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Qobuz Streaming

Streaming ist viel zu teuer!?

Streaming ist viel zu teuer!?

Streaming ist viel zu teuer!?

Blogbeitrag vom 4.02.2020 zum Titel: Streaming ist viel zu teuer!?

Besitzen Sie mehr als 420 CDs?

Wenn ja – sollten Sie sich jetzt darüber bewusst werden, dass Sie bereits mehr Geld für diese CDs ausgegeben haben, als Sie für ein Qobuz-Abo in den letzten 35 Jahren (seit Erscheinen der CD) bezahlt hätten.
Zu teuer …
ist etwas immer dann, wenn man den selben Nutzen auf anderem Wege günstiger bekommen kann.

Der Nutzen bei einem HRA-Musik-Portal besteht darin, dass Sie mit Beginn Ihrer Mitgliedschaft Zugriff auf etwa 40 Millionen Musik-Titel in hoher Qualität (HRA) erhalten.
Um einen ähnlichen Nutzen mit CDs zu erzeugen, brauchen Sie rund 4 Millionen CDs zu einem Preis von etwa  80 Millionen Euro.

Wer sich (wie die meisten von uns älteren hier) 1985 einen CD-Player zugelegt und dann jeden Monat nur eine (!!) CD gekauft hat, der besitzt heute 420 CDs.
Das sind dann (nach 35 Jahren!) 4.200 Titel, auf die er heute endlich zugreifen kann.

Ein Abo bei einem Musikportal wie z.B. Qobuz kostet 249,- € im Jahr, macht ungefähr 20,- € im Monat und damit exakt so viel, wie eine aktuelle CD im Sonderangebot kostet.

Angenommen, Sie entscheiden sich heute weiterhin gegen das Qobuz-Abo und bleiben dabei, sich für den “gesparten” Betrag auch die nächsten 35 Jahre jeden Monat eine CD zu kaufen, dann besitzen Sie im Jahr 2055 etwa 840 CDs und haben dann einen Zugriff auf rund 8.400 Titel.
Ich müsste 100 Jahre alt werden, um mir endlich aus 8.400 Titeln einen aussuchen zu können.
Alleine schon deshalb, weil ich davon ausgehe, dass ich dieses biblische Alter wohl eher nicht erreichen werde, bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mich auf ein Abo zu stürzen und so viel Musik zu hören, wie nur möglich. 🙂

Und ich gestehe – ich liebe Streaming!

Fast jeden Tag erhalte ich einen Hinweis auf eine Neuerscheinung und kann sie mir sofort anhören! Ich lerne viel über die Interpreten, indem ich ihre Biographien lese und ich schau mir die redaktionellen Inhalte des Portals an …
… und genieße das alles.

Ich muss nichts mehr kaufen, nichts mehr lagern, nichts mehr einsortieren, nichts mehr kategorisieren, nichts mehr alphabetisch trennen, nichts mehr suchen, nichts mehr vermissen, mich nicht mehr über Fehlkäufe ärgern und ich brauche keine Regale, Schubladen oder Kisten mehr.

Alle gleich!

Und außerdem finde ich es gut, das alle die selbe Qualität geliefert bekommen, ob sie arm oder reich sind.

Fazit:

Wer nicht gerne Musik hört und keine gute Anlage besitzt, der spart am meisten.
Aber jeder, der mehr als 420 CDs sein Eigen nennt, hat für einen extrem geringen Nutzen viel zu viel Geld ausgegeben.
So ist es!

7 Kommentare zu „Streaming ist viel zu teuer!?“

  1. Ich bin großer Fan von Streaming und muss gestehen, dass ich selbst bei Spotifys 320kBit auf meiner Anlage (die durchaus eine hochwertige “HiFi-Kette” darstellt) höre. Der Test mit Tidal (den oben beschriebenen Service kenne ich gar nicht) brachte da keine weitere Verbesserung. Auf einer Veranstaltung von Linn durfte ich einmal einen doch recht soliden Test von 320kBit vs Lossless hören. Und was soll ich sagen, mehr als Autosuggestion war das in meinen (Holz-)Ohren nicht 🙂

    1. Hallo Julian,
      so wie Dir geht es vielen.
      Man hört ein Klavier und denkt: „Das ist ein Klavier!“.
      Jemand verändert etwas an der Wiedergabe-Kette und man denkt erneut: „Das ist ein Klavier!“.
      Was ja auch völlig logisch ist, denn es ist ja ein Klavier.

