Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?

Der Bericht „Wie verwendet man Akustische Spiegel von ARAKAS?“ ist der zweite Teil meiner Artikel über dieses außergewöhnliche HiFi-Zubehör. In meinem Artikel  Arakas – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen … habe ich bereits ausführlich über die Hintergründe und mein erstes Zusammentreffen mit Herrn Grunewald (dem Entwickler des ARAKAS-Systems) berichtet.
Nach dem ersten Treffen dauerte es etwa zwei Wochen, bis mich Herr Grunewald erneut besuchte und mir mein erstes Set für unser Studio auslieferte.
Und ich kann Ihnen versichern, dass mich in diesen zwei Wochen massive Zweifel geplagt haben. Waren die Spiegel wirklich so gut? Hatte ich mich manipulieren lassen? War es klug, mich für so ein Voodoo-Zeug so weit aus dem Fenster zu lehnen?

Hatte mich das Ergebnis damals einfach nur viel zu stark überrascht?

Nun, überraschen – konnten mich diese Spiegel ganz sicher nicht wieder. Eher wurde ich heute von einer hohen Erwartungshaltung gelenkt, die eigentlich nie gut ist. Oft ist man dann über etwas eigentlich Gutes trotzdem enttäuscht, weil man sich ja irgendwie noch viel mehr erhofft hatte.

Nun gut – ich kann es kurz machen.

Es dauerte nur wenige Minuten, um wieder hören zu können, welchen Zauber die Arakas Akustischen Spiegel in meinem Raum verbreiten können.
Kurz und knapp beschrieben stellte sich wieder folgendes ein:
Die Spiegel verbessern die Ortbarkeit und führen zu einer exakteren Fokussierung. Größenverhältnisse werden authentischer dargestellt, der Raum zwischen den Musikern wirkt glaubhafter und realistischer. Es erscheint einem so, als seien deutlich mehr Details zu hören, die einem aber weniger auffallen, weil sie so „natürlich“ und „selbstverständlich“ wirken.

Einfach hinstellen und fertig?

Ganz so einfach ist es nicht.
Es ist nun einmal die eine Sache, sich z.B. einen Oszilloskopen zu kaufen und die andere, damit auch was anfangen zu können.

Und genau um dieses Thema kreisten seit zwei Wochen meine Gedanken, Ängste und Fragen:

Wo genau müssen die Spiegel stehen und wieso?
Wie richte ich die Arakas auf den Boxen aus?
Wie viele Aufsteller brauche ich überhaupt?
Und was verändert sich eigentlich, wenn ich alles richtig oder alles falsch aufstelle?

Viele „Hilfsmittel“ hatte man mir schon vorgeführt. Und immer ging es darum, die Musik einfach „besser“ klingen zu lassen, ohne eine Erklärung dafür mitzuliefern, wie genau sie denn jetzt besser klingt. Genau deshalb war es so gut wie unmöglich, diese Hilfsmittel korrekt zu installieren. Selbst wenn man davon überzeugt war, dass es besser klingt – wie hatte man das jetzt genau erreicht und wieso?

Die ARAKAS Akustischen Spiegel lassen sich spielend einfach justieren!

ARAKAS im Studio

ARAKAS im Studio

Wenn man zu zweit vorgehen kann, erinnert mich das Ausrichten der Boxenaufsteller an das Drehen der Dachantenne in den 60-er/70-er Jahren oder das Fixieren der Satellitenschüssel in den Zeiten danach. Während die eine Person an der Antenne oder der Schüssel drehte, verfolgte die zweite das Geschehen am Bildschirm und konnte so beurteilen, ob die Ausrichtung passt oder nicht.

So ähnlich ist das auch mit diesen Boxenaufstellern.

Fast könnte man sagen, dass man es den Boxenaufstellern ansehen kann, wie sie wirken.

ARAKAS nach innen gerichtet

ARAKAS nach innen gerichtet

Drehe ich die beiden Spiegel zur Mitte hin (so dass sie “schielen”) – wird die Körperhaftigkeit besser und Stimmen erhalten mehr Volumen. Übertreibe ich es aber, werden alle Instrumente weiter in die Mitte geschoben und der Raum wirkt insgesamt kleiner.

 

 

 

ARAKAS nach aussen gerichtet

ARAKAS nach aussen gerichtet

Drehe ich die Spiegel nach aussen, wird der Raum größer – irgendwann aber auch wieder zu groß.
Wobei ich hier auf eine erstaunliche Besonderheit gestoßen bin.

 

 

 

 

Das Stereodreieck wandert mit!

Sitzen wir – so wie es sein soll – exakt an der Spitze des Stereodreiecks – ist die räumliche Wirkung bei jedem Lautsprecher am besten. Das ist als würden wir zwei Projektoren mit dem gleichen Foto exakt gleich ausrichten. Wir haben dann sattere Farben, schärfere Konturen und mehr Raumtiefe.
Gute Lautsprecher lassen es aber auch durchaus zu, dass man ruhig auch nach rechts oder links aus der Achse heraus sitzen darf. Trotzdem bricht der Raum deswegen nicht völlig zusammen.
Es ist verständlich und einleuchtend, wenn die Informationen des Lautsprechers lauter werden, der nun zu uns näher steht und die des zweiten Lautsprechers leiser werden. Wir scheinen dann an den einen Instrumenten dichter dran zu sein und von den anderen weiter weg.

Nicht so bei meinem Experiment.

Ich richte testweise die Boxenaufsteller mal so aus, dass sie nach aussen zeigen und setze mich etwa 0,6m weiter nach rechts.
Was nun passiert muss ich Ihnen wie folgt beschreiben:

Stellen Sie sich vor, Sie hören von links die Gitarre, aus der Mitte das Schlagzeug und von rechts ein Saxophon.
Jetzt nehmen Sie eine Leinwand und zeichnen diese drei Instrumente an den Stellen ein, von denen Sie sie hören.

Wenn Sie sich jetzt einen halben Meter nach rechts setzen, müssten Sie also etwa mittig vor dem Saxophon sitzen. Das Schlagzeug müsste von “halb-links” kommen und die Gitarre von “ganz-links”.
Doch das ist hier gerade seltsamerweise überhaupt nicht der Fall!
Ich habe eher den Eindruck, jemand hätte einfach meine bemalte Leinwand ebenfalls nach rechts verschoben. Ich sitze also immer noch mittig vor dem Schlagzeug, habe links die Gitarre und rechts von mir (!!) das Saxophon.
Unglaublich und für mich unerklärlich.

“So sollte man die Spiegel einstellen, wenn man Besuch hat und so viele wie möglich gut Musik hören möchten.” erklärt mir Herr Grunewald die Ausrichtung, aber ich verstehe das alles gerade nicht so richtig.
Ich drehe die Spiegel wieder zurück und wähle eine Ausrichtung, bei der mir die Raumabbildung sehr realistisch zu sein scheint.

Und die Zusatzaufsteller?

ARAKAS im Plasttenregal

ARAKAS im Plasttenregal

Einen Aufsteller hat mir Herr Grunewald gleich wieder genau in die Mitte zwischen den Boxen auf meine Geräte gestellt.
Dort wirkt er hörbar, doch kann er da nicht bleiben, zumindest nicht, wenn wir auch mal fernsehen wollen. Also versuchen wir es mit zwei Aufstellern, einen rechts und einen links neben dem TV. Mit Hilfe der Laser-Zielvorrichtung werden beide Aufsteller exakt auf den Hörplatz ausgerichtet. Das geht ganz schnell, denn das “Zielfernrohr” wird einfach magnetisch in der richtigen Position an den Spiegel gezogen.
Die Wirkung ist ganz sicher nicht schlechter – eher noch ein wenig voller – aber der Preis verdoppelt sich auch. 🙁

Und exakt wie beim ersten Hörtermin wirkt auch heute wieder alles ziemlich “nach unten gedrückt”.

 

ARAKAS auf Bilderrahmen

ARAKAS auf Bilderrahmen

Also muss auch der Aufsteller oben auf dem Bild wieder seinen Platz erhalten. Dafür werde ich wohl einen Nagel in die Wand schlagen müssen. So gefällt das etwa 50% der Bewohner nicht. 🙂

 

Mit diesen fünf Aufstellern zeige ich mich glücklich und zufrieden und sehe nicht den Hauch eines Anlasses, mit weiteren Aufstellern experimentieren zu wollen. Mein Gefühl sagte mir:  Besser geht es nicht!

 

 

Und es geht doch noch besser!

Herr Grunewald bemerkt, dass meine Anlage ziemlich weit an der linken Wand steht, während sie nach rechts gute sieben Meter hat, um auf eine Wand zu treffen. Dazwischen liegt mein Essbereich. „Aber das wirkt sich hier zum Glück nicht aus!“ behaupte ich steif und fest.

ARAKAS auf Highboard

ARAKAS auf Highboard

Schon steht ein weiterer Aufsteller auf einem hohen Schubladenschränkchen zwischen Studio und Essbereich. Dieser Spiegel wurde mit der Zieleinrichtung exakt auf den Hochtöner der linken Box ausgerichtet – praktisch diagonal über den gesamten Hörbereich hinweg.
Und schon rückt die Stimme von Patricia Barber noch etwas weiter nach rechts in die Mitte und wirkt noch „fleischiger“ und ich meine, sie besser fokussieren zu können.

 

 

 

Wie weit lässt sich das noch weiter perfektionieren?

Angespornt durch meine Kommentare, schöpft Herr Grunewald jetzt aus dem Vollen und wird immer mutiger und experimentierfreudiger. Schon hat er auf ein Highboard in meinem Rücken diesen kleinen 11 cm großen Aufsteller positioniert, der sich beim ersten Hörtermin als komplett zerstörerisch erwiesen hatte.
Und genau die gleiche Wirkung tritt hier erneut ein. Das Klangbild wird sofort harsch, hart, kalt und unangenehm.
Der muss da ganz schnell wieder weg.
Herr Grunewald stört sich offensichtlich an dem selbstgeklinkerten Regal, das ich meiner Frau als ihre “persönliche Insel” in unserem Wohnzimmerstudio zugestehen musste.
„Da darf ich nicht dran!“ teile ich ihm mit und er meint – es ginge ja nur ums Testen.

Aber da kennt er meine Frau nicht.
Ich habe es schon zu Beginn meiner Ehe aufgegeben, beim Einräumen der Einkäufe zu helfen. Ich bin dafür einfach zu blöd. Ich kann einen runden Joghurtbecher nämlich nicht “gerade” in den Kühlschrank stellen. Meine Frau muss definitiv jeden einzelnen Becher noch einmal anfassen und nach einem mir unerforschbaren System “gerade” ausrichten.

Klinkerregal

Klinkerregal

Auch dieses Regal wird sie wohl nun neu gestalten müssen, wenn unser Besuch uns wieder verlassen hat. 🙂

 

 

 

 

 

ARAKAS auf Regal

ARAKAS auf Regal

Herr Grunwald läuft hin und her, stellt hier was auf, nimmt da was weg.
Mich interessiert das alles ziemlich wenig – ich bin mit dem zufrieden, was wir erreicht haben. Auf einmal habe ich das Gefühl, als wenn sich über meinem linken Ohr etwas “geöffnet” hätte. Als hätte man dort einen Druck von mir genommen, den ich vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Ich habe den Aufsteller im Klinkerregal in Verdacht und bitte Herrn Grunewald, ihn mal testweise wieder weg zu nehmen. Doch es verändert sich nichts, mein Eindruck bleibt. Während ich noch nach Erklärungen suche, zeigt Herr Grunewald lächelnd mit dem Finger nach oben. Ganz oben auf dem geklinkerten Regal steht nun der kleine Aufsteller, dieser “Bösewicht”, der immer nur alles zerstört hat.

 

„Ich wusste doch, dass es Situation gibt, in denen wir die kleinen Aufsteller brauchen werden, auch wenn sie meistens mit Vorsicht zu genießen sind!“ meinte Herr Grundwald – sichtlich mit seiner Entscheidung zufrieden die kleinen Aufsteller doch noch testweise mitgebracht zu haben.

Dann aber hatten wir offensichtlich tatsächlich die notwendige Anzahl an Aufstellern erreicht. Selbst der untere, große aus dem Klinkerregal konnte eigentlich wieder entfernt werden, ohne eine große Veränderung zu erzeugen.

Die optimale Konstellation bestand also in meinem Studio aus:

2 x Boxenaufsteller
2 x große Aufsteller rechts und links neben dem Fernseher
1 x großer Aufsteller an der Wand über dem Bild hängend
1 x kleiner Aufsteller oberhalb des Klinkerregals
1 x großer Aufsteller auf dem Schubladenschränkchen

Da auch Herr Grunewald mir das so bestätigen konnte, beließen wir es bei dieser Ausstattung und hörten noch eine Weile verschiedene Titel, um uns selbst die Korrektheit der Konfiguration zu bestätigen

Geheimnisse lüften?

Im Anschluss berichtete mir Herr Grunewald auf einmal etwas mehr über die Beschaffenheit der Spiegel und ihren Aufbau. Es traten einige Überraschungen für mich zum Vorschein und ich erhielt z.B. Informationen über die Qualität der Diamanten, die auf der Beschichtung verarbeitet werden und vieles mehr.
Ich teilte ihm sofort mit, dass er diese Informationen unbedingt an seine Kunden weitergeben soll, denn sie sind ja die Erklärung dafür, dass diese Spiegel nicht einfach zu einem Spottpreis angeboten werden können. Und ich meinte, dass der Käufer doch auch ein Anrecht darauf hätte, zu erfahren, wofür er sein gutes Geld ausgegeben hat.

Doch Herr Grunewald fürchtete sich vor Nachahmern, die dann seine in zehn Jahren gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse ausnutzen könnten, um die Spiegel nachzubauen. Woraufhin ich ihm die Frage stellte, ob es denn möglich sei, die Spiegel deutlich preisgünstiger zu produzieren, wenn man nur die Entwicklungskosten außen vor lassen könnte.
Diese Möglichkeit besteht aus seiner Sicht allerdings erst dann, wenn sie jemand in einer sehr hohen Stückzahl produzieren lassen würde.
Produzieren und umsetzen sind nun aber bekanntlich zwei Paar Schuhe.
Eine andere Möglichkeit bestünde darin, einfach deutlich preisgünstigere Materialien zu verwenden, die dann aber überhaupt nicht funktionieren können.
Ja sicher – man kann sich auch eine Wohnzimmercouch aus Apfelsinenkisten und Strohsäcken bauen.

Aber man muss doch folgendes bedenken:

Niemand (!) wird diese Spiegel kaufen, der sie nicht vorher gehört hat!
Und niemand (!) sollte sie kaufen, ohne sie vorher in den eigenen Räumen gehört zu haben.

Was bedeutet, dass sich ein Händler mit diesem Produkt auseinandersetzen muss.
Er muss sich zudem die Mühe machen, zum Kunden zu fahren und ihn vor Ort zu unterstützen.
Der Händler muss also Manpower und Zeiteinheiten einsetzen.
Um diesen (kostenintensiven) Entschluss zu fassen, muss der Händler zwangsläufig seine kaufmännische Einstellung vernachlässigen, um sich seinen Kunden glaubhaft als jemand zu präsentieren, dem es um eine gute Musikwiedergabe geht.
Die erstaunten Reaktionen seiner Kunden dürften einem guten Händler das allerdings wert sein!

Das alles – macht doch ein Händler ganz sicher nicht mit einem minderwertigen Plagiat, was gar nicht funktioniert, oder?

Nun, ich bin gespannt, ob er sich das zu Herzen nehmen wird. Ich würde mich darüber freuen, wenn er uns (Ihnen) in einem Datenblatt  ein paar Geheimnisse über seine Spiegel anvertrauen würde und ich bin mir sicher, dass sich das auch für ihn auszahlen wird.

Preisliste:

ARAKAS Boxenaufsteller:                        1.299,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 22x22 cm ohne Fuß:    929,- €/Stück (zum Aufhängen) Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 22x22 cm mit Fuß:        949,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Aufsteller 11x11 cm ohne Fuß:      649,- €/Stück Jetzt kaufen  

ARAKAS Ständer (ca. 1m hoch)                   289,- €/Stück

Laser-Einrichtung zur korrekten Ausrichtung der Aufsteller:  259,- €/Stück
(Beim Kauf eines Sets= 2 Boxenaufsteller und 3 Aufsteller 22x22 kostenlose Zugabe)
Leihgebühr für die Laser-Einrichtung:                                      10,- €/Tag zzgl. Versandkosten

 

ARAKAS Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

ARAKAS Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

ARAKAS – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

ARAKAS – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen

mit dem Bericht über „ARAKAS – Akustische Spiegel – Test und Erfahrungen“ betrete ich zugegebenermaßen -auch für mich- Neuland.

Ich bin es gewohnt, Berichte über Dinge zu schreiben (Kabel, Stecker, Netzteile, Router …) und deshalb ausgelacht, für verrückt gehalten oder sogar für betrügerisch bezeichnet zu werden.

Bisher hatte ich mich wohl auch deshalb von vielen “Wunderdingen” lieber fern gehalten. In den letzten 35 Jahren gingen Entwickler von allgemein mit “Voodoo” bezeichneten Produkten in unserem Studio ein und aus. Immer wieder saß man da und meinte, vielleicht, möglicherweise … aber so richtig eigentlich auch nicht … naja.
Auf einmal schreibe ich einen -WARNUNG!- ellenlangen Bericht über “Akustische Spiegel”!
Lassen Sie mich Ihnen deshalb das „Wieso denn jetzt auf einmal?“ in der Ausführlichkeit erläutern, die diesem Produkt gebührt.

ARAKAS Anlage

ARAKAS Anlage

Arakas – Akustische Spiegel – ein “mechanischer DSP”?

„Das kriege ich bei meiner besseren Hälfte niemals durch!“

Können Sie sich vorstellen, wie oft ich diesen Satz in den letzten 35 Jahren als HiFi-Händler schon gehört habe!?
Mal geht es um die Größe der Lautsprecher, mal um die Farbe – aber meistens geht es um den Aufstellungsort, den ein Lautsprecher nun einmal beansprucht, wenn er denn gut klingen soll.
Und als Lösung für dieses Problem (und noch viele andere) hat man ja jetzt ein echtes “Wunderding” erfunden, was aus der HiFi-Welt im Moment nicht wegzudenken ist.

DSP  (Digitaler Sound-Prozessor)

Ach – was ist die Abkürzung DSP doch für ein tolles Verkaufsargument geworden!
Ein immer passendes Wundermittel – absolut ohne Nachteile!
Wirklich?
Also so etwas wie ein Multivitaminprodukt mit dem wir sämtliche Wehwehchen loswerden oder sogar vermeiden können, die unser Raum unserem Musikgenuss antun könnte?
Endlich kann sich der Kunde für jeden (!!) beliebigen Lautsprecher entscheiden, den er nur haben will, ohne ihn vorher in seinem Raum gehört zu haben!?
Passt nicht! Gibt es nicht mehr!?
Viel zu große Boxen? Viel zu kleine Boxen?
Alles überhaupt kein Problem mehr – dank DSP!?
Welche Frequenzen auch immer in Ihrem Raum stören mögen – ein DSP, also so ein hochintelligenter Equalizer, verbiegt das Original-Signal so lange und zur Not auch so brachial, bis die störenden Frequenzen eben nicht mehr stören!?

Und die Musik bleibt dennoch im Original und mit ihrer vollen Natürlichkeit erhalten!?

Doch was macht denn so ein DSP eigentlich?

Sarkasmus ein –

Stellen Sie sich vor, man musste Ihnen aus irgendeinem schlimmen Grund einen Fuß amputieren und nun ist das eine Beine länger als das andere, weshalb Sie „schief stehen“.
Ein DSP bemerkt das und kommt zu der Lösung, dass er Ihren zweiten Fuß auch noch amputiert – schon stehen Sie wieder gerade.
Dass Sie mit dieser Lösung nicht sehr glücklich sind und sich mit diesem Ergebnis ziemlich weit von dem entfernt haben, was man als „vollständigen menschlichen Körper“ bezeichnet  (im übertragenen Sinne wäre es das Original-Musik-Signal), ist so einem DSP völlig wurscht – es zählt nur die Beseitigung des erkannten Problems.

Sarkasmus aus –

Das Problem an der Wurzel packen

ARAKAS LS

ARAKAS LS

Einen völlig anderen Weg …

geht nun ein Herr Grunewald aus dem schönen Erzgebirge.
Und er löst damit ein Problem, was wir bisher noch gar nicht erkannt hatten.
Wir nicht – Freaks nicht und noch nicht einmal Lautsprecher-Entwickler und andere Fachleute.

Auch Herr Grunewald kann nichts daran ändern, dass sich die Lautsprecher, die Sie in Ihr Herz geschlossen haben, vielleicht nicht in Ihren Wohnraum integrieren lassen. Auch er ist nicht in der Lage, eine viel zu große Menge Bass, die vielleicht auch noch völlig unstrukturiert Ihren Raum mit Dröhnen und Wummern füllt, zu beseitigen oder zu verbessern.

