Das audiophile Heimnetz

Das audiophile Heimnetz

Im Bericht „Das audiophile Heimnetz“ geht es heute um die Betrachtung unserer heimischen LAN-Netzwerke und um die Frage, was diese Netze mit dem Klang unserer HiFi-Anlage zu tun haben.

Unter anderem wird es gehen um:

  • Austausch der TAE-Dose gegen eine RJ45-LAN-Dose
  • Austausch des TAE-Anschlusskabels zum Router gegen ein LAN-Kabel
  • Austausch des Netzteils für den Router (und eine andere Steckdose?)
  • Alternative Lösungen für “getrennte” Netze (VLANs)
  • Ein Vergleich zwischen LAN-Kabel und WLAN
  • Audiophile Switches
  • Streamer

Viel Spaß beim Lesen!

Heimnetze

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Muttis Einkaufsnetze oder die über den Erdbeeren im Garten so ziemlich die einzigen Netze, die wir zuhause verwendet haben.
Das änderte sich, als das Internet entstand und immer mehr Geräte in unserem Haushalt daran angeschlossen werden wollten.

Heimnetzplanung

Heimnetzplanung

Heute tut man bei einem Neubau oder einer Renovierung gut daran, nicht nur an einer passenden Stelle für einen Anschluss an das Internet zu sorgen, sondern lieber gleich dafür, dass an den Stellen, wo früher „nur eine Steckdose“ oder ein Antennenanschluss war, jetzt auch ein Netzwerkanschluss vorhanden ist. Und natürlich an jeder Aussentür (für die Haustürklingel), an jedem Fenster (für die Rollläden), an der Markise … und (!!!)  selbstverständlich in der Nähe des Fernsehers und der HiFi-Anlage!
Doch solch ein Netz will gut geplant sein, sonst haben wir es am Ende gut gemeint – aber es klingt einfach nicht.
Denn die Musik von Morgen – die kommt garantiert aus dem Internet.
Und für alle die, die es noch nicht wahrhaben wollen:

Diese Zukunft ist längst da!

Nur vielleicht noch nicht bei Ihnen.
Wer heute nach dem besten Klang sucht, der kommt um einen „Streamer“ und ein Abo bei einem guten Musikportal nicht umhin.
Aber der Reihe nach.

Alexa

Internet-“Zauberkasten”

Im Kommerzbereich finden wir mehr und mehr sprachgesteuerte „Fernbedienungen“ namens Alexa, Siri, Google, Cortana, Bixby und sicher noch einige mehr.
Alle benötigen einen Internetzugang, denn sie sind „Vermittler“ zwischen uns Menschen und dem Internet.
Dass sie auch Musik abspielen, hängt einfach damit zusammen, dass sie eben alles “aus dem Internet holen” und uns verraten können, was es im Internet so zu finden gibt.
Die Uhrzeit, das Wetter und eben auch Musik.
Die Uhrzeit stimmt exakt, das Wetter mal so mal so und was das Bereitstellen von Musik angeht, kann man wohl abschließend sagen: „Funktioniert”!

Wer da höhere Ansprüche an die Musikqualität stellt, der musste bisher entweder auf einen CD-Player oder einen Plattenspieler zurückgreifen.

40 Jahre lang toben nun schon die Glaubenskriege zwischen analog und digital

Und 40 Jahre lang waren diese Kriege sinnlos!
Besser geklungen hat analog!
Besser zu bedienen und zu handeln war digital!
Doch jetzt kommt das alles in Bewegung und nichts ist mehr wie es mal war.

Meine Sicht zur “Lage der Nation”:

Jumbo

Startender Jumbo-Jet

Fast 40 Jahre lang musste die hochwertige “Flugmaschine Analog” vor dem Hangar ausharren, während der “Billigflieger CD” über dem Airport provozierend seine Runden drehte.
Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als die “Flugmaschine Analog” wieder eine Starterlaubnis erhielt und gerade in den Steigflug geht, während sich der “Billigflieger CD” mit Triebwerksschaden der Landebahn nähert, prescht von der Seite ein startender Jumbo heran, der den “Billigflieger CD” auf dem Acker eine Bruchlandung vollziehen lässt und die “Flugmaschine Analog” so stark ins Trudeln bringt, dass sie erst einmal wieder zur Durchsicht in die große Halle muss. Mit ungewissem Ausgang.  Und der Name, der auf diesem Jumbo steht, der lautet:  Streaming.”

