshalb im Arm und wirken sich störend auf das folgende Abtastverhalten aus.
Auch tangential geführten Tonarmen gelingt es schlecht, die Resonanzen weiter zu leiten. Um sich nach innen bewegen zu können, müssen sie in welcher Form auch immer über ein Lager gleiten können. Hierdurch kommt es wieder zu einer Unterbrechung des Resonanzkreislaufs.
Station 4 – Das Subchassis
Die einzige Möglichkeit für den Tonarm seine Resonanzen weiterleiten zu können, ist das Subchassis auf dem er montiert ist.
Genau das ist allerdings manchen Laufwerks-Konstrukteuren ein Dorn im Auge. Statt den Resonanzkreislauf zu nutzen, greifen sie auf Konstruktionen zurück, die ihn bewusst unterbrechen sollen. So sind diese “Ausleger” für den Tonarm sehr beliebt. Statt den Tonarm direkt auf das Chassis oder Subchassis zu montieren, bringt man am Laufwerk einen Ausleger an und montiert den Arm darauf. Während der Ausleger nun möglicherweise viel zu stark resonieren kann, kommt beim Subchassis zu wenig an, um einen Kreislauf aufrecht halten zu können.
Noch riskanter ist es, wenn der Tonarm komplett auf einer externen Basis montiert wird, die zum Subchassis hin überhaupt keinen Kontakt hat.
Das Plattentellerlager
Dieses muss zwingend im Subchassis montiert sein, wenn es die Resonanzen aufnehmen und weitergeben soll. Konstruktionen, bei denen das Lager durch Schnitte im Subchassis daran gehindert werden, diese Resonanzen aufzunehmen, sind also eher kontraproduktiv. Auch magnetisch gelagerte Lager sind nach meiner Sichtweise unbrauchbar, da sie ganz sicher jegliche Weitergabe der Resonanzen verhindern.
Der Plattenteller
Um den Kreislauf zu schließen, muss er fest mit dem Lager verbunden sein. So kann er den noch verbliebenen Rest der Resonanzen aufnehmen und wieder an die Schallplatte abgeben – wo ja der Kreislauf begonnen hat – um ihn nun endgültig zu schließen. Logischerweise wird an dieser Stelle die Plattentellerauflage noch zu einem wichtigen Element. Ist sie zu weich, wird sie zu einer Unterbrechung. So kann es sein, dass ein perfektes Laufwerk durch die Wahl der falschen Auflage nicht mehr zeigen kann, was an ihm eigentlich hätte toll klingen können.
Fazit:
Die Theorie des Resonanzkreislaufs hat mir immer wieder geholfen, einen Plattenspieler bestmöglich zusammen zu stellen.
Es gibt so viele unterschiedliche Tonarme, Laufwerke, Tonabnehmer …
Theorien und fast schon Philosophien, dass keine andere Komponente so viel Individualität zulässt wie der Plattenspieler.
Man kann Fehler machen und dadurch glückliche Zufälle produzieren.
Man kann alles richtig machen und dann nicht verstehen, wieso es trotzdem nicht klingt.
Am Ende gibt es nur ein Ziel: Wir müssen mit dem Ergebnis glücklich sein.
Und da entdecken wir dann wohl noch eine starke Verwandtschaft zum Wein.
Es sind nicht immer die besten Weine, die wir am liebsten trinken.
Wir sollten aber die Weine trinken, die uns am besten schmecken und nicht die mit den meisten Punkten – von wem auch immer.
[...]
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19. März 2020HiFi-Handbuch / StreamingDer Weg zum Streaming führt über das Rippen von CDs
Der Weg zum Streaming führt über das Rippen von CDs
In meinem Bericht “Der Weg zum Streaming führt über das Rippen von CDs” erläutere ich, wieso die CD als Medium nicht mehr “en vogue” ist und wie sich zurzeit alles verändert.
Am Anfang war … die CD
Als in den 1980-er Jahren die Musik mit Erscheinen der CD digital wurde und die LP ablöste, glaubten wir, dass dieses neue Medium in puncto Komfort nicht mehr zu überbieten sei.
Damals hatte noch niemand damit gerechnet, dass wir alle mal einen (oder mehrere) Computer besitzen würden. Wir kannten keine Smartphones oder Tablets und wir konnten uns nicht vorstellen, was wir denn an “so einem Internet” gut finden würden.
Und ein Motiv für ein „vernetztes Zuhause“ gab es sowieso nicht.
Das sieht heute ganz anders aus.
Und auf einmal empfinden wir es als vorsintflutlich, eine CD suchen, einlegen und wechseln zu müssen.
Alle unsere CDs auf einer einzigen Festplatte!
Heute fragen wir uns, wie zeitgemäß so ein CD-Player noch sein kann und kommen zu einem ziemlich negativen Urteil.
Es liegt also auf der Hand, dass immer mehr Musikliebhaber auf die Idee kommen, ihre angesammelten CDs auf eine Festplatte zu speichern und dann von dort (im ganzen Haus?) abspielen zu können.
Nie wieder eine CD suchen müssen, einlegen müssen, wechseln müssen!
Die Frage, auf welchem Album denn auch noch mal dieser oder jener Titel lag, wird irrelevant. Wir hören einfach kreuz und quer oder legen sogar thematisch geprägte Playlists an.
Ein Traum, oder?
Kein Traum – Realität!
Das Laufwerk
Um die Titel von der CD auf die Festplatte zu bekommen, benötigen wir ein CD-ROM-Laufwerk. Das ist nichts anderes als ein CD-Player, den wir an unseren Computer anschließen können. Meistens haben diese Geräte heutzutage einen USB-Anschluss. Die analogen Ausgänge (Cinch) können wir dafür jedenfalls nicht verwenden.
Ältere PC haben aber auch noch so ein CD-ROM-Laufwerk eingebaut.
Die Software
Außerdem brauchen wir ein spezielles Programm zum Rippen.
Eigentlich – kann ein Computer nämlich die Daten auf einer Audio-CD gar nicht lesen. Hierzu müssen wir eine spezielle App zum „Rippen“ installieren.
Welche Qualität reicht Ihnen?
Im einfachsten Fall verwenden Sie eine kostenlose App und rippen Ihre CDs im MP3-Format. Hierdurch passen bis zu 150.000 Titel (von 3-5 Minuten) auf eine Festplatte mit 1TB Speicherplatz.
Der audiophile Anwender dagegen nutzt heute spezielle CD-ROM-Laufwerke (Melco, Innuos …), Programme, die die Leseergebnisse mit einer Online-Datenbank abgleichen (AccurateRip) und hochwertige Spezialkabel sowie audiophile Netzteile, um die bestmögliche Qualität zu gewährleisten.
Von der Festplatte klingt es besser als von der CD!?
Das ist tatsächlich so –
wenn man alles richtig macht.
Eine CD kann Produktionsmängel aufweisen, zerkratzt oder fleckig sein, beim Abspielen zu stark vibrieren (Höhenschlag); das CD-ROM-Laufwerk ist vielleicht minderwertig oder der Lesevorgang wird von Fremdlichteinstreuungen manipuliert.
Logischerweise wirkt sich das auf die Qualität der abgelesenen Daten negativ aus.
Ein CD-Spieler hält für so etwas eine Fehlerkorrektur bereit. Was nicht gelesen werden konnte, das „denkt sie sich eben aus“, denn die Musik muss weiterspielen.
Beim hochwertigen Rippen am PC wird aber eine solche Fehlerkorrektur abgeschaltet. Kann eine Information nicht eindeutig gelesen werden, versucht das Programm immer und immer wieder, diese Stelle zu lesen. Deshalb kann es Stunden dauern, bis eine CD eingelesen wurde.
AccurateRip – die reine Magie!
Nutzen Sie zum Rippen ein Programm mit Zugriff auf AccurateRip, werden die Lese-Ergebnisse online mit einer Referenzdatei verglichen.
Zeigt Ihr Programm fälschlicherweise eine gelesene 0, wo eigentlich eine 1 sein muss, wird nicht die Information von unserem CD-ROM-Laufwerk sondern die aus der Referenzdatei übernommen.
Am Ende sollte dabei ein fehlerfreies (der Referenzdatei entsprechendes) Album entstehen, was wir beim realen Abspielen einer CD so kaum erreichen können.
Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere gerippte CD von der Festplatte gelesen besser klingt als im CD-Player abgespielt, ist also sehr hoch und überhaupt nicht erstaunlich.
Ein mal da – immer da !
Das tolle an einem gerippten Album ist, dass es sich nun für alle Bewohner erreichbar in unserem Heimnetz befindet.
Der Speicherort
Aber natürlich nur, wenn der PC, auf dessen Festplatte wir unsere Alben gespeichert haben, auch eingeschaltet ist.
Ein Server
Das ist bei einem „normalen“ PC aber nicht immer der Fall. Anfangs hat man deshalb einfach einen alten ausrangierten PC zum „Server“ ernannt, dort alles gespeichert und ihn immer laufen lassen.
Das führte zu einem hohen Stromverbrauch und war auch so keine besonders gute Idee.
Eine externe Festplatte
Sie ist flexibel und mobil. Wir können sie abklemmen, an einem anderen PC anklemmen … aber für die Nutzung von mehreren Personen ist sie eher ungeeignet.
Network Attached Storage (NAS)
Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich nichts anderes als ein Server.
Allerdings ein Spezial-Server mit Spezial-Software und Spezial-Hardware.
Er wurde – bis hin zum niedrigeren Stromverbrauch – darauf hin entwickelt, ununterbrochen Daten in jeglicher Form in unserem Heimnetz bereit zu halten. Natürlich auch Audio-Dateien.
Sämtliche Hilfsmittel, die wir benötigen, um die auf dem NAS liegenden Titel abspielen zu können, bringen diese NAS i.d.R. von Hause aus schon mit, sind aber auch offen gegenüber anderen Software-Paketen.
Grundsätzlich muss man also sagen, dass diese NAS von der Funktion her tatsächlich genau das sind, was wir für unsere Musik gesucht haben.
Soll ich noch CDs kaufen, wenn ich die doch nur rippen will?
Eine sehr berechtigte Frage!
Die immer mehr Musikliebhaber aus zwei Gründen negativ beantworten und sich stattdessen die gewünschten Alben und Titel von einem Musikportal herunterladen.
Erstens –
sparen sie sich die Tätigkeit des Rippens und vielleicht sogar die erforderliche Soft- und Hardware-Ausstattung.
Zweitens –
bekommt man heute eine extrem hohe Anzahl an Titeln und Alben in einer High-Resolution-Audio-Auflösung, also in einer besseren Qualität, als wir sie auf einer CD finden können.
Downloaden ist also besser und günstiger als Rippen!
… sofern man nicht Hunderte oder Tausende CDs bereits gekauft hat, die man natürlich nicht zum Downloaden noch einmal kaufen möchte.
Streaming-Abo – die perfekte Alternative?
Nun, wer mehrere Hundert oder Tausend CDs sein Eigen nennt, der wird sich schon verdammt schwer damit tun, sie alle als „überflüssig“ zu erklären.
Das Verkaufen lohnt sich heute leider nicht mehr, also muss man sie zwangsläufig behalten.
Um dennoch nicht in der alten HiFi-Welt gefangen gehalten zu werden, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als die Alben, für die wir mal viel bezahlt haben, zu rippen und zentral zur Verfügung zu stellen.
Wer in der glücklichen Lage ist, nur wenige CDs zu besitzen, der kann allerdings vollständig in die Zukunft einsteigen und ein Abo bei Qobuz oder Tidal abschließen.
Von der ersten Sekunde an bekommt er Zugriff auf rund 40 Millionen Titel. Sehr viele davon in einer deutlich höheren Auflösung als die CD sie bietet.
Wer also ein paar Voraussetzungen schafft und auf die richtige Hardware setzt, der kann alle seine CD-Regale ausräumen und die Silberscheiben verschenken, solange sie noch jemand haben will.
Keine Lösung für alle
Doch zurück zu denen, die es zurecht nicht fertig bringen, ihre „Schätze“ einfach in die gelbe Tonne zu werfen.
Wie kommt denn jetzt die Musik in unsere HiFi-Anlage?
Nun, es gibt zwar NAS mit Anschlüssen für unsere HiFi-Anlage, aber eine gute Idee ist das meistens nicht. Noch sind große SSDs zu teuer und die alten HDDs viel zu laut.
Nichts – absolut rein gar nichts – ist an einem NAS audiophil ausgerichtet.
Das Netzteil ist eine Katastrophe, die Betriebssysteme sind mit Millionen Funktionen überladen und sämtliche Buchsen und Verbindungen folgen IT-Vorgaben und scheren sich nicht um die Frage, wie „sie denn wohl klingen“.
Da sie laut und meistens auch hässlich sind, stehen sie in einem Nebenraum und sind mit einem ellenlangen, billigen LAN-Kabel mit unserem Wohnzimmer verbunden.
Netzwerkplayer
Es hat nicht lange gedauert, bis man auf die Idee kam, man könnte doch auch genau so gut richtige HiFi-Komponenten entwickeln, die die Funktion eines NAS übernehmen.
Im ersten Schritt sahen diese Teile zwar noch aus wie Desktop-PC aber heute sind sie von einem noblen CD-Player nicht mehr zu unterscheiden
Und auf einmal wird „Abspielen“ zum „Streamen“.
Von „abspielen“ sprechen wir, wenn die Datei physisch dort liegt, wo wir uns befinden, also z.B. auf der Festplatte unseres Computers vor dem wir sitzen. Wir öffnen die Datei und spielen sie mit einem Audioplayer (das ist eine spezielle Software).
Zu diesem Zeitpunkt ist die Datei – also der Titel, den wir spielen – für andere nicht erreichbar, denn wir haben sie ja „geöffnet“.
In einem Netzwerk mit mehreren Benutzern wäre das ziemlich doof, denn vielleicht wollen ja zwei Personen zur gleichen Zeit das gleiche Lied hören?
Man musste also eine Vorgehensweise entwickeln, bei der mehrere Zugriffe auf die gleiche Datei möglich sind.
Bei diesem Vorgang zieht sich eine Software, die wir ebenfalls „Server“ nennen (was zugegebenermaßen sehr verwirrend ist), einen Teil der Datei in einen Zwischenspeicher (Buffer), ohne diesen Teil vom eigentlichen Speicher zu entfernen.
Alles, was wir abgespielt haben, wird wieder aus dem Zwischenspeicher gelöscht, während die nachfolgenden Teile parallel dazu in den Buffer geladen werden.
Beim Streamen wird also nichts von der Quelle entfernt, sondern es werden in einem „flüchtigen Speicher“ lokale, temporäre Kopien angelegt, die nach dem Anhören wieder gelöscht werden. Somit ist es sichergestellt, dass sich keine Datei, also kein Titel vollständig auf dem Streaming-Gerät befindet, sondern immer nur Teile von ihr und auch immer nur im temporären Speicher (Buffer).
