ASR Emitter 1

AUDIOSAUL Historie

AUDIOSAUL Historie

Sie wundern sich, dass wir unseren Bericht über die AUDIOSAUL Historie mit einem Produkt-Foto vom ASR Emitter beginnen?

Nun, der Grund dafür liegt darin, dass es AUDIOSAUL ohne den ASR Emitter vermutlich nie gegeben hätte.

Am Anfang war … der Emitter

Wir schreiben das Jahr 1985 und ich bin -ganz privat- auf der Suche nach dem nächsten, ultimativen, aber dennoch bezahlbaren Verstärker. Dabei stoße ich auf den Emitter von ASR – damals für 3.000,- DM.
Das Design des Emitters polarisierte schon damals – sicherlich. Mich packte es so sehr, dass ich das Teil unbedingt hören wollte.

Aber ASR war gerade erst gegründet worden und Händler stürzen sich nicht auf neue Firmen – das ist ihnen zu riskant.
“Heute gegründet – morgen schon wieder geschlossen und den Ärger mit den Kunden hat der Händler.”

Das brachte mich auf den Gedanken, dass nur jemand einen Emitter verkaufen kann, der sich nicht den “Gesetzen des Marktes” zu unterwerfen hatte und beschloss, so etwas wie ein “ASR-Händler” zu werden.
Meine Frau und ich meldeten also ein Gewerbe an und dann ging es auch schon los.
Mit Friedrich Schäfer und Michael Rompf waren wir uns schnell einig geworden und so kaufte ich einen Emitter für die Vorführung in unserem kleinen Wohnzimmer und einen zum Verleihen, damit unsere Kunden sich den Emitter zuhause an der eigenen Anlage in aller Ruhe anhören konnten.

Das Konzept funktionierte

Der Emitter ließ sich richtig gut verkaufen. Unsere Kunden liebten unser Wohnraumkonzept und fühlten sich rundum wohl, auch wenn alles ein wenig klein und eng gewesen ist.

highend99

Jan Allaerts – Wolfgang Saul – Simon Yorke

Natürlich nutzte ich meine persönliche Leidenschaft zum Plattenspieler, um unsere analoge Palette zu erweitern. So dauerte es nicht lange und schon 1987 haben wir den deutschlandweiten Vertrieb für Pluto-Audio-Tonarme und Zarathustra Laufwerke (Simon Yorke) übernommen.
Nebenbei schrieb ich eine kleine Hifi-Zeitschrift, den “Insel-Kurier”, da wir uns ja “Ihre HiFi-Insel” genannt hatten.
Man darf sich das aber jetzt nicht so vorstellen, wie man das heute machen würde. Ich schrieb die Artikel mit der mechanischen Schreibmaschine!
Ein guter Freund besaß einen PC und der tippte das dann in ein DOS-Programm ein und versah es mehr oder weniger mit einem Layout. Er druckte es aus und meine Frau und ich kopierten diese Ausdrucke, sortierten sie und hefteten sie zusammen.
Das verschlang ganze Wochenenden und Nächte.
Mit einer Auflage von mehr als 1.000 Zeitungen im Monat gab ich es dann aber doch lieber an eine Druckerei ab. Dennoch war es anstrengend und ich musste mich entscheiden, ob ich zukünftig meine Zeit im Studio oder an der Schreibmaschine verbringen wollte.
Ich entschied mich für das Studio und stellte die Zeitschrift ein.

Von unserer Wohnung war mittlerweile schon nicht mehr viel als Wohnung zu erkennen. Das ganze Haus war zum HiFi-Studio geworden und so konnte es wohl nicht mehr lange weitergehen.
Um der Familie ihr Zuhause zurück zu geben, mieteten wir uns ein Studio in einem großen Gewerbeobjekt.
Gleichzeitig veranstalteten wir 1988 eine „Performance“, wie Ausstellungen damals eben hießen.

Unsere erste Performance

Ausstellung Joan

Joan M. von Sun Audio, eingerahmt von einem Paar B&W 808 und reichlich Mark Levinson.

Wir mieteten uns einen Teil eines Hotels und stellten unsere Produkte 3 Tage lang dort aus.

Es war einfach unglaublich, wie viele Besucher wir hatten. Vom Öffnen der Türen bis zum Schließen am Abend (zum Teil erst um 23:00 Uhr), herrschte so viel Andrang, dass die Firmenvertreter abends nicht mehr wussten, wo ihnen der Kopf stand.

 

Bowers & Wilkins (B&W) hatte alles aufgefahren, was man zu bieten hatte. Das Sun Audio-Team lieferte uns fast sein komplettes Equipment der High-End in Frankfurt. Und auch alle anderen Hersteller und Partner fuhren “groß auf”.
Es war einfach toll und die Ausstellung gab unserem Studio einen kräftigen Schub.

Umsatteln?

