Wie seht Ihr die Zukunft des Streamings?

Wie seht Ihr die Zukunft des Streamings?

Wie seht Ihr die Zukunft des Streamings?

Wie seht Ihr die Zukunft des Streamings?

 

a) Es geht alles den Bach runter, wie immer.

Erst Apple, Amazon, Google und Spotify, jetzt auch noch Youtube.
Diese Firmen-Imperien interessieren sich doch nur für das ganz große Geld. Und das macht man leider am besten mit schlechter Qualität, die aber immer und überall zu haben sein muss, natürlich kostenlos.
Zum Glück für diese Global-Player sieht das der Verbraucher ganz genau so und an einen Klangunterschied zwischen MP3 und HighResAudio glaubt der ja sowieso nicht. Der glaubt ja auch immer noch, die CD sei das Maß der Dinge.
Den guten Musik-Portalen werden die Kunden entzogen und sie werden vom Markt verschwinden. Also braucht auch keiner mehr gute Abspielgeräte oder Lautsprecher.
So geht alles den Bach runter, wie immer.

b) Ein Traum wird wahr.

Unübersehbare Zeichen wie die Rückkehr zur LP, die kollektive Ablehnung der CD und der Erfolg von Qobuz, dem Musik-Portal mit der besten Streaming-Qualität dieser Erde – all diese Hinweise können doch den großen Firmen nicht verborgen geblieben sein.

Wir – die Verbraucher – haben uns klar und deutlich gegen eine miese Qualität entschieden!

Die neuesten technischen Entwicklungen bereiten den Weg vor – hin zu einer Klangqualität, von der wir noch vor kurzem nur träumen konnten.
Gewinnen kann jetzt nur das Musik-Portal, das uns die beste Qualität zum besten Preis mit der komfortabelsten Bedienung bietet.

Und besser, als im eigenen Wohnzimmer die Original-Studio-Aufnahme-Datei streamen zu können – kann es doch gar nicht werden. Selbst die Argumente pro analog gehen damit verloren. Zumindest dann, wenn die Aufnahme digital stattgefunden hat.

Wann immer ich möchte, begebe ich mich auf musikalische Weltreisen zu Musikern, die ich ohne das Streaming niemals im Leben kennen gelernt hätte. Und die 1:1-Klangqualität erlaubt es mir zu erfahren, was mir die Musiker mitteilen wollen.
Ein Traum wird wahr.

c) Es kommt zu einer friedlichen Co-Existenz zwischen Masse und Klasse

Die Mühlen mahlen nicht so schnell, wie sich das so manch einer wünscht. Wer nicht HiFi als Hobby hat, der hat doch noch gar nicht mitbekommen, was da gerade passiert.
Der kauft sich immer noch einen CD- oder einen MP3-Player und deshalb werden die auch noch weiter produziert. Die Industrie ist sehr daran interessiert, diesen Zustand so lange wie möglich aufrecht zu halten. Null Euro Entwicklungskosten bedeuten 100% der Marge in der Kasse.
Irgendwann werden die Stückzahlen weniger werden und man stellt das Angebot ein.
Dann wird man damit beginnen, HighResAudio-Player für den Massenmarkt zu produzieren. Da wird dann auch viel dabei sein, wo zwar HRA drauf steht und wo auch ab und zu eine blaue LED angeht, aber klingen wird es keinen Deut besser als MP3.
Muss es ja auch nicht!
Denn die, die den Klanunterschied wahrnehmen, die kaufen sich ja heute schon ein feines Gerätchen und haben längst einen Account bei Qobuz eröffnet, für den sie gerne 349,- € im Jahr bezahlen.
Vielleicht entsteht ja mit highresaudio.com zumindest ein weiterer Wettbewerber auf Augenhöhe.

Zum Glück (!!)  ist aber die angesprochene Zielgruppe so klein, dass sich die Großen für dieses Thema nicht interessieren.
So kommt es zu einer friedlichen Co-Existenz zwischen Masse und Klasse.

 

Könnt Ihr Euch einer der Meinungen anschließen oder seht ihr das vielleicht noch ganz anders? Ich würde mich über ein paar Rückmeldungen freuen.

Auralic Altair wird das meistverkaufte Gerät 2017

Auralic Altair wird das meistverkaufte Gerät 2017

Das meistverkaufte Produkt des Jahres 2017

Das meistverkaufte Produkt des Jahres 2017

AURALIC Altair

Auralic Altair silbern

Mit großem Abstand setzt sich der AURALIC Altair in diesem Jahr an die Spitze der verkauften HiFi-Komponenten bei AUDIOSAUL.
Wir bedanken uns bei allen Kunden, die uns ihr Vertrauen geschenkt und diesem tollen Gerät eine Chance gegeben haben.
Aus unserer Sicht ist der Altair zu recht der Gewinner des Jahres 2017 geworden.

Das liegt zum einen daran, dass es sich bei ihm um eine schier unglaublich gut klingende High-End-Komponente handelt.
Und zum anderen daran, dass  Geräte wie der Altair gerade dabei sind, die Art und Weise zu revolutionieren, wie wir Musik hören.

… ohne Ihren Computer mit der Stereoanlage verbinden zu müssen, ohne sich jemals wieder eine CD kaufen zu müssen.

Zusammen mit einem Musik-Portal wie Qobuz oder Tidal holen wir uns mehr als 40 Millionen Songs von Musikern aus allen Herren Ländern ins Wohnzimmer.

Und das in echter Tonstudio-Klangqualität.

Helfen auch Sie mit, den Musikproduzenten ein deutliches Zeichen dafür zu geben, dass wir gut gemachte Musik zu schätzen wissen und nicht länger gewillt sind, für „Krach“ Geld auszugeben.

Oder sollte Karl Valentin am Ende doch Recht behalten, als er sagte:

„Die Zukunft, die war früher auch besser!“ ?

 

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Sie möchten gerne mehr über diese neue Art wissen, Musik in Tonstudio-Qualität genießen zu können?
Dann vereinbaren Sie doch mit uns Ihren ganz persönlichen Streaming-Workshop! Sie können bis zu zwei weitere Personen mitbringen. Wir freuen uns auf Sie

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ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

„Ja, sach ich doch!“
Das ist die Lösung:  ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

Was bisher geschah …    😉

Wir erhielten vor einigen Tagen unseren ELAC Element Vollverstärker, bestätigten ihm in unserem Hörbericht einen wirklich ungewöhnlich guten Klang – auch weit über seine tatsächliche Preisklasse hinaus, zeigten uns aber angesichts der „Mickymaus-Kaltgerätebuchse“ (C5) nahezu schockiert.
Was uns daran ärgerte war, dass wir nicht einfach mal eben schnell ein paar andere Stromkabel ausprobieren konnten.  Dieses Ritual gehört bei uns einfach zum Testen neuer Geräte dazu.
Natürlich sind die Ergebnisse dieses Rituals manchmal „völlig Banane“.
Wenn eine 400,- €-Komponente mit einem Stromkabel für 1.200 € über sich hinaus wächst, was soll man dann mit dieser Erkenntnis anstellen, außer, sie für sich zu behalten?
Nun gut, die Behauptung in meiner Produktbeschreibung war, dass es kein einziges „audiophiles“ Stromkabel mit diesem C5-Stecker gibt, das man mal ausprobieren könnte.

Holland rettet Deutschland

Diese Aussage ließ jedoch Bernd van Hal, ein befreundeter HiFi-Händler aus den Niederlanden (NOVUS Audio in Kampen) so nicht gelten und wies mich auf das NRG-X3 Kabel von AudioQuest hin, das es mit dem besagten C5-er Stecker geben sollte.
Bisher hatte er für ein solches Kabel in seinem Studio noch keine Verwendung gefunden. Da er aber auch ELAC führt und sein Element bereits geordert war, war die Sache für uns klar:  Er musste uns beiden ein solches Kabel ordern, damit wir es ausprobieren können.

Heute Morgen ist es nun angekommen.
Ergebnis unseres Hörtests:
Ich brauchte nicht einmal ganz eine Minute, um nie wieder das mitgelieferte Kabel anschließen zu wollen.
Wer nun behauptet, das würde ich nur schreiben, um noch ein schönes Zusatzgeschäft zu generieren, der sollte wissen, dass ich gar kein AudioQuest-Händler bin und ich daher keinen Nutzen davon habe, wenn Sie nun „alle ausströmen, um dieses Kabel zu kaufen“.
Aber was wahr ist, das muss wahr bleiben.

Was passiert da?

Ganz einfach: Ich habe mal wieder am Elac Discovery mit einem Tidal-Zugang den Titel „Laura“ von Rolf Kühn mit Albrecht Mayer an der Oboe gestartet.
Sicherheitshalber habe ich mir die ersten Minuten noch einmal mit dem Beipack-Kabel angehört und auch noch einmal den Stecker in der Steckerleiste gedreht, obwohl ich bisher nicht feststellen konnte, dass der Element da empfindlich wäre.
Angesichts seines Preises darf man eigentlich keine Sekunde darüber nachdenken, ob das überhaupt noch besser gehen könnte.
So mein Fazit aus dem ersten Teil der Hörprobe.
Aber natürlich sind wir HiFi-Bekloppte und deshalb geht es jetzt daran, das Stromkabel auszutauschen.

ELAC Element EA101EQ-G mit AudioQuest NRG-X3 C5

Audioquest NRG-X3 C5

Audioquest NRG-X3 C5

Die ersten 25 Sekunden bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob sich da jetzt etwas verändert hat – eher nicht.
Dann, zwischen 0:26 und 0:27, gibt es eine Ungenauigkeit, eine Schmutzigkeit im Spiel des Albrecht Mayer. Was war das? Wieso hatte ich das bisher nicht gehört? Ja, sicher, das muss auch mit dem anderen Kabel da sein – werde ich anschließend mal prüfen.
Doch spätestens beim Einsetzen der Klarinette interessiert es mich nicht mehr.
Ich sitze da zwischen einer Oboe und einer Klarinette und werde von beiden Instrumenten umworben!

Wer hören will, wie virtuos man das Spiel auf der Oboe gestalten kann, wie man einen Ton gleiten oder schwingen lassen kann, wie man einen Ton aus dem Instrument heraus in den Mundraum des Musikers ziehen kann, wie man aus einem einzelnen Instrument einen ganzen Fächer aus verschiedenen Instrumenten kreieren kann, der muss sich Albrecht Mayer anhören.

Gleichzeitig versucht Rolf Kühn eifrig, seinen Partner zurück in die Nebenrolle zu drängen und scheint uns beweisen zu wollen, warum „Rolf Kühn“ auf dem Cover steht und nicht „Albrecht Mayer“.
Doch für mich persönlich muss ich sagen, dass ihm das bei diesem Stück keineswegs gelingt.
Die Oboe bleibt mein klarer Favorit – sorry Rolf!

Langer Rede kurzer Sinn. Ich brauche keinen zweiten Titel und keine ganze Litanei an Songs. Ich laufe im Raum umher und genieße diese Körper, die in den Tönen mitschweben und sie formen. Das Timing ist noch etwas stimmiger, punktgenauer und noch eindeutiger in der Vorgabe der Emotionen. Die Musik hat noch mehr Volumen und Souveränität.

Hat der ELAC Element EA101EQ-G auch schon mit dem mitgelieferten Kabel gehörig Musik im Blut, mit diesem AudioQuest-Kabel scheint er ganz und gar aus und für Musik geschaffen zu sein. Und nein, man mag nicht wieder den Schritt zurück zum Beipack-Kabel gehen.

Ist das AudioQuest NRG-X3 das beste Stromkabel der Welt?
Ja!
Denn es ist wohl das einzige audiophile Stromkabel, das an einen ELAC Element EA101EQ-G passt. Also ist es das beste Kabel der Welt. Oder kennt noch jemand ein zweites klangoptimiertes Kabel mit einem C5-Stecker dran?
Ich kann nur hoffen, dass ein Hersteller diese Zeilen liest, der sie als Herausforderung annimmt.

Mickymaus-Stecker

Mickymaus-Stecker

Sie möchten das AudioQuest-Kabel kaufen?
Nach meinen Recherchen ist das NRG-X3 C5  in Deutschland bisher nicht erhältlich. Wer es also erwerben möchte, der mag sich an meinen Kollegen aus Holland richten:  infonovusaudio@gmail.com  , oder seinen AudioQuest-Händler unter Druck setzen. 🙂

Wenn ich mir aber was wünschen darf, – ich meine – es ist ja schließlich die Weihnachtswoche – dann haben die nächsten ELAC Element-Verstärker eine C13-Buchse und wir können wieder mit all den tollen Kabeln aus unserer Kabelkiste experimentieren. Denn ich bin mir fast sicher, dass es uns gelingen wird, das NRG-X3 zu übertreffen.

High-Fidelity 2016

High-Fidelity 2016

High-Fidelity 2016

High-Fidelity 2016

Die Welt der High-Fidelity im Jahre 2016
… nicht mehr länger nur schwarz-weiß.

 

Analog und digital

2016 hat uns nicht nur tolle neue Plattenspieler in jeder erdenklichen Preisklasse gebracht, sondern hat uns auch gezeigt, dass „digital“ nicht immer die schlechtere Wahl sein muss. In die Upper-Class der Analogwelt steigt man sehr souverän bereits mit einem Pro-Ject Xpression Carbon Classic für 840,- € ein und einen Streaming-Client wie den Auralic Aries Mini können sich für 498,- € wohl viele leisten. Und der ist mehr – viel mehr – als nur der Einstieg in die Welt des Streamings.