…und es wird eine große Verwirrung kommen.
Hatte Monty Pythons das vielleicht schon beim Dreh zu Brian vorausgesehen? 🙂
Was einen wirklich total kirre machen kann:
Wir können Musik von einem Portal streamen, wir können aber auch die Musik von einem NAS streamen. Dann können wir die Musik innerhalb unseres Heimnetzes über Airplay streamen oder über Bluetooth oder RAAT oder WLAN. Wir können uns einen ROON-Core-Server zulegen und dann mit ihm die Musik von einem NAS streamen und danach zu verschiedenen „Endpoints“ im ganzen Haus streamen. Den NAS können wir durch einen Netzwerkplayer ersetzen. Der Netzwerkplayer kann aber auch vielleicht Musik aus einem Portal streamen oder er verfügt über ein CD-ROM-Laufwerk zum Rippen. Es gibt Netzwerkplayer, die sind eigentlich audiophile Computer. Andere sind mehr audiophile NAS oder audiophile Ripping-Stationen. Für alle gibt es irgendwie eigene Softwareprodukte, aber fast alle lassen sich auch über eine gemeinsame Software (ROON) steuern.
Wer soll denn da eigentlich noch den Durchblick behalten?
Falls ich Sie jetzt mehr durcheinander gebracht habe als Sie es vorher schon waren, dann verspreche ich hiermit, das in dem folgenden Bericht wieder in Ordnung zu bringen.
Lesen Sie bitte: https://audiosaul.de/auralic-vs-melco-vs-innuos-vs-sotm-vs-primeminir-roon-nuc/ [...]
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5. Dezember 2017HiFi-HandbuchUnsere Sinne
Unser sechster Sinn rettet uns manchmal das Leben.
Und ein andermal haben wir wohl unsere sieben Sinne nicht beisammen gehabt.
Aber hoppla – waren das nicht eigentlich nur fünf?
Nun, die Wissenschaft ist sich da mal wieder nicht so ganz einig.
Ungeachtet dessen, was man uns in der Schule beigebracht hat, also hören, sehen, schmecken, riechen und fühlen macht insgesamt 5 Sinne, fügen die einen einfach noch den Gleichgewichtssinn hinzu. Andere halten den Sinn für`s Übernatürliche für den sechsten Sinn. Und wieder andere sehen im Sinn für die eigene Muskulatur einen siebten Sinn und ich bin mir sicher, könnte man neu entdeckte Sinne bei einem Amt anmelden, würde sich vor dem Gebäude schnell eine Schlange bilden.
Mir geht es aber nicht darum, unsere Sinne zu zählen. Ich will mich hier mit nur einem Sinn befassen, mit dem Hör-Sinn.
Die grundsätzliche Funktionsweise unserer Sinne ist schnell erklärt, sie sind Sensoren.
Unterschiedliche Sensoren, die auf ihre Aufgabe hin spezialisiert sind. Augen, Ohren, Nase, Zunge und Haut.
Solche Sensoren bauen wir sogar schon nach.
Wir haben Kameras, die sehen können, Mikrofone, die hören können.
Doch halt – ist das so?
Kann eine Kamera wirklich sehen? Kann ein Mikrofon tatsächlich hören?
Oder „erfassen“ sie nur und das Sehen und Hören geschieht erst durch uns Menschen?
Ich befürchte, die Suche nach der Antwort führt mich weit in die Philosophie hinein, weshalb ich hier mal lieber auf sie verzichten möchte.
Tatsache ist, dass diese Sensoren – egal welche – ihre Feststellungen in entsprechende Informationen umwandeln und sie an unser Gehirn senden.
Der Biologe wird jetzt darauf hinweisen, dass wir in unserem Gehirn Regionen haben, die für das Sehen zuständig sind, andere für das Hören und so weiter.
Aber auch damit will ich mich nicht lange aufhalten.
Mir geht es um die Feststellung, dass unsere Ohren auch „nichts weiter“ sind, als Schall-Sensoren.
Alle akustischen Ereignisse um uns herum werden von unseren Ohren erfasst und an unser Gehirn weiter geleitet.
Und mehr kann das Ohr nicht?
Was ist mit der Orientierung?
Stellen Sie sich vor, Sie stehen im stillsten Raum der Welt. Das ist zurzeit die Absorberkammer des Orfield Laboratories in Minnesota.
Es ist nichts zu hören. Nichts!
Selbst in einem wirklich leisen Schlafraum misst man etwa 30 Dezibel. In dieser Kammer sind es minus 9 Dezibel.
Und es ist stockfinster.
Sie versuchen, ein paar Schritte zu gehen und haben große Probleme dabei. Möglicherweise fallen Sie sogar um oder Sie müssen sich rechtzeitig hinknien oder setzen, um dies zu vermeiden.
So ergeht es Menschen, die sich in diesem „schalltoten Raum“ befinden.
Diese Absorberkammer können Sie übrigens bei Interesse mieten, wenn Sie es mal ganz still haben wollen. Aber begnügen Sie sich mit einer Stunde! Länger als 45 Minuten hat es dort nämlich noch kein Mensch ausgehalten. Unsere Psyche lässt das nicht zu.
Die Situation wird sofort um einiges besser, wenn das Licht wieder eingeschaltet wird. Selbst dann, wenn man Ihnen die Augen verbunden hat.
Das Geräusch des Lichts – nun, wohl eher der Lampen – reicht bereits aus, um uns wieder wohler fühlen zu können.
Uns wieder ansatzweise orientieren zu können.
Hersteller von Hörgeräten haben in einem Experiment angeblich festgestellt, dass Menschen, die ein Hörgerät benötigen, mit den eingeschalteten Hörgeräten deutlich besser balancieren konnten als ohne Hörgeräte.
Nun, es kommt wohl nicht von ungefähr, dass unser Gleichgewichts-Sensor mitten in unserem Ohr steckt!
Von großer Bedeutung
Für meinen Artikel sind diese „Erkenntnisse“ in einer bestimmten Weise von großer Bedeutung.
Unsere Augen können wir schließen, unsere Ohren nicht. Sie hören immer, auch im Schlaf. 24 Stunden am Tag.
Weil wir die Akustik brauchen – die Raumakustik.
Wir müssen wissen, wo wir uns befinden – ob die Raumakustik „in Ordnung“ ist.
Das geschieht unbewusst und wird nicht von unserem Bewusstsein gesteuert.
Doch können wir uns darauf verlassen, dass wir es sofort „gemeldet“ bekommen, wenn da etwas nicht stimmt – so wie in der Absorberkammer.
Ortung
Hören wir einen Ton, ein Geräusch – dann versuchen wir, es zu orten. Auch dieser Vorgang läuft ohne unser Bewusstsein ab.
Aus welcher Richtung kommt der Ton?
Wie weit ist der Ton von uns weg?
Wie weit oben oder unten ist der Ton?
Wie groß ist der „Körper“, der diesen Ton verursacht hat?
Wie viel Volumen hat dieser Körper?
Wie viel Abstand benötigt er zu anderen Körpern?
Wie ist die Tonhöhe?
Wie wird der Ton von seinen Obertönen geformt, welche Klangfarbe hat er also?
Welches Fundament erhält er durch seine Untertöne? (umstritten!)
Sorgen seine Obertöne für einen harmonischen Klang (liegen also die Obertöne im „mathematischen Vielfachen“ der Grund-Frequenz?) oder liegen sie dazwischen und der Ton wird von uns als disharmonisch – also „schief“ erkannt?
Von welchem „Material“ wird der Ton erzeugt (Holz, Metall, Glas, Körper eines Lebewesens)?
Erkennen wir, dass der Ton von einer menschlichen Stimme erzeugt wird, dann finden weitere Auswertungen statt.
Handelt es sich um eine Frau, einen Mann, ein Kind?
Wie alt ist der Sänger/die Sängerin?
Stammt der Sänger/die Sängerin eher aus den nordischen Ländern, aus Afrika, oder aus Fernost?
Mögen wir den Sänger/die Sängerin?
Entspricht die Stimme unseren Vorstellungen von einer „schönen“ Stimme?
Handelt es sich nicht nur um einen einzelnen Ton, sondern um eine Tonfolge, also um eine Melodie, dann prüfen wir diese nach weiteren Kriterien, die einerseits von unserer Umwelt und unserer Herkunft geprägt sind (Europäern erschließt sich z.B. die orientalische Musik nur schwer) und andererseits von unserem Geschmack. Mögen Sie Klassik oder lieber Jazz? Was halten Sie von Schlagern?
Und die Stereo-Anlage?
Und jetzt stellen wir uns vor, wir hören den Ton oder die Melodie über eine Stereo-Anlage.
Welche von den genannten Informationen erhalten wir?
Gute Anlagen sollten in der Lage sein, den Ton an sich ziemlich exakt nachzubilden, aber bekommen wir auch Hinweise auf den Aufnahmeraum?
Bedenken wir, wie lange wir Menschen bereits auf der Erde verweilen dürfen und stellen wir die Zeit dagegen, in der es die Möglichkeit gibt, Schallereignisse aufzunehmen und zu speichern, dann ist es wohl wenig verwunderlich, dass wir uns mit dieser Aufzeichnung und Wiedergabe noch schwer tun, oder?
Und wir Menschen haben auch noch keine rechte Sensorik dafür entwickelt, die Wiedergabe eines Aufnahmeraumes zu prüfen. Weder mit unseren Sinnen noch messtechnisch.
„Bis vor Kurzem“ hat jedes Schallereignis in „unserem Raum“ stattgefunden. Nun gut, vielleicht saßen unsere Vorfahren mal in einer kleinen Höhle und die Raubtiere fauchten und brüllten draußen vor dem Eingang, aber auch dann haben “wir” dieses Schallereignis so wahrgenommen wie es sich in der Höhle ausbreitete.
Von eingefrorenen Posthörnern
Und selbst als der Mensch gelernt hatte, Töne aufzuzeichnen und wiederzugeben, ging es ihm doch darum, den Ton zu erhalten und nicht die Raumakustik, oder? Was hier etwas „abfällig“ klingen mag, ist so gar nicht gemeint, denn die Tonaufzeichnung an sich ist ja lange Zeit ein ähnlicher, unerfüllbarer Menschheitstraum gewesen wie das Fliegen.
Viele Geschichten rankten sich bis dahin um Worte, die man in ein Gefäß sprach und die wieder heraus kamen, wenn man das Gefäß öffnete. Kein anderer als Münchhausen persönlich erzählte von Posthörnern, die bespielt wurden, während man sie einfror und die beim Auftauen diese Töne wieder von sich gaben.
Und auf einmal war der Mensch tatsächlich dazu in der Lage, Töne zu konservieren.
Um die Akustik des Aufnahmeraumes überhaupt aufzeichnen zu können, musste die Natur imitiert werden, also unsere beiden (!) Ohren.
Erst die Zweikanaltechnik (Stereophonie) konnte uns an so etwas denken lassen. Obwohl die Entwickler wohl mehr daran interessiert gewesen sind, eine Möglichkeit zur Ortung der Töne zu schaffen.
Ein riesiges Experimentierfeld tat sich mit Entwicklung der Zweikanaltechnik auf. Von der Kunstkopftechnik, bei der ein menschlicher Kopf nachgebildet wird und die Mikrofone statt Trommelfell in den modellierten Ohren stecken, über Mehrkanalaufnahmen wie Quadrophonie oder Surroundsound bis hin zur Wellenfeldsynthese, sozusagen einem Holographen für Töne, reichen die Versuche des Menschen, ein Klanggeschehen wieder dreidimensional im Raum entstehen zu lassen. Und handelt es sich um mehrere Töne, also mehrere Instrumente oder Stimmen, dann lautet das Ziel, jedes Instrument und jede Stimme wieder im richtigen Verhältnis zueinander reproduzieren zu können.
Peter links, Paul rechts und in der Mitte Mary … das war das Ziel. Im Idealfall kann man noch hören, dass Mary ein wenig weiter vorne stand als die beiden Herren.
Doch hören wir, in welchem Raum die Aufnahme stattgefunden hat? War es etwa die berühmte Carnegie Hall? Oder hat die Aufnahme im Studio stattgefunden?
Alte Normen
Die heute immer noch gültige DIN EN 61305 (ersetzte 1996 die DIN 45500) verliert kaum ein Wort über dieses Thema.
Die Wiedergabe der Raumakustik?
Vielleicht würde man diesen Faktor gerne mit in diese Norm aufnehmen, wenn man nur einen Weg finden würde, die Wiedergabe der Aufnahmeraum-Akustik messen zu können.
Doch wie misst man die Korrektheit einer reproduzierten Raumakustik? Möglichst in einem Labor und möglichst, ohne die Original-Räumlichkeit gemessen haben zu müssen!?
Der Mensch nimmt ja nicht nur die Größe eines Raumes wahr, er erfasst ja auch die Form des Raumes, das Material der Wände und den Inhalt.
Die Akustik in einem leeren Konzertsaal ist anders als die in einem voll besetzten Saal. Wir Menschen hören, ob ein Saal leer ist oder nicht, ob der Saal ein „Kasten“ ist oder ob es „Seitenschiffe“ gibt wie in einer Kirche; ob die Wände aus Holz sind, aus Beton oder ob man sie mit schweren Stoffen bespannt hat. Die Perfektion, mit der die besten Konzertsäle der Welt akustisch (messtechnisch) und musikalisch (nach Gehör) optimiert wurden, die nehmen wir sofort wahr und wir lassen uns davon beeindrucken.
Doch wie soll man so etwas messen können?
„Was man nicht messen kann, das gibt es nicht!“ – sagen die einen: „Wer viel misst, misst Mist!“ antworten die anderen.
Doch dieser Streit hilft uns nicht weiter.
Vermutlich sind wir alle zu früh geboren, um miterleben zu dürfen, wie eine neue Norm Methoden und Messwerte für die Aufnahme und authentische Wiedergabe der Raumakustik beschreibt.
Bis dahin begnügen wir uns doch damit, einfach zu hören, dass es HiFi-Anlagen gibt, die das Wunder vollbringen, etwas zu reproduzieren, was sich nicht messen und nicht beweisen lässt: Den Aufnahmeraum!
Und ich will auch gleich weitermachen mit einer zweiten, nicht belegten Theorie.
Zwei uralte Fähigkeiten
Sie basiert auf zwei Fähigkeiten der Menschen, auf die er seit Anbeginn seiner Zeit hin trainiert wurde.
Die Fähigkeit, etwas zu vervollständigen und zu korrigieren
Die erste Fähigkeit versetzt uns in die Lage, Teile einer Information oder nicht eindeutige Hinweise auf eine Information einfach ergänzen, berichtigen und zu einer vollständigen Information zusammenfügen zu können. Das mag früher vielleicht dazu gedient haben, dass wir nur die Pranke eines Säbelzahntigers erblicken mussten, um zu wissen, dass jetzt weglaufen angesagt war.