Michael Rompf

Michael Rompf        (ASR)

Peter Schippers

Peter Schippers (audiodata)

Rolf Gemein

Rolf Gemein   (Symphonic Line)

Thomas Bernhard

Thomas Bernhard     (Sun Audio)

Philipp Krauspenhaar

Philipp Krauspenhaar (Sun Audio)

 

 

 

 

 

 

1991 waren wir so weit, dass wir ernsthaft darüber nachdachten, hauptberuflich HiFi-Händler zu werden.
Wir zogen mit unserem Studio in ein “richtiges kleines Ladengeschäft” um (siehe Fotos von der Eröffnungsfeier).
Bald darauf übernahmen wir auch den Vertrieb für Jan Allaerts Tonabnehmer und stellten die Tonabnehmer auf den wichtigen HiFi-Messen aus.

 

Die Firmengründung von Progressive Audio im Jahre 1996 durften wir unterstützen und fanden in diesem Hersteller einen Lieferanten von wirklich beeindruckenden Komponenten. So beeindruckend, dass diese Produkte heute immer noch den Schwerpunkt unseres Angebotes darstellen.

Doch das alles konnte nicht verhindern, dass das Thema High-Fidelity auf einmal an Bedeutung verlor.
Die Nachfrage nach Plattenspielern sank praktisch auf Null.
Und nach den ersten “fetten Jahren” wollte irgendwie auch niemand mehr CDs kaufen.
Der Anspruch an den CD-Spieler sank dadurch ebenfalls und die MP3-Dateien, die sich immer stärker in den Vordergrund spielten, verlangten weder nach guten Verstärkern noch nach guten Lautsprechern.

Die High-Fidelity war nicht mehr angesagt und auch wir konzentrierten uns auf private Entwicklungen.
Unsere Kinder wuchsen heran, studierten, heirateten und wurden selbst zu Eltern. Das alles war sehr spannend und wir hätten es uns nicht verzeihen können, wenn wir es nicht mit voller Konzentration miterlebt hätten.

Doch seit 2015 bin ich nun in eine völlig neue Lebensphase eingetreten:  In den beruflichen Ruhestand.
Und ich muss zugeben, daran gedacht zu haben, ich könnte auch die High-Fidelity zur Seite legen.

Und das nur ein paar Monate vor unserem 30-jährigen Firmen-Jubiläum?  Niemals, oder?

Statt aufzuhören, haben wir das Fahrwerk wieder eingefahren und die Maschine durchgestartet.
Seit September 2015 arbeite ich wieder an unserer neuen Internet-Präsenz und wenn ich so auf das letzte halbe Jahr zurückblicke, kann ich nur sagen, dass ich verrückt gewesen wäre, wenn ich wirklich aufgehört hätte.

Champagner 30 Jahre

 

Im November 2015 wurde AUDIOSAUL dann tatsächlich 30 Jahre alt. Und zu unserer großen Überraschung erreichten uns von unseren langjährigen Lieferanten, die längst zu unseren Freunden geworden sind, so rührende Glückwünsche, dass uns tatsächlich das eine oder andere Tränchen kam.

Im Moment bin ich geradezu begeistert von der Tatsache, dass der Plattenspieler wieder so hoch im Kurs steht und ich weiß gar nicht, welches Laufwerk ich zuerst einkaufen soll.

Parallel dazu entwickelt sich aber auch das Streaming zu einer Möglichkeit, zum ersten mal in der Geschichte der High-Fidelity an die Original-Qualität der Masterbänder zu kommen.
Und selbstverständlich nutzt uns das eine wie das andere gar nichts, wenn wir nicht im Besitz eines tollen Verstärkers sind, den wir an genau so tolle Lautsprecher angeschlossen haben.
Ich hab so das Gefühl, das Hobby HiFi steht vor einem Comeback!

… und natürlich bin ich bereit, das zu unterstützen.

Was sich leider nicht geändert hat ist die Tatsache, dass es nach wie vor Menschen gibt, die ein persönliches Interesse daran haben, alles was mit diesem tollen Thema zu tun hat, mit Füßen zu treten und vielen damit den Start in die High-Fidelity schwierig machen.

Deshalb veröffentliche ich auf unserer Internetseite Artikel für Artikel aus meinem “Handbuch der High-Fidelity”.
Ein durch und durch persönliches Buch mit ausschließlich aus subjektiver Sicht geschriebenen Artikeln.
Kein Sachbuch, kein Fachbuch, keine Aneinanderreihung von Fakten – sondern ein Buch von mir.

Wenn Sie also schon immer mal die Meinung von jemandem kennenlernen wollten, der sich seit mehr als 30 Jahren intensiv mit dem Thema HiFi auseinander setzt, dann haben Sie hier und jetzt die Möglichkeit dazu.

Ich bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche Ihnen auf meiner Webseite viel Kurzweil!

Wolfgang Saul

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