Roon und ELAC Discovery

Roon und ELAC Discovery

Roon und ELAC Discovery

Was haben Roon und ELAC Discovery miteinander zu schaffen?
Und was ist eigentlich Roon?

roon

roon

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Streaming Client zuzulegen und dabei auf den ELAC Discovery stößt, der wird dabei auch zwangsläufig auf den Begriff „Roon“ treffen und sich möglicherweise die Frage stellen, was denn wohl hinter diesem Begriff stecken könnte.

Die Tatsache, dass eine „Lifetime-Lizenz“ für die Roon-Software mit 499,- USD zu Buche schlägt, lässt die einen frohlocken und die anderen die dollsten Spekulationen über die Anteile für Hard- und für Software anstrengen.

Tatsache ist, dass jeder, der Roon toll findet, damit bereits genug Argumente dafür gesammelt hat, sich einen ELAC Discovery und nicht „irgend einen“ Streamer zu kaufen.

Bleibt aber für die anderen immer noch die Frage offen:

Was ist denn dieses Roon überhaupt?

Beim ELAC Discovery ist es vor allem erst einmal die Bedienungssoftware für das Gerät.
In dieser Beziehung ist sie weder deutlich besser noch schlechter als die Apps, die wir so kennen, weshalb wir hier also keine hinreichenden Antworten finden.

ELAC_logo

ELAC_logo

Im zweiten Schritt ist dann jedoch erst einmal ELAC an der Reihe, für Roon etwas zu tun, nämlich ausreichend Rechenleistung zur Verfügung zu stellen.

Roon braucht da einiges, um zu funktionieren und ohne den ELAC Discovery wird man die zwingend erforderliche, zentrale Server-App (bei Roon „Core“ genannt) wohl  nur auf einem leistungsfähigen PC oder MAC installieren können, was dann aber wieder zwei weitere Fragen entstehen lässt:

Woher? – Wohin?

Woher – soll heißen:  Wo liegt denn die Musik?
Gehören wir zur „modernen Welt“, dann befindet sie sich auf einem USB-Stick, einer externen Festplatte, einem NAS oder online in einem Musik-Portal.
Roon kann mit all diesen Quellen umgehen und sie zu einer Bibliothek zusammenführen.
Das ist nicht selbstverständlich!

Wohin – soll heißen: Wer spielt denn die Musik?
Besitzen wir keinen ELAC Discovery und haben Roon auf dem PC/MAC/Laptop/MacBook installiert, dürften uns die dort intern verbauten „Quäker“ ganz sicher nicht zufriedenstellen. Also muss die Musik irgendwie an unsere Stereoanlage ausgeliefert werden, doch wie?
Die Lösung, unseren PC/MAC direkt oder über einen DAC an eine HiFi-Anlage anzuschließen, missfällt vielen Usern, denn der PC/MAC wird ja meist auch an anderer Stelle gebraucht – und er stört auch irgendwie die Optik.
Wir brauchen also früher oder später eine Komponente, die vom Design her in unsere Anlage passt, dort stehen bleiben kann und die so eine Roon-Server-Software (Core) bereits in sich trägt.

So ein Ding gibt es und es heißt ELAC Discovery  🙂

Was aber immer noch nicht die Frage beantwortet, was Roon ist und was an ihr jetzt 500,- USD wert sein soll.
Um das zu beantworten, können wir die gedankliche Verbindung zum Discovery hier erst einmal kappen. Die Antwort hat mit ihm nichts zu tun, wird nur noch einmal verdeutlichen, dass Roon als „Zugabe“ einen wirklich erstaunlichen Benefit mit sich bringt – jedenfalls für alle, die mit Roon etwas anfangen können.
Ob Sie mit Roon etwas anfangen können, beurteilen Sie am besten selbst nach folgenden zwei Kriterien:

“Focus”  (Blickpunkt)

Es gibt in Roon eine Such- und Filter Funktion, die sich hinter dem Button „Focus“ versteckt. Tippen wir darauf, öffnet sich ein neues Fenster, in dem wir verschiedene Möglichkeiten angeboten bekommen, die Musikauswahl einzugrenzen.

Most played
Hier können wir uns aussuchen, ob wir die 25, 50, 100, 250, 500 oder gar 1000 von uns meistgespielten Titel hören wollen.

Played in the last
Hier wählen wir zwischen den am letzten Tag, der letzten Woche, im letzten Monat, in den letzten 3 Monaten, … 6 Monaten, im letzten Jahr oder eben zu jeder Zeit von uns gespielten Titeln.

Import
Die gleiche Auswahl wird uns für das Import-Datum angeboten, also wann wir die Titel unserer Bibliothek hinzugefügt haben.

Released
Darunter finden wir eine Grafik, in der wir eingrenzen können, aus welchem Jahr die Titel stammen dürfen. Tippen wir darauf, öffnet sich ein kleines Fenster, in dem wir entweder durch Tippen auf „plus“ und „minus“ oder durch Verschieben der Balken, einen Zeitrahmen festlegen können. In Sekunden haben wir damit also in Verbindung mit der Genre-Auswahl eine „80-er Party-Musik“ zusammengestellt.

Genre
Rechts daneben geht es mit einer Kreisgrafik für das Genre weiter.

Durch einen Tipp auf den Pfeil nach rechts gelangen wir dann noch zur Auswahl zwischen
„Vorschläge“ (Picks),
„Lyrics“ (mit Songtext)
oder „Live“.

Zuletzt dürfen wir dann die Auswahl noch beschränken auf „Performers“ (Künstler), Composers“ (Komponisten), Production“ (Produzent),  Label (Das Plattenlabel), „Format“ (Dateiformat) und „Inspector“ (diverse Zusatzinformationen).
Jeweils nach einem Tipp auf die Kriterien werden uns die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten angeboten.
.
Wer also gerne Musik über Filter aussucht, wird von der Fokus-Funktion begeistert sein. Mehr Auswahlkriterien findet man siucher in keiner anderen App.

Credits
(Zugaben)

Kommen wir zum zweiten Punkt und damit wohl zu “dem” Argument, das den hohen Preis der Roon-App vollumfänglich rechtfertigen kann, nämlich den Zugriff auf die Datenbank der Musik-Redaktion, die sich hinter Roon verbirgt.
Ich schreibe das deshalb so deutlich, weil wir im direkten Vergleich – trotz des hohen Preises – leicht den Mehrwert der Roon-App erkennen können.

Haben Sie ein Abo für eine Musikzeitschrift?

Wenn Sie zu den Abonnenten einer Musik-Zeitschrift gehören, dann wird Sie dieses Abo in der Regel rund 60,- bis 70,- € im Jahr kosten.
Aber bekommen und haben Sie damit genau die Informationen, die Sie suchen?

Roon funktioniert so, wie die heutige Welt funktioniert.

Wir erhalten Informationen nicht mehr nach dem veralteten Gieskannenprinzip, wobei wir immer nur einige Tropfen des Informationsüberflusses abbekommen und alles, was uns gerade nicht interessiert im Boden versickert und verloren geht.
Heute „rufen wir nur genau die Wassertropfen ab“, die wir gerade brauchen! In dem beruhigenden Bewusstsein, dass alle anderen Informationen auch da sein werden, wenn wir sie abrufen möchten.

Wenn Sie sich also z.B. mal wieder „Wish you were here“ anhören und wissen wollen, wer denn eigentlich das Saxophon so überzeugend gut gespielt hat, dann tippen Sie doch einfach auf „Credits“.
Möchten Sie herausfinden, an welchen Projekten der Schlagzeuger sonst noch mitgewirkt hat oder wer die Background-Sängerinnen waren?    … bei welchem Künstler sie heute mitsingen und ob es vielleicht sogar aktuelle Konzertdaten gibt?
Diese Software stellt Ihnen alles Wissen der Musik-Redaktion zur Verfügung.
Sie haben also einen “Generalzugang” zu deren Datenbank!
Ist das was für Sie?

Lohnt sich Roon jetzt also oder nicht?

Die Antwort darauf können Sie sich nur selber geben.
Wenn es Ihnen ausreicht, Musik zu hören und Ihnen die Informationen dahinter gleichgültig sind, dann brauchen Sie Roon nicht.
Wenn Sie aber Freude daran haben, mehr zu erfahren und Zusammenhänge zu erkennen, dann wird Sie Roon begeistern. Und wenn Sie Roon nutzen möchten, aber einen PC/MAC im Wohnzimmer nicht dulden, dann tun sich da nicht wirklich viele Optionen auf.

Wenn Sie also jetzt von Roon begeistert sind …
und es haben wollen …
Ihnen aber 499,- USD zu teuer sind …
und Sie sowieso gerade einen Streaming-Client suchen …
dann hätten wir da jetzt einen wirklich tollen Tipp für Sie!

Und der fängt mit „ELAC“ an, hört aber mit „Discovery“ noch lange nicht auf!

Wissen sollten Sie, dass die Informationen von Roon nur in englischer Sprache vorliegen und dass Roon zurzeit nur mit Tidal zusammenarbeitet, also nicht mit Qobuz. Aber das dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das ändert.

Kennen Sie schon die 30-Tage-Rückgabe-Garantie von ELAC?
Nein, keine Angst!  Sie müssen den Discovery nicht nach 30 Tagen zurückgeben.
Sie können ihn auch einfach behalten. Auch daran hat ELAC gedacht.  🙂

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Auralic Vergleichstest

Auralic Vergleichstest

Auralic Vergleichstest

Auralic Aries Mini – geht es überhaupt noch besser?

Wer zum ersten mal in seinem Leben einen AURALIC Aries Mini an seine Anlage anschließt, der hat ein paar Tage etwas zum Nachdenken – so viel ist sicher.
Im Vergleich zum gewohnten CD-Player wird dieses Erlebnis oft wie das Eintreten in eine neue Klangwelt empfunden. Man geht durch eine Tür und will nie wieder zurück in den alten Raum.
Schnell entsteht die Frage, ob das, was man da gerade hört, überhaupt noch klanglich zu überbieten ist und man wäre glatt bereit, sich darauf festzulegen, dass das unmöglich sein muss.

Auralic Aries Mini mit Ultra-Low-Noise-Netzteil – geht das immer noch besser?

Doch wie trügerisch dieser Eindruck ist, zeigt uns schon das Anschließen des externen Linear-Netzteils von Auralic. Das Klangbild wird geordnet und stabilisiert. Was im rückblickenden Vergleich jetzt ein wenig „anstrengend“ wirkte, überzeugt plötzlich mit einer souveränen Ruhe.
Hat man vorher gar nicht bemerkt, fällt jetzt aber auf.
Und wieder sitzen wir da und wieder stellen wir uns die Frage, ob das denn nun „das Ende der Fahnenstange“ sein könnte.

Auralic Aries Mini mit Ultra-Low-Noise-Netzteil und Super-Stromkabel – ist das jetzt “das Ende der Fahnenstange”?

Bis wir das mitgelieferte Standard-Netzkabel durch ein hochwertiges Kabel austauschen und plötzlich feststellen, dass dieses Stromkabel für einen größeren Zugewinn sorgen kann, als das Netzteil selber.
Nun gut – mittlerweile haben wir auch den Kaufpreis von knapp 500,- Euro für den Auralic Aries Mini mit dem Ultra-Low-Noise-Netzteil für knapp 300,- und einem Stromkabel für rund 200,- Euro (hier ein Furutech FP-314ag) mal eben verdoppelt.

Aber es hat sich mehr als gelohnt und man wäre ja jetzt auch rundherum zufrieden, gäbe es da nicht den Auralic-Katalog, in dem der Hersteller Geräte anbietet, die noch viel mehr kosten als so ein Aries Mini.

Wozu mit dem Altair noch teurere Geräte anbieten?

Neuerdings gibt es da auch einen „Altair“ genannten „großen Bruder“ vom Aries Mini. Der kostet knappe 2.000,- €, hat das bessere Netzteil schon gleich eingebaut; wird aber leider ebenfalls nur mit einem Standard-Netzkabel geliefert.

Heißt hier doppelter Preis auch doppelte Klangqualität?

Um es kurz zu machen:  Der Sprung in der Klangqualität ist weder mathematisch noch sinnbildlich  zu erfassen oder zu beschreiben, auch wenn wir versuchen, noch so passende Begriffe zu erfinden.

Der Fußballer kennt diesen kleinen aber alles entscheidenden Unterschied zwischen „drin“ und „beinahe drin“.
Beinahe drin ist daneben – basta! Und knapp daneben ist genau so daneben wie ganz weit daneben.
Das Tor zählt nicht – tschüß Pokal!
Wenn Sie wissen wollen, wie sich die Mannschaft “mit dem Pott“ in der Hand fühlt, dann probieren Sie den Altair aus!

Wieder in der Welt der Musikwiedergabe angekommen, behaupte ich, der Altair kann zaubern.
Mit einer absoluten Leichtigkeit vollbringt er das Kunststück, gleichzeitig einerseits explosiv, dynamisch, präzise, analytisch, feinzeichnend, schnell und akkurat zu sein und andererseits den Hörer mit seiner Wärme, seinem Schmelz, seinem Volumen und seiner Klang-Schönheit fast zu hypnotisieren.

Sich davon zu lösen, diesem Klangbild also gleichgültig – emotionslos – gegenüber zu stehen – das wird wohl den allerwenigsten gelingen. Zumindest dann nicht, wenn man den Altair wie ich mit einem der besten Stromkabel des Marktes betreibt, also mit einem Power One von Progressive Audio.

Um es an dieser Stelle mal ausnahmsweise kurz zu machen:  Das Klangbild des Altairs ist für mich etwas Besonderes. Ich merke, dass ich „meinen Altair“ gar nicht mehr hergeben möchte. Ich merke, dass ich nach einer Möglichkeit suche, zu verhindern, dass zukünftige Software-Updates etwas klanglich  „durcheinander“ bringen könnten. Ich merke – dass ich am liebsten einen Zaun um dieses Gerät ziehen würde. Dieses Teil verkaufen? Niemals!
Der Klang muss für mich nicht mehr noch besser werden und schon lange nicht anders. Er muss genau so bleiben wie er beim Altair ist!!!!

Der Altair – nur das Sprungbrett zur Eliteklasse?

Aber bleibt das auch noch so, auch wenn ich meinen Geldbeutel noch weiter öffne und mir mal die „Geräte für Erwachsene“ von AURALIC schnappe?
Was passiert, wenn ich den Aries Femto für rund 1.700,- Euro und den Vega für etwa 3.300,- Euro mit einem adäquaten Digitalkabel verbinde und beiden (!) so ein edles Progressive Audio Netzkabel gönne?
Fliegt mir dann etwa „das Blech weg“ und macht mich das Ergebnis sprachlos?

„Nu mal langsam mit die jungen Pferde!“

Die Antwort darauf ist dann doch etwas komplizierter und für mich eher überraschend.
Beginnen wir mit der Frage, wie wir die beiden Komponenten denn miteinander verbinden wollen.

Viele Wege führen nach Rom?

Es bieten sich an:    USB – COAX – Toslink – und AES
Wählen wir zu jeder Verbindungsart 3 unterschiedliche Test-Kabel, kommen wir bereits auf 12 verschiedene Möglichkeiten.
Bei den USB- und den optischen Kabeln ist der Markt noch nicht ganz so unüberschaubar wie bei den Vertretern mit RCA- oder XLR-Steckern, aber wer will, kann die Anzahl der Testgestellungen hier trotzdem locker einmal verzehnfachen.

Doch reagiert diese Kombi überhaupt auf die unterschiedlichen Verbindungsarten und dann auch noch auf unterschiedliche Kabel?
Die Antwort lautet klipp und klar:  „Und wie!“.

Ob ich den kompletten Hochtonbereich „niederknüppeln“ will oder ob ich die Schärfe der Kombi so übertreiben will, dass man den Hörraum nur noch in einem Schutzanzug eines Kettensägenherstellers betreten darf, mit dem passend ausgesuchten Kabel gebe ich dieser Kombi deutlich mehr als nur den letzten Feinschliff. (sorry – ich musste das einfach so schreiben)
Doch sehen wir einmal von den klanglichen Entgleisungen einiger Kabelhersteller ab, kommen wir schnell zu der Erkenntnis, dass die Auralic-Kombi es einem nicht übel nimmt, wenn man sich einfach für irgendeine Verbindungsart entscheidet. Es ist mir jedenfalls mit den von mir eingesetzten Kabeln nicht gelungen, eine Anschlussvariante heraus zu hören, die den anderen überlegen gewesen wäre.
Viele Techniker bevorzugen aus theoretisch begründbaren Motiven heraus die USB-Verbindung, aber in meinen Tests haben sich die anderen Verbindungsarten keineswegs schlechter geschlagen.
Der Besitzer dieser Kombi ist also gut beraten, aus dieser Kabelfrage keine Wissenschaft zu machen. Solange er sich vor den extremen Ausrutschern hütet, kann er sich auf der sicheren Seite fühlen.

Wer es aber liebt zu experimentieren, der sollte daran denken, dass das Experimentierfeld ja bei den Kabeln noch lange nicht endet. Der Markt hält etliche Zusatzgeräte parat, die sich um die Taktung, Clock, Jitter und noch viel mehr kümmern und zwischen Femto und Vega eingeschleust werden können. Dafür brauchen wir dann natürlich ein Kabel für die Verbindung Femto-Zusatzgerät und ein zweites für die Verbindung Zusatzgerät-Vega. Natürlich bieten die meisten Zusatzgeräte dann auch noch alle vier Anschlussarten an und jetzt überlasse ich es Ihnen, sich auszurechnen, auf wie viele Testgestellungen Sie mit Ihrem Geräte- und Ihrem Kabelpark insgesamt kommen.

Kann man diese so „schreckliche anmutende Aufgabe“ vermeiden?
Ja – kann man getrost.

Wir hatten ein paar Kabel zum Testen da, die zum Teil „selbstgebastelt“ waren, zum Teil aber auch auf ganz bestimmte Sounds getrimmt waren. Jeder dieser Versuche führte zu deutlichen Klangverschlechterungen.
Griffen wir einfach zu einem beliebigen USB-Kabel vom PC, einem optischen Kabel für 10,- Euro oder einem der Digitalkabel, die wir ständig im Programm haben, ließen sich die Klangunterschiede in engen Grenzen halten.

Und wie ist nun die Kombi aus Aries Femto und Vega?

Alles in allem, hat man mit der Femto-Vega-Kombi eine Zusammenstellung vor sich, die mit ihrem akkuraten Klangbild überzeugend aufzutreten weiß.
Also lasse ich jetzt mal die Kombi aus Femto und Vega gegen den Altair antreten.

Nehmen wir dazu folgendes Musikbeispiel:
Dean Martin – „Smile“ vom Album „Dream with Dean“ (übrigens ein Song von Charlie Chaplin)

Wieso nehme ich ausgerechnet dieses Beispiel? Ganz einfach: Weil es so wunderbar polarisiert.

Dean Martin kennt meine Generation aus den Filmen mit Jerry Lewis und der Name Jerry Lewis allein dürfte bei vielen schon einen Würgreiz auslösen, denn auch er polarisiert extrem.
Dean Martin ist für viele von uns denn auch nichts anderes als eine “Witzfigur” – ein singender Komödiant.
Alkohol- und medikamentensüchtig – und wenn er Musik gemacht hat, dann waren es Schnulzen, die das Ziel hatten, die Damenwelt zu umgarnen, damit sie seine Alben kauften.
Es war nicht seine Stimme, die darüber entschied, ob man ihn mochte oder nicht, es war das „Paket“, ohne dass es diese Stimme von Dean Martin eben nicht gab.
Und jetzt streame ich diesen Song über den Altair – was geschieht?

Dean Martin – was für eine Stimme!

Ich sitze zunächst ein wenig angespannt vor meiner Anlage. Merke aber nach ein paar Tönen, wie ich mich lockere. Ich höre diese sonore Stimme, die auf mich plötzlich eine ähnliche Wirkung auszuüben scheint, wie die Stimme einer Mutter auf ihr Kleinkind, das sie beruhigen will.
Ich erlebe, wie Dean Martin Töne mit unterschiedlichem Charakter zu einer ganzheitlichen Melodie kunstvoll aneinanderreiht; jeder Ton passt dabei exakt zu jedem Wort und ich bemerke, dass ich wie ein Wiederkäuer auf dem Sofa sitze, weil ich gar nicht anders kann, als mit meinem Mund seine Art zu singen nach zu äffen. Er singt nicht “clouds” und es klingt wie “cloutz” – er singt “clau” dann ein nur angedeutetes, ganz zartes “d” und sofort folgt das “s” – kein ß – sondern ein S wie wenn wir eine Stubenfliege nachmachen.
Es besteht kein Zweifel. Was auch immer ich in meinem Leben von Dean Martin gehalten habe, ich bin gerade dabei, mich in seine Stimme, seine Ausstrahlung und seine Art zu artikulieren zu verlieben.
Ich habe gar nicht gewusst, wie toll so ein Dean Martin singen kann.
Und ich kann gar nicht anders: Ich höre das Album fast komplett durch.

Wie klingt Dean Martin über die Kombi Femto – Vega?

Und jetzt kommen wir zu der Frage:  Was macht denn unsere Femto-Vega-Kombi daraus?
Ich starte wieder den Song “Smile”.

Nanu!?  Was ist passiert?
Irgendwie ist das jetzt nicht „besser“ geworden, oder?

