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1) Aktuelle Infos
Aktuelle Infos
3. April 2026In meinem Bericht “ROON Core Server – Hardware-Alternativen” stelle ich Ihnen einige der vielen Möglichkeiten vor, sich einen ROON-CORE-SERVER einzurichten, bzw. einen fertigen Roon-Core-Server zu kaufen. (Informationen über die ROON-Software finden Sie z.B. hier: Link)
ROON ist einzigartig, konkurrenzlos, läuft schnell und stabil und klingt traumhaft gut.… wenn man weiß, was man wie machen muss!Um ROON zu klanglichen Höchstleitungen zu bringen, brauchen wir eben nicht einfach nur die App, sondern wir benötigen erstens eine ROON-Lizenz und zweitens den richtigen Intel-PC, auf dem wir den ROON-Kern (Core) samt Roob-Betriebssystem (ROCK) installieren können.
Sollten Sie sich zum Kauf eines fertigen Streamers entschlossen haben, ist es nicht erforderlich sich diesen Bericht durchzulesen. Dieser Bericht richtet sich an alle, die nicht bereit sind 10.000,- € und mehr nur für ein edles Gehäuse und einen etablierten Namen auszugeben, sondern die lieber mal einen Blick auf die Innereien werfen.Ein Roon-Core-Server stellt beim Anschluss und bei der Bedienung die selben Anforderungen wie jeder andere Streamer auch. Es gibt keinen Unterschied – auch nicht in der Nutzung!Lassen Sie sich also nicht Bange machen!
Zum ROON-System:
Das ROON-System besteht aus folgenden Modulen.
… dem ROON-Core – also dem Herzen des ROON-Systems.Ohne ihn geht gar nichts, er beinhaltet die Datenbank und die eigentliche Funktionalität von ROON.Ihn gibt es in zwei Versionen:A) Als pures ROON-Optimized-Core-Kit (ROCK) für einen PC auf NUC-Basis(das ist die klanglich beste Verwendungsart)B) Als ROON-Core-App zur Installation auf verschiedenen Betriebssystemen
… der ROON-Remote-AppSie installieren wir auf unserem Tablet (Apple oder Android) und sie gewährt uns den Zugang zu den unglaublichen Möglichkeiten von ROON. Einfach gesagt – ist dies eine sehr komfortable Fernbedienung. Nicht mehr und nicht weniger.
In diesem Bericht will ich Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der Hardwarenutzung aufzeigen.Dazu muss man wissen:ROON hat seine Software in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller „Intel“ entwickelt und mag deshalb auf Rechnern ohne Intel-Prozessor nicht wirklich gut laufen.
Lesen Sie hier, welche Alternativen sich für die Installation des ROON-Cores ergeben.
Option 1 – Ich habe doch ein Laptop!
Es ist ja so einfach!
Man lädt sich den ROON-Core für sein Betriebssystem herunter, installiert es, besorgt sich eine Probe-Lizenz und schon ist man mitten in der ROON-Welt.Das Macbook/der Laptop wird zum ROON-Kern und zur ROON-Remote gleichzeitig – und ich muss keine neue Hardware kaufen.Ich brauche nur noch einen „roon-ready“-Endpoint oder gehe einfach per DAC an meine Stereoanlage. Genial!Es sei aber darauf hingewiesen, dass diese Lösung nicht wirklich perfekt ist. Klanglich geht das besser und von der Nutzbarkeit her auch.Ein ROON-CORE-SERVER (RCS) sollte eigentlich fortlaufend eingeschaltet bleiben.Auch doof:Oft müssen wir uns zwischen Musikhören, Spielen oder Arbeiten entscheiden, denn alles auf einmal geht mit nur einem Laptop nicht gut.
Option 2 – Ich verwende einen ausgesonderten PC
Wer noch einen ausgesonderten PC hat, kann diesen durchaus zu einem ROON-Core-Server umrüsten. Große Geräte stellen wir aber wohl eher nicht in unser Wohnzimmer und kleine PC haben oft ziemlich laute Lüfter.Steht der PC in einem anderen Raum stört er zwar nicht mehr, ist aber jetzt über ein langes LAN-Kabel mit unserer Anlage verbunden und die klanglich beste Lösung – nämlich die direkte Verbindung zum DAC über ein gutes USB-Kabel – die ist nicht mehr möglich.Aber seien wir ehrlich –die in dem ausgesonderten PC verwendeten Bauteile sind in der Regel in keiner Weise klangoptimiert und wenn wir anfangen wollen, das alte Ding klanglich zu tunen, sind wir schnell mehr Geld los, als wir für einen neuen, speziellen PC bezahlen müssen.
Option 3 – Ich installiere den Core auf meinem NAS
Die Idee ist gut – aber teuer und klanglich auch nicht optimal.Wir brauchen einen teuren NAS (mit Intel-Prozessor!) und den wollen wir mit seinen lauten Lüftern ganz sicher nicht in unserem Wohnzimmer stehen haben.Steht er im Keller, müssen wir ihn wieder über unser Heimnetz mit der Anlage verbinden und so genießen wir zwar den Funktionsumfang von ROON, aber leider nicht die klanglichen Qualitäten.
Option 4 – Ich baue mir einen NUC selber
NUC
Der NUC (next unit computer von Intel) wurde von ROON zur Entwicklung der Software genutzt und ist von der Hardware her der perfekte ROON-CORE-SERVER – denn er passt als „Deckel genau auf diesen Topf“.Für um die 300,- € geht es mit einem i3-Board schon los. Jetzt brauchen wir nur noch den passenden Arbeitsspeicher, eine M.2-SSD und schon können wir ROCK installieren und ROON genießen.Theoretisch.Denn praktisch – fangen wir uns die selben Nachteile ein, die uns auch von den vorherigen Lösungen weggebracht haben. Ein NUC ist laut und ein i3-Prozessor ist eine schlechte Entscheidung!
Statt an dem i3 festzuhalten, steigen wir da lieber auf einen i7 um …und suchen uns auch die weiteren Bauteile passend dazu, oder?
Option 6 – Ich kaufe mir einen ROON Nucleus
Roon-Nucleus
ROON Labs hat sich in den Gründungsjahren geweigert auch Hardware anzubieten. Das war ein Fehler. Vielen Usern scheint es logisch zu sein, dass eine Hardware vom selben Hersteller wie der Software am besten zusammenpassen muss. Schade nur, dass Roon Labs dem Computer kaum eine Bedeutung beimisst. Ein Computer ist ein Computer – alles andere ist Voodoo. Und so bietet man auch heute noch immer mal wieder unterschiedliche Geräte an, behandelt sie aber leider ziemlich “stiefmütterlich”.
Aktuell hat man die Wahl zwischen einem sehr günstigen, aber leider nicht ernst zu nehmenden Modell und einem extrem teuren Design-Modell. Wir raten Ihnen dazu, sich die Alternativen auf dem Markt anzuschauen!
Option 7 – Ich kaufe mir einen PrimeCore Audio A7
PrimeCore Audio® © Markus Wierl
Genau genommen – ist ein PrimeCore Audio A7 auch nichts anderes als nur ein anderer NUC.Der Unterschied steckt “unter der Haube”.
Board, M.2-SSD und der Arbeitsspeicher bilden nicht nur jeweils die teuersten Vertreter ihrer Gattung, sondern auch die zuverlässigsten. “Industriestandard” heißt das erste Geheimnis. Diese Auszeichnung sorgt dafür, dass diese Bauteile auch in der Luft- und in der Raumfahrt Verwendung finden. Das zweite Geheimnis liegt darin, dass hier intensivste Grundlagenforschung betrieben wurde und ausschließlich pSLC-M.2-SSD eingesetzt werden. Das dritte und sicher bedeutendste Geheimnis liegt in der Mühe, die wir uns dabei gegeben haben, Bauteile zu finden, die klanglich optimal miteinander harmonieren. Etwa 2 Jahre hat diese Optimierung gedauert – aber es hat sich gelohnt.
Fazit:Ein PrimeCore Audio A7 ist “auch nur ein NUC” – aber es lohnt sich nicht, ihn selber bauen zu wollen, da er preislich viel zu dicht bei den einzelnen Bauteilpreisen liegt. [...]
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7. März 2026Aktualisiert: 07.03.2026
CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten?
Im Beitrag „CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten?“ beschreibe ich meine Höreindrücke beim Vergleich dieser Formate und vielleicht helfe ich damit auch gleichzeitig die Frage zu beantworten, auf was man denn eigentlich achten muss, wenn man solche Hör-Vergleiche anstellen will.
Hinweis zur Aktualisierung:
Die bisherige Version war nicht mehr aktuell, da wir mittlerweile sehr viele neue Erkenntnisse im Hinblick auf die Komponenten und auch auf die Optimierung unserer Heimnetzwerke sammeln konnten.
Voraussetzung für einen Vergleich = Die selbe Musik.
ECM hat seinen kompletten Katalog auch für die Streaming-Portale freigegeben.
Aus meiner Sicht eine gute Entscheidung – für mehr Musik – für mehr Qualität – für mehr Anspruch.
Jetzt mag es Menschen geben, die mit dieser Aussage nicht viel anfangen können. Vielleicht, weil sie Jazz nicht sonderlich mögen.
Doch selbst der, der Jazz gar nicht mag und der, dem das Label ECM unbekannt ist – der wird vermutlich dennoch mindestens ein Album aus dessen Repertoire kennen und möglicherweise sogar selbst besitzen:
Keith Jarrett, „The Köln Concert“, 24. Januar 1975 in der Kölner Oper.
Es ist das meistverkaufte Album in der Geschichte dieses Jazz-Labels.
Auf Grund einer grandiosen Aufnahmeleistung eignet sich dieses Album vorzüglich zur Bewertung der Komponenten-Qualität. Keith Jarrett improvisiert etwa eine Stunde lang auf einem Bösendorfer Stutzflügel, der eigentlich nur für die Proben genutzt werden sollte.
Diesem Instrument entlockt er Töne, die mit einem „normalen“ Klavierspiel nicht viel gemein haben.
Ob Sie einfach nur grundsätzliche Dinge prüfen möchten („eiert“ mein Plattenspieler?) oder ob Sie etwas über die High-End-Fähigkeiten Ihrer Anlage erfahren wollen – mit diesem Album erhalten Sie mehr Antworten – als Sie Fragen hatten.
Wer sich für weitere Hintergrundinformationen interessiert, findet sie z.B. auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Köln_Concert
Zu den Formaten:
CD
Die Datei auf der CD liefert uns eine Auflösung von 16 Bit bei 44,1 kHz (Samplebreite zu Samplerate)
Streaming
Viele Dateien auf den Musik-Portalen bieten uns lediglich die gleichen Werte wie wir sie auf der CD finden.
High-Resolution-Audio-Dateien beglücken uns zumindest schon mal mit einer Samplebreite von 24 Bit. Die Samplerate reicht dabei von 44,1 kHz bis hinauf zu 192 kHz. Die meisten guten Aufnahmen liegen bei 96 kHz.
Zu den nachfolgenden Aussagen: Sie beziehen sich noch auf die bisherige Version, ich habe sie nicht neu geprüft.
Qobuz (24/96/2500Mbps)
Dieses Musik-Portal liefert mir die Jarrett-Aufnahme im 24 Bit, 96 kHz-FLAC-Format. Beim Streamen fließen etwa 2300 bis 2600 Megabit pro Sekunde (Mbps).
Mit einem Studio-Abo und einem geeigneten Streamer kann ich sie direkt in dieser Auflösung streamen, ohne noch etwas dafür zusätzlich bezahlen zu müssen.
Tidal (16/44.1/600 Kbps) und (24/96/1400Mbps, MQA)
Tidal bietet mir dieses Album gleich in zwei Versionen an.
Zum einen handelt es sich um die 16/44.1-er FLAC-Version und zum anderen um die MQA-Datei, die dann in 24/96 daher kommt.
Eine reine 24/96 FLAC (also ohne MQA) gibt es bei Tidal leider nicht. Eine niedrigere Streamingrate bei MQA resultiert daraus, dass diese Dateien komprimiert sind.
Hinweis zu den Dateien:
Einige „Strippenzieher“ (die Industrie) möchten uns aus finanziellem Interesse heraus gerne davon überzeugen, dass wir Menschen nicht in der Lage sind, einen Unterschied zwischen diesen Formaten zu hören.
„Es bedarf jahrelanger, professioneller Arbeit in einem Tonstudio, um …“
heißt es da immer wieder.
Ich sage: Bullshit!
Jeder von uns kann das hören! Lassen Sie sich nicht länger für blöd und taub verkaufen!
Man muss es und man kann es lernen! Innerhalb von Minuten!
Es ist nicht die Fähigkeit zu hören – die uns Menschen unterscheidet.
Es ist das, was zwischen den Ohren, also in unserem Gehirn – passiert! Und das lässt sich schulen.
Nun zum Hörvergleich.
Den Unterschied zwischen LP und CD führen wir bereits seit Jahrzehnten vor.
Und ja – grundsätzlich ist die LP deutlich besser. Diese Aussage bezieht sich aber allein auf das Medium!
Wie gut diese LP bei Ihnen tatsächlich klingt – hängt logischerweise von Ihrem Plattenspieler ab.
Niemand sollte sich der Illusion hingeben, man könnte mit einem billigen Plattenspieler besser Musik hören als mit einem guten CD-Player. Die Artefakte und akustischen Effekte beim billigen Plattenspieler, die ihn so “natürlich und liebenswert erscheinen lassen”, sind ein Ergebnis seiner Unzulänglichkeiten. Sie lassen sich genau so auch mit jeder digitalen Quelle erzeugen. Man braucht dafür nur einen billigen DSP (Digitalen Sound Prozessor).
Um die tatsächliche Qualität einer Schallplatte auch so hören zu können, dass sie sich einen klanglichen Vorsprung verschaffen kann, braucht es schon ein Equipment, für das man locker auch einen guten Gebrauchtwagen bekommen kann.
Wiedergabekette für den heutigen Test:
Ich wähle einen PrimeCore Audio® Roon-Core-Server als Quellgerät, angeschlossen an einen Progressive Audio DAC. Dahinter folgt ein A901 von Progressive Audio an einem Paar Pearl Diamant. Die Kabel stammen größtenteils von Furutech.
Ich schnappe mir mein iPAD, starte Roon Remote und suche Keith Jarretts Köln-Concert.
Zunächst auf Qobuz. (24/96-er FLAC.)
Das Lachen der Zuschauer am Anfang der Aufnahme ist klar und deutlich zu hören und wird auch von der Raumpositionierung her glaubhaft dargestellt. Das Publikum lacht übrigens, weil Keith Jarrett sein Klavierspiel mit dem Pausenzeichen des Opernhauses beginnt.
In der ersten Version hatte ich für diesen Bericht noch Auralic-Komponenten und die Lightning DS-Software genutzt. Das mache ich schon seit einigen Jahren nicht mehr.
Ich kann und will auf die Roon-Software nicht mehr verzichten und deshalb muss ich zwangsläufig auch einen Roon-Core-Server einsetzen.
Dieses Roon-System hat den Vorteil, dass ich für den Server einen NUC (Next Unit of Computing) nutzen kann. Diese Lösung finden Sie sogar in Streamern für mehr als 40.000,- € – nur erzählt Ihnen der Hersteller das natürlich nicht.
Wie weit Sie dann klanglich “nach oben” kommen wollen, das können Sie mit dem nachfolgenden DAC (Digital-Analog-Converter) selbst bestimmen. Diese Teile gibt es ab etwa 30,- € und sie enden dann knapp über 100.000,- €. Wer hier viel Klang für wenig Geld sucht, der sollte sich unbedingt mal den Ideon Ayazi anhören!
Ergebnis des ersten Durchgangs:
Sowohl der Raum an sich als auch die Ortbarkeit und Fokussierbarkeit lassen keine Wünsche unerfüllt. Man hört, wo Keith Jarrett spielt, wie sich der Ton in dem Stutzflügel ausbreitet und man kann verfolgen, in was er sich da so urplötzlich bei diesem Instrument verliebt hat. Denn eigentlich hatte er sich ja geweigert auf diesem “Übungsklavier” zu spielen.
Man muss nur die Augen schließen und schon sitzt man mittendrin in diesem Theater.
Dies sind die Dinge, die ich an einer guten Wiedergabe so liebe.
Man kann zuhause immer und immer wieder ganz besondere Momente der Musikgeschichte abrufen.
Ich wechsle nach Tidal zur 16/44.1-er Version
Im ersten Moment glaube ich, dass mir das tonal besser gefällt. Es wirkt irgendwie runder, harmonischer, gefälliger.
A/B-Vergleiche
Genau das ist der Grund, weshalb A/B-Vergleiche nichts taugen. Beim schnellen Umschalten komme ich jedes mal wieder in eine neue Klangwelt – die erst einmal anders ist als die vorherige. Im Vergleich besser oder schlechter – aber eben nur im Vergleich. Verbleibe ich eine Weile in dieser Klangwelt, ändert sich das schnell. Was auf Anhieb gut war – ist später möglicherweise schlecht und umgekehrt. So etwas bekomme ich aber nur heraus, wenn ich eine Weile in einer dieser Klangwelten verbleibe. Denken Sie an “Süßsauer-Gerichte” beim Chinesen. Ein paar Häppchen sind total lecker – dann wird es aber schnell unangenehm. So geht es mir jedenfalls.
Deshalb merken Sie sich bitte: A/B-Vergleiche taugen nichts – sind keine Hilfe, sondern betrügen uns!
Auch hier ist es so. Sofort nach dem Umschalten hätte ich diese Wiedergabe als besser bezeichnet, doch dann entdecke ich Unsauberkeiten. Da, wo man gerade bei der Qobuz-Aufnahme wunderbar schnell gespielte Einzeltöne hören konnte, gibt es hier nur so ein verwaschenes “Gleiten”. Unserem Ohr mag das besser gefallen, aber die Spielfertigkeit des Künstlers geht verloren; sein Können wird hier nicht wiedergegeben.
Auch die Klangfarbe des Klaviers insgesamt ist dumpfer. Nein, eben nicht sonorer!
Und sie ist gleichzeitig nerviger, gar nicht mehr „schön“.
Dieser Bösendorfer klingt jetzt – nach einigen Minuten – eher plärrig und gleichzeitig lahm.
Eigentlich müsste diese Version doch zumindest besser klingen als die CD, aber in meiner Erinnerung hat mir dann doch die CD irgendwie besser gefallen. Glaube ich.
Ich merke mir: Lahm, verhangen, plärrig, lustlos, verwaschen.
Ich beende das hier jetzt und wechsle zur MQA-Version.
Zu MQA muss man folgendes wissen:
Zu Beginn haben die Macher von MQA geglaubt, sie hätten mit ihrem Lizenzierungsmodell eine Geld-Druck-Maschine erfunden. Aufnehmen und Abspielen, ohne an MQA zu bezahlen, wäre kaum noch möglich gewesen.
Dann wurde aber die Kritik immer unüberhörbarer und die Aussage „lossless“ (also verlustfrei) musste auch noch zurückgenommen werden.
Heute ist MQA aus meiner Sicht nur ein weiteres digitales Format und ob es die Musik verbessern und nicht nur verändern kann, das muss jeder für sich selbst herausfinden.
Ich starte die MQA-Datei.
Zweifelsfrei handelt es sich hier gerade um die druckvollste und voluminöseste Wiedergabe, die ich heute gehört habe.
Der Bösendorfer hat mindestens 20 Kilo mehr Holz aufgelegt und das Instrument ist um gut einen Meter gewachsen – in jede Richtung. Hier höre ich gerade definitiv keinen Stutzflügel mehr!
Das gefällt mir, irgendwie.
Was mir gar nicht gefällt sind die Artefakte in manchen lauten und hohen Tönen.
Alles, was Keiths linke Hand macht, gefällt mir wirklich gut, aber manche Töne, die seine rechte Hand erzeugt, die gefallen mir gar nicht.
Es wirkt, als würden manche Töne von einer Glaswand reflektiert, man kann das nicht richtig definieren, weil es so unsauber dargestellt wird.
So lange Keith diese hohen Töne nicht spielt, gefällt mir die Wiedergabe ausgezeichnet – sie kommt in meiner Erinnerung dem analogen Klangbild sehr nahe – aber diese seltsamen Töne “oben herum” machen doch vieles kaputt.
Ich merke mir: Hervorragend, fast analog, mit hohen Frequenzen offensichtlich überfordert.
Ich wechsle wieder zur Qobuz-Aufnahme.
Sofort ist das Instrument wieder kleiner, hat weniger Holz. Das ist vielleicht nicht schöner aber doch deutlich realistischer.
Dafür ist die Genauigkeit, die Schnelligkeit, die Perfektion, mit der Keith spielt, gleich wieder grandios.
Also gut – beginne ich eben hier den zweiten Durchgang und teste, wie ich mich wohl emotional in die Aufnahmen hineindenken kann.
Tidal mit MQA
Üblicherweise brauche ich so 3-4 Minuten, um mit diesem Titel zu „verschmelzen“.
Das will mir gerade nicht so richtig gelingen. Wie gesagt, die tieferen Töne gefallen mir ausgezeichnet gut. Der Mensch liebt tiefe, volle, sonore Töne und auch ich bin ein Mensch.
Aber das reicht nicht, um mich von den zum Teil fast schrecklich klingenden hohen Tönen abzulenken. Die sind einfach nicht sauber, überschlagen sich und wirken künstlich angehoben.
Ich frage mich die ganze Zeit, was das sein soll, was da gespielt wird und finde es nicht heraus.
Diese Töne wirken auf mich wie eine Film-Panne. Eine durchs Bild laufende Person, ein Mikro, das von oben ins Bild ragt oder ähnliches. Die Szene ist kaputt.
Dann höre ich plötzlich (etwa bei 3:50) zwei Töne, die mir bis dahin noch nie aufgefallen waren. Hier hört man sie aber jetzt klar und deutlich- wie zwei einzelne, absichtlich gespielte Töne. Zwei Töne aber, die irgendwie überhaupt nicht zu den gespielten Mustern passen wollen. Weder zu dem tiefen Muster noch zu dem hohen Thema. Sind dem Keith Jarrett da etwa zwei „Improvisations-Ausreisser“ unterlaufen?
Doch ich entdecke immer mehr dieser seltsamen Töne.
Es scheint auf einmal so, als spielte Keith Jarrett drei Themen parallel. Eines mit tiefen, eines mit hohen und ein drittes mit mittleren Tönen. Drei Themen, die zwar deutlich zu hören und voneinander zu trennen sind, was ja bedeuten würde, dass diese MQA-Datei „neue Klangwelten“ eröffnen würde, aber die drei Themen scheinen nicht zusammen zu gehören, keine Einheit zu bilden.
Ich beende den Durchgang etwa nach 6 Minuten und denke mir – irgendwie toll, was da jemand aus dieser Aufnahme gemacht hat. Und mit „gemacht“ meine ich, dass hier jemand Hand angelegt hat. Er hat die Aufnahme so verändert, dass sie mehr dem Geschmack des “Durchschnitts- Menschen” entspricht, ohne sie wirklich „schlechter” zu machen.
Aber irgendwie hat er sie trotzdem verhunzt.
Es ist wirklich seltsam.
Die MQA-Version ist mir lieber als die 16/44.1-Version – zumindest bei Tidal – ganz sicher, aber ich frage mich gerade, ob ich mir die Platte damals gekauft hätte, wenn sie von Anfang an so geklungen hätte.
Und eigentlich möchte ich antworten: Ich hätte mir vermutlich beide Tidal-Versionen nicht gekauft.
Jetzt wechsle ich noch einmal zur Qobuz-Version.
Nach etwa drei Minuten bin ich mittendrin in diesem Stück.
Nun sitze ich direkt vor Keith Jarrett und dem Bösendorfer. Nein, nicht in der ersten Reihe – das Publikum sitzt nicht dort, wo ich sitze. Ich sitze dort, wo die beiden Neumann-Mikrofone gestanden haben und kann über das Klavier hinweg in das Publikum schauen.
Die hohen Töne sind rechts, die tiefen links – so wie der Pianist das erlebt. Nicht halbrechts und nicht halblinks – sondern rechts und links.
Jetzt muss gleich die Stelle mit diesen beiden nicht zuzuordnenden Tönen kommen – und sie kommt.
Aber die beiden Töne – genau wie alle anderen, die ich bei der MQA-Version als „seltsam“ empfunden habe, die höre ich und – sie gehören da hin! Definitiv.
So wie hier, habe ich sie immer schon gehört. Ja, sicher kann man sie als drittes Thema bezeichnen – aber irgendwie auch wieder nicht. Hier bei der Qobuz-Version gibt es nicht wirklich drei Muster, sondern mehr tiefe, mittlere und hohe Töne, die aber alle zusammen eine Einheit bilden und zu einem zusammengehörigen Thema werden.
Deshalb gelingt es mir hier, mit Keith Jarrett Kontakt aufzunehmen und ich glaube, das zu spüren, was Keith Jarrett gespürt hat.
Sieben Minuten sind vergangen und ich könnte unendlich lange so weiter hören.
Was wird passieren, wenn ich jetzt die CD starte?
Ich mache es.
Angeschlossen ist der CD2 von Progressive Audio. Wenn der nicht in der Lage ist, die CD den High-Res-Audio-Dateien näher zu bringen, welcher Player soll es dann schaffen?
Ich starte die CD und –
das Ergebnis ist wenig überraschend.
Zwischen der Qobuz-Version und der CD liegen Klangwelten.
Die 16/44.1-Version auf Tidal liegt gleichauf.
Und das ist schon ein großes Lob!
Nur wenige CDs sind in der Lage, gegen ihre „Zwillingsbrüder“ aus den Streaming-Portalen zu bestehen.
Man muss nicht lange darüber nachdenken. Die CD ist ganz sicher der große Verlierer.
Die CD ist tot – nur fällt es uns schwer, das zuzugeben.
Angesichts mehrerer Hundert oder gar Tausend CDs, die wir (noch) besitzen.
Aber die Anzahl der gekauften CDs macht den Fehler auch nicht kleiner. Im Gegenteil.
Jetzt bin ich doch auf die LP gespannt.
Zum Plattenspieler:
Ich verwende mein „Ein und Alles“:
Das Laufwerk ist ein Zarathustra S4 von Simon Yorke. Auf ihm thront ein Pluto Audio 7A-Prestige. Ein Tonarm-Traum aus massivem Titan mit einer Gold-Innenverkabelung von Deskadel. Der Tonabnehmer ist ein Jan Allaerts MC2 Finish-Gold. Allerdings jüngst von Aalt van den Hul mit einem neuen Diamanten versehen und ein klein wenig „gepimpt“.
Jan Allaerts wird das sicher nicht gefallen, aber wer dieses System in dieser Version einmal gehört hat, der merkt schnell, dass diese “Zusammenarbeit” durchaus fruchtbar gewesen ist. Das Phonokabel ist ein Silver Arrows von Furutech und als Phonoteil dient ein Stromverstärker von Progressive Audio. So ziemlich das Beste, was der Phonoteile-Markt derzeit zu bieten hat.
Der Tonarm senkt sich und die Musik beginnt zu spielen.
Was nun passiert – das kann man nicht erklären und nicht beschreiben.
Die MQA-Datei vermochte sich mit Volumen, Fülle und Körper an die Spitze zu setzen.
Hier und jetzt habe ich gerade den Eindruck, ich würde den Lack des Flügels sehen und könnte beobachten, wie sich das Publikum in ihm spiegelt.
Hier und jetzt höre ich nicht einfach nur “mehr Holz”, ich höre auch mehr Saiten, mehr Schwingungen, mehr Klangfarben, mehr Betonungen, mehr Spielarten, mehr Nuancen und mehr Unterschiede.
Keith Jarrett nimmt mich soeben zur Seite und zeigt mir, wie unterschiedlich man mit einem Finger auf eine Klaviertaste schlagen kann.
Jeder Tritt auf ein Pedal macht sich mit einem unüberhörbaren – ganz eigenen „Rumms“ bemerkbar und wird zu einem Teil des Klavierspielens. Man hört nicht nur einfach, dass Keith da auf ein Pedal getreten hat, man spürt jeden einzelnen „Rumms“ körperlich.
Aus einem Klavier-Schüler ist gerade ein grandioser Pianist geworden. Aus einem „Nachspielen“ wurde eine Improvisation aus dem Stehgreif. Diese Art zu spielen erzeugt in mir eine große Anerkennung, fast so eine Art Demut und Dankbarkeit.
Hören wir noch mal auf diese lauten, hohen Töne, die mich beim MQA-Format so gestört haben. Bei der Qobuz-Version klingen die sauber – wie die anderen Töne auch.
Auf der Schallplatte hören wir nun, dass Keith Jarrett hier das Instrument an seine Leistungsgrenzen bringt.
Es handelt sich um Töne, die anscheinend irgend eine Eigenresonanz des Bösendorfers treffen. Das darf eigentlich nicht sein, bei einem so teuren Instrument und man scheint die Ursache dafür hören zu können, wieso Keith Jarrett auf diesem Klavier eigentlich nicht spielen wollte, aber bei der analogen Wiedergabe muss man nicht lange rätseln, was da passiert ist.
Die MQA-Aufnahme wird für mich durch ihre eigene „Interpretation“ zerstört.
Im Vergleich zur Qobuz-Aufnahme stelle ich fest, dass sie nicht präziser, nicht schneller und nicht analytischer ist als die analoge Aufnahme. Ihr fehlt es aber im direkten Vergleich mit dem Jan Alaerts-Tonabnehmer an einer Art “wertiger Ausstrahlung”.
Je länger ich die Platte höre, umso nachdenklicher werde ich.
Werte – wir sprechen so gerne von Werten.
Was ich hier gerade höre, das gibt mir das Gefühl, etwas mit echtem Wert genießen zu dürfen.
Möglicherweise liegt es auch nur daran, dass ich bei einem Plattenspieler zuschauen kann, wie die Musik gelesen wird.
Es ist so wie mit dem Kaminfeuer.
Abends den Kamin anzuzünden, bei einem Glas Rotwein das Prasseln der Holzscheite zu hören und diese ganz eigene Art der Wärme zu spüren. Eine Wärme, die sich nicht so exakt steuern lässt wie ein Heizkörper mit einem Thermostat dran. Eine Wärme, die ein eigenes “Leben”, einen eigenen “Willen” zu haben scheint – das macht den Reiz eines Kaminfeuers aus. Und vielleicht unsere DNA, die sich an die Zeit erinnert, als es noch keine Alternative dazu gab.
Aber sind wir ehrlich: Die Wohnung wieder vollständig mit Feuer heizen zu müssen, das wollten wir doch auch nicht wieder, oder?
Und ich muss ja auch fair bleiben.
Erstens – höre ich hier gerade ein analoges System, was mal eben einen Kaufpreis von 37.000,- € Euro in den Ring schmeißt. Ein Plattenspieler, den ich bis zur kleinsten Schraube hin genau auf meinen Geschmack hin abgestimmt habe. Die Justage erfolgte ebenso nach meinem Wunsch exakt nach Stevenson und ich weiß, dass nicht alle Kunden mit diesem analogen System einverstanden wären.
Der Roon-Core-Server kostet schlappe 1.700,- € und im Zusammenspiel mit einem Ideon Ayazi DAC für 3.300,- € bin ich nur Millimeter entfernt von dem klanglichen Ergebnis meines Plattenspielers.
Und ich kann für mich eines mit Sicherheit sagen:
Ich kenne keinen Plattenspieler für 5.000,- €, der an die Klangqualität des Streaming-Systems heranreichen würde.
Aber –
einen Plattenspieler kann ich mir so zusammenstellen und justieren, dass er ganz individuell auf meinen Geschmack abgestimmt und mir dann möglicherweise lieber wäre.
Der Ehrgeiz packt mich. Kann ich die digitale Wiedergabe noch “pimpen”?
Klar – ich könnte jetzt auf einen Referenz-DAC für 27.000,- € wechseln, aber ich will es an einer anderen Stelle versuchen. Seit Monaten schon streame ich nicht mehr, ohne einen Re-Clocker einzusetzen.
Dieses Teil bringt aus meiner Sicht erst den eigentlichen Durchbruch.
Gerne vergleiche ich die Ergebnisse mit unserem Fernseher.
Schauen Sie sich mal ein Fußballspiel in SD-Qualität und dann in HD-Qualität an.
So lange wir nur SD kennen – ist alles in Ordnung. Haben wir auch nur ein einziges Spiel in HD gesehen, geht SD gar nicht mehr! Oder?
Und genau so ist das mit einem Re-Clocker. Und da ich gerade den Ideon Ayazi höre, greife ich auch einfach zum Re-Clocker von Ideon.
Und …
Habe das Gefühl, dass ich mir diesen ganzen Bericht hier hätte sparen können.
Was hier gerade läuft, das liegt klanglich über allem, was ich vorher hören konnte – auch über dem Plattenspieler.
Und eigentlich müsste ich den Bericht wieder von vorne beginnen.
Schlussbemerkung
Wir befinden uns mitten in einem Wandel.
Der Digitalismus eröffnet uns Musikliebhabern Möglichkeiten, von denen wir vor wenigen Jahren nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Die neuen High-Res-Audio-Dateien, die wir aus Portalen wie Qobuz, Tidal oder highresaudio.com streamen können, die öffnen uns die Pforten zur Welt der Musik. Und das mittlerweile in einer Klangqualität, die selbst Profis und Nörgler überzeugt.
Viele, die keinen sündhaft teuren Plattenspieler ihr Eigen nennen, werden die Qualität sogar grundsätzlich höher einstufen als bei analog. Und man muss ihnen zustimmen.
MP3 ist ideal für das junge, moderne, mobile Hören. Analog ist immer noch das (!) Medium, für den Musikliebhaber mit sehr hohen Ansprüchen, der Wert darauf legt, etwas Individuelles zu besitzen, was er anpassen kann. Die CD ist unter die Räder geraten und niemand denkt daran, sie wiederbeleben zu wollen. Ganze Generationen besitzen schon keinen einzigen Silberling mehr.
Streaming ist das Format der Zukunft und Bauteile wie ein Re-Clocker zeigen uns, dass wir anscheinend noch nicht alle Stellschrauben gefunden haben, mit denen wir den digitalen Klang verbessern können. Und ich denke da vor allem an ein audiophiles Netzwerk und eine gute Stromversorgung.
Ich freue mich, diese spannende und interessante Zeit miterleben zu dürfen.
Meine CDs habe ich mittlerweile abgegeben. Ich besitze keinen CD-Player und auch keinen Plattenspieler mehr. Meine Schallplatten sorgen im Regal für eine gute Raumakustik. Und ich höre wieder gerne und viel Musik.
Dank HRA-Streaming. [...]
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22. November 2021Lyngdorf TDAI 1120 und 3400 – wie ich wieder einmal geläutert wurde.
Lyngdorf TDAI 1120 und 3400 – wie ich wieder einmal geläutert wurde.
In meinem Bericht „Lyngdorf TDAI 1120 und 3400 – wie ich wieder einmal geläutert wurde.“ geht es natürlich um die beiden Amp-Neuzugänge in meinem kleinen Studio. Aber es geht auch noch um etwas ganz anderes.
Wer im Alter von 67 Jahren von sich behaupten kann, noch nie in seinem Leben geläutert worden zu sein, der hat entweder nie eine eigene Meinung vertreten oder er war schon immer sehr klug.
Jedenfalls klüger als ich.
Niemals Apple!?
Bis vor etwa 10 Jahren mochte ich z.B. die Produkte der Firma Apple ganz und gar nicht. Diese Wichtigtuerei der Macher und die scheinbar große Abhängigkeit der User stießen mich ab. Heute bin ich komplett auf Apple umgestiegen und bin ein echter Fan dieser Produkte geworden.
Schlafe aber keineswegs im Schlafsack vor dem Apple-Store, um mir am nächsten Tag ein neues iPhone kaufen zu dürfen.
Niemals Sylt!?
Keine zehn Pferde brachten mich früher nach Sylt. Was sollte ich dort bei den Schönen und den Reichen? Ein Bekannter überredete mich irgendwann doch zu einer Kurzreise und heute schäme ich mich fast für meine Ablehnung dieser wunderschönen Insel. Und das, obwohl ich mich weder in Kampen noch in der Sansibar wohl fühle. Interessant ist es dort aber schon. 🙂
Niemals Raumkorrektur-Funktion!?
Und im nachfolgenden Bericht muss ich Ihnen erneut von einer Läuterung erzählen. Diesmal geht es um das Thema Raumkorrektur (DSP), das ich bisher rigoros von mir gewiesen habe.
Zu meiner Verteidigung;
Vor etwa 20 Jahren hatte ich meinen ersten Kontakt zu solch einem „Zauber-DSP-Gerät“. Etwa 15.000,- € (oder waren es noch DM?) hat es damals gekostet. Zum Glück nicht mich – denn das Ergebnis war alles andere als vorteilhaft. Zwar gelang es diesem Teil, störende stehende Wellen (Moden) zu glätten, aber die klanglichen Auswirkungen auf die Stimmen, die Instrumente und die Raumabbildung, waren durch ihn einfach nur gruselig geworden.
Auf einmal waren diese Geräte nicht mehr gefragt und man versuchte lieber, seinen Hörraum zu optimieren, statt ihn von einem Computer „geradebiegen“ zu lassen.
Doch ganz von der Bildfläche verschwunden waren sie nie.
Seit einigen Jahren boomen sie sogar wieder und die Versprechungen der Hersteller erinnern an die Methoden fahrender Wunderheiler, die vor einigen Hundert Jahren mit Pferd und Wagen durch die Lande zogen, um den armen Leuten in ihrer Not auch noch das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen.
Du hast einen schlechten Hörraum? Du kannst Deine Lautsprecher nicht dort hinstellen, wo sie hingehören? Du willst Deine Einrichtung nicht ändern müssen, nur um besser Musik hören zu können?
Brauchst Du alles auch nicht!
Setze unsere Raumkorrektur ein und alles wird gut!
Die Realität sieht aber leider oft genug anders aus. Ganz anders.
Ich weiß gar nicht, wie viele Vorführungen ich in den letzten Jahren erleben/ertragen musste, die ich einfach nur kopfschüttelnd wieder verlassen habe.
Nichts klingt mehr natürlich. Gute, echte Musik klingt plötzlich wie „aus der Dose“, der Aufnahmeraum ist nicht mehr wieder zu erkennen und es macht überhaupt keinen Spaß mehr Musik zu hören. Selbst dann nicht, wenn die störenden Raummoden tatsächlich nicht mehr vorhanden sind. Setzt man sich nur einen Platz aus der Mitte heraus – hört man den weiter entfernten Lautsprecher praktisch gar nicht mehr.
So klappt das nicht mit der Stereophonie!!
So – wie kriege ich denn jetzt die Kurve?
Fangen wir einfach mal mit der Marke Lyngdorf an.
Lyngdorf stammt aus Dänemark und Lyngdorf ist auch so ein Hersteller, der seit Anbeginn seiner Firmengeschichte das Thema Raumkorrektur hoch hängt. Ganz hoch!
Ich fand die Geräte zwar immer ziemlich schick und man hörte auch viel Gutes über sie – aber in meinem Fokus haben sie nie gestanden.
Wieso auch?
Die haben schweineteure Mehrkanal-Surroundsound-Prozessoren im Programm und rein digitale Verstärker … mit Raumkorrektur-Fähigkeiten natürlich! Und selbstverständlich die passenden Boxen mit Subwoofer dazu und und und.
Nichts davon fehlte mir bisher oder hätte auf meinem Wunschzettel gestanden.
Der Grund, wieso ich dennoch beim Vertrieb um einen Vorführbesuch bat, der war ein ganz anderer.
Ein Roon-Core-Server braucht Partner!
Ich stehe bekanntlich auf HRA-Streaming und habe sowohl den Nucleus von Roon als auch den PrimeMini aus der Schweiz im Programm. Natürlich auch den Rhein Z1 und den München 1 von Silent Angel oder die Geräte von Melco und Innuos.
Die meisten dieser Geräte laufen in der Regel in sehr teuren High-End-Ketten, aber Roon und Streaming allgemein ist selbstverständlich auch ein Thema für Musikliebhaber mit einem etwas kleineren Bankkonto.
Also werde ich immer häufiger nach einem passenden Spielpartner für den PrimeMini gefragt, der vielleicht so um die 2.000,- € kosten darf.
Brauchen wir zwei Partner?
Doch wir brauchen ja nicht nur einen Verstärker – wir brauchen ja auch noch einen Digital-Analog-Wandler (DAC).
Jedes dieser beiden Geräte verschlingt schnell mal die angepeilten 2.000,- € für sich alleine. … und mehr.
Und genau an dieser Stelle kommt jetzt meine Idee mit den Lyngdorfs ins Spiel.
Der TDAI 1120 braucht nämlich gar keinen DAC!
Der braucht keinen DAC?
Nein! Der braucht keinen DAC!
Der Lyngdorf TDAI 1120 ist ein reinrassiger, durch und durch digital arbeitender Vollverstärker!
Das digitale Eingangssignal wird also nicht in ein analoges umgewandelt und dann verstärkt, sondern es bleibt digital.
Erst ganz zum Schluss – sozusagen an den Lautsprecher-Terminals – setzt Lyngdorf ein Verfahren ein, was man Pulswellenmodulation (PWL) nennt. Damit kann ein Lautsprecher arbeiten und uns Musik „vorspielen“.
Kann das funktionieren?
Nun, funktionieren tut das ganz sicher, denn die Verstärker von Lyngdorf sind ja nicht neu auf dem Markt. … und auch nicht die einzigen, die so arbeiten.
Die interessantere Frage ist doch aber:
Wie gut funktioniert das und wie gut klingt das?
Und genau das war mein Motiv, mir das mal in meinem Studio vorführen zu lassen.
Natürlich pur! Ohne jegliche Raumkorrektur!
Schließlich läuft das alles an den geradezu perfekt tönenden Extreme III von Progressive Audio!
In einem Raum, mit dem ich mir viel Mühe gegeben habe, alles richtig zu machen. Wenn ich auch zugeben muss, dass ich noch von der einen oder anderen Schwachstelle weiß.
Wir starten den Hörtest.
Auf Anhieb läuft es hervorragend. Da stören keine Raummoden und die Extreme III zeigt wieder einmal, dass sie es versteht, einem edlen Amp sämtliche guten Tugenden zu entlocken, die in ihm stecken.
Alle meine üblichen Test-Titel spiele ich an:
Patricia Barber „Summertime“ – Ich höre auf den Raum und in welcher Hand der Schlagzeuger welche Rassel spielt.
Hugh Masekela „Stimela“ – Wieder konzentriere ich mich auf den Schlagzeuger, der unaufhörlich im Hintergrund auf allen seinen Percussion-Instrumenten herumspielt und höre, wie prägnant die Kuhglocke geschlagen wird.
Joe Henderson „Round Midnight (Live in Japan) – Ich höre den Aufnahmeraum und die Anblasgeräusche – zum Teil nur Anblasgeräusche an dem hölzernen Mundstück seines Saxophons.
Jeff Beck, Kari Bremnes, Jan Garbarek, John Campbell …
aber eigentlich ist die Entscheidung längst gefallen und die beiden Verstärker sind längst bestellt.
Was hier für relativ kleines Geld, also 2.099,- € beim TDAI 1120 und 5.499,- € beim TDAI 3400, an Klangqualität geboten wird, das erstaunt mich wirklich zutiefst.
Hatte ich so nicht erwartet, das muss ich ehrlich zugeben.
Noch eine ganze Weile experimentiere ich mit beiden Teilen, komme dahinter, dass der 3400-er zusammen mit dem PrimeMini dann erst richtig traumhaft läuft, wenn ich ausnahmsweise mal nicht die USB-Verbindung wähle, sondern dem TDAI 3400 die Musiksignale über das Netzwerk in Form des RAAT-Protokolls (Roon-Advanced-Audio-Transfer) zuspiele.
Selbstverständlich verfügen beide Amps über diese „roon-ready“ Funktion, wissen also mit dem Roon-Signal perfekt umzugehen.
Das klingt so saugut, dass ich gar nicht richtig mitbekomme, wie mir der Aussendienstler im Hintergrund etwas über die weiteren Features wie WLAN, Bluetooth, Airplay, Chromecast, UPnP, vTuner, Spotify-Connect, Tidal-Connect, Phono-Modul (MM), Toslinkbuchsen, HDMI-Anschlüssen, Subwoofer-Ausgang und Triggermöglichkeiten erzählt.
Interessiert mich gerade nicht – ist sicher toll, für den, der es braucht, aber ich höre mich lieber kreuz und quer und freue mich immer mehr auf die Lieferung meiner eigenen Geräte.
„Wollen wir noch die Room-Perfect-Funktion testen?“
Ich winke ab – irgendwann machen auch meine Ohren zu.
Und ein wenig will ich wohl auch dem Vertreter meine zu erwartende Kritik an dieser Funktion ersparen. Kann ich dann ja immer noch ausprobieren, wenn meine Geräte eingetroffen sind.
Etwa eine Woche später habe ich mich richtig gut und gerne an die beiden Lyngdorfs gewöhnt. Das hat Spaß gemacht und auch Kunden, die glaubten einen viel teureren Verstärker zu hören, zeigten sich beeindruckt.
Eigentlich war bereits alles „perfekt“ und ich habe mich wirklich gefragt, wieso ich denn das mit einem Test der Raumkorrektur-Funktion gefährden wollte. Aber wenn ein Hersteller seinen Verstärkern ein richtig teures Messmikrofon, ein Stativ und ein 8m langes Kabel beilegt, dann muss er wohl von dieser Funktion sehr überzeugt sein, oder?
Nun gut. Ich schloss das Mikrofon an und startete das Einmessen.
Zunächst wie gefordert am „Fokus“, das ist der Hörplatz und dann an zwei weiteren, zufällig ausgewählten Stellen im Raum. Über die ganze Zeit hinweg sind futuristische Töne wie aus einem Science-Fiction-Film zu hören. Das System zeigte mir nach der dritten Messung schon einen Kennenlern-Fortschritt von über 90% an und ich war neugierig, ob der TDAI 3400 wohl wirklich so schnell meine Raumakustik messen und auswerten konnte.
