Auralic vs. Melco vs. Innuos vs. SOtM vs. PrimeMini 4 (ROON-NUC)

Auralic vs. Melco vs. Innuos vs. SOtM vs. PrimeMini 4 (ROON-NUC)

Auralic vs. Melco vs. Innuos vs. SOtM vs. PrimeMini 4 (ROON-NUC)

Auralic vs. Melco vs. Innuos vs. SOtM vs. PrimeMini 4 (ROON-NUC)

Für meinen Bericht „Auralic vs. Melco vs. Innuos vs. SOtM vs. PrimeMini 4 (ROON-NUC)“ habe ich mir heute einmal fünf Komponenten ausgesucht, die unterschiedlicher nicht sein können und dabei doch alle dasselbe Ziel haben: Musik in High-Resolution-Audio-Qualität zu streamen.

Mir geht es dabei nicht darum, die Geräte in allen Einzelheiten zu beschreiben, sondern darum, Ihre Unterschiede aufzuzeigen.

Link zum Thema: Streaming und Ripping.

Hier zur Verdeutlichung noch einmal die beteiligten Streaming-Module:

Musik-Quelle im Netz = Musikportale, Cloud-Services
Musik-Quelle im Heimnetz = NAS
Musik-Quelle lokal = interne/externe Festplatte, USB-Stick, CD

Router = Schnittstelle (Modem) zwischen WAN (Internet) und LAN/WLAN (Heimnetz)
DHCP-Server = Verwalter der IP-Adressen (meistens im Router integriert)

Streamer (Client, Bridge, Transport) =  Holt sich die Musik von der Quelle (siehe oben)
Server (Software) = Verwaltet die Musik-Titel und versorgt uns mit Informationen über sie
Renderer = Erzeugt aus den Ethernet-Informationen (OSI-Modell) ein digitales Musiksignal
DAC = Erzeugt aus den digitalen Signalen ein analoges Musiksignal.

Vor allem die vier zuletzt genannten Module gehören zu den Geräten, die wir heute „Streamer“ oder „Netzwerkplayer“ nennen.
Wer genau hinschaut, der wird feststellen, dass wir es hier drei mal mit Modulen zu tun haben, die eindeutig der Computer- und IT-Welt zuzuordnen sind (Streamer, Server, Renderer). Und lediglich der Digital-Analog-Converter ist noch der klassischen Audio-Linie zuzuordnen.

Immer mehr Hersteller finden deshalb zu der Aussage (zurück):  Schuster, bleib bei Deinen Leisten!“ und kümmern sich je nach historisch geprägter Ausrichtung entweder um das eine oder um das andere.

Wobei der Software ROON immer mehr eine ganz besondere „Vermittlerrolle“ zukommt. Dazu später noch mehr.

Reicht nicht schon ein einfacher PC zum Rippen und Streamen völlig aus?

Alter PC

PC

Klare Antwort:  Ja!  Reicht!

Der allerbeste und teuerste Streamer/Netzwerkplayer der Welt ist auch „nur“ ein Computer!
Legen Sie Ihr Smartphone, Ihr Tablet und Ihren NAS neben Ihren PC – und Sie schauen auf vier (!) „Devices“, mit denen Sie streamen können.
Alexa, Siri, Sonos … und noch vieles mehr – alles reicht zum Streamen völlig aus.
Solange wir die Frage nach der Klangqualität aussen vor lassen.

 

Jede Kette ist so stark, wie ihr schwächstes Glied.

Kette

Um ganz ehrlich zu sein:
Damit diese Computer das klanglich schwächste Glied bilden, brauchen Sie schon eine richtig gute HiFi-Anlage, denn sie alle klingen schon erstaunlich gut!
Sobald Sie aber eine richtig gute HiFi-Anlage besitzen – scheiden viele der „Computer- und Kommerz-Lösungen“ aus.

 

 

 

Meistens sind es die praktischen Gründe, die für den Kauf einer speziellen Streaming-Komponente sprechen.

Wieso sonst kaufen wir uns denn einen Computer, ein MacBook, ein NAS, ein Tablet und (!) ein Smartphone?

Weil sie alle ihre speziellen Verwendungszwecke verfolgen und sich alle für irgendetwas viel besser eignen als die anderen Teile.
Und Personal-Computer sind nun einmal laut, groß und hässlich.  Die wollen wir nicht im Wohnzimmer haben!
Beim Smartphone wäre eine Doppelnutzung auf Dauer nervig, die Cover sind zu klein und ruckzuck ist der Akku leer.

Fazit:
Ein Computer kann das!
Ein Streamer oder Netzwerkplayer kann das besser, klingt besser, ist lautlos und sieht besser aus.
Lesen Sie diesen Bericht und finden Sie heraus, welcher Hersteller Ihre (!) Vorstellungen von einem perfekten Streaming-Gerät am ehesten trifft.

Die Probanden

SOtM sMS200-Ultra Neo (inkl. Clockeingang 1.599,- €)
Melco N1A EX-H60 (2.999,- €)
ROON-Core-Server PrimeMini 4 (1.580,- €)
Innuos Zen (2.099,- €)
Auralic Aries G1 (2.198,- €)

SOtM sMS 200 Ultra Neo Mini-Netzwerkserver

SOtM sMS 200 silber

SOtM sMS 200 silber

SOtM richtet sich mit dem sMS 200 Ultra Neo vor allem an Computer-Freaks, die sich endlich einen durch und durch audiophilen PC zum Musikhören zulegen wollen, ohne sich aber von ihren lieb gewonnenen Applikationen trennen zu müssen. 

Der sMS 200 bekommt im Idealfall seinen Strom über das hauseigene Netzteil „sPS-500“. Sollten Sie sich noch eine zweite Komponente von SOtM zulegen wollen (Switch oder Clock) , bestellen Sie das Netzteil am besten gleich mit einem Y-Kabel, dann beliefert das eine sPS-500 nämlich beide SOtM-Geräte mit stabilem Strom.

Sobald wir das Ethernetkabel eingesteckt haben (kein WLAN möglich) können wir in unserem PC/MAC-Browser „Eunhasu“ eingeben und wir befinden uns auf der Bedienoberfläche des sMS 200.

Eunhasu

Eunhasu

Hier finden wir die Icons für Roon, Squeezelite, MPD DLNA, HQ Player NAA, Shaireport, LibreSpot, MinimServer und BubbleUPnP Server!

Jede dieser Apps lässt sich sofort starten, einrichten und nutzen. (Bei manchen ist eine Lizenz erforderlich.)
Um ein Musikportal (Qobuz, Tidal) zu nutzen, müssen wir eine passende App starten (z.B. Roon).

Die Verarbeitungsqualität der Geräte ist hervorragend, das Design des Minis eher unauffällig.
Um den perfekten Klang garantieren zu können, verfügt der sMS 200 Ultra Neo über einen Eingang für eine externe Master-Clock (ebenfalls von SOtM).

Der SOtM sMS Ultra Neo ist „roon-ready“ – für eine Verwendung als ROON-Core-Server eignet er sich nicht.

Fazit:
Der SOtM sMS 200 Ultra Neo ist der perfekte, kleine, audiophile PC-Ersatz für alle, die sich mit den etablierten PC-Apps gut auskennen, sie gerne auch weiter verwenden möchten, aber mit einem speziellen Musik-PC endlich auch klanglich ganz nach oben wollen.
Zum Produkt: SOtM sMS200-Ultra Neo

Melco N-1A EX-H60

Melco N1A vorne

Der Melco N1A EX-H60 sieht sich im Gegensatz zum SOtM überhaupt nicht als PC-Ersatz. Er will Ihnen vielmehr demonstrieren, wie ein audiophiler NAS heute klingen kann.
Gönnen Sie ihm gute Kabel und schon geht die (Klang-) Sonne auf!

Zur Bedienung und Konfiguration setzt Melco auf eine eigene Software, lässt sich aber z.B. auch über den MinimServer und bald auch über Roon steuern.
Vieles lässt sich ebenfalls am Geräte-Display konfigurieren.

 

Zum Roon-Core-Server lässt er sich nicht umrüsten.
Die Qobuz- oder Tidal-Einbindung erfolgt über die Melco-App oder natürlich auch über Roon.

Der Melco N-1A EX-H60 ist eine extrem noble Erscheinung, die auf einen deutlich höheren Preis tippen lässt. 

Ist man  Besitzer eines externen Streaming-Transports (Renderer), so tut man gut daran, diesen an den „Player“-LAN-Ausgang des Melcos anzuschließen.
An diesem Ausgang lässt der Melco nämlich nur durch, was er als „Musiksignal“ erkannt hat. Alles, was diese Netzverbindung unnötig stören könnte, darf hier nicht durch.

Schließt man das optional erhältliche CD-ROM-Laufwerk (Melco D100) an, so verfügt man über eine überaus komfortable Ripping-Kombi mit einfachster Bedienung und kaum zu überbietenden Klangergebnissen.
Der Melco kann über Apple-Geräte aber auch über Android-Tablets gesteuert werden.

Fazit:
Melco ist die richtige Wahl für alle, die nach einem noblen, audiophilen Netzwerkspeicher (NAS) und einem komfortablen Netzwerkplayer suchen und Ihre CDs in maximal möglicher Qualität rippen wollen. Die Melco-Geräte verfügen über einen äußerst effektiven LAN-Filter, was sie einzigartig macht. Die Preise beginnen bei knapp unter 2.000,- € (N100) und gehen hinauf bis rund 11.000,- € (N1Z-EX-S40).
Zum Produkt: Melco N1A EX-H60

InnuOS ZEN

Innuos ZEN

Der Innuos Zen gleicht noch am ehesten dem Melco N1A.
Allerdings wartet er mit einem interessanten Design auf und er trägt das CD-ROM-Laufwerk zum Rippen von CDs gleich in sich.

Sein Bedienkonzept ähnelt jedoch eher dem des SOtM. Um ihn konfigurieren zu können, rufen wir am PC/MAC-Browser die Seite my.innuos.com auf und befinden uns dann im Menü des Zen.

Leider gibt es das zurzeit nur in englischer Sprache und manches bleibt so lange verborgen (z.B. die Qobuz oder Tidal-Einbindung) bis man an anderer Stelle etwas aktiviert hat (hier uPnP).
Da werde ich wohl mal eine kleine Anleitung schreiben müssen.

Ist alles korrekt eingerichtet, verfügen wir über einen echten „Tausendsassa“.

  • Über das integrierte CD-ROM-Laufwerk rippen wir unsere CDs auf einfachste Weise und ohne Zusatzkosten.
  • Auf der integrierten Festplatte speichern wir unsere Musikbibliothek.
  • Der Zugriff auf diese Bibliothek steht allen Geräten im Netz zur Verfügung.
  • Er ist extrem Plattform-Offen – bis hin zur Squeeze-Box-Kompatibilität.
  • Den Qobuz-, Spotify- und Tidal-Zugang richten wir direkt im Browser ein.
  • Er ist nicht nur „roon-ready“ sondern kann auch als Roon-Core-Server dienen.

Der Roon-Kern läuft zwar nur mit Einschränkungen (z.B. kein Upsampling), aber zumindest müssen wir nicht zwangsläufig noch ein Zusatzgerät kaufen, nur weil wir mal ab und zu mehr über unsere Musiktitel wissen wollen. Um den Kauf der Roon-Lizenz kommen wir aber auch mit dem Innuos natürlich nicht herum.

Fazit:
Die Innuos-Server sind die so genannten eierlegenden Wollmilchsäue, die auch noch singen, tanzen und kochen können. Sie beginnen preislich bei unter 1.000,- € (Zen Mini) und gehen hinauf bis auf 12.000,- € für den „Statement“ mit integrierter 4TB SSD.
Zum Produkt: Innuos Zen

Roon-Core-Server PrimeMini 4

PCM4AE vorne links

Die Software Roon ist einzigartig und konkurrenzlos.
Kein anderer Anbieter auf dem Markt liefert uns die Fülle an Informationen über unsere Musik, die uns Roon liefern kann.
Um aber Roon überhaupt nutzen zu können, müssen wir zwei Hürden überwinden.

 

Die erste Hürde liegt im Preis für die Lizenz. Diese schlägt mit 699,- € für die Lifetime-Version zu Buche (119,- €/Jahr) und ohne sie geht gar nichts. 

Die zweite Hürde liegt in der Tatsache, dass der Software-Kern von Roon auf einem leistungsfähigen Intel-PC liegen muss.

Eine Weile kann man sich durchaus mit seinem PC oder Laptop behelfen, aber irgendwann wird das störend und man sucht nach einer alternativen Hardware.
Die findet man z.B. im Roon Nucleus bzw. Nucleus+.

Kunden, die wissen, dass in einem Nucleus auch „nur ein Intel NUC“ steckt, stören sich an dem hohen Preis für die Komplettlösung und beschließen, sich einen solchen NUC lieber selber zu bauen.
Die Preise für diese Bausätze beginnen bei rund 300,- € für einen NUC mit i3-Prozessor.

Man braucht dann noch den Arbeitsspeicher, eine oder zwei SSDs und nach Möglichkeit ein lüfterloses und damit lautloses Gehäuse. Dann muss man nur noch das ROCK (Roon-Optimized-Core-Kit) installieren und hat so seinen selbstgebauten ROON-Core-Server.

Für alle, denen die eine Alternative zu teuer und die andere zu umständlich ist, bietet Ihnen AUDIOSAUL diesen PrimeMini 4.

Er ist der perfekte Fix-und-fertig-Roon-Core-Server zum kleinen Preis.
Natürlich kommt er mit installiertem und eingerichtetem Roon-Betriebssystem.
Er lässt sich über IOS oder Android steuern und ist ein lupenreines Roon-System ohne weitere Ambitionen.
Wer will, kann eine Erweiterung zum CD-Rippen nachinstallieren.

In der Software konfigurieren wir den Qobuz- oder den Tidal-Zugang und als Quelle für unsere Musikbibliothek akzeptiert Roon so ziemlich alles, was wir heute kennen – bis hin zum Cloud-Speicher von Dropbox.

Den PrimeMini 4 nutzen wir also als All-in-One-Gerät und bis auf einen DAC benötigt er keine weitere Unterstützung.
Was aber ganz und gar nicht bedeutet, dass er den Kontakt zu anderen Komponenten scheut.

Sie besitzen einen Netzwerkplayer  (von Melco oder Innuos)? Toll! Roon durchsucht Ihre Musikbibliothek und versorgt diese mit weiteren Informationen und Coverbildern.

Sie besitzen einen Renderer (von Auralic)? Prima! Der freut sich nämlich über die Arbeitserleichterung, die der PrimeMini 4 ihm beschert und kann sich nun voll auf das „Prozessing“, also auf das Rendern konzentrieren.

Fazit:
Der PrimeMini 4 ist der perfekte, lautlose und kostengünstige fix-und-fertig-Roon-Core-Server und er liebt es, sich mit anderen Komponenten und Marken zu vereinen. Ganz alleine kann er aber auch schon „alles“ – mit einer Softwareerweiterung sogar CDs rippen und man braucht sich außer in die ROON-App in keine weitere Software einzuarbeiten.
Er ist also die richtige Entscheidung für alle „Roon-ianer“.
Zum Produkt: ROON-Core-Server PrimeMini 4

Auralic Aries G1

Aries G1

Der Aries von Auralic ist ganz ganz weit davon entfernt, sich wie ein Computer zu zeigen. Er will weder einen PC ersetzen noch einen NAS.

 

Seine bevorzugte Zielgruppe sucht und findet er lieber dort, wo man auf den Luxus der Musikportale nicht mehr verzichten will.

Keine CDs rippen, sich nicht um Metatags kümmern, nichts katalogisieren, keine Daten sichern, keine Netzwerkspeicher installieren, nicht überlegen müssen, ob man das Album oder den Titel in seiner Sammlung hat oder nicht, jeden Tag neue Alben kennen lernen, wissen, was in der Musikszene (alle Genres!) passiert, auf Musiker  und auf Musik stoßen, die man ohne diese Portale niemals gefunden hätte, sich Playlists von anderen anhören, …

Der typische Aries-Nutzer gibt nach der Inbetriebnahme seine Zugangsdaten zu Qobuz oder Tidal ein und sucht sich von da an seine Musik aus den 40 Millionen Titeln, die diese Portale mittlerweile anzubieten haben.

Rippen oder downloaden kommt für ihn nur noch dann in Frage, wenn er eines seiner Lieblings-Alben nicht im Abo streamen kann. So besteht die lokale Bibliothek eines Aries-Nutzers in der Regel aus handverlesenen Raritäten.

Zur Inbetriebnahme schließen wir ein gutes Stromkabel und ein gutes LAN-Kabel an (WLAN möglich!!) und installieren die hauseigene App „Lightning DS“ auf unserem iPAD. (Android geht nicht!!)

Der Aries kann auch Airplay und Spotify-Connect.

Wer weder beim Klang noch beim Benutzungskomfort Kompromisse eingehen will, der sorgt dafür, dass ihm die Signale von einem guten ROON-Core-Server zugespielt werden. Diese Arbeitsteilung sorgt dafür, dass sich zwei Spezialisten jeweils auf die Aufgabe konzentrieren, die sie am besten erledigen können.

Fazit:
Der Auralic Aries ist die perfekte Komponente für alle, die überwiegend von einem Musikportal streamen wollen und für die eine lokale Bibliothek eher zweitrangig ist.
Zum Produkt: Auralic Aries G1

Zusammenfassung

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen, sich in diesem Geräte-Dschungel etwas besser zurecht zu finden und nun zu wissen, welche dieser Marken Ihnen die passende Streaming-Komponente liefern kann.

Und der Klang?

Ganz bewusst habe ich es hier vermieden, auf die klanglichen Unterschiede einzugehen. Somit können Sie sich voll und ganz darauf konzentrieren, sich die Geräte auszusuchen, die Ihnen vom gesetzten Schwerpunkt her am besten gefallen.
In unserem Studio können Sie sich dann die gewählten Produkt ausgiebig anhören und vergleichen.

Soviel sei aber gesagt:
Jede Marke hat so seine eigene klangliche Handschrift.
Und wie jede andere Komponente auch – müssen die hier vorgestellten Geräte technisch und klanglich zu den vorhandenen Komponenten passen.

Vorsicht – Inkompatibilität!?

Manchmal haben wir bei einer fehlenden Kompatibilität Glück und hören einfach nichts.
Bei den DAC von McIntosh, Audio Research und Exogal ist aber zurzeit bekannt, dass sie bei einer falschen Kombination die angeschlossenen Geräte (z.B. den Auralic Aries) beschädigen können. Informieren Sie sich also besser vorher, was geht und was nicht.

PrimeMini 4

PrimeMini 4

PrimeMini 4

PrimeMini 4

Der perfekte ROON-CORE-SERVER?  Yes!!

Lesen Sie hier, wie Sie mit dem PrimeMini 4 selbst als Computer-Laie eine Premium-Hardware-Lösung erhalten können, die fix-und-fertig konfiguriert zu Ihnen kommt und selbst in der hochwertigsten HiFi-Anlage optisch und klanglich eine richtig gute Figur abgibt.
Und dabei absolut bezahlbar ist!

Kein Zweifel –
ROON ist die Nummer Eins unter den Musik-Apps und immer mehr Hardware-Entwickler werfen das Handtuch im Wettbewerb gegen diese Software. Oder sie sind so clever, von vornherein auf ROON als Bedienungs-Software zu setzen. So findet sich denn auch kaum noch ein Gerät auf dem Markt, was nicht zumindest das „roon-ready“-Zeichen tragen würde.

roon

Den Funktionsumfang von ROON liefert keine andere App.

Nun, bei einem Preis von 699,- € für eine Lifetime-Lizenz sollte man das allerdings auch erwarten können.
Hier ein Link zur Beschreibung: https://audiosaul.de/was-ist-eigentlich-roon-und-wieso-ist-mein-neues-streaming-geraet-roon-ready/ )

Bleibt aber noch eine weitere Hürde zu nehmen, bevor man die Dienste von ROON in Anspruch nehmen kann:

Ohne einen ROON-Core-Server läuft gar nichts!

Der zwingend notwendige ROON-Core (also der Kern der Software und der Datenbank) sollte auf einem permanent im Netz erreichbaren Computer, dem so genannten ROON-Core-Server liegen.
Und zwar nicht auf „irgendeinem“, sondern auf einem Rechner mit INTEL-Prozessor.
Den haben Sie nicht?

Keine Angst – Rettung naht!

Theoretisch bietet sich zwar ein NAS (Netzwerkspeicher) dazu an, als ROON-Core-Server zu fungieren. Aber nur die wirklich teuren Geräte bringen von Haus aus die technischen Vorraussetzungen (z.B. Intel-Prozessor) mit.

NAS

NAS

Aus audiophiler Sicht gesehen ist ein NAS aber sowieso eine ziemlich schlechte Wahl.  Angefangen vom verwendeten Betriebssystem über die vielfältigen Aufgaben, die ein NAS gleichzeitig zu bewältigen hat, bis hin zu den meist sehr langen und minderwertigen LAN-Kabeln und ebenso minderwertigen Netzteilen – finden wir bei einem NAS recht wenig, was eine ausreichende Klangqualität versprechen würde.

 

 

 

Macbook

Macbook

Ähnliches gilt auch für Computer, Laptops, Macbooks, auf denen eben auch zunächst ein vollständiges Betriebssystem installiert wurde und bei denen man dann die ROON-Core-Software “huckepack” nachinstalliert hat. Hier kommt noch hinzu, dass wir oftmals über WLAN arbeiten und mangels Kabelverbindungen auch die digitalen Musiksignale per Heimnetz an den DAC transportieren (lassen) müssen.

 

 

 

Selbst spezielle Netzwerk-Player, auf denen ein eigenes Betriebssystem läuft, um die vielen vorhandenen Funktionen nutzbar zu machen, sind aus audiophiler Sicht nicht immer die idealen ROON-Core-Server.

Wer es perfekt störungsfrei haben will, der kommt nicht umhin, sich einen speziellen PC zuzulegen, der ausschließlich (!!) für den ROON Core da ist. Aber kann so etwas klingen?  Lesen Sie weiter.

ROON und INTEL

Der ROON-Core wurde in enger Zusammenarbeit mit Intel entwickelt und auf die Intel-Plattform abgestimmt.
Nur so war es möglich, das zugrunde liegende Betriebssystem (Linux) von allem Ballast zu befreien, den wir für ROON nicht benötigen.
„Was nicht da ist, kann nicht stören!“, so die Philosophie der ROON-Laboratories-Mitarbeiter.

Und so hört man tatsächlich einen Klangunterschied zwischen einem Roon-Core-Server, der allein mit dem ROCK (ROON-OPTIMIZED-CORE-KIT) aufgesetzt wurde und einem anderen, auf dem man zunächst ein Betriebssystem (Linux oder Windows) aufsetzt, um dann ROON nachträglich zu installieren.

Aber wo und wie finde ich einen geeigneten ROCK-Server?