Dean Martin steht weiter weg von mir. Ich höre nicht mehr nur „den Kopf“, seinen Mund, ich bekomme ein Bild von einem singenden Mann präsentiert, der auf einmal in „Lebensgröße“ (1,79 m) vor mir steht.

Mir gehen so Begriffe wie “entglorifiziert” durch den Kopf, denn das Schmeichelnde ist verschwunden. Vor mir steht ein singender Mann mit einer tollen Stimme – aber er begeistert mich nicht.
Der Bass, die E-Gitarre – alle Töne, die mit dem Altair den Raum mit Schwingungen gefüllt haben, stehen jetzt präzise ortbar an ihren zugeteilten Plätzen. „Das Schöne“ aber ist irgendwie weg.
Ich musste andere Aufnahmen auflegen und meine Feststellungen bestätigten sich.

Die Kombination aus Femto und Vega ist in der Lage, die Aufnahmesituation und damit den Aufnahmeraum und jedes einzelne Instrument darin klar umrissen abzubilden und zu positionieren.
Präsentiert mir der Altair den singenden Mund von Dean Martin, präsentiert mir die Kombi seine komplette Statur – bis hin zu den Füßen.

Was soll ich mit Dean Martins Füßen?

Entschuldigung – mit dieser polemischen Frage ergreife ich Partei – das sollte ich an dieser Stelle nicht tun.
Schon deshalb nicht, weil Femto und Vega eine ganze Klangklasse höher anzusiedeln sind als der Altair – irgendwie.
Und doch möchte ich im Moment nicht tauschen.

Das „Richtigere“ zieht mich hier gerade nicht an – ich flirte da lieber weiter mit dem Altair.
Bei klassischer Musik „erklärt“ mir die Kombi, an welcher Stelle im Orchester welche Instrumente sind, der Altair zieht mich in die Musik hinein.
Hardrock ist eh nicht so mein Fall – die Kombi zeigt mir, wieso. Der Altair versucht, zwischen mir und dieser Musik eine Brücke zu bauen.„Der Altair spielt einfach viel schöner!“ höre ich mich sagen, obwohl ich allein im Zimmer bin.
Aber ist es die Aufgabe eines Streamers, schön zu spielen?
Kommt nicht die Kombi deutlich stärker ihrer Aufgabe nach als der Altair?

Wer macht das?  Femto oder Vega?

Ich versuche herauszufinden, ob sich meine Feststellungen einem der beiden Geräte aus der Kombi zuschreiben lassen und schließe zunächst den Femto an den Wandlereingang des Altair an und danach im zweiten Testdurchgang den DAC-Ausgang des Altairs an den Vega.
Was dadurch geschieht, ist die Bestätigung meiner Logik.
Beide Varianten führen dazu, dass das Klangbild des Altairs einen Tacken an Schönheit verliert, dafür aber akkurater wird.

Ob man den Femto zum Streamen und den Altair zum Wandeln benutzt, oder mit dem Altair streamt und dem Vega die Aufgabe des Wandelns überlässt, führt fast zu exakt gleichen Ergebnissen.

Beide Kombinationen tun dem Altair gut – aber wie sieht nun das alles-entscheidende „Zielfoto“ aus?

Wer geht hier als “Sieger” hervor?

Für mich persönlich lautet die Antwort darauf eindeutig:  Der Altair !!

Er gibt mir in keiner Sekunde das Gefühl, nicht akkurat oder präzise genug zu arbeiten. Seine Dynamik ist immer wieder fast schon als „explosiv“ zu bezeichnen, doch baut er auch eine faszinierende emotionale Brücke zwischen mir, der Musik und den Musikern auf.

Das ist süchtig machend und davon komme ich wohl so schnell nicht wieder los.

Empfehlungen?

Wer für seinen vorhandenen DAC einen perfekt abbildenden Streamer sucht, der sollte den Auralic Aries Femto in seiner Test-Range nicht vergessen – er unterschlägt nicht das kleinste Detail und bildet sowohl kleine Besetzungen als auch große Orchester mühelos naturgetreu ab.

Wer seinen digitalen Quellgeräten einen „ganz großen Wandler“ an die Hand geben will, der wird auch an einem Vega-Test nicht vorbei kommen können, denn klangliche Unzulänglichkeiten sind ihm ebenso fremd wie der Versuch, sich durch einen auffallenden Sound ins Ohr zu schmeicheln, der sich immer über alles legt.

Wer jedoch im Moment darüber nachdenkt, ob er sich „nur den Altair“ oder gar die Kombi zulegen soll, der muss wissen, dass er sich mit Femto und Vega zwei Diven ins Haus holt, die es einem nicht verzeihen, wenn sie nicht eine „Kette ihres Standes“ als Mitspieler erhalten.

Und wie reize ich die Kombi aus Femto und Vega aus?

Um dieser Kombi zu der bereits von Anfang an überzeugenden „Richtigkeit“ in der Darstellung auch noch die Emotionen des Altairs hinzuzufügen, musste ich richtig tief in die Trickkiste (und die Tasche) greifen.
Erst als ich die Stromkabel noch einmal gegen die MK II-Versionen von Progressive Audio gewechselt und alle Verbindungen durch die Monteverdi-Serie aus gleichem Hause ersetzt hatte, war der Weg frei und ich hatte den Eindruck, als würde sich die Kombi „endlich wohl fühlen“.
Welchen Gesichtspunkt man auch immer betrachten wollte, nun stimmte einfach alles und selbst der emotionale Teil stellte den Altair nun endlich in den Schatten.
Mittlerweile waren wir aber natürlich auch bei einem Gesamtpreis von über 10.000,- Euro angekommen.

Fazit:

Wer alles, was in China produziert wird, immer noch mit den Wegwerfartikeln gleichsetzt, die wir von dort gewohnt sind, der wird wohl bald umdenken müssen.
Mit Auralic sehen wir eine noch recht junge Firma wachsen, die den Nerv der Zeit erkannt und das nötige Wissen dazu hat, die heute benötigten Geräte zu entwickeln und zu liefern.
Mit der aktuellen Angebotspalette deckt man vom gehobenen Konsumbereich bis hin zum Luxus-High-End-Artikel den gesamten Marktbedarf ab und gehört zudem in jedem Preisbereich mit zu den klanglichen Vorreitern.

Der Mini ist dabei das erstaunlichste Gerät.
Denn wer ihn einfach mal gegen seinen heutigen CD-Spieler antreten lässt, der versteht die Welt nicht mehr.

Der Altair ist eine Woche nach seinem Erscheinungstermin schon „Everybodys Darling“.
Beherrscht er doch die Kunst, unterschiedliche Prioritätensetzungen zu vereinen und beide Lager glücklich zu machen. Und das auf einem Klang-Niveau, mit dem man nicht nur aus preislichen Gründen zufrieden sein muss, sondern mit dem man vom Preis losgelöst auch extrem gut zufrieden sein kann.

Erst wenn man auch zu deutlich höheren Preisen keine Berührungsängste hegt, sorgt die Kombination aus Femto und Vega noch einmal für einen klanglichen Abstand.
Um aber wie der Altair beide Klang-Lager zufrieden stellen zu können, bedarf es einer extrem fein abgestimmten Verkabelung.
Dann allerdings dürfte man damit den derzeitigen Streaming-Olymp bestiegen haben.

Den Mini in beiden Farben haben wir eigentlich immer lagermäßig vorhanden und auch ein persönliches Abholen ist nach Absprache kurzfristig möglich.
Da einige unserer Kunden vom Mini auf den Altair wechseln, haben wir derzeit auch einige Gebrauchtgeräte günstig im Angebot. Einfach mal anrufen.

Den Altair haben wir in der Vorführung und auch bereits mit schwarzem Gehäuse ausgeliefert. Mit silberfarbenem Gehäuse ist er für Ende September angekündigt. Wer aus der ersten Lieferung einen ergattern will, sollte rechtzeitig vorbestellen.

Auch den Femto haben wir in der Vorführung. Er ist genau wie der Vega kurzfristig lieferbar.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Sie “Ihren Lieblings-Auralic” bei uns ordern würden.
Am besten ist, sie rufen uns vor Ihrer Bestellung kurz an. Manchmal laufen bei uns Gutscheinaktionen und die wollen Sie sich doch nicht entgehen lassen, oder?

Auralic Altair

Auralic Altair

Auralic Altair

 

Ein “Blitzbericht” – drei Stunden, nachdem wir diesen Ausnahme-Streamer kennenlernen durften:
(weitere Berichte werden sicherlich folgen)

Der AURALIC Altair ist angekommen!
„Jetzt hat die Seele endlich Ruhe!“

Heute ist endlich der Altair angekommen!
Anschließen – warm werden lassen und ein paar Kunden anrufen, die um die Ecke wohnen und auch schon seit Monaten auf diesen Moment warten.

Bis sie eintrudeln, höre ich ihn mir schon mal kurz an, um heraus zu finden, ob auch dieser Auralic auf das Auswechseln des Stromkabels reagiert. Das Netzteil ist ja integriert und da bleibt zum „Spielen“ nur das Stromkabel.
Und nach wenigen Sekunden steht fest: Für den folgenden Test brauchen wir das beste Stromkabel, was ich auftreiben kann. Logischerweise werde ich da beim Progressive Audio mit den 50-er Furutechs ganz schnell fündig.

Ein Kunde nach dem anderen trifft ein und der Platz auf meiner Couch ist hart umkämpft.
Den folgenden Dialog gebe ich einfach mal so ungefiltert weiter, denn er benötigt wohl keinerlei Kommentare:

„Ist das ne Röhre? Wie weich spielt der denn!? Hört mal die Saiten!“ (Nils Lofgren, Keith don`t go)
„Weich? Was hörst Du denn? Hört doch mal den Unterschied zwischen den einzelnen Fingern, mit denen Nils spielt! Eine Röhre, die das soo deutlich macht, die muss wohl erst noch erfunden werden!“
„Aber hör Dir das doch mal an! Die einen Saiten klingen klar nach Stahl und andere nach Nylon. Der hat doch nicht unterschiedliche Saiten drauf, oder?“
„Nee – der spielt nur manche mit den Fingern und andere mit dem Daumen – daher kommt das!“
„Aber ich bleibe dabei – gerade diese Scheibe klingt in 99% aller Fälle ätzend kalt, hart, viel zu hell, zu dünn und einfach nur nervig. Hier ist das ja auf einmal wie zu Weihnachten, fehlen nur noch die goldenen Christbaumkugeln. Das ist einfach nur wunderschön und gemütlich!“
„Gemütlich? Wo hörst Du denn hin? Das ist doch so dynamisch, wie ich den Song in meinem ganzen Leben noch nicht gehört hab. Hör doch mal mit welcher Power der eine oder andere Ton kommt, während andere Töne fast lautlos zu sein scheinen! Und hört doch mal auf diesen riesigen Raum! Wie willst Du denn mit einem gemütlich spielenden System einen solchen Raum derart klar umrissen abbilden, wie Du ihn hier hörst!“
„Ja, sicher, der Raum ist einfach nur geil, aber ich bleib dabei, manche Töne von diesem Stück habe ich noch nie so voller Körper gehört. Spiel doch mal was anderes.“
Ich wechsle zu Patricia Barber – Summertime und es herrscht minutenlange Stille. Dann:
„Wie schwingt denn der Bass? Das gibts doch gar nicht. Ich hab ja das Gefühl, die Luft vor den Saiten würde zu mir herüberschwingen! Aber nicht aus den Lautsprechern – sondern von genau dort aus der Mitte, da, wo der Bass steht. Mach doch mal My Girl!“.
„Ja, gibt es denn so was? Habt Ihr dieses Gööörl schon mal so gehört? Die Barber singt nicht einfach nur Göörl – die singt irgendwie Gö-ö-örl – der Mund bewegt sich bei diesem einen Ton und der Ton verändert sich dadurch. Er bekommt ein anderes Volumen, einen anderen Ausdruck. Bisher hab ich immer nur Göörl gehört – ein (!) Ton – ein (!) Ausdruck – ein (!) Volumen – eine (!) Klangfarbe – und jetzt?!! Die Barber macht ja aus dem einen Ton ein ganzes Lied!!!“
„Aber was mich wundert ist, wie viel Fleisch in jedem Ton steckt! Wie viel Körper, wie viel Mensch!!! Ich kenne analytische Ketten, die die Informationen irgendwie auch fast so spielerisch aufbauen, aber auf Kosten des Volumens!! Hier geht nicht der Hauch einer Information verloren, hier kann man die Lippen von der Barber berühren – denn man sieht sie ja fast! Aber es sind eben nicht nur die Lippen, es ist eine echte Frau dahinter!“

Dialog ende. Nicht tatsächlich, denn das ging noch fast zwei Stunden so weiter. Aber inhaltlich schon, denn die Aussagen wiederholten sich sozusagen in einer Schleife.

Ich hab dieses Teil jetzt gerade einmal seit etwa 3 Stunden in Betrieb und sollte Profi genug sein, um mich erst einmal zurück zu halten.
Doch ich schaffe es nicht.
Dieses Teil zwingt mich einfach zu folgenden Aussagen:

Hören Sie gerne auch die allerfeinste Information? Den Raum, die Größe und die Umrisse eines Instrumentes? Den Standort? Wollen Sie mitbekommen, wenn der Musiker seine Position verändert, wenn er sich ein wenig dreht? Wollen Sie unbedingt hören, mit welchem Finger der Gitarrist die Saiten anschlägt? Wollen Sie das Zischen der Luft hören, wenn ein Saxophon gespielt wird? Wollen Sie hören, wie eine Saite förmlich explodieren kann – wie ein Geschoss?
Stehen Sie also auf Präzision, Analytik, Dynamik, Schnelligkeit und Lebendigkeit?
Herzlichen Glückwunsch!
Sie haben den richtigen Streamer samt Wandler gefunden!!

Hören Sie viel lieber warme, fast gemütliche Töne? Körperhafte Klänge? Wollen Sie die Größe und die Holzart eines Konzertflügels erahnen können? Hören können, wie hoch die Snare des Schlagzeugers ist und seinem virtuellen Spiel folgen, wenn er vom Schlägel auf Strohbüschel wechselt wie bei Kari Bremnes Band?
… wenn er Wasser auf das Fell der Stand-Tom gibt? Wollen Sie diese hölzernen Geräusche von den Pedalen auf Keith Jarrets Köln Konzert so sonor hören, wie sie klingen würden, wenn Sie vor diesem Instrument stehen dürften? Wollen Sie die Übergänge von einem Ton zum Hauchen und danach zum Atmen so hören, als würde der Sänger direkt vor Ihnen stehen? Möchten Sie die unterschiedlichen Körper zwischen Sängerinnen dargeboten bekommen, auch wenn es sich nicht im Vergleich um Suzanne Vega und Mercedes Sosa handelt?
Kurz – lieben Sie die Wärme und die Harmonie in der Musik? Das was Sie dazu bringt, stundenlang Musik hören zu können, ohne sich dabei anstrengen zu müssen? Musik, die Ihnen das Gefühl gibt, in einer warmen Badewanne zu liegen und Ihren Gedanken nachgehen zu können, um sich einfach nur einmal auszuruhen?
Herzlichen Glückwunsch!
Auch Sie haben den richtigen Streamer samt Wandler gefunden!!

Bleibt nur die Frage: Geht das noch besser?
Und ich bin mir sicher, wer sein Geld mit der Schubkarre zu seinem Händler fährt, der wird möglicherweise an irgendeiner Stelle noch ein Schüppchen drauflegen können.
Ohne an anderer Stelle wieder auf etwas verzichten zu müssen?
Das wird wohl eher schwer werden!

Doch es geht hier überhaupt nicht um die Frage, ob das jetzt noch besser geht.
Schon der Auralic Mini, aufgerüstet mit dem externen Netzteil und einem guten Stromkabel, wird in den allermeisten Ketten zu Recht darauf hinweisen dürfen, dass man bitteschön doch erst einmal die anderen Komponenten anpassen sollte, denn um den Mini zum „schwächsten Glied“ in der Kette benennen zu dürfen, muss man schon echte „Kaliber“ an Lautsprechern und Verstärkern auffahren.
„Einem reichen“ – wird also auch der Mini schon in den allermeisten Fällen.
Der Altair jedoch wird seinen Platz in den allerbesten High-End-Ketten suchen und finden.
Vor allem wird er dort Einzug halten, wo man eben nicht bereit ist, nur für ein wenig Chrom, fette Gehäuse und image-trächtige Logos Unsummen zu bezahlen; jedenfalls nicht, wenn sie dem Altair doch klanglich nicht das Wasser reichen können.
Sicher tut sich hier die Frage auf, ob nicht ein Aries Femto an einem Vega aus eigenem Hause den Altair in die Schranken verweisen kann. Doch angesichts des erforderlichen Zubehörs (Kabel) sprechen wir hier über einen Preisaufschlag von mindestens 3.000,- Euro.
Für einen echten High-Ender ganz bestimmt keine unüberwindbare Hürde, aber um meine Kunden dahin zu beraten, fehlt mir einfach die Vergangenheit in einem reichen Elternhaus.
Als Sohn eines Bergmannes habe ich es mit seiner Unterstützung und seinem Antrieb – wie man so sagt – „weit gebracht“ – und der Altair zeigt mir eines deutlich: Mit ihm habe ich es auf jeden Fall weit genug gebracht. Weit genug, um zufrieden zu sein. Nicht zufrieden sein zu müssen, sondern zufrieden sein zu können.
Und wenn Sie mich am Ende dieses „Blitzberichtes“ nach einer Zusammenfassung zur Altair-Beschreibung fragen, kann ich nur sagen: Er macht zutiefst zufrieden; beendet die Suche nach mehr und besser und schenkt “innere Ruhe”.
Ich hatte viel erhofft und auch einiges erwartet, aber was hier heute vor mir steht, übertrifft das alles.

 

 

High End 2016 AUDIOSAUL-Bericht Teil 2

High End 2016 AUDIOSAUL-Bericht Teil 2

High End 2016 AUDIOSAUL-Bericht Teil 2

 

Lesen Sie hier den High End 2016 AUDIOSAUL-Bericht Teil 2.
Nachdem ich im ersten Teil meines Berichts meine persönlichen Eindrücke von der Messe beschrieben habe, möchte ich diesen zweiten Teil dazu nutzen, von den interessanten Neuigkeiten der Hersteller und Produkte zu berichten, die sich in unserem Portfolio befinden, oder die mir besonders aufgefallen sind.

Und gemäß unseres Studio-Schwerpunkts muss ich einen solchen Bericht natürlich beginnen mit …

Progressive Audio Elektronik

Progressive Audio Messeraum 2016

Progressive Audio Messeraum 2016

Ralf Koenen, Inhaber und Chef-Entwickler der etablierten deutschen Marke „Progressive Audio“ hat in seiner High-End-Manufaktur wieder einmal das Unmögliche möglich gemacht. Scheuten doch selbst „alte Hasen“  unter den Test-Redakteuren nicht davor zurück, seinen Vollverstärker A1 bereits als einen der „weltbesten Verstärker“ zu bezeichnen, müssen sie sich jetzt wohl neue Umschreibungen einfallen lassen, denn der „Progressive Audio A901“ ist da, war zu sehen, war zu hören.

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Für viele Interessenten wird wohl die Tatsache von großer Bedeutung gewesen sein, dass der A901 im Gegensatz zu seinem Vorgänger über Bedientasten auf der Frontplatte verfügt, womit nun eine Bedienung des Verstärkers auch dann gewährleistet ist, wenn z.B. die Batterien in der Fernbedienung streiken oder man das Ding mal wieder einfach nicht finden kann.

Auf der neuen 20 mm starken (!!) Acryl-Frontplatte, über die ab sofort alle Progressive Audio Elektronik-Komponenten verfügen, sieht das dann sogar richtig gut aus. Ich selbst hätte mich darüber gefreut, wenn es den A901 wie seinen Vorgänger auch weiterhin wahlweise mit einer ALU-Frontplatte gegeben hätte, aber laut Koenen stand ich mit diesem Wunsch wie der einsame Rufer im Walde da.

Von größerer Bedeutung als die Design-Änderungen, dürften aber die Neuigkeiten innerhalb des schicken Gehäuses sein.
Doch wie seit Anbeginn der Firmengeschichte hält sich der Maestro da ziemlich bedeckt und zugeknöpft. Von einem Schaltnetzteil hört man da – na gut, das sagt nicht jedem was. Die komplette Eingangsstufe ist neu und die Module, die die Versorgung der Silicium-Carbit-Transistoren übernehmen, sind neu. Überhaupt verfügt der A901 über einen inneren Aufbau, der sowohl seine Produktion als auch spätere Upgrades erleichtern soll, weshalb es nicht möglich/wirtschaftlich sein wird, aus seinem A1 einen A901 machen zu lassen.
Das ist es auch schon, was man aus diesem Entwickler heraus bekommt.
Selbst mit Hinweis auf unsere 30-jährige Freundschaft gelingt es mir nicht, ihm tiefergreifende Details zu entlocken.
Allerdings scheint die Ursache dafür, dass Progressive Audio überhaupt einen neuen Verstärker entwickelt hat, nicht unerheblich an den neuen Digitalformaten und den auf den Markt drängenden Streaming-Komponenten zu liegen.