Pro-Ject Xpression Carbon Classic

Xpression Carbon Classic Mahagoni

High-End und Kommerz

Elac bringt einen Vollverstärker für 698,- € auf den Markt, der damit weniger kostet als die meisten Kommerz-Verstärker und genau so gut klingt wie so manch ein High-End-Bolide. Damit ist er weder schwarz noch weiß und erst recht nicht „kleinkariert“!  🙂

elac ea101eq-g-front

elac ea101eq-g

 

Kisten und Kunst

Was lange Zeit von den Herstellern für absolut unmöglich erklärt wurde, ist 2016 zum Trend geworden. Q-Acoustics gab mit der Concept 40 den Startschuss und andere folgten. Oder ist es etwa Zufall, dass eine ELAC Uni-Fi FS U5 auf den Cent das gleiche kostet, wie die unglaubliche Concept 40 und uns mit aller Macht zeigt, dass man auch in Kiel ganz und gar nicht schläft!?

Q Acoustic Concept 40 weiss

Q Acoustic Concept 40 weiss

Kabel und Komponenten

Endlich kann der geneigte Kunde die kilometerlangen Regalwände der Discounter mit den aus der Werbung gut bekannten Massenartikeln verlassen und sich beim kleinen Fachhändler vor Ort Kabel von spezialisierten Manufakturen ausleihen, die den Geldbeutel schonen, aber die Störquelle „schlechte Kabel“ endgültig beseitigen. Ob es sich dabei um ein Stromkabel von Supra-Cable für unter 100,- € handelt oder um die QED „Performance Original“ -Lautsprecher-Strippe für nur 5,90 € pro Meter, das Klangerlebnis ist immer eines der besonderen Art und lässt selbst die Abwehr eingeschworener Kabelklang-Gegner endlich dahinschmelzen.

Supra lorad_3x2_5mm

Supra LoRad 3×2,5mm

Das Beste kann man nicht verbessern

2016 hat dazu geführt, dass wir uns von unseren beiden liebsten Vollverstärkern, dem A1 von Progressive Audio und dem Emitter von ASR trennen mussten.
… um unsere beiden liebsten Vollverstärker wieder zurück zu bekommen. Der A1 heißt jetzt A901 und der Emitter hat den Zusatz „HV“ für Hochvolt erhalten, aber beide Verstärker stiegen wie Phönix aus der Asche und zeigen zweifelsfrei, wie lebendig die deutsche High-End-Szene noch ist und dass man eben selbst das Beste doch noch verbessern kann.

Progressive Audio Messe 2016-3

Progressive Audio A901

Das Original den Reichen, die Kopien den Armen

Um an ein Original-Master-Band eines Tonstudios zu gelangen, musste man in der Vergangenheit  locker ein paar Tausend Euro hinblättern.
Im Jahr 2016 brauchte ich lediglich ein Abo bei einem High-Res-Audio-Portal für 20,- € im Monat, um an Tausende von Alben in Masterband-Qualität zu gelangen. Bald schon wird es selbstverständlich sein, dass wir uns nicht mehr länger mit komprimiertem Datenmüll zufrieden geben müssen.

Qobuz

Qobuz Sublime

Kunterbunt statt nur schwarz-weiß

Das Jahr 2016 hat uns Produkte gebracht, die in der Lage sind, die Grundmauern des HiFi-Marktes einzureißen. Fast schon als billig zu bezeichnende Geräte warten mit Klangqualitäten auf, die man bisher ausschließlich in deutlich höheren Preisklassen erwarten durfte. Die Entwickler der teuren Produkte spüren das und werden ihrerseits rege. Man darf also gespannt sein, wo die Reise hingehen wird.

Das ist gut so, aber es macht den Markt nicht einfacher.
Die fast schon als Gesetz geltende Aussage: „Gutes muss teuer sein!“ ist neu zu überdenken. Das nimmt dem Kunden eine seiner wichtigsten Orientierungsmöglichkeiten und damit den guten Fachhandel in die Verantwortung.
Wer als Händler diese Verpflichtung annimmt und seine Kunden gut berät, der wird auch weiterhin bestehen können und muss sich weder vor den Versendern noch vor den Flächenmärkten fürchten.

Nie war es so einfach, einen HiFi-Kunden für neue, tolle Produkte zu begeistern.
Die Welt der High-Fidelity ist bunt geworden und macht wieder richtig Spaß.

ELAC

ELAC

ELAC

ELAC

ELAC Historie
Als die Electroacoustic GmbH im Jahre 1926 in Kiel gegründet wurde, konnte noch niemand ahnen, dass die Unterhaltungselektronik einmal Einzug in jedes Wohnzimmer halten würde.
Die Firma befasste sich mit dem Thema „Nachrichtentechnik“, was damals noch „… die Erforschung von Signal- und Horchwegen in Luft und Wasser“ genannt wurde,  wohinter hier hauptsächlich die Echolottechnik stand.

Den Grundstein, um den Namen ELAC in unsere Wohnungen zu bringen, setzte man 1948 mit dem ersten ELAC Plattenspieler. Mit dem Siegeszug der Schallplatte gelang es auch ELAC recht schnell zu Weltruf zu gelangen. Wer einen ELAC-Plattenspieler besaß, der hatte nicht einfach nur ein „Abspielgerät“, sondern dem erschlossen sich die musikalischen Klänge auf feinster Ebene. Und das hielt sich so, bis der Musikwelt die CD als vermeintlich besseres Medium präsentiert wurde.
Etwa zum gleichen Zeitpunkt hatte ELAC beschlossen, die Firma AXIOM Elektroakustik GmbH zu übernehmen und damit in das Lautsprechergeschäft einzusteigen.
Bereits die ersten eigenen Entwicklungen und Innovationen, allen voran natürlich der „Rundum-Bändchen-Hochtöner“ (4Pi), setzten in den 80-ger Jahren derart deutliche Zeichen und hoben sich so sehr von herkömmlichen Boxen ab, dass sie großen Anklang fanden. Auch AUDIOSAUL ließ sich damals von den technischen Konzepten und der hervorragenden Verarbeitungsqualität bis hin zu den edlen Gehäusen so sehr begeistern, dass auch wir unbedingt ELAC-Händler werden mussten.

Heute, rund 30 Jahre später, ist es unverkennbar, dass ELAC eine neue Ära eingeläutet hat. Basierend auf den alten Tugenden, unterstützt vom etablierten Namen, mit dem Klein und Groß etwas positives zu verbinden wissen, präsentiert uns ELAC neue Entwicklungen, an denen man nicht vorbei kommt, wenn man sich ernsthaft mit der Musikwiedergabe befasst.

Ob es der neue ELAC-Plattenspieler ist, bei dem man (Gott sei es gedankt) nicht der Versuchung nachgegeben hat, sich was ganz ausgefallenes auszudenken, sondern der qualitativ und vom Design genau dort anknüpft, wo man vor 30 Jahren die Fäden aus der Hand gelegt hat …

… ob es der Discovery ist, ein multiroom-fähiges Streaming-Gerät, bei dem man den wohl nur als klug zu bezeichnenden Schritt gewagt hat, die Bedienung der weltweit etablierten Software „ROON“ zu überlassen, die dem Benutzer nicht nur die Bedienung der Streaming-Bridge ermöglicht, sondern ihn auch noch gleichzeitig redaktionell und aktuell über Künstler, Alben und noch viel mehr informiert …

… ob es die neuen Lautsprecher-Linien sind, mit denen man sich endgültig als „Vollsortimenter“ präsentieren kann, mit einer Palette von „ganz unten bis ganz oben“. Ein nicht ganz risikoloser Plan, der aber gerade eben wirklich grandios funktioniert …

… ob es der Einstieg in die Elektronik ist, durch den man nun nicht mehr nur die hauseigenen Aktivboxen anzutreiben versteht …

… egal, in welchem HiFi-Bereich man auch “stöbert”, man wird wohl schwer ein Gebiet finden, in dem man nicht auch auf den Namen ELAC trifft.

Und dass es sich hierbei um eine deutsche Firma mit 90-jähriger Tradition handelt, das macht nicht nur Patrioten Freude, sondern auch den Sparfüchsen. Denn endlich muss man sich nicht mehr darüber ärgern, dass Lautsprecher oder HiFi-Komponenten hier in Deutschland doppelt so teuer sind wie im Ursprungsland.

Ich bin mir sicher, dass wir von ELAC  in der nächsten Zeit immer wieder positiv überrascht werden und freue mich, dass ich dabei helfen darf.

Link zum Hersteller: http://www.elac.de

Link zu einer interessanten Privatseite zu ELAC:   http://elac-analog.de.tl

Link zum Hörtest über die FS 407:  Audiosaul und Elac FS 407

 

AUDIOSAUL und ELAC FS 407

AUDIOSAUL und ELAC FS 407

AUDIOSAUL und ELAC FS 407

AUDIOSAUL und ELAC FS 407

 

AUDIOSAUL und ELAC FS 407, ist das so etwas wie „Sex mit der Ex“?

Gute 25 Jahre ist das jetzt her, dass AUDIOSAUL die letzte ELAC-Box verkauft hat und wir uns getrennt haben.
Das lag überhaupt nicht an Elac – und auch nicht an Audiosaul.
Irgendwie passte das damals einfach nicht mehr.

Wieso? Das kann ich heute nicht mehr so genau sagen.
Bis etwa 1990 war Elac bei AUDIOSAUL fest im Programm.

ELAC FS 407 logo

ELAC

Weil die Lautsprecher von Elac so angenehm anders geklungen haben, als der damals allgegenwärtige  „Taunus-Sound“.
Weil sie aber auch nicht „englisch“ abgestimmt waren – wie die anderen alle, die nicht nach Taunus-Sound geklungen haben.
Weil sie so innovativ waren – ich erinnere nur an den 4 Pi-Hochtöner, den es heute immer noch gibt.

Elac 4Pi

Elac 4Pi

… weil sie so todschick waren, traumhaft verarbeitet.

ELAC FS 407 swof

ELAC FS 407

Weil sie deutsch waren – typisch deutsch waren.
Das fing bei der Kartonage an und hörte beim Zubehör noch lange nicht auf.
Weil sie Bändchen für den Hochton einsetzten, die aber so gar nicht nach Bändchen klangen, zumindest dann nicht, wenn man sie mit einem gescheiten Verstärker ansteuerte.

ELAC FS 407 jet

ELAC FS 407 jet

Und das muss man ja nun einmal festhalten, dass es Audiosaul zu keiner Zeit an gescheiten Verstärkern gemangelt hat.

… weil man mit einer Elac-Box stundenlang Musik genießen konnte.
Weil sie ein Schmuckstück waren für jedes Wohnzimmer.

ELAC FS 407 nb

ELAC FS 407 nb

Nein, ich weiß es nicht mehr, warum wir uns aus den Augen verloren haben.

Ein neues Zusammentreffen

Genau so weiß ich nicht mehr, welcher Teufel mich jetzt geritten hat, nach so langer Zeit mal wieder Kontakt zu Elac aufzunehmen. Vielleicht war es der Discovery, dieser so moderne Streamer? Vielleicht der neue Plattenspieler? Oder waren es doch die aktuellen Boxen-Baureihen?
Egal – ein Anruf, ein paar Messebesuche, ein, zwei persönliche Gespräche und schon steht sie wieder in unserem Studio:
Die FS 407 – unser erstes Paar Elac-Lautsprecher nach einem viertel Jahrhundert.

ELAC FS 407 swmf

ELAC FS 407 swmf

Es dauert geschätzte 20 Sekunden – und alles ist wieder in meinem Kopf, wieder in meinem Bauch.
Ganz ehrlich – ich glaube, genau so muss man sich fühlen, wenn man nach so langer Zeit mal wieder den so legendären “Sex mit der Ex” erlebt.
Eigentlich kann man das alles gar nicht mehr wissen, gar nicht mehr kennen – und doch ist es so, als würde man früh morgens einfach eine Arbeit wieder aufnehmen, die man gestern unterbrochen hat. Alles ist so vertraut.

Das Auspack-Erlebnis

Ich öffne den Karton und als sei die Zeit stehen geblieben, schaue ich wieder auf ein durch und durch professionell gestaltetes Innenleben. Da gibt es Schaumstoffteile, Styroporteile, Plastiktüten, weiche Umhüllungen, Querträger für die Spikes, die Spikes, Pucks, Handschuhe, Putztücher und Beschreibungen … und zwar in jedem Karton – bei zwei Boxen hat man also alles doppelt.

ELAC FS 407 swf

So kenne ich Elac.
Das sind alles keine Reichtümer, die da beigepackt sind, aber es macht Spaß, so etwas auszupacken. Es vermittelt einem die Gewissheit, dass die Entwickler von Elac ihre Kunden kennen und wissen, dass es angenehm ist, so etwas „geschenkt“ zu bekommen.
Schließlich dienen diese Tücher und Handschuhe dazu, den edlen Lack und damit den Wert der Lautsprecher zu erhalten.
So etwas zeugt einfach von Respekt.
Elac mag seine Lautsprecher wirklich – das merkt man – schon beim Auspacken.

Der Aufbau

Etwa 30 Minuten braucht man, um wirklich alle Teile auszupacken, zu montieren und die Boxen anzuschließen.
Dann braucht man noch ein paar Minuten, um sie sich in Ruhe anzuschauen. Der schwarze Lack wirkt schon verdammt edel!
Die Bässe und Mittentöner mit den diamantartigen Membranoberflächen scheinen eigens aus Designgründen so gestaltet worden zu sein, wie sie sind. Da tut es gut zu wissen, dass das eigentlich klangliche Gründe hat.

