Die Komponenten mögen kommen und gehen – das Ferrum Hypsos aber bleibt!

Die Komponenten mögen kommen und gehen – das Ferrum Hypsos aber bleibt!

Die Komponenten mögen kommen und gehen – das Ferrum Hypsos aber bleibt!

Die Komponenten mögen kommen und gehen – das Ferrum Hypsos aber bleibt!

Mit meinem Bericht „ Die Komponenten mögen kommen und gehen – das Ferrum Hypsos aber bleibt! “ gehe ich auf ein grundsätzliches Thema ein, das derzeit ziemlich gehypt wird: 

Linear-Netzteile

Die Fritz!box braucht selbstverständlich eines, der Switch sowieso und nicht nur alle digitalen Streaming-Komponenten, sondern auch der Plattenspieler und das Phonoteil, der Kopfhörerverstärker, der DAC – alle brauchen sie unbedingt ein audiophiles Netzteil!

Während man sich noch vor kurzem darüber geärgert hat, wenn das Netzteil nicht „schön sauber“ in das Gerät integriert war, so dass man nur noch ein Stromkabel benötigte, wird es heute schnell zu einer Verkaufsbremse, wenn man „nur eine Kaltgerätebuchse“ vorfindet und der Kunde nicht weiß, wie viel Aufwand denn bei der internen Stromaufbereitung betrieben wurde. Schließlich wird ein schlechtes Netzteil ja nicht besser, nur weil man es in das Gerät einbaut. 

Eine audiophile Komponente hat heute bitteschön eine 2,1mm oder 2,5mm Hohlsteckerbuchse zu bieten. Damit der Eigner selber bestimmen kann, wie gut der Strom sein soll, den er ihr zukommen lässt. Zumindest, solange es sich nicht um einen Verstärker handelt.

Schaltnetzteile sind pfui!

Und je besser und teurer das zugekaufte Linear-Netzteil ist, umso besser klingt die eigentliche Komponente. Die – scheint indes klanglich immer unbedeutender zu werden. Wichtiger ist das audiophile Netzteil. Verkehrte Welt – oder?

Was hier ein wenig zynisch klingt – soll so gar nicht verstanden werden, denn ich bin selbst voll auf diesem Trip!

Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter:

Ich würde mir wünschen, die Hersteller würden ganz damit aufhören, ihren Geräten diese Schrott-Netzteile beizupacken, die wir sowieso nur in den Elektro-Müll werfen, um sie zur Entsorgung wieder dahin zu schippern, wo sie produziert wurden:  Nach Asien.

Sollen die doch gleich da bleiben!

Apple hat schon damit begonnen, seine Devices ohne Netzteile zu liefern. Weil ja jeder Apple-Fan sowieso schon etliche davon besitzt. Ich finde das gut und richtig!

Was ist eigentlich so schlecht an Schaltnetzteilen?

Nein – erwarten Sie nicht von mir eine fachmännische Abhandlung über den Unterschied zwischen einem Schaltnetzteil und einem linearen Netzteil.

Wer sich für die technischen Hintergründe interessiert, der findet im Netz etliche Beschreibungen – mehr oder weniger verständlich.

Mich interessieren viel mehr die klanglichen Aspekte. Denn ich will einen echten Grund dafür haben, für ein Netzteil noch einmal richtig in die Tasche greifen zu müssen.

Also was „klingt“ nun an einem Schaltnetzteil so schlecht?

Zunächst einmal –

erzeugen Schaltnetzteile von sich aus Störungen, die ins Netz abgegeben werden und damit auf alle in der Nähe befindlichen Komponenten einwirken.

Der Strom, der ans Gerät geliefert wird, ist zudem instabil, nicht konstant und verursacht Rauschen.

Bevor hier jetzt ein Aufschrei durch die fachmännisch versierte Leserschaft geht – diese Aussagen beziehen sich in diesem Zusammenhang natürlich hauptsächlich auf diese Billig-Beipack-Steckernetzteile.

Wenn Preis und Größe keine Rolle spielen, gibt es heute durchaus auch schon brauchbare Schaltnetzteile. 

Das Beste aus zwei Welten?

Ferrum Logo

Ferrum Logo

Die Firma Ferrum aus Polen hat sich deshalb sehr intensiv mit der Frage beschäftigt, wo denn genau die Vor- und Nachteile der beiden Systeme liegen und sich am Ende nicht auf ein Konzept festgelegt, sondern sie kombiniert die beiden konkurrierenden Welten zu einem ganz besonderen Hybrid-Netzteil.  

Eine weitere – extrem ungewöhnliche Aussage – betrifft die Volt-Angabe:  5V bis 30V!

Das hat mich dann doch neugierig gemacht.

Ganz sicher kennen Sie das Problem, dass man sich zwar ein richtig gutes, teures Netzteil gegönnt hat, das dann aber auf einmal gar nicht mehr verwenden kann, sobald man sich von der alten Komponente getrennt hat und die neue nicht mehr 17V sondern nur noch 12V benötigt oder umgekehrt.

Problematik verstanden?

Gut so!
Denn nur wer das Problem sieht, der erkennt auch die Genialität in der Lösung, die uns Ferrum mit dem Hypsos serviert.

Hypsos kommt aus dem Griechischen und wird heute benutzt, wenn eine Rede zu ihrem Höhepunkt kommt, der die Zuhörer fesselt, erregt und ihnen Ehrfurcht einflößt.

Auf das Netzteil von Ferrum bezogen, soll es uns wohl vor allem die Botschaft übermitteln, dass wir etwas ganz Außergewöhnliches zu erwarten haben.

Hypsos halb rechts

Hypsos halb rechts

Hinter Ferrum steckt eine junge Firma aus Polen, die sich mit ihrem Portfolio auf die lokalen „Spezialitäten“ und die Historie beziehen will, nämlich auf „Handwerk und Eisen“. 

Für das junge Team war klar, dass es dem allgemeinen Trend folgend audiophile Netzteile anbieten wollte.

Aber nicht irgendwelche und nicht einfach nur bessere, sondern welche, wie es sie bisher im Audio-Bereich so noch nicht gegeben hat.

Sie brauchen 13,6V oder 12,2V?  Kein Problem! Können Sie beim Hypsos einfach so einstellen.

Hypsos Display

Hypsos Display

Viele der auf dem Markt befindlichen Geräte sind schon in der Hypsos-Datenbank festgehalten und so brauchen wir noch nicht einmal in unseren Unterlagen nachzuschauen. Wir drehen den Regler an der Hypsos-Front bis unser Gerät angezeigt wird und übernehmen die vorgegebenen Werte per Knopfdruck.

Aber damit nicht genug!

Hatten Sie auch schon mal das Gefühl, das angeschlossene Gerät könnte noch einen Tacken besser klingen, wenn man ihm nur ein paar Zehntel Volt mehr (oder weniger?) an Strom liefern würde?

Sweet-Spot-Tuning

so nennt Ferrum diese Funktion im Hypsos und die lässt uns im laufenden Spielbetrieb (!!) die Voltzahl leicht anheben oder absenken. So können wir hören, ob sich der Klang zum Besseren oder zum Schlechteren wendet und das Ergebnis unserer Hörsitzung fixieren.

4T Sensing Design

Ferrum will nicht nur einfach Strom bereitstellen und liefern, sondern auch kontrollieren und notfalls auch korrigieren. Aus diesem Grund befinden sich im DC-Kabel des Hypsos insgesamt vier belegte Adern.

Sicherheit

Ein Gerät, was so flexibel einsetzbar ist wie das Hypsos, das ist natürlich auch mal schnell falsch eingestellt. Das weiß auch Ferrum und hat das Hypsos mit Sicherheitseinrichtungen geradezu vollgestopft. Eine automatische Spannungsanpassung des Transformators, Polaritätsschalter für die Ausgangsspannung und Überspannung, Strombegrenzung und ein ausgeklügelter Kurzschlussschutz sorgen für ein langes Leben des Hypsos wie auch der angeschlossenen Geräte.

Design

Es ist nicht so ein „elektrischer Klotz“ wie manche andere Netzteile und kein einfaches Alu-Kästchen, sondern das Hypsos macht optisch richtig was her.

Es hat hochwertige Anschlüsse und die Gleichstrom-Verbindungskabel haben eine tolle Qualität.

Hypsos DC-Buchse

Hypsos DC-Buchse

Hier stammt nichts vom Elektrogroßhandel – hier hat Ferrum auf jedes Detail geachtet.

Hypsos Kabel

Hypsos Kabel

Es macht Spaß, dieses Netzteil in der Hand zu halten, es anzuschließen, zu sehen und mit ihm zu hören.

Hypsos hinten

Hypsos hinten

Mit fast 1.000,- € gehört es zu den teureren Netzteilen, aber alleine die Tatsache, dass es garantiert auch zum nächsten und zum übernächsten Gerät passen wird – dürfte sich recht schnell zu einem Preisvorteil entwickeln.

Kommen wir zum Schluss zu der wohl wichtigsten Frage:  

Wie wirkt sich das Ferrum Hypsos auf das Klangbild aus?

Das Hypsos ist ein „Saubermann“ erster Güte. Sauber und vor allen Dingen stabil und selbstverständlich klingt es mit ihm. Obwohl ich zugeben muss, dass es sich mir nie richtig erschlossen hat, wie man mit einem Netzteil ein Klangbild „wärmer“ oder „härter“ wirken lassen kann, so erlebe ich es doch tagtäglich in meinem Studio. Selbst zwischen einem Keces P3 und einem Keces P8 gibt es diese Klangunterschiede, weshalb es sicher falsch ist, hier von Klang-Philosophien der Entwickler zu sprechen.

Im Vergleich zu den mir sonst bekannten Netzteilen scheint mir das Hypsos vor allem beweisen zu wollen, dass es Strom „ohne Ende“ liefern kann, um mir damit wenigstens schon mal eine Sorge abzunehmen.

Die Begriffe Dynamik, Fokussierbarkeit, Raumdarstellung, Präzision, Lebendigkeit … scheinen extra für das Hypsos erfunden worden zu sein.

Das freut mich sehr – denn gerade an einem NUC wie dem PrimeMini versagen die meisten auf dem Markt befindlichen Linear-Netzteile doch eher kläglich.

Intel gibt den Strombedarf für diese Boards mit 90W bei 12V bis 24V an. Natürlich bezieht sich dieser Bedarf darauf, dass sowohl die internen als auch die externen Schnittstellen genutzt werden. Aber auch im „Solo-Betrieb“, also ohne zusätzliche Festplatten oder CD-ROM-Laufwerke …  will ein Intel-i7-Board stabilen Strom geliefert bekommen.

Ferrum gibt die Ampere-Zahl beim Hypsos abhängig von der Voltzahl mit 4A bis 6A an.
Daraus ergeben sich bei einem Bedarf von 90W rechnerisch folgende Eck-Lösungen (gerundet):
15V mit 6A
18V mit 5A
24V mit 4A
Diese Werte müsste ein Hypsos laut Werksangaben liefern können.

Aber was ist eigentlich gut und was ist besser für einen PrimeMini?

Voltzahl (12V bis 24V)

Intel hat bei der Entwicklung der NUC-Reihe (NUC = Next Unit of Computing) darauf geachtet, dass diese Kleinstrechner auch in einem Wohnmobil – sowohl auf PKW-Basis (=12V) als auch auf LKW-Basis (=24V) betrieben werden können. Wobei davon auszugehen ist, dass das Board selbst eher mit einem Betriebsstrom von um die 9V laufen wird. Alles, was der NUC darüber hinaus geliefert bekommt, muss er „verbraten“, was für ihn eine zu erbringende „Leistung“ darstellt. Diese Leistung führt zu einer Erwärmung, die wir nicht benötigen und die wir nicht haben wollen.

Aus dieser Sicht betrachtet, müsste es daher unser Ziel sein, einen NUC mit 12V, also dem niedrigsten zulässigen Wert zu betreiben.  Dieses muss uns dann aber auch mit 8A versorgen.
Außer einem Keces P8 Mono kommt mir allerdings kein Linearnetzteil mit diesen Werten in den Sinn.

Da gewöhnliche Schaltnetzteile recht instabil arbeiten und ein Absinken auf unter 12V nicht ungewöhnlich wäre, sollte man doch besser „Reserven schaffen“, sprich: Mit der Voltzahl hoch gehen.

Bei 24V sind diese Reserven ausreichend vorhanden und es reichen dann 4A.

Da ein Intel-Board in der Lage ist, die zu hohe Voltzahl zu “vernichten”, ist so ein 24V-Netzteil immer eine sichere Lösung. Allerdings nicht unbedingt die klanglich beste.

In den letzten Jahren haben sich Netzteile mit 19V wie das Keces P8 oder das Progressive Audio als klanglich und technisch sehr gute Lösungen für den PrimeMini oder einen Roon Nucleus gezeigt.

Wenn ich aber so vor diesem Hypsos sitze, stellt sich mir jetzt die Frage, was denn wohl passieren wird, wenn ich beginne, mit dem Hypsos zu „spielen“.

Und daran will ich Sie gerne teilhaben lassen.

Ich stelle das Hypsos auf 12V ein …

und rechne damit, dass sich der PrimeMini spätestens nach einer halben Stunde abschalten wird, auch wenn ich keine externen Komponenten angeschlossen habe.

Tatsächlich aber spielt er auch nach 30 Stunden immer noch völlig stabil und störungsfrei. Ohne heiß zu werden und ohne irgendwie auf sich aufmerksam zu machen.
Eigentlich kommt ja „zu wenig Strom“ beim PrimeMini an – aber das scheint ihm hier ausnahmsweise nichts aus zu machen. 

Klanglich allerdings …
befinde ich mich hier gefühlt in einer Art „Schongang“.

Die Spitzen, die Sprünge … fallen erkennbar „sanfter“ aus. Zwar klingt es „wunderschön“, „warm“, „harmonisch“ und angenehm – aber doch wirkt es wie ein zu schwacher Röhrenverstärker an leistungshungrigen Boxen.

Man muss schon ein extremer Verfechter des „Living-Stereo-Sounds“ sein, um damit seinen Frieden zu schließen.

Ich erhöhe auf 15V.

Und es wird deutlich, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Was gerade noch „schön“ aber auch ein wenig „müde“ geklungen hat, das bekommt jetzt mehr Konturen und Festigkeit. Jemand scheint das Licht im Aufnahmeraum hoch zu drehen. Aber noch habe ich nicht das Gefühl, alles so „sehen“ zu können, wie ich es gerne möchte.

Von 17V bis zu 20V fühle ich mich „wie zuhause“.

Dieses Feintuning in 0,1V-Schritten kann man sich bei einem PrimeMini ganz sicher sparen.
Ab 17V signalisiert mir der PrimeMini, dass hier die „Stromwelt“ in Ordnung ist. Seine Fähigkeiten, selbst brutal wirkende Lautstärkesprünge  (Titel: No Pasaran, Joe Jackson, Will Power, bei Minute 2 – Vorsicht! Nicht zu laut drehen, wenn Sie Ihre Boxen behalten möchten!) … schafft ein PrimeMini „aus der Hüfte“. Das auffällig „Schöne“ weicht ab hier einem überzeugenden „Richtig“.
Zwischen 17V und 20V verändert sich dann allerdings recht wenig.

21V – 24V

Ab 21V wird mir das Klangbild dann doch zu „hart“ und zu technisch. Und es bewahrheitet sich mal wieder der Spruch, dass weniger mehr sein kann.

Hinweis:
Versuchen Sie das bitte nicht mit anderen Geräten!
Ein PrimeMini ist aus den o.g. Gründen darauf ausgelegt, mit 12V bis 24Volt betrieben zu werden. Das lässt sich keinesfalls auf andere Komponenten übertragen.

