Melco D100 und N100 Bericht

Melco D100 und N100 Bericht

Melco D 100 und N100 Bericht

Melco D 100 und N100 Bericht

Melco,
… wenn`s um den Klang geht.

In meinem heutigen Bericht geht es um die Gerätschaften des japanischen Herstellers Melco. Genauer befassen werde ich mich mit dem CD-Laufwerk zum Rippen, dem D100B und dem Netzwerkspeicher N100, also Melcos Einsteiger-Modell.
Und natürlich zwingen mich diese Gerätschaften förmlich dazu, auch immer wieder mal auf die grundsätzliche Fragestellung einzugehen, ob man jetzt besser ein Streaming-Abo abschließt oder lieber seine eigene CD-Sammlung rippt.

Melco Logo

Wie kommt man überhaupt auf Melco?

Nun, in den letzten vier Jahren habe ich mich sehr intensiv und fast ausschließlich mit dem Streamen von High-Resolution-Audio-Dateien (HRA) aus den unterschiedlichen Musik-Portalen auseinander gesetzt.
Noch – kann man sich dieser „neuen Welt“ getrost verschließen und einfach so weiter machen wie gewohnt, doch lange wird das wohl nicht mehr funktionieren.
Mit einem Melco Netzwerkplayer kann ich diese Musik-Portale nutzen, aber der Schwerpunkt eines Melcos liegt klar erkennbar in den Bereichen Ripping und Sharing.

Zu den Unterschieden:

Streaming-Abo

Man schließt ein Abonnement bei einem Musik-Portal ab und von einer Sekunde zur anderen stehen einem fein aufbereitete, katalogisierte, getaggte und mit Biografien und Verknüpfungen gespickte 40 Millionen Titel aus aller Welt und aus jedem Genre zur Verfügung.
Wichtig dabei: Man streamt sie (mit dem richtigen Abo) in echter Studio-Aufnahme-Qualität – was heißt, dass selbst die Künstler und das Tonstudio die Aufnahme nicht besser hören als wir!
Eine normale CD wirkt dagegen dann manchmal wie eine MP3-Sammlung.

Ripping/Sharing

Jeder einfache PC kann dazu gebracht werden eine CD zu lesen, zu rippen, zu speichern und im Netz zur Verfügung zu stellen. Mit einem guten Programm wird das was der PC da ausliest, sogar online mit einer Referenzdatei abgeglichen (AccurateRip) und Lesefehler werden zuverlässig berichtigt.
Doch obwohl ich mit verschiedenen Apps experimentiert habe, die seltsamerweise alle auch noch zu Klangunterschieden untereinander geführt haben, ist es mir nie gelungen, mit meinen selbst gerippten CDs auch nur in die Nähe der Klangqualität zu kommen, die mir Qobuz liefert.
Der direkte Stream von Qobuz klang selbst dann noch besser, wenn der Titel dort auch „nur“ in CD-Qualität (16Bit/44.1kHz) zur Verfügung stand.

Also kam ich letztendlich zu der Ansicht, dass es doch viel bequemer ist und zudem auch noch besser klingt, wenn ich streame und nicht rippe.

Das sollte heute so nicht bleiben.

Drei H, der deutsche Distributor für Melco-Produkte, hatte es sich just in den Kopf gesetzt, meine Ansicht zu revidieren. 

Melco behauptet, dass selbstgerippte CDs dann nicht mehr schlechter klingen, wenn man sie mit dem richtigen (!) Laufwerk gerippt und auf dem richtigen (!) Netzwerkplayer (NAS) gespeichert hat.
Die richtigen Geräte kommen dabei natürlich allesamt – wie könnte es anders sein – von Melco.
… und natürlich ließ ich mich gerne auf diesen Versuch ein.

An der Quelle sitzt der Knabe …
… was bei Melco anders ist.

Wohl dem, der wie Herr Makoto Maki der Inhaber einer Firma ist, die „Buffalo“ heißt und sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung und Produktion von PC- und Netzwerk-Komponenten befasst.
Statt sich oder Angestellte mit einer ständigen Marktschau zu beschäftigen, um nach brauchbaren Bauteilen zu suchen und diese dann irgendwie zu einem Ganzen zusammen zu fügen, hat Herr Maki die Möglichkeit, das was man braucht im eigenen Hause entwickeln und produzieren zu lassen.

Idealer können die Voraussetzungen nicht sein, um richtig gute Geräte zu fertigen.
Aber ist das Melco auch gelungen?

Der Melco-Tag

Ich bekomme die zwei Geräte aufgebaut, die mich (zunächst) am meisten interessieren.
Zum einen also das CD-ROM-Laufwerk mit der Bezeichnung D100B zum Preis von 995,- € und zum anderen den N100, also den günstigsten Netzwerkplayer der Melco-Reihe, der auch noch optisch perfekt zum Laufwerk passt. Der Preis für ihn liegt bei knapp unter 2.000,- €, womit er also mit dem Altair von Auralic gleichzieht.

Auch der Altair kann mit einer eingebauten Festplatte zu einem Netzwerkplayer aufgerüstet werden. Auch der Altair kann sich Musikdateien von einem NAS im Netz oder von einer externen Festplatte holen und im Netz parat stellen oder selber abspielen.

Von Qobuz oder Tidal streamen können beide, der Altair und der N100.

Wo also liegen die Stärken und Schwächen der beiden Konkurrenten?
Und sind es überhaupt Konkurrenten?

Melco Netzwerkplayer N 100

MELCO-N100

MELCO-N100

Melco-Geräte mit einem „N“ in der Bezeichnung sind NAS-Computer, die konsequent auf Klangqualität entwickelt und produziert werden. Sie sind mit Spezial-Festplatten ausgestattet, auf denen man seine digitale Musik-Bibliothek speichern kann. Die Bibliothek wird dann allen im gleichen Netz befindlichen Abspielgeräten zur Verfügung gestellt.

Angenehm ist, dass die Melco-Komponenten allesamt wie HiFi-Geräte aussehen und die interne Festplatte praktisch nicht zu hören ist. Damit – darf dann so ein audiophiler „NAS“ endlich auch wieder im Wohnzimmer Platz nehmen, ohne dauernd mit seinen Festplattengeräuschen zu nerven.

 

Melco Laufwerk D100 B

MELCO D100B

MELCO D100B

Um beim Rippen der CDs keine klanglichen Kompromisse eingehen zu müssen und auch hier nicht auf einen Computer angewiesen zu sein, entwickelte Melco unter der Bezeichnung D100 ein CD-ROM-Laufwerk der Extraklasse. Verbindet man den D100 mit einem Nxxx-Gerät wird eine in den D100 eingelegte CD automatisch gerippt, auf dem Melco Nxxx gespeichert, getaggt und mit einem Cover versehen. (Für die komfortablere Bedienung am Tablet)

 

 

So lange ich bei der Annahme bleibe, dass die Klangqualität der selbstgerippten CDs unterhalb des Qobuz-Streams liegt, zahle ich bei Melco also eine ordentliche Summe, nur um diesen Vorgang ein klein wenig komfortabler hin zu bekommen als mit dem PC.
Wie es wirklich klingt – das lesen Sie weiter unten im Text.

Mich interessierte nämlich zunächst einmal etwas ganz anderes, was ich entdecke, während mir die beiden Geräte angeschlossen werden:

LAN-Filterung

Filter kennen wir heutzutage aus dem Bereich des Netzstroms. Die unterschiedlichsten Hersteller werden nicht müde, uns mit Hilfsgeräten hörbar zu machen, wie viel „Elektroschmutz“ sich in unseren Leitungen befindet und haben natürlich alle die einzig wahre Lösung parat.
Ich will nicht zynisch klingen, vieles davon ist wirklich – wirklich gut. Aber so manch ein Hersteller will einfach nur ein Stück vom Kuchen abhaben und deshalb sollte man sich genau anschauen, wofür man sein Geld ausgibt.

Dieser LAN-Filter von Melco …
soll aber nun ganz anders, viel „intelligenter“ funktionieren.

Hintergrund
Im LAN sind permanent alle möglichen Daten „unterwegs“. Video-Dateien, Sprache, Daten, E-Mails … Und selbst wenn eigentlich im Netz gar nichts los ist, laufen Routinevorgänge ab, denn manche Bausteine wie Router fragen fortlaufend nach, wer denn wohl noch so alles im Netz ist, wie die MAC-Adressen lauten usw..
Schauen Sie nur mal auf die kleine gelbe LED an einer Ethernetbuchse. Immer wenn sie blinkt, passiert gerade etwas in Ihrem Heimnetz.

Melco war genau das ein Dorn im Auge, denn hier ist man davon überzeugt, dass dieser „Traffic“ wie man heute sagt, jedes Gerät stören muss, was sich mit der Aufgabe zu befassen hat, sich um die Aufbereitung der Audio-Dateien zu kümmern.
Viel ungestörter und „konzentrierter“ müsste sich logischerweise ein solches Gerät um die Audio-Dateien kümmern können, wenn alle anderen Daten gar nicht zu ihm hinkommen könnten, also geblockt werden.
Statt also – wie in einem üblichen Netz, einen Paketwagen mit allen möglichen Sendungen voll zu packen und dann auszuliefern, packt Melco in diesen Paketwagen ausschließlich die Pakete hinein, die für die nachfolgenden Bausteine bestimmt sind.
Im IT-Bereich würde man so etwas wohl Quality of Service nennen oder zumindest so ähnlich.

Logischerweise wollte ich jetzt also zunächst an meiner mir gut bekannten Vorführkette, bestehend aus einem Auralic Aries G2, Vega G2 und aktiven Lautsprechern von Progressive Audio überhaupt nichts ändern und lediglich das Ethernetkabel in die gefilterte Ausgangsbuchse des Melco N100 stecken.
Natürlich musste ich jetzt den Melco mit einem zweiten Ethernetkabel mit der Fritzbox verbinden.
… was ja aber blitzschnell gemacht war.

Melco hat mich

Tja – da muss ich wohl zugeben, dass ich wohl ziemlich baff gewesen bin.
Damit hatte ich so nicht gerechnet. 

In dem Moment, in dem dieser N100 mit seinem LAN-Filter seine Arbeit aufnimmt, wird die Unruhe, wird die Hektik in der Musik, die wir vorher gar nicht wahrgenommen haben (wohl weil sie eben immer da war) wie mit einem Staubsauger aufgesogen und eliminiert.

Nichts klingt wirklich anders, keine einzige Klangfarbe ändert sich – was sehr gut ist und was ich nicht anders akzeptieren könnte – aber endlich kann sich jeder Ton so entfalten, wie es ihm zusteht und um ihn herum ist nichts als tiefschwarze Ruhe.

Man muss sich das so vorstellen, also müssten sich ohne diesen LAN-Filter 20 Paar Tänzer eine Fläche teilen, auf der eigentlich nur 3 bis 4 Paare tanzen können. So etwas ist irgendwie frustrierend.
Sobald der Filter dazwischengeschaltet ist, hat jedes Tanz-Paar die Fläche für sich alleine und kann endlich zeigen, was es kann.
Völlig ungestört. Dieses unbeschreibliche Gefühl “endlich Platz, endlich frei” – genau das beschleicht mich gerade, während ich an meiner Kette nichts geändert habe und lediglich diesen LAN-Filter von Melco eingeschleift habe.

Das ist so gravierend, dass ich natürlich sofort die Frage stelle, ob Melco diesen Filter auch einzeln anbietet, was leider negativ beantwortet wird.
Nun – damit bin ich noch nicht ganz fertig, aber für heute bleibt festzustellen, dass mich dieses Teil schon mal fasziniert hat.

Und wie klingt der Streaming-Transport von Melco?

Vor und neben dem Melco N100 stehen seine Konkurrenten selbstsicher aufgestellt. Da haben wir von Auralic den Altair, der „alles kann und alles hat“ und wir haben die beiden reinen Transports Aries G1 und G2, die genau wie der Melco zwingend einen externen DAC benötigen.

Melco vertritt die Ansicht, dass es bereits viel zu viele DAC in allen nur erdenklichen Preis- und Qualitätsklassen gibt und dass die anderen DAC-Entwickler Melco in diesem Punkt so weit voraus sind, dass man sich in diesen Markt nicht erfolgreich einmischen könnte.
Also verwende ich den Vega G2 von Auralic

Auralic G2

Auralic Vega G2

Der Vega G2 gehört sicherlich mit zu den besten DAC, die man derzeit erwerben kann und hat so viele unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten, dass wir ideale Voraussetzungen vorfinden, um die Quellgeräte miteinander vergleichen zu können. Auch wenn man nun munkeln könnte, dass sich die Auralic-Geräte untereinander vielleicht noch eine Idee besser verstehen.

Heute geht es mir aber ja noch gar nicht primär darum, die Streaming-Fähigkeiten des N100 mit dem des Aries G1 klanglich zu vergleichen, sondern heute will ich heraus finden, ob Melco mir mit der Aussage zu viel versprochen hat, dass selbst gerippte CDs die Klangqualität der Qobuz-Streams erreichen können.

Wie gut klingt nun die selbstgemachte Bibliothek?

Ich wähle für diesen Versuch eine CD, die ich seit Jahren gut kenne und die den Vorführern auf HiFi-Ausstellungen schon fast aus den Ohren raus kommen.
Parat liegt die Nils Lofgren mit “Keith don`t go”.

Schon als Vorbereitung auf diesen Melco-Tag habe ich das Album mit einem Apple-CD-Rom-Laufwerk auf meinem iMAC „aufgenommen“, also gerippt. Hierzu habe ich sowohl iTunes verwendet (ALAC) als auch XLD (FLAC).
Die Datei habe ich auf mein Synology DS918+ kopiert und zusätzlich auf einen Stick gebannt.
Spiele ich diese Dateien über meine Auralic-G2-Kombi ab, erkenne ich keine Klangunterschiede zwischen den einzelnen Speicherplätzen.
Starte ich den Qobuz-Stream kommt aber sofort wieder der Verdacht auf, Qobuz würde mir eine völlig andere – deutlich bessere – Aufnahme zur Verfügung stellen.

Erkenntnis:
Entweder ist die Qobuz-Datei viel besser als meine CD oder mein Streaming- und Sharing-Equipment ist einfach nur PC-like und hat mit high-endigem Klang nicht viel zu tun.

Rippen mit dem Melco D100

Nun verschwindet die CD im Bauch des D100 und der N100 startet automatisch mit der Aufnahme, also dem Rippen der CD.
Nach geschätzten 10 Minuten ist alles erledigt und der D100 spuckt die CD automatisch wieder aus.
Ich schließe den N100 über ein Audioquest Diamond-USB-Kabel an den Vega G2 an, der seinen Takt über einen externen Leo Gx erhält und bin gespannt.
Ohne großartig hin- und herschalten zu müssen, bestehen überhaupt keine Zweifel daran, dass die Klangqualität dieser Dateien meine bisherigen Ripping-Versuche regelrecht deklassieren.
Bin ich froh, dass ich bisher keine Zeit und keine Lust dazu hatte, meine CDs zu rippen. Ich würde mich heute vermutlich in Grund und Boden ärgern.
Und deshalb will ich mich gerne schon einmal ganz – ganz weit für Melco aus dem Fenster lehnen und folgendes behaupten:

Wer auch immer mit dem Gedanken spielt, seine eigenen CDs zu rippen und keine Lust hat, am Ende der Arbeit feststellen zu müssen, dass sich das alles klanglich überhaupt nicht gelohnt hat, der muss (!) sich dieses Laufwerk kaufen oder wenigstens ausleihen.