High-Res-Audio spielt feiner, bringt mehr Details, hat mehr Druck, mehr Dynamik und mehr Klangfarben als die Musik, die wir bisher auf einer CD vorgefunden haben. Bei einer High-Res-Audio-Aufnahme erlebt man einfach mehr Realität; da werden Musiker „lebendiger“.

Dieser Erkenntnis trägt auch der A901 Rechnung und spielt gefühlt alle vier Asse auf einmal aus.
Unverzichtbar war es für Ralf Koenen deshalb auch, seinen CD-Player mit einer neuen Digital-Eingangsstufe zu versehen. Wer einen Streamer oder Musik-Server an den Digital-Eingang des neuen Progressive Audio-CD-Players anschließt und ihm somit die Wandlung der digitalen in analoge Signale überlässt, um diese dann an den A901 weiter zu leiten, der dürfte sich wohl in eine Situation bringen, die nur Bergsteiger kennen, wenn sie nämlich ganz oben angekommen sind.
Mit dieser Kombination ist der Eigentümer jedenfalls auf alle neuen Medien und Komponenten vorbereitet, die uns der Markt in den nächsten Jahren noch präsentieren wird und gleichzeitig kann er mit ihr die CD-Ära so langsam oder schnell ausklingen lassen, wie es ihm beliebt.
Besitzer eines CD2 wird es freuen, dass sich das neue Digital-Modul auch in vorhandene CD-Player dieser Marke integrieren lässt.

Progressive Audio Lautsprecher

Bis auf die ganz große Transformer-Serie hatte Progressive Audio seine kompletten Lautsprecher-Modellreihen mitgebracht, bis hin zur Keramik-Pearl, die sehr beeindruckend lief, obwohl man das in diesen „Messe-Aquarien“ eigentlich für unmöglich halten sollte.

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Die meiste Zeit jedoch war die Extreme 1 zu hören, mit der Progressive Audio in diesem von Boxen-Monstern geprägten Messe-Umfeld wunderbar demonstrieren konnte, dass man sein Know-How auch schon mit der allerkleinsten Box unter Beweis stellen kann.
Das kam bei den Besuchern sehr gut an, und die Frage, wie denn da jetzt wohl die größeren Modelle klingen müssen, lag vielen auf der Zunge, die den Raum von Ralf Koenen wieder verließen.

Leider war der zu der Aktiv-Serie gehörende Vorverstärker nicht mehr rechtzeitig fertig geworden, so dass die aktive Extreme oder Elise „nur gezeigt“ wurden. Das war wirklich schade, denn nicht wenige High-Ender stellen sich gerade gedanklich eine Kette zusammen, die aus aktiven Lautsprechern und minimaler Elektronik bestehen soll.

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Und in aktiver Ausführung ist jeder Progressive Audio Lautsprecher zu haben.
Doch die ToDo-Liste eines Ralf Koenen ist mit der Vollendung des ersten Progressive Audio Vorverstärkers der Firmengeschichte noch lange nicht abschließend beschrieben.
Sieht man auf dieser Liste doch noch einen reinen DA-Wandler für alle, die heute schon keine CDs mehr besitzen und zwei ganz besondere Phonoteile. Die letzteren darf ich deshalb schon jetzt so sehr loben, weil ich von ihnen einen Prototypen seit einigen Wochen in meinem Studio betreibe. Das besondere an diesen Teilen ist die Tatsache, dass sie nicht die Spannung eines Tonabnehmers auswerten, sondern den Strom.
Dadurch gibt es keine Fehlanpassungen mehr zwischen Tonabnehmer und Phonoverstärker. Den elektrischen Abschluss (z.B. mit 100 Ohm) den gibt es hier sozusagen nicht mehr.
Und wenn ich auch stündlich den Plattenspieler wechsle oder den Tonabnehmer – „Stecker rein und fertig“.
Passt immer und das Ergebnis ist das klangliche Maximum – immer  – und mit jedem Tonabnehmer.
Von so etwas durfte ich als Händler 30 Jahre lang nur träumen!

Wer dieses Phonoteil hört, der wird es nicht glauben können, dass Progressive Audio für das Serienmodell weniger als 4.000,- Euro abrufen will. Lieferbar soll es ab Herbst 2016 sein. Wer jetzt schon einmal hinein hören möchte,  ist herzlich eingeladen.

Progressive Audio Kabel

Das kommt dabei heraus, wenn man Ralf Koenen sagt, dass seine Kabel für die Käufer der Extreme-Lautsprecher-Reihe zu teuer sind – und heißt dann 711.
Dass wohl niemand auf die Idee kommt, einen Satz Lautsprecherkabel für 16.000,- Euro (Gran Callas) an eine Box für 4.000,- Euro zu klemmen, dürfte klar sein. Aber auch die Kabel-Serien Verdi und Monteverdi passen preislich noch nicht zu der kleinen erfolgreichen Lautsprecher-Serie.
Seine kleinste Kabelserie „Donizetti“ jedoch, ist einfach schon zu „alt“ geworden und entspricht nicht mehr den Anforderungen, die er mit der Extreme-Serie selbst noch einmal angehoben hat.
Also stellte sich Ralf Koenen dieser Aufgabe und machte es den Automobilbauern gleich, die einfach ihre Erkenntnisse aus dem Motorsport in die Groß-Serien übernehmen und entwickelte ein bezahlbares Kabel, das für mich eine der größten Überraschungen überhaupt darstellt.
Merke ich doch immer wieder, dass ich bei meinen Vorführungen fast lieber auf das 711-er zurückgreife als auf die größeren Serien.
Nicht, dass das 711 jetzt besser wäre als ein Verdi oder gar Monteverdi, aber es ist nun einmal Tatsache, dass bessere Komponenten auch bessere Mitspieler benötigen, um zu zeigen, was in ihnen steckt.  Von einem Ronaldo wird man ohne passende Flanken auch nicht viel Genialität erwarten können.
Das 711-er jedoch setzt sich über solche Anforderungen hinweg. Ihm ist es völlig gleichgültig, „aus welchem Holz die Mitspieler geschnitzt sind“ und es spielt wie es nur spielen kann. Es passt immer, erlaubt sich keine Launen und ist preislich absolut unangreifbar.

Dieses Kabel in der Range eines reinen Kabelherstellers – und es wäre sofort eines seiner „Spitzenprodukte“. Hier bei Progressive Audio geht es leider ein wenig unter, denn es ist nun einmal das „kleinste“ Kabel – entwickelt für die „kleinste Boxenserie“.
(Ein 0,8m-Satz 711-er Cinch-Kabel liegt bei 448,- € (XLR 498,- €) und ein 3m-Satz 711-er Lautsprecherkabel liegt bei 980,- €.)

ASR – Friedrich Schäfer

Ein neuer Emitter mit „High-Res-Audio-Qualitäten“!?

Emitter HV Front

Emitter HV Front

Wer die Messe besucht hat, wird jetzt vermutlich fragen: „ASR? Wo waren die denn? Hab ich die übersehen?“. Doch keine Angst – Sie haben keinen Raum verpasst. ASR hat es in diesem Jahr bevorzugt, sich lediglich „im Stillen“ mit seinen Händlern zu treffen.
Angesichts voller Auftragsbücher und einer Lieferzeit von vier bis 6 Wochen zwar eine nachvollziehbare Entscheidung, aber ganz bestimmt hätten sich manche Besucher auch über ein ASR-Zimmer gefreut, wozu ich mich selber auch zähle.

Die Haupt-Neuigkeit, die ASR zu bieten hat, wäre nämlich auch ein echter Paukenschlag gewesen! Denn nach der letzten großen Modelländerung im Jahre 2007 gibt es just in diesem Moment eine völlig neue Exclusive-Modellreihe, die wieder einmal den Upgrade-Fähigkeiten vorheriger Emitter ein Ende setzt, da sie auf eine grundlegend geänderte Hauptplatine aufsetzt.
Die Schlagworte heißen „High Voltage Elkos“ und meinen damit, dass in den neuen Exclusive-Modellen 80V-Kondensatoren  (100V beim Emitter II) ihren Einsatz finden.

Emitter HV Platine

Neben einer ganzen Reihe von kleineren Modifikationen sorgen vor allem diese Hochvolt-Bauteile dafür, dass die klanglichen Zugewinne, die uns der Umstieg von CD auf High-Res-Audio-Formate beschert, nicht hinter dem Quellgerät direkt schon wieder verloren gehen.
Schnelligkeit, Druck, Präzision, feinste Details, die Ausleuchtung des Aufnahmeraumes in allen Dimensionen und das alles gepaart mit der sagenhaften Souveränität, die auch alle bisherigen Emitter bereits auszeichnete – nicht weniger verspricht Ihnen ASR beim Kauf eines der neuen ASR HV-Emitter-Modelle.
Der Emitter I ist bereits seit einiger Zeit in dieser Version lieferbar und auch wir haben schon Geräte ausgeliefert. Das II-er Modell ist ab sofort bestellbar.
Ich selber war beim ersten Hörtest „heilfroh“, dass ich „meinen Emitter“ sofort wieder erkannt habe. Doch bereits nach wenigen Takten durfte ich wahrnehmen, dass da etwas bisher Ungewohntes hinzu gekommen ist. Friedrich Schäfer hat mit der HV-Version tatsächlich das Kunststück fertig gebracht, den hochauflösenden Quellgeräten der heutigen Zeit wie Streamern oder Musik-Servern einen Verstärker-Partner an die Seite zu stellen, der all ihre Fähigkeiten und Tugenden unterstützt. Und das alles, ohne auch nur einen Hauch Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass man seine Musik über einen Emitter hört.
Doch erst wer sich diesen HV-Emitter genauer ansieht, ahnt, dass sich hier so etwas wie eine Revolution anbahnt.
Wagt sich Friedrich Schäfer doch mit einer Anpassungsmöglichkeit der Eingangswiderstände, dem ständigen Streit darüber, ob sich Kabel nun auf den Klang auswirken oder nicht, ein Schnippchen zu schlagen und gibt einfach beiden Lagern Recht.

Grundsätzlich stimmt Friedrich Schäfer denen zu, die die Ursache für Klangveränderungen nicht im Kabel sehen, sondern in der fehlenden Anpassung der Komponenten untereinander. Gäbe es hier eine Norm für Ein- und Ausgänge, müsste es auch eine Norm für den Wellenwiderstand eines Kabels geben – und schon seien Klangunterschiede durch Kabel nicht mehr vorhanden oder zumindest deutlich weniger wahrnehmbar, so Schäfer. In fast allen anderen Elektronik-Bereichen sei das eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren von kabelgebundenen Verbindungen. Kein Computernetzwerk könnte ohne diese genormte Anpassung funktionieren. Nur im Audio-Bereich koche jeder sein eigenes Süppchen.

Aber Friedrich Schäfer ist zu professionell und routiniert, um sich auf solch eine Diskussion lange einzulassen. Er sieht seine Aufgabe nicht darin, die Welt zu verbessern, sondern vielmehr darin, den Emitter zu verbessern. Und genau deshalb macht er eben aus der Not eine Tugend und versieht seinen neuen HV-Emitter mit der Möglichkeit, die Eingangsimpedanz zwischen 500 Ohm und 22.000 Ohm anzupassen.

Emitter HV Sub Out und Eingangswiderstand

Dass man nur selten die Werte der Quellgeräte und der Kabel kennt, spielt hier kaum eine Rolle, denn die Klangunterschiede sind je nach Einstellung doch deutlich genug wahrnehmbar. In der Bedienungsanleitung finden Sie weitere Tipps für die passenden Einstellungen für z.B. Transistor- oder Röhren-Quellgeräte.

Doch auch im Ausgangsbereich finden wir solch eine Möglichkeit unter der Bezeichnung „Kompensations-Anpassung“. Hochkapazitive Kabel oder impedanzkritische Lautsprecher sorgen immer wieder dafür, dass ein Verstärker nicht einmal die Chance bekommt, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Ein toller Lautsprecher, ein toller Verstärker und auch noch wahnsinnig gute Kabel – und doch mögen sie sich einfach nicht. Mit der Kompensationsanpassung im neuen HV-Emitter gehört dieses Phänomen der Vergangenheit an. „Was nicht passt wird passend gemacht“ – könnte man sagen.

Kompensationsanpassung

Verlocken diese vielen Möglichkeiten nicht dazu, mit ihnen „herumzuspielen“?
Ja, natürlich, unbedingt. Ein neues Auto waschen wir ja auch jeden Samstag.

Diese “Spielphase” ist auch erforderlich, um die klanglichen Auswirkungen kennen zu lernen und um uns sicherer werden zu lassen. Doch bereits nach wenigen Tagen tendiert diese Experimentierfreude gen Null und sie genießen die korrekte Einstellung.
Oder stellen Sie jeden Abend die Farben an Ihrem Fernseher neu ein? Könnte man ja auch.

Für mich lautet jedenfalls die eindeutige Empfehlung:
Wessen Emitter so langsam in die Jahre kommt, wer vielleicht schon länger nach einem Ersatz gesucht hat, ihn aber bei anderen Herstellern nicht finden konnte und wer zukünftig die neuen Medien wie Streaming und High-Res-Audio einsetzen möchte, der sollte seinen Emitter genau jetzt auf das nächste Level heben und ihn gegen ein neues HV-Exclusive-Modell eintauschen. Wir werden in den nächsten Tagen mal ein paar verlockende Eintausch-Angebote erarbeiten. Fragen Sie doch einfach mal nach!

Hinweis: Eine PDF-Datei mit allen Neuigkeiten und weiteren Beschreibungen können Sie bei uns per E-Mail anfordern. Vielen Dank!

AVID HiFi

Eines muss man Conrad Mas ja lassen, er versteht es, Messebesucher zu beeindrucken.
Sei es, durch seine souveräne, persönliche Präsenz oder durch seine Produkte.
Gestern noch kannte man AVID-HiFi „lediglich“ als Hersteller von Analog-Laufwerken und jetzt in München befindet man sich plötzlich in einem Raum, im dem AVID sich (fast) völlig autark und unabhängig von weiteren Herstellern präsentieren konnte.
Denn von den Laufwerken über jede einzelne Komponente der Verstärker-Elektronik, bis hin zur Lautsprecher-Range zierte das typische „A“ als Firmenzeichen die versammelten Frontplatten.
Und wer geglaubt hätte, AVID würde „ganz langsam anfangen“ und auf der High-End nur seine ersten Fühler ausstrecken wollen, der kennt wohl einen Conrad Mas nicht.

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Sowohl die gewaltigen Lautsprecher (Reference One = 400 kg Versandgewicht), als auch die nach Gabelstaplern rufenden Verstärkerblöcke (ein Monoblock 65 kg) strahlen absolut nichts aus, was man irgendwie mit dem Begriff „zurückhaltend“ in Verbindung bringen könnte und ließ die Besucher so glauben, AVID HiFi hätte in seinem ganzen Firmenleben nichts anderes getan, als neben Laufwerken eben auch Elektronik und Lautsprecher zu entwickeln.

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Der eigenen Präsentations-Philosophie „good-better-best“ folgend, waren natürlich die wichtigsten Laufwerke und alle Phonoteile zu bestaunen. Das hatte man erwartet.

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Alles andere war deutlich mehr als ein “AddOn”. Und es war sicherlich nichts für „Warmduscher“, sondern etwas für den, der es ernst meint und sich diese Meinung auch leisten kann.

Q-Acoustics

Als hätte ich es nicht geahnt ….
… von wegen „bei 1.400,- Euro ist Schluss“!!
Konnte doch gar nicht und durfte auch gar nicht!

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Q-Acoustics präsentierte mit der Concept 500 ein neues Spitzenmodell, das offensichtlich nicht bei jedem Besucher ein gutes Gefühl hinterließ. Vor allem die direkten Mitbewerber konnten sich über diese Präsentation eher nicht so recht freuen. Mit einem Einstandspreis von noch unter 4.000,- Euro soll sie ab Herbst den Markt bereichern. Das Design orientiert sich an der bestehenden Concept-Serie, wird aber im hinteren Teil durch einen Echtholzstreifen ergänzt. Damit dürfte dann die ewige Streiterei darüber, ob ein Lautsprecher schwarz oder aus Holz sein muss, ein Ende finden. „Er“ kriegt seine schwarze Box und „Sie“ die aus Holz. Oder doch lieber eine weiße Box mit einem anderen Holz?

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Nun gut – wenn schon der Lautsprecher feststeht – muss man sich ja wenigsten um die Gehäuseausführung streiten dürfen, oder? 🙂

In München war die Neue in schwarz mit Nussbaum (?) zu sehen und in weiß mit Eiche. Aber ich denke, da wird man auch noch weitere Kombinationsmöglichkeiten erwarten dürfen.
Klanglich überzeugte sie jedenfalls trotz Messe-Situation auf Anhieb und wer einem Steve Reichert in die Hände fiel, der wusste ein paar Stunden später (nein Quatsch – waren natürlich nur Minuten später) alles über die neue Dual Gelcore-Bedämpfung. 🙂

In der für mich doch immer noch leichter verständlichen Muttersprache deutsch, konnte man sich dann von Karl-Heinz Fink persönlich über die Besonderheiten informieren lassen. Wir dürfen uns jedenfalls auf einen ganz besonderen Lautsprecher zu einem erstaunlich niedrigen Preis freuen.
Einen ganz besonderen Leckerbissen hielt Karl-Heinz Fink in einem anderen Zimmer bereit, in dem eine weitere Entwicklung von ihm zu hören war. Eigentlich nur so etwas wie ein “Gedankenspiel”.

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Wenn ich meinen eigenen Eindruck und die Facebook-Reaktionen richtig verstehe, wird er aber wohl schlecht umhin kommen, daraus ein Serienmodell werden zu lassen. Warten wir seine Entscheidung ab. Ich bin jedenfalls gespannt, was er daraus macht.

Symphonic Line

Rolf Gemein präsentierte seine Range in diesem Jahr leider ohne vorzuführen, was ich persönlich sehr schade finde. Denn bei ihm spielt definitiv nie dieses einheitliche und übliche “Messegefidel”, sondern er überrascht seine Besucher mit außergewöhnlichen Aufnahmen, zu denen er auch noch tolle Geschichten zu erzählen weiß. Rolf Gemein ist nun einmal Mitbegründer der deutschen High-End-Szene und damit ein echtes “HiFi-Urgestein”.
Neben seinem Traumlaufwerk und seinen Lautsprechern konnte man seine wirklich schicken Gerätefronten bewundern, die vor allem auch seine neue Super-Endstufe “Kraft 250” zierte. Mit dieser Endstufe erinnert er offensichtlich an seine alten Vernissage-Zeiten, als er mit den Kraft 100-Monoblöcken einem Mark Levinson zeigte, “was ne Harke ist”.

20160506-11-25-52-596Besser kann man wohl dem Begriff “schlichte Eleganz” keinen Inhalt verleihen, oder?

 

CREEK

Dadurch, dass ich mich bereits auf den letzten Messen mit den neuesten CREEK-Komponenten versorgt hatte, erwartete ich von diesem Hersteller nichts umwerfend neues, zumal sein deutscher Vertrieb input-audio, namentlich Bernd Hömke, zu den Distributoren gehört, die ihre Händler immer zügig und umgehend mit Informationen versorgen.

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Creek ist und bleibt für mich die Antwort auf die Frage, wo High-End denn nun preislich beginnt.
Darunter – muss man gar nicht erst suchen und darüber muss man schon ein Stück des Weges gehen, wenn man die Klangqualität der Creek-Komponenten tatsächlich hinter sich lassen will.
Ja, man muss Creek immer noch vielen Kunden buchstabieren.
So lange eben, bis man wieder ein neues Mitglied für den „Creek-Fan-Club“ gewinnen konnte. Einmal dort aufgenommen, hat man seine Mitgliedskarte wohl für den Rest seines Lebens.

Neu waren dann vor allem die Endstufen, gab es doch in der aktuellen Serie nur Vollverstärker.
Doch auch etwas “brandneues” hatte Michael Creek aus England mitgebracht. So neu, dass mir Bernd Hömke noch so gut wir gar nichts darüber sagen konnte. CREEK kommt mit einem eigenen Streamer!

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Sie können sicher sein, dass ich da am Ball bleiben werde!

AURALIC

Da wir doch schon mal bei Streamern sind, kommen wir doch gleich zu AURALIC. Der Aries Mini ist ja wohl das erstaunlichste Gerät, was ich in den letzten Jahren in meinem Studio hören und veräußern durfte.  Mit ihm wird es wahrlich zum Kinderspiel, Kinnladen nach unten klappen zu lassen.
In der Praxis tut sich da allerdings ein kleines  “Berührungs-Problem” auf:
Wer kein High-Ender ist, der braucht den Mini nicht, denn der streamt ohne Zusatzkosten über sein Smartphone. Er hat dafür einen Zugang zu einem der vielen MP3-Portale und wird in seinem Leben nicht verstehen, was daran schlecht sein soll.
Der High-Ender aber schaut sich nur kurz den Preis an und schließt daraus, dass das was er hört – nur Einbildung sein kann.

Doch Hilfe naht!
War in München sowohl zu sehen als auch zu hören und heißt Altair.

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Ob der “hellste Stern im Sternbild des Adlers” (hab ich bei Wikipedia nachgesehen) auch klanglich eine vergleichbar exponierte Stellung einnehmen wird, bleibt noch abzuwarten, denn bis Juni muss ich mich noch gedulden, um den ersten Altair in meinem Studio unter die akustische Lupe nehmen zu können.
Aber nicht nur die Frage, ob denn nun ein Altair besser klingt als ein Mini, gilt es zu klären, sondern natürlich auch, ob denn eine Kombination aus Femto und Vega nochmals in der Lage ist, einen Altair zu “schlagen”, oder?