Nach der Aktivierung der Room-Perfect-Funktion gab es jetzt drei Schalterstellungen:
Bypass – also das nicht beeinflusste Signal
Fokus – das beste Ergebnis am eingemessenen Hörplatz
Global – diese Stellung wählt man wohl, wenn man mit mehreren Personen Musik hören möchte, die sich logischerweise nicht alle am Hörplatz (Fokus) befinden können.
Die Bypass-Stellung war schnell langweilig, so hatte ich ja die ganze Zeit gehört.
Es folgte die Fokus-Stellung.
Und ich war einerseits erfreut und andererseits enttäuscht.
Erfreut war ich, weil die Stimmen in keiner Weise verfärbt wurden. Der Aufnahmeraum war so geblieben, wie ich ihn kannte.
Worauf ich mich auch konzentrierte, nichts hatte sich gravierend verändert. Je länger ich hörte, um so sicherer wurde ich mir, dass sich da tatsächlich nichts – absolut gar nichts geändert hatte.
Ich saß also da und wertete den fehlenden Klangunterschied als Bestätigung dafür, dass die Raumakustik in meinem Studio eben schon nahezu perfekt sein musste.
„Wo es nichts zu verbessern gibt, da kann eben auch nichts verbessert werden!“ dachte ich mir. Und das war doch auch gut so!
Die andere Alternative wäre gewesen, dass ich noch einen Fehler begangen habe und der Fokus-Modus gar nicht eingeschaltet wurde.
Nach etwa einer halben Stunde schaltete ich dann noch mal zurück auf Bypass.
… und bekam einen Schrecken.
Was war jetzt passiert?
Das klang auf einmal nur noch hallig wie in einer Waschküche. Die Stimmen waren dünn und hatten zu wenig Körper. Der Raum war flach und hatte keine Tiefe.
Aber so mies hatte ich doch vorher nicht Musik gehört!!! … oder doch? Niemals !!!
Ich versuchte, die Situation zu analysieren.
Ja, ich wusste, dass mein großer Fernseher zwischen den Boxen die Wiedergabe störte.
Ab und zu, wenn ich valide Aussagen zu Klangunterschieden machen wollte oder bei sehr kritischen Kunden, musste ich den Fernseher mit Absorbern verdecken, aber eigentlich lief es trotz Fernseher in der Mitte durchaus zufriedenstellend.
Wie ich es hier aber gerade bewiesen bekam, war das wohl eher nicht der Fall.
Es war wirklich schockierend!
Und ich begann tatsächlich misstrauisch darüber nachzudenken, ob Lyngdorf da irgendwas manipulieren würde.
Konnte es sein, dass man bei Lyngdorf den Klang absichtlich verschlechtert, wenn man von Fokus auf Bypass umschaltete?
Ein schneller Hörtest mit und ohne eingeschaltetem Raum-Perfect-Modus zeigte mir, dass ich wohl zu viele schlechte Filme schaue. Meine Befürchtung war natürlich Unsinn.
Aber der Unterschied war einfach zu groß, um ihn akzeptieren zu können.
Also schaltete ich noch einmal auf „Fokus“ um.
Erneut hörte ich …
… keinen nennenswerten Unterschied!
Wieso nicht?
Musste ich etwa an meinen Hörfähigkeiten zweifeln?
War jetzt der Zeitpunkt gekommen, das Kaufmannsleben endgültig an den Haken zu hängen und nur noch Rentner zu sein?
Kam dann als nächstes die Phase mit den Hörgeräten?
… einen freien Platz im Altersheim suchen?
War es jetzt so weit?
Nach etwa 15 Minuten schaltete ich wieder um auf „Bypass“ und war erleichtert.
Wieder hörte ich diesen Klangunterschied. Eindeutig! Zweifelsfrei!
Menschen sind Menschen!
Ich musste nur verstehen, dass auch ich ein Mensch bin und dass unsere Fähigkeiten im Bereich unseres Gehörs nun einmal eingeschränkt und vor allem manipulierbar sind.
Seit Jahrzehnten mahne ich ja deshalb, keine A-B-Vergleiche durchzuführen, weil unser Gehör dafür einfach nicht geschaffen ist. Wir hören die Unterschiede, sind aber nicht in der Lage zu sagen, was von beidem denn nun „besser“, „richtiger“ ist und was nicht.
Und der Wechsel von „schlechter“ nach „besser“ wird oft kaum wahrgenommen. Der Wechsel von „besser“ nach „schlechter“ jedoch wohl.
Die Falle dabei:
Hören wir zunächst eine Wiedergabe mit übertrieben viel Bass und Mitten und Druck, weil es uns gerade mal Spaß macht – und hören dann die tatsächlich (!) bessere Wiedergabe, mit realistischen Stimmen und authentischen Instrumenten-Klängen, dann kommt uns die bessere Wiedergabe wie die schlechtere vor.
Deshalb sucht man heute bei guten Verstärkern die früher so beliebte Loudness-Taste vergebens.
Aber ging es hier gerade bei dem was ich hörte um eine Loudness-Wirkung?
Musste Lyngdorf einfach nur die Bass- und Mittenton-Anteile anheben, damit es uns besser gefällt – und fertig war die Kiste?
Nein, ganz und gar nicht.
Eine Loudness-Schaltung erzeugt ja erst Raumprobleme!
Die Lyngdorf-Room-Perfect-Funktion aber beseitigte Raumprobleme.
Und zwar in einem Maß, das mich sehr zum Nachdenken brachte.
Aber ich musste nicht lange darüber nachdenken, auf welches Problem mich Lyngdorf hier aufmerksam machte – es war der Fernseher.
Die große glatte Oberfläche ließ Stimmen verblassen und verschmierte mir die Positionierung der Musiker.
Das Aufstellen von zwei Absorberplatten, die den TV verdeckten, sorgte schlagartig für die Bestätigung.
Natürlich stimmte die Einmessung danach nicht mehr. Mit den Absorberplatten vor dem Fernseher klang es in der Stellung Bypass eine Idee besser als bei „Fokus“. Ohne Absorber drehte sich das wieder.
Da nur wenige von Ihnen Absorberplatten vor dem TV akzeptieren dürften, wäre also eine Lyngdorf-Lösung sicher die akzeptablere.
Ich dagegen werde mir tatsächlich eine Lösung für dieses Problem erarbeiten müssen. Denn meine anderen Amps verfügen nicht über so eine Room-Perfect-Funktion.
Fazit:
Ja, mal wieder musste ich mich läutern lassen. Statt mich aber über mich selbst zu ärgern, machen mir diese Lyngdorf-Verstärker gerade so viel Spaß, dass ich mich wie ein Phönix aus der Asche fühle. Ich bin gemeinsam mit meinen Vorurteilen regelrecht niedergebrannt worden und als anderer Mensch bin ich wieder auferstanden. Frei nach dem Motto: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern!“. Es ist mir heute nicht mehr möglich, mich “hochnäsig” und verallgemeinernd über diese Raumkorrektur-Technik hinweg zu setzen.
Ich mag die Room-Perfect-Funktion von Lyngdorf!
Dass ich das mal schreiben würde, hätte ich vor ein paar Tagen noch nicht für möglich gehalten.
Am Ende bin ich mir sicher, mein Ziel erreicht zu haben:
Ich habe die perfekten Spielpartner für den PrimeMini Roon-Core-Server gefunden!
Und darüber hinaus noch so einiges, was ich gar nicht gesucht hatte. 🙂
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2) Aktuelle Produktberichte
1) Aktuelle Produktberichte
22. Februar 2026Hersteller / ProduktberichteVorab: Hier geht es nicht (!) um Ihren Internetanschluss!Hier geht es um Ihre internen LAN (Local area network, Ethernet, Heimnetz) – Verbindungen.
ADOT Konverter mit Transceiver und Multimode-Kabel
Normalerweise …haben Sie einen Router, zum Beispiel eine Fritzbox – und daran angeschlossen haben Sie Ihren Computer, Ihre Telefone, alle WLAN-Geräte, den Fernseher und … neuerdings … eben auch Ihre Stereoanlage.
Fritz!Box
Als Kabel verwenden Sie daher entweder Ethernet-Kabel (LAN-Kabel) – je nach Leistungsfähigkeit beschrieben mit CAT 5, 6, 7 oder gar 8 – oder eben gar kein Kabel, weil Sie WLAN (wireless local area network) nutzen.
Das funktioniert in der Regel auch sehr gut und alles ist in Ordnung.
… bis wir auf die Idee kommen, hochwertige Audio-Dateien streamen zu wollen. Also nicht mehr so ein MP3-Gedröne, sondern Musik, die tatsächlich besser klingt als von der CD.
Genau in diesem Moment sollten wir uns Gedanken um unser Heimnetz machen.In meinem Bericht: “Das audiophile Heimnetz” lesen Sie, was Sie machen können und auch machen sollten, wenn Sie es mit guter Musik wirklich ernst meinen.
Ist WLAN gut?
WLAN ist die instabilste Übertragungsart, hat aber den Vorteil, dass wir logischerweise eine galvanische Trennung zwischen dem Router und unserer HiFi-Anlage herstellen. Diesen Vorteil sollte man nicht unterschätzen! Zwar erreichen wir mit einer guten LAN-Verbindung deutlich bessere Klangergebnisse als mit WLAN. Wenn uns aber Potentialausgleichsströme den guten Klang kaputt machen, klingt WLAN am Ende besser als das teuerste und beste LAN-Kabel.Testen Sie das am besten mit einem Netzwerktrenner wie dem von der Fa. Baaske und lassen Sie ihn einfach in der Verbindung stecken, schaden kann er nicht.
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Kategorie: Angebote, Audiophile LAN-Kabel
Schlagwörter: Netzwerkisolatoren
Ist ein LAN-Kabel die bessere audiophile Wahl?
Ein LAN-Kabel ist grundsätzlich die bessere und stabilere Verbindung, wir müssen nur darauf achten, dass kein Potentialausgleich stattfindet.
Und jetzt kommen wir zu einer noch recht neuen Verbindungsart – zumindest für den HiFi-Bereich.
So kauft man das ADOT Glasfasersystem.
ADOT Medienkonverter Anschlüsse
Ein Glasfaserkabel kann man leider nicht einfach in eine LAN-Buchse (RJ45) stecken. Um eine Glasfaserleitung (LWL) nutzen zu können, brauchen wir einen “Umsetzer”, auch Medienkonverter genannt. Ideal wäre es, wenn sich die Hersteller endlich dazu durchringen könnten, alle ihre Geräte mit SFPs (Small Form‑factor Pluggable) also mit einem Glasfaser-Anschluss auszustatten. Aber wer außer uns Musik-Verrückten legt schon Wert darauf?
Eine Fritzbox mit einem internen SFP gibt es leider noch nicht. Wer darauf beharrt, muss sich Lösungen anderer Hersteller (zum Beispiel Ubiquiti) zulegen. Diese sind allerdings teuer und kompliziert.
Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als mit einem Medienkonverter zu arbeiten, so wie man es in Firmengebäuden und Ämtern ja auch schon lange macht. Die langen Strecken macht man mit LWL, die kurzen im Büro dann hinter einem Medienkonverter mit Kupfer.
ADOT, eine Tochterfirma von Dela (ehemals Melco), hat die klangliche Notwendigkeit schon früh erkannt und liefert uns seit Jahren ein Glasfasersystem, was auf maximalen Klang hin optimiert wurde.
Muss es unbedingt ADOT sein?
Kann man nicht einfach “irgendeinen” Medienkonverter nehmen?Grundsätzlich natürlich ja. Ich habe etliche Kunden, die sich die notwendigen Bauteile im IT-Laden besorgt und ihre internen LWL-Strecken damit aufgebaut haben.Fragt man sie allerdings nach dem klanglichen Erfolg, ist das in der Regel ziemlich enttäuschend. Man ist sich jetzt zwar im Klaren darüber, dass man eine saubere, stabile LWL-Verbindung aufgebaut hat, aber dass es jetzt wirklich besser klingt als mit dem CAT-Kabel, können die allerwenigsten behaupten.
Das ist bei den Kunden, die auf ADOT setzen dann doch völlig anders. Rückläufer und Widerrufe liegen bei uns unter drei Prozent. Die euphorischen Schilderungen über die “unglaubliche” Klangverbesserung sind für mich Alltag geworden und dennoch freue ich mich natürlich über jeden einzelnen Telefonanruf.
Schritt 1 – das LAN-Kabel vom Router zum Medienkonverter
Beginnen wir beim Router – also i.d.R. bei der Fritzbox.
Sie hat i.d.R. vier LAN-Ausgänge in Form von RJ45-Buchsen.
Router mit LAN-Kabel
Da die Ausgänge unterschiedlich belegt sind und auch unterschiedlich konfiguriert werden können, ist es immer vorteilhaft, wenn wir die Ausgänge LAN 2 oder LAN 3 für unsere Stereoanlage verwenden.
Auch bei Verwendung des ADOT-Glasfasersystems brauchen wir also zu allererst ein gutes LAN-Kabel.
BITTE! Wählen Sie ein gutes, audiophiles LAN-Kabel!
Sie ziehen auf einen Porsche keine Käfer-Reifen auf, oder? Also lassen Sie das Standard-LAN-Kabel in der Schublade! Gönnen Sie sich ein Furutech LAN8 NCF plus. Diese 188,- € sind extrem gut angelegt! Ich stehe mit meinem Namen dafür!
Furutech LAN-8 NCF Plus Netzwerkkabel – 0,6m
188,00 € inkl. MWSt.
Vorrätig (kann nachbestellt werden)
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SKU:
FUN806-1
Dieses LAN-Kabel kann sehr kurz sein (0,6m), es muss nur bis zum ADOT Medienkonverter reichen.
Damit haben wir die Verbindung zwischen Router und Medienkonverter hergestellt.
Schritt 2 – der ADOT Medienkonverter
Adot Audiophile Optische Netzwerksysteme
399,00 € – 999,00 €Preisspanne: 399,00 € bis 999,00 € inkl. MWSt.
ADOT
Netzteile
Wähle eine OptionGood – Mit SchaltnetzteilBetter – Mit Linear-Stecker-NetzteilBest – Mit BOTW SboosterZubehör-KitDUAL-KitZurücksetzen
– Adot Audiophile Optische Netzwerksysteme Menge
+
In den Warenkorb
SKU:
Kategorie: Audiophile Glasfaser-Verbindungen, Audiophile LAN-Kabel
Es gibt nur einen Medienkonverter von ADOT!Die Unterschiede liegen in dem mitgelieferten Netzteil und dem Zubehör.
Tipp: Prüfen Sie genau welches Netzteil und welches Zubehör Sie benötigen! In den meisten Fällen ist das Zubehör-Kit die beste Wahl!
Schritt 3 – die Transceiver
Um jetzt mit einem LWL weitermachen zu können, brauchen wir einen passenden Transceiver, der in den SFP des ADOT Medienkonverters gesteckt wird. Wir empfehlen hier die Singlemode-Transceiver. Davon benötigen Sie zwei Stück. Die kaufen Sie am günstigsten über das “Upgrade-Kit”. In diesem Kit sind zwei (!) Transceiver enthalten.
ADOT Transceiver (SFP) – Upgrade-Kit
299,00 € inkl. MWSt.
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– ADOT Transceiver (SFP) Menge
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SKU:
ADSMUGK
Grundsätzlich können wir uns entscheiden zwischen Multimode und Singlemode. Wenn Sie sich mit einem IT-ler unterhalten, wird der Ihnen möglicherweise zu Multimode raten. In der Theorie ist das auch korrekt. Klanglich – ist das Singlemode jedoch die bessere Wahl. Selbst die Fachleute von ADOT wollen das nicht wirklich einsehen, weshalb sie ihre Medienkonverter nach wie vor grundsätzlich mit der Multimode-Ausstattung anbieten. Wir finden es nur doof, wenn die teuren Multimode-Teile dann hinterher in der Grabbelkiste landen und empfehlen, von vornherein auf Singlemode zu gehen.
Adot Audiophile Optische Netzwerksysteme – Zubehör-Kit
399,00 € inkl. MWSt.
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SKU:
ADZub
Schritt 4 – das Glasfaserkabel (LWL)
Zum Schluss erwerben Sie dann noch den Singlemode-LWL in der benötigten Länge.
ADOT SingleMode Glasfaserkabel
79,50 € – 249,50 €Preisspanne: 79,50 € bis 249,50 € inkl. MWSt.
ADOT Singlemode
Typ
Wähle eine Option3m5m8m10m20m30mZurücksetzen
– ADOT SingleMode Glasfaserkabel Menge
+
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Kategorie: Audiophile Glasfaser-Verbindungen, Audiophile LAN-Kabel
Was Ihnen jetzt noch fehlt, ist ein passendes Netzteil. Hier ergeben sich verschiedene Optionen:BOTW Sbooster – 5V für den MedienkonverterKeces P6 – Für den Medienkonverter und gleichzeitig für zum Beispiel die Fritzbox.Keces P9 – für den Medienkonverter und einem weiteren, anspruchsvollen Abnehmer.Progressive Audio PSU 1 /5V – für allerhöchste Klangansprüche. (nur auf Anfrage 945,- €)
An der Stereoanlage ergeben sich zwei alternative Vorgehensweisen:
A) Sie setzen einen zweiten Medienkonverter ein.Den benötigten zweiten Transceiver haben Sie ja mit dem “Upgrade-Kit” bereits gekauft. Sie brauchen also nur den zweiten Medienkonverter (ein zweites “Zubehör-Kit”) und danach ein zweites Furutech LAN8 NCF plus LAN-Kabel.
B) Sie entscheiden sich gleich für einen audiophilen Switch mit SFP, zum Beispiel für den SotM SnH-10G. Bei ihm stecken Sie einfach den zweiten Transceiver ein, verbinden den Lichtwellenleiter und benötigen weder einen zweiten Medienkonverter (400,- €) noch ein zweites LAN-Kabel (188,- €) noch ein Netzteil für den zweiten Medienkonverter (320,- €). Die Einsparungen reichen also locker, um sich davon den besseren Switch kaufen zu können.
Bei den Medienkonvertern haben Sie die Wahl zwischen:
Good = Medienkonverter mit einfachem Steckernetzteil in Multimode-Ausstattung.
Better = Medienkonverter mit linearem Steckernetzteil in Multimode-Ausstattung.
Best = Medienkonverter mit BOTW Sbooster in Multimode-Ausstattung.
Kurzfassung:
Sie benötigen bei der Variante “Switch mit SFP”* ein LAN-Kabel (vom Router zum Medienkonverter)* einen ADOT-Medienkonverter* einen Transceiver (Multimode oder Singlemode)* ein Glasfaserkabel (Multimode oder Singlemode)* einen zweiten Transceiver (Multimode oder Singlemode)* einen audiophilen Switch mit SFP Für den Medienkonverter benötigen Sie noch ein audiophiles Netzteil
Sie benötigen bei der Variante “Switch ohne SFP”* ein LAN-Kabel (vom Router zum Medienkonverter)* einen ADOT-Medienkonverter* einen Transceiver (Multimode oder Singlemode)* ein Glasfaserkabel (Multimode oder Singlemode)* einen zweiten Transceiver (Multimode oder Singlemode)* einen zweiten ADOT-Medienkonverter* ein zweites LAN-Kabel (vom Medienkonverter zum Switch)* einen audiophilen Switch ohne SFPFür beide Medienkonverter benötigen Sie noch jeweils ein audiophiles Netzteil. Sollten die Medienkonverter dicht beieinander stehen, können Sie auch das Y-Kabel vom Zubehör-Kit verwenden und beide über das selbe Netzteil mit Strom versorgen. [...]
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4. Januar 2026Produktberichte / Roon-SpezialRoon und HQ-Player
In diesem Bericht will ich der Frage nachgehen, ob es sinnvoll ist, einen Roon-Core mit der HQPlayer-Software von Signalyst zu verknüpfen – zumal Roon das ja in den Einstellungen explizit so anbietet.
Klingen Roon und HQPlayer zusammen noch besser als Roon alleine oder ist es eher ein klanglicher Rückschritt?
Um Audio-Dateien streamen zu können, benötigen wir einen Computer – so ist das nun einmal.Auch wenn dieser nicht mehr so aussehen muss wie anno dazumal.
Aber selbst wenn sich diese Computer-Boards bei teuren Streamern gerne hinter edlen HiFi-Geräte-Frontplatten und etablierten Markennamen verstecken – so bleiben sie innerlich trotzdem immer noch Computer.… und klingen oft leider auch genau so.
Um einem Computer tatsächlich hochwertige Klangergebnisse zu entlocken, kann man zwei alternative Wege einschlagen:
In die Hardware investieren
Der erste Weg führt über eine nach klanglichen Aspekten selektierte Hardware wie bei unserem PrimeCore Audio A7 und ein audiophiles Betriebssystem, wie zum Beispiel ROCK (Roon-Optimized-Core-Kit). Die Zukunft sehe ich hier in einer Computer-Hardware (Board, SSD, RAM) die ganz speziell auf audiophile Zwecke hin entwickelt wurde. Doch darauf werden wir sicher noch einige Jahre warten müssen.
In die Software investieren
Der zweite Weg ist, die Standard-Hardware und Standard-Betriebssysteme als nicht veränderbar zu akzeptieren und stattdessen eine Software zu entwickeln oder einzusetzen, mit der man zumindest einige der vorhandenen Probleme beseitigen kann.
Womit wir beim HQPlayer wären.
Ist das was für Sie?
Ob diese Software auch was für Sie sein kann oder nicht, finden Sie ganz schnell heraus:Schauen Sie sich ein paar Abbildungen im Internet zu den vorzunehmenden Einstellungen an, um zu erkennen, ob Sie von den vielen gebotenen Möglichkeiten fasziniert sind oder sich mit einem lauten „Oh Schreck!“ für immer von dieser Software abwenden werden.Hier eine Beispiel-Abbildung:
Na? Reizt es Sie, sich mit den einzelnen Punkten zu beschäftigen oder sind Sie schon auf der Flucht? 🙂
Was man auf jeden Fall wissen sollte:
Ist der Windows-PC (MAC) Ihr Streamer und sind Sie mit dem Klangergebnis unzufrieden, können Sie den HQPlayer auf dem selben PC installieren und versuchen, mit ihm den Klang zu verbessern.
Nutzen Sie aber einen externen NUC (Next Unit of Computing) mit installiertem ROCK als Roon-Core-Server wird es ein wenig komplizierter.
Denn Sie müssen dann die HQPlayer-Software auf einem zweiten Computer installieren. Man kann den HQPlayer nicht (!) auf dem Roon-Core-Server installieren!
Haben Sie also den zweiten PC eingerichtet, konfigurieren Sie Ihre Roon-Software so, dass dieser Windows-PC zur Wiedergabezone wird. Über die Netzwerkverbindung (LAN) erhält der zweite Rechner die Rohdaten vom Roon-Core-Server. Im Windows-PC werden die Daten gerendert und durch die HQPlayer-Software nach Wunsch manipuliert. Hat man sich die Musik abschließend zurechtgebogen, vielleicht noch durch Upsampling von 44,1 kHz auf 264,6 kHz “aufgeblasen”, leitet der Windows-PC die Daten an einen DAC weiter.Ergebnis: Wir hören damit also am Ende vielleicht 10% vom Roon-Core-Server und 90% vom Windows-PC.
Ich – habe mit dieser Vorgehensweise meine echten Probleme – das muss ich zugeben.
Schließlich haben Sie sich ja den Roon-Core-Server zugelegt, um eben nicht mehr Ihren Computer an die HiFi-Anlage anschließen zu müssen, oder!?Und ich habe mir für den PrimeCore Audio A7 nicht zwei Jahre Entwicklungszeit aufgebürdet, um dann doch wieder alles auf einen Windows-PC zu verlagern.
Nun gut, nicht jeder NUC mit installiertem ROCK ist automatisch klanglich besser als ein Windows-PC und dann mag ein HQPlayer vielleicht doch wieder nützlich sein.
Zudem müssen wir ja auch erkennen, dass wir mit dem HQPlayer so etwas wie einen digitalen Sound-Prozessor (DSP) erwerben. Wir können also nicht nur versuchen, die Musik allgemein besser klingen zu lassen, sondern wir können uns den Klang auch so zurechtbiegen, wie er uns am besten gefällt oder so wie er mit unseren Boxen in unserem Raum am besten funktioniert.
Vom High-End-Gedanken sind wir damit sicherlich weit weg. Dennoch mag diese Vorgehensweise am Ende vielleicht doch zum besten Ergebnis führen.
Fazit:
Ob ein HQPlayer den Klang Ihrer Streaminglösung verbessern kann, hängt davon ab, wie gut Ihre Streaminglösung derzeit ist. Dabei sind die Hardware, das Betriebssystem und Ihre Streaming-App die entscheidenden Faktoren.
Besitzen Sie einen audiophilen Roon-Core-Server wie den A7 und ist also der bestmögliche natürliche Klang Ihr gestecktes Ziel, sollten Sie sich das gut überlegen, ob Sie auf den HQPlayer setzen wollen.
Zum Glück kann man ihn ja kostenfrei testen. [...]
Lesen Sie weiter ...
15. Dezember 2025Produktberichte / StreamingSeitdem High-Resolution-Audio-Streaming (HRA) auch in den elitärsten High-End-Kreisen als etabliert und somit auch als klanglich rehabilitiert gilt, steht unser Heimnetzwerk oder Local Area Network (LAN) genau so im Optimierungs-Fokus der anspruchsvollen Musikliebhaber wie bisher Lautsprecherkabel, Stromverteiler und sonstiges Zubehör zur Klangverbesserung.
Schon lange finden wir im Internet Tipps dazu, wie man seine Fritzbox konfigurieren muss, welche audiophilen Netzteile wir verwenden sollen und mit welchen LAN-Kabeln und zusätzlichen Switches wir der Klangqualität beim Streamen weiter auf die Sprünge helfen können.
Das alles gehört nicht zwingend zum Pflichtprogramm!Streaming funktioniert auch ohne all diese Maßnahmen. Wer aber einen Klang-Status erreichen will, bei dem er die 40 Jahre alte CD-Qualität hörbar hinter sich lässt und es für Analog kaum noch Klang-Argumente gibt, der sollte sich die Heimnetz-Basics unbedingt einmal genauer anschauen und befolgen.Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie hier: Das audiophile Heimnetz.
Die Basics:* Ein Netzteil für die Fritzbox (BOTW-Sbooster), * ein paar gute LAN-Kabel (Furutech LAN8 NCF plus), * ein audiophiler Switch (Bonn N8) – ebenfalls mit audiophilem Netzteil –
… und schon hat man mit weniger als 1.500,- € Investition das Fundament dafür geschaffen, dass Streaming eine Chance erhält, sich als überlegener Klang-Lieferant beweisen zu können.Wer dann von diesen Ergebnissen beeindruckt ist und „noch mehr Klang“ will, der kann gerne mit noch besseren Switches und noch besseren Netzteilen … experimentieren.
Genau so hat es ja auch bei mir vor etwa 10 Jahren angefangen.
Doch was ist jetzt wirklich sinnvoll und angemessen?Was lohnt sich also und ab wann ist es einfach nur übertrieben?Sind wir bereits an einem Punkt, bei dem alle unsere Maßnahmen einfach keinen Klangzugewinn mehr bringen?
In meinem heutigen Bericht „VLAN – der noch fehlende Schritt zum audiophilen Streaming?“ will ich diesen Fragen nachgehen und ganz bewusst mit extremem Aufwand herausfinden, ob wir aus unserem Heimnetz wirklich schon das letzte Quäntchen an Klangqualität herausgekitzelt haben, oder ob uns vielleicht der alles-entscheidende Durchbruch am Ende noch gar nicht gelungen ist.
Gelingt uns durch VLAN der (vielleicht?) noch fehlende Schritt zum audiophilen Streaming?
… oder ist VLAN einfach nur mal wieder die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird?
Sau, die durchs Dorf getrieben wird (ChatGPT Image)
Hinweis zum Bericht:Die Umsetzung der nachfolgend beschriebenen Maßnahmen stellt hohe bis sehr hohe Anforderungen an Ihr IT-Wissen und Sie benötigen teure Zusatz-Komponenten.Worauf ich hier eingehe, hat aber prinzipiell mit dem Thema High-Fidelity nichts zu tun. Hier geht es mehr darum, unser immer komplizierter werdendes Heimnetz professionell zu konfigurieren und „richtig in Ordnung zu bringen“.Wer also aus ganz anderen Gründen bereits in seinem Heimnetz VLANs eingerichtet hat, der wird vielleicht schon ganz automatisch den letzten Schritt getan haben.Für alle anderen habe ich diesen Bericht geschrieben.
Vorgeschichte:
TAE
Der ursprüngliche Telefonanschluss (TAE) bekam irgendwann eine Buchse für den Anrufbeantworter dazu. Und natürlich eine zweite für das Fax-Gerät. Dann brauchten wir auf einmal ein Modem und heute haben wir i.d.R. nur noch unseren „Internetanschluss“.Und der macht alles. Selbst wenn es sich dabei immer noch um die klassische Telefon-Anschluss-Einheit (TAE) handelt.
„Alles“ – bedeutet dabei:
telefonieren
surfen
mailen
fernsehen
Radio hören
Videos streamen
Alarmanlage betreiben
Smart Home realisieren
Türfreisprechanlage anbinden
Lichtsteuerung automatisieren
Sprachsteuerung (Siri, Alexa und Co.) nutzen
das Internet of Things (IoT), also unseren Kühlschrank, die Spülmaschine usw. von unterwegs steuern
und … eben auch High-Res-Audio Dateien streamen.
… und das alles wahlweise auch noch über Kabel oder wireless – also ohne Kabel über ein WLAN.
Natürlich müssen wir uns bei all diesen Aufgaben keine Sorgen darum machen, ob unser Heimnetz dafür ausreicht. Es könnte sogar noch viel mehr!Aber kann das überhaupt gut klingen, wenn das alles durch das selbe Kabel fließt?Wie soll es möglich sein, ruhige, wunderschöne und entspannende Musik zu hören, wenn die Musikdateien sich mit all diesen anderen Daten ein und dieselbe Leitung teilen müssen?
Wäre es da nicht toll ein unabhängiges Heimnetz nur zum Musikhören zu haben?
IT-Freaks erstellen VLANs für:… die Smart-Home-Installation, die vielen IoT-Geräte (IoT= Internet of Things, also unser Kühlschrank, die Waschmaschine …), Magenta-TV u.v.m. . Diese Dinge benötigen oft spezielle Netzwerk-Einstellungen und beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb verbannt man sie gerne in ein jeweils eigenes Netz, das man dann nach Bedarf konfiguriert.
„Langsame Schnecken“ bremsen ein Netzwerk aus und selbst die „Rennpferde“ unter den Daten oder Komponenten müssen dann langsam dahin schleichen. Also trennt man sie und bringt die Pferde auf die Rennbahn, wo sie hingehören.
Kurz und gut: Es kann durchaus sinnvoll sein, nicht nur ein Netzwerk für alles zu benutzen.Selbst dann, wenn man überhaupt keine HiFi-Anlage besitzt.
Aber braucht man dann für jedes Netz ein eigenes Kabel?
Nein! Braucht man nicht!
IT-ler kennen tatsächlich einen raffinierten Trick, den wir meistens an dem Buchstaben „V“ erkennen können. Hinter diesem „V“ steckt der Begriff „virtual“ also auf Deutsch „virtuell“ für „denkbar, aber nicht physisch vorhanden“.Den Begriff virtuell kennen wir längst in anderen Zusammenhängen. Filmemacher erschaffen ganze virtuelle Welten und IT-ler nutzen Computer und Kabel, die gar nicht da sind.
… mag uns das auch noch so seltsam vorkommen.
Unser LAN (local area network) – also unser Heimnetz, was aus Kabeln, Anschlüssen und Komponenten wie Router, Modem, Switches besteht … ist selbstverständlich physisch vorhanden. Diese Dinge sind also real und nicht virtuell.Aber üblicherweise sind sie eben nur ein (!) mal real vorhanden. Und das soll auch so bleiben.
… zusätzlich können wir diese Dinge aber auch „virtuell erschaffen“ und dann so nutzen als hätten wir mehrere davon. Auf einmal haben wir dann mehrere vRouter, vModems, vSwitches und eben auch vLANs. Wir brauchen aber nur eine (!) Hardware, die das kann.
Kann ein Mensch VLAN verstehen, der kein abgeschlossenes IT-Studium hinter sich hat?
Zugegeben – VLANs zu verstehen ist für einen Nicht-IT-ler ziemlich schwierig. Meistens liegt es daran, dass wir uns so ein LAN-Kabel wie ein Stromkabel oder einen Wasserschlauch vorstellen. Vorne tut man was rein und hinten kommt was raus.
Aber so funktionieren Netzwerkkabel (Ethernet-Kabel) eben nicht.
Postauto (ChatGPT Image)
Ein LAN-Kabel müssen wir uns eher wie ein Post-Auto vorstellen.Das Post-Auto transportiert Pakete mit den unterschiedlichsten Inhalten. Und nichts davon kommt durcheinander (meistens jedenfalls nicht). Flüssigkeiten dringen nicht in Elektrogeräte. Waschmittel vermischen sich nicht mit Pralinen …Das Parfüm riecht nicht nach Käse und umgekehrt auch nicht.
Jedenfalls nicht, wenn alles ordentlich verpackt wurde. Und damit das sichergestellt ist, gibt es „Vorschriften“ – bei der Post genau so wie beim Transport von Daten durch unsere LAN-Kabel.Und genau so wie bei der Post können wir im LAN nicht nur Pakete empfangen, sondern auch verschicken.
Und mit VLANs tun wir so, als hätten wir für jede Paket-Sorte ein eigenes Post-Auto.
Eines für die ganz eiligen Sachen, eines für Flüssigkeiten, eines für große und schwere Pakete und noch eines, das die ganz empfindlichen Sachen transportiert wie die 4-stöckige Hochzeitstorte.Jedes „Post-Auto“ wurde also auf seine Aufgabe hin spezialisiert.
Los geht’s!
Beschreiben wir zunächst eine typische Ausgangslage:
Fritzbox/Router mit DHCP, WLAN, DECT usw. Alle kabelgebundene Netzwerkgeräte sind direkt angeschlossen. Am Schreibtisch gibt es (vielleicht) einen zusätzlichen Switch, um den PC/MAC plus Drucker anschließen zu können. In der HiFi-Ecke gibt es möglicherweise noch einen audiophilen Switch. Daran werden der Streamer und der Fernseher betrieben.
Und das ändern wir jetzt.
Da weder die Fritzbox noch die üblichen Router der Provider in der Lage sind, echte VLANs aufzubauen, brauchen wir ein Gerät, was dazu in der Lage ist. Router und Switches, die so etwas können, erkennt man i.d.R. an der Beschreibung „managed“, was so viel wie „konfiguriert“ und wichtiger: „konfigurierbar!“ bedeuten soll.
Spätestens an dieser Stelle dürfte aber für „Normalos“ eine Hürde aufgebaut sein, die nicht zu überwinden ist. Einen Switch mit VLANs einzurichten ist wohl so ähnlich, als wollten Sie das Steuerprogramm für Ihren Sportwagen selber modifizieren.
Auch ich hätte ganz sicher die Finger davon gelassen, wenn ich nicht Informationen über eine Unifi Dream Machine erhalten hätte, die mich davon überzeugt haben, dass ich so ein Teil haben muss.Mit der Unifi Dream Machine (UDM) wird aus einer Herz-Implantation ein Ersatz des Hüftgelenks – also ein Klacks! (Scherz!!)
Nein, es bleibt kompliziert, aber eben nicht so super-extrem.
Ziel:
Die Fritzbox soll einfach nur das Signal des Providers an die UDM weiterleiten. Die UDM baut VLANs auf und eines davon ist für unsere HiFi-Anlage, bzw. unseren Streamer.Die Fritzbox macht dadurch praktisch gar nichts mehr. Kein DHCP, kein WLAN, kein DECT – nichts. Nicht einmal ihre LED darf mehr leuchten.
Das alles verlagern wir in die UDM.
Meine Umsetzung im Einzelnen:
Da auch meine Fritzbox 5690 keine VLANs erstellen kann, musste ich mir die Unifi-Dream Machine SE von Ubiquiti zulegen.Die UDM ist zwar auch nichts für Netzwerk-Dummies – aber wenn man sich an dieses Thema wirklich herantraut und nicht von Beruf Netzwerk-Administrator ist, dann ist Unifi wohl die erste Wahl.
In der Fritzbox betreibe ich den Anschluss für die UDM im „Exposed Host Modus“. Dadurch wird die Fritzbox praktisch aller Fähigkeiten (und Einflussmöglichkeiten) beraubt. Sie bildet nur noch die physische Verbindung zwischen dem Telekom-Anschluss (oder anderen Providern) und der UDM. Sie ist damit noch weniger als ein Modem, eigentlich nur so etwas wie ein Adapter.
Die UDM kümmert sich dann um mein Heimnetz, mit anderen Worten: Sie vergibt ab sofort die IP-Adressen und ist damit mein DHCP-Server – und eben nicht mehr die Fritzbox.
Um auch das WLAN in der Fritzbox abschalten zu können, habe ich mir einen Unifi U7 Pro zugelegt, also einen WLAN-Accesspoint.
DECT – also das Festnetz-Telefonieren – übernimmt jetzt eine Gigaset C570-Go, die ins Unifi-Netz eingebunden ist – damit ist bei mir auch DECT in der Fritzbox abgeschaltet.
Danach habe ich sogar alle LEDs der Fritzbox abgeschaltet, womit sie dann wirklich gar nichts mehr macht – nicht mal mehr leuchten – außer eben die Telekom-Signale 1:1 an die UDM zu leiten. In den IT-Foren wird gerne eine Vigor von Draytek statt der Fritzbox empfohlen, die aber erstens komplizierter zu handhaben ist als eine Fritzbox (vor allem, wenn man auch Magenta-TV nutzt) und zweitens war die Fritzbox ja bereits vorhanden.
Leider steht die UDM 30m entfernt von meinem Hausübergabepunkt und der Fritzbox.Um diese 30m nicht mit LAN-Kabel überbrücken zu müssen, nutze ich ein 0,6m Furutech LAN8 NCF plus an einem Medienkonverter MC01 von ADOT. Die lange Verbindung übernimmt ein ADOT Singlemode-LWL – logischerweise mit zwei mal Singlemode-Transceiver von ADOT.
Hier war die Frage wirklich spannend, ob die Unifi Dream Machine bereit ist, mit den ADOT-SM-Transceivern zusammen zu arbeiten, aber das hat wunderbar funktioniert.Messungen mit einem SFP Wizard bestätigen die optimale Funktion, also brauche ich mir um die Kabel und die Transceiver zum Glück keine weiteren Gedanken zu machen.
Sollte sich da in der Praxis etwas anderes ergeben, werde ich diese Stelle im Bericht natürlich sofort anpassen.
Leider muss ich den selben Aufbau auch für den Rückweg, also meinen Anschluss der HiFi-Anlage wählen und damit noch einmal:ADOT- Singlemode-Transceiver in der UDM, 30m Singlemode LWL, Medienkonverter ADOT MC01 mit Singlemode-Transceiver, 0,6m Furutech LAN8 NCF plus.
Mein audiophiler Switch ist von Silent Angel (Bonn NX), der leider keinen SFP besitzt.Deshalb habe ich auch alternativ den Dela (früher Melco) S50 und den SotM sNH-10G eingesetzt, die eben beide über einen SFP verfügen und daher keinen Medienkonverter benötigen – aber darüber folgt später ein eigener Bericht.
Im nächsten Schritt geht es dann darum die VLANs aufzubauen.
Noch schnell ein Tipp aus eigener Erfahrung:Wenn Sie sich für Unifi entscheiden, ersetzen Sie auch alle „kleinen“ Switches in Ihrem Netz durch Unifi-Geräte. Switches anderer Hersteller werden nicht korrekt erkannt, können daher nicht von der UDM konfiguriert werden und nehmen sich (wie in meinem Fall) möglicherweise ausgerechnet die selbe IP-Adresse wie meine UDM, was natürlich zu einem Netzwerk-Konflikt führt.Das ist, als wollte man zwei PKW auf dem selben Parkplatz abstellen.
Abschließend:
Ich habe für verschiedene Zwecke VLANs eingerichtet und logischerweise auch ein VLAN ganz alleine für meinen audiophilen Switch der HiFi-Anlage.
Damit hatte ich sowohl mein primäres Ziel erreicht – meine HiFi-Anlage von allem anderen aus meinem Heimnetz zu trennen. Ich habe jetzt also ein Post-Auto ganz alleine für meine HiFi-Anlage! Aber auch mein sekundäres Ziel habe ich erreicht – mein Heimnetz aus IT-Sicht sinnvoll aufzuteilen und Ordnung zu schaffen.
Und ich muss sagen – wenn man mal meinen audiophilen Switch samt Masterclock (Genesis GX) und Netzteil (Forester FX) preislich aussen vor lässt, war das gar nicht so wahnsinnig teuer. Also alleine für ein aufgeräumtes Heimnetz hat sich der Aufwand aus meiner Sicht schon mal gelohnt. Alles lässt sich irgendwie schneller bedienen. Mein Apple-TV und der Leica-Beamer reagieren schneller und laufen spürbar stabiler.
Kommen wir zum Hörergebnis:
Klartext:Meine Hoffnungen wurden erfüllt – es hat sich gelohnt. Allerdings auf eine völlig andere Art und Weise als ich das erwartet hatte.
Doch was hatte ich eigentlich erwartet?
Und das kann ich gar nicht so richtig beschreiben. Was erwartet man von solch einer Maßnahme? Vielleicht ein Anstieg des Dynamik-Umfangs? Möglicherweise mehr Ruhe? Mehr Körper? Eine bessere dreidimensionale Wiedergabe?Eigentlich ist das alles Unsinn. Denn nichts davon hätte ich bei mir als “verbesserungsdürftig” beschrieben.Es lief doch absolut super-phantastisch!
Bei wem das nicht so ist, der muss auch nicht glauben, er müsse jetzt einfach nur ein VLAN einrichten und schon wären alle Klangprobleme beseitigt!
Und jetzt sitze ich da und kann eigentlich gar nicht fassen, was ich da höre.Ich schaue auf ein Paar Progressive Audio Extreme I aktiv – und höre eine Veränderung, von der ich bisher geglaubt hatte, sie sei im besten Fall durch die 30mm Diamant-Hochtöner in einer Pearl erreichbar.
Diese Diamant-Hochtöner sorgen dafür, dass man eigentlich überhaupt nichts mehr aus einem Lautsprecher hört – nicht einmal die höchsten Töne. Querflöten, Piccoloflöten, Triangel … Töne, die nervig klingen können und eben nach dem Material, aus dem die Hochton-Chassis gefertigt sind. Textilkalotten wirken wie Dämpfer, Bändchen wie Alu-Papier, Metallkalotten lassen jeden Sound stählern klingen. Man kann teure Maßnahmen dagegen ergreifen, aber ganz los wird man diese Probleme wohl nie.
Und auch der Hochtöner einer Extreme I erreicht einfach nicht das Klang-Niveau eines Dimant-Hochtöners. Irgendwo bestimmt halt doch immer noch der Geldbeutel, was man erreichen kann und was nicht.
Aber wenn es darum geht, das “Zweitbeste” so nah wie möglich an das “Beste” zu bringen, dann wurde hier soeben das Ziel erreicht!
Diese freche kleine Extreme I spielt bei mir auf wie die ganz Großen!
Absolut gelassen und souverän präsentiert mir diese „Regalbox“ Musik in Originalgröße!Das ist so sagenhaft unangestrengt, so selbstverständlich!Ich kann es gar nicht abwarten, dass mir Ralf Koenen meine Pearl zurückbringt, die sich gerade für ein Upgrade in seiner edlen Manufaktur befindet.
Hör-Beispiel: (mehr als beeindruckend!!!)
Seit einigen Wochen fasziniert mich der Song Mio Cristo Piange Diamanti (Rosalía vom Album LUX). Dieser Song ist kein Lied – er ist eine ganze Oper, ein Film, ein Drama.
Leidenschaft pur und eine Hingabe an die Kunst des Gesangs, wie ich sie selten erlebt habe.
Aber Vorsicht! Um dieses Ausnahme-Stück genießen zu können, reicht es nicht aus, einfach stumpf irgendwelche Testsieger-Komponenten miteinander zu verbinden. Wenn die Kette nicht harmonisch aufeinander abgestimmt ist, ist es sehr gut möglich, dass Sie beim Hören dieses Titels eher unangenehme Gefühle entwickeln und Lust verspüren, gegen die Lautsprecher zu treten.
Diese Stimme ist ein Prüfstein für jede HiFi-Anlage.
Und das Tolle an solchen Titeln ist ja, dass Kunden auf meinem Sofa sitzen, voller Staunen dieses Stück „ertragen“, sich den Titel notieren, ihn bis ganz zum Schluss hören wollen und am Ende dann sagen: „Überhaupt nicht meine Musik! Aber der reine Wahnsinn! Gänsehaut pur!“
Auch die Härchen auf meinen Armen tanzen quasi im Rhythmus der Musik.Obwohl ich den Titel jetzt schon so oft gehört habe – oder vielleicht deswegen – höre ich ihn heute zwei mal komplett durch.
… und bin danach so fix und fertig, als hätte ich einen Marathonlauf hinter mir.
Nicht nur Rosalía ist mit Leib und Seele dabei – auch der Tonmeister gibt alles. Hall und Echo, fein dosiert eingesetzt, genau an der richtigen Stelle. Stakkato und Stille werden als Stilmittel abgelöst von tief traurigen Grundtönen wie bei einer guten Filmmusik. Sie unterstreichen hier aber keine Emotionen, sie erzeugen sie.
Fast hätte ich gesagt: „Ganz großes Kino!“.
Ich höre meine Playlists rauf und runter und verzeihen Sie mir das Klischee: Ich habe das Gefühl, manche Titel zum ersten Mal richtig zu hören!
Es ist nicht der Versuch – mich zu beeindrucken!Es ist genau das Gegenteil!Es ist diese Selbstverständlichkeit.… diese Natürlichkeit.