Beim Bewerten einer HiFi-Anlage ist diese Fähigkeit jedoch eher hinderlich.
Dazu näher:
In unserem Gehirn speichern wir alles was wir gehört haben, mit allen Informationen, die ich weiter oben bereits aufgeführt habe.
Nehmen wir nun als Beispiel eine Klavier-Aufnahme.
Irgendwann haben wir mal ein Klavier gehört und sei es nur im Schulunterricht und haben diesen Klang abgespeichert.
Von nun an wird es ziemlich gleichgültig, in welcher Qualität wir später wieder ein Klavier hören.
Beleg:
Starten Sie auf Ihrem Handy ein Musikstück mit Klavier und legen Sie das Handy zusätzlich noch in eine leere Keksdose vor sich auf den Tisch.
Auch wenn Ihre Ohren ein fürchterliches „Scheppern“ wahrnehmen, Ihr Gehirn hat das Klanggeschehen längst analysiert und das Klavier zielsicher als solches identifiziert.
Da die Information, also das Gehörte, so ganz und gar nicht dem gespeicherten „Original“ ähnelt, ersetzt unser Gehirn die “schlechte, verfälschte” Information durch die gespeicherten, “guten” Informationen und deshalb ist das Erkennen des Klaviers überhaupt kein Problem für uns. Auch nicht, wenn es alles andere als “schön” klingt.
Fähigkeiten einfach ausschalten
Schalten Sie diesen Vorgang jetzt einmal bewusst aus.
Das geht ganz einfach so:
Fragen Sie sich einfach, um was für ein Klavier es sich dort gerade handeln könnte. Falls Sie mit den Klaviermodellen jetzt nicht so recht vertraut seid, fragen Sie sich, ob es sich um ein echtes Klavier handelt oder um ein Keyboard (Synthesizer), das man einfach nur auf „Klavier“ umgestellt hat.
Und nun behaupte ich, dass Sie diese Frage unter diesen Umständen nicht beantworten können.
Fazit:
Wenn Sie also Musik über eine HiFi-Anlage anhören, dann lassen Sie es nicht zu, dass Ihr Kopf eine “schlechte” Information einfach durch eine “gute” ersetzt, eine unvollständige einfach ergänzt.
Blockieren Sie diesen Vorgang, indem Sie von „unbewusster Steuerung“ auf „bewusste Steuerung“ umschalten.
Schalten Sie also Ihre „Automatik“ aus und übernehmen Sie wieder selbst das Ruder!
Das ist ganz einfach!
Stellen Sie in Frage, dass das was Sie hören, echt und richtig ist und versuchen Sie, der tatsächlichen Tonquelle auf die Schliche zu kommen.
Sie werden erstaunt sein, wozu Sie da schon ganz schnell in der Lage sind!
Die Fähigkeit, die Echtheit zu erkennen
Jedoch gibt es da in unserem Kopf noch eine zweite Falle, nämlich unsere Fähigkeit, die Echtheit einer Information zu hinterfragen, sobald sie sich einem Original nähert.
Solange etwas stark genug vom gespeicherten „Original“ entfernt ist, greift unser Gehirn zur Methode „Ergänzen und Ersetzen“, sobald es aber dem Original „gefährlich nahe kommt“, erhält unser Gehirn ein „Alarmsignal“. Und dieses Alarmsignal startet einen feinen Prüfprozess.
Auch hier mag uns diese Fähigkeit früher in die Lage versetzt haben, z.B. zwischen all dem bunten Herbstlaub die sehr ähnliche Maserung einer Schlange entdecken zu können, aber beim Musikhören blockiert auch sie uns wieder und verhindert, dass wir das Gehörte genießen können.
Das ist verrückt, oder?
Klingt etwas deutlich anders als das Original – ergänzen und ersetzen wir es einfach.
Klingt etwas fast so wie das Original, aber eben nur fast, so lehnen wir es vollständig ab. Da gibt es “null Bereitschaft” in uns, etwas zu ergänzen oder zu ersetzen!
Das glauben Sie nicht?
Gut – lassen Sie mich ein paar Beispiel bringen:
Schauen Sie sich dieses Bild an:
Haben Sie bemerkt, dass es nur zweidimensional ist und die dritte Dimension, die Tiefe, fehlt?
Nein, haben Sie nicht bewusst bemerkt? Oder ja – ist ja klar, aber nicht drüber nachgedacht?
Weil Fotos nun einmal zweidimensional sind!?
Aber es gibt doch schon dreidimensionale Bilder!
Nur reizen die uns irgendwie nicht, oder?
Gehen Sie gerne in ein 3D-Kino?
Manche mögen diese aufregende Technik, vielen aber „wird ganz komisch“ im 3D-Kino und sie gehen lieber wieder in die „normale“ Vorstellung.
Normale Vorstellung?
Ist es schon so weit mit uns gekommen, dass wir die zweidimensionale Darstellung als „normal“ und die dreidimensionale als „unnormal“ empfinden?
Müsste uns nicht jede auch noch so schlechte 3D-Wiedergabe immer noch deutlich „normaler“ vorkommen als die allerbeste zweidimensionale Wiedergabe?
Aber nein – das tut sie nicht.
Was uns Menschen davon abhält, ist unsere Fähigkeit, Dinge, die uns vorgaukeln wollen, sie seien das Original, spielend einfach als Nachbildung zu entlarven. Und täuschend echte Nachbildungen empfinden wir als Bedrohung, als etwas Unangenehmes. Damit wollen wir nichts zu tun haben.
Und je dichter eine Nachbildung am Original dran ist, um so aufmerksamer und skeptischer werden wir.
Und erst wenn eine HiFi-Anlage es schafft, diese Hürde zu überwinden und uns eine Wiedergabe zu präsentieren, die wir als „Original“ bewerten, hat sie nicht nur unseren Segen, sondern erzeugt sogar in uns das Gefühl von Begeisterung.
Wir sehen und wir wissen, dass die „Musik aus den Lautsprechern kommt“ und doch geben wir uns gerne der Illusion hin, wir befänden uns im Konzertsaal oder im Studio.
Und woher kennen wir das Original?
Wie soll das Original denn bitte schön in unseren Kopf kommen, wenn wir bei der Aufnahme nicht dabei waren, wenn wir gar nicht wissen, welche Instrumente verwendet wurden, wie die Stimmen der Vokalisten klingen? Wo also soll das Original herkommen?
Diese Frage ist absolut berechtigt und auch hierzu habe ich eine Theorie.
Wir kennen von so vielen Dingen die Originale nicht und müssen dennoch über die Wahrscheinlichkeit urteilen, ob es Originale sein könnten.
Deshalb haben wir gelernt, mit dieser Aufgabe umzugehen und eine Lösung gefunden.
Sehen Sie sich das nachfolgende Bild an. (Die grüne Paprika wirkt auf manchen Monitoren arg grün, aber als Beispiel soll es reichen)
Und nun sehen Sie sich dieses Bild an.
Beide Fotos wird Ihr Gehirn problemlos als Original akzeptieren, stimmt`s?
Und nun sehen Sie sich dieses Foto an.
Schreit Ihr Gehirn hier nicht regelrecht: „Betrug! Vorsicht! Manipulation!“ ???
Und warum ist das so?
Weil Ihr Gehirn bemerkt hat, dass die Stiele in lila umgefärbt wurden.
Mit spielerischer Leichtigkeit entpuppt unser Gehirn das dritte Foto als Fälschung, auch wenn wir diese beiden Paprika nie gesehen haben, das Original also nicht kennen.
Und doch – wissen wir, wie diese Paprika im Original aussehen könnten und eben auf keinen Fall so wie auf dem dritten Foto!
Natürlich lassen wir uns auch gerne täuschen.
Welche Farbe die rechte Paprika nun wirklich hat, das können wir nicht wissen. Ist uns aber auch egal, oder?
Beide Paprika der ersten beiden Bilder sind für uns Originale, weil beide Fotos keinerlei Hinweise auf eine Fälschung enthalten. Es hätte für uns keine Bedeutung, zu wissen, welches die Originalfarbe ist.
Beim dritten Foto sind lediglich die Stiele anders – und doch – es reicht uns – wir mögen dieses Bild nicht.
Und jetzt schauen Sie sich das nächste Bild an.
Und? Schlagen hier Ihre Alarmglocken?
Nein! Wieso auch? Es ist doch ein übliches altes, vergilbtes Schwarzweiß-Foto!
Alles ist für uns “ganz normal” und alles ist gut!
Die Abbildung hat zwar nichts mit den Original-Farben zu tun, aber doch erscheint uns das Foto als “normal”. Weil die Inhalte wieder so stark vom Original abweichen, dass wir einfach wieder auf “ergänzen und korrigieren” umgeschaltet haben. Die rechte Paprika werden wir sogar noch auf diesem Schwarzweiß-Foto als gelbe Paprika identifizieren. Bei der linken werden wir uns nicht ganz sicher sein und von rot oder grün ausgehen, stimmt`s?
Schlussfolgerung:
Mein Rat im Bezug auf den Betrieb einer HiFi-Anlage geht also ganz klar in folgende Richtung:
Wenn Sie sich nicht auf die Aufgabe einlassen wollen, eine Anlage zu finden, die durch eine “täuschend echt und original wirkende” Wiedergabe überzeugen kann, dann sparen Sie sich viel Geld und kaufen eine, deren Wiedergabe weit weg vom Original ist. Alles andere ist beim Hören einfach nur anstrengend.
[...]
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5. Dezember 2017HiFi-HandbuchZuhause beraten lassen
Die Hemmschwelle, einen HiFi-Spezialisten aufzusuchen, ist naturgemäß schon sehr hoch und für viele einfach nicht zu überwinden. Winzig klein erscheint sie jedoch im Vergleich, wenn die Rede davon ist, dass man so einen Fachmann zu sich nach Hause bestellen soll.
My home is my castle – Du kommst hier nicht rein!
Ist das Eis erst einmal gebrochen, heißt es dann allerdings nicht selten: “Können Sie morgen noch einmal … oder übermorgen?”
Wir haben absolutes Verständnis für dieses Verhalten und unterscheiden uns da auch von Ihnen in keiner Weise! Vertreterbesuche sind uns genau so ein Grauen wie Ihnen. Ich mag es schon nicht, in einem Bekleidungsgeschäft von der Verkäuferin angesprochen zu werden, bevor ich sie um Hilfe bitte.
Doch hier geht es nicht um einen Vertreterbesuch und auch nicht ums Verkaufen!
Hier geht es oftmals um eine unumgängliche Maßnahme, ohne die man sich ziemlich unnötig das Leben schwer macht.
Und die allergrößte Angst, nämlich vor Ort so manipuliert zu werden, dass man schon Pleite ist, bevor der Berater das Haus verlassen hat, die ist absolut unberechtigt!
Sie können und sollten sich vor dem Besuch auf einen Preis für die Beratung einigen. Sollte der Händler in der Nähe wohnen, wird er in der Regel alle Kostenlisten in den Wind schlagen und seinen Service kostenfrei anbieten.
Händler wissen, wie schwer sich Kunden dazu durchringen können, jemanden ins Haus zu bestellen. Deshalb werden sie auch alles daran setzen, Ihnen ein richtig gutes Gefühl zu vermitteln. Und beim ersten Besuch sollte in der Regel gar nichts gekauft werden müssen. Es sei denn, Ihnen ging es genau darum.
Für einen Händler, der Ihre Beratung zu seinem Ziel macht, ist es sehr wichtig, “Sie kennen zu lernen”.
Welche Komponenten haben Sie in welcher Zusammenstellung mit welchen Kabeln?
Wie haben Sie die Lautsprecher aufgestellt?
Wie sind die akustischen Raumverhältnisse?
Welche Musik hören Sie?
Wie hören Sie gerne? Laut, leise, beides?
Und bitte lassen Sie alles so wie es immer ist. Mein Schwiegervater kriegt jedes mal am Tag vor seinem Gesundheits-Check eine Diätkost. Sind die Werte in Ordnung darf er sich auf dem Rückweg … na – Sie wissen schon.
Wenn Sie gerne Heino hören oder Rammstein – dann legen Sie diese Platten und CDs bereit! Was nutzt es Ihnen, wenn nach dem Besuch des Händlers die Aufnahmen in der schwedischen Kirche zwar authentisch rüberkommen, aber Ihre Musik klingt grottenschlecht?
Mir bleibt hier an dieser Stelle wirklich nur die Bitte, über Ihren Schatten zu springen und sich vor Ort helfen zu lassen. Gerade wenn Sie Einsteiger sind, kann man Ihnen die eine oder andere Fehlentscheidung ganz bestimmt ersparen.
[...]
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21. Oktober 2017HiFi-HandbuchAktivboxen – neues Spiel, neues Glück?
In diesem Bericht „Aktivboxen – neues Spiel, neues Glück?“ will ich darüber schreiben, wieso es die Aktivboxen bisher so schwer hatten und warum sich das möglicherweise jetzt ändern könnte.
Wie viele HiFi-Freaks muss man befragen, um einen einzigen unter ihnen zu finden, der bereits Aktivboxen betreibt?
Antwort: Viele!
Wie viele gute Aktivboxen haben Sie persönlich schon gehört?
Antwort: Wenige? Gar keine?
Woran liegt das?
An den Kunden, die nie wirklich über dieses Thema nachgedacht haben?
An den Händlern, die sich keine Ware hinstellen, die sich nicht schnell genug „dreht“?
An den Herstellern, die nicht gegen Windmühlen ankämpfen wollen?
An etwas ganz anderem?
Nun, ein Grund liegt sicher darin, dass wir als Besitzer einer HiFi-Anlage gerne immer nur einzelne Komponenten austauschen, damit es nicht „auf einen Schlag“ so teuer wird.
Zudem tauschen wir unsere Komponenten ja auch nur dann aus, wenn
die alte kaputt ist, oder
wir etwas gelesen haben, was uns zu einer neuen hinzieht.
Aber auch dann interessieren wir uns immer noch nur für diese eine Komponente und nur die wollen wir austauschen.
Der Umstieg auf Aktivboxen verlangt aber nach einem Systemwechsel – und davon halten wir nicht viel.
Das Angebot an Aktivboxen ist zudem sehr klein,
daher gibt es auch nur wenige Testberichte in den Zeitungen,
und beim Händler sucht man Aktive sowieso vergeblich.
Ein Teufelskreis
“Man muss sich mit Aktiv-Lautsprechern befassen, bevor man sein Geld in das passive System gesteckt hat!”
Doch wie soll das gelingen?
Wenn man es schon nicht schafft, echte HiFi-Freaks zum Wechsel auf aktive Systeme zu bringen, wie will man dann „blutige Anfänger“ dazu kriegen, von Anfang an alles richtig zu machen?