ELAC FS 407 dia

ELAC FS 407 dia

Last – but really not least – fällt mein Blick auf den „Jet-Hochtöner“.
Ob Elac den immer noch so gut im Griff hat wie damals?
Ist er gar noch besser geworden?

Hörbericht Teil 1 … mit feinster Elektronik

Ich will es jetzt wissen und schließe das beste Equipment an, das mein Studio gerade zu bieten hat. Als Verstärker dient der neue A901 von Progressive Audio, dazu der Altair von Auralic und als Kabel dürfen es bei mir in solchen Situationen sowieso nur die von Progressive Audio sein. Natürlich alles mit Furutech-Steckern versehen und zwar die „vom Feinsten“ – wenn schon, denn schon.

Mit dem iPAD in der Hand zappe ich mich kreuz und quer durch meine Musiklisten in Qobuz. Ich hab da eine Playlist, die nennt sich „Vorführstücke“ – alles ziemlich anspruchsvolle Stücke – hervorragend aufgenommen.
Und schon sitze ich da und denke:  „Hey – das musst Du doch alles gar nicht können, so teuer bist Du doch gar nicht.”
Keine 4.000,- Euro kostet so ein Paar FS 407 laut Elac-Preisliste. So etwas muss nicht spielen, als würde es 40.000,- Euro kosten.
… und – natürlich tut es das auch nicht.
Aber die FS 407 schafft etwas anderes, etwas viel viel wichtigeres.
Sie scheint einem sagen zu wollen:
“Hey – das ist doch gut so, oder nicht?
Deine Frau braucht mal eine neue Spülmaschine, Waschmaschine, einen neuen Mantel.
Nächstes Jahr ist Dein Auto fällig – wie soll das gehen, wenn Du jetzt Deine Kohle für unendlich teure Lautsprecher ausgibst?
Musst Du nicht!
Hör mir zu und suche den Punkt, bei dem Du allen Ernstes behaupten kannst, dass das so ja nun mal gar nicht geht.”

Man sitzt vor diesen Lautsprechern, hört sich durch seine Musik und denkt sich: „Macht sie gut, die Box. Richtig gut.”
Was gibt es nicht alles für Konstruktionen, die deutlich teurer sind, vielleicht wirklich richtig teuer sein müssen. Weil eben ihre Konstruktionen so teuer sind, die aber unterm Strich nicht an dieses Ergebnis hier herankommen oder zumindest auch nicht besser spielen.

Doch wir wollen fair sein.
Mit 14.000,- Euro für die feinste Elektronik und fast 5.000,- Euro für Kabel, da sollte man natürlich von so ziemlich jeder Box erwarten, dass sie etwas anständiges zu Wege bringt. Wie schlägt sich denn die Elac FS 407, wenn wir ein paar Gänge herunterschalten?

Hörbericht Teil 2 … mit bezahlbaren Komponenten

Ich klemme die mit rhodinierten Kabelschuhen versehenen Super-Boxenkabel ab und stecke einen Satz QED-Kabel in die Terminals der Elac FS 407. Der komplett fertig konfigurierte 3m-Satz kostet nicht einmal 100,- Euro. Vorne dran an diesen QED-Kabeln hängt ein CREEK Evolution A50 Vollverstärker. Dank Brexit nicht einmal mehr 1.000,- Euro teuer. Passend dazu kommt die Musik vom CREEK CD-Player und abwechselnd auch vom Auralic Mini für nicht einmal 500,- Euro.
Und während sich so manch ein Leser jetzt denken mag:  „Oh ha  – das muss ja gleich doch etwas weh tun!“, kann ich sie alle beruhigen.
Da tut gar nichts weh.
Zugegeben – ich habe mir mit Creek eine Elektronik-Marke ausgesucht, die sich in ihrer Preisklasse durch einen mehr als konkurrenzfähigen Klang auszeichnet – aber das ist doch legitim, oder?
Nun, jedenfalls bricht da kein „großer Klang“ zusammen und es werden keine Stimmen verfärbt, der Bass wummert nicht, die Höhen kreischen nicht  – absolut nichts von alledem passiert.

Töne verlieren einen Tacken an Volumen und Natürlichkeit – jedenfalls dann, wenn man die bessere Wiedergabe kennt wie seine eigene Westentasche.
Doch wer tut das schon, wenn man nicht bereit oder in der Lage ist, 10.000,- Euro oder mehr für einen Verstärker auszugeben? Wer quält sich denn schon selbst und hört mit solchen Edelteilen, wenn man nicht einmal davon träumen darf?

Nein – so ein Creek-Verstärker ist deshalb noch lange nicht so etwas wie „Klang-Almosen“ – so ein Creek-Verstärker zwinkert Dir mit einem Auge zu und wenn Du ihm vertraust, dann beweist er Dir täglich aufs neue, dass der eigentlich Schlaue nicht der Käufer der teuren Komponenten ist, sondern der Creek-Käufer. Der bekommt nämlich für 1.000,- Euro schon gute 95% der erreichbaren Klangqualität.
Für einen Aufpreis von 9.000,- Euro oder mehr, gibt es dann also der Logik und Mathematik folgend „nur noch die restlichen 5%“ .
Ja, zugegeben, sitzt man vor diesen Edelteilen, ist man geneigt zu sagen:
„Das sind diese restlichen 5% aber auch allemale wert!“.
Aber haben muss man das Geld dafür und am besten noch „übrig haben“.

Angenehm:  Kein Sound!

Ich will überhaupt nicht behaupten, dass die Elac FS407 „die Box ist, die eigens für Creek-Verstärker geschaffen wurde“, dafür kenn ich zu viele Boxen, die ebenfalls mit einem Creek wunderbar laufen, aber die schlechteste Wahl ist diese Kombi hier ganz sicher nicht.
Beide weigern sich, mit irgendeinem besonderen Sound auf Kundenfang zu gehen.
Solche Sound-Teile kommen mir überhaupt nicht ins Studio.
Einen Sound – den findet man ein paar Wochen lang „geil“ (sorry) – und dann nervt der nur noch und man wird ihn einfach nicht mehr los. Man sucht dann nach ausgleichenden Komponenten und Kabeln, aber findet sie nicht, denn sie gibt es nicht.
Also weg mit dem Ding!?
Aber mit welchen Konsequenzen?
Meistens merkt man am erzielbaren Preis, dass man irgendwie wohl der einzige gewesen ist, der das mit der Sound-Dose nicht gewusst hat.
Nun ja – der Creek erlaubt sich jedenfalls keinen eigenen, alles überdeckenden Sound und diese Elac FS 407 ebenso wenig.

Man wechselt die Musik, das Genre, hört was mit viel Bass, mit wenig Bass, etwas schnelles, etwas liebliches, etwas klassisches, etwas modernes, etwas rockiges, etwas akustisches, etwas synthetisches … und die Anlage marschiert in jede Richtung, in die man sie schickt.
Leise hören? Wunderbar! Laut hören? Klasse!
Nun gut – die Marke Creek gehört seit rund 20 Jahren zu unserem festen Programm. Für uns nichts neues also – aber dass die Elac das alles so gut mitmachen, das freut mich doch gewaltig.

Wieder vereint?

Irgendwie erschleicht mich gerade das Gefühl, damals nicht unbedingt die schlaueste Entscheidung getroffen zu haben, als ich mich von Elac getrennt habe.
Ich frage mich, wie die Elac FS 407 wohl mit dem Auralic Polaris harmonieren wird, der im November vorgestellt werden soll. Ein Vollverstärker, der den Altair integriert hat – eine „eierlegende Wollmilchsau“ sozusagen. Also wenn das funktioniert, dann hat man für unter 8.000,- Euro eine hochmoderne High-End-Anlage, die es einem schwer machen wird, dazu eine Alternative zu finden.
Man sagt immer, alles wird teurer.
Ich glaube, ich hoffe – nein, ich bin mir sicher – diese Kombi wird nicht nur verdammt gut aussehen – die setzt einen der berühmten und so heiß begehrten Meilensteine!

Also – ich weiß tatsächlich nicht, wie so ein “Sex mit der Ex” normalerweise empfunden wird, denn ich bin seit 46 Jahren glücklich mit meiner Frau Marianne zusammen – ohne Pause – aber wenn das Gefühl danach so ist wie hier zwischen mir und Elac – dann kann ich ihn durchaus empfehlen!  😉

Auralic Mini erweitern

Auralic Mini erweitern

Auralic Mini erweitern

Auralic Mini erweitern

Wer sich im www auf die Suche nach Antworten begibt, der findet sie in der Regel auch.
Meistens findet er mehr Antworten, als ihm lieb ist – vor allem dann, wenn sie sich auch noch widersprechen.
Eine dieser Fragen mit den sich widersprechenden Antworten lautet:

Klingt die Musik auf der internen Festplatte des Auralic Mini besser oder schlechter?

Ich habe deshalb einfach einen Selbst-Versuch mit einer kleinen SSD gestartet und muss sagen, dass ich so zufrieden mit dem Ergebnis war, dass ich mir eine größere SSD bestellt habe.
Die erste Frage hierbei lautet natürlich:  Wie groß sollte sie sein?

Und da sind wir bei einer Frage, die Sie wirklich nur selbst beantworten können.
Ich habe gestern 40 Alben auf meine neu eingebaute SSD geschoben und damit sind dann rund 25 GB belegt. Die meisten Alben wurden selbst gerippt, ein paar wenige stammen von einem Qobuz-Download im aiff-Format.
Ohne ein Rechenkünstler sein zu wollen, kann ich also sagen, dass auf eine SSD mit einem TB gut und gerne 1.500 Alben passen.

Wer jetzt der Meinung ist, dass sei doch viel zu viel und die SSD viel zu groß, der tut sich mit dieser Einstellung wohl kaum einen Gefallen, denn für eine SSD mit nur rund 500 GB Speicherplatz zahlt er heute praktisch den gleichen Preis wie für die große.

Wobei ich folgendes klarstellen muss:

Es gibt da von der Firma SanDisk eine SSD mit der Bezeichnung Ultra II 960 GB.
Dieser SSD wird zwar bescheinigt, dass sie grundsolide gebaut ist, aber sie soll auch nicht gerade die schnellste sein. Allerdings muss man auch sagen, dass sie mit einem Straßenpreis von etwa 230,- Euro für die besagten 1 TB preislich zurzeit wohl kaum zu schlagen sein dürfte.
Bei diesem Preis habe ich jedenfalls nicht eingesehen, eine kleinere oder gar eine gebrauchte SSD zu kaufen.
Gestern kam sie nun endlich mit der Post an und ich begab mich sofort daran, die SSD einzubauen.
Die erste freudige Überraschung stellte sich in Form eines kleinen Rahmens ein. Er mag ja nicht einmal einen Cent kosten, leistet aber doch gute Dienste.

Auralic Mini erweitern Sandisk Rahmen

Beseitigt man die beiden Klebestreifen, kann man ihn auf die SSD kleben und das Tolle daran?

Auralic Mini erweitern Sandisk Rahmen geklebt

Jetzt passt die Höhe der SSD exakt mit der Position des SATA-Slots im Mini.

Auralic Mini erweitern Sandisk in Mini eingelegt

Man kann also einfach die SSD in das Fach legen und ohne den geringsten Versatz zu spüren in den Slot schieben. So entsteht auch ein kleiner Abstand zwischen der SSD und dem Gehäuse des Mini, so dass sich Hitzeentwicklungen weder von der einen noch von der anderen Seite übertragen.

Auralic Mini erweitern Sandisk in Slot

Jetzt nur noch das Halte- und Kühlblech anschrauben und man kann das alles wieder mit dem Deckelchen schließen.

Auralic Mini erweitern Sandisk eingebaut

Hat man den Mini dann wieder an die Kabel angeschlossen, geht es daran, die Festplatte zu initialisieren und in Betrieb zu nehmen.

Dies ist auf der Auralic-Support-Seite :   http://support.auralic.com/hc/de/categories/200358258-AURALiC-ARIES-MINI
wunderbar beschrieben.
Doch sicherheitshalber will ich hier noch einmal eine Information veröffentlichen:

Alle Daten, die sich auf der Festplatte befinden, werden bei diesem Vorgang gelöscht!!!

Also ist es keine gute Idee, einfach schon mal eine Festplatte vorzubereiten und bereits vor dem Einbau mit Hunderten von Alben zu füllen – die sind nach der Inbetriebnahme alle gelöscht!
Also legen wir lieber eine „farbrikneue“ Festplatte ein.

Nun wechseln wir zu unserem Computer, öffnen den Explorer oder den Finder und schieben einfach unsere Musikdateien auf das Laufwerk des Auralic Mini.
Hier muss man noch ein wenig aufpassen, denn es gibt nach der Inbetriebnahme schon zwei Ordner auf der Festplatte:  Der eine nennt sich „HDD“ und der zweite „README“.
Was passiert, wenn man jetzt seine Musik in den README-Ordner schiebt, habe ich nicht ausprobiert – aber ich gehe mal davon aus, dass Auralic hier ein Herz für Scherzkekse beweist und auch die Musik in diesem Ordner akzeptiert.

So – jetzt sind wir eigentlich fertig – oder?

Ja!  Eigentlich!

Denn jetzt habe ich plötzlich folgendes Problem:
Während die Alben, die ich von Qobuz heruntergeladen habe, mir ihre Cover zeigen, sehe ich bei allen selbst gerippten CDs nur so graue Platzhalter.

Ja, natürlich kann man damit leben – will ich aber nicht.