Zum Glück entpuppt es sich in meinem Studio so, dass die verschiedenen Möglichkeiten auch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Für den Altair interessieren man sich tatsächlich dann, wenn der Mini nicht so richtig in das High-End-Konzept passt. Der Femto steht immer dann im Fokus, wenn man bereits einen hochwertigen Wandler besitzt oder benötigt, z.B. weil man neben einem Streamer auch noch weitere digitale Komponenten anschließen möchte. Oder wenn der vorhandene CD-Player über einen hochwertigen DAC verfügt. Wir bleiben jedenfalls am Auralic-Ball und berichten im Juni nach.

Audio-Trade mit Pro-Ject

Wechseln wir in das „analoge Lager“ und befassen wir uns mit dem Namen Pro-Ject.
Zugegeben, ich musste mich mehr als ein mal fragen lassen, wieso ich diese Marke, die doch auch in den „bösen Flächenmärkten“ zu finden ist, führe – und meine Antwort lautet:  Weil ich mich hier herrlich als „Rosinenpicker“ betätigen und mich auf das konzentrieren kann, was diese Flächenmärkte gar nicht umsetzen können.
Es hat mir tatsächlich Spaß bereitet, mich über den Pro-Ject-Stand führen und mir die vielen Innovationen erläutern zu lassen.

Da gibt es doch jetzt tatsächlich einen Plattenspieler, den man an die Wand hängen kann!

Creek Wandplattenspieler

High-End? Natürlich nicht! Aber Spaß macht das Teil, ist eine sehr interessante „Dekoration“ und spielt sogar tatsächlich Platten ab!

Da gibt es jetzt (bald) einen Plattenspieler, mit dem man seine Platten nicht nur in MP3, sondern auch in High-Res-Audio-Formaten digitalisieren kann. „Braucht kein Mensch?“ Vielleicht nein, vielleicht doch.
Viel wichtiger waren aber die vielen Neuheiten auf diesem Stand, die ganz bestimmt ihren Weg in unsere Wohnzimmer finden werden.

So gab es eine Menge tolle Plattenspieler zu sehen und fast noch mehr kleine, feine HiFi-Geräte im so genannten „Box-Design“.
Das waren dann sogar so viele, dass man schnell den Überblick verlieren konnte und sich im Klaren sein muss, dass man das eine oder andere Highlight erst nach der Messe in den Vertriebs-Informationen entdecken wird.

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Als alten SPU-Freak hat es mich natürlich besonders gefreut, dass Ortofon diesen Tonabnehmer neu aufgelegt und Pro-Ject seine Tonarmreihe um ein Modell erweitert hat, das dem SPU sozusagen auf den Leib geschneidert worden ist.

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Und natürlich hat man es sich auch nicht nehmen lassen, uns noch einen Flux Hifi Sonic Nadelreiniger in die Hand zu drücken. Dieses Teil gab es schon mal von einem anderen Hersteller und es war einer der Renner in unserem Shop.
So eine Nadelreinigung ist ja jedes mal ein neues Abenteuer – möglicherweise mit der Betonung auf teuer.
Beim Flux setzt man den Tonarm mit der Abtastnadel einfach auf die vibrierende Bürstenfläche des eingeschalteten Geräts. Mit ultrakleinen und schnellen Bewegungen wird die Nadel schonend gereinigt, ohne dass irgendwelche übermäßigen seitlichen Kräfte oder Auslenkungen auf den Nadelträger einwirken können.
Zum Flux gehört eine Reinigungsflüssigkeit dazu, mit der es gelingt, selbst festklebenden Schmutz zu beseitigen. Wir empfehlen, regelmäßig eine Trockenreinigung vorzunehmen und nur dann nass zu reinigen, wenn die Nadel anders nicht mehr sauber zu kriegen ist. Was natürlich vor allem dann der Fall ist, wenn man seine Platten noch nass fährt.

Acoustic Signature

Seit 1999 sind Acoustic Signature und AUDIOSAUL nun bereits Partner. In guten wie in schlechten Zeiten … möchte man fast sagen.

Doch wer in diesem Jahr über den Messestand von Acoustic Signature schlenderte, der konnte gar nicht anders, als begeistert zu sein.
Ein schier unglaubliches Angebot an Laufwerken und ein noch viel unglaublicheres Angebot an Tonarmen überforderte den Messebesucher geradezu.
Stunden konnte man allein hier verbringen, um sich jedes einzelne Bauteil dieser Tonarm-Armada anzusehen. Da gibt es keinen Lift, keine Headshell, kein Lager „von der Stange“, da ist alles edelste Handarbeit und stammt aus der eigenen Entwicklung.

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Einen Invictus muss man einfach mal in Lebensgröße gesehen haben, um seine tatsächlichen Ausmaße und seine Schönheit zu verstehen.

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Und fast noch mehr Freude empfindet man als Händler, wenn man sieht, dass diese Sorgsamkeit, diese Akkuratesse, diese Begeisterung fürs Produkt nicht nur bei den teureren, sondern bereits bei den Einsteigermodellen genau so zu entdecken sind, wodurch mir der Begriff “Einsteigermodell” wirklich nur schwer aus der Tastatur kommen will.

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Und das tollste: Um dem Ziel „Alles aus einer Hand“ gerecht werden zu können, offenbart uns Acoustic Signature ab sofort auch eine kleine Tonabnehmer-Reihe unter eigenem Logo.
Natürlich lässt man sich das Innenleben von einem bekannten Hersteller anfertigen. Die Vorgaben dazu kommen von Acoustic Signature – und was viel wichtiger ist – die Gehäuse, die fertigt man selber an. Hier werden zum Teil Kunststoffe, Aluminium und auch Gemische aus beiden Materialien verwendet.
Ganz ganz sicher werden Sie von mir auch hierzu schon bald mehr lesen können.

Transrotor

Was soll ich zu diesem Hersteller noch schreiben? Was könnte man schreiben, was es nicht schon vorher fein formuliert zu lesen gab? Der Räke-Stand war wie immer hoch-professionell und das Angebot erschlagend. Vom kleinsten Modell bis hin zum 180.000,- Euro-Boliden konnte man bestaunen, was dieser Hersteller zu bieten hatte. Und was in den eigenen Raum nicht mehr hinein passte, das stand in unzähligen Vorführräumen verteilt und sorgte stets für analogen Hochgenuss.

Transrotor Metropolis

Transrotor Metropolis

Transrotor ist und bleibt einfach eine Institution.

Furutech

Immer wenn man meint, jetzt gäbe es doch gar nichts mehr neu zu entwickeln, kommt die neue Preisliste von Furutech ins Haus geflattert und ist wieder einmal um eine Seite länger geworden. Und wie in der „Kriegsführung“ üblich, verteilt auch Furutech seine Aktivitäten auf zwei Fronten. Zum einen wird man der Tatsache gerecht, dass mittlerweile wohl jeder mit dem Namen Furutech etwas anzufangen weiß und bietet Bauteile an, die preislich auch durchaus zu kommerziellen Komponenten passen, zum anderen gelingt es diesem Hersteller immer wieder, sich selbst zu übertreffen.

Furutech Stecker

Furutech Stecker

Die neue NCF-Serie sieht nicht nur gigantisch gut aus, sie sorgt auch für eine Klangverbesserung, die nichts anderes erzeugen kann, als ungläubiges Kopfschütteln.
Ob Ihnen jemand etwas von „schwarzen Löchern im Weltall“ erzählt, oder vom Klang dieser Stecker  – Ihre Reaktion wird wohl identisch sein. Man weiß ja, dass das alles “schon so sein wird” –  nur es zu verstehen – das will einfach nicht funktionieren.
Nun, beim Furutech-Stecker haben wir einen großen Vorteil: Wir können ihn einfach ausprobieren.
Bei den schwarzen Löchern möchte ich Ihnen das so nicht empfehlen.

 

Pluto Audio

Eduardus Driessen hatte sich einen würdigen Rahmen gesucht und sein 10A Reference-Laufwerk zwischen zwei Blumenhofer Boxen positioniert.

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Bis Mitte der 90-er Jahre hatten wir die Pluto-Audio-Produkte in unserem Vertrieb und fast schon hätte ich Eddy mit der Aussage konfrontiert, dass sich ja seitdem gar nichts getan hätte, aber damit hätte ich mich wohl nur selbst deklassiert.

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Wer einen Moment vor diesem Laufwerk verweilt, das sich ja zum Glück durch den Reference-Tisch in angenehmer Augenhöhe befindet, der stößt auf so viele Details, dass man wohl einen ganzen Messetag benötigen würde, um sich von Eddy alle Hintergründe erläutern zu lassen.

Robert Ross

Wie immer in allerbester Laune, stand Robert Ross persönlich parat, um sich den Fragen seiner Besucher zu stellen.

Robert Ross

Robert Ross

Was natürlich vor allem daran lag, dass er einfach seinen persönlichen Barista mitgebracht hatte.

Barista

Den leckersten Espresso oder Cappuccino der Messe, den gab es jedenfalls garantiert hier!

Naja – und so ganz “nebenbei” ging es natürlich auch am Stand von Robert Ross ein klein wenig um High-End! 🙂
So kümmert er sich bekanntlich unter anderem um die “Super-Ripper” von Entotem. Diesen “Plato” können Sie mit Musik (und Videos) von praktisch jeder beliebigen Quelle bis hin zum Plattenspieler “füttern”. Er rippt sie und fügt alle Informationen hinzu, die digitale Dateien heutzutage so in sich tragen können.

Plato

Sobald wir in unserem Studio ein wenig “Luft” dafür haben, werden wir uns näher mit diesem Gerät befassen, habe ich versprochen.
War da vielleicht doch noch etwas anderes als Kaffee in der Tasse? 🙂

Nun gut – ich will Sie nicht überfordern. Am liebsten würde ich noch etliche Seiten weiter füllen, aber kommen Sie doch einfach auf eine Tasse Kaffee vorbei, auch wenn die an die Ross-Qualität nicht heranreichen kann und lassen Sie uns etwas plaudern!

Beschließen möchte ich meinen Bericht mit ein paar Dingen, die mir so am Rande aufgefallen sind.

Weiteres …

Definitiv die “aller-beeindruckendste” Vorführung in diesem Jahr!
Dieser aus dem Jahr 1924 stammende „Lautsprecher“:

Western Electric Sound System

Western Electric Sound System

Sind das nicht die Schuhe vom „kleinen Muck“?

Muck

Diese winzig kleinen Dinger, die einer Gottesanbeterin gleichen, haben erstaunlich dynamisch aufgespielt. Alle Achtung !!!

Gottesanbeterin

 

Original und Fälschung?

WBT himself

Darth Vader – hier noch als “Kaulquappe” und wer ist die angehende Dame in pink?

Monster

Mit diesen Boxen muss man einfach gute Laune haben, oder?

bunt

Bei diesem Hersteller soll es sich laut böser Zungen um eine Briefkastenfirma handeln! 🙂

Briefkasten

Ob man sich bei ZenSati schon mal Gedanken über den “woman acceptance factor” gemacht hat?

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… dabei braucht man wohl dringend die Leichtfüßigkeit seiner besseren Hälfte, um die CD zu wechseln:

Leichtfuss

Ist dies nun die kleinste High-End-Anlage der Welt?

Minimalismus

Was bei diesen “Mobil Devices” oft nervt, ist die Tatsache, dass die Akkus so schnell leer sind.
Doch auch dafür gab es in Form eines “Stromtanks” eine Lösung:

Stromtank

Und die passenden Anschlüsse waren natürlich auch vorhanden:

Stromtank2

Wer noch mehr davon sehen will, der muss sich einfach im nächsten Jahr ein paar Tage frei halten und die High End selber besuchen. München ist eine tolle Stadt und bietet neben der High-End noch eine Menge mehr! Aus dem Biergarten im Englischen Garten waren wir jedenfalls nur sehr schwer wieder heraus zu locken.

High-End 2016 AUDIOSAUL-Bericht Teil 1

High End Eingang

High End 2016 AUDIOSAUL-Bericht Teil 1

High-End 2016
Teil 1

Meinen Bericht über die High-End 2016 schreibe ich als „Geläuterter“, denn ich muss zugeben, zu denen gehört zu haben, die Frankfurt für den besseren Standort hielten und die die Atmosphäre in München als zu groß und zu unpersönlich empfanden.
Was jedoch in diesem Jahr dort in München auf die Beine gestellt worden ist, wäre in Frankfurt kaum möglich gewesen und deshalb ziehe ich meinen Hut vor allen, die an der Organisation dieser Ausstellung beteiligt gewesen sind!

„Jetzt habt Ihr mich!“

Um meinen Eindruck von der Messe 2016 mit nur einem Wort zu beschreiben, gibt es wohl kein passenderes als:  Beeindruckend!
Vor allem haben mich die Menschen hinter den Produkten in diesem Jahr tief beeindruckt.
Sind sie doch zum Teil mit ihren Familien-Mitgliedern als Helfer aus allen Herren Länder angereist, um folgendes vorzustellen:
Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihre Unbeirrbarkeit, Ihren Durchhaltewillen und ihren Mut.

Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Gespräche ich mit Händen, Armen und Gesten geführt habe, um Sprach-Barrieren zu überwinden und jedes mal hat es sich gelohnt; habe ich etwas dazugelernt; meinen Horizont erweitert, wie man sagt.

Natürlich gab es auch die vielen etablierten Firmen auf dieser Messe. Aber auch deren Räume und Stände hatten in diesem Jahr irgendwie eine andere Message als sonst.
Konnten sie sich nämlich bisher immer sehr gut auf ihren Lorbeeren ausruhen, findet in der High-Fidelity zurzeit eine Umstrukturierung statt, bei der wohl kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

Die Besucher schienen sich dabei auch auffällig einig zu sein:
Wurde in einem Raum „nur“ mit CD vorgeführt, war man oft ziemlich schnell wieder draußen oder betrat den Raum erst gar nicht.
Analog – war angesagter denn je. Allem voran natürlich der Plattenspieler. Ich kann mich an keine Messe erinnern, auf der es mehr Plattenspieler zu bewundern gab, als auf dieser. Aber auch für die Anzahl der Zimmer, in denen mit Bandgeräten vorgeführt wurde, reichen die Finger meiner beiden Hände eher nicht aus.

Lieferte kein Plattenspieler den Sound, akzeptierte man Musik höchstens noch vom Streamer oder Server, denn ein solches Teil steht wohl zurzeit ganz oben auf der Wunschliste der High-Ender. Und sie suchen händeringend nach Lösungen, bei denen man selbst kein IT-Spezialist sein muss, um sie in Betrieb zu nehmen.

Doch diese neuen Techniken bringen vor allem eines mit sich, nämlich dass völlig andere Entwickler-Qualitäten gefragt sind, als sie die großen Namen der Branche schon immer besaßen und auch noch besitzen.
Das ist toll, denn es stellt alle Zähler wieder auf Null und räumt jedem eine gleich große Chance ein, der sich jetzt mit am Startpunkt aufstellt.
Findige Entwickler der neuen Generation können sich heute bereits aussuchen, ob sie sich von den „Großen“ anheuern lassen oder ob sie mit einer eigenen Firma ihr Glück versuchen wollen.
Die „Goliaths“ schwirren aus, um sich die besten „Davids“ zu sichern, damit sie sich nicht erneut einem Kampf aussetzen müssen, den sie wie wir alle wissen schon einmal verloren haben.
Und diese „Davids“ beherrschen zwar nicht mehr den Zauber, mit Transistoren, Röhren, Widerständen und Kondensatoren umgehen zu können, aber sie haben all dem etwas entgegen zu setzen, was heute neuerdings die Klangqualität bestimmt:
Sie können programmieren und sie verstehen etwas von so Dingen wie Nachrichtentechnik.

Und genau diese „Davids“ waren vertreten – dort auf der High End 2016!
Aber ob man nun in Gesprächen mit dieser neuen Entwickler-Generation irgendwann doch „den Faden verlor“, oder ob man sich einfach mit einem Hersteller von Möbeln für alte wie auch neue HiFi-Komponenten unterhielt, so hatte man doch regelmäßig einen Gesprächspartner vor sich, der mit Leib und Seele dabei war, ja dessen Begeisterung einfach zu einem herüber schwappen musste.

Und immer dann, wenn ich mir gedacht habe: „Junge, Du hättest es so sehr verdient, mit Deinen Lösungen und Produkten erfolgreich zu sein!“, musste ich an die „schwarzen Schafe“ unter den Journalisten denken, die im Namen eines falsch verstandenen Aufklärungsauftrags glauben, alles und jeden kränken zu dürfen und in voraussehbaren Abständen ihren Hohn mit der Gießkanne über „HiFi-Produkte und ihre Käufer“ ausschütten, nur um journalistische Flauten zu überbrücken.

Dabei sollte doch jeder Journalist in seiner Ausbildung zwei Dinge gelernt haben:
a) Schreibe niemals über Themen, von denen Du keine Ahnung hast.
b) Ein Ei wird für einen Journalisten erst dann interessant, wenn es eckig ist.

Also kommt doch 2017 einfach mit auf die High-End und ich zeige Euch “eckige Eier”, über die es sich zu schreiben lohnt. Und ich bringe Euch mit Menschen zusammen, die es nicht verdient haben, dass sie jemand verurteilt, nur weil er gerade nichts anderes zu schreiben weiß.
Wer nicht so lange warten will, der kann mich gerne auch vorher schon in Oberhausen besuchen kommen.

Doch zurück zur High-End 2016:
Wer eine Automobilmesse besucht, der akzeptiert natürlich auch, dort auf die neuen Kleinwagen der bekannten Hersteller zu stoßen. Doch sein wahres Motiv ist ja wohl, einen Blick auf die Super-Karossen werfen zu können, oder sich sogar einmal in einen der Edel-Sportwagen setzen zu dürfen, für deren Preis man sich locker ein Reihenhäuschen anschaffen könnte.

Und genau diese Bedürfnisse wurden auch auf der High-End 2016 zutiefst befriedigt.
Riesige Lautsprechergebilde, gigantische Endstufen, die sich nur noch mit einem Gabelstapler transportieren lassen und vor allem dicke Monsterkabel, die man so höchstens in Umspannungswerken vermutet hätte,  erwarteten den Besucher in auffallend vielen Räumen.

Ein Plattenspieler mit mehr als 300 kg Gesamtgewicht? Kein Problem!
Wer vermutet hätte, dass es zurzeit „vielleicht noch eine Handvoll“ an Röhrengeräten am Markt geben wird, der wurde auch hier ganz sicher eines anderen belehrt.
Und so gab es in den Gängen auch viele Wortfetzen zu hören, doch den Begriff „langweilig“ den suchte man vergebens. Und das zu Recht!
Denn auch kleine, schicke “Kästchen”, die für genau so kleines Geld schon richtig tollen Klang boten, waren in interessanten Designs, Farben und Ausführungen nebst bunten “Gute-Laune-Boxen” zu bewundern.

Ja, selbst völlig exotische Komponenten wie Plattenspieler, die man an die Wand hängen kann, Tonarme, die eine Mischung aus Radial- und Tangential-Konstruktionen darstellen und Computer, die eine komplette HiFi-Anlage beherbergen, konnte man finden.

Wer sich da wie ich auf zwei Besuchertage beschränken musste, der kann nur feststellen, dass dies zu kurz war und für das Jahr 2017 schon einmal vorsorgen, damit man wenigstens drei ganze Tage auf dieser Messe verbringen kann. Natürlich in der Hoffnung, dass die High-End im Jahr 2017 noch „beeindruckender“ wird, als sie es in diesem Jahr gewesen ist.
Was sicher nicht leicht wird.

HiFi-Zubehör, Garant für Musik-Genuss?

HiFi-Zubehoer – ein Garant für besseren Musik-Genuss?

Klangverbesserndes HiFi-Zubehör …

… lediglich so etwas wie eine „sprudelnde Einnahmequelle“ für Hersteller und Händler, oder eine unverzichtbare Voraussetzung für einen wahren Musik-Genuss?

Die Betreiber eines Tierbedarf-Handels kennen die Situation, wenn frisch gebackene Frauchen und Herrchen zusammen mit einem jungen Welpen auf der Suche nach der „Erstausstattung“ euphorisch das Ladenlokal betreten und beim Verlassen den halben Warenbestand mitnehmen.

So ähnlich erging es mir gestern.
Ein Kunde, dem ich vor ein paar Tagen eine Anlage geliefert hatte, war so begeistert, dass er wohl am liebsten alles an Zubehör mitgenommen hätte, was wir auf Lager hatten.
Damit bildete er natürlich den krassen Gegensatz zu all denen, die in HiFi-Zubehör nur einen Versuch von skrupellosen Herstellern sehen, genau solche Situationen auszunutzen, um ihr nutzloses Zeug an den Mann zu bringen.

Menschen sind erfolgsorientiert und begeisterungsfähig.
Wenn etwas prima funktioniert hat, dann versuchen sie es logischerweise wieder. Der Kunde hat etwas gekauft, es hat gut geklungen, also kauft er noch mehr, damit es noch besser klingt. Er folgt damit einer ganz einfachen logischen Struktur, so sind wir Menschen.