Es geht nicht darum, Aufstellungsfehler auszugleichen oder Inkompatibilitäten auszubügeln!

Herrn Grunewald geht es viel mehr darum, jemanden noch ein Stück weiter zu bringen, der eigentlich schon alles richtig gemacht hat.
Doch lassen Sie mich an dieser Stelle ganz von vorne beginnen und wohnen Sie meiner ersten Begegnung mit diesen akustischen Spiegeln von ARAKAS bei.

Arakas – Akustische Spiegel – Test und erste Erfahrungen

Ach – was schimpft man doch als HiFi-Händler gerne und viel über diese Ignoranten, die immer noch den Kabelklang für unmöglich halten.
Kindern am Mittagstisch predigt man, dass sie doch bitte erst einmal probieren sollen, bevor sie behaupten dürfen, dass sie es nicht mögen.
Alles vergebene Liebesmühe!
Also ärgert man sich über die Kinder und über die Ignoranten – und resigniert. 
Doch manchmal dauert es gerade einmal einen Telefonanruf, um selber wieder zum Kind und Ignorant gleichzeitig zu werden.

Herr Grunewald kündigt seinen Besuch an.

Ein Herr Grunewald hat um eine Besuchszeit gebeten, um mir seine „Akustischen Spiegel“ unter der Marke ARAKAS vorzuführen.
Einzig und allein meine anerzogene Höflichkeit war es, die mich davon abgehalten hat, diesem Herrn gleich am Telefon zu sagen:

„Bleiben Sie mal besser wo Sie sind. Von so einem Quatsch halte ich nichts und ich will mit sowas auch nichts zu tun haben!“.

Stimmt nicht ganz – ein wenig hielt mich auch mein Wunsch von dieser Absage ab, eben nicht ein Kind oder ein Ignorant zu sein, sondern mich neugierig und offen zu zeigen.
Als ich dann am Besuchstag sah, was mir der Herr Grunewald da alles in mein kleines Studio schleppte, hatte ich fast schon ein schlechtes Gewissen und glaubte, es wäre wohl doch höflicher gewesen, ihm gleich am Telefon abzusagen.

Wieso ich diesen Hörtermin am liebsten abgesagt hätte?

Ganz einfach.
Weil ich mir zu 100% sicher war, dass dieser Vorführtermin „ein Schuss in den Ofen“ werden würde – und zwar für Herrn Grunewald.

Mir ist doch völlig klar, dass so eine Fläche – aus welchem Material auch immer – die ich in die Nähe eines Hochtöners bringe, dass die den Klang manipulieren muss. Ich muss doch nur mal meine Hände um den Mund halten und meine Stimme klingt sofort anders – hohl eben. Ich muss nur ein Stück Pappe neben den Hochtöner halten – und es klingt anders.
Ist doch alles logisch.
Ich kriege neue Möbel – und es klingt anders. Ich habe viele Leute zu Besuch – und es klingt anders. Was ich auch verändere – immer klingt es anders.

Nur besser – natürlicher – richtiger – kann (!!!!) es dadurch gar nicht klingen. Das geht überhaupt nicht.

Auch die Tiefenstaffelung muss doch zwangsläufig beeinträchtigt werden, wenn ich den hohen Tönen „den Weg nach hinten“ versperre.
Wieso stelle ich denn meine Lautsprecher 80cm vor der Rückwand auf, wenn ich dann so einen „Akustischen Spiegel“ auf die Box stelle und dem Hochtöner vorgaukle, er stünde direkt an der Rückwand und unter der Zimmerdecke?

Das ist Unsinn – das muss Unsinn sein!

Welche logische Erklärung, welche wissenschaftliche Errungenschaft, welche Theorie sollte hinter solch einer Maßnahme stecken können?
Wie konnte man überhaupt nur annehmen, dass durch solch eine Maßnahme eine Musikwiedergabe „besser“ werden könnte?

Nein, ganz klar – 
* Rotkohl kann gar nicht schmecken, da sind sich meine Enkel allesamt sicher – 
* Kabel können gar nicht unterschiedlich klingen, da sind sich etliche Leute sicher
* und diese Akustischen Spiegel werden den Klang nicht verbessern können, da war ich mir sicher.

Drei Vorurteile, die am Ende alle den identischen Wahrheitsgehalt haben.
Nämlich gar keinen!

Unterdessen baut mir Herr Grunewald ein paar seiner „Zauberspiegel“ auf, hört selber kurz hinein und fordert mich dann auf, mir meine Anlage „jetzt mal anzuhören“.

Erster Hörversuch

ARAKAS Set

ARAKAS Set

Ich setze mich auf meinen gewohnten Hörplatz, starte “Papa Loko” von Sangensemblen Amada  … und bin auf der Stelle verblüfft.
Die geblasene Hawaii-Muschel klingt immer noch sauber und natürlich, franst nicht aus, wird in der Größe und vom Standort her korrekt abgebildet. Irgendwie sogar noch natürlicher und detaillierter als ich sie bisher gehört hatte.
In keiner Weise klingt auch nur eine der dann folgenden Chorstimmen verfärbt. Die Raumtiefe und die Fokussierung wirken wie selbstverständlich – als wäre man schon mal dort gewesen und könnte das deshalb beurteilen.

Die Solo-Stimme höre ich, als sei ich ein paar Schritte näher an die Sängerin heran gegangen. Ich verstehe sie besser, höre genauer, wie sie artikuliert. Auch unbedeutende Nebengeräusche sind deutlicher, stören aber überhaupt nicht, weil auch sie so „selbstverständlich“ und „natürlich“ klingen.

Zum ersten mal höre ich deutlich, wie weit die Solosängering vor (!) dem Chor positioniert ist.

Ich wechsle zu Michelle Shocked (Quality of mercy), lasse mich von einem trockenen Bass beschallen und freue mich über tiefe, schwarze Männerstimmen, die wunderbar voneinander zu trennen sind, gehe zu Patricia Barber (Summertime) und höre bei den Rasseln nicht mehr nur Tsch-tsch Tsch-tsch, sondern „sehe“, dass sie aus einem Körper und rasselndem Inhalt bestehen. Ich starte Kari Bremnes (Byssan Lull).
Drei oder vier mal habe ich sie bereits live erleben dürfen und mich über den Schlagzeuger amüsiert, der mit Heubündeln spielt und für eine ständige Wasserschicht auf seinem Stand-Tom sorgt. Der eigenartige Klang, der dadurch entsteht, wird wie live getroffen, Karis Stimme wirkt, als sänge sie in meinem Zimmer.
Ich starte Laura von Rolf Kühn. Wie oft habe ich schon in meinen Berichten darüber geschrieben, dass der akustische Bass anfangs klingt, als würde man im Hintergrund eine Snarr-Trommel spielen!? Ich frage mich im Moment, wie ich denn auf das schmale Brett gekommen sein könnte!? Ich kann den Bassisten “sehen”.

Alles wird   n-a-t-ü-r-l-i-c-h-e-r

Titel für Titel bestätigt meinen Eindruck. Immer wieder das gleiche Ergebnis, eine schlicht und ergreifend natürlicher wirkende Wiedergabe mit einer wahnsinnigen Feinzeichnung. Mehr Details, mehr Körper, mehr Dynamik, mehr Echtheit, mehr Realität.

Das bleibt nicht in einem Maße, in dem man sich etwas einbilden kann. Das ist deutlich und man hat den Eindruck, sich einen deutlich teureren Lautsprecher gekauft zu haben.

Verdorri noch mal – diese Dinger müssen (!!) doch zu einer Verfärbung oder irgendeinem anderen Fehler führen, oder?

Doch alle meine Vorurteile werden vernichtet, entpuppen sich als dummes Geschwätz von jemandem, der unbedingt etwas be- und vor allem verurteilen wollte, was er noch gar nicht gehört hatte, von dem er noch überhaupt nicht wusste, wie es funktioniert.

Ignorieren und niedertrampeln kann so einfach sein.

Bringt einen aber nicht weiter.
Und genau das schaffen hier auf einmal diese seltsamen Akustischen Spiegel.
Keine Ahnung – ob der Begriff überhaupt passend gewählt wurde oder nicht.

Auf einmal: Erkenne ich da doch eine Schwäche?

Die Höhenstaffelung vermag sich irgendwie nicht meiner Zustimmung zu erfreuen. Stimmen kommen von zu tief und es klingt, als hätte man es ausschließlich mit Menschen zu tun, die eine Körpergröße von etwa 1m besitzen.

Fast triumphierend (sorry) beschreibe ich Herrn Grunewald meine klangliche „Entdeckung“ und irgendwie bestätigt es mich.
„Außerdem höre ich zu wenig die Luft im Aufnahmeraum!“ schiebe ich als Kritik hinterher.
„Ich will hören, ob sich etwas in einem kleinen Raum oder in einer Konzerthalle abspielt, hier fehlt mir diese wichtige Information.“

Gefühlt konnte ich in diesem Moment einen Spielstandsschieber wie bei einem Kicker in Richtung 1:0 schieben.
Hätte ich das getan, hätte ich mir wohl schnell die zweite Blamage eingefangen.

Herr Grunewald zaubert erneut

ARAKAS Quadrat

ARAKAS Quadrat

Herr Grunewald sagt keinen Ton, steht auf, schnappt sich noch so einen quadratischen „Spiegel“, stellt sich auf einen Stuhl und positioniert den Spiegel in etwa 2,2m Höhe auf einem Bilderrahmen hinter der Anlage und setzt sich wieder hin.

Kurz wechseln wir ein paar Blicke – ich fragende, ungläubige  – er selbstsichere – ich verziehe den Mundwinkel, die Augenbraue und starte wieder Papa Loko – und im gleichen Moment weiß ich nicht mehr, ob es jetzt 1:1 steht, oder ob ich bereits aufgeben soll, bevor wir richtig ins Spiel gekommen sind.

Ich fühle mich in meiner Argumentation schachmatt gesetzt und bin zu keinem Zug mehr in der Lage.

Der Klang der Hawaii-Muschel selber hat sich in keiner Weise verändert – aber jetzt wird sie nicht nur einfach in einen Aufnahmeraum hineingeblasen, jetzt kann man schon fast von einer Art akustischem Nebel im Raum sprechen, der mich seine exakte Größe erfassen lässt. 
Wer aber jetzt argwöhnt, dass um diese Muschel eine Art „Aura“ zu hören sei, wie wir sie um eine Lichtquelle im Nebel sehen können, der irrt.

Fotografen streben nach Porträts mit einer tollen Freistellung und einem schönen Bokeh. Dazu benötigt man das richtige Objektiv, die richtigen Abstände zwischen Kamera – Motiv und Hintergrund und ein paar fotografische Fähigkeiten.

Sowohl die Muschel als auch jede einzelne Chor-Stimme machen hier gerade auf mich den Eindruck, als sei ein Spitzenfotograf mit einer Profiausrüstung perfekt am Werk gewesen.
Jede Stimme, jedes Instrument wirkt wie perfekt freigestellt und der Raum ist klar und deutlich dahinter abgesetzt und bildet einen natürlichen, erfassbaren Hintergrund.

Hier wird kein Sound erzeugt – hier wird man ins Geschehen hineingesogen.

Ich höre Klassik, Jazz, Disco-Musik, Elektropop, Filmtitel und kann irgendwie gar nicht mehr aufhören zu zappen und zu zappen und zu zappen. 4 Stunden, die vergehen wie 4 Minuten.
Ich weiß schon lange nicht mehr, ob ich immer noch auf der Suche nach klanglichen Schwachstellen bin, um am Ende doch noch ein 2:1 für mich hin zu bekommen.
Gefühlt haben wir es hier schon längst mit einem für mich blamablen Spielstand von 10:0 zu tun.
Das einzige von mir „geschossene Tor“ wurde mir ja nach dem „Videobeweis“ in Form eines weiteren Spiegels auch noch aberkannt. 🙂

Ich reiße mich noch einmal zusammen und konzentriere mich. Sage mir:

Wie oft hast Du in Deinem Leben schon etwas gehört, was Dich zwar auf der Stelle total fasziniert hat! Wie oft bist Du tagelang vor Begeisterung fast ausgeflippt. Und dann – irgendwann – denkt man plötzlich „Moment! Was ist das?“ – und schon hat man die Achilles-Sehne entdeckt. Irgendetwas an der Raumdarstellung ist falsch, der Bass macht Probleme, die Größenabbildungen sind unglaubwürdig, der Abstand zwischen den Musikern ist zu groß oder zu klein, die klaren Höhen sind zu klar und die schönen Höhen doch zu schön.

Also suche ich auch hier nach Hinweisen auf solche Klangeigenschaften, die dem Ergebnis am Ende doch noch in die Suppe spucken könnten, doch ich finde sie nicht.
Nach weiteren gehörten Titeln steht für mich fest:
Selbst wenn sich hier noch irgendwann – irgendwas negatives einstellen würde – es wäre dann nur der Beleg dafür, dass alles auf dieser Welt zwei Seiten hat.
Die erste Seite von diesen Akustischen Spiegeln, die gefällt mir allerdings derart gut, dass ich mir sicher bin, darauf nicht mehr verzichten zu wollen.

Wie kommt man nur auf so eine Lösung?

ARAKAS Rändelschraube

ARAKAS Rändelschraube

Ich kenne niemanden, der bisher überhaupt nur eine ähnliche Idee gehabt hätte. 
Diffusoren, Helmholtzresonatoren, Bassfallen und “Kinderbettmatratzen” … schön oder weniger schön … sind ein “alter Hut” und sehr beliebt. Sie haben aber ganz andere Funktionen und Aufgaben – haben mit den Akustischen Spiegeln nichts gemein.
Herr Grunewald kann mir nicht einmal bestätigen, dass diese Spiegel in einer japanischen Universität von nobelpreisträchtigen Professoren entwickelt wurden, was sie ja automatisch interessant machen könnte. Und auch nicht, dass es zu diesen Spiegeln bisher eine fachliche Ausarbeitung samt Messdaten und technischen Belegdokumenten gibt.
Diese akustischen Spiegel entstammen dem Gehirn eines rastlosen Musik-Liebhabers, der zu Anfang seiner Suche noch gar nicht gewusst hat, was er konkret sucht und ob er es jemals finden wird. Der sich aber dennoch auf die Suche gemacht und auch was gefunden hat.

Ein Zufallstreffer? So wie das Penicillin?

Ja sicher – das allerdings ist mir gerade piepegal. Ich lehne ja auch Antibiotika nicht ab, nur weil es sich dabei um einen Zufallstreffer handelte. Sowohl Robert Koch als auch André Grunewald haben sich ja mit der Materie auseinandergesetzt.

Mir stehen aber zurzeit ganz andere Fragen im Sinn, die sich eher auf die Praxis beziehen.
Wirken die Spiegel bei allen Lautsprechern gleich? 
Wirken die Spiegel in jedem Raum gleich?
Muss man “Fledermausohren” haben, um das hören zu können?

Meine Extreme III von Progressive Audio, die ganz sicher zu den feinsten Schallwandlern dieser Erde gehören, die werden mit den ARAKAS-Spiegeln einfach noch besser, weil sie durch sie genau die akustische Umgebung bekommen, die sie verdient haben.

Direktschall und Reflexionen

Ein Erklärungsversuch.
Der Mensch orientiert sich zunächst am Direktschall. Durch ihn bestimmt er die Richtung, aus der ein Geräusch zu hören ist, was ihm zu Urzeiten sicher hier und da das Leben retten konnte.
Aber er war und ist auch noch auf eine zweite Schallquelle angewiesen, nämlich auf die „erste Reflexion“, anhand derer er die Entfernung zur Geräuschquelle erkennen kann und konnte.
So wusste er, ob er noch Zeit hatte, oder ob er die Beine in die Hand nehmen musste.
Bäume oder Felswände konnten diese Information schon mal verfälschen.

Nun ist es ja zum Glück sowohl in unseren Konzertsälen als auch in den Aufnahmestudios so, dass man zwischen den Schallquellen und dem Hörer oder den Mikrofonen keine Bäume pflanzt.  🙂

Wir können also davon ausgehen, dass bei einer guten Aufnahme sowohl die Information des Direktschalls als auch die der ersten Reflexion (des Aufnahmeraumes!) vorhanden ist, anhand derer unser Gehirn die Größe und Beschaffenheit des Aufnahmeraumes erkennen kann. Genau das ist es ja, wonach High-Ender rund um den Globus streben! 
Man will sich in den Aufnahmeraum hineinversetzen können.

OH WEH! Zwei “erste” Reflexionen vermischen sich!

Spielen wir diese Aufnahme – sagen wir mal einen einzelnen Klavierton – nun zuhause mit einem Lautsprecher ab –
geschieht folgendes:
Unser Lautsprecher strahlt den aufgenommenen Direktschall – wieder als Direktschall auf unsere Ohren ab.
Und (!!) er strahlt auch die aufgenommene erste Reflexion des Aufnahmeraumes direkt (!) auf unser Ohr ab.
Zwischenergebnis: Wir hören den Klavierton und wir “erhören” Hinweise auf den Aufnahmeraum.

Jetzt passiert aber zudem auch noch folgendes:
Wenn unser Lautsprecher den Klavierton abstrahlt – dann breitet sich dieser Ton in unserem Hörraum aus.
Logischerweise wird jetzt auch dabei wieder eine erste Reflexion erzeugt – eine, die unser Gehirn dazu verwendet, Hinweise auf unseren Hörraum zu erhalten.

Wir hören also
a) den aufgenommenen Direktschall
b) die aufgenommene erste Reflexion des Aufnahmeraumes
c) die erste Reflexion unseres Hörraumes

Unser Gehirn hat nun die Aufgabe zu erledigen, zwei völlig unterschiedliche Raum-Informationen zu verarbeiten
Und genau dazu ist es aber nicht in der Lage.
Also vermischt es die drei Informationen zu einem “ziemlich logischen” Gesamt-Ergebnis – eine andere Möglichkeit hat es nicht.

Es ist fast schon erstaunlich, wie gut es dabei ist. Aber natürlich hängt das von unserem Hörraum ab. Je mehr er sich zurückhält – umso mehr nehmen wir vom Lautsprecher wahr, also vom Aufnahmeraum.
Unser Ziel müsste also sein, unseren Hörraum gar nicht wahrnehmen zu können.

Hat Herr Grunewald die Lösung gefunden!?

Die Akustischen Spiegel von ARAKAS sorgen dafür, dass die erste Reflexion, die sich auf der Aufnahme befindet, unser Ohr erreichen kann, während die erste Reflexion unseres Hörraums mit einem solchen Zeitversatz – vielleicht auch mit einer entscheidenden Pegelsenkung – an unserem Ohr ankommt, dass unser Gehirn sie nicht mehr als solche auswertet und damit auch nicht mehr als Hinweisgeber erkennen kann. Die erste Reflexion unseres Hörraumes wird gemeinsam mit dem Hall und allen anderen Reflexionen zwar wahrgenommen, aber nicht mehr zur Bestimmung von Richtung und Entfernung verwendet.
Stattdessen konzentriert sich unser Gehirn jetzt einzig und allein auf das, was aus dem Lautsprecher kommt.

Die Beschaffenheit des Oberflächenmaterials und die Besandung sorgen offensichtlich dafür, dass die reflektierten Signale nicht mit neuen, verfärbten Informationen belastet werden.

Das alles funktioniert hier jedenfalls gerade in meinem kleinen Studio so überzeugend, dass ich erst einmal baff bin und mir die Frage stelle, wie ich diese Akustischen Spiegel in mein Angebot integrieren kann, ohne von der Mehrzahl meiner Kunden für “total bescheuert” erklärt zu werden.

Und ich wäge ab:
Bin ich mutig – aber man will mit mir nichts mehr zu tun haben?
Bin ich feige – und verzichte auf eine Erfindung, die mich zutiefst beeindruckt?

Pionierarbeiter oder Spinner?

Eindeutig handelt es sich hier um eine vollkommen neu entwickelte Lösung, die nicht einfach “nur was besser machen will”, sondern sich mit der Beseitigung eines neu identifizierten Problems befasst. Andererseits klingen selbst die besten Argumente ziemlich “Banane” – so lange man es noch nicht selber gehört hat.

Und wozu sollte ein HiFi-Händler gut sein, wenn er seinen Kunden nicht die Chance einräumt, solche Sachen auch mal selber zu hören?
Soll er sich als “Robin Hood” aufspielen? Als Beschützer seiner “armen Kundschaft”, die er davor bewahren will, viel Geld für Unsinn auszugeben?
Also – ich beschließe, diese Entscheidung meinen Kunden zu überlassen!

Und die Zukunft?

