1.2 Die Aufstellung der Lautsprecher

1.2 Die Aufstellung der Lautsprecher

In dem Teil – 1.2 Die Aufstellung der Lautsprecher – erfahren Sie, wie wichtig es ist, die Lautsprecher an die richtige Stelle zu stellen.

Man muss es ganz deutlich sagen:
Selbst im besten aller Hörräume wird es dennoch „ganz gruselig“ klingen, wenn die Lautsprecher an der falschen Stelle stehen und im schlechtesten aller Räume lässt sich noch eine Menge retten, wenn denn nur die Boxen an der richtigen Stelle stehen dürfen.
Fragen Sie jetzt aber bitte nicht, was wichtiger ist, die Raumakustik oder die Boxenaufstellung.
Wenn man zwei Schritte braucht, um ein Ziel zu erreichen, ist jeder Schritt von gleicher Bedeutung.

Wer die bisherigen Berichte zum Anlagen-Setup gelesen hat, der weiß bereits, dass eine gute Raumakustik zwar wichtig, doch manchmal schwer zu erreichen ist.
Tatsächlich komme ich aber in der Praxis in weitaus mehr Räume, die von der Akustik her eigentlich ganz gut zu gebrauchen wären, in denen man aber leider erkennen kann, dass mindestens einer der Bewohner „die Dinger am liebsten ganz aus dem Wohnzimmer verbannen würde“.

Und ich werde noch einmal deutlich:
Nein, das wird nicht besser durch teurere Lautsprecher, die an der gleichen schlechten Stelle stehen!

Sie können sich zwischen den folgenden drei Varianten entscheiden:

  • Gut Musik zu hören ist nur ein sekundäres Ziel.
    Tipp:  Es gibt sehr günstige Anlagen, die für eine angenehme „Hintergrundbeschallung“ sorgen.
  • Gut Musik zu hören ist das (!!) primäre Ziel.
    Tipp: Das geht definitiv nur (!!) mit der richtigen Aufstellung. Keine Diskussion!
  • Gut Musik zu hören ist gleichgestellt mit dem Wunsch „schön“ zu wohnen.
    Tipp: Hier gilt es, einen Kompromiss zu finden. Ideen dazu finden Sie in den nächsten Berichten.

Um die Forderung nach einer “richtigen” Boxenaufstellung zu verstehen, will ich es am Beispiel von zwei DIA-Projektoren erläutern.

Stellen Sie sich vor, wir haben zwei Dias, die von einer 3D-Kamera stammen und nur gemeinsam ein 3D-Bild ergeben. Leider haben Sie keinen 3D-Projektor, weshalb Sie einfach zwei einzelne Projektoren verwenden.
Nun wird es für Sie logisch sein, dass sich der korrekte 3D-Eindruck nur dann einstellt, wenn die beiden Projektoren im richtigen Abstand zueinander aufgestellt sind und absolut exakt auf den gleichen Punkt auf der Leinwand ausgerichtet wurden.
Schon eine winzige Verschiebung führt zu “Doppel-” oder “Geisterbildern”. Nur dann, wenn Sie ganz genau ausgerichtet wurden, stellt sich der “Raumeindruck” ein und auch Farben und Konturen wirken tief und echt.

Und ganz genau so verhält es sich auch mit den Lautsprechern. Jeder für sich ist so zu sagen “ein Teil eines akustischen 3D-Projektors” und nur wenn beide zusammenkommen und korrekt ausgerichtet sind, entsteht auch ein realistischer 3D-Raumeindruck.

Natürlich können wir diese Aussagen und Empfehlungen “in den Wind schlagen” und die Boxen einfach “irgendwo hin” strahlen lassen. Immer noch werden sie die gleiche Musik von sich geben, aber mit einer Stereo-Wiedergabe im Wortsinne hat das nichts gemein. Wir könnten ja auch die beiden DIA-Projektoren einfach “irgendwo hin” strahlen lassen und würden genau so immer noch erkennen können, was auf den DIAs abgebildet ist. Nur eben nicht in 3D.
Wem es also völlig genügt, Musik einfach in einen Raum zu strahlen, der kann sich eine Menge Arbeit und Kosten sparen. Und das Lesen dieses HiFi-Handbuchs obendrein. 🙂

In dieser Serie sind schon folgende Beiträge fertiggestellt:

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