Hat sich der Aufwand also gelohnt?… und die Antwort lautet: Ja!
Sollten Sie das nachmachen?
Ja! Unbedingt! Wenn ….… Sie sich mit Heimnetzen, Router, Switches usw. auskennen und vielleicht sowieso schon VLANs für Ihre Smarthome-Installation aufgebaut haben.
Nein! Auf keinen Fall!Wenn …… Sie sich eben nicht damit auskennen und sich da erst einarbeiten müssten. Ihnen kann ich sagen, dass Sie mit einem besseren LAN-Kabel oder einem guten audiophilen Switch vermutlich mehr Klangzugewinn erreichen können als mit VLANs.
Hinweis für Besitzer einer Powerstation von Progressive Audio:Die Fritzbox ist in dem oben beschriebenen Aufbau über das LAN-Kabel mit dem Potential der Telekom-Leitung verbunden. Dies muss unbedingt vom Potential der Powerstation getrennt sein! Deshalb muss die Fritzbox wie auch der erste Medienkonverter, der ja ebenfalls über das LAN-Kabel an der Fritzbox und damit am Potential der Telekom hängt über ein eigenständiges Netzteil betrieben werden. Dieses Netzteil darf natürlich auch nicht über die Powerstation versorgt werden. [...]
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20. November 2025ProduktberichteKeces P9
Chapeau – Keces!
Manchmal fehlt es nur an Kleinigkeiten, um aus einem guten Produkt ein perfektes Produkt zu machen. Um an einem Keces P8 berechtigte Punkte zur Kritik zu finden, musste man schon gut suchen oder eben ziemlich anspruchsvoll – wenn nicht sogar kleinlich sein. Ist das Keces P9 nun das perfekte audiophile Netzteil?Was am P8 kritisiert wurde:
Zum Beispiel die Anzeige:
Keces P8 vorne
Dem einen war sie zu kein, dem anderen zu hell. Wollte der eine sie in der Helligkeit regeln können, hat der nächste einfach das Kabel vom Display abgezogen, damit er durch überhaupt keine Anzeige mehr gestört wird. Mal passte die Farbe nicht zum Rest der Anlage und mal machte es den Besitzer ganz kirre, wenn er doch genau 19V einstellen wollte, die Anzeige aber mal 19,1V oder 18,9V anzeigte.
Das Display wurde jetzt durch das Keces-Emblem ersetzt.
Keces P9 Front
Zum Beispiel die Spannungs-Auswahl:
Ausgerechnet das größte Highlight des P8, vor allem des P8 Dual war einer der nächsten Kritikpunkte.
Es gab die Ausführungen:Typ 1: 5V/7V + 9V/12VTyp 2: 9V/12V + 12V/15VTyp 3: 9V/12V + 18V/19VTyp 4: 9V/12V + 20V/24V
Wer jetzt 5V und 19V benötigte, der konnte keinen der Typen gebrauchen und musste sich zwei Geräte zulegen.
Der P9 bietet jetzt zwei vergoldete Ausgänge mit einer deutlich flexibleren Auslegung:
Keces P9 Back
Zum Beispiel die Ampere-Leistung:
Genau davon war ich als Hersteller der PrimeCore Audio A7-Streamer betroffen und natürlich alle Betreiber dieses klanglichen Ausnahme-Streamers. Benötigt der doch 19V mit 6A. Die bisherigen P8 Dual boten da maximal 4A. Zwar reichte das meistens, aber hier und da schaltete sich der A7 dann doch „beleidigt“ ab.
Keces P9 Justage
Der P9 liefert jetzt an …
Ausgang 1: 5/7/9/12 Volt mit 5A und anAusgang 2: 12/15/19/24Volt 5A mit 7A peak
Daraus ergeben sich 16 Kombinationsmöglichkeiten, womit wirklich viele Kombinationen realisiert werden können. Selbst die ziemlich häufig benötigte Kombi mit 2x 12V (für z.B. Fritzbox und Switch) ist zum Glück einstellbar.
Chapeau Keces!
Kommen wir zu der wohl wichtigsten Frage:
Hat sich klanglich etwas getan?
Ja – und nein. Um den Klangunterschied hören zu können, braucht man schon eine extrem ausgereifte Kette.Der P9 rückt klanglich ein wenig näher an den P14 und den P28 heran. Womit ich sagen will, dass er “reifer” wirkt und “souveräner”, wo der P8 hier und da etwas mehr “mitreißender” wirkte. Aber bitte – ich versuche hier zwei ausgezeichnete Weine miteinander zu vergleichen. Nageln Sie mich nicht auf diese Aussage fest, wenn es möglicherweise in Ihrer Kette genau umgekehrt wirkt.
Fazit:
Der neue P9 ist einfach in jedem technischen Punkt den vielen unterschiedlichen Typen des P8 überlegen. Er beseitigt die bisher von den Kunden vorgebrachten Mini-Kritikpunkte und zeigt sich deutlich sinnvoller an die Anforderungen des Marktes ausgerichtet.
Klanglich muss niemand den P8-Modellen eine Träne nachweinen. Dennoch waren und sind sie immer noch tolle, audiophile Netzteile. Wenn Sie jetzt im Abverkauf oder gebraucht einen P8 mit für Ihren Verwendungszweck brauchbarer Ausgangsspannung günstig bekommen können – schlagen Sie zu! Alle, die bisher noch keinen Keces eingesetzt haben, springen ganz sicher nicht zu spät auf den Keces-Zug auf und werden stattdessen erstaunt sein über die Klangverbesserung durch ein P9.
Mit dem Keces P9 wirft der Hersteller jetzt ein audiophiles Netzteil auf den Markt, was auf jahrelanger Erfahrung aufbaut und mit dem er auf die Wünsche und Kritikpunkte der Käufer eingegangen ist.
In seiner Preisklasse und mit seinen zwei Ausgängen kenne ich derzeit kein zweites audiophiles Netzteil, das überhaupt eine Chance hätte, in einen Vergleich mit dem Keces P9 einzutreten.Wem die Leistungswerte eines P6 ausreichen, macht damit nichts falsch und er kann einige Hundert Euro sparen. Wer mehr als zwei Ausgänge benötigt, sollte sich nach dem P14 oder gar nach dem P28 umsehen.
Zwischen 600,- € und 2.800,- € dominiert Keces damit den Markt der audiophilen Netzteile auf ganzer Linie und man kann dem Hersteller nur noch einmal gratulieren.
Chapeau Keces! [...]
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28. Oktober 2025ProduktberichteLeica – die Lösung
Lesen Sie hier in meinem Bericht – Die Leica Lösung – mehr über den Leica Cine 1 Nahdistanzbeamer.
„Komm mir nicht mit Problemen, komm mir mit Lösungen!“
Das war der Lieblingssatz meines früheren Dezernatleiters.Und diesem Ausspruch folgend will ich auch Ihnen hier lieber gleich die Lösung präsentieren, bevor ich Ihnen etwas über das Problem erzähle.
Ich nenne sie:
Die Leica-Lösung
Konkret geht es hier um einen Nahdistanz-Beamer der Premiumklasse, der einen großen OLED ersetzen kann. Und zwar par excellence!… der aber sozusagen gar nicht mehr „da ist“, wenn man gerade kein Fernsehen schaut.
Immer „da zu sein“ – genau das ist nämlich das Problem.
Zum einen stört diese 1,5qm große harte Glasfläche eines Flachbild-TV nämlich mächtig das natürliche Klangbild einer hochwertigen HiFi-Anlage.
Zum anderen kommen aber auch immer mehr Menschen dahinter, dass eine solch große schwarze Fläche an der Wohnzimmerwand alles andere als wohnlich und gemütlich wirkt. Zumindest der weibliche Teil Ihres Haushaltes wird genau das vermutlich wohl „schon immer gesagt“ haben. 😉
War man zu Anfang vielleicht noch stolz darauf, so einen 65-, 77-Zoller (oder noch größer) zu besitzen, so ist dieses Gefühl mittlerweile komplett verschwunden. Heute hat doch eigentlich “jeder” so einen großen Bildschirm, seitdem es sie schon für unter 1.000,- € zu kaufen gibt.
Und eines haben sie leider alle gemein: Sie sind auch da, wenn man nicht fernsehen will.
Und vor allem sind sie dann auch immer noch da, wenn man gerade gut Musik hören will.
Nimmt man den Fernseher hinter den Lautsprechern weg, klingt es sofort natürlicher und die Wiedergabe bekommt eine tolle räumliche Tiefe. Hängt man ihn wieder auf, wird die Wiedergabe flach und die Stimmen klingen hart und hohl.
Ein teurer DSP kann das ein wenig “wegrechnen” und somit den Klang durchaus verbessern, meistens aber nur begleitet von einem Verlust des musikalischen Feelings.Seit Jahren zerbreche ich mir (und ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin) den Kopf, was man da wohl tun kann. Meine Frau hat mir mal eine Art Husse genäht, die ich über den TV stülpen konnte.Sah nicht wirklich gut aus und hat vor allem auch das klangliche Ziel nicht erreicht.Ich habe Dämmwoll-Platten vor den Fernseher gestellt.Die vielen dauernd um und haben den Mittenbereich viel zu stark gedämmt.
Jetzt zum Umzug in unsere neue Bleibe gingen mir schon wieder seit Monaten solche und ähnliche Lösungen durch den Kopf. Ich wollte schon eine Vorhangleiste an der Decke montieren lassen, um dann beim Musikhören einen Vorhang vor den Fernseher ziehen zu können.
Alles Unfug!
Ich habe sie jetzt …
… die Leica-Lösung
Wie bereits erwähnt handelt es sich hierbei um einen Nahdistanz-Beamer.Also keinen riesigen Klotz, der an der Decke hängt und einen unverhältnismäßig hohen Installationsaufwand erfordert.Den Leica Cine 1 stellt man ganz einfach mit auf das Rack, auf die HiFi-Bank, das Lowboard …… oder wie oben auf dem Bild zu sehen auf eine speziell für Leica entwickelte Möbelserie, die mittlerweile von fast jedem namhaften Möbelhersteller angeboten wird.
Wenn man eine glatte weiße Wand dahinter hat, reicht die bereits aus, um in traumhafter Bildqualität Videos schauen zu können.Allerdings ist das akustisch doch wieder ziemlich kontraproduktiv, denn eine glatte weiße Wand ist fast genau so schlecht wie ein großer Fernseher.
Also kommen wir um eine Leinwand nicht umhin, wenn wir es perfekt haben wollen.
Die hängen wir aber nicht einfach an die Wand. Wir würden ja eine große schwarze Fläche lediglich gegen eine große weiße oder dunkle Fläche tauschen, sondern die befindet sich in einem 10x15cm großen Kasten, den wir hinter das Rack stellen. Natürlich kann man sie auch an der Wand befestigen oder eben in ein Fach integrieren, den die Möbelhersteller für diese Leinwand vorgesehen haben.
Ist die Leinwand im Kasten – sehen wir einfach nur unsere Wohnzimmer-Rückwand, die wir so gestalten können wie wir wollen.Ob es eine dicke Tapete wird, die derzeit sehr beliebten Raumakustikwände oder irgendwelche speziellen Dämmlösungen – alles ist möglich. Es gibt ja keinen Fernseher mehr.
Erst wenn wir abends fernsehen oder ein Video schauen wollen, genügt ein Druck auf die Fernbedienung.Nun öffnet sich der Deckel des Leica Cine 1 wie von Geisterhand bedient, die Leinwand fährt von unten nach oben hoch und wenn die HiFi-Bank zu dicht an der Rückwand steht, fährt auch das Tablar auf dem der Leica Cine 1 steht nach vorne, um die etwa 25 cm Abstand zur Wand/Leinwand einzustellen.
Ist es im Raum ziemlich dunkel, erwartet Sie ein Kino-Feeling, wie man es zuhause wohl noch nie so erlebt hat. Popcorn und Nachos sollten schon mal ausreichend gebunkert werden.Aber selbst bei hellem Sonnenlicht sieht alles noch toll aus und steht dann dem Bild eines OLED in nichts nach, denn auch ein OLED verliert an Tiefe und Schwärze wenn die Sonne direkt auf den Bildschirm scheint.
Für reine Video-Freaks ist natürlich toll, dass das Konstrukt auch problemlos vor ein Fenster oder einen Durchgang positioniert werden kann. Musikbegeisterte werden aber wohl doch eher eine Positionierung vor einer Wand bevorzugen.
Aber wieso Leica?
Natürlich gehöre ich als Hobby-Fotograf zu denen, die ein gewisses Leuchten in den Augen spüren, wenn Sie diesen kleinen roten Punkt auf einer Kamera entdecken und dann beim Betrachten der Bilder neidvoll zugeben müssen, dass die etwas haben, was meine Fotos nicht haben. Selbst dann nicht, wenn auf beiden Fotos „das selbe drauf ist“.Das ist etwas, was man noch nicht einmal beschreiben kann. Aber man sieht es. Ich sehe es. Allerdings konnte ich mich bisher nicht überwinden, mir eine Leica-Ausrüstung zuzulegen. Vielleicht ändere ich das ja bald.
Und diese Leica-Beamer – allen voran der Leica Cine 1 – die haben dieses gewisse „Leica-Etwas“ ebenfalls.Leica ist weiß Gott nicht der Erfinder dieser Nahdistanz-Technik. Nahdistanzbeamer gibt es mittlerweile fast so viele wie Sand am Meer. So sagt man das ja gerne.In allen Preisklassen. Sogar schon für unter 100,- € kann man solche Teile kaufen.Aber es gibt auch Wein für 3,- € pro 5-Liter-Flasche.
Mich begeistert dieses Bild dermaßen, dass ich manchmal glatt vergesse, dass ich den Beamer eigentlich nur deshalb eingekauft habe, weil er die Lösung meiner Klangprobleme ist und ich keine schwarze Glasfläche mehr in meinem Wohnzimmer haben wollte!
Das ist erst mal das wichtigste an der Sache! Wenn ich Musik höre – sieht man nichts von einem Fernseher und man hört ihn auch nicht – denn er ist nicht da!
Was mich selber überrascht – ist – und ich muss zugeben, dass ich genau das immer abgestritten habe – dass dieses Zusammenspiel aus Audio und Video ein mehr als überzeugendes Erlebnis darstellen kann. Vor allem, wenn man den Leica Cine 1 über ein Toslinkkabel mit der HiFi-Anlage koppelt. Der Cine 1 hat für sich schon eine erstaunlich gute Wiedergabe zu bieten, aber wenn zu diesem riesigen Bild auch noch ein riesiger Sound kommt, dann ist das doch ein Erlebnis der besonderen Art.
Genau das habe ich getan und natürlich als erstes „I’d Rather Go Blind“ auf Youtube gestartet.
Dieser Song von Ellington Jordan stammt aus dem Jahr 1967 und wurde zunächst durch Etta James berühmt. Ich hielt lange Zeit die Version von Chicken Shack (Gesang Christine Perfect) aus dem Jahr 1969 für unerreichbar. Bis Beth Hart gemeinsam mit Bonamasse mit diesem Titel im Jahr 2014 die Besucher im Amsterdamer Koninklijk Theater Carré begeisterte und dieses Konzert zum Glück aufgezeichnet wurde.
Selten haben Bild und Ton eine so große Daseinsberechtigung und Gleichberechtigung erlebt wie bei diesem Zusammenspiel!
Aber wie genau funktioniert das jetzt eigentlich mit der Leica – Lösung?
Nun, man nehme im einfachsten Fall einen kleinen Kasten (sorry – so 70 cm breit und 45 cm tief sollte er doch schon sein) und stelle ihn 25 cm (bei 100“) von der weißen Rückwand oder der Leinwand entfernt auf.
Dann schließe man den Leica Cine 1 an Strom und an das Netzwerk an und drücke auf den Startknopf auf der Fernbedienung.Danach muss man nur noch nach Youtube wechseln (ist alles schon installiert) und den Song suchen … und starten.Ob man dann den Song mag, ob man Beth Hart mag, ob man Bonamassa mag …… spielt überhaupt keine Rolle.Diese Aufzeichnung ist einfach grandios!
Und man wird der Darbietung definitiv verzeihen, dass es audiophilere Versionen von diesem Titel gibt.
Aber natürlich kann der Leica Cine 1 nicht nur Youtube. So gut wie alle Fernsehsender und Video-Portale sind bereits vorhanden oder lassen sich nachinstallieren.Lediglich für Magenta-TV-Abonnenten gibt es noch keine integrierte Lösung. Dafür braucht es dann doch noch eine Extra-Box wie das Apple-TV oder andere.
Und noch einmal: Wieso Leica?
Vermutlich ist es mein Streben nach Sicherheit.Oder anders herum: Dieses Gefühl der Unsicherheit bei den meisten anderen Marken, die mich mit der Vielfalt der angebotenen Modelle verwirren. Ich verstehe oft nicht, wieso man ganz bewusst ein “schlechteres” Gerät herstellen muss, wenn man “bessere” im Programm hat.Dann stört mich auch dieses rasante Tempo, in dem oft die Modelle gewechselt werden. Diese anerzogene Wegwerf-Mentalität. Nach spätestens zwei Jahren soll man sich was neues kaufen. Das ist nichts für mich.
Ich bin Baujahr 1954 – bin seit 1970 glücklich mit meiner Frau zusammen und fahre ein 13 Jahre altes Auto – mit dem ich immer noch hoch zufrieden bin und das ich gerne auch noch weitere 13 Jahre fahren würde.
Vielleicht bin ich irgendwann nicht mehr dazu in der Lage. Aber das kann dann auch ein neues Auto nicht ändern.
Dieser Beamer strahlt eine hohe Wertigkeit und fast schon eine gewisse Gelassenheit, Zeitlosigkeit und auch Unantastbarkeit aus. Er schreit nicht, er ist einfach da. Hält sich zurück, in einer Verarbeitungsqualität, die für die Ewigkeit gemacht zu sein scheint. Zumindest für meine Ewigkeit.
Das reicht mir.
Für viele wird er unerschwinglich sein, zugegeben. Zu teuer ist er aber ganz sicher nicht. Ich bezeichne ihn als konsequente Lösung. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Betonung auf konsequent oder auf Lösung liegt. 😉Ich mag einfach nicht viel Aufwand und viel Geld in etwas stecken, was mir dann am Ende nicht das Ergebnis liefert, was ich erhalten wollte. Wer nach wenigen Wochen zurück zum OLED will, der hat es einfach falsch gemacht! Oder die falschen Teile gekauft.
Und das gilt für den Cine 1 genau so wie für den Play One, den ich hier in meinem Bericht leider vernachlässigen musste, weil er kein Nahdistanz-Beamer ist und nicht so ganz zum Thema passte.
Den Sie aber auch genau so wie den Leica Cine 1 ab sofort in meinem Vorführstudio erleben können.
Sie sind herzlich eingeladen. Lassen Sie uns einen Termin vereinbaren. 0208671424
Zum Produkt im AUDIOSAUL Online-Shop [...]
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25. August 2025ProduktberichteFurutech LAN 8 NCF plus – das Kabel mit dem noch besseren Klang?
Das Furutech LAN 8 NCF plus – das Kabel mit dem noch besseren Klang? ersetzt seit kurzem die erste Modellreihe dieses Ethernetkabels und soll laut Furutech vor allem auf längeren Strecken und bei höheren Auflösungen (192 kHz) zu einer verbesserten Signalführung und damit auch zu einem noch besseren Klang bei allen Längen und allen Auflösungen führen.
Der hauptsächliche Unterschied liegt darin, dass Furutech von Litze (viele dünne Drähtchen) auf Solidcore (ein einzelnes dickeres Drähtchen) umgestiegen ist.
War das nötig?
Das Furutech LAN 8 NCF ist wohl das allerletzte Kabel, bei dem ich mir eine Klangverbesserung gewünscht – oder für möglich gehalten hätte.
In der kurzen Zeit, die das Kabel der Generation 1 auf dem Markt ist, habe ich bereits etwa 1.500 Stück davon verkauft.
Wieso also – muss man an so einem tollen Kabel etwas verbessern?
Schwierigkeiten bei langen Längen? … bei 192 kHz?Hab ich nicht gehabt!
Schauen wir uns das Furutech LAN 8 NCF plus mal genauer an:
Die Verpackungen sind dunkler und weniger in lila gehalten, machen also einen „technischeren“ Eindruck – gut. Der Kabelaufbau wird hier kurz erklärt. Wer sich näher für die technischen Hintergründe interessiert, findet im Netz weitere Informationen.
Dann die erste Enttäuschung:
Die Plastik-Stecker sind geblieben.
Es gibt RJ45-Stecker auf dem Markt, bei denen es eine Wonne ist, sie anzusehen und anzufassen. Ich verweise da nur auf die Top-Serie von Telegärtner – ein Genuss in Form eines LAN-Steckers.
Furutech setzte bereits bei der ersten Generation scheinbar einfache, durchsichtige Plastikstecker ein. Die optische Aisstrahlung mag täuschen, aber das Herz eines audiophilen Freaks können diese Stecker sicher nicht berühren.
Furutech argumentiert, dass man das so wichtige NCF-Verfahren (Nano-Crystal-Formula) bei einem zugekauften Stecker nicht anwenden kann, sondern Eigenentwicklungen zwingend erforderlich sind.
Sarkasmus ein
HiFi-Freaks, die ihre Komponenten nach dem Design aussuchen, könnten ja zum Bespiel ihre Besucher durchaus mit der neuen Verteilerleiste vom Typ NCF Power Vault für fast 8.300,- € vom LAN-Kabel ablenken.
Sarkasmus aus.
Sei´s drum – es hat sich also an der Stelle keine Veränderung eingestellt, schade?
Halt! –
eine Veränderung gibt es dann doch. Bei dem Furutech LAN8 NCF plus ist ein Richtungspfeil auf einem der beiden Stecker aufgedruckt.
Richtungspfeile auf einem LAN-Kabel?… also auf einem bidirektional arbeitenden Ethernet-Kabel?
Welche E-Mails sind denn wichtiger? Die, die ich empfange oder die, die ich verschicke?Klar – Musik ist keine E-Mail – aber in einem Netzwerk fließt auch Musik nicht immer nur in eine Richtung!
Zu Beginn kommt sie sozusagen vom Router und fließt zum Streamer. Also muss der Stecker mit dem Pfeil im Router stecken.Wenn der Streamer nun aber z.B. ein PrimeCore Audio A7 Roon-Core ist und die Musik per LAN und RAAT-Protokoll an ein „roon-ready“-Gerät schickt – muss ich dann das LAN-Kabel „ganz schnell umdrehen“? Spaß!!
Also: Bei einem bidirektional arbeitenden Kabel mag ich einfach nicht von einer bevorzugten Laufrichtung sprechen wollen, wie wir sie von NF- oder Lautsprecherkabeln her kennen.
Könnte es trotzdem einen Grund für die Richtungspfeile geben? Vielleicht die Masseführung?
Nun – “früher” war es oft so, dass auch Kabel ohne Laufrichtungseigenschaften gekennzeichnet wurden, um anzuzeigen, auf welcher Seite die Abschirmung mit auf Masse gelegt worden ist. Damit wollte man Brummprobleme vermeiden oder ihnen schneller auf die Schliche kommen.
Im Furutech LAN 8 NCF plus finden wir Folienabschirmungen um jedes Drahtpaar, dann noch eine Folie um alle Drähte gemeinsam und darum herum noch einmal ein abschirmendes Geflecht.
Wenn die Abschirmung nun tatsächlich nur auf einer Seite mit auf Masse liegt, dann könnte es sehr wohl einen klanglichen Unterschied machen, auf welcher Seite ich diesen Stecker verwende.
Allerdings wäre es dadurch (wie es für ein bidirektionales Kabel ja auch logisch ist) keinesfalls „laufrichtungsgebunden“ sondern abhängig davon, welche der angeschlossenen Komponenten am stärksten auf die Masseanbindung reagiert. In diesem Fall müssten wir das tatsächlich pro Kabel erst einmal testen und dabei kann so eine Markierung natürlich helfen.
Ich mache das jetzt erst mal so wie wir es immer schon gemacht haben. Der Stecker mit dem Pfeil drauf kommt an den Router. Alle vom Switch abgehenden Kabel tragen den Stecker mit dem Pfeil dann eben an der Switch-Seite.Da ich über einen DAC höre und nicht über LAN ein „roon-ready“-Gerät mit Musik versorge, müsste so auch die Laufrichtung korrekt eingehalten worden sein. … wenn es sie denn gäbe.
Hörtest – Teil 1
Flatschneu – eiskalt – einfach, weil ich neugierig war.
Ergebnis:
Das Furutech LAN 8 NCF plus zeigt sich zumindest am Anfang völlig anders als das bisherige Kabel.
Der Bass ist wuchtiger, irgendwie größer, ungenauer, das Klangbild ist „schön“, fast schon „weichgespült“.Bisher musste man sich beim Furutech LAN 8 NCF meistens auf das Gegenteil einrichten. Das Kabel der Gen. 1 brauchte mindestens 3 Tage, um nicht nur räumlich und analytisch, sondern auch harmonisch und emotional agieren zu können.
Nach einer halben Stunde fühle ich mich heute wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
Der eine sagt: „Hoffentlich bleibt das so!“. Der andere sagt: „Das, was das Furutech LAN8 NCF bisher ausgemacht hat, das ist hier nicht mehr vorhanden.”
Zumindest nicht im Moment – weshalb ich diesen ersten (unsinnigen) Test abbreche und dem Kabel 5 Tage Zeit gebe, um sich einzuspielen.
Hörtest – Teil 2
Es hat eine deutliche Veränderung stattgefunden. Die Darstellung – ich möchte fast von „Ausleuchtung“ sprechen – des Aufnahmeraumes ist wieder da. Die Tugenden der Gen. 1 erkenne ich wieder.
und doch klingt es – anders – !
Kann ich mit dem Kabel der ersten Generation zu Beginn eines Stückes die Lautstärke einstellen und dann mit diesem Pegel durchhören, erwische ich mich mit dem neuen Kabel dabei, immer mal wieder den Pegel zu ändern.
Und das tolle daran ist, dass ich das „gefahrlos“ tun kann.
Erhöhe ich den Pegel in den leisen Passagen, bleibt der Hintergrund dennoch „rabenschwarz“ – kein Rauschen – keine Nervosität. Jeder Ton und sei es das Umblättern eines Notenblattes erscheint mir „aus dem Nichts heraus“. Es ist fast ein wenig “seltsam” – zumindest aber ungewohnt. Erhöhe ich den Pegel in den lauten Passagen, schmiert nichts zu, verzerrt nichts, nervt nichts, wird nichts unangenehm. Selbst extrem laute Töne bleiben stabil und deutlich – so als hätte ich von einem schwachen auf einen starken Verstärker gewechselt.Eigentlich jeder Ton wirkt natürlicher und selbstverständlicher, was zum Teil gut bekannte Stücke geradezu entmystifiziert.
Beispiel: Elvis Presley „Fever“ vom Album „From Nashville to Memphis – The Essential 60s Master I“
Jeder Audiophile, der in den letzten Jahren ein HiFi-Studio oder eine HiFi-Ausstellung besucht hat, kennt dieses Stück vermutlich in- und auswendig.Eine Besonderheit dieses Titels ist die Kraft und Impulsivität der Fingerschnipser. Und genau diese Fingerschnipser trennen oft die Spreu vom Weizen.Während diese Fingerschnipser bei manchen Anlagen fast klingen, als würde man mit einem Lineal auf die Tischkante schlagen, wirken sie ein anderes mal eher so, als wäre da Stoff zwischen den Fingern.
Mit dem Furutech LAN 8 NCF war ich stolz darauf, wie exakt man die Position der Fingerschnipser erkennen konnte und mit welch einem Impuls sie ausgeführt wurden.
Heute – mit dem Furutech der 2. Generation ist das, was mich bisher so beeindruckt hat, irgendwie nicht mehr da.
Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass es Musiker gibt, die dieses Fingerschnipsen erlernen und bei denen es dann deutlich besser klappt als z.B. bei mir. Vielleicht verwenden Sie Magnesium-Pulver wie die Turner – möglicherweise aber auch gerade nicht.
Nun – ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich habe mich immer gefragt, wie man so toll mit den Fingern schnipsen kann.
Heute ist das anders.
Mir fällt auf, dass ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht habe, wer da eigentlich schnipst.
Ist es ein Mann? Ist es eine Frau? Sind es mehrere?
Heute sitze ich da und bin mir sicher, dass es sich um eine Frau handelt. Ich glaube gar, ihre Körperhaltung erahnen zu können. Ich erinnere mich an die Musikfilme aus den 60-er Jahren. Junge Mädchen in Caprihosen mit bunten Kopftüchern im Haar und einem breiten Lächeln.
Es sind mindestens zwei Schnipser, die man da hört. Sind es die beiden Hände einer Person oder sind es doch zwei, mehrere?
Ich versuche darüber etwas heraus zu finden und stoße auf Darlene Love. Sie war in den 60-ern zeitweise Teil der „The Blossoms“ und die wiederum sollen Elvis zu der Zeit oft auf den Konzerten begleitet haben.
Ein Bild von den drei Mitgliedern (Quelle: Wikipedia) bestätigt meinen Verdacht und er ist derart zutreffend, dass es fast schon unheimlich ist. Sollte man so etwas auf einmal aus Fingerschipsern heraushören können? Oder geht meine Phantasie gerade mit mir durch?
Egal – mir persönlich ist wichtig, wie “natürlich” diese Fingerschnipser auf einmal klingen.
Kein Zweifel – Furutech hat hier nicht nur einfach irgendein technisches Problem beseitigt oder irgendwie die Übertragungsrate angehoben – Furutech hat hier klanglich mal wieder Großes geleistet.
Der Bass ist mittlerweile knochentrocken und der Aufnahmeraum wird authentisch abgebildet.
Der Dynamik-Umfang hat eine deutliche Erweiterung erfahren, was sich nicht etwa daran erkennen lässt, dass alles impulsiver geworden ist, sondern dass Leises wirklich noch einmal leiser geworden ist.
Fazit:
Das Furutech LAN 8 NCF plus – richtet sich an erfahrene Musik-Liebhaber, die mit ihrer Komponenten- und Kabelwahl nur ein einziges Ziel verfolgen: Die Realität!Konnte die Generation 1 mit ihrer Lebendigkeit und der tollen Raumausleuchtung bei fast jedem HiFi-Freak punkten, könnte ich mir vorstellen, dass die neue Qualität der Plus-Version manch einem verborgen bleiben wird.Im direkten Vergleich mit der Generation 1 ist es nicht leicht, sich klar für eine Ausführung zu entscheiden.Würde die Generation 1 ihre Qualitäten “marktschreierisch” präsentieren, würde die Generation 2 das jetzt entlarven. Aber so ist es ja nicht. Die Gen. 1 war in keiner Weise “überzogen” – konnte aber schneller überzeugen.Das Furutech LAN 8 NCF plus will dauerhaft überzeugen, nach dem Motto: Ehrlich währt am längsten. Und das Beste ist, dass es preislich im selben Rahmen geblieben ist. Also= Daumen hoch!
Mein Tipp:
Achten Sie auf das Plus! [...]
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29. September 2024ProduktberichteMytek Brooklyn Bridge II
Dieser Bericht befasst sich mit dem Mytek Brooklyn Bridge II – und damit auch mit dem Thema „All-in-One – gut oder schlecht?“.
„Ein mal mit alles!“
Während auch wir High-Ender an der Dönerbude ungern etwas weglassen, scheint der Weg zum absoluten Klanggenuss für uns oft nur über den Verzicht zu führen.Purismus bis hin zur Selbstkasteiung ist für uns der sicherste Weg zum „heiligen Klang“.
So kann man verstehen, wenn es dem audiophilen Freak vor diesen „All-in-One-Komponenten“ nur so gruselt.… diesen „Tausendsassas“ oder „eierlegenden Wollmilchsäuen“!
Ihr Vorteil ist schnell beschrieben:Man hat nur noch eine einzige „Kiste“ auf dem Highboard stehen und kann damit jede Musik-Quelle nutzen, die man will.
… ihr Nachteil leider auch:Alle Module stecken im selben Gehäuse und „bestrahlen“ und “manipulieren” sich gegenseitig. Alle Bausteine teilen sich ein einziges Netzteil. (Oh weh)Wenn ein Impuls an irgendeiner Stelle mal ein wenig mehr „Saft“ erfordert, müssen alle anderen Bauteile so lange mit weniger Energie auskommen.
Wer sich nach diesen Erkenntnissen jetzt erschrocken die Frage stellt, wie schlecht denn diese AiOs nun eigentlich sind, kommt unweigerlich auch zu der Frage nach ihrem Preis und damit nach dem Preis-/Leistungsverhältnis.Wir Verbraucher kennen das ja nicht anders. Für mehr Geld bekommt man mehr.
Doch damit wird es dann erst richtig unübersichtlich.Ein AiO für 2.000,- € wird nicht schlechter klingen als vier Einzelkomponenten, die zusammen (!) 2.000,- € kosten.Wie teuer müssten die Einzelkomponenten wohl sein, damit sie besser klingen als das AiO-Gerät?3.000,- €, 5.000,- €? … oder mehr?
Damit wäre der AiO aber bereits doppelt im Vorteil. Erstens braucht er weniger Platz und zweitens wäre er auch noch günstiger.
Aber was muss so ein AiO kosten, damit der Kauf nicht dem Schlucken einer Kröte gleichkommt, weil wir zu sehr auf die Klangqualität verzichten müssen?Wie gut muss er also klingen, damit selbst ein eingefleischter High-Ender daran Spaß haben kann?
Um das heraus zu finden, habe ich mir eine kleine Tabelle mit den Modulen gemacht, die man in einem AiO so finden kann und die einzelnen Punkte subjektiv (!!) nach Schulnoten bewertet: (1= mir sehr wichtig, 6= für mich unwichtig)
Phono MM-Eingang 4Phono MC-Eingang 4Analog-Eingänge 3Digital-Eingänge 1Ethernet-Anschluss 1WLAN-Antenne/Eingang 4Bluetooth-Empfänger 4Lokaler Streamer (Dropbox, OneDrive, Phone/Tablet, USB, UPnP) 4Internet-Streamer (Tidal, Qobuz, Deezer, Spotify …) 4Roon-Ready-Empfänger 1Roon-Core-Server 1Vorverstärker 1Kopfhörerverstärker 4Digital-Analog-Wandler 1MQA-Decoder 6Digitaler Sound-Prozessor 6
Diese Tabelle zeigt mir meine Schwerpunkte: Sie liegen beim DAC (Digital-Analog-Converter) und beim Streamer – für mich damit beim Thema Roon.Die Tabelle ist natürlich nicht „einfach so“ entstanden, sondern ist eine Aufzählung dessen, was uns der Mytek Brooklyn Bridge II zu bieten hat.
Da ich meine Prioritäten nun herausgefunden habe, lasse ich sämtliche Funktionen und Ausstattungsmerkmale des Mytek Brooklyn Bridge II unbeachtet und nutze ihn im ersten Schritt nur als Wandler.
Dadurch wir der Mytek Brooklyn Bridge II zu einem DAC für rund 5.000,- €.
Gehört er als solches in diese Preisklasse?Finden wir es heraus.
Test-Aufbau:Silent Angel Referenz-Switch-Trio aus FX, GX und NXFurutech LAN8 NCFPrimeCore Audio A7 Furutech GT2 USB NCFIdeon Master Time Black Star (Re-Clocker)Furutech GT2 USB NCFMytek Brooklyn Bridge IIFurutech DAS 4.1Progressive Audio A901 MKIIIFurutech DSS 4.1Progressive Audio Pearl DiamantProgressive Audio StromaufbereiterAlle Stromkabel: Furutech DPS 4.1
In meinem Bericht über den Mytek Liberty DAC II habe ich geschrieben, dass der Liberty der erste DAC unter 2.000,- € ist, der mir nahezu kritiklos gefällt und mit dem ich selber auch stundenlang Musik hören könnte – und auch wollen würde.
Der Mytek Brooklyn Bridge II ist mehr als doppelt so teuer – ist er auch mehr als doppelt so gut?
Eine rein rhetorische Frage, sicher. Wir alle wissen, dass sich eine Klangqualität nicht linear zum Preisanstieg entwickelt. Aber dennoch sollte ein Gerät für 5.000,- € besser klingen als eines für 1.500,- €, oder?
Und genau das tut der Mytek Brooklyn Bridge II ganz ohne Zweifel.
Der Mytek Brooklyn Bridge II erfüllt seine Aufgabe als Digital-Analog-Wandler sogar par excellance und wird als solcher ab sofort meine Vorführung bereichern. Seine vielen Funktionen fließen hierbei nicht (!!) mit in die Bewertung ein.
Er klingt als Wandler einfach ganz hervorragend. Punkt!
Dabei gelingt es ihm nicht, sich klanglich an den teureren Vergleichsmodellen vorbei zu mogeln, wird aber auch nicht von den günstigeren Geräten übertroffen. Beim Vergleich zwischen Mytek Brooklyn Bridge II und dem Ideon-Ayazi ergibt sich eine Pattsituation, was so ziemlich das größte Lob ist, was dem Mytek Brooklyn Bridge II zuteil werden kann, denn der Ideon Ayazi ist für mich längst zum „Lieblingskind“ geworden.Ich bin wirklich froh, mich nicht entscheiden zu müssen.
Fazit DAC:
Haken dran – macht er richtig gut.
Und als Roon-Core-Server?
Jetzt interessiert mich als nächstes, wie er sich als Roon-Core-Server schlägt.Einige Hersteller versuchen sich daran – nur habe ich noch keinen einzigen AiO in meinem Studio gehabt, den ich als Roon-Core-Server auf Dauer hätte akzeptieren können.Oft funktioniert das mit ihnen gut (nicht immer), aber wer einmal Roon auf ROCK und damit auf einem guten NUC gehört hat, der weiß sofort, wieso ich bisher diese Lösungen abgelehnt habe.
Auch heute muss der Mytek Brooklyn Bridge II sein Können gegen den PrimeCore Audio A7 als echten Roon-Core-Server unter Beweis stellen. Die HiFi-Statement-Redaktion musste nach eigenen Angaben zu einem Antipodes Oladra (über 30.000,- €) greifen, um den PrimeCore Audio A7 klanglich zu überbieten. Schauen wir, wie sich da der Mytek Brooklyn Bridge II schlägt.
… und machen wir es kurz:
Das klangliche Ergebnis ist: Dem Kaufpreis entsprechend und vielleicht sogar der beste AiO in dieser Hinsicht, den ich bisher hören konnte.Gegen das Gespann PrimeCore Audio A7 mit Re-Clocker kommt er nicht an.
Wer gerne dynamische, lebendige Titel hört, wird möglicherweise mit dem Mytek Brooklyn Bridge II leben können. Hier ergeben sich kaum Unterschiede zum Referenz-Gespann und es macht zum Teil richtig Spaß. Bedenkt man die Tatsache, dass man gerade mit einem AiO für nicht einmal 5.000,- € hört, kann man da sicher gut mit leben.Die Kombi läge bei 6.700,- € und braucht am Ende ja noch einen guten DAC.
… wie den Mytek Brooklyn Bridge II. 🙂
Schwieriger wird es aber dann, wenn man sich sehr gefühlvolle, leisere Titel anhört. Da rutscht dann schon mal so ein Titel wie „Over the Hill“ von Kate und Anne McGarrigle ins Genre „Katzenmusik“ ab, was schade ist.
Wer sich jetzt denkt: „Das ist ja aber auch ein Katzengejammer!“, der sollte einmal darüber nachdenken, ob ihm nicht auch ein neuer DAC gut stehen könnte.
Fazit Mytek Brooklyn Bridge II als Roon-Core-Server:
Ja, ganz klar – dem Preis entsprechend und vielleicht der beste AiO auf dem Markt. Und nichts spricht dagegen, ihn in Schritt Eins als AiO zu verwenden und erst später mit einem PrimeCore Audio A7, vielleicht sogar dann noch mit einem MUTEC MC3+ USB oder dem Ideon-Re-Clocker zu erweitern. Dann wird der Mytek Brooklyn Bridge II wieder zum reinen DAC – und damit zu einem echten High-Light.
Und was ist jetzt mit „roon-ready“?
Die Bezeichnung „roon-ready“ steht dafür, dass ein Gerät über LAN (!!) das von Roon ausgesendete RAAT-Protokoll versteht. RAAT steht hier für Roon-Advanced-Audio-Transfer und darin liegt ein ganz großes (offenes) Geheimnis des guten Roon-Klangs.
Es ist dafür aber zwingend notwendig, dass der „Empfänger“ dieses Protokoll verstehen kann und dass wir einen “Sender (den Roon-Core”) besitzen, der es ausstrahlt.
Im Unterschied dazu kann man einen Roon-Core-Server auch direkt per USB-Kabel an einen DAC anschließen. In diesem Fall muss der DAC keineswegs „roon-ready“ sein, er bekommt ja ein Digitalsignal und kann nicht feststellen, dass es von einem Roon-Core-Server kommt.
Einen großen Unterschied gibt es dann aber noch zwischen USB und LAN.
Bei einer USB-Verbindung übernimmt der Roon-Core-Server das Streamen und das Rendern. Mit rendern bezeichnet man den Vorgang, bei dem aus dem Netzwerkprotokoll ein Digitalsignal gemacht wird. Bei der Übertragung per LAN kommt aber dem DAC die Aufgabe zu, aus dem Netzwerk-Protokoll ein Digitalsignal zu rendern und es dann ins Analoge zu verwandeln.
Daraus ergeben sich folgende Nutzungsmöglichkeiten:
Mytek Brooklyn Bridge II …
Als roon-ready-Empfänger über LAN
Als Digital-Analog-Wandler über USB
Als echter Roon-Core inklusive DAC
Als Roon-Core, der seine Signale an einen roon-ready-Empfänger sendet
Als Roon-Core, den wir über USB an einen externen DAC anschließen.
4. dürfte die übliche Nutzung sein, wenn wir einen im Nebenzimmer aufgestellten „roon-ready“- Empfänger als Empfangszone auswählen. Hierbei bestimmt hauptsächlich der Empfänger die Klangqualität, weshalb ich hier nicht weiter darauf eingehen möchte.
5. ist nur eine theoretisch mögliche Nutzung – tatsächlich aber ziemlich sinnfrei und praxisfremd.
Bleiben also 1., 2. und 3.
Ich beginne noch einmal mit 3. und höre meine Playlists durch.Erneut stelle ich fest, dass viele Titel richtig gut klingen und ich nicht viel zu meckern habe. Man muss zu den schwierigen Titeln wechseln, um zu merken, dass hier zu dem was ich gewohnt bin doch ein zu deutlicher Unterschied vorhanden ist.
Vielleicht fehlt mir bei dieser Konstellation die Möglichkeit, einen Re-Clocker einzuschleifen – ich weiß es nicht.
Es bleibt dabei: Der Mytek Brooklyn Bridge II macht seine Arbeit als Roon-Core gut und ich bin mir immer sicherer, dass er der beste AiO-Roon-Core-Server ist, den ich bisher hören konnte. An die „große Lösung“ jedoch reicht er nicht heran.
Nun wechsle ich zu 1.
Bei dieser Verbindung ist es mir ebenfalls nicht möglich einen Re-Clocker einzuschleifen. Dennoch steigt die Klangqualität schlagartig an. Also diese Verbindung ist großartig und so kann ich es nur empfehlen.
Kommen wir zu 2. – oder sagen wir zu 2.A und 2.B
2.A = PrimeCore Audio A7 direkt über USB am Mytek Brooklyn Bridge II.
Obwohl ebenfalls deutlich besser als der Mytek Brooklyn Bridge II im Roon-Core-Betrieb, fällt das nun gegenüber der LAN-Verbindung wieder etwas ab.
Genau das ist leider immer wieder zu beobachten, wenn ein DAC beide Anschlussmöglichkeiten (LAN und USB) bietet. Ich führe das darauf zurück, dass der USB-Eingang oft recht stiefmütterlich behandelt wird.Manche Entwickler mögen den USB-Eingang einfach nicht und das hört man dann.Ob das bei Mytek der Fall ist, weiß ich nicht – aber LAN gefiel mir besser.
2.B = Jetzt schleife ich zwischen PrimeCore Audio A7 und Mytek Brooklyn Bridge II einen Re-Clocker ein. Zunächst den MUTEC MC3+ USB, dann den Ideon Master Time Black Star. Mit beiden gelingt es mir auf der Stelle, den Klang über das Niveau der LAN-Verbindung anzuheben.
Fazit – Schnittstellen-Verbindungen
Der Mytek Brooklyn Bridge II hat als AiO eine Menge Funktionen, für die er sowieso am LAN angeschlossen sein muss. Wer sich das Geld für eine zusätzliche, teure USB-Verbindung sparen will, kann das getrost tun. Nur wer auf die höchstmögliche Klangqualität setzt und einen Re-Clocker betreibt, der muss zwangsläufig auf die USB-Schnittstelle wechseln (oder einen anderen digitalen Eingang) – und wird es nicht bereuen!
Und die anderen Funktionen?
Bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich die hier nicht betrachte. Ich habe keinen Plattenspieler mehr, den ich ausprobieren könnte und keinen CD-Player. Ich weigere mich über Bluetooth, Spotify und solche Dinge zu schreiben. Natürlich nutze ich so etwas auch – aber man muss da nichts drüber schreiben, oder!?
Gibt es Alternativen?
Eine durchaus attraktive Alternative zum Mytek Brooklyn Bridge II ist die Kombination aus PrimeCore Audio A7 und Mytek Liberty DAC II. Man spart 500,- € und steht klanglich sogar etwas besser da – wenn man denn hauptsächlich Roon einsetzt. Auf all die anderen Funktionen muss man dann natürlich verzichten.
End-Fazit:
Der Mytek Brooklyn Bridge II ist einer dieser „Tausendsassas“ und bietet uns alles, was der HiFi-Freak von gestern, von heute und von morgen benötigt. Ob es Funktionen wie Bluetooth oder Spotify für die jüngsten Familienmitglieder sind, der Plattenspieler-Eingang oder die UPnP-Funktionen, der Mytek Brooklyn Bridge II bietet einfach der ganzen Familie etwas.