Wie schlägt sich ein Hypsos an einer Fritz!Box – wie an einem Melco-Switch oder an einem DAC?

Man kann es ja nicht anders sagen, aber eine Fritz!Box von einem 1.000,- €-Netzteil mit Strom versorgen zu lassen, das ist schon dekadent, oder?
Auch an einen Bonn N8 will des Ferrum nicht so richtig passen.

Und ich will auch ehrlich sein:
Es ist wohl auch nicht wirklich erforderlich!
Man muss es so sehen wie es ist:
Diese billigen Steckernetzteile sind Störquellen und bringen absolut grottenschlechte Stromwerte. Das ist die Ursache für eine Klangverschlechterung.
Sobald man diese Ursache entfernt und das Schaltnetzteil durch ein BOTW Sbooster oder Keces P3 ersetzt, ist bereits alles in Ordnung.

Den Klang durch ein noch besseres Linearnetzteil noch einmal deutlich steigern zu können, bleibt bei diesen günstigen Komponenten meistens ein unerfüllter Wunsch. Da ist es wirkungsvoller, dem günstigeren Linearnetzteil ein gutes Stromkabel zu gönnen.

Anders sieht es aus, wenn wir für eine wirklich edle HiFi-Komponente das passende Netzteil suchen. … und dabei unsere Flexibilität bewahren wollen.

Fazit:

Das Ferrum Hypsos ist ein technisch wie mechanisch herausragend gut umgesetztes Netzteil, was gut aussieht, toll verarbeitet ist und klanglich einen Quantensprung zu den mitgelieferten Schaltnetzteilen darstellt. Seine Besonderheit liegt in der anpassbaren Ausgangsspannung zwischen 5V und 30V, womit es sich als clevere Lösung für alle anbietet, die häufiger mal ihre Komponenten wechseln oder sich grundsätzlich für die Zukunft rüsten wollen. 

Die Komponenten mögen kommen und gehen – das Ferrum Hypsos aber bleibt!

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Audiophile Switches

Audiophile Switches

Audiophile Switches

Audiophile Switches

Eigentlich …
handelt es sich bei Switches ja um Netzwerk-Verteiler, die man nur dann braucht, wenn der Router nicht genug Anschlüsse hat. Und der Begriff audiophile Switches wirft logischerweise Fragen auf.

Entgegen dem Wort-Ursprung „Switch“ (also „Schalter“) schaltet so ein Switch aber gar nicht, sondern er sorgt dafür, dass alle angeschlossenen Geräte jederzeit zu allen anderen Geräten eine Verbindung aufbauen können. Ein Router schickt eben immer alles an alle und jeder kann sich nehmen, was für ihn gedacht ist.
Genau das gefällt vielen Entwicklern von audiophilen Switches ganz und gar nicht. Am liebsten würden Sie uns einen audiophilen Switch mit nur einem Eingang und einem Ausgang anbieten. Aber das wäre ja kein Switch mehr und wir müssten für jedes einzelne Netzwerkgerät ein eigenes Teil kaufen. Also bleiben wir dann doch besser bei unseren üblichen audiophilen Switches  – einer für alle – oder?

Switch Switch 

Hinweis:
Die Grundlagen zu einem audiophilen Heimnetz lesen Sie bitte in diesem Bericht:  Das audiophile Heimnetz.

Wie macht eigentlich ein audiophiler Switch den Klang besser?

Die Antwort ist einfach:

Ein audiophiler Switch macht nichts “besser”, er sorgt einfach nur dafür, dass der Klang nicht schlechter wird. Dass und wie sehr er schlechter wird – das hören wir, wenn wir einen dieser audiophilen Switches verwenden.

Silent Angel setzt "Absorberfolien" ein

Silent Angel setzt “Absorberfolien” ein

Die oben gezeigte Abbildung (Klicken zum Vergrößern) zeigt zum Beispiel, wie Silent Angel mit Absorberfolien Störungen mindert.
Melco hat ein aufwändiges Verfahren entwickelt, mit dem man dafür sorgt, dass an den Audio-Ausgängen auch nur Audio-Signale passieren dürfen.
Innuos setzt auf eine audiophile Stromversorgung und setzt einen 3ppb 25MHz OCXO-Oszillator ein.

Alles passiert nur mit dem Ziel, dafür zu sorgen, dass der Klang nicht schlechter wird.

Die Switch- Auswahl

Erste Gruppe:
Netgear GS108GE für 30,- €
Silent Angel Bonn N8  für 399,- €
Chord English Electric N8 für 515,- €

Zweite Gruppe:

SoTM nHG 10G mit 12V und Vorbereitung für eine externe Clock  2.018,- €
Melco S100  2.199,- €
Innuos PhönixNET 2.745 €

 

Hörtest

Mir machen Hörvergleiche zwar nach wie vor viel Spaß, aber bei diesem Testfeld habe ich schon etwas länger nach einer Lösung gesucht, um die Ergebnisse schnell greifbar und eindeutig werden zu lassen.

Ich musste mir etwas “Kompliziertes” aussuchen. Längere, vertiefende Hörsitzungen könnten ja später noch folgen.

Ich höre Silje Nergaard mit “Be Still My Heart”.

Ich wähle diesen Titel, weil:
… ich gar nicht das ganze Stück höre, sondern nur das Piano-Intro.
… er mir von Anfang an einen Aufnahmeraum (Konzertsaal) zeigt.
… er die Präsenz des Publikums nicht verleugnet.
… er bei 1:39 eine „schwierig wiederzugebende Stelle“ aufweist,
… er bei etwa 2:30 schnell ins „Klimpern“ abrutschen kann und diese Phase die Zuhörer je nach Wiedergabequalität polarisiert.

PrimeMini direkt mit einem Furutech NCF LAN 8 an der Fritz!box angeschlossen.

Furutech LAN 8 NCF  Netzwerkkabel

Furutech LAN 8 NCF  Netzwerkkabel

Man muss dazu wissen, dass ich schon seit Jahren audiophile Switche einsetze und schon ewig nicht mehr ohne Switch gehört habe. Aus diesem Grund fällt mein Ergebnis wohl ein wenig heftiger und vernichtender aus als bei jemandem, der bisher noch nie mit einem audiophilen Switch gehört hat.
Wenn die Mikros hochgezogen werden, tut sich zwar ein Raum auf, aber er geht nicht in die Tiefe und bleibt mit rechts-links, oben-unten lediglich zweidimensional. Man hört eine Klavier-Wiedergabe, über die man nicht weiter nachdenkt. Es ist halt “irgend ein” Klavier und da spielt “irgend jemand” “irgend ein” Stück.
Das Stück stammt vom Album „Live in Cologne“,  aber die Wiedergabe kann mich nicht in diesen Saal hinein versetzen. Ich bleibe zuhause auf meiner Couch.

Bei 1:39 höre ich keine „schwierige Stelle“. Das Geklimper bei 2:30 dagegen schon. Es tut fast weh in den Ohren. Klingt wie so ein Kinderklavier von Schröder. 🙂

Netgear

Netgear

Netgear

Ich mache es kurz: Der Netgear – selbst über ein Keces P8 betrieben – ist klanglich so überflüssig wie nur was. Zwar stellen sich leichte Veränderungen ein – aber wirklich besser wird hier nichts.
Klemmen wir lieber unseren ersten audiophilen Switch an.

Silent Angel Bonn N8 mit Forrester F1-Netzteil aus dem gleichen Hause.

Bonn N8

Bonn N8

Was sofort auffällt:  Der Raum hat plötzlich Tiefe – Dreidimensionalität.
Es fällt mir zwar immer noch schwer zu sagen, ob die Mikros das Klavier mit dem Publikum im Rücken aufgenommen haben oder umgekehrt – aber ich habe sofort das Gefühl, mich in einem Saal zu befinden.

Man weiß ja aus Erfahrung, dass man in großen Räumen oft Probleme hat, etwas orten zu können, das ist ganz normal. In diesem Punkt sind wir High-Ender „über-verwöhnt“ – soll heißen:  Manche Tonmeister schaffen hier eine künstliche akustische Präzision, die es real so gar nicht gibt. „Im richtigen Leben“ haben wir eben nur zwei Ohren, können nicht auf Stützmikrofone zurückgreifen und einzelne Instrumente räumlich da positionieren, wo wir sie gerne hätten.
Aber das ist mir gerade alles ziemlich egal. Der Bonn N8 versetzt mich in einen Konzertsaal – das ist doch schon mal was.
Auch das Klavier wird breiter und stabiler abgebildet.
Was aber von viel größerer Bedeutung ist:
Man hört nicht mehr einfach nur ein „Ping“ wie bei „Jagd auf Roter Oktober“, sondern man bekommt mehr als nur angedeutet, wie sich ein Klavierton aufbaut und dass er aus unterschiedlichen Klängen besteht.

Bei 1:39 höre ich diese Verzerrungen und das Geklimper (sorry) wird erträglicher. Selbst die höchsten Klaviertöne erhalten so etwas wie einen zumindest angedeuteten Körper.

Fazit:
Ob man an einem Silent Angel Bonn N8 alle seine Netzwerkgeräte betreibt oder nur seinen Streamer (wie ich hier gerade) – man muss anerkennen, dass die Entwickler von Silent Angel eine wichtige und gute Arbeit geleistet haben, denn der Unterschied zwischen mit und ohne Bonn N8 ist in etwa so wie zwischen einer .flac- und einer .mp3-Datei. Für die einen also gewaltig und für die anderen nicht existent.

Chord English Electric N8 – ebenfalls am Forrester F1

Chord EE N8

Chord EE N8

Schnell wird klar – es gibt einen Klangunterschied zum Bonn N8!
Aber klingt es jetzt besser oder schlechter?
Der Chord legt eine auffällige Harmonie über das Klavierspiel. Was bei einem Klavierstück – und vor allem bei dem hier von mir auserwählten Titel, nicht unbedingt von Vorteil sein muss. In der Phase um 2:30 schafft es der Chord, uns einen „schöneren“ Klang darzubieten, was mir hier aber zu sehr geschönt daher kommt.
Das Nervende, dieses fast Schmerzhafte ist zwar deutlich gemildert, aber dadurch wird es nicht besser, nicht erträglicher. 

Mir wird klar, dass ich hier einen Titel ausgesucht habe, der das Ergebnis für den Chord nicht gut aussehen lässt und ich starte bewusst ein paar weitere Stücke aus meiner Playlist. Und bemerke, dass der Chord es tatsächlich gerne “schön” macht.
Ich werde mein Leben lang nicht verstehen, wieso z.B. die meisten Aufnahmen von Sting so flach und körperlos daherkommen. Der Mann hat doch Kohle ohne Ende! Wieso nimmt er nicht besser auf?

Nehmen wir als Beispiel mal:  Fields of Gold.
Hören Sie sich das im Original an.
Und dann starten Sie „Terre d`oru“ von „I Muvrini“ (da singt Sting sogar mit!). Bereits nach 10 Sekunden werden Sie mir bestätigen, dass I Muvrini das einfach viel „satter“ – mit mehr Körper und mehr Harmonie aufgenommen hat.
Und genau wie ich es erwartet habe, legt der Chord hier die Messlatte sofort für alle anderen Switches ein Stück höher. So klingt selbst das Original von Sting angenehm. Ich könnte mir also gut vorstellen, dass der Chord besser die Hoffnungen mancher Käufer auf eine Klangverbesserung erfüllt als der Bonn.
Am Ende darf dann darüber gestritten werden, ob der Chord „richtiger“ oder nur “schöner” klingt als der Bonn, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

SotM sNH-10G mit sCLK-EX & Masterclock-Eingang connector Einbau, 12V-Version

SotM sNH-10G

SotM sNH-10G

 

In der mir vorliegenden Ausstattung hat der geneigte Käufer mal locker das Vierfache vom Chord-Preis hinzublättern. Wird man das klanglich rechtfertigen können?
Antwort:   Mehr als man es für möglich halten kann.

 

 

Melco S100

Melco S100

… und nach dem Hören aller drei teuren Switches komme ich zu folgender Feststellung:
Jeder dieser drei Switches zeichnet ein etwas anderes Bild vom Aufnahmeraum auf, aber alle drei schaffen es, mir sofort das Gefühl zu geben, einen schicken Anzug zu tragen und auf einem gepolsterten Konzertstuhl zu sitzen. Ich spüre diese Atmosphäre und befinde mich am Ort des Geschehens – und nicht einfach zuhause auf der Couch.

Der größte Unterschied zu den günstigeren Switches zeigt sich an den schnellen Fingerläufen. Gerne spricht man hier von „perlenden“ Fingerläufen. Hat man das einmal mit einem SotM-, Melco- oder Innuos-Switch gehört, begreift man, dass zum Perlen vor allem Kraft dazugehört.

Innuos PhönixNET

Innuos PhönixNET

Mit diesen drei Switches wird uns nichts „Ineinanderfließendes“ vorgesetzt, geschweige denn etwas “Zugeschmiertes” – hier reihen sich die einzelnen Töne tatsächlich wie Perlen aneinander. 

Die Verzerrungen bei 1:39 entpuppen sich als schwierig wiederzugebende Stelle – aber wir bemerken sie nur, wenn wir gezielt auf sie achten. Alle drei Switches schaffen es, diese Stelle fast zu 100% zu bereinigen.

Die unglaublichste Verwandlung aber erfährt das von mir in meinem Bericht oft so schändlich als Geklimper bezeichnete Klavierspiel bei 2:30. Tord Gustavsen (und natürlich auch Steinway) mögen mir diese Ausdrucksweise in meinem Bericht verzeihen.

Klar und deutlich werden diese hohen Klaviertöne nun aus unterschiedlichen akustischen „Modulen“ zusammengesetzt.
Ich höre die Taste und damit ein festes, massives Material. … bin mir sicher, dass ich da Elfenbein höre. Ich höre die Hebel im Inneren des Klaviers. Ich höre, wie die Hämmer auf die gespannten Saiten schlagen, höre die Saiten schwingen und wie sich jeder einzelne Ton in diesem mächtigen hölzernen Instrument körperhaft aufbaut, bevor er aus dem geöffneten Flügel seinen Weg zum Publikum antritt.

Wer kein Klavier mag, der wird durch diesen Titel sicher nicht umgestimmt werden können, aber wer eine realistisch wirkende Wiedergabe mag und sich fragt, was denn mit so einem teuren Switch großartig anders klingen könnte – der ist aufgerufen, sich diesen Bereich des Titels anzuhören. 

… und mitzuerleben, wie aus einem Geklimper ein erstaunliches und absolut überzeugendes Klang-Ereignis werden kann. Im Fluss der Melodie wird man sich immer sicherer, dass der Pianist an dieser Stelle gar nichts anderes hätte spielen dürfen. Ob man es mag oder nicht.
Und man versteht, was so einen Steinway so teuer macht.

Klangliche Eigenarten

Wer sich jeden Hauch einer „Verschönerung“ verbittet und eine sachlich korrekte und hochwertige Wiedergabe erwartet, der wird am ehesten zum SotM greifen.
Ihn schließt man an und er sorgt dafür, dass die Signale sauber, korrekt und richtig dort ankommen wo sie hin sollen. Er geht dabei so unspektakulär und unauffällig zur Sache, dass er in uns immer wieder die Frage erzeugt, wieso wir ihn überhaupt verwenden. Die Antwort erhalten wir, wann immer wir ihn aus der Kette verbannen.

Und ein direkter Vergleich zu den günstigeren Switches von Silent Angel und Chord lassen ihn dann auf einmal doch noch ein wenig „glänzen“.

Sowohl Melco als auch Innuos scheinen dagegen ihren Käufern einen musikalischen Bonus zukommen lassen zu wollen. Jeder Ton von ihnen wirkt auf mich irgendwie „wertvoller“. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Ich bin mir einfach bewusster, eine hochwertige Wiedergabe zu genießen. 