Eine passende Hardware – nur für das ROCK – zu finden, ist einerseits ganz einfach:

Geht man auf die ROON-Seite ( https://kb.roonlabs.com/Roon_Optimized_Core_Kit ) findet man dort viele Hinweise und sogar einen Link zur nationalen Amazon-Seite, über den man sich alle benötigten Bauteile in einem Rutsch bestellen kann.

NUC

NUC

Für zurzeit rund 300,- € bekommt man also – zumindest theoretisch – den „kleinsten“ geeigneten Spezial-PC namens NUC (Next Unit Computer), den man nur noch selber zusammenbauen muss.

Die IT-Seite wäre damit gut abgedeckt – für einen audiophil angehauchten User taugt diese Lösung aber leider -so- noch gar nicht.

 

 

Stichwort: Düsenjäger

Jet

Jet

 

Der größte Kritikpunkt: Das laute Gebläse.

Ganz ehrlich – das geht so nicht!

 

 

Zwar könnte man den NUC in einen Nebenraum stellen, aber erstens müssten wir ihn dann an ein entsprechend langes LAN-Kabel anschließen und zweitens würden wir uns der Möglichkeit berauben, den NUC über den USB-Ausgang direkt an einen DAC anzuschließen … und das würde dann aus audiophiler Sicht schon richtig weh tun.

Fazit:  Wir benötigen zwingend ein lüfterloses Gehäuse.

Aber ein gutes! Denn der Prozessor bekommt bei ROON schon richtig was zu tun und wird entsprechend heiß.
Schön wäre es natürlich, wenn es vom Design her gefällig wäre, denn es soll ja im Wohnzimmer stehen und die Verarbeitung sollte natürlich auch gefallen.

Ich weiß zwar nicht, was Ihr Apotheker empfiehlt, aber ich glaub, ich hab da was für Sie!  🙂

Warten wir es ab.

Stichwort: Netzteil

Bei einem Verkaufspreis von um die 300,- € geht das ja gar nicht anders, als dass man ein Standard-Netzteil für wenige Euro mitgeliefert bekommt. Aber wenn der NUC damit nicht gut klingt, dann brauchen wir ihn doch eigentlich auch gar nicht, oder schließen wir etwa ein teures, audiohiles Netzteil an einen NUC an?

Das wird alles zu teuer!

300,- € für den NUC, noch mal 200,- € für eine größere SSD, 500,- € für ein gutes lüfterloses Gehäuse und 300,- € für ein besseres Netzteil  …
und dann soll ich das alles auch noch selber zusammenbauen und installieren müssen?
Und wenn irgendwas nicht funktioniert, schiebt der eine Händler die Schuld auf den anderen?
Mhhh.

Aber wenigstens billiger als die fertigen HiFi-Lösungen!?

Zugegeben – sobald wir einen ROON-Core-Server aus dem HiFi-Bereich erwerben wollen (der dann auch nur eine NUC-Platine beherbergt), liegt der dann schnell bei 2.000,- € und drüber. Und man fragt sich, was denn da wohl gemacht wurde, um einen besseren Klang aus der selben Platine zu holen. So gesehen lohnt es sich dann doch wieder, eine Bastelstunde einzulegen und beim Installieren wird schon irgendjemand helfen können, oder?
Lesen Sie unbedingt weiter!!!

Sinn und Zweck dieses Berichts

Ich hätte mir doch nicht die Mühe gemacht, wenn ich nicht eine brauchbare Lösung für einen perfekten ROON-Core-Server parat hätte, oder!?
Hier ist sie:

AUDIOSAUL liefert Ihnen den perfekten ROON-CORE-SERVER  fürs Wohnzimmer, den PrimeMini 4 (PM4)

Prime Computer Logo hell

 

Ein echtes „Schmuckstück“ aus der Schweiz von einem aufstrebenden und auf Nachhaltigkeit bedachten Hersteller namens Prime Computer. Der übrigens so sehr von der Qualität seiner Produkte überzeugt ist, dass er die Garantiezeit auf 5 Jahre (Garantiebedingungen) heraufgesetzt hat.

 

Hier ein paar Fotos:

 

Zum Gehäuse:

Eine Schweizer Präzisionsarbeit, die dafür gedacht ist, in industriellen oder schwierigen Umgebungen auch einmal eine sehr robuste Behandlung wegstecken zu können. Lüfterlos, lautlos, robust, kompakt, leistungsstark und aus einem Stück Aluminium aus dem Vollen gefräst!

Zum Motherboard:

Da die gewünschte Robustheit und Betriebssicherheit mit dem Consumer-Board nicht zu erreichen waren, findet beim PM4 alleine die Business Board-Version (NUC7i3DN/NUC7i7DN)  Verwendung. Nur damit konnte gewährleistet werden, dass dieser PC über Jahre hinweg störungsfrei und zuverlässig seinen Dienst versieht.

Zum Prozessor:

Hier haben Sie die Wahl zwischen
Intel i3-7100U für Bibliotheken bis zu 100.000 Titeln und einem hervorragenden Klang.
Intel i7-8650U für größere Bibliotheken, Multiroom-Fähigkeiten, aufwendige Upsampling-Aufgaben und Spitzenklang.

Zum Arbeitsspeicher:

8 GB DDR4-2400MHz Arbeitsspeicher (die von ROON für das ROCK empfohlene Größe)
(bis zu 32 GB möglich)

Hinweis:
Das Board hat zwei Steckplätze für die Arbeitsspeichermodule. Die Nutzung von 2 RAM-Modulen (Dual-Slot) bringt Ihnen eine Performance-Verbesserung um etwa 10%.

Zur OS-Festplatte:

250 GB Samsung EVO SSD
(bis zu 1TB Samsung m.2 Pro möglich)

Zur Datenfestplatte

Ihre Musik speichern Sie am besten auf einer Samsung EVO SATA-Festplatte, die wir Ihnen in unserem Shop bis zu einer Kapazität von 2TB anbieten. Selbstverständlich können Sie Ihre Musik aber auch von einer externen Festplatte oder einem Netzwerkspeicher streamen.

WLAN / Bluetooth:

Ohne

Hinweis:
Falls Sie keine Möglichkeit haben, den PM4 über LAN anzuschließen, können Sie ihn optional auch mit einem Betriebssystem (Windows oder Linux) bestücken, wodurch die Schnittstellen unterstützt werden und dann den ROON-CORE in der passenden Version installieren.

Mögliche Betriebssysteme:

  • Ohne
  • ROCK (zur alleinigen Nutzung des ROON-Optimized-Core-Kits)
    Auf Wunsch bereits inkl. Erweiterungs-Manager und CD-Ripper  installiert und konfiguriert.
  • Windows 10 Home
  • Windows 10 Pro
  • Linux Ubuntu

Mögliche Optionen zur Stromversorgung:
(Angaben von INTEL= 12-24V, max. 10A)

  • Standard-Netzteil (19V, 3,45A)
  • BOTW SBOOSTER (19V, 2,25A) – nur für i3 geeignet
  • KECES P3-DUAL (16V, 3A) – nur für i3 geeignet
  • KECES P8-Single (20V, 8A) – – andere Spannungen wählbar
  • KECES P8-DUAL (2x 19V, 4A) – andere Spannungen wählbar
  • Progressive Audio PSU One (19V, 5A) – andere Spannungen wählbar

ROON Lizenz:

  • Ohne
  • Inkl. Jahreslizenz
  • inkl. Lifetime-Lizenz

Zu den Geräte-Preisen:

Beurteilen Sie selbst:
PrimeMini 4
mit Intel i3, 8GB RAM, 250 GB SSD und vorinstalliertem ROCK = 1.075,- €
mit Intel i7, 8GB RAM, 250 GB SSD und vorinstalliertem ROCK = 1.650,- €

Hier geht es zum Produkt in unserem Shop.

Lieferumfang:
ROON-CORE-SERVER PM4 in der gewählten Ausstattung (i3 oder i7)
Bedienungsanleitungen/Datenblatt

 

Audio Analogue Puccini Anniversary vs. Symphonic Line RG14 MK5 Edition

Audio Analogue Puccini Anniversary vs. Symphonic Line RG14 MK5 Edition

Audio Analogue Puccini Anniversary vs. Symphonic Line RG 14 MK5 Edition

Audio Analogue Puccini Anniversary vs. Symphonic Line RG 14 MK5 Edition

In meinem Bericht „Audio Analogue Puccini Anniversary vs. Symphonic Line RG 14 MK5 Edition“ geht es um den Vergleich zwischen zwei Brüdern im Geiste, die doch unterschiedlicher nicht sein können.
… sollte man meinen.

Zwei Vollverstärker in der 4.000,- €-Klasse.

Italienischer Chic gegen deutsche Zuverlässigkeit?

Lassen Sie sich überraschen!
… aber am Ende wird dies hier wohl ein Bericht über …

Stolz und Vorurteile.

(… frei nach Jane Auston.)

SL_AA_vorne

SL_AA_vorne

Wer die beiden Kontrahenten – vielleicht sogar ihre Historien – kennt, der muss zwangsläufig zwei unterschiedliche Klangbilder erwarten, geboren aus unterschiedlichen Klangphilosophien, unterschiedlichen Sichtweisen, unterschiedlichen Kulturen.

Der eine Amp kommt nämlich aus Duisburg,

Duisburg

Duisburg Landschaftspark Nord

 

… der andere aus der Toskana

Toskana

Toskana

… bringt aber noch nicht die Entscheidung, oder?   🙂

Dem einen Entwickler sagt man nach, gut klingende Präzisionswunder erschaffen zu können, der andere ist dafür bekannt, musikalische „Schöngeister“ zu kreieren, die die Musik mit Leib und Seele verstanden haben.
Beide blicken auf Zeiten zurück, zu denen sie ihre voneinander abweichenden Klangziele zum „Sound des Hauses“ ernannten.
Und so sitze auch ich heute wieder vor diesen beiden Konkurrenten und erwarte einen kontroversen Schlagabtausch, getrieben von abweichenden Meinungen, bei dem jede Partei darauf bestehen wird, auf der einzig richtigen Seite zu stehen.

Und ich stelle mich darauf ein, am Ende meines Berichtes eine Beschreibung nach dem Motto abliefern zu müssen, dass der eine eben in der einen und der andere in der anderen Disziplin besser dasteht.
Doch überraschenderweise entpuppen sich meine Erwartungen als reine 

Vorurteile – Vorurteile – Vorurteile 

… und dazu als völlig haltlose!

Die tatsächlich zutreffende Aussage über diese beiden Verstärker muss wohl eher lauten:

Das selbe Ziel

Das selbe Ziel – Musik!

Beide Entwickler haben sich am selben Ziel getroffen.
Und es ist nicht mehr relevant, welche unterschiedlichen Wege sie genommen haben.

 

 

 

 

Und so kommt es, dass selbst eingefleischte Symphonic Line-Freaks ganz sicher auch Freude an dem Verstärker von Audio Analogue haben dürften und umgekehrt. Und trotzdem unterscheiden sie sich nicht nur optisch voneinander.

Schauen wir uns erst einmal die Fakten an:

Das Gehäuse der Beiden ist grundsätzlich ähnlich (Standardbreite, -höhe, -tiefe), das Design ist dann aber doch verschieden. 

Der Symphonic Line RG14 wartet auf der Front mit den wahrlich klassischen Bedienelementen auf:
Ein-/Ausschalter, Eingangswahlschalter, Aufnahmewahlschalter (Stichwort Hinterbandkontrolle), Lautstärkeregler.

Symphonic Line RG14 MK4 Edition vorne

Symphonic Line RG14 MK5 Edition vorne

Den Audio Analogue Puccini ziert auf der Front lediglich in der Mitte ein großer, runder Ein-Ausschalter, der gleichzeitig als Lautstärkeregler und Eingangswahlschalter dient.

Audio Analogue Puccini vorne

Audio Analogue Puccini vorne

Beide lassen sich komfortabel über eine Fernbedienung steuern.

SL_AA_FB

SL_AA_FB

Bei den Anschlüssen tun sich ein paar kleinere Unterschiede auf. Beim RG14 MK5 Edition gibt es einen umschaltbaren Phonoeingang (MM/MC) mit der Möglichkeit, die Anpassungen per Zusteckadapter (Cinch) vorzunehmen. Es folgen vier Eingänge, der Eingang für die Hinterbankontrolle und der Pre-Out, durch den der RG14 zur Vorstufe “degradiert” wird. Die Lautsprecher-Terminals stammen aus dem Hause WBT aus Essen.

Symphonic Line RG14 MK4 Edition hinten

Symphonic Line RG14 MK5 Edition hinten

Audio Analogue Puccini hinten

Audio Analogue Puccini hinten

Der Puccini zeigt uns von außen deutlich, dass er komplett symmetrisch aufgebaut ist. So befindet sich der Stromanschluss in der Mitte. Von dort ausgehend finden wir vier unsymmetrische und einen symmetrischen Eingang. Logischerweise sitzen dann die beiden sehr stabilen und leicht bedienbaren Lautsprecherterminals.
Intern wird so einiges über einen Prozessor gesteuert. So bietet der Puccini z.B. die Möglichkeit, unterschiedliche Lautstärke-Kurven zu verwenden, um für ziemlich jeden Lautsprecher mit noch so unterschiedlicher Empfindlichkeit einen linearen Pegelanstieg zu ermöglichen.

Der Puccini bringt 15,5 kg auf die Waage, der RG 14 ist mit 13 kg etwas leichter.
Die Italiener geben eine Leistung von 160 Watt an 4Ohm an, der Duisburger wird mit 175 Watt am selben Widerstand beziffert.
Sollte jemandem irgendetwas fehlen, bietet Audio Analogue weitere Komponenten wie eine hervorragende Phono-Vorstufe an und Rolf Gemein erweitert den RG14 auf Wunsch um einen XLR-Eingang.

SL_AA_seitlich

SL_AA_seitlich

Der Puccini ist vor 20 Jahren in einem dreistelligen Preissegment gestartet und Audio Analogue hat das Kunststück vollbracht, nicht nur den Preis, sondern vor allem auch den Gegenwert und die Klangqualität im Laufe der Historie erheblich anzuheben.

Mit anderen Worten:  Außer der Bezeichnung – haben das ehemalige Ursprungsprodukt und der aktuelle Puccini Anniversary nicht viel miteinander zu tun.

Audio Analogue Puccini Gravur

Audio Analogue Puccini Gravur

Das sieht beim RG14 etwas anders aus. Er war von Beginn an entwickelt worden, um Menschen zu beweisen, dass es sich durchaus lohnen kann, sich dem Mainstream zu verschließen und sich nach individuellen Meisterstücken aus deutscher Fertigung umzusehen. 

Sicher – auch Rolf Gemein hat die Zeiten mitgemacht, in denen es in der High-Fidelity um den Kampf der unterschiedlichen Klangphilosophien ging wie im Mittelalter um Religionen. Aber auch er hat sich nicht nur dem Wandel willig unterzogen, sondern gar die Weichen dafür mit gestellt, dass es heute im High-End-Bereich nicht mehr darum geht, mit einem „Haus-Sound“ auf Kundenfang zu gehen, sondern darum, dem Kunden den Weg hin zur natürlichen Musik zu ebnen.

Doch kommen wir endlich zu der Frage:

„Wie klingen sie denn jetzt eigentlich?“

Um Ihnen einen Eindruck davon vermitteln zu können, ob und wie sich diese beiden Amps klanglich voneinander unterscheiden, musste ich ein paar außergewöhnliche Aufnahmen verwenden. Gerne will ich Ihnen mehr darüber erzählen, wieso gerade diese Stücke für mich so aussagekräftig und deshalb für einen Hörtest so gut geeignet sind.

Il Trovatore, Verdi, Act IV, Scene 1, Timor di me? D´amor sull´ ali rosee, Living Stereo, Leontyne Price, aus dem Jahre 1961.

Hierbei handelt es sich um eine meiner Lieblings-Arien. Übrigens eines der wenigen Stücke, die ich von der Price für glaubhafter und einfühlsamer interpretiert halte als von der Callas.
Eine Arie, die mir das Herz zerreißen kann („Die Schmerzen, die Schmerzen meines Herzens …“).
Ich atme wie die Price, ich leide wie die Price.

Starten Sie den Titel und stellen Sie sich darauf ein, örtlich und zeitlich in eine andere Welt versetzt zu werden. Es ist sicher gut, die Oper und die Szene zu kennen, aber es macht auch gar nichts, wenn es nicht so ist und Sie sich einfach in irgendeinen Konzertsaal dieser Erde entführen lassen und darüber staunen, wie gut die Aufnahmetechniken Ende der 50-er und Anfang der 60-er gewesen sind.
Es soll übrigens die Behauptung geben, Verdi hätte diesen Titel ganz speziell für die Price geschrieben. Dann allerdings muss er wohl eine gut funktionierende Glaskugel besessen haben. 🙂

Ich höre Verdi über den Puccini:
Der Puccini macht diese Frau vier, fünf Jahre älter (sie ist von 1927, hier also 33-34 Jahre alt), reifer und lässt sie gesanglich etwas weiter fortgeschritten erscheinen.
Über den RG 14 bin ich dichter bei ihr, sie hat drei-vier Kilo weniger auf den Rippen und wirkt einen Hauch präsenter, lebendiger.

Über den Puccini habe ich also mehr den Eindruck, bei der Aufführung der Oper mit Kostümen und der kompletten Szenerie samt Schauspielerei live dabei zu sein, mit dem RG 14 glaube ich eher an eine reine Aufnahmesituation.

Ein leichtes Timbre bekommt beim Puccini mehr Volumen, mehr Schmelz und ich glaube, der Sängerin in den Mund schauen zu können; zu sehen, wie sie ihre Zunge formt und ich kann schon vorausahnen, wie kurz darauf ein Ton aus ihrem Brustkörper durch ihren Hals nach oben steigt, um danach mein Zimmer mit einer wunderschönen klaren Stimme zu füllen.

Wieder erwische ich mich bei den besonders hoch gesungenen Passagen, dass meine immer noch tief in mir steckenden Vorurteile mich glauben lassen, dass das gleich mit dem RG14 einen Tacken „präsenter“ werden könnte. Und ich frage mich, ob „präsenter“ dann auch einhergehen wird mit „härter“.

Doch gleich nach dem Umschalten muss ich mich bei ihm entschuldigen.

Der RG14 macht diese hohe Frauenstimme keineswegs härter und nicht unangenehmer, er bringt uns einfach nur sagenhaft authentisch mit dieser Ausnahme-Sängerin räumlich zusammen.

Es gelingt ihm aber keineswegs, den Puccini als den Verstärker mit dem „wärmeren“ Klangbild abzustempeln, um damit die ganze Kiste voller Vorurteile über ihn auszuschütten, die man gerne abfällig mit der Bezeichnung „warmes Klangbild“ verbindet.

Hier gibt es dieses „Schubladendenken“ definitiv nicht mehr.

Ich höre dieses Stück immer und immer wieder vollständig durch. Der RG14 versetzt mich eine Winzigkeit glaubhafter in diesen Konzertsaal, aber nicht als Teil der Oper. Der Puccini zeigt mir deutlich, wieso ich dieses Stück von der Price gesungen lieber höre als von der Callas, Netrebko oder Tebaldi. 

Am Ende entscheidet eine einzige Feststellung -für mich persönlich- diesen Vergleich:

Beim RG 14 sitze ich gerade da und ich frage mich, ob ich nicht mal ein anderes Lautsprecherkabel probieren soll, beim Puccini will ich, dass alles so bleibt.

Damit steht es ganz knapp:

1:0 für den Puccini!

Ich trenne mich von der Oper und auch komplett von der Klassik. Wenn dieses Stück mir keine eindeutige Entscheidungshilfe bringt, dann brauche ich an dieser Stelle gar nicht weiter zu suchen.

Keith Jarret, natürlich das „Köln-Conzert“.

Dieses Stück eignet sich ganz hervorragend dazu, heraus zu finden, ob eine HiFi-Anlage Musik „verstanden“ hat oder uns frei nach Loriot einfach nur „ein Klavier, ein Klavier“ präsentiert.

Die Lacher zu Beginn (Keith spielt die Pausenmelodie des Hauses) sind viel genutzte „Beweise“ für eine highendige Wiedergabe – in vielen kommerziellen Anlagen hört man davon einfach nichts, aber für mich sind die kompletten ersten drei Minuten lediglich eine Einstimmung in das, was dann folgt.

Nach der kurzen „Pause“ bei 3:00 trifft mich Keith Jarret psychisch und physisch an der richtigen Stelle und lässt mich die Welt um mich herum vergessen.
Zu oft habe ich dieses Stück bereits in absoluter Perfektion gehört. Ich weiß, dass es funktioniert und dass es möglich ist. Also mag ich es nicht, wenn eine Anlage mir diesen Titel versaut.

Manchmal klingt es verhangen. Dann spielt Keith ganz weit weg und man hört fast nur das Holz des Bösendorfers und ich ärgere mich darüber, nicht weiter vorne zu sitzen. Alles klingt, als würde sich eine Mittelohrentzündung ankündigen und Sie können sich sicher vorstellen, wie sehr ich mich auf so etwas freuen würde.

Manchmal klingt es so dynamisch, präzise, detailversessen und ungestüm, als hätte jemand vor, aus diesem Titel eine Filmmusik zu machen. Für eine Szene, in der gerade geritten oder jemand gejagt wird. Aber ohne Rücksicht darauf, dass dieser Titel musikalisch überhaupt nicht zu solch einer Szene passen würde.

Manchmal klingt alles aufgedunsen, geradezu feierlich und künstlich geschönt. Jeder einzelne Klavierton erweckt dann den Eindruck, als hätte man ihn kunstvoll in Weihnachtspapier verpackt, um seinen Wert zu erhöhen.

Manchmal stimmt das Timing überhaupt nicht, dann wird es zu schnell gespielt oder zu langsam. 

Manchmal klingt das Klavier einfach nur „plärrig“ und dann wieder dumpf.

Wer auch immer der Meinung ist, zwischen Verstärkern könne es überhaupt keine Klangunterschiede geben, der sollte sich diesen Titel intensiv anhören. Nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit der Phantasie, mit dem Bauch, mit seinem Herzen.

Wer keinen Zugang hat zu dieser Musik, der wird sowieso nur ein Klavier hören. Das wird ihm aber auch schon mit einem 300,-€ teuren Verstärker an Opas alten Boxen gelingen.

Jetzt dürfen wir gespannt sein, wie sich hier der Puccini vom RG 14 unterscheidet und ich kann nur jedem empfehlen, sich genau solch einen Titel auszuwählen, um seinen persönlichen Favoriten zu finden.

Beide Amps fühlen sich bei diesem Titel pudelwohl und stellen unter Beweis, dass sie alles verstanden haben und alles aufbieten können, was nötig ist, um einer aufgezeichnete Musik in unserem Hörraum wieder zu neuem Leben zu verhelfen.

Bei der Wiedergabe der Details wetteifern sie darum, wer hier die meisten Feinheiten offenbaren kann. Das Arbeiten mit den Pedalen, das Mitsummen, das Stampfen auf den Bühnenboden, das Ausschwingen, das Abbremsen, die Ausbreitung der Töne in den Konzertsaal hinein.