Der Schwerpunkt für mich und sicher für viele andere audiophil ausgerichtete Musik-Liebhaber liegt aber ganz sicher in einem Mytek Brooklyn Bridge II als Digital-Analog-Wandler, der zu diesem Preis etwas Besseres kaum zu fürchten hat.
Wer nur einen DAC sucht und alle anderen Funktionen niemals braucht, der mag vielleicht schon mit einem Mytek Liberty DAC II glücklich werden. Aber wer auf alles vorbereitet sein will oder sich aus Budget-Gründen nur Schritt für Schritt nach oben kämpfen kann, der bekommt mit dem Mytek Brooklyn Bridge II eine Start-Komponente, die ihm die Zeitspanne bis zum Erreichen seines HiFi-Gipfels ziemlich kurz erscheinen lässt – und die er vermutlich nie wieder hergeben wird.
Für so einen Tausendsassa findet man immer eine Aufgabe.
Ein offenes Wort nach ein paar Wochen Erfahrungen:
Bei aller Klangqualität gibt es da zwei Dinge, die mich stören, fast schon ärgern:
Der Mytek wird ziemlich warm, trotz (hörbarem) Lüfter.
Wer ihn nicht nur als Roon-Core oder DAC einsetzen will, ist (wie bei vielen anderen AiOs auch) auf eine Hilfs-Software angewiesen. In diesem Fall ist das MConnect. Diese App kennt aber bisher den Mytek noch gar nicht und findet ihn somit auch nicht. Ohne diese App sind aber die meisten Fähigkeiten des Brooklyn Bridge nicht nutzbar. Da zahlt man 5.000,- € für einen All in One und bekommt am Ende nur einen roonfähigen DAC. Und jeden zweiten Tag installiert man hoffnungsvoll MConnect neu, nur um enttäuscht festzustellen, dass es immer noch nicht funktioniert.
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15. Juli 2024ProduktberichteFurutech USB GT2 NCF – Erwartungen erfüllt?
Wie sagt man so schön?: „Etwa drei Jahre haben wir auf das Furutech USB-Kabel GT2 NCF warten müssen und zack – schon ist es da!“. 🙂
Ich habe keine Ahnung, was da so lange gedauert hat, aber jetzt ist es ja hier. Und das ist gut so!
Seit der Rückkehr von der High-End in Frankfurt hatte ich bereits ein 0,6m langes Exemplar einsetzen dürfen. In meiner bevorzugten Einsatzweise (mit Ideon Re-Clocker) fehlte mir aber noch ein zweites Kabel, weshalb ich halt mit einem Gemisch leben musste.
Das bisherige Furutech USB-Kabel kam aber ganz sicher nicht zum Einsatz, denn es ist aus meiner Sicht eine klangliche Zumutung gewesen. Kalt, dünn, nervös, unangenehm und vollkommen „unmusikalisch“.Einspielversuche haben immer wieder fast weh getan, denn es wurde einfach nicht besser.
Also hielt ich mich am Audioquest Diamond USB-Kabel fest und es blieb unsere Referenz.So war das auch einmal mit dem Audioquest Diamond LAN-Kabel.Als dann aber das Furutech LAN8 NCF auf den Markt kam, entwickelten sich unsere Umsatzzahlen mit dem Audioquest LAN-Kabel allerdings gegen Null nach unten.Was nicht nur daran lag, dass die Furutechkabel je nach Länge höchstens 1 Zehntel der Diamant-Versionen kosten.
Klar – dass wir unsere Hoffnungen auch auf das seit 2021 angekündigte USB-Kabel übertrugen.Zwar ist hier der Preisunterschied zum Audioquest nur halb so groß, aber ein USB-Kabel für rund 190,- € sollte sich doch grundsätzlich leichter verkaufen lassen als eines für 760,- €. Nicht in die Furutech-Palette eingeweihte Musikliebhaber dürften sich jetzt denken:
„Was soll denn Furutech großartig ändern können, um klanglich an das Audioquest heran zu kommen?“.
Wer sich mit Furutech auskennt, wird aber die Lösung parat haben:
Es ist dieses NCF.
NCF steht hier für Nano Crystal Formula und wird von Furutech so erklärt:
Die Nano Crystal Formula Technik (NCF) ist in die neue NCF-Serie von Furutech-Produkten integriert und besteht aus einem speziellen kristallinen Material, das zwei “aktive” Eigenschaften hat. Erstens erzeugt es negative Ionen, die statische Ionen eliminieren, und zweitens wandelt es thermische Energie in Ferninfrarot um. Furutech kombiniert dann dieses bemerkenswerte kristalline Material mit nanogroßen Keramikpartikeln und Kohlenstoffpulver für ihre zusätzlichen “Piezo-Effekt”-Dämpfungseigenschaften. Die resultierende Nano Crystal-Formel ist das ultimative elektrische und mechanische Dämpfungsmaterial.
Aus der Praxis kann ich nur sagen:Wenn bei Furutech irgendwo NCF draufsteht, dann sollten Sie sich dieses Produkt unbedingt mal anhören!
Seitdem diese Technik bei Furutech Verwendung findet, ist mir noch kein einziges Produkt untergekommen, was nicht von einem erstaunlichen Klang-Zugewinn begleitet gewesen wäre.
Butter bei die Fische. Sind unsere Erwartungen nun erfüllt worden oder nicht?
Antwort: Alle (!) Hoffnungen werden durch das Furutech GT2 NCF erfüllt.
Für IT-ler mögen 190,- € für ein USB-Kabel „total Banane“ sein, doch jeder, der sich auch schon mal solch eine Strippe für weit über 1.000,- € geliehen hat, oder sie sogar betreibt – der wird sich vermutlich im Gegenteil mit solch einem “Billigkabel” überhaupt nicht befassen wollen.
Ein großer Fehler!
Immer wieder haben mir Kabelhersteller ihre sündhaft teuren USB-Kabel zukommen lassen und ja, es waren wirklich tolle Kabel dabei – aber am Ende hat mich meine Vorstellung vom „richtigen“ Klangbild doch immer wieder zurück zum Audioquest Diamond geführt.Und logischerweise bleibe ich auch bei der Aussage, dass es sich hierbei um ein ganz exzellentes Kabel handelt.
Doch kann ich heute nur sagen, dass mich dieses Furutech GT2 NCF doch noch ein Stück näher an die Musik heran bringt. Vor allem die dreidimensionale Wiedergabe und die Raumabbildung sind so „richtig“, wie ich es bisher noch nicht gehört habe.
Womit ich überhaupt nicht behaupten will, dass das Furutech GT2 NCF in dieser Disziplin nicht von anderen Kabeln übertroffen wird. Doch habe ich bisher noch kein Kabel gehört, was den Raum so g l a u b h a f t abbilden konnte.
Was nützt mir eine extreme Raumabbildung und Ortbarkeit, wenn alle Musikinstrumente ausgedünnt wirken?Ich liebe Saxophon-Stücke und ich mag es, wenn ich „beobachten“ kann, wie der Musiker das Instrument hält und bewegt.Aber nicht, wenn sich das Kabel diese Eigenschaft dadurch „erkauft“, dass mir verschwiegen wird, dass es sich bei einem Saxophon um ein Holzblasinstrument handelt.
Dieses Zusammenspiel aus 2,5 kg Messingblech (Altsaxophon) und dem hölzernen Mundstück ergibt einen wohlklingenden Schalldruck, den ich heiß und innig liebe.
Und wenn ich auch das Saxophon bei manchen Kabeln noch so toll abgebildet bekomme, wenn das Mundstück nicht mehr zu hören ist und ich es eher mit einem Horn oder einer Posaune zu tun habe, dann mag ich das Kabel einfach nicht.
Von solchen „Ausreißern“ ist beim Furutech GT2 NCF keineswegs die Rede.
Ja, man ist anfangs geneigt, sich zu fragen: Ist das zu offen? Ist das zu analytisch? Geht das über das Natürliche hinaus?Und dann geht man auf die Suche wie ein Detektiv. Dann hört man sich kritische Stücke an und befürchtet, dass die Angst bestätigt werden könnte. Doch nicht so beim Furutech GT2 NCF.
Dieses Kabel kombiniert Harmonie und den berühmten musikalischen Fluß, also das Timing, die vielen Klangfarben und die greifbaren Körper so mit der korrekten dreidimensionalen Abbildung und Feinzeichnung, dass man vor seiner Anlage sitzt und sich fragt, wieso man das nicht vorher schon so gehört hat.
Wieso ging das bisher nicht?
Klar – wenn Kabel 1.000,- € und mehr kosten und man sich für das eine oder das andere Klangbild entscheiden muss, dann …Aber stopp! Kann das sein? Wieso macht man so etwas?
Kaufen Musikliebhaber ein USB-Kabel für 1.000,- € und mehr, obwohl sie sich darüber im Klaren sind, dass sie zum Teil auch Abstriche machen müssen?Ja, das ist so.Man kann sich eben alles gutreden.
„Die Stimmen sind doch traumhaft schön, oder!?“.
„Die zweite Stimme dort rechts hört man mit anderen Kabeln überhaupt nicht!“.
Solche Dinge reichen manchmal als Argument aus, um wirklich viel Geld auszugeben. Man kann ja notfalls noch ein zweites Kabel mit einem anderen Klangcharakter dazu kaufen.
Genau das dürfte sich jetzt aber mit dem Furutech GT2 NCF erledigt haben.
Die Kunst, nichts zu übertreiben aber doch alles zu bieten, was man sucht – die beherrscht das Furutech GT2 NCF so, wie ich es bisher von keinem anderen USB-Kabel gehört habe.
Und an wen richtet sich Furutech mit diesem USB-Kabel?
Nun, es richtet sich an den erfahrenen Hörer, der die Zeit längst hinter sich hat, in der er von einem Wunderding zum nächsten gewechselt hat. Immer mit dem Ergebnis, dass diese „Wunder“ jeweils eine recht kurze Halbwertzeit hatten.
Was man aber dennoch wissen sollte:
Wie gut ist denn eigentlich USB gegenüber anderen Schnittstellen?
Um diese Antwort geben zu können, bleibt uns nichts anderes übrig, als jede einzelne Komponente für sich zu betrachten.
Das liegt daran, dass die Hersteller und Entwickler ziemlich unterschiedliche Einstellungen zu USB haben. Was für den einen die beste und leistungsfähigste Schnittstelle überhaupt ist, tut der nächste als klanglich nicht zu akzeptierende Verbindung ab.
Es liegt auf der Hand, dass dann ein USB-Ablehner seine Komponente auch nur mit einem Standard-USB-Modul ausstattet (Zitat: „Manche Leute wollen diese Buchse ja unbedingt.“), während die Befürworter möglicherweise einen immensen Aufwand treiben.
Klartext:Sie können sich die teuersten Komponenten und die besten USB-Kabel kaufen – wenn der Hersteller Ihres Wandlers USB nicht leiden mag – ist alles für die Katz.Ich kenne selber Geräte, die sogar über Ethernet deutlich besser klingen als über USB.
Ist das in Ihrer Anlage der Fall, dann erwarten Sie bitte vom Furutech GT2 NCF keine Wunder!
Bei den DACs von Progressive Audio ist es zum Glück so, dass der USB-Eingang eigentlich nur die standardisierte Buchse verwendet. Intern warten dann einige technologische Feinheiten auf die Signale, sodass ich fast geneigt bin zu behaupten, dass USB hier die klanglich beste Schnittstelle darstellt.
Fazit:
Furutech hat Wort gehalten und mit dem GT2 NCF ein wahrlich erstaunliches USB-Kabel auf den Markt gebracht. Und das zu einem Preis, bei dem einen das Gefühl beschleicht, man müsse diese Markteinführung ganz schnell nutzen, bevor Furutech mit dem wahren Preis um die Ecke kommt.
Aber keine Angst – noch macht Furutech nicht einmal eine Andeutung in diese Richtung. [...]
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21. Februar 2024ProduktberichteGalvanische Trennung im Streaming-Heimnetz durch Baaske MI 2005
Wer immer noch „auf Platte macht“ oder CDs hört, der muss sich über das Thema „Galvanische Trennung im Streaming-Heimnetz durch Baaske MI 2005 Netzwerk-Isolatoren“ wahrlich keine Gedanken machen.
Baaske Medical MI 2005
Wissenschaftlich betrachtet wurde die Galvanik im 18. Jahrhundert zufällig durch einen Herrn Galvani entdeckt – was aber für das heutige Thema keine Bedeutung hat.Und nein – ich werde hier auch nicht die im Netz zusammengesuchten Informationen als mein Wissen von mir geben und versuchen, Ihnen die Galvanik zu erklären.Mich interessiert für diesen Bericht nur die galvanische Trennung, bzw. das, was wir als HiFi-Freunde so bezeichnen.
Und dabei geht es darum, etwas zu trennen, was wir eigentlich miteinander verbinden wollen.
Aber wieso will man überhaupt etwas trennen .. und was?
Antwort: Wie so oft geht es mal wieder um Potentiale.
Jeder, der schon mal einen Schukostecker umgedreht hat, um den Klang zu verbessern (ausphasen), der weiß vermutlich, welche negativen Auswirkungen eine falsche Phase und die daraus resultierenden höheren Potentialausgleichsströme zwischen unseren Komponenten auf unsere Musik haben können.Wie soll denn auch ein elektronisches Gerät zwischen elektrischen Musiksignalen und elektrischen Ausgleichsströmen unterscheiden können?Und hierbei sprechen wir bisher „nur“ von Potentialunterschieden zwischen Komponenten, die mit dem selben Stromnetz verbunden sind.
Kommen andere Netze hinzu wie ein Kabelanschluss oder der Telekommunikationsanschluss, können – meistens durch fehlerhaft durchgeführte Anschlüsse – erhebliche Potentialunterschiede vorhanden sein, die sogar unser Leib und Leben gefährden können.
Ich kann mich an abgebrannte Tuner erinnern, bei denen die Besitzer versucht hatten, das Antennenkabel eines Kabelanschlusses bei eingeschaltetem Radio einzustecken.… was dann natürlich das zeitliche Ende dieser Geräte bedeutete.
Ursache: Potentialausgleichsströme.
In professionellen Umfeldern – wie zum Beispiel in Betrieben, in denen Messdaten ermittelt und ausgewertet werden, kann man auf eine galvanischen Trennungen nicht verzichten, weil verschiedene Potentiale die Messergebnisse unbrauchbar werden lassen.
Und im medizinischen Bereich können wir genau so wenig auf eine galvanische Trennung verzichten. Hier wird mit unterschiedlichsten Apparaten hantiert, die einerseits am Stromnetz hängen, andererseits am lokalen Netzwerk (LAN) und darüber dann auch am öffentlichen Netz (WAN) … und die zudem auch noch selber hohe Spannungen erzeugen.
Wer hier als Arzt nicht für die erforderliche galvanische Trennung sorgt, setzt die Gesundheit seiner Patienten leichtfertig aufs Spiel.
Wie immer geht es im HiFi-Bereich zum Glück gar nicht um die gefährlichen Auswirkungen solcher Dinge, sondern einfach nur um einen besseren Klang.
High-Fidelity-Geräte formen Musik aus elektronischen Spannungen. Strom ist hier sozusagen das „Material“, aus dem sie etwas formen wie der Bildhauer etwas aus Ton erschafft.
Potentialausgleichsströme sind „zusätzliches Material“, die uns den Blick auf das Original verwehren. So wie Autohersteller ihre „Erlkönige“ mit Zusatzaufbauten und geometrischen Mustern tarnen, so tarnen diese unerwünschten Potentialströme das Musiksignal.
Das Dilemma: Trennen wir die Komponenten voneinander, fließen auch die Musiksignale nicht mehr. 🙁
Hier kommen wir zur galvanischen Trennung. Mit ihr verbinden wir die Dinge, die zusammen gehören und trennen die Dinge, die nicht zusammen gehören.
Solche galvanischen Trennungen gehören heute fast schon zum Pflichtprogramm der Entwickler hochwertiger Komponenten. Vor allem dann, wenn wir die Geräte auch mit dem Heimnetz verbinden können.
Hier sollte man den Vorteil der oft verschmähten Lösung einer WLAN-Übertragung erkennen:Eine Einhundertprozentige galvanische Trennung!Auch Glasfaserverbindungen erreichen dieses Ergebnis.
Aber nicht immer lässt sich das so regeln und natürlich ist eine Kabelverbindung immer noch stabiler als die drahtlose.Damit wir auch mit LAN-Kabel-Verbindungen zu einer galvanischen Trennung kommen, hat die Deutsche Firma Baaske Medical ihre Netzwerkisolatoren MI 1005 und jetzt neu MI 2005 entwickelt.
Baaske Medical Logo
Nein – natürlich nicht für uns HiFi-Freaks, sondern für medizinische Einrichtungen.
Aber natürlich ist es nicht verboten, sich als Trittbrettfahrer an die Lösung dran zu hängen. 🙂
Der große Vorteil:
Der MI 2005 macht was er soll und kostet deutlich weniger als so manch eine „audiophile Lösung“, die dann auch nichts anderes macht.
Klartext:
Dieser MI 2005 sorgt dafür, dass zwischen dem Heimnetz und unserer Stereoanlage keine elektrische Verbindung hergestellt wird. Die Signale gehen durch – die unerwünschten Potentialausgleichsspannungen nicht.
Baaske Medical MI 2005
Der MI 2005 ist der Nachfolger des im HiFi-Bereich bereits seit längerem beliebten MI 1005 und ist in der Lage, höhere Datenraten zu bewältigen.Höhere Datenraten sind im HiFi-Bereich zwar nicht erwünscht, denn sie gehen in der Regel auch mit höheren Störungen einher, aber natürlich kommt der MI 2005 auch mit 100MBit gut zurecht. 🙂
Das müssen wir bedenken:
Gibt es überhaupt keine unterschiedlichen Potentiale zwischen unserer HiFi-Anlage und unserem Heimnetz – kann auch eine galvanische Trennung nicht den Klang verbessern.Sind aber diese unterschiedlichen Potentiale vorhanden, kann so ein Baaske MI 2005 ein echter Problemlöser sein.
Wir haben jedenfalls sehr gute Erfahrungen damit gemacht und nutzen mehrere Isolatoren in unserem Heimnetz. Ab sofort bieten wir deshalb diese Geräte auch hier in unserem Shop an.
Sie zahlen nur: 131,- €Kunden mit einem Kundenkonto zahlen: 127,07 €Stammkunden zahlen: 124,45 €
Link zum Shop: Baaske MI 2005 – hier klicken
Link zur Produktbeschreibung des Herstellers: https://baaske-medical.de/media/content/downloads/Datenblatt_Netzwerk_Isolator_MI2005.pdf [...]
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25. Januar 2024ProduktberichteProgressive Audio Stromaufbereiter Power Station
In meinem Bericht „Stromaufbereiter von Progressive Audio“ (Power Station) geht es heute um ein Themenfeld, das schon von etlichen Entwicklern mehr oder weniger intensiv beackert wurde.
Aber warum ist dieses Thema eigentlich sooooo wichtig?
Musik ist modulierter Strom
… zumindest bei der Wiedergabe über eine HiFi-Anlage ist das so!
Niemand von uns macht sich über die Stromqualität Gedanken, wenn wir eine Bohrmaschine oder einen Küchenmixer, einen Staubsauger oder was auch immer betreiben. Sie alle nutzen Strom als Energiequelle und die muss genug Kraft liefern, um den Motor antreiben zu können. Mehr Anforderungen stellen wir normalerweise nicht an den Strom.
Das sieht bei einer hochwertigen HiFi-Anlage anders aus. Leider.
Leider – weil sich die Klangqualität analog zur Güte des gelieferten Stroms verändert. … und leider – weil “die Güte des gelieferten Stroms” von mehreren (!) Faktoren abhängig ist.
Strom ist nicht nur “schmutzig”!
Die Hersteller von Filtern und allerlei Zubehör überbieten sich seit etwa 40 Jahren darin, ihren Kunden “schmutzigen Strom” bildlich darzustellen. Auf Messen macht man akustisch deutlich, welche Störgeräusche sich in unserem Stromnetz befinden und verbreiten. Und natürlich – wie wirkungsvoll ihre Produkte diese Störungen beseitigen.
Was sie den Besuchern und ihren Kunden nicht erzählen ist, wie genau sie das anstellen.Und das dies nur ein Kampf an einer von vielen Fronten ist.
Und wer sich so manche Lösung mal genau anschaut, der muss sich schon ein wenig “veräppelt” vorkommen.Das Problem mit den zu kleinen Akkus im Elektroauto könnte man doch auch mit einem Verlängerungskabel beseitigen, oder?Naja.
Wenn Sie in Ihrer Anlage ein fettes Erdungsbrummen hören, müssen Sie einfach nur den Verstärker ausschalten – und das Brummen ist weg. Richtig?!
Zwei Beispiele für ziemlich “blöde” Lösungen, die aber am Ende die Probleme – zumindest theoretisch – beseitigen.
Genau solche “blöden” Lösungen finden wir aber in einer Großzahl an Netzfilter-Leisten.
Im einfachsten Fall werden da nämlich nur einzelne Adern durch einen Ringmagneten gezogen.Dadurch werden hochfrequente Störungen beseitigt oder zumindest gemildert.
Was diese Methode aber ebenfalls bewirkt ist, dass die Obertöne herausgefiltert werden.Hochfrequente Störungen sind hohe Frequenzen – die sind also weg – das ist gut.Hochfrequente Musiksignale sind aber auch hohe Frequenzen – und die sind also auch weg – das ist blöd.Und die für einen guten HiFi-Klang sehr wichtigen Frequenzen sind nun einmal die Obertöne. Also auch wieder (extrem) hohe Frequenzen. Auch sie sind weg, wenn wir einen dieser schlechten Netzfilter einsetzen.Erst die Obertöne machen aber doch aus einer Geige eine Stradivari.Erst die Obertöne lassen uns den Unterschied zwischen einem Yamaha, einem Bechstein und einem Steinway erkennen.
Mit einem einfachen Netzfilter in der Kette – wird das schwierig.
Das finde ich blöd!
Genau so blöd finde ich es, dass dem Kunden dann das “verhangene” Klangbild als besonders “analog” verkauft wird. Analog ist nicht “verhangen”.
Leider muss man aber feststellen, dass manche Menschen so viele Störungen in ihrem Netz haben, dass ihnen Musik ohne Obertöne und ohne Störungen dann doch lieber ist als Musik mit Obertönen und mit Störungen.Nun gut, auch ich kenne Situationen vor Ort, in denen man tatsächlich nicht um den Einsatz von Stromfiltern herum kam.Man sollte sich aber davor hüten, Netzfilter wie “Nahrungsergänzungsmittel” und zusätzliche Vitamine einzusetzen, als wäre uns Mitteleuropäern jeglicher Zugang zu gesunder Ernährung verwehrt.
Immer wieder bringe ich Kunden vor Ort ins Grübeln, wenn ich sie bitte, einfach mal die teure Filterleiste gegen eine einfache Verteilerleiste aus dem Baumarkt zu ersetzen. Und plötzlich ist da wieder so etwas wie Lebendigkeit und Spielfreude.Verstehen Sie mich bitte nicht falsch!
Wenn Sie einen Stromfilter einsetzen und es Ihnen damit besser gefällt als ohne, dann lassen Sie sich nicht durch diesen Bericht verrückt machen. Ihre Zufriedenheit ist das wichtigste Ziel. Und wenn Sie die mit Filter besser erreichen als ohne, dann ist das gut so. Nur, ich selber mag einfach keine Filter im Signalweg, die die hohen Frequenzen auslöschen.
Man muss aktiv werden
Um das Problem wirklich an der Wurzel zu packen, muss man genau studieren, was da überhaupt geschieht und dann gezielt vorgehen. Dabei taucht allerdings ganz schnell ein großes Problem auf: Die Lösung wird teuer!
Genau genommen aber – gibt man das Geld sowieso aus!
Beispiel:In den 1980-er Jahren hatte ich ein Paar Monoblöcke von Mark Levinson im Programm. Sie nannten sich No.33 und kosteten etwa 60.000,- DM. Der Deutschland-Vertrieb mochte es, oben aus diesen “Riesentrümmern in Form zweier Ölradiatoren” jeweils eine etwa 15×15 cm große Platine heraus zu ziehen und zu sagen: “Das hier – ist alles, was mit Musik zu tun hat! Alles andere kümmert sich darum, den Strom zu reinigen und zu stabilisieren!”.
Berechnen wir die beiden Platinen mal zusammen mit 10.000,- DM – dann bleiben 50.000,- DM für die Stromaufbereitung.Und soll ich Ihnen was sagen? Auch in dem CD-Spieler und in der Vorstufe wurde ein extrem hoher Aufwand getrieben, um den Strom zu reinigen und zu stabilisieren. Wir Kunden mochten das. 60.000,- DM waren viel Geld. Aber man bekam ja auch riesige Endstufen dafür! Man hat was gesehen für sein Geld!
Progressive Audio zentralisiert die Lösung!
Statt uns lauter sündhaft teure HiFi-Geräte kaufen zu müssen, von denen wir wissen, dass der Hersteller sehr viel Aufwand betreibt, um den Strom zu reinigen, stellt uns Progressive Audio mit seinem Stromaufbereiter nun eine Komponente zur Verfügung, mit der sich diese Hersteller den Aufwand zukünftig genau genommen sparen können.
Aber dieser Stromaufbereiter ist nicht etwa wieder nur ein großer Filter – er ist überhaupt kein Filter!Er packt das Übel an der Wurzel.
Progressive Audio Stromaufbereiter Anschlussfeld
Der Klang einer HiFi-Anlage steht und fällt nun einmal mit der Qualität des Stroms. Und die ist leider in jedem Haushalt anders und noch dazu im Laufe der Wochentage und Tageszeiten oft sehr unterschiedlich. Gestern, am späten Abend hat es noch so wunderbar geklungen – heute Morgen finden wir keine Freude mehr an unserer HiFi-Anlage.
Für uns Musikliebhaber wäre es so wichtig, dass unsere Elektrizitätswerke darauf achten, uns konstant die Stromwerte zu liefern, auf die unsere Komponenten optimiert sind.
Stattdessen wächst die Kritik an der Stromqualität mehr und mehr.Auch und vor allem von denen, die mit guter Musik gar nichts am Hut haben, sondern ein Gewerbe betreiben.
Die Schuldigen sucht man an verschiedenen Fronten.
Windrad
Mehr als allen anderen schiebt man den erneuerbaren Energien die Schuld in die Schuhe. Sie liefern den Strom nicht konstant und nicht zuverlässig. Kein Sonnenschein, kein Wind = kein Strom.
Börse
Mal sollen es die Schichtwechsel bei den Energiewerken sein und ein anderes mal will ein Institut alle 15 Minuten eine Schwankung nachgewiesen haben, was man auf die Börse zurückführt, denn dort wird der Strompreis alle 15 Minuten neu verhandelt.
Am Ende liegt es aber vermutlich auch an viel zu alten Leitungen, die dringend saniert werden müssten.
Hier mal ein Messprotokoll auf der Internet-Seite von Next-Kraftwerke.de.
Frequenzmessung
Wer damit eine hochwertige HiFi-Komponente betreiben wollte, der hätte am Abend des 10. Januar 2019 in Köln-Ehrenfeld wohl besser spazieren gehen können. Was nicht heißen soll, dass der Schrieb an anderen Tagen wirklich besser ausgesehen hat.
Aber unser Stromnetz weist nicht nur Frequenzschwankungen auf, sondern auch solche in der Voltzahl.
Bis zu 10% werden gesetzlich toleriert. Eine Belieferung mit Werten zwischen 207 Volt und 253 Volt sind damit zulässig.
Die Energiekonzerne weisen gerne darauf hin, dass elektrische und elektronische Geräte gefälligst so tolerant gebaut sein müssen, dass sie innerhalb dieser Wertegrenzen keinen Schaden nehmen und verweisen darauf, dass eine konstantere Stromlieferung technisch unmöglich sei.
Wer besseren Strom braucht, muss sich ihn eben selber machen!
Aber was macht jemand – sagen wir mal ein Laborbetreiber – bei dem die Funktion seiner Geräte direkt von konstanten Stromwerten abhängig ist und deren Mess-Ergebnisse durch Stromschwankungen verfälscht werden?Nun, ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf einen eigenen Stromaufbereiter zurück zu greifen.Dieser ist eingangsseitig logischerweise am öffentlichen Stromnetz angeschlossen, ausgangsseitig jedoch liefert er „seinen eigenen Strom“. So ein Stromaufbereiter kann dann aber auch schon mal die Größe eines Kinderzimmers annehmen.
So etwas wollte Ralf Koenen für seinen Entwicklungsraum auch haben!
Nur natürlich kleiner, denn es sollte ja kein mehrstöckiges Labor versorgt werden, sondern nur ein-zwei HiFi-Konstellationen.Zunächst nahm er noch an, er könne einfach aus einem Katalog einen passenden Stromaufbereiter auswählen und ordern. Doch schnell stellte sich heraus, dass ein High-Ender dann doch wieder völlig andere Ansprüche an die Fähigkeiten und Eigenschaften eines solchen Gerätes stellt, als alle anderen.Aber der Bazillus war gesetzt und den Wunsch einfach zu verwerfen, war für Ralf Koenen keine akzeptable Option.
Es führte also an einer eigenen Entwicklung kein Weg mehr vorbei.
Was in der Theorie schnell beschlossen war, hat Ralf Koenen dann mehr als 3 Jahre Entwicklungszeit gekostet.Es war im Frühjahr 2021, als er den ersten Prototypen mit zu mir brachte und ich ihn in meiner Kette hören durfte.
Nun muss man dazu folgendes wissen:Ich lebe in einem Haus am nördlichen Stadtrand von Oberhausen. Ein paar Schritte habe ich zu gehen und befinde mich in einem Wald- und Wiesengebiet, das bis zur holländischen Grenze reicht.
Doepke DFS Audio
Trecker und andere land- und forstwirtschaftliche Geräte gehören zu unserem Straßenbild. Keine Industrie, kein Krankenhaus, kein Sendemast … es gibt nichts, was einen spürbaren Einfluss auf unsere Netzspannung haben könnte.Als Fehlerstromschutzschalter nutze ich einen Doepke Audio-Fi und den Schutz für meine Anlagen übernimmt eine hydraulische Gigawatt-Sicherung.
Es klingt bei mir hervorragend und immer gleich gut. Auch nachts oder am Wochenende klingt es nicht besser und nicht schlechter als mitten in der Woche.
Ich sehe mich, was das Stromnetz angeht, also in einer beneidenswerten Situation.
Entsprechend niedrig hatte ich die Erwartungen an diesen Prototypen geschraubt. Andere mochten ja vielleicht einen Vorteil daraus ziehen, aber hier bei mir …
Nun, Sie lesen diesen Bericht von mir und werden es sich denken können.Es hat nur wenige Minuten gedauert und Ralf Koenen nahm zur Kenntnis, dass er ganz sicher nicht nur eines dieser Geräte zu produzieren haben würde.Das seltsame an der ganzen Sache ist, dass dieses „eigene Stromnetz“ in der Lage ist, Klangprobleme zu beseitigen, die man vorher gar nicht als Klangprobleme erkannt hatte. Zu selbstverständlich waren die Auswirkungen.
Woher sollten wir auch dazu in der Lage sein, so etwas zu erkennen?Ich bin Baujahr 54 und noch nie in meinem Leben habe ich meine Anlage über „mein eigenes Stromnetz“ betrieben! Wenn mal etwas nicht so toll geklungen hat – wie hätte ich das auf das Stromnetz schieben können? Da gab es doch noch ganz andere Faktoren, denen man die Schuld in die Schuhe schieben konnte.Man muss es wirklich mal selber hören, um das zu erkennen.
Hätte man nicht besser eine riesige Batterie oder einen gigantischen Akku verwenden können?
Nun, diese Versuche und Bemühungen gibt es ja längst.Und ja – ein Problem, nämlich das der hochfrequenten Einstreuungen und sonstigen „Sauereien“, die sich so in unserem Stromnetz tummeln – die bekommt man mit Batterien und Akkumulatoren auch sehr gut in den Griff.
Aber schaut man sich die Anforderungen im Spielbetrieb mal mit einem Oszilloskopen an, erkennt man leicht, dass solche reinen Stromspeicher ihren Strom völlig anders abgeben als das bei der Versorgung über das Stromnetz der Fall ist.
Stabilität
Stabil heißt ja stabil und nicht „ungefähr stabil“.
Und zwar selbst dann, wenn fette Endstufen Impulse zu erzeugen haben. Selbst in komplizierten Heimkino-Anlagen mit einer Multi-Amp-Installation heißt beim Stromaufbereiter von Progressive Audio stabil immer auch stabil.Bis zu 3KW kann der “große” Stromaufbereiter liefern, dauerhaft (!) und ebenso als Impuls.(Der “kleine” liefert bis zu 1 KW.) Für stereophone High-End-Anlagen alle male genug.
Zwar ist die originalgetreue Reproduktion von Impulsen die Aufgabe des Verstärkers und Entwickler statten sie deshalb z.B. mit ganzen Gruppen von Kondensatoren aus, um genug Leistung liefern zu können, aber mit dem Stromaufbereiter von Progressive Audio hat man fast den Eindruck, dass wir diese Konstruktionen gar nicht mehr benötigen. Vermutlich wird die Wahrheit sein, dass sich hier zwei Maßnahmen mit dem selben Ziel gegenseitig unterstützen. Klanglich ist das jedenfalls toll!
Dauerleistung
Systeme, die auf Akkumulatoren oder Batterien aufsetzen, leiden manchmal unter der Tatsache, dass sie gerne mal bei Impulsbelastungen „einknicken“ und sich danach erst wieder erholen müssen. Der Stromaufbereiter liefert den erforderlichen Strom, so lange unser Netzbetreiber ihn versorgt.
Impulsleistung
Musik lebt von Impulsen. Aber Impuls ist nicht gleich Impuls.Ein Rimshot (wenn der Schlagzeuger mit seinem Stick auf das Fell und den Rand der Snarr gleichzeitig schlägt, um ein Knallgeräusch zu erzeugen) wird nur dann korrekt wiedergegeben, wenn der Impuls authentisch, also schlagartig, blitzschnell und verzögerungsfrei nach oben schnellen kann – allerdings wird dafür nicht viel „Volumen“ benötigt. Ganz anders sieht das bei einer Basedrum aus. Hier lässt selbst ein harter Kick auf das große Fell einen im Vergleich zum Rimshot eher langsamen Impulsaufbau zu, der dann aber mit sehr viel Kraft (Volumen) ausgeführt werden muss.
Große Streich- oder Blas-Orchester stellen wieder völlig andere Ansprüche an die Impulsfähigkeit einer Anlage. Und damit auch an den benötigten Strom.Aber keine dieser Anforderungen kann von den HiFi-Komponenten zufriedenstellend erfüllt werden, wenn sie nicht auf eine entsprechend flexible und dauerhaft leistungsfähige Stromquelle zurückgreifen können.
Genau das ist der Grund dafür, weshalb es so viele „Stromverbesserer“ auf dem Markt gibt, die zu einem „schöneren“ und „angenehmeren“ Klangbild führen. Die aber gerade bei der Impuls- oder Dauerleistung doch schnell mal versagen und dann ein wenig „müde“ wirken.
Sauberkeit
Keine HiFi-Messe findet heute mehr statt, ohne dass Ihnen irgendein Hersteller lautstark vorführt, wie viele Störungen sich in dem vorhandenen Stromnetz befinden. Rauschen, Knistern, Prasseln, Zirpen bis hin zum Funk- und Radioempfang – unser Strom ist tatsächlich sehr „schmutzig“!
Zwar handelt es sich hierbei nur um einen einzelnen Aspekt, den wir zu betrachten haben, aber er ist vorhanden und er ist wichtig.Diesen Schmutz zu beseitigen, haben sich viele Hersteller mit vielen unterschiedlichen Systemen zur Aufgabe gemacht.
Der Besitzer eines Stromaufbereiters von Progressive Audio kennt dieses Problem nicht (mehr), denn was er ausgangsseitig unserer HiFi-Anlage zur Verfügung stellt, das ist ein komplett autarkes, eigenes Stromnetz. … vollkommen ohne “Schmutz”.
Ohne lange Leitungen, also auch ohne jede Antennen-Eigenschaften.
Gleichstrom im Wechselstrom?
Ja – leider ein weiteres, ärgerliches Problem.Doch wo soll der Gleichstrom (-anteil) herkommen?Nun – den verursachen Sie in der Regel selber – in Ihrem Haushalt.Aber nicht alleine – auch die Nachbarn helfen da mit.
Immer, wenn Sie zum Beispiel ein Elektrogerät “dimmen” können – nehmen wir einen Fön oder einen Mixer – erzeugt dieses Gerät Gleichstromanteile, die ins Stromnetz abgegeben werden.Im einfachsten Fall hören Sie dann den Trafo in Ihrem Verstärker ordentlich brummen.Störend wird es, wenn dadurch die Klangqualität des Verstärkers (oder einer anderen Komponente) in die Knie geht.
Der Stromaufbereiter von Progressive Audio erzeugt den Strom für Ihre HiFi-Anlage selber.Vor Ort – nur für Ihre HiFi-Anlage.
Die Praxis
Vier Anzeigen auf der Frontplatte informieren uns fortlaufend über die Qualität des zur Verfügung gestellten Stroms.
Wir finden je eine Anzeige für:* Volt* Frequenz* Ampere* Watt
Diese beiden ersten Anzeigen, die die Aufgabe hätten, uns Abweichungen vom Sollwert zu signalisieren, stehen in der Praxis auf zwei Nachkommastellen genau immer auf dem gleichen Wert.
So stabil, dass man schon nach wenigen Minuten mutmaßt, die Werte seien von Progressive Audio fest eingestellt worden. 🙂Tatsächlich sind sie aber ein Indiz dafür, wie gut der Stromaufbereiter seine Arbeit verrichtet.Zum Glück gibt es einen Schalter, mit dem man alle Anzeigen ausschalten kann. Das wird vielen gefallen.
Die anderen beiden Anzeigen stehen für die Leistung, die gerade gefordert wird. Diese beiden Werte verändern sich logischerweise permanent.
Für wen ist der Stromaufbereiter von Progressive Audio gedacht?
Wer sich auf dem Markt der „Stromverbesserer“ umschaut, der wird vom Angebot geradezu erschlagen. Von der Verteilerleiste bis zum Filter, von dem galvanischen Trenner bis zur Batterie, von der computergesteuerten Aufbereitung bis hin zum mächtigen Stromtank, von Entstörgliedern, Purifyern, Abstandhaltern und Granulaten bis hin zu zentralen Massepunkten und noch vielen anderen Lösungen … ganz sicher ist da für „jeden Geschmack“ etwas dabei.
Der Stromaufbereiter von Progressive Audio sieht sich als Lösung, die sich nicht auf einzelne Aspekte der Stromverbesserung beschränkt, sondern die alle (!) Fakten berücksichtigt und uns unabhängig von unserem Stromlieferer mit dem versorgt, was wir Musikbegeisterte benötigen.
Endlich eine Problemlösung für alle Photovoltaik-Anlagen-Besitzer!
Mit der Zahl der betriebenen PV-Anlagen steigt die Zahl der Anrufer, die sich sicher sind, dass es doch vorher deutlich besser geklungen hat. Und es dürfte auch keine Überraschung sein, wenn wir festhakten, dass die zusätzliche Elektronik im Haus alles möglich berücksichtigt – nur nicht die Wünsche eines High-Enders.Aber bevor Sie die PV-Anlage wieder abklemmen oder in ein anderes haus umziehen – lassen Sie sie bitte in Betrieb – sie ist nützlich !! Stattdessen schaffen Sie sich einfach mit dem Stromaufbereiter eine vollständige Trennung von diesen Störern.
Stabilen und sauberen Strom. Getrennt vom Rest der Welt.
Für alle Interessenten außerhalb Deutschlands sei darauf hingewiesen, dass sich der Stromaufbereiter ein- und ausgangsseitig auf 110/120 Volt bei 60 Hz umschalten lässt.
Was mich persönlich besonders erfreut:
Mein bevorzugtes Material bei Steckern und Buchsen ist ganz eindeutig Rhodium. Und am liebsten natürlich in Kombination mit NCF (Nano-Crystal-Formula). Jetzt ist es leider so, dass es nicht gut funktioniert, wenn wir Rhodium „hinter“ anderen Materialien einsetzen.
Zur Klarstellung:Erst Rhodium – … – dann Gold = Das funktioniert und beißt sich nicht.Erst Gold – … – dann Rhodium = Das geht gar nicht! Sobald man ein mal auf Gold gewechselt hat, muss man bei Gold bleiben und darf nicht zurück auf Rhodium wechseln!Tipp: Fangen Sie bereits bei der Wandsteckdose mit Rhodium an!
Besitzen wir zum Beispiel eine Verteilerleiste mit goldenen Kontakten und wählen dann für das Kabel zum Verstärker hin rhodinierte Stecker – kann das ganz schön furchtbar klingen. Richtig gruselig.
Wer den Grund dafür nicht kennt und nicht berücksichtigt, muss glauben, Rhodium an sich würde so furchtbar klingen. Er kann diese Vermutung aber selber ganz schnell widerlegen.Nutzt er das Kabel mit den rhodinierten Steckern nämlich vor (!) der “goldenen” Verteilerleiste, wird er sofort eine erstaunliche Klangverbesserung seiner gesamten Anlage feststellen können.
Einmal Rhodium immer Rhodium
In der Regel ist die Klangverbesserung durch rhodinierte Stecker so groß, dass der Wunsch nach mehr Rhodium aufkommt.Und genau dort liegt dann oft das Problem.
Viele „Stromverbesserer“ verwenden leider keine rhodinierten Buchsen.
Ganz egal wie gut sie auch immer ihre Arbeit verrichten – kombiniere ich sie „dahinter“ mit Rhodium, geht das leider viel zu oft „in die Hose“.Genau das ist der Grund, wieso viele dieser Teile für mich persönlich leider nicht relevant sind, selbst wenn sie grundsätzlich gut funktionieren.Der Progressive Audio Stromaufbereiter ist komplett mit rhodinierten Furutech-Buchsen mit NCF ausgestattet. Das ist einfach wunderbar und erleichtert mir die Kombination enorm!
Gibt es etwas zu berücksichtigen?
Ja – das gibt es.Der Stromaufbereiter versorgt uns nicht nur mit Strom, der vom Rest der Welt getrennt ist, sondern er führt auch zu einer vollständigen Trennung von der “Masse”, also der Hauserde.Dies ist auch zwingend so beizubehalten!Was bedeutet:Alles, was mit unserer HiFi-Anlage verbunden ist (alle Komponenten!) müssen über diesen Stromaufbereiter betrieben werden. Kein einziges Cinchkabel, kein HDMI-Kabel und auch kein LAN-Kabel darf eine Verbindung zu einem Gerät herstellen, was mit der Hauserde verbunden ist. Zum Glück gibt es mittlerweile etliche Adapter zur galvanischen Trennung, sodass dies ziemlich einfach zu realisieren ist.Im LAN-Bereich setzen wir z.B. die von der Fa. Baaske (Link) ein. Sie sind preisgünstig und funktionieren sehr gut.
Fazit:
Der Stromaufbereiter von Progressive Audio ist Ihr ganz persönliches Elektrizitätswerk. Er liefert Ihnen den Strom genau so, wie Sie ihn als High-Ender benötigen. Stabil und sauber.Er macht nicht mehr als das, aber auch nicht weniger.
Und hört man das?
Schon immer kenne ich das, dass Kunden zu mir kommen, sich auf meine Couch setzen, Musik hören und staunen. Viele Kunden haben eine solch hochwertige Wiedergabe vorher noch nicht gehört. Eigentlich – gibt es also gar keinen Grund für mich, solche einen Stromaufbereiter einzusetzen. Zumal er groß ist, schwer ist, teuer ist und auch mal ehrlich gesagt – nicht besonders “hübsch” ist.Aber seitdem ich den Progressive Audio Stromaufbereiter einsetze, reagieren sogar Testredakteure mit einem fast erschrocken wirkenden Gesichtsausdruck, wenn Sie diesen “musikalischen Fluss, gepaart mit einer unglaublichen Präzision und dreidimensionalen Darstellung (Zitat eines bekannten Chef-Redakteurs) wahrnehmen.Man hört die Musik und sonst nichts.
Ich gebe das Teil ganz sicher nicht wieder her. 🙂
Preise:
1 kw: 10.000,- €3 kw: 14.000,- € [...]
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3) Aktuelle Shop-Produkte
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PrimeCore Audio Speicherbausteine18. März 2026PrimeCore Audio Speicherbausteine
Alle hier angebotenen Speicherbausteine sind auf Lager und können sofort verschickt oder abgeholt werden.
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Audioquest Kabel-Angebote21. Februar 2026Audioquest Kabel-Angebote
Umzugsfunde – Restbestände – Lagerware – Aussteller …
Garantiert ORIGINAL Audioquest-Ware – kein China-Fake!!!!
Hinweis: Das Produktbild zeigt das Audioquest Fire! [...]
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Keces P918. November 2025Keces P9
Keces ersetzt die vollständige P8-Linie durch ein einziges Nachfolgegerät
… den Keces P9.
Kurz:
# Zwei Ausgänge mit jeweils 4 einstellbaren Spannungswerten,
die zu einer deutlich flexibleren Verwendbarkeit führen.
# Anhebung der Leistung auf 2x 5A mit Spitzenwerten zu 7A.
# Zentrale Erdungsklemme zur Vermeidung von
Gerätebrummen.
Lesen Sie meinen ersten Bericht zum Keces P9: Hier klicken
KECES Pier-Serie
Flaggschiff-Technologie, pure Energie für die Musik.
▪️In High-End-Audiosystemen bestimmt oft die Qualität des Netzteils die Gesamtklangleistung.
▪️Das neueste Mitglied der KECES Pier-Serie – das P9 Linear Power Supply – übernimmt die Designphilosophie des Flaggschiffs P28 und bringt High-End-Technologie in eine zugänglichere Produktlinie.
✅Es bietet Musikliebhabern eine stabile, reine und energiegeladene Stromversorgungslösung.