Im festen Glauben daran, mal eben schnell eine Lösung für dieses Problem zu finden, muss ich schon bald einsehen, dass ich mir mal wieder so ein richtiges Luxusproblem aufgehalst habe.
Ich kämpfe mich durch iTunes-Foren – ohne Erfolg, denn dort würde es problemlos gehen – wenn ich mich mit MP3 begnügen könnte. Würg!
Ich kämpfe mich durch Foren, die sich mit dem Taggen befassen, wechsle zu den Audirvana-Foren, XLD-Foren, Video-Foren …
Doch eine Lösung bleibt lange Zeit außer Sichtweite.
Aber – das ist der Lohn des Fleißigen:  Ich hab`s !!!!!

Und es ist soooooo einfach !!!!!!!

Die Lösung hört auf den Namen Yate!

Nein! Nicht Jeiht!  Sondern:  Yah-Teh!
Also “japanisch”, oder?

Diese App, die Sie unter:    http://2manyrobots.com/yate/   finden können, kann – das erkennt man sofort – so ziemlich alles, was mit dem Taggen einer Datei zu tun hat und ganz bestimmt werde ich mich in diese Software noch intensiv einarbeiten.
Jetzt aber interessiert mich nur eines:

Ist sie nun meine Lösung oder nicht?

Und sie ist es!!!

Ich öffne Yate – konfiguriere überhaupt nichts, schiebe nur das Fenster ein Stück nach rechts.
Jetzt öffne ich den Finder und wechsle zu meinen Alben auf der SSD im Mini.
Ich ziehe ein Album einfach vom Finder auf die Yate-Oberfläche und Yate baut mir die einzelnen Songs im „Eingangsfenster“ auf.
Nun klicke ich erst auf den Reiter Artwork und dann oben auf die Lupe mit dem Pluszeichen „Artwork Search“.
Danach fragt mich Yate, welche Suche ich verwenden will, was ich aber einfach mit „Auto search“ beantworte.
In Sekundenbruchteilen erscheint das Coverfoto des Albums.
Ich klicke auf „Save“ – und damit ist meine „Arbeit“ auch schon abgeschlossen!
Ich kann beobachten, wie die vorangestellten roten Punkte der Songs nacheinander grün werden und in der Zwischenzeit schon im Finder-Fenster nach dem nächsten Album schauen.
Das ziehe ich einfach wieder ins Eingangsfenster von Yate und Yate „schmeißt“ das alte Album raus, um die Songs des neuen Albums anzuzeigen.
Ein Klick auf „Artwork Search“ und schon kommt so etwas wie Routine auf.  Bei meinem zweiten Album !!!!!

Ob man alle Alben gleichzeitig in das Eingangsfenster ziehen kann?
Ob man das alles automatisieren kann?
Ob man …
Keine Ahnung!
Ich verwende diese App ja auch gerade erst ein paar Sekunden.
Ja, da steht irgendwo etwas von Batch-Dateien und so und ja, da gibt es eine Hilfe-Datei und ein Forum und …
Aber ich bin gerade so begeistert von dieser App, dass ich das so schnell wie möglich loswerden musste.

Ich bin mir sicher, ich werde da noch mit der Zeit ein paar Tipps nachreichen können.
Oder jemand, der die App schon länger kennt?
Ich würde mich sehr darüber freuen!
Diese knappen 22,- Euro sind ganz bestimmt gut angelegt!

Bei Ihnen werden in Lightning DS die Cover trotzdem nicht angezeigt?
Tipp:  Lassen Sie mal die Bibliothek neu scannen!

Und? Bingo?
Na bitte!

Auralic Aries Mini Teil 2

Auralic Aries Mini Teil 2

Auralic Aries Mini
 Auralic Netzteil

Auralic Aries Mini – Hörtest Teil 2

Den ersten Teil zu diesem Bericht finden Sie unter:   Link zum Teil 1

Endlich hatte ich Zeit, das „Spezial-Netzteil“ von Auralic auszuprobieren.
Herr Zingel vom Auralic-Vertrieb hat mir versichert, dass dieses Netzteil immer dann nicht (!) erforderlich ist, wenn man den Mini als reines Streaming-Gerät verwendet und das Wandeln der digitalen in analoge Signale einem externen Wandler überlässt.

Da ich das nicht vor hatte, schloss ich also sowohl das Spezial-Netzteil als auch das mitgelieferte Steckernetzteil an die gleiche Verteilerleiste an und beide Klinkenstecker lagen somit für einen Vergleich parat.

Wer sich Gedanken darüber machen will, wie sinnvoll es sein kann, einen Streamer für 499,- € mit einem Netzteil für 299,- € zu betreiben, der muss das jetzt noch schnell machen, denn nach dem Hören wird es für solche Überlegungen keinen Platz mehr geben.

Aber der Reihe nach.
Noch einmal kurz in den Auralic Aries Mini mit dem mitgelieferten Steckernetzteil hineingehört und schon heißt es Stecker raus und den anderen Stecker rein.
Hier schwebt jetzt natürlich die Frage im Raum, was denn dadurch wohl netzwerktechnisch geschehen wird. Findet der Mini das WLAN-Netz wieder? Findet der Mini meine Bibliotheken wieder? Findet er mein iPAD und umgekehrt?
Die eintönige Antwort auf alle Fragen lautet: Ja.
Es dauert nicht einmal eine Minute und alles ist genau so wie vorher.
Bis auf eine Sache!
Der Zugewinn in der Wiedergabe ist deutlich genug, um keinen A/B-Vergleich zu brauchen, den ich sowieso grundsätzlich nicht mag.
Da ist mehr Körper, mehr Raum, mehr Volumen, … es ist einfach von allem mehr.

Am Ende bleiben damit dann nur zwei Fragen:
Die erste lautet:  Wieso gehört dieses Netzteil nicht grundsätzlich zum Lieferumfang?
Die zweite lautet: Gibt es wirklich so viele Besitzer eines Auralic Mini, deren Anlage den Klangunterschied nicht hörbar machen würde?

Ich meine – entweder hat man einen Mini – weil der so toll klingt – dann hat man auch die dazugehörige Anlage, oder man hat so eine Anlage gar nicht, dann reicht auch ein Streamer für 200,- €, oder?
Also – eigentlich könnte ich den Bericht hier bereits mit folgender Aussage enden lassen:
Wer den Mini aus klanglichen Gründen gekauft hat und seinen internen Wandlerbaustein nutzt, der kommt ohne das Netzteil überhaupt nicht aus! Ein Zurück zum Steckernetzteil ist nach einer Hörprobe völlig ausgeschlossen!

Doch der Bericht ist hier noch nicht zu Ende – denn jetzt wird er erst mal so „richtig bekloppt“ !!

Und das kam so:
Während ich mir den Mini mit dem Super-Netzteil anhörte, schaute ich auf die Kaltgerätebuchse eines Stromkabels von Progressive Audio, um genau zu sein, von einem Power One. Den Stecker hatte ich von einem CD-Player abgezogen, um an die Verteilerleiste zu kommen.

Auralic Netzteil mit Kabel

Auralic Netzteil mit Kabel

Es dauerte eine Weile, doch dann war da auf einmal folgende Frage in mir: „Würde man es hören können, wenn ich jetzt dieses Power One an das Super-Netzteil anschließen würde?“
Das Super-Netzteil hat ja eine Kaltgerätebuchse als Stromeingang – mechanisch passen würde es also.
Aber kann ein Kabel von rund 1.000,- € preislich zu einem Netzteil für 299,- € passen, das dann einen Streamer für 499,- € beliefert? Nein, ganz bestimmt nicht!
Ich denke, wir sind uns alle darüber einig, dass das „völlig Banane“ wäre!

Aber geht es hier darum, was denn wohl klug und was schlau wäre?
Machen wir High-Ender nicht permanent Sachen, die „völlig Banane“ sind?
Geht es hier nicht eigentlich darum heraus zu finden, ob so ein Auralic Aries Mini klanglich zu „pimpen“ ist und wenn ja, dann wie und womit?
Und genau das habe ich getan.
Ich bin aufgestanden, habe das Progressive Audio Power One mit dem Netzteil verbunden, eine Minute brav gewartet und dann wieder hineingehört.
Sie ahnen, was passiert ist?
Sie glauben es mir aber nicht?
Ich gestehe es Ihnen zu!

Was da zu hören war, das gehört unbedingt in das Märchenbuch der High-Fidelity.
Und weil ich genau weiß, dass die allermeisten Leser mir hier ab sofort kein Wort mehr glauben werden, schreibe ich auch gar nicht mehr viel.
Nur noch das:
Wenn Sie in Ihrer Kette gute Stromkabel verwenden und eines davon gerade nicht brauchen, also z.B. das vom CD-Player oder so, dann schließen Sie es einfach mal an dieses Super-Netzteil an und hören Sie mal ganz kurz hinein.
Wenn Sie keinen Unterschied hören, dann seien Sie froh, stecken Sie einfach wieder das mitgelieferte Stromkabel in das Netzteil und alles ist gut.
Ich prophezeie Ihnen aber, dass Sie das Kabel am Mini lassen und Ihrem CD-Player ab sofort das Billig-Stromkabel zuteilen werden.

Falls Sie das ja nun auch wieder nicht fertig bringen und für den CD-Player ein weiteres gutes Stromkabel suchen, melden Sie sich doch einfach bei mir. Ich hab da was für Sie!
Vielleicht das Furutech FP314Ag?
Für rund 200,- Euro schalten Sie damit die „Fehlerursache Stromkabel“ einfach ab.

Fazit:
Wer sich einen Auralic Aries Mini gönnt und den internen DA-Wandler benutzt, der braucht dieses Super-Netzteil mit einem gescheiten Stromkabel dran.
Alles andere ist “Perlen vor die Säue geworfen”.
Denn dann reicht auch ein Streamer für ganz kleines Geld.

AURALiC Mini

AURALiC Mini

AURALiC Mini

Oder:  … wenn nicht sein kann, was nicht sein darf.

Lesen Sie hier einen Bericht über den Streamer „AURALiC Mini“ –
aber auch etwas darüber, wie eine CD gelesen wird,
über das Streamen an sich,
über das Rippen von CDs,
über Musik-Portale und über HighResAudio-Downloads.
Kurz: Lesen Sie etwas darüber, wie das Musikhören der nächsten Jahre aussehen könnte.

Und sorry!  Der Bericht ist mal wieder “etwas länger” geworden.

AURALiC Mini

Früher –

da haben wir uns doch tatsächlich Widerstände angehört!
Nein – keine politischen Parolen!
Sondern diese kleinen elektronischen Bauteile meine ich.

Sie hatten alle den gleichen Wert, sagen wir mal 30 Ohm.

30 Ohm sind 30 Ohm sagen Sie? Korrekt!
Aber erstens gibt es Toleranzen und zweitens gibt es Klangunterschiede.
Oder genauer:
Unterschiedliche Qualitäten führen zu unterschiedlichen Klangergebnissen.

„Military Quality“ –  das höchste der Gefühle!?
Jedenfalls nicht selten – genau die richtige Wahl!

Heute –

halte ich eine meiner Lieblings-Test-CDs in der Hand (Just Friends von LA4) – aber nicht, um sie gleich in einen sündhaft teuren CD-Player zu stecken, der mit „per Gehör selektierten Widerständen in Military-Quality“ vollgestopft wurde, sondern um sie in den externen Billig-DVD-Brenner zu stecken, der an meinem MAC angeschlossen ist.

Der Grund ist:
Ich soll das tun, um ihr zu noch besserem Klang zu verhelfen!

Haben Sie gerade lauter Fragezeichen vor den Augen?
Hatte ich auch!
Ich soll diese CD auf Geheiss eines guten Bekannten „rippen“, also mit einem Computer einlesen.
Die gerippte CD soll ich mir dann über den AURALiC Mini, einem Streamer für 499,- € Ladenpreis anhören –

… und ab dann angeblich die Welt nicht mehr verstehen – sagt er.

Ich verstehe sie jetzt schon nicht mehr.

Und was hat es eigentlich mit diesem AURALiC Mini auf sich?

Kaum jemand aus der Szene, ob Hersteller oder Vertreter, der in letzter Zeit nicht erwähnt hätte, dass er sich auch diesen AURALiC Mini angeschafft hat, anschaffen will …

Hab ich einen Trend verpasst? Ist da was völlig an mir vorbeigegangen?

Nun – jetzt nicht mehr, denn vor mir steht:  Ein AURALiC Mini!

Gehört das Runde wirklich in das Eckige?

Alles in mir wehrt sich immer noch dagegen, diesen audiophilen Silberling in diesen „Billigbrenner“ schieben zu müssen.
Aber ich überwinde mich.

Beim Rippen entziehe ich mich zunächst noch jeder berechtigten oder unberechtigten Diskussion über die weltbeste Ripp-Software und das weltbeste digitale Format und nutze stattdessen für diesen Test einfach die Bordmittel meines Betriebssystems.
Und die heißen in meinem Fall „iTunes“.
In angenehm kurzer Zeit sind alle Titel der CD gerippt und liegen mir nun als AIFF-Dateien vor.
Diese schiebe ich auf einen USB-Stick und den stecke ich hinten in den besagten AURALiC Mini  … und starte die Musik.

… und was ich jetzt höre, das haut mich tatsächlich vom Hocker! Ganz ehrlich!

Das ist nicht nur „ganz gut für 500,- Euro“ – es ist erstaunlich gut!
Nein, natürlich nicht so gut, dass wir jetzt alle unsere Plattenspieler oder edlen CD-Player wegschmeißen müssen, aber doch erheblich besser, als es eine solche Geldausgabe erwarten lassen würde.

Kann das sein?
Darf das sein?

Was genau ist der AURALiC Mini eigentlich?