      Worauf man achten sollte, um Unterschiede zu hören, wissen viele nicht.
      Klar – die üblichen Faktoren wie „viel Bass“, ein „voller Sound“ und „hohe Lautstärken“ werden schon eine Entscheidung bringen.
      Aber immer noch – weiß man nicht, wo da eine High-Res-Audio-Datei besser klingen soll als eine MP3-Datei.
      Schau Dir doch mal meinen Bericht https://audiosaul.de/die-hifi-hoerschule/ an und versuche, Dich auf die Stimmungen einzulassen.
      Mal nicht mit den Ohren zu hören, sondern mit dem Bauch.
      Bei der MP3-Datei wirst Du ein Klavier erkennen können – dass und warum der Pianist an manchen Stellen mit den Pedalen spielt, wird schwer zu erkennen sein.
      In welchem Raum die Aufnahme stattgefunden hat – wird verborgen bleiben. Ob der Pianist eine Idee zu schnell und damit hektisch spielt oder er einfach nur müde wirkt, wird man auch nicht eindeutig erkennen können.
      Bei MP3 hört man zu.
      Bei High-Res-Audio nimmt man Kontakt zum Musiker auf und freut sich darüber, mit ihm über die Musik eine emotionale Bindung aufzubauen. Musiker und Zuhörer empfinden das gleiche, verschmelzen geradezu.
      Das ist die Faszination, die von einem besseren Format ausgeht. Wofür High-Ender auch gerne mal 370,.- € für einen Schukostecker ausgeben.
      … wenn er denn zum Ziel führt.
      Der Rückschluss aber, dass ein Schukostecker für 370,- € besser klingen muss – der ist falsch und gefährlich.
      Man muss sich das selbst “erhören”.
      Und dafür muss man wissen, worauf man beim Hören achten muss.
      Die Berichte anderer zu lesen und ihnen alles zu glauben – ist ein großer Fehler und schult uns nicht. Nichts davon zu glauben, bringt uns nicht weiter. Wir entwickeln uns nicht. Wer Unterschiede hören können will, der muss sich mit dem Thema auseinander setzen.
      Stellen sich die ersten Erfolge ein, geht es dann meistens ganz schnell.
      Aber ohne es selbst zu wollen – läuft auch hier mal wieder gar nichts.
      Gruß! Wolfgang

  2. Die Argumentation ist aus meiner Sicht komplett unsinnig, weshalb ich hier einmal einen Gegenblickwinkel posten möchte.

    Es wird bspw. behauptet, der Nutzen sei der Zugriff auf 40 Millionen Musik-Titel. Das ist selbstverständlich nicht der Nutzen, schließlich dürfte sich das Interesse eines Nutzers auf lediglich eine drei- oder vierstellige Anzahl Musiktitel beschränken.
    In meinem Leben würde ich bestimmt nicht mehr als 50 CDs holen. Das macht bei 10 € pro CD 2,5 Jahre Qobuz-Mitgliedschaft mit CD-Qualität. Bei einem höher angesetzt CD-Preis etwas länger. Und diesen Break-even erreiche ich vor allem, bevor ich auch nur annähernd 50 CDs habe. Das Argument der 420 CDs ist damit auch hinfällig, da ich davon ausgehe, dass 50 realistischer ist als 420.

    Letztendlich bleibt nur noch der Nutzen der höheren Qualität (Studio), die aber nicht immer verfügbar ist und auch noch mal (auf die Jahresmitgliedschaft bezogen) 50 € mehr kostet.