Eines steht für mich fest, diese Akustischen Spiegel von ARAKAS werden zunächst in der Szene mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten können.
Und sie werden extrem polarisieren.
Viele werden sie grundsätzlich ablehnen, ohne sie hören zu wollen.
Kreative und neugierige Menschen, die die Akustischen Spiegel gehört haben, werden versuchen, die Konstruktionen zu begreifen.
… und zu verbessern?

Wer aber die Akustischen Spiegel von ARAKAS einfach aus Prinzip ignoriert, der wird wohl auch mit 60 Jahren noch keinen Rotkohl essen und auch keine guten Kabel probiert haben.
Schade für ihn.

Das erste Set ist geordert

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, die erste Ausstattung von Herrn Grunewald geliefert zu bekommen und falls Sie jetzt neugierig geworden sind – dann lade ich Sie herzlich dazu ein, uns dabei zu begleiten, dieser Sache tiefer auf den Grund zu gehen.

Ab Mittwoch, 13.11.2019 – werden wir über ein Set verfügen und ich freue mich über jede “neugierige Seele”.
Vereinbaren Sie einfach einen Hörtermin mit uns und bringen Sie “Zeugen” mit.  🙂

 

Teil 2

Herrn Grunewalds Reaktion auf meinen Berichtsentwurf

Ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Allerdings stecken in seiner Antwort so viele interessante Gedankengänge und Informationen, dass ich mir die Erlaubnis eingeholt habe, seine Mail hier vollständig abdrucken zu dürfen.

Guten Tag Herr Saul,
vielen Dank für Ihre Zeilen. Sie haben mir damit ein Wochenende der ganz besonderen Art beschert.

Was soll man sagen, wenn ein erstes Zusammentreffen – gespickt mit distanzierten Situationen, examinierenden Hörmomenten, kippenden Vorurteilen und offenen Blicken in die Zukunft – so treffend beschrieben wird? Ich lese gern und oft die Kommentare auf Ihren Seiten. Aber wenn man so etwas Gewaltiges über sein eigenes Produkt liest, ist das eine ganz besondere Hausnummer. Augenblicklich baute sich die eigene Eitelkeit auf und flüsterte süßlich: „Mann, was für ein doller Kerl du bist!“ Zugegeben, das passiert in Stufe Eins immer sofort und dem muss man auch mal nachgeben dürfen. Das habe ich bei einem Glas Whisky dann auch getan.

Nun ist es jedoch so, dass es weitere Stufen im Fortgang vermeintlicher Erfolge gibt. Gelegentlich sind das nach jubelnden Höhenflügen extrem brutale Abstürze, die ich im Zusammenhang mit den Akustischen Spiegeln mehrfach auskosten durfte. Merkwürdigerweise half dann auch Whisky – nur einige Gläser mehr und mit viel Torf im Nachklang dazu.

Deshalb habe ich es mir angewöhnt, einige Nächte über wichtige Dinge zu schlafen, zu ordnen, abzuwägen und mit etwas Abstand zu beurteilen. Das Thema Whisky schließe ich hiermit auch gleich noch ab. Ja, auch dabei tut der gut. Aber: ich bin kein Trinker, sondern ausgesprochener Genießer. Das ist wichtig für alles Weitere.

Ihr Text gibt – auch nach dem Zurückknüppeln von Eitelkeiten – extrem gut wieder, was Sie beobachtet und erlauscht haben. Mich beeindruckt vor allen Dingen, in welch kurzer Zeit Sie das erledigt haben. Und herzlichen Dank dafür, das tut verdammt gut!

Über ein einziges Wort in Ihrem Text würde ich mich mit Ihnen gern noch mehr unterhalten.

Es ist das Wort Zufall.

Ja, ich hatte Ihnen erzählt, dass ich etwas ganz anderes mit dem ursprünglichen Bauteil erreichen wollte. Deshalb ist der Vergleich mit dem Penicillin unerhört gut. Allerdings: in beiden Fällen gab es eine Zeit davor, die den „Zufall“ erstens erst herbeiführte, und zweitens die Deutung der Erscheinungen ermöglichte.

In meinem Falle waren es Störungen, die meinen (Musik-) Genuss beeinträchtigten. 

Nach dem Kauf einer neuen Anlage war ich der Meinung, nun setze ich mich hin, habe den puren Genuss im Haus und kann mich dem hemmungslos hingeben. Nun, Sie wissen was nun folgt. Irgendwas war immer. Zu scharf, zu lasch, zu wummrig, zu verwaschen, zu nervös, zu langweilig… Doch die Sehnsucht nach dem perfekten Klang war geweckt. Und diese Sehnsucht treibt alles an, den Markt, die Hörer, das Voodoo, die Technik…

Soweit, so gut. Ich wechselte Kabel, verklebte dicke Schieferplatten wo immer auch Schwingungen dräuten, kaufte Unterstellfüße, Raumklang-Verbesserungsplättchen, informierte Glibberkugeln und wer-weiß-noch-was. Das brachte mal was, mal nicht. 

Als Ingenieur wollte ich natürlich alles verstehen. Leider musste ich schnell einsehen, dass es auf ziemlich viele Fragen nirgendwo Antworten, sondern nur felsenfeste Glaubensgrundsätze gab.

Da ich auf elektronischem Gebiet ziemlich talentfrei bin, verlegte ich mich auf die Lautsprecher. Schnell hatte ich den Übeltäter ausgemacht: die Schwingungsverhältnisse innerhalb der Box. Dort wird ja hemmungslos Energie vernichtet und diese „Schmutzenergie“ beeinträchtigt die „Nutzenergie“. Also muss man das Vernichten von Energie unterstützen und ich baute einen „Schmutzenergievernichter“. Leider klappte das überhaupt nicht, offenbar hatte ich auch von Lautsprechern keine Ahnung. Was dann passierte, habe ich Ihnen erzählt.

Nun zurück zum Zufall. 

Ja, es war Zufall, dass ich die ausgebauten, nutzlosen Bauteile in die Hand nahm. Dass ich sie vor dem Wegschmeißen auf die Boxen stellte. Dass ich plötzlich den Einfall hatte, dass sie (wenn überhaupt) nur was bringen könnten, wenn man sie schräg über die Boxenkante bringt.  Ja, es ist Zufall, dass ich ein Frickler und Bastler bin, für ziemlich jedes handwerkliche Problem eine Lösung finde und dass Lochband zur Verfügung stand, um zittrige Beinchen an die Dosen zu schrauben. 

Aber ist es Zufall, dass ich da was hörte, was in Richtung einer künftigen Genussverbesserung hindeutete? Nein, ich war vorbereitet – so wie Robert Koch. Und das unterscheidet den Zufall vom Zufall. Leider nicht im Wort. Und leider meint das Wort Zufall oft das sinn-, handlungs- und verantwortungslose Zusammentreffen von Ereignissen. Vielleicht auch eine besondere Form von Glück oder Pech (je nach Folgeerscheinung). 

Das war es aber hier nicht, eher eine überraschende Entdeckung auf einem völlig unerwarteten Strang neben der eigentlichen Handlung. Was dann folgte, hat auch mit vielen Zufällen zu tun – allerdings mit Methode. Methodischer Zufall – das habe ich auch noch nicht gehört… Naja, egal.

Als Ingenieur hatte ich nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich finde (mit Formeln und Wissen) abgesichertes Terrain oder ich muss mich auf den experimentellen Pfad ohne Netz und Sicherungsleine begeben. Die sichere Variante war verbaut (siehe High-End-Glaubenskrieger und die Tatsache, dass ich Formeln nicht besonders gut dechiffrieren kann). 

Blieb Weg zwei: Begreifen durch Greifen (darin bin ich gut) und Vertrauen auf ein besonders empfindliches Messgerät. Das sind meine Ohren. Hinzu kam ein Kompass, der bis heute ziemlich sicher die Richtung weist. Es ist mein Streben nach (Hör-)Genuss. Wenn irgendwas nicht „rund“ ist, schlägt mein eingeschnappter Genuss-Sensor sofort Alarm.

Seit 10 Jahren bin ich auf dem Weg. Ich habe mit Fachleuten gesprochen, war in Messlaboren, habe offenbar saudoofe Fragen gestellt und mich dadurch bei vielen Experten unglaublich zum Eimer gemacht. Das macht einsam und weckt den Zweifel. Die Rolle als Kauz, Spinner, Nerd ist mir nicht gerade auf den Leib geschneidert. 

Aber mein Gefühl war unerschütterlich: da ist doch was, das klingt doch gut, und wenn Du jetzt noch das und jenes ändern würdest, dann, ja dann… Deshalb wieder rein in die Werkstatt, Musik an und vergleichen, auch wenn Frau und Kinder einen schon wieder genervt anschauen.

„Es“ hat mich nicht losgelassen. So hartnäckig war noch nichts in meinem Leben. Irre. 
Irre? Vielleicht.

Mir wurden noch zwei Dinge klar: Du kannst das nur alleine durchziehen und musst Perfektion abliefern. Sonst kommst Du aus der Schublade Spinner nie mehr raus.

Also ran an die Extreme. Besonders groß oder besonders klein – was funktioniert besser? Zentimeter für Zentimeter habe ich mich an die jetzigen Größen herangetastet. Rau ist besser als glatt. Doch welche Besandung ist besonders gut? Weich, mittel, hart? Welches Bindemittel zerstört das optimale Schwingverhalten nicht, ist aber robust genug, putzenden Händen zu widerstehen? Wie vermeide ich Eigenresonanzen? Was sind die optimalen Materialien für den Korpus? Warum funktionierten die Spiegel, warum mal nicht (der Luftdruck war`s). Wie sieht alles einigermaßen wohnraumtauglich aus? Wie können sie (exakt wiederhol- und nachvollziehbar) ausgerichtet werden?

Oft dachte ich: das ist doch alles nicht abgesichert. Du bist angreifbar an jeder Ecke (Experten sind oft nette Leute mit vorgefertigten Fragen und abfälligen Antworten). 

Hier half mir meine Frau. Sie ist Ärztin und sagte einmal lapidar: „Technikern was Medizinisches zu erklären ist schwer. Medizin ist eine empirische Wissenschaft. Beobachten, sammeln, vergleichen, danach handeln. Wenn es funktioniert, ist es gut, wenn nicht, dann lassen wir das eben und suchen weiter. Wir müssen nur ganz genau wissen, was wir keinesfalls tun dürfen. Wir können die Welt nicht in Formeln pressen, wir wissen oft sehr wenig, wie was wirklich funktioniert. Danach suchen dann manchmal die Forscher – oft erst nachträglich. 

Ach ja, noch was. Wer heilt, hat Recht. Wer Kranke gesund gemacht hat, braucht sich nicht mehr zu rechtfertigen und irgendwas zu begründen.“ 
Was für ein Fundstück: Eine echte, empirisch abgesicherte Weisheit, die ich anfangs wiederwillig und später sehr dankbar aufnahm!

Irgendwann haben die Akustischen Spiegel funktioniert – genauso wie Sie es beschrieben, Herr Saul.

Mein Genuss-Sensor blieb still, nur noch berauschende Hingabe beim Hören. Auch an verschiedensten Anlagen, in verschiedensten Räumen, mit verschiedensten Hörern. Auch hier die Erkenntnis: nicht alles funktioniert immer (ein nicht unbeträchtlicher Teil der HörerInnen hören tatsächlich erschreckend wenig), aber immerhin ist das System zu 95 Prozent sicher. Doch wo in unserem Leben bleibt kein Rest? Jeden Tag gibt es was zu lernen.

Nun bin ich in den Haarnadelkurven der High-End-Welt unterwegs, muss kalkulieren, verkaufen, Termine machen, zweifelnd-nachsichtige Blicke ignorieren und wirtschaftlichen Erfolg haben. Sonst bleibt alles nur Stückwerk. 

Warum ich mir mit den Akustischen Spiegeln so sicher bin?
Weil sich in dieser Branche alles um den Genuss dreht, vielleicht auch nur um die immer wieder ungestillte Sehnsucht nach dem Genuss. Ich finde, da habe ich eine ziemlich große Schippe draufzulegen. 

Und wie war das nochmal? Wer Kranke heilt, braucht sich nicht zu rechtfertigen. 

Außerdem treffe ich zunehmend auf Menschen, die mich wohlwollend unterstützen.
Gerade das ist ein besonders dicker Brocken vom Glück!

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche!
André Grunewald

 

 

Furutech DPS 4.1  D.U.C.C Alpha OCC Stromkabel

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C Alpha OCC Stromkabel

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC

… von einem Kabel das auszog, den anderen das Fürchten zu lehren.

Ein Bericht über das Ausnahme-Stromkabel Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC.
Die meisten Stromkabel haben es heute recht einfach, sich klanglich gegenüber der mitgelieferten Standard-Ware – sprich: Beipackstrippe – hervorzuheben.
Schon ein etwa 100,- € teures SupraCable LoRad MK II beseitigt die Schwachstelle namens „schlechtes Gerätekabel“ und sollte aus meiner Sicht das Minimum an Stromkabel sein, was ein Hersteller anspruchsvoller HiFi-Komponenten seinen Geräten beipackt.
Warum all die namhaften Hersteller und angeblich so sehr auf jede klangliche Kleinigkeit fixierten Entwickler darauf verzichten, werde ich in meinem HiFi-Leben ganz sicher nicht mehr verstehen.
Die einzige akzeptable Argumentation ist da noch: „Die Kunden schmeißen es eh gleich weg und verwenden stattdessen ihr Lieblings-Stromkabel.“

Müll produzieren lassen?

Dann aber sollte man doch bitte konsequent sein und diesen billigen Chinamüll gar nicht erst nach Deutschland holen. Wozu?  Damit wir ihn dann wieder auf ein Schiff packen, um ihn in Asien für viel Geld entsorgen zu lassen – ohne ihn auch nur ein einziges mal benutzt zu haben!?

Aber im heutigen Bericht geht es um ein ganz anderes Kaliber von Stromkabeln, das ganz sicher niemand in den Müll schmeißen würde.

Furutech DPS 4.1 D.U.C.C. Alpha OCC

Heute will ich Ihnen von einem ganz besonderen Stromkabel berichten. Und ich nehme Sie ein wenig mit in die Welt der Kabelentwicklung.

Wie entwickelt man denn überhaupt ein Audio-Kabel?

Und wer entwickelt es?
Vor 3 Jahrzehnten, da reichte es vielleicht, sich aus dem Portfolio eines großen Kabelherstellers alles mögliche anzuhören, die Isolierung mit dem eigenen Logo bedrucken zu lassen und es dann für viel Geld anzubieten.
Vieles davon war tatsächlich besser als das, was bis dahin als Kabel verwendet wurde, aber auch nicht wirklich alles.
Heute – ist es damit nicht mehr getan.

Heute entwickelt man nicht mehr „neue“ Kabel, sondern man entwickelt neue Materialien.

Schon seit fast zwei Jahren berichtet mir Ralf Koenen von Padis (Furutech Deutschland) von einem Furutech-Stromkabel namens DPS 4.1, womit die angeschlossenen Geräte erstaunlich gut klingen sollen – was aber extrem schwierig zu bekommen ist.
Ein einziger Blick in die Preisliste der Furutech-Kabel reichte, um mein Interesse an diesem Kabel lange Zeit in Grenzen halten zu können.

Fanden sich doch neben diesem Kabel von der Rolle mit einem Verkaufspreis – je nach Stand des Yen – zwischen 450,- € und 600,- € pro Meter, auch noch Stromkabel für fast 5.000,- € in der selben Liste. Diese allerdings dann bereits fertig konfektioniert.

Zwar kostet ein Exemplar der besten Furutech-Stecker (NCF) 370,- €  – aber damit alleine konnte man den Preisunterschied zur Rollenware ja nicht begründen. Und wenn ich auch Hochachtung vor der japanischen Handwerkskunst habe – 3.500,- € nur für das Konfektionieren – das wäre es mir dann doch wohl nicht wert. Nein – da muss es noch ganz andere Gründe geben.
Und die können ja nur im Klangergebnis begründet sein, oder?
Zumal mir das Powerflux 18 (2.560,- €), das Power Nanoflux (3.888,- €) und das Power Nanoflux NCF (4.536,- €) gut bekannt waren.

Alle drei Kabel spielen auf unvorstellbar hohem Niveau. Ob gegen die Brüder und Schwestern aus dem eigenen Lager oder im Vergleich zu den teuersten Strippen des Marktes – von besser und schlechter war da schon lange nicht mehr zu reden. Die Klangqualität ist einfach mit allen drei Ausführungen nicht mehr von dieser Welt.

Billiger und dennoch besser?

Wieso also schwärmt dann jemand, der mit den teureren Kabeln gut Geld verdienen könnte, von einem günstigeren Kabel, auf dessen Lieferung man auch noch Monate lang warten muss?

Nun – der Grund kann wohl einzig und allein darin zu finden sein, dass Ralf Koenen eben ein Vollblut-High-Ender mit Leib und Seele ist und es ihm eigentlich immer – zuerst um den Klang geht.

Was sollte man wissen, bevor man so ein Kabel testet?

Lassen Sie mich kurz auf die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan hinweisen – zumindest was das Entwickeln von Audio-Kabeln angeht.
Würden jemand einer Universität in Deutschland den Auftrag erteilen, besser klingende Stromkabel zu entwickeln, würde vermutlich ein Aufschrei durch das ganze Land ziehen, oder?
Es ist hierzulande einfach undenkbar, dass öffentliche Gelder für eine Sache verschwendet werden, die von nahezu 100% der Wissenschaftler als Hirngespinste dargestellt werden. Keine deutsche Uni würde sich mit dieser Aufgabe befassen, selbst dann nicht, wenn jemand das alles alleine finanzieren würde.

Wir reden hier von Klangunterschieden durch ein Stromkabel!

Und genau so etwas existiert für einen ordentlichen deutschen Wissenschaftler schlichtweg überhaupt nicht. So etwas wird mit der Wirkung von Placebo oder Homöopathie gleichgesetzt.

Hilft nur – wenn man stark genug daran glaubt.

Nun gut –
in Japan hat genau dieser Entwicklungszweig an den Universitäten und technischen Hochschulen eine lange Historie und Tradition.

PCOCC

Ich erinnere an PCOCC (Pure Copper Ohno Continuous Casting), ein von Furukawa entwickeltes Kupfermaterial, das von Dr. Atsumi Ohno, Professor am Chiba Institute of Technology durch die nächsten Stufe PCOCC-A verbessert wurde.

Seit 2013 produziert Furukawa Electric allerdings kein PCOCC mehr, wie man es auf der firmeneigenen Homepage (https://www.furukawa.co.jp/en/release/2013/ene_130304.html) nachlesen kann.

Einige Hersteller – wie auch Furutech – haben sich noch die Lager gut mit diesem Material gefüllt. Aber der Wechsel hin zu anderen – neuen Materialien ist unausweichlich.
So tauchen Begriffe auf wie PC-Triple C (Fine Chemicals & Materials) oder HiFC cabling.

Wissenschaftlich begründet – wurde die Produktion von PCOCC vor allem deshalb eingestellt, weil man in diesem Aufbau mit den langgezogenen Kristallen klangliche (!!) Nachteile entdeckte, die man beseitigen wollte.
Allen voran Acrolink (ein OEM-Kabellieferant) sah nach vorne und wusste dabei mit der Mitsubishi Corporation einen mächtigen Partner an seiner Seite.

Mitsubishi, Toyota, Suzuki, Sony …

Summen Sie auch gerade diese Melodie von Humpe & Humpe?  🙂
Zurück zum Bericht:

In den Laboratorien von Mitsubishi konnte bestätigt werden, dass es beim PCOCC-Kupfer zu einer Verringerung der so genannten „Diodenverzerrungen“ kommt, aber kristalline Verunreinigungen, die vor allem zwischen den Kristallen für Übergangswiderstände sorgen,  konnten durch diese Methode nicht beseitigt werden.

D.U.C.C

Mitsubishi wendet daher beim D.U.C.C. (Dia Ultra Crystallized Copper) einen Prozess an, bei dem Kupfer umkristallisiert wird. Hierbei werden die vorhandenen Schadstoffe freigesetzt und damit entfernt. Der so genannte Richtwirkungseffekt verringert sich dadurch enorm.

D.U.C.C. plus Alpha OCC

Furutech verwendet beim DPS 4.1 dieses von Mitsubishi entwickelte D.U.C.C. und kombiniert es mit dem selbstentwickelten Alpha-OCC, also einem im kontinuierlichen Kupferguss unter kontrollierten Bedingungen gefertigten Leitermaterial. Das Alpha steht bei Furutech für eine Verarbeitung, bei der das Material (hier Kupfer in 7N Reinheit) entmagnetisiert und in flüssigem Stickstoff tiefstgekühlt wird.