Der AURALiC Mini ist ein Streamer.
Also ein Gerät, das digitale Dateiformate lesen, oder Musik aus dem Internet holen und wiedergeben kann. Gleichgültig, ob sie nun von einem Internet-Radio-Sender stammt, von der eigenen Festplatte kommt oder von einem Streaming-Portal.

Der Mini kann dabei eine überzeugend große Anzahl an Datei-Formaten lesen, jedenfalls alle, die zurzeit in audiophilen Kreisen angesagt sind und die, die noch angesagt sein werden – in ein paar Monaten oder Jahren vielleicht.

Er ist natürlich nicht der einzige Streamer auf dem Markt!
Schon unter 100,- Euro sind einige seiner Mitbewerber zu haben. Aber ihre Preise schrauben sich auch gern schon mal in luftige Höhen.

Um mit einem Streamer Musik hören zu können, brauchen wir auf jeden Fall noch einen D/A-Wandler. Denn der Streaming-Part öffnet ja praktisch nur die Datei. Im nächsten Schritt muss die digitale Information in eine analoge umgewandelt werden, damit wir sie hören können.
Auch D/A-Wandler gibt es in allen Preisklassen.
Welche Kombi ist hier wohl sinnvoll?
Das vermag ich jetzt noch nicht zu sagen, ich kenne den Mini ja noch gar nicht richtig.
Ich nutze deshalb erst einmal den analogen Ausgang des Minis, also seinen internen D/A-Wandler. Und selbst der macht seine Sache schon überzeugend gut!

Kann das sein?
Darf das sein?

Lassen sich nun CDs in einem Billig-Computerlaufwerk veredeln?

Zurück zu meiner CD.
Gibt es wirklich einen Trick, sie mit dem DVD-Brenner „veredeln“ zu können?
Nun, in gewisser Weise schon. Lassen Sie mich das erläutern.

Ausgangspunkt ist natürlich unsere CD, denn auf ihr ist ja die Musik gespeichert.
Die für alle CDs gültigen „technischen Daten“ lauten 44,1 kHz bei 16 Bit. Das ist das Maximum an Qualität, was wir von einer üblichen Musik-CD erwarten können.
Und selbstverständlich kann jeder CD-Player diese Datenmenge auch verarbeiten.

Die Anforderungen steigen – endlich!

In letzter Zeit jedoch wird die Forderung immer lauter, digitale Musik-Dateien mit besseren Werten zu verwenden, also z.B. mit 96 kHz bei 24 Bit. Manche fordern 192 kHz oder gar 384 kHz bei 32 Bit, was andere wieder für völligen Unsinn halten.

Eines haben die neuen Dateien jedoch sowieso gemeinsam:
Es passt nicht mehr genug Musik auf eine CD.
Um so große Dateien verkaufen zu können, muss nach einem neuen Vermarktungsweg gesucht werden, wobei sich wohl ein Download als beste Lösung erweist.

Und das ist jetzt irgendwie doppelt und dreifach doof.

Denn die Zielgruppe mit der größten Kaufkraft, also die Ü50-, wenn nicht sogar die Ü60-Generation – die steht zum großen Teil immer noch mit allem auf dem Kriegsfuß, was mit Computern, Tablets oder Smartphones zu tun hat.
Die will immer noch etwas „im Laden kaufen und mit nach Hause nehmen“.

Die jüngere Generation hat einerseits nicht genug Kohle – und andererseits auch keinen Anspruch mehr an die Musik-Qualität.
Genau diese „nachwachsende Zielgruppe“ hat man sich nämlich in den letzten 30 Jahren regelrecht versaut. Ihr hat man erzählt, dass man 90% der Musik einfach weglassen kann, weil wir angeblich sowieso nur 10% hören.

Wie will man diese Generation jetzt wieder für eine gute Musikwiedergabe gewinnen?

Nun, wir dürfen gespannt sein, was die Industrie sich da einfallen lässt.

Der gerade aufkommende und immer stärker werdende Trend, Original-Masterbänder in HighResAudio-Qualität anzubieten, ist dabei aus meiner Sicht ganz bestimmt ein guter Anfang! Erhöht dies doch den Druck auf die Tonstudios, mal wieder richtig gut aufgenommene Musik zu produzieren.

Zurück zu meiner CD:

Wie genau veredelt man sie denn nun mit so einem Billig-DVD-Brenner?

Die Antwort: Selbst der billigste DVD-Brenner kann möglicherweise „mehr Qualität“ von einer CD holen, als es der beste CD-Player vermag.

Dem HiFi-Vertreter bereiten nämlich die Stellen auf der CD echte Probleme, die er nicht “in Echtzeit” korrekt lesen kann. Ihm ist es nicht gestattet, diese „schwierigen Stellen“ einfach so lange neu zu lesen, bis er weiß, was dort für Informationen vorhanden sind!
Ähnlich wie ein Musiker in einem Orchester, der sich vertan hat, kann auch er nicht einfach “wieder zurück” und es erneut spielen, sondern Musiker wie auch CD-Player müssen so tun, als hätte es den Fehler nicht gegeben, damit der Musikfluss nicht unterbrochen wird.

CD-Player haben eine “künstliche Intelligenz”.

Der CD-Spieler besitzt hierfür so etwas wie eine „künstliche Intelligenz“ und füllt problematische Stellen einfach mit einem „ähnlichen Musikmuster“ aus.
Ein zum Original „ähnliches Musikmuster“ kann aber nicht authentisch sein, sondern wirkt sich immer klangverschlechternd aus.

Ein an den Computer angeschlossenes CD-ROM-Laufwerk nimmt jedoch beim Rippen der CD keine Rücksicht auf den Musikfluss.
Seine Aufgabe besteht darin, dem Computer die Daten der CD so korrekt und vollständig wie möglich zu übermitteln.
Wenn Stellen nicht eindeutig gelesen werden konnten, dann wird der Lesevorgang eben wiederholt – zur Not auch etliche Male – bis man die Information mit einer ausreichend hohen Genauigkeit erfasst hat.

Musik zu hören, ist mit diesem Verfahren undenkbar.

Hinweis:
Natürlich kann man auch mit einem CD-ROM-Laufwerk eine Musik-CD abspielen und dabei anhören, aber in dem Moment, da wir den „Player“ starten, wird aus dem CD-ROM-Laufwerk ebenfalls ein  „ganz normaler“ CD-Player, der sich genau so „intelligent“ die fehlenden Musikbereiche ausdenken kann und muss.

Wer jetzt glaubt, eine neue oder gut gepflegte CD hätte keine „Problemstellen“, der irrt sich!
Genau genommen, ist sogar die komplette CD eine einzige Problemstelle.

Schauen wir uns mal an, was beim Lesen einer CD geschieht.

Ein CD-Laufwerk schickt einen Laserstrahl in Richtung CD und misst mit einem Sensor die Menge des reflektierten Lichts. Die Oberfläche der CD wirkt wie ein Spiegel. Die Menge des reflektierten Lichts ist deshalb entsprechend hoch und der Sensor interpretiert diesen Zustand als den digitalen Wert „Null“.

Auf der CD befinden sich aber auch kleine „Hügel“ (die „Pits”), die den Laserstrahl in alle Richtungen zerstreuen und die zusätzlich durch die gewählte Höhe dafür sorgen, dass sich die reflektierten Wellen mit den ausgestrahlten Wellen auslöschen (Berg auf Tal, Tal auf Berg – Sie wissen schon).

Kommt zu wenig Licht beim Sensor an, interpretiert er diesen Zustand als den digitalen Wert „Eins“.
Schauen Sie sich zur Erklärung einmal folgende Zeichnung an. Die Wellenlinie zeigt die Menge des reflektierten Lichts an.

Sauber gelesene CD

Sensor erkennt eine “Null”

In der nebenstehenden Zeichnung sehen Sie die Phase, in der der Laserstrahl auf die spiegelnde Fläche trifft.

100%

Sensor erkennt eine “Eins”

Nebenstehend sehen Sie die Phase, in der der Laserstrahl auf ein Pit trifft.

Eins

Sensor erkennt einen Wechsel

Der Wechsel zwischen spiegelnder Oberfläche und Pit findet nicht „rechteckig“ statt, sondern es gibt ein Auf und Ab, weil sich ein Pit nun einmal erst komplett unter den Laserstrahl bewegen muss und ihn danach ja auch „fließend“ wieder verlässt..

50%

Es entsteht eine analoge Lichtwelle

Der Sensor im Laufwerk „sieht“ eine an- und absteigende Lichtmenge. Ab einer definierten Menge geht er davon aus, dass der Laserstrahl die spiegelnde Oberfläche der CD getroffen hat und damit kein Pit vorhanden ist. Nimmt die Lichtmenge ab, wird dies als Pit gewertet.
Jetzt kann man sich aber vorstellen, dass dieser Lesevorgang ziemlich leicht gestört werden kann.
Schließlich rotiert die CD im Laufwerk und vibriert natürlich dabei.
Vielleicht ist die CD aber auch schmutzig oder verkratzt?
Möglicherweise dringt störendes Fremdlicht in das Laufwerk ein oder der Laserstrahl wird im CD-Material ungünstig abgelenkt?
Können Sie sich noch daran erinnern, dass es mal „Mode“ war, die Kanten seiner CDs schwarz zu malen? So ganz dumm ist das gar nicht gewesen!
All diese Ursachen können nun also die Reflektion des Laserstrahls stören und zu falschen Ergebnissen führen.

unsauber

Diese Zeichnung zeigt uns eine ziemlich stark beeinflusste Lichtwelle, die das Lesegerät nun interpretieren muss. Hierfür gibt es ausgeklügelte Verfahren, die dem Modul bei der Entscheidung helfen. So „weiß“ dieser Wandler zum Beispiel, dass es in dem dargestellten Zeitrahmen gar keine elf unterschiedlichen Informationen geben kann.  Die Zeichnung zeigt uns 5 Pits – die in diese Zeitspanne nicht hineinpassen. Also geht das Modul her und streicht die „unwahrscheinlichsten“ Pits  (die kürzesten)  einfach weg.

Das größte Problem dabei ist wohl, dass Anfang und Ende der Pits nicht sauber getrennt werden können. Trifft das Modul eine Fehlentscheidung, passt das nächste Pit nicht so richtig in seine „Wahrscheinlichkeitsrechnung“ und wird möglicherweise ebenfalls unkorrekt interpretiert.

Und hier sind wir auch schon wieder beim großen Unterschied zwischen einem Computer-Laufwerk und einem CD-Player. Das Computerlaufwerk kann es sich „leisten“, eine nicht sauber lesbare Stelle immer und immer wieder neu zu lesen und die Information erst dann weiter zu geben, wenn es sich sicher genug ist, die Information korrekt gelesen zu haben.

Der Musikfluss hat beim CD-Player oberste Priorität

Für den CD-Player hat der Musikfluss absoluten Vorrang – und was er nicht genau genug lesen konnte, das „denkt er sich dann eben aus“.
Es ist also weder die CD, noch ist es die Qualität der Laufwerke die einen Unterschied ausmachen, sondern die Kombination aus der mechanisch/optischen Leseweise des CD-Players und der Verpflichtung, die Musik nicht zu unterbrechen.
Liegt die Musik dagegen als Datei auf unserem Speicher – und das logischerweise am besten auf einer SSD – dann haben wir die Probleme eines CD-Players eliminiert.

Zusammenfassung:
Bemerkt ein HiFi-CD-Player einen Fehler, muss er so tun, als gäbe es ihn gar nicht und einfach „irgendetwas“ weiterspielen – auch wenn es nicht das ist, was eigentlich auf der CD drauf ist.
Bemerkt ein Computer beim Rippen einen Fehler, lässt er die Stelle auf der CD eben noch einmal lesen. Ist die fehlerfreie Datei dann auf einer SSD-Festplatte gespeichert, gibt es keine Lesefehler mehr.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!

Nutzt man nun zum Rippen spezielle Computer-Programme (EAC, XLD …), kommt sogar noch eine weitere „Kontroll-Instanz“ hinzu.
Wer nämlich mit ihnen eine CD rippt, der baut eine Online-Verbindung zu der Vergleichs-Datenbank AccurateRip auf. Alle anderen Nutzer – weltweit – die vor uns mit einer solchen App bereits die gleiche CD gerippt haben, die haben ihre Ergebnisse als Vergleichsmuster in dieser Datenbank abgelegt.

Wurden durch diese Datenbank anfangs nur Kontrollsummen (CRC-Prüfsummen) verglichen, geht die neuere „CUETools-Datenbank” (CTDB) noch einen Schritt weiter und kann fehlerhaft gelesene Sektoren erkennen und die Fehler durch die korrekten „Referenz-Sektoren“ ersetzen oder uns zumindest anzeigen.
Die Qualität dieses Dienstes wächst mit jedem Nutzer und jeder eingelesenen CD und er sollte wohl noch seine beste Zeit vor sich haben.

Da kann der CD-Player nur neidisch blicken!

Ein High-End-CD-Player wird aber auf solch eine Lösung immer nur neidisch blicken können. Ihm fehlt die Zeit für solche Kontroll-Mechanismen!

Fazit:
Wir müssen erkennen, dass es beim Rippen nicht darauf ankommt, ein besonders gutes und teures Laufwerk zu verwenden, sondern es reicht, ein gutes Program zu verwenden, das unsere Lese-Ergebnisse mit einer Online-Datenbank abgleicht und uns auf Fehler aufmerksam macht.

Kommen wir zurück zum AURALiC Mini

Dass er uns gerippte CDs in einer hervorragenden Qualität reproduzieren kann, das hat er mir schnell und eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Aber was kann er denn sonst noch so, der Mini?