—-

Heute las ich im Kreise der Familie einen Bericht, in dem ein Arzt die Pharmaindustrie beschuldigte, mit ihren vielen Vitaminpräparaten, die niemandem nützen würden, die Menschheit aus reiner Geldgier krank zu machen.

Sofort interpretierte mein Schwiegervater, der nicht einmal seine wichtigsten Medikamente ohne Gegenwehr einnimmt, den Bericht so, dass für ihn nun alle Medikamente Humbug seien und verkündete mal wieder, seine Pillen nicht mehr schlucken zu wollen.
Ein anderer jedoch schimpfte über diesen Arzt und meinte nur, dass es ihm viel besser gehen würde, seitdem er regelmäßig diese Vitamine nehmen würde. Der Arzt wolle sich mit diesem Artikel doch nur wichtig machen.

Nun, mir viel jedenfalls auf, wie sehr sich unsere Einstellung zu und unser Umgang mit HiFi-Zubehör und Medikamenten gleichen.
Wo läge wohl heute unsere Lebenserwartung und wie hoch wäre unsere Lebensqualität, gäbe es immer noch keine Medikamente?
Ohne Zweifel verfügen wir doch über nützliche, geradezu lebensrettende Heilmittel, oder?

Doch womit wird das Geld verdient?
Richtig! Mit den Pillen zum Einschlafen, mit denen zum Aufwachen, mit denen zum Appetit zügeln und denen zur Appetitanregung, mit denen gegen schlaffe Haut, alte Haut, faltige Haut, fettige Haut … und natürlich mit Vitaminen, weil die ja so gesund sind.

Klar, könnte man auch einfach mit dem Rauchen oder dem Trinken aufhören, sich gesünder ernähren und Sport treiben.
Doch das ist anstrengend und erfordert Disziplin.

Zurück zur High-Fidelity.
Wir sitzen vor unserer Anlage und fragen uns, ob sie nicht noch besser klingen könnte.
Natürlich könnten wir jetzt die Boxen ein wenig verschieben und uns selbst ein Stück von der Rückwand weg setzen; die Kontakte ordentlich sauber machen, noch ein Regal mehr aufstellen, einen Teppich auf den Boden legen, um die Raumakustik zu verbessern, …

Aber das alles macht uns keinen Spaß.

Diese neuen Entkoppler für die Boxen, die sehen ja mal klasse aus! Und die neue Gerätebasis dort in der Zeitschrift – total edel! Und diese energieaufsaugenden Pucks, die man auf die Geräte legt, …

Mag alles richtig sein,
so wie manch einem ganz sicher auch die Pillen zum Einschlafen gute Dienste leisten, oder die zum Aufwachen. Und doch wird mit all dem Schindluder getrieben.

Die alles bestimmende Frage lautet:
Haben wir es mit einem gesunden Menschen oder mit einem Patienten zu tun?
In die HiFi-Welt übersetzt lautet sie:
Klingt unsere Anlage so toll wie sie klingen kann oder leidet sie unter vorhandenen Fehlerquellen?

Verdeutlichen wir die Parallelität zwischen HiFi-Zubehör und Medikamenten noch einmal durch eine kleine Geschichte, um es deutlicher zu machen, wann HiFi-Zubehör sinnvoll ist und wann nicht.

Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine Apotheke, weil Sie ein paar Nasentropfen holen wollen. Plötzlich ertönt ein Tusch, ein Plakat rollt herunter, auf dem steht: Unser 1.000.000-ste Kunde!
Der Apotheker gratuliert Ihnen und teilt Ihnen mit, dass Sie heute probieren dürfen, was Sie wollen.

„Wir wäre es mit diesen Pillen hier, die sind gegen Darmblutungen!? Wirken auf der Stelle! Was halten Sie von Salbe gegen juckenden Ausschlag?  Soll ich Ihnen vielleicht ein kleines Potpourri zusammenstellen, so gegen Bluthochdruck, Übelkeit, Durchfall und Fußpilz?“

Was würden Sie dem Apotheker wohl sagen?
Also ich würde ihn sicher fragen, ob er noch ganz bei Sinnen wäre, denn schließlich würde ich diese Medikamente ja überhaupt nicht benötigen, weil ich die Krankheiten ja zum Glück alle gar nicht habe.

Und wie passt das Beispiel zur High-Fidelity?

Nun, ganz einfach:
Wir brauchen kein Zubehör, was Probleme beseitigt, die wir gar nicht haben!
Wessen Lautsprecher nicht diffus klingen, der braucht auch keine Spikes unter den Boxen, wer keinen zu fetten Bass hat, der braucht keine Schaumstoffkeile in den Zimmerecken und wer seine Komponenten nicht gerade auf Glasplatten gestellt hat, der braucht auch keine Geräte-Basen. Ausnahmen ausgenommen.

Trotzdem stürmen gerade die, deren Anlagen schon super klingen, in die Läden und kaufen HiFi-Zubehör, während die, deren Sound auf eine echte “Krankheit” schließen lässt, jedes Zubehörteil verdammen und es sogar verweigern, sich auch nur gedanklich mit solchen Themen auseinander zu setzen.

Brauchen wir jetzt einen HiFi-Arzt, der uns die richtige Medizin in der richtigen Dosis verschreibt, weil wir selber zu solch einer Einschätzung nicht fähig sind?
Verkehrt wäre das sicher nicht, aber für unsere eigene Weiterentwicklung wäre das ja wohl eher hinderlich, oder?

Zum Glück ist es so, dass HiFi-Zubehör keinen Schaden anrichten kann. Zwar kann es damit schlechter klingen als vorher, aber das lässt sich ja schnell wieder ändern.

Wer also braucht denn nun tatsächlich HiFi-Zubehör und welches?

Hierzu muss man wissen, dass es zwei Sorten von Zubehör gibt. Mit der ersten können wir vorhandene Fehlerursachen beseitigen und mit der anderen manipulieren wir den Klangcharakter.

Ein Beispiel für die erste Sorte ist die Gerätesicherung.
Seit Anbeginn der High-Fidelity-Zeit sind diese Sicherungen den Entwicklern ein Dorn im Auge, denn weder geht das Kamel durch ein Nadelöhr, noch passiert der Strom so eine Sicherung in der Art und Weise wie es erforderlich wäre, um gute Musik entstehen zu lassen. Welche Klangverbesserung an dieser Stelle möglich ist, könnte man herausfinden, wenn man die Sicherung mit einem Kabel überbrücken würde, was man allerdings tunlichst unterlassen sollte.
Einige Hersteller haben versucht, Geräte ohne Sicherungen zu bauen und sich dabei eine „blutige Nase“  geholt, weil so eine Sicherung ja nun einmal eine wichtige Sicherheitsfunktion zu erfüllen hat.

Ich bin deshalb unsagbar froh darüber, dass es Tüftler gibt, die sich über alle wirtschaftlichen Aspekte hinwegsetzen und ein Produkt wie die High-End-Gerätesicherung entwickeln, um damit dieses uralte Problem ein für allemal aus der Welt zu schaffen. Und das alles durchaus im Bewusstsein, dass sie sich nicht nur Lob einhandeln, sondern auch Schimpf und Schande über sich ergehen lassen müssen. Weil sie für so eine Sicherung 20,- Euro verlangen, wo es doch schon 10 normale Sicherungen für einen Euro zu kaufen gibt. Und es sind die gleichen Freaks, die über diesen hohen Preis schimpfen, die über 50.000,- € für ihre Lautsprecher ausgegeben haben. Aus Prinzip eben und weil man den Sinn solch einer Sicherung nicht verstanden hat.
Bessere Gerätesicherungen? Für mich ein absolutes Muss! Und die Beseitigung einer Fehlerursache in so gut wie jeder HiFi-Komponente.

Ein Beispiel für die zweite Sorte sind Gerätefüße und -basen.
Kein Zweifel besteht daran, dass HiFi-Komponenten ihren Klang verändern, wenn man sie „auf was anderes drauf stellt“.

Ende der 80-er haben wir mal mit unseren Kunden einen Workshop durchgeführt. Hierzu gehörte auch folgender Test:
Eine Person hob dabei einen Vorverstärker an und ein anderer wechselte die Gerätebasis, während die Musik weiter lief. Die Unterschiede waren für jeden leicht nachvollziehbar.
Am besten hat es aber immer geklungen, wenn der Helfer das Gerät gerade angehoben hatte.  🙂

Bleibt festzuhalten, dass es mal härter, mal weicher, mal analytischer, mal diffuser geklungen hat. Die „Stellschrauben“, an denen man hier drehen kann, sind nicht zählbar. Material, Materialstärke, Materialmischung, Sandwichbauweisen, mit Spikes, mit Pucks, mit Gel, mit Luft …
Ein riesiges Experimentierfeld tut sich da auf. Und dann gibt es da noch die Komponenten, die gar nicht daran denken, anders zu klingen, nur weil sie „auf was anderes drauf gestellt“ werden.

Wie lautet also mein Rat?
Gehen Sie das „Pimpen“ Ihrer Anlage in zwei Schritten an:

Erster Schritt – Beseitigung von Fehlerursachen
Beseitigen Sie vorhandene Fehlerquellen wie die besagten Gerätesicherungen, schlechte Kabel, vor allem auch die Stromkabel, Stecker, Steckdosen, Stromverteiler …
Wenn Ihr Raum Probleme macht, werden Sie kein gutes Ergebnis hinbekommen, solange Sie das akzeptieren.
Fehlerquellen sind vergleichbar mit Krankheiten beim Menschen. Unser Ziel ist, für eine Gesundung zu sorgen, also die Beseitigung der vorhandenen Fehlerquellen.

Zweiter Schritt:
Jetzt geht es daran, das gute Ergebnis zu perfektionieren, indem Sie die Klangeigenschaften so manipulieren, wie sie Ihnen am besten gefallen.

Symbolisch gesprochen, sorgt hier also ein gesunder Mensch durch ausreichend Schlaf, Sport und der richtigen Ernährung dafür, dass er sich noch besser fühlt.
Wir passen also einen bereits guten Klang unserem Geschmack an.

Bei beiden Schritten lautet der allerwichtigste Rat:
Probieren Sie alles aus, was Sie ohne Kosten probieren können. Kaufen Sie nichts, was Sie nicht wieder zurückgeben können, leihen Sie es sich am besten und hören Sie ganz genau hin!
Eine Veränderung ist nicht immer eine Verbesserung!
Und was wir heute als Verbesserung empfinden, kann sich morgen doch wieder als falsch erweisen.

Doch haben Sie irgendwann etwas gefunden, was den Klang aus Ihrer Sicht –  nach Ihrem Geschmack  – verbessert, dann hören Sie auf Ihre Ohren und nicht auf die Stimmen, die Ihnen sagen wollen, dass dieses Bauteil den Preis nicht wert ist.

Seien Sie selbstbewusst und gehen Sie Ihren eigenen Weg, auch bei der Auswahl von HiFi-Zubehör.
Es ist Ihr Geld, Ihre Anlage, Ihre Musik.

Streamer, Streamen, Streaming

Streamer, Streamen, Streaming

Streamer, Streamen, Streaming

Was hat das eigentlich mit diesem Streaming auf sich?

Begrifsserklärung

„Stream“ kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt „Strom“ im Sinne von „River“, also einem großen „Fluss“.
Allerdings sagt man im Englischen nicht, „the stream streams“ und auch nicht „the stream is streaming“ sondern üblicher ist es zu sagen, „the stream flows“ und eben auch wieder nicht „the stream ist flowing“.
Ein „ing” hängt der Engländer nämlich gerne immer dann an ein Wort, wenn er ausdrücken will, dass jemand dabei aktiv werden muss.
So wird aus einem Walk dann „walking” und aus Sleep wird sleeping. Was jetzt wieder etwas seltsam ist, denn es stellt sich ja die Frage, ob man aktiv werden muss, um zu schlafen!?  🙂

Konstruiert man nun aus dem Substantiv „Stream“ das Verb „streaming“, dann meint man wohl damit, dass jemand aktiv dafür sorgt, dass etwas „strömt“.
Und damit passt „Streaming“ dann am Ende doch wieder genau zu dem, was dieses Wortgebilde andeuten soll.
Man sorgt beim Streamen dafür, dass eine digitale Musik- oder Videodatei von „A“ nach „B“ strömt, ohne dabei auf „A“ gelöscht oder auf „B“ gespeichert zu werden. Sie wird also nicht kopiert, nicht verschoben und nicht heruntergeladen, sondern lediglich gestreamt.
Das hat praktische, aber auch rechtliche Gründe.
Beim Streamen befinden sich die Musikstücke nämlich niemals komplett auf „B“, also in unserem System, sondern immer nur ein kleiner Teil von einem Song. Haben wir uns diesen kleinen Teil angehört, wird er wieder gelöscht und nach dem Anhören des kompletten Songs ist er auch wieder vollständig aus unserem System verschwunden. Wir haben die Musik oder das Video ja nicht „gekauft“ sondern durften sie einfach nur anhören oder den Film eben anschauen – mehr nicht.

Die Vorgeschichte, oder: Deshalb gibt es das Streaming überhaupt

Das digitale Musik-Medium, was uns seit gut 30 Jahren angeboten wird, ist die CD.
Wenn wir eine Musik-CD kaufen, befinden sich darauf die einzelnen Titel in Form von digitalen Dateien und die gehören nach dem Erwerb uns.
Um uns diese Musik anhören zu können, brauchen wir zwingend unsere CD und ein Abspielgerät. Wir nehmen deshalb unsere CD auch gerne mit ins Auto oder zu unseren Freunden und spielen sie dort ab. Keine CD = keine Musik.

Doch so komfortabel uns anfangs so eine CD im Vergleich zur Schallplatte auch erschien, irgendwann empfanden wir es als zu umständlich, dass wir unsere CDs erstens immer gut sortiert aufbewahren und zweitens jedes mal erst „suchen und auflegen“ müssen, wenn wir sie hören wollen.
Und deshalb fingen wir an, nach einer alternativen Lösung zu suchen.

Die Idee: Man müsste alle seine CDs auf den Computer überspielen!

Der erste Schritt, den einige von uns gegangen sind, war,  alle seine CDs zu „rippen“, also auf einen Computer zu überspielen.
Denn wer seine CDs gerippt hatte, konnte sie in einen Umzugskarton packen und als Reserve irgendwo aufbewahren – er brauchte sie jetzt nicht mehr. Alle Titel befanden sich ja nun „auf dem Computer“.
Nein, verkaufen durfte er sie nicht – denn dann hätte er die Titel auch wieder vom PC löschen müssen!

Am meisten hat an dieser Vorgehensweise genervt, dass wir uns um die Ordnung in unserem Computer selbst kümmern mussten und dabei schwierige Fragen zu lösen hatten.

  • Sortiere ich die Titel nach Interpreten oder lege ich einfach alle im gleichen Ordner ab?
  • Lasse ich die Titel so zusammen, wie sie auf dem Album waren?
  • Ordne ich sie nach Genre und wenn ja, wer bestimmt dann, welcher Titel wo hin gehört?
  • Rippe ich einen Titel, den ich auf 4 Alben habe auch 4 mal?

Wer sich Playlisten, also Abspiel-Listen machen wollte, der musste diese Titel noch einmal zusätzlich in einen Ordner kopieren. Wollte man eine bestimmte Abspiel-Reihenfolge einhalten, wurde es richtig kompliziert.
Wir mussten begreifen, dass es keine Ordnung geben konnte, wenn die Titel nicht die notwendigen Informationen hierfür selbst kannten und in sich trugen.

Jeder einzelne Titel musste getaggt werden

„Taggen“ war das Stichwort und bedeutete, dass man den Titeln mit speziellen Programmen alle nur erdenklichen Informationen hinzufügen konnte.
Interpret, Komponist, Dirigent, Mitwirkende, Album-Zugehörigkeit, Genre …
Eine gut getaggte Datei beinhaltet diese und viele weitere Informationen und diese können dann von speziellen Programmen ausgelesen und genutzt werden.
Bis alle unsere Titel „gut getaggte Dateien“ waren, hatten wir aber eine Menge Arbeit vor uns.

Zum Glück wurden schnell Programme entwickelt und Online-Datenbanken erstellt, die uns das Taggen erleichterten, wenn nicht sogar komplett abnahmen.
So richtig komfortabel wurde es dann mit Software wie z.B. iTunes. Sie stammt aus dem Hause Apple, läuft aber auch auf Windows-Rechnern.
Mit diesen Programmen geht das Taggen vollautomatisch und alles was wir tun müssen ist, unsere CD in das CD-ROM-Laufwerk zu schieben und auf „importieren“ zu klicken.
Wenn wir vorher das Import-Format von MP3 auf FLAC (microsoft) oder ALAC (Mac) umgestellt haben, stehen uns alle Titel in unserem PC  sogar in echter CD-Qualität zur Verfügung.
Und das Foto vom Album-Cover liefern uns diese Programme auch noch gleich mit.

Aber auch iTunes und all die ähnlichen Programme können ein anderes Problem nicht beseitigen:
Da sich die Dateien ja jetzt auf der Festplatte im Computer befinden, sind sie nicht mehr einfach über unsere HiFi-Anlage abzuspielen, denn wer hat schon seinen Computer an der HiFi-Anlage angeschlossen?
Jetzt mussten wir also eine Möglichkeit finden, die Titel vom Computer zur HiFi-Anlage zu bringen.

Eine mögliche Lösung: Externe Festplatten

Zwar ist eine externe Festplatte größer und schwerer als z.B. ein USB-Stick – aber dafür ist ja auch auf ihr viel mehr Platz für Musik! Und diese Festplatte kann ich nun vom Computer lösen, mit ins Wohnzimmer nehmen und –  dort an meine HiFi-Anlage anschließen?
Nun – wohl eher nicht, oder!?

Uns fehlte dazu ein Gerät, das in der Lage ist, die Musik, die auf der externen Festplatte liegt, zu lesen und sie unserer HiFi-Anlage zuzuleiten.

Aber bevor wir hierfür eine Lösung gefunden hatten, brauchten wir sie eigentlich auch schon wieder nicht mehr – denn diese Idee mit der externen Festplatte ist ja auch nur wieder mit ziemlichen Umständen verbunden, oder?

Wir suchten also nach einer Lösung, bei der alle benötigten Komponenten einfach immer dort angeschlossen bleiben können, wo sie angeschlossen sind.
Selbst dann, wenn der PC im Büro steht und die HiFi-Anlage logischerweise im Wohnzimmer aufgebaut ist.
Tja – und was braucht man für so etwas? Richtig:

Ein Heim-Netzwerk muss her!

Doch Moment mal – haben wir nicht schon längst alle so ein Heim-Netzwerk?
Hat uns unser Telefonanbieter nicht so eine „Box“ geliefert, an die man auch Netzwerkkabel anschließen kann und die manche Geräte sogar ohne Kabel verbindet? Mit unserem Smartphone und unserem Tablet surfen wir zum Beispiel – kabellos.
Und haben wir nicht auch unseren Receiver und unseren Fernseher an das Netz angeschlossen?
Weil die doch so „smart“ sind?
Unser Computer ist jedenfalls ganz bestimmt am Netz angeschlossen, denn sonst könnten wir mit ihm ja weder surfen noch mailen.
Und wenn wir jetzt die externe Festplatte am PC angeschlossen lassen, dann muss uns der PC nur noch erlauben, „von überall im Netz“ auf die Festplatte zuzugreifen und …
… ja und – er muss natürlich eingeschaltet sein, wenn wir Musik hören wollen.

Das ist ja jetzt auch wieder irgendwie doof, oder?

Hat die Box vom Telefonanbieter nicht einen Anschluss für eine Festplatte?

Nun, einige dieser Boxen (Router) verfügen tatsächlich über einen USB-Anschluss und eine entsprechende Software, so dass wir unsere externe Festplatte daran anschließen können, um sie im Netz verfügbar zu machen.
Leider funktioniert das in der Praxis nicht immer ganz zufriedenstellend. So ein System stellt keine Geschwindigkeitsrekorde auf und die externen Festplatten „legen sich gerne mal schlafen“, wenn sie eine Weile nicht gebraucht wurden und müssen dann erst wieder geweckt werden. Hierzu müssen sich der Router und die Festplatte „verstehen“, was nicht immer gewährleistet ist. Ein Router ist ja nun auch erst einmal ein Router und kein Gerät, was sich mit externen Festplatten verstehen muss. Dafür gibt es ja:

NAS – Network attached storages!

Ein NAS ist eine externe Festplatte mit eingebautem Computer.
Verrückt, oder?
Es gibt Computer, die Festplatten eingebaut haben und es gibt Festplatten, die Computer eingebaut haben?
Ja, genau so ist es!

Der Vorteil von so einem NAS ist logischerweise, dass wir selbst wenn alle Geräte im Netz ausgeschaltet sind, trotzdem Zugriff auf alle Dateien haben, die auf diesem NAS liegen.
Sein integrierter Computer hält die Verbindung zum Netz aufrecht.
Und der „schläft nie“!
Natürlich schaltet auch er die integrierten Festplatten ab, wenn sie eine Weile nicht benötigt worden sind, aber er selbst lauert ununterbrochen darauf, dass wieder jemand etwas anfordert und sorgt dafür, dass die Festplatten wieder zuverlässig starten.