Alles schaffen die beiden Amps in perfekter Manier. Völlig unmöglich, einen Sieger zu küren.

Wieder muss ich mich auf etwas anderes konzentrieren, als darauf, unbedingt Klangunterschiede ausfindig machen zu wollen.

Ich gebe mich der Musik hin und höre einfach nur.

Auf einmal fällt mir folgendes auf:

Keith Jarret wollte anfangs das Konzert absagen, weil es sich nicht um einen Konzert-Flügel, sondern „nur“ um einen Schul-Flügel handelte. Zwar ein Bösendorfer, aber eben nicht das, was Keith erwartet hatte.

Tag und Nacht hat er an diesem Instrument verbracht und sich erst kurz vor dem Konzert für einen Auftritt entschieden.

Mit dem Puccini vergesse ich es immer wieder. Über ihn bin ich überzeugt davon, einen echten Konzertflügel zu hören, denn der Klang dieses Instruments ist überwältigend.

Der RG14 schafft es, mich genau so für diesen Titel zu begeistern, aber irgendwie lässt er noch „Luft nach oben“. Gerade so, als wolle er mir mitteilen, dass ich da zwar gerade ein außergewöhnliches Konzert erlebe, aber der Klang des Flügels hätte noch perfekter sein können.

Keine Ahnung – ob das so richtig ausgedrückt ist, aber angesichts der realen Geschichte, ist der RG14 hier einen Hauch dichter an der Wahrheit und damit zieht er mit dem Puccini gleich.

1:1

Ich spiele James Blake (Limit to your love).

Hierbei handelt es sich um eine „moderne“ Musik, für die künstlich erzeugte Töne, vor allem künstlich erzeugte Bässe unverzichtbar sind. Künstlich erzeugte Räume und künstlich verfremdete Stimmen. 

Mit einem solchen Titel ist es unmöglich heraus zu finden, ob eine Anlage „natürlich“ klingt.

Aber ich kann herausfinden, ob ein Verstärker im Bass übertrieben „schiebt“, um Kunden für sich zu gewinnen, ob er sauber arbeitet oder nur fürchterlich „drückt“, ob sich im Tiefbass noch Strukturen abbilden, oder ob der Bass so dominiert, dass die Mitten und Höhen darunter leiden.

Natürlich ist das alles auch immer eine Frage des Lautsprechers. Was der nicht kann, bringt ihm auch der beste Verstärker der Welt nicht bei.

Aber ich nutze hier die Extreme III von Progressive Audio und sie wird bei einem solchen Hörtest zum gewünschten neutralen Monitor, fast möchte ich sagen, zu einem Messinstrument.

Und zwar deshalb, weil die Extreme 3 von viel zu „schwammig“ bis „furztrocken“ einfach alles beherrscht, was die Titel beinhalten und die Elektronik zu liefern vermag.

Leicht wäre hier eine Bewertung, wenn sich ein Amp einen echten Ausreißer erlauben und etwas produzieren würde, was erkennbar falsch und unangenehm klingt. Doch beide Amps tippen sich bei meinem Wunsch an die Stirn und verweisen sowohl auf die Preisklasse als auch auf die lange Historie, die sie hinter sich haben. Mit den von mir beschriebenen Fehlern gäbe es sie ganz sicher beide schon lange nicht mehr.

So bleibt mir bei diesem Titel nur der Hinweis darauf, dass sich die „Szene“ unterschiedlich präsentiert. Mal meint man, bei dem einen ein wenig mehr die „Sägezahn-Charakterisk“ heraus zu hören, dafür bei dem anderen mehr Dreidimensionalität festzustellen. Tatsächlich wird die räumliche Tiefe, in der die Subbässe produziert werden, unterschiedlich zu sein. Doch was ist hier richtiger und was falscher?

Ich setze einfach mal an dieser Stelle meinen Referenzverstärker, den A901 von Progressive Audio  ein, kann aber nur feststellen, dass der die Verortung der Töne noch wieder etwas anders vornimmt.

So bleibt mir an dieser Stelle nichts anderes als beiden Amps einen Punkt dafür zu geben, dass sie der Versuchung widerstehen, mit einem „bombastischen“ Bass auf Kundenfang zu gehen und sich stattdessen darauf konzentrieren, das, was aufgenommen worden ist, so natürlich wie möglich darzustellen. Und wenn der Künstler gar nicht mit Natürlichkeit arbeitet, dann kommt auch das sehr glaubhaft herüber.

Zwischenstand:

2:2

Nach diesen drei Titeln wird mir eines klar:

„Normale Musik“, also die, die nicht mit außergewöhnlichen Herausforderungen aufwartet, die eignet sich überhaupt nicht dafür, zwischen diesen beiden Verstärkern Klangunterschiede heraus zu arbeiten und einen von ihnen als den besseren Verstärker zu beschreiben.

Ein 2:2 ist aber irgendwie auch nicht befriedigend, oder?

Ein 2:2 suggeriert, dass beide Verstärker identisch klingen, was nicht der Fall ist. Im Fußball kann es ja auch sein, dass die eine Mannschaft 90 Minuten gestürmt, die andere nur verteidigt und gerade einmal zwei Konter hingelegt hat. Trotzdem haben beide gleich – zwei Tore geschossen.

Karl Jenkins “The armed man”

Um noch einen letzten Versuch zu starten, wechsle ich zu Karl Jenkins Messe „The armed man“ und ich spiele den Titel „Benedictus“.

Fast 4 Minuten lang hören wir Streicher (Orchester und Solo) und können uns wunderbar die Unterschiede in den Klangfarben und im abgebildeten Raum präsentieren lassen. Jeder bekommt die Möglichkeit, sich seinen Favoriten auszusuchen, ohne dass man von Qualitätsunterschieden sprechen könnte.

Dann setzen die ersten, zarten Chorstimmen ein und auch hier können wir unseren persönlichen Geschmack befragen und entscheiden lassen.

Das wird nach 5 Minuten und 24 Sekunden schlagartig anders.

Von hier an hören wir, dass der Aufnahmeleiter an seine Grenzen gestoßen ist. 

Wer dieses Stück einmal live erleben durfte, der wird es ihm nachsehen. Ich habe es einmal mit 5 großen Chören und vollem Orchester erleben dürfen und kann nur sagen, dass auch meine Ohren an dieser Stelle überfordert waren.

Es wird laut. Einem Kanonenschlag folgt der Einsatz aller Chöre.

Das ist einerseits überwältigend, andererseits überfordert es Mensch und Technik gleichermaßen und man ist froh, wenn dann bei 06:10 das Fortissimo sein Ende findet. Zumindest geht es mir so.

Aber gerade deshalb wähle ich dieses Fortissimo. Wie werden sich die beiden Kontrahenten hier am Ende schlagen? Muss ich die Lautstärke anheben, um Unterschiede erzeugen zu können?

Die Antwort dürfte typisch für diesen Bericht sein und ich finde sie extrem aufschlussreich.

Ich beginne mit dem Puccini und der scheint mir sagen zu wollen, dass er gleich seinen großen Bruder holt.

Irgendwie sagt er mir: „Hey! Ich bin nur der Puccini! Wenn Du gerne so etwas Extremes hörst, dann versuch doch mal den Maestro!“.

Um mir die geballte Kraft aller Chöre und des Orchesters in mein Wohnzimmer zu bringen, reicht die Kraft hier nicht aus. Nichts anderes hatte ich erwartet.

Und so brachte mir auch der Umstieg auf den RG 14 absolut überhaupt kein abweichendes Ergebnis. Auch er schreit hier nach seinen großen Brüdern, die ja reichlich vorhanden sind.

Interessant war jedoch zu hören, wie unterschiedlich die beiden das erkannte Problem meistern.

Der Puccini versucht, jeder einzelnen Chorstimme Volumen zu geben und so nähert er sich in erstaunlicher Art und Weise dem, was ich auch live in der Kirche gehört habe.

Der RG 14 MK 5 schafft es dagegen besser, die einzelnen Stimmen und damit auch die Chorbereiche voneinander zu trennen. Das am Ende mit zunehmender Lautstärke unvermeidbare „verschmieren“ der Stimmen und Chöre setzt eine Winzigkeit später ein. Dafür fehlt aber in solchen Momenten dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, es sei weniger harmonisch und doch schlägt Rolf Gemein hier einen anderen Weg ein, um das gleiche Problem zu lösen.

Zu 100% bekommen es beide Amps – wie erwartet – nicht gelöst, denn auch ihnen gelingt es nicht aus einer schlechten eine gute Aufnahme zu machen. Aber sie schaffen es alle beide, den “schwarzen Peter” an die Lautsprecher weiter zu geben. Denn um diese Kraft der vielen Chöre auch bei extremen Lautstärken immer noch so sauber wie es nur geht abzubilden, braucht es einfach eines Lautsprechers, der genau in solchen Klangmomenten in der Lage ist, seinen hohen Preis zu rechtfertigen. Hört man sich Benedictus z.B. über eine aktive Pearl (32.000,- €) von Progressive Audio an, gibt es keinen Qualitätsabfall mehr zwischen leise und laut gespielt.

Fazit:

Wer sich die Frage stellt, wie viel man wohl mindestens für einen kraftvollen und kompromisslos auf High-End-Klang gezüchteten Vollverstärker ausgeben muss, dem geben diese beiden Premium-Amps eine klare Antwort:  “4.000,- €”.

Audio Analogue Puccini Anniversary

Der Puccini überrascht mit seinem für diese Preisklasse herausragenden Gespür für Feinheiten, Takt und Klangfarben. Den meisten Käufern dieses Amps wird wohl am ersten Abend nach dem Kauf durch den Kopf gehen: “Endlich Musik!”.
Und ich kann Ihnen versprechen:  Da ist so viel Musik, dass Sie sofort nach den Kompromissen suchen werden, die man eingehen musste, um diese überzeugende musikalische Leistung möglich zu machen.
Doch die werden Sie nicht finden. Mit dem Puccini macht es ungeheuer viel Freude, einen Titel nach dem anderen zu hören und endlich auch zu verstehen, was der Komponist und die Musiker einem “sagen” wollen. Gleichgültig in welchem Genre Sie sich auch zuhause fühlen, wenn in den gespielten Titeln Musik steckt, dann findet sie der Puccini. Auf Kraft, Druck, Präzision, Lebendigkeit und das Gespür für die richtige Dosierung können Sie sich beim Puccini ganz sicher verlassen.

Symphonic Line RG14 MK5 Edition

Der RG 14 in der MK 5 Edition überrascht mit der unglaublichen Selbstverständlichkeit, mit der er das Volumen und die Kraft eines jeden Tons reproduziert und mit der er jede Bühne dieser Welt im Originalformat vor uns aufbaut.
Die Art wie er musiziert, wirkt dabei so leicht, kontrolliert, blitzschnell und beschwingt, dass er in uns zwei Fragen erzeugt:
“Wie macht der das nur?” und
“Wiese können das die anderen nicht?”.
Wer eine Zeit lang mit dem RG 14 Musik gehört hat, dem wird der klangliche Vorsprung zu den meisten anderen Amps in diesem Preissegment so unverständlich scheinen, dass er glauben muss, ihm hätte Rolf Gemein aus Versehen einen RG10 (6.800,- €) in das Gehäuse gebaut.

Die Entscheidung zwischen den beiden wird nicht einfach – aber wer sie sich gut aufgewärmt anhört, der wird dennoch ganz sicher seinen persönlichen Favoriten finden.
Vielleicht fällt die Entscheidung am Ende auf Grund des symmetrischen Aufbaus beim Puccini oder weil es den RG 14 auch in Aranja (einem dunklen Chrom) gibt,
… weil der RG14 einen Phonoeingang hat,
… weil er einen Monitorschalter (für die Hinterbandkontrolle) mitbringt.

Oder einfach, weil man einen von beiden “schöner” findet. 
Und wenn das alles nicht hilft, werfen Sie doch einfach eine Münze oder lassen Sie Ihre Frau entscheiden.  🙂

Unverzichtbar – ein Hörvergleich!

So oder so werden Sie wohl den “Hörtest-Weg” gehen müssen.
Aber bitte tun Sie dies fernab vorherrschender Vorurteile und freuen Sie sich nach der getroffenen Entscheidung auf eine ordentliche Portion Besitzerstolz.

Stolz statt Vorurteile.

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Falls Sie weitere Fragen zu den Produkten dieser beiden Hersteller haben sollten, rufen Sie uns einfach an (0208-671424), senden Sie uns eine E-Mail  oder klicken Sie unten rechts auf den Whatsapp-Button.  Vielen Dank!

 

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Der Bericht „Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?“ ist der zweite Teil meiner Artikel über dieses außergewöhnliche HiFi-Zubehör. In meinem Artikel  Arakas – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen … habe ich bereits ausführlich über die Hintergründe und mein erstes Zusammentreffen mit Herrn Grunewald (dem Entwickler des ARAKAS-Systems) berichtet.
Nach dem ersten Treffen dauerte es etwa zwei Wochen, bis mich Herr Grunewald erneut besuchte und mir mein erstes Set für unser Studio auslieferte.
Und ich kann Ihnen versichern, dass mich in diesen zwei Wochen massive Zweifel geplagt haben. Waren die Spiegel wirklich so gut? Hatte ich mich manipulieren lassen? War es klug, mich für so ein Voodoo-Zeug so weit aus dem Fenster zu lehnen?

Hatte mich das Ergebnis damals einfach nur viel zu stark überrascht?

Nun, überraschen – konnten mich diese Spiegel ganz sicher nicht wieder. Eher wurde ich heute von einer hohen Erwartungshaltung gelenkt, die eigentlich nie gut ist. Oft ist man dann über etwas eigentlich Gutes trotzdem enttäuscht, weil man sich ja irgendwie noch viel mehr erhofft hatte.

Nun gut – ich kann es kurz machen.

Es dauerte nur wenige Minuten, um wieder hören zu können, welchen Zauber die Arakas Akustischen Spiegel in meinem Raum verbreiten können.
Kurz und knapp beschrieben stellte sich wieder folgendes ein:
Die Spiegel verbessern die Ortbarkeit und führen zu einer exakteren Fokussierung. Größenverhältnisse werden authentischer dargestellt, der Raum zwischen den Musikern wirkt glaubhafter und realistischer. Es erscheint einem so, als seien deutlich mehr Details zu hören, die einem aber weniger auffallen, weil sie so „natürlich“ und „selbstverständlich“ wirken.

Einfach hinstellen und fertig?

Ganz so einfach ist es nicht.
Es ist nun einmal die eine Sache, sich z.B. einen Oszilloskopen zu kaufen und die andere, damit auch was anfangen zu können.

Und genau um dieses Thema kreisten seit zwei Wochen meine Gedanken, Ängste und Fragen:

Wo genau müssen die Spiegel stehen und wieso?
Wie richte ich die Arakas auf den Boxen aus?
Wie viele Aufsteller brauche ich überhaupt?
Und was verändert sich eigentlich, wenn ich alles richtig oder alles falsch aufstelle?

Viele „Hilfsmittel“ hatte man mir schon vorgeführt. Und immer ging es darum, die Musik einfach „besser“ klingen zu lassen, ohne eine Erklärung dafür mitzuliefern, wie genau sie denn jetzt besser klingt. Genau deshalb war es so gut wie unmöglich, diese Hilfsmittel korrekt zu installieren. Selbst wenn man davon überzeugt war, dass es besser klingt – wie hatte man das jetzt genau erreicht und wieso?

Die ARAKAS Akustischen Spiegel lassen sich spielend einfach justieren!

ARAKAS im Studio

ARAKAS im Studio

Wenn man zu zweit vorgehen kann, erinnert mich das Ausrichten der Boxenaufsteller an das Drehen der Dachantenne in den 60-er/70-er Jahren oder das Fixieren der Satellitenschüssel in den Zeiten danach. Während die eine Person an der Antenne oder der Schüssel drehte, verfolgte die zweite das Geschehen am Bildschirm und konnte so beurteilen, ob die Ausrichtung passt oder nicht.

So ähnlich ist das auch mit diesen Boxenaufstellern.

Fast könnte man sagen, dass man es den Boxenaufstellern ansehen kann, wie sie wirken.

ARAKAS nach innen gerichtet

ARAKAS nach innen gerichtet

Drehe ich die beiden Spiegel zur Mitte hin (so dass sie “schielen”) – wird die Körperhaftigkeit besser und Stimmen erhalten mehr Volumen. Übertreibe ich es aber, werden alle Instrumente weiter in die Mitte geschoben und der Raum wirkt insgesamt kleiner.

 

 

 

ARAKAS nach aussen gerichtet

ARAKAS nach aussen gerichtet

Drehe ich die Spiegel nach aussen, wird der Raum größer – irgendwann aber auch wieder zu groß.
Wobei ich hier auf eine erstaunliche Besonderheit gestoßen bin.

 

 

 

 

Das Stereodreieck wandert mit!

Sitzen wir – so wie es sein soll – exakt an der Spitze des Stereodreiecks – ist die räumliche Wirkung bei jedem Lautsprecher am besten. Das ist als würden wir zwei Projektoren mit dem gleichen Foto exakt gleich ausrichten. Wir haben dann sattere Farben, schärfere Konturen und mehr Raumtiefe.
Gute Lautsprecher lassen es aber auch durchaus zu, dass man ruhig auch nach rechts oder links aus der Achse heraus sitzen darf. Trotzdem bricht der Raum deswegen nicht völlig zusammen.
Es ist verständlich und einleuchtend, wenn die Informationen des Lautsprechers lauter werden, der nun zu uns näher steht und die des zweiten Lautsprechers leiser werden. Wir scheinen dann an den einen Instrumenten dichter dran zu sein und von den anderen weiter weg.

Nicht so bei meinem Experiment.

Ich richte testweise die Boxenaufsteller mal so aus, dass sie nach aussen zeigen und setze mich etwa 0,6m weiter nach rechts.
Was nun passiert muss ich Ihnen wie folgt beschreiben:

Stellen Sie sich vor, Sie hören von links die Gitarre, aus der Mitte das Schlagzeug und von rechts ein Saxophon.
Jetzt nehmen Sie eine Leinwand und zeichnen diese drei Instrumente an den Stellen ein, von denen Sie sie hören.

Wenn Sie sich jetzt einen halben Meter nach rechts setzen, müssten Sie also etwa mittig vor dem Saxophon sitzen. Das Schlagzeug müsste von “halb-links” kommen und die Gitarre von “ganz-links”.
Doch das ist hier gerade seltsamerweise überhaupt nicht der Fall!
Ich habe eher den Eindruck, jemand hätte einfach meine bemalte Leinwand ebenfalls nach rechts verschoben. Ich sitze also immer noch mittig vor dem Schlagzeug, habe links die Gitarre und rechts von mir (!!) das Saxophon.
Unglaublich und für mich unerklärlich.

“So sollte man die Spiegel einstellen, wenn man Besuch hat und so viele wie möglich gut Musik hören möchten.” erklärt mir Herr Grunewald die Ausrichtung, aber ich verstehe das alles gerade nicht so richtig.
Ich drehe die Spiegel wieder zurück und wähle eine Ausrichtung, bei der mir die Raumabbildung sehr realistisch zu sein scheint.

Und die Zusatzaufsteller?

ARAKAS im Plasttenregal

ARAKAS im Plasttenregal

Einen Aufsteller hat mir Herr Grunewald gleich wieder genau in die Mitte zwischen den Boxen auf meine Geräte gestellt.
Dort wirkt er hörbar, doch kann er da nicht bleiben, zumindest nicht, wenn wir auch mal fernsehen wollen. Also versuchen wir es mit zwei Aufstellern, einen rechts und einen links neben dem TV. Mit Hilfe der Laser-Zielvorrichtung werden beide Aufsteller exakt auf den Hörplatz ausgerichtet. Das geht ganz schnell, denn das “Zielfernrohr” wird einfach magnetisch in der richtigen Position an den Spiegel gezogen.
Die Wirkung ist ganz sicher nicht schlechter – eher noch ein wenig voller – aber der Preis verdoppelt sich auch. 🙁

Und exakt wie beim ersten Hörtermin wirkt auch heute wieder alles ziemlich “nach unten gedrückt”.

 

ARAKAS auf Bilderrahmen

ARAKAS auf Bilderrahmen

Also muss auch der Aufsteller oben auf dem Bild wieder seinen Platz erhalten. Dafür werde ich wohl einen Nagel in die Wand schlagen müssen. So gefällt das etwa 50% der Bewohner nicht. 🙂

 

Mit diesen fünf Aufstellern zeige ich mich glücklich und zufrieden und sehe nicht den Hauch eines Anlasses, mit weiteren Aufstellern experimentieren zu wollen. Mein Gefühl sagte mir:  Besser geht es nicht!

 

 

Und es geht doch noch besser!

Herr Grunewald bemerkt, dass meine Anlage ziemlich weit an der linken Wand steht, während sie nach rechts gute sieben Meter hat, um auf eine Wand zu treffen. Dazwischen liegt mein Essbereich. „Aber das wirkt sich hier zum Glück nicht aus!“ behaupte ich steif und fest.

ARAKAS auf Highboard

ARAKAS auf Highboard

Schon steht ein weiterer Aufsteller auf einem hohen Schubladenschränkchen zwischen Studio und Essbereich. Dieser Spiegel wurde mit der Zieleinrichtung exakt auf den Hochtöner der linken Box ausgerichtet – praktisch diagonal über den gesamten Hörbereich hinweg.
Und schon rückt die Stimme von Patricia Barber noch etwas weiter nach rechts in die Mitte und wirkt noch „fleischiger“ und ich meine, sie besser fokussieren zu können.

 

 

 

Wie weit lässt sich das noch weiter perfektionieren?

Angespornt durch meine Kommentare, schöpft Herr Grunewald jetzt aus dem Vollen und wird immer mutiger und experimentierfreudiger. Schon hat er auf ein Highboard in meinem Rücken diesen kleinen 11 cm großen Aufsteller positioniert, der sich beim ersten Hörtermin als komplett zerstörerisch erwiesen hatte.
Und genau die gleiche Wirkung tritt hier erneut ein. Das Klangbild wird sofort harsch, hart, kalt und unangenehm.
Der muss da ganz schnell wieder weg.
Herr Grunewald stört sich offensichtlich an dem selbstgeklinkerten Regal, das ich meiner Frau als ihre “persönliche Insel” in unserem Wohnzimmerstudio zugestehen musste.
„Da darf ich nicht dran!“ teile ich ihm mit und er meint – es ginge ja nur ums Testen.

Aber da kennt er meine Frau nicht.
Ich habe es schon zu Beginn meiner Ehe aufgegeben, beim Einräumen der Einkäufe zu helfen. Ich bin dafür einfach zu blöd. Ich kann einen runden Joghurtbecher nämlich nicht “gerade” in den Kühlschrank stellen. Meine Frau muss definitiv jeden einzelnen Becher noch einmal anfassen und nach einem mir unerforschbaren System “gerade” ausrichten.