Wieso ist Streaming so stark?

Die Antwort verstehen wir am besten, wenn wir nach Parallelen suchen, die dem Musikhören weit voraus sind, und diese Parallele finden wir ganz einfach in der Fotografie.

Digitalkamera

Digitalkamera

Vor etwa 20 Jahren kamen die ersten digitalen Fotokameras mit etwa 1,5 MP auf den Markt.
Um Bilder fürs Album zu machen war das ok, aber Profi-Fotografen versicherten damals:

“Bevor wir jemals mit einer digitalen Kamera Fotos schießen, lassen wir uns lieber ein Bein abhacken!”

Können Sie sich vorstellen, was das heute bei einer großen Veranstaltung für ein Gehumpel wäre, hätten sie alle Wort gehalten?  🙂

Irgendwann gelang es den Kamera-Herstellern Sensoren zu entwickeln, die mehr als 10MP zur Verfügung stellten und auf einmal waren auch die Profis davon überzeugt, dass es keiner höheren Auflösung mehr bedarf, um jetzt doch auf eine Digital-Kamera umzusteigen.
Aber ganz im Sinne von tiefer-schwärzer-breiter-weiter-schneller … wurde trotzdem weiter entwickelt. Heute gibt es kaum noch eine Handy-Kamera mit Sensoren, die weniger als 20 MP aufzuweisen haben.
Den echten Profis, also z.B. den Werbefotografen, stehen mittlerweile Sensoren mit einer Auflösung von über 100 MP zur Verfügung und analog – knipst da ganz sicher niemand mehr!

Und die Musik?

Auf den letzten Tonmeistertagungen waren sich diejenigen, die die Musik aufnehmen – einig:
24 Bit bei 96 kHz wird der High-Res-Audio-Standard für die höchsten Ansprüche.
Alles darüber hinaus ist nur etwas für die „Tiefer-breiter-schwärzer-Fraktion“ und damit unsinnig.

Können wir das dieses mal glauben?

Gehirn

Eine große Lüge der Wissenschaft hört auf den Namen MP3. Mit hoch-seriösem Anspruch hat man uns versichert, dass das menschliche Gehör und das Gehirn nicht in der Lage seien, mehr zu hören, als im MP3-Format vorhanden ist.
Heute wissen wir: Das ist so, als würde man in einer Suppe das Salz und die Gewürze weglassen – weil man als Mensch ja sowieso nicht in der Lage ist, sie in diesem “Wirrwarr” an Gemüsesorten herauszuschmecken.
Ja – sicher – das MP3-Format ist toll und hat viele viele Vorteile.
Allerdings – führt es uns auch ganz weit weg von dem, was Musik eigentlich ist und eigentlich sein soll.

 

Eine ganze Generation verloren!

Schlimm daran ist, dass wir es zugelassen haben, dass unsere nachfolgende Generation damit aufwachsen musste und sie jetzt diese MP3-Musik genau so toll findet wie Kartoffelbreipulver. Für die HiFi-Branche ist diese Generation ziemlich verloren!
Aber das ist ein anderes Thema.

Welches Format reicht denn nun aus?

Hört man Aufnahmen mit 24/96 und 24/192 im Vergleich, kann man zum Unterschied nur sagen, dass so manche 24/96-er Aufnahme besser gemacht ist als einige 24/192-er Titel, bei denen sich das Label mit der höheren Auflösung wohl einfach nur einen audiophileren Anstrich verleihen wollte.
Ich bin davon überzeugt, dass wir mit 24/96 einen Klang-Status erreicht haben, bei dem unser Gehör nun wirklich an seine Grenzen kommt.
Aber wenn es machbar und nicht teurer ist, dann nehme ich natürlich auch gerne 24/192.

Zur Erinnerung:  Die CD hat gerade einmal 16 Bit bei 44,1 kHz.

Und genau das bricht ihr doch jetzt im Moment das Genick! Denn diese Auflösung reicht einfach vorne und hinten nicht. Sie ist so wie die 1,5 MP bei den früheren Digitalkameras. Technische Vergangenheit.