An unserer Stereo-Anlage brauchen wir jetzt also nur noch ein Gerät, was über das Netz auf diesen NAS zugreifen kann. Findet er dort unsere gerippten CDs, dann streamt er sie zu unserer Stereoanlage und wir hören unsere CDs, obwohl die selber im Umzugskarton liegen.
Praktisch, oder?

Software- oder Hardware-Streamer?

Gegenfrage:  Welche Anforderungen an die Klangqualität stellen Sie?
Die einfachste Möglichkeit zu streamen, ist eine App auf dem Smartphone.
Diese Streaming-App holt sich die Musik von unserem NAS und spielt sie ab.

Die anspruchsvollere Lösung ist ein Hardware-Streamer, der an unsere HiFi-Anlage angeschlossen wird.
Das ist doch genau das, was wir haben wollen, oder?

Aber ist das Rippen der eigenen CDs nicht irgendwie „total bescheuert“?

Kann es sein, dass wir nur deshalb unsere CDs rippen, weil sich im Moment alles viel zu schnell entwickelt und wir gedanklich mit den heutigen Möglichkeiten überhaupt nicht mehr Schritt halten können?

Schauen wir uns doch einmal den uns allen gut bekannten Vertriebsweg für digital angebotene Musik an:
Im Tonstudio wird die Musik aufgenommen und dort entsteht am Ende ein „Original-Masterband“.
Arbeitet das Studio mit Analogtechnik, muss das analoge Masterband noch in ein digitales Masterband umgewandelt werden.
Arbeitet es mit Digitaltechnik, erhalten wir direkt unser digitales Masterband.

Statt diese hohe Qualität des digitalen Masterbandes zu nutzen und uns zu verkaufen, wird die Musik stattdessen komprimiert und konvertiert – mit bösen Worten: So lange „misshandelt“, bis sie klein genug ist, um mit verkaufbarer Spieldauer auf eine CD zu passen.

Wir …
kaufen dann diese „verkorkste“ CD und schleppen sie mit nach Hause.
Was könnten wir denn auch tun?
Außer uns der CD zu verweigern und bei der analogen Schallplatte zu bleiben?

Doch unser Thema heißt Streamen und deshalb tun wir nun folgendes:
Wir rippen diese CD, unabhängig von der Frage, für wie gut wir die Qualität auf der CD halten und speichern ihre Dateien auf einem NAS, um sie dann mit einem Streamer in unsere HiFi-Anlage zu streamen und uns die Musik anzuhören.

Wieso machen wir so einen Blödsinn?

Kommen wir immer noch nicht gegen unsere Urinstinkte an, die uns zum Jagen und Sammeln zwingen? Zählt selbst die Kopie einer digitalen Datei für uns nur dann, wenn wir sie in einem Laden gekauft und samt Plastikhülle mit nach Hause genommen haben?

Frage:  Und wieso holen wir uns die Musik nicht einfach aus dem Internet?

Mehr als ein Dutzend Musik-Portale buhlen mittlerweile um unsere Gunst und da sind die reinen Download-Portale noch nicht mitgerechnet.
So ein Musik-Portal müssen wir uns vorstellen wie ein NAS, nur viel viel größer und mit viel viel mehr Liedern.
Mit 30 Millionen Titeln geben die meisten Portale derzeit die Anzahl der vorgehaltenen Musik-Dateien an. Aber jeder kann sich denken, dass sich diese Zahl fortlaufend erhöht und schon bald bei einem Vielfachen liegen wird.

Als Platzhirschen muss man hier wohl Spotify nennen. Dieses Portal arbeitet ausschließlich mit MP3-Dateien, was sehr niedrige Ansprüche an die Netzbandbreite stellt und sogar unterwegs mit dem Handy sehr gut funktioniert.

Wie will man mit der eigenen CD-Sammlung gegen diese Zahl von 30 Millionen Titeln anstinken?
Wer nennt ein jeweils fast vollständiges Repertoire an indischer, pakistanischer, mexikanischer … Musik sein Eigen? Wer besitzt wirklich alle Alben von den Beatles, den Stones, den Hollies, der Callas, oder Herbert von Karajan?
Ganz bestimmt niemand.
Also womit will man gegen ein MP3-Musik-Portal anstinken?

Richtig! Mit der besseren Qualität der CD!?

Viele richteten also einen Workflow ein, der mit den Erkundungsreisen auf Spotify und Co. begann und dann im CD-Laden mit dem Kaufen bestimmter CDs endete.

Die nächste Entwicklungsstufe waren dann aber die Download-Portale. Hier gab und gibt es nichts zu streamen, hier kann man nur kaufen. Und billig sind die Alben dort in der Regel nicht.
Wieso also sollte ich ein Album kaufen und dann auf meine Festplatte laden?

Richtig! Wieder wegen der besseren Qualität!

Unter dem Namen High-Resolution-Audio schlich sich eine echte Revolution in unsere Wohnzimmer. Mit diesem Verfahren wird es uns nämlich ermöglicht, tatsächlich die Original-Qualität der Masterbänder zu erwerben und auf unsere Festplatten zu ziehen und uns nicht mehr mit der CD-Qualität zufrieden geben zu müssen.

Wer nun behauptet, das sei doch wieder alles nur Werbe-Geplapper und deshalb argwöhnt, man wolle uns doch nur wieder an der Nase herumführen, so wie mit der CD, der reagiert absolut verständlich und liegt in seiner Einschätzung von meiner persönlichen auch gar nicht so weit entfernt.
Allerdings kann man diesen Standpunkt nur so lange beibehalten, bis man – so wie ich – einen richtig guten Streamer hören durfte.

Wer jemandem erklären will, was an einer High-Res-Audio-Datei anders (besser) ist als an dem CD-Format, der verstrickt sich und verliert sich in Zahlen und Abkürzungen, die niemand mehr versteht.

Dass „24 Bit mit 192 kHz“ (Beispiel für eine High-Res-Audio-Datei) wohl besser sein müssen als „16 Bit mit 44,1 kHz“ (CD-Format), das mag man ja noch irgendwie erkennen können, so wie ein Fotoapparat mit 24 MP ja auch wohl besser auflösen wird als eine Knipse mit nur 6 MP.
Aber am Ende folgt es doch nur der knabenhaften Vorstellung, dass immer nur die Länge zählt, oder?

Und spätestens, wenn sich die Fachleute über die Vorteile von „DSD“ gegenüber „PCM“ unterhalten und dann noch jemand die Abkürzung „MQA“ in den Raum wirft, muss sich jeder, der nicht Nachrichtentechnik und IT studiert hat, fehl am Platze fühlen, weshalb ich es an dieser Stelle auch unterlassen werde, diese Abkürzungen zu erläutern. (Was mir zugegebenermaßen auch wirklich schwer fallen würde)

Lassen Sie mich stattdessen von einer dritten Variante der Musik-Portale berichten, die ich so interessant finde, dass sie aus mir einen richtigen Streaming-Freak gemacht hat.

Hinter den Namen Tidal und Qobuz verbergen sich High-End-Streaming-Portale! Beide liefern Musik in einer Qualität, die die Verantwortung für einen gescheiten Klang jetzt wieder an den Besitzer einer HiFi-Anlage abschiebt. Bis seine Anlage sich der Qualität von Tidal und Qobuz angepasst hat, wird wohl der Gegenwert eines Mittelklassewagens über die Theke gewandert sein. Aber selbst eine günstige Anlage lebt auf, wenn man mit einem guten Quellgerät (Streaming-Client) Akzente setzt.

Ob man sich für Tidal oder Qobuz entscheidet, ist reine Geschmacksache, wobei Qobuz derzeit noch einen echten Vorteil aufweisen kann:
Immer dann, wenn mir ein Album (oder sogar nur ein einzelner Titel!!) klanglich so gut gefällt, dass ich die maximale Klangqualität haben möchte, kaufe ich den Titel oder das Album, lade es in der höchsten Auflösung herunter und speichere die Dateien auf meinem NAS oder einer Festplatte.
Mit meinem Streamer bringe ich dann diese Qualität in meine HiFi-Anlage und kann mir sicher sein, dass es in der heutigen Digital-Technik nichts besseres gibt.
Unter dem Namen “Sublim” vertreibt Qobuz ein Account-Konzept, bei dem ich die Downloads zu einem verbilligten Preis angeboten bekomme, so dass viele Alben nicht einmal mehr 10,- € kosten. Und gleichzeitig nutze ich die Streaming-Angebote – bei allen gekauften Titeln in der besten Qualität! Sonst eben “nur” in 16 Bit, 44,1 Khz.

Genau das bezeichne ich als Revolution und sie findet in meinem Wohnzimmern statt!

Endlich macht eine gute Anlage wieder Spaß

Wer sich in den letzten Jahren so nach und nach von seinen Traum-Komponenten getrennt hat, weil ihm das Musikhören einfach keinen Spaß mehr gemacht hat, der könnte das jetzt möglicherweise bitter bereuen, wenn er zufällig mal irgendwo so einen Streamer hören kann.
High-End-Lautsprecher wurden entwickelt, um feinste Klangnuancen darstellen zu können.
Klangnuancen, die ihnen leider in den letzten drei Jahrzehnten auch die besten Verstärker der Welt gar nicht mehr haben zukommen lassen können, weil die CD sie gar nicht in sich trug. Klangnuancen, die beim Konvertieren und Komprimieren aus wirtschaftlichen Gründen einfach „weggerechnet“ wurden, weil es „Fachleute“ gab, die behaupteten, Menschen könnten das alles sowieso nicht hören.
Sicher waren das die Nachkommen von den Fachleuten, die bei Einführung der Eisenbahn behauptet haben, der Mensch sei für Geschwindigkeiten von mehr als 20 km/h nicht geschaffen und sein Körper würde während der Fahrt zerrissen werden.

Festzustellen und zu vermuten bleibt wohl, das für ernsthafte Musikliebhaber eine Zeit heran brechen wird, von der die Menschheit bislang nur träumen konnte. Er kann sich für 10,- Euro eine 1:1-Kopie des Masterbands kaufen – Wahnsinn!
Und die “zweite Wahl” wird das Streamen in CD-Qualität sein.
Das muss man sich mal überlegen!

Ist da nur Licht und gar kein Schatten?

Eine solche Aussage wäre schlicht gelogen.
Die Integration eines Streamers in die HiFi-Anlage stellt recht hohe Anforderungen an das technische Know-How des Besitzers. Er muss in der Lage sein, das Gerät im Netzwerk anzumelden. Er muss mit einem PC umgehen können und wissen, wie man sich an einem Portal anmeldet. Er braucht ein Tablet, um den Streamer komfortabel bedienen zu können. Er muss einen Netzwerkspeicher konfigurieren können …
… naja – oder er muss jemanden kennen, der das alles kann und weiß.

Hat die CD diese „Schläge“ wirklich verdient?

In meinem Bericht stelle ich die CD-Qualität so dar, als ginge es bei ihr um so etwas wir Gammelfleisch – was natürlich nicht korrekt ist.
Zwar will ich den Leser mit diesem Bericht dazu bringen, über seine zukünftige Verhaltensweise intensiv nachzudenken, aber jede Kritik an der CD-Qualität ist:
„Stöhnen auf hohem Niveau“!

Bereits die MP3-Qualität ist unter Berücksichtigung gewisser Aspekte in der Lage, Spaß zu machen. Und die CD-Qualität liegt deutlich über einer MP3-Datei. Ich besitze über 2.000 CDs und werde auch in naher Zukunft noch meine Komponenten mit CDs vorführen und die von meinen Kunden zur Hörprobe mitgebrachten CDs abspielen, ohne mich vor dem Ergebnis zu fürchten.

Und doch behaupte ich, dass sie ihren Rang als “bestes digitales Medium” bereits heute nicht mehr halten kann.
Noch ist das nicht bei allen angekommen und noch erscheint vielen das Handling eines Streamers als zu kompliziert, aber das wird sich schnell ändern.

Musik nur noch online zur Verfügung zu stellen, klammert den Handel aus der Vertriebskette aus, was die Marge für die Labels erhöht. Leidtragende werden die Betreiber von CD-Läden sein.
So – wie die vielen Videotheken aus unseren Stadtbildern verschwunden sind, werden auch viele dieser CD-Läden schließen müssen.

Mein Wunsch, dass die Nachfrage nach der Schallplatte wieder so groß wird, dass die CD-Händler nur wieder auf Analog umzuschwenken brauchen, wird mir wohl nicht erfüllt werden.

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Wer sich im www auf die Suche nach Antworten begibt, der findet sie in der Regel auch.
Meistens findet er mehr Antworten, als ihm lieb ist – vor allem dann, wenn sie sich auch noch widersprechen.
Eine dieser Fragen mit den sich widersprechenden Antworten lautet:

Klingt die Musik auf der internen Festplatte des Auralic Mini besser oder schlechter?

Ich habe deshalb einfach einen Selbst-Versuch mit einer kleinen SSD gestartet und muss sagen, dass ich so zufrieden mit dem Ergebnis war, dass ich mir eine größere SSD bestellt habe.
Die erste Frage hierbei lautet natürlich:  Wie groß sollte sie sein?

Und da sind wir bei einer Frage, die Sie wirklich nur selbst beantworten können.
Ich habe gestern 40 Alben auf meine neu eingebaute SSD geschoben und damit sind dann rund 25 GB belegt. Die meisten Alben wurden selbst gerippt, ein paar wenige stammen von einem Qobuz-Download im aiff-Format.
Ohne ein Rechenkünstler sein zu wollen, kann ich also sagen, dass auf eine SSD mit einem TB gut und gerne 1.500 Alben passen.

Wer jetzt der Meinung ist, dass sei doch viel zu viel und die SSD viel zu groß, der tut sich mit dieser Einstellung wohl kaum einen Gefallen, denn für eine SSD mit nur rund 500 GB Speicherplatz zahlt er heute praktisch den gleichen Preis wie für die große.

Wobei ich folgendes klarstellen muss:

Es gibt da von der Firma SanDisk eine SSD mit der Bezeichnung Ultra II 960 GB.
Dieser SSD wird zwar bescheinigt, dass sie grundsolide gebaut ist, aber sie soll auch nicht gerade die schnellste sein. Allerdings muss man auch sagen, dass sie mit einem Straßenpreis von etwa 230,- Euro für die besagten 1 TB preislich zurzeit wohl kaum zu schlagen sein dürfte.
Bei diesem Preis habe ich jedenfalls nicht eingesehen, eine kleinere oder gar eine gebrauchte SSD zu kaufen.
Gestern kam sie nun endlich mit der Post an und ich begab mich sofort daran, die SSD einzubauen.
Die erste freudige Überraschung stellte sich in Form eines kleinen Rahmens ein. Er mag ja nicht einmal einen Cent kosten, leistet aber doch gute Dienste.

Auralic Mini erweitern Sandisk Rahmen

Beseitigt man die beiden Klebestreifen, kann man ihn auf die SSD kleben und das Tolle daran?

Auralic Mini erweitern Sandisk Rahmen geklebt

Jetzt passt die Höhe der SSD exakt mit der Position des SATA-Slots im Mini.

Auralic Mini erweitern Sandisk in Mini eingelegt

Man kann also einfach die SSD in das Fach legen und ohne den geringsten Versatz zu spüren in den Slot schieben. So entsteht auch ein kleiner Abstand zwischen der SSD und dem Gehäuse des Mini, so dass sich Hitzeentwicklungen weder von der einen noch von der anderen Seite übertragen.

Auralic Mini erweitern Sandisk in Slot

Jetzt nur noch das Halte- und Kühlblech anschrauben und man kann das alles wieder mit dem Deckelchen schließen.

Auralic Mini erweitern Sandisk eingebaut

Hat man den Mini dann wieder an die Kabel angeschlossen, geht es daran, die Festplatte zu initialisieren und in Betrieb zu nehmen.

Dies ist auf der Auralic-Support-Seite :   http://support.auralic.com/hc/de/categories/200358258-AURALiC-ARIES-MINI
wunderbar beschrieben.
Doch sicherheitshalber will ich hier noch einmal eine Information veröffentlichen:

Alle Daten, die sich auf der Festplatte befinden, werden bei diesem Vorgang gelöscht!!!

Also ist es keine gute Idee, einfach schon mal eine Festplatte vorzubereiten und bereits vor dem Einbau mit Hunderten von Alben zu füllen – die sind nach der Inbetriebnahme alle gelöscht!
Also legen wir lieber eine „farbrikneue“ Festplatte ein.

Nun wechseln wir zu unserem Computer, öffnen den Explorer oder den Finder und schieben einfach unsere Musikdateien auf das Laufwerk des Auralic Mini.
Hier muss man noch ein wenig aufpassen, denn es gibt nach der Inbetriebnahme schon zwei Ordner auf der Festplatte:  Der eine nennt sich „HDD“ und der zweite „README“.
Was passiert, wenn man jetzt seine Musik in den README-Ordner schiebt, habe ich nicht ausprobiert – aber ich gehe mal davon aus, dass Auralic hier ein Herz für Scherzkekse beweist und auch die Musik in diesem Ordner akzeptiert.

So – jetzt sind wir eigentlich fertig – oder?

Ja!  Eigentlich!

Denn jetzt habe ich plötzlich folgendes Problem:
Während die Alben, die ich von Qobuz heruntergeladen habe, mir ihre Cover zeigen, sehe ich bei allen selbst gerippten CDs nur so graue Platzhalter.

Ja, natürlich kann man damit leben – will ich aber nicht.

Im festen Glauben daran, mal eben schnell eine Lösung für dieses Problem zu finden, muss ich schon bald einsehen, dass ich mir mal wieder so ein richtiges Luxusproblem aufgehalst habe.
Ich kämpfe mich durch iTunes-Foren – ohne Erfolg, denn dort würde es problemlos gehen – wenn ich mich mit MP3 begnügen könnte. Würg!
Ich kämpfe mich durch Foren, die sich mit dem Taggen befassen, wechsle zu den Audirvana-Foren, XLD-Foren, Video-Foren …
Doch eine Lösung bleibt lange Zeit außer Sichtweite.
Aber – das ist der Lohn des Fleißigen:  Ich hab`s !!!!!

Und es ist soooooo einfach !!!!!!!

Die Lösung hört auf den Namen Yate!

Nein! Nicht Jeiht!  Sondern:  Yah-Teh!
Also “japanisch”, oder?

Diese App, die Sie unter:    http://2manyrobots.com/yate/   finden können, kann – das erkennt man sofort – so ziemlich alles, was mit dem Taggen einer Datei zu tun hat und ganz bestimmt werde ich mich in diese Software noch intensiv einarbeiten.
Jetzt aber interessiert mich nur eines:

Ist sie nun meine Lösung oder nicht?

Und sie ist es!!!

Ich öffne Yate – konfiguriere überhaupt nichts, schiebe nur das Fenster ein Stück nach rechts.
Jetzt öffne ich den Finder und wechsle zu meinen Alben auf der SSD im Mini.
Ich ziehe ein Album einfach vom Finder auf die Yate-Oberfläche und Yate baut mir die einzelnen Songs im „Eingangsfenster“ auf.
Nun klicke ich erst auf den Reiter Artwork und dann oben auf die Lupe mit dem Pluszeichen „Artwork Search“.
Danach fragt mich Yate, welche Suche ich verwenden will, was ich aber einfach mit „Auto search“ beantworte.
In Sekundenbruchteilen erscheint das Coverfoto des Albums.
Ich klicke auf „Save“ – und damit ist meine „Arbeit“ auch schon abgeschlossen!
Ich kann beobachten, wie die vorangestellten roten Punkte der Songs nacheinander grün werden und in der Zwischenzeit schon im Finder-Fenster nach dem nächsten Album schauen.
Das ziehe ich einfach wieder ins Eingangsfenster von Yate und Yate „schmeißt“ das alte Album raus, um die Songs des neuen Albums anzuzeigen.
Ein Klick auf „Artwork Search“ und schon kommt so etwas wie Routine auf.  Bei meinem zweiten Album !!!!!

Ob man alle Alben gleichzeitig in das Eingangsfenster ziehen kann?
Ob man das alles automatisieren kann?
Ob man …
Keine Ahnung!
Ich verwende diese App ja auch gerade erst ein paar Sekunden.
Ja, da steht irgendwo etwas von Batch-Dateien und so und ja, da gibt es eine Hilfe-Datei und ein Forum und …
Aber ich bin gerade so begeistert von dieser App, dass ich das so schnell wie möglich loswerden musste.

Ich bin mir sicher, ich werde da noch mit der Zeit ein paar Tipps nachreichen können.
Oder jemand, der die App schon länger kennt?
Ich würde mich sehr darüber freuen!
Diese knappen 22,- Euro sind ganz bestimmt gut angelegt!

Bei Ihnen werden in Lightning DS die Cover trotzdem nicht angezeigt?
Tipp:  Lassen Sie mal die Bibliothek neu scannen!

Und? Bingo?
Na bitte!

Hörbericht Q Acoustics Concept 40

Hörbericht Q Acoustics Concept 40

Hörbericht Q Acoustics Concept 40

Q Acoustics Logo2

Der Hörbericht Q Acoustics Concept 40 macht deutlich, wieso AUDIOSAUL die Boxen dieses Herstellers ab sofort in sein Programm aufgenommen hat.

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten …?

So langsam habe ich den Eindruck, als wolle man mir meine HiFi-Welt auf den Kopf stellen.

