Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Der Bericht „Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?“ ist der zweite Teil meiner Artikel über dieses außergewöhnliche HiFi-Zubehör. In meinem Artikel  Arakas – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen … habe ich bereits ausführlich über die Hintergründe und mein erstes Zusammentreffen mit Herrn Grunewald (dem Entwickler des ARAKAS-Systems) berichtet.
Nach dem ersten Treffen dauerte es etwa zwei Wochen, bis mich Herr Grunewald erneut besuchte und mir mein erstes Set für unser Studio auslieferte.
Und ich kann Ihnen versichern, dass mich in diesen zwei Wochen massive Zweifel geplagt haben. Waren die Spiegel wirklich so gut? Hatte ich mich manipulieren lassen? War es klug, mich für so ein Voodoo-Zeug so weit aus dem Fenster zu lehnen?

Hatte mich das Ergebnis damals einfach nur viel zu stark überrascht?

Nun, überraschen – konnten mich diese Spiegel ganz sicher nicht wieder. Eher wurde ich heute von einer hohen Erwartungshaltung gelenkt, die eigentlich nie gut ist. Oft ist man dann über etwas eigentlich Gutes trotzdem enttäuscht, weil man sich ja irgendwie noch viel mehr erhofft hatte.

Nun gut – ich kann es kurz machen.

Es dauerte nur wenige Minuten, um wieder hören zu können, welchen Zauber die Arakas Akustischen Spiegel in meinem Raum verbreiten können.
Kurz und knapp beschrieben stellte sich wieder folgendes ein:
Die Spiegel verbessern die Ortbarkeit und führen zu einer exakteren Fokussierung. Größenverhältnisse werden authentischer dargestellt, der Raum zwischen den Musikern wirkt glaubhafter und realistischer. Es erscheint einem so, als seien deutlich mehr Details zu hören, die einem aber weniger auffallen, weil sie so „natürlich“ und „selbstverständlich“ wirken.

Einfach hinstellen und fertig?

Ganz so einfach ist es nicht.
Es ist nun einmal die eine Sache, sich z.B. einen Oszilloskopen zu kaufen und die andere, damit auch was anfangen zu können.

Und genau um dieses Thema kreisten seit zwei Wochen meine Gedanken, Ängste und Fragen:

Wo genau müssen die Spiegel stehen und wieso?
Wie richte ich die Arakas auf den Boxen aus?
Wie viele Aufsteller brauche ich überhaupt?
Und was verändert sich eigentlich, wenn ich alles richtig oder alles falsch aufstelle?

Viele „Hilfsmittel“ hatte man mir schon vorgeführt. Und immer ging es darum, die Musik einfach „besser“ klingen zu lassen, ohne eine Erklärung dafür mitzuliefern, wie genau sie denn jetzt besser klingt. Genau deshalb war es so gut wie unmöglich, diese Hilfsmittel korrekt zu installieren. Selbst wenn man davon überzeugt war, dass es besser klingt – wie hatte man das jetzt genau erreicht und wieso?

Die ARAKAS Akustischen Spiegel lassen sich spielend einfach justieren!

ARAKAS im Studio

ARAKAS im Studio

Wenn man zu zweit vorgehen kann, erinnert mich das Ausrichten der Boxenaufsteller an das Drehen der Dachantenne in den 60-er/70-er Jahren oder das Fixieren der Satellitenschüssel in den Zeiten danach. Während die eine Person an der Antenne oder der Schüssel drehte, verfolgte die zweite das Geschehen am Bildschirm und konnte so beurteilen, ob die Ausrichtung passt oder nicht.

So ähnlich ist das auch mit diesen Boxenaufstellern.

Fast könnte man sagen, dass man es den Boxenaufstellern ansehen kann, wie sie wirken.

ARAKAS nach innen gerichtet

ARAKAS nach innen gerichtet

Drehe ich die beiden Spiegel zur Mitte hin (so dass sie “schielen”) – wird die Körperhaftigkeit besser und Stimmen erhalten mehr Volumen. Übertreibe ich es aber, werden alle Instrumente weiter in die Mitte geschoben und der Raum wirkt insgesamt kleiner.