Wobei …
… ich zu diesem Zeitpunkt noch wirklich nicht in der Lage bin, Ihnen zu sagen, welcher Anteil auf das Konto des D100 und welcher auf das Konto des N100 geht, denn ich habe ja beides zusammen getestet und alle weiteren Differenzierungen müssen sich jetzt nach und nach noch ergeben.

Es tun sich da noch einige offenen Fragen auf:
Wie klingen die Dateien, wenn ich sie mit dem D100 auf meinen PC rippe?
Wie klingt der N100 beim Streamen von Qobuz (Tidal …)?
Wie klingt der N100 mit einem besseren Netzteil?
Mit welchen Kabeln klingt der N100 am besten?
Mit welchem DAC harmoniert er und mit welchem nicht?
Wie viel besser klingen die großen Brüder vom N100?
Wie gut ist die Melco-Software?
Welche Software ist besser und funktioniert mit dem Melco?
Wie integriere ich Roon in ein Melco-System?

Brauche ich am Ende ein Melco D100-Laufwerk zum Rippen, einen Auralic Aries G2 zum Streamen, einen Melco Nxxx als Bibliotheken-Speicher, einen Nucleus als Roon-Server und einen DAC992 von Progressive Audio, um in allen Disziplinen in der Referenzklasse dabei zu sein oder kann ich diesen Gerätepark auch ordentlich ausdünnen?

Will der typische Melco-Kunde überhaupt ein Streaming-Abo oder ist er auf seine eigenen (!?) CDs fixiert?

Für mich und damit für AUDIOSAUL heißt es jedenfalls:

Willkommen Melco!

Ich freue mich, ab sofort zum Melco-Händlerstamm dazu zu gehören und ich verspreche Ihnen, dass ich Sie auf dem Laufenden halten werde.
Wenn Sie selber schon Erfahrungen mit den Melco-Geräten gesammelt haben, dann freue ich mich über Ihre Kommentare.

Und ganz besonders würde ich mich natürlich über Ihre Bestellung in unserem Shop oder einfach per E-Mail/Anruf freuen.

Vielen Dank!

Melco D100 jetzt kaufen.

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Fahren Sie jetzt(!) vom Garagenhof!

Fahren Sie jetzt(!) vom Garagenhof!

Fahren Sie jetzt(!) vom Garagenhof!

 

Fahren Sie jetzt(!) vom Garagenhof!

 

Fahren Sie etwa immer noch mit Ihrem
Maserati – Ferrari – Porsche – Aston Martin …
… auf dem Garagenhof hin und her?

Würden Sie nicht auch gerne mal …
… mit ihm ausbrechen
und endlich Neues erkunden?

Über atemberaubende Brücken fahren, vorbei an still ruhenden Seen, durch beeindruckende Berglandschaften oder nicht enden wollende Wälder cruisen, von deren Existenz Sie vorher noch nie etwas gewusst haben?

Dann öffnen Sie doch einfach jetzt (!)
das Tor vom Garagenhof und erkunden Sie die Welt!

 

Nein – AUDIOSAUL ist kein Händler von Luxus-Autos geworden,
wir handeln nach wie vor mit audiophilen Leckerbissen,
die aber ganz sicher genau so viel Spaß machen wie die teuren Boliden oder Sportgeräte.

Vielleicht sogar noch viel mehr?
Denn:

AUDIOSAUL bringt Ihnen nicht weniger als die ganze Welt
in Ihr Wohnzimmer!

Wir installieren die modernsten, besten und aktuellsten High-Res-Audio-Streaming-Geräte
und integrieren sie in Ihre Anlage (!) in Ihrer Wohnung (!).

Wir nehmen sie mit Ihnen gemeinsam in Betrieb, melden Sie bei den besten Streaming-Portalen an und 
zeigen Ihnen, wie Sie damit Musik entdecken, von denen Sie vorher noch nie etwas gehört haben …

… und die Sie begeistern und nie wieder loslassen wird.

 

Mit HRA-Streaming hören Sie nicht einfach nur
Ihre Lieblings-CDs.

(Immer und immer wieder …)

Mit HRA-Streaming nehmen Sie Teil an der menschlichen Musik-Geschichte.

 

HRA-Streaming – 

… alles andere ist „Fahren auf dem Garagenhof“.

 

Wenn auch Sie jetzt endlich erfahren wollen, wie das mit diesen Musik-Portalen funktioniert und was Sie benötigen, damit auch Sie schon heute die ganze Welt der Musik erleben können, dann rufen Sie uns doch einfach an:   0208-671424
… oder senden Sie uns eine E-Mail an hifistudio@audiosaul.de und stellen Sie uns Ihre Fragen
… oder vereinbaren Sie am besten gleich einen persönlichen Hör- und Beratungs-Termin mit uns.

Wir haben Zeit für Sie! 

UND WIR VERSPRECHEN IHNEN:  NACH IHREM BESUCH WIRD NICHTS MEHR SO SEIN WIE VORHER!

Auralic Aries G1 und Vega G1

Auralic Aries G1 und Vega G1

AURALIC Aries G1 und Vega G1

Time will come,
time will go …

Sorry, ich wollte Ihnen mit dieser Einleitung keinen Wurm ins Ohr setzen! 
Aber sie passt so wunderbar zu dem, was jüngst im Hause Auralic geschehen ist und außerdem heißt es ja in dem alten Song von Herman`s Hermits auch “Years may com, years may go…”.

Gehen wir einmal ein paar Jahre zurück …
Wie war das damals im Jahre 2015?

Wer oder was war Auralic schon?
Und aus welchem Grund sollte hier in Deutschland irgendjemand ein HiFi-Gerät von diesem chinesischen Hersteller kaufen?
Chinaware!
Wir alle wissen, was wir uns darunter vorzustellen haben, oder!?

Auralic Mini schwarz

Auralic Mini schwarz

Und irgendwie passte unsere Vorstellung auch exakt zu dem, was uns Auralic da zu liefern hatte.
Da gab es nämlich für schlappe 498,- € einen „Aries Mini“.

… von niemandem ernst genommen.

 

 

Und:  Es gab nicht einmal eine Zielgruppe für dieses Teil!

Wer gerade einmal 498,- € ausgibt, der stellt keine audiophilen Ansprüche.
(… die der Mini aber durchaus zu befriedigen wusste!)
Ähnliche Funktionen boten aber auch Geräte zum halben Preis und weniger.

Wer dagegen audiophile Ansprüche stellt, der interessiert sich nicht für Komponenten, die lächerliche 498,- € kosten!
Schlimmer noch:
Der will auf jeden Fall mehr Geld ausgeben, weil so ein Teil für gerade mal 498,- € einfach nicht gut sein kann.
Das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben!

Und deshalb gab es für den Mini einfach keine Zielgruppe.

Aber gekauft – wurde er trotzdem!

Von denen, die zwar audiophile Ansprüche stellten, aber der Sache nicht so recht trauten, der Marke Auralic sowieso nicht.
Durch den Mini konnten sie aber nun wunderbar und ohne jedes Risiko in die neue Welt des Streamings eintauchen und sie kennen lernen.

Qobuz

Qobuz

Schnell noch ein Qobuz- oder Tidal-Abo abgeschlossen und schon hatte man einen Zeitsprung gemacht.
Raus aus dem Gestern, in dem es nur CDs gab – und rein in das Heute!?

Na – so richtig will das Streaming noch nicht in das Heute passen. Also wird der Zeitsprung noch größer – nämlich rein in das Morgen!

Der Mini überzeugte die Käufer zu ihrer großen Überraschung auf ganzer Linie, was dafür sorgte, dass man ihn schnell wieder verkaufte.

Das verstehen Sie nicht?
Doch, ist doch ganz einfach. Wer mit dem Mini gehört und Vertrauen ins Streaming bekommen hatte; Vertrauen in die Marke Auralic gewonnen hatte, der hatte auch mitbekommen, dass es bei Auralic noch Geräte oberhalb des Mini zu erwerben gab.

Auralic Femto blau

Auralic Femto blau

Da gab es zum einen den Aries Femto (den LE lasse ich mal aus, den mochte ich nicht), der für alle Interessenten gedacht war, die schon einen zur Lieblingsmarke gehörenden DAC besaßen.
Klanglich war dieses Teil eine Offenbarung.
Das Design war auch gar nicht schlecht – fast schon extravagant – doch leider – genau wie der Mini – hatte der Aries ein Plastikgehäuse.

 

So etwas geht gar nicht.
Dennoch – der Femto wurde gekauft und versteckt oder auch nicht versteckt – auf jeden Fall machte das Hören mit ihm großen Spaß.

Von vornherein hatte man bei Auralic diesen Streaming-Transport, der ja selber nicht wandeln konnte, so ausgelegt, dass er mit fast allen DACs des Marktes wunderbar harmonierte.
Das war ein wirklich geschickter Schachzug – denn die meisten anderen Marken trauten sich zwar daran DACs zu entwickeln oder hatten schon längst solche Wandler im Programm – aber ein Streaming-Transport – das ist etwas ganz anderes.

Einen Streaming-Transport entwickelt man nicht mal eben.

Dabei geht es nämlich gar nicht um die Hardware an sich. So etwas bekommt man hin – das ist überhaupt kein Hexenwerk.
Es geht um die Software.

Einen Streaming-Transport entwickelt man nicht – und dann ist er fertig, wie ein CD-Player – sondern so ein Teil entwickelt man und von dann an muss man als Hersteller fortlaufend „am Ball bleiben“.
Fast stündlich ändert sich da irgend etwas.

Mal kommen die Änderungen von apple, mal vom Hersteller des Routers, mal vom Provider, mal von Qobuz, Tidal …
Dann taucht da so ein MQA-Format auf …
Und immer wieder führt so etwas dazu, dass die Geräte, die ja längst beim Kunden zuhause stehen, plötzlich nicht mehr brauchbar funktionieren.
Bis man ihnen ein Update zukommen lässt.
Und dabei muss es schnell gehen, denn bis zur benötigten Anpassung kann der Kunde im schlimmsten Fall keine Musik hören.
Genau diese Tatsache hat schon einigen Marken schwer zu schaffen gemacht. Da wurden tolle, teure Geräte angeboten – aber schon noch ein paar Wochen kam es zu Problemen, mit denen der Kunde dann monatelang allein gelassen wurde.

Schnelle Updates!

Das funktioniert bei Auralic zum Glück deutlich besser. Fast wöchentlich gibt es zumindest kleinere Updates. Mal betrifft es die Firmware der Geräte, mal die „Lightning App“, also das Programm, mit denen wir unsere Auralic-Geräte bedienen.
Perfekt ist das beileibe nicht – damit werden wir noch eine Weile leben müssen. 
So lange – bis diese Portale wie Qobuz und Tidal es dem wohl bekanntesten Streaming-Portal -Spotify- gleich gemacht haben und nur noch den Kern der hauseigenen Software zulassen, der sich bei Spotify „Connect“ nennt.

Das Connect-Prinzip

Der Unterschied ist folgender:
Bis zur Einführung von Spotify-Connect durfte jeder Hersteller oder Entwickler eine eigene Software erschaffen, mit der er auf die Datenbank von Spotify zugreifen konnte. Das hieß nicht nur für jeden Hersteller, dass er fortlaufend auf die Veränderungen bei Spotify reagieren musste, sondern das hieß auch für Spotify, dass man bei jedem Vorhaben auf die Entwicklungen der Hersteller Rücksicht nehmen musste. … was eine wichtige Umstellung schon mal ganz schön lange blockieren konnte.
Deshalb stellte Spotify auf das „Connect-System“ um. Nun muss jeder Hardwarehersteller diesen Programm-Kern nutzen und darf seine Geräte lediglich als eine Art „Fernbedienung“ einsetzen.
Auf welchem Gerät auch immer Sie heute Spotify verwenden, Sie nutzen immer (!!) Spotify-Connect.
Und das muss man Spotify lassen – die App haben die da gut im Griff.

Und genau das – muss auch irgendwann mit Qobuz und Tidal passieren. Anders geht es auf die Dauer gar nicht.

Zurück zur Hardware

So oder so – brauchen wir aber in jedem Fall gute Streaming-Geräte.
Und wenn wir in audiophile Sphären einsteigen wollen, dann brauchen wir auch Geräte, deren Äußeres sich nahtlos in die „Upper-Class“ einfügen lässt. Und das gelang dem Aries Femto eben leider nicht so richtig.

Auralic Display

Auralic Display

 

 

 

 

 

Time will go,
Time will come …

Der Aries G1

Doch nun steht er vor uns, der Auralic Aries G1 und man möchte am liebsten sagen:  „Na, Herr Wang, wieso denn nicht gleich so?“.

Aries G1

Aries G1

Komplett aus massivem Stahl hergestellt. Im gleichen „Corporate-Design“ wie die größere Serie namens G2 auch, mit einem tollen Display, das uns das Album-Cover anzeigt.

Von vorne unterscheidet er sich lediglich durch die silbernen Bedienknöpfe, die der G2-Serie aus meiner Sicht auch gut zu Gesicht gestanden hätten, denn die schwarzen Dinger sieht man kaum.

Auralic Aries G2 silberne Knöpfe

Auralic Aries G2 silberne Knöpfe

Auralic Aries G2 schwarze Knöpfe

Auralic Aries G2 schwarze Knöpfe

 

 

 

Von hinten betrachtet fehlt eigentlich nur der HDMI-Port, den Auralic für die hauseigene „Lightning-Link-Verbindung“ nutzt. Wer sich hier nun aber erhofft, er könnte die Geräte an seinen Fernseher anschließen, der wird also enttäuscht. Mit Bildern hat der Aries (noch?) nichts am Hut.

Aries Vergleich G1 und G2 Rückseiten

Aries Vergleich G1 und G2 Rückseiten

Ansonsten könnte der Aries G1 tatsächlich der Zwillingsbruder vom G2 sein. Man muss schon die technischen Daten und Beschreibungen zur Hand nehmen, um die Unterschiede zu entdecken.

 

 

 

 

G1 – ein G2 ohne “Voodoo”?

Eigentlich aber – kann man die hauptsächlichen Unterschiede ziemlich schnell auf einen Nenner bringen:
Beim Aries G1 wurde einfach alles das weggelassen, was in der audiophilen Welt konträr diskutiert werden kann.

Auralic G2 Füße

Auralic G2 Füße

Auralic G1 Füße

Auralic G1 Füße

Bringen federnde Füße etwas? Ist es erforderlich, zwischen den Hauptbausteinen für eine galvanische Trennung zu sorgen?

Wer diese und viele ähnliche Fragen mit einem klaren „Nein!“ beantwortet, der wird am G1 seine wahre Freude haben. Bei ihm hat sich Auralic darauf konzentriert, nur die Kern-Bausteine vom G2 1:1 zu übernehmen. Die, die für den klanglichen Abstand zu den Geräten anderer Hersteller zu sorgen haben.

G1 Einschaltknopf

G1 Einschaltknopf

Jeder „Hokuspokus“ aber wurde weggelassen.
So entstand ein Gerät mit einem Preis, den man kaum für möglich hält.
Wer einen Aries Femto alter Baureihe und den Aries G1 miteinander vergleicht, der kann es einfach nicht glauben, dass der G1 nicht deutlich teurer geworden ist.

Knopf Vega G1

Knopf Vega G1

Ist er doch sehr deutlich das bessere, modernere und schönere Gerät.
Und von der Wertigkeit her wird man so schnell keine Topp-Anlage finden, in der man sich seiner schämen müsste.

Genau die (!) benötigt man aber – also die absolute Topp-Anlage – um den Klangunterschied zwischen dem Aries G1 und dem G2 wahrnehmen zu können.