Ich habe lange Zeit nach Hinweisen darauf gesucht, dass dieser „Bonus“ mit klanglichen Nachteilen erkauft wird.
Habe meine Playlist rauf und runter gehört.
Schönheit auf Kosten von Präzision? Harmonie auf Kosten von Auflösung? Körperhaftigkeit auf Kosten von Analytik?
… nichts dergleichen habe ich feststellen können.

Was am Ende bleibt ist:

Der SotM klingt sachlich, richtig und leistet sich weder Fehler noch Unzulänglichkeiten.
Der Melco steht dem SotM in nichts nach, verwöhnt uns aber zusätzlich mit Glanz und Schönheit.
Der Innuos bringt Schönheit, Akkuratesse und Kraft zusammen, was vor allem an den perlenden Fingerläufen deutlich wird.

Einen Fehler macht man mit keinem der Switches. Wer sich alle drei anhört, der wird ihre Unterschiede wahrnehmen können und daher ganz sicher sehr schnell seinen Favoriten finden. Aber eines will man nach einer solchen Hörsitzung ganz sicher nicht mehr:  Ohne einen guten Switch in der Kette Musik hören. Selbst dann nicht, wenn man eigentlich überhaupt keinen Switch braucht.

Welche Priorität sollte man dem Switch-Kauf zuteilen?

Es gibt wohl in den meisten Ketten Komponenten, Kabel oder Stecker, die das Gesamtergebnis stärker beeinflussen werden, wenn man sie austauscht. Wer gerade dabei ist, neue Komponenten zu kaufen, macht vielleicht dennoch nichts verkehrt, an dieser Stelle schon mal die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Geräte uns auch zeigen können, was sie klanglich drauf haben. Im Rahmen einer Umstellung auf HRA-Streaming sollte der Erwerb eines Switches mit zum Pflichtprogramm gehören. Wenigstens den Bonn N8 sollte man sich zulegen.

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Klingt ein PrimeMini wirklich besser?

Klingt ein PrimeMini wirklich besser?

Klingt ein PrimeMini wirklich besser?

Klingt ein PrimeMini wirklich besser?

In diesem Bericht stelle ich die Frage: „Klingt ein PrimeMini wirklich besser?“ und komme zu folgender Antwort:

Tut er nicht!

… einerseits.

… aber andererseits – tut er es doch!

Gehen wir der Sache mal auf den Grund.
Zunächst einmal ist er praktisch und sieht gut aus.

Aber braucht man für Roon unbedingt so ein kleines Teil?

Die Software Roon gibt es für Windows, für Mac und für Linux.
Sie brauchen also eigentlich einfach nur irgendeinen PC mit einem dieser drei Betriebssysteme, schon können Sie Roon installieren und es wird funktionieren. 

Und zwar fehlerfrei – da gibt es überhaupt nichts zu nörgeln!

Aber trotzdem gefällt das vielen Musikliebhabern nicht!

Gamer-PC

Gamer-PC – nicht gerade die erste Wahl für die HiFi-Anlage – oder?

So ein PC/Mac in meinem Wohnzimmer?

… an die HiFi-Anlage anschließen?
… mit welchem Kabel?
… bei diesem Krach vom Lüfter und von den Festplatten?
… und wie sieht das denn aus?
… und dann soll da noch eine Tastatur und eine Maus und ein Monitor rumfliegen?
… in meinem Wohnzimmer?

Na, da wird mir meine Frau aber was anderes erzählen!
Und womit?  Mit Recht!

In einer Junggesellenbude eines Nerds mag das in Ordnung sein – in einem familiären Umfeld ist das wohl ziemlich unpassend.
Ein Laptop/Macbook wäre eine Alternative, aber das hat man sich ja eigentlich für was anderes gekauft. Und auch so etwas hat klangliche Nachteile – da kommen wir gleich noch drauf zurück.

Der Antrieb – sich einen PrimeMini zulegen zu wollen – der kommt also erst einmal überhaupt nicht aus der audiophilen Ecke, sondern entstammt rein pragmatischen Überlegungen.

Der PrimeMini ist ein kleiner, lautloser PC, auf dem Roon perfekt läuft!

PrimeMini 5 von vorne links

PrimeMini 5 von vorne links

Wer Roon nicht mag und daher auch keine Lizenz besitzt – der kann mit einem PrimeMini auch nichts anfangen. Es sei denn, er will ihn als Computer mit Windows oder Linux nutzen.

Erfahren Sie mehr über darüber, welch gute Figur der PrimeMini in der IT-Welt macht.

Aber er ist nicht der einzige kleine PC auf der Welt, oder?

Korrekt – es gibt ähnliche kleine PC, die auch für Roon geeignet sind. Die nennen sich NUC und werden ebenfalls von Intel  (nicht nur!) angeboten. (Eine Liste geeigneter Modelle finden Sie hier auf der Roon Labs-Seite)

In ihnen sind Mainboards in unterschiedlichen Leistungsklassen verbaut. Es gibt die preisgünstigen kommerziellen Mainboards und die professional-Typen. Man kann wählen zwischen den Intel i3-Prozessoren für niedrigere Ansprüche, den i5 und den i7-Prozessoren für höhere Ansprüche. 

Tatsächlich gibt es das auch noch “in leistungsfähiger” (i9 …), aber damit wird es langsam gefährlich, denn reizt man diese Leistungswunder aus, reichen die Kühlfähigkeiten der kleinen Gehäuse irgendwann definitiv nicht mehr.

Ist auch totaler Unsinn – denn so ein NUC ist nicht als Gamer-PC gedacht, sondern als „robustes Arbeitspferd“.

NUC

Original-NUC

Solch einen NUC kann man sich selbst konfigurieren und ab 300,- € käuflich erwerben.
Zusammenbauen muss man ihn selber und beim Kauf muss man darauf achten, welche Bauteile für Roon geeignet sind. (Siehe Link oben)

So weit so gut – bleibt ein Nachteil:   Das Ding kann laut werden!
Die Hitze muss ja irgendwie weg und das besorgt ein Lüfter.
Und solch einen “Hubschrauber” will ein audiophiler Anwender ganz sicher nicht in seinem Wohnzimmer haben.

Die Lösung lautet daher:   Ein lüfterloses Gehäuse muss her!

PrimeMini 5 von oben

PrimeMini 5 von oben

Doch genau diese Suche gestaltet sich oftmals als erste echte Hürde, an der viele Interessenten scheitern.

Was vor allem daran liegt, dass ein Gehäuse, aus dem man einfach den Lüfter ausgebaut hat, noch lange kein lüfterloses Gehäuse in unserem Sinne ist. 

Wenn wir von einem lüfterlosen Gehäuse sprechen, dann meinen wir ein Gehäuse, das eine ausreichende Kühlung sicherstellt, obwohl es ohne Lüfter arbeitet.

Auch solche Gehäuse gibt es von verschiedenen Herstellern zu erwerben – auch gute.
Sie liegen dann allerdings preislich auch mal locker bei um die 500,- € und der Blick auf einen PrimeMini zeigt uns, dass der dann preislich gar nicht mehr weit weg ist – wenn überhaupt.

Bedenkt man, dass ein PrimeMini fix und fertig verbaut geliefert wird und man dann auch noch 5 Jahre Garantie auf alle Bauteile hat – sinkt der Vorteil einer Selbstbau-Lösung schnell in den Minusbereich.

Der PrimeMini ist oftmals also schlicht und ergreifend die wirtschaftlich klügere Lösung.

Beim PrimeMini werden hochwertige Gehäuse verwendet, die vom Hersteller selbst entwickelt wurden und nach seinen Vorgaben aus dem Vollen gefräst werden. Daher ist ein sicherer Betrieb gewährleistet und die  5 Jahre Garantie keinerlei Risiko für Prime Computer.

Fazit:

Ein PrimeMini ist eine äußerst kluge Entscheidung, wenn man nach einem kleinen, lautlosen Fix&Fertig-PC sucht. Ob man damit nun Roon betreiben will oder den Rechner in einer Arztpraxis, in einem Architekturbüro oder wo auch immer nutzen will.

Das exzellente Gehäuse –
die hochwertigen professional-NUC-Platinen –
die ausgewählten stabilen Prozessoren …
der niedrige Stromverbrauch (6W)…
… ergeben ein überzeugendes Gesamtkonzept.

Und was ist jetzt mit dem Klang?

Bis hierher klingt ein PrimeMini nicht schlechter und nicht besser als ein selbstgebauter NUC mit den identischen Bauteilen. Wie sollte er das denn auch machen?

Woher kommt dann aber der Klangunterschied zu anderen PC und sogar zu vielen deutlich teureren Streaming-Geräten?

Punkt 1 – es sind die besten Bauteile

Bei einem DIY-Projekt greifen viele Selbermacher leider nicht zu den besseren Bauteilen sondern zu den günstigeren. Oft fehlt einfach der Glaube daran, dass bessere Bauteile an dieser Stelle zu einem besseren Klang führen können.
So aber wird das nichts!

SSD in PrimeMini einbauen

SSD in PrimeMini einbauen

Punkt 2 – es liegt am USB 2.0-Anschluss

Moderne PC haben selbstverständlich USB 3.0/ 3.1 oder sogar USB C (Thunderbolt …)!

Leider aber begründet sich genau darin eine schlechtere Klangqualität. Zu diesem Thema finden Sie im Netz etliche fachkundige Berichte.
Wer keinen anderen Anschluss als USB 3.0/3.1 zur Verfügung hat, sollte darüber nachdenken, mit einem guten Reclocker zu arbeiten wie z.B. dem Phönix von Innuos.

Der PrimeMini hat ab Version 5 einen nativ unterstützten USB 2.0-Ausgang, mit dem Sie ihn direkt an einen Digital-Analog-Wandler anschließen können!
Der Wandler muss auch logischerweise gar nicht roon-ready sein, denn der DAC merkt ja nicht, dass die Digitalsignale von Roon kommen.

PrimeMini 5 von hinten

PrimeMini 5 von hinten (Der USB 2.0-Anschluss ist der untere mit dem schwarzen Steg)

Punkt 3 – Es liegt an ROCK

Es ist schon ziemlich sträflich, diesen Punkt als letzten anzuführen, denn genau ihm gebührt der größte Lohn. ROCK ist ein Linux, bei dem man alles entfernt hat, was nicht benötigt wird. Was übrig geblieben ist, hat man auf die spezielle Aufgabe hin optimiert -die Software Roon zu unterstützen und „Musik zu machen“.

Und genau darin liegt das Geheimnis selbst sehr teuerer Streaming-Lösungen.
Auch in ihnen steckt logischerweise ein PC – den brauchen wir einfach.
Den kann man komplett selber konstruieren oder in Form einer NUC-Platine ins Gehäuse mit einbauen (diese Lösung findet sich sogar in Streaming-Lösungen für über 40.000,- €!).
Man kann für eine galvanische Trennung sorgen …
… aber am Ende dreht sich doch immer alles um einen kleinen, lüfterlosen PC-Baustein.

Der bessere Klang – der wird durch das Betriebssystem sichergestellt.

Ein mehrere Hundert GB großes Windows, ein mit Funktionen vollgepropftes NAS-Betriebssystem … so etwas verhindert geradezu einen guten Klang.
Hersteller von Streaming-Geräten haben das erkannt.
Schaffen sie es, ein gut klingendes Betriebssystem (Firmware) zu entwickeln (oder einfach zu integrieren, wie z.B. AudioLinux), dann klingen die Geräte plötzlich.

Das ist schon alles!

Wir erkennen:

Wenn Sie … 

  1. die gleiche Bauteile-Qualität wie im PrimeMini verwenden
  2. ein gutes lüfterloses Gehäuse finden
  3. das Vorhandensein einer USB 2.0-Schnittstelle sicherstellen
  4. ausschließlich ROCK (oder AudioLinux) installieren
  5. den NUC nicht auch noch für andere Zwecke verwenden (Windows…)
  6. sich das Selberbauen zutrauen
  7. Ihnen die Installation keine Probleme bereitet
  8. die 5-jährige Garantie von Prime Computer nicht benötigen …

… können Sie sich so einen Roon-Core-Server auch selber zusammenbauen.
Mit vermutlich dem identischen Klangergebnis!

Es gibt kein Voodoo, keine Geheimnisse, keine Zaubersprüche bei Vollmond, keine grünen Kondensatoren, weil die blauen nichts taugen und keine ominösen Schaltungseingriffe eines Klang-Gurus!

Sie dürfen nur nicht …

  1. “schlechtere” Bauteile verwenden, die klanglich versagen
  2. “bessere” Bauteile verwenden, die zu thermischen Problemen führen

Mehr Leistung heißt immer auch mehr Stromverbrauch, mehr Hitzeentwicklung …
… und ruckzuck ist das vom Hersteller auf Nachhaltigkeit hin perfektionierte Konzept hinüber.

Wenn Sie den Klang noch weiter optimieren wollen, statten Sie Ihren PC mit 2x 16GB RAM und einer NVMe-SSD aus – und vor allem:  Gönnen Sie ihm ein richtig gutes Linear-Netzteil!

Merke:
Ein PrimeMini klingt nicht zwingend besser!

Bei ihm wurde einfach nur alles richtig gemacht.

Habe ich Sie überzeugt? Das freut mich.
Schauen Sie sich hier jetzt die Konfigurationsmöglichkeiten an:  Zum PrimeMini 5

PrimeMini mit 32GB RAM und 512GB Samsung Pro 970 NVMe

PrimeMini mit 32GB RAM und 512GB Samsung Pro 970 NVMe

PrimeMini 5/i7 mit 32GB RAM und 512GB Samsung Pro 970 NVMe

PrimeMini 5/i7 mit 32GB RAM und 512GB Samsung Pro 970 NVMe

In meinem Bericht „PrimeMini 5/i7 mit 32GB RAM und 512GB Samsung Pro 970 NVMe“ geht es heute darum, einen PrimeMini nach allen Regeln der Kunst „aufzumotzen“.

Ist das überhaupt sinnvoll?

Entstanden ist die Idee in einem Gespräch mit einem guten Freund, der Roon ausprobiert hatte und jetzt vollkommen begeistert von dieser Software war.
Er aber wollte weder einen Nucleus noch einen PrimeMini und auch keine andere Fix-und-Fertig-Lösung akzeptieren, sondern er wollte sich einen PC so maximal konfigurieren, dass selbst einem Berufs-Gamer die Spucke wegbleiben würde.

Ein mächtiges Power-Netzteil, wassergekühlter Hochleistungs-Prozessor der neuesten Generation, 64GB RAM und und und…

Meinem Argument „das nutzt Roon doch alles gar nicht“, stand seine Aussage gegenüber, dass man von einem 12-Zylinder auch nicht immer die volle Leistung anfordern würde und trotzdem hätte man Spaß daran, so ein Auto zu fahren.

Als Händler stehe ich da normalerweise der Gruppe näher, die selbst bei einem i3 noch darüber sinniert, wie man ihn noch ein klein wenig preisgünstiger hinbekommen könnte, denn je günstiger etwas ist – umso mehr kann man davon verkaufen.

Ist ein getunter PrimeMini jetzt sinnvoll oder nichtl?

Irgendwie hatte mich heute dieser Gedanke gepackt und ich dachte darüber nach, wie ich einen PrimeMini bis über die Grenzen des Sinnvollen hinaus tunen könnte.

i3 – i5 – i7?

Natürlich musste dafür der aktuelle i7 mit 4 Kernen her – der war schon mal gesetzt. 

Arbeitsspeicher

Roon Labs gibt an, dass die Software 4 GB RAM nutzt.
8GB oder 2x 8GB gelten also eigentlich schon als über das Ziel hinausgeschossen.

Ich entschied mich dennoch für 2x 16GB RAM.