 

 

 

ARAKAS nach aussen gerichtet

ARAKAS nach aussen gerichtet

Drehe ich die Spiegel nach aussen, wird der Raum größer – irgendwann aber auch wieder zu groß.
Wobei ich hier auf eine erstaunliche Besonderheit gestoßen bin.

 

 

 

 

Das Stereodreieck wandert mit!

Sitzen wir – so wie es sein soll – exakt an der Spitze des Stereodreiecks – ist die räumliche Wirkung bei jedem Lautsprecher am besten. Das ist als würden wir zwei Projektoren mit dem gleichen Foto exakt gleich ausrichten. Wir haben dann sattere Farben, schärfere Konturen und mehr Raumtiefe.
Gute Lautsprecher lassen es aber auch durchaus zu, dass man ruhig auch nach rechts oder links aus der Achse heraus sitzen darf. Trotzdem bricht der Raum deswegen nicht völlig zusammen.
Es ist verständlich und einleuchtend, wenn die Informationen des Lautsprechers lauter werden, der nun zu uns näher steht und die des zweiten Lautsprechers leiser werden. Wir scheinen dann an den einen Instrumenten dichter dran zu sein und von den anderen weiter weg.

Nicht so bei meinem Experiment.

Ich richte testweise die Boxenaufsteller mal so aus, dass sie nach aussen zeigen und setze mich etwa 0,6m weiter nach rechts.
Was nun passiert muss ich Ihnen wie folgt beschreiben:

Stellen Sie sich vor, Sie hören von links die Gitarre, aus der Mitte das Schlagzeug und von rechts ein Saxophon.
Jetzt nehmen Sie eine Leinwand und zeichnen diese drei Instrumente an den Stellen ein, von denen Sie sie hören.

Wenn Sie sich jetzt einen halben Meter nach rechts setzen, müssten Sie also etwa mittig vor dem Saxophon sitzen. Das Schlagzeug müsste von “halb-links” kommen und die Gitarre von “ganz-links”.
Doch das ist hier gerade seltsamerweise überhaupt nicht der Fall!
Ich habe eher den Eindruck, jemand hätte einfach meine bemalte Leinwand ebenfalls nach rechts verschoben. Ich sitze also immer noch mittig vor dem Schlagzeug, habe links die Gitarre und rechts von mir (!!) das Saxophon.
Unglaublich und für mich unerklärlich.

“So sollte man die Spiegel einstellen, wenn man Besuch hat und so viele wie möglich gut Musik hören möchten.” erklärt mir Herr Grunewald die Ausrichtung, aber ich verstehe das alles gerade nicht so richtig.
Ich drehe die Spiegel wieder zurück und wähle eine Ausrichtung, bei der mir die Raumabbildung sehr realistisch zu sein scheint.

Und die Zusatzaufsteller?

ARAKAS im Plasttenregal

ARAKAS im Plasttenregal

Einen Aufsteller hat mir Herr Grunewald gleich wieder genau in die Mitte zwischen den Boxen auf meine Geräte gestellt.
Dort wirkt er hörbar, doch kann er da nicht bleiben, zumindest nicht, wenn wir auch mal fernsehen wollen. Also versuchen wir es mit zwei Aufstellern, einen rechts und einen links neben dem TV. Mit Hilfe der Laser-Zielvorrichtung werden beide Aufsteller exakt auf den Hörplatz ausgerichtet. Das geht ganz schnell, denn das “Zielfernrohr” wird einfach magnetisch in der richtigen Position an den Spiegel gezogen.
Die Wirkung ist ganz sicher nicht schlechter – eher noch ein wenig voller – aber der Preis verdoppelt sich auch. 🙁

Und exakt wie beim ersten Hörtermin wirkt auch heute wieder alles ziemlich “nach unten gedrückt”.

 

ARAKAS auf Bilderrahmen

ARAKAS auf Bilderrahmen

Also muss auch der Aufsteller oben auf dem Bild wieder seinen Platz erhalten. Dafür werde ich wohl einen Nagel in die Wand schlagen müssen. So gefällt das etwa 50% der Bewohner nicht. 🙂

 

Mit diesen fünf Aufstellern zeige ich mich glücklich und zufrieden und sehe nicht den Hauch eines Anlasses, mit weiteren Aufstellern experimentieren zu wollen. Mein Gefühl sagte mir:  Besser geht es nicht!