Das Ende jeder Theorie

So – und bevor ich mir jetzt hier noch weiter die Finger wund schreibe und auf die Nanopartikel, den Aufbau, das Dielektrikum usw. eingehe – und technisch versierte Leser noch mehr darauf stoße, dass ich mir diese ganzen Informationen sowieso nur allesamt aus verschiedenen Quellen zusammengesucht habe – erlauben Sie mir bitte, mich von diesem dünnen Eis zu entfernen und dafür zu sorgen, dass ich thematisch wieder festen Boden unter die Füße bekomme.

Mit anderen Worten:  Lassen Sie mich jetzt bitte darüber schreiben, wie sich dieses DPS 4.1 denn nun klanglich bemerkbar macht.

Wie klingt es nun – dieses Furutech DPS 4.1?

Hierzu lassen Sie mich bitte noch einmal kurz auf eine Vorgeschichte zurückgreifen.

Furutech bietet zum Beispiel auch zwei Phonokabel an, nämlich das AG 12 (622,- €) und das Silver Arrows (2.152,- €) – Bericht darüber unter „Phonokabel“.

Bei diesem Phonokabel konnte man feststellen, dass das AG 12 beeindruckend dynamisch, offen und mit wahnsinnig viel Spielfreude daherkam. Allerdings konnte es – je nach verwendetem Tonabnehmer – auch schnell ein wenig übertrieben wirken.

Das Silver Arrows dagegen strotze regelrecht vor Souveränität, Harmonie, Klangfarben und einer noch einmal gesteigerten Dynamik. Das Silver Arrows hat und kann einfach alles, was ein Plattenspieler-Liebhaber von einer höchstwertigen Wiedergabe verlangt – ohne auch nur an einer einzigen Stelle auf ein Klangerlebnis verzichten zu müssen.
Aber es hat auch seinen Preis.

Nun musste ich mich – da das DPS 4.1 immer noch nicht lieferbar war – bei den Furutech-Stromkabeln eine ganze Weile mit dem Furutech FP-S55N (228,- €/lfdm) zufrieden geben und konnte hier eine Parallele zum AG12 feststellen. Auch das FP-S55N zeichnet sich durch eine enorme Dynamik, Feinzeichnung, Präzision und Spielfreude aus. Mit dem FP-S55N wirkt definitiv nichts mehr langweilig oder verhangen. Aber auch hier wird dieses beeindruckende Klangbild “erkauft”. 

Diese Situation stellte so einige meiner Kunden vor ein Problem.

Hat man seine Anlage erst einmal mit dem FP-S55N gehört und erlebt, wie aufgeweckt sie klingen kann, will man eigentlich auf diesen Zugewinn nicht wieder verzichten. Andererseits wünscht man sich aber auch wieder eine Spur mehr Wärme und Harmonie. Musikalität sozusagen.

Mehr Geld – mehr Klang?

Sowohl einige meiner Stamm-Kunden als auch ich haben sich also die Frage gestellt, ob denn jetzt das DPS 4.1 in ähnlicher Art und Weise wie das Silver Arrows die Frage nach der Qualität, die man erhalten kann, schlicht und ergreifend durch die Frage ersetzt, was man denn bereit ist, dafür zu bezahlen.

Dann kam die große Stunde.

Gleich mehrere fertig konfektionierte Kabelsätze vom  Furutech DPS 4.1 erreichten unser Studio.
Sauber konfektioniert durch Furutech-Deutschland mit dem feinsten, was der Markt momentan an Steckverbindern zur Verfügung stellt, also dem FI-50 (R) NCF Kaltgerätestecker (370,- €) und dem FI-E50 (R) NCF Schukostecker für ebenfalls 370,- € das Stück.

Inklusive schwarzem Gewebeschlauch (nicht jeder mag diesen Lilaton des Kabels)  🙂 
und rhodinierten Kabelschuhen liegt dann so ein Meter Kabel komplett fertig konfektioniert bei rund 1.500,- €.

Wer soll da eigentlich die Zielgruppe sein?

Spätestens wenn man sich die Preise der Mitbewerber so anschaut, weiß ich als Händler gar nicht so richtig, wem ich dieses Kabel überhaupt anbieten soll. Den allermeisten Kunden werden 1.500,- € für ein Stromkabel als dermaßen überteuert vorkommen, dass sie nicht einmal im Traum daran denken, jemals so viel Geld für ein effes Gerätekabel zu bezahlen.

Die andere Klientel hat sich längst an solche Preise gewöhnt und 1.500,- € wecken bei ihnen nicht einmal ein Interesse daran, sich dieses „Billigkabel“ überhaupt mal anzuhören.

Sollten sie aber!

Kommen wir zum Klang des DPS 4.1

Wer sich zuvor das FP-S55N angehört hat, der wird eine Weile brauchen, um das DPS 4.1 zu verstehen. Denn beim direkten Umstieg wird es einem so gehen, als wollte man nach einer Spätlese auf einen Riesling umsteigen.
So etwas gelingt möglicherweise nicht einmal einem ausgebildeten Gaumen.

Aber auch alle anderen Hörer brauchen Erfahrung im Hören und sollten so weit “geerdet” sein, dass sie längst nicht mehr jedem beeindruckenden und verlockenden Klangbild hinterher laufen.

Aus dem Stand heraus durch ein besonderes Klangbild zu überzeugen (was den Kaufpreis rechtfertigen könnte) vermag das DPS 4.1 in keiner Weise.

Wer in einem hochgezüchteten Go-Cart 140 km/h fährt, wird vermutlich schnell in einen Geschwindigkeitsrausch geraten. Wer sich in einer S-Klasse mit 140 km/h kutschieren lässt, wird von der Geschwindigkeit nicht viel mitbekommen.

So ähnlich verhält es sich mit dem DPS 4.1.
Alles – wirklich alles – was ein High-Ender von einem Kabel erwartet, wird vom DPS 4.1 nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.
Harmonie, Klangfarben, Wärme, Körper, Ruhe, Souveränität … auf der einen Seite.
Dynamik, Durchsichtigkeit, Präzision, Räumlichkeit, ja die Luft im Raum … – auf der anderen Seite.
Und keine der beiden Seiten erlangt die Oberhand.

Wir erleben eine bisher nicht vorstellbare Musikalität.

Traurigkeit, Ausgelassenheit, Zorn, Wut, Liebe, Spaß, Leidenschaft …
Es steckt so viel in unserer Musik.
Endlich kommt es zum Vorschein.
… erwacht aus einem Dornröschenschlaf.
Ohne aber jetzt lauthals herum zu schreien, um unbedingt auf sich aufmerksam machen zu wollen.

Dieses Stromkabel will nicht im Mittelpunkt der Anlage stehen.

Dieses Kabel unterstützt jede einzelne Komponente und fordert sie auf, den Mut zu besitzen, sich uns zu zeigen.

Hörproben

Ich wähle ganz bewusst etwas sehr Emotionales aus und starte „Benedictus“ aus „The armed man. A mass of peace“ von Karl Jenkins. Leider liegt die Aufnahme bei Qobuz nur im CD-Format (16 Bit, 44.1 kHz) vor, was sich bei den Sopranstimmen im Chor durch schwierig zu beherrschende Resonanzen bemerkbar macht.
Aber zu Beginn des Stückes stehen die Streicher und vor allem das Solo-Cello im Vordergrund und das Stück wirkt auf mich wie eine Viertausender Felswand, wie ein Ozean im Sturm.
Ich lasse mich von der Musik beeindrucken und ich fühle mich klein und unbedeutend.
Ich spüre beim Hören dieser Musik eine unendliche Bescheidenheit und Dankbarkeit.

Es ist nur wenige Tage her, da ich diese Messe live erleben durfte und es gelingt mir nicht, etwas zu finden, was mich nicht glauben lassen würde, diese Musik erneut live zu erleben.
Die räumliche Tiefe, die Fokussierung auf das Cello, die Darstellung der gigantischen Kirche … ich muss nur die Augen schließen, um wieder am Ort des Geschehens zu sein.

Selbst als dieser mächtige gemischte Chor – gefühlt sind es mindestens 100 Sänger und Sängerinnen – einsetzt und man fast jedes gesungene Wort verstehen kann (es wird in Englisch gesungen) – ändert sich rein gar nichts zu dem, was ich live erleben durfte.
Die Sprachverständlichkeit ist eher noch eine Kleinigkeit besser als dort in der Clemens-Kirche in Oberhausen Sterkrade.

Die Staffelung und die Positionierung der Instrumente, die Aufteilung der Stimmen im Chor, die Kompaktheit des ganzen Geschehens und die Ausdehnung des Schalls in diesem Kirchenschiff – ein Erlebnis der besonderen Art.

Hörtipp:  

Wenn Sie sakrale Musik mögen und auch gerne mal eine Stunde bei wunderschöner Musik zu sich selber finden möchten, dann hören Sie sich dieses Album von Karl Jenkins in aller Ruhe an. Sie kennen diesen Komponisten nicht? Das stimmt nicht! Denken Sie doch mal zurück an die Werbung für Delta Airlines und an “Adiemus” (Miriam Stockley). Das kennen Sie ganz sicher. Karl Jenkins hat damit in den 90-er Jahren eine neue Art Musik erfunden, die man vor allem auch durch Enya näher kennen gelernt hat.

Kontrast-Programm

Ich wechsle zu den altbekannten Vorführstücken. Hugh Masekela, Nils Lofgren, Patricia Barber …
Nicht ein einziges Stück wirkt auf mich so, als müsste ich behaupten, es „so vorher noch nicht gehört zu haben“.
Und doch ist es genau so.
Ich bin deutlich näher dran an den Musikern, an den Stimmen, an den Emotionen.
Bässe reichen tiefer und sind schwärzer, Höhen wirken klarer und gleichzeitig haben sie mehr Volumen.
Die Raumabbildung ist tiefer, als ich es jemals vernehmen konnte. Bei den Klangfarben scheinen wmehrere Millionen hinzugekommen zu sein. Holz klingt nicht mehr einfach nach Holz, sondern nach Palisander, Buche, Eibe …

Dieses Kabel erschließt sich einem dennoch nicht auf direktem Wege.
Es funktioniert eher wie das Ausschlussverfahren bei einer Multiple-Choice-Frage.
Ist es zu dynamisch?
Nein!
Ist es zu warm?
Nein!
Ist es …

Frage für Frage, deren Antworten das positive Ergebnis schmälern könnten, wird mit einem eindeutigen „Nein!“ beantwortet. Am Ende ist es dann die Logik oder sogar die Mathematik, die zu dem Ergebnis führen: 

„Dann muss es perfekt sein!“.

Nun gut – mit der Perfektion ist das beim Musikhören immer so eine Sache.
Man rutscht nur auf der Couch ein wenig zu tief und schon ist sie hin – die Perfektion.
Da kann aber dieses Kabel dann nichts dafür.

Für wen ist es also nun gedacht und wer sollte es sich mal anhören?

Für alle, die verstanden haben, dass auch Stromkabel zu einer eigenständigen Komponente geworden sind. Eine Komponente, die genau so erforscht und entwickelt werden muss, wie ein Lautsprecher oder ein Verstärker. Die das Klangbild unserer Anlage mit prägt und bei der es leider immer wieder passiert, dass die tollsten und teuersten Geräte nicht zeigen können, was sie drauf haben, weil ihre Eigener lieber denjenigen glauben, die das alles für ausgemachten Unsinn halten.

Statt es sich einfach mal anzuhören.

Wenn ich Sie neugierig gemacht habe und Sie sich jetzt sagen: „Mensch, jetzt hör Dir das doch einfach mal an. Du musst es ja nicht kaufen. Leih es Dir und wenn Du keinen Unterschied hörst, dann gibst Du es einfach wieder zurück!“ – dann kann ich Ihnen nur empfehlen, sich zunächst das FP-S55N zu leihen und anzuhören.

Das FP-S55N beantwortet die Frage, ob ein Stromkabel den Klang verändern kann – und zwar auf der Stelle.
Wer damit keinen Klangunterschied wahrnimmt, der kann tatsächlich bei seiner Beipackstrippe bleiben.

Aber  wenn Sie dann doch diese Erfahrung gemacht haben, dann steht die viel schwierigere Aufgabe vor Ihnen nämlich, sich nun für das richtige Kabel entscheiden zu müssen.
Und am besten natürlich für eines, was Sie nicht im ersten Moment „vom Hocker haut“ , Ihnen aber schon noch ein paar Tagen auf den Keks geht.
Also so einem Kabel wie dem DPS 4.1 von Furutech.

Für viele Suchende –  das Ende einer langen Odyssee.

Jetzt das Furutech DPS 4.1 bestellen. 

Jetzt das Furutech DPS 4.1 als Meterware bestellen.

Progressive Audio DAC 992 Vorstellung

Progressive Audio DAC 992 Vorstellung

Progressive Audio DAC 992

Progressive Audio DAC 992

In diesem Bericht geht es um den neuen DAC-Vorverstärker Progressive Audio DAC 992 aus Essen-Kettwig.

(ACHTUNG! Dieser Bericht wurde am 9.08.2019 aktualisiert und enthält jetzt einen Rabatt-Code am Ende des Berichts !!!)

007?
Manchmal komme ich mir wirklich vor wie James Bond.
Nicht etwa, weil ich alleine eine ganze Armee besiegen kann und auch nicht, weil mir die Frauenwelt zu Füßen liegt.
Sondern weil auch ich ab und zu in so etwas wie das Quartier von „Q“ Einblicke erhalte und mit „Erfindungen“ wieder nach Hause komme, die ich vor dem Besuch nicht für denkbar gehalten hätte.

Letzte Woche war es wieder mal soweit. Nachdem ich diesem Gerätchen bisher nur in Form eines gehäuselosen “Elektronik-Knubbels” begegnet war, konnte ich nun das allererste Seriengerät vom neuen Digitel-Analog-Converter-Vorverstärker, kurz DAC 992 für mein Studio abholen.

Und was soll ich sagen!?

Da betreibt man fast 35 Jahre lang ein HiFi-Studio und hat so manchen Artikel kommen und gehen sehen.
Der neue Lautsprecher klingt noch ein wenig besser als der alte und die neue Verstärker-Serie wirkt noch einen Tacken harmonischer.
Nun ja.

Meistens ist der eigentliche Antrieb für die Neuentwicklung aber doch lediglich der Wunsch danach, von den Zeitschriften wieder einmal getestet zu werden, denn über Geräte, die es seit Jahren gibt, da schreibt natürlich niemand was.

Doch manchmal – ab und zu – ganz selten – eigentlich noch nie zuvor …

… passiert es, dass man als Händler einen solchen Knaller präsentiert bekommt wie den neuen DAC 992 von Progressive Audio.

Und diese Bezeichnung wird man sich merken müssen, so man sich denn selber zu der Gruppe der Audiophilen zählt.

Progressive Audio DAC 992 Frontansicht

Progressive Audio DAC 992 Frontansicht

Leider “nur” aus Deutschland!?

Eine Schande, dass so ein Prachtstück „nur aus Deutschland kommt“ und damit schon automatisch von denen nicht beachtet werden wird, die der Überzeugung sind, alles Gute muss von weit weit her kommen?

Ralf Koenen hätte es vielleicht wirklich gut zu Gesicht gestanden, in die USA oder gar nach Japan auszuwandern, um uns von dort aus mit seinen edlen Komponenten zu beglücken.
So aber sitzt der Prophet im eigenen Lande … Sie wissen schon.

Doch Dank seiner Ausdauer und seiner Genialität ist ihm schon längst das Kunststück gelungen, sich gegen derartige Denkweisen durchzusetzen und der Welt zu zeigen, dass Deutschland in der High-End-Szene eine gewichtige Rolle mitzuspielen hat.
… und sich weder von den USA, Japan noch von China die Butter vom Brot nehmen lässt.

Und auch das zweite frühere Vorurteil gegen Progressive Audio hat Ralf Koenen bereits aus der Welt schaffen können.
„Sehr gut – aber auch sehr teuer!“ so lautete die Beschreibung der Progressive Audio-Produkte, bis –
ja bis die Extreme-Serie vorgestellt wurde.

Mit ihr war es Ralf Koenen gelungen, high-endige Tugenden, allen voran die zeitrichtige Wiedergabe, in eine Lautsprecher-Preisklasse zu integrieren, in der man genau das bis dahin wohl gar nicht für erforderlich gehalten hatte.
“Wer eine zeitrichtige Wiedergabe erkennen kann, der weiß auch, dass man dafür viel Geld bezahlen muss. Alle anderen wollen doch nur einen tollen Sound und eine geile Optik!”
So ähnlich lautet wohl immer noch die Meinung einiger Hersteller.
Zum Glück hat der Kunde die Wahl.

… doch das ist alles nichts gegen den DAC 992

Alles, was Ralf Koenen bisher abgeliefert hat  – verblasst, wenn man sich diesen neuen DAC 992 anhört.
Genau zur richtigen Zeit überrascht Progressive Audio die HiFi-Szene hier mit einer Komponente, die die Rang- und Namenslisten der besten Entwickler weltweit durcheinander schütteln wird wie ein Erdbeben alles, was sich in seinem Epizentrum befindet.

Schließen Sie den DAC 992 an, starten Sie die Musik und nach wenigen Sekunden werden Sie sich eines fragen: „Wie um alles in der Welt ist so etwas möglich?“!

Versprochen!

Kommen wir zu den Fakten:

Der DAC 992 ist ein Digital-Analog-Wandler mit integrierter Vorstufe.
Seine Ausgangsspannung können wir auf zwei Volt fixieren und ihn somit an jedem Vor- oder Vollverstärker betreiben – genau so, wie wir einen CD-Player betreiben würden.

Soll der DAC 992 jedoch Aktivboxen betreiben, dann stellen wir einen Schalter um und erhalten dadurch einen regelbaren Ausgang mit einer Leistung von 2 bis 6 Volt.
Nun brauchen wir nur noch einen Streaming-Client wie z.B. den Auralic Aries, den Nucleus von Roon oder einen Netzwerkspeicher, z.B. von Melco.

Progressive Audio DAC 992 Rückseite

Progressive Audio DAC 992 Rückseite

Serienmäßig wartet der DAC 992 mit folgenden Ein- und Ausgängen auf:

Eingänge:
1x USB-Eingangsbuchse (Neutrik)
1x XLR (AES-EBU),
3x RCA (Cinch),
2x Toslink (Lichtleiter)
Bis zu 5 digitale Quell-Geräte können gleichzeitig an den DAC 992 angeschlossen werden.

Ausgänge:
1 Paar XLR 
1 Paar RCA (Cinch)

Außerdem: 
Ein Impulsausgang zum Ein- und Ausschalten von Aktivlautsprechern, zum Beispiel der Extreme-Serie von Progressive Audio.

Und dann gibt es da noch das Mäuseklavier.
Damit schalten wir:
1) Filtereinstellung “sanft” oder “präzise”
2) Phase invertieren
3) Ausgang “fix” oder  “variabel”

Symmetrisch – unsymmetrisch?  Egal!

„Nehmen Sie das besser klingende Kabel!“ – so lautet die einzige Empfehlung von Ralf Koenen.

Sowohl im Eingang als auch im Ausgang sorgen hauseigene Übertrager für eine galvanische Trennung und damit für eine hohe Unabhängigkeit davon, ob wir ihn symmetrisch oder unsymmetrisch verbinden.

Es bleibt: 
Auch der DAC 992 freut sich über wirklich edle Kabel, zum Beispiel über die aus eigenem Hause. Vor allem aber auch über gescheite Stromkabel.

Und wie klingt er nun im Vergleich?

Den kann man sich getrost sparen.
Der klangliche Vorsprung, der sich schon nach einigen Takten für den DAC 992 herausstellt, zu allem, was ich bisher gehört habe, der ist so gewaltig, als müsste man nacheinander mit einem Smart und mit einer S-Klasse von Oberhausen nach Berlin fahren.
Dabei geht es überhaupt nicht um sachliche Fakten, um Genauigkeit, Präzision, Authentizität oder irgend etwas, was man als Bewertung im Vergleich heranziehen könnte.
Die anderen DACs sind ja beileibe kein Schrott – ganz und gar nicht!!

Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist das klangliche Erlebnis ja so beeindruckend.
Die üblichen „Verdächtigen“ in Form von Nils Lofgren, Hugh Masekela, Patricia Barber und vielen anderen mehr sind schnell durchgehört.
Bei jedem einzelnen Song steht bereits nach wenigen Takten fest:  So – muss es klingen!
Ich frage mich immer wieder, ob ich das über einen Plattenspieler schon jemals so gut gehört habe und muss die Antwort schuldig bleiben.

Jeder einzelne Ton gewinnt an Volumen, an Kraft, an Dynamik. Der Aufnahmeraum wird wie selbstverständlich genau so dargestellt, wie er wohl gewesen sein muss.
Jedes Instrument erhält seine ureigene Größe zurück. Da gibt es kein Klavier wie beim Puppentheater – hier steht ein Flügel in seiner beeindruckenden Mächtigkeit in meinem Studio.
Zehnmillionen Klangfarben und Facetten deckt der DAC 992 behutsam auf und erzeugt in mir das Gefühl, als müsste ich mich bei ihnen allen dafür entschuldigen, dass ich sie nicht schon eher befreit habe.