2x 16GB RAM im PrimeMini

2x 16GB RAM im PrimeMini

Systemfestplatte

Roon Labs stattet selbst den Nucleus+ mit einer einfachen 128GB M.2-SSD aus – das sollte doch einen Grund haben, oder?
Der PrimeMini wird als Standard mit einer 250GB M.2 SSD geliefert. Die ist zwar auch ein wenig schneller als die aus dem Nucleus aber der Hauptnutzen liegt wohl eher darin, dass mehr Platz für die Datenbank vorhanden ist.

Die 512 GB der Samsung 970 Pro sind definitiv überdimensioniert und sollten daher auch keinen besonderen Nutzen mit sich bringen. Die Tatsache, dass es sich hierbei um eine schnelle NVMe handelt vielleicht schon!?
Obwohl auch hier davon ausgegangen werden muss, dass sich das auf Roon nicht auswirken sollte.

Samsung 970 PRO NVMe M.2-SSD festschrauben

Samsung 970 PRO NVMe M.2-SSD festschrauben

 

Samsung 970 PRO NVMe M.2-SSD mit Isolierungsfolie

Samsung 970 PRO NVMe M.2-SSD mit Isolierungsfolie

Samsung 970 PRO NVMe M.2-SSD mit Kühlblech

Samsung 970 PRO NVMe M.2-SSD mit Kühlblech

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wichtiger Hinweis:
Die NVMe-SSD wird im Betrieb wärmer als die standardmäßig verbaute 860 EVO. Die Pro-Version benötigt deshalb dringend eine fachmännisch korrekt angebrachte Kühlung. 

Netzteil

Selbstverständlich wurde dieser Power-PrimeMini von einem Progressive Audio Netzteil gespeist. 

LAN-Kabel

Hier kamen nur die neuen NCF-Kabel von Furutech in Frage, die sich selbst vor einem audioquest Diamond für 1.000,- € nicht zu fürchten brauchen.

Der praktische Teil

Vom Konfigurationsaufwand her war das alles vergleichbar zum Standard-Gerät. Ob man einen 8GB oder einen 16GB Riegel in den Slot schiebt – ist am Ende ja egal.

Installation und Inbetriebnahme

Zwar braucht die Pro für die Installation ein paar Sekunden weniger, aber erstens braucht auch die normale Samsung nicht ewig und zweitens macht man das ja gerade ein (!) mal.
Ob in dieser Konstellation auch die Übertragung von großen Musiksammlungen schneller geht, habe ich gar nicht ausprobiert, denn auch das macht man ja in der Regel nur ein einziges mal.

Nutzung

Naja – zwar geht alles gefühlt ein wenig flotter von der Hand, aber das allein würde mich nicht dazu bringen, den Aufpreis zu akzeptieren.

Klangunterschied

“So ein Server kann gar nicht „klingen”!!”

Immer wieder höre ich diese Aussage.
Aber eine Falschaussage wird nicht zur Wahrheit, nur weil man sie oft genug wiederholt.
Der Unterschied zwischen einem i3, einem i5 und einem i7 ist klar und deutlich zu hören.
Auch ob ich Linux aufspiele, Windows, ROCK oder AudioLinux – immer klingt es nachvollziehbar anders.

Wobei es natürlich auch richtig ist, dass der DAC einen großen Einfluss auf den Klang hat.
Doch um all das geht es heute überhaupt nicht.

Mich interessiert die Frage, ob das Pimpen eines PrimeMini sich klanglich auswirkt, oder ob wir damit einfach nur einem weit verbreiteten Spleen nachkommen, der uns zu breiter, tiefer, schneller, weiter … drängt, nur um mehr zu haben und mehr zu können als die anderen.

Klangtest

Ich könnte ja mal ein wenig Abwechslung in meine Berichte bringen und ganz andere Titel spielen, als ich normalerweise spiele – aber hier geht es mal wieder nicht darum, Ihnen irgendwelche meiner Lieblingsstücke zu präsentieren, sondern hier geht es darum, Ihnen sagen zu können, ob ich einen Unterschied hören konnte oder nicht. Und deshalb brauchte ich hier wieder einmal meine „üblichen Verdächtigen“ wie Sangensemble Amanda, Patricia Barber, Nils Lofgren, Malin Pettersson, Hugh Masekela, Rolf Kühn …

Doch am Ende brauchte es nur einen einzigen Song, um zu belegen, dass sich der Klang verändert hat.
Um es direkt zu sagen:  Der Klangunterschied ist erstaunlich.

Doch es dauerte etwas, um die Veränderungen auch als positiv zu verstehen.

Erster Eindruck:

Mit der Lautstärke stimmt was nicht.
Alles wirkt so leise.

Ich erhöhe den Pegel.
Das was laut war, wird dadurch noch lauter, aber das was leise war, das bleibt leise.
Es wirkt auch alles ein wenig langsamer, träger, weniger dynamisch, weniger kraftvoll, weniger impulsiv.

Was seltsam ist, denn ich kann auf einmal die Stimmen dieses schwedischen Chors (Amanda) besser voneinander trennen, kann jeden einzelnen Standort einer Sängerin oder eines Sängers genauer definieren. Die Trommeln bei “Papa Loko” unterscheiden sich auf einmal viel deutlicher voneinander. Da gibt es tatsächlich welche, die deutlich größer sind und deshalb tiefer klingen. Sie klingen aber nicht einfach nur tiefer, sie haben auch mehr Druck. Aber es ist ein ganz anderer Druck. Dieser Druck hat mehr Volumen und erfasst meinen ganzen Körper, nicht nur Teile.

Nils Lofgren (Keith don`t go) spielt auf einmal, als wolle er mir erklären, wie ein einzelner Gitarrist diese vielen Töne und Rhythmen gleichzeitig spielen kann. 

Er berieselt mich nicht, er fasziniert mich – aber nicht nach dem Motto: „Hör einfach hin, das kannst Du sowieso nicht!“, sondern mehr wie: „Schau! So einfach geht das! Auf meinen rechten Daumen habe ich ein Plektrum geschoben, damit mache ich diese Töne, mit den vier Fingern mache ich diese Töne und mit der linken Hand mache ich das hier … ist doch ganz einfach, oder!?“.
Und ja – ich höre ihm zu und glaube ihm, das genau so spielen zu können. Es hört sich wirklich einfach an.
Doch ich bin 66 Jahre – habe vor ewigen Zeiten mal Gitarrenunterricht gehabt – und ich weiß, dass ich nichts – gar nichts von dem spielen könnte, was sich da gerade bei Nils Lofgren so einfach anhört.

Auf einmal ist es eindeutig

Plötzlich ist auch das Gefühl vollkommen weg, es könnte sich langsam, träge oder weniger dynamisch anhören. Ganz im Gegenteil, die Töne explodieren förmlich wie kleine Feuerwerke. Ich verliebe mich gerade neu in dieses Stück.

Und ich kann Ihnen gar nicht sagen, ob die neu eingesetzte Elektronik einen Moment lang Anlaufschwierigkeiten hatte oder eher meine Ohren. 

Das was hier gerade läuft – das ist ganz großes Kino.
Stück für Stück nimmt es mich mehr und mehr gefangen und …
… endlich kann ich mal das machen, was ich bei den Herstellern so oft kritisiere:

Nägel mit Köpfen!

Warum baut Ihr da nicht die besseren Buchsen ein?
Weil das Gerät dann zu teuer wird.

Immer und immer wieder ärgert man sich als Händler, wenn man ein Gerät vor sich hat, was das Potential dazu hätte, noch besser zu klingen, aber die Hersteller Angst davor haben, dass sie es dann nicht mehr verkauft bekommen, weil es angeblich zu teuer wird.

Hier bei diesem PrimeMini hatte ich es heute ganz alleine in der Hand.

Ich (!) habe beschlossen, zwei mal 16GB RAM einzubauen und
ich (!) habe beschlossen, eine 512GB große Pro NVMe-M.2-SSD als Systemfestplatte zu verwenden.
Und ich (!) habe heute gehört, dass dieser PrimeMini mir diese Konsequenz dadurch dankt, mir ein Klangbild zu liefern, wie man es sonst wohl nur von Geräten erwarten darf, deren Preise in den hohen vierstelligen Eurobereich hineinreichen.

Sind es die RAM oder ist es die SSD?

Ich statte einen zweiten PrimeMini mit Standard-SSD zur Probe mal mit 2x 16GB RAM aus.
… und ich kann wirklich nicht sagen, ob sich der Klang dadurch großartig verbessern lässt. Möglicherweise wäre ich dieser Meinung, wenn ich die komplette Aufrüstung vorher nicht gehört hätte. So aber weiß ich ja jetzt, was machbar ist und das erreiche ich nur dem RAM-Ausbau auf 2x 16GB offensichtlich nicht.

Die andere Variante – also eine Pro-SSD mit “nur” 2x 8GB RAM führt da schon eher zum gewünschten Ergebnis. Obwohl mich auch hier das Gefühl beschleicht, dass ich noch nicht ganz so weit gekommen bin wie mit der kompletten Aufrüstung.
Wer sich also zwischen den beiden Aufrüst-Maßnahmen entscheiden muss, der sollte auf jeden Fall die Pro-SSD wählen. Alleine deshalb schon, weil sich in einem zweiten Schritt die 2x 16GB RAM deutlich einfacher nachrüsten lassen.

Wer allerdings das nachvollziehen will, was ich hier heute erlebt habe, der kommt wohl um die folgende Einstellung nicht umhin:

Barfuß oder Lackschuh!

Fazit:

Wieder einmal kann man feststellen, dass die Gesetze der High-Fidelity keiner Logik folgen. Oder sagen wir es mal anders: … dass wir alle immer noch keine Vorstellung davon haben, was beim Streamen tatsächlich wichtig ist und was nicht. 

Wenn ich sehe, dass ein PrimeMini 5/i7 mit 2 x 16GB RAM und einer 512GB Samsung 970 Pro noch keine 1.800,- € kostet, dann kann ich jedenfalls nicht mehr länger so tun, als stünde dieser Aufpreis in einem schlechten Preis-Leitungsverhältnis.

USM Haller Lautsprecher von Progressive Audio

USM Haller Lautsprecher von Progressive Audio

USM Haller Lautsprecher von Progressive Audio

USM Haller Lautsprecher von Progressive Audio

Ab sofort bei AUDIOSAUL vorführbereit – die aktuelle Generation der USM Haller Lautsprecher von Progressive Audio. Vom Hersteller nur kurz “Edition” genannt.

Progressive Audio Extreme I USM Haller Front

Progressive Audio Extreme I USM Haller Frontansicht

Was passiert, wenn ein klassisches, etabliertes und traditionelles Möbel mit einem Ausnahme-Lautsprecher wie einem aus der Extreme-Serie von Progressive Audio eine Liaison eingehen will?

 

… eine Geschichte wie von Romeo und Julia?

Irgendwie schon, aber diesmal mit einem exzellent klingenden Ende.
Denn zum Glück stammt diese moderne Version einer Liebesgeschichte mal nicht aus der Feder eines William Shakespeare.
Obwohl sie ebenfalls damit begann, dass die beiden Liebenden zunächst nicht zueinander finden sollten.

Für das „Haus USM Haller“ stand ein Gesichtsverlust im Raum, wenn man diese Liebschaft ungeprüft zuließe, der Bewerber sich aber als nicht standesgemäß erweisen würde.

Für das „Haus Progressive Audio“ lauerte in dieser Verbindung das Risiko, über die eigene Produkt-Familie Schande zu bringen, wenn es sich denn herausstellte, dass dieses Fräulein sich als lockeres Mädchen mit weiteren Affären entpuppen würde.

Progressive Audio Extreme I USM Haller Coax

Progressive Audio Extreme I USM Haller Coax-Chassis

Viel Entwicklungsarbeit lag vor Progressive Audio

Progressive Audio hatte die Aufgabe zu bewältigen, alles das, was die Extreme-Serie zu einem der etabliertesten Deutschen Lautsprecher werden ließ, unbedingt auch dann noch zu gewährleisten, wenn sie in einem neuen Kleid daher käme.
Bei der Entwicklung von High-End-Lautsprechern ist es ja keineswegs damit getan, einfach eine Weiche an die verwendeten Chassis anzupassen. Um bei den Zielen Zeitrichtigkeit, Natürlichkeit, Timing und korrekte, dreidimensionale Wiedergabe Maßstäbe setzen zu können, muss auch jedes Detail eines Gehäuses in den Berechnungen berücksichtigt werden.

Progressive Audio Extreme I USM Haller Detail

Progressive Audio Extreme I USM Haller Detail

Um sicher zu stellen, dass ein USM-Haller-Lautsprecher exakt so klingt wie das Original, warteten viele Tüftelarbeiten auf Ralf Koenen.

War es möglich, das Innenleben eines Lautsprechers einfach direkt in das USM-Haller-Material einzubauen? Musste man es vielleicht verstärken, verdoppeln …?

Am Ende entstand eine äußerst praktische und sinnvolle Konstruktion.

Die Extreme-Lautsprecher bekamen passgenaue Innengehäuse, die man exakt in die gedämmten USM-Haller-Module einschieben konnte.
Die Herstellung und Anpassung der hierfür benötigten Sonderteile oblag indes natürlich der Marke USM Haller.

Progressive Audio Extreme I USM Haller Terminal

Progressive Audio Extreme I USM Haller Terminal

 

Doch selbst die Oberflächen der Front so wie auch die Metallstangen der USM-Haller Gehäuse störten anfangs noch den Klangaufbau und die Schall-Ausdehnung.
Die Festlegung der Bodenabstände für die Mittel-Hochton-Coaxial-Chassis erforderten neue Anpassungen.
Die Weichen der passiven Versionen waren fast noch komplizierter neu zu berechnen als die neue Auslegung der aktiven Verstärkerzüge.

Bei der aktiven Extreme I, der kleinen „Regalbox“ aus der Extreme-Serie, schien es lange Zeit der bessere Weg zu sein, die Elektronik in den Fuß zu integrieren, was ihr aber vom Design her die Leichtigkeit nahm. Während die passive Version der Extreme I als Lautsprecher beim Musikhören optisch und akustisch vollkommen verschwand und nur noch das dreidimensional akkurat abgebildete Aufnahmegeschehen wie frei schwebend im Raum erzeugt wurde, störte das geschlossene Gehäuse unter der aktiven Extreme I doch ein wenig das ästhetische Empfinden der Käufer, was sich auch auf das Hörempfinden auswirkte.

Kein Design-Bruch zwischen aktiv und passiv!

Also musste ein Weg gefunden werden, die Aktiv-Einschübe der Extreme I in das Gehäuse der Lautsprecher zu integrieren. Genau das war dann allerdings auch der Durchbruch und das Erfolgsrezept gleichzeitig für die Aktiv-Ausführung.

USM-Farben

Minimal-Art

Der Namensgebung dieser Deutschen Lautsprecherserie folgend, fühlt sie sich am wohlsten, wenn man sie in einer Kette mit extrem wenigen Beteiligten betreibt.
In der Mitte eine Streaming-/Vorstufen-Kombi wie den Auralic Altair – rechts und links die Aktiv-Boxen und fertig ist die High-End-Anlage der Zukunft!

Viele gute Lautsprecher laufen unter Wert!

Sich tolle Lautsprecher zu kaufen, ist das eine – aber den passenden Verstärker zu finden – ist das andere.

Mal ist einem nach dem Boxenkauf das Geld ausgegangen, mal hat man sich blind auf einen Testsieg verlassen und ein anderes mal hat man einfach den vorhandenen Verstärker aus guten alten Zeiten weiter betrieben, weil der ja schon immer „gut gewesen ist“.
Mit dem Ergebnis, dass wir leider oft genug nicht einmal erahnen können, wozu unsere neuen Lautsprecher fähig wären, wenn wir sie mit dem passenden Verstärker betreiben würden.