Pro-Ject mit SPU

Pro-Ject mit SPU

 

Wer das Glück hat, heute noch eine LP-Sammlung zu besitzen, der legt sich deshalb einen richtig schönen Plattenspieler zu und erfreut sich am Design und an der Haptik – und ganz sicher auch am guten Klang.

 

 

60 Millionen Titel?

Spätestens aber – wenn wir die Musikauswahl mit in den Ring werfen, steht der tatsächliche Sieger schnell fest.
Oder besitzen Sie etwa 60 Millionen Titel – das sind rund 6 Millionen LPs?
Ich glaube – eine solche LP-Sammlung gibt es weltweit nicht.

Kommen wir deshalb nun endlich zum eigentlichen Thema meines heutigen Berichts:

Das audiophile Heimnetz

Hat man als Musikbegeisterter gerade eben eingesehen, dass man der Stromversorgung ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken sollte, tut sich beim Umstieg auf das HighResAudio-Streaming ein weiteres Betätigungsfeld auf: Das Heimnetz.

Wo holt sich ein Streamer die Musik eigentlich her?

Antwort: Von unzähligen Internet-Radiosendern aus der ganzen Welt … oder eben von Musikportalen.
Die Radiosender „senden“ zum Teil gerade so in akzeptabler Qualität – sie sind eben Radiosender.
Die Musikportale stellen ihre Titel gegen Bezahlung in unterschiedlichen Qualitäten (Formaten) zur Verfügung.
Manchmal kann man die Titel kaufen und downloaden, aber das kommt nicht mehr wirklich gut an.
Heute schließt man lieber ein Abo ab und kann sich anhören was man will, so viel man will, so lange man will.
Zuhause, unterwegs, im Urlaub …

Viele dieser Portale – wie der Platzhirsch Spotify – liefern die Titel bisher nur im MP3-Format aus. Das ist für unterwegs ideal (verbraucht wenig Datenvolumen) und wer keine tolle HiFi-Anlage besitzt, der kommt mit dieser Qualität sicher auch zuhause zurecht.

High-Fidelity … ist das aber nicht!

Da muss man dann schon einen Schritt weiter gehen und sich ein Abo bei den Portalen gönnen, die sich mindestens auf die CD-Qualität festgelegt haben. Frei nach dem Motto: „Zuhause habt Ihr doch auch nichts besseres!“ stellt man also die Titel im Format 16/44.1 zur Verfügung.
Doch echte HiFi-Freaks hören „das Gras wachsen“ und geben sich mit 16/44,1 nicht so einfach zufrieden.
Deshalb gibt es Musikportale, die uns noch höhere Auflösungen liefern.

Alles beginnt mit dem passenden Musikportal.

Die sicherste Methode, sich mit garantiert (!!!) hochwertiger Musik zu versorgen, ist derzeit ein Abo bei highresaudio.com. Hier ist immer drin was draufsteht! Garantiert!! Und das ist vom Allerfeinsten!
Leider ist die Auswahl hier nicht ganz so groß wie bei den Mitbewerbern.

Qobuz – der Lieferant der Originale

Qobuz

Qobuz

Für alle Musikfreunde, die nach einer Kombination aus extrem vielen Musiktiteln bei bester “Original-Qualität” suchen, kann ich den Anbieter Qobuz empfehlen. Er liefert uns bei entsprechendem Abo für 249,- € im Jahr alle gelisteten Titel in der höchsten Qualität, die das Label liefern kann. Wurde eine Aufnahme im Format 24/192 gemacht, dann steht sie uns auf Qobuz auch exakt in diesem Format zur Verfügung.

 

 

Tidal – der Lieferant von MQA

tidal_mag

tidal_mag

Das sieht leider beim direkten Mitbewerber namens Tidal anders aus. Tidal konnte der Verlockung nicht widerstehen, mit dem MQA-Format auf Bauernfängerei zu gehen. (Meine ganz persönliche Meinung – bitte informieren Sie sich über MQA auch aus anderen Quellen und beurteilen Sie dann selbst.)
Für mich ist MQA eine Software-Loudness-Taste. Alles klingt irgendwie gefälliger, aber das Original ist es eben nicht mehr, denn MQA arbeitet nun einmal nicht verlustfrei.
Vom Musik-Angebot unterscheiden sich Tidal und Qobuz zwar nur gering, aber das Thema MQA kann dafür sorgen, dass jemand sich dann doch lieber für oder gegen Tidal entscheidet.