Die Musik fließt …

Das wichtigste aber ist dieser unbeschreibliche Fluss in der Musik, der auf der Stelle dafür sorgt, dass man sich einfach „sauwohl“ fühlt.

Es gibt glatt geschliffene Steine, die man streicheln muss (Handschmeichler). Es gibt bauschige und wunderbar duftende Kissen, in die man sich grinsend hineinkuschelt.
… und jetzt gibt es mit dem DAC 992 Musik, die uns ganz und gar umhüllt und in der wir uns einfach treiben lassen wollen.

Ausklinken aus der realen Welt, nur noch Musik hören und mit ihr verschmelzen.

… und endlich verstehen, was Genuss und Musik miteinander zu tun haben.

Am Ende bleibt nur eine Frage offen: 
Was kostet denn jetzt so ein DAC 992?

Antwort:  7.498,- € – inklusive USB-Eingang

Ralf Koenen geht mit dieser Entscheidung aus meiner Sicht ein hohes Risiko.
Seine Absicht lautet unverkennbar, die HiFi-Szene mit dem Preis für den DAC 992 mehr als zu überraschen.
Sicher hat der große Erfolg seiner Extreme-Serie zu diesem Entschluss beigetragen.

Und jeder, der lieber selber hört, statt Berichte wie diesen hier zu lesen, wird sich darüber freuen und zusehen, dass er sich einen DAC 992 “an Land zieht”, bevor es sich Ralf Koenen doch noch anders überlegt.

Aber man muss auch erkennen, dass sich Progressive Audio damit über die Gesetze des professionellen Journalismus hinwegsetzt.
Keine Redaktion der Welt wird oder kann diesen DAC 992 so bewerten, wie sie es vielleicht gerne tun würde.

„Man muss Platz nach oben lassen!“ oder: „Man kann nicht allen anderen zwischen die Beine treten, von denen man lebt!“ und: „Wer weiß denn schon, was wir im nächsten Monat zu testen bekommen!?“.
Alte Redakteurs-Weisheiten, die man überhaupt nicht anfechten kann, die Bestand haben in einer Welt, in der man Monat für Monat immer wieder ähnliche Dinge zu bewerten hat.

Ralf Koenen interessiert sich nicht die Bohne für solche Gedanken und er geht seinen eigenen Weg in seiner eigenen Welt.
Und irgendwie – scheint er damit richtig zu liegen. Wieso auch immer.

Fazit:

Möglicherweise werden Sie meinen Bericht für vollkommenes Werbegesülze halten. Vielleicht werden Sie mir vorwerfen, mich als Händler nicht professionell zu verhalten, weil ja auch ich in meinem Studio teurere DACs im Programm habe.
Aber da merke ich gerade, dass ich mich der Sichtweise eines Ralf Koenen annähere.
Diesen DAC 992 „journalistisch korrekt“ zu beschreiben, bringe ich einfach nicht fertig.

Sparen Sie jetzt 500,- €!
Auf Grund der Preisumstellung schenken wir jedem Kunden, der den DAC 992 hier bei uns im Shop bestellt, den Aufpreis für den USB-Eingang!
Geben Sie einfach den Gutschein-Code USB geschenkt ein und erhalten Sie einen Preisnachlass in Höhe von 500,- €.

Progressive Audio DAC 992 bestellen. (Lieferzeit etwa 4 Wochen!)

Q Acoustics Concept 500 Produktbericht

Q Acoustics Concept 500 Produktbericht

Q Acoustics Concept 500 Produktbericht

Q Acoustics Concept 500 Produktbericht

Q Acoustics Concept 500 Produktbericht

Musik wird oft nicht schön gefunden,
weil sie stets mit Geräusch verbunden.
Wilhelm Busch

Geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie ja gerne Musik hören würden,
aber es dann doch lassen, weil Sie sie irgendwie auch wieder als störend empfinden?

Wenn es so ist und Sie daran gerne etwas ändern würden, dann sollten Sie unbedingt diesen Bericht lesen!
In ihm geht es um den Lautsprecher Concept 500 von Q Acoustics

„Ein Lautsprecher, der uns dazu verführt, gleich morgens Musik einzuschalten und abends mit ihr einzuschlafen.“

concept-500-side

Lassen Sie mich diesen Bericht mit zwei Eingangsfragen beginnen.

Erste Frage:
Wie viele Kaffeesorten gibt es auf der Welt?

Antwort:
Genau zwei!
Nämlich Robusta und Arabica. Das war`s.
Alles, was wir vermeintlich an „unterschiedlichen“ Kaffees trinken, stammt entweder von der einen oder der anderen Sorte oder wird eben aus beiden zusammengemischt.

Zweite Frage:
Wie viele Lautsprechersorten gibt es?

Antwort:
Auch genau zwei?
Wieder richtig!

Da gibt es die Audiophilen und die, die für den Markt entwickelt werden.

Audiophile Boxen

Audiophile Boxen werden „so gut klingend wie möglich“ entwickelt und danach erst errechnet man den notwendigen Preis.
Die meist recht kleinen Hersteller dieser audiophilen Boxen nehmen ihre Aufgabe sehr ernst. Das klangliche Vorbild und damit das erklärte Ziel ist nichts anderes als die akustische Realität, die eben genau so wiedergegeben werden soll, wie sie einst von Aufnahme-Spezialisten aufgezeichnet wurde.
Um diese Boxen zuhause zur Geltung zu bringen, reicht es nicht etwa aus, sie einfach dort hin zu stellen, wo noch Platz ist und sie mit der Elektronik und den Kabeln zu verbinden, die noch von der alten Anlage übrig sind, sondern ihre Inbetriebnahme ist komplex und erfordert viel Erfahrung. Gut, wenn man da jemanden an seiner Seite weiß, der sich auskennt und es ehrlich mit einem meint.

Die für den Markt produzierten Boxen.

Für sie wird von den meist recht großen und global agierenden Herstellern zunächst ein Markt-Bedarf ermittelt. Dabei stehen die Größe, das Design und die Preisklasse regelmäßig im Vordergrund.
Bei der Festlegung des Portfolios muss zwingend darauf geachtet werden, dass sich die preislich definierte Reihenfolge auch im Klang widerspiegelt. So darf es nicht sein, dass ein günstiger Lautsprecher besser klingt als ein teurer.
Jeder weiß ja, dass eine bessere Qualität mehr kostet und so muss es „im Leben“ auch bleiben.
Ein lückenloses Angebot zwischen etwa 250,- € und 25.000,- € pro Paar sichert den Absatz in allen Preisbereichen und verhindert, dass der markentreue Kunde abwandern will.

Der Mark akzeptiert nur übliche Preise

So akzeptieren die meisten Verbraucher, dass ein Kilo Kaffee so um die 8,- € kosten darf. Im Angebot für 6,- € kauft man auch gerne auf Vorrat.
Und selbst wenn Kaffeeliebhaber rund um den Globus sich den Mund fusselig reden und uns erklären, was an diesem 8,-€-Kaffee alles so richtig mies ist, lassen wir uns weder bekehren noch ändern.
Andererseits muss die Frage erlaubt sein, ob denn nur der Kaffee gut ist, den schon mal irgendwelche Schleichkatzen in Indonesien (Kopi Luwak) gefressen und wieder ausgeschieden haben?!
Solche Extreme sind es nämlich, die uns Menschen in einen Zustand der Resignation versetzen.

Wir würden ja gerne

Wir wollen ja alle einen guten Kaffee trinken und wir wollen auch alle gute Lautsprecher kaufen.
Wir wollen es aber nicht so extrem treiben, wollen nicht über unsere Verhältnisse leben.

Wir können es uns einfach nicht leisten, immer nur das Beste zu kaufen.

200,- € für ein Kilo Kaffee? Niemals, oder?
„Da muss doch was im Kopf dieser Käufer passiert sein!“ so lautet wohl das einhellige Urteil.

20.000,- € für ein Paar Lautsprecher?
Auch hier befinden sich die meisten von uns schnell in der Opposition.
Doch die Resignation ist hüben wie drüben ein schlechter Berater, weil sie sich an den Extremen orientiert und das ist eben nicht gut.

Es müssen ja nicht gleich die 200,- € für ein Kilo Kaffee sein!
Für 20,- € bekommt man Kaffees, die so gut sind, dass man angesichts des Kopi Luwak ganz sicher nicht in Resignation verfallen muss. … die einem vielleicht sogar besser schmecken.

Und wie ist das bei Lautsprechern?

Ganz nach dem Motto „Nachtigall, ick hör Dir trapsen!“ – werden Sie jetzt vermutlich schon ahnen, auf was ich mit dieser langen Einleitung beim Thema Lautsprecher hinaus will, oder?

Q Acoustics Concept 500

… entwickelt vom Fink Audio Consulting – Team in Essen (FAC, http://www.fink-audio.net )

Karl-Heinz Fink

Karl-Heinz Fink

Karl-Heinz Fink hat – da bin ich mir ganz sicher – die Idee zu der Q Acoustics C500 bei einer guten Tasse Kaffee gehabt.

„Es müsste ein Paar bezahlbare audiophile Lautsprecher geben, die nicht nur für eine Handvoll HiFi-Freaks produziert werden, sondern mit denen man dieses Schubladendenken endgültig verlassen und das Zwei-Klassen-System durchbrechen kann. Lautsprecher, die uns dazu verführen, gleich morgens die Musik einzuschalten und abends mit ihr einzuschlafen.“

So ungefähr muss das Karl-Heinz Fink wohl empfunden haben, als er sich mit seinem Essener Team daran machte, die C500 im Auftrag des britischen Herstellers Q Acoustics zu entwickeln.

Und wer ihn kennt, der weiß:  Karl-Heinz will nicht spielen, Karl-Heinz will beißen.

Wie sehr seine Bisse schmerzen können, das haben die Mitbewerber bereits  bei der C20 und der C40 spüren dürfen. Mit der Concept 500 könnte er es schaffen, so manch einen seit Jahren sicher geglaubten Mitbewerber endgültig vom Siegersockel zu stürzen. Denn die C500 richtet sich nicht an die, die in Musik hauptsächlich Lärm sehen, sondern an die, die Musik gerne mit allen Sinnen aufnehmen.

Zu Q Acoustics

Q Acoustic Logo3

Q Acoustic Logo3

Der noch recht junge britische Hersteller hat von Anfang an nichts anbrennen lassen und statt sich in die lange Liste derer einzureihen, die bei der Lautsprecherentwicklung mit mehr oder weniger Erfolg versuchen, ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen, hat Q Acoustics gleich auf Spezialisten gesetzt.

Outsourcing – nennt man so etwas heutzutage.
Getreu der Frage:  Wofür gibt es denn Spezialisten, wenn man sie nicht fragt?,
ging auch die Gestaltung des Designs  der C 500 an niemand anderen als an das Team rund um Kieron Dunk (Industrial Design Associates,  http://www.uk-ida.com/home.shtml ), das sich bereits bei der Gestaltung von vielen anderen HiFi-Produkten einen hervorragenden Leumund erarbeitet hat.

 

Bei allen technischen und konzeptionellen Fragen verlässt man sich auf FAC aus Essen.

concept500diagrammGerman

concept500

Wer mehr über die interessante Technik in diesen Lautsprechern erfahren will, der findet weitere Informationen unter dem Link:  https://www.qacoustics.de/concept500speakers

Wer sich lieber für die Praxis und den Klang interessiert, der ist eingeladen, den Bericht hier an dieser Stelle weiter zu lesen.

Die Anlieferung

Der Spediteur schaut ängstlich auf unsere Eingangstreppe mit ihren lächerlichen fünf Stufen:  „Müssen die da rauf?“ fragt er und ist sichtlich erleichtert, als ich ihm erkläre, dass es mir ausreicht, wenn er mir die Palette mit seiner „Ameise“ in die Garage fährt.
Um die 120 kg wiegt das „Paket“ – inkl. Europalette natürlich.
In der Garage entferne ich alles an Verpackungsmaterial was nicht nötig ist und mit den Grifflöchern in den Kartons lässt sich jede Box zu zweit problemlos transportieren.
Nachdem wir die Lautsprecher aus der hervorragend durchdachten Verpackung herausgeholt und im Studio aufgestellt haben, entlockt uns der erste Anblick der Box so etwas wie ein sattes:    „Flaggschiff!“.
Mit ihren Ausmaßen, ihren 42 kg Gewicht pro Stück und ihrem gelungenen und hochwertigen Gehäuse kann man gar nicht anders als genussvoll: „Flaggschiff“ zu sagen.
Und noch vor dem allerersten Ton deutet die C500 an, wo sie hingehören will.
Sie ist nicht etwa wie ein Kilo Kaffee für 8,- € aus dem Lebensmittelhandel und auch nicht wie der für 15,- € vom spezialisierten Versender, sondern sie will ein 20,- €-Kaffee für den ganz besonderen Anlass sein.
Allerdings mit der Besonderheit, dass sie nicht einmal die 15,- € kostet.

Real hat der zukünftige Eigner 4.498,- € für dieses Flaggschiff von Q Acoustics an die Werft, äh, an den Händler zu überweisen.
Das ist wahrlich keine kleine Summe und der Massenmarkt wird sie genau so wenig akzeptieren wie 15,- € oder 20,- € für ein Kilo Kaffee.
Doch alle die, die auf der Suche nach einem besseren Lautsprecher sind, ohne gleich zu den „Abgehobenen“ zählen zu wollen und zu können, die sollte schon alleine der interessante Preis neugierig auf die C500 werden lassen.
Und das völlig zu Recht!

Bereits die ersten Töne – also ohne sich an die Einspielvorgaben des Herstellers zu halten – bestätigen diesen Flaggschiff-Eindruck mit Nachdruck!
Hier spielt eine äußerst „erwachsene“ Box auf.

Verzicht und Kompromisse?

Fremdworte, die eine Concept 500 nicht im Ansatz mit Inhalten füllen will.

Volumen, Wärme …

Die Concept 500 macht etwas mit uns, sobald sie zu spielen beginnt. Sie verändert uns.
Es ist angenehm und entspannend, sie im Hintergrund musizieren zu hören.

Sobald die Musik stoppt, fehlt etwas im Raum.

Der eine braucht seine Räucherstäbchen, Klangschalen, Windspiele oder seine Meditationsmusik.
Mit der C500 wirkt nahezu jede Musik auf uns wie Meditationsmusik.
Sie beruhigt und schenkt uns ein Gefühl der Ausgeglichenheit und Entspannung.
Fast schon wirkt sie psychedelisch auf uns.

Das alles ist so deutlich spürbar, dass ich mir die Frage stellen muss, ob mich die C500 irgendwie „einlullen“ will. Und das führt mich wieder zu der Frage:

Was kann sie denn, die C500, wenn ich sie nicht einfach nur im Hintergrund laufen lasse?

concept500blackback_1

concept500blackback_1

Ich lege recht anspruchsvolle Musikstücke auf und die Concept 500 meistert sie – fast möchte ich schreiben „überraschend“ mit Bravour.

Was ich auch auflege, die Concept 500 trifft die Seele eines jeden Titels.„Bullseye“ – würde der Dart-Spieler wohl sagen.

Ein Hörbeispiel.
Rolf Kühn, Laura (Spotlights)
Natürlich muss ich mit diesem Stück meine Höreindrücke beschreiben. Meine Leser kennen es bereits aus vielen anderen Berichten.
Links beginnt es mit einer Oboe, während in der Mitte hinten ein akustischer Bass sehr schnell gestrichen wird. So schnell, dass er eine starke Ähnlichkeit mit einer Konzerttrommel (Snare) bekommt.
Ganz wichtig:  Die Oboe klingt nach Oboe!
Und – für mich immer das Ausschlaggebende – ich „sehe“ Albrecht Meyer auf der Oboe spielen. Konzentriert, angestrengt, emotional, leidenschaftlich, begeistert und vor allem mit viel Lust darauf, dieses Stück zu spielen.

Auch Rolf Kühn versprüht ein paar Takte später genau diese Lust auf das Musizieren.
Irgendwie scheint es bei Künstlern Mode geworden zu sein, im gewissen Alter der interessierten Welt noch einmal etwas „nie wieder Erreichbares“ da lassen zu wollen.
Bei Johnny Cash hat es noch für eine ganze Reihe an guten Alben gereicht (American I bis VI), Leonard Cohen schaffte nur noch ein einziges, dafür aber umso bewegenderes Abschluss-Album (You want it darker).
Rolf Kühn drücke ich die Daumen dafür, dass das Album „Spotlights“ nur der Beginn einer neuen wertvollen Sammlung ist.

Über die Concept 500 jedenfalls macht es hier gerade außerordentlich viel Freude, den drei Musikern zuzuhören und den Stimmungswechseln zu folgen.

Wie bei einer aufgeregten Diskussion „unterhalten“ sich hier Oboe und Klarinette, übernehmen abwechselnd die Führung und berichten offensichtlich von völlig verschiedenen Ereignissen.

Das alles macht die Concept 500 so deutlich, so, also wolle sie mir sagen:

concept500whiteback

concept500whitebac

„Das ist doch gar nicht mein Verdienst. Das ist doch so aufgenommen worden!“.

Und genau darum geht es doch bei einem guten Lautsprecher. Dass er mich nicht mit einem immer gleichen Sound überzeugt, der mir nach 2 Tagen schon mächtig auf den Keks geht, sondern dass er in der Lage ist, ein musikalisches Geschehen so abzubilden, wie es aufgenommen worden ist.

Zumindest soll er mir

  1. das Gefühl vermitteln, es sei so und
  2. beim nächsten Song auch wieder völlig anders klingen können.

Die Flexibilität, mit jedem neuen Stück völlig andere Klangeigenschaften zu zeigen, genau das ist doch der Kern einer audiophilen Wiedergabe.

Mir die Schnelligkeit eines Horns, die Plastizität einer Fläche oder den Magenkuhlentritt einer Rutsche zu präsentieren, lasse ich mir gefallen, solange das alles nicht zum Selbstzweck wird und sich von der Realität weg hin zu einem immer wieder gleichen Sound entwickelt.

Es gab Zeiten hier in unserem Land, zu denen Knechte und Mägde dafür kämpften, dass sie nicht mehr als drei mal pro Woche Lachs essen mussten. Können Sie das verstehen?

Aber genau das ist es, was ich sagen will. Irgendwann wird man einfach alles leid, was sich nicht verändert.

„Wir haben jetzt vier mal hintereinander eine Weltreise gemacht. Im nächsten Jahr wollen wir aber mal wieder woanders hin!“  🙂

Für mich liegt die wichtigste Aufgabe eines Lautsprecherherstellers darin, seinen Boxen beizubringen, nicht wie „die Box“ zu klingen, sondern mit jedem anders klingenden Song auch einen völlig anderen Klangcharakter zu erzeugen.

Mal schnell, offen, präsent, fast angriffslustig und attackierend, mal dramatisch, träge, emotional ergreifend und dann wieder beschwingt, lustig oder mit ganz viel Herzschmerz.
In allen Disziplinen weiß die C500 mehr als zu überzeugen.

Tiefton und Pegel – gehasst und geliebt?

Tatsache ist, dass sich gerade an diesen beiden Punkten oft die Geister scheiden.
Der eine sagt:  „Wenn es nicht echt klingt, dann lasse ich es lieber ganz.“
Der andere sagt: „Wenn Frequenzbereiche fehlen, kann die Musik gar nicht echt klingen!“.

Und an dieser Stelle muss ich noch einmal meinen Hut vor Karl-Heinz Fink und seinem Team ziehen.
Man sitzt vor der C500 und hört ihren angenehm vollen Klang.
Es ist einfach „alles da“.
Und es ist gut.

Kann sie auch Pegel machen?

Sie kann Pegel machen!
Ich lege ein Stück von Jussi Björling, meinem Lieblings-Tenor auf. Hier singt er im Duett mit Robert Merril das Stück „Au fond du temple saint“ aus den Perlenfischern von Bizet.
Es dauert nicht lange und meine Frau gesellt sich zu mir. Es ist nämlich auch eines ihrer Lieblingsstücke. Und schon singen wir beide so kräftig mit, dass man von einer zierlich aufspielenden Box wohl nicht mehr viel mitbekommen würde. Die C500 jedoch spielt uns in Grund und Boden. Ein Segen, dass wir nicht in einem Mehrfamilienhaus wohnen.  🙂

Wobei ich noch einmal sagen muss, dass man bei der C500 wirklich gerne auf Pegel verzichtet.
Seitdem die C500 geliefert wurde, läuft sie praktisch den ganzen Tag im Hintergrund.

Sobald die Musik stoppt, fehlt da was im Raum.

Das habe ich schon einmal geschrieben? Ja?
Nun, es ist aber auch wirklich so.