Aktiv-Lautsprecher beseitigen dieses weit verbreitete Problem!

Bei einem echten Aktiv-Lautsprecher passt nicht nur der Verstärker zum Lautsprecher, sondern jedes einzelne Chassis (Weg) hat seinen eigenen Verstärker. Bei einem Drei-Wege-Lautsprecher sind das also insgesamt sechs (!!) perfekt auf die Wege abgestimmte Verstärkerzüge.

 

Die Extreme I gilt unter Kennern als die Alternative zu teuren Kopfhörern schlechthin

Wer schon bei der Suche nach einer korrekten Musikwiedergabe die besten Kopfhörer der Welt getestet hat und zu dem Entschluss gekommen ist, dass er diese Dinger auf dem Kopf nicht mag, der bekommt mit der Extreme I eine Alternative, die er lieben wird. Ob mit oder ohne USM-Haller-Gehäuse.

Baut man sich mit der Extreme I ein kleines Stereodreieck auf, muss man nur noch die Musik starten und die Augen schließen, um mit jedem Titel-Wechsel von einem Konzertsaal in den nächsten zu reisen. Riesige Bühnen mit voll besetztem Orchester, kleine Jazz-Keller, berühmte Kirchen oder auch nur kunstvoll aufgezeichnete Studio-Aufnahmen erwachen in Ihrem Wohnzimmer zum Leben und nichts beeinträchtigt Ihre Bewegungsfreiheit.
Sogar zu zweit nebeneinander lässt sich dieses Klangwunder genießen.

Also doch nicht Romeo und Julia?

Nein, definitiv nicht. Das Genre der Dramen bleibt zum Glück den Theater-Bühnen überlassen und in unserer Geschichte wird aus Romeo und Julia eine glückliche Beziehung, die schon bald auch Ihren Raum mit einem verzaubernd echten Klangbild und einem standesgemäßen Erscheinungsbild bereichern kann.

Welches Modell eignet sich für welchen Raum?

Progressive Audio Extreme I USM Haller Anpassung

Progressive Audio Extreme I USM Haller Anpassung

Die Extreme I …

ist ganz klar der Desing-Sieger, der sich ganz automatisch in die Gunst der Käufer spielt. Sie passt in den allerkleinsten Raum, macht sich aber auch vor den größten Räumen nicht bange und hat bereits in einer Essener Kirche den Organisten verblüfft glauben lassen, man hätte eine neue Orgel angeschafft, ohne ihn zu beteiligen. 🙂
(Da gibt es sogar ein Video von)

 

 

 

Die Extreme II …

gibt es nicht in der USM-Haller-Version.

Die Extreme III …

ist der „Ein-für-allemal-rundum-glücklich-und-zufrieden-Lautsprecher“ für jeden Anspruch. Ob Klassik oder Jazz, Popmusik, Schlager oder je nach Lust und Laune bunt gemischt – die Extreme III beherrscht jedes Genre, sorgt für ein fundamentales Tieftongerüst und verzaubert mit seinem Coaxial-Chassis in den Mitten wie auch in den höchsten Höhen.

Ralf Koenen mit Extreme IV Edition

Ralf Koenen mit Extreme IV Edition

Die Extreme IV …

ist das Ergebnis der Aufgabe, dem Begriff Extrem einen Superlativ-Status zu verschaffen. Schon das Design deutet an, was der Käufer einer Extreme IV für ein Klangergebnis erwarten darf. 

Gibt es einen Klangunterschied zwischen den Serienmodellen und den USM-Haller Editionen?

Nein, definitiv nicht. Weder USM-Haller noch Progressive Audio könnten das akzeptieren.

So ist die Edition nichts anderes als eine Hommage an dieses unvergleichlich schlichte Möbel-Design.
Ein Klassiker durch und durch. 

Preise:

Extreme I USM-Haller-Edition – passiv –   5.998,- €
Extreme I USM-Haller-Edition – aktiv –   8.998,- €

Extreme III USM-Haller-Edition – passiv – 12.998,- €
Extreme III USM-Haller-Edition – aktiv – 18.000,- €

Extreme IV USM-Haller-Edition – passiv – 22.000,- €
Extreme IV USM-Haller-Edition – aktiv – 28.000,- €

Hinweis: Das Modell Extreme II ist aus technischen Gründen nicht in der USM-Haller-Edition erhältlich.

Vereinbaren Sie jetzt mit uns einen Hörtermin. Wir freuen uns auf Sie.

Hier geht es direkt zum Produkt.

Zum Bestellen senden Sie uns bitte eine E-Mail-Anfrage mit Ihren Farb- und Ausführungswünschen oder rufen Sie uns einfach an und wir besprechen die lieferbaren Optionen miteinander.

Farben:  Alle Standard-USM-Haller-Farben sind bestellbar.

Farbtafel USM

Farbtafel USM

 

Ersetzen Sie Ihre jetzige Streaming-Lösung durch einen PrimeMini!

Ersetzen Sie Ihre jetzige Streaming-Lösung durch einen PrimeMini!

Ersetzen Sie Ihre jetzige Streaming-Lösung durch einen PrimeMini!

Ersetzen Sie Ihre jetzige Streaming-Lösung durch einen PrimeMini!

In meinem Bericht „Ersetzen Sie Ihre jetzige Streaming-Lösung durch einen PrimeMini!“ räume ich mit dem Irrglauben auf, dass es sich bei dem PrimeMini um ein Zusatzgerät handelt, auf dem man lediglich den Roon-Core aufspielt und nutzt.

Der PrimeMini ist kein (!!!) zusätzliches Gerät –
er ist alles was Sie zum Streamen brauchen!

Immer wieder fragen mich Kunden, wie sie denn einen PrimeMini an ihr Streaming-Gerät anschließen können und sind völlig überrascht, wenn ich ihnen sage:

„Ihr bisheriges Streaming-Gerät brauchen Sie nicht mehr!“

Fangen wir mal ganz vorne an:

Gehören Sie zur Gruppe A) ?
Sie haben sich irgendwann ein Streaming-Gerät gekauft.
Entweder  einen reinen Transport (Bridge)  und den dann an einen DAC angeschlossen
oder ein All-in-One-Gerät (mit integriertem Wandler).

Gehören Sie zur Gruppe B) ?
Sie haben den Roon-Core bisher auf Ihrem PC/MAC/Laptop oder NAS installiert.

Beide Gruppen sind aber von der gewählten Lösung mittlerweile nicht mehr so ganz begeistert und suchen nach einer komfortableren Bedienungsmöglichkeit.

Und jetzt schleicht sich ein Denkfehler ein!

Man glaubt, der PrimeMini als Roon-Core-Server sei ein Zusatzgerät, mit dem man sein eigentliches Streaming-Gerät nur besser bedienen kann.

Tatsache ist, dass Sie Ihr altes Streaming-Gerät nicht mehr benötigen werden!

Warum auch sollte der PrimeMini es einem anderen Gerät übertragen, die Musik für einen DAC vorzubereiten, wo doch Roon genau dafür geschaffen wurde?

Roon kommuniziert mit den Musikportalen (Tidal/Qobuz).
Roon empfängt die IP-Pakete.
Roon holt sich die Musikdateien aus Ihren Musiksammlungen (egal wo sie sich befinden)
Roon wandelt diese IP-Pakete in saubere digitale Signale.
Roon kann die Signale anhand Ihrer Einstellungen im DSP optimieren
Roon kann die Formate durch Anbindung eines Upsamplers umwandeln
Roon kann die digitalen Information mit einem selbstentwickelten Netzwerkprotokoll (RAAT) in bestmöglicher Audio-Qualität übertragen

Was soll da noch ein weiterer Streaming-Transport in der Kette?

Und was ist mit dem Klang?

Nun – bisher ist es uns noch nicht gelungen, einen Streaming-Transport zu finden, mit dem es tatsächlich besser geklungen hätte, als mit dem PrimeMini 5/i7 direkt an einem DAC. Natürlich mit dem USB 2.0-Anschluss.

So sieht Ihre zukünftige Streaming-Kette aus:

PrimeMini – DAC – Anlage
oder:
PrimeMini – roon-ready-Endpoint.

… und natürlich ist auch ein paralleler Betrieb möglich, denn Roon ist ja nun mal ein Multi-Room-Konzept.

Konfigurieren Sie jetzt Ihren persönlichen PrimeMini. Hier klicken!

Welches Netzteil braucht ein NUC, Nucleus, PrimeMini als Roon Core Server?

Welches Netzteil braucht ein NUC, Nucleus, PrimeMini als Roon Core Server?

Welches Netzteil braucht ein NUC, Nucleus, PrimeMini als Roon Core Server?

Welches Netzteil braucht ein NUC, Nucleus, PrimeMini als Roon Core Server?

Alle oben genannten Geräte werden in der Regel mit einem funktionierenden Netzteil ausgeliefert, können also in Betrieb genommen werden.

Keces P8 vorne1

Keces

 

Wer sie allerdings als audiophile Quelle einsetzen will, der kann mit einem Linear-Netzteil erstaunliche Klangverbesserungen erzielen.

 

 

 

Doch welches Netzteil nimmt man da?

Grundsätzlich kann man natürlich sagen: “Jedes geeignete.”, doch welches ist geeignet?

Die Power muss da sein!

Ein Roon-Core-Server auf NUC-Basis benötigt mindestens 60 Watt, gerne auch mehr. Spätestens, wenn man plant, auch den Thunderboltanschluss für eine externe Festplatte oder so zu verwenden, sollte es unbedingt auch etwas mehr sein.

Woher weiß ich, ob die Kraft reicht?

Netzteile werden in der Regel mit zwei Werten beschrieben: Volt und Ampere.
Techniker werden gleich aufschreien, wenn ich sage: “Nehmen Sie einfach Volt mal Ampere und Sie erhalten die Leistung in Watt!”, weil es bei Linearnetzteilen so nicht ganz richtig ist, aber andere Werte haben wir nun einmal nicht und einen teuren Messplatz schon sowieso nicht. Also müssen wir uns damit begnügen.

Wie viel Volt?

In der Regel haben wir da gar keine freie Auswahl, denn der Hersteller gibt diesen Wert vor und man sollte sich ganz sicher daran halten.
Ein NUC allerdings wird von Intel mit 12-24V beschrieben. Wieso ist das so?
Nun – so ein Mini-PC ist natürlich prima dazu geeignet, auch in einem Fahrzeug wie z.B. einem Wohnmobil betrieben zu werden. Und die haben nun einmal 12V oder 24V.
Man kann also davon ausgehen, dass die Spannung intern sowieso auf einen Wert von vermutlich so um die 9V heruntergeregelt wird, weshalb es ziemlich egal ist, welchen Wert wir tatsächlich wählen.
Ist er sehr niedrig – brauchen wir mehr Ampere – ist er sehr hoch, muss sehr viel heruntergeregelt werden, was auch nicht optimal ist.

Aus der Praxis:

Wir haben die besten Erfahrungen mit 19V gemacht.

Wie wiel Ampere?

Das ist jetzt eine Rechenaufgabe fürs zweite Schuljahr (oder erstes?).
3A mal 19V ergeben 57Watt – reicht nicht.
4A mal 19V ergeben 76Watt – reicht – je nach Modell, besser wären 5A.

Zu viel Ampere?

Was passiert, wenn wir jetzt ein 19V-Netzteil mit 8A (= 152 Watt) nehmen?
Antwort:  Nichts!  Das Gerät nimmt sich nur so viel, wie es braucht.

Was ist also ein “goldener Schnitt mit Reserve”?

Richtig – 19V mit 5A ist ein sehr guter Wert!
Ob ein Netzteil also passt oder nicht, können Sie jetzt selber beantworten.

SBooster, Keces, Farad, Progressive Audio …
Passen Sie – wie klingen Sie?

Von BOTW (SBooster) gibt es kein (!!) passendes Netzteil, bei Farad kann man sich ein passendes anfertigen lassen. Von Keces passt nur das P8, das P3 scheidet aus. Die Progressive Audio-Netzteile werden mit 19V/5A angeboten – sind aber derzeit erst mal nicht mehr erhältlich.

Und was klingt nun am besten?

Unser persönlicher Klang-Favorit ist eindeutig das Progressive Audio.
Mess-Fanatiker haben an ihm ihre wahre Freude und es ist das mit Abstand audiophilste Netzteil, was wir kennen.
Ein großer Vorteil ist, dass es bereits mit einem hochwertigen DC-Kabel (vom Netzteil zum NUC) ausgeliefert wird, was in der 200,-€-Klasse liegt, während z.B. Keces seine Netzteile mit Billig-Beipackstrippen ausstattet.

Aber – wie schon geschrieben – ist es derzeit nicht erhältlich.

Wer jedoch zwei Abnehmer hat – also z.B. neben dem NUC auch noch die Fritzbox oder einen Switch mit Strom versorgen will, der bekommt mit dem Keces P8 Dual ein preislich nicht zu schlagendes Angebot. Da es zusätzlich noch einen 5V-USB-Anschluss hat, kann man sogar z.B. den PrimeMini an 19V, die Fritzbox an 12V und einen Chord-Switch an 5V anschließen.

Hinweis:
Ab sofort liefert der Deutschland-Vertrieb von KECES (Robert Ross) hochwertige Premium-DC-Kabel gegen Aufpreis. Eine mehr als lohnenswerte Ausgabe!

Fazit:

Wer seinen NUC über ein Linear-Netzteil versorgen will, der hat es nicht ganz einfach. Die neuesten Modell benötigen etwa 90 Watt. Da bleibt neben dem Keces P8 keine große Auswahl.

P28 im Anmarsch!
Keces hat das P28 angekündigt. Ein Netzteil mit 5 Ausgängen. Wer einen Router, einen Switch und mehrere andere Geräte mit Niedervolteingang zu versorgen hat,  findet darin ganz sicher eine perfekte Lösung. Sobald es lieferbar ist – wird es einen festen Platz in unserer Vorführung erhalten.

Sollte Ihnen der Artikel geholfen haben, eine Entscheidung zu treffen, dann würden wir uns über eine Bestellung in unserem Shop sehr freuen.

Keces P8 bestellen

 

 

 

 

Furutech LAN 8 NCF Netzwerkkabel

Furutech LAN 8 NCF Netzwerkkabel

Furutech LAN 8 NCF  Netzwerkkabel

Furutech LAN 8 NCF  Netzwerkkabel

Lesen Sie in meinem Bericht „Furutech LAN 8 NCF Netzwerkkabel“, ob dieses neue Kabel von Furutech in der Lage ist, die bisherige „Weltordnung“ der LAN-Kabel-Situation durcheinander zu wirbeln.

Was bisher geschah …

Seit geraumer Zeit ist die Rang– und Hackordnung bei LAN-Kabeln wie folgt zu beschreiben:

Stufe 1: 
„Irgendwelche“ LAN-Kabel aus der Computer-Grabbelkiste.
Ergebnis:
Sie funktionieren, höhere klangliche Ansprüche werden nicht gestellt und nicht erfüllt.

Stufe 2:
LAN-Kabel, hinter denen der Versuch der Entwickler steckt, den Klang an dieser Stelle zu verbessern.
Ergebnis:
In dieser Gruppe führen Know-How, Materialien und Bauarten zu unterschiedlichen Klang-Ergebnissen. Ein Aufbau ohne Abschirmung scheint oft besser zu klingen als mit. Silber scheint dem Klang ebenfalls dienlich zu sein. 

Am Ende muss man aber feststellen, dass es zum Teil einfach nur immer wieder Klangunterschiede zu hören gibt und man als audiophiler Nutzer gar nicht umhin kommt, sich mal ein paar unterschiedliche Kabel anzuhören.