Klinkerregal

Klinkerregal

Auch dieses Regal wird sie wohl nun neu gestalten müssen, wenn unser Besuch uns wieder verlassen hat. 🙂

 

 

 

 

 

ARAKAS auf Regal

ARAKAS auf Regal

Herr Grunwald läuft hin und her, stellt hier was auf, nimmt da was weg.
Mich interessiert das alles ziemlich wenig – ich bin mit dem zufrieden, was wir erreicht haben. Auf einmal habe ich das Gefühl, als wenn sich über meinem linken Ohr etwas “geöffnet” hätte. Als hätte man dort einen Druck von mir genommen, den ich vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Ich habe den Aufsteller im Klinkerregal in Verdacht und bitte Herrn Grunewald, ihn mal testweise wieder weg zu nehmen. Doch es verändert sich nichts, mein Eindruck bleibt. Während ich noch nach Erklärungen suche, zeigt Herr Grunewald lächelnd mit dem Finger nach oben. Ganz oben auf dem geklinkerten Regal steht nun der kleine Aufsteller, dieser “Bösewicht”, der immer nur alles zerstört hat.

 

„Ich wusste doch, dass es Situation gibt, in denen wir die kleinen Aufsteller brauchen werden, auch wenn sie meistens mit Vorsicht zu genießen sind!“ meinte Herr Grundwald – sichtlich mit seiner Entscheidung zufrieden die kleinen Aufsteller doch noch testweise mitgebracht zu haben.

Dann aber hatten wir offensichtlich tatsächlich die notwendige Anzahl an Aufstellern erreicht. Selbst der untere, große aus dem Klinkerregal konnte eigentlich wieder entfernt werden, ohne eine große Veränderung zu erzeugen.

Die optimale Konstellation bestand also in meinem Studio aus:

2 x Boxenaufsteller
2 x große Aufsteller rechts und links neben dem Fernseher
1 x großer Aufsteller an der Wand über dem Bild hängend
1 x kleiner Aufsteller oberhalb des Klinkerregals
1 x großer Aufsteller auf dem Schubladenschränkchen

Da auch Herr Grunewald mir das so bestätigen konnte, beließen wir es bei dieser Ausstattung und hörten noch eine Weile verschiedene Titel, um uns selbst die Korrektheit der Konfiguration zu bestätigen

Geheimnisse lüften?

Im Anschluss berichtete mir Herr Grunewald auf einmal etwas mehr über die Beschaffenheit der Spiegel und ihren Aufbau. Es traten einige Überraschungen für mich zum Vorschein und ich erhielt z.B. Informationen über die Qualität der Diamanten, die auf der Beschichtung verarbeitet werden und vieles mehr.
Ich teilte ihm sofort mit, dass er diese Informationen unbedingt an seine Kunden weitergeben soll, denn sie sind ja die Erklärung dafür, dass diese Spiegel nicht einfach zu einem Spottpreis angeboten werden können. Und ich meinte, dass der Käufer doch auch ein Anrecht darauf hätte, zu erfahren, wofür er sein gutes Geld ausgegeben hat.

Doch Herr Grunewald fürchtete sich vor Nachahmern, die dann seine in zehn Jahren gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse ausnutzen könnten, um die Spiegel nachzubauen. Woraufhin ich ihm die Frage stellte, ob es denn möglich sei, die Spiegel deutlich preisgünstiger zu produzieren, wenn man nur die Entwicklungskosten außen vor lassen könnte.
Diese Möglichkeit besteht aus seiner Sicht allerdings erst dann, wenn sie jemand in einer sehr hohen Stückzahl produzieren lassen würde.
Produzieren und umsetzen sind nun aber bekanntlich zwei Paar Schuhe.
Eine andere Möglichkeit bestünde darin, einfach deutlich preisgünstigere Materialien zu verwenden, die dann aber überhaupt nicht funktionieren können.
Ja sicher – man kann sich auch eine Wohnzimmercouch aus Apfelsinenkisten und Strohsäcken bauen.

Aber man muss doch folgendes bedenken:

Niemand (!) wird diese Spiegel kaufen, der sie nicht vorher gehört hat!
Und niemand (!) sollte sie kaufen, ohne sie vorher in den eigenen Räumen gehört zu haben.

Was bedeutet, dass sich ein Händler mit diesem Produkt auseinandersetzen muss.
Er muss sich zudem die Mühe machen, zum Kunden zu fahren und ihn vor Ort zu unterstützen.
Der Händler muss also Manpower und Zeiteinheiten einsetzen.
Um diesen (kostenintensiven) Entschluss zu fassen, muss der Händler zwangsläufig seine kaufmännische Einstellung vernachlässigen, um sich seinen Kunden glaubhaft als jemand zu präsentieren, dem es um eine gute Musikwiedergabe geht.
Die erstaunten Reaktionen seiner Kunden dürften einem guten Händler das allerdings wert sein!

Das alles – macht doch ein Händler ganz sicher nicht mit einem minderwertigen Plagiat, was gar nicht funktioniert, oder?

Nun, ich bin gespannt, ob er sich das zu Herzen nehmen wird. Ich würde mich darüber freuen, wenn er uns (Ihnen) in einem Datenblatt  ein paar Geheimnisse über seine Spiegel anvertrauen würde und ich bin mir sicher, dass sich das auch für ihn auszahlen wird.

Preisliste:

ARAKAS Boxenaufsteller:                        1.299,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 22×22 cm ohne Fuß:    929,- €/Stück (zum Aufhängen) Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 22×22 cm mit Fuß:        949,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 11×11 cm ohne Fuß:      649,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Ständer (ca. 1m hoch)                   289,- €/Stück

Laser-Einrichtung zur korrekten Ausrichtung der Aufsteller:  259,- €/Stück
(Beim Kauf eines Sets= 2 Boxenaufsteller und 3 Aufsteller 22×22 kostenlose Zugabe)
Leihgebühr für die Laser-Einrichtung:                                      10,- €/Tag zzgl. Versandkosten

 

ARAKAS Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

ARAKAS Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

ARAKAS – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

ARAKAS – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

mit dem Bericht über „ARAKAS – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen“ betrete ich zugegebenermaßen -auch für mich- Neuland.

Ich bin es gewohnt, Berichte über Dinge zu schreiben (Kabel, Stecker, Netzteile, Router …) und deshalb ausgelacht, für verrückt gehalten oder sogar für betrügerisch bezeichnet zu werden.

Bisher hatte ich mich wohl auch deshalb von vielen “Wunderdingen” lieber fern gehalten. In den letzten 35 Jahren gingen Entwickler von allgemein mit “Voodoo” bezeichneten Produkten in unserem Studio ein und aus. Immer wieder saß man da und meinte, vielleicht, möglicherweise … aber so richtig eigentlich auch nicht … naja.
Auf einmal schreibe ich einen -WARNUNG!- ellenlangen Bericht über “Akustische Spiegel”!
Lassen Sie mich Ihnen deshalb das „Wieso denn jetzt auf einmal?“ in der Ausführlichkeit erläutern, die diesem Produkt gebührt.

ARAKAS Anlage

ARAKAS Anlage

Arakas – Akustische Spiegel – ein “mechanischer DSP”?

„Das kriege ich bei meiner besseren Hälfte niemals durch!“

Können Sie sich vorstellen, wie oft ich diesen Satz in den letzten 35 Jahren als HiFi-Händler schon gehört habe!?
Mal geht es um die Größe der Lautsprecher, mal um die Farbe – aber meistens geht es um den Aufstellungsort, den ein Lautsprecher nun einmal beansprucht, wenn er denn gut klingen soll.
Und als Lösung für dieses Problem (und noch viele andere) hat man ja jetzt ein echtes “Wunderding” erfunden, was aus der HiFi-Welt im Moment nicht wegzudenken ist.

DSP  (Digitaler Sound-Prozessor)

Ach – was ist die Abkürzung DSP doch für ein tolles Verkaufsargument geworden!
Ein immer passendes Wundermittel – absolut ohne Nachteile!
Wirklich?
Also so etwas wie ein Multivitaminprodukt mit dem wir sämtliche Wehwehchen loswerden oder sogar vermeiden können, die unser Raum unserem Musikgenuss antun könnte?
Endlich kann sich der Kunde für jeden (!!) beliebigen Lautsprecher entscheiden, den er nur haben will, ohne ihn vorher in seinem Raum gehört zu haben!?
Passt nicht! Gibt es nicht mehr!?
Viel zu große Boxen? Viel zu kleine Boxen?
Alles überhaupt kein Problem mehr – dank DSP!?
Welche Frequenzen auch immer in Ihrem Raum stören mögen – ein DSP, also so ein hochintelligenter Equalizer, verbiegt das Original-Signal so lange und zur Not auch so brachial, bis die störenden Frequenzen eben nicht mehr stören!?

Und die Musik bleibt dennoch im Original und mit ihrer vollen Natürlichkeit erhalten!?

Doch was macht denn so ein DSP eigentlich?

Sarkasmus ein –

Stellen Sie sich vor, man musste Ihnen aus irgendeinem schlimmen Grund einen Fuß amputieren und nun ist das eine Beine länger als das andere, weshalb Sie „schief stehen“.
Ein DSP bemerkt das und kommt zu der Lösung, dass er Ihren zweiten Fuß auch noch amputiert – schon stehen Sie wieder gerade.
Dass Sie mit dieser Lösung nicht sehr glücklich sind und sich mit diesem Ergebnis ziemlich weit von dem entfernt haben, was man als „vollständigen menschlichen Körper“ bezeichnet  (im übertragenen Sinne wäre es das Original-Musik-Signal), ist so einem DSP völlig wurscht – es zählt nur die Beseitigung des erkannten Problems.

Sarkasmus aus –

Das Problem an der Wurzel packen

ARAKAS LS

ARAKAS LS

Einen völlig anderen Weg …

geht nun ein Herr Grunewald aus dem schönen Erzgebirge.
Und er löst damit ein Problem, was wir bisher noch gar nicht erkannt hatten.
Wir nicht – Freaks nicht und noch nicht einmal Lautsprecher-Entwickler und andere Fachleute.

Auch Herr Grunewald kann nichts daran ändern, dass sich die Lautsprecher, die Sie in Ihr Herz geschlossen haben, vielleicht nicht in Ihren Wohnraum integrieren lassen. Auch er ist nicht in der Lage, eine viel zu große Menge Bass, die vielleicht auch noch völlig unstrukturiert Ihren Raum mit Dröhnen und Wummern füllt, zu beseitigen oder zu verbessern.

Es geht nicht darum, Aufstellungsfehler auszugleichen oder Inkompatibilitäten auszubügeln!

Herrn Grunewald geht es viel mehr darum, jemanden noch ein Stück weiter zu bringen, der eigentlich schon alles richtig gemacht hat.
Doch lassen Sie mich an dieser Stelle ganz von vorne beginnen und wohnen Sie meiner ersten Begegnung mit diesen akustischen Spiegeln von ARAKAS bei.

Arakas – Akustische Spiegel – Test und erste Erfahrungen

Ach – was schimpft man doch als HiFi-Händler gerne und viel über diese Ignoranten, die immer noch den Kabelklang für unmöglich halten.
Kindern am Mittagstisch predigt man, dass sie doch bitte erst einmal probieren sollen, bevor sie behaupten dürfen, dass sie es nicht mögen.
Alles vergebene Liebesmühe!
Also ärgert man sich über die Kinder und über die Ignoranten – und resigniert. 
Doch manchmal dauert es gerade einmal einen Telefonanruf, um selber wieder zum Kind und Ignorant gleichzeitig zu werden.

Herr Grunewald kündigt seinen Besuch an.

Ein Herr Grunewald hat um eine Besuchszeit gebeten, um mir seine „Akustischen Spiegel“ unter der Marke ARAKAS vorzuführen.
Einzig und allein meine anerzogene Höflichkeit war es, die mich davon abgehalten hat, diesem Herrn gleich am Telefon zu sagen:

„Bleiben Sie mal besser wo Sie sind. Von so einem Quatsch halte ich nichts und ich will mit sowas auch nichts zu tun haben!“.

Stimmt nicht ganz – ein wenig hielt mich auch mein Wunsch von dieser Absage ab, eben nicht ein Kind oder ein Ignorant zu sein, sondern mich neugierig und offen zu zeigen.
Als ich dann am Besuchstag sah, was mir der Herr Grunewald da alles in mein kleines Studio schleppte, hatte ich fast schon ein schlechtes Gewissen und glaubte, es wäre wohl doch höflicher gewesen, ihm gleich am Telefon abzusagen.

Wieso ich diesen Hörtermin am liebsten abgesagt hätte?

Ganz einfach.
Weil ich mir zu 100% sicher war, dass dieser Vorführtermin „ein Schuss in den Ofen“ werden würde – und zwar für Herrn Grunewald.

Mir ist doch völlig klar, dass so eine Fläche – aus welchem Material auch immer – die ich in die Nähe eines Hochtöners bringe, dass die den Klang manipulieren muss. Ich muss doch nur mal meine Hände um den Mund halten und meine Stimme klingt sofort anders – hohl eben. Ich muss nur ein Stück Pappe neben den Hochtöner halten – und es klingt anders.
Ist doch alles logisch.
Ich kriege neue Möbel – und es klingt anders. Ich habe viele Leute zu Besuch – und es klingt anders. Was ich auch verändere – immer klingt es anders.

Nur besser – natürlicher – richtiger – kann (!!!!) es dadurch gar nicht klingen. Das geht überhaupt nicht.

Auch die Tiefenstaffelung muss doch zwangsläufig beeinträchtigt werden, wenn ich den hohen Tönen „den Weg nach hinten“ versperre.
Wieso stelle ich denn meine Lautsprecher 80cm vor der Rückwand auf, wenn ich dann so einen „Akustischen Spiegel“ auf die Box stelle und dem Hochtöner vorgaukle, er stünde direkt an der Rückwand und unter der Zimmerdecke?

Das ist Unsinn – das muss Unsinn sein!

Welche logische Erklärung, welche wissenschaftliche Errungenschaft, welche Theorie sollte hinter solch einer Maßnahme stecken können?
Wie konnte man überhaupt nur annehmen, dass durch solch eine Maßnahme eine Musikwiedergabe „besser“ werden könnte?

Nein, ganz klar – 
* Rotkohl kann gar nicht schmecken, da sind sich meine Enkel allesamt sicher – 
* Kabel können gar nicht unterschiedlich klingen, da sind sich etliche Leute sicher
* und diese Akustischen Spiegel werden den Klang nicht verbessern können, da war ich mir sicher.

Drei Vorurteile, die am Ende alle den identischen Wahrheitsgehalt haben.
Nämlich gar keinen!

Unterdessen baut mir Herr Grunewald ein paar seiner „Zauberspiegel“ auf, hört selber kurz hinein und fordert mich dann auf, mir meine Anlage „jetzt mal anzuhören“.

Erster Hörversuch

ARAKAS Set

ARAKAS Set

Ich setze mich auf meinen gewohnten Hörplatz, starte “Papa Loko” von Sangensemblen Amada  … und bin auf der Stelle verblüfft.
Die geblasene Hawaii-Muschel klingt immer noch sauber und natürlich, franst nicht aus, wird in der Größe und vom Standort her korrekt abgebildet. Irgendwie sogar noch natürlicher und detaillierter als ich sie bisher gehört hatte.
In keiner Weise klingt auch nur eine der dann folgenden Chorstimmen verfärbt. Die Raumtiefe und die Fokussierung wirken wie selbstverständlich – als wäre man schon mal dort gewesen und könnte das deshalb beurteilen.

Die Solo-Stimme höre ich, als sei ich ein paar Schritte näher an die Sängerin heran gegangen. Ich verstehe sie besser, höre genauer, wie sie artikuliert. Auch unbedeutende Nebengeräusche sind deutlicher, stören aber überhaupt nicht, weil auch sie so „selbstverständlich“ und „natürlich“ klingen.

Zum ersten mal höre ich deutlich, wie weit die Solosängering vor (!) dem Chor positioniert ist.

Ich wechsle zu Michelle Shocked (Quality of mercy), lasse mich von einem trockenen Bass beschallen und freue mich über tiefe, schwarze Männerstimmen, die wunderbar voneinander zu trennen sind, gehe zu Patricia Barber (Summertime) und höre bei den Rasseln nicht mehr nur Tsch-tsch Tsch-tsch, sondern „sehe“, dass sie aus einem Körper und rasselndem Inhalt bestehen. Ich starte Kari Bremnes (Byssan Lull).
Drei oder vier mal habe ich sie bereits live erleben dürfen und mich über den Schlagzeuger amüsiert, der mit Heubündeln spielt und für eine ständige Wasserschicht auf seinem Stand-Tom sorgt. Der eigenartige Klang, der dadurch entsteht, wird wie live getroffen, Karis Stimme wirkt, als sänge sie in meinem Zimmer.
Ich starte Laura von Rolf Kühn. Wie oft habe ich schon in meinen Berichten darüber geschrieben, dass der akustische Bass anfangs klingt, als würde man im Hintergrund eine Snarr-Trommel spielen!? Ich frage mich im Moment, wie ich denn auf das schmale Brett gekommen sein könnte!? Ich kann den Bassisten “sehen”.

Alles wird   n-a-t-ü-r-l-i-c-h-e-r

Titel für Titel bestätigt meinen Eindruck. Immer wieder das gleiche Ergebnis, eine schlicht und ergreifend natürlicher wirkende Wiedergabe mit einer wahnsinnigen Feinzeichnung. Mehr Details, mehr Körper, mehr Dynamik, mehr Echtheit, mehr Realität.

Das bleibt nicht in einem Maße, in dem man sich etwas einbilden kann. Das ist deutlich und man hat den Eindruck, sich einen deutlich teureren Lautsprecher gekauft zu haben.

Verdorri noch mal – diese Dinger müssen (!!) doch zu einer Verfärbung oder irgendeinem anderen Fehler führen, oder?

Doch alle meine Vorurteile werden vernichtet, entpuppen sich als dummes Geschwätz von jemandem, der unbedingt etwas be- und vor allem verurteilen wollte, was er noch gar nicht gehört hatte, von dem er noch überhaupt nicht wusste, wie es funktioniert.

Ignorieren und niedertrampeln kann so einfach sein.

Bringt einen aber nicht weiter.
Und genau das schaffen hier auf einmal diese seltsamen Akustischen Spiegel.
Keine Ahnung – ob der Begriff überhaupt passend gewählt wurde oder nicht.

Auf einmal: Erkenne ich da doch eine Schwäche?

Die Höhenstaffelung vermag sich irgendwie nicht meiner Zustimmung zu erfreuen. Stimmen kommen von zu tief und es klingt, als hätte man es ausschließlich mit Menschen zu tun, die eine Körpergröße von etwa 1m besitzen.

Fast triumphierend (sorry) beschreibe ich Herrn Grunewald meine klangliche „Entdeckung“ und irgendwie bestätigt es mich.
„Außerdem höre ich zu wenig die Luft im Aufnahmeraum!“ schiebe ich als Kritik hinterher.
„Ich will hören, ob sich etwas in einem kleinen Raum oder in einer Konzerthalle abspielt, hier fehlt mir diese wichtige Information.“

Gefühlt konnte ich in diesem Moment einen Spielstandsschieber wie bei einem Kicker in Richtung 1:0 schieben.
Hätte ich das getan, hätte ich mir wohl schnell die zweite Blamage eingefangen.

Herr Grunewald zaubert erneut

ARAKAS Quadrat

ARAKAS Quadrat

Herr Grunewald sagt keinen Ton, steht auf, schnappt sich noch so einen quadratischen „Spiegel“, stellt sich auf einen Stuhl und positioniert den Spiegel in etwa 2,2m Höhe auf einem Bilderrahmen hinter der Anlage und setzt sich wieder hin.

Kurz wechseln wir ein paar Blicke – ich fragende, ungläubige  – er selbstsichere – ich verziehe den Mundwinkel, die Augenbraue und starte wieder Papa Loko – und im gleichen Moment weiß ich nicht mehr, ob es jetzt 1:1 steht, oder ob ich bereits aufgeben soll, bevor wir richtig ins Spiel gekommen sind.

Ich fühle mich in meiner Argumentation schachmatt gesetzt und bin zu keinem Zug mehr in der Lage.

Der Klang der Hawaii-Muschel selber hat sich in keiner Weise verändert – aber jetzt wird sie nicht nur einfach in einen Aufnahmeraum hineingeblasen, jetzt kann man schon fast von einer Art akustischem Nebel im Raum sprechen, der mich seine exakte Größe erfassen lässt. 
Wer aber jetzt argwöhnt, dass um diese Muschel eine Art „Aura“ zu hören sei, wie wir sie um eine Lichtquelle im Nebel sehen können, der irrt.

Fotografen streben nach Porträts mit einer tollen Freistellung und einem schönen Bokeh. Dazu benötigt man das richtige Objektiv, die richtigen Abstände zwischen Kamera – Motiv und Hintergrund und ein paar fotografische Fähigkeiten.

Sowohl die Muschel als auch jede einzelne Chor-Stimme machen hier gerade auf mich den Eindruck, als sei ein Spitzenfotograf mit einer Profiausrüstung perfekt am Werk gewesen.
Jede Stimme, jedes Instrument wirkt wie perfekt freigestellt und der Raum ist klar und deutlich dahinter abgesetzt und bildet einen natürlichen, erfassbaren Hintergrund.

Hier wird kein Sound erzeugt – hier wird man ins Geschehen hineingesogen.

Ich höre Klassik, Jazz, Disco-Musik, Elektropop, Filmtitel und kann irgendwie gar nicht mehr aufhören zu zappen und zu zappen und zu zappen. 4 Stunden, die vergehen wie 4 Minuten.
Ich weiß schon lange nicht mehr, ob ich immer noch auf der Suche nach klanglichen Schwachstellen bin, um am Ende doch noch ein 2:1 für mich hin zu bekommen.
Gefühlt haben wir es hier schon längst mit einem für mich blamablen Spielstand von 10:0 zu tun.
Das einzige von mir „geschossene Tor“ wurde mir ja nach dem „Videobeweis“ in Form eines weiteren Spiegels auch noch aberkannt. 🙂

Ich reiße mich noch einmal zusammen und konzentriere mich. Sage mir:

Wie oft hast Du in Deinem Leben schon etwas gehört, was Dich zwar auf der Stelle total fasziniert hat! Wie oft bist Du tagelang vor Begeisterung fast ausgeflippt. Und dann – irgendwann – denkt man plötzlich „Moment! Was ist das?“ – und schon hat man die Achilles-Sehne entdeckt. Irgendetwas an der Raumdarstellung ist falsch, der Bass macht Probleme, die Größenabbildungen sind unglaubwürdig, der Abstand zwischen den Musikern ist zu groß oder zu klein, die klaren Höhen sind zu klar und die schönen Höhen doch zu schön.

Also suche ich auch hier nach Hinweisen auf solche Klangeigenschaften, die dem Ergebnis am Ende doch noch in die Suppe spucken könnten, doch ich finde sie nicht.
Nach weiteren gehörten Titeln steht für mich fest:
Selbst wenn sich hier noch irgendwann – irgendwas negatives einstellen würde – es wäre dann nur der Beleg dafür, dass alles auf dieser Welt zwei Seiten hat.
Die erste Seite von diesen Akustischen Spiegeln, die gefällt mir allerdings derart gut, dass ich mir sicher bin, darauf nicht mehr verzichten zu wollen.