Nun gut – zum Glück für die Liebhaber der Original-Qualität gibt es ja Qobuz. Einfach hier klicken, dann sieht Qobuz, dass es AUDIOSAUL noch gibt: www.qob.uz/AUDIOSAUL 

Was ist eigentlich ein Streamer?

Aries G1

Aries G1

Der Streamer, auch Streaming-Transport genannt, ist das Bindeglied zwischen dem Musikportal im Internet und unserer HiFi-Anlage. Der Streamer holt sich also die Datenpakete vom Portal ab, buffert sie (speichert einen Teil), damit die Musik nicht wegen einer schlechten oder langsamen Verbindung dauernd abbricht und wandelt die Datenpakete in das ursprünglich vorhandene digitale Musiksignal um.
Natürlich gibt es auch Streaming-Geräte, die das digitale Signal gleich in ein analoges Signal wandeln (mit integriertem DAC), aber da zwischen einem einfachen DAC und einem Luxus-DAC mal locker 123.000,- € Preisunterschied liegen können, haben Sie jetzt auch eine Idee, wieso viele Entwickler von Streaming-Geräten lieber die Finger von den Digital-Analog-Wandlern lassen.

Streamer ist nicht gleich Streamer

Auch bei den Streamern gibt es eklatante Preis- und Qualitätsunterschiede!
Jedes Smartphone kann streamen und in jedem PC kann man das per Software installieren, die Hardware ist auch hier vorhanden. Aber leider eben wieder nur in einer Qualität, die über „funkioniert“ nicht viel weiter hinausgeht.
Wer Musik mit höheren Klangansprüchen erleben will, der kommt um die Anschaffung eines speziellen Streamers nicht umhin.
Diese Geräte liefern dann ein wirklich sauberes und stabiles Digitalsignal ab.

Aber natürlich nur, wenn auch die Datenpakete sauber und stabil ankommen!

Daten

Daten

Damit so ein Streamer zuverlässig seine Arbeit verrichten kann, braucht er natürlich seinerseits erst einmal ein sauberes Datensignal aus dem Internet.

Jeder, der mal was vom OSI-Modell gehört hat (Beschreibt, wie Datenpakete versendet werden), der weiß, dass hier Informationen in Pakete aufgeteilt, verpackt und mit Adressen versehen werden, damit der Empfänger sie wieder passend auspacken und zusammensetzen kann.

Schon die Erklärung dieses OSI-Modells ist für Laien derart kompliziert und unverständlich, dass alle die, die schon beim Lesen der Aufbauanleitung zu einem Billy-Regal verzweifeln, sich wohl gar nicht erst mit dem OSI-Modell und seinen vielen Schichten (Layer) befassen sollten.
Tatsache ist jedenfalls, dass diese ganze “IT-Geschichte” so etwas von logisch abläuft, dass man glaubt, hier könne überhaupt nichts schief gehen. Da gehen keine Pakete verloren und es kommen auch keine falschen oder defekten Pakete an.  Jedenfalls nicht in einem guten, anständigen Netzwerk mit guten Komponenten! Leider sieht die Wirklichkeit mal wieder anders aus. Dazu später noch mehr.

Ziehen wir jetzt aber erst mal das Fazit für die erste Phase:

Wir haben also jetzt:

  1. Ein Qobuz-„Studio-Abo“ abgeschlossen und es auch richtig eingestellt!!!???

Hinweis:
Wenn Sie das Abo abgeschlossen und sich die App auf ihren PC oder MAC geladen haben, dann öffnen Sie dort die App und schauen Sie nach, wie die Streaming-Einstellungen eingestellt sind. Ich erlebe es leider immer wieder, dass mir Kunden sagen, Streaming würde schlechter klingen als CD – und schaut man dann in deren Einstellungen von Qobuz nach, dann bezahlen die zwar alle schön ihre 249,- € im Jahr, hören aber nur MP3 oder im besten Fall CD-Qualität.
Leute – so wird das nichts mit dem besseren Klang!
Also:  App starten – oben rechts auf das Profil gehen, auf „Wiedergabe der Musik“ gehen und sicherstellen, dass auch die beste Qualität (HRA bis zu 24/192) eingestellt ist!