Zuerst schneit mir dieser Auralic Mini ins Haus und zeigt mir, dass man mit einem Streamer für 499,- Euro (!) so manch teuren CD-Player „verdammt alt aussehen“ lassen kann.
Und jetzt stehen da auf einmal Lautsprecher zum Paarpreis von 1.398,- € in meinem Hörraum und klingen tatsächlich so gut, dass ich das noch gar nicht richtig einordnen kann.
Doch lassen Sie mich ganz vorne anfangen:

Hörbericht Q Acoustics Concept 40

Natürlich haben Sie es als Kenner des Marktes längst erraten, dass es hier um die Lautsprecher des Herstellers Q Acoustics aus England gehen muss.
Neu – sind die nicht. Die Marke gibt es seit etwa 10 Jahren. Aber alt – ist das für einen Lautsprecherhersteller auch nicht.

So hat auch Q Acoustics nicht unbedingt einen „Senkrecht-Start“ hingelegt. Das geht auch gar nicht, denn der HiFi-Markt ist im Allgemeinen eher träge.
Wer aber zurzeit die Markt-Entwicklung von Q Acoustics verfolgt, der kann wohl einen Zug beobachten, der schon ordentlich Fahrt aufgenommen hat und sich zum ICE entwickeln könnte.

Was mir als HiFi-Händler besonders gut gefällt, ist vor allem, dass ich mir nicht wieder diese ewig gleiche Geschichte von der Firmenentstehung anhören muss.
Man war Ingenieur und mit keiner Box der Welt zufrieden, also hat man selber welche konstruiert. Die waren so gut, dass alle Freunde und eigentlich „die ganze Straße“ unbedingt diese Boxen haben wollten und irgendwann hat man dann eben die Firma gegründet und alle anderen Boxenhersteller können jetzt Konkurs anmelden.

Ja ja, mag sie ja auch hier und da ein klein wenig stimmen, diese Geschichte, so langweilt es dennoch gewaltig, wenn man sie zum 50-sten mal hören, lesen und glauben muss.

Völlig anders beschreibt Q Acoustics seine Entstehungsgeschichte und völlig gleichgültig, was an dieser nun Wahrheit ist und was Werbung – sie ist schon mal erfrischend anders.

Und obwohl diese vielen Entstehungsgeschichten überhaupt nichts damit zu tun haben, wie denn so ein Lautsprecher klingt, ist sie in diesem Fall viel mehr als nur eine Entstehungsgeschichte – sie ist zugleich Programm.

Und das ist denn auch mehr als sympathisch:
Man will nicht die „weltbesten Boxen“ bauen und sich das honorig bezahlen lassen, sondern man will preisgünstige Boxen anbieten, die so gut klingen wie teure oder sogar besser!?

Und genau mit dieser Aussage kommen wir zum Kern der Sache und zur Frage:
Wie gut klingen diese Dinger denn nun tatsächlich und wie viel Prozent von all den Aussagen, Tests und Lobeshymnen, die es schon zu lesen gibt, sind berechtigt und wie viel ist reine Werbung?

Vor zwei Wochen hatte ich mir mal die kleine Concept 20 bringen lassen und war zugegebenermaßen vom Klangergebnis überrascht. Was angesichts eines Paarpreises (!) von 498,- € ja nicht schwer ist, oder vielleicht gerade doch?

Na, jedenfalls wollte ich mehr.
Mehr Q Acoustics.

Mehr von dem, was man als High-Ender ernst nehmen kann. Also nicht so eine kleine Regalbox, weil ja auf gar keinen Fall „irgendwelche Kisten im Zimmer stehen dürfen“ – sondern  einen ausgewachsenen Standlautsprecher.

Q Acoustic Concept 40 weiss

Q Acoustic Concept 40 weiss

Der teuerste Vertreter dieses Herstellers hört auf die Bezeichnung Concept 40 und kostet die besagten 1.398,- Euro pro Paar.
So lange ich auch suche – da finde ich nichts teureres in der Preisliste. Also muss dieses Modell hier in mein Hörstudio und schon ist ein Paar davon geordert.
In der Zwischenzeit informiere ich mich ein wenig intensiver, lese mich durch die Herstellerseiten, die Tests und durch die Foren.
Was dabei auffällt ist die Tatsache, dass sie, obwohl der Hersteller in England sitzt, von einem deutschen Entwicklungsbüro konstruiert wurden.
Der Boxenspezialist Karl-Heinz Fink aus Essen zeigt sich hierfür verantwortlich. Vielen Lesern wird dieser Name möglicherweise überhaupt nichts sagen, obwohl es gut möglich ist, dass Sie über eine Komponente verfügen, an deren Entwicklung sein Team beteiligt gewesen ist. Denn genau damit verdient seine Firma ihr Geld. Sie verkauft Know-How an Hersteller, die dieses dann unter ihrem eigenen Namen vermarkten.
Nun gut – ganz bestimmt nicht die schlechteste Adresse, wenn man sich beim Bau eines Lautsprechers helfen lassen will.

Und obwohl die besondere (Gelcore-) Konstruktion dieser Boxen, mit der die Chassis vom Gehäuse entkoppelt werden (oder umgekehrt), durchaus eine ausführliche Beschreibung wert ist, will ich an dieser Stelle darauf verzichten, denn die ist jetzt schon so oft beschrieben und zitiert worden, dass ich hier aus meiner Sicht nicht noch einmal auf sie eingehen muss. Sie finden mehr dazu auf den Seiten des Herstellers und Vertriebes:

Herstellerseite: http://www.qacoustics.co.uk
(kann man auch auf deutsch umschalten!)
Vertriebsseite: http://www.idc-klaassen.com/index.php?page=qacoustics

Mich – und vermutlich auch Sie – interessiert doch jetzt wirklich vielmehr:
Wie muss man diese Box jetzt einschätzen?

Q Acoustic Concept 40 Explosion

Q Acoustic Concept 40 Explosion

Ist eine Concept 40 ein „High-End-Boxen-Killer“  – oder wird auch bei Q Acoustics „nur mit Wasser gekocht“?

Packen wir sie doch einfach mal aus.

Q Acoustic Concept 40 Rückseite

Q Acoustic Concept 40 Rückseite

Den Karton muss man der Länge nach aufschneiden und auch die kurzen Seiten aufklappen. Denn so kann man die ganze Box in ihrer Schaumstoff-Verpackung auf die Front drehen und hinten den Glasfuß anschrauben.
Das jedenfalls ist eine tolle Idee und sieht richtig gut aus. An den Ausläufern der Glasscheibe gibt es zwei Spikes – der dritte Spike ist vorne unter dem Boxengehäuse.
Ganz nach dem Motto „Ein dreibeiniger Tisch kann nicht wackeln!“ – eine gute Konstruktion und da die Spikes höhenverstellbar sind, ist es auch schnell gemacht, dass die Boxen lotrecht stehen.
Viel besser, einfacher und edler kann man das kaum lösen. Kompliment.

Nächste Feststellung:  Überraschend schwer sind sie! (fast 20 kg pro Stück)
Und nicht nur die Concept 40 ist schwer, auch der Ständer für die Concept 20 bringt ordentlich was auf die Waage!

Ganz ehrlich – die Ständer der Concept 20 sind „der Hammer“!
Ich habe in meinen 30 Jahren als Händler schon viele Boxenständer gesehen und verkauft – Ständer wie diese und zu diesem Preis sind mir noch nicht untergekommen. Selbst wenn man den Preis für Boxen und Ständer zusammenzieht und dafür dann Ständer vom Mitbewerber kaufen wollte, müsste man wohl noch ein paar Euro drauflegen – nur für dessen Ständer!
Zurück zur Concept 40, die mittlerweile aufgestellt und angeschlossen sind.

Nächste Feststellung: Gut sehen sie aus – ohne Wenn und Aber – richtig schick.
Die Farbe und die Oberflächen wirken edel und sind ohne Makel. Wieder fallen mir etliche Beispiele ein, die einen Vergleich allein beim Hinschauen schon verlieren würden.
Und sie haben sogar BiWiring-Anschlüsse.
Bei der Concept 20, die ja ebenfalls 4 Terminals aufweisen, mache ich mir so meine Gedanken, wie sinnvoll das denn sein kann. Viele echte High-Ender, für deren „große“ Boxen die BiWiring-Terminals Pflicht sind, lassen sie bei den kleinsten Modellen weg.
Bei einer Box vom Kaliber der Concept 40 ist diese Ausstattung ebenfalls nicht zu diskutieren – ganz bestimmt eine Möglichkeit, die Boxen noch ein wenig zu verbessern.
Gut finde ich auch, dass die „Brücken“ in Form von Stiften gleich mitgeliefert werden. Blöd finde ich, dass es Stifte sein mussten, denn wenn ich jetzt versuche, die Bananas in die Terminals zu stecken, verhindern das diese Stifte. Ich muss also auf Kabel zurückgreifen, die mit Schuhen ausgestattet sind, oder eben wirklich BiWiring betreiben.

Jetzt will ich aber wirklich wissen, was passiert, wenn ich die Extreme 3 von Progressive Audio (7.998,- €/Paar), die ich derzeit für die interessantesten Lautsprecher des Marktes halte – gegen die Concept 40 austausche, ohne irgend etwas an der Kette zu ändern.
Ich höre demnach gerade mit einem Auralic Mini am Progressive Audio A1 Vollverstärker samt kompletter Verkabelung von Progressive Audio.
Eine Kombination, die man wohl in diesem Zusammenhang als völlig „oversized“ bezeichnen muss, denn niemand hängt eine 15.000,- Euro-Kette an Lautsprecher zum Paarpreis von rund 1.400,- Euro.
Oder?

Egal – vom Stand weg spielt diese Box erstaunlich gut auf.
Wer auch nur den Hauch einer Kritik an diesem Lautsprecher vorzubringen mag, der sollte sich wohl mal um seine Elektronik oder seine Verkabelung kümmern, denn möglicherweise steckt die Ursache dort.
Doch auch ich kann mich nicht dagegen wehren, diese Boxen anders zu hören als teurere Vertreter.
Wenn ein Lautsprecher zig Tausend Euro kostet, dann hat er die Psychologie einfach schon mal auf seiner Seite.
Gemäß der alten Weisheit:
Wenn teuer – dann gut oder Hersteller frech!
Wenn gut, dann teuer, oder Hersteller blöd!

Ich sitze jedenfalls vor der Concept 40 und suche …
suche nach Fehlern, suche nach tonalen Verfälschungen, suche nach klanglichen Mängeln.
Doch die Suche gestaltet sich schwierig.
Erst wenn man bereit ist, sich selbst als „pingelig“ zu geben, als jemand, der unbedingt nörgeln will, findet man Dinge, die man kritisieren kann.
Allerdings immer wieder nur mit dem Wissen, dass es auch teurere Lautsprecher gibt, die die gleiche Kritik verdient hätten.
So deutet sich vielleicht eine winzige Härte bei den Stimmen an, aber die Boxen sind flatschneu und spielen noch keine 10 Minuten!
Manche High-Boxen müssen Monate lang eingespielt werden, um ausgewogen klingen zu können.
Die Raumabbildung ist gut – so gut, dass ich im Moment gar keine Lust habe herauszufinden, ob ich sie anwinkeln muss oder nicht.
Der Bass ist satt und trocken. Selbst „Limit to your love“ von James Blake stellt sie vor keine unüberwindbare Aufgabe. Die Schaumstoff-Stopfen, die Q Acoustics für die Bassreflexöffnungen mitschickt, bleiben schön im Karton – die brauchen wir nicht!
Wer auf die technischen Daten schaut, sieht als untere Grenzfrequenz 53 Hz und wird sich fragen, wie man denn damit einen ordentlichen Bass hinkriegen will, wo es doch die teureren Vertreter locker auch mal auf unter 30 Hz bringen?

Nun, dazu muss man natürlich folgendes Wissen:
53 Hz sind schon verdammt tief!
Und viele Boxen, die laut Datenblatt noch tiefer heruntergehen, schaffen das auch nur theoretisch!

Bei der Concept 40 ist offensichtlich, dass sich das Entwicklungsteam dafür entschieden hat, den Lautsprecher nichts machen zu lassen, für das er überhaupt nicht gebaut worden ist.
Und das war genau die richtige Entscheidung, denn so erleben wir einen wunderschönen und zugleich „staubtrockenen“, sprich: gut kontrollierten Bass, der Spaß macht und auch den höheren Frequenzen ein sattes Fundament zur Verfügung stellt, um Körper aus Fleisch oder Holz aufbauen zu können.
Das macht sich tatsächlich selbst in den Höhen bemerkbar, die alles andere als nerven. Wunderbar sauber und mit realistisch werden Instrumenten und Stimmen reproduziert.
Hier geht man nicht mit überzogenen Höhen auf Kundenfang. Hier klingt nichts „glasklar“ und „stählern“, es sei denn, es wurde so aufgenommen.
Die Ortbarkeit und die Größenabbildung erfüllen Ansprüche, die die Mehrzahl der typischen Concept-40-Käufer vermutlich gar nicht stellen werden.
Patricia Barber steht bei ihrem Titel „Summertime” wunderbar fixiert im Raum und man kann „mit den Augen“ die Percussion-Instrumente verfolgen. Deutlich werden auch die Unterschiede zwischen dem akustischen und dem E-Bass geradezu „herausgepellt”.

Und jetzt mal ganz ehrlich – sind sie nun die High-End-Boxen-Killer?

Fast möchte ich als High-End-Händler sagen:  „Zum Glück nicht!“
Und das war auch niemals die Absicht des Herstellers.

Was ihm mit der Concept 40 jedoch gelungen ist, muss man wohl so beschreiben, dass er den Abstand zwischen der „Kommerzklasse“ und der „Luxus-Klasse“ auf ein fast schon erschreckend kleines Maß zusammenschrumpfen lässt.
Nein, er kommt nicht in Frage für den typischen High-Ender.
Aber ich bin mir ganz sicher, dass dieser typische High-Ender, der ja immer wieder von seinen Bekannten gefragt wird, was man sich denn so „untenrum“ kaufen kann, dass der jetzt endlich eine Antwort kennt!

Um die Concept 40 richtig einschätzen zu können, muss man sich folgendes vor Augen führen:

Jeder Lautsprecher ist das Ergebnis aus zwei Faktoren:

  1. Können des Entwicklers
  2. Qualität der Bauteile

Das ist auch in anderen Bereichen immer wieder so.

Stellen wir uns einmal vor, wir wären mit unserer digitalen Spiegelreflex-Kamera unzufrieden, weil unser Lieblings-Hersteller so ein tolles neues Modell heraus gebracht hat … und wir erklären unserer Frau gerade, was an unserer Kamera alles so richtig schlecht ist, weshalb man da einfach keine wirklich guten Bilder mit machen kann, ohne endlich auf dieses tolle Vollformat hoch zu wechseln.
Und gerade, als sie es uns glauben will, kommt ein Berufsfotograf daher, entdeckt unsere Kamera und meint: „Oh die XY55! Damit arbeite ich auch immer noch sehr gerne. Es ist erstaunlich wie toll… blablabla“
… und macht auch noch gleich ein paar richtig tolle Fotos von uns damit.

Da stehen wir auf einmal ziemlich blöd da, oder?
Jedenfalls werden wir uns von unserer Frau anhören müssen, dass das mit den schlechten Bildern wohl nicht nur an der Kamera liegen kann.
Und diese kleine Geschichte zeigt genau, was bei Q Acoustics geschieht.
Wer einen preisgünstigen Lautsprecher anbieten will, muss zwangsläufig sein Budget für die Bauteile limitieren.
Was aber nicht damit gleichgesetzt werden darf, dass man schlechte Bauteile verwenden muss.
Wer ausschließlich das Ziel hat, preisgünstige Boxen anzubieten und wem der Klang egal ist, der kann das tun.
Wer aber das Ziel auf der Firmenflagge stehen hat, Lautsprecher zu bauen, die im Vergleich zu anderen Boxen bei niedrigerem Preis besser klingen, der muss sich was einfallen lassen.

Und genau das ist hier offensichtlich geschehen.
Das Entwicklungsbüro FAC (Fink Audio Consulting) hat hier eine bemerkenswert gute Auswahl bei den Bauteilen getroffen und zudem bewiesen, dass die Team-Mitglieder allesamt ihr Handwerk verstehen. Professionalität durch die Bank also.

Ein solch gutes Gesamtergebnis zu diesem Preis rüttelt aber auch durchaus an der Mark-Struktur der High-Fidelity und bringt  einige Leutchen in eine Konflikt-Situation.
Test-Redakteure müssen ganz vorsichtig taktieren, um ihre Glaubwürdigkeit (und ihre Werbeaufträge) zu behalten.
Händler wie ich selbst auch – müssen ihre Begeisterung zügeln, wenn sie sich nicht von ihren Kunden fragen lassen wollen, ob man die bestellten teuren Boxen noch wieder abbestellen darf.
Da ist man doch fast froh, wenn man hier und da glaubt, doch eine kleine Schwäche erkennen zu können.

Aber nach wie vor hängt die Concept 40 bei mir immer noch an einer Kette im Gegenwert von 15.000,- Euro – das ist sicher nicht realistisch, zumindest nicht repräsentativ  – muss also geändert werden.

Ich schaue mich um und erblicke den Creek Vollverstärker. Um es „rund“ zu machen, schließe ich auch gleich den Creek CD-Player mit an.
Bei der Verkabelung muss ich zunächst ein wenig „Jugend forscht“ betreiben. Viel – was da preislich passen könnte, habe ich leider nicht da. Niemand hat bei mir bisher Kabel für unter 100,- € haben wollen. Ja, sicher ein Teufelskreis.

Nach ein paar Hörsitzungen lande ich beim 711-er von Progressive Audio, das mit 448,- Euro eigentlich zu teuer für diese Kette ist. Es bringt sie aber klanglich dermaßen auf den Punkt, dass jedes andere Cinch-Kabel den Test einfach nur zerstört, deshalb bleibe ich dabei.
Beim Lautsprecherkabel gelingt es mir, mit dem QED Ruby Anniversary Evolution zum 3m-Set-Preis von 98,- € ein erstaunlich gutes Klangbild hinzubekommen.

Tja, und so macht das alles denn auch auf einmal richtig Spaß.
Eine Kette im Wert von unter 4.000,- Euro, inklusive aller Kabel und der Concept 40 (!) –  spielt hier so auf, dass man ganz locker auf den doppelten wenn nicht gar dreifachen Preis tippen könnte.
Diese Kette scheint sich sogar charakterlich gesucht und gefunden zu haben.

Und wäre das alles angesichts des Preises für die Concept 40 ja nicht schon Wunder genug, so toppt man das Ganze irgendwie noch einmal, wenn man frech hergeht und die Concept 20 auf ihren wunderschönen Ständern an diese Kette anschließt.
Das sieht mal richtig schick aus!

Q Acoustics Concept 20 weiss Ständer

Q Acoustics Concept 20 weiss Ständer

Und wetten, dass es einem niemand glauben wird, was man für diese Boxen ausgegeben hat!?
Stellen Sie sich lieber schon mal auf Äußerungen ein wie:
„498,- € das Paar? Ja ja, die sind dann ja wohl vom LKW gefallen, oder?“.

Fazit:
Aus meiner Euphorie habe ich in diesem Bericht keine Mördergrube gemacht und mich für sehr preisgünstige Lautsprecher ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt.
Das alles habe ich mir lange und gut überlegt.
Es wäre einfacher gewesen, zu der Entscheidung zu kommen, dass ich mich aus diesem Preissegment – so wie in der Vergangenheit – heraus halte.
Aber ich wäre mir selbst nicht treu geblieben.
Denn genau so, wie es der Auralic Mini als Streamer verdient hat, dass man über ihn berichtet, genau so haben diese Lautsprecher es verdient.
Der Hersteller versucht tatsächlich etwas in Gang zu setzen, was Schule machen könnte.
Es ist kein Geheimnis, dass die MP3-Generation ihr Geld nicht mehr so in HiFi-Geräte steckt, wie wir es mal gemacht haben.
Mit Lautsprechern wie der Concept 40, oder auch schon der Concept 20, kann man auch MP3-Hörer für sich gewinnen.
… und im nächsten Schritt dann sogar für die „Losless-Formate“?

Wenn Sie Lust darauf bekommen haben, meine Aussagen überprüfen zu wollen, dann sind Sie herzlich zu einem Besuch eingeladen.

Meine Daumen gehen bei Q Acoustics jedenfalls beide nach oben!

„Überraschende Klanglebendigkeit und Ruhe… ein unglaublich einladender Klang“

Technische Daten
Gehäusetyp: 2-Wege-Reflexgehäuse mit mit Doppelwoofer
Tieftöner: 2 x 125 mm
Hochtöner: 25 mm
Frequenzbereich: 53 Hz – 22 kHz
Nennimpedanz: 6 Ohm
Minimalimpedanz: 4 Ohm
Empfindlichkeit: 90 dB
Empfohlene Leistung: 25 – 150 W
Übergangsfrequenz: 2,3 kHz
Maße H/T/B mm: 972 x 170 x 288
Gewicht: 18,5 kg
Erhältlich: paarweise
Verfügbare Lackierungen:
schwarz Hochglanz / weiß Hochglanz
Garantie: 5 Jahre

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Tonarmkabel Hörbericht

Das Tonarmkabel

Ein Tonabnehmer (das ist das Ding mit der „Nadel“) ist vorne am Tonarm angebracht und erzeugt beim Lesen der Schallplatte eine elektrische Spannung. Diese Spannung enthält das Musiksignal in sich und muss deshalb zu unserer HiFi-Anlage geleitet werden.