 

 

Und es geht doch noch besser!

Herr Grunewald bemerkt, dass meine Anlage ziemlich weit an der linken Wand steht, während sie nach rechts gute sieben Meter hat, um auf eine Wand zu treffen. Dazwischen liegt mein Essbereich. „Aber das wirkt sich hier zum Glück nicht aus!“ behaupte ich steif und fest.

ARAKAS auf Highboard

ARAKAS auf Highboard

Schon steht ein weiterer Aufsteller auf einem hohen Schubladenschränkchen zwischen Studio und Essbereich. Dieser Spiegel wurde mit der Zieleinrichtung exakt auf den Hochtöner der linken Box ausgerichtet – praktisch diagonal über den gesamten Hörbereich hinweg.
Und schon rückt die Stimme von Patricia Barber noch etwas weiter nach rechts in die Mitte und wirkt noch „fleischiger“ und ich meine, sie besser fokussieren zu können.

 

 

 

Wie weit lässt sich das noch weiter perfektionieren?

Angespornt durch meine Kommentare, schöpft Herr Grunewald jetzt aus dem Vollen und wird immer mutiger und experimentierfreudiger. Schon hat er auf ein Highboard in meinem Rücken diesen kleinen 11 cm großen Aufsteller positioniert, der sich beim ersten Hörtermin als komplett zerstörerisch erwiesen hatte.
Und genau die gleiche Wirkung tritt hier erneut ein. Das Klangbild wird sofort harsch, hart, kalt und unangenehm.
Der muss da ganz schnell wieder weg.
Herr Grunewald stört sich offensichtlich an dem selbstgeklinkerten Regal, das ich meiner Frau als ihre “persönliche Insel” in unserem Wohnzimmerstudio zugestehen musste.
„Da darf ich nicht dran!“ teile ich ihm mit und er meint – es ginge ja nur ums Testen.

Aber da kennt er meine Frau nicht.
Ich habe es schon zu Beginn meiner Ehe aufgegeben, beim Einräumen der Einkäufe zu helfen. Ich bin dafür einfach zu blöd. Ich kann einen runden Joghurtbecher nämlich nicht “gerade” in den Kühlschrank stellen. Meine Frau muss definitiv jeden einzelnen Becher noch einmal anfassen und nach einem mir unerforschbaren System “gerade” ausrichten.

Klinkerregal

Klinkerregal

Auch dieses Regal wird sie wohl nun neu gestalten müssen, wenn unser Besuch uns wieder verlassen hat. 🙂

 

 

 

 

 

ARAKAS auf Regal

ARAKAS auf Regal

Herr Grunwald läuft hin und her, stellt hier was auf, nimmt da was weg.
Mich interessiert das alles ziemlich wenig – ich bin mit dem zufrieden, was wir erreicht haben. Auf einmal habe ich das Gefühl, als wenn sich über meinem linken Ohr etwas “geöffnet” hätte. Als hätte man dort einen Druck von mir genommen, den ich vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Ich habe den Aufsteller im Klinkerregal in Verdacht und bitte Herrn Grunewald, ihn mal testweise wieder weg zu nehmen. Doch es verändert sich nichts, mein Eindruck bleibt. Während ich noch nach Erklärungen suche, zeigt Herr Grunewald lächelnd mit dem Finger nach oben. Ganz oben auf dem geklinkerten Regal steht nun der kleine Aufsteller, dieser “Bösewicht”, der immer nur alles zerstört hat.

 

„Ich wusste doch, dass es Situation gibt, in denen wir die kleinen Aufsteller brauchen werden, auch wenn sie meistens mit Vorsicht zu genießen sind!“ meinte Herr Grundwald – sichtlich mit seiner Entscheidung zufrieden die kleinen Aufsteller doch noch testweise mitgebracht zu haben.

Dann aber hatten wir offensichtlich tatsächlich die notwendige Anzahl an Aufstellern erreicht. Selbst der untere, große aus dem Klinkerregal konnte eigentlich wieder entfernt werden, ohne eine große Veränderung zu erzeugen.