Wie kommt man nur auf so eine Lösung?

ARAKAS Rändelschraube

ARAKAS Rändelschraube

Ich kenne niemanden, der bisher überhaupt nur eine ähnliche Idee gehabt hätte. 
Diffusoren, Helmholtzresonatoren, Bassfallen und “Kinderbettmatratzen” … schön oder weniger schön … sind ein “alter Hut” und sehr beliebt. Sie haben aber ganz andere Funktionen und Aufgaben – haben mit den Akustischen Spiegeln nichts gemein.
Herr Grunewald kann mir nicht einmal bestätigen, dass diese Spiegel in einer japanischen Universität von nobelpreisträchtigen Professoren entwickelt wurden, was sie ja automatisch interessant machen könnte. Und auch nicht, dass es zu diesen Spiegeln bisher eine fachliche Ausarbeitung samt Messdaten und technischen Belegdokumenten gibt.
Diese akustischen Spiegel entstammen dem Gehirn eines rastlosen Musik-Liebhabers, der zu Anfang seiner Suche noch gar nicht gewusst hat, was er konkret sucht und ob er es jemals finden wird. Der sich aber dennoch auf die Suche gemacht und auch was gefunden hat.

Ein Zufallstreffer? So wie das Penicillin?

Ja sicher – das allerdings ist mir gerade piepegal. Ich lehne ja auch Antibiotika nicht ab, nur weil es sich dabei um einen Zufallstreffer handelte. Sowohl Robert Koch als auch André Grunewald haben sich ja mit der Materie auseinandergesetzt.

Mir stehen aber zurzeit ganz andere Fragen im Sinn, die sich eher auf die Praxis beziehen.
Wirken die Spiegel bei allen Lautsprechern gleich? 
Wirken die Spiegel in jedem Raum gleich?
Muss man “Fledermausohren” haben, um das hören zu können?

Meine Extreme III von Progressive Audio, die ganz sicher zu den feinsten Schallwandlern dieser Erde gehören, die werden mit den ARAKAS-Spiegeln einfach noch besser, weil sie durch sie genau die akustische Umgebung bekommen, die sie verdient haben.

Direktschall und Reflexionen

Ein Erklärungsversuch.
Der Mensch orientiert sich zunächst am Direktschall. Durch ihn bestimmt er die Richtung, aus der ein Geräusch zu hören ist, was ihm zu Urzeiten sicher hier und da das Leben retten konnte.
Aber er war und ist auch noch auf eine zweite Schallquelle angewiesen, nämlich auf die „erste Reflexion“, anhand derer er die Entfernung zur Geräuschquelle erkennen kann und konnte.
So wusste er, ob er noch Zeit hatte, oder ob er die Beine in die Hand nehmen musste.
Bäume oder Felswände konnten diese Information schon mal verfälschen.

Nun ist es ja zum Glück sowohl in unseren Konzertsälen als auch in den Aufnahmestudios so, dass man zwischen den Schallquellen und dem Hörer oder den Mikrofonen keine Bäume pflanzt.  🙂

Wir können also davon ausgehen, dass bei einer guten Aufnahme sowohl die Information des Direktschalls als auch die der ersten Reflexion (des Aufnahmeraumes!) vorhanden ist, anhand derer unser Gehirn die Größe und Beschaffenheit des Aufnahmeraumes erkennen kann. Genau das ist es ja, wonach High-Ender rund um den Globus streben! 
Man will sich in den Aufnahmeraum hineinversetzen können.

OH WEH! Zwei “erste” Reflexionen vermischen sich!

Spielen wir diese Aufnahme – sagen wir mal einen einzelnen Klavierton – nun zuhause mit einem Lautsprecher ab –
geschieht folgendes:
Unser Lautsprecher strahlt den aufgenommenen Direktschall – wieder als Direktschall auf unsere Ohren ab.
Und (!!) er strahlt auch die aufgenommene erste Reflexion des Aufnahmeraumes direkt (!) auf unser Ohr ab.
Zwischenergebnis: Wir hören den Klavierton und wir “erhören” Hinweise auf den Aufnahmeraum.

Jetzt passiert aber zudem auch noch folgendes:
Wenn unser Lautsprecher den Klavierton abstrahlt – dann breitet sich dieser Ton in unserem Hörraum aus.
Logischerweise wird jetzt auch dabei wieder eine erste Reflexion erzeugt – eine, die unser Gehirn dazu verwendet, Hinweise auf unseren Hörraum zu erhalten.

Wir hören also
a) den aufgenommenen Direktschall
b) die aufgenommene erste Reflexion des Aufnahmeraumes
c) die erste Reflexion unseres Hörraumes

Unser Gehirn hat nun die Aufgabe zu erledigen, zwei völlig unterschiedliche Raum-Informationen zu verarbeiten
Und genau dazu ist es aber nicht in der Lage.
Also vermischt es die drei Informationen zu einem “ziemlich logischen” Gesamt-Ergebnis – eine andere Möglichkeit hat es nicht.

Es ist fast schon erstaunlich, wie gut es dabei ist. Aber natürlich hängt das von unserem Hörraum ab. Je mehr er sich zurückhält – umso mehr nehmen wir vom Lautsprecher wahr, also vom Aufnahmeraum.
Unser Ziel müsste also sein, unseren Hörraum gar nicht wahrnehmen zu können.

Hat Herr Grunewald die Lösung gefunden!?

Die Akustischen Spiegel von ARAKAS sorgen dafür, dass die erste Reflexion, die sich auf der Aufnahme befindet, unser Ohr erreichen kann, während die erste Reflexion unseres Hörraums mit einem solchen Zeitversatz – vielleicht auch mit einer entscheidenden Pegelsenkung – an unserem Ohr ankommt, dass unser Gehirn sie nicht mehr als solche auswertet und damit auch nicht mehr als Hinweisgeber erkennen kann. Die erste Reflexion unseres Hörraumes wird gemeinsam mit dem Hall und allen anderen Reflexionen zwar wahrgenommen, aber nicht mehr zur Bestimmung von Richtung und Entfernung verwendet.
Stattdessen konzentriert sich unser Gehirn jetzt einzig und allein auf das, was aus dem Lautsprecher kommt.

Die Beschaffenheit des Oberflächenmaterials und die Besandung sorgen offensichtlich dafür, dass die reflektierten Signale nicht mit neuen, verfärbten Informationen belastet werden.

Das alles funktioniert hier jedenfalls gerade in meinem kleinen Studio so überzeugend, dass ich erst einmal baff bin und mir die Frage stelle, wie ich diese Akustischen Spiegel in mein Angebot integrieren kann, ohne von der Mehrzahl meiner Kunden für “total bescheuert” erklärt zu werden.

Und ich wäge ab:
Bin ich mutig – aber man will mit mir nichts mehr zu tun haben?
Bin ich feige – und verzichte auf eine Erfindung, die mich zutiefst beeindruckt?

Pionierarbeiter oder Spinner?

Eindeutig handelt es sich hier um eine vollkommen neu entwickelte Lösung, die nicht einfach “nur was besser machen will”, sondern sich mit der Beseitigung eines neu identifizierten Problems befasst. Andererseits klingen selbst die besten Argumente ziemlich “Banane” – so lange man es noch nicht selber gehört hat.

Und wozu sollte ein HiFi-Händler gut sein, wenn er seinen Kunden nicht die Chance einräumt, solche Sachen auch mal selber zu hören?
Soll er sich als “Robin Hood” aufspielen? Als Beschützer seiner “armen Kundschaft”, die er davor bewahren will, viel Geld für Unsinn auszugeben?
Also – ich beschließe, diese Entscheidung meinen Kunden zu überlassen!

Und die Zukunft?

Eines steht für mich fest, diese Akustischen Spiegel von ARAKAS werden zunächst in der Szene mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten können.
Und sie werden extrem polarisieren.
Viele werden sie grundsätzlich ablehnen, ohne sie hören zu wollen.
Kreative und neugierige Menschen, die die Akustischen Spiegel gehört haben, werden versuchen, die Konstruktionen zu begreifen.
… und zu verbessern?

Wer aber die Akustischen Spiegel von ARAKAS einfach aus Prinzip ignoriert, der wird wohl auch mit 60 Jahren noch keinen Rotkohl essen und auch keine guten Kabel probiert haben.
Schade für ihn.

Das erste Set ist geordert

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, die erste Ausstattung von Herrn Grunewald geliefert zu bekommen und falls Sie jetzt neugierig geworden sind – dann lade ich Sie herzlich dazu ein, uns dabei zu begleiten, dieser Sache tiefer auf den Grund zu gehen.

Ab Mittwoch, 13.11.2019 – werden wir über ein Set verfügen und ich freue mich über jede “neugierige Seele”.
Vereinbaren Sie einfach einen Hörtermin mit uns und bringen Sie “Zeugen” mit.  🙂

 

Teil 2

Herrn Grunewalds Reaktion auf meinen Berichtsentwurf

Ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Allerdings stecken in seiner Antwort so viele interessante Gedankengänge und Informationen, dass ich mir die Erlaubnis eingeholt habe, seine Mail hier vollständig abdrucken zu dürfen.

Guten Tag Herr Saul,
vielen Dank für Ihre Zeilen. Sie haben mir damit ein Wochenende der ganz besonderen Art beschert.

Was soll man sagen, wenn ein erstes Zusammentreffen – gespickt mit distanzierten Situationen, examinierenden Hörmomenten, kippenden Vorurteilen und offenen Blicken in die Zukunft – so treffend beschrieben wird? Ich lese gern und oft die Kommentare auf Ihren Seiten. Aber wenn man so etwas Gewaltiges über sein eigenes Produkt liest, ist das eine ganz besondere Hausnummer. Augenblicklich baute sich die eigene Eitelkeit auf und flüsterte süßlich: „Mann, was für ein doller Kerl du bist!“ Zugegeben, das passiert in Stufe Eins immer sofort und dem muss man auch mal nachgeben dürfen. Das habe ich bei einem Glas Whisky dann auch getan.

Nun ist es jedoch so, dass es weitere Stufen im Fortgang vermeintlicher Erfolge gibt. Gelegentlich sind das nach jubelnden Höhenflügen extrem brutale Abstürze, die ich im Zusammenhang mit den Akustischen Spiegeln mehrfach auskosten durfte. Merkwürdigerweise half dann auch Whisky – nur einige Gläser mehr und mit viel Torf im Nachklang dazu.

Deshalb habe ich es mir angewöhnt, einige Nächte über wichtige Dinge zu schlafen, zu ordnen, abzuwägen und mit etwas Abstand zu beurteilen. Das Thema Whisky schließe ich hiermit auch gleich noch ab. Ja, auch dabei tut der gut. Aber: ich bin kein Trinker, sondern ausgesprochener Genießer. Das ist wichtig für alles Weitere.

Ihr Text gibt – auch nach dem Zurückknüppeln von Eitelkeiten – extrem gut wieder, was Sie beobachtet und erlauscht haben. Mich beeindruckt vor allen Dingen, in welch kurzer Zeit Sie das erledigt haben. Und herzlichen Dank dafür, das tut verdammt gut!

Über ein einziges Wort in Ihrem Text würde ich mich mit Ihnen gern noch mehr unterhalten.

Es ist das Wort Zufall.

Ja, ich hatte Ihnen erzählt, dass ich etwas ganz anderes mit dem ursprünglichen Bauteil erreichen wollte. Deshalb ist der Vergleich mit dem Penicillin unerhört gut. Allerdings: in beiden Fällen gab es eine Zeit davor, die den „Zufall“ erstens erst herbeiführte, und zweitens die Deutung der Erscheinungen ermöglichte.

In meinem Falle waren es Störungen, die meinen (Musik-) Genuss beeinträchtigten. 

Nach dem Kauf einer neuen Anlage war ich der Meinung, nun setze ich mich hin, habe den puren Genuss im Haus und kann mich dem hemmungslos hingeben. Nun, Sie wissen was nun folgt. Irgendwas war immer. Zu scharf, zu lasch, zu wummrig, zu verwaschen, zu nervös, zu langweilig… Doch die Sehnsucht nach dem perfekten Klang war geweckt. Und diese Sehnsucht treibt alles an, den Markt, die Hörer, das Voodoo, die Technik…

Soweit, so gut. Ich wechselte Kabel, verklebte dicke Schieferplatten wo immer auch Schwingungen dräuten, kaufte Unterstellfüße, Raumklang-Verbesserungsplättchen, informierte Glibberkugeln und wer-weiß-noch-was. Das brachte mal was, mal nicht. 

Als Ingenieur wollte ich natürlich alles verstehen. Leider musste ich schnell einsehen, dass es auf ziemlich viele Fragen nirgendwo Antworten, sondern nur felsenfeste Glaubensgrundsätze gab.

Da ich auf elektronischem Gebiet ziemlich talentfrei bin, verlegte ich mich auf die Lautsprecher. Schnell hatte ich den Übeltäter ausgemacht: die Schwingungsverhältnisse innerhalb der Box. Dort wird ja hemmungslos Energie vernichtet und diese „Schmutzenergie“ beeinträchtigt die „Nutzenergie“. Also muss man das Vernichten von Energie unterstützen und ich baute einen „Schmutzenergievernichter“. Leider klappte das überhaupt nicht, offenbar hatte ich auch von Lautsprechern keine Ahnung. Was dann passierte, habe ich Ihnen erzählt.

Nun zurück zum Zufall. 

Ja, es war Zufall, dass ich die ausgebauten, nutzlosen Bauteile in die Hand nahm. Dass ich sie vor dem Wegschmeißen auf die Boxen stellte. Dass ich plötzlich den Einfall hatte, dass sie (wenn überhaupt) nur was bringen könnten, wenn man sie schräg über die Boxenkante bringt.  Ja, es ist Zufall, dass ich ein Frickler und Bastler bin, für ziemlich jedes handwerkliche Problem eine Lösung finde und dass Lochband zur Verfügung stand, um zittrige Beinchen an die Dosen zu schrauben. 

Aber ist es Zufall, dass ich da was hörte, was in Richtung einer künftigen Genussverbesserung hindeutete? Nein, ich war vorbereitet – so wie Robert Koch. Und das unterscheidet den Zufall vom Zufall. Leider nicht im Wort. Und leider meint das Wort Zufall oft das sinn-, handlungs- und verantwortungslose Zusammentreffen von Ereignissen. Vielleicht auch eine besondere Form von Glück oder Pech (je nach Folgeerscheinung). 

Das war es aber hier nicht, eher eine überraschende Entdeckung auf einem völlig unerwarteten Strang neben der eigentlichen Handlung. Was dann folgte, hat auch mit vielen Zufällen zu tun – allerdings mit Methode. Methodischer Zufall – das habe ich auch noch nicht gehört… Naja, egal.

Als Ingenieur hatte ich nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich finde (mit Formeln und Wissen) abgesichertes Terrain oder ich muss mich auf den experimentellen Pfad ohne Netz und Sicherungsleine begeben. Die sichere Variante war verbaut (siehe High-End-Glaubenskrieger und die Tatsache, dass ich Formeln nicht besonders gut dechiffrieren kann). 

Blieb Weg zwei: Begreifen durch Greifen (darin bin ich gut) und Vertrauen auf ein besonders empfindliches Messgerät. Das sind meine Ohren. Hinzu kam ein Kompass, der bis heute ziemlich sicher die Richtung weist. Es ist mein Streben nach (Hör-)Genuss. Wenn irgendwas nicht „rund“ ist, schlägt mein eingeschnappter Genuss-Sensor sofort Alarm.

Seit 10 Jahren bin ich auf dem Weg. Ich habe mit Fachleuten gesprochen, war in Messlaboren, habe offenbar saudoofe Fragen gestellt und mich dadurch bei vielen Experten unglaublich zum Eimer gemacht. Das macht einsam und weckt den Zweifel. Die Rolle als Kauz, Spinner, Nerd ist mir nicht gerade auf den Leib geschneidert. 

Aber mein Gefühl war unerschütterlich: da ist doch was, das klingt doch gut, und wenn Du jetzt noch das und jenes ändern würdest, dann, ja dann… Deshalb wieder rein in die Werkstatt, Musik an und vergleichen, auch wenn Frau und Kinder einen schon wieder genervt anschauen.

„Es“ hat mich nicht losgelassen. So hartnäckig war noch nichts in meinem Leben. Irre. 
Irre? Vielleicht.

Mir wurden noch zwei Dinge klar: Du kannst das nur alleine durchziehen und musst Perfektion abliefern. Sonst kommst Du aus der Schublade Spinner nie mehr raus.

Also ran an die Extreme. Besonders groß oder besonders klein – was funktioniert besser? Zentimeter für Zentimeter habe ich mich an die jetzigen Größen herangetastet. Rau ist besser als glatt. Doch welche Besandung ist besonders gut? Weich, mittel, hart? Welches Bindemittel zerstört das optimale Schwingverhalten nicht, ist aber robust genug, putzenden Händen zu widerstehen? Wie vermeide ich Eigenresonanzen? Was sind die optimalen Materialien für den Korpus? Warum funktionierten die Spiegel, warum mal nicht (der Luftdruck war`s). Wie sieht alles einigermaßen wohnraumtauglich aus? Wie können sie (exakt wiederhol- und nachvollziehbar) ausgerichtet werden?

Oft dachte ich: das ist doch alles nicht abgesichert. Du bist angreifbar an jeder Ecke (Experten sind oft nette Leute mit vorgefertigten Fragen und abfälligen Antworten). 

Hier half mir meine Frau. Sie ist Ärztin und sagte einmal lapidar: „Technikern was Medizinisches zu erklären ist schwer. Medizin ist eine empirische Wissenschaft. Beobachten, sammeln, vergleichen, danach handeln. Wenn es funktioniert, ist es gut, wenn nicht, dann lassen wir das eben und suchen weiter. Wir müssen nur ganz genau wissen, was wir keinesfalls tun dürfen. Wir können die Welt nicht in Formeln pressen, wir wissen oft sehr wenig, wie was wirklich funktioniert. Danach suchen dann manchmal die Forscher – oft erst nachträglich. 

Ach ja, noch was. Wer heilt, hat Recht. Wer Kranke gesund gemacht hat, braucht sich nicht mehr zu rechtfertigen und irgendwas zu begründen.“ 
Was für ein Fundstück: Eine echte, empirisch abgesicherte Weisheit, die ich anfangs wiederwillig und später sehr dankbar aufnahm!

Irgendwann haben die Akustischen Spiegel funktioniert – genauso wie Sie es beschrieben, Herr Saul.

Mein Genuss-Sensor blieb still, nur noch berauschende Hingabe beim Hören. Auch an verschiedensten Anlagen, in verschiedensten Räumen, mit verschiedensten Hörern. Auch hier die Erkenntnis: nicht alles funktioniert immer (ein nicht unbeträchtlicher Teil der HörerInnen hören tatsächlich erschreckend wenig), aber immerhin ist das System zu 95 Prozent sicher. Doch wo in unserem Leben bleibt kein Rest? Jeden Tag gibt es was zu lernen.

Nun bin ich in den Haarnadelkurven der High-End-Welt unterwegs, muss kalkulieren, verkaufen, Termine machen, zweifelnd-nachsichtige Blicke ignorieren und wirtschaftlichen Erfolg haben. Sonst bleibt alles nur Stückwerk. 

Warum ich mir mit den Akustischen Spiegeln so sicher bin?
Weil sich in dieser Branche alles um den Genuss dreht, vielleicht auch nur um die immer wieder ungestillte Sehnsucht nach dem Genuss. Ich finde, da habe ich eine ziemlich große Schippe draufzulegen. 

Und wie war das nochmal? Wer Kranke heilt, braucht sich nicht zu rechtfertigen. 

Außerdem treffe ich zunehmend auf Menschen, die mich wohlwollend unterstützen.
Gerade das ist ein besonders dicker Brocken vom Glück!

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche!
André Grunewald

 

 

Audiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen

Audiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen

Audiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen

Audiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen

In meinem Bericht „Audiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen“ schildere ich Ihnen, welche finanziellen Schritte bei der Auswahl des richtigen Stromkabels sinnvoll sind.

Audiophile Stromkabel?

Glaubt man den Aussagen von Elektrikern (die ja „so was“ gelernt haben), dann ist der Begriff „audiophiles Stromkabel“  so etwas wie ein fliegender Teppich. Ein Märchen halt.
Wäre ja schön – gibt es aber nicht.

Diesen Bericht schreibe ich deshalb für alle, die schon einmal mit so einem fliegende Teppich geflogen sind.
Oder besser ausgedrückt für alle, die schon einmal einen Klangunterschied zwischen Stromkabeln gehört haben und sich deshalb jetzt die Frage stellen:

Audiophile Stromkabel – welche Summe sollte man eigentlich dafür veranschlagen?

audioquest Dragon

audioquest Dragon

Ein naheliegender Rückschluss will uns dazu drängen, den Preis des Stromkabels in Relation zum Gerätepreis zu setzen.
Teure Geräte bekommen also teure Stromkabel und günstige Geräte bekommen die billigen Kabel. Und ganz sicher ist es grundsätzlich auch effektiver, mehr Geld in die Komponenten zu stecken als in ein teures Stromkabel.
Aber es kann sich durchaus lohnen, auch mal ein unverhältnismäßig teures Stromkabel zu testen.

Möglicherweise sind Sie ja mit dem neuen Stromkabel schon so glücklich und zufrieden, dass Sie sich den Kauf einer teuren Komponente erst einmal sparen können.

 

 

Audiophile Stromkabel – Um eine Hörprobe kommt man auch hier nicht umhin.

Ist doch auch logisch, oder!?
Wenn es Klangunterschiede gibt, dann muss es Kabel geben, mit denen es analytisch klingt und andere, mit denen es „verhangen“ klingt, mal kalt, mal warm, mal körperhaft, mal dünn …
Und mal passt das eine Klangbild besser zu den Geräten und mal das andere.

Und wie bei Lautsprechern und Verstärkern auch, weichen die Klangbilder in den unteren Preisklassen oft deutlich stärker voneinander ab als bei den teuren Kabeln.

Furutech Nanoflux

Furutech Nanoflux

Wer 1.000,- € oder mehr für ein Stromkabel bezahlt, der lässt sich schon lange nicht mehr mit einem speziellen Sound ködern, sondern ist auf der Suche nach einem Kabel, dass ehrlich und authentisch klingt.

 

 

 

 

 

Audiophile Stromkabel – kann man sie in Kategorien einteilen?

Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Ansicht richtig liege, aber ich unterteile Stromkabel in folgende drei Kategorien:

  1. Die Beipackstrippe und alle auf Klang-Effekte hin entwickelte Stromkabel.
  2. Das SupraCable LoRad MK II
  3. Das „eine richtige“ – am besten zur Komponente passende Stromkabel

Die Beipackstrippe

Schukostecker

Schukostecker

Diese Strippen, die der Hersteller mitliefern muss, weil der Kunde ja Anspruch auf ein funktionierendes Gerät hat, die haben an einer hochwertigen HiFi-Komponente nichts zu suchen! Lassen Sie sie am besten im Karton für den Fall, dass Sie Ihre Komponente eines Tages wieder verkaufen möchten.