Und immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Verzeihen Sie mir bitte diese seichte Überschrift, aber nachdem ich zunächst so eine Weltuntergangs-Stimmung erzeugt habe, konnte ich der Verlockung einfach nicht widerstehen, Sie und mich wieder ein wenig emotional aufzubauen.
Denn während Hersteller und Händler seit Jahrzehnten nach Auswegen und Lösungen suchen, sind es die Kunden selber, die gerade „so ganz nebenbei“ einen Weg hin zum Aktivlautsprecher gefunden haben.
Und dieser Weg führt sie über das Thema Streaming hin zur Aktivbox.
Nein, ich will jetzt nicht vom Hund auf den Floh kommen und über das Thema Streaming habe ich ja auch schon hinreichend berichtet. Ich will vielmehr beschreiben, was ich gerade in meiner Kundschaft beobachte und was mich dazu veranlasst hat, mir jetzt nach einer 25 Jahre andauernden Aktiv-Abstinenz auch selber wieder eine Aktivbox ins Studio zu stellen.
Seit etwa 2 Jahren, also mit der Aufnahme der Auralic-Produkte in unser Portfolio, haben die Fragen unserer Kunden einen ganz neuen Inhalt bekommen.
Wer sich einen guten Streamer zugelegt hat, hört zuhause, was er vorher für unmöglich gehalten hat. Das Ding klingt besser als sein CD-Spieler.
Gleichzeitig entdeckt er die Welt von Qobuz und/oder Tidal und ist von den vielen Möglichkeiten begeistert.
Mit dem Tablet in der Hand reist er musikalisch durch Zeit und Raum; lernt Künstler kennen, von denen er noch nie etwas gehört hat; entdeckt neue Titel von seinem Lieblingsinterpreten und kann sich durch genre-bezogene Playlists hören, die von professionellen Musikredakteuren erarbeitet worden sind.
Die ganze Welt der Musik in unserem Wohnzimmer und das in Masterband-Studio-Qualität.
Doch was passiert dann?
Man beschließt, dass man die eigenen CDs nicht mehr braucht. Die paar Scheiben, die man im Portal nicht finden kann, die sind schnell gerippt und klingen seltsamerweise danach sogar besser als vorher. Schon wandern alle CDs in einen Umzugskarton und der in den Keller.
Da man mit dem Auralic auch Radio hören kann, wandert auch der Tuner in den Keller.
Jetzt stehen da im Wohnzimmer nur noch der Streamer und der Verstärker auf dem Rack.
Ein Rack – auf dem es leer geworden ist und das man jetzt eigentlich auch durch ein anderes Möbelstück ersetzen könnte, oder?
Man stellt sich also vor, wie toll es wäre, wenn dieser Verstärker jetzt auch noch verschwinden würde.
Man hätte nur noch diesen kleinen Streamer, der unauffällig auf irgendeinem Sideboard steht und natürlich die Lautsprecher – mehr aber nicht. Das wär´s!
Das wäre es wirklich!
Und genau das ist es!
Mit einem Paar Aktivboxen und einem Streamer lassen sich genau diese Wünsche in die Tat umsetzen.
Am Ende hat man viel weniger HiFi im Zimmer herumstehen – bei einem viel besseren Klang.
Er ist zufrieden – sie ist zufrieden.
Es sieht toll aus …
und so ganz nebenbei ist man vom passiven auf das aktive System umgestiegen.
Und das soll keine Zukunft haben?
Ich glaube da eher, wir erleben gerade eine echte Systemwende!
Denn die drei wichtigsten Kaufargumente aller Zeiten werden alle erfüllt:
Es sieht gut aus, es ist praktisch und es klingt gut!
Wenn Sie jetzt denken: „Gut gebrüllt Löwe. Aber wie klingt das denn nun wirklich?“, dann werden Sie die Antwort auf Ihre Frage nirgendwo lesen können.
Die finden Sie ganz alleine bei einer eigenen Hörprobe!
… zu der wir Sie hiermit herzlich einladen.
Hören Sie bei uns einen überzeugenden Aktiv-Lautsprecher.
Hören Sie die Extreme III vom Essener HiFi-Spezialisten Progressive Audio.
Lesen Sie jetzt mehr über diesen Lautsprecher in meinem Bericht:
Progressive Audio, Extreme III, aktiv vs. passiv.
Und wenn Sie erst noch wissen wollen, wie sich denn Aktivboxen von Passivboxen unterscheiden, empfehle ich Ihnen unseren Bericht
Aktivlautsprecher vs. Passivblautsprecher [...]
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21. Oktober 2017HiFi-HandbuchAktivlautsprecher vs. Passivlautsprecher
In diesem Bericht „Aktivlautsprecher vs. Passivlautsprecher“ gehe ich auf die Unterschiede zwischen diesen beiden Boxenarten ein.
Sollten Sie sich nach dem Lesen dieses Berichts fragen, wieso nicht viel mehr Aktivboxen angeboten werden, finden Sie vielleicht in meinem Bericht „Aktivboxen – neues Spiel, neues Glück?“ die Antwort darauf.
Grundwissen – Der konventionelle Lautsprecher (aktiv/passiv)
Kennen wir heute auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Lautsprecherkonstruktionen wie Hörner, Flächenstrahler, Plasma, Bändchen … , so ist der so genannte konventionelle Lautsprecher immer noch die am meisten vertretene Bauweise und wird es wohl auch bleiben.
Progressive Audio Extreme3
Beim konventionellen Lautsprecher befinden sich verschiedene Chassis („Membranen“) in einem Gehäuse. Wir entdecken einen Hochtöner, einen Mitteltöner und einen Tieftöner, letzterer gerne auch Bass genannt.
Allen drei Chassis ist bis auf wenige Ausnahmen die gleiche Konstruktionsweise zu eigen.
Da wird die Membrane, die aus Pappe, Plastik, Keramik und vielem mehr bestehen kann, hinten an einer Spule befestigt, die sich innerhalb eines Magneten bewegt.
Damit sie sich bewegt, schickt ein elektronisches Gerät mit der Bezeichnung „Verstärker“ die Musik in Form von elektrischen Spannungen durch diese Spule.
Und damit jedes Chassis auch nur die Bewegungen macht, die es machen soll und machen kann, befindet sich in jedem Lautsprechergehäuse eine „Weiche“, die die tiefen Frequenzen zum Bass, die hohen zum Hochtöner und alles dazwischen zum Mitteltöner schickt.
Aber die Weiche ist gar keine Weiche!
Schiene
Den Begriff Weiche kennen wir noch aus der Zeit, als wir mit unserer Eisenbahn gespielt haben.
Da wurde die Fahrtrichtung unsere Züge per Weichenstellung bestimmt.
Zugegeben, ich hatte nur einen Zug. Aber immerhin zwei Weichen!
Je nach Weichenstellung fuhr mein Zug entweder nach links oder nach rechts.
Und genau das ist eben bei einer Lautsprecherweiche anders.
Die Lautsprecherweiche schickt eben gerade nicht (!) die tiefen Töne zum Bass, die mittleren zum Mitteltöner und die hohen zum Hochtöner!
Vielmehr wird der eine Zug, also unser Musiksignal, in alle drei Richtungen geschickt.
Danach aber haben diese „drei Züge“ unterschiedliche elektronische Bauteile zu „durchfahren“.
Fotolia_75715374 © salita2010
Der erste Zug wird durch eine richtig „fette“ Spule geschickt. Eine Spule ist ein aufgewickelter Draht und sie bildet einen elektrischen Widerstand.
Und zwar für unterschiedliche Frequenzen unterschiedlich stark.
Das führt dazu, dass die tiefen Töne die Spule relativ unbeschadet passieren können, während die hohen und die mittleren Töne so stark abgesenkt werden, dass sie beim Bass praktisch nicht mehr ankommen.
Der zweite Zug wird durch einen Kondensator geschickt. Auch dieses Bauteil stellt für unterschiedliche Frequenzen unterschiedliche Widerstände dar. Nur ist es bei ihm so, dass eben die hohen Töne fließen dürfen und die mittleren und tiefen nicht.
Damit der Mitteltöner weder die hohen noch die tiefen Töne zugeleitet bekommt, muss der dritte Zug eine Strecke durch eine Spule und (!) durch einen Kondensator nehmen.
Und jetzt müssen wir uns vor Augen führen, dass sich all diese elektronischen Bauteile zwischen dem Verstärker und den Chassis befinden – also im (!) Signalweg – was wohl die Musik sicher nicht „besser machen kann“, oder?
Und es kommen sogar noch weitere Bauteile hinzu, frei nach dem Motto:
Schlimmer geht immer!
Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere drei Chassis unterschiedliche Empfindlichkeiten besitzen. Das hat jetzt nichts damit zu tun, wie schnell sie „beleidigt“ sind, sondern sagt nur aus, wie laut sie ein definiertes Musiksignal wiedergeben können.
Da wir in einem passiven System das leiseste Chassis nicht lauter machen können, müssen wir also die lauteren Chassis leiser machen.
Das erreichen wir durch zusätzliche Widerstände.
Doch ein Widerstand ist wieder so ein Bauteil, das wir ja eigentlich am liebsten gar nicht im Signalweg hätten.
Hier und da findet man immer mal wieder Lautsprecher-Entwickler, die die Weiche einfach ganz fehlen lassen und nach dem Motto verfahren, dass die Chassis schon nichts wiedergeben werden, was sie nicht wiedergeben können.
Lautsprecher darf man eben einfach so entwickeln wie man will.
Es gibt keine Normen
Selbst Profis entwickeln noch heute ihre Boxen je nach Gusto. Wodurch Exemplare entstehen, die sehr viel Verstärkerleistung benötigen (= mit niedrigem Wirkungsgrad) und andere, denen ein paar wenige Watt im einstelligen Bereich völlig ausreichen (= mit hohem Wirkungsgrad).
Genau das ist die Rechtfertigung dafür, dass es eben auch unterschiedlich starke Verstärker geben muss.
Doch alle tappen im Dunkeln!
Weder der Lautsprecher-Entwickler, noch der Hersteller eines Verstärkers weiss während der Entwicklungszeit, mit welchem “Partner” die fertigen Komponenten es zu tun bekommen werden.
Man entwickelt also eine „elektronische Hälfte“, ohne die andere Hälfte zu kennen.
In der Praxis ist es also wie beim Kaufen von Kleidungsstücken. Irgendwie finden wir Teile, die uns „ganz gut“ passen und die auch noch recht gut zusammen passen. (Aus unserer Sicht)
Aber es gibt auch immer wieder ziemlich unmögliche Kombinationen, oder?
Im HiFi-Bereich werden da auch mal Kraftprotze an Boxen mit sehr hohem Wirkungsgrad betrieben und 10 Watt Trioden an wattfressenden geschlossenen Gehäusen.
Für jedes Chassis auch noch eine Extrawurst?
Und – wie wir es oben ja bereits schon einmal erfahren haben – müssten wir uns am Ende auch noch fragen, ob wir denn jetzt eigentlich den genau passenden Verstärker für den Hochtöner suchen, für den Mitteltöner oder für den Bass.
Kaufen wir doch einfach drei Verstärker!
Dieses Problem hat man schon in den 70-er und 80-er Jahren zu lösen versucht und damals Aktivweichen entwickelt. Diese befanden sich zwischen dem Vorverstärker und den 2-3 Endverstärkern, die dafür erforderlich waren.
Es sollte sich aber zeigen, dass es selbst dafür sehr schwierig war, die richtigen Verstärker zu finden.
Mark Levinson ging noch einen Schritt weiter und versorgte bei seinem HQD-System gleich drei verschiedene Lautsprecher-Systeme über drei Paar ML2 (also sechs Monoblöcke) aus eigener Entwicklung.
(HQD = Hartley, Quad-Electrostatic, Decca)
Fotobeispiel unter folgendem Link:
https://www.stereophile.com/content/mark-levinson-hqd-loudspeaker-system
Doch auch er versuchte letztlich nichts anderes, als einzelne Kleidungsstücke „von der Stange“ bestmöglich zu kombinieren.
Erfolgsversprechender scheint es da doch zu sein, wenn sich die Entwickler der Elektronik und der Lautsprecher kennen und zusammenarbeiten.
Und wenn die dann auch noch für jedes Chassis einen eigenen Verstärker bauen, dann dürfte es doch gut werden, oder?
Genau das ist das Geheimnis eines guten Aktiv-Lautsprechers.
Und wenn es sich bei dem Hersteller um einen echten Profi handelt, dann arbeitet er sogar Hand in Hand mit den Chassis-Produzenten. Denn immer wieder wird er feststellen, dass manche Optimierungen nur dann erreicht werden können, wenn die verwendeten Chassis angepasst werden.
Hierzu sollte man aber schon einiges „auf dem Kasten haben“.
Und über diese Kompetenz muss der Entwickler von Aktivlautsprechern auch noch auf zwei Gebieten verfügen, die man in der Branche eigentlich gerne strikt voneinander trennt.
Er muss sowohl im Bereich der Akustik und der Boxenentwicklung als auch im Bereich der Elektronik zuhause sein und beides zusammenbringen können.
Damit haben wir wohl einen der Gründe dafür gefunden, wieso uns der Markt eine ziemlich geringe Auswahl an wirklich brauchbaren Aktiv-Lautsprechern bietet.
Sie meinen, es gibt doch eine ganze Menge Aktivboxen?
Ja, sicher. Neben unserem Computer und vielleicht auch neben unserem Fernseher stehen möglicherweise Boxen, die uns als Aktivboxen verkauft wurden.
Richtig ist bei diesen Boxen aber nur, dass der Verstärker in eines der Boxengehäuse eingebaut wurde, um einen zusätzlichen „Kasten“ einzusparen.
Aktiv im Sinne der High-Fidelity ist da nichts. Zu entlarven sind diese „falschen Aktivboxen“ leicht daran, dass der Verstärker nur in einem der Gehäuse sitzt und die zweite Box über ein gewöhnliches Lautsprecherkabel angesteuert wird.
Bei einem „echten“ Aktivlautsprecher verfügen aber beide Boxen über eine integrierte Elektronik und diese besteht aus so vielen Modulen, wie die Box „Wege“ hat. Ein „Weg“ wird aus einem oder mehreren identischen Chassis gebildet.
Wie betreibt man denn jetzt so einen Aktivlautsprecher?
Man muss bedenken, dass der Endverstärker bereits im Lautsprecher fest verbaut worden ist. Besitzen wir einen Vollverstärker, können wir prüfen, ob der einen Vorverstärker-Ausgang hat. Wenn nein, werden wir den Vollverstärker nicht zusammen mit unseren Aktivboxen verwenden können.
Stattdessen brauchen wir dann einen reinen Vorverstärker als Umschaltzentrale. An diesen Vorverstärker schließen wir alle unsere Quellgeräte an. CD-Player, Tuner und was wir noch so alles besitzen und betreiben wollen.