Deshalb lade ich Sie hiermit ein, das bei mir einfach mal selber zu testen. Das mit dem schönen Gefühl, wenn die C500 leise vor sich hin spielt und das mit den audiophilen Eigenschaften, wenn man sie fordert.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie gerne klassische Musik hören oder mehr der Rock-Musik verfallen sind.
Mit der Q Acoustics Concept 500 ist der musikalische Spaß garantiert.

 

Hinweis:  Der Preis für ein Paar Concept 500 wurde soeben auf 4.998,- € angehoben. Wir haben uns entschlossen, den alten Preis von 4.498,- € bis zur High-End 2019 (also bis Mitte Mai) zu halten. Auf Wunsch gibt es dieses Lautsprechermodell jetzt auch in komplett weiß und komplett schwarz – also ohne hinteren Holzrand.

Q-Acoustics Concept 500 in schwarz kaufen.

Q-Acoustics Concept 500 in weiß kaufen

 

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht

Audiophile Netzteile – ein Hörbericht. Bitte lesen Sie auch den Bericht  “Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung.”

Meine Test-Anlage:

Lautsprecher:
Progressive Audio Extreme III
Verstärker:
Progressive Audio A901
Quellgerät:
Auralic Mini
Router:
Fritzbox 7490
Kabel:
Progressive Audio (Verdi NF und Lautsprecherkabel und Power One-Stromkabel) – alle mit rhodinierten Furutech-Steckern konfektioniert. Zum Teil bereits mit NCF-Steckern versehen. (NCF= Nano-Crystal-Formula)

Die Test-Kandidaten:

* Das mitgelieferte Standard-Netzteil von Auralic  ( 0,- €)
* Auralic Super-Low-Noise-Netzteil (299,- €)
* SBOOSTER (16V für den Mini) (249,- €)
* Keces DC116 mit 12V und 16 V (399,- €)

Die Fritzbox lief während aller Hörsitzungen über den zweiten Ausgang des KECES. Alle Netzteile wurden über das gleiche Modell des Power One-Stromkabels von Progressive-Audio an die selbe Furutech-Verteilerleiste mit rhodinierten Kontakten angeschlossen und vorher korrekt ausgephast. Als Titel-Auswahl habe ich die Stücke aus meinem Bericht Hörschule verwendet.

Erster Durchgang KECES DC116

Keces

Keces DC 116

Ich kenne den Mini gut, sowohl mit seinem Standard-Netzteil als auch mit dem Auralic-Netzteil. Ein besonderes Netzteil an der Fritzbox hatte ich bisher noch nicht ausprobiert. Nach den ersten Tönen musste ich aber erst einmal kontrollieren, ob nicht aus Versehen der Altair „angesprungen“ war. Irgendwie klang der Mini heute aus dem Stand heraus einfach besser.

Hugh Coltman – Pretend
Von der ersten Sekunde an ist man mitten im Geschehen. Das korrekte Timing fällt auf, die Base-Drum kommt einfach nur „saftig“. Hugh Coltman, der mit diesem Stück in vielen Konstellationen wie ein buchbarer Sänger für Vereinsfeiern wirkt, präsentiert sich hier wie ein aufs Feinste ausgebildeter Profi-Sänger. Der Raum ist wie er sein muss und ich sitze gerade tatsächlich da und frage mich wie groß, oder besser wie klein der Unterschied zum Altair wohl geworden sein mag.

Rolf Kühn – Laura
Die Oboe ist etwas weiter hinten als ich das kenne, dafür nicht ganz so weit links. Der Bass, der in den ersten Sekunden wie eine in der Ferne gespielte Trommel klingt, ist hier noch weiter hinten als sonst. Auffällig werden dann die geradezu spürbaren Schwingungen, die von der Oboe ausgehen. Der Bass ist mal trocken und mal sonor schwingend – je nach Spielweise. Die Klarinette scheint sich mit mir zu unterhalten. Sie wirkt abwechselnd melancholisch und kokettierend. Das Mundstück mit den vibrierenden „Zungen“ ist deutlich zu hören. Die Atemgeräusche von Rolf Kühn sind präsent, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. Was vor allem auffällt ist einfach diese ungemeine Spielfreude, die von den Musikern ausgeht. Da ist Begeisterung, Faszination, Anstrengung, Konzentration und ganz viel Spaß.

Al Green – For the good times
Diese Aufnahme ist ganz offensichtlich „totgemischt“ worden, aber in dieser Konstellation macht sie dennoch sehr viel Spaß. Al Greens Stimme kommt einfach nur „schön“. Bei allen Macken, die diese Musik hat, kann ich mir das Stück, so wie es gerade läuft, sehr gut anhören.

Cassandra Wilson – Strange Fruit
Der Kontrabass ist zum Greifen nah – er steht tatsächlich groß und mächtig dreidimensional vor uns. Der Trompeter scheint etwas kleinwüchsig zu sein, aber der Ton der Trompete ist überzeugend authentisch. Wenn Cassandra Wilson zu singen beginnt, ist Gänsehaut angesagt. Diese Aufnahme hören wir gerade in 24Bit, 96 KHz – und das verschweigt sie uns keine Sekunde lang.

Chuck Mangione – Death Scene aus Children of Sanches
Ich schließe die Augen und bin mit den beiden Musikern in einem Raum. Was will man mehr?

Brav habe ich alle Stücke durchgehört, obwohl mich die Neugierde schon längst gepackt hatte, doch jetzt musste endlich das Auralic-Netzteil zeigen, was es kann.

Auralic Netzteil

Auralic Netzteil

Zweiter Durchgang Auralic „Super-Low-Noise“-Netzteil

Ich starte wieder mit Hugh Coltman.
Und mir fällt auf, dass auch das jetzt anders klingt, als ich es bisher kannte. Sollte dieses Keces-Netzteil an der Fritzbox sich tatsächlich klanglich auswirken? Seit geraumer Zeit treffe ich immer wieder auf die Aussage, ich sollte doch der Fritzbox mal ein gutes Netzteil gönnen, aber an eine konkrete Umsetzung hatte ich bisher nicht gedacht.

Tatsächlich spielte der Mini mit dem Auralic-Netzteil hier gerade auf einem höheren Niveau als sonst.
Es klang präsenter, trockener als mit dem Keces am Mini. Hugh Coltman war um einige Jahre jünger geworden. Es war unmöglich, eine Bewertung nach besser oder schlechter vorzunehmen. Während die Stimme stellenweise besser zu gefallen wusste, klang die Gitarre manchmal etwas hart.

Dieser Eindruck setzte sich auch bei Laura von Rolf Kühn fort.
Die Oboe war etwas kleiner als mit dem KECES-Netzteil, weiter links, dafür nicht so weit weg. Der Bass war wunderbar trocken. Die Klarinette klang aber wieder ein wenig härter, unterschied sich dadurch noch deutlicher von der Oboe. Zum Teil klang sie im direkten Vergleich fast ein wenig unangenehm. Und obwohl sie in ihrer Größe sehr präzise zu erfassen war, ging der Sound des Mundstücks im Vergleich zum Keces-Netzteil ein wenig unter.

Auch bei Al Greene wurde dieser Eindruck bestätigt.
Die Stimme hatte eine Spur weniger Volumen, dafür aber mehr Präzision. Der Bass bei Cassandra Wilson allerdings verlor schon recht deutlich an realistischer Größe und die Stimme von Cassandra W. machte weniger Gänsehaut.

Auch der Gitarre aus Children of Sanchez fehlte es letzten Endes ein wenig an Dynamik. Zwar gewann die Ortbarkeit dazu, aber die Emotionen wurden weniger.

Auch wenn die Unterschiede zwischen diesen beiden Netzteilen sehr gering sind, werden sich Besitzer eines Minis wohl nicht schwer damit tun, einen persönlichen Favoriten zu benennen. Ich bin mir sicher, dass das Auralic-Netzteil denen gefallen wird, die sich mehr Präzision wünschen und in deren Kette es auch ruhig ein klein wenig lebendiger klingen darf. Das KECES dagegen kümmert sich gerne um die Fraktion, die vor allem das Emotionale in der Musik als Ziel vor Augen hat und ein Grundtonfundament nicht vermissen wollen.

sbooster

sbooster

Dritter Durchgang – SBOOSTER

Der Klang der Gitarre  bei Hugh Coltmans „Pretend“ hat wieder mehr Facetten. Der Bass und die Base-Drum geben sich „saftiger“, druckvoller; Hugh Coltman klingt wieder „erfahrener“.

Rolf Kühn.
Die Oboe ist etwas größer als mit dem Auralic, ihre Bewegungen spürbarer. Das Schwingen des Tones fällt einem wieder auf. Das Mundstück der Klarinette ist deutlicher wahrzunehmen. Rolf Kühns Atmen ist nicht zu überhören, noch deutlicher als beim Keces.

Die musikalische Wirkung des Stücks von Al Green ist überzeugender als beim Auralic-Netzteil. Beim Wort „World“ können wir fast Al Greens Zunge vor uns sehen. Allerdings mischen sich hier und dort auch leichte Zischlaute mit ein.

Das bestätigt sich bei Cassandra Wilson. Irgendwie besser als mit dem Auralic-Netzteil aber hier und da mischen sich diese Zischlaute störend dazu. Die gab es beim Auralic und beim Keces weniger.

Beim Stück von Chuck Magnione allerdings möchte ich gerne bei dem bleiben, was ich gerade höre. Da, wo mit den anderen Netzteilen die Gitarre ständig leicht bewegt zu werden scheint, steht sie mit dem SBOOSTER wie angenagelt im Raum. Das bringt Ruhe und ermöglicht es uns, uns mehr auf die Musik zu konzentrieren.

Fazit nach dem dritten Durchlauf

Das Keces und das SBOOSTER liegen klanglich dicht beieinander. Das Super-Low-Noise-Netzteil von Auralic spielt dagegen anders. Wer auf Dynamik und Präzision aus ist – sollte definitiv im Hause Auralic bleiben. Die Entscheidung zwischen dem SBOOSTER und dem KECES fällt da schwerer. Wer nur ein einzelnes Netzteil benötigt, der wird zum günstigen SBOOSTER greifen können, ohne sich grämen zu müssen, nicht das bessere gekauft zu haben.

Wer aber zwei Geräte über audiophile Netzteile zu versorgen hat, der macht mit dem Keces alles richtig. Es ist zwar das teuerste – aber es beliefert dafür gleich zwei Geräte autark mit Strom und wird somit unterm Strich zum günstigsten Netzteil des Testfeldes.

Doch jetzt stand die große Frage im Raum, was denn mit dem Klang passieren würde, wenn wir das Keces an der Fritzbox belassen und den Mini über das Standardnetzteil mit Strom versorgen.

Das mitgelieferte Standard-Netzteil

Zunächst sitzt man ein paar Sekunden vor seiner Anlage und fragt sich: Wo bitteschön soll denn jetzt hier irgendwas schlechter geworden sein?
Doch es dauert nur etwa eine Minute und schon wird man mit der Nase – äh mit den Ohren – drauf gestoßen. Da fehlt es an Dynamik, an Druck. Von „saftig“ darf hier niemand mehr sprechen. Die Oboe klingt fast tröötig. Egal, welches Stück man hört – alle Musiker sind plötzlich schlecht gelaunt und es macht keinen Spaß mehr, ihnen zuhören zu müssen.
„Da kann man sich jetzt wirklich die Ausgabe für den Mini auch noch sparen und wieder MP3 hören!“ geht es mir so durch den Kopf und ich breche diesen Durchlauf ab.

Fritzbox mit Standard-Netzteil

Und stehe damit vor der abschließenden Frage, was denn passiert, wenn ich der Fritzbox wieder das Standard-Netzteil gebe und genau das tue ich jetzt.
Aber das Ergebnis ist nicht eindeutig.
Kommt man nicht „von oben“ sondern hört das gleich so wie es bei den allermeisten wohl laufen dürfte, dann fehlt einem nichts und fällt einem auch nichts auf.
Die Unterschiede zwischen den Netzteilen, so wie ich sie wahrgenommen und hier niedergeschrieben habe, die bleiben auch dann erhalten, wenn man die Fritzbox am mitgelieferten Netzteil betreibt. Ich hätte die Testdurchläufe also auch komplett ohne das Keces an der Fritzbox durchführen können und ich wäre zum gleichen Ergebnis gekommen.

Der Unterschied ist erst zu hören, wenn er da ist.

Blöder Satz, oder?
Aber ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll.
Es ist nicht so, dass ich das Keces für die Fritzbox als Pflichtprogramm sehe. Und ich habe jetzt auch noch nicht versucht, z.B. den SBOOSTER an die Fritzbox zu hängen, weil der Wert leider nicht stimmt. Es gibt das SBOOSTER aber auch passend zur Fritzbox.
Ich glaube aber, dass ich mir das hier auch gerade zu kompliziert mache.
Festzuhalten ist, dass das Auswechseln des Standard-Netzteils am Mini gegen irgend ein audiophiles Netzteil definitiv „die Welt verändert“.
Die Auswahl des Netzteils sollte man meiner Meinung nach aus praktischen (brauche ich zwei Ausgänge?), aus preislichen (nehme ich das günstigste oder das beste?) oder im Bezug auf die eigene Anlage treffen. Das Auralic-Netzteil bringt „Leben in die Bude“, das SBOOSTER und das Keces klingen „harmonischer“. Das Keces macht weniger Zischlaute.

Und wer eine Fritzbox betreibt, die in der Nähe der Anlage steht – der dürfte nun wohl keine Zweifel mehr haben, welches Netzteil für ihn das richtige sein könnte.

Genau so gut kann man aber den zweiten Ausgang des Keces natürlich auch für einen Plattenspieler oder ein Phonoteil verwenden.

Jetzt bestellen:

* Auralic Super-Low-Noise-Netzteil (299,- €)
* SBOOSTER (16V für den Mini) (249,- €)
* Keces DC116 mit 12V und 16 V (399,- €)

Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung

Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung

Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung

Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung

Netzteile – Klang-Garanten ohne Anerkennung.
Mit diesem Bericht will ich Ihnen die Bedeutung dieser wichtigen Bausteine ein wenig näher bringen.

Netzstrom

Unser Energielieferant versorgt uns hier in Deutschland mit 230 Volt Wechselstrom. Doch kaum ein Elektrogerät funktioniert tatsächlich mit diesem Wert. Oft reichen schon 12V oder 15V, um das eigentliche Gerät damit zu betreiben.  Also müssen wir den Strom auf diese geringeren Werte herunter-transformieren.

Wir brauchen einen Trafo (Transformator)

Um von 230V auf diese niedrigere Spannung zu kommen, brauchen wir so einen Trafo.
Das sind zwei Spulen auf einem Eisenkern. Fließen die 230V durch die eine Spule, wird auch eine Spannung in der zweiten Spule erzeugt. Der dabei entstehende Wert ist abhängig von der Anzahl der Wicklungen, die diese Spule hat. Je nachdem, wie oft wir also unseren Draht um den Eisenkern wickeln, erhalten wir am Ende 12V, 15V oder irgend einen anderen Wert, den wir benötigen.

Es war einmal …

Doch dieses Verfahren findet man heute nur noch selten. Es hatte nämlich den gravierenden Nachteil, auch dann Strom zu verbrauchen, wenn die angeschlossenen Geräte gar nicht benutzt wurden.

Schaltnetzteile – die optimale Lösung!?

Abhilfe schaffen, sollten und konnten die so genannten Schaltnetzteile. Durch entsprechende Standardisierung (auch wenn uns das völlig anders erscheint) und durch die hohen gefertigten Stückzahlen konnten die Kosten für diese Netzteile erheblich gesenkt werden. Und sie haben zudem den Vorteil, kaum Strom zu verschwenden, was ja schon mal toll ist und unser schlechtes Umweltgewissen beruhigt.
Allerdings sind so einige Leutchen mit diesen einfachen Schaltnetzteilen überhaupt nicht zufrieden.

Miese Qualität

Wenn ein Einkaufspreis von 1,50 € immer noch gedrückt werden muss, dann muss man sich nicht wundern, wenn diese Teile schon verschmoren, bevor das Elektrogerät überhaupt in Betrieb genommen werden konnte. (Habe ich selbst bei einem Scanner erlebt)

Die Leistung bricht in sich zusammen

Messen wir die Ausgangswerte während kein Gerät angeschlossen ist, scheint alles in Ordnung zu sein. Doch das ändert sich nicht selten, sobald das zu betreibende Gerät diese Leistung einfordert. Manchmal ist das nicht so schlimm, wenn z.B. eine kleine Lampe nicht ganz so hell leuchtet wie sie es könnte, aber manchmal merken wir das doch, weil die Maschine dann instabil läuft und keine rechte Kraft entwickeln kann.
Und wieder ein anderes mal klingt es einfach nur nicht so gut und kein Mensch kommt auf die Idee, dass das Netzteil der Schuldige sein könnte.

Schlechtes Netzteil – schlechter Klang

Betreiben wir ein HiFi-Gerät mit so einem instabilen Netzteil, dann kann das schon mal schnell für einen richtig schlechten Klang sorgen. Um ein Orchesterwerk oder einen dynamischen Rock-Song mit all seiner Dynamik reproduzieren zu können, ist mal weniger und mal mehr Strom erforderlich. Das Netzteil muss in den leisen Passagen für „Ruhe“ im Klangbild sorgen und in den lauten eben entsprechend schnell und viel Strom liefern können.

Ohne Input kein Output

Bricht die Stromversorgung ein, kann die Komponente nicht optimal funktionieren. Aus einem mitreißenden, dynamischen Musikstück wird dann ein langweilig dahinplätscherndes Etwas.

Die Reinheit des Klangs

Doch das ist nicht das einzige Problem dieser Standard-Netzteile. Das zweite Problem ist, dass sie funktionsbedingt selbst Störungen erzeugen und diese in unser Stromnetz einspeisen. Diese Störungen mögen sich nach den ersten Metern durch unsere Leitungen mit all dem anderen „Elektromüll“ vermischen und dann für sich gar nicht mehr auffallen, aber steckt so ein Billig-Netzteil in der Verteilerleiste unserer Stereoanlage – weil es z.B. zu einem Plattenspieler, einem Internetradio oder gar einer Halogenlampe gehört – dann sollten wir schnell damit aufhören, unser Geld in bessere Komponenten zu stecken und stattdessen erst einmal diesen Störer beseitigen.

Musikgeräte „funktionieren“ nicht nur mit Strom, sie arbeiten mit Strom!

Es besteht ein gravierender Unterschied zwischen Geräten, die Strom einfach nur dafür brauchen, um zu funktionieren, also z.B. sich zu drehen oder zu leuchten …
und Geräten, die aus Strom Musik entstehen lassen.

Es ist ganz wichtig – dass Sie diesen Unterschied begreifen!

Musikgeräte brauchen nicht nur Strom, damit man sie einschalten kann.
Musik-Komponenten arbeiten mit Strom als „Ausgangs-Material“.
Musikgeräte verarbeiten Strom wie ein Töpfer Ton verarbeitet, wie ein Maler Farbe verarbeitet.

Musikgeräte erhalten die Musik-Informationen in Form von Stromsignalen. Sie lesen die Musik aus dem Strom heraus, verstärken die erkannten Signale, wandeln sie um und leiten sie wieder als Stromsignale an die nachfolgenden Geräte weiter.

Störungen sind auch Signale!

Und ihre Werte liegen manchmal im gleichen Bereich, wie die Musiksignale selbst.
Wie soll die nachfolgende Komponente nur „wissen“, was von den ankommenden „Signalen“ Musik ist und was Störungen sind?

Eine intelligente Komponente, die das unterscheiden kann, die gibt es noch nicht.
Unsere Aufgabe liegt also darin, die Störungen gar nicht erst zu erzeugen oder sie nicht zu unserer Stereoanlage durchdringen zu lassen.

Filter als Lösung?

Filter sind eine mögliche und beliebte Vorgehensweise. Zu diesem Thema lesen Sie bitte an anderer Stelle in diesem Buch weiter. (Artikel noch nicht online)

Leistungsfähige, stabile und „saubere“ Netzteile

Die so genannten audiophilen Netzteile kommen gerade in „Mode“. Doch neu – sind sie ganz und gar nicht.

Wären Sie bereit, sich ein Gerät für 250,- € zu kaufen und für das benötigte Netzteil 2.750,- € zu bezahlen? Niemals, oder?
Und was ist, wenn ich Ihnen sage, dass Sie das möglicherweise schon längst getan haben!?
Lassen Sie mich die Tiefe dieses Themas mal an einem recht beeindruckenden Beispiel erläutern.

Extrem-Beispiel aus der Realität

In den 80-er und 90-ger Jahren handelte ich mit den Geräten einer teuren amerikanischen Marke und da gab es Mono-Verstärker (von denen man also zwei Stück brauchte) mit sehr imposantem Erscheinungsbild.
Fast 60 cm hoch, 50 cm tief, 30 cm breit und mit einem Versandgewicht von gut 100 kg.
Zu dieser Zeit haben sie rund 60.000,- DM pro Paar gekostet.