   2.  Ein Streaming-Gerät

Ob nun mit internem oder externem DAC, das spielt an dieser Stelle erst mal keine Rolle. Nur die Mindestvoraussetzungen für einen guten Klang sollte das Teil schon mitbringen. Also sollte es auch besser nicht irgendein PC, Laptop oder Macbook sein, solange Ihr ihn/es nicht mit viel Aufwand auf besseren Klang getrimmt habt.

Wo fängt denn das Internet eigentlich an?

Internet

Internet

Ach ja! Zumindest bei uns zuhause fängt es an der Telefondose an, also an der so genannten TAE-Dose.
Diese TAE-Dose und das Kabel, was zum Router geht – mögen wir HiFi-Freaks aber überhaupt nicht leiden!
Das ist absolutes Billigzeug und das klingt wie Hulle!

Da es kein gescheites TAE-Kabel auf dem Markt zu kaufen gibt (damit meine ich nicht den Wochenmarkt!), müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.

 

TAE weg – RJ45 her

Hierfür tauschen wir die TAE-Dose gegen eine Netzwerkdose mit einem RJ45-Anschluss aus. Nehmen Sie da ruhig eine etwas bessere – die Dinger kosten alle nicht viel.
Wichtig ist ein gut abgeschirmtes Anschlussmodul. Die beiden Adern vom Telefonkabel, die stecken wir in “4” und in “5”.
Aber testen Sie ruhig mal, welches in 4 und welches in 5 soll. Einige meiner Kunden wollen da große Unterschiede bei der Polung gehört haben. Mir ist das selber allerdings noch nicht gelungen.
Ist die Dose fertig montiert, können wir nun ein gutes LAN-Kabel von der Dose zum Router ziehen.

Wie gut muss das LAN-Kabel sein?

Ethernet_Diamond

Ethernet_Diamond

Nun – einerseits – besser als diese Beipackstrippe sind wohl so ziemlich alle Netzwerkkabel, die wir in unseren Kabel-Kisten finden.
Andererseits – ob Sie das nun glauben oder nicht – hört man den Unterschied zwischen den einzelnen Netzwerkkabeln an dieser Stelle doch ganz gewaltig.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der legt sich ein audioquest Diamond zu.
Schön kurz!
Ansonsten sollte ein Arzt in der Nähe sein, wenn ich Ihnen den Preis dafür nenne.
😉

Upgrade:  Das Furutech LAN 8 NCF ist da!
Viele meiner Kunden halten es sogar für klanglich “besser” als das audioquest Diamond und es kostet nur ein Fünftel! (1,2m 196,- €)  
Das Gute daran: Mit dem Furutech dürfen wir unsere Fritzbox jetzt auch ruhig mal 3m von der Anlage weg anbringen. Damit vermindern wir störende Einstreuungen und müssen trotzdem nicht unser Auto verkaufen, nur um uns ein gutes LAN-Kabel zu gönnen. 🙂

 

 

 

Die nächste Station – unser Router.

Dass ich diesen Speedport von der Telekom so toll finde wie eine Koloskopiehosen-Party im Altersheim – das wissen die Leser meines Blogs nur zur genüge. Zu den klanglichen Eigenschaften einer Easybox von Vodafone kann ich selber nicht viel sagen, aber dass von den Fritz!Boxen die aktuelle 7590 am besten klingt, das kann ich Ihnen versichern.

Und audiophile Router?
Bisher tut sich da noch nicht all zu viel auf dem High-End-Sektor. Irgendwie trauen sich die Entwickler wohl an das Thema Router nicht heran. Wer sieht, wie oft die Hersteller dieser Router die Firmware anpassen müssen, der mag den Grund dafür kennen. Von Wawersa soll jetzt ein High-End-Router auf den Markt kommen, allerdings wie ich hörte auch zu einem echt stolzen Kurs!

Bis dahin sollte ein audiophiles Netzteil erst mal helfen

sbooster

sbooster

Diese billigen Schalt-Netzteile scheinen irgendwie die Schwachstelle der Router (und anderer Geräte) zu sein. Tauscht man sie aus, tut sich deutlich mehr als man sich vorstellen kann!