Als „Ausstattungswunder“ ist er ja nicht gerade zu bezeichnen.
Wenn wir seine Feature-Liste betrachten, kann er nicht einmal gegen ein Apple-TV  für rund 75,- € bestehen.
Das ATV kann nämlich im Gegensatz zum Mini nicht nur Musik streamen, sondernd auch Bilder, Videos, DIA-Shows, Youtube-Filmchen und noch eine Menge mehr.
Kein Wunder also, dass es der Mini in manchen Foren derzeit schwer hat und sich dort mit verbalen Fußtritten malträtiert sehen muss.

„So teuer und dann auch noch aus China?“

Ein solches Vorurteil – dass auch von mir stammen könnte, entpuppt sich beim AURALiC Mini aber als Fehler.
Im Vergleich zu anderen Mitbewerbern, die ebenfalls im reinen Musikbereich bleiben, kann er dann schon allein mit der Menge der digitalen Formate, die er beherrscht, einen deutlichen Punktsieg einfahren:

Herstellerangaben zu den Formaten:
AAC, AIFF, ALAC, APE, DIFF, DSF, FLAC, MP3, OGG, WAV, WV und WMA
Herstellerangaben zu den Abtastraten:
PCM 44,1 – 384kHz mit 16 – 32 bit, DSD 64,128, 256

Wer den Mini als Gesamtpaket betrachtet, muss erkennen, dass er wohl niemals dafür gebaut worden ist, sich gegen irgendwelche Multiroom-Multimedia-Kommerz-Produkte behaupten zu müssen.
Seine Zielgruppe ist vielmehr die audiophile Gemeinde, deren Portemonnaie weder Hose noch Jacke ausbeult, denn für den Anspruch, den er erfüllen kann, ist er ein echtes Schnäppchen.
… und den Vergleich mit deutlich teureren Streamern braucht er auch nicht zu fürchten.

Let`s have a look

Schauen wir uns das Teilchen doch einfach mal genauer an.
Das Symbol eines angebissenen Apfels suchen wir vergebens – aber es würde hier durchaus auch gut auf den Deckel passen!

Mini Rückseite

Auf der Rückseite findet man folgende Anschlüsse:

  • Die analogen Cinch-Ausgänge, denn der Mini hat ja bereits einen Wandler integriert.
  • Einen digitalen Cinch-Ausgang
  • Einen digitalen optischen Ausgang
  • Zwei USB-Anschlüsse
  • Einen Netzwerkanschluss

Vorne gibt es drei Bedienelemente – das war`s.
Intern gibt es dann noch WLAN und Bluetooth als drahtlose Verbindungen und einen Slot für eine Notebook-Festplatte.
Eine Fernbedienung gibt es nicht.
Allerdings gibt es eine kostenlose App namens Lightning DS für Android und Apple und die App findet man sogar im App-Store.

Die Inbetriebnahme

Die erste Inbetriebnahme ist ein Kinderspiel, wenn man sie mit der nötigen Portion Gelassenheit angeht. Mit Hektik bringt man hier nur das durcheinander, was sich ganz von alleine konfiguriert.
Sobald das Gerät ans Stromnetz angeschlossen wird, beginnt der Mini nämlich damit, ein eigenes WLAN-Netz aufzubauen. Diesem Vorgang sollte man am besten überhaupt keine Beachtung schenken, sondern einfach mal 10 Minuten gar nichts tun. Nach abgeschlossener Erst-Installation fügt sich der Mini nämlich gerne in das vorhandene WLAN-Netz ein.
Wer seiner Erfahrung und seinem Gefühl folgt und meint, er würde dem Mini etwas Gutes tun, wenn er auf die Netzwerkkabel-Verbindung zurückgreift, der macht möglicherweise einen Fehler.
Der Vertrieb empfiehlt nämlich den WLAN-Betrieb, weil hierdurch eine völlige elektrische, also galvanische Trennung der Geräte stattfindet.

Sein Passwort für das Heimnetz sollte man also parat haben.
Ist die Integration abgeschlossen, geht es an die Einbindung der Musik-Bibliothek.
Hat man eine solche nicht – ist man eigentlich auch schon fertig.

Auf der linken Seite der App findet man ein Menü mit mehreren Icons.
Ein Eintrag davon ist für das Internetradio.
Mit einem Klick auf das Symbol erscheinen rechts unzählige Radiosender und damit ist es dann auch schon vorbei mit der Ruhe im Haus.  🙂
Doch nur zum Radiohören kauft man sich natürlich keinen AURALiC Mini.

Ich habe ein NAS, also einen Netzwerkspeicher und darauf eine eigene Partition für Musik, die ich vor mehr als 15 Jahren mal zusammengestellt habe. Die Qualität ist gruselig, weshalb ich davon auch schon ewig nichts mehr hören wollte.
Hier geht es mir aber mehr darum herauszufinden, wie schnell der Mini, bzw. die Lightning DS-App, diese Bibliothek erfasst.

Wie ein Rennwagen!

Und an dieser Stelle muss man dem Mini ein riesiges Lob aussprechen. So rasant hat bisher noch kein einziges Programm bei mir eine Bibliothek mit rund 600 GB MP3-Dateien durchforstet und erfasst.

Wer seine Musik auf externen Festplatten oder Sticks gespeichert hat – kommt genau so schnell, wenn nicht sogar noch schneller zum gleichen Erfolg. Einfach eine der beiden USB-Buchsen verwenden und die Integration starten.

Wer jedoch mit dem AURALiC Mini seine Streamer-Ära starten will, der baut am besten noch schnell eine interne Notebook-Festplatte ein (hier ist natürlich eine lautlose SSD die erste Wahl!!) und kann dann dort auch gleich seine Musik speichern. (Datensicherung aber nicht vergessen!!)

Und die Musik-Portale?

Kommen wir zum nächsten Schritt, besser gesagt zum nächsten Icon, das für Musikportale steht.
Zunächst bin ich enttäuscht, dass ich hier Spotify nicht finden kann.
Ich nutze halt Spotify – die Qualität hat mir bisher gereicht und ich habe etliche Playlisten erstellt. Weihnachten mit Kindern, irischer Abend, Titel, die ich mir nochmal anhören möchte …
Spotify – das ist für mich schon Musik-Konsum – aber auch Kennenlern-Möglichkeit — für das Genießen habe ich sowieso andere Dinge!

Ich sehe ein Icon für TIDAL und natürlich weiß ich, dass sich dahinter ein Portal für Musik in besserer Qualität verbirgt, als man sie bei Spotify bekommt. Daneben sieht man die Icons für WIMP und für Qobuz.
WIMP ist der Vorgänger von TIDAL und es wundert mich, dass ich es hier noch finde. Nach einem Klick auf das Symbol gelangt man zu einer Seite, auf der man seinen WIMP-Account in einen TIDAL-Account umwandeln kann – nun gut.

Ich hatte bisher beides nicht, denn TIDAL oder WIMP über ein Apple-TV zu hören, das wäre ja wohl Perlen vor die Säue geworfen.
Die Anmeldung bei TIDAL geht schnell und unkompliziert vonstatten – es gibt einen Monat als Probe-Abo für lau – das ist jetzt genau das richtige.
Wer Spotify gewohnt ist, findet sich bei TIDAL zunächst nur schwer zurecht – das gilt jedenfalls für mich.
Die Musikangebote auf den Startseiten lassen unschwer erkennen, wer als Geldgeber hinter TIDAL steckt, aber das Angebot ist auch darüber hinaus erstaunlich vielfältig.

Ich starte also ein paar Songs – und bin zutiefst enttäuscht!

Das soll besser sein als Spotify?
Im Leben nicht!

Dafür soll ich doppelt so viel bezahlen wie für Spotify?
Im Leben nicht!
Der AURALiC Mini soll beim Streamen besser klingen als ein Apple-TV?
Im Leben nicht!

Doch lassen Sie mich das alles hier gleich auflösen – der Dumme  – bin eindeutig ich.
Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass TIDAL mir automatisch die versprochene beste Qualität anliefert.
Doch dem ist leider nicht so!
Ohne eine entsprechende Konfiguration meines Accounts steht nämlich alles auf „Normal“, also auf MP3 – und da gibt es logischerweise keinen Qualitätsunterschied zu Spotify. Erst nachdem man das Häkchen bei „HiFi“ gesetzt hat, tut sich eine andere Klangwelt auf.

Wer hat uns eigentlich MP3 angetan?

Und diese “HiFi-Qualität” setzt sich derart deutlich von der MP-3-Qualität ab, dass ich mich einerseits frage, wieso wir uns eigentlich diese MP3-Dateien gefallen lassen und uns nicht mit aller Kraft gegen sie wehren und andererseits, ob jetzt nicht doch HighResAudio noch einen weiteren „Klangschub“ auf Lager haben könnte.

Wie komme ich aber jetzt an ein paar HighResAudio-Dateien?

Tja – und da nützen mir meine suchenden Blicke, die durch meinen Raum gleiten – gar nichts! Ein solch hoch aufgelöstes Digitalformat hat bisher den Weg zu mir noch nicht gefunden.
So etwas gibt es nicht auf Datenträgern zu kaufen. So etwas muss man „downloaden“ und kann es dann auf einer Festplatte speichern.

Das ist nicht gerade billig – meine ersten Ausflüge auf die Seiten der HighResAudio-Anbieter ergaben dann auch locker mal so 25,- Euro für ein Uralt-Album von Simon and Garfunkel.
Zu teuer – meine Meinung.

Aber – gab es in dem Portal-Menü vom AURALiC nicht noch ein drittes Icon?
Ich schaue nach und da ist es:

Qobuz !

Seltsamer Name, den werde ich mir wohl schwer merken können.
Laut Wikipedia verbirgt sich dahinter ein fernöstliches Musik-Instrument – aber auch davon hatte ich noch nie etwas gehört.

Bevor ich mich bei „so etwas“ anmelde, googele ich natürlich erst und  – ach Du Schreck:
„Qobuz insolvent“ – „Qobuz pleite“ steht da an erster Stelle.

Ich lese die Berichte und erfahre, dass es Ende 2015 (und das ist ja gerade mal ein paar Wochen her) eine Übernahme gegeben hat. Ein französischer Geldgeber pumpt soeben insgesamt 12 Millionen Euro in „sein neues Portal“. Das lässt wieder hoffen, wenigstens für ein paar Jahre.
Ich besuche also die Qobuz-Seite und irgendwie gefällt sie mir.

Das Musik-Angebot ist toll!
Es gibt viel Klassik, was auf Spotify ja mal gar keinen Spaß gemacht hat, aber auch die Pop-Rock-Indie-Musik, die mir liegt, ist ziemlich stark vertreten. Zum Teil sogar umfassender als bei Spotify. Weltmusik? Auch kein Problem! Das ist wirklich prima!

Die einfache Aufmachung ist gefällig!
Natürlich muss man sich auch hier umstellen, wenn man von Spotify kommt – aber mal ganz ehrlich! Wie oft musste ich mich denn in den letzten Jahren selbst bei Spotify schon umstellen!? Und dass alles immer besser geworden ist, kann ich auch nicht sagen.

Der redaktionelle Teil ist klasse!
Es gibt viel zu lesen – über die Künstler – über die Musik – über Abspielgeräte … Es macht Spaß, sich auf dieser Seite aufzuhalten und neben dem Musikhören zu surfen.

Da ist sie ja – die Quelle für meine HighResAudio-Dateien!

Und ich kann meine Lieblingsmusik auch kaufen!
Sie meinen, es sei hirnrissig, Musik zu kaufen, die man innerhalb seines Abos uneingeschränkt streamen kann?

Ja – da haben Sie grundsätzlich wohl Recht – aber hier bei Qobuz kann ich die Titel als HighResAudio-Dateien herunterladen!
Und der Preis dafür ist akzeptabel!
Im Schnitt liegt so ein Album hier bei 15,- Euro.
Und wenn ich das „Sublim-Abo“ wähle, bekomme ich sogar noch mal so etwa 5,- Euro pro Album Nachlass – na, damit sollte man doch leben können, oder?
Ein Album in Masterband-Qualität für „nen Zehner“?
Akzeptiert!

Insgesamt bietet uns Qobuz drei verschiedene Abo-Modelle an:
Premium
Das ist Spotify-Qualität zum Spotify-Preis.
HiFi
Das ist TIDAL-Qualität zum TIDAL-Preis.
Ein Zufall?
Wohl eher nicht.
Das interessanteste Angebot jedoch hört wie schon gesagt auf den Namen Sublim.

Sublim –
steht für das „Erhabene“, also für etwas Großes, Außergewöhnliches.

Tatsächlich scheint mir der Name durchaus passend gewählt zu sein, denn wer bereit ist, seinen Jahres-Abo-Betrag vorab zu bezahlen, der bekommt für 219,99 €/Jahr nicht nur einen Nachlass von fast 10 % auf den Abo-Preis, sondern noch diesen erstaunlichen Rabatt auf seine  Downloads dazu.

Ich habe mich jedenfalls gleich mal bei Qobuz angemeldet.
Spotify brauche ich nicht mehr – tschüss MP3!!!!

Und eine SSD habe ich auch gleich in den Mini eingebaut.
Als nächstes will ich mir das “bessere Netzteil” ordern …

… hm – jetzt hat es doch tatsächlich ein digitales Produkt geschafft, mich für sich einzunehmen?
… und ich schäme mich gar nicht dafür?