Sie hätten damals mal dabei sein sollen, wenn der Cheftechniker des deutschen Vertriebs eine kleine Platine (etwa 15 x 15 cm) aus einer der Endstufen zog und erklärte, dass das jetzt die  „Audio-Platine“ sei.
Wer dann erstaunt auf diese „Heizkörper“ schaute und fragte, was denn dann der Rest sei, bekam  zur Antwort: „Der Rest ist das Netzteil. Es kümmert sich darum, den Strom stabil und sauber zu machen.“.

Natürlich stimmte das nicht so zu Hundert Prozent, aber es traf die Aussage sehr genau, die ich hier gerne tätigen möchte.

Zwei Netzteile für 55.000,- DM

Wenn wir nämlich mal dieser „Audio-Platine“ unterstellen, vom Allerfeinsten gewesen zu sein und einen Gegenwert von 2.500,- DM/Stück besessen zu haben, blieben also 55.000,- DM übrig, die in „die beiden Netzteile“ geflossen sind.

So darf man das nicht sehen!?

Natürlich konnte man die Teile nicht getrennt voneinander kaufen und auch nicht betreiben. Das alles war eben “ein Gerät” und niemand kam auf die Idee, die Bausteine getrennt zu betrachten.

Um Verständnis werben

Ich möchte mit dieser kleinen Geschichte auch lediglich erreichen, dass Sie mehr Verständnis für die Bedeutung von Netzteilen aufbringen.

Das Denken ist uns Menschen manchmal ganz schön im Weg.

Während ein Netzteil im gleichen Gehäuse kosten darf was es will und muss, sollte ein Netzteil im getrennten Gehäuse nach der Meinung vieler mit 10,- € doch gut bezahlt sein, oder?

Was sollte ich als Musikliebhaber tun?

Erster Schritt:

Verbannen Sie alle Netzteile, die Sie für die Stereo-Anlage nicht zwingend benötigen, aus der Nähe der Anlage. Ihre Plattenspielerbeleuchtung mag ja noch so stylisch aussehen – wenn sie aber über so ein billiges Schaltnetzteil (intern oder extern) betrieben wird, ist das nicht gut!
Also alles, was an Netzteilen nicht unbedingt benötigt wird, das muss ganz weit weg von der Stereo-Anlage betrieben werden – wenn überhaupt.

Zweiter Schritt:

Bei den Geräten, die sie weiter betreiben möchten/müssen, ersetzen Sie diese kleinen Standard-Netzteile durch spezielle Netzteile, die aus audiophiler Sicht entwickelt wurden. Hierbei geht es zwar primär darum, die mit diesen Netzteilen betriebenen Geräte klanglich zu verbessern, aber das Ziel, mit einem besseren Netzteil keine oder weniger Störungen zu erzeugen ist nicht weniger von Bedeutung.

Und was nimmt man da nun?

Ein paar Beispiele für gute Netzteile und deren klangliche Auswirkungen finden Sie in meinem aktuellen Netzteile-Vergleichsbericht.

Zum Netzteil-Hörbericht.

Netzteil von Keces läuft sich warm

Netzteil von Keces läuft sich warm

Irgendwie stand ich da plötzlich vor einem Problem, für das sich keine Lösung zeigen wollte. Von allen Seiten bekam ich auf einmal den Ratschlag, doch mal meine Fritzbox über ein audiophiles Netzteil zu betreiben. Das Ergebnis sollte mich mehr als wundern.
Doch sollte ich tatsächlich meine Fritzbox 7490, die ja ihre Dienste wunderbar verrichtete und für die ich nicht einmal 100,- € bezahlt hatte, mit einem 300,- € Netzteil “veredeln”.  Irgendwie erschien mir das mehr als dekadent zu sein.

Dann berichtete mir Robert Ross mal wieder von seinen Produkten und dass er jetzt sehr audiophile Netzteile im Programm hätte. Der Name des Hersteller “KECES” sagte mir gar nichts. Ich hatte aber auch keinen Bedarf an weiteren Netzteilen. Am Auralic Mini läuft normalerweise das Super Low Noise Netzteil von Auralic – das passt wunderbar. Für alle, die gerne vergleichen, habe ich noch das SBOOSTER-Netzteil da. Es ist mit rund 250,- € etwas preisgünstiger als das von Auralic, dafür gefällt mir das Original-Netzteil aber auch eine Spur besser.
Also teilte ich Robert mit, dass ich an einem weiteren Netzteil, das dann auch mit 399,- € noch einmal teurer war als die anderen beiden, kein wirkliches Interesse hätte.
Doch Robert hatte noch nicht alles gesagt. Ich wurde hellhörig, als er mir verriet, dass ich die Ausgangsspannung am Keces in einem gewissen Umfang selbst bestimmen könnte. Als er mir dann auch noch von einem Modell erzählte, das nicht nur einen sondern sogar zwei Ausgänge hat – und man beide unterschiedlich einstellen kann, da fiel mir die Fritzbox ein und mich reizte die Vorstellung, sowohl die Fritzbox als auch den Mini über ein und das gleiche Netzteil betreiben zu können.

Seit gut einer Woche läuft sich das alles jetzt warm und ich hoffe, dass ich in dieser Woche zu einem ausgiebigen Netzteilvergleich kommen werde.
Hat schon jemand Erfahrungen mit den genannten Netzteilen machen können und kann mir einen Tipp geben?

Hier geht es zu einem grundsätzlichen Bericht über Netzteile.

Hier geht es zum Hörbericht.

Progressive Audio Extreme I

Progressive Audio Extreme I

Progressive Audio Extreme I

Progressive Audio Extreme I

Ein Bericht über den Sinn kleiner Lautsprecher, 
über den Hersteller Progressive Audio aus Essen
und über seine kleinste Box, die Extreme I.

Bei der Progressive Audio Extreme I handelt es sich um einen Lautsprecher aus der Kompaktklasse, Allerdings kostet er nicht weniger als eine ausgewachsene Standbox. Lesen Sie hier, wieso diese Aussage keineswegs gegen die Progressive Audio Extreme I spricht.

Wieso sind manche Dinge eigentlich teurer als andere?

Wer versucht, eine Waschmaschine zu verschieben, der wird davon überzeugt sein, die Gründe dafür entdeckt zu haben, wieso manche Dinge teurer sind als andere: Ihre Größe und Ihr Gewicht.
Wer danach auf seine Armbanduhr sieht, um zu schauen wie spät es ist, stellt aber möglicherweise fest, dass diese noch teurer war als die Waschmaschine und fühlt sich dann frei nach Goethe „so klug als wie zuvor“.

Doch wie wird eigentlich der Preis für einen Lautsprecher festgesetzt?

Größe und Gewicht sind zwar auch hier gute Anhaltspunkte, allein – können sie aber wohl eher nicht den Ausschlag geben.
Beim Discounter ist es nämlich kein Problem, schwere, mannshohe Lautsprecher „für ganz kleines Geld“ zu finden.
Auch die Anzahl der eingebauten Chassis (Membranen) verrät uns noch nicht viel über den Preis, denn auch da stechen manche Billigteile mit ihren 6 Chassis pro Box die deutlich teurere Konkurrenz gnadenlos aus.
Dass so etwas immer dann kaufmännisch nicht mehr funktionieren kann, wenn bereits ein einzelner Hochtöner im Einkauf einige Hundert Euro verschlingt, leuchtet ein, aber welcher Boxenbauer zeigt seinen Kunden schon seine Einkaufsrechnungen?

Und was würden die auch über die Qualität des Lautsprechers aussagen?
So wenig, wie der Preis einer Fotokamera über die Qualität eines Fotos oder der Preis von Farben über den Wert eines Gemäldes, das mit ihnen gemalt wurde.

Nur zwei Zutaten braucht es für einen Lautsprecher!

Ein Lautsprecher ist ein Konstrukt, dessen Entwicklung aus zwei „Zutaten“ besteht:

  1. aus den verwendeten Bauteilen und
  2. aus der Kompetenz des Entwicklers.

Während wir den Punkt a) nach betriebswirtschaftlichen Aspekten für eine Preiskalkulation verwenden können, ist der Punkt b) wohl kaum finanziell zu erfassen.

Progressivität

Wenn ein Entwickler niemals inne hält und immer wieder erfolgreich Neuland betritt, nennt man das Progressivität.
Den anderen immer ein Stück voraus zu sein, sich nie auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern immer wieder „die Latte für alle höher zu legen“ – das hat sich Ralf Koenen bei seiner Firmengründung im Jahre 1996 auf die Fahne geschrieben.

Progressive Audio  

Progressive Audio Logo

Und genau aus diesem Grund nannte Koenen seine Firma damals „Progressive Audio“.
Heute, zwanzig Jahre später, muss man ihm nicht nur bestätigen, dass dieser Name Programm war und Programm geblieben ist, sondern dass er in vielen Bereichen Meilensteine gesetzt hat.

Verstärker mit SiC-Transistoren

Progressive Audio A901 CD2

Progressive Audio ist der einzige mir bekannte Hersteller weltweit, dem es gelungen ist, unter Verwendung von Siliciumcarbid-Transistoren einen wirklich praxistauglichen Verstärker anzubieten, der mehr als 50 Watt in Class A an die Lautsprecher liefern kann. Und das in einer atemberaubenden Klangqualität.

Die PADIS-Gerätesicherung

PADIS Sicherungen

Furutech, ein global agierendes Vertriebs-Unternehmen, lieferte Ralf Koenen Gerätesicherungen, die er in Deutschland vertreiben sollte. Er prüfte sie – und er befand sie für gut, aber nicht für gut genug. Also entwickelte er eine neue Gerätesicherung. Diese überzeugte die Furutech-Manager so sehr, dass sie die hauseigene Sicherung fallen liessen und von Stund an den weltweiten Vertrieb der PADIS-Sicherung übernahmen. (PADIS steht für Progressive Audio Distribution)

Progressive Audio Übertrager

Es gibt Zulieferer für Übertrager, die damit seit Jahrzehnten den Weltmarkt beliefern. Für alle möglichen Anforderungen und mit unterschiedlichen Spezifikationen. Man sollte also annehmen, dass solch ein Hersteller alles über Übertrager weiss und die Kundenwünsche mit Leichtigkeit erfüllen kann. Zumal so ein Übertrager ja auch kein wahnsinnig kompliziertes Bauteil ist.
Doch was Koenen auch versuchte – der beste Übertrager des Marktes hatte leider eine Resonanzfrequenz bei 40.000 Hz und einen Frequenzgang bis maximal 50.000 Hz, damit wollte er nicht arbeiten.
Also entwickelte er seinen eigenen, völlig resonanzfreien Übertrager mit einem Frequenzgang von bis zu 300.000 Hz.
Die Qualität dieses Bauteils sprach sich in der Szene schnell herum und so „wandert“ es heute auch in Geräte von Marken, die wir eigentlich als Konkurrenten zu Progressive Audio gesehen hätten.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie irgendwann eines Ihrer High-End-Komponenten aufschrauben und darin einen Übertrager von Progressive Audio entdecken.

Portfolio

Progressive Audio Transformer

Die derzeitige Produktpalette reicht von vier Lautsprecher-Serien über zwei Verstärkern, einen CD-Player, einen DAC, zwei Phonoteilen und drei Kabel-Reihen zwischen 448,- € und 15.600,- €. Schon „in der Pipeline“ befindet sich ein neuer DAC, ein preisgünstiger Vollverstärker und ein Phonoverstärker, der seine Informationen aus dem „Strom“ und nicht aus der „Spannung“ des Tonabnehmers zieht. Ein Prototyp des Stromverstärkers befindet sich seit fast einem Jahr in meiner Vorführung und ich kenne weder etwas klanglich vergleichbares noch etwas unkomplizierteres als diesen Phono-Amp.

Die Extreme-Serie

Progressive Audio Messe 2016-1

Im Jahre 2015 präsentierte uns Progressive Audio eine Lautsprecher-Serie, mit der wohl kein Kenner der Szene gerechnet hatte:  Die Extreme.
Wer nur den Namen hört, wird vermuten, dass er diese Serie noch über seinem bisherigen Referenz-Modell, der „Transformer Diamant“ für mehr als 80.000,- Euro angesiedelt hat, doch da irrt er sich.
Tatsächlich überraschte Koenen die Szene mit einer „kleinen, schicken“ und für Progressive Audio-Verhältnisse geradezu preisgünstigen Serie, die in passiver Ausführung zwischen 4.000,- € und 8.000,- € angesiedelt ist, die es aber durchaus auch als Aktivboxen zu erwerben gibt.
Kennern treibt er damit Fragezeichen ins Gesicht. „Eine günstige Lautsprecher-Serie von Progressive Audio?“ .
Ist das nicht so, als würde man ein Familienauto mit einem springenden Pferd auf dem Abzeichen angeboten bekommen?
Doch die Begründung von Koenen ist einfach.
Schon seit Jahren geisterte in ihm der Wunsch herum, eine wie man sagt „bezahlbare“ Lautsprecher-Serie zu entwickeln und immer wieder setzte er sich deshalb mit einem Koaxial-Chassis von SEAS auseinander. Bei einem Koaxial-Chassis befindet sich der Hochtöner in der Mitte vom Tief-/Mitteltöner.
Die Idee, die hinter einem Koaxial-Chassis steckt, ist weder neu noch einzigartig, faszinierte ihn aber dennoch. Doch das Chassis von SEAS machte nicht das, was Koenen suchte.
2015 änderte sich das auf einmal und Koenen berichtete geradezu euphorisch von den „neuen Eigenschaften“ dieses Chassis, das nun endlich der Grundstein zu seiner neuen Serie sein konnte.
Die Frage, ob Ralf Koenen hier etwa auch für SEAS Entwicklungsarbeit geleistet hat, verneint er auffallend deutlich und vehement. Ich akzeptiere seine Antwort, denke mir aber meinen Teil.

Die Progressive Audio Extreme I kostet 3.998,- € pro Paar.

Progressive Audio Extreme 1 schwarz

©fairaudio.de

Mit diesem Preis will die Progressive Audio Extreme I eigentlich nicht mehr so recht zur Beschreibung „günstige Boxenserie“ passen.
Während die Extreme II und III als ausgewachsene Standlautsprecher daher kommen und man bei dieser Spezies auch noch höhere Preise akzeptiert, sieht das bei einem Kompakt- oder Regallautsprecher ganz anders aus, oder!?
Auf die Frage, ob er nicht besser den „Markt mit einer günstigeren Box bedient hätte“, antwortet Koenen nur:  „Es war niemals mein Ziel, einen kleinen Lautsprecher anzubieten, der klingt wie kleine Lautsprecher eben klingen. Mir ging es darum, die Vorteile dieser Bauart auszuschöpfen und mit der Progressive Audio Extreme I eine richtig (!) klingende Box anzubieten!“ Wie immer folgen „Vorträge“ über Zeitkonstanten und Phasenverläufe, denen ich nur zum Teil folgen kann.

Progressive Audio stellt etwas her, weil man es herstellen kann.

„Eher hätte ich auf die II-er und die III-er verzichtet als auf die I-er“ kontert Koenen fast ein wenig verärgert auf die Frage, ob er die „Kleine“ nicht einfach hätte ganz weglassen können.
„Hör nur eine Weile mit der Progressive Audio Extreme I Musik und mit jedem Takt wird sie Dir erklären, wieso sie so gut funktioniert.“ so Koenen.
Und exakt diese Aussage kann man einfach nur bestätigen. Das Außergewöhnliche in der Wiedergabe der Extreme I macht deutlich, weshalb das Konzept des Kompaktlautsprechers immer wieder die besten Boxenbauer dieser Erde dazu bringt, sich an ihm zu versuchen.
Einen richtig guten Kleinlautsprecher zu entwickeln, ist die „Königsklasse der Boxen-Entwicklung“. Nicht wenige der besten Boxenbauer sind sich einig und überraschen uns mit folgender Aussage:

Die Kunst bei der Entwicklung von großen Boxen ist, sie immer noch genau so gut klingen zu lassen wie kleine.

Große Lautsprecher sind in vielfacher Hinsicht überzeugend.
Ihr Erscheinungsbild ist oft genau so imposant wie das Klangerlebnis. Doch machen wir uns nichts vor, wenn der Tiefbass genau so sauber klingen soll wie die Mitten und die Höhen und alles wie „aus einem Guss“ wirken muss, dann wird es teuer – sehr teuer.
Und wenn das alles dann auch noch bei großen Lautstärken immer noch gut funktionieren muss, dann sollte man noch ein wenig mehr als nur die Portokasse im Rücken haben.
Und den passenden Raum natürlich auch.
Aber die Extreme I ist nicht das „Trostpflaster“ für alle, die sich einen großen Lautsprecher nicht leisten können.

Die Progressive Audio Extreme I bringt ihre Hörer dazu, „Weltbilder“ neu zu überdenken und sich endgültig von alten Vorurteilen zu trennen.

Immer noch braucht man als Mann ein starkes Ego, sich für einen teuren Kompaktlautsprecher zu entscheiden.
Die Progressive Audio Extreme I kann das ändern.
Fragen wie: „Wieso hast Du denn bei dem Preis nicht die …gekauft?“ sind heute immer noch vorprogrammiert.
Doch mit einer Extreme I kann man es sich sparen, Argumente zu sammeln und dem Fragenden verbale Antworten und Rechtfertigungen zu liefern.

Eine Progressive Audio Extreme I muss man einfach nur „spielen lassen“.

Der Markt wird sich verändern – ganz sicher.
Moderne Techniken wie das Streaming eröffnen moderne Möglichkeiten.
Immer mehr Musikliebhaber verstehen, dass man heute keine HiFi-Türme mehr benötigt, um auf höchstem Niveau Musik genießen zu können. Hier und da „ein keines Kästchen“, ein Tablet-PC in der Hand und schon hat man den Zugriff auf bis zu 40 Millionen Titel in hochauflösender Klangqualität.
Da passen dann die alten „Telefonzellen“ nicht mehr so richtig in dieses Konzept.
Doch klanglich verschlechtern – will man sich ja auch nicht.
Eine unlösbare Aufgabe?
Nicht mit der Extreme I.

Die Progressive Audio Extreme I ist kein Wunder – sie macht sich nur die Physik zu nutze.

Losgelöst von den Boxengehäusen und mit viel Spielfreude entstehen hier Töne dreidimensional und „lebendig“ im Raum. Rechts, links, oben, unten, vorne und hinten sind lokale Adverbien, mit denen wir hier die Quelle eines Klangs „auf den Punkt genau“ bestimmen können.
Geradezu holographische Darstellungen von Sängern und Instrumenten mit den richtigen Abständen zueinander und der exakt natürlichen Größe, entführen den Hörer in die jeweiligen Aufnahmeräume. Die Luft im Aufnahmeraum und die Beschaffenheit der Wände gehören zum Klanggeschehen wie selbstverständlich dazu – wir hören die Aufnahme – nicht den Lautsprecher.

So klein wie möglich, so groß wie nötig

Progressive Audio Extreme I USM-Haller

Extreme I “Edition”

Die gewählte Gehäusegröße der Progressive Audio Extreme I entspricht schlicht und ergreifend dem kleinsten Volumen, in dem das verwendete Koaxial-Chasis sauber arbeiten und somit zeigen kann, was in ihm steckt. Es wird ein Frequenzumfang von 35 bis 24.000 Hz ermöglicht.
Die Progressive Audio Extreme I baut dabei an keiner Stelle etwas auf, was nie da gewesen ist.
Doch wenn es da war, dann hört man es auch.
Bis auf die große Kirchenorgel gibt es keine akustischen Musikinstrumente, die unter 35 Hz herunterreichen würden. Auch nicht dann, wenn wir ein „Bass“ vor ihre Bezeichnung schreiben, wie „Bassgeige“ (41 Hz), „Basstuba“ (43 Hz) oder „Bassklarinette“ (61 Hz).

Legt sich AUDIOSAUL hier für die Extreme I „zu weit aus dem Fenster“?

Die Progressive Audio Extreme I ist ein außergewöhnlicher Lautsprecher für eine immer größer werdende Zielgruppe.
Das sind Menschen, die sich den technischen Fortschritten sehr schnell anpassen, weil sie schon lange auf diese Möglichkeiten gewartet haben. Kaum noch sichtbare Komponenten und Lautsprecher, die sich dem Einrichtungs-Stil unterordnen, ohne vom Hörer die Bereitschaft zu klanglichen Verlusten abzuverlangen, ziehen gerade bei uns ein. Kabel verschwinden und die Technik findet im Verborgenen statt.
Mit dieser Beschreibung kann die Progressive Audio Extreme I nicht „Everybodys Darling“ sein.
Aber wenn sie zu Ihrem Wohnkonzept passt – dann wird es schwer werden, eine Alternative zu finden.
Und am Ende muss man wohl diesem Entwickler aus Essen wieder einmal bestätigen, mit der Extreme I „ganz vorne“ zu sein.