Der Preis-/Leistungstipp schlechthin ist hier natürlich der SBOOSTER von BOTW für rund 350,- € und das Keces P3 für 398,- €.  
Tipp:
Gönnen Sie dem Netzteil ein besseres Stromkabel. Preislich und klanglich passt hier das SupraCable LoRad MK II sehr gut!

 

 

 

 

 

Keces P8 vorne

Keces P8 vorne

Ich will aber nicht unerwähnt lassen, dass es mit dem P8 (700,-€) von Keces  oder einem Progressive Audio PSU 1 noch einmal hörbar besser klingt.
Auch hier gilt die Empfehlung mit dem SupraCable.

 

 

 

 

Wer  Nägel mit Köpfen machen will, der kauft das PSU von Progressive Audio. Das Dingen liegt dann allerdings schon bei 800,- € und hat im Gegensatz zu den beiden Keces nur einen (!) statt zwei Ausgängen. Und … hier reicht auch das LoRad nicht mehr ganz. Falls Sie noch eine “ganz normale” Steckdose verwenden – wäre auch da noch ein Austausch fällig. Meine Empfehlung: Furutech FT-SWS (R) NCF !!!

Die Bausteine eines Routers

Die Aufgaben eines Routers teilen sich in mehrere Bereiche.
Zu Beginn steht natürlich das “Modem”, mit dem sich der Router in das Netz des Providers einwählt.
Beim nächsten Bauteil handelt es sich um den Server zur Verwaltung unseres Heimnetzes. Hier bestimmen wir in der Regel, dass unser Router das DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) betreiben, also die Zuweisung von IP-Adressen vornehmen soll.
Danach folgen dann das LAN- und das WLAN-Modul. Das eine kümmert sich um die Geräte, die per Kabel angeschlossen sind, das andere um die, die wir lieber ohne Kabel betreiben wollen, also z.B. unsere Smartphones und Tablets.

Ein Verkehr wie auf dem Kölner Autobahnring

Schauen Sie mal auf die LEDs an den LAN-Dosen des Routers.
Zur Ruhe – kommen die anscheinend nie.
Sie signalisieren uns, dass und wenn „Traffic“ in unserem Heimnetz herrscht, aber eigentlich könnte man sich diese LEDs auch sparen, denn es herrscht immerzu Verkehr auf unseren Leitungen!

Der Router fragt umher, ob noch alle da sind, es kommt eine E-Mail herein, der Virenscanner lädt die neuesten Definitionen, irgendjemand sieht sich einen Film an, ein anderer surft gerade, unser Kühlschrank bestellt Milch nach, der Pappa lässt die Rolläden herunter und die Mama stellt die Heizung höher. (Ja ja, wieder 5,- € für die Machokasse)

Frage:  Was von all dem wollen wir „hören“?????

A – u – s – e – i – n – a – n – d – e – r    !!!!!!!

Es ist doch eigentlich extrem schlecht gelöst, dass die unterschiedlichsten Dinge alle in ein und dem selben Netz ablaufen und Geräte miteinander verbunden sind, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. So lange das alles funktioniert, ist es uns ja egal, aber wenn da was den Klang unserer Anlage beeinflusst, dann wollen wir das lieber nicht und hätten dann dafür gerne ein ganz eigenes Netz, oder?

Wer sich gut auskennt, der hat vielleicht schnell ein paar VLANs (virtuelle Netze)  „gestrickt“  und teilt nun die verschiedenen Geräte den verschiedenen Netzen zu – aber ist das wirklich zielführend?

Smartphone

Smartphone

 

Nun, ich denke –  meistens wird es nur unnötig kompliziert.
Man trennt Dinge, die dann auf einmal doch wieder zusammengehören und sei es nur, damit wir es mit unserem Smartphone oder Tablet fernsteuern können.

Bleibt es also beim heillosen Durcheinander und wir können gar nichts dagegen tun?

Hilfe naht!

 

 

 

 

Audiophile Switches

Switch

Switch

Lesen Sie sich einfach mal – z.B. auf Wikipedia – die Berichte über Switches, deren Aufgaben und die unterschiedlichen Lösungen durch.
Mit diesem Wissen und der Erkenntnis, was billige Switches alles anders machen als teure – erkennt man schnell, dass es eigentlich unverzeihlich ist, an dieser Stelle “geizig” zu sein.
Auch dieser Komponente tut es gut, wenn wir ihr ein gutes Netzteil gönnen. Das hört man ja sogar an einem D-Link für 16,- € mehr als deutlich! Oder vielleicht sogar gerade an ihm.