 

 

 

 

Auf Klang-Effekte hin entwickelte Stromkabel

Wer kann schon etwas gegen einen „Wahnsinns-Bass“ haben? … oder gegen glasklare Höhen?
“Hauptsache – Ihr habt Spaß!” könnte man meinen.
Klar –  und manchmal passt das sogar.
Aber mit einer audiophilen Wiedergabe haben solche „Soundkabel“ nichts zu tun und wer da immer wieder zu schnell zuschlägt, der wird sich wohl bald eine Kiste für die vielen Fehlversuche zulegen müssen. 

Tipp:  Werden Sie stutzig, wenn Sie ein Stromkabel auf Anhieb mit beeindruckenden Klangeigenschaften überzeugen will. Es dauert meistens nicht lange und dieses Klangbild nervt Sie nur noch.

Der kluge Start in die Welt der Stromkabel – SupraCable LoRad MK II

LoRad_1.5_CS_EU_gerade

LoRad_1.5_CS_EU_gerade

Diese 102,- € für ein fertig konfektioniertes Stromkabel sind sehr gut angelegt.

Hören Sie nur wenige Minuten mit diesem Kabel und wechseln Sie dann wieder zurück zu der Beipackstrippe.
Sie werden es nicht glauben können, dass Sie so lange mit dem mitgelieferten Stromkabel  Musik hören konnten und dabei auch noch gemeint haben, es würde gut klingen.
Das LoRad MK II macht einfach alles richtig und übertreibt nichts. Vielleicht sind Ihre Hoffnungen am Anfang etwas zu groß und möglicherweise erwarten Sie, dass mit dem LoRad etwas ganz Außergewöhnliches passieren muss – aber führen Sie sich vor Augen, dass es hier um Musik geht, die uns auf Dauer gefallen soll.

Und genau damit wartet das LoRad auf. Zu einem erstaunlich günstigen Preis.
Mit diesem Kabel machen Sie von Anfang an alles richtig – Fehlkauf ausgeschlossen!

Jetzt wollen Sie es wissen!

Vielleicht besitzen Sie schon ein oder zwei audiophile Stromkabel und sicher wird man Ihnen nicht mehr viel darüber erzählen müssen, wie wichtig diese Kabel für das Klangbild sind.

Doch jetzt steht Ihnen der Sinn nach mehr.

„Nicht kleckern, klotzen!“ geht Ihnen durch den Sinn und Sie machen sich auf die Suche nach dem einen richtigen.
Und diese Suche kann Ihnen niemand abnehmen. 

Ich – will Ihnen keine Preisgrenze vorschreiben und ich – will auch nicht so tun, als gäbe es da ein Stromkabel, dass in jeder Kette das einzig wahre Kabel sein wird.

Die Auswertung unserer eigenen Erfahrungen und Bewertungen unserer Kunden führt aber natürlich schon zu einer Handvoll Kabel, die vornehmlich gekauft werden und die wir Ihnen ans Herz legen möchten.

Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, hänge ich deshalb eine kleine Tabelle an. Grün markiert sind die Kabel, mit denen Sie vielleicht Ihre Hörproben starten sollten. Suchen Sie sich einfach die Kabel aus, die Sie preislich akzeptieren würden und dann testen Sie sie. 

Viel Spaß dabei!

Sie suchen nach einer individuellen Lösung?
Kein Problem. Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder kommen Sie einfach vorbei.
Wir helfen Ihnen gerne und unverbindlich.

Und gebrauchte Stromkabel?
Grundsätzlich eine gute Idee!
Wenn das Kabel nicht schon gerade Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist gegen ein gebrauchtes Stromkabel nichts einzuwenden.

Aber Vorsicht!
Kaufen Sie ein gebrauchtes Stromkabel besser nicht „von privat“.

Wenn wir bei AUDIOSAUL Stromkabel Inzahlung nehmen, öffnen und prüfen wir die Stecker oder messen die Kabel zumindest durch. Was wir dabei immer wieder erleben, das lässt einem manchmal die Haare zu Berge stehen.

Und schnell versteht man dann, wieso der Kunde dieses Kabel so schnell loswerden wollte.
Da fliegen Metallteile (Klammern) im Schukostecker lose umher. Manchmal ist das Kabel völlig falsch gepolt und schmeißt sofort die Sicherung oder den FI. Manchmal hat der Vorbesitzer die Abschirmung an beiden Enden mit angelegt und sie somit zu einem Leiter umfunktioniert, worunter der Klang enorm leidet. Sie sind dann möglicherweise von einem hochgelobten Kabel total enttäuscht, aber der Grund für das miese Klangbild ist einfach eine völlig falsche Konfektionierung.

Kaufen Sie gebrauchte Stromkabel deshalb lieber bei einem vertrauensvollen Händler  – das kann Ihr Leben retten.

Und am Ende weiß der Händler doch auch genau, welcher Preis für so ein gebrauchtes Kabel fair ist. 
Leben und leben lassen. 

Nachfolgend finden Sie einen kleine Überblick über unsere Stromkabel, die wir Ihnen gerne liefern.
Bei den genannten Preisen handelt es sich um die unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers.
Bitte sprechen Sie uns an – wir prüfen gerne, ob wir Ihnen bei dem gewünschten Kabel ein gutes Angebot unterbreiten können.

Das gewünschte Kabel ist nicht dabei?
Bitte rufen Sie uns auch dann an oder schreiben Sie uns eine Mail.
Vielen Dank!

Stromkabel und Stecker

Audiophile Stromkabel – Test und Erfahrungen

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C Alpha OCC Stromkabel

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC

… von einem Kabel das auszog, den anderen das Fürchten zu lehren.

Ein Bericht über das Ausnahme-Stromkabel Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC.
Die meisten Stromkabel haben es heute recht einfach, sich klanglich gegenüber der mitgelieferten Standard-Ware – sprich: Beipackstrippe – hervorzuheben.
Schon ein etwa 100,- € teures SupraCable LoRad MK II beseitigt die Schwachstelle namens „schlechtes Gerätekabel“ und sollte aus meiner Sicht das Minimum an Stromkabel sein, was ein Hersteller anspruchsvoller HiFi-Komponenten seinen Geräten beipackt.
Warum all die namhaften Hersteller und angeblich so sehr auf jede klangliche Kleinigkeit fixierten Entwickler darauf verzichten, werde ich in meinem HiFi-Leben ganz sicher nicht mehr verstehen.
Die einzige akzeptable Argumentation ist da noch: „Die Kunden schmeißen es eh gleich weg und verwenden stattdessen ihr Lieblings-Stromkabel.“

Müll produzieren lassen?

Dann aber sollte man doch bitte konsequent sein und diesen billigen Chinamüll gar nicht erst nach Deutschland holen. Wozu?  Damit wir ihn dann wieder auf ein Schiff packen, um ihn in Asien für viel Geld entsorgen zu lassen – ohne ihn auch nur ein einziges mal benutzt zu haben!?

Aber im heutigen Bericht geht es um ein ganz anderes Kaliber von Stromkabeln, das ganz sicher niemand in den Müll schmeißen würde.

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC

Heute will ich Ihnen von einem ganz besonderen Stromkabel berichten. Und ich nehme Sie ein wenig mit in die Welt der Kabelentwicklung.

Wie entwickelt man denn überhaupt ein Audio-Kabel?

Und wer entwickelt es?
Vor 3 Jahrzehnten, da reichte es vielleicht, sich aus dem Portfolio eines großen Kabelherstellers alles mögliche anzuhören, die Isolierung mit dem eigenen Logo bedrucken zu lassen und es dann für viel Geld anzubieten.
Vieles davon war tatsächlich besser als das, was bis dahin als Kabel verwendet wurde, aber auch nicht wirklich alles.
Heute – ist es damit nicht mehr getan.

Heute entwickelt man nicht mehr „neue“ Kabel, sondern man entwickelt neue Materialien.

Schon seit fast zwei Jahren berichtet mir Ralf Koenen von Padis (Furutech Deutschland) von einem Furutech-Stromkabel namens DPS 4.1, womit die angeschlossenen Geräte erstaunlich gut klingen sollen – was aber extrem schwierig zu bekommen ist.
Ein einziger Blick in die Preisliste der Furutech-Kabel reichte, um mein Interesse an diesem Kabel lange Zeit in Grenzen halten zu können.

Fanden sich doch neben diesem Kabel von der Rolle mit einem Verkaufspreis – je nach Stand des Yen – zwischen 450,- € und 600,- € pro Meter, auch noch Stromkabel für fast 5.000,- € in der selben Liste. Diese allerdings dann bereits fertig konfektioniert.

Zwar kostet ein Exemplar der besten Furutech-Stecker (NCF) 370,- €  – aber damit alleine konnte man den Preisunterschied zur Rollenware ja nicht begründen. Und wenn ich auch Hochachtung vor der japanischen Handwerkskunst habe – 3.500,- € nur für das Konfektionieren – das wäre es mir dann doch wohl nicht wert. Nein – da muss es noch ganz andere Gründe geben.
Und die können ja nur im Klangergebnis begründet sein, oder?
Zumal mir das Powerflux 18 (2.560,- €), das Power Nanoflux (3.888,- €) und das Power Nanoflux NCF (4.536,- €) gut bekannt waren.

Alle drei Kabel spielen auf unvorstellbar hohem Niveau. Ob gegen die Brüder und Schwestern aus dem eigenen Lager oder im Vergleich zu den teuersten Strippen des Marktes – von besser und schlechter war da schon lange nicht mehr zu reden. Die Klangqualität ist einfach mit allen drei Ausführungen nicht mehr von dieser Welt.

Billiger und dennoch besser?

Wieso also schwärmt dann jemand, der mit den teureren Kabeln gut Geld verdienen könnte, von einem günstigeren Kabel, auf dessen Lieferung man auch noch Monate lang warten muss?

Nun – der Grund kann wohl einzig und allein darin zu finden sein, dass Ralf Koenen eben ein Vollblut-High-Ender mit Leib und Seele ist und es ihm eigentlich immer – zuerst um den Klang geht.

Was sollte man wissen, bevor man so ein Kabel testet?

Lassen Sie mich kurz auf die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan hinweisen – zumindest was das Entwickeln von Audio-Kabeln angeht.
Würden jemand einer Universität in Deutschland den Auftrag erteilen, besser klingende Stromkabel zu entwickeln, würde vermutlich ein Aufschrei durch das ganze Land ziehen, oder?
Es ist hierzulande einfach undenkbar, dass öffentliche Gelder für eine Sache verschwendet werden, die von nahezu 100% der Wissenschaftler als Hirngespinste dargestellt werden. Keine deutsche Uni würde sich mit dieser Aufgabe befassen, selbst dann nicht, wenn jemand das alles alleine finanzieren würde.

Wir reden hier von Klangunterschieden durch ein Stromkabel!

Und genau so etwas existiert für einen ordentlichen deutschen Wissenschaftler schlichtweg überhaupt nicht. So etwas wird mit der Wirkung von Placebo oder Homöopathie gleichgesetzt.

Hilft nur – wenn man stark genug daran glaubt.

Nun gut –
in Japan hat genau dieser Entwicklungszweig an den Universitäten und technischen Hochschulen eine lange Historie und Tradition.

PCOCC

Ich erinnere an PCOCC (Pure Copper Ohno Continuous Casting), ein von Furukawa entwickeltes Kupfermaterial, das von Dr. Atsumi Ohno, Professor am Chiba Institute of Technology durch die nächsten Stufe PCOCC-A verbessert wurde.

Seit 2013 produziert Furukawa Electric allerdings kein PCOCC mehr, wie man es auf der firmeneigenen Homepage (https://www.furukawa.co.jp/en/release/2013/ene_130304.html) nachlesen kann.

Einige Hersteller – wie auch Furutech – haben sich noch die Lager gut mit diesem Material gefüllt. Aber der Wechsel hin zu anderen – neuen Materialien ist unausweichlich.
So tauchen Begriffe auf wie PC-Triple C (Fine Chemicals & Materials) oder HiFC cabling.

Wissenschaftlich begründet – wurde die Produktion von PCOCC vor allem deshalb eingestellt, weil man in diesem Aufbau mit den langgezogenen Kristallen klangliche (!!) Nachteile entdeckte, die man beseitigen wollte.
Allen voran Acrolink (ein OEM-Kabellieferant) sah nach vorne und wusste dabei mit der Mitsubishi Corporation einen mächtigen Partner an seiner Seite.

Mitsubishi, Toyota, Suzuki, Sony …

Summen Sie auch gerade diese Melodie von Humpe & Humpe?  🙂
Zurück zum Bericht:

In den Laboratorien von Mitsubishi konnte bestätigt werden, dass es beim PCOCC-Kupfer zu einer Verringerung der so genannten „Diodenverzerrungen“ kommt, aber kristalline Verunreinigungen, die vor allem zwischen den Kristallen für Übergangswiderstände sorgen,  konnten durch diese Methode nicht beseitigt werden.

D.U.C.C

Mitsubishi wendet daher beim D.U.C.C. (Dia Ultra Crystallized Copper) einen Prozess an, bei dem Kupfer umkristallisiert wird. Hierbei werden die vorhandenen Schadstoffe freigesetzt und damit entfernt. Der so genannte Richtwirkungseffekt verringert sich dadurch enorm.

D.U.C.C. plus Alpha OCC

Furutech verwendet beim DPS 4.1 dieses von Mitsubishi entwickelte D.U.C.C. und kombiniert es mit dem selbstentwickelten Alpha-OCC, also einem im kontinuierlichen Kupferguss unter kontrollierten Bedingungen gefertigten Leitermaterial. Das Alpha steht bei Furutech für eine Verarbeitung, bei der das Material (hier Kupfer in 7N Reinheit) entmagnetisiert und in flüssigem Stickstoff tiefstgekühlt wird.

Das Ende jeder Theorie

So – und bevor ich mir jetzt hier noch weiter die Finger wund schreibe und auf die Nanopartikel, den Aufbau, das Dielektrikum usw. eingehe – und technisch versierte Leser noch mehr darauf stoße, dass ich mir diese ganzen Informationen sowieso nur allesamt aus verschiedenen Quellen zusammengesucht habe – erlauben Sie mir bitte, mich von diesem dünnen Eis zu entfernen und dafür zu sorgen, dass ich thematisch wieder festen Boden unter die Füße bekomme.

Mit anderen Worten:  Lassen Sie mich jetzt bitte darüber schreiben, wie sich dieses DPS 4.1 denn nun klanglich bemerkbar macht.

Wie klingt es nun – dieses Furutech DPS 4.1?

Hierzu lassen Sie mich bitte noch einmal kurz auf eine Vorgeschichte zurückgreifen.

Furutech bietet zum Beispiel auch zwei Phonokabel an, nämlich das AG 12 (622,- €) und das Silver Arrows (2.152,- €) – Bericht darüber unter „Phonokabel“.

Bei diesem Phonokabel konnte man feststellen, dass das AG 12 beeindruckend dynamisch, offen und mit wahnsinnig viel Spielfreude daherkam. Allerdings konnte es – je nach verwendetem Tonabnehmer – auch schnell ein wenig übertrieben wirken.

Das Silver Arrows dagegen strotze regelrecht vor Souveränität, Harmonie, Klangfarben und einer noch einmal gesteigerten Dynamik. Das Silver Arrows hat und kann einfach alles, was ein Plattenspieler-Liebhaber von einer höchstwertigen Wiedergabe verlangt – ohne auch nur an einer einzigen Stelle auf ein Klangerlebnis verzichten zu müssen.
Aber es hat auch seinen Preis.

Nun musste ich mich – da das DPS 4.1 immer noch nicht lieferbar war – bei den Furutech-Stromkabeln eine ganze Weile mit dem Furutech FP-S55N (228,- €/lfdm) zufrieden geben und konnte hier eine Parallele zum AG12 feststellen. Auch das FP-S55N zeichnet sich durch eine enorme Dynamik, Feinzeichnung, Präzision und Spielfreude aus. Mit dem FP-S55N wirkt definitiv nichts mehr langweilig oder verhangen. Aber auch hier wird dieses beeindruckende Klangbild “erkauft”. 

Diese Situation stellte so einige meiner Kunden vor ein Problem.

Hat man seine Anlage erst einmal mit dem FP-S55N gehört und erlebt, wie aufgeweckt sie klingen kann, will man eigentlich auf diesen Zugewinn nicht wieder verzichten. Andererseits wünscht man sich aber auch wieder eine Spur mehr Wärme und Harmonie. Musikalität sozusagen.

Mehr Geld – mehr Klang?

Sowohl einige meiner Stamm-Kunden als auch ich haben sich also die Frage gestellt, ob denn jetzt das DPS 4.1 in ähnlicher Art und Weise wie das Silver Arrows die Frage nach der Qualität, die man erhalten kann, schlicht und ergreifend durch die Frage ersetzt, was man denn bereit ist, dafür zu bezahlen.

Dann kam die große Stunde.

Gleich mehrere fertig konfektionierte Kabelsätze vom  Furutech DPS 4.1 erreichten unser Studio.
Sauber konfektioniert durch Furutech-Deutschland mit dem feinsten, was der Markt momentan an Steckverbindern zur Verfügung stellt, also dem FI-50 (R) NCF Kaltgerätestecker (370,- €) und dem FI-E50 (R) NCF Schukostecker für ebenfalls 370,- € das Stück.

Inklusive schwarzem Gewebeschlauch (nicht jeder mag diesen Lilaton des Kabels)  🙂 
und rhodinierten Kabelschuhen liegt dann so ein Meter Kabel komplett fertig konfektioniert bei rund 1.500,- €.

Wer soll da eigentlich die Zielgruppe sein?

Spätestens wenn man sich die Preise der Mitbewerber so anschaut, weiß ich als Händler gar nicht so richtig, wem ich dieses Kabel überhaupt anbieten soll. Den allermeisten Kunden werden 1.500,- € für ein Stromkabel als dermaßen überteuert vorkommen, dass sie nicht einmal im Traum daran denken, jemals so viel Geld für ein effes Gerätekabel zu bezahlen.

Die andere Klientel hat sich längst an solche Preise gewöhnt und 1.500,- € wecken bei ihnen nicht einmal ein Interesse daran, sich dieses „Billigkabel“ überhaupt mal anzuhören.

Sollten sie aber!

Kommen wir zum Klang des DPS 4.1

Wer sich zuvor das FP-S55N angehört hat, der wird eine Weile brauchen, um das DPS 4.1 zu verstehen. Denn beim direkten Umstieg wird es einem so gehen, als wollte man nach einer Spätlese auf einen Riesling umsteigen.
So etwas gelingt möglicherweise nicht einmal einem ausgebildeten Gaumen.

Aber auch alle anderen Hörer brauchen Erfahrung im Hören und sollten so weit “geerdet” sein, dass sie längst nicht mehr jedem beeindruckenden und verlockenden Klangbild hinterher laufen.

Aus dem Stand heraus durch ein besonderes Klangbild zu überzeugen (was den Kaufpreis rechtfertigen könnte) vermag das DPS 4.1 in keiner Weise.

Wer in einem hochgezüchteten Go-Cart 140 km/h fährt, wird vermutlich schnell in einen Geschwindigkeitsrausch geraten. Wer sich in einer S-Klasse mit 140 km/h kutschieren lässt, wird von der Geschwindigkeit nicht viel mitbekommen.

So ähnlich verhält es sich mit dem DPS 4.1.
Alles – wirklich alles – was ein High-Ender von einem Kabel erwartet, wird vom DPS 4.1 nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.
Harmonie, Klangfarben, Wärme, Körper, Ruhe, Souveränität … auf der einen Seite.
Dynamik, Durchsichtigkeit, Präzision, Räumlichkeit, ja die Luft im Raum … – auf der anderen Seite.
Und keine der beiden Seiten erlangt die Oberhand.

Wir erleben eine bisher nicht vorstellbare Musikalität.

Traurigkeit, Ausgelassenheit, Zorn, Wut, Liebe, Spaß, Leidenschaft …
Es steckt so viel in unserer Musik.
Endlich kommt es zum Vorschein.
… erwacht aus einem Dornröschenschlaf.
Ohne aber jetzt lauthals herum zu schreien, um unbedingt auf sich aufmerksam machen zu wollen.

Dieses Stromkabel will nicht im Mittelpunkt der Anlage stehen.

Dieses Kabel unterstützt jede einzelne Komponente und fordert sie auf, den Mut zu besitzen, sich uns zu zeigen.

Hörproben

Ich wähle ganz bewusst etwas sehr Emotionales aus und starte „Benedictus“ aus „The armed man. A mass of peace“ von Karl Jenkins. Leider liegt die Aufnahme bei Qobuz nur im CD-Format (16 Bit, 44.1 kHz) vor, was sich bei den Sopranstimmen im Chor durch schwierig zu beherrschende Resonanzen bemerkbar macht.
Aber zu Beginn des Stückes stehen die Streicher und vor allem das Solo-Cello im Vordergrund und das Stück wirkt auf mich wie eine Viertausender Felswand, wie ein Ozean im Sturm.
Ich lasse mich von der Musik beeindrucken und ich fühle mich klein und unbedeutend.
Ich spüre beim Hören dieser Musik eine unendliche Bescheidenheit und Dankbarkeit.

Es ist nur wenige Tage her, da ich diese Messe live erleben durfte und es gelingt mir nicht, etwas zu finden, was mich nicht glauben lassen würde, diese Musik erneut live zu erleben.
Die räumliche Tiefe, die Fokussierung auf das Cello, die Darstellung der gigantischen Kirche … ich muss nur die Augen schließen, um wieder am Ort des Geschehens zu sein.

Selbst als dieser mächtige gemischte Chor – gefühlt sind es mindestens 100 Sänger und Sängerinnen – einsetzt und man fast jedes gesungene Wort verstehen kann (es wird in Englisch gesungen) – ändert sich rein gar nichts zu dem, was ich live erleben durfte.
Die Sprachverständlichkeit ist eher noch eine Kleinigkeit besser als dort in der Clemens-Kirche in Oberhausen Sterkrade.

Die Staffelung und die Positionierung der Instrumente, die Aufteilung der Stimmen im Chor, die Kompaktheit des ganzen Geschehens und die Ausdehnung des Schalls in diesem Kirchenschiff – ein Erlebnis der besonderen Art.

Hörtipp:  

Wenn Sie sakrale Musik mögen und auch gerne mal eine Stunde bei wunderschöner Musik zu sich selber finden möchten, dann hören Sie sich dieses Album von Karl Jenkins in aller Ruhe an. Sie kennen diesen Komponisten nicht? Das stimmt nicht! Denken Sie doch mal zurück an die Werbung für Delta Airlines und an “Adiemus” (Miriam Stockley). Das kennen Sie ganz sicher. Karl Jenkins hat damit in den 90-er Jahren eine neue Art Musik erfunden, die man vor allem auch durch Enya näher kennen gelernt hat.