Link zum Hersteller:  http://www.progressiveaudio.de
Link zum Shop: Jetzt Progressive Audio Extreme I im Shop bestellen

Auralic Vergleichstest

Auralic Vergleichstest

Auralic Vergleichstest

Auralic Vergleichstest

Auralic Aries Mini – geht es überhaupt noch besser?

Wer zum ersten mal in seinem Leben einen AURALIC Aries Mini an seine Anlage anschließt, der hat ein paar Tage etwas zum Nachdenken – so viel ist sicher.
Im Vergleich zum gewohnten CD-Player wird dieses Erlebnis oft wie das Eintreten in eine neue Klangwelt empfunden. Man geht durch eine Tür und will nie wieder zurück in den alten Raum.
Schnell entsteht die Frage, ob das, was man da gerade hört, überhaupt noch klanglich zu überbieten ist und man wäre glatt bereit, sich darauf festzulegen, dass das unmöglich sein muss.

Auralic Aries Mini mit Ultra-Low-Noise-Netzteil – geht das immer noch besser?

Doch wie trügerisch dieser Eindruck ist, zeigt uns schon das Anschließen des externen Linear-Netzteils von Auralic. Das Klangbild wird geordnet und stabilisiert. Was im rückblickenden Vergleich jetzt ein wenig „anstrengend“ wirkte, überzeugt plötzlich mit einer souveränen Ruhe.
Hat man vorher gar nicht bemerkt, fällt jetzt aber auf.
Und wieder sitzen wir da und wieder stellen wir uns die Frage, ob das denn nun „das Ende der Fahnenstange“ sein könnte.

Auralic Aries Mini mit Ultra-Low-Noise-Netzteil und Super-Stromkabel – ist das jetzt “das Ende der Fahnenstange”?

Bis wir das mitgelieferte Standard-Netzkabel durch ein hochwertiges Kabel austauschen und plötzlich feststellen, dass dieses Stromkabel für einen größeren Zugewinn sorgen kann, als das Netzteil selber.
Nun gut – mittlerweile haben wir auch den Kaufpreis von knapp 500,- Euro für den Auralic Aries Mini mit dem Ultra-Low-Noise-Netzteil für knapp 300,- und einem Stromkabel für rund 200,- Euro (hier ein Furutech FP-314ag) mal eben verdoppelt.

Aber es hat sich mehr als gelohnt und man wäre ja jetzt auch rundherum zufrieden, gäbe es da nicht den Auralic-Katalog, in dem der Hersteller Geräte anbietet, die noch viel mehr kosten als so ein Aries Mini.

Wozu mit dem Altair noch teurere Geräte anbieten?

Neuerdings gibt es da auch einen „Altair“ genannten „großen Bruder“ vom Aries Mini. Der kostet knappe 2.000,- €, hat das bessere Netzteil schon gleich eingebaut; wird aber leider ebenfalls nur mit einem Standard-Netzkabel geliefert.

Heißt hier doppelter Preis auch doppelte Klangqualität?

Um es kurz zu machen:  Der Sprung in der Klangqualität ist weder mathematisch noch sinnbildlich  zu erfassen oder zu beschreiben, auch wenn wir versuchen, noch so passende Begriffe zu erfinden.

Der Fußballer kennt diesen kleinen aber alles entscheidenden Unterschied zwischen „drin“ und „beinahe drin“.
Beinahe drin ist daneben – basta! Und knapp daneben ist genau so daneben wie ganz weit daneben.
Das Tor zählt nicht – tschüß Pokal!
Wenn Sie wissen wollen, wie sich die Mannschaft “mit dem Pott“ in der Hand fühlt, dann probieren Sie den Altair aus!

Wieder in der Welt der Musikwiedergabe angekommen, behaupte ich, der Altair kann zaubern.
Mit einer absoluten Leichtigkeit vollbringt er das Kunststück, gleichzeitig einerseits explosiv, dynamisch, präzise, analytisch, feinzeichnend, schnell und akkurat zu sein und andererseits den Hörer mit seiner Wärme, seinem Schmelz, seinem Volumen und seiner Klang-Schönheit fast zu hypnotisieren.

Sich davon zu lösen, diesem Klangbild also gleichgültig – emotionslos – gegenüber zu stehen – das wird wohl den allerwenigsten gelingen. Zumindest dann nicht, wenn man den Altair wie ich mit einem der besten Stromkabel des Marktes betreibt, also mit einem Power One von Progressive Audio.

Um es an dieser Stelle mal ausnahmsweise kurz zu machen:  Das Klangbild des Altairs ist für mich etwas Besonderes. Ich merke, dass ich „meinen Altair“ gar nicht mehr hergeben möchte. Ich merke, dass ich nach einer Möglichkeit suche, zu verhindern, dass zukünftige Software-Updates etwas klanglich  „durcheinander“ bringen könnten. Ich merke – dass ich am liebsten einen Zaun um dieses Gerät ziehen würde. Dieses Teil verkaufen? Niemals!
Der Klang muss für mich nicht mehr noch besser werden und schon lange nicht anders. Er muss genau so bleiben wie er beim Altair ist!!!!

Der Altair – nur das Sprungbrett zur Eliteklasse?

Aber bleibt das auch noch so, auch wenn ich meinen Geldbeutel noch weiter öffne und mir mal die „Geräte für Erwachsene“ von AURALIC schnappe?
Was passiert, wenn ich den Aries Femto für rund 1.700,- Euro und den Vega für etwa 3.300,- Euro mit einem adäquaten Digitalkabel verbinde und beiden (!) so ein edles Progressive Audio Netzkabel gönne?
Fliegt mir dann etwa „das Blech weg“ und macht mich das Ergebnis sprachlos?

„Nu mal langsam mit die jungen Pferde!“

Die Antwort darauf ist dann doch etwas komplizierter und für mich eher überraschend.
Beginnen wir mit der Frage, wie wir die beiden Komponenten denn miteinander verbinden wollen.

Viele Wege führen nach Rom?

Es bieten sich an:    USB – COAX – Toslink – und AES
Wählen wir zu jeder Verbindungsart 3 unterschiedliche Test-Kabel, kommen wir bereits auf 12 verschiedene Möglichkeiten.
Bei den USB- und den optischen Kabeln ist der Markt noch nicht ganz so unüberschaubar wie bei den Vertretern mit RCA- oder XLR-Steckern, aber wer will, kann die Anzahl der Testgestellungen hier trotzdem locker einmal verzehnfachen.

Doch reagiert diese Kombi überhaupt auf die unterschiedlichen Verbindungsarten und dann auch noch auf unterschiedliche Kabel?
Die Antwort lautet klipp und klar:  „Und wie!“.

Ob ich den kompletten Hochtonbereich „niederknüppeln“ will oder ob ich die Schärfe der Kombi so übertreiben will, dass man den Hörraum nur noch in einem Schutzanzug eines Kettensägenherstellers betreten darf, mit dem passend ausgesuchten Kabel gebe ich dieser Kombi deutlich mehr als nur den letzten Feinschliff. (sorry – ich musste das einfach so schreiben)
Doch sehen wir einmal von den klanglichen Entgleisungen einiger Kabelhersteller ab, kommen wir schnell zu der Erkenntnis, dass die Auralic-Kombi es einem nicht übel nimmt, wenn man sich einfach für irgendeine Verbindungsart entscheidet. Es ist mir jedenfalls mit den von mir eingesetzten Kabeln nicht gelungen, eine Anschlussvariante heraus zu hören, die den anderen überlegen gewesen wäre.
Viele Techniker bevorzugen aus theoretisch begründbaren Motiven heraus die USB-Verbindung, aber in meinen Tests haben sich die anderen Verbindungsarten keineswegs schlechter geschlagen.
Der Besitzer dieser Kombi ist also gut beraten, aus dieser Kabelfrage keine Wissenschaft zu machen. Solange er sich vor den extremen Ausrutschern hütet, kann er sich auf der sicheren Seite fühlen.

Wer es aber liebt zu experimentieren, der sollte daran denken, dass das Experimentierfeld ja bei den Kabeln noch lange nicht endet. Der Markt hält etliche Zusatzgeräte parat, die sich um die Taktung, Clock, Jitter und noch viel mehr kümmern und zwischen Femto und Vega eingeschleust werden können. Dafür brauchen wir dann natürlich ein Kabel für die Verbindung Femto-Zusatzgerät und ein zweites für die Verbindung Zusatzgerät-Vega. Natürlich bieten die meisten Zusatzgeräte dann auch noch alle vier Anschlussarten an und jetzt überlasse ich es Ihnen, sich auszurechnen, auf wie viele Testgestellungen Sie mit Ihrem Geräte- und Ihrem Kabelpark insgesamt kommen.

Kann man diese so „schreckliche anmutende Aufgabe“ vermeiden?
Ja – kann man getrost.

Wir hatten ein paar Kabel zum Testen da, die zum Teil „selbstgebastelt“ waren, zum Teil aber auch auf ganz bestimmte Sounds getrimmt waren. Jeder dieser Versuche führte zu deutlichen Klangverschlechterungen.
Griffen wir einfach zu einem beliebigen USB-Kabel vom PC, einem optischen Kabel für 10,- Euro oder einem der Digitalkabel, die wir ständig im Programm haben, ließen sich die Klangunterschiede in engen Grenzen halten.

Und wie ist nun die Kombi aus Aries Femto und Vega?

Alles in allem, hat man mit der Femto-Vega-Kombi eine Zusammenstellung vor sich, die mit ihrem akkuraten Klangbild überzeugend aufzutreten weiß.
Also lasse ich jetzt mal die Kombi aus Femto und Vega gegen den Altair antreten.

Nehmen wir dazu folgendes Musikbeispiel:
Dean Martin – „Smile“ vom Album „Dream with Dean“ (übrigens ein Song von Charlie Chaplin)

Wieso nehme ich ausgerechnet dieses Beispiel? Ganz einfach: Weil es so wunderbar polarisiert.

Dean Martin kennt meine Generation aus den Filmen mit Jerry Lewis und der Name Jerry Lewis allein dürfte bei vielen schon einen Würgreiz auslösen, denn auch er polarisiert extrem.
Dean Martin ist für viele von uns denn auch nichts anderes als eine “Witzfigur” – ein singender Komödiant.
Alkohol- und medikamentensüchtig – und wenn er Musik gemacht hat, dann waren es Schnulzen, die das Ziel hatten, die Damenwelt zu umgarnen, damit sie seine Alben kauften.
Es war nicht seine Stimme, die darüber entschied, ob man ihn mochte oder nicht, es war das „Paket“, ohne dass es diese Stimme von Dean Martin eben nicht gab.
Und jetzt streame ich diesen Song über den Altair – was geschieht?

Dean Martin – was für eine Stimme!

Ich sitze zunächst ein wenig angespannt vor meiner Anlage. Merke aber nach ein paar Tönen, wie ich mich lockere. Ich höre diese sonore Stimme, die auf mich plötzlich eine ähnliche Wirkung auszuüben scheint, wie die Stimme einer Mutter auf ihr Kleinkind, das sie beruhigen will.
Ich erlebe, wie Dean Martin Töne mit unterschiedlichem Charakter zu einer ganzheitlichen Melodie kunstvoll aneinanderreiht; jeder Ton passt dabei exakt zu jedem Wort und ich bemerke, dass ich wie ein Wiederkäuer auf dem Sofa sitze, weil ich gar nicht anders kann, als mit meinem Mund seine Art zu singen nach zu äffen. Er singt nicht “clouds” und es klingt wie “cloutz” – er singt “clau” dann ein nur angedeutetes, ganz zartes “d” und sofort folgt das “s” – kein ß – sondern ein S wie wenn wir eine Stubenfliege nachmachen.
Es besteht kein Zweifel. Was auch immer ich in meinem Leben von Dean Martin gehalten habe, ich bin gerade dabei, mich in seine Stimme, seine Ausstrahlung und seine Art zu artikulieren zu verlieben.
Ich habe gar nicht gewusst, wie toll so ein Dean Martin singen kann.
Und ich kann gar nicht anders: Ich höre das Album fast komplett durch.

Wie klingt Dean Martin über die Kombi Femto – Vega?

Und jetzt kommen wir zu der Frage:  Was macht denn unsere Femto-Vega-Kombi daraus?
Ich starte wieder den Song “Smile”.

Nanu!?  Was ist passiert?
Irgendwie ist das jetzt nicht „besser“ geworden, oder?

Dean Martin steht weiter weg von mir. Ich höre nicht mehr nur „den Kopf“, seinen Mund, ich bekomme ein Bild von einem singenden Mann präsentiert, der auf einmal in „Lebensgröße“ (1,79 m) vor mir steht.

Mir gehen so Begriffe wie “entglorifiziert” durch den Kopf, denn das Schmeichelnde ist verschwunden. Vor mir steht ein singender Mann mit einer tollen Stimme – aber er begeistert mich nicht.
Der Bass, die E-Gitarre – alle Töne, die mit dem Altair den Raum mit Schwingungen gefüllt haben, stehen jetzt präzise ortbar an ihren zugeteilten Plätzen. „Das Schöne“ aber ist irgendwie weg.
Ich musste andere Aufnahmen auflegen und meine Feststellungen bestätigten sich.

Die Kombination aus Femto und Vega ist in der Lage, die Aufnahmesituation und damit den Aufnahmeraum und jedes einzelne Instrument darin klar umrissen abzubilden und zu positionieren.
Präsentiert mir der Altair den singenden Mund von Dean Martin, präsentiert mir die Kombi seine komplette Statur – bis hin zu den Füßen.

Was soll ich mit Dean Martins Füßen?

Entschuldigung – mit dieser polemischen Frage ergreife ich Partei – das sollte ich an dieser Stelle nicht tun.
Schon deshalb nicht, weil Femto und Vega eine ganze Klangklasse höher anzusiedeln sind als der Altair – irgendwie.
Und doch möchte ich im Moment nicht tauschen.

Das „Richtigere“ zieht mich hier gerade nicht an – ich flirte da lieber weiter mit dem Altair.
Bei klassischer Musik „erklärt“ mir die Kombi, an welcher Stelle im Orchester welche Instrumente sind, der Altair zieht mich in die Musik hinein.
Hardrock ist eh nicht so mein Fall – die Kombi zeigt mir, wieso. Der Altair versucht, zwischen mir und dieser Musik eine Brücke zu bauen.„Der Altair spielt einfach viel schöner!“ höre ich mich sagen, obwohl ich allein im Zimmer bin.
Aber ist es die Aufgabe eines Streamers, schön zu spielen?
Kommt nicht die Kombi deutlich stärker ihrer Aufgabe nach als der Altair?

Wer macht das?  Femto oder Vega?

Ich versuche herauszufinden, ob sich meine Feststellungen einem der beiden Geräte aus der Kombi zuschreiben lassen und schließe zunächst den Femto an den Wandlereingang des Altair an und danach im zweiten Testdurchgang den DAC-Ausgang des Altairs an den Vega.
Was dadurch geschieht, ist die Bestätigung meiner Logik.
Beide Varianten führen dazu, dass das Klangbild des Altairs einen Tacken an Schönheit verliert, dafür aber akkurater wird.

Ob man den Femto zum Streamen und den Altair zum Wandeln benutzt, oder mit dem Altair streamt und dem Vega die Aufgabe des Wandelns überlässt, führt fast zu exakt gleichen Ergebnissen.

Beide Kombinationen tun dem Altair gut – aber wie sieht nun das alles-entscheidende „Zielfoto“ aus?

Wer geht hier als “Sieger” hervor?

Für mich persönlich lautet die Antwort darauf eindeutig:  Der Altair !!

Er gibt mir in keiner Sekunde das Gefühl, nicht akkurat oder präzise genug zu arbeiten. Seine Dynamik ist immer wieder fast schon als „explosiv“ zu bezeichnen, doch baut er auch eine faszinierende emotionale Brücke zwischen mir, der Musik und den Musikern auf.

Das ist süchtig machend und davon komme ich wohl so schnell nicht wieder los.

Empfehlungen?

Wer für seinen vorhandenen DAC einen perfekt abbildenden Streamer sucht, der sollte den Auralic Aries Femto in seiner Test-Range nicht vergessen – er unterschlägt nicht das kleinste Detail und bildet sowohl kleine Besetzungen als auch große Orchester mühelos naturgetreu ab.

Wer seinen digitalen Quellgeräten einen „ganz großen Wandler“ an die Hand geben will, der wird auch an einem Vega-Test nicht vorbei kommen können, denn klangliche Unzulänglichkeiten sind ihm ebenso fremd wie der Versuch, sich durch einen auffallenden Sound ins Ohr zu schmeicheln, der sich immer über alles legt.

Wer jedoch im Moment darüber nachdenkt, ob er sich „nur den Altair“ oder gar die Kombi zulegen soll, der muss wissen, dass er sich mit Femto und Vega zwei Diven ins Haus holt, die es einem nicht verzeihen, wenn sie nicht eine „Kette ihres Standes“ als Mitspieler erhalten.

Und wie reize ich die Kombi aus Femto und Vega aus?

Um dieser Kombi zu der bereits von Anfang an überzeugenden „Richtigkeit“ in der Darstellung auch noch die Emotionen des Altairs hinzuzufügen, musste ich richtig tief in die Trickkiste (und die Tasche) greifen.
Erst als ich die Stromkabel noch einmal gegen die MK II-Versionen von Progressive Audio gewechselt und alle Verbindungen durch die Monteverdi-Serie aus gleichem Hause ersetzt hatte, war der Weg frei und ich hatte den Eindruck, als würde sich die Kombi „endlich wohl fühlen“.
Welchen Gesichtspunkt man auch immer betrachten wollte, nun stimmte einfach alles und selbst der emotionale Teil stellte den Altair nun endlich in den Schatten.
Mittlerweile waren wir aber natürlich auch bei einem Gesamtpreis von über 10.000,- Euro angekommen.

Fazit:

Wer alles, was in China produziert wird, immer noch mit den Wegwerfartikeln gleichsetzt, die wir von dort gewohnt sind, der wird wohl bald umdenken müssen.
Mit Auralic sehen wir eine noch recht junge Firma wachsen, die den Nerv der Zeit erkannt und das nötige Wissen dazu hat, die heute benötigten Geräte zu entwickeln und zu liefern.
Mit der aktuellen Angebotspalette deckt man vom gehobenen Konsumbereich bis hin zum Luxus-High-End-Artikel den gesamten Marktbedarf ab und gehört zudem in jedem Preisbereich mit zu den klanglichen Vorreitern.

Der Mini ist dabei das erstaunlichste Gerät.
Denn wer ihn einfach mal gegen seinen heutigen CD-Spieler antreten lässt, der versteht die Welt nicht mehr.

Der Altair ist eine Woche nach seinem Erscheinungstermin schon „Everybodys Darling“.
Beherrscht er doch die Kunst, unterschiedliche Prioritätensetzungen zu vereinen und beide Lager glücklich zu machen. Und das auf einem Klang-Niveau, mit dem man nicht nur aus preislichen Gründen zufrieden sein muss, sondern mit dem man vom Preis losgelöst auch extrem gut zufrieden sein kann.

Erst wenn man auch zu deutlich höheren Preisen keine Berührungsängste hegt, sorgt die Kombination aus Femto und Vega noch einmal für einen klanglichen Abstand.
Um aber wie der Altair beide Klang-Lager zufrieden stellen zu können, bedarf es einer extrem fein abgestimmten Verkabelung.
Dann allerdings dürfte man damit den derzeitigen Streaming-Olymp bestiegen haben.

Den Mini in beiden Farben haben wir eigentlich immer lagermäßig vorhanden und auch ein persönliches Abholen ist nach Absprache kurzfristig möglich.
Da einige unserer Kunden vom Mini auf den Altair wechseln, haben wir derzeit auch einige Gebrauchtgeräte günstig im Angebot. Einfach mal anrufen.

Den Altair haben wir in der Vorführung und auch bereits mit schwarzem Gehäuse ausgeliefert. Mit silberfarbenem Gehäuse ist er für Ende September angekündigt. Wer aus der ersten Lieferung einen ergattern will, sollte rechtzeitig vorbestellen.

Auch den Femto haben wir in der Vorführung. Er ist genau wie der Vega kurzfristig lieferbar.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Sie “Ihren Lieblings-Auralic” bei uns ordern würden.
Am besten ist, sie rufen uns vor Ihrer Bestellung kurz an. Manchmal laufen bei uns Gutscheinaktionen und die wollen Sie sich doch nicht entgehen lassen, oder?

Anfrage über WhatsApp stellen
#
Agent (Online)
×

WhatsApp - die schnellste Art der schriftlichen Kommunikation.