Tja – genau so ist es. Tue ich nicht!

ssd

Obwohl ich die Kritiken an den Mini verstehen kann – denn wer nicht über eine wirklich gute Stereoanlage verfügt, der kann nicht verstehen, was an einem Mini “so toll” sein soll, steht für mich fest, dass der Mini seinen festen Platz in meinem Wohnzimmer eingenommen hat.
Für Bilder und Videos habe ich ja mein Apple TV.

Sollten Sie gerade im Begriff sein, sich einen teuren Streamer oder CD-Player zuzulegen, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich den AURALiC Mini trotz aller Vorbehalte vorher (!) einmal anzuhören.
Möglicherweise haben Sie urplötzlich mehrere tausend Euro für Festplatten und Downloads über!

Wenn Sie Lust darauf bekommen haben, die in diesem Bericht geschilderten Aussagen einmal selbst zu prüfen, dann kommen Sie doch bei uns vorbei und hören sich das gute Stück bei uns an!

Oder bestellen Sie doch gleich Ihren eigenen AURALiC Mini!

Null Risiko!

Wenn er Ihnen nicht gefällt, schicken Sie ihn uns wieder zurück! So einfach geht das!

Das einzige Problem bei diesem Teil ist, dass derzeit mehr Bestellungen vorliegen als Geräte produziert werden können.
Ein wenig Geduld ist also schon angesagt.

AURALiC Mini

High-Fidelity – quo vadis?

High-Fidelity – quo vadis?

High-Fidelity  – quo vadis?

High-Fidelity  – quo vadis?

Wir haben uns die Frage gestellt: “High-Fidelity – quo vadis?” Was passiert da gerade und wohin wird es uns führen?

Kann es sein, dass Sie auch gerade den Überblick über die zurzeit angebotenen HiFi-Geräte verlieren und die Frage nicht mehr beantworten können, welches Gerät man als Musikliebhaber im Jahre 2016 … nutzen muss, um damit „en vogue“ zu sein?

Welcher Typ sind Sie?

Kommt 2016 der endgültige digitale Durchbruch zu Ihnen ins Haus mit einem digitalen Vollverstärker, einem eigenen WLAN für HiFi, drahtlos arbeitenden aktiven Lautsprechern, von denen man mehr als 20 Stück im Haus verteilen kann, mit einem Streamer, einem Ripper und einem Musik-Server, der Ihre Musik zentral zur Verfügung stellt?

Oder sind Sie da eher der Fels in der Brandung und lassen sich von den tosenden Werbewellen nicht im geringsten beeinflussen?

So oder so hat die digitale Zukunft in viele Wohnungen schon längst Einzug gehalten.
Der Fernseher ist ein Smart-TV, mit dem man weitaus mehr anstellen kann als einfach nur fern zu sehen – und so natürlich auch Musik hören!
Daran hängt ein Apple-TV, ein Raspberry, eine Boxee-Box … irgend ein kleiner Kasten jedenfalls, der die Lücken auffüllen soll, die die Programmierer des Smart-TV noch gelassen haben.
Fast jeder besitzt heute wie selbstverständlich ein Smart-Phone, ein Tablet, ein Notebook, einen PC …
Und auch mit diesen „Devices“ kann man Musik hören.
Rund um die Uhr und überall, also auch unterwegs.

Es geht nicht mehr ums Können!

Und schon lange geht es auch überhaupt nicht mehr ums Können.
Können – könnten wir.
Aber wollen wir auch?
Mit der Antwort auf diese Frage fühlen wir uns zunehmend überfordert.
Wollen wir?
Und wenn ja, was genau wollen wir?
Und wieso machen wir es nicht schon längst, wenn wir es doch könnten?

Was klingt denn heute noch wirklich gut?

Ich glaube, die Ursache dafür liegt darin, dass wir diesen neuen Dingen nicht so recht über den Weg trauen, wenn es um die Bewertung ihrer klanglichen Qualitäten geht und schon lange nicht mehr wissen, was eigentlich noch gut klingt und was nicht.

Ach, wie schön einfach war es doch noch vor gar nicht so langer Zeit.
Analog? Der eine so der andere so.
CD? Ja logisch! Was sonst?

Wenn ich mich heute mit jungen Kunden unterhalte, stelle ich fest, dass sie keine einzige LP besitzen.
Das ist nun einmal so.
Aber was mich wundert: Sie haben auch keine einzige CD mehr!
Nicht einmal einen CD-Player!
Außer natürlich diesen “BluRay-DVD-CD-MP3-Dingsbums-Alles-Player-Brenner-und-Sauger”, der am Fernseher hängt.

Sie hören Musik digital und mobil.

Ohne Zweifel hat sich dabei das MP3-Format durchgesetzt. (MP3 ist die Kurzform von „MPEG-1, Layer III“, wobei MPEG für Moving Picture Experts Group steht)  MP3-Dateien sind klein, nehmen also wenig Speicher weg und lassen sich blitzschnell übertragen.
Die Theorie lässt aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass MP3-Dateien eine ziemlich miserable Klangqualität haben müssen. Alles, was man einer Sound-Datei Böses antun kann, das hat man ihr auch angetan.
Man hat ihre Informationen heruntergerechnet, komprimiert, reduziert – kurz:

MP3 ist mit Kartoffelbrei-Pulver zu vergleichen.

Und so traurig, dass man darüber fast schon wieder schmunzeln muss, ist eine zweite Analogie zum Kartoffelbrei-Pulver:
So wie unsere Kinder keinen selbstgemachten Kartoffelbrei mehr mögen, empfindet die Generation, die mit MP3 herangewachsen ist, den Klang der MP3-Datei einer CD gegenüber als deutlich besser. Langjährige Studien an verschiedenen Universitäten beweisen dies. Immer mehr Menschen haben sich so sehr an den MP3-Sound gewöhnt, dass sie diesen Klang subjektiv für besser halten und den CD-Klang als „seltsam“ ablehnen.

Aber dies ist nicht die einzige Kröte, die die CD-Produzenten derzeit zu schlucken haben. Die zweite kommt in Form von FLAC-Dateien daher.  (Free Lossless Audio Codec]

Und die ist eine so fette Kröte, dass man zurecht bezweifeln darf, dass die CD sie heruntergewürgt bekommt.

Hinweis:  Lesen Sie mehr über digitale Formate unter:  https://audiosaul.de/auralic-mini/ 

Jedenfalls frage ich mich an dieser Stelle, ob nun so eine FLAC-Datei, die ich aus dem Internet heruntergeladen habe, ob die nun besser oder schlechter ist, als meine CD.

Ich schaue also beispielsweise mal bei acousticsounds.com vorbei, einem der vielen Download-Anbieter von FLAC-Dateien – und entdecke sofort zwei gute alte Bekannte: Simon & Garfunkel Greatest Hits und Getz/Gilberto, das Album mit dem berühmten Song „The girl from Ipanema“. Die erste Scheibe stammt aus dem Jahre 1972, die zweite ist aus den 60-ern. Beide Masterbänder stammen also noch aus der rein analogen Ära.
Und beide Alben habe ich als LP und die Simon & Garfunkel sogar auch als CD. Alle Songs finde ich heute auch auf Spotify im MP3-Format.
Nun kann ich sie hier bei acousticsounds.com für jeweils 24,98 Dollar downloaden und ich frage mich gerade,
für wie bescheuert man mich eigentlich hält?

Wie oft muss man die gleiche Musik denn noch kaufen?

Erst hab ich 20,- Mark für die LP bezahlt, dann 20,- Euro für die CD, nun drücke ich schon jeden Monat 10,- Euro für Spotify ab und möglicherweise bald auch noch 20,- Euro monatlich für den Zugang zu einem High-Res-Audio-Portal und am Ende soll ich mir hier für 24,98 Dollar genau die gleichen, uralten Songs noch einmal als FLAC-Dateien herunterladen?
Und nächstes Jahr dann vielleicht noch einmal für 36,- Euro als „MQA“ oder wie?

Wobei ich ja den FLAC-Anbietern mit meiner Schimpferei zugegebenermaßen Unrecht tue.
Die CD hätte ich mir sparen sollen.

Aber da haben wir doch das Problem.
Es ist ja nicht nur der „Kampf der Formate“.
Das alles dehnt sich ja auch auf die Komponenten aus.
Downloaden oder streamen kann ich doch durchaus mit meinem Smartphone oder dem Tablet. Ich streame es über eine „kleine Kiste“ oder einen Bluetooth-Eingang zu meiner Anlage.
Das ist die einfachste und billigste Variante.
Genau das gleiche kann ich jetzt aber auch mit einem 18.000,- Euro High-End-Streamer vollziehen.
Und ich frage mich:
Kann ich nun zum Downloaden ein preisgünstiges Gerät verwenden und erst beim Abspielen das Signal von einem High-End-DA-Wandler wieder rekonstruieren lassen und alles klingt toll, weil es ja nur auf den DA-Wandler ankommt oder brauche ich auch schon einen 18.000,-Euro Streamer/Downloader?

Schon habe ich die ersten Kunden, die mit einem speziell „getunten“ Notebook ausschließlich über Akku-Betrieb und nur zu ganz bestimmten Tages- äh wohl mehr Nachtzeiten die Dateien downloaden, weil sie sonst nicht „gut genug“ sind.

Gespeichert wird das alles auf einer SSD, weil ja bei einer normalen Festplatte wieder der mechanische Lesevorgang zum klang-endscheidenden Faktor wird, oder?

Macht der Kunde das alles wirklich mit? Geht es mit uns in diese Richtung?

Richtig teure Musik-Server – (ich meine richtig teure!) – brauchen bis zu 20 Minuten, um eine CD einzulesen, zu rippen, zu taggen …
Ich habe ausgerechnet, dass ich dabei etwa 2 Jahre brauche (mit Urlaub und so) , um alle meine CDs einzulesen.

Und danach habe ich sie dann im Format 44,1 kHz bei 16 Bit auf einer Festplatte.
Eben im CD-Format, was sich gerade irgendwie den Ruf einhandelt, nur „zweite Wahl“ zu sein.
Die teuren Musik-Server können da heute schon mehr!
Manche Server bieten mir deshalb an, meine CDs auf 192 kHz hoch zu rechnen.
… also einfach eine Qualität zu erfinden?

Also Kartoffelbreipulver für 89 Cent die Tüte lasse ich mir ja gefallen – zuhause, mal eben schnell wieder angerührt – mit einem Stich guter Butter dran, da kann man es durchaus mal essen – aber ich lass mir doch nicht in einem 5-Sterne-Restaurant für richtig viel Geld zeigen, was ein Koch-Künstler aus Kartoffelbreipulver alles zaubern kann, oder hab ich da die falschen Ansichten?

Beschreibe ich hier eigentlich gerade den winzig kleinen High-End-Markt, der ja schon immer verrückt war, oder gilt das auch schon alles 1:1 für den Konsumer-Markt?

Was sagt denn unsere „Industrie“ zu diesem Thema?

Die Unterhaltungselektronik-Industrie steckt in einer Krise. Lassen sich doch neue Geräte nur dann an den Mann bringen, wenn man ihm klar machen kann, dass seine alten Geräte nicht gut genug sind.
Das allerdings zwingt sie dazu, dem Kunden das Qualitätsmerkmal schlechthin “in CD-Qualität” weg zu nehmen und sich selbst als Lügner zu bezichtigen.
So scheinen sich die Hersteller darin einig zu sein, den Mund zu halten und den Verbraucher ganz von allein dahinter kommen zu lassen.
Die High-Ender wissen es bereits, der Konsument interessiert sich zum Glück nicht so sehr dafür.
Aber auch er wird es irgendwann schon noch merken.

Schlecht hören kann man ja auch schon mit dem Handy gut!

Ja, der Industrie spielt es derzeit gut in die Karten, dass der moderne Mensch praktisch alles mit seinem Smartphone machen will, also auch Musik hören. Zum mobilen Streamen eignet sich sowieso nur das MP3-Format und damit ist ja alles in Butter, oder?

Der Mensch ist Jäger und Sammler.

Wie kommt er in einer rein digitalen “Online-Musik-Welt” zurecht – so ganz ohne Trophäen?

Und wie stellen Sie sich persönlich Ihre Zukunft und die Ihrer HiFi-Anlage vor?
Machen Sie da mit, bei diesen Neuentwicklungen, halten Sie an dem fest, was Sie haben, oder gehen Sie gar einen Schritt „zurück in die Zukunft“ und kaufen sich doch wieder einen Plattenspieler?
Lassen Sie uns doch an dieser Stelle mal gemeinsam eine allgemeine „Standortbestimmung“ durchführen.

Rückblick

Im Jahr 1980 noch
… sah die HiFi-Welt ziemlich aufgeräumt aus.
Den Kern einer „Stereoanlage“ bildeten der Verstärker und die Lautsprecher. Als „Quellen“ gab es den Plattenspieler und den Tuner, also das Radio.
Lediglich zum Aufnehmen musste man sich entscheiden, ob man mehr der Kassetten-Typ war oder sich eines von diesen „fetten“ Tonbandgeräten zulegen wollte.

Ein paar Jahre später fand dann das „Erdbeben“ unter dem Namen CD statt.

Die LP und der Plattenspieler waren von da an „altes, überflüssiges Gerümpel“.
Noch weniger wert (falls das überhaupt geht) war alles, was mit dem Kassettenrekorder oder den Bandmaschinen zu tun hatte.

Das digitale Format mischte sich nämlich auch schon bald in das Thema „Aufnehmen“ ein und der Markt bescherte uns einige mehr oder weniger segensreiche digitale Erfindungen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hätten die großen Entwickler erkennen müssen, dass der Kunde nicht bereit ist, jeder Fahne hinterher zu rennen, nur weil sie heftig geschwenkt wird.
Dabei waren sie selbst so kurzsichtig, uns zunächst digitale Aufnahme-Medien anzubieten (z.B. die DCC), bei denen der größte bisherige Nachteil der analogen Medien erhalten blieb – nämlich diese nervende Vor- und Rückspulerei.