Da wir es heute in der Regel mit einem Stereo-Signal zu tun haben, gibt es einen linken und einen rechten Kanal (wir haben ja auch einen linken und einen rechten Lautsprecher) – und pro Kanal brauchen wir zwei Leiter (Käbelchen), weil Strom ja nur in einem Kreislauf fließen kann.

Insgesamt macht das  vier Pole – und damit vier erforderliche Käbelchen.
In vielen Konstruktionen finden wir aber noch ein fünftes Käbelchen, das Massekabel.
Aufgabe eines solchen Massekabels ist es, Brummgeräusche zu verhindern. Leider kommt es aber manchmal vor, dass dieses Brummen gerade durch dieses Massekabel erzeugt wird, aber das ist ein anderes Kapitel.

So oder so müssen also vier bis fünf Käbelchen vom Tonabnehmer, bzw. von der Headshell zum Verstärker geführt werden. Die meisten Tonarmkonstrukteure führen diese Käbelchen durch das Tonarmrohr hindurch.
Erstens sieht das besser aus und zweitens schützt so das Tonarmrohr die Käbelchen vor hochfrequenten Einstreuungen.

Spätestens aber, wenn wir uns das Tonarmlager anschauen, entsteht in uns die Frage, wie man diese 4-5 Kabel wohl so führen kann, dass sie die Beweglichkeit des Tonarms nicht einengen.
Logischerweise dürfen diese Kabel also so gut wie nichts wiegen und sollten so dünn und so flexibel sein wie ein menschliches Haar.
Eine dicke, schützende Isolierschicht oder Abschirmung kommt da nicht in Frage.

Lager

Lager (wir sehen die vier Goldkäbelchen und den schwarzen Masseleiter)

Manch einer kommt nun auf die Idee, diese extrem dünnen und ungeschützten Kabel nicht nur durch den Tonarm, sondern weiter bis hin zum Verstärker zu führen.
Man kann sich aber gut vorstellen, welche Probleme dabei auftreten können. Schnell ist so ein dünnes Käbelchen abgerissen. Schlimmer ist, dass wir mit Ihnen wunderbare Antennen für hochfrequente Einstrahlungen bauen würden.

Der leiseste Tonabnehmer, den ich bisher verbaut habe, hatte nach eigenen Messungen 0,08 mV Ausgangsspannung.  Ist das viel? Ist das wenig? Übliche MC-Systeme haben eine Ausgangsspannung von ca. 0,4 mV, Magnetsysteme kommen auf etwa 4 mV.

Zum Vergleich:
Schaut man mal in die Richtlinien für Baubiologie + Ökologie IBN finden wir für den Schlafbereich unter „schwach auffällig“ eine maximal zulässige erdbezogene Körperspannung von 100 mV.
Auf Internetseiten über Elektrosmog (und wie man ihn verhindert) lesen wir von „Normalwerten“ bei einem schlafenden Menschen, die bei 1.000 bis 2.000 mV liegen, manche sprechen gar von 100.000 mV – die sich in unserem Körper aufbauen.

Doch zurück zu unseren Käbelchen. Wir leben in einer strahlenden Welt und das darf man leider nicht positiv sehen. Handys, Mikrowelle, WLAN, Bluetooth …
Und diese Strahlungen dürfen nicht in unsere Tonarmkäbelchen gelangen, denn unser Verstärker besitzt keinen Baustein, der zwischen Musiksignal und Einstrahlung unterscheiden kann. Er verstärkt einfach alles.

Manch ein Tüftler „bastelt“ sich deshalb ein Kabel, das außerhalb des Tonarmes mit einer Abschirmung versehen ist. Die 4-5 freiliegenden ersten 40 cm dieses Kabels zieht er von hinten durch den Tonarm und lötet danach vorne die kleinen Klemmen für die Polstifte an. Dann gilt es noch, sie mit kleinen Schrumpfschläuchen farblich zu markieren.
Eine solche Lösung dürfte wohl nur für sehr wenige Anwender in Frage kommen. Und selbst Lötprofis kommen da so manches mal an ihre Grenzen. Spätestens aber, wenn man es mit den Goldkabeln der Marke Deskadel aus Belgien zu tun hat, wie man sie auf meinen Bildern sehen kann, ist der Gang zum Goldschmied unausbleiblich. Diesem Kabel brauchen wir nur den Lötkolben zu zeigen, schon verschwindet es wie die brennende Zündschnur einer Sylvester-Rakete.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, der gegen eine solche Lösung spricht:
Es ist die endgültige Festlegung auf ein bestimmtes Kabel.
Wann immer uns jemand einen neuen „Geheimtipp“ in Form eines neuen Tonarmkabels in die Hand drücken will – können wir damit ohne eine Stecker/Buchsen-Kombination nichts anfangen.
Aus diesem Grund versehen die meisten Tonarmhersteller ihre Tonarme im Fuß mit einer Buchse, in die dann das passende Gegenstück gehört. Weit verbreitet ist hierbei eine 5-polige, runde Konstruktion. Für sie gibt es unterschiedliche Bezeichnungen wie „DIN-“, „Tonarm-“, „Phono-„ oder „Tiffany-Stecker“ – sicher noch eine ganze Reihe mehr.

Bei vielen SME-Armen finden wir aber auch zwei Cinch-Buchsen (RCA-Buchsen). Dies verlockt dazu, ein gutes Cinch-Kabel zu verwenden, was man noch in der Kabelkiste gefunden hat, aber das ist möglicherweise problematisch, da an ein Tonarmkabel spezielle Anforderungen gestellt werden.
Nicht nur die Widerstandswerte, sondern auch die Kapazität eines Kabels sind im Phonobereich mehr noch als woanders von hoher Bedeutung. Genau so wie die Leitfähigkeit. Silber gehört zum Beispiel nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Kabelmaterialien, im Phonobereich ist Silber jedoch oftmals geradezu unverzichtbar.
So oder so hat eine Steckverbindung den großen Vorteil, dass die Innverkabelung mitgeliefert wird und wir uns keine Lötarbeiten mehr aufbürden müssen.
Wenn wir den Tonabnehmer einbauen, stecken wir vorne die Klemmen (niemals drehen!!) auf die Stifte und hinten schließen wir das Tonarmkabel an.
Und wenn uns danach ist, mal ein anderes Tonarmkabel (Außenkabel!) auszuprobieren, dann stecken wir die Kabel einfach um und hören uns das Ergebnis an.

Beginn des Hörberichts:

Angesichts des „tiefen Tales“, das das analoge Medium in den letzten Jahrzehnten durchwandern musste, ist das Thema Tonarmkabel (und von nun an meine ich damit immer die Außenverkabelung) in Vergessenheit geraten.
Es gab Zeiten, da kam ich ohne 10 bis 15 verschiedene Tonarmkabel im Laden gar nicht aus und meistens waren fast alle Kabel unterwegs bei den Kunden – zum Testen.
Zu den heutigen Zeiten ist dieses Kabelthema irgendwie verloren gegangen. Entweder hat man noch eines von früher in seiner Kabelkiste, oder man benutzt eben das, was beim Tonarm dabei war.

Den Anschubser, mich aktuell mal wieder mit diesem Thema auseinander zu setzen, bekam ich von meinem Kunden Christian. Er hatte sich zu Weihnachten das Xtension 10 Super-Pack von Pro-Ject gegönnt und gemeint, dass Weihnachten für ihn seitdem gar nicht mehr enden würde.
Beim Xtension SuperPack mit dem Carbon-Arm und dem Ortofon Cadenza Black gibt es das Tonarmkabel „Pro-Ject Connect-it 5P-CC“ für 135,- € sozusagen als „Beipackstrippe“ dazu. Sicher eine ziemlich teure Beipackstrippe, aber ich kann den Pro-Ject-Leuten nur zustimmen, wenn sie  sagen, dass es in solch einem Paket ein gut klingendes und auch passendes Kabel darstellt. „Alle die mehr wollen, werden ihre eigenen Vorlieben haben.“ heißt es und genau so ist es auch.

Doch wo sollen heute diese Vorlieben für bestimmte Tonarmkabel herkommen?!

Ich will versuchen, mit diesem Bericht das Thema wieder etwas mehr in den Fokus zu stellen und gehe deshalb der Frage nach „besseren“ Tonarmkabeln nach.
Wie immer steht aber zunächst etwas anderes als die Frage nach dem besseren Klang im Vordergrund, nämlich die Frage nach dem passenden Preis.
Zu wem oder was muss ein Tonarmkabel überhaupt passen?
In Frage kommen da:

  • der Tonarm mit seinem Innenkabel
  • der Tonabnehmer
  • das Laufwerk
  • der Phonoverstärker

Da das preisgünstigste Tonarmkabel meiner Testreihe bereits bei 135,- € liegt, muss man wohl davon ausgehen, dass dieser Bericht nur jemanden interessieren wird, der einen Plattenspieler so ab 500,- Euro aufwärts sein Eigen nennt.

Beginnen wir mit der Marktschau.
Und die erste Feststellung lautet denn auch schon:  „Das Angebot ist recht mager geworden!“.
Einige Hersteller haben „immer noch“ ihre alten Kabel im Programm. Spricht man sie an, merkt man schon an den Reaktionen, dass das Thema Tonarmkabel für sie gar nicht mehr existiert. Man hat noch welche, baut aber eigentlich keine mehr, weil sie niemand mehr haben will.
Und ich suche gerade welche, hab aber kaum Auswahl, weil die Hersteller mir nicht mehr viel bieten.
Ich frage mich, wo denn dieser Teufelskreis begonnen hat und möchte ihn mit diesem Bericht durchbrechen.

Am Ende habe ich mich für folgende Testteilnehmer entschieden.
Pro-Ject Connect-it 5P-CC ab 135,- € (Die „Beipack-Strippe”)
Pro-Ject Connect-it 5P-Si  ab 345,- €  (The next Pro-Ject-Step)
Ortofon 6NX TSW-1010 ab 250,- € (Der Nachfolger vom legendären 8N TSW-1000)
Furutech AG12  ab 621,- € (Das „Einstiegskabel“ vom japanischen Stecker- und Kabel-Spezialisten)
Furutech Silver Arrows ab 2.026,- €  (Das Top-Kabel – aus Japan)

Gründe für diese Auswahl:
Pro-Ject – weil wir von diesem Hersteller Preis-/Leistungswunder gewohnt sind.
Ortofon – weil ich es „von früher“ noch gut in Erinnerung habe.
Furutech – um das Machbare auszuloten.

Hinweis:
Sollten wir einen Entwickler nicht bedacht haben, der gerne mit seinem Kabel an diesem Test teilgenommen hätte, so bitten wir ihn, sich einfach bei uns zu melden, damit wir in einem zweiten (oder dritten?) Teil weiter auf dieses Thema eingehen können.

Ich selbst teste die Kabel an einem (echten!) Zarathustra S4 mit Pluto Audio 8A Prestige Tonarm und einem Jan Allaerts MC 1 MK II. Der 8A verfügt über eine Gold-Innenverkabelung der Marke Deskadel aus Belgien und die ist nach wie vor (für mich) unübertroffen.
Mein Kunde Christian hat sich bereit erklärt, an diesem Hörtest teil zu nehmen und führt ihn mit seinem Xtension 10 SuperPack durch.

Logischerweise war unser beider Ausgangspunkt jeweils die „Beipackstrippe“, also das 5P-CC.
Wer mit diesem Kabel hört, mag sich zu Recht die Frage stellen, ob es denn überhaupt noch „besser“ geht, denn spätestens nach Ablauf dieses Tests steht fest, dass dieses Kabel tatsächlich das Preis-/Leistungswunder ist, das wir erwartet hatten.

Das 5P-CC macht einfach rundherum glücklich und selbst wenn es zu Ihrem Plattenspieler nicht kostenfrei mitgeliefert wird, über eine Ausgabe von 135,- € muss man bei diesem Klangergebnis nicht eine Sekunde nachdenken.

Im nächsten Schritt interessiert es uns nun, wie das teurere Pro-Ject-Kabel gegen die preisgünstige Konkurrenz aus gleichem Hause abschneidet.

Pro-Ject 5P-CC
Pro-Ject 5P SI

Ergebnis Pro-Ject Connect-it 5P-Si:

Das 5P-Si bringt uns sofort viel näher an das Geschehen heran. Es schenkt uns mehr Informationen, mehr Details, mehr Klangfarben, mehr Raum, mehr Dynamik.
Das 5P-Si sorgt also klar und deutlich für einen dieser „Wow-Effekte“.
Allerdings verschweigt es auch nicht, wie es das anstellt. Hier und da kann es den hohen Silberanteil am Material nicht verleugnen. Sehr analytische Tonabnehmer dürften mit diesem Kabel wohl übers Ziel hinausschießen. Betreiben wir dagegen so ein „gemütliches Teilchen“, also z.B. ein schönes Magnetsystem, wird es sich über diese Frischzellenkur auf der Stelle bedanken.

Also ganz klar:  Das 5P-Si küsst Ihre Anlage wach.

Ergebnis Ortofon

Wer auch immer geneigt ist, den Klangunterschied zwischen Kabeln zu bestreiten und für nicht existent zu erklären, der muss sich nur mal direkt nach dem 5P-Si das Ortofon anhören. Gegensätzlicher können Kabel gar nicht klingen. Die Ortofon-Entwickler jagen ganz offensichtlich der Schönheit der Musik nach. Hier darf nichts analytisch, gar metallisch klingen. Hier darf uns kein Bass in die Magenkuhle treten. Sondern hier zählt nur die absolute Ausgewogenheit.

Für mich zeigt sich damit auch das Ortofon-Kabel als Spezial-Lösung für ganz bestimmte Tonabnehmer. So ein ZYX-Tonabnehmer, der sich bereits in der Schönheit der Musik förmlich austobt, braucht diese Unterstützung ganz bestimmt nicht. Auch die meisten Tonabnehmer aus dem Hause Ortofon selbst haben sie sicher nicht nötig. Ich sehe für das Ortofon-Kabel die Tonabnehmer als Spielpartner, die Druck, Dynamik und auch Analytik im Überfluss besitzen. Das Ortofon beruhigt diese Vertreter und zeigt ihnen, was man unter Harmonie zu verstehen hat.

Ortofon

Zwischenfazit
Das Pro-Ject 5P-CC zeigt sich überraschender Weise (oder hatten wir es nicht doch erwartet?) als das beste Allroundkabel ohne eigene Charakter-Eigenschaften.
Das 5P-Si hilft müden Tonabnehmern auf die Sprünge und das Ortofon hält die jungen Pferde im Zaum.
Ein Allrounder, der auf noch höherem Niveau spielt als das 5P-CC ist hier noch nicht dabei gewesen.

Ändert sich das, wenn wir unsere Geldbörse ein wenig weiter öffnen und nachsehen, ob nicht doch noch ein paar grüne Scheinchen mehr zu finden sind?
Wenden wir uns einem solchen deutlich teureren Vertreter zu.

Furutech Ag 12

Furutech Ag 12.

Der erste Begriff, der mir beim Hören mit diesem Kabel in den Sinn kommt, lautet: Konsequenz.
Hier hat der Hersteller nicht nur eine Tür zu einer neuen Klangwelt aufgestoßen, hier ist er auch hindurch gegangen.

Alles – wirklich jeder Punkt, den es zu betrachten gibt, schenkt einem sofort das sichere Gefühl, dass Furutech nicht mit der Entwicklung aufgehört hat, bevor man nicht dieses überzeugende Klangergebnis erreicht hatte. Bass, Mitten, Höhen, Raum, Staffelung, Größen, Klangfarben, Volumen, Harmonie, Durchsichtigkeit, Präzision, Wärme, Emotionalität …

Ob es Anblasgeräusche sind, ob es leichte „Verzupfer“ sind, ob es ein Hall ist, der sich unter einem Schlagzeugbecken fängt, ob es das Holzmundstück des Saxophons ist, ob es die Bewegungen sind, die jemand mit Percussion-Instrumenten vollzieht …

Konsequent hat Furutech dafür gesorgt, dass eine solche Geldausgabe zu einem sinnvollen und herausragend zufriedenstellenden Ereignis führt. Ein Ereignis, dass uns nicht eine Sekunde daran zweifeln lässt, mit dem Kauf etwas Richtiges gemacht zu haben. Man adoptiert sozusagen die Furutech-Philosophie und ist mit sich und der Welt im Reinen.

Sofort wäre man bereit, ein Dokument zu unterschreiben, was dieses Tonarmkabel als „einfach nicht mehr zu toppen” bezeichnen würde.

Wäre da nicht …
Mein Blick geht in Richtung des Furutech Silver Arrows, was drei mal so teuer ist wie das 12 Ag.

Ist das nur so eine Laune der Furutech-Entwickler gewesen? Hat hier die Marketingabteilung beschlossen, dass man so ein Kabel braucht, um das Portfolio komplett zu haben?
Oder sollte dieses Kabel tatsächlich in der Lage sein, dem 12 Ag noch eins drauf zu setzen?
Die Antwort ist ganz einfach:
Wer nicht bereit und nicht in der Lage ist, 2.000,- € „nur für ein Tonarmkabel“ zu bezahlen, der sollte die Existenz dieses Kabels einfach ganz schnell vergessen und sich hier von mir nicht verrückt machen lassen.
So wie ein Aston Martin Lagonda oder eine Tourbillon von Lange & Söhne uns „völlig kalt lassen“ können, so wird auch dieses Tonarmkabel bei den meisten von uns ganz bestimmt nicht für schlaflose Nächte sorgen.
Die meisten Menschen haben eine angeborene Schutzfunktion in sich. Etwas, was man ganz bestimmt nicht haben kann, das will man auch gar nicht haben. Oder quält es Sie, dass Sie keine Yacht für ein paar Millionen Euro besitzen? Nicht wirklich, oder?

Und so ähnlich, wenn natürlich auch nicht mit solchen Ausmaßen, geht es uns mit diesem Silver Arrows. Das 12 Ag ist ein Traumkabel und in keiner Weise stellt es einen Kompromiss dar!

Es sei denn…

… ja, es ist einfach so wie es ist.
Wer sich die Aufgabe gestellt hat, einem echten Traumplattenspieler mit einem der besten Tonarmkabel das i-Tüpfelchen zu verpassen, der handelt sträflich, wenn er sich das Silver Arrows nicht wenigstens mal anhört.

Wenn ich mit diesem Kabel höre, geht mir folgende Szene nicht aus dem Kopf:
Da gibt es eine Edel-Disco in einer der Metropolen dieser Erde.
Als „Normalo“ kann man nur weit weg stehen und beobachten, wie selbst VIPs nicht einfach so hineingelassen werden.

Und jetzt kommt das Silver Arrows ins Spiel!

Rechts und links haken mich die beiden Besitzer dieser Edel-Disco unter und marschieren auf das Portal zu. Und wie durch Geisterhand öffnen sich alle Türen und man gewährt mir Einlass.

Bekloppte Assoziation, oder?

Aber ich bin mir sicher, dass Sie ein ähnliches Gefühl haben werden, wenn Sie Ihren Plattenspieler das erste mal mit dem Silver Arrows hören werden.
Mit diesem Kabel entsteht endlich aus einer Reihe von Tönen Musik, Geräusche sind plötzlich dazu da, uns in einen Raum „hineinsehen“ zu lassen. Musikstücke werden zu Kunst. Musiker zu Künstlern.
Hat man dieses Kabel an seinen Plattenspieler angeschlossen, bleibt nur noch eine einzige Frage offen:

 

„Wieso, wieso klingen nicht einfach alle Tonarmkabel so?“

Silver Arrows

Wir nehmen Ihr altes Kabel in Zahlung!

Sie würden auch gerne mal eines dieser (oder ein anderes?) Tonarmkabel ausprobieren, wissen aber nicht, was Sie dann mit Ihrem jetzigen Kabel anstellen sollen?
Wir geben Ihnen Recht, wenn Sie der Meinung sind, dass es zum “Rumliegen” ganz bestimmt zu schade ist!
Schreiben Sie uns eine e-Mail , beschreiben Sie uns Ihr vorhandenes Tonarmkabel und teilen Sie uns mit, welches Kabel Sie mit welchen Anschlüssen erwerben/testen möchten und wir machen Ihnen ein Angebot.

Gefällt Ihnen unser Angebot, senden wir Ihnen nach Zahlungseingang das gewünschte Kabel zu. Sie haben dann Zeit und Ruhe (bei dieser Aktion vier Wochen), beide Kabel miteinander zu vergleichen. Nach Ablauf der Zeit teilen Sie uns Ihre Entscheidung mit und senden Sie uns innerhalb von einer Woche (Versanddauer) eines der Kabel zu. Also entweder Ihr altes Kabel – oder das neue, weil es Ihnen nicht gefallen oder weil es nicht gepasst hat.
Noch am Post-Eingangstag werden wir den Kauf stornieren und Ihnen den gezahlten Betrag zurückzahlen.

Wird mir vom gezahlten Betrag etwas abgezogen? Wer trägt die Kosten für die beiden Versandwege? Wer trägt das Versandrisiko?
Diese Punkte sind vom Gesetzgeber geregelt.
Mehr dazu lesen Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.