Was aber alles nur zeigt, dass man hier an der richtigen Stelle operiert.

Nein – es muss kein „Managed Switch“ für etliche Tausend Euro sein – den kriegen wir ja gar nicht alleine konfiguriert und selbst bei dem hat der Hersteller niemals darüber nachgedacht, wie gut es damit wohl klingen mag.
Vielmehr sollte es ein Teil sein, was Dinge kann und Dinge tut, die für den Klang wichtig sind.
Eben ein von vornherein aus audiophiler Sicht entwickelter Switch.
Wie zum Beispiel …

Melco, wenns um … den Klang geht.

Melco S100

Melco S100

 

Von Melco gibt es da genau so einen Switch, der etwas trennen kann, ohne es zu trennen, weshalb Melco das auch nicht „Trenner“ und auch nicht VLAN-Macher nennt, sondern einfach „LAN-Filter“.

Ein intelligentes Teil in diesem Switch sorgt dafür, dass wir neben vier “ganz normal zu nutzenden” Ports vier weitere Netzwerkdosen erhalten, an denen ausschließlich das ankommt, was wir hören (!!) wollen und alles andere (z.B. Broadcast-Abfragen) dürfen eben gar nicht mehr zu diesen Audio-Buchsen durch.
Mehr wollen wir doch eigentlich gar nicht, oder?

Nun – diese LAN-Filterung sorgt jedenfalls dafür, dass es einen unglaublichen Klangunterschied gibt und selbst derjenige einen solchen Switch braucht, der dann nur ein einziges Audio-Gerät daran anschließt. (Dazu weiter unten mehr)

Upgrade:
Soeben entsteht ein neuer Bericht, in dem ich mich mit der aktuellen Auswahl an audiophilen Switches befasse. Sobald er fertiggestellt ist, folgt hier ein Link zum Bericht.

 

Hilfe – wir sind verstrahlt!

Ausgerechnet das – was uns das Leben so einfach macht – das verursacht uns auch Probleme!
Die Rede ist hier vom WLAN.
Der Router stellt ein drahtloses Netz zur Verfügung und so können wir uns wunderbar mit unzähligen Geräten in unser Heimnetz einwählen, ohne ein einziges Kabel zu benötigen. Eine tolle Sache!
Im Fokus stehen jetzt aber genau diese Strahlungen. Einerseits sind sie möglicherweise für uns Menschen gar nicht so gesund, andererseits strahlen sie aber auch in unsere HiFi-Kabel  und -Geräte ein und stören sie mehr als uns lieb sein kann.
Hier kommen manche auf die Idee, deshalb mit zwei Routern zu arbeiten. Den einen stellt man weit weg von der Anlage auf und aktiviert dort das WLAN. Den zweiten positioniert man direkt hinter der Anlage, verbindet die Geräte mit Kabeln und hat das WLAN natürlich ausgeschaltet.
Wer weiter oben aufgepasst hat, der muss jetzt aber erkennen, dass das nicht ganz schlüssig durchdacht ist – da wir von unserem Router jetzt ja nur noch die Switch-Funktion verwenden. Und auch da muss man natürlich sagen, dass wir dann doch lieber auf Spezialisten setzen sollten, also auf die audiophilen Switches.

Fazit:
Anschlussdosen, Kabel, Router, Switches, WLAN, Repeater und deren Netzteile haben bisher praktisch kaum eine Rolle für unsere heimische Musikwiedergabe gespielt. Sofern alles funktioniert hat, war die Welt für uns in Ordnung. IT-ler weigern sich noch heute, daran zu glauben, dass all diese Dinge einen Einfluss auf den Klang haben könnte. Aber jeder Interessierte kann einfach mal das Kabel vom Router zum Streamer tauschen und sich selbst davon überzeugen, “dass die Erde rund ist”. Wer konsequent beim Plattenspieler bleibt, der kann das Thema Heimnetz nach wie vor vergessen. Wer im Heute angekommen ist und streamt, der kommt nicht umhin, sein Netz anzupassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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