Kontrast-Programm

Ich wechsle zu den altbekannten Vorführstücken. Hugh Masekela, Nils Lofgren, Patricia Barber …
Nicht ein einziges Stück wirkt auf mich so, als müsste ich behaupten, es „so vorher noch nicht gehört zu haben“.
Und doch ist es genau so.
Ich bin deutlich näher dran an den Musikern, an den Stimmen, an den Emotionen.
Bässe reichen tiefer und sind schwärzer, Höhen wirken klarer und gleichzeitig haben sie mehr Volumen.
Die Raumabbildung ist tiefer, als ich es jemals vernehmen konnte. Bei den Klangfarben scheinen wmehrere Millionen hinzugekommen zu sein. Holz klingt nicht mehr einfach nach Holz, sondern nach Palisander, Buche, Eibe …

Dieses Kabel erschließt sich einem dennoch nicht auf direktem Wege.
Es funktioniert eher wie das Ausschlussverfahren bei einer Multiple-Choice-Frage.
Ist es zu dynamisch?
Nein!
Ist es zu warm?
Nein!
Ist es …

Frage für Frage, deren Antworten das positive Ergebnis schmälern könnten, wird mit einem eindeutigen „Nein!“ beantwortet. Am Ende ist es dann die Logik oder sogar die Mathematik, die zu dem Ergebnis führen: 

„Dann muss es perfekt sein!“.

Nun gut – mit der Perfektion ist das beim Musikhören immer so eine Sache.
Man rutscht nur auf der Couch ein wenig zu tief und schon ist sie hin – die Perfektion.
Da kann aber dieses Kabel dann nichts dafür.

Für wen ist es also nun gedacht und wer sollte es sich mal anhören?

Für alle, die verstanden haben, dass auch Stromkabel zu einer eigenständigen Komponente geworden sind. Eine Komponente, die genau so erforscht und entwickelt werden muss, wie ein Lautsprecher oder ein Verstärker. Die das Klangbild unserer Anlage mit prägt und bei der es leider immer wieder passiert, dass die tollsten und teuersten Geräte nicht zeigen können, was sie drauf haben, weil ihre Eigener lieber denjenigen glauben, die das alles für ausgemachten Unsinn halten.

Statt es sich einfach mal anzuhören.

Wenn ich Sie neugierig gemacht habe und Sie sich jetzt sagen: „Mensch, jetzt hör Dir das doch einfach mal an. Du musst es ja nicht kaufen. Leih es Dir und wenn Du keinen Unterschied hörst, dann gibst Du es einfach wieder zurück!“ – dann kann ich Ihnen nur empfehlen, sich zunächst das FP-S55N zu leihen und anzuhören.

Das FP-S55N beantwortet die Frage, ob ein Stromkabel den Klang verändern kann – und zwar auf der Stelle.
Wer damit keinen Klangunterschied wahrnimmt, der kann tatsächlich bei seiner Beipackstrippe bleiben.

Aber  wenn Sie dann doch diese Erfahrung gemacht haben, dann steht die viel schwierigere Aufgabe vor Ihnen nämlich, sich nun für das richtige Kabel entscheiden zu müssen.
Und am besten natürlich für eines, was Sie nicht im ersten Moment „vom Hocker haut“ , Ihnen aber schon noch ein paar Tagen auf den Keks geht.
Also so einem Kabel wie dem DPS 4.1 von Furutech.

Für viele Suchende –  das Ende einer langen Odyssee.

Jetzt das Furutech DPS 4.1 bestellen. 

Jetzt das Furutech DPS 4.1 als Meterware bestellen.

Melco D100 und N100 Bericht

Melco D100 und N100 Bericht

Melco D 100 und N100 Bericht

Melco D 100 und N100 Bericht

Melco,
… wenn`s um den Klang geht.

In meinem heutigen Bericht geht es um die Gerätschaften des japanischen Herstellers Melco. Genauer befassen werde ich mich mit dem CD-Laufwerk zum Rippen, dem D100B und dem Netzwerkspeicher N100, also Melcos Einsteiger-Modell.
Und natürlich zwingen mich diese Gerätschaften förmlich dazu, auch immer wieder mal auf die grundsätzliche Fragestellung einzugehen, ob man jetzt besser ein Streaming-Abo abschließt oder lieber seine eigene CD-Sammlung rippt.

Melco Logo

Wie kommt man überhaupt auf Melco?

Nun, in den letzten vier Jahren habe ich mich sehr intensiv und fast ausschließlich mit dem Streamen von High-Resolution-Audio-Dateien (HRA) aus den unterschiedlichen Musik-Portalen auseinander gesetzt.
Noch – kann man sich dieser „neuen Welt“ getrost verschließen und einfach so weiter machen wie gewohnt, doch lange wird das wohl nicht mehr funktionieren.
Mit einem Melco Netzwerkplayer kann ich diese Musik-Portale nutzen, aber der Schwerpunkt eines Melcos liegt klar erkennbar in den Bereichen Ripping und Sharing.

Zu den Unterschieden:

Streaming-Abo

Man schließt ein Abonnement bei einem Musik-Portal ab und von einer Sekunde zur anderen stehen einem fein aufbereitete, katalogisierte, getaggte und mit Biografien und Verknüpfungen gespickte 40 Millionen Titel aus aller Welt und aus jedem Genre zur Verfügung.
Wichtig dabei: Man streamt sie (mit dem richtigen Abo) in echter Studio-Aufnahme-Qualität – was heißt, dass selbst die Künstler und das Tonstudio die Aufnahme nicht besser hören als wir!
Eine normale CD wirkt dagegen dann manchmal wie eine MP3-Sammlung.

Ripping/Sharing

Jeder einfache PC kann dazu gebracht werden eine CD zu lesen, zu rippen, zu speichern und im Netz zur Verfügung zu stellen. Mit einem guten Programm wird das was der PC da ausliest, sogar online mit einer Referenzdatei abgeglichen (AccurateRip) und Lesefehler werden zuverlässig berichtigt.
Doch obwohl ich mit verschiedenen Apps experimentiert habe, die seltsamerweise alle auch noch zu Klangunterschieden untereinander geführt haben, ist es mir nie gelungen, mit meinen selbst gerippten CDs auch nur in die Nähe der Klangqualität zu kommen, die mir Qobuz liefert.
Der direkte Stream von Qobuz klang selbst dann noch besser, wenn der Titel dort auch „nur“ in CD-Qualität (16Bit/44.1kHz) zur Verfügung stand.

Also kam ich letztendlich zu der Ansicht, dass es doch viel bequemer ist und zudem auch noch besser klingt, wenn ich streame und nicht rippe.

Das sollte heute so nicht bleiben.

Drei H, der deutsche Distributor für Melco-Produkte, hatte es sich just in den Kopf gesetzt, meine Ansicht zu revidieren. 

Melco behauptet, dass selbstgerippte CDs dann nicht mehr schlechter klingen, wenn man sie mit dem richtigen (!) Laufwerk gerippt und auf dem richtigen (!) Netzwerkplayer (NAS) gespeichert hat.
Die richtigen Geräte kommen dabei natürlich allesamt – wie könnte es anders sein – von Melco.
… und natürlich ließ ich mich gerne auf diesen Versuch ein.

An der Quelle sitzt der Knabe …
… was bei Melco anders ist.

Wohl dem, der wie Herr Makoto Maki der Inhaber einer Firma ist, die „Buffalo“ heißt und sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung und Produktion von PC- und Netzwerk-Komponenten befasst.
Statt sich oder Angestellte mit einer ständigen Marktschau zu beschäftigen, um nach brauchbaren Bauteilen zu suchen und diese dann irgendwie zu einem Ganzen zusammen zu fügen, hat Herr Maki die Möglichkeit, das was man braucht im eigenen Hause entwickeln und produzieren zu lassen.

Idealer können die Voraussetzungen nicht sein, um richtig gute Geräte zu fertigen.
Aber ist das Melco auch gelungen?

Der Melco-Tag

Ich bekomme die zwei Geräte aufgebaut, die mich (zunächst) am meisten interessieren.
Zum einen also das CD-ROM-Laufwerk mit der Bezeichnung D100B zum Preis von 995,- € und zum anderen den N100, also den günstigsten Netzwerkplayer der Melco-Reihe, der auch noch optisch perfekt zum Laufwerk passt. Der Preis für ihn liegt bei knapp unter 2.000,- €, womit er also mit dem Altair von Auralic gleichzieht.

Auch der Altair kann mit einer eingebauten Festplatte zu einem Netzwerkplayer aufgerüstet werden. Auch der Altair kann sich Musikdateien von einem NAS im Netz oder von einer externen Festplatte holen und im Netz parat stellen oder selber abspielen.

Von Qobuz oder Tidal streamen können beide, der Altair und der N100.

Wo also liegen die Stärken und Schwächen der beiden Konkurrenten?
Und sind es überhaupt Konkurrenten?

Melco Netzwerkplayer N 100

MELCO-N100

MELCO-N100

Melco-Geräte mit einem „N“ in der Bezeichnung sind NAS-Computer, die konsequent auf Klangqualität entwickelt und produziert werden. Sie sind mit Spezial-Festplatten ausgestattet, auf denen man seine digitale Musik-Bibliothek speichern kann. Die Bibliothek wird dann allen im gleichen Netz befindlichen Abspielgeräten zur Verfügung gestellt.

Angenehm ist, dass die Melco-Komponenten allesamt wie HiFi-Geräte aussehen und die interne Festplatte praktisch nicht zu hören ist. Damit – darf dann so ein audiophiler „NAS“ endlich auch wieder im Wohnzimmer Platz nehmen, ohne dauernd mit seinen Festplattengeräuschen zu nerven.

 

Melco Laufwerk D100 B

MELCO D100B

MELCO D100B

Um beim Rippen der CDs keine klanglichen Kompromisse eingehen zu müssen und auch hier nicht auf einen Computer angewiesen zu sein, entwickelte Melco unter der Bezeichnung D100 ein CD-ROM-Laufwerk der Extraklasse. Verbindet man den D100 mit einem Nxxx-Gerät wird eine in den D100 eingelegte CD automatisch gerippt, auf dem Melco Nxxx gespeichert, getaggt und mit einem Cover versehen. (Für die komfortablere Bedienung am Tablet)

 

 

So lange ich bei der Annahme bleibe, dass die Klangqualität der selbstgerippten CDs unterhalb des Qobuz-Streams liegt, zahle ich bei Melco also eine ordentliche Summe, nur um diesen Vorgang ein klein wenig komfortabler hin zu bekommen als mit dem PC.
Wie es wirklich klingt – das lesen Sie weiter unten im Text.

Mich interessierte nämlich zunächst einmal etwas ganz anderes, was ich entdecke, während mir die beiden Geräte angeschlossen werden:

LAN-Filterung

Filter kennen wir heutzutage aus dem Bereich des Netzstroms. Die unterschiedlichsten Hersteller werden nicht müde, uns mit Hilfsgeräten hörbar zu machen, wie viel „Elektroschmutz“ sich in unseren Leitungen befindet und haben natürlich alle die einzig wahre Lösung parat.
Ich will nicht zynisch klingen, vieles davon ist wirklich – wirklich gut. Aber so manch ein Hersteller will einfach nur ein Stück vom Kuchen abhaben und deshalb sollte man sich genau anschauen, wofür man sein Geld ausgibt.

Dieser LAN-Filter von Melco …
soll aber nun ganz anders, viel „intelligenter“ funktionieren.

Hintergrund
Im LAN sind permanent alle möglichen Daten „unterwegs“. Video-Dateien, Sprache, Daten, E-Mails … Und selbst wenn eigentlich im Netz gar nichts los ist, laufen Routinevorgänge ab, denn manche Bausteine wie Router fragen fortlaufend nach, wer denn wohl noch so alles im Netz ist, wie die MAC-Adressen lauten usw..
Schauen Sie nur mal auf die kleine gelbe LED an einer Ethernetbuchse. Immer wenn sie blinkt, passiert gerade etwas in Ihrem Heimnetz.

Melco war genau das ein Dorn im Auge, denn hier ist man davon überzeugt, dass dieser „Traffic“ wie man heute sagt, jedes Gerät stören muss, was sich mit der Aufgabe zu befassen hat, sich um die Aufbereitung der Audio-Dateien zu kümmern.
Viel ungestörter und „konzentrierter“ müsste sich logischerweise ein solches Gerät um die Audio-Dateien kümmern können, wenn alle anderen Daten gar nicht zu ihm hinkommen könnten, also geblockt werden.
Statt also – wie in einem üblichen Netz, einen Paketwagen mit allen möglichen Sendungen voll zu packen und dann auszuliefern, packt Melco in diesen Paketwagen ausschließlich die Pakete hinein, die für die nachfolgenden Bausteine bestimmt sind.
Im IT-Bereich würde man so etwas wohl Quality of Service nennen oder zumindest so ähnlich.

Logischerweise wollte ich jetzt also zunächst an meiner mir gut bekannten Vorführkette, bestehend aus einem Auralic Aries G2, Vega G2 und aktiven Lautsprechern von Progressive Audio überhaupt nichts ändern und lediglich das Ethernetkabel in die gefilterte Ausgangsbuchse des Melco N100 stecken.
Natürlich musste ich jetzt den Melco mit einem zweiten Ethernetkabel mit der Fritzbox verbinden.
… was ja aber blitzschnell gemacht war.

Melco hat mich

Tja – da muss ich wohl zugeben, dass ich wohl ziemlich baff gewesen bin.
Damit hatte ich so nicht gerechnet. 

In dem Moment, in dem dieser N100 mit seinem LAN-Filter seine Arbeit aufnimmt, wird die Unruhe, wird die Hektik in der Musik, die wir vorher gar nicht wahrgenommen haben (wohl weil sie eben immer da war) wie mit einem Staubsauger aufgesogen und eliminiert.

Nichts klingt wirklich anders, keine einzige Klangfarbe ändert sich – was sehr gut ist und was ich nicht anders akzeptieren könnte – aber endlich kann sich jeder Ton so entfalten, wie es ihm zusteht und um ihn herum ist nichts als tiefschwarze Ruhe.

Man muss sich das so vorstellen, also müssten sich ohne diesen LAN-Filter 20 Paar Tänzer eine Fläche teilen, auf der eigentlich nur 3 bis 4 Paare tanzen können. So etwas ist irgendwie frustrierend.
Sobald der Filter dazwischengeschaltet ist, hat jedes Tanz-Paar die Fläche für sich alleine und kann endlich zeigen, was es kann.
Völlig ungestört. Dieses unbeschreibliche Gefühl “endlich Platz, endlich frei” – genau das beschleicht mich gerade, während ich an meiner Kette nichts geändert habe und lediglich diesen LAN-Filter von Melco eingeschleift habe.

Das ist so gravierend, dass ich natürlich sofort die Frage stelle, ob Melco diesen Filter auch einzeln anbietet, was leider negativ beantwortet wird.
Nun – damit bin ich noch nicht ganz fertig, aber für heute bleibt festzustellen, dass mich dieses Teil schon mal fasziniert hat.

Und wie klingt der Streaming-Transport von Melco?

Vor und neben dem Melco N100 stehen seine Konkurrenten selbstsicher aufgestellt. Da haben wir von Auralic den Altair, der „alles kann und alles hat“ und wir haben die beiden reinen Transports Aries G1 und G2, die genau wie der Melco zwingend einen externen DAC benötigen.

Melco vertritt die Ansicht, dass es bereits viel zu viele DAC in allen nur erdenklichen Preis- und Qualitätsklassen gibt und dass die anderen DAC-Entwickler Melco in diesem Punkt so weit voraus sind, dass man sich in diesen Markt nicht erfolgreich einmischen könnte.
Also verwende ich den Vega G2 von Auralic

Auralic G2

Auralic Vega G2

Der Vega G2 gehört sicherlich mit zu den besten DAC, die man derzeit erwerben kann und hat so viele unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten, dass wir ideale Voraussetzungen vorfinden, um die Quellgeräte miteinander vergleichen zu können. Auch wenn man nun munkeln könnte, dass sich die Auralic-Geräte untereinander vielleicht noch eine Idee besser verstehen.

Heute geht es mir aber ja noch gar nicht primär darum, die Streaming-Fähigkeiten des N100 mit dem des Aries G1 klanglich zu vergleichen, sondern heute will ich heraus finden, ob Melco mir mit der Aussage zu viel versprochen hat, dass selbst gerippte CDs die Klangqualität der Qobuz-Streams erreichen können.

Wie gut klingt nun die selbstgemachte Bibliothek?

Ich wähle für diesen Versuch eine CD, die ich seit Jahren gut kenne und die den Vorführern auf HiFi-Ausstellungen schon fast aus den Ohren raus kommen.
Parat liegt die Nils Lofgren mit “Keith don`t go”.

Schon als Vorbereitung auf diesen Melco-Tag habe ich das Album mit einem Apple-CD-Rom-Laufwerk auf meinem iMAC „aufgenommen“, also gerippt. Hierzu habe ich sowohl iTunes verwendet (ALAC) als auch XLD (FLAC).
Die Datei habe ich auf mein Synology DS918+ kopiert und zusätzlich auf einen Stick gebannt.
Spiele ich diese Dateien über meine Auralic-G2-Kombi ab, erkenne ich keine Klangunterschiede zwischen den einzelnen Speicherplätzen.
Starte ich den Qobuz-Stream kommt aber sofort wieder der Verdacht auf, Qobuz würde mir eine völlig andere – deutlich bessere – Aufnahme zur Verfügung stellen.

Erkenntnis:
Entweder ist die Qobuz-Datei viel besser als meine CD oder mein Streaming- und Sharing-Equipment ist einfach nur PC-like und hat mit high-endigem Klang nicht viel zu tun.

Rippen mit dem Melco D100

Nun verschwindet die CD im Bauch des D100 und der N100 startet automatisch mit der Aufnahme, also dem Rippen der CD.
Nach geschätzten 10 Minuten ist alles erledigt und der D100 spuckt die CD automatisch wieder aus.
Ich schließe den N100 über ein Audioquest Diamond-USB-Kabel an den Vega G2 an, der seinen Takt über einen externen Leo Gx erhält und bin gespannt.
Ohne großartig hin- und herschalten zu müssen, bestehen überhaupt keine Zweifel daran, dass die Klangqualität dieser Dateien meine bisherigen Ripping-Versuche regelrecht deklassieren.
Bin ich froh, dass ich bisher keine Zeit und keine Lust dazu hatte, meine CDs zu rippen. Ich würde mich heute vermutlich in Grund und Boden ärgern.
Und deshalb will ich mich gerne schon einmal ganz – ganz weit für Melco aus dem Fenster lehnen und folgendes behaupten:

Wer auch immer mit dem Gedanken spielt, seine eigenen CDs zu rippen und keine Lust hat, am Ende der Arbeit feststellen zu müssen, dass sich das alles klanglich überhaupt nicht gelohnt hat, der muss (!) sich dieses Laufwerk kaufen oder wenigstens ausleihen.

Wobei …
… ich zu diesem Zeitpunkt noch wirklich nicht in der Lage bin, Ihnen zu sagen, welcher Anteil auf das Konto des D100 und welcher auf das Konto des N100 geht, denn ich habe ja beides zusammen getestet und alle weiteren Differenzierungen müssen sich jetzt nach und nach noch ergeben.

Es tun sich da noch einige offenen Fragen auf:
Wie klingen die Dateien, wenn ich sie mit dem D100 auf meinen PC rippe?
Wie klingt der N100 beim Streamen von Qobuz (Tidal …)?
Wie klingt der N100 mit einem besseren Netzteil?
Mit welchen Kabeln klingt der N100 am besten?
Mit welchem DAC harmoniert er und mit welchem nicht?
Wie viel besser klingen die großen Brüder vom N100?
Wie gut ist die Melco-Software?
Welche Software ist besser und funktioniert mit dem Melco?
Wie integriere ich Roon in ein Melco-System?

Brauche ich am Ende ein Melco D100-Laufwerk zum Rippen, einen Auralic Aries G2 zum Streamen, einen Melco Nxxx als Bibliotheken-Speicher, einen Nucleus als Roon-Server und einen DAC992 von Progressive Audio, um in allen Disziplinen in der Referenzklasse dabei zu sein oder kann ich diesen Gerätepark auch ordentlich ausdünnen?

Will der typische Melco-Kunde überhaupt ein Streaming-Abo oder ist er auf seine eigenen (!?) CDs fixiert?

Für mich und damit für AUDIOSAUL heißt es jedenfalls:

Willkommen Melco!

Ich freue mich, ab sofort zum Melco-Händlerstamm dazu zu gehören und ich verspreche Ihnen, dass ich Sie auf dem Laufenden halten werde.
Wenn Sie selber schon Erfahrungen mit den Melco-Geräten gesammelt haben, dann freue ich mich über Ihre Kommentare.

Und ganz besonders würde ich mich natürlich über Ihre Bestellung in unserem Shop oder einfach per E-Mail/Anruf freuen.

Vielen Dank!

Melco D100 jetzt kaufen.

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Progressive Audio DAC 992 Vorstellung

Progressive Audio DAC 992 Vorstellung

Progressive Audio DAC 992

Progressive Audio DAC 992

In diesem Bericht geht es um den neuen DAC-Vorverstärker Progressive Audio DAC 992 aus Essen-Kettwig.

(ACHTUNG! Dieser Bericht wurde am 9.08.2019 aktualisiert und enthält jetzt einen Rabatt-Code am Ende des Berichts !!!)

007?
Manchmal komme ich mir wirklich vor wie James Bond.
Nicht etwa, weil ich alleine eine ganze Armee besiegen kann und auch nicht, weil mir die Frauenwelt zu Füßen liegt.
Sondern weil auch ich ab und zu in so etwas wie das Quartier von „Q“ Einblicke erhalte und mit „Erfindungen“ wieder nach Hause komme, die ich vor dem Besuch nicht für denkbar gehalten hätte.

Letzte Woche war es wieder mal soweit. Nachdem ich diesem Gerätchen bisher nur in Form eines gehäuselosen “Elektronik-Knubbels” begegnet war, konnte ich nun das allererste Seriengerät vom neuen Digitel-Analog-Converter-Vorverstärker, kurz DAC 992 für mein Studio abholen.

Und was soll ich sagen!?

Da betreibt man fast 35 Jahre lang ein HiFi-Studio und hat so manchen Artikel kommen und gehen sehen.
Der neue Lautsprecher klingt noch ein wenig besser als der alte und die neue Verstärker-Serie wirkt noch einen Tacken harmonischer.
Nun ja.

Meistens ist der eigentliche Antrieb für die Neuentwicklung aber doch lediglich der Wunsch danach, von den Zeitschriften wieder einmal getestet zu werden, denn über Geräte, die es seit Jahren gibt, da schreibt natürlich niemand was.

Doch manchmal – ab und zu – ganz selten – eigentlich noch nie zuvor …

… passiert es, dass man als Händler einen solchen Knaller präsentiert bekommt wie den neuen DAC 992 von Progressive Audio.

Und diese Bezeichnung wird man sich merken müssen, so man sich denn selber zu der Gruppe der Audiophilen zählt.

Progressive Audio DAC 992 Frontansicht

Progressive Audio DAC 992 Frontansicht

Leider “nur” aus Deutschland!?