Folgt man dem derzeitigen Trend, dann kann man aber mit einem Aktivlautsprecher noch einen großen Schritt weiter voran kommen. Lesen Sie mehr darüber in meinem Bericht:
Aktivboxen – Neues Spiel, neues Glück?
Und wenn ich es jetzt geschafft haben sollte, Sie so richtig neugierig auf Aktivboxen gemacht zu haben, dann können Sie in meinem Bericht „Progressive Audio Extreme III, aktiv vs. passiv“ noch mehr über zwei außergewöhnliche, gleiche und doch unterschiedliche Lautsprecher-Paare lesen.
Ich wünsche Ihnen viel Kurzweil dabei!
Ihr Wolfgang Saul. [...]
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30. September 2015HiFi-HandbuchFreaks als HiFi-Ratgeber
Irgendwann erwischt es auch Sie, wetten!?
Sie sind mal wieder bei einem HiFi-Händler und wieder treffen Sie da auf “Frank”.
Frank ist zwar auch nur ein Kunde, gehört aber längst zum Inventar. Und nicht nur bei diesem Händler! Er kennt sie alle! Die High-End-Messe besucht er natürlich am Händlertag!
Abends macht er mit den Herstellern “einen drauf”. Ist mit allen längst per Du – und investiert Unsummen in HiFi.
Unsummen in HiFi?
Ja, wie soll das gehen? Hat der so viel Geld?
Nein! Hat er nicht. Er hat nur genug “Anhänger”, die ihm “aus der Hand fressen”.
Frank kennt sich aus – ganz sicher. Besser als die meisten Händler. Und Frank hat alles schon besessen. Kein Markenname, kein interessantes (oder auch uninteressantes) Produkt, das nicht schon durch sein Wohnzimmer gegangen wäre.
Wie er das macht?
Ganz einfach! Er schlägt zu, wann immer die Situation günstig ist.
Irgendwann hat jeder Händler mal ein Produkt, das er loswerden muss. Der Lautsprecher läuft einfach nicht, der Verstärker ist mehr zur Reparatur als in der Vorführung …
Dann kommt Franks große Stunde.
Meistens noch deutlich unter dem Einkaufspreis ergattert, schleppt Frank nach Hause, was da gerade angeboten wird.
Und schon auf dem Weg nach Hause hat er sich per Handy mit ein paar seiner Anhänger verabredet, die dann schon vor seiner Tür warten und die schweren Kartons in die Wohnung schleppen.
Dort erzählt er dann – nicht unbedingt alles – nur – dass er bei diesem Schnäppchen einfach zuschlagen musste.
Seine Anhänger – das sind Sie, wenn Sie Frank auf den Leim gehen – bewundern ihn und ärgern sich schwarz darüber, dass sie selber nicht solche tollen Angebote finden können.
Doch Frank kann da helfen.
“Willst Du das haben?”
“Nein, das hast Du Dir doch gerade erst gekauft, das ist doch nagelneu!”
“Ja, aber ich brauch es nicht unbedingt. Ich musste nur zuschlagen, weil es im nächsten Moment weg gewesen wäre. Ein XZ-Verstärker zu diesem Preis! Da muss man ja bescheuert sein, wenn man da nicht zuschlägt!”
“Ja, wenn es Dir nichts ausmacht, würde ich ihn schon gerne nehmen!”
Den Rest können Sie sich denken – in wenigen Minuten hat Frank mal eben 500,- Euro oder mehr Gewinn gemacht.
Der “Anhänger” hat natürlich selbst überhaupt keine Ahnung, geht nur mit der vermeintlichen Gewissheit nach Hause, einen “Wahnsinnsfang” gemacht zu haben.
Doch das Ergebnis ist nur all zu oft: Das gewünschte Klangbild stellt sich zuhause nicht ein. Die vermeintliche Qualität ist nicht vorhanden. Die Illusion, ein Schnäppchen gemacht zu haben, wird zerstört, und zwar in dem Moment, wenn man versucht, dieses Schnäppchen zu einem Preis loszuwerden, der einem nicht ganz so weh tut. Und dann erkennen muss, dass das unmöglich ist.
Es sei denn, man verkauft es mit 1.000,- Euro Nachlass zurück an Frank.
Empfehlung:
Wenn Sie auf so einen Frank, Erwin, Manfred oder wie er auch immer heißen mag treffen, dann schalten Sie bitte Ihr Gehirn nicht völlig aus! Er ist nicht Ihr Freund und er wird nicht Ihr Freund werden!
Er lebt in einem System, das finanziert werden muss – von Ihnen! [...]
Lesen Sie weiter ...
30. September 2015HiFi-HandbuchBekannte als HiFi-Ratgeber
Grundsätzlich kann ich Ihnen nur den Tipp geben: Tun Sie es nicht!
Ich habe schon echte Freundschaften zerbrechen sehen.
Hier und da eine kleine Empfehlung einzuholen ist ja gut, aber oft freuen sich die Befragten so sehr, dass sie sich in einen wahren Beratungs-Rausch hineinsteigern. Endlich ist da jemand, der sich für das gleiche interessiert wie man selbst!
Und das sind dann Sie!
Von nun an haben Sie einen 24/7-Betreuer! Alle zwei Tage fährt er mit Ihnen zu einem anderen Händler, zu Messen, zu Ausstellungen zu …
… und gibt nicht eher Ruhe, bis Sie genau so “besessen und infiziert” sind wie er.
Doch ganz sicher wollen Sie nicht zu seinem Abbild werden und sich Ihr ganzes Leben lang anhören müssen, dass Sie diese tolle Anlage ja nur ihm zu verdanken haben, oder?
Kurz: Ihre Individualität bleibt völlig auf der Strecke. Irgendwann haben Sie gar keine andere Chance mehr, als ihm reinen Wein einzuschenken und seine weitere Hilfe abzulehnen.
Das ist dann eine Probe, die nicht gerade viele Freundschaften überleben.
Wichtiger Hinweis:
Dies habe ich nicht geschrieben, um Sie zu “Geheimnisträgern” zu verdammen, sondern um Sie dazu zu bringen, sich ganz genau zu überlegen, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie einen Bekannten um Rat fragen wollen.
Natürlich ist es verlockend, sich ganz in die Obhut eines Bekannten zu geben und ihn “alles machen zu lassen”. Aber dann müssen Sie auch konsequent bei dieser Entscheidung bleiben. Ihr Bekannter will Ihnen ja keinen Schaden zufügen! Er fühlt sich geschmeichelt, dass man seinen Rat schätzt. In der Reaktion baut sich bei ihm ein Verantwortungsbewusstsein auf und dieser Verantwortung ist er sich bewusst. Also reißt er sich ein Bein aus – für Sie.
Aber sobald Sie ihm nicht mehr folgen wollen, entsteht eine nur schwer zu meisternde Situation.
Das alles hat mit HiFi überhaupt nichts zu tun.
Stellen Sie sich vor, ein Bekannter nimmt Sie mit zu einer Weinprobe. Schon auf dem Hinweg berichtet er Ihnen, dass er seinen Keller bis oben hin voll hat mit Weinen von diesem Winzer. Und bei der Probe stellt Sie fest, dass die Weine “nicht schlecht” sind, aber dennoch nicht Ihren Geschmack treffen. Was tun Sie? Trotzdem kaufen, um die Freundschaft nicht zu gefährden?
Bei einem Karton Wein mag das ja in Ordnung sein, dann hat man wenigstens den passenden, wenn der Bekannte mal zu Besuch kommt – aber einen Verstärker oder einen Lautsprecher zu kaufen, nur um den Bekannten nicht zu enttäuschen?
Fazit:
Überlegen Sie sich gut, welchen Ihrer Bekannten Sie um Rat fragen und gehen Sie die Sache von vornherein so an, dass Sie klarstellen, jede Entscheidung ganz allein treffen zu wollen. Halten Sie die Distanz, die Ihnen Ihre Freiheit bewahrt. [...]
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30. September 2015HiFi-HandbuchWorkshops und Messen als HiFi-Ratgeber
Ein einzelner Workshop und nur ein Messebesuch bringen Sie nicht weiter.
Auf diesen Events treffen Sie auf Hersteller und Entwickler, die ihre Produkte und ihre Philosophie verkaufen wollen und dies auch meist geschickt anstellen.
Deshalb sollten Sie mehrere Workshops, Messen, Ausstellungen usw. besuchen. Mit jedem Besuch wird sich Ihr Horizont ein wenig erweitern. Schon schnell sind Sie selbst in der Lage, einen schlechten Workshop von einem guten zu unterscheiden.
Aber irgendetwas nimmt man immer mit.
Meine Empfehlung lautet also ganz klar:
Ja! Besuchen Sie so viele Messen, Workshops und Ausstellungen wie Sie nur können.
Bis Sie der Meinung sind, dass Sie das nicht mehr nötig haben. [...]
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30. September 2015HiFi-HandbuchHiFi-Händler als Ratgeber
Vorab mal eine Frage: Was genau ist für Sie ein HiFi-Händler?
Der orientalische Gemüsehändler, der auch Bauchtanz-CDs und einen bunt blinkenden CD-Player dazu anbietet? Der Discounter, der Sie auffordert, nicht blöd zu sein? Der klassische Radio-Fernseh-Handel? Das High-End-Studio? Der Vollsortimenter mit seinem “Verkaufspalast”? Der Spezialist mit seinem kleinen Hinterhof-Studio? Oder der Idealist, der einen Kellerraum oder sein Wohnzimmer opfert?
Was ich damit sagen will:
Wenn Sie gerne Softeis essen und dabei gesund bleiben wollen, dann lautet der dringende Rat: Kaufen Sie es dort, wo die Maschine nicht stillsteht!
Wenn Sie auf der Suche nach einer HiFi-Komponente sind, dann kontaktieren Sie den Händler, der am besten zu diesem Produkt passt. Je mehr Auswahl ein Händler hat, umso weniger wird er Ihnen einzelne Produkte empfehlen. Seine Taktik ist es, auf Ihre Aussagen zu warten – und Ihre Hoffnungen zu bestätigen. Probieren Sie es aus! Schlagen Sie ihm fünf völlig verschiedene Produkte vor und er wird jeden Vorschlag von Ihnen als klug und richtig bestätigen! Das ist nicht wirklich hilfreich, oder? Oftmals aber das einzige, was der arme Verkäufer, der gestern noch in der Kühlschrankabteilung eingesetzt war, Ihnen zu bieten hat.
Ein Spezialist, der das gewünschte Produkt führt, wird sich begeistert zeigen von Ihrer Auswahl, aber keine Alternativen zulassen. Es sei denn, es ist zufällig das zweite Produkt, was er führt. Bei ihm können Sie vermutlich die wertvollsten Informationen zum Produkt erhalten – aber er wird in jedem Fall versuchen, Sie zu beeinflussen. Das fordert ein hohes Maß an Vertrauen in seine Fähigkeiten.
Mein Empfehlung:
Konsumer-Artikel kauft man allein über den Preis und über die schnelle Verfügbarkeit. Reingehen – Kohle auf den Tisch legen – Gerät schnappen und wieder raus. Hat man auch nur einen Tag mehr Zeit, wird es wohl klüger sein, das Teil im Internet zu bestellen, weil man da die Preise besser vergleichen kann.
Brauchbare Ratschläge und Optimierungsempfehlungen werden beide nicht liefern können und wollen.
Über echte HiFi-Artikel oder sogar High-End-Komponenten sollte man sich dann doch vor Ort bei einem Spezialisten informieren.
Aber auf so einen Besuch sollte man sich vorbereiten! Hier kann es passieren, dass die eigenen Aussagen ganz und gar nicht zum Maßstab für den Händler werden. Auf die Gefahr hin, dass Sie sofort wieder den Laden verlasst, widerspricht er Ihnen möglicherweise und rät Ihnen zu einer völlig anderen Vorgehensweise.
Ihm ist nicht an einem schnellen Abschluss gelegen, sondern daran, einen auf Dauer zufriedenen Stammkunden zu bekommen. Sie sollen wiederkommen!
Schwierig ist an der Sache, dass diese Spezialisten eigene Vorlieben haben. Der eine ist selbst der größte Röhrenfreak und der nächste lässt ausschließlich Aktivboxen gelten. Wieder ein anderer hört nur über Flächenstrahler, der nächste nur mit Hörnern.
Positiv ist dabei, dass sie in ihrem Metier so zuhause sind, dass sie Ihnen gut harmonierende Ketten anzubieten haben. Jeder einzelne. Und genau dadurch lernen Sie am schnellsten, dass es in der High-Fidelity mehrere Wahrheiten gibt und mehrere Wege, das Ziel zu erreichen.
Fazit:
Besuchen Sie verschiedene Händler, ganz große und ganz kleine – öffnen Sie sich den unterschiedlichen Philosophien der Spezialisten und irgendwann macht es auch bei Ihnen klick – und Sie haben den richtigen Händler und die richtige Komponente gefunden.
Ist das geschehen – dann trennen Sie sich von der Bestseller-Kette, die nur aus Testsiegern besteht und lediglich Ihre Psyche befriedigt und öffnen Sie sich der Philosophie des ausgesuchten Spezialisten. Er hat Ihnen mehr zu bieten als nur eine einzelne gute Komponente.
Und –
er ist nicht sofort “beleidigt”, wenn Sie seinen Empfehlungen nicht folgen. Denn das gehört zu seinem Alltag. [...]
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30. September 2015HiFi-HandbuchDie HiFi-Zeitungen als Ratgeber
“Ja sischer dat!”,
würde der Kölner wohl sagen und damit zum Ausdruck bringen wollen, dass die Frage nicht zur Diskussion steht.
Tatsächlich sind sie es, die das Ohr am Puls der Zeit haben. Hersteller, Entwickler, Vertriebe, Händler … wirklich jeder, der irgendetwas mit dem Thema HiFi zu tun hat, der wendet sich mindestens an eine Zeitschriften-Redaktion, wenn es etwas neues, aktuelles zu berichten gibt.
“Am laufenden Band” produzieren sie professionelle Berichte mit tollen Fotos und liefern uns Informationen, die wir im Internet lange suchen müssen.
Meine Empfehlung lautet daher:
Wenn Sie gerade eine neue Komponente kaufen wollen, dann besorgen Sie sich aktuelle HiFi-Zeitschriften – am besten alle!
Aber bedenken Sie eine Sache dabei:
Jede HiFi-Zeitung lebt von seinen Inserenten.
Würde man ab sofort keine einzige Zeitung mehr verkaufen, aber die Inserenten würden im Boot bleiben, könnten die meisten dieser Zeitungen ewig lange fortbestehen. Durch die entfallenden Druck- und Vertriebskosten würde man vielleicht sogar bessere Ergebnisse erzielen als heute.
Bleiben die Inserenten weg – ist man tot! Auf der Stelle!