Wo hören wir eigentlich Musik?

Der typische Verbraucher hört seine Musik an unterschiedlichen Orten. Hauptsächlich jedoch zuhause und im Auto.
Will man ihn zu einem Formatwechsel „verführen“, muss man ihm nicht nur das neue Equipment fürs Wohnzimmer anbieten, sondern auch eine Lösung fürs Auto.
Und da hatten wir eben unsere Kassetten.
Das schöne an der Kassette war doch, dass sie „billig und robust“ war.
Sie durfte im Fahrgastraum herumfliegen, beim Öffnen der Tür herausfallen, nass regnen, geklaut werden …
Aber wer wollte schon eine Kassette klauen?
Sie konnte ja jederzeit ersetzt werden und hatte einfach keinen Wert. Jedenfalls nicht die Kassette, die wir fürs Auto aufgenommen hatten.
Sollte man sich jetzt etwa ein neues Autoradio für teure digitale Kassetten oder Mini-Discs kaufen?
Also ganz ehrlich – ein solcher Schritt stand doch wohl niemals zur Debatte, oder?

Erst als die Seifenblase vom „Märchen von den staub- und keimfreien Laboratorien“, ohne die  angeblich eine CD niemals herzustellen sei, in Form von 40,- Euro-CD-Brennern zerplatzte, die man per USB an seinen eigenen PC anschließen konnte, gab es ein neues Medium fürs Auto:
Die CD – und hier eben vor allem die selbst gebrannte CD.
Alles, was wir über die Kassette gesagt haben, traf nun auch auf dieses Medium zu. Der Rohling war ziemlich wertlos, jederzeit ersetzbar und damit genau richtig fürs Auto.
Über die LP und den Plattenspieler sprach niemand mehr – bis auf ein paar Unbelehrbare, „ewig Gestrige“.

Und so hätte es eigentlich auch wunderbar weitergehen können, wenn nicht die Zeit so dreist gewesen wäre, voran zu schreiten und mit ihr der „technologische Fortschritt“.
Erst etablierte sich der Computer und dann auch noch das Internet.
Vor allem der zweite Punkt eröffnete uns heute gleich mehrere unterschiedliche Optionen und sorgt aktuell dafür, dass sich selbst eingefleischte HiFi-Freaks unsicher werden.

Zurück in der Gegenwart

Neben dem Besitz unserer gekauften Medien, in welcher Form auch immer, öffnet uns das Internet gerade die Tür zu einer Musik-Menge in unvorstellbarem Ausmaß. Und vieles davon völlig kostenlos.
Geben Sie den Titel von irgendeinem Song bei youtube ein – ich denke, Sie werden ihn finden. In mehreren Interpretationen, mit schönen Fotos hinterlegt, als Konzert-Mitschnitt, unplugged – wie auch immer.
Wem das nicht reicht, der richtet sich ein kostenpflichtiges Konto bei einem der Musikportale ein.
Spotify, Deezer, Apple Music, TIDAL HiFi, Qobuz, Amazon Primemusic, Napster, rdio, Soundcloud, XBox Music, Google Music, Baboom, rara, Juke mymusic, und jetzt auch noch ALDI life.

Hab ich einen vergessen? Ganz sicher! Denn es scheint sich gut Geld verdienen zu lassen mit diesen Portalen. Doch wer erhält das viele Geld? Die Musiker sehen jedenfalls nicht sonderlich glücklich aus dabei.

TIDAL HiFi, der Nachfolger von WIMP, wirbt mit dem FLAC-Format. So ein FLAC-Download hat den Vorteil, dass uns nun kein billiger und schlechter CD-Spieler mehr einen Teil der auf der CD vorhandenen Klangqualität vorenthalten kann.

Zum Digitalisieren unserer LPs, Kassetten und Tonbänder brauchen wir dann noch einmal die ehemaligen Abspielgeräte, die wir uns zumindest so lange leihen müssen, bis alles digitalisiert und auf unserem zentralen Musik-Server abgelegt ist.
Den müssen wir dann Nacht für Nacht auf einen zweiten Speicher sichern, damit wir nicht eines Tages mit einer kaputten Festplatte oder einem gestohlenen Musik-Server dastehen und alles „weg ist“.  Das wäre der GAU!
Versuchen Sie mal, von Ihrer Versicherung das Geld für monatelanges Rippen einzufordern!

Vielleicht haben wir ja aber Glück und „unsere Musik“ ist längst bei Spotify und Co. gelandet. Mit weniger Rauschen als wir es auf unseren Kassetten hören mussten, ohne Knistern, Knackser und ohne Cola in den Rillen; sogar ohne Rückstände von angetrockneten Nassfahrmitteln und …
ganz ohne Arbeit und Zeitaufwand. Sie ist einfach schon da!
Mit Informationen über den Interpreten, mit Hinweisen zu „ähnlichen Künstlern“ und mit der Möglichkeit, Playlisten zu erstellen, um auf die unterschiedlichsten Situationen vorbereitet zu sein. Party, Hintergrundmusik, Irischer Abend, Weihnachten mit Kindern, Schmusen …
Man muss so eine gut gefüllte Playliste nur starten und von da an macht sie Musik – so lange, wie Lieder in der Liste sind.

Das ist ohne Zweifel eine tolle Sache und ich kann und muss mich hier outen:
Ich nutze Spotify!

Bleibt die immer noch offene Frage nach der Qualität. Die MP3-Qualität ist aus meiner Sicht völlig ausreichend, um Künstler und Songs kennenlernen zu können.
Manche Alben gefallen mir aber so gut, dass ich die Musik kaufen will, um sie in einer noch besseren Qualität hören zu können. Welches Medium soll ich mir da heute kaufen? Soll ich es als FLAC downloaden? Reichen 24 Bit bei 96 kHz, müssen es 192 kHz sein oder noch viel mehr?
Oder soll ich es gar nicht kaufen sondern von TIDAL oder Qobuz streamen?

Fühlen Sie sich beim Lesen dieser Zeilen gerade auch so unwohl wie ich beim Schreiben?

Ich brauche eine Pause.

Bin zurück. Ich habe mir in der Pause den vierten Akt aus Verdis „Il Trovatore“ angehört (LSC-2617 Living Stereo 1962 mit Leontyne Price). Natürlich auf Schallplatte! Jetzt geht es mir wieder gut.

Und beim Hören habe ich doch tatsächlich etwas wiedergefunden, was mir in diesem Beitrag bislang völlig gefehlt hat:

Den Aspekt der Wertigkeit.

Mal so am Rande:
Wenn Sie sich auf einen besonderen Anlass vorbereiten, wechseln Sie dann Ihre Armbanduhr? Haben Sie für so etwas ein paar besonders edle Schuhe im Regal stehen? Gibt es da einen edlen Tropfen in Ihrem Schrank, den Sie sich nur zu solchen Anlässen gönnen?

Welche Wertigkeit kann eine Musik besitzen, die wir überall und zu jeder Zeit vor uns hin dudeln können?
Mit welchem Gefühl höre ich einen Song, der auf meinem NAS liegt und von dem ich noch zwei Kopien besitze, weil ich mich vor einem Festplatten-Crash schützen will?

Oder reicht es schon, wenn die Musik an sich eine Wertigkeit besitzt?
Muss Musik überhaupt eine Wertigkeit besitzen?
Muss das Medium eine Wertigkeit besitzen, das die Musik in sich oder auf sich trägt?

Die LP, die ich gerade gehört habe, die knistert schon hier und da – sie ist nicht mehr so wie sie mal war.
Sie ist älter geworden.
So wie ich.
LPs sind genau so vergänglich wie wir.
Die Zeit nagt an Ihnen, aber sie verknüpft sie auch mit Erinnerungen. Wenn wir eine LP-Hülle in die Hand nehmen, sehen wir es wieder vor unseren Augen, wie das damals war, als wir sie geschenkt bekommen haben, als wir sie nach dem Konzert in Berlin vom Interpreten selbst gekauft haben.

Das Inlay mit den Texten haben wir in den ersten Tagen verschlungen, bis wir alle Texte auswendig kannten. Hier und da haben wir vielleicht etwas hinein gekritzelt. Wir wissen oft noch ganz genau, wann und mit wem wir die LP gehört haben.
Irgendwie fühlen wir uns mit ihr verbunden.

Es ist unsere LP.

Besitzen wir eine Kopie von ihr? Haben wir sofort für eine Redundanz gesorgt? Muss so etwas sein?

Gibt es etwa von uns selbst eine Kopie?
Oder von den Menschen, die wir lieben?
Wäre eine Redundanz unserer Person erstrebenswert?
Wenn der eine von uns zu müde ist noch auszugehen, schnappen wir uns eben den anderen? Der ja noch „frisch im Schrank steht“?
Ich rede Unsinn, zugegeben.

Dabei hatte ich Ihnen ja versprochen, Ihnen dabei zu helfen, sich nach dem Lesen dieses Beitrags besser mit diesen ganzen Geräteangeboten auszukennen, die es schon gibt und die noch auf uns zukommen werden.
Und genau das will ich jetzt auch wieder tun.

Denn die Lösung ist eigentlich ein Kinderspiel. Wir müssen nur verstehen, dass wir uns der Musik auf zwei unterschiedliche Arten nähern können:
Konsumieren oder genießen.

Über das Konsumieren brauchen wir überhaupt nicht die Nase zu rümpfen – das ist doch gar nichts schlechtes!
Im Radio, im Auto, beim Joggen, im Garten … wir alle konsumieren Musik, weil wir Musik mögen.

Und genau dafür sind diese neuen Musik-Portale neben dem klassischen Radio wirklich toll.
Welches von ihnen Ihre Zuneigung findet, das ist reine Geschmacksache. Dem einen gefällt die eine  „Oberfläche“ besser dem nächsten eine andere. Der eine will es so billig wie möglich, der nächste stellt höhere Ansprüche an die Qualität.
Und eines ist sicher: Je mehr wir darüber schimpfen, wie teuer Musik ist – umso mehr müssen wir diese Portale lieben.

30 Millionen Songs für 10,- Euro im Monat.  Billiger – hat es das noch nie gegeben!

Kurz und gut:
Ich möchte Sie dazu ermuntern, diesen Portalen eine Chance zu geben.

Schon allein die Möglichkeit, viele unbekannte Musiker kennen lernen zu können, ist den Monatsbeitrag ganz bestimmt wert. Und ob Sie das Portal unterwegs, im Büro oder nur zuhause am PC oder über die „gute Anlage“ nutzen oder ein Gemisch aus allem – diese Portale sind der richtige Weg hin zu neuer, toller Musik.

Erstes Fazit also:   Portale?  Ja, unbedingt!

Kommen wir zu den Streamern, den Rippern und den Musik-Servern, die es ja oft genug auch als Kombi zu erwerben gibt. Wer sich lieber sein eigenes Musikportal aufbauen möchte, mit einer Zusammenstellung aus seinen eigenen digitalisierten oder gerippten Medien, der kann das mit diesen Geräten tun, hat aber viel Arbeit vor sich.
Nach der Arbeit kann er alle seine LPs in den Hüllen und seine CDs in den Regalen stecken lassen und komfortabel z.B. über sein Tablet auf diese Musik zugreifen, um sie im ganzen Haus oder sogar unterwegs hören zu können.
Funktionieren tut das gut – ob man es braucht, muss man selber beurteilen.

Fazit:

Man muss das Schießpulver nicht verdammen, sondern richtig einsetzen.

Musik-Portale verschaffen uns den Zugang zu unvorstellbar viel Musik und der Umgang mit ihnen ist so komfortabel wie wir uns das immer erträumt haben. Wer es sich leisten kann, der unterstützt uns Musikliebhaber, indem er zu den Portalen mit den besseren digitalen Formaten wechselt, um für eine bessere digitale Zukunft zu sorgen und den Betreibern ein klares Zeichen zu senden.

Die Schallplatte erfüllt unsere Ansprüche an eine Wertigkeit, ohne die unser Leben jeden Glanz verliert.

Aber bei aller Liebe zur Schallplatte, die ich ganz sicher in meinem Leben nie verlieren werde, muss man zurzeit am Ende eines erkennen:

Das Original eines jeden Albums ist nun einmal das Masterband.

Bei der Schallplatte verwenden wir es, um es 1:1 auf ein analoges Medium zu pressen.
Bei der CD mussten wir den Inhalt des Masterbandes so lange misshandeln, bis die Datenmenge klein genug war, um auf eine silberne Scheibe zu passen.
Doch der Download einer High-Res-Audio-Datei bringt uns das Masterband quasi im Original zu uns nach Hause.

Das hat es so noch nie gegeben!!
Und schon gar nicht für 10,- Euro, wie diese Alben heute schon angeboten werden.

Also ich weiß jetzt, was ich machen werde:
Unterwegs höre ich MP3.
Zuhause streame ich meine Playlisten in CD oder HighRes-Audio-Qualität.
Besonders gute Aufnahmen kaufe ich als Download in Masterbandqualität und speichere sie auf meinen NAS oder Server.
Und wenn mir mal der Sinn nach etwas ganz besonderem steht, dann lege ich eine meiner Lieblings-Schallplatten auf und gönne mir dabei einen guten spanischen Rotwein.

Ich glaub, es ist grad schon wieder so weit.
Wo zum Teufel ist denn jetzt wieder der Korkenzieher hingekommen?
🙂

 

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