Eine Schande, dass so ein Prachtstück „nur aus Deutschland kommt“ und damit schon automatisch von denen nicht beachtet werden wird, die der Überzeugung sind, alles Gute muss von weit weit her kommen?

Ralf Koenen hätte es vielleicht wirklich gut zu Gesicht gestanden, in die USA oder gar nach Japan auszuwandern, um uns von dort aus mit seinen edlen Komponenten zu beglücken.
So aber sitzt der Prophet im eigenen Lande … Sie wissen schon.

Doch Dank seiner Ausdauer und seiner Genialität ist ihm schon längst das Kunststück gelungen, sich gegen derartige Denkweisen durchzusetzen und der Welt zu zeigen, dass Deutschland in der High-End-Szene eine gewichtige Rolle mitzuspielen hat.
… und sich weder von den USA, Japan noch von China die Butter vom Brot nehmen lässt.

Und auch das zweite frühere Vorurteil gegen Progressive Audio hat Ralf Koenen bereits aus der Welt schaffen können.
„Sehr gut – aber auch sehr teuer!“ so lautete die Beschreibung der Progressive Audio-Produkte, bis –
ja bis die Extreme-Serie vorgestellt wurde.

Mit ihr war es Ralf Koenen gelungen, high-endige Tugenden, allen voran die zeitrichtige Wiedergabe, in eine Lautsprecher-Preisklasse zu integrieren, in der man genau das bis dahin wohl gar nicht für erforderlich gehalten hatte.
“Wer eine zeitrichtige Wiedergabe erkennen kann, der weiß auch, dass man dafür viel Geld bezahlen muss. Alle anderen wollen doch nur einen tollen Sound und eine geile Optik!”
So ähnlich lautet wohl immer noch die Meinung einiger Hersteller.
Zum Glück hat der Kunde die Wahl.

… doch das ist alles nichts gegen den DAC 992

Alles, was Ralf Koenen bisher abgeliefert hat  – verblasst, wenn man sich diesen neuen DAC 992 anhört.
Genau zur richtigen Zeit überrascht Progressive Audio die HiFi-Szene hier mit einer Komponente, die die Rang- und Namenslisten der besten Entwickler weltweit durcheinander schütteln wird wie ein Erdbeben alles, was sich in seinem Epizentrum befindet.

Schließen Sie den DAC 992 an, starten Sie die Musik und nach wenigen Sekunden werden Sie sich eines fragen: „Wie um alles in der Welt ist so etwas möglich?“!

Versprochen!

Kommen wir zu den Fakten:

Der DAC 992 ist ein Digital-Analog-Wandler mit integrierter Vorstufe.
Seine Ausgangsspannung können wir auf zwei Volt fixieren und ihn somit an jedem Vor- oder Vollverstärker betreiben – genau so, wie wir einen CD-Player betreiben würden.

Soll der DAC 992 jedoch Aktivboxen betreiben, dann stellen wir einen Schalter um und erhalten dadurch einen regelbaren Ausgang mit einer Leistung von 2 bis 6 Volt.
Nun brauchen wir nur noch einen Streaming-Client wie z.B. den Auralic Aries, den Nucleus von Roon oder einen Netzwerkspeicher, z.B. von Melco.

Progressive Audio DAC 992 Rückseite

Progressive Audio DAC 992 Rückseite

Serienmäßig wartet der DAC 992 mit folgenden Ein- und Ausgängen auf:

Eingänge:
1x USB-Eingangsbuchse (Neutrik)
1x XLR (AES-EBU),
3x RCA (Cinch),
2x Toslink (Lichtleiter)
Bis zu 5 digitale Quell-Geräte können gleichzeitig an den DAC 992 angeschlossen werden.

Ausgänge:
1 Paar XLR 
1 Paar RCA (Cinch)

Außerdem: 
Ein Impulsausgang zum Ein- und Ausschalten von Aktivlautsprechern, zum Beispiel der Extreme-Serie von Progressive Audio.

Und dann gibt es da noch das Mäuseklavier.
Damit schalten wir:
1) Filtereinstellung “sanft” oder “präzise”
2) Phase invertieren
3) Ausgang “fix” oder  “variabel”

Symmetrisch – unsymmetrisch?  Egal!

„Nehmen Sie das besser klingende Kabel!“ – so lautet die einzige Empfehlung von Ralf Koenen.

Sowohl im Eingang als auch im Ausgang sorgen hauseigene Übertrager für eine galvanische Trennung und damit für eine hohe Unabhängigkeit davon, ob wir ihn symmetrisch oder unsymmetrisch verbinden.

Es bleibt: 
Auch der DAC 992 freut sich über wirklich edle Kabel, zum Beispiel über die aus eigenem Hause. Vor allem aber auch über gescheite Stromkabel.

Und wie klingt er nun im Vergleich?

Den kann man sich getrost sparen.
Der klangliche Vorsprung, der sich schon nach einigen Takten für den DAC 992 herausstellt, zu allem, was ich bisher gehört habe, der ist so gewaltig, als müsste man nacheinander mit einem Smart und mit einer S-Klasse von Oberhausen nach Berlin fahren.
Dabei geht es überhaupt nicht um sachliche Fakten, um Genauigkeit, Präzision, Authentizität oder irgend etwas, was man als Bewertung im Vergleich heranziehen könnte.
Die anderen DACs sind ja beileibe kein Schrott – ganz und gar nicht!!

Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist das klangliche Erlebnis ja so beeindruckend.
Die üblichen „Verdächtigen“ in Form von Nils Lofgren, Hugh Masekela, Patricia Barber und vielen anderen mehr sind schnell durchgehört.
Bei jedem einzelnen Song steht bereits nach wenigen Takten fest:  So – muss es klingen!
Ich frage mich immer wieder, ob ich das über einen Plattenspieler schon jemals so gut gehört habe und muss die Antwort schuldig bleiben.

Jeder einzelne Ton gewinnt an Volumen, an Kraft, an Dynamik. Der Aufnahmeraum wird wie selbstverständlich genau so dargestellt, wie er wohl gewesen sein muss.
Jedes Instrument erhält seine ureigene Größe zurück. Da gibt es kein Klavier wie beim Puppentheater – hier steht ein Flügel in seiner beeindruckenden Mächtigkeit in meinem Studio.
Zehnmillionen Klangfarben und Facetten deckt der DAC 992 behutsam auf und erzeugt in mir das Gefühl, als müsste ich mich bei ihnen allen dafür entschuldigen, dass ich sie nicht schon eher befreit habe.

Die Musik fließt …

Das wichtigste aber ist dieser unbeschreibliche Fluss in der Musik, der auf der Stelle dafür sorgt, dass man sich einfach „sauwohl“ fühlt.

Es gibt glatt geschliffene Steine, die man streicheln muss (Handschmeichler). Es gibt bauschige und wunderbar duftende Kissen, in die man sich grinsend hineinkuschelt.
… und jetzt gibt es mit dem DAC 992 Musik, die uns ganz und gar umhüllt und in der wir uns einfach treiben lassen wollen.

Ausklinken aus der realen Welt, nur noch Musik hören und mit ihr verschmelzen.

… und endlich verstehen, was Genuss und Musik miteinander zu tun haben.

Am Ende bleibt nur eine Frage offen: 
Was kostet denn jetzt so ein DAC 992?

Antwort:  7.498,- € – inklusive USB-Eingang

Ralf Koenen geht mit dieser Entscheidung aus meiner Sicht ein hohes Risiko.
Seine Absicht lautet unverkennbar, die HiFi-Szene mit dem Preis für den DAC 992 mehr als zu überraschen.
Sicher hat der große Erfolg seiner Extreme-Serie zu diesem Entschluss beigetragen.

Und jeder, der lieber selber hört, statt Berichte wie diesen hier zu lesen, wird sich darüber freuen und zusehen, dass er sich einen DAC 992 “an Land zieht”, bevor es sich Ralf Koenen doch noch anders überlegt.

Aber man muss auch erkennen, dass sich Progressive Audio damit über die Gesetze des professionellen Journalismus hinwegsetzt.
Keine Redaktion der Welt wird oder kann diesen DAC 992 so bewerten, wie sie es vielleicht gerne tun würde.

„Man muss Platz nach oben lassen!“ oder: „Man kann nicht allen anderen zwischen die Beine treten, von denen man lebt!“ und: „Wer weiß denn schon, was wir im nächsten Monat zu testen bekommen!?“.
Alte Redakteurs-Weisheiten, die man überhaupt nicht anfechten kann, die Bestand haben in einer Welt, in der man Monat für Monat immer wieder ähnliche Dinge zu bewerten hat.

Ralf Koenen interessiert sich nicht die Bohne für solche Gedanken und er geht seinen eigenen Weg in seiner eigenen Welt.
Und irgendwie – scheint er damit richtig zu liegen. Wieso auch immer.

Fazit:

Möglicherweise werden Sie meinen Bericht für vollkommenes Werbegesülze halten. Vielleicht werden Sie mir vorwerfen, mich als Händler nicht professionell zu verhalten, weil ja auch ich in meinem Studio teurere DACs im Programm habe.
Aber da merke ich gerade, dass ich mich der Sichtweise eines Ralf Koenen annähere.
Diesen DAC 992 „journalistisch korrekt“ zu beschreiben, bringe ich einfach nicht fertig.

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Auf Grund der Preisumstellung schenken wir jedem Kunden, der den DAC 992 hier bei uns im Shop bestellt, den Aufpreis für den USB-Eingang!
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Zarathustra S4 und Pluto Audio 7A Prestige – Revision Teil 2

Zarathustra S4 und Pluto Audio 7A Prestige – Revision Teil 2

Zarathustra S4 und Pluto Audio 7A Prestige – Revision Teil 2

Zarathustra S4 und Pluto Audio 7A Prestige – Revision Teil 2

Im Teil 1 dieses Berichts lesen Sie, wie man an einem Zarathustra S4 eine Revision durchführt. (Hier klicken)

Der Pluto Audio 7A Prestige

Der 7A Prestige ist noch ein Ur-Pluto-Audio-Tonarm, wie er in seiner Grundidee zu sein hat.
Das Tonarmrohr ist aus purem Titan und in Handarbeit aus dem Vollen gedreht. Das ist der Grund, weshalb er sich aus drei kurzen, kaskadierenden Rohren zusammensetzt.
Titan zu bearbeiten ist immer eine heikle Angelegenheit. Wird es zu heiß, brennt es einfach ab. 

Die Experimente von Eduardus Driessen aus dem niederländischen Hengelo mit fix-und-fertig gelieferten Titanrohren, verliefen bei Betrachtung der klanglichen Aspekte extrem ernüchternd, weshalb sich ihm am Ende kein anderer Ausweg bot, als bei den handgefertigten Rohren zu bleiben und sich dem Verarbeitungsrisiko Arm für Arm zu stellen.

Klanglich zeichnen sich seine Tonarme vor allem durch das völlige Fehlen eigener Klangbeigaben aus.
Tonarme klingen üblicherweise nach dem verwendeten Material, nach dem Lagertyp, nach der Konstruktionsweise …
Genau deshalb haben ihre Entwickler ja meistens auch die Konstruktionen ganz bewusst so gewählt.

Wer jahrelang verschiedene Tonarme montiert und Tonabnehmer justiert hat, der ahnt meistens schon vor dem Aufbau, was ihn gleich für ein Klangbild erwarten wird. Und meistens liegt er damit auch ziemlich dicht an der Wahrheit.
Man könnte also sagen, dass sich ein Analog-Händler in einer ähnlichen Situation befindet wie ein Wein-Händler.
Die Kunden suchen zwar immer nach “dem besten Wein” – den aber, kann es gar nicht geben.
Kompliziert wird das alles dadurch, dass es einerseits den Aspekt des persönlichen Geschmacks und andererseits aber dennoch echte Qualitätsunterschiede gibt und man nicht immer sagen kann, wo das eine anfängt und das andere aufhört.

Gehen wir an die Arbeit und zerlegen wir unseren 7A Prestige in seine Einzelteile.

Pluto Audio 7A Prestige demontiert
Pluto Audio 7A Prestige Anbauteile

Anbauteile im Bereich des Lagers

Im Bereich des Lagers finden wir das Gegengewicht, das wir mit zwei Fixierschrauben sichern können.

Alles andere ist Bestandteil der Anti-Skating-Vorrichtung.

Pluto Audio 7A Prestige Detailansicht Gegengewicht

Gegengewicht

Wir sehen eine Detailansicht des Gegengewichts. Bevor wir es nach hinten abziehen können, müssen wir sicherstellen, dass wir die beiden Fixierschrauben ausreichend gelöst haben.

Pluto Audio 7A Prestige Detailansicht Ausleger zur Befestigung des Antiskatinggewichts

Pluto Audio 7A Prestige Detailansicht Ausleger zur Befestigung des Antiskatinggewichts

An diesem Ausleger wird das Antiskatinggewicht befestigt.

Pluto Audio 7A Prestige Detailansicht Umlenkung der Antiskatingschnur

Umlenkung der Antiskatingschnur

Das Bild zeigt die Vorrichtung zur Umlenkung der Antiskating-Schnur.

Pluto Audio 7A Prestige ohne Anbauten und Fuß

Pluto Audio 7A Prestige ohne Anbauten und Fuß

Haben wir den Tonabnehmer und alle Anbauten entfernt, können wir die Justageschraube für den Tonarm im Fußbereich lösen und den Arm nach oben herausnehmen.

Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte

Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte

Die SME-kompatible Fußplatte trägt den Ausleger für den Lift und die Tonarmhalterung (Ruhestellung)

Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte ohne Ausleger

Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte ohne Ausleger

Nach dem Entfernen aller Anbauteile bleibt nur noch die SME-kompatble Fußplatte übrig.

Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte von unten

Pluto Audio 7A Prestige Fußplatte von unten

Eine enorme Erleichterung der Montage wie auch der Demontage wird durch diese beiden Stege erreicht. So ist es überflüssig unterhalb des Tonarmes irgendwelche Muttern festhalten zu müssen. Zum Befestigen und zum Lösen braucht man lediglich den passenden Innensechskantschlüssel. Außerdem wird durch die Stege verhindert, dass sich zu kleine Muttern in das weiche Holz ziehen und das Subchassis beschädigen.

Pluto Audio 7A Prestige Ausleger für den Lift

Pluto Audio 7A Prestige Ausleger für den Lift

An keiner Stelle wird hier mit Material gegeizt und das aus gutem Grund. Jede zu dünne Platte, die beim Abtasten einer Schallplatte in Resonanzen versetzt werden kann, wird das Klangbild deutlich verschlechtern.

Pluto Audio 7A Prestige Ausleger für die Tonarmhalterung

Pluto Audio 7A Prestige Ausleger für die Tonarmhalterung

Beim 7A Prestige arbeitet Pluto Audio im Bereich der Tonarmhalterung (Ruhestellung) mit einer Zwischenetage. Sie sorgt dafür, dass wir einen 7A Prestige praktisch auf jeden Plattenspieler dieser Erde montieren können. Passt nicht – gibt’s nicht!

Pluto Audio 7A Prestige Tonabnehmer-Kabelschuhe an Deskadel Goldkabel

Pluto Audio 7A Prestige Tonabnehmer-Kabelschuhe an Deskadel Goldkabel

Diese Kabelschuhe wurden von einem Goldschmied an die Deskadel Goldverkabelung geschmiedet.
Das Deskadel-Kabel hat nicht nur einen “goldigen” Namen, sondern es besteht tatsächlich aus diesem edlen Material.
Lange hat Deskadel gebraucht, um dieses Kabel aus purem Gold zu entwickeln. So eine Innenverkabelung muss ja robust genug sein, um im Lagerbereich täglich bewegt werden zu können. Und das ist nun einmal bei Gold sehr schwierig. Wer aber dieses Ergebnis des belgischen Kabelherstellers einmal klanglich erleben durfte, der weiß, wovon er ab sofort träumen kann.

Pluto Audio 7A Prestige Deskadel Goldkabel

Pluto Audio 7A Prestige Deskadel Goldkabel

Hier sehen wir, wie das Deskadel Goldkabel im Bereich des Lagers im Tonarmfuß verschwindet, um dort an die Tiffany-Buchse geschmiedet zu werden.

Pluto Audio 7A Prestige Headshell

Pluto Audio 7A Prestige Headshell

Gut zu erkennen ist die massive Ausführung der Pluto Audio Headshell mit den Aussparungen für wirklich jeden edlen Tonabnehmer dieses Erdballs.

Reinigung und Aufarbeitung

Ist der Pluto Audio 7A Prestige komplett zerlegt, können wir uns an die Aufarbeitung und Reinigung der einzelnen Bauteile begeben. Hierzu muss man folgendes bedenken:
Die klangbedeutenden Bauteile sind aus massivem Titan gefertigt. Diese Bauteile wurden nicht behandelt, also nicht verchromt, auch wenn es so aussieht, sondern in Handarbeit poliert. 
Sind an Ihnen Gebrauchsspuren zu erkennen, kann man sie selber herauspolieren oder den Tonarm an den Hersteller übergeben, der dann alle Teile wieder in einen neuwertigen Zustand versetzt.

Ist das nicht erforderlich, reicht es völlig, alle Teile mit einem weichen Tuch abzureiben.

Ratsam ist es dabei dünne Baumwollhandschuhe zu tragen, denn sonst wird das alles zu einer Sisyphosarbeit. Nicht vollständig beseitigter Schweiß wird schnell wieder für eine unansehnliche Oberfläche sorgen.

Montage

Ein Pluto Audio 7A Prestige wurde dafür geschaffen, auf jeden nur erdenklichen Plattenspieler montiert werden zu können. Unterschiedlich hohe Plattenteller oder andere Dinge, mit denen Standard-Arme nicht klar kommen, stellen einen Pluto Audio 7A Prestige kaum vor eine größere Aufgabe.
Ist man ein Eigner eines extremen Laufwerks, kennt Eduardus Driessen ganz sicher eine Lösung. Das ist eben der unschätzbare Vorteil eines Produktes, das tatsächlich in reiner Handarbeit produziert wird.

Erster Schritt – Die Fußplatte

Eddy hat darauf geachtet, eine SME-kompatible Fußplatte zu entwickeln. Ist ihnen das Glück hold und haben Sie die Möglichkeit, von einem SME-Serien-Arm auf einen Pluto-Audio-Tonarm aufsteigen zu können, so brauchen Sie sich keine Sorgen darüber zu machen, dass der 7A Prestige nicht montiert werden kann.

So bereitet es mir auch hier keine Probleme, den Pluto-Arm auf das S4 zu montieren. Sowohl der Abstand zwischen Plattentellermitte und Tonarmlager-Mitte (223mm) als auch der Winkel, mit dem das Langloch gebohrt worden sind, passt ideal.

Zweiter Schritt – Der Ausleger für den Lift und die Tonarmhalterung

Um diesen Ausleger korrekt ausrichten und fixieren zu können, müssen wir den Tonarm in den Fuß einstecken, provisorisch ausrichten, Lift und Halterung einstellen und dann den Arm wieder entfernen, um das komplette Gebilde ordentlich festziehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt ist es also ratsam, den Tonarm noch nicht zu fest zu montieren.

Sind wir mit der Ausrichtung der Anbauteile zufrieden, ziehen wir den Arm noch einmal aus dem Fuß heraus und befestigen die Anbauteile im Bereich des Tonarmlagers. 

Dritter Schritt – Die Anbauteile für das Antiskatinggewicht

Zunächst schrauben wir den Bügel für die Schlaufe des Antiskatinggewichts an den Arm (siehe Beitragsfoto ganz oben).
Dann folgt die Vorrichtung für die Umlenkung des Fadens.
Den Zylinder mit dem Teflon-Innenteil schrauben wir vom Bügel ab. Dann stecken wir den ersten kleinen Kunststoffring, die Schlaufe des Antiskatinggewichts und den zweiten Kunststoffring auf den Bügel. Zum Schluss schrauben wir den Zylinder wieder auf den Bügel. Er soll mit seinem Gewicht für eine Bedämpfung der Resonanzen im Bügel sorgen.

Gegengewicht

Nun stecken wir das Gegengewicht auf das hintere Ende des Tonarmrohres. Die Fixierschrauben sollten wir nur leicht anziehen- so dass wir das Gewicht noch so eben verschieben können. Wenn wir es wollen, können wir nach vollständiger Justage die Schrauben etwas fester anziehen, damit das Gegengewicht nicht aus Versehen verrutschen kann

Tonabnehmer

Montieren Sie nach Belieben entweder jetzt schon den Tonabnehmer oder erst, wenn der Tonarm in der Fußplatte montiert ist.

Die Justage des Tonabnehmers folgt auch bei einem Pluto-Audio-Tonarmen den Gesetzen der Physik und Geometrie.
Einzustellen sind in dieser Reihenfolge:

  • Auflagekraft
  • Tonarmhöhe
  • Kröpfung
  • Überhang
  • Antiskating

Einen ausführlichen Bericht zur Tonabnehmer-Justage finden Sie hier:

Die Tonabnehmer-Justage

Ist der Tonabnehmer komplett justiert, wird sich in der Regel auch die Tonarmhöhe noch einmal leicht verändert haben. Wir schrauben deshalb jetzt den Arm gut fest und begeben uns noch einmal an die Ausrichtung des Lifts und der Tonarmhalterung.

Der Lift

Der Lift wird mit einer kleinen Schraube seitlich fixiert und kann nach Bedarf nach oben oder unten verschoben werden. Reicht der Weg beim besten Willen nicht aus, kann man sich beim Hersteller einen passenden Liftausleger anfertigen lassen.
Der milchige Schlauch um den Ausleger sorgt dafür, dass sich der Tonarm auch bei Tonabnehmern mit einer extrem kleinen Auflagekraft beim Absenken nicht nach außen wegdreht. (Stichwort: Wandernder Tonarm) Das Antiskatinggewicht zieht ja den Arm ein kleinwenig nach außen, solange die Skatingkraft noch nicht wirken kann. Durch diesen Schlauch können wir aber den Arm recht gut genau dort absenken, wo wir ihn hinhaben wollen, ohne dass er beim Absenken nach außen wandert.

Die Tonarmhalterung

Sie soll den Tonarm in der Ruhestellung ganz leicht einklemmen. Um sie auszurichten, heben wir den Lift an und schieben den Arm auf dem Lift-Ausleger liegend nach rechts in Richtung Halterung. Dort muss der Arm ohne ihn anzuheben in die Halterung hineingleiten. Dadurch, dass der milchige Schlauch, der auf den Liftausleger gezogen ist, genau dann endet, wenn der Arm in der Halterung anstößt, sackt dieser hier eine Winzigkeit ab und klemmt sich somit fest.

Fertig!

Nun müssen wir nur noch das Tonarmkabel von unten in die Tiffany-Buchse einstecken und können uns auf schöne analoge Stunden mit außergewöhnlich guter Musikwiedergabe freuen. 

Ich hoffe, Ihnen hat der Bericht Spaß gemacht. Sollten Sie das hier beschriebene Laufwerk einmal hören wollen, so vereinbaren Sie doch einfach einen Termin mit uns. Auch für alle anderen Fragen rund um das Thema Analog stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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