Die optimale Konstellation bestand also in meinem Studio aus:

2 x Boxenaufsteller
2 x große Aufsteller rechts und links neben dem Fernseher
1 x großer Aufsteller an der Wand über dem Bild hängend
1 x kleiner Aufsteller oberhalb des Klinkerregals
1 x großer Aufsteller auf dem Schubladenschränkchen

Da auch Herr Grunewald mir das so bestätigen konnte, beließen wir es bei dieser Ausstattung und hörten noch eine Weile verschiedene Titel, um uns selbst die Korrektheit der Konfiguration zu bestätigen

Geheimnisse lüften?

Im Anschluss berichtete mir Herr Grunewald auf einmal etwas mehr über die Beschaffenheit der Spiegel und ihren Aufbau. Es traten einige Überraschungen für mich zum Vorschein und ich erhielt z.B. Informationen über die Qualität der Diamanten, die auf der Beschichtung verarbeitet werden und vieles mehr.
Ich teilte ihm sofort mit, dass er diese Informationen unbedingt an seine Kunden weitergeben soll, denn sie sind ja die Erklärung dafür, dass diese Spiegel nicht einfach zu einem Spottpreis angeboten werden können. Und ich meinte, dass der Käufer doch auch ein Anrecht darauf hätte, zu erfahren, wofür er sein gutes Geld ausgegeben hat.

Doch Herr Grunewald fürchtete sich vor Nachahmern, die dann seine in zehn Jahren gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse ausnutzen könnten, um die Spiegel nachzubauen. Woraufhin ich ihm die Frage stellte, ob es denn möglich sei, die Spiegel deutlich preisgünstiger zu produzieren, wenn man nur die Entwicklungskosten außen vor lassen könnte.
Diese Möglichkeit besteht aus seiner Sicht allerdings erst dann, wenn sie jemand in einer sehr hohen Stückzahl produzieren lassen würde.
Produzieren und umsetzen sind nun aber bekanntlich zwei Paar Schuhe.
Eine andere Möglichkeit bestünde darin, einfach deutlich preisgünstigere Materialien zu verwenden, die dann aber überhaupt nicht funktionieren können.
Ja sicher – man kann sich auch eine Wohnzimmercouch aus Apfelsinenkisten und Strohsäcken bauen.

Aber man muss doch folgendes bedenken:

Niemand (!) wird diese Spiegel kaufen, der sie nicht vorher gehört hat!
Und niemand (!) sollte sie kaufen, ohne sie vorher in den eigenen Räumen gehört zu haben.

Was bedeutet, dass sich ein Händler mit diesem Produkt auseinandersetzen muss.
Er muss sich zudem die Mühe machen, zum Kunden zu fahren und ihn vor Ort zu unterstützen.
Der Händler muss also Manpower und Zeiteinheiten einsetzen.
Um diesen (kostenintensiven) Entschluss zu fassen, muss der Händler zwangsläufig seine kaufmännische Einstellung vernachlässigen, um sich seinen Kunden glaubhaft als jemand zu präsentieren, dem es um eine gute Musikwiedergabe geht.
Die erstaunten Reaktionen seiner Kunden dürften einem guten Händler das allerdings wert sein!

Das alles – macht doch ein Händler ganz sicher nicht mit einem minderwertigen Plagiat, was gar nicht funktioniert, oder?

Nun, ich bin gespannt, ob er sich das zu Herzen nehmen wird. Ich würde mich darüber freuen, wenn er uns (Ihnen) in einem Datenblatt  ein paar Geheimnisse über seine Spiegel anvertrauen würde und ich bin mir sicher, dass sich das auch für ihn auszahlen wird.

Preisliste:

ARAKAS Boxenaufsteller:                        1.299,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 22x22 cm ohne Fuß:    929,- €/Stück (zum Aufhängen) Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 22x22 cm mit Fuß:        949,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 11x11 cm ohne Fuß:      649,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Ständer (ca. 1m hoch)                   289,- €/Stück

Laser-Einrichtung zur korrekten Ausrichtung der Aufsteller:  259,- €/Stück
(Beim Kauf eines Sets= 2 Boxenaufsteller und 3 Aufsteller 22x22 kostenlose Zugabe)
Leihgebühr für die Laser-Einrichtung:                                      10,- €/Tag zzgl. Versandkosten

 

Print Friendly, PDF & Email
Anfrage über WhatsApp stellen
#
Agent (Online)
×

WhatsApp - die schnellste Art der schriftlichen Kommunikation.