Wer schon lange eine bessere Wandsteckdose besitzt und mehr Geld in seine Stromkabel gesteckt hat als ein Mini kostet – der wird nicht lange hinhören müssen, um festzustellen, dass der G2 für eine genauere Raumabbildung sorgt und den Hörer auch besser in den Hörraum mit einbezieht. Das Gefühl, dem Musiker näher sein zu dürfen, ihn beobachten zu können, das ist für den einen vielleicht eine unbedeutende Kleinigkeiten, die man sich vielleicht sogar nur einbildet. Für den anderen aber sind es Klangerlebnisse, auf die er einfach nicht mehr verzichten kann, wenn er sie einmal wahrgenommen hat.

Mehr Klang-Erlebnisse beim Aries G2

Wenn ich auch so manche Entscheidungen des Herrn Wang nicht so richtig nachvollziehen konnte, den Schritt, dem Markt einen Aries G1 und einen Aries G2 anzubieten – den halte ich für einen sehr guten Weg.
Am Ende werden es zwar seltener die innere Überzeugung und der Grad der „audiophilen Ansteckung“ sein, die zu einer Entscheidung für oder gegen den G2 führen, als wohl der Geldbeutel, aber genau das ist das schöne an diesem Zwillingspaar – man kann wählen und aus welchem Grund auch immer den auf die eigene Situation angepassten Weg einschlagen.

Und am schönsten ist daran:
Auch der G1 wird dafür sorgen, dass man das Gefühl hat, seinen DAC noch nie so gut gehört zu haben wie mit einem Streaming-Transport aus dem Hause Auralic.

Wer bisher noch keinen Grund gesehen hatte, sich einen Digital-Analog-Wandler anzuschaffen und wer nicht aus Treue-Gefühlen heraus an eine bestimmte Marke gebunden ist, der sollte sich unbedingt auch mit den Wandlern aus dem Hause Auralic auseinander setzen, denn die warten mit einer fast unglaublichen Überraschung auf, die man erst einmal verstehen muss.

Auralic Vega G1 und Vega G2, die DACs, die keinen Streamer brauchen.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wer sich einen Vega G1 oder G2 zulegt, der muss sich nicht zwangsläufig auch einen Aries kaufen, sondern kann sie wunderbar auch solo einsetzen.
Um das zu verstehen, muss man wissen, dass es aus dem Hause Auralic noch ein anderes Gerät gibt, nämlich den Altair (Alta:ir gesprochen).

Auralic Polaris Front

Auralic Polaris Front

Der Altair ist die „eierlegende Wollmilchsau“, das „schweizer Armeemesser unter den Streaming-Komponenten“ – oder was Sie auch immer für Begriffe kennen – für etwas, was eben irgendwie „alles“ kann.

Der Altair ist Streaming-Transport, er ist DAC, er ist Server, man kann eine Festplatte einbauen, man kann weitere Geräte anschließen, man kann ihn an einen DAC anschließen …

 

Er sieht verdammt gut aus, hat ein Gehäuse aus Stahl und passt sowohl als Spitzengerät in einfache als auch in eine hochwertige Anlagen und ist so ein echter „Tausendsassa“.

Für unter 2.000,- € nach wie vor der Preistip überhaupt – wenn es um die Frage geht, wie viel Geld man heute ausgeben muss, um nach dem Kauf jahrelang so richtig rundherum zufrieden zu sein.
Klanglich ist er einfach die „Wucht in Tüten“.

So – genug Reklame gemacht für den Altair, denn heute will ich Ihnen ja Gründe dafür liefern, noch tiefer ins Beinkleid zu greifen und sich eben keinen Altair zu kaufen, sondern ein Gerät aus der G1-, wenn nicht sogar aus der G2-Serie.
Beide Vega tragen die Tesla-Plattform des Auralic in sich. Und auf dieser Tesla-Plattform – da sitzt das Modul, das im Altair dafür sorgt, dass er streamen kann.

Jedoch – so ein Vega ist ein DAC und bleibt ein DAC. Das Streamen selber übernehmen zu müssen, belastet seinen Prozessor.
Das ist grundsätzlich nicht gut.
Auralic hat deshalb auch eine Weile überlegen müssen, ob man da nicht besser das Streamen durch einen Eingriff verhindern soll. Dieser Entschluss hätte aber bedeutet, dass man etwas abschalten muss, was aber trotzdem physikalisch weiter vorhanden bleiben würde. Solch ein Vorgehen empfand man bei Auralic als falsch und entschloss sich dazu, die Tesla-Plattform so zu belassen wie sie ist.

Im Endeffekt bedeutet dies deshalb, dass wir sowohl beim Vega G1 als auch beim Vega G2 die Möglichkeit haben, den Streaming-Transport einzuschalten und ihn genau so zu verwenden wie wir es beim Altair auch machen.
Das ist fantastisch und es führt dazu, dass sich viele Kunden nun problemlos stufenweise ihrer Traumkombi nähern können.
Man beginnt mit einem Vega und hat damit praktisch schon ein komplettes Streaming-Gerät.
Irgendwann testet man ob der Klang durch das Hinzufügen eines Aries besser wird und falls man das so empfindet, kann man den Vega entlasten und ihm einen Aries zur Seite stellen.
Es gibt allerdings eine Einschränkung, die Auralic vornehmen musste, um den Prozessor nicht in den ungesunden Bereich zu treiben. Ein Vega verfügt nicht über die Serverfähigkeit.
Dies bedeutet, dass er keine Software mitgeliefert bekommt, die es ihm ermöglicht, die Musik aus Ihrem Heim-Netzwerk oder von einer externen Festplatte zu spielen. Er kann also keine (!) Bibliotheken verwalten.
Dafür benötigt man im elegantesten Fall einen Aries, im einfachsten Fall einen Auralic Mini – irgendwo im Heimnetz.
Wer also noch einen Mini im Büro oder in der Küche … einsetzen kann, der holt sich damit genau diese Serverfähigkeiten ins Haus und kann nun auch mit dem Vega die eigenen Bibliotheken spielen, so – als würde der Vega sie selber verwalten.
Der Mini liefert also dem gesamten Heimnetz den Zugang zur eigenen Bibliothek.

Hinweis:
Zwar verfügen auch Router (Fritzbox …) über solche Serverfähigkeiten, die Einbindung ist aber in der Regel eher suboptimal. Eine entsprechende Software auf einem NAS dagegen funktioniert möglicherweise mindestens genau so gut wie die Lightning-App aus dem Hause Auralic.

Zurück zum Vega G1

Alles was ich oben zum Aries G1 geschrieben habe, lässt sich auch genau so auf den Vega G1 übertragen.
Wer mit dem Vega G1 Musik hört, der hat so ein Gefühl, das man auch dann hat, wenn man in einem erstaunlich gut ausgerüsteten Serien-Auto unterwegs ist und man einfach spürt, wie viel dieses Gefährt aus der Motorsport-Entwicklung geerbt hat.
Dieser Vergleich passt auch dann noch, wenn wir ihn weiter spinnen.
Fahrwerk und Bremsanlage – scheinen identisch zu sein. Es fehlen lediglich die Dinge, die man nicht im öffentlichen Straßenverkehr benötigt, sondern nur auf der Rennstrecke.

Die Rennstrecke –

das ist in unserem Falle die HiFi-Anlage der besonderen Art; die für den Liebhaber, der seine Anlage nicht etwa deshalb betreibt, weil sie nun mal zu einer Wohnungseinrichtung dazugehört, sondern weil er ohne sie nicht glücklich wäre.

Auralic Vega G1 und G2 Vergleich Rückseite

Auralic Vega G1 und G2 Vergleich Rückseite. (hier wirkt der G1 schon ein wenig “leergeräumt, oder?)

Auch hier kann ich mich im Fazit also nur auf das oben bereits Geschriebene beziehen und damit zum Ausdruck bringen, dass der Vega G1 klanglich durchaus in der Lage ist, seinen Besitzer rundherum zufrieden zu machen, aber er ist kein G2.

Um aber den Unterschied zum G2 hören zu können, müssen ein paar Voraussetzungen vorliegen.
Sprich: Die Anlage, der Verstärker, die Boxen, die Kabel … müssen im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Niveau des G2 mitspielen können!
Dann aber – ist es eine Sache von Sekunden, um sich gar nicht mehr anders entscheiden zu können als für die G2-Serie.

Auralic Vega G2 KH

Auralic Vega G2/G1 Zwei KH-Ausgänge

 

 

 

 

Hörbericht und Klangaussagen

Glauben Sie mir, ich habe seitenweise Material zur Verfügung. Allerdings habe ich mich entschieden, nichts davon zu veröffentlichen. Es scheint mir einfach unmöglich, die Klangunterschiede zwischen Altair, G1-Serie und G2-Serie in einer Art zu beschreiben, die nicht auf der einen Seite übertrieben wirkt und auf der anderen Seite etwas zu Unrecht viel schlechter beschreibt als es tatsächlich der Fall ist.
Hier streikt meine Rhetorik. Ich sehe mich dazu nicht in der Lage.
Ich kann Sie also nur bitten, sich die Geräte einfach selber anzuhören.

Wenn Sie Lust dazu haben, uns zu besuchen, machen wir das gerne mit Ihnen gemeinsam.

Auralic Leo Gx

Auralic Leo Gx

Mein lieber Leo!

Und es stimmt doch:  Der Takt macht die Musik!
Ein Bericht über den Auralic Leo Gx (externe Clock).

LEO_GX_Front flach
LEO_GX_Front flach

Heute habe ich überraschend Besuch bekommen. 

Christian Rechenbach, der Auralic-Support-Leiter für Europa und Christoph Zingel vom Auralic-Vertrieb audionext, fläzen sich gerade auf mein Sofa und wollen Musik hören.

Die Situation ist etwas “verdächtig”, aber ich mutmaße einfach mal, dass sie wohl immer noch enttäuscht sind, weil ich nicht gleich in München auf der High-End einen Leo Gx geordert habe. Und sicher wollen sie mich heute mit vereinter Kraft davon überzeugen, dass das so nicht länger bleiben darf.

Ob sie ihr Ziel erreichen?

Eines muss ich ja zugeben. Schon in München hat mich der direkte Vergleich mit und ohne Leo in Staunen versetzt. Da ging es nicht nur um Nuancen, die man sich vielleicht auch hätte einbilden können.

Aber so, wie man sich wohl besser an einen teuren Wein gar nicht erst gewöhnt, so habe auch ich versucht, mich so lange wie möglich von diesem Leo fern zu halten.

Der Grund dafür?  Ganz klar – der Preis!

6.899,- € ruft Auralic für dieses „Zubehör“ auf – da fällt eine ziemliche große Anzahl meiner Kunden gleich mal komplett als Zielgruppe weg.
Aber das wird wohl den anderen Händlern auch nicht anders gehen.

Ja sicher, es gibt auch Autos für 150.000,- € und mehr.
Aber die sind nicht „meine Welt“.
In „meiner Welt“ gibt man noch nicht einmal 6.899,- € für eine externe Clock aus.
Oder doch?
Eines steht jedenfalls fest:  Die Qual der Wahl hat man bei Auralic wenigstens nicht. Wer mal versucht hat, ein Reisestativ für seine Fotokamera zu kaufen, der weiß, wovon ich spreche. 
Hundert Marken, doppelt so viele Ausführungen und zehn mal so viele unterschiedliche Aussagen darüber, was das beste ist und was nicht.
Wer sich mit der Frage beschäftigt, ob er sich einen LEO gönnen soll, der muss sich entscheiden zwischen “Ja ” oder “Nein” – mehr Auswahl hat er nicht. Gott sei Dank!

So oder so frage ich mich aber, was den Herrn Wang da denn wohl geritten hat, diesen LEO anzubieten. Ich kann es ja verstehen, wenn man gerne auf einer HiFi-Ausstellung in Kanada, den USA oder Fernost derjenige sein möchte, der die Komponenten mit dem besten Klang vorstellen konnte, aber ich weiß auch, dass man solch ein Ziel gar nicht erreichen kann.

Was am besten klingt und was nicht – das wird nun einmal immer noch unterschiedlich gesehen.
So – wie es ja auch nicht das beste Rezept für Kohlrouladen geben kann.

Die Einzigartigkeit eines Leo Gx

Kommen wir zum Leo Gx und seinen Eigenarten.

Der Leo ist nicht die einzige externe Clock die man kaufen kann, aber doch ist er in seiner Art wohl vollkommen einzigartig.

Externe Clocks finden überwiegend im Tonstudio Verwendung. Dort also, wo wir etliche digitale Geräte und Zusatzkomponenten finden, die allesamt mit einem Problem behaftet sind:  Sie müssen sich auf eine Clock – also auf einen Takt – einigen.

Deshalb stellt man ihnen gerne eine Master-Clock an die Seite. Da werden dann alle anderen Komponenten angeschlossen und von nun an hören alle Geräte auf diesen Taktgeber.

Um so eine Master-Clock kompatibel zu machen, stattet man sie einfach mit einer mehr oder weniger genormten Frequenz von meistens 100 MHz aus. Das ist dann die so genannte Referenzfrequenz und nicht die Clock muss dafür sorgen, dass sie kompatibel ist, sondern die angeschlossenen Geräte.

Diese verfügen deshalb einfach über eine PLL  (Phasenregelschleife) – das ist so ein elektronisches Bauteil, das ich hier nicht erklären will – und diese PLL sorgt dafür, dass aus der Referenzfrequenz die eigentlich benötigte Frequenz erzeugt wird, sagen wir einfach mal 48 MHz.

Alle anderen Komponenten können aber völlig andere Frequenzen benötigen – das spielt überhaupt keine Rolle, denn sie alle generieren sich den benötigten Takt aus dem 100 MHz-Takt der externen Clock.

Das gefiel dem Herrn Wang überhaupt nicht. Er mag diese PLLs nicht, weil bei diesem Schritt wieder unnötig Jitter entstehen kann und er hat sich gefragt, wieso er denn überhaupt erst eine Frequenz erzeugen soll, die kein einziges Gerät – also eben auch der Vega G2 nicht – benötigt. Nur, um den Vega dann dazu zu zwingen, die Frequenz mit einer PLL wieder zu verändern.

Folgerichtig erzeugt nun also der Leo ganz einfach direkt genau die Frequenz, die der Vega G2 braucht. Kein Hz höher, kein Hz niedriger.

Auralic Leo Gx Innenansicht
Auralic Leo Gx Innenansicht

Auch ist es überhaupt nicht die Aufgabe eines Leo, mehrere Komponenten dazu zu bringen, auf den gleichen Takt zu hören. Seine Aufgabe ist einzig und allein, dem Vega G2 den genauesten Takt zu liefern, den man wohl unter dieser Sonne jemals gemessen hat.

Anders als man vermutlich meinen könnte, wird also der Aries G2 eben nicht (!!) ebenfalls an den Leo angeschlossen! Der Aries übernimmt zwar intern den Takt des Vega – und damit genau genommen jetzt auch wieder den Takt des Leo  – aber dennoch handelt es sich hier nicht um den klassischen „sternförmigen“ Aufbau der Geräte.

So ein Leo ist also derzeit einzig und allein zum Vega G2 kompatibel und zu keiner anderen Komponente sonst. Weder von Auralic noch von irgendeinem anderen Hersteller.

Die Zukunft ist gesichert!

Zukünftige Auralic-Wandler dürften allerdings von vornherein einen passenden Anschluss für den Leo erhalten, weshalb man ihn eben auch nicht Leo G2 genannt hat, sondern Leo Gx.