Da gibt es das LAN-Kabel, was im ersten Moment „wunderbar harmonisch und warm“ klingt, dem es aber eklatant an Auflösung fehlt. Da gibt es das „durchsichtig und präzise“ klingende Kabel, das uns aber das  „Schöne“ in der Musik vermissen lässt. 

„Du kannst nicht alles haben!“

– so sind die meisten dieser Kabel einzustufen und man muss ganz individuell für sich das richtige Kabel finden. Das größte Problem dabei:
Der Preis lässt keinen Rückschluss darauf zu, wie gut das Kabel in der eigenen Kette klingen wird. Da gibt es Kabel für 150,- €, die andere für 500,- € “schlagen” und umgekehrt.

Stufe 3:
Eine Handvoll Spitzenkabel, bei denen der Preis überhaupt keine Rolle mehr spielt. Ob 1.000,- € oder 4.000,- €, ob seriös industriell hergestellt oder von Jungfrauen bei Vollmond umhäkelt – das Klangergebnis zählt und leider manchmal auch nur das Image, die Meinung von Gurus oder die Exotik.

Aber wer es sich leisten kann und sich ein wenig Mühe gibt, der findet ganz sicher in dieser Gruppe ein Kabel, was in der Lage ist, ganz erstaunliche Klangverbesserungen zu bewirken.

Die süßesten Früchte …

Und jetzt kommt Furutech
und kündigt das Furutech LAN 8 NCF an.

NCF?

Dahinter steckt die Abkürzung für Nano Crystal Formular und dieses Zeugs überrascht uns seit Jahren.

NCF verfügt über ein spezielles kristallines Material mit zwei unterschiedlichen Eigenschaften: Es erzeugt negative Ionen, die statische Aufladungen beseitigen und es wandelt Wärmeenergie in fernes Infrarot (FIR) um.

In Kombination mit Keramikpartikeln in Nanogröße und Kohlenstoffpulver werden diese Kristalle zum ultimativen elektrischen und mechanischen Dämpfungsmaterial. NCF wurde von Furutech entwickelt und ist ausschließlich in Furutech-Produkten und nirgendwo anders zu finden.

Furutech FI-E50 NCF

Furutech FI-E50 NCF

 

Zuerst gab es Schuko- und Kaltgerätestecker mit NCF und plötzlich schien es sich zu offenbaren, dass die Stecker fast noch wichtiger für einen guten Klang sind als die Kabel.

 

 

 

Furutech NCF Booster

Furutech NCF Booster

Dann erschienen Zusatzteile aus NCF auf dem Markt (NCF-Booster), mit denen man die Wirkung der NCF-Stecker noch verstärken konnte, aber selbst „normale“ Stecker profitierten plötzlich von diesem NCF.

 

 

 

 

Furutech NCF Clear Line 1

Furutech NCF Clear Line 1

Das letzte und wahrlich erstaunlichste Bauteil von Furutech war der NCF Clear Line, der uns für rund 250,- € eine klangliche „Stromverbesserung“ beschert, die wir uns von vielen deutlich teureren Filtern versprechen, aber oft nur im Doppelpack mit einer nicht hinnehmbaren „Dämpfung des gesamten Klangbildes“ erhalten können.

 

 

 

Und nun ein NCF LAN-Kabel?

Das klingt zu allererst einmal „schweineteuer“, oder?
Doch dann schaue ich in die Preisliste.

1,2 m sollen 196,- € kosten? Das kann nicht sein.

Aber Furutech Deutschland bestätigt diesen Preis.

Meine ersten Gedanken:

Dann kann es nicht so gut sein, wie ich es mir vom NCF-Kabel versprochen hatte  – ich hoffte doch endlich eine Alternative zu den  ganz teuren Kabeln zu bekommen – da „untenrum“ gibt es doch schon mehr als genug Auswahl.

„Im Osten nichts Neues!?“

Aber wie ich meinen Enkelkindern immer sage: „Wenigstens mal probieren!“

Also bestellte ich mir ein paar Furutech LAN 8 NCF Test-Kabel.
Bei der Verpackung handelt es sich um eine typische asiatische Plastikschachtel.
Ein Jutebeutel oder so wäre zeitgemäßer – aber ich will hier kein Nebenthema aufmachen.

Das Kabel selbst ist von einem Textilgeflecht umgeben. Die Farbe ist auffällig und gewöhnungsbedürftig, aber das kennen wir ja von Furutech.

Ich reiße die Verpackung auf und klemme das Kabel – um keine Beeinflussungen von anderen Komponenten zuzulassen – direkt zwischen Fritz!Box und PrimeMini 5/i7, einem Roon-Core-Server, der ausgangsseitig direkt über USB 2.0 am DAC992 von Progressive Audio hängt. 

Und komme nach wenigen Takten Musik zu folgendem Ergebnis:

Wenn dieses Kabel noch einspielen muss und danach noch besser klingt, als es das hier eiskalt und ungespielt zum Besten gibt – dann können sich die wirklich teuren LAN-Kabel aber mal warm anziehen.
Zittern – dürfen sie jetzt schon mal.

Was ich da zu hören bekomme – das ist mehr als erstaunlich.
Dieses Kabel lässt es definitiv nicht zu, dass wir von seinem Preis auf seinen Klang schließen können. So viel ist schon mal sicher. Es gehört auf keinen Fall nur in die Stufe 2.

Musik-Beispiel:

Byssan Lull, Kari Bremnes, vom Album Go Natt Vol. 1 (gilt nur für diese Version!!!)

Bei Byssan Lull handelt es sich um ein traditionelles Wiegenlied/Seemannslied mit einem etwas seltsam anmutenden Text.

Die Musiker um Kari verwenden allerlei verfremdete Instrumente. Es beginnt mit einem eindringlich hämmernden Klavier, das mehr nach einem Perkussions-Instrument klingt als nach einem Klavier.
Irgendwie metallisch und doch gleichzeitig auch hölzern wird das Klavier angeschlagen.

Mir stehen eine ganze Reihe an LAN-Kabeln zum Vergleich zur Verfügung. Und zumindest jetzt am Anfang nutze ich diese Möglichkeit auch aus und höre mich kreuz und quer.

Die meisten Kabel geben uns kaum einen Hinweis darauf, was da gerade wirklich gespielt wird. Es klingt metallisch, es klingt hölzern, man hört irgendwie einen Resonanzkörper und ein dumpfes Mitschwingen einer Hebel-Mechanik …
… und von allen Kabeln wird es in einem anderen Mischungsverhältnis dargestellt.

Also – wer immer noch glaubt und behauptet, LAN-Kabel hätten keinerlei Anteil an einem Gesamtklangbild, der sollte sich einfach mal dieses Stück mit verschiedenen LAN-Kabeln anhören. Der Titel hält noch eine ganze Menge an interessanten Klanggebilden für uns parat. Einen unglaublich tiefen Bass nach etwa 2 Minuten, Windgeräusche, die sich als Flüstern herausstellen und vieles mehr.

Nun aber zurück zum Furutech LAN 8 NCF

Klar und deutlich können wir „beobachten“, wie jemand eine Taste an einem Klavier drückt, wie die hölzerne Mechanik ein Hämmerchen dazu bringt, gegen gespannte Saiten zu schlagen, wie sich dieser Ton im Inneren des Klaviers ausbreitet und wie sich diese hölzerne Hebel-Mechanik dadurch zum Mitschwingen animieren lässt. Und dann fragt man sich nur noch, was denn da wohl jemand mit diesem Instrument angestellt hat.

Man kann durchaus der Meinung sein, jemand hätte hier dem Klavier viel Leid angetan, denn es hat keine Chance mehr, uns mit seinem ihm eigenen wunderbaren Klang in seinen Bann zu ziehen, der normalerweise von einem solchen Instrument ausgeht – aber es geht hier nicht darum, Kari Bremnes und ihren Musikern eine persönliche Bewertung zukommen zu lassen.
Nach und nach beginnt man, diese Töne zu begreifen.
Dieser Titel erzeugt in uns apokalyptische Emotionen. Erinnerungen an düstere Schwarzweißfilme werden wach, dichter Nebel breitet sich über brodelnden Sümpfen aus.

Und obwohl das alles keineswegs Attribute sind, die uns daran glauben lassen, wir könnten dabei glücklich einschlafen, wirkt Kari Bremnes Stimme dennoch sehr beruhigend und mütterlich, so als wolle sie uns sagen: “Habe vor nichts Angst. Ich bin bei Dir. Ich führe Dich.
Schlaf ruhig ein. Ich wache über Dich.”.

Ein emotionaler Gegensatz, der wohl eine Stärke von Kari Bremnes und ihren Musikern ist.
Wer schon mal auf einem Kari Bremnes Konzert gewesen ist, der weiß genau was ich meine.

Wenn Helge Andreas Norbakken Wasser auf seine Standtoms kippt und spektakulär von hinten beleuchtet mit Strohbündeln statt Schlägeln seine Schießbude bearbeitet – und im wahrsten Sinne des Wortes „die Fetzen fliegen“ – dann muss sich kein Schlagzeuger der Welt mehr die Frage stellen, wie der wohl diese seltsamen Perkussions-Klänge erzeugen kann.

Das Furutech LAN N8 NCF Netzwerkkabel bringt das Kunststück fertig, uns sowohl in einer Art Haarspalterei die einzelnen Klang-Module dieses so arg verfremdeten Instruments einzeln – als auch im Zusammenhang erkennbar zu machen und gleichzeitig diese tiefe Emotionalität in diesem Song spüren zu lassen.

Dynamik

Der ganze “Trick” der Dynamik ist nicht, das Laute lauter zu machen, sondern das Leise leiser.
Erst aus der Differenz zwischen der leisesten und der lautesten Stelle ergibt sich der Dynamikumfang. Und deshalb reicht es auch nicht aus, einfach lauter zu machen, weil wir dann die leisen Stellen ebenso anheben wie die lauten.

Das Furutech LAN 8 NCF – Kabel scheint sich aber gerade daraus einen Spaß mit uns zu machen, dass es die leisen Stellen tatsächlich noch leiser macht. Selbst Störgeräusche, die wir nur als eine Art „Rauschteppich“ empfinden – nicht einmal wirklich hören können, werden so weit ins Unhörbare abgesenkt, dass wir unweigerlich von einer erstaunlichen Stille zwischen den Klängen sprechen müssen.

Diese Dynamik wird aber keinesfalls zum Selbstzweck und macht auch nicht mit spektakulärem Sound auf sich aufmerksam, sondern trifft uns oftmals völlig unvorbereitet.

Wenn ein Schlagzeuger einen Sänger ruhig und gedankenverloren mit seinen Besen begleitet und plötzlich wie aus dem nichts den Schägel auf die Kante der Snarr knallen lässt – dann ist das umso beeindruckender, je sanfter und dahinfließender das Musikstück bis dahin auf uns gewirkt hat.

Fazit:

Es gibt keinen Zweifel – dieses Kabel hält sogar noch deutlich mehr als ich mir von ihm versprochen hatte.

NCF – so lautete der Hoffnungsträger.
196,- € – so hieß das Argument, was alle meine Hoffnungen zusammenschmelzen ließ.
Furutech LAN 8 NCF – so heißt mein neuer Preis-Leistungs-Sieger.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich diesen Begriff eigentlich nicht leiden mag. Preis-Leistungs-Sieger bedeutet nichts anderes als: „Für mehr Geld bekommst Du was besseres.“.

Genau das ist aber im Moment so eine Frage, der ich mich tatsächlich stelle.
Und nicht nur ich sollte mir die Frage stellen.

Allen Entwicklern von teuren und sehr teuren LAN-Kabeln möchte ich sagen:
Besorgt Euch ein Furutech LAN N8 NCF-Kabel und hört es Euch an.

Es könnte ab sofort Euer schärfster Konkurrent sein.
Zu einem absolut unglaublich niedrigen Preis.

Jetzt das Furutech LAN N8 NCF-Kabel bestellen.

Furutech NCF Clear Line, das Weihnachtsgeschenk für HiFi-Freaks

Furutech NCF Clear Line, das Weihnachtsgeschenk für HiFi-Freaks

Furutech NCF Clear Line, das Weihnachtsgeschenk für HiFi-Freaks

Furutech NCF Clear Line, das Weihnachtsgeschenk für HiFi-Freaks

Nur so?

Stellen Sie sich vor, Sie schenken Ihrem Ehemann zu Weihnachten einen Furutech NCF Clear Line.
Er packt ihn aus und beginnt fast vor Wut zu schnauben. Er schimpft, weil Sie sich so ein überflüssiges Vodoo-Zeug haben andrehen lassen. Er erklärt Ihnen, dass so etwas alles Mumpitz ist und dass es schade um das schöne Geld ist.

Sie aber bleiben ganz ruhig und und sagen ihm, dass Sie es zurückgeben können, wenn er es nicht behalten will.
Sie bitten ihn aber darum, Ihr Geschenk wenigstens mal auszuprobieren und den Furutech NCF Clear Line in eine freie Steckdose in der Nähe seiner HiFi-Anlage zu stecken.

Schon nach ein paar Minuten Musik wird er einräumen, dass der Furutech NCF Clear Line
m-ö-g-l-i-c-h-e-r-w-e-i-s-e  nicht ganz wirkungslos ist, dass der Klanggewinn aber viel zu gering ist, um eine Ausgabe von 260,- € zu rechtfertigen.

Am zweiten Weihnachtstag wird er den Furutech NCF Clear Line wieder aus der Steckdose ziehen, um ihn einzupacken, damit Sie ihn zurückschicken können.
Kurze Zeit später wird er wieder zu Ihnen kommen und meinen: „Ach, weißt Du Schatz, lass ihn einfach hier. Wer weiß, ob wir wirklich das Geld zurückbekommen und wie lange das dauern wird. So ganz schlecht ist das Teil gar nicht. Vielleicht war ich doch zu voreilig und zu misstrauisch.“.

Wenn Sie dann das Zimmer verlassen, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Ihr Mann gleich zum Telefonhörer greift, um einen Bekannten anzurufen.
Möglicherweise werden Sie sogar häufiger mal hören, dass Ihr Mann im Gespräch diesen Furutech Clear Line erwähnt. Und vielleicht wird er Sie sogar fragen, wo Sie das Teil denn eigentlich gekauft haben. 

Nur so!

Was ist ein Furutech NCF Clear Line?

Furutech NCF Clear Line

Furutech NCF Clear Line

Die Idee – irgendwas in eine Steckdose zu stecken, was den Strom „entstört“ oder „reinigt“ – ohne sich „im Weg“ zu befinden, wie das z.B. bei einem Stromfilter der Fall ist, ist alles andere als neu.

Neu ist allerdings – dass es funktioniert, ohne seine Vorteile auf der einen durch Nachteile auf der anderen Seite zu erkaufen oder den Klang in eine ungewollte Richtung zu verbiegen (zu sounden).

Mit dem Furutech NCF Clear Line wird das Klangbild nicht „tot“, nicht langweilig und nicht dumpf.
Ganz im Gegenteil! Die Wiedergabe gewinnt an Körper, Druck, Dynamik, Konturen, Fokussierbarkeit, Natürlichkeit, Raumgröße, Souveränität, Musikalität.
Das Grundrauschen wird geringer, die Auflösung steigt und die dreidimensionale Bühne wird exakter abgebildet.

Voodoo? Einbildung? Die Macht der Suggestion?

Negativ! – Nichts davon!

Aber wie macht Furutech das?

Ich habe keine Ahnung!