Und jetzt überlegen Sie einmal ganz kurz, wie neutral so eine Redaktion wohl arbeiten kann.
Will ich den Zeitungen hier “Gemauschel” vorwerfen? Korruption?
Nein – bei weitem nicht!
Das hat man auch nicht nötig. Es gibt doch elegante und legale Vorgehensweisen!
Und mal ganz ehrlich. Ist es nicht auch völlig menschlich, wenn sich bestimmte Hersteller und bestimmte Redakteure wunderbar verstehen? So gut, dass fast schon Freundschaften entstehen? Und dass man mit anderen Redakteuren ganz und gar nicht grün werden kann? Redakteure sind auch nur Menschen!
Mit Vorlieben und eigenen Ansichten. Die nun einmal nicht zu jedem Hersteller passen.
Fazit:
Ja! HiFi-Zeitschriften sind vermutlich sogar die wichtigsten Ratgeber überhaupt. Wenn man sie nicht blauäugig liest. Lügen tun sie nicht – denn Angst vor kurzen Beinen haben auch Zeitschriften-Redaktionen. Aber “gefärbt” sind sie schon. Sie greifen in eine Trickkiste, die bis oben hin gefüllt ist mit Raffinessen.
Also: Lesen und informieren = ja! Alles glauben = nein! [...]
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30. September 2015HiFi-HandbuchRatgeber Internet
Es ist einfach – sooooooooo einfach!
Man startet den Browser und surft los. Es gibt die Seiten der HiFi-Zeitungsredaktionen, die der Online-HiFi-Redaktionen, dann die der Händler und der Hersteller. Die vielen Foren dürfen wir nicht vergessen, die Blogs, die unzähligen Angebote auf den genau so unzähligen “Social Media-Portalen”.
In Sekundenbruchteilen haben wir Argumente dafür und die dagegen gefunden. Und beide sind leider oft genug total einleuchtend!
Was ich am Internet am besten finde?Die Neutralität des Internets selbst!Denn es zeigt uns wirklich jede Einstellung – die ganz links und die ganz rechts.
Nur hier finden wir den Zugang zu Mainstream-Marken und zu Insider-Marken gleichberechtigt nebeneinander. Alle anderen Informationsquellen präsentieren uns eher ein gefiltertes Ergebnis und die Filtereinstellungen werden nicht selten von einem kommerziellen Interesse bestimmt.
Im Internet finden wir aber auch die Seiten eines “Bastlers”, der von niemandem ernst genommen wird und über den auch wir nach wenigen Minuten schmunzeln müssen. Aber dümmer werden wir durch den Besuch seiner Seiten ganz bestimmt auch nicht.
Ich kann heiße Diskussionen in den Foren verfolgen und feststellen, dass meine eigenen Fragen schon tausend mal gestellt – und auch schon tausend mal beantwortet worden sind.
Und die Nachteile?
Die Informationsflut ist gewaltig und die Aussagen sind oftmals zu gegensätzlich. Vor allem in den Foren scheint die Regel zu gelten:Je mehr man andere beleidigt und je derber und gossenhafter man sich ausdrückt, umso mehr hat man Recht!Sehr beliebt ist auch, einzelne Sätze aus dem Content heraus zu nehmen, sie also zu entstellen und dann darauf herum zu hacken. Wodurch sich sofort weitere Mitglieder aufgefordert sehen, noch viel derber mitzumachen.Wehe dem, der sich berufen fühlt, die Sachlage richtig zu stellen. Leider ist das Ergebnis, dass sich der Ratsuchende fühlt, als wäre er mitten in einem Ehestreit und nur noch schnell wieder weg will. Solche Foren bleiben dann auch meist “unter sich” und warten auf das nächste Opfer.
Empfehlung:
Ja! Unbedingt das Internet nutzen! Eine bessere Chance an Informationen und unterschiedliche Meinungen zu kommen gibt es zurzeit nicht!Nur glauben Sie bitte überhaupt nichts, nur weil es da so steht! [...]
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30. September 2015HiFi-HandbuchWer gibt die besten Ratschläge?
Auf einmal ist es passiert!
Sie haben irgendwo eine richtig gute Stereo-Anlage gehört und jetzt sind Sie infiziert.
“So etwas will ich auch haben!”
Doch schnell kommt man dahinter, dass man von diesem Thema so gar keine Ahnung hat und auf Hilfe angewiesen ist. Man surft also erst einmal durchs Internet. Dann besucht man einen örtlichen Händler oder kauft sich mal wieder eine Zeitschrift am Kiosk. Vielleicht kennt man ja jemanden, der sich gut auskennt?
Nun, für einen Einsteiger sind natürlich alle Informationsquellen Gold wert. Können aber auch eine Stolperfalle sein! In den nachfolgenden Beiträgen will ich daher diese Quellen einmal etwas näher “durchleuchten”, damit Sie in diese Fallen nicht hineintappen. [...]
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24. September 2015HiFi-HandbuchDas Unterputzkabel
Die Empfehlungen in diesem Beitrag dürfte für viele nicht umsetzbar sein. In einer Mietwohnung hat mein meistens keinen Einfluss auf die Elektroinstallation und die Eigenheime stehen in der Regel schon, wenn man sich mit dem Thema HiFi auseinandersetzt.
Allen anderen jedoch, wird dieser Artikel sicherlich ein paar Denkanstöße geben können und wer sich gerade als HiFi-Freak mit der Planung eines Neubaus befasst, der sollte dieses Thema schon kurz mal betrachten.
Wo liegt das Problem?
Beim üblichen Unterputzkabel teilt sich das Problem in vier Teile:
a) es ist zu dünn
b) es hat massive Leiter statt Litzen
c) es wurde “schlechtes Kupfer” verwendet
d) es ist nicht abgeschirmt
Zu a)
Für unsere Stereoanlage sollten die Stromkabel schon einen Durchmesser von 1,5 – 2,5 qmm haben, üblich sind oft nur 0,75 qmm. Nur bei der Zuleitung zum Elektroherd werden bereits standardmäßig 2,5 qmm benutzt.
Zu b)
Unsere Stromkabel haben drei einzelne massive Leiter statt einer Litze. Die Verwendung einer Litze als Unterputzkabel ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt.
Zu c)
Kenner behaupten, heute gäbe es überhaupt kein “gutes Kupfer” mehr. Hat man früher Kupfer gewonnen, verarbeitet und auf den Markt gebracht, wird heutzutage fast ausschließlich recyceltes Kupfer verwendet. Das ist eben nur noch bis zu einem gewissen Grad reines Kupfer – darüber hinaus aber eben mit ziemlich viel Verunreinigungen versehen.
Zu d)
Abgeschirmte Kabel findet man in einer üblichen Elektroinstallation nicht. Diese Kabel werden nur dann eingesetzt, wenn besondere Zwecke damit verfolgt werden, also in der Industrie, bei Krankenhäusern oder in großen Bürogebäuden mit sehr vielen Kommunikationsleitungen.
Bei unserer Planung sollten wir also folgendes bedenken:
1.) Das Verlegen von “Litzen” unter Putz ist wie gesagt nicht erlaubt! Besorgen Sie sich also nur “echte Unterputzstromkabel” oder verlegen Sie die Kabel (wenn es optisch nicht stört) eben in der Aufputzvariante.
2.) Vermeiden Sie die parallele Verlegung von mehreren unterschiedlichen Kabeln zueinander. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass dies irgendwie ein “doofer Tipp” ist. Wer schon einmal für seine Elektroinstallation Schlitze stemmen musste, der weiß, dass man sich an diesen Tipp nicht halten wird. Schließlich ist man dankbar für jeden Zentimeter, den man weniger stemmen muss und ein etwas breiterer Schlitz ist leichter gestemmt, als mehrere schmale. Außerdem gibt es Vorschriften für einzuhaltende Abstände usw. und der Fachmann wird sich vehement dagegen wehren, hiervon abzuweichen.
Überall wo man es jedoch vermeiden kann, sollte man es auch tun. Schließlich dürfte es jedem einleuchten, dass ein Kabel, an dem eine Niedervoltlampe mit ihrem leistungsstarken Trafo angeschlossen ist und das über etliche Meter in der Wand im gleichen Schlitz verläuft wie unser Kabel für die Stereoanlage, alles andere als klangverbessernd sein kann.
3.) Schließen Sie die Abschirmung (wenn vorhanden) nicht an beiden Enden mit an die Masse an, sondern nur innerhalb des Sicherungskastens. Andernfalls wird die Abschirmung nur zur zusätzlichen Masseleitung und wir verlieren einen großen Teil unsere Abschirmungsfähigkeit! Wird sie nur an einem Ende angeschlossen, steht sie zwar unter Spannung, bildet aber keinen Leiter und kann damit ihren Zweck erfüllen.
Und das Klangergebnis?
Hier stehen sich Theorie und Praxis manchmal konträr gegenüber.
Man darf auf keinen Fall davon ausgehen, dass ein in der Theorie “besseres” Stromkabel auch tatsächlich zu einer Klangverbesserung führen muss. Ich habe schon Installationen erleben dürfen, bei denen ein völlig “lahmes”, fast “dumpfes” Klangbild das Ergebnis war.
Daher kann ich nur den Rat geben, das Stromkabel vor der Unterputzverlegung einmal “lose” verlegen zu lassen und sich das Ergebnis anzuhören. Ist es in Ordnung, dann ab damit in die Wand.
Bei einem geplanten Bau hilft dieser Ratschlag nicht wirklich und auch sonst hat man wohl recht selten die Möglichkeit, das Kabel vor der Verlegung auszuprobieren.
In all diesen Situationen sollte man nicht verzweifeln, sondern sich mit der Verlegung eines “guten Stromkabels” begnügen. Fragen Sie Ihren Elektriker. Er kann Ihnen “Baumarktqualität” liefern – aber auch bessere Strippen. Zwar keine High-End-Kabel, aber doch solide aufgebaute NYM-Kabel mit etwas besserem Kupfer als Leitermaterial. Ich habe noch keine Anlage erlebt, die man klanglich nicht optimieren konnte, nur weil das Unterputzkabel das nicht zugelassen hätte. [...]
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24. September 2015HiFi-HandbuchDie Wandsteckdose
“Die Wandsteckdose!” , das ist in der Regel die richtige Antwort auf die Frage, an welcher Stelle unsere Verantwortung für den Klang unserer Stereoanlage beginnt.
Bis zu ihr dürfen wir über unsere Elektrizitätswerke schimpfen; darüber, dass der Strom nicht sauber ist und zu stark schwankt; dass die Strecke zu lang ist und darüber, dass der Handwerksbetrieb in der Nachbarschaft zu bestimmten Zeiten für uns recht wenig vom Strom übrig lässt.
Auch der Vermieter hat mit der miesen Elektroinstallation sein Päckchen zu tragen, denn in den mittelalterlich anmutenden Haussicherungskästen mag man ja überhaupt nicht hineinschauen.
All diese Schuldzuweisungen nutzen wir aber nur zu gern, um zum Ausdruck zu bringen, dass ja wohl jeder Versuch, da noch „etwas zu retten“ überflüssig sein dürfte.
Wie falsch diese Resignation sein kann und mit welch verblüffenden Klangsteigerungen wir rechnen dürfen, zeigt aber das Auswechseln der Wandsteckdose.
Allen Unkenrufen zum Trotze erweist sich in der Regel der Austausch der Baumarktsteckdose gegen eine hochwertige Wandsteckdose als überraschendes klangliches Ereignis, nachdem man möglicherweise sogar bereit ist, von nun an „alles zu glauben“.
Schauen wir uns einmal eine High-End-Steckdose etwas genauer an.
Wer schon einmal eine Elektroinstallation vorgenommen oder dabei geholfen hat, der wird sich zunächst einmal etwas seltsam fühlen müssen. Weiß er doch, dass alle alten Steckdosen mit diesen mühsam zu nutzenden Schraubkontakten gegen hochmoderne Modelle mit Klemmkontakten ausgewechselt wurden. Hiervon hat der Elektriker 5 Dosen in der gleichen Zeit verlegt, wie sonst eine mit Schraubanschlüssen!
Die alten „Schraubdinger“ haben wir natürlich längst entsorgt –
um uns heute für viel Geld wieder so ein „Schraubding“ zu kaufen, weil es besser klingen soll!?
Würde unsere Lampe mit einer High-End-Steckdose auch heller leuchten, unser Staubsauger besser saugen, die Mikrowelle schneller garen?
Ich habe keine Ahnung und möchte das alles stark bezweifeln.
Was aber solch eine Steckdose aus dem Klang meiner Stereoanlage machen kann, das weiß ich sehrwohl zu beschreiben und zu genießen.
Grundsätzliches:
Natürlich kommt es auf die Festigkeit eines Kontaktes an und massive, stabile Schraubverbindungen übertreffen die üblichen Klemmverbindungen in diesem Punkt gewaltig.
Dann ist das verwendete Material von ausschlaggebender Bedeutung.
Hersteller üblicher Steckdosen legen sehr viel Wert darauf, dass sich das Material leicht verarbeiten lässt und werden betrieblich gelenkt von der Frage: Was reicht aus?
Ich selbst habe es schon erlebt, dass ich eine Steckdose beim Einbauen so “strapaziert” habe, dass sie danach kaputt war. Vor der ersten Nutzung nur noch Schrott.
Die Fragestellung bei der Entwicklung einer HiFi-Wandsteckdose lautet dagegen: Was klingt besser?
Da wird von Messingbronze auf Reinkupfer gewechselt und dieses dann versilbert, vergoldet oder sogar rhodiniert.
Manche Hersteller entmagnetisieren die verwendeten Metallteile zusätzlich und achten sogar auf die Nutzung ganz besonderer Kunststoffmaterialien (NCF) für den tragenden Korpus.
Die sicherste Methode:
Leihen Sie sich eine Steckdose bei einem Händler, bei dem Sie sie auch wieder zurückgeben dürfen, nachdem Sie sie testweise eingebaut haben.
[...]
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24. September 2015HiFi-HandbuchDie Hauptsicherung
In modernen Sicherungs- und Schaltkästen finden wir heute ausnahmslos so genannte Sicherungsautomaten, die die “alte” Schmelzsicherung praktisch vom Markt verdrängt haben.
Der größte praktische Nachteil einer Schmelzsicherung ist schnell ausgemacht:
Ist sie im wahrsten Sinne des Wortes “durchgebrannt”, muss sie erneuert werden. Hat man keinen Ersatz zur Hand, sitzt und bleibt man im Dunkeln. Unsere Väter haben dann gerne mal Zigarettenpapier benutzt, um wieder “Strom in die Bude” zu bringen – aber heute raucht ja keiner mehr, oder? 🙂
Bei einem modernen Sicherungsautomaten ist das jedenfalls anders. Er brennt nicht mehr durch, sondern er “löst aus”. Hat dies stattgefunden, muss man das kleine Hebelchen nur wieder hoch drücken und schon ist alles wieder betriebsbereit (sofern die Ursache für das Auslösen vorher beseitigt wurde).