Nun gut, ich verfüge bereits seit mehr als einem Jahr über einen Vega G2 und auch über einen Aries G2 in meiner Vorführung, hatte aber bislang zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, sie hätten es nötig, einen „Turbolader“ oder so etwas zur Seite gestellt zu bekommen.

Man muss schon verdammt intensiv suchen, um überhaupt klanglich etwas gleichwertiges zu finden. Dass die beiden Komponenten ein gescheites Stromkabel (z.B. das Progressive Audio Power One MK II) gut gebrauchen können und auch das mitgelieferte Lightning Link-Kabel zwingend gegen z.B. das Audioquest Diamond getauscht werden sollte, das dürfte jedem Besitzer dieser Geräte längst klar sein.

Während meine beiden Gäste die Klangqualität meiner Anlage loben und ich nicht weiß, wie viel davon ernst gemeint ist – und bevor wir die Kartons öffnen, die mir die beiden mitgebracht haben, will ich mir vielleicht noch einmal ganz sachlich – ich befürchte, ich werde nach dem Hörtest dazu nicht mehr in der Lage sein – die Fakten anschauen.

Zur Technik habe ich mich bereits ein wenig ausgelassen. Diese Aussagen mögen interessant sein – ich – will aber heute vor allem wissen, ob es mit dem Leo besser klingt oder nicht.

Der Preis ist nun einmal da – angeblich reicht die Summe nicht einmal aus, aber man will sich nicht so weit von den Mitbewerbern entfernen und und und … bla-bla-bla.
Eines steht fest – der Leo richtet sich an eine Zielgruppe, die das nötige Equipment längst zuhause stehen hat und die bereit ist, für einen besseren Klang auch entsprechend in die Tasche zu greifen.

Die Gehäuse-Ausführung ist zu den G2-Geräten identisch. Das sieht schon sehr edel aus – die wahren Leckerbissen sitzen aber im Gerät.
Wie sehr man im Hause Auralic darauf erpicht ist, elektrischen Störungen keine Chance zu lassen, erkennt man schon alleine daran, dass hinter dem Lightning-Link-Eingang sofort ein optischer Wandlerbaustein sitzt, der für eine galvanische Trennung sorgt. Obwohl es sich bei dieser Verbindung im Prinzip ja “nur” um eine Bus-Schnittstelle handelt.

Außer dieser Buchse für das Lightning Link Kabel und der für ein Stromkabel finden wir nur noch den Clock-Anschluss.
Bevor wir das Trio verbinden können, muss Christian meinen Vega umrüsten. Christoph ist wie immer gut gelaunt und hätte jetzt sogar Lust darauf, ein Produkt-Video zu drehen.

Christoph Zingel und Christian Rechenbach
Christoph und Christian

Hinweis:
Bevor Sie einen LEO an Ihren Vega G2 anschließen, sollten Sie Auralic oder Audionext die Seriennummer des Vegas durchgeben, denn möglicherweise muss dieser erst angepasst werden. Bei den meisten Geräten wird nur das interne Kabel vom Clock-Anschluss gegen ein aktuelles auszutauschen sein. Manchmal ist es aber auch erforderlich, weitere Anpassungen vorzunehmen. Diese Anpassungen werden natürlich für den Besitzer kostenfrei vorgenommen.

Christian baut das Kabel in den Leo
Christian baut das Kabel in den Leo

So – alles ist getauscht und angeschlossen und bevor wir Musik hören, gönnen wir dem Trio eine kleine Aufwärmphase und uns eine Tasse Kaffee mit Kuchen, den Christoph liebenswürdiger Weise mitgebracht hat.

Diese Aufwärmphase braucht der Leo  – und er zeigt uns auch an, wie weit er noch von seiner idealen Spieltemperatur entfernt ist. Beim ersten Einschalten sehen wir oben in seinem Display eine Uhr, die eine volle Stunde die Zeit herunter zählt. So lange benötigt er, um seine Kern-Bauteile intern auf exakt 80° zu bringen. Dies ist laut Wang die ideale Temperatur und genau die wird dann auch gehalten. Selbst wenn wir also das G2-Trio über den Schalter vom Aries ausschalten, hält die Heizung im Leo die wichtigen Bausteine auf exakt 80°.

Der Klang

So – die Kaffeetassen sind leer und ich starte „Dey o, Dey o“ vom schwedischen Sangensemble (Amanda). Einfach deshalb, weil ich die Aufnahme für sehr gelungen und natürlich halte. Der Titel beginnt mit einer einzelnen Frauenstimme, die bei der Aufnahme überhaupt nicht „geschönt“ wurde, was sie auf manchen Anlagen fast schon etwas aggressiv, direkt oder gar nervig erscheinen lässt. Es folgt dann ein großer, gemischter Chor, der zeitweise kanonartig „durcheinander (?) singt“. Und genau eben das darf nicht passieren!

Man darf nicht (!) „durcheinander“ singen, sondern es muss eine wunderbar harmonische Einheit aus unterschiedlichen Stimmgruppen und Themen entstehen.

Es muss im Bauch glucksen – sonst stimmt was nicht.

Der Vega allein schafft es spielend, es in meinem Bauch glucksen zu lassen.

Mit dem Leo verwandelt sich dieses Glucksen gerade in einen Schwarm Schmetterlinge.

Ohne den Leo können wir die Stimmen wunderbar orten. Die Größe eines jeden Mundes ist natürlich – also nicht zu groß und nicht zu klein – mit dem Leo trennen sich aber die Stimmen deutlicher vom Raumklang. Erst jetzt stellen wir fest, dass der Direktschall und die Reflexionen ohne den Leo deutlich mehr miteinander verschmelzen. Mit dem Leo sind sie klar und deutlich voneinander zu trennen.

Habe ich mich noch vor wenigen Sekunden über die Plastizität der Frauenstimme gefreut, besteht diese Dame jetzt dank Leo plötzlich leibhaftig aus Fleisch und Blut. Beeindruckend.

Mal wieder die Laura!

Ich starte „Laura“ von Rolf Kühn.

Der Vega schafft es mit Leichtigkeit, mir links die Oboe als Oboe (das ist ganz und gar nicht selbstverständlich!) und nicht irgendein anderes Blasinstrument zu reproduzieren. Der Bass in der Mitte klingt nicht (!!) nach einem Trommelwirbel, sondern tatsächlich nach einem schnell gestrichenen Kontrabass. Die später einsetzende Klarinette von Rolf Kühn ist in ihrem Klangbild deutlich von der Oboe zu unterscheiden.

Wer meine Berichte regelmäßig liest, der wird mir glauben wenn ich sage, dass ich diese Aufnahme schon hunderte male gehört habe.

Jetzt kommt der Leo und bringt meine Welt durcheinander.

Mit dem Leo ist da deutlich mehr Holz an der Oboe und ich glaube, die blankgeputzten Klappen erkennen zu können. Noch viel mehr Holz höre ich vom Kontrabass. Wenn ich jetzt immer noch jemandem erzählen würde, dass dieser Bass in vielen Ketten eher nach einer Konzerttrommel klingt, würde er nur den Kopf schütteln und mich fragen, wie ich denn auf das schmale Brett komme.

Dann folgen zwei einzelne Zupfer – Zupfer!

Ich höre mir das – jetzt, wo ich darauf aufmerksam geworden bin, noch einmal ohne Leo an. Und siehe da – aus den Zupfern wird eher etwas, das klingt, als würde man mit einem Lederschlegel auf ein Tamburin schlagen. Ich schließe den Leo wieder an und jetzt ist es wieder selbstverständlich als Zupfer zu erkennen. Also dieser Unterschied ist weit mehr als „nur gravierend“. 😉 

Da macht der Kopf nicht mehr mit.

Ich wechsle Titel um Titel und lasse die Augen die meiste Zeit geschlossen.

Deshalb, weil mein Kopf gerade überfordert wird. Er hört Dinge, die nicht da sind, die er nicht sehen kann. Zumindest nicht dort, von wo die Geräusche kommen.

Bei Mary Blacks „Shine“ steht auf einmal eine echte Basstrommel in meinem Flur – denn der befindet sich hinter meiner Wohnzimmerwand.

Leonhard Cohen ist auf einmal wieder „lebendig“.

Ich liebe sein Album „You want it darker“. Ich liebe diese direkte Aufnahme seiner Stimme. Aber hier und da wünschte ich mir, er wäre doch mal einen Schritt weiter vom Mikro weg gegangen. Es klingt einfach zu oft so, als reichte seine Stimme von der Mitte bis zum rechten Lautsprecher.

Das klingt voll, das klingt präsent, das macht den Zuhörer devot und man beginnt unweigerlich, sich auf seine Texte einzulassen und darüber nachzudenken, wie kurz das Leben doch ist.

Mit dem Leo – steht Leonhard Cohen auf einmal weit genug weg vom Mikro und jetzt – ist sein Mund nicht eine große „Fläche“, sondern jetzt – steht er leibhaftig vor mir.

Hugh Masekela, Stimela – ja – die muss jetzt sein!
Und es lohnt sich. Innerhalb von Sekunden beamt man sich nach Südafrika.

Was kann der Leo?

Große Konzertsäle? Der Leo zeigt uns, welche Mäusekinos wir vorher für groß gehalten haben.

Kleine Jazz-Clubs der 80-er? Sie werden unweigerlich nach ein paar Sekunden aufstehen und die Fenster öffnen, damit der Zigarettenrauch verziehen kann.

Wenn Sie bei Cowboy Junkies „The Trinity Session“ die Straßenbahn an der Kirche vorbeifahren hören, werden Sie auf Ihre Armbanduhr schauen. Und gerne die nächste nehmen.

Huch! Was ist jetzt auf einmal los?

Dann spiele ich ein paar Songs mit abgrundtiefem Bass – und auf einmal gefällt mir da so einiges überhaupt nicht mehr.

Vor allem dann nicht, wenn der Bass elektronisch erzeugt wird – also klanglich mehr so etwas wie ein Rechtecksignal darstellt – dann passiert etwas seltsames: Der Bass teilt sich in drei Phasen.

Phase eins:  Man kann sich vorstellen, wie der Bass vom „Instrument Computer“ erzeugt wurde. Das klingt mehr nach einem Sägeblatt als nach einer Schwingung.

Phase zwei: Die Lautsprecher folgen diesem Signal und das derart korrekt wie ich das selten erlebt habe.

Phase drei: Der Bass befindet sich nun in meinem Hörraum und passt auf einmal weder vom Timing noch von der Phase her zu dem, was die Boxen da produzieren wollen.

Ich versuche, mehr elektronische Titel zu finden, mit denen ich das Gefühl bestätigen kann. Und ich finde sie. Hier stimmt die Lautsprecheraufstellung nicht – ganz eindeutig.

Die Lösung – Boxen schieben!

Wir starten eine wilde Schieberei – nein nicht in Metern – es geht hier um Zentimeter. Nach etwa einer halben Stunde stehen die Boxen etwa 5 cm weiter hinten. Und die Raumanpassungsrohre der aktiven Progressive Audio Extreme III musste ich wieder gut 15 Millimeter weiter in die Boxen einschieben. Doch jetzt passt es im Bassbereich und irgendwie automatisch oder zufällig auch im Hochtonbereich deutlich besser. Von nun an macht auch das Hören elektronischer Musik Spaß.
Dass jetzt auf einmal  auch die akustischen Stücke von dieser Aufstellung profitieren, dürfen wir im Anschluss zufrieden wahrnehmen.
Das war das Tüpfelchen auf dem i – das Sahnehäubchen – welche Floskel Sie auch immer mögen, jetzt ist es perfekt.

Kein Zweifel – genau in diesem Moment glaube ich dem Herrn Wang jedes Wort, wenn er mir versichert, dass er keine Vorstellung davon hat, wie man heutzutage eine externe Clock noch besser bauen könnte als er es mit dem Leo umgesetzt hat.

Fazit:

Der Vega G2 klingt bereits für sich alleine hervorragend gut.
Eigentlich – kauft man sich ja für rund 6.000,- € „nur“ einen DAC.
Aber dadurch, dass Auralic die Tesla-Plattform verbaut hat, kann man mit dem Vega G2 auch schon hervorragend gut streamen, auch ohne Aries.
Dass der Prozessor des Vegas mit dieser Aufgabe an seine Leistungsgrenze getrieben wird und welche klanglichen Auswirkungen das hat, haben wir zwar als Argumente dafür wahrgenommen, uns auch einen Aries hinzuzukaufen, aber rund 4.000,- € zusätzlich – bringen viele Vega-Besitzer doch dazu, auch ohne einen Aries glücklich und zufrieden zu sein.
Und diese Einstellung kann ich nur unterstreichen.
Der Vega G2 ist auch solo schon richtig klasse!
Aus einem ganz anderen Holz sind deshalb diejenigen geschnitzt, die sich nun ernsthaft mit der Anschaffung eines Leo befassen. 
Ihnen geht es nicht mehr nur darum, eine zum Preis passende klangliche Leistung zu erhalten, das klappt mit Geräten für 100,- € viel besser. Sondern ihnen geht es darum, das heute Machbare zu erhalten. 

Kein Zweifel:  Wer nach einer Klangverbesserung sucht, der wird sie mit dem Leo finden. Deutlicher, als man es erwartet.
Mit dem Leo Gx im Zusammenspiel mit einem Vega G2 und einem Aries G2 erschafft man sich ein Trio aus Spezialisten, mit dem man sich wohl vor keinem Vergleich auf diesem Erdball mehr fürchten muss.
Ob es sich dabei um Produkte eines großen Konzerns oder einer kleinen Manufaktur handelt – dieses Trio muss erst mal geschlagen werden.

Kaufen oder nicht kaufen?

Ich jedenfalls –
komme gar nicht umhin, den Leo mit in die Vorführung zu nehmen.
Ihn nach diesem Erlebnis wieder abzugeben – das geht überhaupt nicht.
Wie sollte ich jemals wieder meine Kunden davon überzeugen können, dass es mir um den besten Klang geht?  Ein NCF-Booster für 350,- € ist auch nicht billig. Man hört aber den Unterschied, auch wenn das an Voodoo grenzt.
Stromkabel, Gerätesicherungen, Netzteile …
sie alle kosten Geld.
Und alles, was sie bewirken können ist – den Klang zu verbessern.
Deshalb sind manche Menschen bereit, dafür Geld zu bezahlen.
Manche mehr – manche weniger.
Das Prinzip ist beim Leo identisch.
Er verbessert den Klang – ohne Wenn und Aber.

Ob Sie ihn sich leisten können oder wollen, das entscheiden Sie – nicht ich.

Tipp:
Kommen Sie nicht auf die Idee, sich das Teil einfach mal so anzuhören, wenn Sie einen Vega G2 besitzen.

Auralic Leo Gx jetzt bestellen.https://audiosaul.de/produkt/auralic-leo-gx/

Sie haben etwas in Zahlung zu geben oder brauchen weitere Informationen? Genau deshalb gibt es AUDIOSAUL nicht nur online. Wir leben tatsächlich, uns kann man besuchen oder einfach anrufen:  
0208-671424.
Wir freuen uns auf Sie!

Meine Abhörkomponenten:

Stromkabel: Progressive Audio Power One MK II mit Furutech NCF-Stecker, Auralic Aries G2, Auralic Vega G2 mit HDMI-Kabel Audioquest „Diamond“, Ethernetkabel Audioquest Diamond, XLR-Kabel Progressive Audio – Prototyp, Lautsprecher Progressive Audio Extreme III -aktiv-.
… und natürlich:  Auralic Leo Gx.

Musik-Quelle:  HRA-Qobuz-Abo.