🔧 Hauseigener Ringkerntransformator – Das Basis des Stable Power
▪️Der P9 verfügt über einen hochwertigen Ringkerntransformator, der von KECES hergestellt wird, wobei präzise Wicklungstechniken und sorgfältig ausgewählte Materialien verwendet werden, um eine saubere und stabile Ausgangsleistung zu gewährleisten.
▪️Dies reduziert effektiv Hintergrundgeräusche, verbessert die musikalischen Details und schafft eine ruhigere Klangbühne, wodurch eine solide Grundlage für die Gesamtklangleistung gelegt wird.
🧩 Vollständig diskrete Komponentenarchitektur — Fortsetzung der P28-Philosophie
▪️Der P9 verwendet eine vollständig diskrete Architektur, die integrierte ICs vermeidet und sich auf die Klangqualität in jedem Leistungsmodul konzentriert.
▪️Dieses Design verbessert die natürlichen und zarten Klangeigenschaften und spiegelt das Streben von KECES nach klanglicher Authentizität wider.
🔌 Design mit zwei Ausgängen — Stromversorgung für mehrere Geräte
▪️Der P9 bietet zwei Ausgänge von 5 A und 5 A (Spitzenwert bis zu 7 A) und ist in der Lage, Streaming-Geräte, DACs, Roon Core, Router, Plattenspieler und andere Audiogeräte stabil mit Strom zu versorgen.
▪️Er gewährleistet eine zuverlässige Stromversorgung im gesamten System und verbessert die Dynamik und Tiefe.
🌐 Noise Reduction Technologies — Schaffung einer leisen Klangbühne
▪️Unabhängige Erdung für jede Ausgangsschiene reduziert das Übersprechen und verbessert die Trennung und Schichtung.
▪️Das Design mit extrem geringer Welligkeit sorgt für eine saubere Signalübertragung.
▪️Ein zusätzlicher Erdungsanschluss bietet erweiterte Optionen zur Rauschunterdrückung.
▪️Kein Brummen oder Rauschen auch unter 50 Hz und unter hohen Lastbedingungen, was eine hervorragende Stabilität demonstriert.
⚙️ Material-Upgrades – keine Kompromisse bei den Details
▪️Vergoldete DC-Buchsen bieten eine hervorragende Oxidationsbeständigkeit und eine niedrige Kontaktimpedanz, wodurch Mikrostromverluste und Instabilität reduziert werden.
▪️Dies verbessert die Leitfähigkeit und Signalintegrität, was zu klareren Details, einem leiseren Hintergrund und einer natürlicheren Hochfrequenzerweiterung und mikrodynamischen Leistung führt.
▪️Das AC-Leistungsmodul verwendet hochreinen OCC-Silberdraht und eine 2 Unzen dicke Kupferplatine, die die Effizienz der Stromübertragung und das Einschwingverhalten verbessern und eine breitere Dynamik und vollere musikalische Energie liefern.
▪️Der Übertemperaturschutz (OTP) sorgt für einen langfristig stabilen und sicheren Betrieb.
📸 ProduKtion Insight — Handwerkskunst bis ins kleinste Detail
▪️Jede P9-Einheit wird im KECES Werk in Taiwan hergestellt.
▪️Von der Transformatorenproduktion über die Verdrahtungskonfiguration, Montage bis hin zur Endprüfung wird jeder Schritt von unserem hauseigenen technischen Team ausgeführt, was die integrierten Fähigkeiten von KECES in den Bereichen Schaltungsdesign, mechanisches Design und Fertigung unter Beweis stellt.
▪️Die Leistungsarchitektur und die Schlüsselkomponenten werden von KECES unabhängig voneinander entwickelt. Mit strenger Qualitätskontrolle von der Materialauswahl bis zum strukturellen Layout.
▪️Dies gewährleistet elektrische Stabilität und optimale Klangleistung.
▪️Der P9 ist nicht nur ein Netzteil – es verkörpert unser Engagement für klangliche Reinheit, technische Unabhängigkeit und gleichbleibende Qualität.
🎶 P9 — Pure Power für Pure Music
▪️Der KECES P9 ist nicht nur eine Fortsetzung der Technologie, sondern auch eine ideale Wahl für Musikliebhaber.
▪️Es verwandelt das Netzteil von einer unterstützenden Rolle in einen wichtigen Beitrag zur klanglichen Exzellenz.
🇹🇼 KECES Pier Serie — P9 [...]
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Leica Cine 120. Oktober 2025Leica Cine 1
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Zu meinem Bericht “Die Leica-Lösung” [...]
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Ferrum Hypsos DC-Kabel17. Oktober 2025Ferrum Hypsos DC-Kabel
+ 2x Hypsos Hybrid Powering Cable Power-Splitter !!
(Damit betreiben Sie Komponenten an einem Ausgang eines Ferrum Hypsos.
Umzugsfund
Teilweise ohne Original-Verpackung (Tüte) – teilweise bereits in der Vorführung genutzt – aber alle neuwertig und geprüft. [...]
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Furutech LAN-8 NCF Plus Netzwerkkabel16. Dezember 2024Furutech LAN-8 NCF Plus Netzwerkkabel
NEU – NEU – NEU – NEU – NEU – NEU – NEU – NEU
Furutech LAN-8 NCF Plus
Unser derzeit beliebtestes LAN-Kabel hat einen Nachfolger erhalten.
High-End zu einem unschlagbar günstigen Preis.
ACHTUNG!!
Dieses Kabel hat eine Einspielzeit von 3-5 Tagen !!!
Testen Sie dieses Kabel gegen die LAN-Kabel anderer Hersteller bis zum Zehnfachen Preis!
… haben wir ja auch gemacht. 🙂
Zum Produktbericht: Hier klicken!
Original-Info des Herstellers:
Beschreibung:
High-End-Performance-Ethernet-Kabel
Kategorie 8 (8P8C S/FTP)
Ultra-High-Speed-Übertragungskabel mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gbps 2000 MHz 24AWG S/FTP
Dreifach abgeschirmt, 24k vergoldeter RJ45-Stecker mit NCF-Material
EIGENSCHAFTEN
Erleben Sie eine verbesserte Audio-Präzision mit dem Furutech LAN-8 NCF Plus
Das Furutech LAN-8 NCF Plus setzt neue Maßstäbe für leistungsstarke Ethernet-Kabel. Dieses Modell wurde mit Massivleitern ausgestattet und bietet im Vergleich zum Litzendraht-Design des ursprünglichen LAN-8 NCF eine verbesserte Signalstabilität und -klarheit. Die Massivleiterkonstruktion minimiert Signalverluste und -störungen und sorgt für einen reineren, konsistenteren Übertragungsweg für eine unvergleichliche Audioqualität.
Darüber hinaus verfügt die Plus-Version über einen dickeren Kabeldurchmesser (8,0 mm gegenüber 7,0 mm), der eine verbesserte Abschirmung und Geräuschisolierung bietet. Diese robuste Bauweise reduziert das Übersprechen weiter und verbessert die Tonbalance, was das LAN-8 NCF Plus zur ultimativen Wahl für anspruchsvolle Audiophile macht, die nach dem Höhepunkt der Klangwiedergabe suchen.
Schöpfen Sie das volle Potenzial Ihrer High-End-Audioanlage mit dem Furutech LAN-8 NCF Plus Ethernet-Kabel aus, das für ultimative Leistung und Klangreinheit entwickelt wurde. Dieses Ethernet-Kabel der Kategorie 8 wurde mit Furutechs innovativer Nano Crystal Formula (NCF) entwickelt und bietet mehr als nur Geschwindigkeit – es bietet eine unübertroffene Signalreinheit und Rauschisolierung. Die kristalline Struktur von NCF eliminiert statische Aufladungen und dämpft Vibrationen, wodurch das Grundrauschen reduziert wird und Sie einen kristallklaren Klang, tiefe Bässe und eine fokussiertere Klangbühne erhalten.
Das LAN-8 NCF Plus ist mit hochwertigen versilberten OCC-Kupferleitern und einer dreilagigen Abschirmung ausgestattet und minimiert Übertragungsverluste und Übersprechen, sodass jedes Detail Ihres Audiosignals präzise wiedergegeben wird. Die vergoldeten Hochleistungsstecker und die robuste und dennoch flexible Konstruktion machen dieses Kabel zur perfekten Wahl für alle, die ein verbessertes Klangerlebnis suchen.
Ob Sie hochauflösende Musik streamen oder Ihren digitalen Musikserver mit Strom versorgen, das Furutech LAN-8 NCF Plus bietet Audiophilen eine nahtlose Mischung aus modernster Technologie und überlegener Klangqualität. Steigern Sie Ihr Hörerlebnis noch heute mit Furutechs Engagement für „reine Übertragung“.
SPEZIFIKATIONEN
• Das LAN-8 NCF Plus ist ein wunderschön konstruiertes und gefertigtes Twisted-Pair-Kabel der Kategorie 8 S/FTP für Ethernet und andere Hochgeschwindigkeits-Signalübertragung.
• NCF-Steckverbindergehäuse (Mehrmaterial-Hybridkonstruktion) NCF verfügt über ein spezielles kristallines Material, das zwei „aktive“ Eigenschaften aufweist. Erstens erzeugt es negative Ionen, die statische Aufladung beseitigen. Zweitens wandelt es Wärmeenergie in Ferninfrarot um. Furutech kombiniert dieses bemerkenswerte Material mit Keramikpartikeln in Nanogröße und Kohlenstoffpulver, um zusätzliche Dämpfungseigenschaften durch den „piezoelektrischen Effekt“ zu erzielen. Das daraus resultierende Nano Crystal Formula ist das ultimative elektrische und mechanische Dämpfungsmaterial. Es wurde von Furutech entwickelt und ist ausschließlich in Furutech-Produkten enthalten. NCF sorgt für eine Verbesserung der Tiefe und des Fokus der Klangbühne, der Obertöne und der Klangbalance. Tiefe Frequenzen sind sauberer, mit einer besseren Definition, die durch einen niedrigeren Rauschpegel ermöglicht wird.
Kategorie 8 ist abwärtskompatibel mit den Kategorien 7 und 6. Es bietet außerdem verbesserte Spezifikationen für Übersprechen und Systemrauschen als Kategorie 7 mit zusätzlicher Abschirmung für jedes einzelne Adernpaar und das Kabel als Ganzes. Neben der zusätzlichen Abschirmung verfügt das LAN-8 NCF Plus über verdrillte Adernpaare, wobei die Anzahl der Verdrillungen pro Längeneinheit die HF-Abschirmung erhöht und vor Übersprechen schützt.
Das Kabel der Kategorie 8 ermöglicht 40-Gigabit-Ethernet und Frequenzen von bis zu 2000 MHz (Kategorie 7 x 3,3). Störungsresistent, bietet eine schnelle und stabile Netzwerkumgebung.
Hauptleiter: 24 AWG (1/0,525) Versilberter α (Alpha) OCC-Leiter für minimalen Übertragungsverlust.
RJ45(8P8C)-Stecker: α (Alpha)-nichtmagnetischer Leiter mit 24-karätiger Goldbeschichtung und 24-karätigem vergoldetem Kupferlegierungskörper mit minimalen magnetischen Eigenschaften, die eine Signalverschlechterung verhindern.
Dreilagige Abschirmung mit Aluminiumfolie und Kupfergeflecht mit hervorragender Geräuschisolierung, die die Abschirmwirkung herkömmlicher Kabel übertrifft. Isoliert effektiv Geräusche und verbessert die Klangwiedergabe erheblich.
• Die besten Dämpfungs- und Isolationsmaterialien für eine verbesserte Frequenzerweiterung und Tonbalance.
• Ummantelung: UL/CL3-entflammbares, RoHS-konformes, flexibles schwarzes PVC mit einer hochwertigen, mit Nylongarn umflochtenen Ummantelung. Diese Konstruktion reduziert effektiv die interne Resonanz und verbessert die Dämpfungsleistung. Außendurchmesser: ca. 8,0 ± 0,15 mm.
Produktionslängen: 0,6 m/1,2 m/1,8 m/2,5 m/3,6 m/5 m und 7,5 m/10 m auf Anfrage.
Wichtiger Hinweis zur Kabelausrichtung:
* Diese LAN-Kabel sind für eine optimale Klangwiedergabe ausgerichtet. Das Kabel wird nicht beschädigt und beschädigt auch keine Geräte, wenn es in der falschen Richtung angeschlossen wird, aber das Audiosignal ist nicht optimal. Die durch den Pfeil markierte Richtung ist die Eingangsseite (Quellenseite). Überprüfen Sie vor dem Anschließen die Pfeilmarkierungen am Stecker. [...]
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PrimeCore Audio Streamer A730. September 2024PrimeCore Audio® Streamer A7
Das Original!
Neu eingetroffen!
Wieder lieferbar/abholbereit!
Streamen mit einem PrimeCore Audio® A7 – Roon-Core-Server ?
Ja! … weil gute Musik es verdient hat!
Mit einem PrimeCore Audio® Streamer A7 haben Sie die (!) innovative Hardware-Lösung für einen Roon-Core-Server gefunden.
Die Komponenten eines PrimeCore Audio® A7 sind:
Sie benötigen nur noch einen Digital-Analog-Wandler oder ein Roon-Ready-Gerät zur Wiedergabe in anderen Räumen – fertig!
Entdecken Sie weitere Informationen in unserem PrimeCore Audio-Spezial. Hier klicken!
Vorteile einer Komponente von PrimeCore Audio:
Made in Germany
Ansprechpartner/Entwickler/Servicepartner in Deutschland
Alle Anleitungen in deutscher Sprache – online verfügbar
Hersteller und Entwickler ist seit 1985 auf dem Markt
Hersteller ist anerkannter Streaming-/ Roon- und Netzwerkspezialist
Hersteller ist Dozent auf HiFi- und Computer-Ausstellungen
Installations-Paket (*1) bei Kauf kostenfrei mitbestellbar
Unterstützungs-Paket (*2) bei Kauf kostenfrei mitbestellbar
Service-Paket (*3) bei Kauf kostenfrei mitbestellbar
Vollständige Bauteile-Offenlegung (*4), damit Sie nachrechnen können, wo Ihr Geld bleibt!
Bauteile werden selektiert und nach Gehör aufeinander abgestimmt
Keine ständig wechselnden Bauteile (wie bei manchen Mitbewerbern)
Völlig lüfterlos und damit lautloser Betrieb
ASUS-Mainboard aus der Professional-Linie (UVP über 900,- €)
CPU-Kühlung direkt über das künstvoll gestaltete Gehäuse
M.2-System-SSD und RAM-Riegel nach Industriestandard gefertigt (UVP 260,- €/Stück)
Xmore M.2-SSD als pSLC (pseudo-Single-Level-Cell) gefertigt
2x 16GB RAM-Riegel von ATP (UVP 280,- €/Stück)
Aus dem Vollen gefrästes Spezial-Aluminium-Gehäuse
Niedriger Stromverbrauch (10-30W)
Hervorragende Reputation (Test in HiFi-Statement)
100% positive Rückmeldungen (Hier klicken)
Verkauf nur direkt oder bei engagierten Händlern
Bester Klang in seiner Preisklasse… und falls Sie selber vom Fach sind:
Freier Zugriff auf die BIOS-Einstellungen
Freier Zugriff auf die Roon-Web-Oberfläche
Freier Zugriff auf das Root-Verzeichnis und die interne 2. SSD
Zweite SSD für die Musiksammlung integrierbar
Eigen-Installation der 2.SSD möglich und zulässig
Erweiterung durch audiophile Netzteile möglich (19V/6A)
Und falls Sie nicht vom Fach sind?
Genau für Sie haben wir bereits alles perfekt eingestellt!
Sie müssen nur noch die Kabel einstecken und
den A7 einschalten – fertig!
TEST BEI HIFISTATEMENT:
(auf das Bild klicken oder hier auf diesen LINK )
Schauen Sie hier ein Video von unserem Partner Markus Wierl (audio-freak):
Hier klicken, um zum Video zu gelangen!
ACHTUNG! Sie werden nach Youtube weitergeleitet!!
Lieferumfang:
1x PrimeCore Audio®-Server A7
1x hochwertiges Schaltnetzteil (audiophiles Netzteil wird empfohlen)
1x Bedienungsanleitung
Kundenstimmen zum PrimeCore Audio®-Streamer (hier klicken)
Audiophiles Netzteil gewünscht?
Zurzeit können wir folgende Netzteile sicher empfehlen:
Progressive Audio PSU One 19V/6A Special-Edition
Keces P8 Single 19V/8A
Keces P9
Keces P14
Keces P28
Keces P3 und P6 sind nicht geeignet. [...]
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Mytek Brooklyn Bridge II + 4TB23. September 2024Mytek Brooklyn Bridge II + 4TB
All-In-One: Roon-Core, Streamer, D/A-Wandler Kopfhörerverstärker, Phono-Vorverstärker und Vorverstärker
AUSSTELLER in silber! Nur noch 1x vorhanden!
Die Brooklyn Bridge II ist die Neuerfindung des Bestsellers. Die erste Brooklyn Bridge war sehr erfolgreich und wurde für ihr innovatives Design und ihren überragenden Klang mit dem Stereophile “Product of the Year” und dem EISA-Award 2019-2020 ausgezeichnet. Die Brooklyn Bridge II verfügt über die gleichen preisgekrönten Vorverstärker- und DAC-Schaltkreise, besitzt nun aber ein ungleich besseres 90-W-Linearnetzteil, das dem Klang dieses Ausnahmegeräts Flügel verleiht. Außerdem verfügt sie über ein Menü der nächsten Generation, auf das Sie über Smartphones und Tablets zugreifen können.
Leistungsstark und immer up-to-date
Im Herzen sorgt ein vollwertiges Computersystem für die zuverlässige und schnelle Verarbeitung der Kontroll- und Musiksignale gleichermaßen. Die Brooklyn Bridge II ist mit einem Intel i5-Chip ausgestattet, der im Zusammenspiel mit dem Mytek OS eine reibungslose Bedienung ermöglicht. Mytek OS ist eine Software-Plattform, die kontinuierlich um neue Funktionen erweitert wird. Die Software-Aktualisierung erfolgt auf dieselbe Weise wie bei jedem anderen Computer: Wenn Sie eine Benachrichtigung über „neue Software“ erhalten, können Sie das System herunterladen und aktualisieren. Die neue Software enthält neue Funktionen und Fehlerbehebungen. In den nächsten Monaten und Jahren plant Mytek, alternative Player wie Upnp, Spotify und Tidal Connect sowie Funktionen wie Apple Airplay hinzuzufügen. Deren Verfügbarkeit wird bekannt gegeben, sobald die Software-Arbeiten daran beginnen.
Easy peasy
Die einfache Touchscreen-Bedienung über iPad, Smartphone oder das Display macht die Nutzung zum Kinderspiel.
Roon? Aber bitte!
Die Brooklyn Bridge II ist ein komplettes All-in-One-Roon-System, das in erster Linie für die Verwendung mit der Roon-Wiedergabesoftware konzipiert ist. Darüber hinaus bietet es UPnP und Bluetooth. Die Verwendung von Roon mit der BB2 erfordert ein Roon-Abonnement. Ein kostenloses 1-Jahres-Abonnement ist im Kauf enthalten. Roon bietet ein überragendes Wiedergabe- und Browsing-Erlebnis, insbesondere mit Metadaten (Liedtexte, Credits, genau wie Vinyl-Albumcover), die bei anderen Wiedergabesoftware nicht verfügbar sind und von Tausenden von Musikliebhabern bevorzugt werden. Roon bietet außerdem mehr Optionen, wie z.B. eine erweiterte Wiedergabelistenverwaltung, Multiroom-Wiedergabe und ARC, das Ihre lokale Bibliothek in Ihren eigenen privaten Streaming-Dienst verwandelt. Roon kann jedes Format abspielen, einschließlich DSD256 und 384k PCM, während andere Software auf maximal 192k PCM beschränkt ist.
Highlights
Eingebauter Roon-Core, Tidal, Qobuz und lokale Bibliothek in jedem Format bis zu PCM 384kHz, DSD256 und MQA
Analoger Vorverstärker: Phono M/M und Line RCA Eingang
Digitaler Vorverstärker: SPDIF und optische Eingänge für Plattenspieler oder TV, Roon Ready DAC-Eingang für die Verwendung mit einem anderen Streamer, falls erforderlich
Bluetooth 5: einschließlich Hi-Res-Audio
Lieferumfang: ein Netzkabel für das Bestimmungsland, ein USB 2.0-Kabel und ein Code für ein zweimonatiges KOSTENLOSES Roon-Abonnement. Das aktuelle Handbuch ist als PDF-Download auf dieser Seite verfügbar.
WANDLER: bis zu 384k, 32bit PCM, natives DSD bis zu DSD256, DXD, 130dB DR, ES9028PRO Chipsatz mit überlegener Mytek Implementierung (HAT ™ Harmonic Audio Tuning)
MQA HI-RES DECODER: Eingebauter Hardware-MQA-Decoder, volle Entfaltung der ursprünglichen Abtastrate
DIGITALE DAC-EINGÄNGE: USB2 Class2 (OSX, Linux treiberlos, alle Formate bis 384k, DSD256), 2x S/PDIF, 1 Toslink optisch (PCM bis zu 24/192k, bis zu DSD64 DOP, MQA)
ZUSÄTZLICHE DIGITALE EINGÄNGE: Bluetooth 5 und Roon Ready Network Endpoint DAC-Eingang – PCM384k, DSD256, MQA.
ANALOGE VORVERSTÄRKEREINGÄNGE: Line-Level-Eingang (10k Eingangsimpedanz) oder Phono M/M, Relais-gesteuert. Vollständig analoger Signalweg zum Ausgang.
2xUSB3/2-Anschlüsse: Kann für alle Musikdateien auf FAT /NTFS / exFAT-Laufwerken oder USB-Sticks verwendet werden. SSD wird wegen der 1A-Strombegrenzung empfohlen), oder zusätzliche USB-DACs für zusätzliche Roon-Zonen (2 Stück oder bis zu mehrere können angeschlossen werden, wenn ein USB-Hub verwendet wird)
ANALOGAUSGÄNGE: RCA, symmetrisch XLR, simultan, 10 Ohm Ausgangsimpedanz
CLOCK: Mytek Femtoclock Generator(tm) 0,82ps interner Jitter
KOPFHÖRERAUSGÄNGE: Referenz Kopfhörer-Verstärker mit hoher Stromstärke und hohen Transienten, 500mA, 6 Watt, zwei Kopfhörerbuchsen, entwickelt für den Betrieb von schwer ansteuerbaren Kopfhörern. Symmetrischer Betrieb mit einem 1/4“ auf 4-poligen XLR-Adapter
LAUTSTÄRKEREGLER: Wählen Sie einen analogen Abschwächer mit 1dB-Schritt oder einen digitalen 32-Bit-Abschwächer mit 1dB-Schritt und puristischem Relais-Bypass.
INTERNER SPEICHER: 4TB interne SSD (ca. 6000 CDs). Der interne Speicher ist Teil der System-SSD auf der Haupt-CPU-Platine. Er ist fest eingebaut und kann vom Benutzer nicht aufgerüstet werden. Der Benutzer greift auf den internen Speicher als Netzlaufwerk zu.
STROMVERSORGUNG: Das 90 W Linearnetzteil mit Ringkern versorgt den DAC und die Intel I5 CPU über separate Wicklungen mit Strom. Automatische Spannungserkennung
Garantie: 2 Jahre (mit Registrierung 6 Jahre)
Technische Daten
Maße (BxTxH): 216x225x44 mm
Gewicht: 3 kg
Zum Produktbericht hier klicken
Übrigens: Diese Komponente gibt es auch als kostengünstiges Bundle! [...]
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Furutech USB-Kabel GT2 NCF15. Juli 2024Furutech USB-Kabel GT2 NCF
Furutech hat Wort gehalten und mit dem GT2 NCF ein wahrlich erstaunliches USB-Kabel auf den Markt gebracht. Und das zu einem Preis, bei dem einen das Gefühl beschleicht, man müsse diese Markteinführung ganz schnell nutzen, bevor Furutech mit dem wahren Preis um die Ecke kommt.
Aber keine Angst – noch macht Furutech nicht einmal eine Andeutung in diese Richtung.
Lesen Sie meinen Bericht hier: Furutech USB GT2 NCF (in Bearbeitung)
GT2-B NCF-0,6m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
187,00 €
GT2-B NCF-1,2m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
221,50 €
GT2-B NCF-1,8m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
257,20 €
GT2-B NCF-2,5m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
299,00 €
GT2-B NCF-3,6m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
364,30 €
GT2-B NCF-5,0m High End Performance USB Kabel A-B Typ mit NCF Technologie
447,30 € [...]
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Silent Angel Genesis GX5. Juni 2024Ultra-Performance Word Clock: Wissenschaftliche Präzision für Audiophile
“Stand-Alone”-Wordclocks sind die ultimative Stufe der Systemverbesserung und bieten Audio- und Netzwerk-Performance-Upgrades, die auf keine andere Weise erreicht werden können. Silent Angel hat die Genesis GX entwickelt, um die ultimative audiophile Word Clock zu schaffen: Bringen Sie Ihr System mit Genesis auf die nächste Stufe!
Ultimative Leistung und maximale Vielseitigkeit
Der Genesis GX ist eine echte state-of-the-art Wordclock, deren Technologie für die anspruchsvolle Anwendung entwickelt wurde. Der Taktgeber bietet hier ein hohes Niveau an Leistung und Präzision. Seine vier einzelnen Wordclocks bestehen jeweils aus zwei hochmodernen 25-MHz/10-MHz-Einheiten. Alle vier Clock-Einheiten sind elektrisch voneinander isoliert, um Interferenzen sowie Rauschen zu minimieren und das Signal so sauber wie möglich zu transportieren.
Einzigartige und zukunftsweisende Designs
Der Genesis GX bietet je zwei 25MHz sowie 10MHz Ausgänge in einem aufwändig optimierten Gehäuse.
Jede Takteinheit verfügt über einen eigenen TCXO-Takt und eine eigene Schaltung, um potenzielle Signalstörungen zu vermeiden.
Das hochselektierte Schaltnetzteilmodul wurde speziell für geräuschempfindliche akustische Geräte entwickelt und bietet eine stabile, rauscharme Stromquelle.
TCXO-Taktschaltungen (temperaturkompensierter Quarzoszillator) verringern Netzwerklatenzprobleme und Jitter-Effekte erheblich.
Das hochmoderne Gehäusedesign besteht aus zwei Schichten unterschiedlicher, sorgfältig ausgewählter Materialien: Die innere Schicht ist aus verzinktem Stahl, die äußere aus einer dicken, hochwertigen Aluminiumlegierung. Diese extravagante Konstruktion maximiert die Abschirmung und Kontrolle von Wirbelströmen und dämpft gleichzeitig Vibrationen und Störgeräusche. Das schlanke, moderne Design verleiht dem Genesis GX einen hohen ästhetischen Wert und macht ihn zu einem funktionalen Kunstwerk der Audiotechnik.
Erweiterte Optionen für ernsthafte Audiophile
Die 12-V-DC-Stromversorgungsbuchse umgeht das interne Schaltnetzteil des Genesis und ermöglicht den Anschluss an ein externes lineares Netzteil (z.B. unser Forester F2) für eine deutliche Leistungssteigerung.
Die vergoldete Erdungsklemme bietet das Potenzial für eine weitere Rauschunterdrückung in Verbindung mit einer Groundbox.
Schwingungsdämpfende Isolatoren
Die aus massivem, hochreinem Edelstahl gefertigten Resonanzkontrollfüße des Silent Angel dämpfen mechanische Energie aus internen und externen Quellen und reduzieren mechanische und elektrische Geräusche, statische Elektrizität usw. Eine leistungsfähigere Version unseres hochgelobten S28 Footers. Das Ergebnis ist eine verbesserte Dynamik, ein geringeres Grundrauschen und eine höhere Auflösung feiner Details.
Die Highlights im Überblick
Hochselektiertes Schaltnetzteilmodul:
Das marktführende interne Leistungsmodul unterstützt hochpräzise Systemfunktionen.
Rauschunterdrückung:
Aufwendige Konstruktion, um Störsignale sowie elektrisches Rauschen zu eliminieren.
Vergoldete Ausgangsanschlüsse:
Mit hochwertig vergoldeten Anschlüssen liefern Sie das reinste und stabilste Signal an Ihre Geräte.
Goldplattierte Erdungsklemme:
Um potenzielle Leistungsstörungen zu reduzieren, bietet der Genesis GX einen separaten Erdungsanschluss.
Vier hochmoderne Word-Clock-Ausgänge:
Der Genesis GX bietet zwei 25MHz- sowie zwei 10MHz-Ausgänge.
TCXO – Taktsignal:
Äußerst genaue Taktgeber minimieren Netzwerklatenzprobleme und Jitter.
25MHz: Geboren für exzellente Audioqualität
10 MHz ist die derzeit gängigste Word-Clock-Frequenz; diese Frequenz wurde jedoch ursprünglich für GPS-Geräte gewählt und nicht für Audio optimiert. Nach ausgiebigen Tests fand unser Forschungs- und Entwicklungsteam heraus, dass die ideale Frequenz für Audio- und Netzwerkgeräte 25MHz ist. Silent Angel hat Genesis GX mit einem einzigen Ziel entwickelt: die bestmögliche Audioqualität zu liefern. Genesis GX bietet sowohl 25MHz- als auch 10MHz-Wordclock-Ausgänge, um sowohl mit Silent Angel-Produkten als auch mit denen anderer Hersteller zu harmonieren. Genesis GX ist nicht nur die beste Wordclock auf dem Markt, sondern bietet auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihr System!
Besser als “Built-in”
Im Vergleich zu “Stand-alone”-Wordclocks teilen sich eingebaute Wordclocks die Systemressourcen (Stromversorgungen usw.) mit anderen Komponenten, die alle auf derselben Platine zusammengeschaltet sind. Es gibt viele Situationen, die das Taktsignal stören können, z. B. elektrische Impulse, die durch Änderungen der Systembelastung verursacht werden, Interferenzen mit anderen elektronischen Komponenten, Rauschen aus dem Netzwerk und systembedingte Jitter-Effekte. Aus diesem Grund ist eine eigenständige Wordclock-Quelle unerlässlich: Weniger Interferenzen mit der Clock-Quelle gewährleisten ein möglichst reines Clock-Signal.
Entwickelt für Audiophile
Exklusive TCXO-Taktmodule: Der TCXO (Temperaturkompensations-Kristalloszillator) von Silent Angel ist präziser und stabiler als die in Konkurrenzprodukten verwendeten Kristalltaktgeber, was zu geringeren Latenzproblemen und Jitter-Effekten führt.
Weitere Upgrades
Stromversorgung: Schließen Sie Genesis GX an das lineare Netzteil Forester F2 von Silent Angel an (mit zwei 12-Volt-Gleichstromausgängen), um die Leistungsabgabe, Stabilität und Klangqualität weiter zu verbessern.
Audiophiler Netzwerkschalter: Genesis GX passt perfekt zu den Silent Angel “Audio-grade” Netzwerk-Switches Bonn NX und N8 Pro.
TECHNISCHE DATEN
Verfügbare Farben
Schwarz, Silber
Stromeingang
230V, 50Hz
(DC) 12V/0,5A (5,5mm x 2,5mm Stecker)
* Wenn beide Stromquellen angeschlossen sind, wird der 12V DC-Strom verwendet.
Taktausgangsanschluss
25MHz-Anschluss x 2 (BNC, vergoldet)
10MHz-Anschluss x 2 (BNC, vergoldet)
Erdungsanschluss
Erdungsanschluss x 1 (vergoldet)
LED-Anzeige
AC Power LED x 1, DC-Netz-LED x 1
Temperatur
Betrieb: 0 ~ 30 °C
Abmessungen
439 (B) x 63 (H) x 250 (T) mm
Gewicht
7,4 kg [...]
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4) Aktuelle Handbuch-Artikel
3) Aktuelle Handbuch-Artikel
6. Dezember 2025HiFi-Handbuch / Roon-Spezial / StreamingDas audiophile Heimnetz
Das audiophile Heimnetz
Aktualisiert am 06.12.2025
Im Bericht „Das audiophile Heimnetz“ geht es heute um die Betrachtung unserer heimischen LAN- und WLAN-Netzwerke aus Sicht eines Musikliebhabers und um die Frage, wie wir die darin verborgenen klanglichen “Flaschenhälse” beseitigen können, um endlich in die High-Resolution-Audio-Streaming-Welt eintauchen zu können.
Unter anderem wird es gehen um:
Austausch der TAE-Dose gegen eine RJ45-LAN-Dose
Austausch des TAE-Anschlusskabels zum Router gegen ein LAN-Kabel
Austausch des Netzteils für den Router
LAN-Kabel vs. WLAN vs. PowerLAN
Glasfaser als Inhouse-Verkabelung
Audiophile Switches
Getrennte Netze (VLANs)
Masterclocks
Viel Spaß beim Lesen!
Heimnetze
Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Muttis Einkaufsnetze so ziemlich die einzigen Netze, die wir zuhause verwendet haben.
Heimnetzplanung
Das änderte sich, als das Internet bei uns einzog und immer mehr Geräte in unserem Haushalt daran angeschlossen werden wollten.
Heute tut man bei einem Neubau oder einer Renovierung gut daran, nicht nur an einer (!) passenden Stelle für einen Anschluss an das Internet zu sorgen.
Und vor allem die HiFi-Anlage (!) sollten wir dabei nicht vergessen.Denn die Musik von Morgen – die kommt ganz sicher aus dem Internet.Und für alle die, die es noch nicht wahrhaben wollen:
Die Zukunft ist längst da!
Wer nun allerdings glaubt, er könne Klangrekorde brechen, indem er sich einfach eine Streaming-Komponente kauft und sie mit den vorhandenen Kabeln an den Router anschließt, der irrt sich ganz gewaltig.Auch das Testen eines Streamers/Roon-Core-Servers, ohne sich vorher um das Heimnetz gekümmert zu haben, kann nur in die Hose gehen.
Leute – solch einen Test könnt Ihr Euch wirklich sparen!
Würde sich jemand eine Fotokamera kaufen, den Opjektivdeckel nicht abmachen und dann über die viel zu dunklen Bilder (bei so einer teuren Kamera!) meckern, würde das doch auch niemand auf die Kamera schieben, oder?
Wer zukünftig nicht (!) mehr länger zu denen gehören will, die Streaming für eine klangliche Katastrophe halten und nach wie vor behaupten, CD würde besser klingen, der muss sich nur die Fakten genauer anschauen und kommt dann ganz von alleine darauf, was er zu tun hat.
… das Heimnetz optimieren!
Wer das nicht glaubt und nicht einmal ausprobieren will, der muss eben bei der CD bleiben. So richtig schlecht ist die ja auch nicht.
Wer aber klanglich aufsteigen möchte, der muss sich um sein Heimnetz kümmern. Dabei muss die Optimierung überhaupt keine Unsummen kosten.Schon so ein Klangtipp-LAN-Kabel von FS-COM für etwa 5,- € verbessert die klangliche Situation erheblich.Dass viele unserer Kunden nach dem Test dieses Kabels fast „klang-süchtig“ werden und dann plötzlich bereit sind, noch viel mehr in das Heimnetz zu investieren, das spricht doch für sich, oder?
Wo holt sich so ein Streamer die Musik denn her?
Natürlich von einem Musik-Portal.Und davon haben wir mittlerweile eine ganze Menge.
Viele dieser Portale – wie der Platzhirsch Spotify – liefern die Titel nur im MP3-Format aus (mittlerweile als Spotify Premium auch in CD-Qualität). MP3 ist für unterwegs ideal (verbraucht wenig Datenvolumen) und wer keine tolle HiFi-Anlage besitzt, der kommt mit dieser Qualität sicher auch zuhause zurecht. Sogar ohne optimiertes Heimnetz.
High-Fidelity … ist das aber nicht!
Wer mehr Wert auf die Klangqualität legt, der sollte sich unbedingt mal bei highresaudio.com umsehen.Wer sich neben einer guten Qualität auch eine große Titelauswahl wünscht, der findet sicher mit Qobuz oder Tidal den richtigen Anbieter.
Kommen wir zur Technik.
Unser Hausanschluss
TAE-Dose
Den Zugang zu unserem Haus finden diese Portale natürlich über unseren Telefonanschluss. In der Regel handelt es sich dabei um eine TAE-Dose. TAE steht hier für Telekommunikations-Anschluss-Einheit.
Diese Dose ist an sich ja ganz ok.
Fritzboxkabel
Was uns HiFi-Freaks mehr stört, ist die miese Klangqualität des Kabels das zum Router führt. Leider hat sich noch kein Kabelhersteller erbarmt und uns ein audiophiles TAE-Kabel präsentiert. Dann nämlich könnten wir uns den Umbau sparen.
Aber so schlimm ist das auch wieder nicht, denn auf dem Gebiet der Ethernetkabel sieht das mittlerweile ganz anders aus. Zwischen 5,- € und 5.000,- € pro Meter bietet der Markt hier für jeden Geschmack und Geldbeutel eine ausreichend große Auswahl.
TAE passt nicht für RJ45
Um das TAE-Kabel gegen ein LAN-Kabel tauschen zu können, brauchen wir aber eine andere Anschlussbuchse, denn der RJ45-Stecker passt logischerweise nicht in die TAE-Dose.
Das einfachste wäre hier ein Adapter von TAE auf Ethernet und zum Testen ist das auch wunderbar.
Gefällt uns das Ergebnis, können wir die TAE-Dose später immer noch gegen eine Ethernetdose austauschen.
Die beiden Adern vom Telefonkabel, die stecken wir dann in die Klemmen “4” und “5”.
Ethernetdose einfach verschaltet
Aber testen Sie ruhig mal, welches der beiden Adern in 4 und welches in 5 soll. Hier und da führt der Wechsel zu nicht erklärbaren Klangunterschieden.
Ethernetdose kreuzverschaltet
Tipp (siehe Bild oben):Wenn die Adern lang genug sind, legen Sie sich am besten eine Doppeldose zu. Dann können Sie mit dem ersten Kabel zunächst in die Klemme 4 vom ersten Anschluss gehen und dann weiter zur Klemme 5 von der zweiten Buchse. Mit dem zweiten Kabel verfahren sie andersherum, gehen also erst nach Klemme 5 und in der zweiten Buchse nach Klemme 4.
RJ45-Kabel in der rechten Buchse
So brauchen Sie das LAN-Kabel einfach nur abwechselnd in die eine oder in die andere Buchse zu stecken und können sich die Ergebnisse anhören.Hören Sie keinen Unterschied, ist es auch egal, in welcher Buchse das Kabel stecken bleibt.Dieser Tipp kostet nichts – sorgt aber für Sicherheit.
Das Kabel zum Router
Ist die Dose fertig montiert, können wir endlich ein gutes (!) LAN-Kabel von der Dose zum Router ziehen. Doch wie gut sollte das LAN-Kabel eigentlich sein?
Wir haben hier folgende Empfehlungen:
Furutech LAN 8 NCF plus
Der Router
Fritz!Box
Gerne würde ich Ihnen da jetzt so einen richtig audiophilen, sündhaft teuren Router vorschlagen, der klanglich alles schlägt, was weit und breit als Konkurrenz auftaucht. Aber das könnte ich nicht mit ruhigem Gewissen tun.Deshalb geht mein Tipp ganz einfach heute zu einer aktuellen Fritz!Box.
Und wenn gar keine TAE da ist?
Wer einen Kabelanschluss hat, der hat auch keine TAE-Dose. Bei ihm kommt ein Coax-Kabel am Router an. So ein Coaxkabel ist so etwas wie ein Antennenkabel und auch die gibt es natürlich in einer besseren Ausführung. Aber leider habe ich da keinerlei Erfahrung und kann Ihnen deshalb auch keinen Kabel-Tipp geben.
Ähnliches gilt für diejenigen, die gar keine Kabelverbindung zum Provider haben, sondern den Anschluss über LTE regeln. Wo kein Kabel ist, kann man logischerweise auch nichts tauschen.
Das audiophile Netzteil für den Router
Auch wenn Sie diese Aussage für völligen Quatsch halten – diese Ausgabe lohnt sich doppelt und dreifach!
sbooster
Sollten Sie an dieser Stelle nur den Router mit Strom versorgen müssen, dann reicht ein Sbooster von BOTW. Er ist der günstigste Stromversorger unter den audiophilen. Das Ziel ist, die hausgemachten Probleme durch das mitgelieferte Billig-Schaltnetzteil zu eliminieren und das schafft ein Sbooster wirklich ausgezeichnet.
Keces P6 vorne
Sollten Sie noch ein weiteres Gerät versorgen müssen – zum Beispiel einen Medienkonverter – dann lohnt sich der Griff zum Keces P6. Dieses Teil hat zwei Ausgänge, die dazu noch in recht großen Bereichen anpassbar sind, sodass wir es ziemlich sicher nach einem Komponentenwechsel auch für die neuen Geräte noch gut gebrauchen können.
Und gönnen Sie dem Netzteil ruhig auch ein gutes Stromkabel!Testen Sie einfach mal ein paar Kabel – Sie werden es nicht glauben, was da klanglich passiert.Selbst an dem Netzteil für den Router!
Tipp:Und wenn wir schon dabei sind:Tauschen Sie doch auch mal die Steckdose aus. Aber wählen Sie bitte nicht aus Kostengründen eine von diesen preiswerten, halbherzigen „Schönfärber-Dosen“, die die ganze schöne Dynamik, die die Fritz!Box durch das Netzteil dazu gewonnen hat wieder zunichte machen würden.Greifen Sie zur besten Steckdose auf dem Markt, zur rhodinierten Dose von Furutech – am besten gleich zu der mit NCF!
Wo sollte die Fritz!Box stehen?
So dicht wie möglich bei der Anlage? So weit weg wie möglich?
Nun – in der Regel – werden Sie den Standort wohl weniger nach klanglichen Aspekten festlegen können, sondern Sie werden vermutlich danach handeln, dass die WLAN- und die DECT-Reichweite ausreichen, um Ihr Haus oder Ihre Wohnung optimal versorgen zu können.Das ist auch völlig in Ordnung und stört überhaupt nicht. Im Gegenteil – da so ein Router ein mächtiger Sender ist, kommt es dem Klang eher zugute, wenn er mindestens 3m von der Anlage entfernt steht.Was natürlich auch für einen Repeater gilt!
Glück und Glas, wie leicht …
Was halten Sie eigentlich von einer Glasfaserverbindung?Nein!Ich meine jetzt nicht den Anschluss Ihres Providers, sondern ich rede hier von der Verkabelung zwischen dem Router und der HiFi-Anlage.
ADOT MK Eingänge mit gestecktem Transceiver
ADOT, eine Tochterfirma von Melco bietet uns seit einigen Monaten ein audiophiles System an, was mehr als nur eine Notlösung darstellt. In den meisten Fällen führt dieser Umstieg vom LAN-Kabel auf LWL zu einer weiteren, deutlichen Klangverbesserung.
ADOT Konverter
Da es noch keine Fritz!Box mit LWL-Ausgangsbuchse gibt, setzen wir ein kurzes Ethernetkabel ein, dann folgt der Medienkonverter. Der lange Weg zwischen dem Router und der Anlage, den führen wir dann mit dem Glasfaserkabel aus. Treffen wir dort auf einen Empfänger ohne SFP (Eingang für das Glasfaserkabel), benötigen wir auch hier wieder einen Medienkonverter und ein kurzes LAN-Kabel. Anders sieht das aus, wenn unser Switch bereits selbst über einen Glasfasereingang )SFP) verfügt.
MELCO-S100 SFP
Tipp:Wenn Sie vorhaben sollten, sich auch einen audiophilen Switch zuzulegen, dann denken Sie doch mal über den SotM sNH-10G nach! Er kostet zwar mehr als z.B. ein Bonn N8 von Silent Angel. Wenn Sie aber den Preis für den zweiten Medienkonverter plus den für das LAN-Kabel berücksichtigen, kommen Sie auf den selben Preis. Und ich kann Ihnen versichern, dass die SotM Lösung hierbei die Nase vorn hat. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Switches mit SFP, die aber dann preislich schon in einer ganz anderen Liga spielen.
Noch ein Tipp:
Durch das Angebot „DUAL“ von ADOT sparen Sie zusätzlich! Und wenn Sie sowieso auf Singlemode upgraden wollen, sollten Sie mich unbedingt vorher anrufen: 0208-671424
Der audiophile Switch
Sie werden sich denken können, dass es sich bei der am meisten gestellten Frage um diese hier handelt:
„Wieso sollte ich einen Switch einsetzen, wenn ich nur ein einziges Gerät daran betreiben will?“
Das kommt daher, dass Switches im IT-Bereich vor allem Port-Erweiterungen sind. Wir haben nur vier Buchsen an der Fritzbox, wollen aber acht Geräte anschließen? Also brauchen wir einen Switch, der uns mehr Anschlussmöglichkeiten bietet.
Und diese einfachen Switches von Netgear, D-Link und Co. machen denn auch nichts anderes, als zusätzliche Ports zur Verfügung zu stellen. Technisch gesehen, sind es „dumme“ Verteiler, die alles was ankommt an alle Ausgänge weiterleiten. Mehr können die nicht.
Silent Angel N16 LPS
Wer einen Anspruch darauf erheben will, seinem Switch die Bezeichnung „audiophil“ aufdrücken zu dürfen, der muss sich schon ein wenig mehr einfallen lassen, als in einem „dummen“ Billigteil ein paar Kondensatoren auszutauschen oder ihm ein besseres Netzteil zu verpassen.
Das Geheimnis eines audiophilen Switches liegt in seiner Konfigurationsmöglichkeit (also im Managen). Um managebar zu sein, muss er über die entsprechende Intelligenz verfügen. Und damit jetzt nicht jeder zuhause wild drauflos managen muss, sollten die notwendigen Einstellungen natürlich bereits vom Hersteller unveränderlich vorgenommen worden sein.
In Firmen kommt man gar nicht umhin, auf solche Switches zurück zu greifen und einen Administrator einzustellen. Der sorgt mit den richtigen Einstellungen dafür, dass zum Beispiel das Leistungsmerkmal „Telefonie“ Vorrang hat. Sollte also gerade eine aufwändige Datensicherung im Netz laufen, so wird sie sofort unterbrochen oder gedrosselt, wenn die Netz-Kapazitäten fürs Telefonieren nicht mehr ausreichen würden.