Ich schaue mir die Explosions- und Schnittbildzeichnungen an und erkenne, was sich in diesem Gehäuse befindet. Zwei Luftspulen – die keinen Kontakt zueinander haben. Das war es dann auch schon. Hätten sie Kontakt, würden sie ja auch zu einem Kurzschluss führen. Es gibt nichts, was L und N oder Masse miteinander verbindet – auch nicht über Widerstände oder andere elektronische Bauteile. Nur diese beiden Luftspulen und viel NCF-Material (Nano-Crystal-Formula, ein antistatisches und resonanzdämpfendes Material).

Ein völlig „passives“ Bauteil.

Eine Erklärung für das was ich hören kann  – geben mir diese Zeichnungen und auch alle Erklärungen zusammen nicht.

Furutech NCF Clear Line innen

Furutech NCF Clear Line innen

Kurzfassung:

Der Furutech Clear Line beweist, dass unser Strom für HiFi-Freaks nicht gut ist.
Hat man ihn in eine freie Steckdose gesteckt – am besten in eine freie Dose einer Verteilerleiste – nimmt er seine Arbeit auf. Bereits nach Sekunden können wir hören, dass das gesamte Klangbild ruhiger wird. Fast so, als hätte uns eine Krankenschwester so eine „LmaA-Pille“ verpasst. 😉

Man sitzt vor seiner Anlage und ist nur noch glücklich. Es klingt tatsächlich alles „schöner“, gefälliger. Ohne an Kraft und Dynamik zu verlieren.

Den größten Unterschied allerdings – den hört man nach ein bis zwei Tagen, wenn man den Furutech Clear Line einfach mal wieder entfernt.

Ich kam mir dabei vor wie jemand, der gerade mit dem Schlauch den Garten wässert, während jemand hinter mir einen Knick in den Schlauch macht, um mich zu ärgern.
Meine HiFi-Anlage lief gefühlt nur noch mir halber Kraft.

Kaum steckte der Clear Line wieder in der Steckdose, war alles wieder in bester Ordnung. Unglaublich, wie schnell man sich an diese Klangverbesserung gewöhnt.

Am Ende bleibt uns gar nichts anderes übrig, als etwas zu akzeptieren, was wir nicht erklären können. 

Und ich wäre kein Profi, wenn ich mich ob der extremen Klangverbesserung nicht gleich auf die Suche nach klanglichen Nachteilen begeben würde.

Bei so viel Licht muss es doch auch Schatten geben.

Fehlanzeige!

Mir ist es bis heute nicht gelungen, auch nur den geringsten klanglichen Nachteil auszumachen. 

Und angesichts der Tatsache, was deutlich teurere „Filter“ oder „Stromaufbereiter“ im Vergleich zum Furutech Clear Line schaffen – ist er nicht anders als mit „spottbillig“ zu bezeichnen.

Preis und Wirkung – erzeugen in einem echten HiFi-Freak nur eines:

Fassungslosigkeit!

Bestellen Sie sich jetzt Ihren Furutech Clear Line und ich versichere Ihnen:

Überzeugt er Sie nicht –
schicken Sie ihn mir einfach wieder zurück.

Hier Furutech Clear Line zum Einführungspreis bestellen.

Roon Nucleus vs. PrimeMini

Roon Nucleus vs. PrimeMini

Roon Nucleus vs. PrimeMini

Roon Nucleus vs. PrimeMini

In meinem Bericht „Roon Nucleus vs. PrimeMini“ stelle ich den Herausforderer aus der Schweiz dem Platzhirschen aus den Staaten gegenüber.

Roon-Nucleus

Roon-Nucleus (Erste Generation)

PrimeMini 5 von vorne rechts

PrimeMini 5

Wird der PrimeMini dieses Aufeinandertreffen „überleben“ können, oder erwartet uns vielleicht eine Überraschung?

Grundsätzliches 

Roon Labs hatte anfangs nicht geplant, irgendwann auch mal Hardware anzubieten und stattdessen lieber nur ein paar Links veröffentlicht. Folgte man diesen Links, so landete man auf einer Amazon-Seite, musste nur noch die Vorauswahl bestätigen und hatte damit schon (fast) alles gekauft, was man zum Aufbau eines roon-fähigen NUC (Kleinst-Rechner) benötigt.

So ein „Bastelobjekt“ gefiel aber nicht nur denen nicht, die auf diesem Gebiet „zwei linke Hände“ haben, sondern auch denen nicht, die sich trotz der guten Vorauswahl vor die Aufgabe gestellt sahen, sich noch ein zuverlässiges lüfterloses Gehäuse dazu suchen zu müssen. Schließlich wollte man ja nicht riskieren, den Selbstbau nach wenigen Stunden in Rauch aufgehen zu sehen.

Roon Labs erkannte, dass man etwas tun musste, wollte man in Zukunft weiterhin Roon-Lizenzen an den Mann (und an die Frau) bringen.
Und so entschloss man sich, den Nucleus und seinen großen Bruder Nucleus+ zu entwickeln und anzubieten.

Nicht nur Freunde gewonnen

Das Erscheinen spaltete die Roon-Interessierten in zwei Lager.
Die einen freuten sich über dieses tolle Angebot und akzeptierten es, dass so ein fertiges „Plug&Play-Produkt“ deutlich teurer war als ein Selbstbauprojekt.
Die anderen mochten sich aber mit dem für sie unerklärbar hohen Preisaufschlag nicht abfinden.

Wem der Nucleus zu teuer war, wer aber andererseits auch nicht selber basteln wollte, der ließ notgedrungen ganz die Finger von Roon oder installierte die Software einfach auf einem PC, MacBook oder NAS.
Keine Lösung, die auf Dauer zufriedenstellen kann und keine Lösung, die das klangliche Potential von Roon ausschöpft.
Und erst recht keine Lösung, die einen Händler auf Dauer zufriedenstellen kann. 😉

Es musste eine Alternative her.

Bei meiner Suche nach einer echten Nucleus-Alternative stieß ich Anfang 2020 auf ein Computer-Unternehmen in der Schweiz namens Prime Computer. Sein Internet-Auftritt war mir auf Anhieb sympathisch. Die Liebe zur Natur und diese verantwortungsbewusste Verpflichtung zu nachhaltigem Handeln und nachhaltigen Produkten – das hat mir gut gefallen.

Offensichtlich hatten sich bereits einige Roon-Freaks vor mir gewagt, sich bei diesem Hersteller einen kleinen Computer namens PrimeMini 4 zu bestellen und darauf ROCK mit Roon zu installieren.
Deren Rückmeldungen waren laut Prime Computer extrem positiv und so begrüßte man dort mein Bestreben, den PrimeMini als Roon-Core-Server einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Das Problem für einen Direktverkauf allerdings war der Schweizer Firmensitz. Leider ist die Schweiz kein Mitgliedsstaat der EU und damit ist ein Versenden in die EU und auch nach Deutschland mit viel Aufwand verbunden. Der Hersteller selbst beherrscht diese Disziplin selbstverständlich, aber die Ware muss verzollt werden und spätestens, wenn mal etwas zurückgeschickt werden muss, steht man als Verbraucher ziemlich hilf- und ratlos da. Und auch DHL oder UPS helfen einem dann beim Anfertigen der notwendigen Dokumente nicht wirklich weiter.

So kam es, dass Prime Computer gerne einen Partner in Deutschland gehabt hätte und Audiosaul einen Roon-Core-Server suchte. Das schien zusammen zu passen.
Es wurde beschlossen, mir die ersten Test-Komponenten zuzusenden, um sie technisch und klanglich unter die Lupe zu nehmen.
Die Ergebnisse waren für mich überraschend gut – weit mehr als nur zufriedenstellend und so begann unsere Partnerschaft.

Die Alternative war gefunden

Preislich war und ist ein PrimeMini weit weg vom Nucleus+, bei sogar etwas besserer Ausstattung (Professional-Komponenten). Dieser Preisunterschied  sollte unbedingt so bleiben.
Mittlerweile gehören sogar PrimeMini-Besitzer zum Kreis unserer Kunden, die ihr Geld selber mit dem Verkauf von IT-Hardware verdienen.
Vor kurzem nun erschien der PrimeMini 5 mit neuen Platinen, neuen Prozessoren und neuen Chips.

Diese Tatsache möchte ich heute als Anlass nehmen, das Spitzenmodell, den PrimeMini 5/i7 mit dem Nucleus+ zu vergleichen.

Die Fakten

Hinweis: 
Für die Fotos stand mir auf die Schnelle leider nur ein Nucleus+ der ersten Generation zur Verfügung. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich allerdings auf das aktuelle Modell:

Nucleus+ PrimeMini 5/i7
Prozessor i7-7567U  i7-8665U
Kerne 4 4
Standard – Arbeitsspeicher 8GB 8GB
M.2-System-SSD 128GB Transcend 250GB Samsung EVO 860
Zweite Festplatte möglich möglich
USB 3.0/3.1 2x 3.0 3x 3.1
USB 2.0 nein 1x USB 2.0
HDMI 2x 2x
USB C 1x 1x
Ein-Ausschalter hinten vorne
Maße (HöhexBreitexTiefe) 61 x 267 x 267 mm 55 x 177 x 114
Gewicht 2,6 kg 1,4 kg
WiFi & Bluetooth nein optional (nicht für Roon)
Garantie 2 Jahre 5 Jahre
Automatische UpDates ja – wenn so konfiguriert ja – wenn so konfiguriert
Preis   2.598 €   1.498 €

(Alle Angaben ohne Gewähr.)

Nähern wir uns jetzt mal den beiden Kontrahenten.

Der Nucleus ist in allen Maßen größer und auch schwerer. Er hat ein futuristisches Kühlrippen-Design, der PrimeMini hält mit einem ebenfalls individuell gestalteten Gehäuse dagegen. Wichtiger als diese Äußerlichkeiten, die sicher jeder Betrachter für sich anders bewerten wird, ist die Tatsache, dass es sich beim PrimeMini um ein Gehäuse handelt, dass „aus dem Vollen“ aus einem einzigen Stück Spezial-Aluminium gefräst wird, während das Gehäuse des Nucleus aus einem ALU-Guss-Material besteht.
Allerdings ist selbstverständlich auch beim Nucleus eine mehr als ausreichende Kühlung gewährleistet.

Das Innenleben

Beide Geräte werden geöffnet, indem wir die Bodenplatte abschrauben.
Beim Nucleus versperrt uns zunächst die Platte für die Musik-SSD die Sicht auf die Platine.

Nucleus ssd

Nucleus ssd

Wieso Roon hier zu einer Lösung gegriffen hat, bei der zwischen den Slots auf der Platine und der SATA-Schnittstelle der SSD zwei Kabel an einer zusätzlichen Anschlussplatine benutzt werden, bleibt mir verborgen. Es gibt dadurch zwei unnötige Kontaktstellen mehr, die wir Klangfreaks grundsätzlich nicht mögen. Vielleicht wollte man es Benutzern erleichtern, ihren Nucleus nachträglich mit einer zweiten Festplatte auszustatten. Allerdings bin ich mir sicher, dass alle User ebenso in der Lage gewesen wären, einfach den speziellen NUC-Kabelsatz auf die SSD zu stecken.

Entfernt man diese Platte für die Zusatz-SSD hat man freien Blick auf die Platine, bei der es sich in der ersten Generation um die 7i7BNB handelte. 

Nucleus Platine

Nucleus Platine

Hier spielt der PrimeMini 5 natürlich seine Jugend voll aus und präsentiert sich mit einem 8i7PNB.

PrimeMini RAM

PrimeMini i5

Der Nucleus in der zweiten Generation wartet natürlich auch mit einem neueren Board auf. Nichts geändert hat sich allerdings an der Tatsache, dass immer noch ein Consumer-Board (Nucleus) gegen ein Professionell-Board (PrimeMini) antritt. Dieser Unterschied sorgt immerhin für einen Garantie-Unterschied von 5 Jahren beim PrimeMini gegenüber 2 Jahren beim Nucleus.

Wirklich schade ist jedoch, dass man beim Nucleus eine ganze Reihe an Zusatzports auf der Platine findet, die ungenutzt im Gehäuse weggesperrt wurden.

Nucleus Ports

Nucleus Ports

Wenn ich sehe, dass auf der Platine zwei USB 2.0-Steckplätze (unten rechts, die beiden weißen Steckplätze) unbenutzt auf Anschluss warten, ärgert mich das schon ein wenig. Dazu später mehr.

Auch der PrimeMini 4 wurde ja ohne USB 2.0-Buchse ausgeliefert, aber er war auch nie als Roon-Core-Server entwickelt worden, sondern als Klein-PC für Professionals wie Ärzte, Architekten, Handwerker, Bademeister …

Beim PrimeMini 4 haben wir diesen Nachteil mit einer einfachen „USB-Peitsche“, also einer „fliegenden Buchse“ gelöst. Beim Nucleus dürfte das schwieriger werden. Die Peitsche ist möglicherweise nicht lang genug und wir müssen ein Loch ins Gehäuse bohren.

Wer sich damit dennoch anfreunden kann, dem liefern wir gerne eine USB-2.0-Peitsche zum Preis von 10,- € inkl. Versand.

Zum Glück (!!) hat sich das beim PrimeMini 5 jetzt geändert. Er stellt uns nativ eine USB 2.0-Buchse zur Verfügung und jeder Besitzer kann hier völlig problemlos die Kabel umstecken und sich die Ergebnisse anhören.

PrimeMini 5 von hinten

PrimeMini 5 – Es gibt eine blaue Buchse (USB 3.1) und eine schwarze (USB 2.0).

Praxis-Test:

Die Zeiten beim Starten und Herunterfahren sind praktisch identisch (beide unter 30 Sekunden). Sie wären auch gleichgültig. So einen Roon-Core startet man ein mal bei der Inbetriebnahme und fährt ihn wieder herunter, wenn man ihn ersetzen will. Was hoffentlich erst in etlichen Jahren erforderlich sein wird. Stromsparfreaks können beide Geräte natürlich auch einfach nur starten, wenn Sie Musik hören wollen und danach gleich wieder ausschalten.

Beide arbeiten mit dem selben OS und der selben App

Sind die beiden Computer erst einmal gestartet – gibt es keine spürbaren Unterschiede in der Bedienung. Das ist auch logisch, denn beide Systeme nutzen das selbe Betriebssystem (ROCK) und die selbe Roon-Software – und die sorgt auf beiden Rechnern eigenständig dafür, dass sie auf dem neuesten Stand bleibt. Es gibt leichte Unterschiede bei der Gestaltung der Web-Oberfläche, die Inhalte sind jedoch auch hier identisch.
Ebenso sind natürlich beide Geräte absolut geräuschlos.
Der Nucleus muss an der Rückseite eingeschaltet werden, was manchmal unpraktisch ist. Eine Kontrollleuchte gibt es leider an der Frontplatte auch nicht.

Auch hat der Nucleus vorne keine USB-Buchsen, was doch manchmal ganz praktisch ist, wenn man mal eben schnell einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen will, ohne das halbe Rack demontieren zu müssen.

Kommen wir nun zum vielleicht wichtigsten Punkt.

Klang

Wie klingen die beiden nun und klingen sie überhaupt unterschiedlich?

Hierzu vorab:
Immer wenn ich über die Klangeigenschaften von Roon-Core-Server schreibe, bekomme ich einige  Reaktionen von Lesern, die mich für verrückt halten, weil sie glauben, dass es gar keine Klangunterschiede geben kann.

Der Grund für diese Meinungsäußerungen ist aus meiner Sicht die Tatsache, dass Roon eine so tolle Angelegenheit ist, dass sich nicht nur Audiophile damit befassen. Tatsächlich spreche ich mit vielen Anrufern, die einen Roon-Core-Server in einer Kette betreiben, die nichts – aber auch rein gar nichts – mit guter Musikwiedergabe zu tun hat.
Wenn ich mir z.B.  in meinem Haus eine Sonos-Installation (o.ä.) als Hauptanlage „gönne“, muss ich mir über die Frage, ob ein i3 schlechter klingt als ein i7 nun wirklich keine Gedanken machen. Selbst der i3 wird in einer solchen Umgebung nur einen Bruchteil seiner Qualität zeigen können. Ein i7 ist allerdings sehr gut in der Lage, selbst in anspruchvollen High-End-Ketten zum unverzichtbaren (Mit-) Glied zu werden und so musste ich bereits die eine oder andere drei mal so teure Streamer-Lösung Inzahlung nehmen.