Roon … in der Praxis

Teil 2 meines AUDIOSAUL-Berichtes über Roon.
Hier geht es zu Teil 1: Klick

Genug der Theorie und Erklärungen, jetzt will ich Ihnen an praktischen Beispielen einen Eindruck von der Roon-Arbeitsweise vermitteln.

Tipp:
Wer sich einen Roon Nucleus zulegt, hat mit der Installation von Linux und weiteren Anwendungen nichts mehr zu tun. Alle anderen sollten weiterlesen, wenn Sie Ihren PC entsprechend eingerichtet haben.

Wir öffnen die Roon-Software und wechseln zunächst zu unserem Profil (Einstellungen):

Roon Einstellungen Allgemein 1
Roon Einstellungen Allgemein 2
Roon Einstellungen Allgemein 2

Der Reiter „Allgemein“ lässt uns Einfluss darauf nehmen, wie uns die gefundenen Titel angezeigt werden und welche Informationen wir erhalten möchten.

Roon Einstellungen Speicherorte
Roon Einstellungen Speicherorte

Unter “Speicherorte” geben wir dem Nucleus an, wo er unsere Musik finden kann. Das können durchaus mehrere verschiedene „Quellen“ sein.

Roon Einstellungen Dienste
Roon Einstellungen Dienste

Unter dem Menüpunkt “Dienste” geben wir die Daten zu unserem TIDAL-Account und falls vorhanden unserem Dropbox-Speicherplatz ein.
Für mich persönlich ist es schmerzlich zu sehen, dass es immer noch keine Unterstützung für Qobuz und highresaudio.com gibt.  Wie heißt es?:
Kommt Zeit, kommt Rat, kommt …

Update:  Qobuz ist mittlerweile voll integriert!

Roon Einstellungen System
Roon Einstellungen System

Ein paar Daten und Informationen zum System.

Roon Einstellungen Wiedergabepräferenzen
Roon Einstellungen Wiedergabepräferenzen

Im Menü “Wiedergabepräferenzen” teilen Sie Roon mit, welche Steuerbefehle Sie sehen wollen. Sicher ist es für den Anfang ein guter Tipp, einfach erst mal alles bei den Standardwerten zu belassen.

Roon Einstellungen Importeinstellungen
Roon Einstellungen Importeinstellungen

Roon importiert die Titel Ihrer Bibliotheken genau so wie Sie es wünschen (und hier eingestellt haben)

Roon Einstellungen Komposition aufbrechen
Roon Einstellungen Komposition aufbrechen

Roon erlaubt es seinen Nutzern, Interpreten zu „vereinen“. Wenn man dann z.B. „Beatles“ eingibt, zeigt uns Roon auch die Solo-Alben der Mitglieder an, die wir mit Beatles “vereint” haben. Wollen wir diese Verbindungen lösen, machen wir das hier.
Und Roon lässt es sogar zu, dass wir Kompositionen “vereinen”. Auch diese Trennung nehmen wir hier unter dem Menüpunkt “Bibliotheken” vor.

Roon Einstellungen Genre Zuordnung
Roon Einstellungen Genre Zuordnung

Die Möglichkeiten der Genre-Zuordnung ist an Vielfalt nicht zu überbieten. Und jeder Eintrag kann noch weiter verfeinert, erweitert oder korrigiert werden.

Roon Einstellungen Übersprungene Dateien
Roon Einstellungen Übersprungene Dateien

Sie haben Ihre Bibliothek importiert und jetzt fehlen Ihnen ein paar Aufnahmen?  Schauen Sie doch einfach bei “Übersprungene Dateien” nach. Sollte Roon Titel oder ganze Alben nicht importiert haben, erfahren Sie an dieser Stelle den Grund dafür.

Roon Einstellungen Bibliothek
Roon Einstellungen Bibliothek

Ordnung muss sein. An dieser Stelle können Sie Roon Ihre Bibliothek mal wieder so richtig aufräumen lassen. Keine Angst – hier wird nichts gelöscht, sondern nur nicht mehr passende Einträge entfernt oder korrigiert. Logischerweise werden Sie ja von Zeit zu Zeit mal neue Titel in Ihre Bibliothek aufnehmen und andere löschen. Ab und zu sollte man also eine Wartung vornehmen. Ist nur ein Klick.

Roon Einstellungen Audioanalyse
Roon Einstellungen Audioanalyse

Unter den Punkten “Geschwindigkeit der Hintergrundanalyse” und “… der Audioanalyse bei Bedarf” können wir Roon mitteilen, wie viele Ressourcen dabei genutzt werden dürfen. Eine hohe Geschwindigkeit setzt eine entsprechend leistungsfähige Hardware voraus. Am besten experimentieren Sie mal mit höheren Werten und senken diese, wenn das System zu stark belastet wird. Natürlich können Sie auch alles bei den Standardwerten belassen und nur an diesen “Schrauben drehen”, wenn Ihnen das System als zu langsam erscheint.

Roon Einstellungen Audio
Roon Einstellungen Audio

Unter dem Punkt „AUDIO“ konfigurieren wir unsere Endgeräte, denen Roon die Musik zuspielen soll. Das iPAD (oder irgendein anderes Tablet!!) ist dabei natürlich nur die Minimalausstattung. Interessant wird es, wenn wir einen guten DAC wie den Auralic Vega G2 anschließen oder im Haus noch weitere “Roon-Ready-Endpoints” installieren.
Durch einen Klick auf die Zahnräder zeigt uns Roon drei Optionen an, von denen natürlich der Punkt “DSP-Engine” unser größtes Interesse weckt. Aber dazu später mehr.

Roon Einstellungen Geräte-Einrichtung
Roon Einstellungen Geräte-Einrichtung

Das Menü zur Geräteeinrichtung.
Sollten Sie bei den angebotenen Möglichkeiten lauter Fragezeichen vor den Augen haben, ist es sicher klug, sich erst einmal ein wenig Hintergrundwissen zu verschaffen, bevor man hier etwas umstellt. 
So lange Sie nur mit selbst gerippten Dateien und Tidal arbeiten, können Sie diesen Punkt aber auch einfach überspringen. Im besten Fall sollten Sie hier entscheiden, ob Sie die MQA-Unterstützung wünschen oder nicht.

Roon Einstellungen Backups
Roon Einstellungen Backups

Fall Sie jetzt die ganze Zeit schon Angst davor bekommen, dass Ihnen das Roon-System abstürzt oder was kaputt geht, wenn Sie gerade alles mühselig konfiguriert haben, dann werden Sie sich über diesen Punkt sicherlich ganz besonders freuen. Hier können Sie Backups planen, sofort durchführen oder wieder einspielen. Gut gemacht Roon!

Unter dem Menüpunkt “Erweiterungen” können eventuell für bestimmte Hardware erforderliche Zusätze installiert und konfiguriert werden.

Roon Einstellungen Account
Roon Einstellungen Account

Informationen über Ihren Roon-Account. Nach einem Klick auf “Info” erscheinen weitere Informationen über unser Roon-System:

Roon Einstellungen Über Roon
Roon Einstellungen Über Roon

Damit haben wir – bis auf wenige Ausnahmen, das Einstellungsmenü komplett abgearbeitet.
Wir schließen die Konto-Details und klicken im linken Hauptmenü auf „Übersicht“.

Roon Hauptmenü
Roon Hauptmenü

Diese Übersicht lässt sich weiter nach unten scrollen und wir finden einige Alben-Empfehlungen oder andere aktuelle Informationen.

Roon Genres Übersicht
Roon Genres Übersicht

Nach einem Klick auf Genres gelangen wir zu einer Übersicht, die uns die  in unserer Bibliothek vorhandenen Genres sortiert anzeigt. Wie viele Genres Roon kennt und wie fein hier unterschieden wird, erkennen wir, wenn wir hier zum Beispiel auf den Eintrag „Vince Guaraldi“ klicken, den wir unter „Holiday“ gefunden haben.

Roon Vince Guaraldi
Roon Vince Guaraldi

Nicht weniger als 14 Genres werden diesem Künstler zugeordnet.

Die Biografie ist mehrere „Seiten“ lang, wir finden Informationen über seine Herkunft, seine Geburtsdaten, wann und wo er verstorben ist und können direkt zu seiner Seite wechseln.

Roon Beteiligt an
Roon Beteiligt an

Scrollen wir herunter, sehen wir, an welchen Alben er beteiligt gewesen ist und uns werden seine Hauptalben angezeigt. 

Darunter finden wir noch weitere Verbindungen und Verknüpfungen und es folgen die üblichen Hinweise auf ähnliche Künstler.

Roon Album
Roon Album

Starten wir einen Song von Ihm, zeigt die blaue Schrift an, dass wir uns weitere Informationen über die Mitwirkenden an diesem Album und die vorhandenen Versionen anzeigen lassen können.

Roon Mitwirkende
Roon Mitwirkende

Ein Klick auf „Mitwirkende“ …
und wir tauchen richtig tief in dieses Album ein.

Jeder blau hinterlegte Eintrag kann nun wieder angeklickt werden und so können wir uns von Künstler zu Künstler hangeln, erkennen Zusammenhänge und lernen viel über die Szene, der Vincent Guaraldi angehörte. Natürlich funktioniert das auch mit Ihrem Lieblingskünstler.

Ich kann es nicht lassen, auf den Eintrag Eddie Duran zu klicken und dort den Titel „From here to the moon“ zu starten.

Ein erneuter Klick auf „Mitwirkende“ offenbart uns eine nicht enden wollende Liste mit blau hinterlegten Namen, die ich alle wieder anklicken kann, um mehr über sie zu erfahren.

Weit über 100 Einträge finden wir hier. Die meisten natürlich von den Komponisten. (Dylan, Santana, Goodman, Chuck Berry …)

Roon Entdecken
Roon Entdecken

Unter dem Menüpunkt „Entdecken“ gibt es – wie könnte es anders sein – vieles zu entdecken.

Roon Tidal
Roon Tidal

Durch Klick auf Tidal wechseln wir logischerweise in unseren Tidal-Account.

Roon Interpreten
Roon Interpreten

Wechseln wir zu “Interpreten” erhalten wir eine entsprechende Übersicht über die Inhalte unsere Bibliothek.

Hier können wir nun einfach eine Zufallswiedergabe starten, oder wir können ein wirklich mächtiges Werkzeug namens „Fokus“ nutzen.

Roon Fokus 1
Roon Fokus 1

Durch Klick auf „Fokus“ eröffnen sich ein Auswahlfenster, in dem wir dann unendlich feine „Filter“ setzen können.
Diese Fokus-Option verändert sich je nachdem, ob wir uns in der Rubrik „Interpreten“, „Alben“, „Titel“, „Komponisten“ oder „Kompositionen“ befinden. Hier nur ein paar Beispiele unter der Rubrik „Alben“

Roon Fokus 2
Roon Fokus 2

Sie sehen selbst – wer hier nicht das finden kann, was er sucht – ob Titel, Künstler oder einfach nur eine Information über seinen Datenbestand – also seine Musikbibliothek – der sollte dann wohl doch wohl besser bei seinem Plattenschrank bleiben. 🙂  

Roon Fokus Format
Roon Fokus Format

Ein Klick auf “Format” öffnet uns ein entsprechendes Auswahlfenster. Hinter den Punkten sehen wir, wie viele Dateien der Auswahl entsprechen.

Roon Fokus Inspektor
Roon Fokus Inspektor

Nach einem Klick auf “Inspektor” werden uns Auswahlmöglichkeiten gezeigt, die vor allem das Herz von Informatikern und Datenbank-Freaks höher schlagen lassen. Sie helfen ungemein dabei, unsere Bibliothek sauber und funktionsfähig zu halten.

Innerhalb der Überschrift „Bibliothek“ finden wir dann noch den Eintrag „Internetradio“, der mich nicht so sehr interessiert und als nächstes folgen dann unsere Playlists, gesetzte Tags und ein Überblick über unsere letzten Aktivitäten, damit wir etwas wiederfinden können, was wir letztens erst gehört haben, von dem wir aber noch gar nicht wissen, wie es heißt und von wem es ist.

Roon Verlauf
Roon Verlauf

Im “Verlauf” bekommen wir eine Übersicht über unsere letzten Aktivitäten.

Der Eintrag „Einstellungen“ führt uns dann wieder zum anfangs beschriebenen Menü.

In der unteren Bedienungsleiste haben wir die gewohnten „Knöpfe“ zum Starten des Titels usw. In der Mitte können wir den Titel und den Interpreten erkennen, sowie den Fortschritt beim Abhören.

Rechts daneben finden wir das Icon, um den Titel zu unseren Favoriten hinzuzufügen (Herzchen) und das „weiße Mikrofon“ rechts daneben zeigt uns, dass uns der Songtext zur Verfügung steht, falls mit mitsingen möchten.

Roon Lyrics
Roon Lyrics

Klicken wir rechts neben dem Mikrofonzeichen auf unser „Device“ (hier mein iPAD) werden uns die eingerichteten „Zonen“ angezeigt.
Jedes Abspielgerät wird als Zone dargestellt. Jede Zone kann mit unterschiedlicher Musik beliefert werden.
Und nicht nur das!

Roon kann Ihren Geräten klanglich mächtig auf die Sprünge helfen.

Gut – ein High-Ender wird diesen Teil der Einstellungen vermutlich niemals zu Gesicht bekommen.

Aber mal ganz ehrlich – wer hat schon in der Küche, im Bad, im Schlafzimmer, auf der Terrasse …. High-End-Komponenten?

Nun – und wenn die „Trööte“ in der Küche krächzt und die ausrangierten Jugendsünden im Büro bullern wie verrückt, dann kann ein DSP Wunder bewirken.

Roon Einstellungen DSP Aussteuerungskorrektur
Roon Einstellungen DSP Aussteuerungskorrektur

Aber die Möglichkeiten, die der DSP von Roon zur Verfügung stellt, gehen noch weiter. Schauen wir uns das mal der Reihe nach an:

Aussteuerngskorrektur

… kann zum Beispiel sehr hilfreich sein, wenn wir verhindern wollen, dass einzelne Lautsprecher durch eine zu hohe Lautstärke „abgeschossen“ werden.

Roon Einstellungen DSP Samplerate-Konvertierung
Roon Einstellungen DSP Samplerate-Konvertierung

Beim Unterpunkt „Samplerate-Konvertierung“ muss man schon ein wenig Hintergrundwissen mitbringen. Ansonsten lässt man einfach alles so, wie es eingestellt ist.

Roon Einstellungen DSP Crossfeed
Roon Einstellungen DSP Crossfeed

Der Menüpunkt „Crossfeed“ richtet sich die User, die über Kopfhörer hören. Hier kann z.B. die harte Kanaltrennung korrigiert werden.

Roon Einstellungen Parametrischer EQ
Roon Einstellungen Parametrischer EQ

Mit dem Punkt „Parametrischer EQ“ liefert uns Roon einen altbekannten Equalizer mit, den wir für jede Zone unterschiedlich nutzen können.

Roon Einstellungen DSP Audeze
Roon Einstellungen DSP Audeze

Der Eintrag „Audeze Presets“ ist für Besitzer dieser ausgezeichneten Kopfhörer von Bedeutung. Sie brauchen lediglich das genutzte Modell auszuwählen.

Roon Einstellungen DSP Procedural EQ
Roon Einstellungen DSP Procedural EQ

Nach Auswahl des Punktes „Procedural EQ“ können wir vor allem unsere Surroundanlage beherrschen.