Im HiFi-Bereich liegen die Prioritäten natürlich an ganz anderer Stelle.Melco zum Beispiel verfährt (unter anderem) nach folgender Philosophie:
MELCO-S100 hinten (Model wurde durch den S-50 ersetzt)
Alles, was im Netz verschickt wird – also alle Daten – werden nach dem OSI-Schichtenmodell in kleine Pakete zerteilt und dann getrennt voneinander verschickt. Damit man weiß was drin ist und die Pakete am Ende wieder richtig zusammensetzen kann, bekommt jedes Paket einen „Aufkleber“ mit den beschreibenden Informationen.
Melco sorgt nun dafür, dass zu den audiophilen Ausgängen ausschließlich Pakete geleitet werden, in denen Musiksignale stecken. Alle anderen Pakete und Signale werden geblockt.Ein toller Nebeneffekt liegt darin, dass elektronisches Rauschen und andere Störungen ja von niemandem einen Aufkleber bekommen haben – und deshalb beim Melco-Switch auch nicht weitergeleitet werden.
Ob man diesen Aussagen so folgen möchte oder sie für Werbegeplapper hält, spielt am Ende überhaupt keine Rolle. Tatsache ist, dass das Klangbild durch einen Melco-Switch so sehr an Ruhe und Souveränität gewinnt wie mit keinem anderen Switch.
In unserem Portfolio finden Sie Switches von Silent Angel, English Electric, SotM und Dela (früher Melco)
Tipp:Überlegen Sie sich unbedingt vor dem Switchkauf, wie dieser ausgestattet sein soll.
Wir führen auch Switches mit LWL-Eingang oder BNC-Buchse für die Masterclock.Beides bringt klangliche Vorteile mit sich, aber lediglich der große SotM bietet uns beide Ausstattungsvarianten in einem Gerät.
Fassen wir unsere Erkenntnisse an dieser Stelle einmal zusammen:
Tauschen Sie die TAE-Dose gegen eine Ethernet-Doppeldose aus. (ab 10,- €)
Tauschen Sie das Kabel zum Router gegen ein gutes LAN-Kabel aus. (ab ca 80,- €)
Nutzen Sie einen guten Router (ab 150,- €)
Gönnen Sie dem Router ein audiophiles Netzteil (ab 300,- €) und ein gutes Stromkabel (ab 100,- €).
Stellen Sie den Router mindestens 3m von der Anlage entfernt auf. (0,- €)
Verbinden Sie die Anlage mit dem Router am besten über ein Glasfaser-System, zumindest aber mit einem audiophilen LAN-Kabel. (LAN: ab 80,- €, LWL ab 549,- €)
Setzen Sie einen audiophilen Switch ein (ab 400,- €)
Gönnen Sie auch dem Switch ein audiophiles Netzteil (ab 300,- €)
Verwenden Sie ausschließlich hochwertige, audiophile LAN-Kabel (ab 80,- €)
Und wie gut ist eigentlich WLAN?
Manchmal geht es einfach nicht (mehr) anders. Das Haus steht, die Wohnung ist frisch renoviert und man kann unmöglich wieder Wände aufreißen, nur um Kabel zu verlegen. Für diesen Fall hält AVM mittlerweile ganz hervorragende MESH-Repeater bereit. Sie werden per WLAN in unser Heimnetz eingebunden und verfügen ausgangsseitig über eine Ethernet-Buchse. Die Verbindung zu unserem Streamer oder Switch stellen wir dann also wieder mit einem guten LAN-Kabel her.Ein Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass wir mit WLAN eine völlige galvanische Trennung erreichen. Das kann manchmal von größerem Vorteil sein als ein gutes LAN-Kabel.
Um Himmels Willen nur kein PowerLAN!
Die Übertragung von Musiksignalen über unser Stromnetz ist wirklich an Übelkeit nicht zu überbieten. Wenn Sie wirklich gut Musik hören wollen, lassen Sie das bitte bleiben!
Eine zweite Fritz!Box statt Repeater?
Geht es nur um die Erweiterung oder Verbesserung des WLAN-Netzes, ist eine zweite Fritz!Box natürlich oversized. Ihre Komponenten sind:
Modem
Router
Switch
Telefonanlage
Anrufbeantworter
DECT-Server
WLAN-Server
Medien-Server
… uvm.
Das brauchen wir ja alles gar nicht, weshalb ein Repeater hier deutlich einfacher in das Netz zu bringen ist und auch noch weniger kostet.
Wer allerdings neben dem WLAN auch die DECT-Reichweite erhöhen möchte, der kann durchaus über eine zweite Box nachdenken, um nicht neben den WLAN-Repeatern auch noch DECT-Repeater im Haus verteilen zu müssen.
Und was ist mit einem ganz eigenen Netz (VLAN) ?
Nun, um ein getrenntes Netz für die HiFi-Anlage aufzubauen, muss man sich schon ein wenig in der Netzwerktechnik auskennen und natürlich die geeigneten Gerätschaften besitzen. Ist dies der Fall, brauchen Sie ganz sicher nicht meine Hilfe und auch nicht diesen Artikel.
Allen anderen empfehle ich das bleiben zu lassen, weil doch einige technische Hürden zu nehmen sind und das Ergebnis möglicherweise nicht das bringt, was Sie erreichen wollten.
Bleibt mir am Schluss nur noch auf eine wichtige Sache hinzuweisen, auf das
Phänomen des letzten Meters
Viele Kunden resignieren recht schnell, weil Sie merken, dass Sie meine Tipps nicht umsetzen können. Umbauarbeiten wären nötig, aber die will man nicht.
Andere Kunden glauben, dass sie etwas Gutes tun, wenn Sie das verlegte CAT 5, 6, 7-Kabel direkt mit dem Streamer/Roon-Core-Server verbinden, statt es in einer Netzwerkdose enden zu lassen.Nun, das mag einem logisch vorkommen – ist aber falsch.Im HiFi-Bereich gibt es etwas, was wir das Phänomen des letzten Meters nennen.
Diese Theorie besagt nichts anderes, als dass es relativ gleichgültig ist, wie gut eine Kabelverbindung ist, wenn einfach nur der letzte Meter gut ist.
Wer sich ein teures Stromkabel kauft, der wird von seinen Bekannten zu hören bekommen:
Vom Energielieferanten zu Deinem Haus liegen etliche Kilometer (klanglich miese) Stromkabel. In Deinem Haus liegen etliche Meter (klanglich miese) NYM-Kabel, aber Du glaubst jetzt, dass Du mit dem letzten Meter Stromkabel den Klang verbessern kannst!?
Genau so ist es!
Telefonkabel
Wir haben z.B. 30 Meter minderwertiges Telefonkabel verlegt. (60 Cent/m)Nutzen wir nun auf dem letzten Meter ein hochwertiges LAN-Kabel wie das Furutech LAN8 NCF, gleicht dieser letzte Meter die schlechten Eigenschaften der ersten 30m aus und beschert uns ein unglaublich transparentes und harmonisches Klangbild.
Probieren Sie es aus!
In der Praxis bedeutet das:
Selbst wenn in Ihrem Haus bereits einfache Telefonstrippen oder LAN-Kabel verlegt wurden, ist noch lange nicht alles verloren! Lassen Sie sie einfach in einer Anschlussdose enden.Verwenden Sie dann auf dem letzten Meter zur Komponente hin ein wirklich gutes Kabel und Sie werden sich wundern, wie viel besser das klingen wird.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Einrichtung und Optimierung Ihres Heimnetzes ein wenig helfen. Man kann das alles für Voodoo oder Humbug halten, oder es einfach mal ausprobieren.Jeder, der einige Tausend Euro in seine HiFi-Anlage gesteckt hat, der hat aus meiner Sicht die Pflicht dazu, mindestens den einen oder anderen Tipp zu befolgen und es wenigstens mal auszuprobieren. Denn ansonsten hätte er sich alles vorher sparen können.
Aber Vorsicht!Klang-Suchtgefahr! [...]
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1. August 2022HiFi-Handbuch / StreamingClock, Word-Clock, Master-Clock, Re-Clocking
In meinem Bericht “Clock, Word-Clock, Master-Clock, Re-Clocking” geht es heute darum, diese Begrifflichkeiten zu erläutern und ihre Unterschiede zu beschreiben.
Tipp:
Diese Inhalte finden Sie in dem Produktbeschreibungs-Artikel: MUTEC MC3+USB und REF10 SE120 – weltweit führende Digitaltechnik – Made in Germany im Zusammenhang mit den Geräten von MUTEC noch einmal.
Nachfolgend ein Foto vom MUTEC MC3+USB, der ein Re-Clocking durchführen kann.
Hinweis:
Dieser Bericht richtet sich nicht (!) an Fachleute oder technisch versierte Personen. Ich versuche hier, ein sehr kompliziertes Thema so einfach wie möglich darzustellen.
Die Clock
Das erste wichtige Stichwort lautet „CLOCK“ – zu übersetzen mit: Taktgeber.
Jedes Gerät und jede Baugruppe, die digitale Musiksignale zu verarbeiten haben, besitzen eine Clock und sind auf diese angewiesen.
„Der Takt macht die Musik“
… so sagt es eine alte, einfache Weisheit.
Doch ganz so einfach wie man sich die Sache vorstellt, ist das mit dem Takt gar nicht. Weder beim Musizieren, noch bei der digitalen Musik-Aufzeichnung.
Die Rolle des Takts in der Musik
Punkt 1: Der richtige (!) Takt (die Zählweise)
In der Musik kennen wir eine Menge unterschiedlicher Takte. Im europäischen Raum sind das vor allem der Drei-Viertel-Takt (Walzer) und der Vier-Viertel-Takt (z.B. Foxtrott).
Punkt 2: Die Geschwindigkeit – Beats per Minute (BPM)
Man kann jeden Takt schneller oder langsamer spielen. (wie beim Wiener Walzer oder Langsamen Walzer)
Punkt 3: Den Takt halten!
Ein Musiker sollte den gewählten Takt halten können, also nicht im gleichen Stück mal schneller und mal langsamer werden.
Punkt 4: Gemeinsam im Takt spielen
Immer dann, wenn mehrere Musiker gemeinsam Musik machen, kommt es nicht nur darauf an, dass sie den selben Takt (also z.B. einen Drei-Viertel-Takt) spielen, sondern auch darauf, dass sie ihn im Gleichtakt spielen. Um dies zu erreichen, richten sich kleinere Gruppen oft nach dem taktsichersten Musiker und größere Orchester benötigen einen Dirigenten.
Was bedeuten diese Erkenntnisse aus der Musikwelt für die digital aufgezeichnete Musik?
Vom analogen zum digitalen Signal
Um dies zu beantworten, müssen wir uns zunächst einmal vor Augen führen, wie ein analoges Musiksignal digitalisiert wird.
Schauen wir uns hierzu eine (ganz einfache) analoge Signalkurve an:
Im Vergleich dazu jetzt die Digitalisierung am Beispiel der CD-Auflösung:
Das Format einer CD liegt bei 16 Bit und 44.1 kHz, was bedeutet:
44.100 Mal pro Sekunde wird die analoge Signalkurve bei der Umwandlung in ein digitales Signal abgetastet.
44.100 Mal pro Sekunde (das ist die Zeitachse) wird also „nachgesehen“, an welcher Stelle (wie hoch/tief) die Kurve steht.
Um die Höhe (Dynamiktiefe) exakt zu bestimmen, arbeitet das CD-Format pro gelesener Information (Sample) mit einer Reihe aus 16 Nullen und Einsen, aus denen sich (rechnerisch!) 65.536 (= 2 hoch 16) verschieden hohe Pegelzustände ableiten lassen.
Beim High-Resolution-Audio-Format (24Bit bei 96 kHz) wird also sogar 96.000 Mal pro Sekunde eine 24-stellige Reihe aus Nullen und Einsen geschrieben und gelesen. Das sind (wieder rechnerisch!) 16.777.216 (= 2 hoch 24) verschieden hohe Pegelzustände pro Sample.
Obwohl diese theoretischen Möglichkeiten aus technischen Gründen nicht ausgenutzt werden, haben wir es hier mit unvorstellbar vielen Informationen zu tun und man sollte annehmen, dass das mit einer extrem hohen Klang-Qualität einhergehen sollte.
Leider ist das aber beim CD-Format noch nicht so ganz der Fall gewesen, weshalb heute noch viele Musikliebhaber (selbst “Digitalos”) den CD-Klang als zu „künstlich“ empfinden.
Ist digital also immer noch schlechter als analog?
Aus den Erfahrungen mit der CD heraus den Schluss zu ziehen, dass das digitale Format grundsätzlich und damit für „immer und ewig“ dem analogen Format unterlegen bleiben würde, war und ist von Grund auf falsch.
Heute stimmt das so einfach nicht mehr.
Zwar haben peinliche Dinge wie die MP3-Einführung in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass es mit der digitalen Musik-Qualität schlechter statt besser wurde, aber diese unrühmlichen Zeiten sind vorbei und wirken sich heute auf den anspruchsvollen Musikmarkt mit seinem HRA-Streaming-Angebot zum Glück nicht mehr aus.
Parallele zur Fotografie
In der Fotografie lag die wichtige Schwelle, ab wann der Mensch ein digitales Foto nicht mehr als solches entlarven kann, bei etwa 12 MP (MegaPixel). Als diese Auflösung möglich wurde, war das menschliche Auge nicht mehr in der Lage, bei einem ausgedruckten Fotoformat von etwa 10×15 cm einen Unterschied zwischen einem analog und einem digital produzierten Bild auszumachen.
Im HiFi-Bereich haben sich die Tonmeister auf das „Schwellen-Format“ 24 Bit bei 96 kHz geeinigt. Denn bei diesem Format ist der Mensch nun auch nicht mehr in der Lage, digital von analog zu unterscheiden. Und anders als bei den Behauptungen des Fraunhofer-Instituts zur MP3-Datei, entsprechen diese Aussagen diesmal auch der Realität.
Eine solche digitale Kurve sieht im bildlichen Vergleich dann so aus:
Fazit:
Wir wissen nun, dass ein analoges Signal beim Digitalisieren 96.000 Mal pro Sekunde abgetastet und die Höhe der Signalkurve durch eine 24 Bit “Wortbreite” beschrieben wird. (HRA-Format)
Mit diesem Wissen können wir uns jetzt etwas genauer anschauen, was beim Lesen eines digitalen Signals von Bedeutung ist.
Der Takt im digitalen System
Beginnen wir wieder mit dem Thema Takt an sich
Genau wie bei einer Musikgruppe, bei der ja auch alle wissen sollten, ob sie jetzt einen Walzer oder einen Foxtrott spielen werden, muss eine Komponente wissen, ob sie 44.100 Mal/Sekunde die 16Bit-Samples auslesen muss oder 96.000 Mal die 24Bit-Samples.
(… oder ein anderes Format)
Nun – diese Aufgabe sollte schnell erledigt sein. Eine in der Datei eingebettete Info genügt hier.
Die Takt-Formate bei der digitalen Musikspeicherung
Im Audio-Bereich finden wir heute üblicherweise die beiden Frequenzreihen 44,1 kHz, 88,2 kHz, 176,4 kHz und 48 kHz, 96 kHz, und 192 kHz.
Wobei auffallen sollte, dass sich die beiden Frequenzen 44,1 kHz und 48 kHz parallel zueinander immer schrittweise verdoppeln. Leider passen die beiden Frequenz-Reihen mathematisch überhaupt nicht zusammen, was Digital-Analog-Wandlern Probleme bereitet und was daher bereits eine Ursache für ein nicht so tolles Klangbild sein kann.
Will man eine Audio-Datei aus der einen Frequenzreihe in eine Frequenz aus der anderen Reihe umwandeln, führt das unweigerlich zu Qualitäts-Verlusten, wie wir sie von minderwertigen DA-Wandlern kennen.
Bessere Wandler arbeiten deshalb mit zwei (!) optimierten Clock-Frequenzen und schalten je nach zugeführtem Format zwischen ihnen hin und her. Das ist dann manchmal dieses Klicken, was wir zwischen den Titeln hören können.
Kommen wir zu den Themen „Geschwindigkeit“ und „im Takt bleiben“.
Die Takt-Geschwindigkeit sollte uns theoretisch gar keine Sorgen machen können, ergibt sie sich ja logischerweise aus der verwendeten Frequenz. Schließlich reden wir hier z.B. von 96.000 Mal pro Sekunde – was man in der Musik wohl mit BPM (Beats per Minute) beschreiben würde.
Dass dieser Lese-Takt stabil bleiben muss, versteht sich von selbst, denn schon minimalste Abweichungen führen zum Daten-Chaos und das System liest den falschen Sample oder nur Unsinn!
Die kleinsten Zeitfehler, oft auch mit “Taktzittern” bezeichnet, nennt man “Jitter”. Dass auch sie die Klangqualität nicht gerade verbessern, dürfte einleuchten.
Jitter kann sich aber nicht nur beim Lesevorgang ergeben, sondern auch auf dem kompletten Signalweg. Ein schlechtes Kabel, eine minderwertige Buchse … und die Jitterwerte steigen an. Das kann sogar zu hörbaren Störungen oder zum Totalausfall des Signals führen.
Nun zum Thema „Gleichtakt“
Für einen einzelnen, taktsicheren Musiker ist dieses Problem nicht vorhanden und für eine einzelne, hochwertige digitale Komponente eben auch nicht.
Das ändert sich hier wie dort, wenn mehrere Musiker/Komponenten zusammen Musik machen sollen.
Genau in diesem Moment kommt es nämlich nicht nur darauf an, dass sie beide den gleichen Takt einhalten, sondern sie müssen ihn auch “synchron”, also im Gleichtakt einhalten. Das ist ein großer Unterschied!
Wir wollen: Eins-Zwei-Drei, Eins-Zwei-Drei … und zwar von allen Musikern!
und nicht Eins-Eins-Zwei-Zwei-Drei-Drei-Eins-Eins-Zwei-Zwei-Drei-Drei… 🙂
Damit das funktioniert, ernennt sich das digitale Quellgerät, z.B. der CD-Transport, zum “Master” und degradiert alle nachfolgenden Komponenten-Clocks zu “Slaves”.
Der CD-Transport wird also zum Dirigenten, dem alle Musiker (Clocks) zu folgen haben.
Lassen Sie sich nun aber bitte nicht dadurch verwirren, dass sich der CD-Transport zum “Master” ernennt. Deshalb wird er noch lange nicht (!!) zur “Master-Clock”! Dazu später mehr.
Master – Slave
Im technischen Bereich werden diese beiden Begriffe schon immer gerne genutzt. Man kann mit ihnen zum Ausdruck bringen, dass es das eine Gerät gibt, was etwas „zu sagen hat“ (Master) und andere, die auf das zu hören haben, was vom Master bestimmt wird. Das sind dann die Slaves.
Durch diese Methode können sich die Clocks digitaler Musik-Komponenten auch ohne eine Master-Clock synchronisieren, was eine zwingende Voraussetzung für die klanggetreue Musikwiedergabe darstellt.
Nach so viel Takt sollten wir uns jetzt vielleicht noch einmal einige weitere Punkte etwas genauer betrachten.
Sorry – aber noch ein wenig Theorie muss sein.
Was ist eigentlich eine Clock?
Die Clock ist ein Taktgeber. Für diesen Baustein greift man auf Schwing-Quarze zurück.
Diese Quarze gibt es in natürlicher und in künstlich hergestellter Form. Die Herstellung ist in beiden Fällen kompliziert und bei den angegebenen Schwingungsfrequenzen handelt es sich in der Regel um Circa-Werte, die im Nachhinein auch nicht mehr verändert werden können. Den HiFi-Entwicklern fällt daher die schwierige Aufgabe zu, sowohl Quarze zu selektieren, als auch durch eine entsprechende elektronische Regelung dafür zu sorgen, dass am Ende brauchbare Frequenzen vorhanden sind.
Mehr über Schwing-Quarze finden Sie im Netz, z.B. auch bei Wikipedia.
Bestimmt die Clock also die Qualität einer digitalen Komponente?
Da wir in Digital-Komponenten sowohl bei den Quarzen als auch bei den Regelungen auf unterschiedliche Qualitäten stoßen, kommt es in der Praxis tatsächlich zu unterschiedlichen Klang-Ergebnissen und damit eben auch zu Qualitätsunterschieden.
Manche Hersteller setzen bei den Quarzen extrem aufwändige Selektionsverfahren ein, die sich dann natürlich später im Preis der Komponente widerspiegeln.
Word-Clock
Dies ist kein elektronischer Baustein!
Mit Word-Clock bezeichnet man die Frequenz und die Wortbreite, mit der ein analoges Signal digitalisiert wurde. Also z.B. 44,1 kHz bei 16 Bit (CD-Format).
Ein Solitär (CD-Player, All-in-One-Streamer …) kann diese Informationen aus der digitalen Datei herauslesen und sich unabhängig von anderen Komponenten darauf einstellen.
Kommt es zu einer mehrteiligen Geräte-Kombination, übernimmt (wie wir bereits wissen) das Quellgerät (z.B. der CD-Transport) die Aufgabe eines Masters und sorgt nicht nur dafür, dass alle Clocks in den nachfolgenden Geräten die Information über den Takt (z.B. 44,1 kHz) erhalten, sondern auch dafür, dass sie mit seiner Clock im Gleichtakt schwingen.
Die Master-Clock
Die Master-Clock ist immer eine externe Komponente mit Anschlüssen für mehrere digitale Geräte.
Sie ist sozusagen der Dirigent, der allen Komponenten (Musikern) den korrekten Takt vorgibt.
Und genau wie in einem Orchester sorgt auch hier der Dirigent dafür, dass taktschwache Musiker oder in unserem Fall minderwertige Clocks die hohe Qualität der Master-Clock übernehmen und somit Präzisionsleistungen vollbringen, zu denen sie ohne die Master-Clock niemals in der Lage wären.
Hierdurch erklärt sich auch, dass selbst eine einzelne (!) Komponente, die wir an eine Master-Clock anschließen, sofort mit einem besseren Klangbild reagiert. Auch ein einzelner taktunsicherer Musiker würde ja von einem Dirigenten profitieren.
Re-Clocking am Beispiel des MUTEC MC3+USB.
Während eine Master-Clock den Dirigenten darstellt, der allen Musikern den korrekten Takt vorgibt, kümmert sich der MC3+USB darum, den instabilen und unsauberen Takt eines einzelnen “Musikers” zu berichtigen.
Verbinden wir das USB-Kabel des Quellgeräts (heute meistens des Streamers) mit einem Re-Clocker, trennt dieser im ersten Schritt die Audio-Bit- von den Taktsignalen und verwirft dann die eingegangenen Taktsignale komplett. Inklusive Störungen, Rauschen und Jitter.
Im zweiten Schritt baut er sie dann wieder neu auf.
Zu USB:
Immer noch werden die USB-Schnittstellen vor allem von DAC- Entwicklern als minderwertig betrachtet und daher vernachlässigt. Auch bei Herstellern halten sich eben manche Vorurteile hartnäckig über eine sehr lange Zeit. Und so lange schlechte USB-Schnittstellen verbaut werden, kann sich an diesem Vorurteil auch nichts ändern. Ein Teufelskreis!
Dem entgegen steht die Tatsache, dass immer mehr Quellgeräte auf USB setzen, auch im Hochpreis-Sektor. Wodurch die DAC-Entwickler gezwungen werden nachzubessern.
Re-Clocker wie der MUTEC MC3+USB kann auch da so ein Retter in der Not sein, da er eingangsseitig mit USB und ausgangsseitig mit AES/EBU, Coax, Toslink und BNC arbeitet.
Zusammenfassung:
Seitdem wir durch das Streaming Zugang zu High-Resolution-Audio-Dateien erhalten haben und sich damit die digitale Musik stolz und gleichwertig neben der analogen Musik positioniert, werden auch die wahren Problemstellen einer digitalen Kette immer deutlicher und können so gezielt bekämpft werden.
Während wir beim Plattenspieler kritische Punkte wie die Entkoppelung, die Justage, den elektrischen Abschluss usw. kennen, treffen wir beim digitalen Equipment auf das Thema „Takt“.
Und wer der analogen Klangqualität endlich eine digitale Wiedergabe auf “Augenhöhe” entgegensetzen will, der sollte sich um dieses Thema kümmern. [...]
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17. April 2022HiFi-HandbuchMuss man HiFi-Geräte ausphasen?
In meinem Bericht „Muss man HiFi-Geräte ausphasen?“ gehe ich auf Sinn und Unsinn dieser Maßnahme und spezieller Messgeräte für das Ausphasen von HiFi-Komponenten ein.
Hinweis:
Dieser Bericht bezieht sich allein auf Deutschland. In anderen Ländern gibt es unterschiedliche Versorgungs- und Steckerarten und daher auch abweichende Vorgehensweisen.
Die richtige Phase – worum geht es eigentlich?
Elektrogeräte beziehen ihren Wechsel-Strom über ein Stromkabel und dieses steckt üblicherweise mittels eines genormten Schutzkontakt-Steckers in der Schutzkontakt-Steckdose.
Ganz einfach ausgedrückt gibt es in der Steckdose „Plus“, „Minus“ und „Masse“.
Wer sich etwas besser auskennt, wird jetzt rufen: „Plus und Minus gibt es nicht beim Wechselstrom, das nennt sich Phase und Null!“.
Ich habe hier aber nicht vor, Ihnen in diesem Bericht die Funktionsweise eines Wechselstromnetzes oder die Nomenklatur eines Elektrikers zu erläutern – dafür gibt es Literatur von viel kompetenteren Leuten als mich.
Von Bedeutung für diesen Bericht ist einzig und allein die Feststellung, dass wir einen Schukostecker in zwei (!!) Variationen in eine Steckdose stecken können. Wir können ihn nämlich herausziehen, um 180° drehen und seine beiden Stifte passen wieder hinein.
Und ob wir nun „Plus und Minus“ sagen oder „Phase und Null“ – mal liegt Plus/Phase an dem einen Stift an und mal an dem anderen.
Dadurch fließt der Strom aber nicht etwa das eine mal so und und das andere mal anders herum, sondern der Strom fließt immer hin und her – denn es ist ja Wechselstrom.
Elektrisch gesehen ist es daher auch vollkommen gleichgültig, in welcher Stellung der Schuko-Stecker in der Dose steckt, denn funktionieren wird das Gerät immer. Wäre ja auch ein ziemlich blödes System, wenn es nicht so wäre.
Geräte, bei denen es aber doch auf eine korrekte Phase ankommt (wie zum Beispiel bei Ihrer Heizungsanlage) dürfen auf keinen Fall (!) über einen Schukostecker betrieben werden!!
Solche Geräte haben ein Anschlussfeld und dort ist zwingend Phase auf Phase und Null auf Null aufzulegen – sonst funktioniert es nicht oder es geht sogar kaputt.
Also – wenn dann ja doch beides funktioniert – was ist dran an der Aussage, HiFi-Geräte müssten ausgephast werden?
Gehäuse-Potentiale – ein Erklärungsversuch.
Immer wieder ließt man darüber, dass man das Gehäusepotential messen und berücksichtigen soll.
Sicher ist Ihre Hand schon mal über eine HiFi-Komponente geglitten und Sie hatten das Gefühl, dass dort eine gewisse elektrische Spannung zu spüren war.
Und genau darum geht es bei dieser Theorie.
Diese Spannung nennt man “Gehäuse-Potential” – also eine Spannung auf dem Gehäuse, die aber bei einem intakten Gerät vollkommen harmlos sein sollte.
Wenn zwei HiFi-Geräte mit unterschiedlich hohen Gehäuse-Potentialen z.B. über ein Cinch-Kabel miteinander verbunden werden, entsteht so etwas, was wir bei Flüssigkeiten von den „kommunizierenden Röhren“ kennen. Egal, wie viel wir in die eine Röhre hineinschütten, immer werden wir in beiden Röhren die selbe Menge Flüssigkeit haben.
Und das funktioniert vom Prinzip her genau so bei HiFi-Komponenten.
Wenn also nun von dem Gerät mit der höheren Gehäusespannung etwas davon über das Cinchkabel in das Gerät mit der niedrigeren Gehäusespannung fließt, haben wir einen Stromfluß durch das Cinch-Kabel – zusätzlich zu unserem Musiksignal – denn auch das ist ja eine elektrische Spannung.
Da die Höhe des Gehäusepotentials auch noch entsprechend der gespielten Musik schwankt, schwankt auch die Menge des Potentialausgleichs.
Und wie soll der Verstärker herausfinden können, was nun vom CD-Player als Musiksignal kommt und was als Potentialausgleich? Antwort: Kann er nicht! Oder zumindest nicht gut.
Aus diesem Grund gibt es immer wieder Versuche, diesen Potentialausgleich über die Stromkabel und eine entsprechende Verteilerleiste oder über zusätzliche Kabelverbindungen zwischen den Geräten und der Erdung unserer Wandsteckdose hinzubekommen.
Manchmal bringt das auch einen Vorteil, aber manchmal holen wir uns auch ein mächtiges Gerätebrummen in unsere Anlage und müssen dann wieder dafür sorgen, dass wir die störenden Verbindungen trennen.
Die sicherste Methode ist da immer noch die, die wir uns von den Musikern abgeschaut haben – nämlich die symmetrische Kabelverbindung.
Hierbei fließen die Musiksignale durch zwei identisch aufgebaute „Innenleiter“ und über einen dritten Leiter findet die Koppelung der beiden Gerätemassen statt.
Diese Lösung setzt allerdings das Vorhandensein von XLR-Buchsen voraus, die leider noch nicht zum Standard geworden sind.
Die Cinch-Verbindung ist deshalb aber noch lange nicht die Schuldige!
Selbst wenn es uns gelingt, die Gehäuse-Potentiale auf ein Minimum zu senken und wenn wir dann auch noch dafür sorgen, dass zusätzliche Masse-Kabel für einen Ausgleich sorgen, so können sich doch immer noch Klangunterschiede durch das Ausphasen ergeben. So schön es auch wäre, aber da scheint es doch auch noch andere Gründe zu geben.
Welche Lösungen zum korrekten Ausphasen gibt es?
Messgeräte
Angefangen hat alles in den 80-er Jahren mit dem Namiki Direction-Finder. In der Praxis kaum zu gebrauchen – aber zumindest ein Versuch. Heute kann sich der engagierte HiFi-Freak Hilfs-Geräte zwischen 60,- € und fast 2.000,- € zulegen, die ihm die „ganz einfache“ Lösung dieses Problems versprechen.
Doch muss ich mich da leider als Spielverderber betätigen. Legen Sie sich nämlich zwei verschiedene Messgeräte zu, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie zu gegensätzlichen Ergebnissen kommen. Selbst wenn Sie sich zwei identische Geräte gleichzeitig kaufen und sie nacheinander nutzen, passiert es immer wieder, dass sie unterschiedliche Ergebnisse anzeigen.
Sonstige Hilfsmittel
Fast jeder hat so ein „Leitungssuchgerät“ zuhause, was stromführende Leitungen finden kann, damit wir nicht direkt in sie hineinbohren.
Halten wir nun ein Plastik-Lineal an das Gehäuse des zu messenden Gerätes, können wir mit dem Leitungssucher am Lineal in Richtung HiFi-Komponente gleiten und uns merken, wann der Leitungssucher einen Ton von sich gibt.
Dann schalten wir die Komponente aus, drehen ihren Schukostecker und schalten sie wieder ein.
Nun wiederholen wir die Messung.
Die Steckerstellung, bei der wir uns der Komponente weiter nähern können, bei der das Messgerät also später piept, die wäre die korrekte Stellung, die wir nun kennzeichnen können.
Kann der Hersteller nicht gleich die korrekte Phase kennzeichnen?
Fragt man Hersteller nach der korrekten Phase, hört man nicht selten: „Ist egal!“.
Manchmal gibt es für diese Aussage einen echten technischen Hintergrund – manchmal ist es fast so etwas wie Resignation und ein andermal stimmt es einfach so.
Am Ende funktioniert nur, sich das anzuhören.
Doch sagen Sie das mal Ihrem Kunden!
Der Deutsche ist pedantisch und will es richtig machen.
Sich auf sein Gehör verlassen zu müssen – das lässt er nicht gelten.
„Man muss es doch richtig machen können!“.
Lassen Sie mich hierzu ein Beispiel aus der Praxis bringen:
Ich hatte in den 80-er Jahren einen Pioneer PD95 CD-Player in Zahlung genommen.
Beim ersten Hören war der Klang eine Katastrophe!
Der Mund des Sängers war so groß wie das Maul eines Walfisches und reichte vom linken bis zum rechten Lautsprecher.
Es fehlte alles, was man mit dreidimensionaler Wiedergabe hätte bezeichnen können.
Das Umdrehen des Schukosteckers (Ausphasen) führte zu einer erstaunlichen Wendung.
Der Mund des Sängers hatte nicht nur wieder eine natürliche Größe, sondern war auch dreidimensional im Raum klar zu positionieren.
Da der Pioneer sich also wunderbar dazu eignete, Veränderungen der Phase klanglich deutlich zu machen, habe ich ihn genutzt, um mit ihm zu experimentieren. Geräte zum Ausphasen gab es damals nur von einigen „Bastelbuden“ oder eben von Namiki.
Das Leitungssuchgerät allerdings kam dabei noch am sichersten zu den immer gleichen Ergebnissen. Unabhängig davon, ob der CD-Player schon mit dem Verstärker verbunden war oder nicht. Das sah bei den “gebastelten” Teilen leider anders aus.
Wobei man jetzt darüber streiten kann, ob sie nicht genau deswegen die korrekteren Werte angezeigt haben. Denn auch heute noch gibt es unterschiedliche Einstellungen zu der Frage, ob die zu messende Komponente während der Messung bereits mit anderen Komponenten verbunden sein darf oder nicht.
Wie unsinnig diese ganze Messerei gewesen ist, ergab sich aus der Tatsache, dass die korrekte Phase je nach verbundenem Verstärker durchaus mal wechselte.
Hatte ich den PD95 mit einem Mark Levinson-Verstärker verbunden, musste er anders ausgephast werden als in der Kombination mit einem Verstärker von z.B. Bryston.
Wurden dann weitere Komponenten an den Verstärker angeschlossen (Phonoteil, Tuner …), konnten die Klangunterschiede größer oder geringer werden.
So groß der Klangunterschied beim PD95 auch sein konnte und meistens auch war – in bestimmten Kombinationen war davon nicht mehr viel zu hören.
… und deshalb vermutlich auch nicht immer exakt zu messen.
Im Ergebnis …
blieb nur die Erkenntnis, dass wir uns zwar Hilfsmittel oder Messgeräte zulegen können, diesen aber auf keinen Fall blind vertrauen dürfen. Und kommt unser Gehör zu einem anderen Ergebnis als unser Messgerät – dann sollten wir doch lieber auf unser Gehör vertrauen!
Fehlendes Selbstvertrauen oder Bequemlichkeit?
Immer wieder erlebe ich, dass Kunden die Aussage nicht gefällt, sie sollten sich das einfach anhören.
Besteht eine Anlage aus fünf Komponenten, so ergeben sich daraus (wenn ich richtig rechne) 2x2x2x2x2 Variationen, was wohl auf 32 hinaus läuft.
Viele Kunden bezweifeln aber, dass sie den Unterschied zwischen 2 Variationen, also wie beim berühmten A/B-Vergleich erhören können. Bei 32 Kombinationen – streicht wohl wirklich jeder die Segel.
Lösung in Sicht?
Zum Glück sind bei vielen Komponenten die erzielbaren Klangunterschiede durch das Ausphasen kaum auszumachen. Bei diesen Geräten kommt es also tatsächlich nicht darauf an, ob der Stecker „richtig“ oder „falsch“ in der Steckdose steckt.
Sich darauf verlassen, sollte man aber eher nicht!
Meine Lösung
Schritt 1 – der Kaltgerätestecker gibt es vor!
Es gibt so etwas wie eine Norm bei der Polung des Kaltgerätesteckers:
Blicke ich auf eine Kaltgerätebuchse im Gerät und stelle mir den mittleren Stift als „Mund“ und die beiden anderen Stifte als „Augen“ eines Smileys vor, dann ist dessen rechtes Auge der Stift auf den die Phase gehört.
Blicke ich also auf die Löcher im Kaltgerätestecker, dann muss auf dem linken Auge Spannung zu messen sein.
Am einfachsten misst man das mit einem berührungslosen Spannungsmesser. Erstens sind die Schlitze im Kaltgerätestecker oft zu klein, um mit einem normalen Spannungsprüfer hinein zu kommen und zweitens ist das deutlich ungefährlicher.
Wenn ich die richtige Phase gefunden habe, kann ich mit einem Lackstift den Schukostecker und die Wandsteckdose kennzeichnen und mir später die Arbeit erleichtern.
Damit habe ich theoretisch meine HiFi-Geräte „normgerecht“ ausgephast und eine gute Ausgangslage für meine Hörtests geschaffen.
Schritt 2 – anhören.
Um diesen Schritt kommen wir einfach nicht herum. Aber wir hören uns jetzt nicht etwa 32 (oder mehr) Varianten an, sondern wir gehen folgendermaßen vor.
Wir beginnen bei den Quellgeräten.
Also zum Beispiel beim CD-Player.
Und jetzt hören wir uns beide Steckerpositionen in Ruhe an.
Dabei achten wir vor allem auf die Fokussierbarkeit, auf die Größenabbildung, auf die dreidimensionale Darstellung.
Rechnen Sie nicht damit, dass sich eine Stimme oder der Klang eines Instruments verändert!
Hören Sie keinen Unterschied, stecken Sie den Stecker wieder so in die Steckdose „wie er laut Norm“ hinein gehört.
So gehen wir bei allen Quellgeräten vor, dann bei Zwischengeräten (z.B. Phonoteil oder DAC) und am Schluss beim Vorverstärker und beim Endverstärker, bzw. bei den Aktivboxen.
Monoblöcke oder Aktivboxen sollten natürlich immer identisch angeschlossen sein, weshalb wir sie gemeinsam umphasen müssen.
Was bringt mir das?
In vielen Fällen werden Sie bei diesem Hörtest kaum einen Unterschied hören können. Dann sollten Sie sich auch von niemandem erzählen lassen, dass Sie unbedingt ein Messgerät zum besseren Ausphasen benötigen!
Wenn es keinen Unterschied gibt – was sollen wir dann messen?
Manchmal werden Sie einen Unterschied hören, sich aber nicht sicher sein, was „besser“ ist. Hier kommen Sie nicht umhin, in den nächsten Tagen einfach mal über eine längere Zeit hinweg die eine und dann die andere Stellung zu testen.
Niemals A/B-Vergleiche machen!!!
A/B-Vergleiche sind extrem nutzlos.
Sie zeigen uns nur die Unterschiede zwischen A und B und sagen nichts über die tatsächliche Qualität aus.
So kann Ihnen ein furchtbar aggressiver Klang als angenehm harmonisch erscheinen, wenn das Ergebnis B noch viel aggressiver klingt.
Stattdessen sollten Sie wirklich über mehrere Tage die eine Position und dann über mehrere Tage die andere Position testen.
Ist das Ergebnis dagegen ziemlich eindeutig – dann sollten Sie auch das Selbstbewusstsein haben, diese Stellung zu wählen.
Es spricht ja nichts dagegen, es nach einigen Tagen ruhig mal wieder anders zu probieren.
Merke:
Ein gutes Klangergebnis ergibt sich niemals (!!) aus der Tatsache, dass man irgendwas gemessen hat oder irgendwelchen Faustformeln gefolgt ist.
Ein gutes Klangergebnis will erarbeitet werden.
Hören Sie – hören Sie – hören Sie!
Wenn Sie wirklich keinen Unterschied hören können – hilft Ihnen auch das teuerste Messgerät nicht. Wenn Sie ihn hören, dann vertrauen Sie ihrem Gehör und keinem Messgerät! [...]
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13. Dezember 2021HiFi-HandbuchWas tun, wenn es im Lautsprecher brummt?
Immer mal wieder erreicht uns die Anfrage: „Was tun, wenn es im Lautsprecher brummt?“ und deshalb will ich in diesem Bericht mal etwas näher auf dieses Problem eingehen.
Was sich Gewerbetreibende für ihr Geschäft sehnlichst wünschen, nervt HiFi-Freaks ganz gewaltig: Es brummt!
Und wie bekommen wir das wieder weg?
Vorab:
Jedes an unser Stromnetz angeschlossene Audiogerät brummt und rauscht.
Allerdings sollte davon im Normalfall wenig bis fast gar nichts im Lautsprecher zu hören sein.
Rauscht aber doch!?
Rauscht es doch, dann liegt es entweder daran, dass wir den Verstärker ohne ein anliegendes Musiksignal zu laut „aufgedreht“ haben, dass eines der betriebenen Geräte mehr rauscht als üblich oder dass der Verstärker und die Lautsprecher nicht miteinander harmonieren. Im letzten Fall hat der Lautsprecher eine zu hohe Empfindlichkeit. Daran muss man sich entweder gewöhnen oder die Boxen wechseln.
Damit ist das Thema „Rauschen“ aber auch schon so gut wie abgehandelt.
Brummt aber doch!?
Brummt es dagegen hörbar im Lautsprecher, dann kann das Tausend und einen Grund haben.
… und die Suche nach der Ursache recht schwierig werden.
Um erahnen zu können, wo man wohl mit der Suche starten sollte, will ich Ihnen hier ein paar Tipps geben.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen:
Einstreuungen durch das Stromnetz
Einstreuungen „durch die Luft“
Defekte Kabel oder Buchsen
Das Zusammentreffen von Potentialen
Erdungsbrummen
Einstreuungen durch das Stromnetz
Unser Stromnetz ist „schmutzig“.
Wer noch ein 30 bis 40 Jahre altes Babyphon zur Verfügung hat, der kann sich diesen „Schmutz“ ganz einfach mal anhören.
Schaltknackser irgendwo im Haus knallen regelrecht durch das Babyphon und ein permanentes Prasseln, Gurgeln, Zischen und noch viel mehr untermalen das Eigenrauschen dieser Geräte.
Diese Störgeräusche beeinflussen unsere Audio-Geräte, weshalb der Zubehörmarkt heute reichlich „Hilfsmittel“ bereit hält. Das Brummen im Lautsprecher verhindern sie jedoch meistens nicht.
Es sind die Trafos!
Trafos verursachen vielfach Brummeinstreuungen ins Stromnetz. Und wenn man etwas dimmen kann, wie z.B. bei einer Stehlampe, dann steigert sich das noch. Selbst diese stylischen Plattenspielerlampen (damit man die Nadel an die richtige Stelle setzt) sind nicht selten der Verursacher von Brummgeräuschen.
Schwierig wird das Finden des Verursachers dadurch, dass diese Trafos oft auch im scheinbar ausgeschalteten Zustand (standby) noch Störungen verursachen und nur das Ziehen des Steckers Klarheit bringt.
Lösung:
Gehen Sie auf die Suche nach Trafos in Stehlampen, Vitrinenbeleuchtungen, Deckenstrahlern, Dimmern, Aquarien …
Denken Sie dabei auch an benachbarte Räume und vor allem auch an die Zimmer, die hinter der Wand liegen, an der die Stereoanlage aufgestellt ist.
Einstreuungen „durch die Luft“
Elektrische Geräte erzeugen manchmal ein ziemlich starkes Störfeld.
Geraten empfindliche Audiogeräte in solch ein Störfeld, nehmen sie die Störungen auf und verstärken sie – schon brummt es im Lautsprecher.
Stellen wir zum Beispiel unseren Phonoverstärker auf eine Komponente – vielleicht sogar genau dort hin, wo im Gehäuse der Trafo sitzt – oder stellen wir die Plattenspielerlampe direkt auf das Phonoteil – dann ist ein Brummen durch Einstreuungen mit Sicherheit zu erwarten.
Lösung:
Solche Ursachen finden wir recht schnell. Wir müssen es nur mal „brummen lassen“, dann unsere Geräte und/oder Kabel etwas bewegen und darauf lauschen, ob sich das Brummen verändert. Ist dies der Fall, haben wir schon den Verursacher gefunden, Wir müssen die beiden Geräte jetzt nur noch weit genug voneinander trennen.
Schwieriger zu ermitteln ist es, wenn das Brummen durch parallele Leitungen (Induktion) verursacht wird.
Manchmal meint man es einfach zu gut. Da wird ein Kabelkanal gelegt und dann kommen alle möglichen Kabel gemeinsam in diesen Schacht hinein. Vielleicht ist sogar das eine oder andere Stromkabel dabei.
So „schön ordentlich“ das dann auch aussehen mag – es verursacht aber vielleicht auch das Brummen.
Defekte Kabel oder Buchsen
Lange Zeit war alles in Ordnung, doch auf einmal wird man so ein Brummen nicht mehr los?
Nicht selten hat sich einfach ein Stecker gelöst und sitzt nicht mehr richtig in der Buchse. Diese Cinch-Stecker mit ihren „Bohrfutterhüllen“ sind toll, aber den einen zieht man linksrum fest den nächsten rechtsrum. Und wenn man dann vor der Anlage steht, weiß man gar nicht mehr, wie rum man drehen muss. Schon sitzt alles derart fest, dass man nur noch mit Gewalt voran kommt.
Ruckzuck ist es passiert. Die Cinchbuchse dreht sich mit. Im Gerät wickeln sich die dünnen Käbelchen umeinander, bekommen Kontakt oder reißen einfach ab.
Reißt der „heiße“ Leiter – ist der Kanal tot. Beim zweiten Leiter spielt die Musik einfach weiter, denn den fehlenden Kontakt holt sich das Gerät dann eben vom anderen Stereo-Kanal.
Allerdings stellt sich dann auch gerne so ein Brummen ein.
Manchmal verschwindet es, sobald wir den Eingang am Verstärker umschalten, manchmal aber auch leider nicht.
Das Zusammentreffen von Potentialen
Den Begriff Potentiale zu erklären, würde an dieser Stelle zu weit reichen. Die Erläuterung dazu finden Sie im Bericht „Erdung und Potentiale“ in meinem HiFi-Handbuch (wenn es denn mal fertig ist).