    Fazit: Der Blogeintrag titelt zwar “Streaming ist viel zu teuer!?”, ist aber dann doch nur eine extrem eingeschränkte Sichtweise auf Personen, die massenhaft CDs kaufen würden. Eine aus meiner Sicht unrealistische Annahme für das Publikum, das dem Streaming vorrangig zugetan ist.

    1. Sorry Alex –

      aber irgendwie leben wir in völlig verschiedenen Welten.
      Auf mich wirkt Dein Kommentar in etwa so:

      Brief an Mercedes:

      Es wird behauptet, der Nutzen sei die hohe Reichweite von bis zu 1.000 km mit nur einer Tankfüllung. Das ist selbstverständlich nicht der Nutzen, schließlich dürfte sich das Interesse eines Nutzers auf lediglich 100 bis 200 km beschränken.
      In meinem Leben würde ich bestimmt nicht mehr als 50 km weit fahren.
      Das Argument der 1.000 km ist damit hinfällig, da ich davon ausgehe, dass 50 km realistischer sind als 1.000 km.

      Lieber Alex:
      Ich betreibe mein HiFi-Studio jetzt seit 35 Jahren und ich kann Dir versichern, üblicherweise haben meine Kunden heute zwischen 500 und 20.000 CDs.
      Weil sie Anlagen besitzen, mit denen das Musikhören Spaß macht.
      Wenn meine Kunden ihre eigene Musikbibliothek (auf einem NAS oder so) streamen, dann verfügen Sie über 1TB Musik (= 1.600 Alben) bis hin zu 12 TB (= rund 20.000 Alben).
      Dein Kommentar passt also hier irgendwie nicht auf meine Seite.
      Aber ich wollte ihn auch nicht blockieren.

  3. Weil ich sehr ähnliche, der von Dir erläuterten Gedankengänge hatte, um mich am (gar nicht mehr ganz so) neuen Medium „Musikstream“ zu versuchen, habe ich gerade noch rechtzeitig (bevor sich nämlich niemand mehr für das Hören von CDs interessiert) einen hochpreisigen CD-Spieler gut veräußern können.
    Eigentlich höre ich ausschließlich Vinyl, weil das „haptische Erleben“ und auch mein Klangempfinden der Schallplatte den Vorzug vor der CD gibt…gab!

    Nun also der Wechsel zum Streaming mit tollen neuen, gar nicht so teuren DACs und mit dem Roon Programm, welches so herrlich Qobuz und Tidal einzubinden weiß.

    Junge, junge – was für eine tolle Vielfalt, was für ein irres Klangerlebnis im Zusammenspiel mit Roon – faszinierend. Diese Spielmöglichkeiten herrlich.

    Mittlerweile höre ich wieder intensiver Musik, lasse mich inspirieren und lese -um mich herum kann die Welt untergehen- fröhlich über die Hintergründe der Entstehung von bestimmten Musikstücken oder über aufnahmetechnische Besonderheiten -sprich: das neue Medium bietet faszinierende Möglichkeiten, den aficionado zu unterhalten.

    Ich kann jeden Musikliebhaber unter den Hifi-Enthusiasten nur animieren, es einmal mit Tidal, Qobuz und Roon zu versuchen, sich die Anschaffung von CDs zu verkneifen und zu staunen, wie schnell und umfänglich, sich die eigene Interpretenliste erweitert, vervielfacht und -über bisherige Genregrenzen hinausgehend- der eigene Geschmack weiter zu entwickeln vermag.

    Es lebe die Vielfalt des kultivierten Hörgenusses.

    Liebe Grüße sendet ein mittlerweile überzeugter Genießer des Streamings.

    P.S.: Gute Seite übrigens -hat mich überzeugt, das Misstrauen ggü. Roon abzubauen -dafür meinen herzlichsten Dank!

    1. Hallo “Hochofen”,

      Hut ab! Mann o Mann, das ist ja ein Text bei dem man glauben könnte, ich hätte ihn in Auftrag gegeben. Danke sehr! Aber andererseits steht ja auch nur das drin, was jeder selber ganz schnell herausfinden wird, sobald er Deinem Ratschlag folgt. Noch viel Spaß beim Musikhören und bleib gesund! Wolfgang

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