Roon Einstellungen DSP Procedural EQ 2
Roon Einstellungen DSP Procedural EQ 2

Wir bestimmen die Zuordnung der Ein- und Ausgänge, natürlich kanalgetrennt, konfigurieren Klangregler, setzen Filter, legen Verzögerungen fest, invertieren die Phasen …

Roon Einstellungen Lautsprecher-Einstellungen
Roon Einstellungen Lautsprecher-Einstellungen

Mit dem Menü „Lautsprecher-Einstellungen“ können grobe Aufstellungsfehler oder schlechte örtliche Gegebenheiten ausgeglichen werden. Dies sollte nicht als Aufforderung angesehen werden, seine Lautsprecher nur noch nach optischen Aspekten auf zu stellen, aber in vielen Situationen wird diese Einstellmöglichkeit dafür sorgen können, dass man überhaupt halbwegs gescheit Musik hören kann.

Roon Einstellungen Faltung
Roon Einstellungen Faltung

Der Punkt „Faltung“ ist dann wieder eher etwas für diejenigen unter uns, die genau wissen, was sie da machen und wieso. Im Groben kann man hiermit eine Raumkorrektur erreichen. Aber versprechen Sie sich besser nicht allzu viel davon. 

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Was ist eigentlich Roon und wieso ist mein neues Streaming-Gerät “roon-ready”?

Was ist eigentlich Roon und wieso ist mein neues Streaming-Gerät “roon-ready”?

Was ist eigentlich Roon und wieso ist mein neues Streaming-Gerät “roon-ready”?

Teil 1 meines AUDIOSAUL-Berichtes über Roon – die Theorie.
Zum Teil 2 meines Audiosaul-Berichtes – die Praxis – hier klicken.

Einerseits ist Roon wohl die genialste Erfindung seit Einführung der digitalen Musikdatei, andererseits hört und sieht man aber über dieses Roon erstaunlich wenig.
(Tja – so schnell ändern sich solche Dinge. 🙂  Heute ist ROON bei uns das Thema Nr. 1)

Roon-Reade-Symbol

Allenfalls dieses „roon-ready“-Zeichen ist irgendwie allgegenwärtig. Was hat das zu bedeuten?

Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund.

* Was ist Roon überhaupt?

* Was brauche ich für Roon?

* Was macht Roon besser als alles andere?

Musik als digitale Datei

Bevor ich an die Beantwortung der eingangs gestellten Fragen gehe, lassen Sie mich noch ein wenig über digitale Dateien sagen.

Eine digitale Datei kann „alles sein“,
… ein ausführbares Programm, ein Treiber …

Handelt es sich bei der Datei um ein Foto oder um einen Musiktitel, dann kommt sie nur selten alleine daher, sondern gehört in der Regel zu weiteren Fotos und anderen Musiktiteln.

Und wenn es dann ganz viele Dateien werden, dann verlieren wir schnell den Überblick.

Spätestens dann fangen wir Menschen an aufzuräumen und einzusortieren.

Die Bilder vom letzten Urlaub kommen in einen eigenen Ordner, die von der Geburtstagsfeier in einen anderen.

Das alles wandert in den Überordner namens “2018” und der wieder in „Familienfotos“ oder umgekehrt.

Musiktitel kommen in den Ordner für ein bestimmtes Album (wenn wir wissen, auf welchem Album der Titel gewesen ist), der in den Überordner für einen Interpreten und dann wandert alles nach Jazz, Klassik oder Pop/Rock.

Sowohl bei den Fotos als auch bei den Musiktiteln hat sich diese Vorgehensweise aber ganz schnell als recht unpraktisch erwiesen und eine andere Methode bewährt.

Bei ihr werden in die Dateien zusätzliche Informationen eingefügt. Diese nennt man Metatags.

Bei unseren Fotos fügt schon unsere Digitalkamera eine ganze Menge Informationen automatisch hinzu. Datum, Uhrzeit, Ort, Kamera, Objektiv, Belichtungseinstellungen und vieles mehr wird in diese Metatags geschrieben.

Mit einem speziellen Computerprogramm können wir diese Informationen auslesen oder sogar erweitern. Etwa automatisch durch eine Gesichtserkennung oder manuell durch eigene Zuordnungen wie zum Beispiel „Hochzeitsfeier“.

Bei Musiktiteln sind die Interpreten interessant, der Albumtitel, der Songtitel, der Komponist, der Dirigent, das Genre und noch einiges mehr.

Kaufen wir eine digitale Datei in einem Download-Portal, dann sollten wir erwarten, dass sich all diese Informationen in professioneller Art und Weise bereits in den Metatags befinden. Rippen wir unsere eigene Musik, werden die Infos spärlicher sein und spätestens beim Rippen von Schallplatten ist da gar nichts vorhanden, weshalb wir das manuell vornehmen oder ein spezielles Musikerkennungs-Programm damit beauftragen müssen.

Sind ausreichend viele Informationen in allen Dateien vorhanden, könnten wir Hunderttausende Dateien einfach in einen einzigen Ordner schieben und es wieder einem speziellen Programm überlassen, uns in Sekundenbruchteilen alle Beatles-Songs aus 1965 oder Stücke von Mozart anzubieten.

Haben wir uns eine richtig gute Software gekauft, so kann sie sogar mit „intelligenten Ordnern“ umgehen. Das bedeutet, sie weiß, welche Dateien wir zuletzt zu unserer Sammlung hinzugefügt haben, welche wir am meisten hören, welche Genres wir bevorzugen, welche Dateien in einem bestimmten Format vorliegen und vieles vieles mehr.

Wie gesagt – wenn wir uns für eine richtig gute Software entschieden haben.

Und diese Aufgabe führt uns unweigerlich zu unserem Ausgangsthema zurück:

Was ist eigentlich Roon?

Besitzen Sie bereits eine Streaming-Komponente? Einen speziellen “Transport”, eine integrierte Lösung, eine App auf Ihrem Device?
Man muss lange suchen, um auf dem Markt zwei Marken zu finden, die miteinander harmonieren, die also “systemübergreifend” funktionieren.
Jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen und haben wir uns erst einmal für ein Produkt entschieden, leben wir mit ihm auf einer “Insel”, die uns der Hersteller vorgibt.

Genau damit räumt Roon auf. Hier sieht es mittlerweile völlig anders aus. Eine Komponente, die nicht roon-ready ist?  Unverkäuflich!
Und dennoch, die “Karre Roon” war bisher schwer zu schieben. Das soll sich jetzt ändern und um das zu beschleunigen, möchte ich hier etwas ausführlicher über dieses ROON schreiben.

Zunächst einmal ist Roon eine „Server-Software“.

Dieser Server-Software teilen wir mit, wo in unserem Netzwerk unsere Musikdateien liegen und von diesem Moment an verwaltet Roon unseren Musikbestand.

Die Roon-Software jedoch ist auf eine umfassende „Beschriftung“ (Informationen in den Metatags) nicht (!!!) angewiesen. Ihr reicht es völlig aus zu erkennen, um welchen Titel es sich da handelt, den wir in unserer Sammlung haben.

Roon ist eine „Informations-Software“.

Roon ist es ziemlich gleichgültig, wie “wenig” Informationen sich in unseren Musikdateien befinden, denn genau über die verfügt Roon selber.

Mehrere Musik-Zeitschriften-Redaktionen betätigen sich dabei als Zulieferer für Roon. Das Wissen dieser Redaktionen über Klassik, Jazz und viele andere Genres fließt hier zusammen und wartet darauf, von Roon unseren Titeln dynamisch zugeordnet zu werden.

Und hier liegt wohl der Haupt-Nutzen von Roon. Wer nicht einfach nur Musik hören will, sondern wer sich für die Dinge dahinter interessiert, der braucht entweder ein oder mehrere Abos für Musik-Zeitschriften oder er braucht Roon. Mehr dazu, welche Informationen Roon bereitstellt, später.

Roon ist ein Streaming-Transport

Streaming-Transport hat sich als Bezeichnung für ein Gerät durchgesetzt, dass in der Lage ist, Musikdateien von einem Netzwerkspeicher oder einem Musik-Portal aus dem Internet zu holen und zu einem DAC zu “transportieren”.

Der Begriff Streaming wird leider zurzeit ein wenig überstrapaziert und das verwirrt uns, weil man dabei nicht zwischen den verschiedenen Wegen unterscheidet.

Spielt ein Gerät einen Musiktitel, der von einem Musik-Portal oder von einem Netzwerkspeicher stammt, so nennt man das Streaming. Schickt das Gerät diesen Titel dann in unserer Wohnung zu einem Abspielgerät, so nennt man auch das Streaming. Tatsächlich sind diese beiden Wege auch ziemlich ähnlich, aber zum besseren Verständnis sollte man doch mal dazu übergehen, diese Vorgänge unterschiedlich zu bezeichnen. 

Roon jedenfalls ist in der Lage, die gewünschten Musiktitel sowohl von einem Netzwerkspeicher zu streamen als auch aus dem Internet. Derzeit kann Roon zwar die Musik nur von Tidal beziehen, aber da soll sich schon recht bald etwas ändern. Den richtigen Durchbruch schafft Roon aus meiner Sicht nur dann, wenn wir auch Qobuz und highresaudio.com mit einbinden können.

Update:  ROON ARBEITET JETZT AUCH MIT QOBUZ ZUSAMMEN !!!


Toll ist jedenfalls, dass uns Roon unsere Suchergebnisse sozusagen „nebeneinander“ präsentiert. Wir finden den Titel also möglicherweise sowohl bei Tidal als auch in unserer Sammlung und die Playlist spielt auch gerne die Songs kreuz und quer aus den unterschiedlichen Quellen gemischt. Das können die meisten anderen Apps leider nicht.

Roon ist ein Multiroom-Server

Hat sich Roon den Titel erst einmal irgendwo her geholt, muss er natürlich auch abgespielt werden. Hierzu benötigt Roon einen DAC und ein Abspielgerät. Jede Komponente, auf der wir das roon-ready-Zeichen finden, ist hierzu fähig.

Das kann unser Tablet sein, spezielle Multiroom-Systeme, aktive Lautsprecher mit integriertem DAC oder was auch immer. 

Roon arbeitet dabei nicht nur mit verschiedenen Geräten zusammen, sondern kann sie auch alle gleichzeitig und mit unterschiedlichem Musikmaterial beliefern. So reicht also ein einzelner Roon-Core, um eine große Familie und ein großes Haus mit Musik zu versorgen und jeder kann in seinem Zimmer die Musik hören, die er will.

Roon ist ein DSP (Digitaler Sound Prozessor)

Sind die kleinen Boxen in der Küche recht bass-schwach? … die Lautsprecher für das große Wohnzimmer eigentlich zu klein? Klingt die Musik im Büro irgendwie „blechern“?

Keine Bange – Roon sorgt für Abhilfe!

Im Roon-Core ist ein DSP, also ein digitaler Sound-Prozessor enthalten, der es dem Benutzer erlaubt, sich den Klang nach Geschmack „zurecht zu biegen“ und so bestehende Unzulänglichkeiten auszugleichen, ohne sich überall neue Boxen und Geräte kaufen zu müssen.

Roon ist ein Kopfhörer-DSP

Kopfhörer polarisieren, aber manchmal geht es nicht anders, will man seine Familienmitglieder oder die Nachbarn nicht verärgern.

Viele Nachteile von Kopfhörern können heute elektronisch ausgeglichen werden. Hierzu verfügt Roon über ein eigenes DSP-Programm.

Roon bietet die beste Übertragungsqualität

So lange es Kabel gibt, so lange sind sie zumindest den Ästheten unter uns ein Dorn im Auge. Mittlerweile sind wir auch nicht mehr grundsätzlich auf Kabel angewiesen, denn es gibt eine ganze Reihe von kabellosen Übertragungswegen.

WLAN, Bluetooth, Airplay, Chromcast …

… und RAAT, dem roon-eigenen Übertragungsformat.

Und das hat es in sich. Es gibt kaum ein zweites Formate, das mit RAAT mithalten kann.  Dieses Format reicht allemal aus, um Musik im eigenen Hause in CD-Qualität „verteilen“ zu können.

Roon bietet eine geniale Fokus-Funktion

Diese Funktion ist vor allem für diejenigen unter uns interessant, die eine wirklich große Musiksammlung besitzen. Mit dieser Funktion setzen wir „Filter“, mit denen wir eingrenzen können, was wir hören wollen.

Aber diese Funktion hilft uns nicht nur beim Hören, sondern vor allem auch beim Aufräumen.

Und so sieht das in der Praxis aus …
zum nächsten Teil “Praxis” 

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Oder senden Sie uns eine E-Mail:  hifistudio@audiosaul.de 

Welcher Router klingt am besten?

Welcher Router klingt am besten?

Welcher Router klingt am besten?

Welcher Router klingt am besten?

Oder:  Die spinnen, die Römer!

„Jetzt übertreiben Sie es aber wirklich!“ … so liegt es einem auf der Zunge, wenn man ein paar Leuten zuhört, die sich nicht etwa über Kabel, Stecker oder Gerätesicherungen unterhalten, sondern über den Klang von DSL- und LTE-Routern.
Was so wörtlich ja auch gar nicht genommen werden darf.

Im ersten Schritt konfrontierte man mich vor fast zwei Jahren immer mal wieder mit der Behauptung, ich müsste unbedingt meine Fritz!box 7490 an ein gutes Netzteil anschließen, sonst könnte das Klangergebnis beim Streaming überhaupt nicht zufriedenstellend sein.
Etwa 9 Monate lang habe ich diese Aussagen mit „Ja, ja!“ erwidert. Dann schickte mir Robert Ross ein Keces-Netzteil  mit zwei Ausgängen zu. An den einen Ausgang habe ich einen Auralic Mini angeschlossen und an den zweiten eben die besagte 7490 von AVM, also die Fritz!Box.

Danach bin ich dann in den Keller gegangen, habe die Tür geschlossen und laut gerufen: „Und man hört es doch!“.

Nun gut – zunächst habe ich nicht viel Trara darum gemacht, aber dann kamen doch immer mehr Kunden auf mich zu und fragten nach audiophilen Netzteilen für ihre Fritz!box.
Heute gehören diese Netzteile mit zu den am meisten gefragten Artikeln bei uns.

Gezwungenermaßen hatte ich jetzt aber in den letzten Monaten mehr als es mir lieb war mit verschiedenen DSL-Routern zu tun.

„Wolfgang, es geht nicht mehr. Mein iPAD verliert dauernd den Kontakt. So macht das keinen Spaß!“.

Ich habe die (meist vom Provider mitgelieferten) Router der Kunden konfiguriert, erweitert, gedrosselt, spezialisiert und wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Nichts half. Mist bleibt Mist – möchte man da sagen.

Und damit meine ich vor allem diese Speedports der Telekom, mit denen ich mich selber bereits zwei Jahre lang herumgeschlagen hatte. Die Türfreisprecheinrichtung funktionierte nicht mehr, die Alarmanlage funktionierte nicht mehr und das Telefonieren sowieso nicht. Irgendwann teilte mir ein Telekom-Techniker mit:  „Herr Saul, ich sage Ihnen jetzt mal was. So lange Sie mit diesem Teil von der Telekom experimentieren, werden Sie keine Ruhe finden. Kaufen Sie sich eine Fritzbox und alles wird gut!“.

Nachdem ich meine erstaunten Augen wieder bewegen konnte, setzte ich mich an meinen Mac, rief ebay auf und erstand eine gebrauchte 7490 für 89,- € – fand ich klasse.
Angeschlossen, eingerichtet – und alles war gut. Schlagartig.

Am liebsten hätte ich auf diese blöde Speedport-Kiste noch ein paar mal drauf getreten, bevor ich sie wieder zurück geschickt habe.
Zwei Jahre Ärger – nur wegen dieser Mistkiste!