Zu unterschiedlichen Potentialen kann es kommen, wenn wir verschieden geerdete Netze miteinander koppeln.
Unser Stromnetz ist das eine geerdete Netz. Der Kabelanschluss für TV und Radio kann das zweite Netz sein. Über das Antennenkabel führen wir beide Netze zusammen.
So eine Brummquelle entlarven wir also ganz einfach durch das Abziehen der Antennenkabel an allen Geräten, die mit unserer Stereoanlage verbunden sind.
Lösung
Der Elektrohandel hält für dieses Problem Mantelstromfilter bereit. Am besten schildern Sie dem Verkäufer Ihr Problem exakt, denn es gibt recht unterschiedliche Mantelstromfilter.
Erdungsbrummen
Eine sehr häufige Brummquelle ist das Erdungsbrummen.
In Deutschland haben wir so genannte Schutzkontakt-Steckdosen mit insgesamt drei Kontakten (Polen).
Für gewöhnlich nennen wir sie Plus – Minus – und Erde, was aber falsch ist. Die korrekte Bezeichnung lautet Aussenleiter (oder Phase), Neutralleiter und Schutzkontaktleiter.
Die Erdung ist für den Betrieb eines Elektrogerätes nicht zwingend erforderlich, es funktioniert auch ohne – sie kann uns aber das Leben retten, wenn mal etwas nicht in Ordnung ist.
Trotzdem gibt es auch Geräte, die lediglich einen zweipoligen Flachstecker (Eurostecker) besitzen und damit keinen Kontakt zum Masseleiter (Erdung) erhalten.
Ist dadurch die Betriebssicherheit gefährdet?
Den Punkt Betriebssicherheit will ich hier nicht aufgreifen, da die Verwendung der richtigen Kabel und Stecker nicht nur ein weites, sondern in Fachkreisen auch gerne kontrovers diskutiertes Thema ist. Von richtig, falsch oder gar gefährlich zu sprechen, ist hier also nicht relevant.
Ist der Klang gefährdet?
Ganz sicher ja! So lange wir Audiogeräte mit zweipoligen Kabeln (Cinch) verbinden, fließen nicht nur die Musiksignale durch diese Kabel sondern es findet auch der Potentialausgleich von einem Gerät zum anderen über die gleichen Leitungen statt. Und das kann nicht gut sein. Um für eine solide und ungestörte Musiksignal-Übertragung zu sorgen, müssten wir auf dreipolige Kabel und Steckverbindungen zurückgreifen. Aber dann auch vollständig – nicht nur hier und da mal eine. Im PA- und hochpreisigen Audiobereich finden wir deshalb überwiegend die dreipoligen XLR-Verbindungen.
Doch auch das ist hier nicht unser Thema.
Zu viel Erde – zu wenig Erde
Uns geht es darum, dass wir durch die Beschaffenheit der Geräte, der Stromkabel, Stecker und Audioverbindungen immer mal wieder mit einem kräftigen Brummen im Lautsprecher konfrontiert werden.
Und die korrekte Frage lautet dann: Haben wir jetzt eigentlich zu wenig Erdung oder zu viel?
Das Komplizierte daran:
Beide Zustände können das Brummen hervorrufen.
Unser Phonokabel am Plattenspieler hat in der Regel einen zusätzlichen Masseleiter, den wir sowohl am Plattenspieler als auch am Verstärker an den dafür vorgesehenen Erdungsklemmen anzuschließen haben.
In den meisten Fällen verschwindet dadurch das Brummen auf der Stelle.
Es kommt aber auch hin und wieder dazu, dass genau durch diese Masseleitung „zu viele“ Erdungspunkte in die Anlage gelangen. Hierdurch kommt es dann zu einer Brumm- oder auch Erdungsschleife.
Aber nicht nur die Masseleitung kann diese Brummschleife verursachen. Schon der Hersteller kann sie im Tonabnehmer bewusst legen.
Gerne wird nämlich der Minuspol des linken Kanals an Masse angelegt.
Er macht das in der Absicht, Brummprobleme zu verhindern, erreicht aber in manchen Anlagen genau das Gegenteil.
Zu der Erdung über den linken Kanal, die sich ja jetzt logischerweise mit dem Musiksignal bis hin in den Verstärker zieht, kommt es manchmal zu einer zweiten Erdung über das Tonabnehmergehäuse, das elektrischen Kontakt zur Headshell hat. Hat die Headshell wiederum leitenden Kontakt zum Tonarm und liegt dieser selbst an Masse an – ist der Tonabnehmer damit doppelt geerdet.
Das kann völlig ok sein, muss es aber nicht. Ergebnis: Es brummt.
Abhilfe schafft dann oft das Isolieren des Tonabnehmers von der Headshell durch Isolierband oder ähnliches.
Doch aufgepasst!
Manchmal hat der Tonabnehmerhersteller alles richtig gemacht und wir setzen selbst die Ursache.
Benutzen wir nämlich zu lange Schrauben, kann es sein, dass wir im Tonabnehmergehäuse mit dieser Schraube an einen signalführenden Kontakt stoßen und dadurch eine Brummschleife herstellen. Ist dies der Fall, brauchen wir kürzere Schrauben oder wir verwenden gleich welche aus Kunststoff.
Kurz und gut – der Plattenspieler ist schon nicht gerade selten der Verursacher von Brummgeräuschen und wenn Sie noch einen in Betrieb haben, dann würde ich auch hier mit meiner Such beginnen.
Ansonsten hat sich die folgende Vorgehensweise als nützlich erwiesen.
Schritt 1
Wir ziehen alle (!) Eingangskabel vom Verstärker ab und lassen nur noch das Strom- und die Lautsprecherkabel angeschlossen.
Brummt es dann, gibt es die folgenden möglichen Ursachen:
Der Verstärker ist defekt.
Es gibt Einstreuungen in den Verstärker
Es gibt Einstreuungen in das Stromnetz, die der Verstärker wiedergibt.
Es gibt Einstreuungen in die Lautsprecherkabel
Brummt es nicht, gehen wir über zu Schritt 2
Nun schließen wir das erste Gerät wieder am Verstärker an. Sollten wir noch einen Plattenspieler betreiben, dann beginnen wir natürlich mit ihm. Ansonsten nehmen wir irgend eine Komponente.
Brummt es, haben wir den Verursacher auf Anhieb gefunden.
Nun gibt es folgende Möglichkeiten:
Das angeschlossene Gerät ist defekt oder es ist von Einstreuungen betroffen
Das Kabel des angeschlossenen Gerätes ist defekt oder ist von Einstreuungen betroffen
Die Eingangsbuchse des Verstärkers ist defekt (anderen Eingang nehmen)
Der Eingang am Verstärker ist defekt (anderen Eingang nehmen)
Dieses Quellgerät erzeugt im Zusammenspiel mit dem Verstärker eine Brummschleife
Brummt es nicht, ziehen wir die Cinchkabel von diesem Gerät wieder ab und schließen das zweite Gerät am Verstärker an. So machen wir weiter, bis wir alle unsere Quellgeräte jeweils einzeln am Verstärker getestet haben. Brummt es irgendwann, haben wir den Verursacher gefunden, brummt es nie, erzeugt wohl eher die Kombination unserer Geräte das Brummen. Unter General-Verdacht stehen da jetzt zunächst alle Geräte mit Antennenanschluss. (Tuner, TV, Video …)
Um den Verursacher unter diesen Bedingungen zu finden, kehren wir die Versuchsreihe um und schließen nun zunächst alle Geräte wieder am Verstärker an. Brummt es jetzt (seltsamerweise) nicht, können wir davon ausgehen, dass einfach irgendein Kabel nicht richtig in der Buchse gesteckt hat oder es in einem Kabel einen Wackelkontakt gibt.
Brummt es jetzt wieder, dann vertragen sich hier zwei Geräte nicht miteinander. Erdungstechnisch gesehen. 🙂
Deshalb ziehen wir jetzt der Reihe nach jedes Gerät wieder einzeln vom Verstärker ab. Brummt es weiter, schließen wir es wieder an und fahren mit dem nächsten Gerät fort, bis das Brummen verschwindet. Irgendwann werden wir also einen Verursacher gefunden haben.
Dieses Gerät sorgt dafür, dass es eine Erdungsschleife gibt.
Möglicherweise ist es defekt – vielleicht stimmt aber auch was mit dem Kabel nicht. Bleibt das Brummen auch mit einem anderen Kabel – liegt es wohl mehr am Gerät, was wir dann in einer Werkstatt prüfen lassen sollten.
Bitte nicht die Massekontakte am Schukostecker abkleben!!
Es ist eine beliebte Notlösung, bei Brummproblemen einfach die Massekontakte des Schukosteckers mit Isolierband abzukleben. Tatsächlich wird auch immer mal wieder das Brummen genau dadurch beseitigt. Bedenken Sie aber bitte, dass die Sicherheit des Gerätes – und die Ihre !!) – nicht mehr gewährleistet ist.
Irgendwas muss ja das Brummen verursachen.
Möglicherweise besteht irgendwo ein Kontakt zwischen der Masse (Gerätegehäuse) und einem Kanal – im schlimmsten Fall sogar zu einem spannungsführenden Bauteil.
Eine moderne Elektroinstallation kann darauf reagieren und den Fehlerstrom-Schutzschalter im Hauptverteiler auslösen (FI). Sind aber die Schutzkontaktstifte abgeklebt, ist dieser Schutz nicht mehr vorhanden.
Also unterlassen Sie das lieber, wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist.
Fazit:
Ich hoffe, ich konnte die Frage: „Was tun, wenn es im Lautsprecher brummt?“ hinreichend beantworten und Ihnen Anhaltspunkte dafür geben, wo Sie mit der Suche nach einem Verursacher beginnen können.
Hinweis:
Normalerweise reicht es zum Verbinden oder Trennen der Cinchkabel aus, die Lautstärke am Verstärker ganz herunter zu regeln. Wir müssen uns hier aber vor Augen führen, dass wir möglicherweise einen technischen Defekt suchen. Deshalb geben wir uns nicht damit zufrieden, sondern schalten zumindest auch noch den Verstärker auf einen anderen Eingang. Es kann aber auch keine schlechte Idee sein, den Verstärker beim Umstecken ganz auszuschalten. [...]
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13. Dezember 2021HiFi-Handbuch / Roon-Spezial / StreamingWohin gehört die Fritz!box?
Wohin gehört die Fritz!box?
Wenn es um das Streamen von High-Resolution-Audio-Dateien (HRA) geht, verstreicht kaum ein Tag, an dem ich nicht die Frage gestellt bekomme:
„Wohin gehört die Fritz!Box?“.
(… dieser Bericht gilt natürlich auch entsprechend für Router anderer Hersteller)
Die Ursache dafür liegt in der Historie begraben, denn die Fritz!Box haben wir schon benutzt, als an das Streamen von hochaufgelösten Musikdateien noch nicht zu denken war.
Am Anfang …
war da die TAE-Dose der Deutschen Post. Unantastbar!
Und da unser Telefon über ein Kabel mit dieser Dose verbunden war, befand sie sich zentral im Flur. Dort, wo sie eigentlich niemand so richtig gebrauchen konnte, wo wir aber von allen Zimmern aus das Klingeln des Telefons hören konnten.
Selbst die Einführung der Schnurlostelefone konnte noch immer nichts daran ändern, dass die TAE-Dose im Flur blieb.
Dann kamen der Computer und das Internet.
Bis heute ist es in vielen Haushalten ein ungelöstes Problem, alle genutzten PC (Söhne, Töchter, Büro …) gescheit ans Internet anzubinden.
Netzwerke waren und sind nicht vorhanden oder stammen „aus dem letzten Jahrhundert“. Man muss feststellen, dass das Vernetzungskonzept in unseren Wohnungen und Häusern völlig veraltet und überhaupt nicht zeitgemäß ist.
Ein reines PC-Netzwerk – der nächste große Fehler.
Vielen Familien blieb gar nichts anderes übrig, als das Zuhause mit einem mehr oder weniger professionellen Netzwerk aufzurüsten. Einige verbanden gleich eine komplette Smart-Home-Installation damit. Kabel oder Sensoren an jedes Fenster, an jede Tür, an jeden Heizkörper, an alle Rollläden …
Und die Zentrale sitzt wie eh und je im Flur – oder im Keller.
Auf einmal brauchte man zum Fernsehen einen Internetanschluss.
Selbst extrem teure Smart-Home-Netze zeigen manchmal eine schmerzliche Lücke:
Der Fernseher ist nicht mit angebunden.
Das laufende Programm kann man vielleicht noch über WLAN anschauen, aber Amazon Prime oder Netflix … in höchster Auflösung? Kaum eine Chance!
Also muss noch einmal ein Kabel zum Fernseher gezogen werden.
Und jetzt kommt auch noch HRA-Streaming.
Und so sehen die meisten Situationen in diesem Moment dann aus:
TAE-Dose?
Immer noch im Flur oder im Keller.
Internetanschluss der HiFi-Anlage?
Meistens gar nicht vorhanden – wozu auch?
Ansonsten: WLAN – mit oder ohne Repeater.
Netzwerke über das Stromnetz (Devolo …).
… und im wirklich allerbesten Fall: Ein ultralanges Standard-Netzwerkkabel von der Zentrale im Keller zur Fritz!Box im Flur. Weit weg von der HiFi-Anlage, damit die WLAN-Strahlen bloß nicht den Klang beeinflussen. Und der Streamer ist dann eben mit WLAN angebunden.
Ergebnis:
Streaming klingt nicht! Tidal und Qobuz taugen nichts. Kann man alles abhaken!
Wer diese Realität tagtäglich erlebt, den darf es nicht wundern, dass es immer noch so viele Streaming-Gegner gibt.
Doch jetzt machen wir mal alles richtig!
Zunächst einmal müssen wir erkennen und auch anerkennen, dass wir HRA-Streaming machen wollen. Und dazu dürfen wir nicht mehr unsere gewachsenen Netzwerke nutzen.
Das ist so als würden wir unsere E-Mails ausdrucken und mit der Post verschicken.
Umdenken ist angesagt!
Wir müssen erkennen, dass der Weg hin zum echten High-Res-Audio-Klang über unser Netzwerk führt. Und das müssen wir jetzt an diesen neuen Bedarf anpassen.
Sonst wird das nie was!
Wichtigste Frage: Wer ist also der wichtigste und empfindlichste Abnehmer unseres Heimnetzes?
Korrekte Antwort: Unser Streamer!
Egal, ob der von Auralic, Melco, Innuos, SotM, Silent Angel oder Prime Computer kommt. Egal, ob der “nur streamt” oder auch Roon kann.
Den Telefonen, den Faxgeräten, den Computern, unserer Smart-Home-Anlage …
… ihnen allen ist es absolut schnuppe, an welcher Stelle sie in unserem Netz an dasselbige angeschlossen sind. Sie alle brauchen “irgendwie” Kontakt – mehr nicht.
Unsere HiFi-Anlage gibt sich zwar ebenfalls mit einem „Kontakt“ zufrieden. Ihre Klangqualität wächst aber, wenn wir uns mit unserem Netz auf ihre Anforderungen einstellen.
Erster Schritt:
Die TAE-Dose muss in die Nähe der Anlage!
Wieso ist das so?
Feststellung 1 – der “letzte Meter”
Keine Ahnung, wieso das so ist, aber ob es sich um unsere Stromkabel handelt oder wie hier um die Telefon-/Netzwerkkabel – mit dem letzten Meter bestimmen wir die Klangqualität.
Genauer:
Wir dürfen ein günstiges Telefonkabel vom Telekom-Hauptanschluss kreuz und quer durchs Haus verlegen, ohne große klangliche Einbußen erwarten zu müssen.
Wenn (!!) – wir folgendes beachten:
Wir müssen dieses Telefonkabel in einer Ethernetdose enden lassen (Pin 4 und 5).
Von dieser Ethernetdose zur Fritzbox benutzen wir dann ein hochwertiges LAN-Kabel wie das audioquest Diamond oder das Furutech NCF LAN8.
Auf keinen Fall dürfen wir das Telefonkabel in einer üblichen TAE-Dose enden lassen. Und auch die Idee, ein “relativ gutes” Netzwerkkabel direkt in der Fritzbox enden zu lassen, ist keine gute!
Nochmal:
* Das billige Telefonkabel ziehen wir vom Anschlusskasten bis in die Nähe unserer HiFi-Anlage.
* Dort schließen wir es an eine LAN-Dose an.
* Von dieser LAN-Dose zur Fritzbox verwenden wir ein gutes LAN-Kabel.
Zusatz:
Wenn der Preis keine Rolle spielt, kann man natürlich auch vom Hausanschluss aus direkt ein richtig gutes LAN-Kabel zur Fritz!Box ziehen.
Und wie dicht darf die Fritzbox an der Anlage stehen?
Hierbei stehen sich zwei Ziele gegenüber:
A) Wir wollen die teuren Kabel so kurz wie möglich halten.
B) Die Fritzbox darf nicht in die Anlage einstrahlen
Bei einem Preis von 998,- € für 75 cm will man die Fritzbox so dicht an die Anlage stellen wie möglich.
Mit empfindlichen Phonoteilen oder Aktivboxen will man die Fritzbox so weit wie möglich von der Anlage entfernen. Ein Abstand von 2m dürfte beiden Forderungen gerecht werden.
Alternative mit noch besserem Klang? = Audiophiler Switch!
Mittlerweile haben sich die audiophilen Switches durchgesetzt. Dies hat mehrere Vorteile:
a) Mehr Ruhe und ein stabileres Klangbild.
b) Wir haben mehrere LAN-Anschlüsse innerhalb der HiFi-Anlage.
c) Die Fritz!Box darf jetzt wieder weiter weg von der HiFi-Anlage stehen und kann so nicht mehr einstrahlen.
d) Die Verbindung zwischen Fritz!Box und Switch können wir jetzt auch mit Glasfaser realisieren.
Im zweiten Schritt kümmern wir uns nun um Ihr weiteres Heimnetz.
Es ergeben sich nun zwei Alternativen:
Ohne audiophilen Switch befindet sich die Fritz!Box nun im Hörzimmer. Also müssen wir nun ein LAN-Kabel wieder zurück zu dem Punkt ziehen, an dem der Router vorher gestanden hat. Dort setzen wir nun einen einfachen Switch ein und verteilen das Heimnetz in alle benötigten Richtungen.
Mit audiophilem Switch können wir sogar die Fritz!Box dort im Flur oder im Keller lassen und ziehen jetzt eben nur unsere audiophile Verbindung zur HiFi-Anlage. Ob nun mit einem hochwertigen LAN-Kabel oder mit Glasfaser.
Was Sie sonst noch so tun können, um die Klangqualität in Ihrem Heimnetz zu verbessern, lesen Sie in weiteren Berichten hier auf meiner Seite.
Viel Spaß dabei! [...]
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12. Dezember 2021HiFi-HandbuchBi – Wiring – was genau steckt dahinter und was soll das eigentlich?
Die englische Bezeichnung “Bi-Wiring” steht für „zweifache Verkabelung“ und bezieht sich dabei auf die Verbindung zwischen Verstärker und Lautsprecher. Und nein, es sind nicht die beiden Kabel für rechts und links gemeint – und auch nicht die für rot und schwarz, sondern zwei vollständige Kabelsätze, also jeweils 2 x „roter“ und 2 x „schwarzer“ Leiter – für rechts und noch einmal 2 x „roter“ und 2 x „schwarzer“ Leiter für links.
(Wobei das mit den Farben jetzt nicht so ernst genommen werden muss!)
Nun gut – ich schaue mir meinen Verstärker mal von hinten genauer an.
Zu finden sind da jeweils rechts und links zwei Lautsprecher-Klemmen. Auf jeder Seite eine schwarze und eine rote Klemme.
Diese Klemmen können so genannte „Bananas“ aufnehmen, die man von hinten in die Buchsen steckt, oder aber Kabelschuhe, also solche U-förmigen Klemmen, die man mit diesen Buchsen so richtig festklemmen kann, oder man kann auch einfach lose Kabelenden in ein Loch im Gewinde schieben und ebenfalls festklemmen.
Aber – mehrere Möglichkeiten, ein Lautsprecherkabel aufnehmen zu können, die hat man ja wohl deshalb geschaffen, weil man nicht nicht wissen konnte, welche Anschlüsse die späteren Kabel haben werden – und nicht deshalb, damit man mehrere Kabel gleichzeitig anschließen kann, oder?
Und wozu auch? Weil ich mehr als ein Paar Lautsprecher anschließen will?
Das ist nicht ganz ungefährlich! Dadurch sinkt nämlich der Widerstand und das mögen viele Verstärker ganz und gar nicht!
Also ganz klar – je länger ich auf meinen Verstärker schaue, umso sicherer werde ich, dass ich mit einem zweiten Kabelsatz nichts anfangen kann.
Oder doch?
Schauen wir doch mal auf meine Lautsprecher.
Und siehe da!
Da finden sich doch tatsächlich zwei Paar Anschlussklemmen an jedem Lautsprecher!
Die beiden roten und die beiden schwarzen Klemmen sind jeweils mit einem Metallstreifen verbunden. Und auf dem Anschlussfeld finden sich die Aufschriften „Low“ und „High“.
Wenn ich diese Metallstreifen entferne, kann ich also tatsächlich einen Kabelsatz im Mittelhochton- und einen im Bassbereich einsetzen.
Aber – soll ich jetzt die beiden Kabelsätze am Verstärker an ein und dem gleichen Terminal-Paar anschließen? Brauche ich für so etwas nicht einen ganz anderen Verstärker oder gar ein Zusatzteil wie eine aktive Weiche?
Jede Logik muss uns doch sagen, dass an diesen Terminals am Verstärker „die ganze Musik“ anliegt, also sowohl die tiefen als auch die hohen Töne.
Und tatsächlich gibt es sogar solche „Weichen“ – aber stecken die nicht schon in den Lautsprechern?
Natürlich stecken sie in den Lautsprechern!
Genau so, wie bei der Eisenbahn die Weichenstellung bestimmt, welcher Zug in welche Richtung weitergelenkt wird, so kann eben auch eine Weiche bestimmen, welche Töne zum einen und welche zum anderen Ausgang geschickt werden.
Also, um mit Grönemeyers Worten zu sprechen: Was soll das?
Grundvoraussetzung dafür, sich überhaupt diesem Thema nähern zu können, ist die Anerkennung der These, dass die Musik-Informationen nur dann durch ein Kabel fließen, wenn sie auf der Lautsprecherseite auch eine „Arbeit“ zu verrichten, sprich: einen Treiber oder ein Chassis zu bewegen haben.
Ist das angesteuerte Chassis nicht in der Lage, bestimmte Frequenzen wiederzugeben, nehmen wir hier mal einen Hochtöner, der natürlich einen 100Hz-Ton nicht wiedergeben kann, dann fließt auch diese Frequenz mit 100 Hz und alles darunter gar nicht erst durch das Kabel.
Nehmen wir ein Bass-Chassis, das ab spätestens 200 Hz keinen Ton mehr von sich gibt, dann fließen durch das angeschlossene Kabel eben auch keine Frequenzen mehr ab 200 Hz aufwärts.
Weil sie keine „Arbeit“ zu verrichten haben.
Ein Einwand wäre jetzt zulässig, bei dem man darauf hinweist, dass ja im Lautsprecher eben so eine Weiche eingebaut ist, was möglicherweise bedeutet, dass ja doch alle Frequenzen, also z.B. auch die niedrigen zum Hochtöner geschickt werden.
Die hohen Frequenzen bewegen das Chassis, verrichten also ihre „Arbeit“ und die tiefen Frequenzen werden in der Weichenkonstruktion mit Spulen und Kondensatoren „vernichtet“.
Um in der Weiche vernichtet werden zu können, müssen sie ja aber auch erst einmal dort hin geflossen sein, oder?
Ein Einwand, den ich also nachvollziehen und auch nicht entkräften kann. Die Bi-Wiring-Theorie besagt jedoch beharrlich, dass nur die Frequenzen durch ein Kabel fließen, die vom Chassis auch genutzt werden. Alle anderen Frequenzen fließen eben nicht. Diese These verfolgt konsequent den Denkansatz, dass Weichen die ungenutzten Frequenzen nicht “vernichten”, sondern vielmehr “blockieren”. Damit dürften sie dann tatsächlich nicht fließen.
Dies bedeutet im Klartext:
Schließe ich ein Lautsprecherkabel an meinen Verstärker an und verbinde es mit einem Hochtöner, dann kann ich ein noch so bass-starkes Musikmaterial auflegen, durch das Kabel werden ausschließlich die hohen Frequenzen fließen und kein Bass!
Solange ich keinen Bass-Lautsprecher dazu anschließe – gibt es nur Höhen – Basta!
Und umgekehrt – schließe ich dieses Kabel an ein Bass-Chassis an, fließen eben keine hohen Frequenzen durch dieses Kabel.
So weit – so gut, gehen wir einmal davon aus, dass wir diese Theorie jetzt einfach so akzeptieren. Worin genau soll der Vorteil bei der Verwendung von zwei Kabeln liegen? Denn wissen wir nicht alle, dass Musik in der Regel sowohl aus tiefen als auch aus hohen Tönen, inklusive aller, die dazwischen liegen, besteht? Also müssen ja alle Frequenzen irgendwie vom Verstärker zum Lautsprecher gebracht werden!?
Da wir Menschen uns Strom irgendwie überhaupt nicht vorstellen können, man kann ihn ja weder sehen, noch riechen, noch hören – höchstens fühlen, aber meist halt nur ein mal – bleibt mir gar nichts anderes übrig, als hier „an den Haaren herbeigezogene“ Vergleiche anzubringen.
Nehmen wir also das Beispiel einer Rolltreppe.
Die effektive Fortbewegungsgeschwindigkeit einer Person, die auf einer Rolltreppe steht, entspricht der Geschwindigkeit mit der sich die Rolltreppe bewegt.
Läuft jemand auf der Rolltreppe selber mit, erhöht sich seine effektive Geschwindigkeit nach der Formel: Rollgeschwindigkeit plus Laufgeschwindigkeit = effektive Geschwindigkeit.
Das ist ja dann lustig, wenn eine Fliege im Überschallflugzeug von hinten nach vorne fliegt – dann fliegt sie nämlich effektiv schneller als das Flugzeug! 🙂
Läuft jemand der Rollrichtung entgegen, wird er effektiv deutlich langsamer und kann sogar rechnerisch Geschwindigkeiten im Minusbereich erreichen.
Wechselt er seine Laufrichtung immer wieder, verändert sich auch jedes mal seine effektive Geschwindigkeit.
Und jetzt stellen wir uns vor, die Rolltreppe selbst würde auch noch dauernd ihre Laufrichtung wechseln.
Zurück zum Musiksignal:
Ein tiefer 50 Hz-Ton wechselt pro Sekunde 50 mal die Flussrichtung. Dabei muss sehr viel „Strom fließen“, denn es gilt, ein großes, schweres Chassis anzutreiben.
Dieser 50 Hz-Ton übernimmt jetzt einmal in unserem Beispiel die Funktion der Rolltreppe und bewegt sich wie gesagt mit 50Hz immer hin und her.
Die Person in unserem Beispiel hat jetzt die Rolle eines 500 Hz-Tones zu übernehmen.
Er wechselt also sehr schnell seine Laufrichtung, so schnell, dass wir das mit unserem Auge nicht mehr wahrnehmen können und die „Wege“, die er zurücklegt, sind entsprechend kurz.
Mit anderen Worten: Wir sehen bei der Person praktisch keine Fortbewegung durch eigenes Laufen. Allerdings bewegt er sich im 50-Hz-Takt mal nach vorne, mal nach hinten.
Voran – kommt er damit nicht.
Und genau hier hakt dieses Beispiel.
Strom – also elektrische Signale müssen nicht „voran“ kommen, so wie eine Person auf einer Rolltreppe.
Strom bewirkt schon allein durch das „Hin und Her“ etwas.
Bei einem Wasserschlauch muss das Wasser aus dem Wasserhahn heraus durch den langen Schlauch hindurch fließen und kann dann vorne den Schlauch verlassen, um zum Beispiel unsere Blumen zu bewässern.
In einem Stromkabel und so auch in einem Signalkabel muss aber kein „Stromteilchen“ den ganzen Weg hindurch durch das Kabel fließen, um dann „hinten“ aus dem Kabel herauszufließen und dort eine Aufgabe zu erfüllen.
Damit Strom fließen kann, brauchen wir zwei Kabel, bzw. zwei Leiter oder Pole und die winzigste Hin- und Herbewegung bedeutet bereits, dass Strom fließt.
Mein Physiklehrer hat damals versucht, uns das mit einem Rohr zu verdeutlichen, das mit Kugeln gefüllt ist. Sobald ich an der einen Seite eine Kugel hineinstecke, fällt auf der anderen Seite eine heraus.
Nun – bei einem Lautsprecher fällt normalerweise zum Glück nichts heraus, aber lassen Sie mich an dieser Stelle auch zu der Funktionsweise eines konventionellen Lautsprechers etwas erläutern:
Man stellt sich am besten vor, wir halten in beiden Händen ein Band. Das linke Band ist vorne an einer Pappfläche befestigt. Das rechte Band ist an der Rückseite der Pappfläche befestigt, wird dann über eine Rolle ebenfalls nach vorne gelenkt und dort halten wir es in der rechten Hand.
Ziehen wir am linken Band, bewegt sich die Pappfläche nach vorne, ziehen wir am rechten Band, bewegt sie sich nach hinten.
Könnten wir jetzt 50 mal pro Sekunde unsere Zugrichtung ändern, hätten wir einen „mechanischen Lautsprecher“ gebaut, den wir sogar hören könnten.
In unseren elektrischen Chassis passiert genau solch ein Vorgang, nur dass der Verstärker nicht an Bändern zieht, sondern Strom zu den Chassis fließen lässt.
Dort gibt es dann eine Spule und einen Magneten. Fließt der Strom von plus nach minus bewegt sich das Chassis nach vorne, fließt er von minus nach plus, bewegt es sich nach hinten.
Und im Gegensatz zu uns ist ein Verstärker durchaus in der Lage, seine „Zugrichtung“ auch mehrere tausend mal pro Sekunde zu verändern.
Durch ein Signalkabel, also durch das Lautsprecherkabel fließen alle in der Musik vorhandenen Frequenzen gleichzeitig.
Finden Sie das nicht auch unglaublich?
Wie kann es sein, dass wir von einer Frauenstimme selbst die feinsten Details vernehmen können, obwohl gleichzeitig eine mächtige Bassunterstützung und große Pauken so „mächtige Ströme“ fließen lassen, dass doch eigentlich alle anderen Informationen „untergehen“ müssten?
Nun – das ist auch für mich nach wie vor immer noch ein Phänomen, dass ich mit meinem Kopf wohl niemals begreifen werde – aber es ist so. Unsere heutigen Geräte, die können das.
Aber geht das nicht besser?
Und genau da behauptet jetzt die Bi-Wiring-Theorie, dass wir das Klangbild verbessern können, wenn wir die hohen Töne von den tiefen Tönen getrennt durch zwei verschiedene Kabel leiten.
Ich für mein Teil muss sagen, dass ich das für das Logischste der Welt halte, eben weil ich mir nicht vorstellen kann, wie das mit allen Frequenzen in einem Kabel überhaupt funktionieren kann und mir liegt die Frage auf der Zunge:
Reicht das denn überhaupt?
Wäre es nicht besser, noch viel mehr Kabelsätze einzusetzen?
Doch – immer mal langsam mit den jungen Pferden:
Wie viele Kabelsätze maximal sinnvoll sein können, bestimmt ja die Anzahl der Chassis in unserem Lautsprecher. Wenn ich nur zwei Chassis habe – was soll ich dann z.B. mit 10 Kabeln?
Das wäre ja dann so wie mit der Mülltrennung bei uns im Amt. Jeder bekommt drei Abfalleimer in drei unterschiedlichen Farben für drei unterschiedliche Abfallsorten. Die Reinigungskraft holt jeden Morgen alle drei Abfalleimer in den Flur und kippt die Inhalte in ein und dieselbe (!) große Tüte.
Doch selbst Lautsprecher mit drei oder mehr Chassis müssen nicht als Mehrwege-Lautsprecher konstruiert sein. Nicht die Anzahl der Chassis bestimmt nämlich die Anzahl der „Wege“ – dies übernimmt allein die Weiche.
Bi-Wiring richtet sich damit ausschließlich an Zwei-Wege-Boxen. Bietet der Lautsprecher drei Wege, so müsste man auch konsequenterweise Tri-Wiring betreiben.
Lassen Sie mich hier aber bei unserem Thema Bi-Wiring bleiben.
Die meisten Lautsprecher sind Zwei-Wege-Konstruktionen und damit eben geeignete Klienten für Bi-Wiring.
In der Praxis muss aber gesagt werden, dass nicht jeder Lautsprecher durch diese Maßnahme an Klang-Qualität gewinnt. Bei so manch einem ist das auch unmöglich.
So habe ich mal für einen Kunden die Innenverkabelung seiner Lautsprecher mit einem auf „Intelligenz zielenden“ Namen wechseln sollen. Diese Lautsprecher in halber „Telefonzellengröße“ wurden mit der Möglichkeit des Tri-Wiring-Betriebs beworben und hatten demnach an der Rückseite 3 Terminalpaare, die man auch noch einzeln schalten konnte.
Nachdem ich das Anschlussfeld herausgeschraubt hatte, offenbarte sich ein trauriges und überhaupt nicht intelligentes Bild: Alle drei Terminalpaare waren durch einen Draht miteinander verbunden. Völlig gleichgültig also, welches der Terminalpaare man verwendete, wie viele Kabel man benutzte und welche Schalterstellung man auch wählte – die tatsächliche Anschluss-Situation war immer identisch.
Dass der Besitzer einer solchen Box zwischen Single-Wiring, Bi-Wiring und selbst Tri-Wiring keine großen Unterschiede hören konnte, verwunderte nicht.
Allerdings gibt es auch hinreichend viele Beispiele für Lautsprecher, die im Bi-Wiring-Betrieb zu echten Höchstleistungen auflaufen.
Ob und wie ein Lautsprecher auf den Bi-Wring-Betrieb reagiert, dass hängt allein von seiner Konstruktion ab.
Nehmen wir als Beispiele die Elise I und die Pearl I aus meinem Lieferprogramm.
Während sich die Elise I durch Biwiring nicht noch weiter verbessern lässt, legt die Pearl I durch den Einsatz eines zweiten Kabelsatzes deutlich an Klangqualität zu.
Logischerweise bot der Hersteller die Elise I dann auch nicht mit Terminals für Bi-Wiring an.
Muss man zwei identische Kabelsätze verwenden oder dürfen es auch unterschiedliche Kabel sein?
Zugegeben – die Verlockung ist groß:
Der Bass ist schwammig?
Also nehme ich im Bassbereich ein Kabel, dass den Bass trockener und dünner werden lässt.
Die Höhen nerven?
Also nehme ich im Hochtonbereich ein Kabel, dass schöne, volle Höhen zaubert, oder?
Ja, sicher dürfen Sie das machen – es sind ja Ihre Lautsprecher, Ihre Kabel und es ist Ihr Geld!
Aber bei dieser Vorgehensweise muss man berücksichtigen, dass jedes Kabel eigene elektrische Parameter besitzt. Und wenn wir jetzt für den Bass und die Höhen unterschiedliche Kabel mit unterschiedlichen Parametern einsetzen, machen wir nichts anderes, als in die Weichenauslegung einzugreifen. Mit vollem Risiko! Das kann gut gehen, muss es aber nicht.
Keine Angst – Sie können nichts „kaputt machen“ – außer: Den Klang!
Manchmal hören wir auf Anhieb, dass unsere Probleme beseitigt sind und freuen uns. Ein paar Tage später erkennen wir die neu hinzugekommenen Probleme, die regelmäßig unsere vorherigen Probleme übersteigen. Meine Empfehlung geht daher auf jeden Fall dahin, zwei identische Kabelsätze zu verwenden, oder zumindest zwei „ähnliche“ – vielleicht vom gleichen Hersteller.
Fazit:
Beim Bi-Wiring fließen die hohen und tiefen Frequenzen durch getrennte Kabel und manipulieren sich nicht mehr gegenseitig. Die Höhen werden nicht von den „großen Bass-Strömen“ beeinflusst und die Bässe klingen einfach sauberer – befreit von den „firlefanzigen“ Höhen.
Das alles funktioniert jedoch nur dann, wenn der Boxenentwickler die Weiche dafür ausgelegt hat. Wie so oft ist also mal wieder ausprobieren angesagt. [...]
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11. Dezember 2021HiFi-HandbuchNetzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung.
Mit diesem Bericht will ich Ihnen die Bedeutung dieser wichtigen Bausteine ein wenig näher bringen.
Netzstrom
Unser Energielieferant versorgt uns hier in Deutschland mit 230 Volt Wechselstrom. Doch kaum ein Elektrogerät funktioniert tatsächlich mit diesem Wert. Oft reichen schon 12V oder 15V, um das eigentliche Gerät damit zu betreiben. Also müssen wir den Strom auf diese geringeren Werte herunter-transformieren.
Wir brauchen einen Trafo (Transformator)
Um von 230V auf diese niedrigere Spannung zu kommen, brauchen wir so einen Trafo.
Das sind zwei Spulen auf einem Eisenkern. Fließen die 230V durch die eine Spule, wird auch eine Spannung in der zweiten Spule erzeugt. Der dabei entstehende Wert ist abhängig von der Anzahl der Wicklungen, die diese Spule hat. Je nachdem, wie oft wir also unseren Draht um den Eisenkern wickeln, erhalten wir am Ende 12V, 15V oder irgend einen anderen Wert, den wir benötigen.
Es war einmal …
Doch dieses Verfahren findet man heute nur noch selten. Es hatte nämlich den gravierenden Nachteil, auch dann Strom zu verbrauchen, wenn die angeschlossenen Geräte gar nicht benutzt wurden.
Schaltnetzteile – die optimale Lösung!?
Abhilfe schaffen, sollten und konnten die so genannten Schaltnetzteile. Durch entsprechende Standardisierung (auch wenn uns das völlig anders erscheint) und durch die hohen gefertigten Stückzahlen konnten die Kosten für diese Netzteile erheblich gesenkt werden. Und sie haben zudem den Vorteil, kaum Strom zu verschwenden, was ja schon mal toll ist und unser schlechtes Umweltgewissen beruhigt.
Allerdings sind so einige Leutchen mit diesen einfachen Schaltnetzteilen überhaupt nicht zufrieden.
Miese Qualität
Wenn ein Einkaufspreis von 1,50 € immer noch gedrückt werden muss, dann muss man sich nicht wundern, wenn diese Teile schon verschmoren, bevor das Elektrogerät überhaupt in Betrieb genommen werden konnte. (Habe ich selbst bei einem Scanner erlebt)
Die Leistung bricht in sich zusammen
Messen wir die Ausgangswerte während kein Gerät angeschlossen ist, scheint alles in Ordnung zu sein. Doch das ändert sich nicht selten, sobald das zu betreibende Gerät diese Leistung einfordert. Manchmal ist das nicht so schlimm, wenn z.B. eine kleine Lampe nicht ganz so hell leuchtet wie sie es könnte, aber manchmal merken wir das doch, weil die Maschine dann instabil läuft und keine rechte Kraft entwickeln kann.
Und wieder ein anderes mal klingt es einfach nur nicht so gut und kein Mensch kommt auf die Idee, dass das Netzteil der Schuldige sein könnte.
Schlechtes Netzteil – schlechter Klang
Betreiben wir ein HiFi-Gerät mit so einem instabilen Netzteil, dann kann das schon mal schnell für einen richtig schlechten Klang sorgen. Um ein Orchesterwerk oder einen dynamischen Rock-Song mit all seiner Dynamik reproduzieren zu können, ist mal weniger und mal mehr Strom erforderlich. Das Netzteil muss in den leisen Passagen für „Ruhe“ im Klangbild sorgen und in den lauten eben entsprechend schnell und viel Strom liefern können.
Ohne Input kein Output
Bricht die Stromversorgung ein, kann die Komponente nicht optimal funktionieren. Aus einem mitreißenden, dynamischen Musikstück wird dann ein langweilig dahinplätscherndes Etwas.
Die Reinheit des Klangs
Doch das ist nicht das einzige Problem dieser Standard-Netzteile. Das zweite Problem ist, dass sie funktionsbedingt selbst Störungen erzeugen und diese in unser Stromnetz einspeisen. Diese Störungen mögen sich nach den ersten Metern durch unsere Leitungen mit all dem anderen „Elektromüll“ vermischen und dann für sich gar nicht mehr auffallen, aber steckt so ein Billig-Netzteil in der Verteilerleiste unserer Stereoanlage – weil es z.B. zu einem Plattenspieler, einem Internetradio oder gar einer Halogenlampe gehört – dann sollten wir schnell damit aufhören, unser Geld in bessere Komponenten zu stecken und stattdessen erst einmal diesen Störer beseitigen.
Musikgeräte „funktionieren“ nicht nur mit Strom, sie arbeiten mit Strom!
Es besteht ein gravierender Unterschied zwischen Geräten, die Strom einfach nur dafür brauchen, um zu funktionieren, also z.B. sich zu drehen oder zu leuchten …
und Geräten, die aus Strom Musik entstehen lassen.
Es ist ganz wichtig – dass Sie diesen Unterschied begreifen!
Musikgeräte brauchen nicht nur Strom, damit man sie einschalten kann.
Musik-Komponenten arbeiten mit Strom als „Ausgangs-Material“.
Musikgeräte verarbeiten Strom wie ein Töpfer Ton verarbeitet, wie ein Maler Farbe verarbeitet.
Musikgeräte erhalten die Musik-Informationen in Form von Stromsignalen. Sie lesen die Musik aus dem Strom heraus, verstärken die erkannten Signale, wandeln sie um und leiten sie wieder als Stromsignale an die nachfolgenden Geräte weiter.
Störungen sind auch Signale!
Und ihre Werte liegen manchmal im gleichen Bereich, wie die Musiksignale selbst.
Wie soll die nachfolgende Komponente nur „wissen“, was von den ankommenden „Signalen“ Musik ist und was Störungen sind?
Eine intelligente Komponente, die das unterscheiden kann, die gibt es noch nicht.
Unsere Aufgabe liegt also darin, die Störungen gar nicht erst zu erzeugen oder sie nicht zu unserer Stereoanlage durchdringen zu lassen.
Filter als Lösung?
Filter sind eine mögliche und beliebte Vorgehensweise. Zu diesem Thema lesen Sie bitte an anderer Stelle in diesem Buch weiter. (Artikel noch nicht online)
Leistungsfähige, stabile und „saubere“ Netzteile
Die so genannten audiophilen Netzteile kommen gerade in „Mode“. Doch neu – sind sie ganz und gar nicht.
Wären Sie bereit, sich ein Gerät für 250,- € zu kaufen und für das benötigte Netzteil 2.750,- € zu bezahlen? Niemals, oder?
Und was ist, wenn ich Ihnen sage, dass Sie das möglicherweise schon längst getan haben!?
Lassen Sie mich die Tiefe dieses Themas mal an einem recht beeindruckenden Beispiel erläutern.
Extrem-Beispiel aus der Realität
In den 80-er und 90-ger Jahren handelte ich mit den Geräten einer teuren amerikanischen Marke und da gab es Mono-Verstärker (von denen man also zwei Stück brauchte) mit sehr imposantem Erscheinungsbild.
Fast 60 cm hoch, 50 cm tief, 30 cm breit und mit einem Versandgewicht von gut 100 kg.
Zu dieser Zeit haben sie rund 60.000,- DM pro Paar gekostet.
Sie hätten damals mal dabei sein sollen, wenn der Cheftechniker des deutschen Vertriebs eine kleine Platine (etwa 15 x 15 cm) aus einer der Endstufen zog und erklärte, dass das jetzt die „Audio-Platine“ sei.
Wer dann erstaunt auf diese „Heizkörper“ schaute und fragte, was denn dann der Rest sei, bekam zur Antwort: „Der Rest ist das Netzteil. Es kümmert sich darum, den Strom stabil und sauber zu machen.“.
Natürlich stimmte das nicht so zu Hundert Prozent, aber es traf die Aussage sehr genau, die ich hier gerne tätigen möchte.
Zwei Netzteile für 55.000,- DM
Wenn wir nämlich mal dieser „Audio-Platine“ unterstellen, vom Allerfeinsten gewesen zu sein und einen Gegenwert von 2.500,- DM/Stück besessen zu haben, blieben also 55.000,- DM übrig, die in „die beiden Netzteile“ geflossen sind.
So darf man das nicht sehen!?
Natürlich konnte man die Teile nicht getrennt voneinander kaufen und auch nicht betreiben. Das alles war eben “ein Gerät” und niemand kam auf die Idee, die Bausteine getrennt zu betrachten.
Um Verständnis werben
Ich möchte mit dieser kleinen Geschichte auch lediglich erreichen, dass Sie mehr Verständnis für die Bedeutung von Netzteilen aufbringen.
Das Denken ist uns Menschen manchmal ganz schön im Weg.
Während ein Netzteil im gleichen Gehäuse kosten darf was es will und muss, sollte ein Netzteil im getrennten Gehäuse nach der Meinung vieler mit 10,- € doch gut bezahlt sein, oder?
Was sollte ich als Musikliebhaber tun?
Erster Schritt:
Verbannen Sie alle Netzteile, die Sie für die Stereo-Anlage nicht zwingend benötigen, aus der Nähe der Anlage. Ihre Plattenspielerbeleuchtung mag ja noch so stylisch aussehen – wenn sie aber über so ein billiges Schaltnetzteil (intern oder extern) betrieben wird, ist das nicht gut!
Also alles, was an Netzteilen nicht unbedingt benötigt wird, das muss ganz weit weg von der Stereo-Anlage betrieben werden – wenn überhaupt.