Ein großer praktischer Zugewinn.
Jetzt kommen aber die HiFi-Freaks und dichten diesem Teil klangverschlechternde Eigenschaften an, weshalb man wieder unbedingt diese “ollen Schmelzsicherungen” verwenden soll.
Ist das wirklich sinnvoll?
Nun, der erste Nachteil eines „Automaten“ ist, dass der Strom durch Kontaktflächen fließen muss, die eben beim Auslösen voneinander getrennt werden. Ist der Automat neu und hat auch noch niemals auslösen müssen, dann ist der Kontakt zwischen den beiden Flächen sauber und der Nachteil eines solchen Automaten wirkt sich prinzipiell nicht spürbar aus. Mit der Zeit aber ändert sich das. Korrosion und Rückstände von alten “Kurzschlüssen” setzten sich zwischen die Kontaktflächen und sorgen so für eine Verschlechterung des Stromflusses.
Es gibt zudem die Aussagen, dass der Kontakt von Hause aus nicht gut genug ist und dass solche Automaten je nach Spannungszustand regelmäßig und unbemerkt für Sekundenbruchteile den Kontakt öffnen, ohne tatsächlich auszuschalten und den Kontakt komplett zu unterbrechen. Noch extremere Aussagen gehen dahin, dass diese Kontakte permanent “vibrieren”, um schnell genug ausschalten zu können.
Mit anderen Worten: Die Kontaktfläche ist instabil und selbst eine Sicherung, die nie wirklich ausgelöst hat, kann ziemlich unsaubere Kontaktflächen aufweisen.
Eine Schmelzsicherung arbeitet dagegen, wie der Name schon sagt, vollkommen anders. Sie kennt nur 2 Zustände: heile oder kaputt.
Solange sie funktioniert, sorgt sie durch die großen Kontaktflächen für einen guten Übergangswert und ein “kurzzeitiges Trennen” ist bei ihr vollkommen ausgeschlossen. Fließt zu viel Strom, brennt sie durch und muss ausgewechselt werden.
Eine zweite Theorie schiebt dem Automaten eine Klangverschlechterung durch Induktivität in die Schuhe. Auch diese Theorie ist nachvollziehbar, denn im Automaten steckt eine Spule und wo eine Spule ist, da ist auch Induktivität.
Der Wechsel von einem Sicherungsautomaten auf eine Schmelzsicherung geht heute viel einfacher vonstatten als noch vor kurzer Zeit. Bis dahin benötigten die Schmelzsicherungen im Verteilerkasten immer den Platz von 3 Automaten, was manchmal eng werden konnte. Neue Entwicklungen aber brauchen nicht mehr Platz als ein marktüblicher Automat.
Wenn Sie keinen Gefallen an einer Schmelzsicherung finden können, sollten Sie aber wenigsten Ihren Elektriker mal danach fragen, ob er die Sicherung für die Stereoanlage nicht gegen eine hochwertigere (statt der evtl. vorhandenen Baumarkt-Sicherung) auswechseln kann.
Ganz besonders toll wäre es, wenn er es hinbekäme, dass Ihre Stereoanlage eine ganz eigene Sicherung erhalten kann, damit dann keine störenden Abnehmer wie Trafos von Leuchten oder ähnliches am gleichen Strang (Kabel) hängen.
Der Markt hält auch spezielle High-End-Sicherungen bereit und wie es nun einmal so ist, gehen auch die verschiedenen Entwickler unterschiedliche Wege. Was dazu führt, dass die klanglichen Ergebnisse voneinander abweichen. Bringt man mit Sicherung A) mehr Räumlichkeit und Analytik in die Anlage, verhilft uns Sicherung B) zu einem wirklich satten und vollen Bass. Ein anderer Anbieter baut ein ganzes System aus einem Grundmodul und verschiedenen Sicherungen (Kupfer, Gold, Silber) mit unterschiedlichen Klangergebnissen auf.
Wer also diese mögliche Störquelle beseitigen will, der tut gut daran, sich vor dem Kauf gut zu informieren, denn der Wechsel der Sicherung sollte durch einen Fachmann durchgeführt werden und da wird es wenige geben, die sich einen Nachmittag Zeit nehmen, um uns schön der Reihe nach verschiedene Sicherungen zu montieren.
Und was ist mit dem FI?
Skeptiker müssen jetzt natürlich darauf hinweisen, dass in einem Sicherungskasten vor den Sicherungen ja noch ein Fehlerstromschutzschalter montiert ist, der prinzipiell so funktioniert wie der Sicherungsautomat – zumindest was die klangbeeinflussenden Bauteile angeht. Und ja – sie haben recht!
Und mit genau diesem Einwand stellt sich uns die grundsätzliche Frage, wie sinnvoll einzelne klangverbessernde Maßnahmen sein können, wenn man andere Störquellen bestehen lässt oder wie hier bestehen lassen muss.
Aktualisierung:
Mittlerweile hat sich ein Hersteller gefunden, der uns auch einen audiophilen FI anbieten kann.
Lesen Sie hier weiter: Doepke Fi
Man kann nun eine Menge hinkende Vergleiche anbringen, die ich mir aber allesamt sparen möchte. Tatsache ist, dass es einzelne Maßnahmen gibt, die auch dann zu einer deutlichen Klangverbesserung führen, wenn andere Störquellen vorhanden bleiben und es andere Maßnahmen gibt, die theoretisch zu einer Verbesserung führen würden, im Rahmen der nicht passenden Komponenten aber erst einmal zu einer Klangverschlechterung führen.
Beispiel:
Tauschen wir in einer Kette, in der alle Kontaktflächen vergoldet sind (Stromstecker, Cinch-Stecker, Kabelschuhe …) ein einzelnes Kabel gegen eines mit rhodinierten Kontakten, ist es an der Tagesordnung, dass das Klangbild plötzlich als sehr “kalt, analytisch, metallisch” und eben “schlecht” empfunden wird. Lassen wir das neue Kabel stecken und fügen an einer anderen Stelle ein zweites Kabel mit rhodinierten Kontakten hinzu, kann das Klangbild dadurch völlig umschlagen und wir registrieren “Wärme, Körper und Volumen”. Wechseln wir dann alle Kabel mit vergoldeten Kontakten gegen die rhodinierten Vertreter, eröffnet sich uns die gesamte Spannweite der Musikwiedergabe mit einer erstaunlichen Durchsichtigkeit und Präzision bei gleichzeitiger Wärme, Fülle und Harmonie. Und alles bricht wieder völlig in sich zusammen, wenn wir nun ein einzelnes Kabel gegen eines mit vergoldeten Kontakten zurücktauschen.
Das Wechseln der Hauptsicherung ist eine Tuning-Maßnahme, die wir ganz weit nach hinten schieben sollten. Wenn wir wirklich nichts anderes mehr verbessern oder vervollständigen können und in der Lage sind, genau zu definieren, was die Sicherung klanglich bewirken soll, dann können wir das Thema Hautsicherung angehen. [...]
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11. September 2015HiFi-HandbuchDas Rohr als Kabel
Ein Kabelentwickler aus Frankreich erzählte mir mal folgende Geschichte:
Er nahm zwei Kunststoffstreifen, legte sie vor sich auf den Tisch in seinem Wohnzimmer und starrte sie an, als müssten sie ihm deshalb eine Lösung verraten. Als er so vor sich hingrübelte, kam seine Tochter ins Zimmer, sah die Plastikstreifen, nahm einen, rollte ihn der Länge nach zum „Fernglas“ zusammen, schaute hindurch und meinte: „Papi, ich sehe Dich!“.
Und, Sie werden es schon ahnen – seine Lösung für ein Lautsprecher-Rohrkabel war gefunden!
Wenn man eine Folie der Länge nach aufrollt, wird daraus ein Rohr. Ein Rohr ist also nichts anderes, als eine der Länge nach aufgewickelte Folie. Eine Folie ohne scharfe Kanten!
Doch Rohre sind nicht flexibel, nicht biegsam. Wie soll man sie hinten am Verstärker festklemmen, den Schrank herunter führen, dann zum Lautsprecher schwenken und möglicherweise noch wieder einen Meter hoch zu den Polklemmen? Wie soll das gehen?
Der Kollege aus Frankreich begnügte sich daher damit, die Hauptstrecke mit den Röhren zu überbrücken. An beiden Enden befestigte er dann doch wieder Kabel aus seinem üblichen Portfolio. Diese Rohrkabel klangen schon sehr gut, waren aber auch extrem teuer, was vor allem daran lag, dass sie aus purem Gold gefertigt worden waren.
NF-Kabel in der Rohrform hat es für spezielle Zwecke auch gegeben, aber da sie in der kleinen Ausführung dann wieder zu Hohlleitern werden, wollen sich nur wenige HiFi-Entwickler mit ihnen anfreunden. [...]
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11. September 2015HiFi-HandbuchDas Folienkabel
Bringen wir doch mal die Fakten zusammen, die wir bisher erarbeitet haben:
* Bei einer massiven Ader stoßen wir auf den Skin-Effekt, also auf einen frequenzabhängigen Widerstand, der hohe Frequenzen an die Oberfläche des Leiters verdrängt.
* Bei Adern aus Litzen wandern die Signale ständig von einer zur anderen Litze und dabei haben sie Übergangswiderstände zu überwinden.
* Verlackt man die Litzen, entsteht im Spielbetrieb Induktion, also elektromagnetische Felder
Fazit:
Wir dürfen also weder einen massiven Draht verwenden noch Litzen, also was dann?
Folie?
Wir nehmen einen massiven Draht und „bügeln“ ihn platt bis er zu einer dünnen Folie geworden ist. Seinen Querschnitt verändern wir dadurch logischerweise überhaupt nicht. Er wird also im eigentlichen Sinne weder dünner noch dicker. Und doch wird er natürlich beides.
In der einen Ausrichtung wird er „mächtig dick“ und in der anderen „hauchdünn“.
Gibt es in einem Folienleiter noch einen Skin-Effekt?
Was ist mit der Induktion?
Theoretisch müssten wir all diese Probleme mit einer Folie hinter uns lassen, doch in der Praxis ergeben sich neue Probleme.
Und diese führen uns auch gleich zum nächsten großen Thema, dem Dielektrikum.
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Das Dielektrikum ist ganz einfach die Isolierung, also das, was um eine Ader oder um ein Kabel drum herum ist. Doch so banal dieses Thema auch oberflächlich betrachtet zu sein scheint, es hat so seine Tücken, die ich im Artikel über das Dielektrikum näher beschreibe.
An dieser Stelle sei aber auf etwas anderes hingewiesen:
Es liegt nahe, dass zwei eng aufeinander liegende Folien, die nur durch eine dünne Isolierung voneinander getrennt sind, induktive, also elektromagnetische Felder erzeugen und sich damit gegenseitig beeinflussen.
Verhindert man dies nun dadurch, dass man die Folien nebeneinander legt, also mit den dünnen Kanten zueinander zeigen lässt?
Es gab Lautsprecherkabel in dieser Form, bei denen ziemlich schnell die Isolierung von den scharfen Kanten durchschnitten worden sind. Kommen zwei solche abisolierten Kanten aneinander, verursachen sie einen klassischen Kurzschluss, was elektrische Geräte gar nicht gerne mögen. Und Hersteller, die für einen verursachten Schaden aufkommen sollen, auch nicht.
Es hat deshalb Kabelhersteller gegeben, die zwischen den beiden Folien eine sehr stabile Kunststoffschicht gelegt haben. Durchgesetzt haben sich diese Kabel nicht.
Manche behaupten, dass dieser Steg zwischen den Folien dafür verantwortlich war, dass der Klang schlechter wurde.
Eine alternative Lösung fand man im NF-Bereich. Dort wickelte man die Folien spiralförmig um einen massiven Plastik-Kern. Damit die beiden Folienleiter nicht über die gesamte Strecke parallel zueinander verliefen, wurden sie gegenläufig gewickelt.
So kreuzten sie sich pro Umwicklung zwei mal. Dadurch, dass die Spiralform sehr langgezogen wurde, beschränkte man diese Kreuzungen auf ein Minimum.
Kritiker dieses Aufbaus verwiesen aber auf die Tatsache, dass man auf diese Weise einen Hohlleiter konstruiert hätte und verwiesen auf die Nachteile dieser Bauart, auf die ich ebenfalls an anderer Stelle noch eingehen werde.
Festzuhalten ist, dass die Folie durchaus ihren Reiz zu haben scheint und viele theoretische Probleme löst, leider aber auch hier und da an einfachen praktischen Problemen scheitert. [...]
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11. September 2015HiFi-HandbuchLackdraht
Ich muss Euch vorab enttäuschen.
Weder kommen wir jetzt in die „schlüpfrige Lack-und-Leder-Abteilung“, noch zum Motto: „Unser Kabel soll schöner werden“, sondern einfach nur zu der Lösung der Frage, wie wir es verhindern können, dass Signale bei einem Litzenaufbau permanent von der einen in die andere Litze wechseln.
Die Lösung nennt sich: Lackdraht.
Hierbei handelt es sich um Litzen, die mit einem isolierenden Lack umhüllt wurden.
Auf unserer Abbildung seht Ihr eine “Drossel”. Ihr seht, dass die Drähte sich berühren und trotzdem keinen “Kurzschluss bauen” – weil sie mit einem isolierenden Lack versehen sind.
Die Theorie:
Wenn ich die einzelnen Litzen mit einem isolierenden Lack versehe, dann dürfen sie sich ruhig gegenseitig berühren. Sie sind ja isoliert. Also können die Signale nicht mehr aus der einen Litze heraus und in die nächste Litze hinein fließen.
Genau aus der Litze, in die sie am Anfang des Kabels hineingeflossen sind, werden sie am Ende auch wieder herausfließen. Also haben die Signale kein einziges mal einen Übergangswiderstand überwinden müssen und logischerweise kann sich nun das Wechseln von der einen in die andere Litze auch nicht mehr klangverschlechternd auswirken.
Kein Skin-Effekt – keine Übergangswiderstände = das perfekte Kabel, oder?
Sagt Ihnen der Begriff „Induktion“ etwas?
Klar, werden Sie vielleicht sagen – damit kochen wir doch!
Und richtig – so etwas ähnliches meine ich auch. Der Begriff wird in der Elektronik allerdings mehrfach verwendet.
Wir befassen uns hier mit der elektromagnetischen Induktion, die wir zum Beispiel in einem Dynamo finden (Magnetismus erzeugt Strom) oder in einem Elektromotor (Strom erzeugt Magnetismus).