„Wenn eine Fritz!box wirklich meine Probleme beseitigen kann, wechsle ich sofort!“ meinte auch mein Kunde, dem ich von meiner Leidensgeschichte erzählte und ich ergriff die Chance. Sofort kaufte ich mir die neue 7590 und brachte die 7490 probeweise zum Kunden. Der Speedport-Hybrid wurde zum Einwahl-Modem deklassiert – das zumindest scheint er gut zu können – und alles andere übernahm die Fritz!box.
Das ist jetzt 4 Wochen her und alles läuft dort absolut störungsfrei.
„Kann das sein, dass es mit der Fritzbox auch viel besser klingt?“ so hörte ich den Kunden fragen und ich konnte ihm nur sagen, dass er jetzt schon der Dritte sei, der mir das so mitteilen würde.

So sensibilisiert ging ich an die Probleme der anderen Kunden mit immer dem gleichen Ergebnis. Sobald diese “tollen” Router der Provider nur noch Modem spielen dürfen – oder am besten gleich ganz durch eine Fritz!Box ersetzt werden  (geht noch nicht beim Hybrid-Gerät!) – und man damit WLAN, DHCP, DECT usw… der  Fritz!box übergibt, funktioniert es und es klingt auch noch besser.

Einer meiner Kunden, der auch eine 7490 betrieb, holte sich die 7590 dazu und verglich die beiden.
Sein Resümee:
Die 7590 klingt noch deutlich besser als die 7490.
Das hört man auch schon ohne ein besonderes Netzteil einzusetzen, aber wenn man dann z.B. ein SBOOSTER davor hängt, dann ist der Unterschied mehr als deutlich zu hören, da muss man überhaupt nicht lange vergleichen.

 

Was ich mit meinem Bericht hier sagen will ist, dass es sicher Haushalte gibt, wo diese Speedports, Easyboxen und wie sie alle heißen funktionieren, weil sie dort fast nichts zu tun haben.
Wenn sie aber mal das tun sollen, wofür sie auch entwickelt wurden, kann man oftmals nur feststellen, dass sie genau das nicht können.

Ich habe keine Ahnung, ob die Fritz!boxen am besten sind, oder die einzigen sind, die funktionieren oder was auch immer.
Ich bin HiFi-Händler und betreibe keinen IT-Artikel-Shop.

Aber sie funktionieren anscheinend besser als die anderen und zumindest das neue Flaggschiff von AVM klingt beim Streamen auch noch verdammt gut – sogar besser als seine Vorgänger.

Das ist keine absolute Aussage!

Ich habe das weder mit einem Teil von Netgear noch von TP-Link, Zyxel oder irgendwelchen anderen Herstellern gegengeprüft, aber angesichts der weiten Verbreitung und der eklatanten Verbesserung im Vergleich zu den Speedports, kann ich derzeit die neue 7590 jedem empfehlen.
Das gilt sogar, wenn es sich bei dem Speedport um dieses Hybrid-Teil von der Telekom handelt und man den Router nicht durch die Fritz!Box ersetzen, sondern nur erweitern kann. In diesem Fall verbleiben die Zugangsdaten im Speedport-Hybrid und die Fritz!Box wird dahinter geschaltet. Im Speedport schalten wir dann alles aus – bis auf die Einwahl und die Fritz!Box übernimmt unser WLAN.

Vielleicht haben Sie ja ähnliche Erfahrungen sammeln können. Ich würde mich über Ihre Informationen und Rückmeldungen sehr freuen.

Hinweis:
Wie bereits erwähnt kann ich Ihnen leider so eine Fritz!Box nicht verkaufen.

Zur Preisentwicklung:
Derzeit wird die 7590 bei verschiedenen Discountern schon deutlich unter 200,- € angeboten!

Zusatz:
Mir haben jetzt mehrere Kunden mitgeteilt, dass der Klangunterschied zwischen der 7590 und der 7580 fast noch größer sein soll als zur 7490. Wer also wirklich HRA streamen will, der sollte derzeit auf die 7590 wechseln.

Soundiiz – für Streaming-Freaks ein unverzichtbares Tool

Soundiiz – für Streaming-Freaks ein unverzichtbares Tool

Soundiiz – für Streaming-Freaks ein unverzichtbares Tool

Soundiiz – für Streaming-Freaks ein unverzichtbares Tool

… und auf einmal ist alles weg!?
Alle Playlists, Favoriten, gespeicherte Künstler, Alben … ???

Soundiiz (https://soundiiz.com) macht Schluss mit dieser Horror-Vorstellung.
Und von 2018 an sogar (zum Teil) kostenlos!

Jahrelang hat man sich Playlists erstellt, Favoriten angelegt, Künstler, Alben … gespeichert.
Jetzt würde man ja gerne das Portal wechseln, aber dann muss man ja wieder ganz von vorne anfangen!

Niemals, oder!?

Nun, schon seit längerem bietet Soundiiz genau für diese schreckliche Vorstellung eine Lösung an. Unter soundiiz.com kann man einen Account anlegen und dann von so ziemlich jedem Portal dieser Erde seine Playlists einfach zu einem anderen Portal übertragen.

Beispiel:
Sie nutzen seit Jahren Spotify und haben dort unendlich viele Playlists angelegt?
Jetzt sind Sie von High-Res-Audio begeistert und hätten auch gerne alle Ihre Spotify-Listen nach Qobuz übertragen?
Mit Soundiiz kein Problem!
Es sei denn, Sie haben etwas dagegen, Soundiiz Ihre Zugangsdaten zu Qobuz und Spotify zu geben.

Ängstliche Naturen können aber ja auch direkt nach dem Übertragen der Playlists die Passwörter ändern und sind wieder auf Nummer sicher.
Sobald Sie den Vorgang angestoßen haben, überträgt Soundiiz Ihre Playlists von Portal a nach Portal b.
Nach Abschluss bekommen Sie eine Übersicht, welche Titel in der neuen Liste sind und welche im neuen Portal nicht zur Verfügung stehen. Was das neue Portal nicht anbietet, wird nicht übertragen – was ja logisch ist.

Sogar die Playlist in eine Datei zu schreiben und auf den heimischen PC zu übertragen ist möglich. Oder Listen aus einer Datei zu importieren.

Oder Playlists in verschiedenen Portalen zu synchronisieren!

Von 2018 an werden viele der wichtigsten Möglichkeiten laut Soundiiz kostenlos angeboten werden. So kann man Soundiiz wunderbar ausprobieren und bei Gefallen einen kostenpflichtigen Account anlegen, mit dem sich dann noch mehr Möglichkeiten bieten.
Man muss sich nur mal die Entwicklung in den letzten zwei Jahren anschauen – gigantisch!

AUDIOSAUL-Fazit:
Für Streamer-Freaks ein unverzichtbares Tool. 

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

AUDIOSAUL Bericht Auralic Vega G2

Vega G2 Versandkarton

Vega G2 Versandkarton

„Surprise! Surprise!“

Irgendwie muss ich ja doch bei den Audionext-Jungs „`n Stein im Brett“ haben. 🙂

Eigentlich bekam ich ja immer wieder zu hören:
„In diesem Jahr können wir nicht mehr liefern!“
Jetzt ist er gerade doch angekommen, der Vega G2.
Zehn Tage vor Weihnachten.

 

Nun gut, all zu groß kann der Stein auch wieder nicht sein, denn der Aries G2 fehlt leider noch und wird auch tatsächlich erst im nächsten Jahr geliefert. Ist aber nicht die Schuld von Audionext.

So bleiben mir denn Zeit und Muße, mich um dieses hübsche Teilchen hier zu kümmern, falls mich nicht die flehenden Blicke eines guten Kunden dazu verleiten, meine Errungenschaft doch gleich wieder an ihn weiter zu reichen. Dann ist eben der nächste Vega für mich oder der übernächste … 🙂

Vega G2

Bereits in jugendlichem Alter träumte ich davon, eine HiFi-Komponente namens Vega zu besitzen. Wenn sich diese Marke aus Württemberg damals auch noch mit „W“ also Wega schrieb.
(Erschreckend – wie lang das schon her ist.)
Doch jetzt ist keine Zeit für Sentimentalität.

Auspacken und erste -wichtige- Erkenntnisse!

Vega G2 Karton2

Vega G2 Karton2

 

Wer weiß, was eine Matrjoschka ist, der kann sich in etwa vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man ein Gerät von Auralic auszupacken hat.

 

 

Nach dem ersten Karton folgt ein zweiter Karton, folgt ein dritter Karton …

 

Vega G2 Karton1

Vega G2 Karton1

 

 

Das mitgelieferte Stromkabel darf allerdings getrost in den selbigen verbleiben – das verwenden wir ganz sicher nicht. Die beigepackten HDMI- und USB-Kabel müssen mangels eines Aries G2 dort ebenfalls noch eine Weile schlummern.

 

 

Weiterhin finden wir ein paar Stoffhandschuhe – aber keine Antennen – keine Bedienungsanleitung – keine Fernbedienung.

Mhh – da müssen wir doch gleich mal nachhaken, wie es sich mit diesen Dingen so verhält und ich rufe Christian Rechenbach an, den Auralic-Support-Mann.
Ergebnis:
Die gedruckte Bedienungsanleitung gibt es – aber nur auf Wunsch und in englisch. Für die deutsche Version hat man sich bei Auralic dafür entschieden, sie online zur Verfügung zu stellen, um schneller auf Software-Veränderungen reagieren zu können.

Hier klicken, um eine Vorabversion der Anleitung zu lesen.

Dann folgt aber eine für mich überraschende Info mit ziemlich hoher Bedeutung:

Der Vega G2 hat kein WLAN !!!
Die Antennen benötigt er also deshalb nicht, weil er gar kein WLAN-Modul integriert hat – er muss zwingend an ein Netzwerkkabel angeschlossen werden, oder eben an einen Aries G2. Der hat dann nämlich wieder WLAN.

Der Vega G2 wird ohne Fernbedienung ausgeliefert

Was im ersten Moment so wirkt, als hätte hier jemand mit Gewalt ein paar Cent einsparen wollen, entpuppt sich dann aber doch als recht clevere Angelegenheit. Statt nämlich dem Vega G2-Besitzer jetzt noch wieder eine Fernbedienung mehr auf den Tisch zu knallen, hat man dem Vega G2 ganz einfach beigebracht, die Befehle einer beliebigen IR-Fernbedinung zu erlernen. Man geht einfach auf den Menüpunkt (Bedienungsanleitung Seite 17) drückt dann auf seiner Fernbedienung den gewünschten Knopf und der Vega G2 erlernt ihn. Statt also einer Fernbedienung etwas beizubringen, was der Vega kann, bringt man dem Vega etwas bei, was die Fernbedienung kann. Hierbei unterscheidet er sogar zwischen einem kurzen und einem langen Druck auf eine Taste. Also ich bin mir sicher, dass diese Möglichkeit in der Praxis noch deutlich mehr Freude bereiten wird, als man das jetzt so auf Anhieb glauben mag.

Ich packe weiter aus.

Vega G2 Stofftasche

Vega G2 Stofftasche

Der Vega G2 selbst ist nicht einfach in eine Plastiktüte gesteckt worden, sondern befindet sich in einer weichen Stoff-Tasche. Das finde ich gut.

 

 

 

 

 

 

Vega G2 Bodenplatte

Vega G2 Bodenplatte

 

Nach dem Umdrehen des Gerätes sehen wir die Ursache für die Klackergeräusche, die entstehen, wenn man mal feste zupackt. Die Füße sind mit einer Federung versehen. Ein Vega G2 steht also schon von Hause aus wunderbar entkoppelt auf der Stellfläche und man muss nicht noch teures Zubehör zukaufen.

 

 

 

 

Vega G2 Padis Sicherung

Vega G2 Padis Sicherung

 

Schnell baue ich noch eine 1A-PADIS-Sicherung ein und verbinde den Vega G2 dann über ein Progressive Audio Power One MK II / NCF mit der Wandsteckdose.

Nun darf sich der Vega G2 warm laufen.

 

 

 

Hinweis zu den PADIS-Sicherungen:
Alle meine Aussagen zu audiophilen Gerätesicherungen beziehen sich ausschließlich (!!) auf die PADIS-Sicherungen und nicht (!!) grundsätzlich auf alle auf dem Markt befindlichen Audio-Sicherungen! Leider gibt es neben guten Sicherungen wie der von PADIS auch ein paar Exemplare, die das Klangbild regelrecht zerstören. Ich habe es schon erlebt, dass das Klangbild durch diese Sicherungen aufgedunsen und matschig wurde.
Wer behauptet, man könne durch das Auswechseln der Gerätesicherungen keinen Klangunterschied erzeugen, der muss sich nur mal diese Dinger besorgen.
Es scheint mittlerweile so zu sein, dass wir uns nicht nur die Komponenten, sondern sogar noch verschiedene Gerätesicherungen anhören müssen.  Verrückte HiFi-Welt.

Hinweis zu den Stromkabeln:
Beipackstrippen wie die üblichen Stromkabel mit angegossenen Schuko- und Kaltgerätesteckern, wie sie auch z.B. einem PC beigelegt werden, sind Ursachen für eine deutliche Klangverschlechterung und man sollte sie nicht benutzen!
Schon für unter 100,- € bekommt man zum Beispiel die LoRad-Kabel von SupraCable und kann damit diese Fehlerursache beseitigen.
Ob man dann noch tiefer in die Tasche greifen möchte, um noch bessere Stromkabel zu erwerben, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was ist dieser Vega G2 und was nicht?

Der Vega G2 ist ein Digital-Analog-Wandler, oder kurz – ein DAC (Digital-Analog-Converter).
Seine Aufgabe besteht darin, die digital angelieferten Signale eines Streaming-Transporters in tolle Musik zu verwandeln.

Vega G2 Eingänge

Vega G2 Eingänge

 

Hierzu verfügt er über praktisch sämtliche Eingänge, die wir heutzutage in der Digitaltechnik finden können.

USB, Toslink (Lichtleiter), RCA (Cinch-Digital), AES (XLR-Digital) und die hauseigene Schnittstelle mit einer HDMI-Buchse, die Auralic aber „Lightning Link“ getauft hat, weil doch noch ein wenig mehr über diese Schnittstelle stattfindet als bei einer gewöhnlichen HDMI-Verbindung.

 

Zu den Eingängen:
Messen und Hören stehen sich hier wieder einmal gegenüber. Messtechnisch gesehen sind die hauseigene Schnittstelle “Lightning Link” und USB allen anderen Eingängen überlegen, denn sie ermöglichen uns eine Datenübertragung bis hin zu 32Bit, 384 kHz sowie DSD512, während wir uns bei AES, Coax und Toslink auf 24Bit, 192 kHz beschränken lassen müssen.
Zum einen ist das ja aber nur für jemanden interessant, der auch an entsprechende Datenformate heran kommt, und zum anderen ist da die Frage nach der Qualität des Kabels. Leider ist es bei jeder Schnittstelle so, dass wir zwischen verschiedenen Kabeln deutliche Klangunterschiede hören können. Die Aussage: “Da müssen doch nur Nullen und Einsen durchkommen!”, die ist längst überholt.
Da selbst Qobuz als das Musik-Streaming-Portal mit der derzeit höchstmöglichen Klangqualität maximal mit 24 Bit und 192 kHz streamt, dürften im Moment noch die technischen Daten in den Hintergrund treten. Was uns allerdings dazu verpflichtet, uns verschiedene Kabel und Schnittstellen anhören zu müssen.
Wenn wir auch einen Aries G2 zur Verfügung haben, werden wir uns diesen Verbindungen mal in einem eigenen Bericht widmen.