Zweiter Schritt:
Bei den Geräten, die sie weiter betreiben möchten/müssen, ersetzen Sie diese kleinen Standard-Netzteile durch spezielle Netzteile, die aus audiophiler Sicht entwickelt wurden. Hierbei geht es zwar primär darum, die mit diesen Netzteilen betriebenen Geräte klanglich zu verbessern, aber das Ziel, mit einem besseren Netzteil keine oder weniger Störungen zu erzeugen ist nicht weniger von Bedeutung.
Und was nimmt man da nun?
Ein paar Beispiele für gute Netzteile und deren klangliche Auswirkungen finden Sie in meinem aktuellen Netzteile-Vergleichsbericht.
Zum Netzteil-Hörbericht.
[...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchSkating und Antiskating beim Plattenspieler
Haben Sie schon mal einen Bericht über die Skatingkraft lesen wollen, ihn dann aber angesichts der vielen komplizierten Formeln gleich wieder beiseite gelegt?
Willkommen im Club!
Von den meisten Erklärungen, die ich bisher so lesen konnte, habe ich nicht viel verstanden. Was wohl hauptsächlich daran liegt, dass ich sie für “ziemlich falsch” halte.
Wenn mir nämlich jemand erklären will, dass die Skatingkraft dadurch entsteht, dass die Reibung der Abtastnadel an der inneren Rillenflanke der Schallplatte größer ist als die an der äußeren Flanke, dann beschreibt er damit zwar eine Auswirkung, verschweigt aber deren Ursache.
Eine Skatingkraft, die durch die unterschiedlichen Reibungskräfte an den Rillenflanken erzeugt wird, die gibt es jedenfalls nicht!
Es soll die Skatingkraft nicht geben?
Finden wir nicht Berichte über sie in Hülle und Fülle – auch in wirklich ernst zu nehmenden, geradezu “wissenschaftlichen” Fachbüchern und natürlich auch bei Wikipedia?
Nun – das stimmt durchaus.
Doch hat uns diese Wissenschaft nicht schon viel größere Irrtümer beschert!?
Ein einziger falscher Rückschluss und schon war der gesamten westlichen Welt in den 60-er Jahren eine Glutamat-Unverträglichkeit bescheinigt worden, die bis heute nicht bestätigt werden konnte!
Eine ähnlich „verunglückte“ Auswertung hat aus meiner Sicht immer wieder bei der Betrachtung der Skatingkraft stattgefunden.
Nicht wenige bezweifeln deshalb diese Behauptungen und bauen die Antiskating-Vorrichtungen an Ihren Tonarmen wieder ab oder statten sie gar nicht erst damit aus.
Aber auch das ist falsch!
Weil es ohne eine korrekt eingestellte Antiskatingkraft zu Verzerrungen kommen muss!
Doch wieso brauchen wir eine Antiskatingkraft, wenn es die Skatingkraft gar nicht gibt?
Ganz einfach:
Weil es durchaus Kräfte gibt, die seitlich auf den Tonarm einwirken. Nur kommen sie nicht von der unterschiedlichen Reibung an den Rillenflanken, sondern diese unterschiedliche Reibung resultiert daraus.
Gehen wir der Angelegenheit doch mal systematisch auf den Grund:
Skating – was heißt das denn überhaupt?
Skating ist das englische Wort für Schlittschuhlaufen und darf wohl als Synonym für das „Gleiten über eine Oberfläche“ betrachtet werden. Mit oder ohne Rillen.
Namen sind Schall und Rauch und Skating passt gut zu dem, was tatsächlich geschieht, also bleibe auch ich in diesem Beitrag bei dieser Bezeichnung.
Damit wir erkennen können, was für Kräfte tatsächlich auf einer sich drehenden Schallplatte auftreten, habe ich mal ein kleines Demonstrations-Video gedreht. Nein, ein Spielberg ist sicher nicht an mir verloren gegangen, aber es sollte doch zu erkennen sein, was ich demonstrieren will.
Auf meinem guten alten Philips 504 dreht sich eine ausrangierte, mehr oder weniger “glatte” Antiskating-Mess-Schallplatte.
An einem Ende eines Bambus-Stabs habe ich ein Loch gebohrt und dort einen Faden hindurch gezogen. Mit diesem Faden habe ich den Stab in einen Halter eingespannt, so dass sich der Stab seitlich frei bewegen kann. Ich hätte das auch einfacher demonstrieren können, indem ich den Stab zwischen Daumen und Zeigefinger halte, aber ich befürchtete, danach zum zweiten Uri Geller erklärt zu werden und habe mich lieber mal für den Faden entschieden. 🙂
In dem Video kann man folgendes erkennen:
Es gibt auf der sich drehenden Scheibe drei Zonen, die unterschiedlich auf den Tonarm einwirken.
In der Mittel-Linien-Zone (Zone 1) bleibt der Tonarm/Stab dort stehen, wo er abgesetzt wird. Es gibt dort keine seitlich wirkenden Kräfte, also auch keine Skatingkräfte.
In der unteren Zone (Zone 2) wird der Tonarm/Stab nach links gezogen.
In der oberen Zone (Zone 3) wird der Tonarm/Stab nach rechts geschoben.
Zum Video “Skatingkraft” anklicken:
Skatingkraft
Wird der Tonarm “nach links” gezogen, versucht er dieser Zugkraft zu folgen. Da er aber an seinen Lagerpunkt “gefesselt” ist, kann er der Schallplatte nicht folgen – er kann sich nur um seinen Lagerpunkt drehen. Die Kurve, die er hierbei beschreibt, führt ihn automatisch zum Schallplatten-Mittelpunkt und es sieht so aus, als würde der Tonarm zum Mitteldorn hin gezogen werden.
Befindet sich der Tonarm in der Zone 3 und wird er nach “rechts” geschoben, beschreibt er wieder nur die ihm bestimmte Kurve um seinen eigenen Drehpunkt und dreht sich damit nach außen zum Schallplattenrand hin.
Beide Bewegungen sind dem Lagerpunkt des Tonarmes geschuldet und haben nicht wirklich etwas mit “innen” und “außen” zu tun. Liegt der Tonarm/Stab exakt auf der parallelen Mittellinie auf, gibt es überhaupt keine seitlich einwirkenden Kräfte.
Hier eine Skizze zur Definition der parallelen Mittel-Linie.
Bitte montieren Sie Ihren Tonarm nicht so, dass die Nadel die Schallplatte auf der parallelen Mittellinie berührt. Die sich hierdurch ergebende, äußerst schlechte Tonarmgeometrie verhindert, dass die Nadel der Rille folgen kann und irgendwas geht dabei ganz bestimmt kaputt!
Zwischenfazit:
Es gibt auf der Schallplatte drei Zonen mit unterschiedlichen seitlich wirkenden Kräften auf den Tonarm.
Damit müssen wir aber jetzt zu der folgenden Frage kommen:
Wo ist denn der geometrisch günstigste Montagepunkt für einen Tonarm?
Da dieses Thema sehr umfangreich ist, finden Sie eine genaue Anleitung zur Tonarm-Montage und zur Tonabnehmer-Justage jeweils in einem eigenen Beitrag.
So viel sei aber an dieser Stelle verraten:
Bei einem korrekt justierten Tonarm trifft die Abtastnadel die Schallplatte im Bereich der zweiten Zone – also in der Zone, in der der Tonarm nach links gezogen wird. Sein Lager zwingt ihn in Richtung Plattenmitte. Auf einer glatten Schallplatte wie in meinem Video würde der Arm also sofort zur Plattenmitte gleiten.
Bei einer normalen Schallplatte geht das aber nicht, weil die Nadel “tief in der Rille” steckt und über die innere Rillenflanke nicht hinweg kommt. Allerdings drückt die Nadel nun gegen die innere Flanke und erzeugt damit eine hohe Reibung.
Der Druck auf die äußere Rillenflanke ist dementsprechend geringer.
Genau hier treffe ich mich also wieder mit allen, die behaupten, die Reibungskräfte an den Rillenflanken seien unterschiedlich stark.
Nur ist das eben eine Folge und keine Ursache.
Wie dem auch sei, eines steht fest:
Wir müssen diese starke Reibung an der inneren Rillenflanke durch eine Gegenkraft ausgleichen.
Es besteht nämlich die akute Gefahr, dass der Druck des Diamanten gegen die äußere Rillenflanke zu schwach wird, um dafür zu sorgen, dass die Nadel den Kontakt zu ihr halten kann. Verliert sie ihren engen Kontakt, kann sie die Information nicht mehr sauber lesen. Stattdessen schwebt die Nadel mit der äußeren Flanke zeitweise “in der Luft”.
Hören können wir das deutlich, denn es äußert sich in Form von Verzerrungen im rechten Kanal, da die äußere Rille das Signal für den rechten Kanal in sich trägt.
Um genau das zu verhindern und die Zugkraft der sich drehenden Schallplatte auszugleichen, gibt es die Antiskating-Vorrichtungen, die wir auch tunlichst benutzen sollten.
Doch welche Anti-Skating-Vorrichtungen gibt es eigentlich und was taugen sie?
Um eine Bewertung vornehmen zu können, müssen wir uns zunächst folgendes vor Augen führen:
Es gibt einige Parameter, die die Auswirkungen der Skatingkraft beeinflussen:
a) Die Zugkraft-Stärke der sich drehenden Schallplatte.
Sie wird durch den Abstand der Abtastnadel zur parallelen Mittellinie (Zone 1) hin bestimmt. Je weiter entfernt von der parallelen Mittel-Linie sich die Nadel in der unteren Zone (Zone 2) befindet, um so stärker ist die Zugkraft nach links.
Ein gut justierter Tonarm befindet sich etwa in der Mitte der modulierten Fläche (die Fläche mit der Musik drauf) am weitesten von der parallelen Mittellinie entfernt, weshalb hier die “Skatingkraft” am größten ist.
b) Die Fähigkeit des Tonarms, der Zugrichtung nach links zu folgen.
Am Außenrand der Schallplatte kann der Tonarm noch relativ leicht der Zugkraft der Schallplatte nach links folgen. Je weiter er sich der Plattentellermitte nähert, umso schwerer fällt es ihm, weil er immer weniger nach links und immer stärker nach oben wandern will.
c) Die korrekte 90°-Stellung zur Rille
Ein korrekt justierter Tonarm (siehe Beitrag zur Tonarmjustage) steht in zwei Bereichen der Schallplatte genau im richtigen Winkel zur Rille. Hier gleitet die Nadel dann auch mit dem geringsten Widerstand durch die Rille. In allen anderen Bereichen wirkt sich die Abweichung vom korrekten Winkel auch auf die Skatingkräfte aus.
d) Die Auflagekraft
Je größer der Druck der Abtastnadel auf die Schallplatte ist, um so stärker wirken sich auch die seitlichen Kräfte auf den Tonarm aus. Weshalb die allgemeine Empfehlung dahin geht, die Antiskatingkraft analog zur Auflagekraft einzustellen. Man kann aber bei Tonabnehmern mit ungewöhnlich hohen Auflagekräften (z.B. 5 gr.) wieder feststellen, dass sie auch mit weniger starker Antiskatingkraft korrekt abtasten.
e) Die Gleit-Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit, mit der die Abtastnadel durch die Rille gleitet, ist außen natürlich deutlich höher als kurz vor der Auslaufrille. Mit der Geschwindigkeit steigt auch die Skatingkraft, weshalb sie außen stärker ist als innen.
f) Die waagerechte Aufstellung des Plattenspielers
Steht der Plattenspieler selber nicht “im Wasser”, wirkt sich das auch auf die Skating- und die Antiskatingkraft aus. Da es sich bei einem Tonarm um eine fast “ausgewogene Wippe” handelt mit leichtem Schwergewicht zum Tonabnehmer hin, kann man manchmal gar nicht voraussehen, wie sich eine Schrägstellung des Plattenspielers auswirken wird. Um zu verhindern, dass wir in einen experimentellen Bereich hineingeraten, sollte die waagerechte Aufstellung des Plattenspielers eine Grundvoraussetzung für die Tonarmjustage sein.
g) Tonarmlänge
Mit der Länge des Tonarms verbessert sich die Geometrie und die Spurfehlwinkel werden immer kleiner. Auch dies wirkt sich auf die Skatingkraft aus.
Zusammenfassung:
Die seitlich auf den Tonarm wirkenden Kräfte sind von verschiedenen Parametern abhängig und verändern sich während des Abspielvorgangs.
Es kann beobachtet werden, dass die Skatingkraft im Gesamtergebnis zur Schallplattenmitte hin kontinuierlich abnimmt. Außen ist sie also stärker, nach innen hin wird sie schwächer.
Diese Aussage führt uns zu der Erkenntnis, dass alle Antiskating-Lösungen, die mit einer Feder arbeiten, exakt umgekehrt zur tatsächlichen Entwicklung arbeiten. Außen ist die Feder noch schwach gespannt – nach innen hin spannt sie sich immer stärker. Sie entwickelt sich also entgegengesetzt zur Skatingkraft. Hier bleibt uns nur zu hoffen, dass sich der Tonarmhersteller dieser Tatsache bewusst war und eine Federkonstruktion gewählt hat, deren Kraftentwicklung zu vernachlässigen ist.
Besser sind diese Lösungen mit den “baumelnden Gewichten”, da diese Gewichte eben über den gesamten Bereich gleich bleiben und sich damit schon mal nicht entgegengesetzt zur Skatingkraft entwickeln.
Noch passender sind Lösungen, bei denen die Gewichte auf einer Hebelkonstruktion angebracht sind. Befindet sich der Tonarm außen am Rand der Platte, schwebt der Hebel mit dem Gewicht in der Waagerechten. Damit befindet er sich in der größten Entfernung zu seinem Lagerpunkt und zieht am stärksten.
Je weiter der Tonarm nun nach innen wandert und an der Konstruktion zieht, stellt sich der Hebel mit dem Gewicht immer senkrechter. Das Gewicht nähert sich immer mehr seinem Lagerpunkt und seine Zugkraft wird damit immer geringer. Wenn man jetzt auch noch mit unterschiedlich hohen Gewichten arbeiten kann, dürfte einer korrekten Anti-Skating-Einstellung nicht mehr viel im Wege stehen.
Hier eine kleine Skizze zur Funktion dieser “Hebelgewichte”:
Alternative Lösungen:
Es gab die unterschiedlichsten Ansätze, um die Aufgabe noch besser zu lösen. Mit Elektromagneten wurde experimentiert, aber durchsetzen konnten sie sich nicht. Was einfach daran liegt, dass diese Magnete ja auch nur “irgendwie eingestellt” werden können. Damit Sie zu jeder Zeit korrekt wirken können, müssten erst Sensoren entwickelt werden, mit denen die tatsächliche Stärke der Skatingkraft mit samt der oben genannten Parameter gemessen und ausgewertet werden könnten.
Wie wichtig ist die korrekte Antiskating-Einstellung denn überhaupt?
Die Antwort ist ziemlich einfach:
Solange Sie keine Verzerrungen hören, weder im rechten noch im linken Kanal, ist alles in Ordnung und Sie brauchen überhaupt nichts zu verändern!
Stellen sich die Verzerrungen in beiden Kanälen gleichzeitig ein, so hat das nichts mit der Antiskating-Einstellung zu tun. Möglicherweise ist die Auflagekraft falsch eingestellt oder Tonabnehmer und Tonarm passen nicht zusammen.
Verzerrt es jedoch nur in einem Kanal, dann sollten Sie die Antiskating-Einstellung korrigieren, bevor Ihre Schallplatten Schaden nehmen.
Verzerrt es im linken Kanal – dann ist die Antiskating zu stark eingestellt – senken Sie den Wert ab!
Verzerrt es im rechten Kanal – dann ist die Antiskating zu schwach eingestellt – erhöhen Sie den Wert!
Kann man die Einstellung messen oder prüfen?
Es gibt eine Reihe von Mess- und Einstell-Schallplatten. Zum Teil arbeiten sie nur mit Ihrem Gehör, es gibt aber auch welche, zu denen eine Software gehört. Damit können Sie dann auch deutlich mehr messen als nur die korrekte Anti-Skating-Einstellung.
Tipp:
Trauen Sie Ihren Ohren – solange alles gut läuft und nichts verzerrt – lassen Sie die Antiskating-Einstellung so wie sie ist und sparen Sie sich die Mess-Schallplatten. [...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchAzimuth beim Tonarm
Der Begriff Azimuth beim Tonarm steht für den „rechten Winkel“, in dem ein Tonabnehmer zur Schallplattenoberfläche stehen sollte, wenn wir uns die Headshell von vorne betrachten.
Die korrekte Azimuth-Einstellung ist aber ein viel tiefer greifendes Thema, als es die Skizze erkennen lässt.
Sind sowohl Laufwerk,Tonarm als auch Tonabnehmer absolut präzise angefertigt worden, bedarf es eigentlich keiner Möglichkeit zur Azimuthverstellung. Jedes beteiligte Bauteil sollte im Lot, bzw. im Wasser stehen und jede Diskussion über falsch oder richtig damit überflüssig sein.
Doch was kann hier nicht alles passieren!?
Laufwerk
Hier lautet die entscheidende Frage, ob das Chassis an der Stelle, an der die Tonarmbasis montiert ist, parallel zur Plattentelleroberfläche verläuft. Und das ist nicht so selbstverständlich wie es einem auf den ersten Blick erscheinen mag!
Sind Tonarm und Plattenteller-Lager auf dem gleichen „Brett“ montiert, sollte man davon ausgehen können, dass sie parallel zueinander stehen.
Aber ist der Plattenteller auch wirklich „flach“ oder ist er ein wenig „schüsselförmig“?
Manche Plattenteller werden mit einer kleinen Erhöhung am Rand versehen. Meistens gehört nun ein Plattengewicht dazu. Legt man die Platte ohne Gewicht auf den Teller, liegt sie lediglich außen am Rand auf dieser Erhöhung auf und man kann bei einer leicht verwellten Platte erkennen, dass hier und da eine Lücke zwischen Rand und Platte besteht.
Kommt nun das Gewicht zum Einsatz, wird die Schallplatte rundherum gegen diesen Rand gedrückt und liegt nun überall fest an. Schneiden wir aber diese Konstruktion gedanklich in der Mitte durch, werden wir feststellen, dass sich die Platte im äußeren Bereich nach oben biegt und dadurch eine leichte Schüsselform angenommen hat.
Andere Plattenteller (z.B. bei früheren Audio Exclusive-Granitlaufwerken) sind komplett schüsselförmig gearbeitet – bis zur Lagermitte hin.
Eine weitere durchaus interessante Variante bot und bietet uns VPI. Hier ist der Plattenteller plan. Um die Mittelachse herum liegt jedoch eine Gummischeibe. Legt man nun eine Schallplatte auf, liegt sie vollständig „hohl“ zum Plattenteller hin und wackelt auf der kleinen Gummischeibe hin und her.
Die Mittelachse hat jedoch ein Außengewinde, dazu gehört ein Puck und eine runde Rändelmutter aus Kunststoff. Dieser Puck ist an der Unterseite schüsselförmig ausgeführt. Wenn wir den Puck auflegen und ihn mit der Kunststoffmutter anziehen, drückt er nur mit seinem äußeren Rand auf die Schallplatte und zwingt sie so zunächst ebenfalls in eine Schüsselform nach unten. Dadurch legt sich selbst eine verwellte Platte außen glatt auf den Plattenteller. Wenn wir den Puck nun weiter anschrauben, bekommt die Schallplatte über eine immer größer werdende Fläche Kontakt zum Plattenteller und liegt dann wieder plan und waagerecht.
Mit einer alten Schallplatte können wir das gut kontrollieren, indem wir immer wieder mit unserem Fingernagel oder einem kleinen Gegenstand auf die Platte klopfen. Klingt es hohl, müssen wir den Puck noch fester anziehen. Erst wenn die gesamte Fläche mit der Musikinformation fest auf dem Plattenteller aufliegt, haben wir das korrekte Drehmoment erreicht. Sobald wir gelernt haben, wie fest wir den Puck anziehen müssen, können wir das auch mit unseren guten Schallplatten machen.
Und wenn der ganze Plattenteller schief steht?
Doch was nutzt die beste Plattenteller-Konstruktion, wenn der Plattenteller nicht parallel zum Chassis steht?
Es gibt da zum Beispiel ein Laufwerk, dessen Holz-Chassis einen „Schnitt“ verpasst bekommen hat. Dieser Schnitt verläuft um das Plattentellerlager herum und soll dazu dienen, die Resonanzen des Lagers und die im Tonarm nicht zueinander finden zu lassen.
Zum einen widerspricht es damit meiner persönlichen Theorie des Resonanzkreislaufs (habe ich an anderer Stelle bereits erläutert) zum anderen passiert aber nach einiger Zeit folgendes:
Diese „Halbinsel“, auf der der Plattenteller samt Lager montiert ist, sackt nach unten ab. Damit steht sie nicht mehr parallel zum Chassis und zur Tonarmbasis. Wie wir dieses Laufwerk auch justieren, entweder steht der Plattenteller im Wasser oder die Tonarmbasis. Beides geht nicht!
Schief stehender Plattenteller und mögliche Ursache
In all diesen Fällen und sicher gibt es da noch einige Gründe für einen schief stehenden Teller mehr, kommen wir nicht umhin, den Azimuth an die Plattenoberfläche anzupassen.
Tonarm
Wird ein Tonarm ohne Azimuth-Verstellmöglichkeit ausgeliefert, der nicht korrekt im Lager sitzt, können wir lange nach einer Abhilfe suchen – eine praktikable Lösung werden wir nicht finden.
Aber auch die Basis, also die Stelle, an der der Tonarm montiert ist, kann ein wenig schief stehen. Manchmal ruht der Arm auf einem „Ausläufer“, der nicht ganz parallel zur Plattenoberfläche verläuft. Bevor wir so eine schiefe Basis mit der Azimuth-Einstellung auszugleichen versuchen, sollten wir aber zunächst prüfen, ob sich die Basis nicht richten lässt, denn jede eigentlich unnötige Azimuth-Abweichung löst nur neue Probleme aus.
Tonabnehmer
Hier gibt es gleich mehrere Stellen, an denen möglicherweise nicht ganz korrekt gearbeitet worden sein kann. Die offensichtlichste Möglichkeit ist, dass der winzig kleine Diamant nicht ganz senkrecht eingebaut worden ist. Die nächste Ungenauigkeit kann sich bei der Fixierung des Nadelträgers ergeben haben.
Aber auch das gesamte „Innengebilde“ aus Nadelträger, Spulen und Magneten kann in sich „schief“ eingebaut worden sein. Jeder, der schon mal mit Magneten „gespielt“ hat, der weiß, dass sie nicht ganz einfach zu handeln sind.
Und dann gibt es noch eine ganz einfach Erklärung für einen optisch „schiefen“ Tonabnehmer:
Weil sich der Hersteller an seine Messergebnisse gehalten und den Tonabnehmer optimiert hat.
Messung über Optik?
Es gibt keine zwei absolut identische Magnete und auch keine zwei absolut identische Spulen. Ganz sicher haben sie alle eng gesteckte Toleranzen einzuhalten, aber völlig identisch sind sie nie.
Mit unseren Augen können wir solche Unterschiede nicht erkennen, auch nicht unter dem Mikroskop. Aber es gibt Messgeräte, die uns viel verraten können.
Doch was genau ist das Ziel solcher Messungen?
Nehmen wir als Beispiel die Endjustage eines MC-Systems.
MC steht hier für Moving-Coil, also für „bewegte Spule“. Dies bedeutet, dass sich auf dem Nadelträger Spulen befinden. Gleitet der Diamant durch die Rille, bewegt sich der Nadelträger und damit bewegen sich die Spulen. Da sich die Spulen innerhalb eines Magnetfeldes befinden, wird eine elektrische Spannung erzeugt.
Das erste Ziel …
eines Tonabnehmer-Entwicklers lautet, eine möglichst hohe Ausgangsspannung zu erhalten. Dies gelingt nur an der Stelle, an der das Magnetfeld am stärksten ist. Er wird also bei der Justage des Nadelträgers versuchen, den Lagerpunkt an der richtigen Position innerhalb des Magnetfeldes zu fixieren.
Das zweite Ziel …
ist, für beide Kanäle den gleichen Pegel zu erreichen. Es ist nicht akzeptabel, wenn ein Kanal lauter ist als der andere.
Das dritte Ziel …
ist die Verhinderung des „Übersprechens“, also die Optimierung der Kanaltrennung.
Was im linken Kanal zu hören ist, das soll auch im linken Kanal bleiben. Ebenso sind unsere Ansprüche an den rechten Kanal.
Es ist leicht zu erkennen, dass die Messergebnisse möglicherweise gegensätzliche Optimierungsmaßnahmen einfordern, die den Hersteller zwingen können, sich entscheiden zu müssen.
Solange er nur das „Opfer“ bringen muss, dass der Nadelträger am Ende ein wenig schief aussieht, wird er es gerne bringen. Händler und Kunden müssen ihm da aber schon ziemlich vertrauen, oder?
Sie werden jetzt vielleicht eine Vorstellung davon bekommen haben, wieso es so große Preisunterschiede bei den Tonabnehmern gibt.
Das untere Ende der Fahnenstange bildet die Bulk-Ware, also Blister-Verpackungen, auf denen 50 oder 100 Tonabnehmer zu finden sind. Die Endkontrolle findet hier beim Kunden statt. Dies bedeutet, dass der Hersteller möglicherweise gar nicht weiß, ob er etwas Funktionierendes oder Ausschuss produziert hat. Der Händler kauft eine “Liefereinheit” und der Preis dafür ist so kalkuliert, dass er einen großen Teil der Ware einfach wegschmeißen kann.
Stellt der Endverbraucher nach dem Kauf fest, dass der Tonabnehmer nicht oder nicht richtig funktioniert, bekommt er eben ein anderes. Wenn er es denn merkt. Ob er ein richtig gut funktionierendes System erworben hat oder eines, das eben geradeso funktioniert, ist Zufall – so wie beim Losekaufen. Die meisten Lose sind Nieten, man kann aber auch Glück haben.
Die zweite Stufe bilden die Tonabnehmer, die einzeln verpackt angeboten werden. Hier ist i.d.R. sichergestellt, dass sie auf ihre Funktion hin geprüft worden sind.
Noch besser sind dann die Tonabnehmer, bei denen die Einhaltung bestimmter Mindestwerte zugesagt wird. Oftmals liegen diesen Systemen auch die Mess-Schriebe bei.
Wenn Sie sich jetzt fragen, was denn mit den Tonabnehmern geschieht, die bei der Prüfung durchfallen, dann gehen Sie doch einfach noch einmal ein paar Zeilen zurück und lesen Sie bei „Die zweite Stufe …“ weiter. 🙂
Die vierte Stufe wird dann von den Tonabnehmern gebildet, die so entwickelt und angefertigt worden sind, dass sie ganz besondere Messwerte erreichen.
Sind also die Messwerte das A&O eines Tonabnehmers?
Im Prinzip schon.
Immer wieder wird es einen Tonabnehmer mit schlechten Messwerten geben, der doch einen ganz individuellen Reiz besitzt. Aber das ist dann so wie die Fotos einer Lochbild- oder Lomo-Kamera.
Irgendwie faszinierend, aber qualitativ doch völlig daneben.
Leider muss man aber auch sagen, dass selbst die allerbesten Messwerte kein Versprechen für einen tollen Klang sind. So einen teuren Tonabnehmer, den sollte man sich deshalb unbedingt ganz bewusst und sorgfältig auswählen und nur bei dem zugreifen, der den eigenen Geschmack am besten trifft.
Fassen wir zusammen:
Eigentlich sollte von Haus aus alles „im Lot“ und eine Korrektur durch Schiefstellen der Headshell indiskutabel sein. Allerdings gibt es konstruktive Gründe, durch die eine Azimuth-Justage unverzichtbar werden kann.
Dann gibt es noch Fehlstellungen durch eine ungenaue Herstellung und am Ende gibt es eine optische Fehlstellung, durch die aber die maximale Leistung des Tonabnehmers erst gewährleistet wird.
Solche Dinge wie schiefe Plattenteller oder Tonarmbasen können wir ja noch mit dem bloßen Auge erkennen und was dagegen tun, aber wie finde ich denn heraus, ob mein Tonabnehmer aus Versehen oder absichtlich schief hergestellt worden ist?
Hier müssen wir folgende Varianten unterscheiden:
Schiefer Diamant
Ich kenne keinen Tonabnehmer-Hersteller, der seine Diamanten absichtlich schief einbaut, um noch bessere Messwerte zu erhalten. Diamanten werden nicht einzeln, sondern bereits auf dem Nadelträger fertig montiert geordert.
Wer als Hersteller einen Nadelträger mit schief montiertem Diamanten akzeptiert, der hat gar nicht vor, den weltbesten Tonabnehmer zu produzieren.
Die Frage ist ja auch, ob die Nadel schief montiert worden ist, oder ob nicht eher der Hersteller den Nadelträger leicht verdreht montiert hat.
So oder so: Ein System mit schief sitzendem Diamanten gehört vom Endverbraucher nicht „ausgeglichen“ sondern reklamiert!
Schiefer Nadelträger bei Serien-Produkten
Es liegt ein Produktionsfehler vor und das System sollte sofort wieder zurückgeben werden.
Schiefer Nadelträger bei hochwertigen Einzel-Produkten
In diesem Fall sollten wir davon ausgehen, dass die Schiefstellung das Ergebnis einer peniblen Justage ist, auch wenn das jetzt ziemlich dreist wirken mag. Um hierfür eine Bestätigung zu erhalten, sollten wir das System beim Händler durchmessen lassen oder es selbst durchmessen.
Vorsicht vor Sonderangeboten bei Tonabnehmern!
Einerseits ist es natürlich ganz toll, wenn man bei einem teuren Tonabnehmer ein paar Hundert Euro sparen kann und zum Beispiel statt 800,- € nur 500,- € bezahlt hat. Wenn man aber 500,- € für einen Tonabnehmer bezahlt hat, der bereits reklamiert wurde und keine 200,- € Wert ist, dann stimmt das mit der Sparerei nicht mehr so ganz, oder?
Bitte merken:
Wenn ein 800,- €-Tonabnehmer reklamiert werden durfte, dann ist er defekt und selbst ein intaktes 200,- Euro-System klingt im Vergleich deutlich besser!
Könnte man ihn einfach instandsetzen, hätte der Hersteller das schon selbst veranlasst. So ein System klingt nicht gut und im schlimmsten Fall machen Sie sich mit ihm Ihre schönen Platten kaputt!
Am sichersten ist es, Sie kaufen einen Tonabnehmer vor Ort bei einem kompetenten Händler, bei dem der Einbau zum Service dazugehört. Und wenn es irgendwie geht, dann sollte auch eine Messung zum Service dazugehören.
Wieso Händler äußerst ungern messen
Jedes Messergebnis ist ein Resultat aus der Kombination Laufwerk-Tonarm-Tonabnehmer. Der allerbeste Tonabnehmer kann in einem nicht optimal passenden Tonarm keine „Wundermesswerte“ erreichen. Will der Kunde mit diesem Arm aber unbedingt genau diesen einen “Traum-Tonabnehmer kaufen, dann liegt es nicht im Interesse des Händlers, ihm durch entsprechende Messungen zu beweisen, dass das in diesem Fall Unsinn ist.
Kann man Tonabnehmer selber messen?
Grundsätzlich können Sie alle Messgeräte des Marktes auch als Endverbraucher erwerben. Es gibt da keine, die dem Fachhandel vorbehalten sind. Aus Kostengründen werden Sie als Kunde aber wohl darauf verzichten wollen.
Preisgünstig sind Mess-Schallplatten, die der Markt immer noch anbietet und mit denen man die wichtigsten Einstellungen ganz gut nach Gehör beurteilen kann.
Ein Zwischending ist die Software des Herrn Dr. Feickert. Wer häufiger selbst Tonabnehmer justiert und den Händlern an seinem Wohnort nicht vertraut, ist damit gut gerüstet. Hierbei werden fünf verschiedene Headshell-Stellungen durchgemessen (-2°, -1°, 0°, +1°, +2°), um aus allen fünf Messkurven die optimale Azimuth-Einstellung erkennen zu können.
Eine solche Messung ist ideal – ja fast schon genial — da sie wirklich alle Parameter des Laufwerks, des Tonarms und des Tonabnehmers im Zusammenspiel berücksichtigt – und zwar nicht theoretisch, sondern praktisch!
Für einen Händler ist auch diese Software ein „zweischneidiges Schwert“, denn kaum ein Kunde wird sich darüber freuen, einen optimal justierten – aber schief stehenden Tonabnehmer ausgehändigt zu bekommen, oder?
Sie sollten jetzt in der Lage sein, die Bemühungen des Händlers zu verstehen und in einem Gespräch mit ihm herausfinden können, was tatsächlich hinter seiner “schiefen Azimuth-Einstellung” stecken könnte. [...]
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5. Dezember 2021HiFi-HandbuchElektrischer Abschluss von Tonabnehmern
Vorwort:
Das Thema “elektrischer Abschluss von Tonabnehmern” ist keines, bei dem sich alle einig sind.
Bereits in den 80-er Jahren hatte ich alle „großen“ und „kleinen“ Tonabnehmer-Hersteller angeschrieben, um von ihnen einen fachlich korrekten Bericht zum Thema „elektrischer Abschluss eines Tonabnehmers“ zu bekommen, den ich in meiner kleinen HiFi-Zeitschrift veröffentlichen wollte.
Jedoch kein einziger Hersteller war damals bereit, sich dazu schriftlich zu äußern.
Irgendwie hatte ich in ein Wespennest gestochen und alle forderten mich auf, mich auf der Stelle nicht mehr zu bewegen, in der Hoffnung, die Wespen würden sich wieder beruhigen.
Einzig und allein Klaus Renner, den Herausgeber der Kult-Zeitung „Das Ohr“, konnte ich dafür gewinnen, sich zu diesem Thema zu äußern.
Seitdem hört man sowohl von den Tonabnehmer-Produzenten als auch von den Phonoteil-Entwicklern immer wieder die Aussage, dass es „jetzt aber wirklich völlig gleichgültig geworden sei, wie man ein MC-System elektrisch abschließt, ab sofort hätte es keinerlei klangliche Auswirkungen mehr.“
Und fast 30 Jahre nach meinen ersten Bemühungen muss ich erkennen, dass ich immer noch ein Thema anspreche, bei dem sich die „HiFi-Druiden“ gegenseitig die Zaubersprüche um die Ohren hauen, um einander größtmöglichen Schaden zuzufügen.
Immer mehr glaube ich aber, dass es dabei weder um die fehlende Kunst des Erklärens noch um unterschiedliche Ansichten geht – es scheint viel mehr das Problem vor zu liegen, dass niemand so recht in der Lage ist, die Problematik gänzlich zu beseitigen.
Ein Problem fehlender Standards?
Im Computer-Bereich gibt es das „Open-Source-Problem“. Jeder kocht sein eigenes Süppchen, alle dürfen auch noch drin rumrühren und keiner sorgt dafür, dass etwas zueinander kompatibel ist.
Dagegen steht die Apple-Philosophie, die darauf achtet, dass alle Dinge miteinander harmonieren. Zumindest in der Theorie.
Braucht die Analog-Szene ebenfalls so eine übergeordnete Stelle? Bei der sowohl die Tonabnehmer- als auch die Phonoteil-Hersteller ihre Neuentwicklungen immer erst freigeben lassen müssen?
Um Himmels Willen nein, bloss nicht!
Wenn ich ganz ehrlich sein soll, dann ist das doch das Spannende an dieser analogen Sache. Ich kriege einen neuen Tonabnehmer oder ein neues Phonoteil und kann mich Stück für Stück hineinhören. Erst mit einer Grundeinstellung (Leerlauf) beginnen und dann mit verschiedenen Variationen austüfteln, wie es wohl noch besser werden könnte.
Wie viele Überraschungen habe ich da schon erlebt!
Und das soll dann alles vorbei sein?
Sie werden jetzt vielleicht denken:
„Ja, Du weißt ja auch, was Du zu machen hast, aber was ist mit mir?“
Für Sie – schreibe ich gerade diesen Beitrag!
Lesen Sie ihn und danach werden Sie ebenfalls wissen, was zu machen ist. Vielleicht wissen Sie dann immer noch nicht, wieso Sie das tun, aber was zu tun ist, das sage ich Ihnen jetzt.
MM-System (moving-magnet)
Bei einem MM-System brauchen wir uns um den Abschlusswiderstand keine Gedanken zu machen. MM-Eingänge sind grundsätzlich mit 47 KOhm abgeschlossen. Da gibt es für Sie gar nichts zu tun.
Empfindlich reagiert ein MM-System schon mal auf einen völlig falschen Kapazitätswert des angeschlossenen Kabels. Hierbei zählt die vollständige Verkabelung – angefangen von den kleinen Steckschuhen am Tonabnehmer bis hin zu den Cinch-Steckern und alles zwischendurch sowieso. Die Summe aller Kapazitäten ist entscheidend.
Ein Wert von 150pF wird dabei als optimal und gleichzeitig auch maximal betrachtet. Echte Tonarmkabel haben daher in der Regel auch sehr niedrige Kapazitätswerte, denn hinzufügen, was zu wenig ist, das geht durchaus. Liegt die Kapazität des Anschlusskabels aber zu hoch, gibt es keine Abhilfe.
Kann man die Kapazität des Kabels selber messen?
Einfacher als zu messen ist es, in die technischen Daten des Kabels zu schauen. Liegen die bei unter 100 pF/m und ist das Kabel auch nicht länger als 1m, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Wenn Sie aber über ein entsprechendes Messgerät verfügen und damit umgehen können, ist das Messen auch keine Zauberei. Denken Sie nur daran, die Schuhe am Tonabnehmer vor der Messung abzuziehen, sonst messen Sie den Tonabnehmer mit!
Sofern das Gesamt-Ergebnis unter 150pF bleibt, werden Sie feststellen, dass auch klanglich alles in Ordnung ist. Wenn man will, kann man diesen Wert exakt anpassen, aber man sollte sich davon nicht zu viel versprechen.
Wenn Sie jedoch ein MM-System betreiben und den Eindruck haben, dass es weit entfernt von seinen klanglichen Fähigkeiten läuft, dann sollten Sie das Kabel mal durchmessen lassen, oder sich die technischen Daten ansehen. Möglicherweise liegt die Kapazität des Kabels ja doch zu hoch und vielleicht steckt hier ja die Ursache für einen nicht so tollen Klang.
MC-System (moving-coil)
Beim MC-System kehren sich die Anforderungen um. Hier spielt der Kapazitätswert keine Rolle. Um so bedeutender wird der korrekte Abschlusswiderstand. Stimmt er nicht, wirkt sich das unter Umständen (bei dem einen Tonabnehmer mehr bei dem nächsten weniger) auf die Lautstärke, sowie auch auf die elektrische Bedämpfung des Nadelträgers und damit eben auch auf das gesamte Klangbild aus.
Wird ein MC-Tonabnehmer mit einem zu niedrigen Wert abgeschlossen, wirkt sein Klangbild „müder“ – aber es gewinnt an räumlicher Tiefe.
Wird ein MC-Tonabnehmer mit einem zu hohen Wert abgeschlossen, klingt es „dünner“, „harscher“ und einfach „nervös“.
Es sei denn, man wählt einen viel zu hohen Abschlusswiderstand.
Der Wert, ab wann dieser Widerstand „viel zu hoch“ ist, der hängt vom eigenen Innenwiderstand des Tonabnehmers ab. Bei manchen Tonabnehmern reichen schon 300 Ohm – bei anderen muss man auf über 2.000 Ohm gehen. Von diesem Wert an verändert sich klanglich überhaupt nichts mehr. Ob wir also 2.000, 20.000 oder die 47.000 Ohm des MM-Eingangs verwenden, ist völlig gleichgültig.
Herbert Schleicher, der mir in den 80-er Jahren das „analoge Laufen“ beigebracht hat, nannte diesen Zustand „Leerlauf“.
Auch wenn ich bis heute nicht in der Lage bin, diesen Zustand fachlich korrekt zu erläutern, kann ich bestätigen, dass ein MC-System im „Leerlauf“ bereits sehr viel von seinen Fähigkeiten zeigen kann. Um eine Zahl zu nennen, würde ich mich darauf festlegen, dass es uns etwa 90% seiner Fähigkeiten zeigt. Und was wichtiger ist: Es gibt uns einen Hinweis darauf, welche klangliche Ausrichtung es von Hause aus mitbekommen hat.
Wenn Sie über ein MC-System gar nichts wissen und herausfinden wollen, wie es „wohl klingen kann“, dann wählen Sie sicherheitshalber einen Abschlusswiderstand höher als 2.000 Ohm und Sie werden es kennenlernen können. Mit diesem Klangbild im Ohr können Sie dann mit verschiedenen Widerstandswerten experimentieren und brauchen einfach nur hinzuhören, wie sich das Klangbild entwickelt. Sie haben dann den richtigen Wert gefunden, wenn es wieder so klingt, wie im Leerlauf, aber doch an Qualität gewonnen hat, wenn also auch die letzten 10% noch hinzugekommen sind.
Wobei Sie da nicht ängstlich sein sollten und ruhig Ihren eigenen Geschmack als Maßstab nehmen dürfen.
Ortofon-Systeme, die bis etwa 1992 gebaut worden sind, dürfen mit höchstens 30 Ohm betrieben werden und fühlen sich so bei 15 bis 20 Ohm richtig wohl. Madrigal-Systeme brauchten zwingend 850 Ohm.
Audio-Technica zeigte es dann anfangs der 90-er Jahre allen anderen und legte seine hochwertigen Tonabnehmer vollständig auf exakt 100 Ohm aus.
Dies war ein genialer Schachzug, denn fast alle in Verstärkern fest integrierte MC-Eingänge sind mit 100 Ohm abgeschlossen. Diese 100 Ohm gelten sozusagen als Standard. Ein Audio-Technica-System passte damit immer und hatte „die halbe Miete schon im Sack“.
Ein MC 30 von Ortofon musste außen vorbleiben, denn mit 100 Ohm klang es gruselig!
… und verändern konnte man das an den Verstärkern eben meistens nicht.
Ortofon setze deshalb zu dieser Zeit verstärkt auf die Nutzung von Übertragern.
Übertrager arbeiten ähnlich wie Transformatoren. Es gibt also einen „Primärstrom“ und einen „Sekundärstrom“, wodurch beide „elektrischen Seiten“ völlig voneinander getrennt werden.
Je nach Ausführung können wir durch Übertrager/Transformatoren den Strom erhöhen (also zum Bespiel von 12V auf 230V) oder absenken (also von 230V auf 12V).
Hat der Übertrager nun in unserem Fall die typische Ausgangsspannung eines MC-Systems von etwa 0,4 mV auf die eines typischen MM-Systems von etwa 5 mV angehoben, kann das MC-System direkt am MM-Eingang des Verstärkers angeschlossen werden und der Abschlusswiderstand spielt keine Rolle mehr.
So richtig genial war diese Vorgehensweise von Ortofon aber nicht, denn erstens wurde der Kunde dadurch gezwungen, noch ein Bauteil mehr einzukaufen und zweitens gab es nicht unerhebliche Preis- und Qualitätsunterschiede zwischen den Übertragern, die der Markt parat gehalten hat.
Fazit:
Sie müssen sich wohl entscheiden, ob Sie denen folgen wollen, die Ihnen sagen, dass das mit dem Abschlusswiderstand bei einem MC-System völliger Blödsinn ist, oder ob Sie Ihre Konstellation zuhause mal darauf prüfen wollen, ob sie elektrisch korrekt angepasst ist.
In den technischen Daten der Tonabnehmer ist meistens ein genauer Wert vorgegeben, den Sie auch einhalten sollten. Ansonsten experimentieren Sie einfach mal ein wenig.
Wie verändert man den Abschlusswiderstand denn überhaupt?
Leider gibt es Phono-Verstärker oder -Eingänge, an denen man gar nichts verändern kann. Das ist jetzt nicht wirklich tragisch und auch kein Beleg für eine schlechte Qualität des Bauteils. Sie sollten dann nur bei der Tonabnehmer-Auswahl darauf achten, dass der empfohlene Abschlusswiderstand auch zum Phonoeingang passt. Mit 100 Ohm liegen Sie eigentlich fast immer goldrichtig!
Kann man diesen Wert bei Ihrem Phonoteil anpassen, gibt es in der Regel zwei Ausführungen.
Mäuseklavier
Die erste Ausführung verfügt über ein so genanntes „Mäuseklavier“. Das ist ein Bauteil mit mehreren kleinen Schaltern drauf. Hier gibt der Hersteller eine kleine Anleitung dazu, die Ihnen verrät, welcher Schalter in welcher Stellung (on oder off) zu stehen hat, um bestimmte Werte zu erreichen. Diese Lösung hat den Vorteil, dass wir keine zusätzlichen Bauteile einkaufen müssen, aber den Nachteil, dass wir mit den einstellbaren Werten auskommen müssen. Macht das Mäuseklavier hier z.B. den Sprung von 100 direkt auf 500 Ohm, dann sollten wir keinen Tonabnehmer betreiben, der mit 350 Ohm abgeschlossen sein will.
Zweites Paar Eingangsbuchsen
Die zweite Möglichkeit ist ein paralleles Paar Eingangsbuchsen. Also über oder neben den Eingangsbuchsen für das Tonarmkabel gibt es noch ein zweites Paar Buchsen. In diese Buchsen können wir nun Cinch-Stecker hineinstecken, in die wir Widerstände gelötet haben.
Wer experimentieren will, der besorgt sich ein paar Stecker und eine Auswahl an guten Widerständen. Eine brauchbare Reihe wäre 20, 50, 100, 350, 500 und 800 Ohm.
Natürlich sollten es nicht die billigsten Widerstände sein. Und wer es den High-End-Entwicklern gleichtun möchte, der kauft von jeder Sorte 10 oder 20 Stück, um zwei absolut gleiche Widerstände heraus suchen zu können.
Aber ganz ehrlich: Übertreiben Sie das nicht!
Wenn Sie kein Lötkünstler sind, ergeben sich schon beim Löten deutlich größere Abweichungen als Widerstände Toleranzen haben dürfen. Und ob Sie den Tonabnehmer jetzt mit 100 Ohm abschließen oder mit 99,998 – das dürfte wohl auch niemand hören können.
Also ich bin da jedenfalls draußen! [...]
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