Induktion – das ist so etwas wie die „Aura“ bei uns Menschen. 🙂
Die Litze wird von einem unsichtbaren elektromagnetischen Feld umgeben, sobald sie Spannung führt. Verlaufen zwei spannungsführende Litzen parallel zueinander oder werden sie sogar umeinander gewickelt, dann befinden sich beide Litzen im Magnetfeld der jeweils anderen. Und genau dies beeinflusst die Signale, wenn sie durch Litzen aus Lackdraht fließen.
Natürlich muss hier die Frage gestellt werden, wie hoch das Ausmaß dieser gegenseitigen Beeinflussung denn überhaupt sein kann. Ich kann dazu nur auf den einfachen Versuchsaufbau eines Dynamos verweisen, wie wir ihn aus dem Physikunterricht oder von unserem Elektrobaukasten kennen, also einer Spule um einen Magneten herum.
Bewegen wir den Magneten, wird in der Spule eine Spannung erzeugt. Diese Spannung reicht aus, um in unserem Versuchsaufbau eine kleine Glühlampe zum Leuchten zu bringen.
Beim umgekehrten Aufbau, wie wir ihn in einem Elektromotor vorfinden, bringt uns die Kraft des Motors, die schon aus einer „kleinen Stromquelle“ wie einer 9V-Batterie entsteht, durchaus zum Staunen.
Sicher ist der Einfluss der Induktion auf ein Musiksignal nicht groß genug, um es zu „zerstören“, aber dass sie unsere Musik völlig unangetastet lässt, ist doch ziemlich unwahrscheinlich.
Also bleibt auch in diesem Abschnitt wieder nur festzustellen, dass wenn das Ausmaß der Induktivität eines Kabels von seinem Aufbau, also seinem Design abhängig ist, dann müssten unterschiedlich aufgebaute Kabel auch zu unterschiedlichen Klangergebnissen führen, oder?
Es müsste sich jedenfalls auswirken, wenn wir die Hin- und Rücksignale voneinander getrennt oder “durcheinander” fließen lassen. Auch die Art des Verschlags, also wie die Litzen umeinander geflochten sind, müsste sich auf die Signale auswirken. [...]
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11. September 2015HiFi-HandbuchDie Litze
Wer so ein Kabel wieder real vor sich haben will, der geht jetzt vielleicht mal mit einer Schere in den Keller und sucht dort das kaputte Bügeleisen oder den defekten Staubsauger. Die Baumarktbesucher fragen nach einem Gerätekabel (z.B. H05RR-F).
Oder man schaut sich einfach wieder die Abbildung neben diesem Text an.
Beim Aufschneiden des Kabels werden wir wieder wie beim Feuchtraumkabel drei bis fünf Adern entdecken. Allerdings unterscheiden sich die Adern von denen aus dem Feuchtraumkabel. Sie bestehen nämlich nicht aus massiven Drähten, sondern aus vielen winzig dünnen Drähtchen, also aus „Litzen“.
Bei Haushaltsgeräten sorgt dieser Aufbau vor allem dafür, dass das Stromkabel nicht dauernd „durchbricht“. Bügeleisen oder Staubsauger werden halt viel bewegt und das würde dazu führen, dass wir die einzelnen, massiven Drähte eines Kabels ständig „verbiegen“ würden.
Im HiFi-Bereich kenne ich keine Anwendung, bei der ein Kabel einer ähnlichen mechanischen Belastung ausgesetzt wäre, weshalb wir diesen Aspekt beiseite legen können. Für uns ist ein anderer Aspekt viel bedeutender, nämlich die Frage, ob wir damit nun den Skin-Effekt verhindern können, denn das sollte ja unser Ziel sein.
Zur Theorie:
Bei einem Draht, bei dem wir viele dünne Litzen verwenden, hat ja jede Litze für sich einen „mittleren Kern“, durch den die tiefen Frequenzen fließen und eine Oberfläche, an der die hohen Frequenzen fließen. Da wir nun Litzen sowohl im mittleren Kern der Ader als auch am Rand der Ader haben und diese Litzen möglicherweise sogar so umeinander gewickelt wurden (Verschlag), dass jede Litze mal innen und auch mal außen verläuft, kann es den Frequenzen überhaupt nicht mehr gelingen, sich so „aufzuteilen“, dass die einen innen und die anderen außen fließen, oder?
Der Übergangswiderstand – oder:
Diese Signale sind schrecklich untreue Typen!
Statt über den ganzen Verlauf des Kabels in der zu Beginn gewählten Litze zu verbleiben, werden sie permanent von der „hübschen Nachbarlitze angelockt“ und glauben in ihr das größere Glück zu finden. … oder so. 🙂
Sachlich ausgedrückt:
Die dünnen Drähtchen berühren sich. Da sie leitend sind, fließen die Signale eben fortlaufend von der einen zur anderen Litze. Und das, obwohl der Weg durch eine einzelne Litze ja viel „leichter“ wäre.
Immer und immer wieder stoßen wir in der Natur auf die Aussage: „… sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes!“.
Unseren Signalen scheint man diese Information verschwiegen zu haben. Sie wechseln.
Und bei jedem Wechsel haben sie den so genannten Übergangswiderstand zu überwinden. So eng diese Litzen auch beieinander liegen mögen, unter dem Mikroskop ergeben sich Zwischenräume. Und diese Zwischenräume sorgen dafür, dass ein Übergangswiderstand erzeugt wird. … den das Signal beim Wechseln zu überwinden hat.
Und nun kommen wir zu der Frage:
Wie oft geschieht das wohl auf dem Weg durch ein sagen wir mal drei Meter langes Lautsprecherkabel?
Wie oft wechseln die Signale die Litze?
Zehn mal?
Zehnmillionen mal?
Lässt sich das messen oder anderswie feststellen?
Und selbst wenn –
würden uns diese Messergebnisse etwas bringen? Wäre die Häufigkeit des Litzenwechselns dann ein Indiz für die Klangqualität eines Kabels?
Müsste dann etwa dem Verbraucher demnächst auf der Verpackung mitgeteilt werden, wie oft die Signale bei diesem Kabel durchschnittlich die Litzen wechseln?
Wovon wäre das überhaupt abhängig? Vom Material, vom Aufbau, von der Reinheit …
Halten wir fest:
Mit einem Litzenaufbau verhindern oder mindern wir zwar den Skin-Effekt. Durch den ständigen Wechsel der Signale von der einen in die andere Litze, sind jedoch vielfach Übergangswiderstände zu überwinden, die sich möglicherweise auf das Klangergebnis auswirken können.
Geht man davon aus, dass Hersteller unterschiedlich dicke Litzen aus unterschiedlichen Materialien und mit einem unterschiedlichen Verschlag verwenden, dann könnte hierin durchaus eine Ursache dafür liegen, dass sich Kabel im Klangergebnis unterscheiden. [...]
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11. September 2015HiFi-HandbuchDer Skin-Effekt
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Der Skin-Effekt
Am Anfang war der … Kupferdraht.
Ja, natürlich kennen Sie einen Kupferdraht.
Um aber eine genaue Vorstellung davon zu bekommen, wovon ich hier schreibe, kann es nicht schaden, wenn man sich z.B. ein Stück „Feuchtraumkabel“ (fachmännisch NYM) besorgt, ein Ende abisoliert und sich dann einen der vermutlich drei bis fünf vorhandenen Kupferdrähte genauer ansieht. Natürlich tut es auch die Abbildung rechts neben diesem Text.
Dass Sie hier schwarze, braune, graue, blaue und gelbgrüne Adern entdecken können, soll uns an dieser Stelle nicht weiter interessieren.
Wenn wir uns vor Augen führen, dass durch dieses Kabel unsere Waschmaschine oder der 2.000 Watt Radiator mit Strom versorgt werden, sollte dies in uns die Überzeugung reifen lassen, mit einem solchen Kabel auch als Signalleiter gut versorgt zu sein und wir werden uns zudem sicher sein können, sogar noch viele „Reserven“ geschaffen zu haben, oder?
Und schön preiswert ist es auch noch!
Doch Pustekuchen! Dieser Draht taugt als Signalleiter nicht sonderlich viel.
Der Skin-Effekt soll daran Schuld sein!
Im Internet und in jeder Bibliothek können Sie zum Skin-Effekt umfangreiche, wissenschaftlich korrekte Informationen und Formeln finden. Davon ist aber vieles sehr schwer verständlich, weshalb ich hier versuchen möchte, den Skin-Effekt einmal auf folgende Art zu erklären:
Haben Sie schon mal so eine feuchtfröhliche Flossfahrt auf einem Miniflüßchen mitgemacht?
Wenn ja, wird Ihnen aufgefallen sein, dass die Geschwindigkeit des Flosses immer dann am höchsten war, wenn es sich in der Mitte des Wasserlaufs befand. Trieb es näher zum Ufer hin, nahm die Geschwindigkeit ab. Die Strömungsverhältnisse waren in der Mitte des Flusses einfach am günstigsten.
Und so etwas ähnliches passiert auch, wenn Strom durch ein Kabel fließt. In der Mitte des Drahtes fließt der Strom irgendwie „besser“, „schneller“, „widerstandsloser“. Jedenfalls für tiefe Frequenzen.
Steigt nämlich die Frequenz eines Signals an, verschlechtert sich die Leitungseigenschaft in der Mitte des Kupferdrahtes. Irgendwann wird der Widerstand dort so stark, dass die höheren Frequenzen immer mehr nach außen zum Rand hin verdrängt werden. Sehr hohe Frequenzen fließen dann ausschließlich an der Oberfläche des Leiters.
Stark vereinfacht ausgesagt führt dies dazu, dass die tiefen Frequenzen „ab durch die Mitte“ und die hohen Frequenzen „immer am Rand lang“ fließen.
Kabel mit massiven Leitern finden wir im HiFi-Bereich daher schon lange nicht mehr. Was aber natürlich auch daran liegt, dass solche Kabel unflexibel und schlecht zu verarbeiten sind. [...]
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8. September 2015HiFi-HandbuchDieses Thema gehört zu: AUDIOSAUL Handbuch der High-Fidelity
Kapitel: Kabel und Kabelklang
Beitrag: Das Kabel an sich in der High-Fidelity
Stromleitung
Mit der Erfindung des elektrischen Stroms entstand die Aufgabe, diesen von A (Stromquelle) nach B (Verbraucher) transportieren zu müssen. Das konnte jeder einfache Draht bewerkstelligen.
Doch der Draht, der Strom transportieren sollte, der musste isoliert werden, da Strom nun einmal eine gefährliche Angelegenheit ist. Und so wurde aus einem Draht ein Kabel.
Doch anders als Wasser, das durch einen Gartenschlauch fließt, benötigt Strom immer einen geschlossenen Kreislauf, also einen Hin- und einen Rückleiter, um fließen und eine „Leistung“ vollbringen zu können.
Den wohl einfachsten aller Versuchsaufbauten kennen wir alle noch aus dem Physikunterricht:
Batterie – Kabel – Glühbirne – Kabel – Batterie.
Wird der Stromkreis geschlossen, fließt der Strom und bringt die Glühbirne zum Leuchten.
Wird der Stromkreis unterbrochen, leuchtet nichts mehr.
Beim „Gleichstrom“, wie wir ihn von der Batterie her kennen, fließt der Strom immer in die gleiche Richtung, nämlich von Plus nach Minus.
Beim Wechselstrom gibt es diese Plus- und Minuspole nicht mehr, da die Flussrichtung des Stroms sich permanent ändert. Wie schnell sich die Flussrichtung ändert, ist auf unserer Erde je nach Region unterschiedlich, beschränkt sich aber auf die beiden Werte 50 Hz und 60 Hz. In Deutschland liegt sie bei 50 Hz.
Unabhängig davon, ob wir nun mit Gleichstrom oder Wechselstrom arbeiten, ist das Prinzip eines Stromkabels immer das gleiche:
Auf der einen Seite liegt die Stromquelle (da kommt die „Kraft“ her) und auf der anderen Seite liegt der Verbraucher (der die „Kraft“ benötigt). Das kann eine Glühbirne sein, ein Motor, ein Heizelement oder vieles mehr.
Stecken wir den Stecker des Stromkabels in die Steckdose, werden beide benötigten Kontakte hergestellt und der Strom kann fließen und seine Leistung vollbringen.
Signalleitung
Irgendwie finden wir dieses Prinzip zwar auch bei der Signalleitung, aber doch gibt es einen gravierenden Unterschied.
Mit einer Signalleitung verbinden wir nämlich immer einen „Signalsender“ mit einem „Signalempfänger“.
Der Signalsender, das kann zum Beispiel der Tonabnehmer (hier mal ganz einfach die „Nadel“ genannt) eines Plattenspielers sein. Die Nadel durchfährt beim Abspielen der Platte die Rille, wird dadurch bewegt und durch ihren inneren Aufbau mit Spulen und Magneten erzeugt sie analog zur Information auf der Platte eine elektrische Spannung.
Diese schickt sie durch die angeschlossenen Kabel zur Eingangsstufe des Verstärkers. Der Verstärker muss diese Signale nun „empfangen“ und lesen, also auswerten können.
Strom wird hier also nur sekundär als „Kraftquelle“ genutzt, primär als Informant.
Dies ist eine sehr bedeutende Feststellung und deshalb gehört sie hier auch in den einleitenden Artikel.
Was nämlich mit Informationen „unterwegs“ so alles passieren kann, das kennen wir noch aus unserer Kindheit, wenn wir „stille Post“ gespielt haben.
Und während manche von uns die erhaltenen Informationen damals erstaunlich korrekt und “verlustfrei” weitergeben konnten, waren andere einfach „erbärmlich schlechte Signalkabel“, um es mal so auszudrücken.
Wenig Spannung!
Manch ein Tonabnehmer erzeugt maximal eine Ausgangsspannung von gerade einmal 0,08 mV!
Das ist salopp gesagt so gut wie nichts.
Um derart winzige Informationen dennoch „empfangen“ , „lesen“ und „auswerten“ zu können, benötigen wir Bauteile, die man im optischen Bereich vermutlich als „Mikroskope“ bezeichnen würde.
An dieser Stelle solltet Ihr als Leser schon „irgendwie so ein Gefühl dafür entwickeln“, wie wichtig es sein muss, dass die von diesem Tonabnehmer erzeugten Informationen vollständig und unverändert am „Empfänger“ ankommen müssen, oder?
Was weg ist ist weg
Was da unterwegs verloren geht oder manipuliert worden ist, das kann vom besten Empfänger der Welt nicht mehr korrekt ausgelesen werden.
Aber selbst wenn wir auf ein verhältnismäßig lautes Quellgerät wechseln wie unseren CD-Spieler, dann liegen wir immer noch im Bereich um die 2 Volt. Viel wohler wird es uns da auch nicht wirklich, oder?
Aber in diesem Buch geht es nicht um Gefühle, oder doch?
Jedenfalls hoffe ich mit dieser Einleitung Eure „Sensoren“ für das Thema Kabel aktiviert zu haben. [...]
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