Vega G2 Ausgänge

Vega G2 Ausgänge

 

Ausgangsseitig finden wir ein Paar Cinch-Buchsen und – wie man es bei Komponenten in dieser Preisklasse als unverzichtbar bezeichnen muss – auch ein Paar XLR-Anschlüsse.

Intern werkelt dahinter selbstverständlich nicht etwa eine billige Symmetrieplatine, sondern ein echter symmetrischer Aufbau. Auch das muss man zu diesem Preis erwarten können.

 

Interessant ist noch, dass wir am Vega G2 auch einen Analogeingang vorfinden. Zwar wird hier nichts verstärkt, aber so doch in der Lautstärke geregelt. Wir können hier also einen CD-Player oder sogar das Phonoteil unseres Plattenspielers anschließen und dann unsere analoge Schallplattenwiedergabe über das iPAD in der Lautstärke regeln – nicht schlecht.

Hier noch einmal eine Übersicht über die Ausstattungsmerkmale der Auralic-Geräte:

Mini Aries Vega Altair Polaris Aries G2 Vega G2
Streaming-Modul x x   x x x x
WLAN x x   x x x  
Über Fernbedienung steuerbar   x   x x x  x
Server-Software x x   x x x  
Interne HDD möglich x     x   x  
DAC x   x x x   x
Hochpegeleingang         x   x
Solobetrieb möglich x     x x   x
Vollverstärker integriert         x    
Vorverstärker-Ausgang         x    
Phono-Eingang         x    

 

Wie klingt ein Vega G2 im Solo-Betrieb?

Auch wenn es langweilig werden sollte – aber ich beginne die Hörprobe wieder einmal mit dem „Fräulein Laura“ von Rolf Kühn.
Es ist einfach leichter, wenn man ein Stück in- und auswendig kennt.
Doch was ich da in diesem Moment höre, wühlt mich auf.  Bringt mich durcheinander.

Ich habe Hemmungen, das zu schreiben, was ich höre. Befürchte, dass man mich für durchgedreht hält oder mir meine Worte nicht abnehmen will.
Ich habe keine Ruhe – brauche Bestätigungen, starte „Summertime“ von Patricia Barber.

Machen Sie das mal!
Starten Sie den Song (auf Qobuz) und achten sie mal auf diese Percussion-Instrumente, diese „zischelnden Rasseln“.
Was genau hören Sie?
Ich – höre gerade ein Instrument, etwas erhoben in der linken Hand des Musikers und ein zweites etwas tiefer in der rechten Hand. Beide klingen auch leicht unterschiedlich in der Tonhöhe und im Volumen.

Bässe
Wir haben es hier mit einer elektrischen Bass-Gitarre zu tun und einem großen akustischen Bass.
Das eine Instrument beginnt, ab und zu steuert das zweite Instrument mal einen Ton hinzu.
Können Sie die beiden Instrumente sicher auseinander halten?
Bei mir hier –  gibt es im Moment nicht den Hauch eines Zweifels.
Obwohl so ein elektrischer Bass ja einen Tonabnehmer in der Gitarre hat – höre ich ihn hier gerade so, als könnte ich ihn vor mir sehen. So, als hätte der Tonmeister diesem Bass zusätzlich noch ein Mikro gegönnt – wofür?
Die Antwort höre ich jetzt hier gerade.

Ich starte „Antiphone Blues“ von Arne Domnerus. Seit mehr als 30 Jahren ein immer wieder gern gespieltes Vorführstück, das dadurch begeistern kann, dass dieses Saxophon durch das Kirchenschiff „geistert“ und dem Hörer einen Eindruck von diesem riesigen Raum vermittelt. Begleitet von der Kirchenorgel entstand ein ganz seltsames, aber nicht uninteressantes Duo.

Hier – erwartet mich aber plötzlich ein „kleines“ Saxophon (also in korrekter Größe dargestellt), das in einer großen Kirche gespielt wird. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihnen den Unterschied deutlich machen kann. Oft ist es eben nur ein nicht genau zu ortendes Saxophon, was in dieser großen Kirche gespielt wird. Hier sehe ich das „kleine Ding“ vor mir und der Hall trennt sich komplett vom Instrument.
Sa-gen-haft!!!

Ich habe an diesem Tag noch fast meine komplette Playlist durchgespielt und jeden einzelnen Titel mal wieder neu entdecken und genießen dürfen. Besonders auffällig ist diese Leichtigkeit, mit der Instrumente, Stimmen und Geräusche in der korrekten Größe, mit dem richtigen Abstand zueinander dreidimensional und völlig natürlich reproduziert werden. Über allem liegt ein Gefühl für das richtige Timing. Man ist so weit zu behaupten, hier würde kein elektronisches Gerät Signale in Musik umwandeln, sondern hier musiziert ein elektronisches Gerät. Ich muss aufpassen, mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen.

Denn am Ende des Tages …
sitze ich da und frage mich, wie ich mich denn wohl fühlen werde, was ich denn wohl schreiben werde, wenn das mit dem Aries G2 zusammen noch einmal besser wiedergegeben wird.
Wieder einmal …
sitze ich also da und frage mich, wo denn da was noch besser klingen können soll.
Und wieder einmal …
kann ich mir schon denken, dass es wohl so sein wird. Ich weiß nur noch nicht wie genau.
Aber das ist es – was mich an diesem Hobby so fasziniert, dass es immer weiter geht und nichts still steht.

Fazit

Ich habe einen DAC gehört, der nur deshalb mit einem Streaming-Modul versehen wurde, weil es den Hersteller nichts gekostet hat und weil dieser sowieso davon ausgeht, dass sich jeder, der diesen DAC besitzt, sowieso auch den Streaming-Transporter namens Aries G2 dazu kaufen wird.
Nachdem ich dieses Teil gehört habe – wäre ich mir da allerdings nicht so sicher wie es der Herr Wang ist.
Heute nicht.

Betrachtet man die Preise eines Mini – eines Altair und eines Vega G2, muss man sagen, dass man diese Sprünge klanglich nachvollziehen kann – wobei das teuerste Gerät natürlich auch das beeindruckendste Gerät ist. Weil es einen glauben lässt, dass nichts auf der Welt noch besser klingen kann.

Ich bin wirklich gespannt darauf, wie sich die Kombi schlagen wird.
Nur eines steht für mich jetzt schon fest:

Noch nie war es einfacher, sich mit etwas zufrieden zu geben …
als mit dem Vega G2.

Link zu weiteren Informationen über die G2-Serie.

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CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten? Teil 2

CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten? Teil 2

CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten? Teil 2

CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten? Teil 2

Mit Vertriebsmenschen wie Armin Kern von ATR zusammen arbeiten zu dürfen, macht wirklich Spaß. Im Kommentar zu meinem Testbericht  “CD, Streaming oder Schallplatte – was klingt am besten? Teil 1” hatte er angekündigt, mir zwei MQA-lizenzierte Geräte aus seinem Vertriebsprogramm vorbei zu bringen und kaum 2 Tage später war er damit zur Stelle.

Zum Hintergrund:
Ich hatte im o.g. Bericht festgestellt, dass die MQA-Version von Keith Jarretts „The Köln-Concert“, die man über Tidal  streamen kann, bei hohen und lauten Tönen irgendwie „übersteuert“ klingt. Da ich mit der Dekodierung dieser Datei einen Auralic Altair beauftragt hatte und dieser nicht von MQA lizenziert ist, stand die Frage im Raum, ob der Wiedergabefehler an der Datei selbst liegt oder an der Art und Weise, wie ein Auralic Altair MQA-Dateien dekodiert.

Und da lagen sie vor mir:
Ein kleines, unscheinbares „Zigarrendöschen“ von Meridian (quasi dem Erfinder von MQA) mit der Bezeichnung Explorer

Meridian Explorer

Meridian Explorer

und ein nicht viel größeres Kästchen von Pro-Ject mit dem Namen Pre Box S2 Digital.

preboxs2digital

preboxs2digital

Beide Testgeräte erreichen lange nicht die Preisklasse eines Auralic Altair – aber darum ging es uns ja auch gar nicht.
Niemand, außer Armin vielleicht 🙂 – wollte mich hier zu einem Klangvergleich bewegen.
Wir wollten doch nur der Ursache für diese undefinierbaren Töne auf die Spur kommen.

Und ohne Umschweife kann ich direkt zum Ergebnis kommen:

Die Datei selbst ist der Verursacher, die beiden MQA-Kästchen zaubern diese Übersteuerungen, Artefakte oder was es auch immer sein mag – auch nicht weg. Immer klingt das ein wenig anders – aber nie so, dass es nicht stören würde.
Es bleibt dabei: Allein die 16 Bit 44.1 kHz-Variante auf Tidal verschweigt die gesamte Problematik.
Dafür aber auch so einiges anderes mehr.

Das einzige Medium, was diese Töne zwar nicht „schöner“ darstellt, uns aber dafür genau hören lässt, was da bei der Aufnahme geschehen ist, das ist die Langspielplatte.

Dem Meridian hätte ich gerne etwas genauer auf den Zahn gefühlt, aber leider hatte ich kein wirklich gutes Mini-USB-Kabel parat. So hatte ich mich hier auf das mitgelieferte Kabel zu beschränken, dass leider die Qualität eines gewöhnlichen Computer-USB-Kabels definitiv nicht überschreiten konnte. Ganz sicher kann dieses Teil deutlich mehr, als es diese Beipackstrippe zulässt. Schade.
Aber Meridian hat hier wohl die Zielgruppe im Auge, die gerne ihren PC oder Laptop zum Streamen verwendet und dort dürfte man mit einem USB-Kabel, was teurer ist als der Meridian-DAC selbst, ziemlich hart auf Granit beißen.

Das sah beim Pro-Ject zum Glück anders aus.
Er hat eine USB-2-Buchse und dafür lag bei mir das brandneue GT2-Pro von Furutech parat.

Beginnt man, die Texte und Angaben auf dem Pro-Ject-Umkarton zu studieren, hat man das Gefühl, den Beipackzettel eines Apothekers zu lesen.
Nein, nicht wegen der möglichen Nebenwirkungen – sondern auf Grund des Umfangs und der nicht enden wollenden Aufzählung dessen, was diese kleine Kiste so alles kann.
Der Begriff „Schweizer Messer“ wird in solchen Situationen gerne genutzt und ganz sicher passt dieser Begriff auch hier perfekt.

Computer anschließen, CD-Player, Streamer, TV, Verstärker, Kopfhörer – alles kein Problem.

Für 365,- € Listenpreis stutzt man erst einmal. Oder auch mehrmals.
Nun gut. In Zeiten, zu denen ein Handy fotografieren, navigieren und Geld überweisen kann, da weiß man, dass es für fast jede Funktion heutzutage nur noch einer App bedarf.
Programm installieren und schon kann das Dingen fliegen.
So ungefähr jedenfalls

Da überrascht es uns also auch nicht wirklich, wenn so eine Pre Box wirklich viel kann.
Viel zu können heißt ja aber leider nicht, alles auch gut zu können.

Dass auch die Pre-Box die schrägen Töne der MQA-Datei nicht wirklich sauber hinbekommen hat, das werte ich jetzt mal eher als Kompliment, denn die sind einfach schon in der Datei nicht sauber.
Und die vielen Filtereinstellungen, die dieses Kästchen drauf hat, die können daran auch nichts ändern, denn sobald das MQA-Lichtlein brennt, sind alle anderen Filtermöglichkeiten zur Untätigkeit verdammt, also nicht mehr abrufbar.

Viele Filtereinstellungen?
Was ist darunter zu verstehen?

Ist das etwa so wie beim Pizza-Taxi?
Thunfisch, Champignons, Schinken, Salami, Ananas … ? Alles machbar!?

Und diese Pre-Box, die liefert uns nun 7 verschiedene Sounds, je nach Lust und Laune?

Natürlich ist das nicht so, aber lesen Sie weiter:

Was man zu Filtern wissen sollte:

Kein DAC der Welt kommt ohne Filter aus. Den Begriff Filter kennen die meisten von uns nur von der Kaffeemaschine und so ähnlich wirkt auch ein Digitalfilter.

Das, was man nicht haben will, das bleibt hängen, alles andere darf durch.

Besonders tiefe Störfrequenzen (Subsonic) zum Beispiel oder Unsauberkeiten in besonders hohen Frequenzen, Vorschwingungen, Nachschwingungen und vieles mehr gilt es zu verhindern, zu unterdrücken oder zumindest zu dämpfen.

Eine Wissenschaft für sich – Sie haben recht.

Wie die einzelnen Hersteller damit umgehen, dass ist erstaunlich unterschiedlich. Manche sehen in den Filtereinstellungen die große Möglichkeit, sich einen ureigenen Klang zu verschaffen, andere halten sich an ungeschriebene Gesetze.

Pro-Ject geht in der Pre-Box ganz einfach den Weg, es dem Besitzer selbst zu überlassen, welche Filtereinstellung er denn verwenden will.

Hierzu sind folgende Filter abrufbar:

Filter Optimal transient (Pro-Ject proprietärer Filter)

Fast Roll Off (Linear Phase Fast Roll Off)

Slow Rollof (Linear Phase Slow Roll Off)

Minimum Phase Fast (Minimum Phase Fast Roll Off)

Minimum Phase Slow (Minimum Phase Slow Roll Off)

Linear Apodizing Hybrid Filter

Brickwall Filter

Was sich genau hinter diesen Bezeichnungen versteckt, das können Sie problemlos googeln. Wenn Sie aber nach dem Lesen der Erklärungen exakt verstanden haben, worum es geht, dann sind Sie schlauer als ich.

In der Praxis:

Mal klingt es etwas härter, mal weicher, mal ist da mehr Raum, mal weniger, mal ist der Bass trockener mal ungenauer.
Was gerade eben noch bei dem ersten Song ganz weit vorne lag kann beim zweiten Song die schlechteste Einstellung sein.
Hat man sich an eine Einstellung gewöhnt, erscheinen einem die anderen nach einer Weile ein wenig seltsam.
Und am Ende weiß man überhaupt nicht mehr, was denn jetzt richtig und was falsch ist.

Zum Glück hat uns Pro-Ject hier einen hauseigenen, optimierten Filter mitgeliefert.
Ihn zu nutzen, dürfte sicher die beste Empfehlung sein.
Alle anderen können wir mal ausprobieren und vielleicht schreit die eine oder andere Aufnahme auch nach einem der anderen Filter, aber immer, wenn wir unsicher werden und nach einem roten Faden suchen, können wir schnell zurück zur optimierten Einstellung wechseln.
Das ist doch sehr beruhigend.

Und wie klingt die kleine Kiste?

Erstaunlich gut!
Keine Ahnung wie Pro-Ject das wieder angestellt hat, aber was hier an Klang zum Vorschein kommt, das hat mit dem, was der Preis oder die winzige Größe des Gehäuses vermuten lässt, aber mal gar nichts zu tun.

Und das sage ich im Bewusstsein, dass ich wohl kaum eines dieser Geräte verkaufen werde.
Der typische AUDIOSAUL-Kunde gibt gerne auch ein paar Euro mehr aus und die, für die so eine Pro-Ject Pre Box S2 Digital preislich in Frage kommt, die kaufen nicht bei AUDIOSAUL sondern fahren zum nächsten Discounter.

So muss ich denn anerkennen, dass der “ausnahmsweise” auch mal was gutes da hat. 😉

Sollten Sie aber jetzt genau dieses Teil bei mir bestellen wollen – so stehe ich auch für diese Überraschung gerne parat. 🙂

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