Wer sich also nur für de Funktionen des Nucleus+ oder des PrimeMini 5 interessiert, der kann hier jetzt getrost die Seite wechseln – hier kommt nur noch was für Leute, die hören können, dass das Gras bei Vollmond schneller wächst.  😉

Im Ernst – hier geht es zur Klangbeschreibung.

Erster Durchgang Nucleus +

Als erster muss er seine Klangeigenschaften unter Beweis stellen. Nach etwa einer halben Stunde Einspielzeit, starte ich meine heutige Playlist mit mir gut bekannten Stücken.

Beschreibung der ausgewählten Musik

Get you back again, Malin Pettersen
Malin Pettersen

Malin Pettersen

Eine Stimme – eine Gitarre – sonst nichts.
In meinen Vorführungen stelle ich immer wieder fest, dass ich Kunden mit dieser Aufnahme völlig überfordere. Die Aufnahme ist sehr „direkt“…
In der Original-Lautstärke abgespielt, ist Malins Stimme erstaunlich real und fast ein wenig „angreifend“. Eine solche Dynamik und realistische Präsenz bei perfekter Fokussierbarkeit würde man vielleicht von wandfüllenden Hornsystemen erwarten, aber nicht von einer kleinen Standbox namens Extreme III von Progressive Audio. Was man hier sieht und was man hört, passt definitiv überhaupt nicht zusammen.
Das ist zwar den traumhaften Understatement-Lautsprechern geschuldet, überfordert aber deshalb regelmäßig meine Kunden, die ein solches Klangbild eben niemals erwartet hätten.

„Wenn meine Frau wüsste, was für ein Klang aus diesen kleinen Boxen kommt, würde ich wohl mächtig Ärger bekommen!“ – so höre ich es immer wieder – nicht nur von Hern-Besitzern. 🙂

Was aber dennoch dazu führt, dass man den Titel erst einmal nicht mag, die Wiedergabe nicht mag …
Aber gerade deshalb eignet sich dieses Stück sehr gut dazu, Klangunterschiede auszumachen. Wenn dieser Titel über Ihre Anlage „ganz normal“ klingt und Sie meine Ausführungen nicht nachvollziehen können, sollten Sie sich dringend Gedanken machen.

Be still my heart, Silje Nergaard
Silje Nergaard

Silje Nergaard

Es muss nicht immer Keith Jarret sein? Richtig! Auch Silje Nergaard kann in Köln ein Live-Konzert geben und um es vorweg zu nehmen:  Bei diesem Stück werden Sie sich ganz sicher immer wieder an das legendäre Konzert von 1975 erinnert fühlen. Zumindest in den ersten fünf Minuten. Danach wechselt der Song von einem Klavier-Solo zu einer typischen Songwriter-Nummer im Stil von Patricia Barber, Meldody Gardot, Eva Cassidy und so weiter. Eine tolle Live-Atmosphäre – ein Titel mit ganz viel drauf und drin zu hören und zu testen.

Monsieur piment, Jorane
Monsieur piment, Jorane

Monsieur piment, Jorane

Diesen Titel habe ich vor allem deshalb mit dazu genommen, weil ich Ihnen diese Ausnahme-Künstlerin Jorane vorstellen möchte. Jorane zeigt ihrem Publikum, wozu ein Cello neben dem Hervorbringen von Tönen, aus denen ein mehr oder weniger bekanntes Klassikstück entsteht, sonst noch so fähig ist. Außerdem ist sie eine der wenigen Cellistinnen, die während des Spielens auch noch selber singt.
So oder so, ist auch dieser Titel gespickt mit Dynamik-Sprüngen, Riffs, die wir sonst nur vom Kontrabass kennen und weiteren selten bis nie gehörten Geräuschen, die Jorane diesem Instrument entlocken kann.
Über allem legt sich eine musikalische Konzentration und eine enthusiastische Spielweise wie eine Decke über Geschenke, die man noch nicht sehen soll. Aufregend, spannend und geheimnisvoll. 

Ich höre Nucleus+ an der USB 3.0-Buchse

Den ersten Durchgang musste wie gesagt der Roon Nucleus+ absolvieren, allerdings wurde daraus ein Schnelldurchgang.
Wer es gewohnt ist, Streaming über eine USB 2.0-Schnittstelle zu hören, der kommt einfach mit einem 3.0-er Ausgang nicht mehr klar. Ob er in einem Nucleus steckt oder in irgendeinem anderen Gerät.

Es klingt nervös, hektisch, unruhig. Die Töne haben keine Kraft, es gibt keine „Körper“. Man macht lauter, aber dann wird es nur schlimmer. Also macht man wieder leiser. Malin Pettersen nervt einfach nur, Silje Nergaard malträtiert ein Klavier, dessen Herkunft nicht bestimmbar ist und Jorane möchte man am liebsten das Cello wegnehmen und sie um Ruhe bitten.
Das mag jemand der es nicht anders kennt, so absolut nicht empfinden – aber wer es einmal anders gehört hat, der muss mir einfach zustimmen.

Ich höre PrimeMini 5 /i7 an der USB 3.1-Buchse

Auch der zweite Durchgang, jetzt mit dem USB 3.1-Ausgang am PrimeMini 5 – um die Fairness zu wahren – brachte nicht viel Besserung. Zwar hatte ich das Gefühl, dass die Entwickler entscheidende Änderungen beim Sprung von 3.0 auf 3.1 vorgenommen haben, aber Zufriedenheit sieht anders aus. Ganz anders.

Zwischenergebnis:  Beide Geräte machen keine Freude, wenn man einmal gehört hat, wie es mit dem USB 2.0-Anschluss klingen kann.

ich höre PrimeMini 5/i7 an der USB 2.0-Buchse

Also folgte der dritte Durchgang – jetzt war der PrimeMini 5/i7 und sein USB 2.0-Ausgang dran.

… und auf einen Schlag stellt sich wieder alles ein, was ich oben über diese Stücke geschrieben habe. Der Begriff Dynamik wird von Malin, Silje und Jorane geradezu „für Doofe erklärt“. Sorry – aber ist so.

Wer danach immer noch nichts mit diesem Begriff anzufangen weiß, der wird es vermutlich nie begreifen.

Natürlichkeit, Räumlichkeit, Fokussierbarkeit, Größenabbildung, … Selbstverständlichkeit – was man auch immer bewerten will, alles wird perfekt dargestellt. So realistisch, dass man sich tatsächlich (mal wieder) fragt, was da denn überhaupt noch mit teureren Geräten besser werden soll.

Naht Hilfe für den USB 3.0/3.1-Anschluss?

Was kann man tun, damit wir den Nucleus nicht für etwas verurteilen müssen, wofür er doch gar nichts kann?

… in Form eines Innuos Phönix?

Innuos PhoenixUSB white_bg

Innuos Phoenix

Erster Versuch:  Innuos Phönix – ein USB-Reclocker der feinsten Sorte.
Seltsamerweise zeigt sich der USB 2.0-Anschluss am PrimeMini vom Hinzufügen des Phönix völlig unbeeindruckt. Er scheint ihm geradezu sagen zu wollen: „Was willst Du hier? Meinst Du, ich wüsste nicht selber, was Musik ist?“.
Angesichts der Tatsache, dass der Phönix rund 2.500,- € kostet und natürlich nach einem guten Stromkabel und einem zweiten guten USB-Kabel verlangt, weigere ich mich, bei diesem Hördurchgang auf so etwas wie „Kleinigkeiten“ achten zu wollen und stecke das Kabel zum Phönix lieber in den USB 3.1-Ausgang des PrimeMini 5/i7.

Ohne Phönix würde ich lieber spazieren gehen, als mir das noch länger über USB 3.1 anzuhören, mit dem Phönix jedoch verschwindet der Klangunterschied zwischen 2.0 und 3.1 nahezu komplett.
Es kehrt Ruhe ein und jeder Ton erhält eine Chance, sich von seiner besten Seite zu zeigen. 

Nächstes Zwischenergebnis:

Der USB 3.1-Ausgang am PrimeMini klingt über den Innuos Phönix nahezu gleichwertig zum USB 2.0-Ausgang ohne Phönix. 

Und was ist nun mit dem Nucleus?

Ich schließe den Nucleus+ an den Phönix an und bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Tatsächlich ist der Phönix in der Lage, (fast) sämtliche Schuld an einem schlechten Abschneiden auf diesen USB 3.0-Anschluss zu schieben.
Die Kombination Nucleus und Phönix schiebt sich bedrohlich nahe an den PrimeMini 5/i7 mit USB 2.0 und zieht am Ende mit ihm gleich.

Um heraus zu finden, ob es wirklich nur eine Frage der unterschiedlichen Schnittstellen ist, bleibt mir nichts anderes übrig, als den Nucleus noch einmal aufzuschrauben und auch ihm eine USB 2.0-Peitsche zu verpassen.

Na bitte – geht doch!

Wer diesen Klangzugewinn seines Nucleus einmal gehört hat, der muss sich einfach über jede Minute ärgern, die er ohne diesen Umbau mit seinem Roon-Core verbracht hat.
Ein einfaches 5,- €-Teil zaubert aus einer „müden Kiste“ (im Direktvergleich!) ein richtig gutes Produkt.
Sorry – aber so sehe ich das.

Ganz offensichtlich hat man es bei Roon Labs versäumt, bei der Entwicklung des Nucleus mal jemanden hinzuzuziehen, der sich das Dingen so anhört, wie High-Ender hören.
Und das ist schade!

Es mag ja sein, dass die Mehrheit der Roon-User nur an den Funktionen interessiert ist und nicht an einem high-endigen Klang. Aber dann frage ich mich, wieso in den Foren das Upsampling und die DSP-Funktionen thematisch eine derart gewichtige Rolle spielen, wenn den Usern der Klang egal sein sollte? Daran glaube ich nicht.

Also – liebes Roon Labs-Team:
Es wird Zeit für ein neues Nucleus-Modell mit einer nativen USB 2.0-Buchse!!

Wenn man nun dem Nucleus+ eine USB 2.0-Peitsche verpasst hat, klingt er dann immer noch anders als ein PrimeMini 5/i7?

Ja, die Unterschiede bleiben. Allerdings rücken sie in einen Bereich, in dem man durchaus von geschmacklichen Unterschieden sprechen darf, Unterschieden also, die den einen zu dem einen und den anderen zu dem anderen Gerät hinziehen dürften. Keine Unterschiede mehr, die eine qualitative Einstufung erlauben würden. 

Endergebnis:

Sich einfach einen Nucleus gegen einen PrimeMini anzuhören, führt zu einem falschen Ergebnis. Die fehlende USB 2.0-Schnittstelle deklassiert den Nucleus+ und auch den PrimeMini 5 mit USB 3.1-Anschluss.
Rüstet man einen Nucleus mit der USB 2.0-Peitsche nach oder gönnt man sich einfach einen Innuos Phönix, kommen wir in eine Patt-Situation, die dann jeder ganz persönlich für sich entscheiden muss.

Wieso vergleiche ich USB?

Wieso immer nur USB und wieso nicht RAAT – also eine Signalübertragung über LAN-Kabel hin zu einem roon-ready-Gerät?

Problematik:

Ich weiß, dass viele User die USB-Schnittstelle nicht mögen.
Möglicherweise, weil auch sie bisher immer nur über USB 3.0/3.1 gehört haben.

Viele DAC haben aber auch einen grottenschlechten USB-Eingang. Da wurde einfach so ein 15,- € Eingang verbaut, nur um sagen zu können, dass der DAC jetzt auch einen USB-Eingang besitzt.

Ist dies der Fall, nützt es einem natürlich gar nichts, wenn man seinen PrimeMini oder Nucleus mit einer USB 2.0-Buchse versieht. Im DAC geht dann alles wieder verloren.

Ein weiterer Grund dafür ist die Tatsache, dass sehr viele User einfach nicht glauben wollen, dass es zwischen USB-Kabeln Klangunterschiede gibt. Auch diese Behauptung kann man vielleicht darauf zurückführen, dass die Ausgänge und die Eingänge so minderwertig sind, dass man auch mit dem besten USB-Kabel einfach keine Veränderung – schon gar nichts Gutes hört.

In all diesen Fällen klingt es dann meistens über das Netzwerk immer noch besser als über USB – was verständlich und erklärbar ist.
Allerdings ist die USB-Schnittstelle immer dann der LAN-Übertragung klanglich ebenbürtig und manchmal sogar überlegen, wenn eben alles richtig gemacht wurde.

Der zweite Grund liegt in der aus meiner Sicht besseren Nachvollziehbarkeit.

Bei einer LAN-Übertragung werden (möglicherweise) folgende Komponenten genutzt:

LAN-Kabel zum Roon-Core.
Switch
LAN-Kabel zum Router
Router
LAN-Kabel zum Roon-Endpoint
Roon-Endpoint
Digitalkabel zum DAC
DAC
Analogkabel zum Verstärker

Welche Konstellation sollte ich da wählen, um Erkenntnisse zu erhalten, die – wer von Ihnen zuhause? – nachvollziehen kann?

In meiner LAN-Konstellation, die wie folgt aussieht …

LAN-Kabel zum Roon-Core         Furutech NCF LAN 8
Switch                                          Melco S100
LAN-Kabel zum Router               Furutech NCF LAN 8
Router                                         Fritz!Box 7590 mit Linearnetzteil von Padis
LAN-Kabel zum Roon-Endpoint Furutech NCF LAN 8
Roon-Endpoint                           Auralic Aries G1
DAC                                           Progressive Audio DAC992 / Audio Analogue / Pro-Ject

… kann ich Ihnen versichern, ist zwischen der Übertragung per LAN und der über USB so gut wie kein Unterschied zu hören. Und wenn doch, dann zu Gunsten der USB-Übertragung.

Die zwischen einem Nucleus und einem PrimeMini trotz USB 2.0-Buchsen immer noch vorhandenen Unterschiede sind also offensichtlich systembedingt und haben mit den Schnittstellen oder dem Übertragungsweg nichts zu tun.

Allerdings kann ich nur jedem Nucleus-Besitzer dazu raten, entweder tatsächlich den LAN-Weg zu wählen (über RAAT), eine USB 2.0-Peitsche einzubauen oder sich einen Phönix von Innuos zuzulegen.

Schlusswort:

Wir haben es hier mit zwei Komponenten zu tun, die ähnlicher und unterschiedlicher gar nicht sein können.
Das Design, der Preis, die verwendeten Bauteile und auch der Klang dürften die Zuneigung der Käufer kanalisieren. Das ist gut so. 

Roon Labs möchte ich ans Herz legen, bei der nächsten Generation darauf zu achten, dass ein USB 2.0-Ausgang nativ nach außen geführt wird, damit jeder Besitzer eines Nucleus durch einfaches Umstecken selber herausfinden kann, ob er einen Unterschied hört und was ihm besser gefällt.

Das ist noch nicht einmal mit Zusatzkosten verbunden (!!), wie Prime Computer es mit dem PrimeMini 5 gerade unter Beweis stellt.

Silent Angel Rhein Z1
Ein neuer Gegner?

Zurzeit läuft sich bei uns der neue Silent Angel Rhein Z1 warm. Wie schlägt er sich im Vergleich zum Nucleus und PrimeMini? Wir werden schon bald mehr dazu berichten können.

Silent Angel Rhein Z1

Silent Angel Rhein Z1